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Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Dienstag, den 10. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Bost bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattobellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) unb bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Zofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ein neuer Kitt für das Reich. Zur geplanten Eisenbahn- Betriebsmitreigemeinschaft. Bekanntlich war von Württemberg und später auch von Baden und Bayern bei Preußen die Vereinbarung einer Betriebsmittelgemeinschaft beantragt, und es hatten grundfigliche Erörterungen der Ressortminister im Herbst v. J. in Heidelberg stattgefunden. Demnächst wurde auch von Sachsen, Oldenburg und Mecklenburg der gleiche Antrag gestellt. Kommissare der sämtlichen beteiligten Regierungen find nunmehr in Berlin zusammengetreten, um über die Einzelheiten der beantragten Gemeinschaft zu beraten. Es ist ein neues Band für die Reichseinheit, das da geschmiedet werden soll. Die verwaltungstechnische Zusammenschließung der einzelnen deutschen Eisenbahnverwaltungen soll erreicht werden durch eine Eisenbahn- Betriebsmittelgemeinschaft, durch einen einheitlichen Personentarif und mit Hilfe von durchgreifenden Verkehrsumleitungen. Am schwierigsten wird allerdings das System der Betriebsmittelgemeinschaft durchauführen sein und zwar deshalb, weil die Organisation des Bersonenverkehrs in Nord- und Süddeutschland vollständig verschieden ist. Die norddeutschen Bahnen führen im Nahverkehr IV. Klasse und gewähren Freigepäck, was in Süddeutschland vollständig fortfällt. Außerdem ist der prozentuale Aufschlag für den Wagenkilometer nach den höheren Klassen in Süddeutschland größer als in Norddeutschland. Die Vorbedingung der Betriebsmittelgemeinschaft besteht also in einer durchgreifenden und in allen deutschen Bundesstaaten nach einem einheitlichen System gestalteten Eisenbahntarifreform. Preußen als mächtigster Staat und Besizer des größten Schienennetes hat naturgemäß in diesem Kollegium der deutschen Verkehrsminister das Hauptgewicht, das noch durch die preußische Eisenbahnstrategie verstärkt ist. Durch die preußisch hessische Eisenbahnbetriebsgemeinschaft hat es Frankfurt förmlich zur Güterumschlagsstelle für den Verkehr zwischen der See und der Schweiz und Italien gemacht, indem es durch eine Vereinbarung mit den im Privatbesiz be= findlichen Pfalzbahnen unter Zuhilfenahme von Differenzialtarifen einen direkten Anschluß zwischen dem preußischen Staatsbahnnetz und den ebenfalls unter preußischem Einfluß stehenden Reichseisenbahnen in Elsaß- Lothringen herstellte. Preußen war dadurch in der Lage, Baden und Württemberg sowie auch zum Teil Bayern den Güterverkehr abzuschnüren und so die süddeutschen Staaten zu einer Kapitulation zu zwingen. In der Stille ist zwischen den Eisenbahnverwaltungen ein erbitterter Kampf um den Verkehr geführt worden, wenn auch die Außenwelt davon sehr wenig berspürt hat. Die jetzige Bereitwilligkeit der süddeutschen Staaten zu einer engeren Gemeinschaft allerdings in be scheidenen Grenzen ist die Konsequenz dieses verschwicgenen Kampfes. Ignaz von Tzargos, der Schäfer. 25) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalen. Nachdruckverboten. Tzargos, erzählte nun auch, daß er von seinem Pflegebater Nikolay eine Rolle Gold bekommen habe. Jept tomme ihm dieselbe wie ein rechtes Geschenk vor, einst habe er fie wegwerfen wollen. lich einzurichten sei. Die Eisenbahntarifreform wird im wesentlichen auf der Grundlage abgeschlossen werden, die schon der frühere preuBische Eisenbahnminister von Thielen im preußischen Landtage proklamierte und die sich kurz dahin kennzeichnen läßt, daß ein Einheitspreis eingeführt werden soll unter vollständiger Beseitigung aller Vorrechte für Rück- und Rundreisefarten. Die Hälfte der Rückfahrpreise soll in Zukunft der Grundpreis für den Personenverkehr sein. Die Frage ist nun, ob Preußen dem Verlangen der süddeutschen Staaten nachgeben und die IV. Klasse opfern wird, durch die ein Reisemittel noch unter den Tarifen der süddeutschen Bahnen verloren gehen würde. Die Aussichten dafür sind einstweilen noch außerordentlich gering. Ehe aber nicht die Frage entschieden ist, ob Preußen die IV. Klasse preisgibt oder ob Süddeutschland sie annimmt, kann auch die Frage der Betriebsmittelgemeinschaft nicht vollständig gelöst werden, es sei denn, daß der von Württemberg angeregte Gedanke einer Einnahmegemeinschaft zur Annahme gelangt. Verhältnismäßig sehr leicht werden die Abmachungen über die Güterumleitung zustande kommen. Nach dem seitherigen System bleiben die Güterwagen im Besiz und zur Verfügung der einzelnen Verwaltungen, denen sie, wenn ein Transport verfahren ist, auch wieder zugeführt werden müssen. Infolge dessen gehen etwa 50 Prozent der Gütertragen leer über die Strecke und es zeigen sich namentlich in den Industriegebieten zur Zeit des Versands durch den Wagenmangel geradezu beängstigende Verkehrsstörungen. Dieser Uebelstand wird wohl durch die drei Eisenbahnkonfe. renzen, deren Erfolg zwar nicht leicht aber doch ziemlich ficher ist, beseitigt werden und damit ist für die Reichseinheit ein neues Band aeschaffen. Der Krieg in Oftafien. Der Held von Port Arthur", wie der siegreiche japanische General Nogi seinen tapferen Gegner Stössel ehrend nannte, hat den Schauplatz der großen Tragödie, deren Mittelpunkt er war, bereits verlassen und ist nach Petersburg zurückgekehrt, wo er vor dem Kriegsgericht seine Kapitulation verteidigen muß. Es ist anzunehmen, daß er das hochnotpeinliche Verhör glänzend besteht. Die Volksstimme flagt nicht ihn und seine Braven, sondern die kurzsichtigen Regierungsbevollmächtigten dafür an, die nichts für den Krieg vorbereitet hatten und vor allen Dingen über den Gegner und seine Bedeutung gänzlich im Unklaren waren. Die wahre Ursache des Krieges ist nach Stössel selbst nichts anderes, als eben diese Unfenntnis. Das Reutersche Bureau meldet aus Port Arthur über Fusan: Bei der Zusammenkunft der Generale Stössel und Nogi sagte Stössel, die wahre Ursache des Krieges sei die russische Unkenntnis der japanischen soldatischen Eigenzu gewissenhaft. Jeden Abend Itef er aber heim, um nach seinem geliebten Weibe zu sehen. Es schien, als ob er von Gott und der Welt verstoßen wäre. Ein Jammer über den anderen brach herein. Alle sechs ersten Kinder starben ihm innerhalb 5 Jahre. Nur der jüngste lebte. Er wurde ein wilder unbändiger Bursche, aber der Mutter Freude. Botengänge zwischen ihm im Feld und der daheim Der Vater freute sich, als der Junge so weit war, frank liegenden Mutter zu verrichten. schaften. Er habe kapituliert, da er nur noch wenige Tage unter großen Opfern den Platz hätte halten können. Das Eintreffen der japanischen elfzölligen Geschüße sei der Wendepunkt der Belagerung gewesen. Stössel war erstaunt von Kuropatkins Niederlage zu hören; er sagte, es sei unnötig, daß die baltische Flotte noch herauskomme. Stöffel wiederholt mit den letzten Worten nur eine in ganz Petersburg verbreitete Ansicht. Wenn Roschdjestwensky seine Fahrt fortsett, so wird auch seine Flotte von den Japanern vernichtet werden, trotzdem sie ihnen an Linienschiffen überlegen ist. Ihre Ausrüstung und Bemannung ist aber unvollkommen, während bei den Japanern danf einer sorgfältigen jahrelangen Vorbereitung eben„ alles klappt". Stöffel wird auf der Reise in die Heimat von seinem Hauptmitkämpfer nicht begleitet. General Fock, der neben dem gefallenen Kondratenko Stössels treueste Stüße während der schrecklichen Belagerungszeit war, hat es zusammen mit den Generalen Smirnom und Gorbatomsky, sowie dem Admiral Millmann vorgezogen, nach Japan in die Gefangenschaft zu gehen. Wie es heißt, äußerte General Fock, er wolle seine Braven