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Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebrad: 60 Pig., durch die Post bezogen vierteljährl. Wit. 1.50. Cratieboilagen: Obesheffige Familienzeitung( täglich) und die Stedence Belisable fou( wöchentlich). Das Blatt erscheint an aan Berktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Bergwerkskommiffion auf Reifen. ( Nachdr. verb.) Dortmund, 9. Mai. Die Bergwerkskommission des preußischen Abgeordneten. hauses hat, wie man weiß, zwei Gesezesnovellen zu beraten Die eine betrifft das Stillegen der Zechen, das verhütet oder wenigstens beschränkt werden soll, die andere Novelle han delt von einer Erweiterung des Bergarbeiterschutzes. Die Kommission hat die wichtige Arbeit zuerst vorgenommen, und man muß ihr das Zeugnis ausstellen, daß sie mit großer Gründlichkeit verfährt. Sie hat sich nicht genügen lassen, eingehende theoretische Erörterungen anzustellen, sondern an diese Erörterungen und gewissermaßen zur Erprobung der aufgestellten Theorien eine Reise in unsere Bergwerks. gegend unternommen, hier durch den Augenschein bon den einschlägigen Verhältnissen Kenntnis zu gewinnen. Da die Kommission möglichst viel sehen will, die Zeit aber nicht auslangt, alle Mitglieder in alle Bergwerke zu führen, haben sich die Heuren in sechs Gruppen gesondert, von dencr jede eine bestimmte Anzahl von Bergwerfen besuchen will, darunter zunächst die Zechen Hansa, Scharnhorst, Achenbach, Kaiserstuhl, Schamrock und Monopol. Oberbergrat Meißen hat namentlich den älteren Herren den Rat erteilt, sich von der Besichtigung von Gruben mit hohen Tempediren fernzuhalten. Die jüngeren Mitglieder aber werden e um nicht nehmen lassen, auch diesen minder angenehmen Teil der Besichtigung durchzumachen. Wenn sie es über sich gewinnen wollten, einmal eine volle Tages- und dann eine bolle Nachtschicht in heißer Grube auszuhalten, so würden fie für ihr Urteil über die zulässige Marimalzeit einer Schicht bei hoher Temperatur eine zwar subjektive, aber bod ziemlich feste Unterlage gewinnen. Dem Einwand, daß das Urteil unsicher bleiben würde, weil die Herren sich Unge. mohntes zumuten, könnte man dadurch begegnen, daß man an die Herren Abgeordneten nicht das Ansinnen stellt, auch eigentliche Bergarbeit zu leisten, 6 bis 8 Stunden lang Rohle zu hauen und in Wagen zu Tage zu fördern. Dieser Nachlaß würde einen ausreichenden Ausgleich bilden. Unter allen Umständen ist es erfreulich, daß die Kommissionmitglieder dem Gegenstand so große und eifervolle Aufmerfsamkeit schenken. Um so sicherer darf man darauf rechnen, daß das Ergebnis ihrer Beratungen allgemein und ganz besonders die Nächstbeteiligten befriedigen wird. waren die Herren mit einem weniger anstrengenden Tei! ihrer Aufgabe beschäftigt, damit nämlich, sich von der Stadt Dortmund begrüßen und feiern zu lassen. Oberbürgermeister Schmieding betonte, ioie natürlich, in seiner Ansprache die Bedeutung des Bergbaus für die Stadt Dortmund, und ebenso natürlich war es, daß Herr Reichsgerichterat Spahn namens der Kommission Worte lebhafter Anerfennung für die Leistungen der Bergwerksindustrie fand und auf die gastfreie Stadt Dortmund ein Hoch ausbrachte. Gesteri: Hier hofft man zuversichtlich, daß das Abgeordnetenhaus die Regierung nicht im Stiche lassen und ihre, den Bergarbeitern gegebene Zusage erfüllen wird. Man hält dies im Interesse der Autorität der Staatsregierung für dringend notwendig, aber auch deswegen für wünschenswert, weil im anderen Falle die Regierung faum umhin könnte, die Angelegenheit vor den Reichstag zu bringen, wo ihrer eine weniger objektive Behandlung warten würde Der Krieg in Oftalien. Noch immer ist es nicht aufgeklärt, ob sich Noschdiestwensky auch jetzt noch in französischen Territorialgewässern bei Indochina befindet. Die französische Regierung be. schränkt sich darauf, auf die japanischen Vorstellungen inmer wieder zu versichern, daß Roschdjestwensky aufgefordert worden sei, schlei.nigst die französische Machtsphäre zu räumen. Weitere japanische Beschwerdet.. Alle französischen halben Entschuldigungen vermögen nicht, den japanischen Verdacht, daß Roschdjestivensky in Indochina begünstigt worden ist und weiter gefördert wird, zu beseitigen. Auch von Schanghai aus sollen für die bal tische Flotte Kohlen gebracht werden. Der dortige japanische Konsul erhob Widerspruch gegen die Einnahme von Kohlen seitens gewisser Schiffe, da der Verdacht vorliege, daß die Kohlen für die baltische Flotte bestimmt seien. Der Hafenfommissar weigerte sich daraufhin, fünf von jenen Schiffen die Ausfahrt zu gestatten. Die Vereinigung der russischen Geschwader soll unmittelbar bevorstehen. Das Geschwader des Admirals Nebogatom soll sich in der Nähe der Pulo Condor- Infeln, 100 engl. Meilen südlich von Saigon, befinden. Es wartet dort auf zwei Dampfer mit Vorräten aus Saigon. Nach deren Eintreffen wird Nebogatow sein Geschwader mit dem Roschdjestwensfys vereinigen. Ein japanisches Panzerschiff gesunken? Nach Londoner Meldungen soll das japanische Panzerschiff erster Größe Mikasa" in der Straße von Korea ge= funken sein, sei es, daß es auf eine schwimmende Mine, sei es, daß es im Nebel auf einen Felsen auflief. Die ganze Mannschaft von 700 Mann soll mit dem Schiff gesunken scin. Es ist möglich, daß die Nachricht nichts weiter ist, als die sensationelle Ausbauschung eines Gerüchis, wonach die ..Mikasa" vor längerer Zeit schon beschädigt worden sein soll. Russisch- japanischer Gefangenenanstansch. Im Dezember des vergangenen Jahres bot Japan durch Vermittelung des Gesandten der Vereinigten Staaten in Petersburg der russischen Regierung den Austausch von Gefangenen an. Vor einigen Tagen nun hat der französische Gesandte in Tokio im Namen der russischen Regierung dieses Anerbieten angenommen. Kinder von Stieren getötet. Eine Schar von zwanzig Mädchen spielten in dem spanischen Städtchen illamant rique. Sie zogen in feierlichem Zuge durch einen Hohlweg, als ihnen acht Sticre entgegenkamen. Die Tiere stürmten plöglich auf die Kinderschar los, von der neun getötet und sechs schwer verwundet wurden. A Feuersbrunst in Rußland. In der Stadt Chenzing im Gouvernement Kielin brach ein Feuer aus, das über 200 Wohnhäuser mit allen dazu gehörigen Nebengebäuden einäscherte. Bei dem Brande sind auch mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Politik. A Den Abschluß eines Freundschafts- und Handelsver. trages zwischen Deutschland und Amerika befürwortet de amerikanische Generalkonsul Mason