dhe m ämlich m Ab. Tren dem fil auf itades, nd tat nofen. Schöp rt, wo ingen Troy. Bejen, runde 1½ chenfein Litter fünf 10= Stat Bitro durch 6, berrichtet nund Cauben ramm ebene O aus. ndeln, hälten fochte Effeln, Beber ahne reinTie Butter Maggi man cht. gene Schön. ohne alent." apagei Ort ge - бази ber Kandi Fache hlagen Nr. 212. ursco vigeplay 3 Timerma Fichteftr. 33 Dat. Neubett THE S GEP Erstes Blatt. Jasertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. hinen Act Ges tz 1. ver Samstag, den 9. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Tae Blatt erid eint an allen Werttagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Aufruhr in Tokió. Die Enttäuschung über die nach der Volksmeinung geringen diplomatischen Erfolge Japans in der Friedenskonferenz hat zu heftigen Unruhen in der japanischen Residenz geführt. Viele Tausende von aufgeregten Menschen veranstalteten lärmende Demonstrationen auf den Straßen, so daß es zu Zusammenstößen mit der bewaffneten Macht kam und Blutvergießen nicht vermieden wurde. Leider flackerte auch der Fremdenhaß mächtig auf. Ein Bolkshaufe brannte zehn christliche Kirchen und die Schule einer Missionsgesellschaft nieder. Der Grund für diese Angriffe auf die Fremden ist in der von Agitatoren verbreiteten Legende zu suchen, die europäischen Staaten hätten auch diesesmal wie bei dem Frieden von Shimonosefi Japan um den Preis seiner friegerischen Erfolge gebracht. Den äußeren Anlaß zu den Unruhen gab die Verhaftung von fünf die Massen beeinflussenden Männern, die heftig gegen die Regierung gehetzt hatten. Eine Protestversammlung wurde am Mittwoch veranstaltet, zu der sich hunderttausend Menschen einfanden, welche umflorte Nationalflaggen trugen. Die von der Polizei errichteten Absperrungen wurden einfach zerstört. In erregten Reden wurde die Fortfegung des Kampfes mit Nußland gefordert. Der jetzige Frieden sei eine Schande für die Nation. Den Kaiser wollte man durch eine Petition bitten, den Friedensvertrag nicht zu ratifizieren. in( Taunus) 8. Oktober Direktion Als die Leute den Park verließen, hörten sie, daß Graf Katsura und der Polizeipräfekt Adachi sich im Hause des Ministers des Innern befänden; sie griffen darauf das Haus an und schossen darauf. Die Menge gebrauchte gegen die Polizei Messer und Stöcke; tausende von Studenten hatten sich den Aufständischen angeschlossen. Bewaffnete Männer drangen in den Palast Katsuras ein und suchten nach dem Minister. Die Minister hatten sich aber bereits unter dem Schutz von Kavallerie in den Palast des Mikado begeben, dadurch entging Katsura dem ihm zugedachten Lose. Gegen Abend wurde der Lärm auf den Straßen immer größer. Der Palast des Ministers des Intern wurde gänzlich demoliert. Nach einer Reihe von Demonstrationen griff der Volkshausen an, fegte die Polizei fort und schlug die Torwege ein. Polizei und Dienstpersonal leisteten kräftigen Widerstand; doch die Tumultuanten schwärmten um sie her, drangen in das Palais ein und brannten es nieder. Schließlich gelang es der Polizei, wenigstens soweit Ruhe zu schaffen, daß die übrigen Ministerhäuser unzerstört blieben. Zweihundert Personen wurden verhaftet, jedoch zum Teil wieder freigelassen, da man die zu erwartenden Szenen bei der geplanten gewaltsamen Befreiung vermeiden wollte. Soweit bekannt geworden ist, wurden bei den Angriffen auf das Haus des Ministers des Innern eine Person getötet und 14 tödlich verwundet. Einer der Aufrührer sagte, man habe das Haus niedergebrannt, um die Aufmerksamkeit des Kaisers darauf zu lenken, daß das Volk mit den Friedensbedingungen unzufrieden sei; man wünsche, daß er sich weigere, den Friedensvertrag zu ratifizieren. Die Unruhen wiederholten sich am Donnerstag, so daß der Mikado den Belagerungszustand für Tofio anordnete. Stadtkommandant Safuma erließ eine Bekanntmachung, worin er das Volk auffordert, sich von den Aufrührern fern 81 halten. Ein kaiserlicher Ufas ermächtigt ferner den Grafen Katsura, alle Zeitungen zu unterdrücken, welche die öffentliche Ordnung stören. Das heißt also, die gesamte appositionelle Bresse fann suspendiert werden. Daraufhin ist der Zeitung Niroku bereits das Erscheinen verboten wor= den. Fortwährend durchziehen Haufen von Demonstranten die Straßen, man befürchtet die Einäscherung von weiteren Gebäuden. Um die aufgeregte Menge anscheinend zu beruhigen, wird von Newyork aus die Nachricht verbreitet, es eriſtiere noch ein Geheimvertrag mit Rußland, der Japan große Vorteile sichere. Doch findet die Meldung keinen Glauben. Plateaus die Linie