dort weiter ererzieren. Genug Material hat er zur Verfügung. Wie die genauen Listen ausweisen, sind einschließlich der Kranken und Verwundeten 24 369 Mann in die Kapitulation von Port Arthur einbegriffen. Darunter find 878 Offiziere, von denen 441 ihr Ehrenwort gegeben haben, nicht mehr gegen Japan zu kämpfen und in die Heimat zurückzukehren. Ein Zwischenfall. In Port Arthur brach am ersten Tage nach der Uebergabe an zwei Stellen Feuer aus. General Stössel bat deshalb im japanischen Hauptquartier um Entschuldigung und erklärte, daß die Freiwilligen, die nach dem Ausmarsch der Garnison in der Stadt zurückblieben, nicht ausreichen. um die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Er bat, daß japanische Truppen sofort einrücken möchten. Port Arthurs Zukunft. Die Japaner beabsichtigen aus Port Arthur eine bedeutende Flottenstation zu machen; nach der Abfahrt der rusfischen Gefangenen soll nur eine Kleine Garnison in Port Arthur bleiben. Die Flotte ist eifrig mit Auffischen von Minen Beschäftigt, trotzdem wird die Schiffahrt noch lange unsicher sein, nur Regierungsschiffe haben Zufahrt. Dalny wird demnächst für den neutralen Handel geöffnet werden. Admiral Kataoka berichtet, ein Kreuzer, sowie ein Zerstörer unr ein Torpedoboot seien den nach Tschifu, und ein anderer Kreuzer, ein Kanonenboot und eine Anzahl Zerstörer seien den nach Kiautschou geflüchteten russischen Schiffen gefolgt. Wie er gerade dazu kam, er wußte es selbst nicht. Lange war es her, seitdem er es gespielt, Die langgezogenen herrlichen Töne rauschten durch das„ Düsterntal", welches nach der Orke von der Hexenbuche aus herabzieht. Auch der am Hohenlehn langsam aufsteigende Graf hörte die ihm nur zu bekannten Töne. Er fannte Lied und Instrument, ja auch jetzt den Spieler. „ Hier stehe ich, von der Erbarmung meines Vetters auf ,, Herr mein Gott, Du bist gerecht", so sprach er. Reckenberg lebend, dort mein Sohn Ignaz als Schäfer Schäfer? Und von Saffenburg. Er ein Graf und Nun wurde beraten, wie das Häuschen besser wohn Tzargos an der Grenze des Recken berger Forstes, doch ist es kein Gnadenbrot aus Erbarmung gegeben, Sieben Jahre war der Junge alt, da hütete des Herrn Egmont v. Eppe. Seine Herde hatte er Plötzlich tritt ein Jäger aus dem Reckenberger Revier. unter die uns schon bekannte Herenbuche gelagert. zargos fieht ihn an, aber auch der Jägersmann blieb ſtehen und sah den Tzargos an, zeigte auch große Spät abends eilte Tzargos noch zu seiner Herde. Freudeftrahlend erzählte er seinem alten Freunde sein Glück. Nun habe ich doch wieder eine Heimat", so und ist also wieder in der Nähe. thef er laut. Die Hochzeit wurde bald gefeiert. Die Schafherrn gaben Frucht uub etwas Gelb, statt der tär-( Marine) emäß der von geftellt und bersehen find n genießen de in ortsüblide Der Züchter fein gung geftellt hat k ns- Lose ark eine Mitglieder z Deutschland ezogen. Treffern ottreffer. nend, and Losnummern en vom arg. Gegründet seitherigen Beföftigung. Die jungen Cheleute lebten wie in seliger Freude. Die Mutter schien auch wieder aufzuleben, besonders als Tzargos ihm bekannte Kräuter fand und ihr daraus Betränke bereitete. Doch es trat ein Rückschlag ein. Ein halbes Jahr danach hatte die Lore, die" Fremde", wie fie oft noch genannt wurde, ausgelitten. Die jungen Leute lebten nur für sich. Ihr Glück war groß, als das erste Knäblein geboren wurde. Es tamen noch mehr, zusammen sieben Männlein und Fräulein. Mit der Zeit war Schmalhans oft füchenmeifter. Tzargos wurde oft von den Bauern zu bülfeleistung bei frankem Vieh geholt. Vergütung nahm er nie, ach und es hätte ihm doch so nötig getan. Er darbte lieber, als daß er etwas annahm. Nach der Geburt seines letzten, dem siebenten Kinde, eines Jungen, wurde die Tzargos- Mine, wie sie zulegt immer genannt wurde, schwer frank. Es waren bange Tage und noch mehr Nächte. zargos ließ seine Herde nicht allein. Dazu war er Lust, in ein Gespräch sich mit ihm einzulassen. Doch schien er auch wieder sich zu besinnen. Beide sahen sich aber doch scharf in die Augen. Der Jäger fonnte ein hoher Siebenziger sein. ein hoher Siebenziger sein. Sein Aussehen war ein noch älteres. Wo hatte Tzargos dieses Gesicht schon gesehen, dann hätte er gewußt, wen er vor sich hatte. Denn diese Augen? Hätte der Jäger einen Vollbart gehabt, einen solchen hatte er gekannt. Einen Grafen von Viermund, derselbe hatte nur Elend gestiftet, wo er hingekommen. Derselbe sollte sogar sein Vater sein. Der Jägersman hatte ähnliche Gedanken. Langsam, Laut hätte er aufschreien mögen als er daran gedachte. totmüde ging er dem Hohenlehn entlang nach Recken berg zu. Ja, Du elender Graf Du warst es wirklich, du wüstling, was hast du schon für Unheil angerichtet? Die strafende Hand der Gerechtigkeit wird auch Dich setzte sich bei seine Herde, nahm sein Instrument und noch treffen, wenn Deine Zeit gekommen ist. Tzargos fing an zu spielen: Nitra, hohes Nitra usw. - - - er verdient es sich ehrlich." Seine Aufregnng war so groß, daß er nicht mehr dem Spieler lauschen konnte. Seine ganze Gestalt erbebte, sah er doch in diesem Augenblide ein Ziegeunergesicht hinter einem ſtarfen Baum hervorlugen. Also auch dieses noch? Die Bande Die Ziegeuner waren bis nach Ungarn zurückgeden entflohenen Grafen zu finden. Ihn fanden sie nicht, dagegen Herrn Nikolay mit Frau und Tochter. Nikolay hatte Schritte getan, nachdem Frieden im Lande herrschte, sein Vaterserbe und Namen wieder zu erfuhren durch ihn, daß der Graf zurückgeblieben, erlangen. Beides erhielt er zurück. Die Ziegeuner ebenso sein Sohn Ignaz. Daß letterer jetzt unter dem Namen Tzargos Schäfer von Sassenburg set, wußten sie nicht. Der Ziegeunerfönig Urban, der Monika Sohn, Familie wieder zu. Es kostete zwar den Eltern viel führte freiwillig den einst vertauschten Ignaz der Geduld, diesen ihren an das Ziegeunerleben gewohnten Sohn, den" Saharaneger" zu einem Edelmann umzubilden. Doch ein Erbgut hatte er von seinem Vater Nikolay geerbt, ein ehrliches Wollen, und dieses tat viel zum endlichen Gelingen. zogen, bor Nikolay her, immer den Gedanken verfolgend, ( Fortsetzung folgt.) Bei den Hauptarmeen ist noch alles beim Alten. Wie ein in Petersburg eingetroffener Bericht Kuropatkins behauptet, ist an eine Offenfive Oyamas selbst nach Eintreffen von Nogis Armee nicht zu denken. Es wird bestätigt, daß in dem am Freitag in Petersburg abgehaltenen Oberkriegsrat beschlossen worden ist, ein besonderes Heer von 300 000 Mann zu schaffen, das unter General Kaulbars Korea befehen soll. Warum Port Arthur fiel. Berlin, 9. Januar. schaft nicht einmal zur Verfügung hat. Unter diesen Umständen wäre ein allgemeiner Ausstand förmlich Dynamit für die einzelnen Organisationen so einig und solidarisch diese in der jetzigen Streitfrage sind. Das geht auch daraus hervor, daß sie eine gemeinsame Konferenz abhalten wollten, um Stellung zu der Ausstandsfrage zu nehmen. Aber ein allgemeiner Aufstand wird, das hoffen wir, nicht zum Ausbruch kommen, sondern die Parteien werden sich hoffentlich auf beiderseits annehmbare Bedingungen einigen. Allerdings hat der Ausstand bereits auf andere Zechen übergegriffen. Bei dem Eisen- und Stahlwerk Hoesch und auf der Beche Scharnhorst ist die Morgenschicht nicht angefahren. Unter der Arbeiterschaft herrscht die Befürchtung, daß vielleicht von anderen Werken die Aufträge der Zeche Bruchstraße effektuiert werden. Besonders unruhig zeigt sich das fremde Element, insbesondere die Polen. Die Lage ist sehr ernst. Als uns die überraschende Nachricht erreichte, daß Port Arthur kapituliere, während noch kurz vorher die Stösselschen Depeschen von einem ,, Ausharren bis zum letzten Blutstropfen" sprachen, da hieß es, Stössel sei zu diesem Schritt bestimmt worden, weil seine Garnison auf etwa 6000 waffen. fähige Männer zusammengeschmolzen sei. Er hätte die