in Berlin in seinem Be ticht an das amerikanische Staatsdepartement. * In Rom ist der deutsch- italienische Handelsvertrag vom deutschen Botschafter Grafen Monts und dem italienischen Minister des Auswärtigen Tittoni ratifiziert worden. * Nach aus Süddeutschland kommenden Stimmen soll ei mit der Eisenbahn- Betriebsmittelgemeinschaft in diesem Jahre nichts mehr werden. Die Hemmnisse sollen in der Meinung der Mehrheit des bayerischen Landtags liegen, sic aber lediglich auf politische Gesichtspunkte beschränken. * Das Ansiedlungsgebiet in der Provinz Posen und West. preußen für Deutsche wird gegenwärtig von den Ministerr Freiherrn von Rheinbaben und von Podbielski, Unterstaats sekretär von Conrad, sowie von den Mitgliedern der Budget tommission des Reichstages besichtigt. An der Inspektions reise nehmen auch die Oberpräsidenten von Waldom un Delbrück und Angehörige der Ansiedlungskommission teil. Vom südwestafrikanischen Kriegsschenplass wissen englische Blätter aus Kapstadt Sujanerinären über eine Niederlage der deutschen Trupen zu verbreiten. Die Deutschen hätten Borräte und Munition verloren. An amtlicher Stelle ist in Deutschland natürlich nichts von solchen Vorkommnissen bekannt. Es wird sich wieder un englische Erfindumgen handeln wie schon in früheren Fällen Russland. * Der in Moskau uber die inneren Reformen beratende Semstwofongreß sprach sich mit 127 gegen 8 Stimmen für das allgemeine Stimmrecht, mit 87 gegen 49 Stimmen für direkte Wahlen und mit 107 gegen 29 Stimmen für die Bildung zweier Kammern aus. Dagegen verwarf er mit allen gegen 13 Stimmen den Vorschlag, daß die Volksvertretung nur beratenden Charakter haben soll. Der Minister des Innern plant für die Volfsvertretung die Errichtung eines Landständerats als Unterhaus. Die Wahlen für diesen Landständerat sollen auf ständischer Grundlage borge nomanen werden. Den Abgeordneten, deren Zahl gegen 550 betragen soll, wird Immunität zugesichert. Außer den Abgeordneten, deren Mandat drei Jahre dauern soll, fizen im Landständerat auch die von der Regiarung ernannten Minister. Die Unruhen hören übrigens nicht auf. Ta Militär in schemeti( Kreis Schorapau) zwei Personen wegen Mordversuchs verhaftete, wurde es von der bewa neten Bevölkerung angegriffen. Die Truppen töteten und verwundeten etwa 20 der Angreifer. Ueber die Warschan-Wiener Bahn wurde der Belagerungszustand verhängt. Eine Militärbefreiungsaffäre macht in Moskan von sich reden. Das gesamte Bezirkskommando, einschließlich der Obersten von Staden und Ostrichom, mehrerer Hauptleute und Leutnants, ist verhaftet worden. Durch die Vermitte lung des Kommandos soll eine Reihe vehlhabender ViirAm 7. gerssöhne vom Militärdienst befreit worden sein. Mai ist eine furchtbare Judenverfolgung in Shitomir o gebrochen. Bewaffnete Leute übersielen die Juden und rich. teten ein furchtbares Blutbad cn. Man zählt viele Tote und Verwundete. Das in der Nähe befindliche Militär greift nicht ein, trotzdem die Verfolgung noch andauert. In Lodz wurde ein in der Kirche entdeckter Geheimpolizist von der wütenden Menae erdolcht.. Türkei. - ein neues Finanzprojekt für Mazedonien hat der österreichische Botschafter von Calice in: Namen aller fremt en Botschafter der Pforte zur Vegutachtung überreicht. Die revolutionäre Bewegung auf Kreta zeitig imm neue unliebsame Vorkommnisse. In dem Dorfe lideni ( Bezirk Retimo) hat der Chef des Revolutionskomitees Biratis die Gendarmen eingeschlossen und entwaffnet. Er stellte ihnen frei, sich entweder den Aufständischen anzu schließen oder unbehelligt in die Stadt zurückzukehren. Eine Anzahl von Gendarmen entschloß sich zu den Aufständischen überzugehen. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser nahm gestern in Straßburg die Parade über die dortige Garnison ab. Nachdem er des Morgens früh eine Automobilfahrt gemacht hatte, begab er sich um 11 Uhr mit Gefolge zu Fuß nach der Kaiser Wilhelmstraße, we er vor dem Hauptportal des Postgebäudes Aufstellung nahm. Hier hatten sich bereits der Kaiserliche Statthalter, der Staatssekretär v. Köller und die Generalität eingefunden. Der Kaiser begrüßte den Statthalter und den Staatssekre. tär und nahm den Frontrapport vom Kommandierenden General Ritter Hentschel von Gilgenheimb entgegen. Der Vorbeimarsch wurde kommandiert vom Generalleutnant Frhrn. von Hoiningen, gen. Huene. Die Fußtruppen gingen in Kompagniefolonnen vorüber, die berittenen Truppen ebenfalls zu Fuß. Nach dem Vorbeimarsch hielt der Kaiser Kritik und nahm eine Reihe militärischer Meldungen entgegen. Er begab sich alsdann unter begeisterten Zurufen der angesammelten Menschenmenge zu Fuß nach dem Kaiserpalast. Hierher wurden von einer Kompagnie des 143. Infanterie- Regiments die Fahnen und Standarten überbracht. Um 1 Uhr nahm der Kaiser mit Gefolge an einem Frühstück beim Kommandierenden General Ritter Hentschel von Gilgenheimb teil. Automobil- Rowdies. Es vergeht keine Woche, daß man nicht bun einem Automobilunfall hört, d. i. von einem Unfall, den das Auto. nobil herbeigeführt hat. Der regelmäßige Vorgang ist der, daß ein Kraftwagen in überschneller Fahrt Menschen zu Schaden, wenn nicht gar zum Tode gebracht hat, und daß der Fahrer, es sei der Besitzer oder der Chauffeur, sich durch Flucht der Verantwortung zu entziehen sucht, ohne sich um die Geschädigten zu kümmern oder ihnen Hilfe zu leisten. Die Herzlosigkeit, die sich in einem solchen Verhalten offen bart, ist es in erster Reihe gewesen, die die öffentliche Mei. nung mit Zorn und Entrüstung über die rücksichtslosen Schnellfahrer erfüllt und die Forderung veranlaßt hat, e sollten strengste Maßregeln gegen diese neueste Form der Sicherheitsstörung ergriffen werden. In manchen deutschen Großstädten, speziell in Berlin, waren es vor Jahren die Bierfahrer, die sich durch übor schnelles Fahren bösen Namen gemacht, Emvörung durc die von ihnen angenommene Gewohnheit erregt hatten, da sie nach angerichtetem Unheil nur auf ihre eigene Rettung bedacht waren und davonjagten. Das überschnelle Fahren war bei ihnen zu einem förmlichen Sport geworden. Da ist allmählich besser geworden. Die Gerichte sprachen strenge und immer strengere Strafen aus, und heilsamer Schrecken faßte die Uebermütigen, die nun sahen, daß sie sich selbsi ebenso wie bisher andere gefährdeten. Sie wurden rück sichtsvoll. Es wird sich vielleicht als notwendig erweisen, daß die Gerichte den Lenkern von Kraftwagen gegenüber in der selben Weise größere Strenge an den Tag legen, soball diese durch übergroße