Unmöglichkeit eingesehen, mit dieser geringen Schar die Festung zu halten. Die Ziffern, die jetzt über die Uebergabe der Gefangenen in Tokio amtlich bekannt gegeben wurden, belehren uns eines anderen. Es waren 878 Offiziere und 20 491 Mann, die noch unter Stössels Befehlen standen. Darunter ist natürlich ein recht beträchtlicher Prozentsatz von Kranken und Verwundeten. Doch ist es wohl nicht zu hoch gegriffen, wenn man annimmt, daß Stössel immer noch etwa 15 000 Mann zur Verteidigung der Festung übrig hatte. Diese hätten sich noch wer weiß wie lange halten können, wenn nicht, ja wenn nicht die russische Armeeverwaltung so kurzsichtig gewesen wäre. An ihren Fehlern und Nachlässigkeiten ist Port Arthur zu Grunde gegangen. Mit Die Politik. Die englische Presse veröffentlicht, nachdem vor kurzem erst der Reichskanzler Graf Bülow durch seine Aussprache gegenüber Mr. Bashford zur besseren Gestaltung der deutschenglischen Beziehungen tätig war, die Fabel von einem Ultimatum Englands aus Anlaß der deutschen Flottenvermehrung. Infolgedessen habe Kaiser Wilhelm die Mobilisierung der Kieler Flotte befohlen. Diese Nachricht ist entstanden durch eine Enthüllung" des Professors Dr. Paasche, daß ein Krieg zwischen Deutschland und England sehr nahe wäre. Man weiß aus den in letzter Zeit bekannt gewordenen Aufstellungen, daß Stössels Armee zu Beginn der Belagerung nicht bloß 35 000 Mann, wie man anfangs annahm, sondern gegen 60 000 Mann stark war. Da muß es überraschen, daß Stössel, der sich in der Zeit der Einschließung als tüchtiger Soldat und gewiegter Stratege bewiesen hat, seit der Schlacht von Kinschau bis zum 31. Juli vor den wiederholten Angriffen der Armee Nogis ständig zurückwich und eine gute Verteidigungsposition quer durch die Kwantung- Halbinsel nach der anderen aufgeben mußte. 60 000 Mann, denen Nogi die längste Zeit nicht mehr als 30 000 entgegenzustellen hatte, hätte Stössel mit seinen Unterbefehlshabern sicherlich einen ganz anderen Widerstand schon in diesen Vorkämpfen leisten können, wenn die Armeeberwaltung für eine ordentliche Organisierung des Proviant und Munitionsnachschubes aus Port Arthur in die Stellungen im Norden rechtzeitig vorgesorgt hätte. Man kann nichts anderes annehmen, als daß General Stössel je eher je lieber sich in die Nähe der Festung zog, da die einzige Eisenbahnlinie, die der Länge nach durch Kwantung geht, selbstverständlich für die Proviantzufuhren ungenügend war und es sich immerhin um Entfernungen bis zu 40 Kilometer von der Festung durch schwieriges Terrain handelte. Ueberdies war gewiß der Proviantvorrat von Port Arthur für 60 000 Mann ganz und gar ungenügend. General Stössel hat zwar, wie man weiß, gegen die Armee Nogis, deren effektiver Stand nie mit mehr als 70 000 Mann angegeben wurde, recht zahlreiche Ausfälle gemacht, aber diese Aktionen gegen einen nicht we sentlich stärkeren und so lange Zeit inferioren Geg. ner feindlich gesonnen. Als er am Neujahrstage früh den Orgeldienst in der Kirche versehen wollte und sich auf den Stubl niederließ; fuhr er infolge furchtbarer Schmerzen in die Höhe. Es waren ihm eine Anzahl spizer Nägel tief ins Fleisch gedrungen, die von bübischer Hand durch den Orgelstuhl getrieben worden sind. Ein anderes Mal wurde der Lehrer auf dem Wege zum Früh- Gottesdienst überfallen und furchtbar mißhandelt. Auch sind ihm öfters die Türen und Fenster seiner Wohnung in scheußlichster. Weise besudelt worden. Wie nach der Hartnäckigkeit des feindlichen Widerstandes gegen die deutschen Angriffe vermutet werden konnte, waren die Gefechte bei Stamprietfontein sehr verlustreich für unsere Feldtruppe. Gefallen sind 4 Offiziere, darunter Major Nauendorff und Leutnant von Vollars- Bockelberg, 15 Mann, verwundet etwa 40 Mann. auf, dah dic getötet würder wollte, erwide Gaftverständig nehmen. + Selbstmord oder Unglücksfall? In Posen wurden der Leutnant Anders vom Niederschlesischen Infanterie- Regiment Nr. 47 und dessen Geliebte Klara Niemeyer in der Woh nung des Offiziers tot aufgefunden. Der Tod war durch Gasvergiftung herbeigeführt Es ist noch nicht bekannt, ob es sich um einen Unglücksfall handelt, oder ob Selbstmord borliegt. Bejucherin zu und fagte mi gibt, jo werd fterben, den ruhigte offent imd in ihrer Strafanzeige [ Port fantes Spiel Wettluftige für den Fa ):( Ehrung Crispis durch Kaiser Wilhelm. Wie aus Ne apel gemeldet wird, hat Kaiser Wilhelm den dortigen deutschen Generalkonsul beauftragt, nach Palermo zu gehen, um ihn am 12. d. m. bei der Einweihung des Denkmals Cris pis und bei den zum Gedächtnis Crispis veranstalteten Feierlichkeiten zu vertreten. Der Konsul wird bis zur An funft des deutschen Kriegsschiffes Stein", das bis zum 27, d. M. dort anwesend sein wird, in Palermo bleiben und sich dann nach Messina begeben, um bei der Ankunft des Schulschiffes„ Stosch" zugegen zu sein. Ueber die Gefechte des Majors Meister wird durch den General v. Trotha amtlich gemeldet, daß Meister am 2., 3., 4. Januar gegen Hendrik Witboi, die rote Nation unter Manasse, Karrasleute, Veldschoendrager und Friedrich Maharero gefochten habe. Der Feind hat mindestens 80 Tote verloren. Der Sieg konnte wegen Mangels an Munition und Verpflegung nicht voll ausgenutzt werden. Meister erreichte daher am 6. d. M. wieder die einzig ergibige Wasserstelle Stamprietfontein, um sich dort zu ergänzen. Sobald dies geschehen, soll er die Vereinigung mit Deimling, Ritter und Lengerfe erstreben. Bei den großen Entfernungen und der überaus zeitraubenden Heliographen- Uebermittlung ist die Verbindung mit diesem schwierig. Aus dem gleichen Grunde konnte eine Verlustliste bisher noch nicht mitgeteilt werden. Friedrich Maherero soll nach Gobabis abmarschiert sein, um im Norden zu fechten. hätten ganz andere Resultate ergeben müssen, wenn in Port Arthur tatsächlich jenes enorme Kriegsmaterial vorhanden gewesen wäre, bon dem man sprach. So wie die Verhältnisse sich jetzt darstellen, find faktisch bei Port Arthur alle Theorien über den Festungsfrieg in ihr Gegenteil verkehrt worden, wenigstens was den Verteidiger anlangt. In der ganzen Fachliteratur wurde das Dogma gepredigt, in einer modernen, wohlausgerüsteten und versorgten Festung müßten die Wenigen den Bielen die schwersten Verluste beibringen und außerordentlich lange Zeit erfolgreich widerstehen. Nun haben zwar die Japaner vor Port Arthur, mie behauptet wird, 50 000 Mann berloren, aber diese Verluste hätten viel enormer sein und die Belagerung geradezu illusorisch machen müssen, wenn die Festung mit dem genügenden Material an Proviant, Transportmitteln, Artillerie und Munition versehen ge= wesen wäre. Wie die Dinge aber lagen, sah sich Stössel wahrscheinlich außer stande, statt sich auf mißglückte Absperrungsversuche der Halbinsel einzulassen, seine Truppen zu kon zentrieren und den Feind in offener Feldschlacht zu zerSprengen, so lange er ihm an Zahl beinahe doppelt überlegen war. Daß er schließlich auch die Festung selbst übergeben mußte, ist sicherlich auch nur auf den Proviant- und Munitionsmangel zurückzuführen. Bergarbeiterausftand im Ruhrgebiet. Essen, 9. Januar. Am gestrigen Tage wurde Oberst Leutwein vom Reichskanzler empfangen. Im allgemeinen war Graf Bülow dem Gouverneur freundlich gesinnt. Frankreich. Spätes Geständnis. Im Jahre 1903 wurde vom Schwurgericht zu Brix die Frau des Bergarbeiters Michel in Kunnersdorf von der Anklage, den eigenen Gatten vergiftet zu haben, freigesprochen. Jetzt erschien die Frau vor Gericht und gestand, daß sie doch die Tat auf Anraten ihres Geliebten, eines verheirateten Mannes, tatsächlich begangen habe. Die Untersuchung wurde wieder eingeleitet. Bei der Nachwahl im Wahlbezirk Syvetons wurde der Advokat Bienaimé gewählt, der in dem Averdissement geboren ist. Im übrigen aber sind die Nationalisten doch jetzt ziemlich kleinlaut in ihrer Politik