Fahrgeschwindigkeit die Sicherheit au den Straßen auch nur gefährden; daß die Gerichte grundsäglich auf nicht zu kurze Gefängnisstrafe erkennen, wenn durch übertriebene Schnelligkeit Schaden angerichtet wird: und daß sie mit schwerer Gefängnisstrafe den Kraftfahrer treffen, der nach angerichtetem Schaden flieht, ohne sich nach besten Kräften zu bemühen, den angerichteten Schaden wieder gutzumachen. Im Herzogtum Altenburg ist dieser Tage eine Verord. nung erlassen worden, die das überschnelle Fahren der Kraftwagen aller Orten verbietet, wo Menschenansamm lungen sind und ein stärkerer Verkehr herrscht. Die normale Geschwindigkeit eines Pferdes soll innerhalb von Städten und Ortschaften unter feinen Umständen überboten werden, auch da nicht, wo der überholende Kraftwagen Zugtiere scheu machen könnte. Man darf wohl darauf rechnen, daß das Altenburger Beispiel anderwärts Nachahmung finden wird. Jedenfalls ist es nachahmenswert. Fraglich ist nur, ob derartige Verfügungen ausreichen werden, die Mißstände zu unterdrücken, die sich herausgebildet haben und die ganz gewiß von den Automobilisten selbst, someit sie nicht vom Schnelligkeits. wahnsinn befallen sind, nicht am wenigsten beklagt werden. Es könnte wohl sein, daß sich die Notwendigkeit herausstellt, durch besondere gesetzgeberische Bestimmungen das Verant wortlichkeitsbewußtsein der Kraftwagenbesizer und ihrer Chauffeure zu schärfen. In erster Reihe wird es sich viel. leicht empfehlen, durch Gesetz anzuordnen, daß der Kraft. wagenfahrer unter Mithaftung des Wagenbesitzers für den von dem Kraftwagen angerichteten Schaden gutzustehen hat, wobei die Beweislast nicht dem Geschädigten zufällt, sondern dem Fahrer, der erhärten muß, daß nicht ihn die Schuld ar dem Unfall trifft. Es dürfte sich ferner empfehlen, der Kraftwagenbesitzer nicht bloß für den von seinem Wagen an gerichteten materiellen Schaden, sondern auch für das son ftige ungebührliche Verhalten seines Fahrers haftbar 31 machen. Es könnte endlich ratiam erscheinen, Besitzer uni Fahrer gleichmäßig mit Strafe zu bedrohen, wenn sie sid der Menschlichkeitspflicht der Hilfeleistung da entziehen, wo die Hilfe durch ihr eigenes Verhalten notwendig geworden Der Ausrede des Kraftwagenbesitzers, daß der Fahrer ihn den Gehorsam verweigert hätte, muß ein Riegel vorge schoben werden. Endlich wäre zu erwägen, ob nicht de Richter die Automobil- Fahrberechtigung im weitesten Sinn sollte aberkennen dürfen. Es ist nicht unser Wunsch und kann nicht unser Wunsc jein, einem technischen Fortschritt Hindernisse zu bereiten eine den Verkehr hebende Einrichtung zu beseitigen. Dod der Perfehr wird dadurch gewiß nicht gehoben, daß man ibn die Sicherheit nimmt, und der technische Fortschritt wär mit der Gutheizung der gemissenlosen Gefährdung de Nächsten allzuteuer bezahlt. Wir sind überzeugt, daß di Automobilisten uns zustimmen merden die am meisten, di am Automobilmesen das arökte Interesse haben. Die ruch lojen Wegelogerer des Automobilismus sind einfach gemein gefährliche Menscher die entsprechend behandelt werder müssen. Für ihre Gewissenlosigkeit ist die Kraftwagen benutzung nur ein Vorwand. Ihnen muß das schlimm Handwerk gelegt werden, gerade damit der Fortschritt de Kraftwagens Anhänger und Freunde überall gewinner Fönne. Der Weg der aefetaeberischen Silfe ist ziemlich weit uni läßt sich nicht schnell zurückflegen. Mir brauchen aber bis da hin nicht ganz bilflos zu sein. Wir bauen auf die erziehlich Kraft des Richterspruchs, der. mie das oben angeführte Bei Tpiel zeigt, auch menia eindrucksfäbine Gemüter zu beein Flussen vermag. Ginine cuaichine Gefängnisstrafen gener die Rowdies unter den Kraftfahrern, und sie werden zahm werden. Die Herren Chilfener. Wien, 8. Mai ( Nachdr. verb.) Die Spitzbuben arbeiten in aller Welt nach den gleicher Rezepten. Es ist ungemein selten, daß sie einen neuen Trid ausfindig machen oder einem alten Trick eine den Ortsver hältnissen angepaßte Aenderung zukommen lasse. Wir heben augenblicklich in Wien von einer solchen Spigbuben mode Kenntnis bekommen. Diese modernste Spezialität hat auch ihren eigenen Namen. Die Betrüger, die ihre eigen artigen Geschäfte beim Geldwechseln und durch das Geld. wechseln machen und dabei in Banden auftreten, nennen sich„ Chilfener". Der Betrug selbst ist altbekannt; es fauft jemand in einem starkbesuchten Geschäft eine Kleinigkeit und gibt dafür eine größere Note in Zahlung. Während das Wechselgeld ihm auf den Tisch gelegt wird, erklärt er, daß er kleine Münze genug noch bei sich gefunden habe, reicht dieses hin und-streicht das Wechselgeld mit seiner Note ein. Der Kaufmann ist betrogen, wenn er nicht mit allei Sicherheit die Manipulation wahrgenommen hat, denn bei dem leisesten Zweifel wagt er nicht, Lärm zu schlagen, sich am Ende noch eine Beleidigungsflage zuzuziehen und seine reellen Kunden zu verscheuchen. - Diese alte Methode ist hier in der Anwendung aufge frischt worden: Der Betrüger hat seine Genossen bei sich; er bringt sie mit, damit sie ihm als Zeugen dienen und den Kaufmann, der sich sträuben will, durch Lärm ei: cschüchtern. Sie alle haben dann gesehen und versichern es laut und drohend, daß der Kaufmann den Geldschein in seine Kasse getan habe. Das Geschäft muß sich gut rentieren und stattliche Erträge bringen, denn die Teilhaber führen ein lustiges und recht kostspieliges Leben. Sie bringen das leicht erworbene Geld schnell durch und werfen es förmlich auf die Straße. Gerade das ist ihnen zum Fallstrick geworden. Denn genau fo, wie sie bandenweise ihre Betrügereien aus. führten, genau so brachten sie in Banden das Geld auch burch, so daß man sie immer hübsch beisammen hatte und sie endlich bei der gemeinsamen Tätigkeit festmachen konnte Leipziger Mefs- Allerlei. ( Von unserem ständigen Korrespondenten.) Was man in den Buden hört und riecht. bahn. Die Küchenfee auf dem Rosse. Haases Stufen. Das Hippodrom. Große und kleine Kreaturen. ten zu belegen; mun läßt er aufatmend noch einmal den Blick über die an ihm vorüber rasende wilde Jagd schweifen, um sich dann auf einige Minuten nach dem Büfett zurückzuzie n und für echt Pilsener Preis an einem Glase imitierten Pilseners zu erlaben. Aber was ist das? Nickt nicht von einem der hölzernen Rosse eine ihm bekannte stolzgeschwungene Feder über mäch tigem Florentinerhute? Mit Etsetzen und Grauen schaut er hin sollte gar-? Doch nein, das ist nicht möglich. Unbestreitbar, der Hut seiner holden Gaitin ist es, der da den tollen Kreislauf mitmacht. Schärfer schaut er hin und siehe, siche! Unter dem Hut tauchen zwei karminrote Backen, ein wasserblanes Augenpaar und drei von der Hitze und der Anstrengung in dünne Strähnen aufgelöste semmel. helle Locken auf. Sie ist's, die täppische Frieda vom Dorfe, die vor vierzehn Tagen von seiner Frau mit Stolz als neu entdeckte Perle vom Gesindebureau mit nach Hause gebracht wurde, ein von städtischer Kultur und Verderbnis unberühr. tes Naturkind. Heute hat sie Urlaub bekommen, angeblicher Meßbesuch vom heimatlichen Dorfe gab den Anlaß. Die Frau ist verreist, wer sollte dem Mädchen das unschuldige Vergnügen nicht gönnen. Das ist also die Unschuld vom Lande. Wie schnell hat sie sich angepaßt der großstädtischen Intelligenz und dem Bedürfnis der Einwohnerinnen unserer Seestadt an der Pleiße nach eleganter Erscheinung. Geht einfach mit dem Frühjahrshut der Madame aus, den er erst kürzlich wohl oder übel mit baren dreißig Mark be. zahlt hat. Vor Entrüstung und verletzter Moral schnaubend will er die Ungetreue zur Rede stellen. Eben macht die Stufenbahn stopp, das ohrenbetäubende Gebrüll der DampfDrehorgel verstummt. Da schwingt sich die Holde aus dem Sattel, ehe er sie erreichen kann, ist sie am Arme eines flotten Milizers" im Gewühle verschwunden.„ Mein Leipzig lob' ich mir, es bildet seine Leute." Na, warte! Der erste Bauernsonntag in der Leipziger Frühjahrs. messe! Mit versengender Glut strahlt die sonst so fühle Maiensonne auf die Budcnansiedelungen hernieder, die in verschiedenen Stadtteilen zerstreut den Darbietangen des großen Jahrmarkts, Leipziger Messe" genannt, als Unter kunftsstätte dienen. Doppelt groß ist also der Genuß für den glücklichen Familienvater, den er vor allen anderen irdischen Familienvätern voraus hat, altem Herkommen gu mäß seine mehr oder minder zahlreiche Nachkommenschaft ,, unter die Buden" führen zu dürfen. Man vergegenwärtige sich: 30 Grad im Schatten, also eine um diese Zeit gan ungewöhnliche Temperatur, die uns geradezu tropenhaft vorkommt, dabei ein Geschiebe und Gestoße der sich in fürch. terlicher Enge drängenden Menschenmassen, die sich mühsam durch die Budengassen winden, umtobt von einem inscr. nalischen Zusammenklang der verschiedenartigsten ganz unbeschreiblichen Laute, udustet von den ambrosischen Gerüchen, die unzähligen brodelnden und dampfenden Wurst. fesseln entsteigen und man hat einen ungefähren Begrif von den„ Freuden" der Messe. Und dann versete man sich in die Lage des glücklichen Vaters gefunden Leipziger Nachwuchses, wie er es wagt, unterzutauchen in diesen Höllenschlund, an jeder Hand und an jedem Rockzipfel einen wohlerzogenen Sprößling fann man sich größere Wonnen vorstellen? Herr X. atmet noch einigemale empört auf und wendel sich dann mit einigen trüben Gedanken über die Schlechtig. feit der Welt und der Dienstmädchenwelt im besonderen zu weiteren Dingen. Er vermeidet vorsichtig den luftigen Zelt, bau, in dem sich das größte und eleganteste Reitinstitut der Welt" befindet, obwohl die in den reizvollen Klang der um liegenden Drehorgeln aller Dimensionen und Tonschattie. rungen mehr oder weniger guter Stimmung kräftig sich einmischende Janitscharenmusik der Hippodromkapelle auf sei nen hoffnungsvollen Nachwuchs eine schier unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. Dagegen kann man am„ größten Ochsen der Welt und des Jahrhunderts" und seinem Gegenstück, dem kleinsten Exemplar des homo sapiens, sowie seinem Urvater, dem gelehrigsten Affen" und ähnlichen den Geist bildenden und die Naturkenntnis fördernden Meßschaustellungen als gewissenhafter Erzieher der eigenen Nachkommenschaft nicht vorübergehen. Begleiten wir ihn ein wenig auf seinem Meßbummei. Das erste Ziel aller Meßbesucher ist natürlich Haases Stufenbahn, worunter man sich aber nicht eine wirkliche Stufenbahn vorzustellen hat, sondern ein allerdings mit vet. schwenderischer innerer und äußerer Pracht ausgestattetes Karussel, das sich vor seinen zahlreichen minder luxuriösen Konkurrenten besonders auch dadurch auszeichnet, daß es mit doppelter Geschwindigkeit fährt und man auf ihm mu bierfacher Geschwindigkeit sein Geld los wird. Glücklich ist es Pater familias gelungen, nicht ohne etwa ein halb Dutzend mal auf die Hühneraugen getreten worden zu sein, jedem seiner Lieblinge einen Platz zu ei kämpfen und ihn vorsichtigerweise gleich für mehrere Jahr: Bildung macht frei! auch wenn sie auf der Leipziger Messe verzapst wird. Nab und Fern. A Festliche Veranstaltungen zum 100. Todestage Schillers fanden in allen Teilen Deutschlands statt. Schulen und Vereine begingen allerorten den Tag durch Versammlungen und Festzüge. In Weimar fand vor Schillers Grab in der Fürstengruft eine große Huldigung statt. Auch das Ausland ehrte den deutschen Dichter durch Aufführung seiner Dramen. Der Schillerverband deutscher Frauen hat zu dem Weihetage eine Summe von 250 000 Mark gesammelt, die der Zentralvorstand im Namen seiner 35 Ortsgruppen der deutschen Schillerstiftung überwies. Ein deutscher Samaritertag findet am 1. und 2. Juli dieses Jahres in Kiel statt. Die Versammlung wird zugleich eine Erinnerungs- und Ehrenfeier für den Begründer des Samariter- und Rettungswesens Professor v. Esmarch sein. † Durch Absturz von der Hochschwabalp verunglückten Universitätsprofessor v. Glanwell aus Graz mit zwei Beglettern, dem Dozenten Dr. Petritsch und dem Landesbeamten Stopper. Sie hatten einen äußerst schwierigen und gefahr. bollen Kletterweg angetreten, dabei stürzten sie ab und fanden den Tod. Professor Glanwell, der im 34. Lebensjahr stand, war einer der gewandtesten, tüchtigsten und erfahrendsten Touristen Desterreichs. Petritsch und Stopper galten gleichfalls als sehr tüchtige Alpinisten. Haus geschafft würde. Fuchs konnte von dem Erträgnis des unerlaubten Handels auf großem Fuße leben. Von seinen Lieferanten wurde ab und zu einer verhaftet, dock berriet niemand den Hehler, bis auch dieser am 14. Juli oorigen Jahres in die Hände der Polizei fiel. Fuchs legte fein Geständnis ab, er wollte den größten Teil der Wilddiebe gar nicht kennen, er wollte nur von solchen Personen das Wild gekauft haben, die jagdberechtigt waren, oder er wollte das Wild von jenseits der Grenze ansässigen Jägern gekauft haben. Ein Trick des schlauen Hehlers war es, auf den Wochenmärkten einen Hasen zu kaufen, und ließ sich dann die Atteste geben, auf denen 3 bis 6 Hasen verzeichnet stan den; er wartete nämlich mit seinem Einkauf so lange, bis der Verkäufer nur noch einen Hasen liegen hatte. O Durch ein eigentümliches Verkehrshindernis sind zwei Motorführer aus Ohlau auf der Chaussee bei Wüstebriefe in Schlesien verunglückt. Vor dem Dorfe lag quer über der Chaussee ein angetrunkener Mann. Der erste Radfahrer fuhr über den Mann hinweg und stürzte kopfüber in den Straßengraben, wobei er einen Rippenbruch erlitt. Der zweite Fahrer fam über das zertrümmerte Motorrad des ersten zu Fall, wobei er sich einige Verlegungen am Kopfe 3230g. Der Betrunkene soll einen Beinbruch durch das Ueberfahren erlitten haben. 