und ihrer Siegesfeier. Afrika. Kunft und Wissenschaft. = ganz enorn gejellfdjaft Guineen b fchaft die nicht gelun wenn auch fich die Ge Wettluftiger wetten find ift, daß aud = zeit auf Leben rung- eben imals mußte gehörig. [ Rothich Jählt folgende hild ein Bett Da er ettvas I Sie, bitte, ett man ein Anli fräntt: Woll nehmen Sie d Shrige..." =[ Die g denffiöld, de amerita bejd zwischen Per FK Gine berühmte Taler- Sammlung kommt zur öffentlichen Versteigerung. Ritter v. Wilmersdörffer in München hat eine Kollektion von 8000 Münzen im Taler- Gepräge zusammengebracht, darunter an 1500 Goldmünzen und 5000 bis 6000 Medaillen aller Metalle. Unter legteren befinden sich ganze Reihen von Kunstmedaillen der deutschen Renaissance und das Hauptstück der Sammlung, eine vollständige Serie von Medaillen der ganzen Familie Napoleon. Die Versteigerung besorgt das numismatische Geschäft von Josef Hamburger in Frankfurt a. M. Sie erfolgt in meh reren Abteilungen. Die erste Auktion wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfinden. Nach einer Mitteilung des Kriegsministers von Marokko ist der Sieg des Prätendenten über die Snltantruppen durchschlagend, so daß die fremdenfeindliche Politik wohl herrschendes Prinzip wird. Nach einer schönen Landessitte führt der Prätendent als Trophäen die abgeschnittenen Köpfe von 150 Gegnern auf Spießen mit und 300 Personen sind in Ketten gelegt. Inzwischen hat Frankreich einen weiteren Schritt unternommen. Der französische Gesandte wird in Begleitung des Legationssekretärs Grafen de Saint- Aulaire und des Kommissars für die marokkanischen Schulden Regnault am 11. Januar nach Fez abreisen. Die Mission wird von 500 marokkanischen Reitern unter Befehl des Paschas von Fez eskortiert. ** Hof und Gesellschaft. = • Vermischtes. [ Eine kostbare Tabaksdose] aus der Zeit Friedrichs des Großen besitzt der Bäckermeister Mazier in dem ostpreußischen Dorfe Heinrifau. Sie ist ziemlich handlang und fast 3 Finger breit. Auf dem Deckel steht die Figur Friedrichs des Großen in Uniform und Dreispitz, erhaben geprägt mit der Unter schrift Fridericus Magnus Borussorum Rex. Ueber dem Haupte hält eine schwebende Hand einen Lorbeerfranz. Auj der Unterseite sind unter dem preußischen Adler und der Inschrift: Triumphi Friderici Maximi 12 Schlachten bilder geprägt mit kleinen Figuren von Reitern, Infante risten, Pulverwolfen, und zwar sind dies die Schlachten bei Mollwig, Czaslau, Friedberg, Kesselsdorf, Lowosiz, Prag Roßbach, Lissa, Zorndorf, Liegnig, Torgau. Darunter steht: Pro gloria et patria. Ganz unten: Giese fecit. Der Dr ist nicht gut zu lesen: auch keine Jahreszahl ist zu ent ziffern. Prinzregent Luitpold von Bayern ist von einem kleinen Unfall, der ihn betroffen hatte, ziemlich wieder hergestellt. Der Prinzregent war in seinen Gemächern auf dem Parkett ausgeglitten und hatte sich eine leichte Zerrung an der inneren Sehnenbande des rechten Kniegelenks zuge= zogen. Jetzt ist die Schwellung bereits wieder zurückgegangen. Der Schmerz ist sehr gering und das Kniegelenk völlig frei. Das Allgemeinbefinden ist ausgezeichnet; der Prinzregent konnte gestern morgen die gewohnte Ausfahrt unternehmen und empfing später den Minister des Innern und den Chef der Geheimkanzlei. Obgleich der Ausstand im Ruhrgebiet nicht ganz vermie den worden ist, so ist es den Bemühungen der Führer der Bewegung doch gelungen, sie auf die Zeche Bruchstraße zu Iofalisieren. Der Grund des Streikes ist bekanntlich die Verfügung der Zechenverwaltung, daß die Seilfahrt verlängert werde. Die Rechenverwaltung hat den Arbeitern allerdings angekündigt, daß sie bei einer fündigungslosen Niederlegung der Arbeit auch ihre zivilrechtlichen Ansprüche an die Arbeiterschaft geltend machen werde; allein diese leitet das Recht zur sofortigen Schichtverweigerung daraus zurück, daß die Verwaltung den alten Vertrag durch die Verlängerung der Ein- und Ausfahrzeiten willfürlich verändert habe ebenfalls ohne den anderen Vertragsteil zuzuziehen, oder die Kündigung des alten Vertrags zu bewirken. Je denfalls liegt hier ein sehr interessanter Prinzipienfall vor. Außerordentlich angenehm berührt es, daß die Arbeiter. schaft trotz der begreiflichen Erregung große Ruhe bewahrt. Die Versammlungen der Zeche Bruchstraße in Langendreer und der Zeche Herkules", wo ebenfalls wegen Maßregelung eines Kameraden eine Bewegung eingeleitet ist, nehmen einen durchaus geordneten Verlauf. Sie werden vollständig be herrscht durch die ruhige Besonnenheit der Führer, die immer und immer wieder zur Ruhe mahnen. Insbesondere der Reichstagsabgeordnete Sachse zeichnet sich durch eine geradezu klassische Gelassenheit und Mäßigung aus er ermahnt Stets und immer nachdrücklicher die Bergarbeiter, der Leidenschaft in dieser fritischen Situation fein Gehör zu geben. - In der Tat ist diese sehr ernst für die Arbeitgeber sowohl, wie für die Arbeitnehmer. Namentlich aber auch für die letzteren, denn ein allgemeiner Ausstand würde bei einer Arbeiterschaft von 200 000 Mitgliedern bei einer Unterstützung von bis 10 Mark einen Wochenaufwand von mehr als 2 Millionen Mark erfordern, ein Betrag, den die Arbeiter" Nab und fern. = Bufluffes de hat er der gefandt, der Höhlen enthä die kleine Höl ichmaler Spa geschmeidiger ist das weitere rig, weil man lassen muß. umfangreiche bequem in di der Umgegen jagt, eine tie wagen fich un nach ihrer V [ Trinkgelder verboten!] In manchen Lokalen( viele sind es nicht) steht es groß angeschlagen, daß keine Trink gelder genommen werden dürfen. Großen Effeft pflegt sold ein Verbot nicht zu haben. Das wissen die praktischen Ameri faner, und so sassen sie die Sache radikaler an. In der Legislative des Staates Missouri ist eine Vorlage einge bracht, die das ganze System des Trinkgeld- Gebens un -Empfangens gesetzlich verbieten will. Um das Verbot nicht auf dem Papier stehen zu lassen, soll schon das Anbieten von Trinkgeldern unter eine Strafe von 2000 Mark nach unserem Gelde gestellt werden. Der Vorschlag hat die allgemeine Sympathien im Publikum wie unter den Gesetzgebern für sich, und so wird er wohl Gesetzesfraft erlangen. Dann wir es mit den Trinkgeldern vorbei sein im Staate Missouri jenseits des großen Teichs". - auflauern. F Besuch der Hö herrlich gewöl irdischen Raun [ Ein Naturwunder.] Bei Neukirchen in Niederbayern wurde von einem Jagdpächter ein Rehbock mit 5 Läufen er legt. Der fünfte Lauf befindet sich neben dem linken Vorder lauf, ist etwa 2 Zentimeter länger und etwas schwächer, als dieser, aber sonst ganz normal ausgebildet. * Die Folgen des Unwetters, das sich von der Seefante bis weit nach Mitteldeutschland hinein erstreckte, lassen sich allmählich übersehen. Besonders schlimm hat der Sturm auf See und an der Küste gehaust. Dämme sind durchbrochen, und die eisige Flut hat stellenweise große Verheerungen angerichtet. Schrecklich wütete das Unwetter in Helgoland, wo die Düne wieder sehr gelitten hat. Das Feuerschiff Borfum- Riff" ist von seiner Stelle in die Nordsee abgetrieben, und der Regierungsdampfer Friedland" ist auf die Suche gesandt. Im Aermelkanal stieß der englische Dampfer Winnington" mit einem anderen Schiff zusammen und sant, wobei 10 Personen ihren Tod in den Wellen fanden. Ein anderer Zusammenstoß brachte einen Glasgower und einen spanischen Dampfer zum Sinfen; in diesem Falle gelang es den Besatzungen sich zu retten. Auch die Kälte hat manche Opfer gefordert. In Ost- und Westpreußen sind über 30 Menschen, die ihr Beruf ins Freie führte, erfroren. Bei Kuhren in Ostpreußen sind 15 Fischer ertrunken. Ein besonders heftiger Schneesturm suchte das Riesengebirge heim und führte viele Verkehrsstörungen nach sich. Auch ein Eisenbahnunglück ist auf Rechnung des Sturmes zu setzen. Bei Graz hob der Wind zwei Personenwagen aus den Schienen und schleuderte sie in den Thorlbach. Mehrere Fahrgäste erlitten Verlegungen. = um fein fleine dem das Glüc Gebeine zu fin namentlich bo großen Faul fieren und b wird sich er Vermutlich f fchon seit län [ Ein Gl der Damenbek zu gründen, Wiesbaden ler bersuchen. An der Taunussta [ Frendentage am Hofe des Mikado.] Port Arthur ist gefallen, und gleichzeitig wurde dem Beherrscher des japa nischen Inselreiches der dritte Enkel geboren. Das ist fast ein bischen zuviel Glück auf einmal. Die Kronprinzessin Sadoks schenkte ihrem Gemahl, dem zukünftigen Mikado Joschihits, ein Söhnchen gleich nachdem die starke Seefestung bezwun gen war. Prinzeß Sadoko ist seit dem Jahre 1900 mit dem Kronprinzen vermählt. Die Hochzeit wurde entgegen den sonst am Hofe zu Tokio herrschenden europäischen Zeremo niell nach altjapanischem Ritus begangen. Das Kronprinzer paar wohnt in einem nach Plänen Pariser Architekten er. bauten Palaste. Die Kronprinzessin entstammt einer der ä testen japanischen Adelsfamilien. Nach der Geburt des dritten Söhnchens fann nun die männliche Nachkommenschaft in Hause des Mikado als voraussichtlich gesichert gelten. Eine unedle Rache. Dem Lehrer Biberger in Sennen in Niederbayern waren in der Gemeinde eine Anzahl Leute - nahme an 90 Unter den Be 34 263 mann ( Schauri Engländer Le Ehren ihrer diejer Tempel fdadel, die an gebracht word Tempel niede den Morden [ Wievie den drückend fidenten gehör Coufe zu Wa gabren hat. Dem Stanteob [ Die ausgleichende Gerechtigkeit.] In der Sybeton angelegenheit wurden bekanntlich Versuche mit Hunden vorgenommen, die narkotisiert und dem ausströmenden Gas von Sybetons Gasofen ausgesetzt wurden. Diese Versuche baben am Abend vor ihrer Anstellung 311 einem komischen Auftritt im Justizpalast geführt. Dort traf abends eine etwa 40 Jahre alte Amerikanerin, Fräulein Ellen Sturd, ein, die imverzüglich vom Staatsanwalt empfangen zu werden ver langte, da sie diesem eine Strafanzeige zu übermitteln hätte. Der Kanzleidiener erwiderte der Besucherin, sie solle am folgenden Morgen wieder vorsprechen, allein sie meinte, dann wäre es zu spät, da das Verbrechen dann bereits be gangen wäre. Der Kanzleidiener erschraf, als er das Wort Verbrechen hörte, und führte die Dame zu dem Sekretär der Staatsanwaltschaft, dem sie eine Strafanzeige gegen die Sachverständigen überreichen wollte, die sich gemeiner Morde an den unschuldigen Hunden schuldig machten. Der Beamte suchte die Amerikanerin zu beruhigen und klärte fie darüber Dent bot wird mal bat auf die Denn fobie weiße Sa fchaffen ae Der Nachdrud § 20 Biehung der wurden folge 70 238, 200 19 403, 433 * Rit folgte Able Bermähl Rahmen am ift der 2. S nehmen wer Seinrich von den Orgel f den Stubl erzen in Sie el tief ins den Orgel wurde der erfallen und Türen und cise bejudelt wurden der nterie- Regi in der Woh. war durch befannt, ob Selbstmord Wie aus Ne ortigen deut u gehen, um nimals Cris eranstalteten bis zur An bis z zum 27, ben und fid nkunft des wurde vom ters Michel Gatten ber ie Frau bor nraten ihres ich begangen itet. zur öffent in München ler- Gepräg en und 5000 ren befinden er deutschen g, eine boll te Napoleon Beschäft von Igt in mel oraussichtlich Friedrichs de ostpreußische fast 3 Finge des Große it der Unter -x. Ueber den eerfranz. A Idler und de 2 Schlachter ern, Infant Schlachten b Owofit, Prag arunter steht ecit. Der hl ist zu er Lokalen( vi 3 feine Tri eft pflegt fol tiichen Ame an. In da Borlage eing d- Gebens un Verbot ni Anbieten bo nach unjera Die allgemeint feggebern fi 1. Dann wit taate Misjour Niederbayer 5 Läufen er inten Border Schwächer, de t Arthur r des japa fin Sadoks Joschihite ng beziow ift faft ein 900 mit da ntgegen den Chen Beremo Aronprinzen hitellen er einer der urt des dritten mmenfchaft in t gelten. der Cybeton it Sunden bo menden Gas bo Beriudhe babe mifchen Auftr Seine etwa 4 Sturd, ein, zu werden b bermitteln ba n, fie folle g ein fie mei dann bereite als er das u bem Gefre nzeige gegen gemeiner Wor n. Der Bea lärte fie darli auf, daß die für die Versuche bestimmten Hunde auch sonst getötet würden. Da dies der Dame aber nicht einleuchten ivollte, erwiderte der Beamte:„ Wir können doch nicht den Sastverständigen befehlen, an sich selbst die Versuche vorzunehmen." Das wäre auf jeden Fall gerechter," gab die Besucherin zurück. Der Beamte ging auf den Scherz ein und sagte mit feierlichem Ernst: Da es eine Gerechtigkeit gibt, so werden die Sachverständigen des gleichen Todes sterben, den sie den armen Hunden auferlegen." Das beruhigte offenbar die Dame, die sich hochbefriedigt zurückzog und in ihrer Freude ganz vergaß, die vierzig Seiten lange Strafanzeige zurückzulassen. - =[ Port Arthur in der Lebensversicherung.] Ein risfantes Spiel mit der Belagerung von Port Arthur hatten Wettlustige in London getrieben. Sie hatten die Festung für den Fall, daß sie noch im Jahre 1904 falle, mit einer ganz enormen Summe bei der bekannten Versicherungsgesellschaft Lloyds gegen eine Prämienzahlung von 50 Guineen versichern lassen. Auf ein Haar hätte die Gesellschaft die Summe bezahlen müssen, wenn es General Stössel nicht gelungen wäre, Port Arthur bis zum Jahre 1905, wenn auch nur bis 1. Januar, zu halten. So aber konnte sich die Gesellschaft der eingesackten Prämien freuen, und die Wettlustigen hatten das Nachsehen. Derartige Versicherungswetten sind übrigens in England nichts Seltenes. Bekannt ist, daß auch auf das Leben König Eduards, als er seinerzeit auf Leben und Tod darniederlag, eine ähnliche Versicherung ebenfalls mit Llodys- abgeschlossen wurde. Damals mußte Lloyds allerdings berappen" und zwar aanz gehörig. - [ Rothschild und der Bettler.] Ein Pariser Blatt erzählt folpgende Schnurre: Am Neujahrstag erschien bei Rothschild ein Bettler, um ihm zum Jahreswechsel zu gratulieren. Da er etwas laut sprach, sagte Rothschild zu ihm:„ Sprechen Sie, bitte, etwas leiser- man schreit doch nicht so, wenn man ein Anliegen hat!" Der Bettler aber erwiderte getränkt: Wollen Sie mich etwa schnorren lehren? Uebernehmen Sie doch mein Geschäft und übergeben Sie mir das Shrige..." Ein Narr wartet auf Antwort! = [ Die große und kleine Hölle.] Dr. Erland von Nordenskiöld, der seit längerer Zeit mit Forschungen in Südamerika beschäftigt ist, befindet sich jetzt auf dem Grenzgebiet zwischen Peru und Bolivia im Bereich des Inambart, eines Buflusses des oberen Amazonenstroms. Aus jener Gegend hat er der Frankfurter Wochenschrift„ Umschau" einen Brief gesandt, der eine fesselnde Schilderung zweier dort entdeckter Höhlen enthält. Die beiden Grotten werden die große und die kleine Hölle genannt. Zur kleinen Hölle führt nur ein schmaler Spalt, durch den nur ein besonders schlanker und geschmeidiger Mensch hindurch gelangen kann. Außerdem ist das weitere Eindringen in diese Grotte besonders schwierig, weil man sich erst an einem Strick in die Tiefe hinablassen muß. Der Eingang zur großen Hölle dagegen ist eine umfangreiche Deffnung in einer Felswand, und man kann bequem in diese Unterwelt hineinspazieren. Die Indianer der Umgegend haben, wie schon der Name der Höhlen besagt, eine tiefgehende abergläubische Scheu davor, und sie wagen sich um feinen Preis in die Grotte hinein, in denen nach ihrer Vorstellung Krankheit und Tod dem Menschen auflauern. Für den Forscher und Naturfreund aber ist der Besuch der Hölle ein Genuß. Die größere Höhle ist hoch und herrlich gewölbt. Tiefes Schweigen herrscht in dem unterirdischen Raum, in dem nur ein einsamer Kolibri in Angst um sein kleines Leben umherfliegt. Nordenskiöld hat außerdem das Glück gehabt, auf dem Boden der Grotte zahlreiche Gebeine zu finden, die von ausgestorbenen Tieren herrühren, namentlich von einer kleinen Pferdeform, einer Hirschart, großen Faultieren, vielen Tausenden von kleinen Nagetieren und von Vögeln. Die Bedeutung dieser Entdeckung wird sich erst nach genauer