11 Mädchen ertrunken. Ein schweres Unglück ereignete sich auf dem Szamorfluß in der Nähe der ungarischen Stadt Szatmar. Beim Uebersetzen kippte ein Boot um, in dem sich eine Menge Arbeiterinnen befanden. 11 Mädchen ertranfen. Soziales Leben. ** Dankbare G welche früher jeden zu wenig benugt. Unkenntnis der b der geringe Preis nis, die so dant pflanzen, Genan Calliopsis, Cento lardia, Helianth Salpigloffis, S leicht heranzuzie Wechselt man a in jedem Jahre große Roften au [ Die höd Den afrifanifche Sie überschreite wafferfälle, lieg mißt bon Pfe Viftoriafälle f doppelt so brei fich etwa fedhzeb Stadt befindet u niel tausender Ufern gleichzeit Bräzision war [] Mittelstandskongreß. Der internationale Verband zum Studium der Verhältnisse des Mittelstandes hält den ersten Kongreß vom 16. bis 18. August d. I. in Lüttich an läßlich der Weltausstellung ab. Auf der Tagesordnung stehen der technische und berufliche Unterricht, die Umbil dung des Handwerkszeugs und besonders der Kleinmaschinen und Kleinmotoren im Handwerke, die Organisation des städtischen und ländlichen Kredits für den Mittelstand. Dem Verbande gehören hervorragende deutsche und ausländische Wirtschaftsverbände und Autoritäten an. A Die Festung des Mörders. Im französischen Dorf Usseau hat sich ein Mann, namens Roy, der wegen Mordes berhaftet werden soll, in seinem Hause verschanzt und leistet einem Aufgebot von Gendarmen und Soldaten bewaffneten Widerstand. Roy hat Proviant für mehr als einen Monat und mehrere Gewehre und Revolver mit reichlicher Munition. Er ist ein vorzüglicher Schüße und hat bereits drei seiner Belagerer schwer verwundet. So wie Roy sich irgendwo am Fenster blicken läßt, wird auf ihn geschossen. Aber man denkt nicht daran, seine Festung im Sturm zu nehmen, sondern will ihn ausbunaerr Aus dem Gerichtsfaal. [] Frauen im Apothekerberufe. Die pharmazeutischen Kreisvereine des Königreichs Sachsen wollen bei der Regierung vorstellig werden, damit den Frauen das Apotheker. gewerbe freigegeben wird. In Preußen und verschiedenen süddeutschen Staaten ist die Zulassung unbeanstandet er. felgt. In Sachsen war das bisher nicht der Fall, obwohl dort ein großer Mangel an Hilfskräften herrscht. § Das Urteil im Münchener Mordprozeß Huber lautete gegen den Angeklagten Johann Huber auf Todesstrafe we. gen vollendeten Raubmordes an der Kellnerin Centa Falch. Tie Angeklagte Ehefrau Huber wird, als der Beihilfe zu diesem Verbrechen schuldig, zu 10 Jahren Zucht. haus und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Vor dem Justizgebäude hatte sich trotz des strömenden Regens und später Nachtstunde eine viel hundertköpfige Menge ange sammelt, die das Urteil unter lauten Verwünschungen aus die Angeklagten vernahmen. § Eine umfangreiche Wilddieberei- Affäre führte in Tilsit zur Verurteilung des angesehenen Kaufmanns Fuchs zu zwei Jahren Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust. Fuchs hatte seit mehreren Jahren Banden von Wilddieben das gestohlene Wild abaenommen, das ihm nächtlicherweile ins [] Bergarbeiterstreik in Ungarn. In Esseg, der Haupt. stadt des slavonischen Gebiets, ist ein allgemeiner Ausstand der Bergarbeiter ausgebrochen. Die Arbeit in sämtlichen Betrieben ruht. Die Zahl der Ausständigen beträgt 3000. Militär ist aufgeboten. Kunft und Wissenschaft. MR. Die Kölner Blumenspiele, die seit den letzten Jahren regelmäßig stattfinden, standen diesmal im Zeichen der Schiller- und Cervantesfeiern. Der poetische Wettkampf, dem diese rheinischen Troubadourzusammenfünfte gelten, brachte eine ganze Reihe Schiller- und Cervantesgedichte. Zur Blumentönigin wurde zum erstenmal anstatt einer Fürstin eine Siegerin im Wettstreit, das Fräulein Frene v. Schellander aus Triest, gewählt. Bei den letzten Festen 1904 war die Großherzogin Karoline von Sachsen Blumen. fönigi Der Landwirt. om. Gegen die Maikäferplage sind im Großherzogtum Hessen energische Maßregeln ergriffen worden. Das Ministerium hat angeordnet, daß, wo ein Maifäferflug attṭindet, den schulpflichtigen Knaben im Alter von 10 bis 14 Jahren während der Vormittagsstunden gestattet wird, bis etwa 9 Uhr, so lange der Flug dauert, also ungefähr drei Wochen, unter der Aufsicht und nach Anleitung erwachsener Personen bei dem Abschütteln, Sammeln und Vernichten der Käfer zu helfen. Jeder Grundstücksbesizer in diesen Gemeinden hat die Anordnungen der Behörde zur Vernichtung der Maitäfer unter der Aufsicht eines Ausschusses innerhalb einer bestimmten Zeit auszuführen. Die Bürgermeister hoben zu berichten, was in dieser Beziehung geschehen ist, und wie hoch sich die Menge der vernichteten Maikäfer beläuft - Vermischtes. =[ Schillers 100. Geburtstag] zu feiern wurde die Nürnberger Bürgerschaft vom dortigen Magistrat aufgefordert. Auf den Plakaten las man überall„ Gedächtnisfeier zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers". Erst nach mehreren Stunden wurde das Wort Geburtstag überklebt und durch Todestag ersetzt. - [ Eine gemischte Familie.] In Eilendorf bei Aachen wird demnächst ein Brautpaar den Bund fürs Leben schlie= Ben, von dem Mann und Frau Kinder aus je drei Chen mit in die neue Che bringen werden, da beide mehrfach verwitwet sind. Sollten dem verhältnismäßig noch jungen Baar auch noch Kinder beschert werden, so wären in einem Haushalt nicht weniger als siebenerlei" Kinder vorhanden, was gewiß nicht allzu oft vorkommen dürfte. =[ Reicher Kindersegen.] Dem Tagelöhner Georg Deist zu Weinburg, elsässischer Kreis Rabern, nurde der zehnte Knabe geboren. Beim siebenten war der Kaiser Bate, der cuch jetzt wieder gebeten ist. Der älteste der zehn Kraben ist erst 17 Jahre alt. - in der Mitte au =( Die Bank von London her. els folches, desser Diefes steht nac man fann nach wie die Bank bo die Bank ihren S für merklich re der Anlage vor =[ Der amerikanische Zeitungsrekord] wird von Jahr zu Jahr größer. Amerifa, mit seiner Bevölkerung von 70 Millionen, hat mehr Zeitungen als ganz Europa mit seinen 400 Millionen Menschen zusammengenommen. Es erschei nen nach einer soeben erschienenen Statistik in der neuen Welt nicht weniger als 22 312 Zeitungen bezw. Zeitschriften. =[ Augengläser für kurzsichtige Schauspieler] bringt ein unternehmender englischer Optiker in den Handel. Die Gläser haben so kleine Linsen und ſizen so dicht am Augapfel, daß sie im Theater kaum sichtbar sind, höchstens wenn das Rampenlicht ganz hell brennt. Das die beiden Linsen verbindende Nasenstück oder die Brücke ist mit einem fleischfarbenen Stoff bedeckt. irdischen Bobr halb des fefta Nach den Unt das Gebände ihr Rat geht d minierungen in gehen folle. U Diebesficheren S in den zur Nad fenft werden, u Furch Feuer fer = F[ Som ele dener Straßent allgemein berwe auf einer Verf sich der Versuch Straßen der Ci des Straßenfon und billiger som =[ Eine Rei die beiden ame William Clark. gelangt. And festigt, die den den Beinen fei fönnen fie 15 Durchschnittssch find von New nach Rouen. tisch- Indien d ** Web Weber zu schule zu Dec ** Der Buzbach ift ** Lotter erteilt, daß bei lichen Jubiläum Es dürfen 100 geben werden. Die Genidftarre Brobachtung ihr geliefert wurden ** ** 色 角 mit Freuden der Glocke, in Türmen herab pt. Pof Poftbeförd deuten:* nur bon Bateten, Beuteln,() mit oder Brieftaften). Richtung nad ** 26 1 819, 9 18 Richtung na +1016, 1 Richtung nad 610, 1008 Richtung nad " " " 11 Н " " 1. Mai b 11. Juni nach Stein h Wief Lüge 11 Kroft [ leber die Gefahren der Kunstseidefabriken] kommen aus Belgien interessante Berichte. Danach gibt es keine verderblichere Industrie als die der Kunstseide. Als Lämmer treten die Arbeiterinnen und Arbeiter dort ein, und als Bestien kommen sie wieder heraus. Sie schaffen dort in einer Luft von Alkohol und Aetherdunst, worin die Seide vor der Pressung sich auflöst. Einige sinken davon betäubi zu Boden und werden dann hinausgetragen. Auch der, der nicht ein Glas trinkt, wanft jeden Abend völlig betrunken nach Hause. Früher fuhren die Arbeiter dritter Klasse heim. Da famen aber Klagen der anderen Reisenden. Man wollte mit den„ Vestien" nicht zusammen en. Jetzt werden sie in besonderen Wagen befördert. Natürlich wirkt die tägliche Betäubung durch Einatmen von Alkohol und Nether auf den Körper und Geist der Frauen sehr verderblich ein, und die Kinder gedeihen nicht. Landposten Beim Bo gemeinen ein: Erträgni ben. Bon aftet, dod 14. Juli Fuchs Tegte Wilddiebe ersonen das et er wollte ern getauft auf den B sich dann eichnet stan Tange, bia te. le Berband es hält den Lüttich an gesordnung die Umbil inmaschinen isation des Istand. Dem ausländische mazeutischen der Regie Apotheker rschiedenen standet er ll, obwohl der Haupt gt. er Ausitani sämtlichen eträgt 3000. t. ten Jahren Zeichen der Wettkampf, infte gelten, antesgedichte. anstatt einer Sulein Frene egten Festen ſen Blumen coßherzogtum Das Minilug jattiin 10 bis 14 et wird, bis gefähr drei erwachsener ernichten der In diesen GeVernichtung jes innerhalb Bürgermeister geschehen ist, Maikäfer beSe die Nürn aufgefordert. Enisfeier zum ach mehreren bt und durch rf bei Machen Leben schlieje drei Ghen mehrfadh bernod jungen en in einem vorhanden, Georg Deift de der zehnte ifer Kate, der ehn Anaben ist von Jahr zu erung von 70 pa mit seinen Es erschei in der neuen Beitschriften. er] bringt ein Handel. Die dicht am Aughöchstens wenn beiden Linsen einem fleijd cifen] fommen gibt es feine De. Als Läm dort ein, und e schaffen dort orin die Serve Davon betäubi Auch der, der llig betrunken r Klasse heim. Man wollte Jezt werden wirkt die tägI und Nether erderblich ein. Dankbare Sommerblumen. Die Sommerblumen, welche früher jeden Garten schmückten, findet man jetzt leider zu wenig benut. Der Grund hierfür dürfte vielfach in der Unkenntnis der verschiedenen Sorten zu suchen sein, denn der geringe Preis und die leichte Anzucht bilden kein Hindernis, die so dankbaren und mannigfaltigen Blumen anzupflanzen. Genannt seien hier nur die verschiedenen Astern, Calliopsis, Centaurea, Clarkia, Delphinium, Nelken, Gaillardia, Helianthus, Iberis, Lathurus, Linum, Lupinus, Salpiglossis, Scabiosen, Zinnien usw. Diese sind sämtlich leicht heranzuziehen und außerordentlich dankbar im Blühen. Wechselt man alljährlich ab, dann kann man seinen Garten in jedem Jahre ein neues, verändertes Aussehen geben, ohne große Kosten aufwenden zu müssen. [ Die höchste Brücke der Welt,] die Eisenbahnbrücke über Den afrikanischen Zambesifluß, ist glücklich vollendet worden. Sie überschreitet den Zambesi knapp unterhalb der Viktoria. wasserfälle, liegt volle 400 Fuß über dem Wasserspiegel und mißt von Pfeiler zu Pfeiler mehr als 500 Fuß. Die Biftoriafälle sind nicht weniger als doppelt so hoch und doppelt so breit als die Niagarafälle. Die Brücke, welche sich etwa sechzehnhundert englische Meilen nördlich von Kap stadt befindet und in wenigen Jahren zweifellos das Reise. ziel tausender Touristen werden dürfte, wurde von beiden Ilfern gleichzeitig stückweise vorgebaut, und die äußerste Bräzision war notwendig, um zu erreichen, daß beide Teile in der Mitte auf den Zentimeter genau zusammentrafen. - =[ Die Bank von England wankt!] Dieser Ruf ertöni von London her. Zum Glück ist es nicht das Geld- Institut ls folches, dessen Sicherheit angezweifelt werden muß. Dieses steht nach wie vor über allen Zweifel erhaben, und man fann nach wie vor im Englischen sagen:„ So sicher, wie die Bank von England!" Aber das Gebäude, in dem die Bank ihren Wohnsiz hat, zeigt neuerdings Nisse und gilt für merklich reparaturbedürftig. Die Ursache dafür ist in der Anlage von Untergrundbahnen und anderen unter. irdischen Bohrungen und Grabungen zu suchen, die unterhalb des festungsartigen Baues der Bank ausgeführt sind. Nach den Untersuchungen der Sachverständigen besteht für das Gebäude bislang noch keine ernstliche Gefahr; allein ihr Nat geht doch dahin, daß man in Zukunft mit den Unterminierungen in der Nähe der Bank mit größter Vorsidt vor= gehen solle. Unter dem Gebäude der Bank befinden sich die Diebessicheren Kammern, sowie der kolossale Wasserbehälter, in den zur Nachtzeit die Behälter mit den Wertpapieren verfenkt werden, um so von diesen die Gefahr der Vernichtuna durch Feuer fernzuhalten. = 120m elektrischen zum Gaslicht zurück] will das Lon. dener Straßenfomitee. Anstelle der 15 Jahre in der City allgemein verwendeten elektrischen Bogenlampen wird man auf einer Versuchsstrecke Gasglühlicht verwenden. Sollte sich der Versuch bewähren, so wird die Elektrizität in allen Straßen der City dem Gase weichen müssen. Ein Mitglied des Straßenkomitees erklärte, das Gasglühlicht sei besser und billiger sowie gleichmäßiger als das elektrische Licht. =[ Eine Reise um die Welt in Rollschlittschuhen] machen die beiden amerikanischen Touristen George Granford und William Clark. Sie sind auf ihrer Fahrt jetzt in Rouen angelangt. An die Schlittschuhe sind leichte Stahlstützen befestigt, die den Reisenden bis zu den Knien reichen und an den Beinen festgeschnallt sind. Auf einer guten Chaussee können sie 15 Kilometer in der Stunde zurücklegen, die Durchschnittsschnelligkeit beträgt aber nur 12 Kilometer. Sie sind von Newhaven nach Dieppe gekommen und von dort nach Rouen. Sie wollen auch Spanien, Bersien und Britisch- Indien durchfahren. Cokales. 