Untersuchung ermessen lassen. Vermutlich sind die Tiere, um deren Neste es sich handelt, schon seit längerer Zeit vom Erdboden verschwunden. =[ Ein Eldorado für Junggesellen.] Wem es an passender Damenbekanntschaften fehlt, um sich ein eheliches Heim zu gründen, der möge sein Auge nach dem schönen Kurort Wiesbaden lenken und in der nächsten Saison dort sein Heil versuchen. An Auswahl wird es ihm nicht fehlen. Denn in der Taunusstadt gibt es nach der letzten Personenstands- Aufnahme an 9000 weibliche Individuen mehr, wie Männer. Unter den Personen über 14 Jahren stehen den gezählten 34 263 männlichen 43 477 weibliche gegenüber. [ Schauriger Gottesdienst.] In Südnigeria haben die Engländer Tempel entdeckt, in denen die Eingeborenen zu Ehren ihrer Gözenbilder Gefangene opferten. In einem dieser Tempel fand man mehr als zweitausend Menschenschädel, die an den Balken des Gebäudes als Verzierung angebracht worden waren. Die Engländer brannten den Tempel nieder und verhafteten mehrere Priester, die sich an den Morden beteiligt hatten. =[ Wieviel Händedrücke gab Präsident Roosevelt?] Zu den„ drückendsten" Obliegenheiten des amerikanischen Präsidenten gehört der Neujahrsempfang, den er im Weißen Hause zu Washington den Bürgern und Bürgerinnen zu gewähren hat. Da streckt jeder Besucher und jede Besucherin dem Staatsoberhaupte die Hand entgegen, und der Präsi dent hat pflichtschuldigst den Händedruck anzunehmen. Diesmal hat es Toddy", wie man Präsident Roosevelt nennt, auf die stattliche Zahl von 7718 Händedrücke gebracht. Denn soviel Besucher hat die Polizei gezählt. Wie muß die weiße Hand des Präsidenten nach der Defilier- Cour befchaffen aetvefen sein! Lokales. 10. Januar 1905. Der Nachdruck unserer mit besonderen Zeichen versehenen Original- Artikel ist nu mit ber genauen Quellen- Angabe gestattet.) § Lotterie.[ Privattelegramm.] Bei der heutigen Biehung der 2. Klasse der 5. Hess. Thür. Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 25 000 f. auf Nr. 70 238, 2000 Mt. auf Nr. 93 028, je. 1000 2. auf Nr. 19 403, 43 346, 66 199 und 66 395. ** Mit Rücksicht auf das erst im letzten Sommer erfolgte Ableben der Mutter der hohen Braut, wird die Vermählung des Großherzogs nur in fleinem Rahmen am Darmstädter Hofe vor sich gehen. Als Tag ift der 2. Februar angefeßt. An den Feierlichkeiten teilnehmen werden u. A.: der Kaiser, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl " von Hessen, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, während die Kaiserin, wie nunmehr bestimmt verlautet, nicht erscheinen wird. ** Uebertragen wurden am 4. Januar, dem Schulamt8aspiranten Christian Kloos aus Oppenrod im Kreise Gießen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Ofleiden im Kreise Alsfeld, dem Schulamtsaspiranten Hermann Wörner aus Bellersheim im Kreise Gießen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wallerstädten im Kreise Groß- Gerau. neten. - - - ** Die nächste Stadtverordnetensißung zu Gießen findet am fommenden Donnerstag, den 12. Januar mit nachstehender Tages- Ordnung statt: 1. Dienst= einführung der neu gewählten Stadtverord2. Mitteilungen. 3. Auslosung der auf Mai 1905 zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen des 1896er Anlehens. 4 Desgleichen des 1897er Anlehens. 5. Desgleichen des 1899er Anlehens. 6. Baugesuch des Julius Ruckstuhl für die Crednerstraße; hier: Dispens. 7. Desgleichen des Abraham Fröhlich für die Crednerstraße; hier: Dispens. 8. Desgleichen des J. Ruckstuhl und A. Fröhlich für den Weglarer Weg; hier: Dispens. 9. Desgleichen des Karl Löttgen für An den Bahnnhöfen; hier: Dispens. 10. Desgleichen des Gg. Wallenfels für den Marktplatz; hier: Dispens. 11. Desgleichen der Gebrüder Kahl für die Frankfurter straße; hier: Dispens. 12. Befestigung der Hammstraße. 13. Ausführung von Unpflasterungsarbeiten. 14. Beschaffung von Pflastersteinen. 15. Ausbau der Keplerstraße; hier: Geländeaustausch mit Ed. Klinkel. 16. Rauf zwischen Gg. Wilhelm Ferber Eheleuten und der Stadt. 17. Vergebung der Rechen für die Kläranlage. 18. Auswechselung eines Teils der Gasleitung in der Weftanlage. 19. Beschaffung von Schulräumen für das Realgymnasium. - - - - - 20. Benennung von Straßen. 21. Gesuch des Peter Berg dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hausr Bahnhofstraße 11. 22. Desgleichen des Friedrich Euler dahier für Kaplansgasse 21. 23. Desgleichen des Joh. Gg. Seipp dahier für Gr. Steinweg 12. 24. Desgleichen der Marie Wölfing dahier um Erlaubnis zum Branntweinverkauf im Hause Liebigstraße 68. * - ** Wir weisen auch an dieser Stelle darauf hin, daß bei Schneefall die Fußsteige sofort vom Schnee zu reinigen sind.( S. Bekanntmachung im Anzeigenteil nnserer heutigen Nummer.) " * Nachdem die Woermann- Linie" sich erboten hat, die in Südwestafrika gefallenen oder gestorbenen deutschen Soldaten der Schußtruppe frachtfrei bis Hamburg zu bringen, hat der Kaiser befohlen, die Leichen auf allen Strecken des Preuß.- Hess. Eisenbahngebiets ebenfalls frachtfrei zu befördern. Grünberg, 10. Januar. Die gestern Montag Abend stattgefundene Gemeinderatsfizung, die erste in diesem Jahre, hat in unserer mitunter recht stürmisch fich entwickelten Grünberg- Licher Eisenbahnfrage eine Wendung gebracht; eine Wendung zu Gunsten unserer Stadt, das können wir wohl behaupten. Der früher gefaßte Beschluß: feine Obligationen seitens der Stadt zu übernehmen, wurde aufgehoben und nachdem der Antrag für 40 000 Mr. Obligationen zu übernehmen, angenommen. Damit hat sich Grünberg den Anschluß an eine weitere Bahnlinie, welche später eine noch größere Bedeutung erlangen wird, gesichert. § Elpenrod, 10. Januar. Heinrich Theiß dahier ist als Leichen beschauer für unsere Gemeinde bestellt worden. " P ** Alsfeld, 9. Januar. Selten faßte der geräumige Saal des Deutschen Hauses" eine so zahlreiche Gesellschaft als Sonntag, da die Hessische Landesversammlung des Bundes der Landwirte in ihm tagte. Erschienen waren u. a. der Direktor des Bundes der Landwirte, Dr. Diederich Hahn( Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses), der Reichstagsabgeordnete Dr. Wallau- Lauterbach, die Landtagsabgeordneten Köhler, Hirschel und Korell. Um 3 Uhr er. öffnete der Vorsitzende die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und brachte ein Hoch auf den Kaiser und den Großherzog aus. Darauf erteilte er dem Bundesdirektor Dr. Diederich Hahn das Wort zu seinem Vortrage über: Die innerpolitische Lage mit besonderer Berücksichtigung der neuen Handelsverträge". Redner ging von dem vorwiegenden landwirtschaftlichen Charakter unserer Provinz Oberhessen aus und batonte, taß dies auch von den meisten anderen Bezirken unseres Vaterlandes gelte, Deutschland sei eben in erster Linie ein Agrarstaat und es deshalb Pflicht der Regierung, die deutsche Landwirtschaft zu schüßen. In eingehender Weise ging Dr. Hahn auf die Entstehung und Entwicklung der Schußzölle und Handelsverträge ein und erklärte das Prinzip der Handelsverträge als ein falsches, da durch sie dem Handel und der Industrie Vorteile auf Kosten der Landwirtschaft geboten würden. Besonders gäbe die am 1. Januar nicht erfolgte Kündigung des österreich- ungarischen Handelsvertrages zu Bedenken Anlaß. Der donnernde Beifall, der den Ausführungen folgte, zeigte deutlich, daß sich die hessischen Landstellen. Dr. Diederich Hahn brachte folgende einstimmige wirte ganz auf den Standpunkt der Zentralleitung des Bundes Annahre findende Resolution ein: M darin ein im Sinne des Bundes der Landwirte ausreichender Bollschutz für ihre wichtigsten landwirtschaftliche Produkte und ein vollkommener Schuß der Gesundheit unferer Viehbestände gegen Einschleppung von Biehleuchen aus dem Auslande gewährleistet sei. hessischen Landwirtschaftskammer und brachte Lucke- Batershausen sprach über die Einführung der folgende