10. Mat 1905. ** Uebertragen wurde dem Schullehrer Otto Weber zu Dannenrod die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Deckenbach. ** Der Finanzakzessist Hermann Fourier aus Buzbach ist zum Regierung assessor ernannt worden. ** Lotterie. Das Ministerium hat die Erlaubnis erteilt, daß bei der in Mainz stattfindenden landwirtschaftlichen Jubiläums- Ausstellung eine Lotterie veranstaltet wird. Es dürfen 100 000 Lose zu einer Mark per Stück ausgegeben werden. ** Die Wohnungsgenossen des in Gießen an der Genickstarre verstorbenen italienischen Arbeiters, die zur Beobachtung ihres Gesundheitszustandes in die Klintt eingeliefert wurden, sind nunmehr wieder entlassen worden. ** Shiller- Geläute. Eine sinnige und von allen mit Freuden begrüßte Ehrung wurde gestern dem Dichter der Glocke, indem um 5 Uhr, seiner Todesstunde, von den Türmen herab feierliches Geläute erflang. pt. Poftbericht. Unten stehende Züge werden zur Post beförderung benutzt( die beigefügten Beichen bedeuten:* nur Beförderung von Briefen,** nur Beförderung von Paketen, † Beförderung von Briefen in geschlossenen Beuteln,( Benugang nur an Werktagen; alle nicht mit oder** bezeichneten Züge führen Bahnposten mit Briefkasten). Richtung nach Frankfurt( Main). 248,* 505,* 519+655,* 803 ** 26, 1012,+1205, 1210, 217,** 440, 50, 555, 732, 819, 9 13 919 Richtung nach Cassel.* 1237,** 114, 151, 400,* 715, +1016, 1205, 129,** 241,+313, 505,(+621), 808,* 958,* 1115 Richtung nach Cöln.+427, 647,* 822, † 110,( 1239),+325, 610, 1008 " H " " Н " " " 822 Richtung nach Coblenz. 503,+556, 810, 1210,(+504),+556, 831 Fulda( † 450), 820,( 1207),( † 215),(+550), 920 Gelnhausen. 54,( 1819),( 1234), 504,( † 55) Lollar- Grünberg. 538,( 252),(+62) Rodheim( Biebertalbahn).( 500) 715( vom 1. Mai bis 11. Juni 745),( 1225),( vom 1. Mai bis 11. Juni 110),+625 Landposten nach Steinberg( 845) " " " Wieseck und Altenbused 615,( 830),( 320) Lügellinden 755,( 420) Krosdorf 725,( 550) ' Beim Postamt 1 treten die Schlußzeiten im all gemeinen ein: für gewöhnliche Briefsendungen 10-20 Min., für Einschreibbriefe 25-30 Min., für Wertbriefe und Pakete 30-60 Min. vor Abgang der Züge. Die Stadtbriefkasten werden Werktags geleert zwischen 530-640 V., 830-940 V., 1020-1125 V., 1150 big 1250 Mitt, 3-505 N., 545-640 N., 720-805 A., 937 bis 1030 A, Sonntags zwischen 530-645., 1025-1125 V., 710 820., genaueres ergeben die Leerungstafeln an den Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der nächsten Beförderungsgelegenheit zur Absendung. Vom Postomt 2( Schulstraße) gehen Werktags Versande nach dem Poftamt 1 und dem Bahnhof ab: 915* V., 1115 V., 1255* M., 200 N., 415 522* 555 N., 655 A., 735*., 805 A. 850 A., an Sonn- und Feiertagen 915, 1255* M., 145 N(* bedeutet: rur Briefpoft). Die Schlußzeiten treten ein für gewöhnliche Briefe 5 Min., für Einschreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe nnd Patete 30-40 Min. vor Abgang der Vesande. § Grünberg, 9. Mai. Handwerkerschule. Von amtlicher Seite geht die Anregung aus, die hier bestehende Handwerker- Sonntagsschule in eine Handwerfer- Tages schule umzuwandeln. In Nidda und Alsfeld bestehen bereits solche und tragen reichen Segen für das gesamte Handwerk. ?? Grünberg, 9. Mai. Berufs- Jubiläum. Gestern jährte sich der Tag, an dem Forftmeister Schober als Oberförster der Oberförsterei Nieder- Dhmen bestellt wurde zum 25. Male. Später, nach der Pensonierung des Oberförsters Vigelius übernahm er die Oberförsterei Grünberg. § Grünberg, 9 Mai. Demnächst wird auch Grünberg seine landwirtschaftliche Winterschule besißen. Be hörden und Bevölkerung stehen dem Projekt sehr sympathisch gegenüber. Die vom Kreisamt geforderte unentgeltliche Stellung von Räumen ist in der letzten Gemeinderatssitzung bereits genehmigt worden und unentwegt arbeitet man in interessierten Kreisen jetzt weiter, die Schule so bald als möglich zu realisieren. Grünberg. Der Mitinhaber der Tabalfabrik C. Ranft& Co, Ranft, tritt in nächster Zeit aus der Firma aus und wird die Fabrik alsdann von L. Lindner als alleinigen Geschäftsinhaber weitergeführt. Marburg, 9. Mai. Schnelles Ende. Der weit über die Grenze unserer Stadt bekannte im 61. Lebensjahre stehende Rentier Otto Papst ist heute Morgen infolge Herzschlages plößlich verschieden. Frankfurt a. M., 9. Mai. In dem Kampf um die Viehmarttsbank ist insofern ein Waffenstillstand eingetreten, als zwischen ihr und den Ochsenhändlern die Verhandlungen wieder aufgenommen sind. Ob sie aber zu einem befriedigenden Ergebnis führen, muß dahingestellt bleiben. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.00-3.50 Mt. Stroh, 2.40-2.50 Mt. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Fest. K Wiesbaden, 9, Mai. Fürstlicher Gast. Die Königin Witwe Marguerita von Italien trifft am Vormittage des 18. Mai hier ein um auf Einladung des Kaisers an den Festspielen teilzunehmen. Das hessische Gemeinde- Umlagen- Gesez. Die bisherigen Sißungen des zur Beratung dieses Gesetes eingesetzten 8. Ausschusses ließen eine unerwartete glatte Erledigung des Gesetzes und zwar wensentlich im Sinne der Regierungsvorlage erwarten; wenigstens einigte sich die Mehrheit des Ausschusses über Fragen, welche wenn nicht gerade unüberwindliche, so doch bedenkliche Schwierig. feiten zu bieten schienen. So wurde es als richtig anerkannt, daß ein Schuldenabzug auf Grund und Gewerbesteuer nicht stattfinden kann, indem man dabei von dem Gedanken ausging, daß ein Besiger von Grundstücken in gleicher Weise den Gemeinden Lasten auferlegt, einerlei ob sein Eigentum verschuldet ist oder nicht, auf der anderen Seite würden ihm die Lasten, die durch Schuldzinsen entstehen, also Schulden darstellen, am Einkommen abgezogen und eine entsprechend niedere Eintommensteuer von ihm erhoben.- Allgemein wurde anerfannt, daß die Grundsteuer nach dem wirklichen Vermögenswert zur Erhebung kommen soll, dadurch werden namentlich Grundstücke, die Spekulationszweden dienen und die heute als unbebaute Grundstücke wesentlich nach dem Gesetz von 1824 ihrem Ertrag entsprechend, also ganz minimal versteuert werden, bedeutend schärfer herangezogen. | An der erstgenannten Bestimmung wurde fein Anstoß genommen, dagegen fand der zweite Teil feinen Beifall. Weiterhin wurde von städt scher Seite Widerspruch gegen die Kapitalsteuer laut. Der Regierung ist es jedoch, wie wir schon berichteten, gelungen, auch diese Bedenken zu zerstreuen, sodaß das Gesetz gesichert erscheint. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, den 9. Mai 1905. Der Steinbrecher Otto Diehl von Münzenberg hatte nachts in einer Scheuer Feuerwerksförper abgebrannt. Als Polizeidiner und Nachtwächter zur Feststellung seines Namens schritten, zog er seinen Rock über den Kopf, um sich umtenntlich zu machen und versuchte zu entweichen. Die Beamten erfaßten ihn aber, um ihn zur Bürgermeisterei zu sistieren, wobei er Widerstand leistete. Unterwegs versuchte sein Arbeitsgenosse Julius Berb, durch Beiseitstoßen des Nachtwächters den Diehl zu befreien. Auf erhobene Anzeige wurde Berb zu 3 Wochen Gefängniß verurteilt. Diehl kam mit 10 Tagen und 2 Mt. Geldstrafe durch. Der Letztere beruhigte sich bei der Strafe, während Ersterer Berufung ergriff, die aber als unbegründet zurückgewiesen wurde. Händler Josef Birkenstock aus Rubitiren bat in Gemeinschaft mit seinen Söhnen dem Landwirt Pfeffer, der seiner Tochter nachstrebte, aufgelauert, mit einer Mißgabel zusammengeschlagen, gebunden und in sein Haus geschleppt, wo er von seinem Bruder wieder entfesselt worden ist. Birkenstock senior wurde wegen Körperverlegung zu 2 Monaten Gefängnis und wegen Freiheitsberaubung zu 40 Mt. Geldstrafe verurteilt. Drei der Jungen wurden zu je 3 Tagen Gefängnis und 40 bezw. 25 Mt. Geldstrafe verurteil, während es bei dem einen zur Freisprechung fam. Literarisches. - * Ueber die kommunale Vermögensbesteuerung in Seffen hat sich Professor Dr. Biermer an der Landisuniversität in einer von ihm herausgegebenen Broschüre eingehend geäußert. Das Heftchen fostet 60 Pfennig und ist von der Buchhandlung Emil Roth in Gießen zu beziehen. Es kann allen, die ein Interesse an der Steuergesetzgebung haben, nur empfohlen werden. * Nr. 19 der„ Jugend" erschien als„ SchillerNummer". Die Nummer trägt satirischen Charakter und geißelt in schärffter Weise alle reaftionären Bestrebungen. Das Titelbild, ein vortreffliches Portrait des Meisters, stammt von dem befannten Münchner Künstler Karl Bouer. Ein tiefempfundener Weihegruß der Jugend an Schiller" von Hanz Müller( Wien) eröffnet die Nummer. Roda Roda erzählt mit föstlichem Humor die Geschichte von Schillers zweitem Aufenthalt in Berlin im Jahre 1905, eine glänzende Satire auf die Sensations presse. Die Nummer stellt einen begeisterten Weckruf an alle Deutschen dar, denen die Ideale Schillers am Herzen liegen und die sich bewußt sind, wie weit wir noch von deren Erfüllung entfernt sind. Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 11. Mai. Meist heiter, nach milderer Nacht am Tage wärmer( ziemlich warm). Trocken- Periode fortdauernd. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Bieber. 4446444 Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon No. 21. Inh. Oskar Gutmann. Westanlage 31. Kanalisations- Artikel für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Baumaterialien für Hoch- und Tiefbau. eeeeeeeee AAAAAAA Aus Leidenschaft. Ebenso fand die Forderung für die Gewerbesteuer, die In dem neuen Roman, mit dessen Abdruck wir heute Kapitalsteuer und die Einkommensteuer wenig Widerspruch, in unserer Unterhaltunge- Beilage beginnen, führt der bedas ganze getrennte Steuersystem fallen zu lassen und die fannte Schriftsteller Reinhold Ortmann den Leser in Kommunalsteuer einfach in Gestalt von Zuschlägen zur staat die rätselhaften Abgründe menschlicher Leidenschaft. Aus lichen Einkommen und Vermögenssteuer zu erheben, doch Leidenschaft verstrickt sich sein Held, eine dämonische, hatte die Anregung, nachdem sich die Regierung entschieden aber trog allem Abstoßenden großzügige Natur, in Liebesals Gegnerin erklärte, wenig Aussicht auf Verwirklichung bande, die ihm zum Verhängnis werden, trotz der Reinheit und auch die allgemeinen Bestimmungen über Steuerverteilung, und Unschuld der Geliebten. Aber zwischen dem Paar Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden usw. gaben zur Kritik stürmt sich die düstere Bergangenheit an, gebieterisch seine wenig Anlaß. So schienen die Aussichten für das Gesetz recht Trennung fordernd. Im Uebermaß seiner Leidenschaft untergünstig zu stehen, allein die Pause, welche während der liegt der Schuldige neuer schwerer Versuchung. Um den Osterfeiertage in die Beratungen eingetreten war und die Wunsch seines glühenden Herzes zu erreichen, schreitet er manche Interessenten benußten, um durch Vorstellungen, Zu- auf der Vahn des Verbrechene, Sis er im Augenblick, wo er schriften usw. auf die Abg. zu wirken, hat eine ganz ber- sich am Ziel seiner Wünsche wähnt, vom Arm der Gerechtigänderte Sachlage geschaffen, und so schien es faft in der feit ereilt wird. Phantasi volle md effefireiche Szenenersten Sigung des Ausschusses nach Ostern, als ob die Abführung machen dieses Drama der Leidenschaft zu einem der lehnung der Vorlage eine beschlossene Sache sei. Namentlich spannendsten deutschen Kriminalromone. wurden Bedenken laut, ob das Prinzip, die Gewerbesteuer nicht nach dem Ertrag, sondern nach dem Wert der Betriebs, mittel zu veranlagen, das Richtige sei. Noch stärker äußerte man sich gegen den§ 11 des Gesezes, der einerseits die Möglichkeit offen läßt, Betriebe, deren nach dem Entwurf berechnete Steuer in auffälligem Mißverhältnis zu den Aufwendungen, die durch deren Betrieb den Gemeinden auferlegt werden und zu dem Ertrag des Betriebes stehen z. B. Warenhäuser, schärfer heranzuziehen, andererseits aber auch bei solchen Betrieben, bei denen es nötig und gerecht erscheint, einen Abstrich event. sogar Steuerfreiheit( Genossenschaften usw.) ermöglichen soll. Renty Ficus. Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 5 Pf. au. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Cie., Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei in Krefe!! Verein ,, Contentia" G. F. F. Sonntag, den 14. 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