Resolution, die gleichfalls einstimmige Annahme fand, ein: Der hessischen Staatsregierung spricht die Landesversammlung des Bundes der Landwirte im Großherzogtum Hessen den Dank der Hessischen Landwirte aus für die Einbringung eines Geseßentwurses in die zweite Kammer der Stände, betreffend die berufsständige Vertretung der Landwirtschaft. In dem Bestreben, das historisch Gewordene zu erhalten, bittet die Landesversammlung die hessische Staatsregierung, die landwirtschaftlichen Organi sationen aller Art in ihrer bisherigen Berfassung bestehen zu lassen ohne Einordnung in das Gesetz als wertvolle Hilfskräfte der zu errichtenden Landwirtschaftskammer, schon um deswillen, damit auch ferner die Freunde der Landwirtschaft ihre erspießliche Tätigkeit zum Besten derselben ausüben können. Eine gefeßliche Einordnung dieser Organisationen in die berufsständische Vertretung würde diesen Körper ungewöhnlich schwerfällig und unbeweglich gestalten und einem unlicbsamen Bureaukratismus in die Arme treiben. Die Versammlung bittet daher die hessische Staatsregierung, die Landwirtschaftskammer dahin auszu gestalten, daß die Landwirte, welche ein Vermögen von 3000 Mt., wie vorgeschlagen, an Grund und Boden befigen, oder als Pächter als Betriebskapital, in jedem Amtsgerichtsbezirk einen Vertreter in die Landwirtschaftsfammer zu entsenden haben. Als Wahlmodus wird die allgemeine und direkte Wahl vorgeschlagen, und es soll als gewählt gelten, wer in einem Wahlgange die meisten Stimmen( relative Majorität) auf sich vereinigt. Bfarrer Schick Burggemünden wies auf den fünftigen Ausfall in den Einnahmen der preußisch- hessischen Eisenbahnen durch die preußischen Kanalbauten hin und brachte folgende Resolution ein: Die in Alsfeld tagende Landesversammlung erhebt Einspruch gegen die preußische Kanalvorlage, da diese unvereinbar ist mit dem seinerzeit geschlossenen Vertrag betr. die preußisch- hessischen Eisenbahnen, und der so geeignet ist, die hessischen Eisenbahneinnahmen wesentlich zu fürzen. Die Resolution wurde ohne Widerspruch einstimmig angenommen und nach einem Hoch auf den Bund der Landwirte die Versammlung geschlossen. K Butzbach, 9. Januar. Die Bürgermeisterei in Buzbach fommt in einer Eingabe an die Zweite Kammer darum ein, die Realschule in Buzbach zu einer Oberrealschule zu erheben. 3 unverheiratete Schwestern bei einander, die zusammen K Aus Nassau, 9. Januar. In Arzbach wohnen 241 Jahre alt sind. Die 3 betagten Mädchen sind wohl und munter. * * heimer, der die bekannte Saalüberlassung an den früheren Worms. In dem Prozeß Valckenberg gegen Laubenheimrat Baldenberg den Oberbürgermeister Köhler und Instuiten Grafen Hoensbroech als Ursache hat, hat Gesämtliche Stadtverordnete, im ganzen 22 Personen als Zeugen geladen. ** Worms. Hier hat sich ein Verkehrsverein gebildet, der sich mit den Fragen zur Hebung des hiesigen Verkehrs beschäftigen wird, u. A. will er für Errichtung eines Schwimmbades eintreten. K Aus Rheinhessen, 9. Januar. In den HammerWeiden am Rheinufer grub der Dammwärter- Aspirant Menger einen 60 cm langen Mammuthsknochen aus. per Marktberigte. Gießen 10. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter fb 0.80-0.90 St., Hühnereler per Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 7 By Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg Erbfent per Liter 21 Big., Linsen per Vitet 32 fg., Tauben per Paar SRT. 0.80-1.00, Hithner per Etid Mt. 1.00-1.60, Hahnen, pe Stüd 0.80-1.80, Enter per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg, Cohlenfleis per fb. 70-80 Pig Rindfleisd per 16. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fleisch gesalzen per fund 0.76 fg.. Kalbfleisch per Bfd. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Pig., Kartoffeln pro 100 ile 6.00 b. 6 50 M., Zwiebeln per St. Mt. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pe Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen pe Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Lite: 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erster drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießene: Fleisch- und Brotpreise am 9. Januar 1905. Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen 50 kg Schlachtgewicht 72-75 m. 1/2 kg 70-80 Pf. Kälber 1/2 11 81-83 Pf. do. 70-74 Schweine do. 59-60 32 " " " Getreidepreise in Mannheim do. 60-72 Brotpreise in Gießer 18.85 M. 14,70" Wets brot 2 kg 52 Pf Schwarzbr. do. 48" Weizen 100 kg Roggen do. Die in Alsfeld tagende Landesversammlung des Bundes der Landwirte für das Großherzogtum Hessen spricht das lebhafteste Bedauern darüber aus, daß die Kündigung des österreichisch- ungarischa Handelsvertrages wider alles■■■■■■ ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ Erwarten am 1. Janar 1905 nicht erfolgt ist. Sie fürchtet, daß das Ausbleiben der Kündigung ein Mangel an Energie in der Geltendmachung unserer berechtigten natürlichen wirtschaftlichen Interessen bedeutet und sieht mir schwerer Sorge den kommenden neuen Handelsverträgen entgegen. Die Landesversammlung erwartet von den Reichstagsabgeordneten des Großherzogtums, daß sie den neuen Handelsverträgen nur dann ihre Zustimmung geben, wenn Verantwortlich für die Politik und den Inseratentell Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid zu Giefier Couverts mit Firma von Mk. 3.50 an, liefert die Expedition. Cheater- Verein Giessen. 5. Vorstellung: Mittwoch, den 11. Januar 1905 Medea, des Tragödie in 4 Aufzügen von Franz Grillparzer. Gast: Fräulein Riza Bajor vom Großh. Hoftheater in Mannheim. Ende gegen 10% Uhr. Anfang 8 Uhr pünktlich. Eintrittskarten zu Mt. 5., 4., 3.-( für Mitglieder im Vorverkauf zu f. 4.50, 3.50, 2.50) u. Mt. 2.-( für Studierende) bei Herrn Ernst Challier und an der Abendkasse. Holzversteigerung in der fürstl. Oberförsterei Lich. Montag, den 16. Jannar, von vorm. 9 Uhr an, im Distrift Riedwald: Scheitholz: 345 Rm. Buchen, 16 Am. Eichen, 5 Rm. Nadelholz( Kiefern); Snüppel: 189 Nm. Buchen, 113 Rm. Eichen, 3 Rm. Weichlaubholz, 72 Rm. Nadelholz( Kiefern); Stöde: 121 Rm. Buchen, 84 Rm. Eichen, 76 Rm. Nadelholz( Kiefern); Wellen: 7520 Buchen, 7230 Eichen, 300 Weichlaubholz, 3160 Nadelholz( Kiefern). 602 Fichtenderbstangen= 23,23 Festmeter, 1153 Fichtenreisstangen= 7,76 Fftm.( EichenWagnerholz fann aus der Hand verkauft werden). - - Die Zusammenkunft ist dort, wo der Fußpfad von Lich nach Harbach die sog. alte Laubacherstraße kreuzt. Dienstag, den 17. Januar, von vorm. 91 Uhr an, in den Distrikten Fuchsstrauch und Koluhänser. topf: Scheitholz: 153 Rm. Buchen, 2 Rm. Eichen; Knüppel: 196 Nm. Buchen, 205 Rm. Eichen, 6 Rm. Birken; Stöcke: 84 Nm. Buchen, 4 Rm. Eichen; Wellen: 3410 Buchen, 2200 Eichen, 750 Weichlaubholz, 200 Nadelholz. 2 Eiden Schnittholz( 46 und 53 cm Durchmeffer) 3,09 Fftm.; 6 Buchenschnittholz( 47 bis 71 cm Durchmesser)= 13,40 Fftm.; 15 Fichtenbauholz 1,95 Fftm.; 138 Fichtenderbstangen= 6,11 stm.; 742 Fichtenretsstangen= 2,50 Fftm.; 121 Eichen- Grubenholz 8,84 Fitm.( Wagnerholz, Pfostenholz u. s. w.) Die Zusammenkunft ist bei der neuen Wegunterführung an der Oberhessischen Eisenbahn im Fuchsstrauch. - = - Holzversteigerung. Montag, den 16. d. Mts. wird in hiesigem Gemeindewald folgendes Holz versteigert: 24 Niefern- Stämme 16-34 cm Durchm. 4-11 m Länge= 9,26 Fstm. 9 Fichten- Stämme 14-22 cm Durchm. 8-16 m Länge= 2,13 stm. 228 Fichten- Derbstangen= 14,77 Fstm. 160 Reisstangen= 4,73 329 Rm. Kiefern- Knüppel( hiervon sind 87 Rm. 3 m Ig.) 2110 Wellen Kiefern- Reisig " 560 " Fichten- Reisig 78 Nm. Nadel- Stöcke 28 Haufen Kulturabraum. " 1905. X. Jahrgang. Versteigerung. Mittwoch, den 11. Jaunar, bersteigere ich: I. um 2 Uhr nachmittags in dem Bieker'schen Saale: 10 Mille Bigarren, 1 vollständiges Bett, Sofa, 1 Schreibtisch, 1 Trumeau mit Spiegel, 1 Sekretär, Betreffend: Ausführung des Reichsgesetzes vom 28. Mai 1894 über den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege. Bekanntmachung. Gemäß§ 3 Absaß 2 und unter Bezugnahme auf 1 Kommode, 1 Glasschrank, die nachstehend abgedruckten weiteren Bestimmungen des 1 Consol, 1 ovaler Tisch, 2 rubrizierten Reichsgesetzes bringen wir hiermit die Plüschseffel, 1 ovaler Spiegel, Namen der Mitglieder des 1 Thele mit Marmorplatte, 1 Flaschenbierwagen u. a. II. um 3 Uhr: 2 geschn. Eichenstämme. Busammenfunft in - meiner Amtsstube. Geißler, Gerichte vollzieher, Gießen. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. JUGEND Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben Herausgeber: Georg Hirth Preis pro Quartal durch den Buchhandel oder die Post bezogen Mk. 3.50 direkt in Rolle bezogen M. 5.-. Einzelnummer 30Pf. Jede Nummer mit neuem farbigen Titelblatt. Vornehmste künstlerische Wochenschrift, welche die Tagesereignisse satirisch und humoristisch in Wort und Bild behandelt. Internationale Verbreitung Publikations- Organ ersten Ranges. Auflage 62 000 4 gespaltene Nonpareille- Zeile oder deren Raum Mk. 1.50. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsverkäufer nehmen Abonnements entgegen, sowie auch der unterzeichnete München, Färbergraben 24 Verlag der ,, Jugend". Gaskoks. Gegenwärtige Preise: Für den Zentner ab Berkaufsstelle: 1,10 Mr. Buk- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiebenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Stick- Boks Die Zusammenkunft ist Mittags 1 Uhr im Diftritt Sandkaute auf der Jägerschneise bei Stamm- In holz Nr. 1. Großen- Linden, den 9. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden. Original Leun. Man beachte SINGER die Fabrikmarke. SINGER TRADE MANFG.CO MARK Nähmaschinen Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. 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Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks Bußkoks Mr. 1 Bußkoks Br. 2 • Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks Bußkoks Br. 1 Bußkoks r. 2 1,25 Mr. 1,25 Mr. 1,05 Mr. 1,20 Mr. 1,20 m. · • 1,00 m. • 1,15 Mr 1,15 Mr. Brieftaubenklubs Gießen, welch letzterer dem Verbande deutscher BrieftaubenliebhaberVereine angehört und somit seine Tauben der MilitärVerwaltung zur Verfügung gestellt hat, zur öffentlichen Kenntnisnahme: Für Kotsabnehmer, welche zwei und mehr Doppel waggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg pro Centner. 1. R. Reuling, Steinstraße 72. 2. J. Hecker, Schloßgasse 5. 3. H. Hentel, Walltorstraße 27. 4. J. Döring, Marburgerstraße 82. 5. W. Scharmann, Brandplak 13. 6. K. Messele, Liebigstraße 61. 7. W. Möser, Rodheimerstraße 12. 8. A. Plant, Bleichstraße 29. 9. K. Bohling, Kaplansgasse 14. 10. J. Schlitt, Mittelweg 3. 11. H. K. Fießer, Grünbergerstraße 7. 12. H. Rosenbaum, Löwengasse 10. 13. Fr. Wigandt, Neuenweg 31. Gießen, den 5. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Auszug aus dem Gesez, betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr, vom 28. Mai 1894. § 1. Die Vorschriften der Landesgesetze, nach welchen das Recht, Tauben zu halten, beschränkt ist, und nach welchen im Freien betreffend Tauben der freien Bueignung oder der Tötung unterliegen, finden auf Militärbrieftauben keine Anwendung. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Jfennig für den Zentner berechnet. NB. Ausnahmsweise können kleinere Koksmengen ohne bebesondere Vergütung auch an die betr. Lagerpläge ( Keller, Stall 2c.) verbracht werden, sofern die Zufuhr durch das Gaswerk erfolgt. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Koks ftatt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf der Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: H. Schaumberger, Marburgerstraße 22. Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, J. Happel, Neustadt 56, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplag 9, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 13. Georg Schäfer, Licherstraße 2, Daniel Wirth's Nachf.( Theod. Geilfus) Weftanlage 51. Dasselbe gilt von landesgeseßlichen Vorschriften, nach welchem Tauben, die in ein fremdes Taubenhaus übergehen, dem Eigentümer des Bezteren gehören. § 2. Insoweit auf Grund landesgesetzlicher Bestimmungen Sperrzeiten für den Taubenflug bestehen, finden dieselben auf die Reisepflüge der Militärbrieftauben feine Anwendung. Die Sperrzeiten dürfen für Militärbrieftauben nur einen zusammenhängenden Zeitraum von höchstens je 10 Tage im Frühjahr und Herbst umfassen. Sind längere als zehntägige Sperrzeiten eingeführt, so gelten für Militärbrieftauben immer nur die ersten zehn Tage. § 3. Als Militärbrieftauben im Sinne dieses Geseges gelten Brieftauben, welche der Militär-( Marine-) Verwaltung gehören und von derselben gemäß der von ihr erlassenen Vorschriften zur Verfügung gestellt und welche mit dem vorgeschriebenen Stempel versehen sind. Privatpersonen gehörige Militärbrieftauben genießen den Schutz dieses Gesezes erst dann, wenn in ortsüblicher Weise bekannt gemacht worden ist, daß der Züchter seine Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt hat. Bekanntmachung. Kr. 9. Infertionepret beffen, bie Streffe Retlan Rebaltion u. Sa Filr Zum Zufar ( Von unsere Die Hauptaufg mehr wieder erfol die Neuregelung u denen Staaten. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Hauseigentümer verpflichtet sind, bet Schneefall die Fußgängersteige alsbald von Schnee reinigen und bei Glatteis sogleich mit Sand bestreuen zu lassen. Auch entstehende Schleifen sind mit Sand zu beftreuen. Die Schußmannschaft ist angewiesen, diejenigen, welche vorstehende Bestimmungen nicht befolgen, ohne weiteres zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 10. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. bis 7. Januar 1905 wurder in hiefiger Stadt rifche, da dem Ba Einzelheiten der die Verträge in i lehnen, dagegen Recht zu, in der gefunden: 1 Peitsche, 2 linke Kinderknopfstiefel und 1 Muff; berloren: 120 bis 130 Mf. in einer Wurstblase, 1 Portemonnaie mit zwei Einhundertmark scheinen( Bayrische), 40 bis 50 Mark in Gold, 1 Gepäckschein Nr. 251 und 1 Fahrfarte II. Klaffe, Gießen- Frankfurt a. M. und zurück als Inhalt und 1 brauner Arbeitsrock. 3ugelaufen ist: 1 Forterier mit schwarzem Abzeichen. Entlaufen sind: 1 grauer Pinscher, 1 junger Pinscher( Pfeffer- und Salzfarbig), 1 großer weiß- und gelb gefleckter Hund, D 1 Hühnerhund( Weißtieger) und 1 Forterier, rechtes Ohr schwarz. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Ga stoks jamt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch die in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gastofs für die Abnehmer außerhalb der den Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirückvergütung von 4 Pfennig für den Zentner. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Gießen, den 7. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. fifieren. Da off Nr. 8. Obe Drud und Verl ( 23. Fortfe Die überr Worte übten tenden Loben durch das Hau auf Schluß de Als fich a Abstimmung Mehrheit fü stellte, da bega lidher Art, da Staufherr, die der Galerie wo nehmen mußte Jah danke tretend, währ fortwährenden Worte, um jo nischem Mund mutigen Män Ichöne Stadt." Ludj biele Rotter einen faal bedliggen, bon aufen ber Das tojene gleich, dem Komm meister, M Regen in di bersichert ei Chrift das Wegen Vornahme von Kabelverlegungsarbeiten wird Marktstraße von heute an bis auf weiteres für Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 9. Januar 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Auf der Volksbeweg Rede des T genden gen Leidenschaftl Noch begnüg unter dem S geftellten Wa farbe mit bei tungen zu beg Lages Arm heiteremt, biel bielföpfige W bürgermeister Mezzotti nic beugung anti Der Mäßigun Mit der e Menschenmaj famt dem hinwegipülen ichon zu Mo Den Freunder