Kleinfontein- Chamis. Der Marsch über die mit Felsgeröll bedeckte, von tief eingeschnittenen Schluchten durchzogene Hochfläche war außerordentlich schwierig. Die Truppen fanden tagelang kein Wasser. Sie mußten daher teilweise die Pferde zum Tränken nach dem Leberfluß zurücktreiben. Vor der Front wichen mehrere fleinere Hottentottenbanden nach Westen zurück. Eine stärfere, auf etwa 150 Reiter und 200 Fußgänger geschätzte Bande mit zahlreichem Vieh überschritt die Linie GorabDuwisib in nordwestlicher Richtung und wandte sich in Höhe von Nam nach Westen. Sie wird vom unteren Gorab aus durch die Abteilungen Maercker und Meister unter dem Befehl des Majors Meister verfolgt. Die Abteilung Koppy, verstärkt durch die 7. Batterie der Abteilung Lengerke, marschiert von Numis über Namtob auf Sinclair- Mine zur Säuberung des Tiras- Gebirges und der Aruab- Berge. Das Hauptquartier der deutschen Truppen verbleibt in Chamis. Hendrik Witboi hat erst vor furzem in einem Briefe erklärt, er denke nicht an Friedensschluß und Unterwerfung. Trotzdem aus den schon angeführten Gründen die Erbitterung gegen die Europäer ziemlich groß ist, ist kein Fremder getötet worden, obwohl mehrere Mißhandlungen vorgefommen sein sollen. Doch werden die ausländischen Gesandtschaften militärisch bewacht. Mehrere von ihnen, so die britische und russische, sollen angegriffen worden seir. Die allgemeine Erregung war gestern noch groß, Gardetruppen und Kavallerie gehen gegen die Menge vor. ie im Auslande lebenden japanischen Diplomaten sind der Meinung, die Regierung werde bald mit den Tumultuanten fertig werden, es handele sich nur um eine vorübergehende Erscheinung. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Aus Deutsch- Ostafrika kommt die Meldung über ein Gefecht einer kleinen Abteilung der Schußtruppe gegen die Aufständischen. Der deutsche Führer der Truppe fiel, die schwarzen Soldaten aber schlugen sich zu ihrem Bestimmungsorte durch. Ueber den Kampf wird berichtet, daß Sergeant Thiede, der von Liwali zum Entsaz von Songea mit zwölf schwarzen Soldaten ausgesandt war, mit seinem schwarzen Feldwebel am 26. August fiel. Die übrigen elf Soldaten erreichten Songea in guter Ordnung. Der Telegraph zwischen Kilwa und Lindi ist zerit In den aufständischen Gebieten von Deutsch- Südwestafrika hat das allgemeine Vorgehen gegen Hendrik Witboi begonnen. Die Truppen haben am 25. August den Vormarsch angetreten. Die Abteilungen Estorff und Lengerke erreichten nach Säuberung des Nananib- und Hanam* Dem Vernehmen nach ist die Einrichtung eines selb ständigen Kolonialamtes geplant. Das selbständige Ami soli einen Staatssekretär, einen Unterstaatssekretär und einen Direktor erhalten. Der engere Verkehr zwischen dem Auswärtigen Amt und dem projektierten Reichskolonialamt soll dadurch gepflegt werden, daß je ein Dezernent von beiden Aemtern als vermittelnde Persönlichkeit dient. * Im Monat August hat die Preissteigerung der wichtigsten Lebensmittel in Deutschland eine weitere Aufwärtsbewegung erfahren. Alles ist teurer wie im Vorjahre, im Gegensatz zu benachbarten Ländern. In Frankreich stehen die Preise durchweg unter denen des Vorjahres. Fleisch hat in Frankreich gegenüber 1904 eine erhebliche Verbilligung erfahren: für 1 Kilogramm wurden im Durchschnitt für alle Sorten 1904 1,79 Franken bezahlt, 1905 dagegen nur 1,65 Fr. Speck ging von 1,78 Fr. 1904 auf 1,70 Fr. im laufenden Jahre zurück. Butter notierte 1904 für 1 Kilogramm 2,94 Fr. gegen 2,79 Fr. im Jahre 1905. Aehnlich ist die Bewegung der Lebensmittelpreise in Belgien. * * Die Berliner Stadtverordneten- Versammlung beschäftigte sich mit der Fleischteuerung. Einstimmig wurde beschlossen, einen deutschen Städtetag einzuberufen, auf welchem eine gemeinsame Kundgebung gegen die Fleischteuerung erfolgen soll. Ebenso wurde die weitere Beratung der Angelegenheit in einer gemischten Deputation angenommen. frankreich. ** Der deutsche Gesandte Dr. Rosen, der über die Ma. rokko- Angelegenheiten verhandeln soll, hatte bereits eine Zusammenkunft mit dem Ministerpräsidenten Rouvier, bei der auch der deutsche Botschafter Fürst Radolin anwesend war. Wie verlautet, umfassen die jetzigen Verhandlungen den Konferenzort, die Anleihe, die Mole von Tanger und die Grenzpolizei. Als Konferenzort stände Tanger und eine Stadt in Südspanien in Frage. England. wurden bei einem nächtlichen Angriff auf holländische Patrouillen zwei Unteroffiziere und fünf Soldaten getötet und zwei Offiziere und 14 Soldaten verwundet. Die Angreifer wurden zurückgeschlagen und hinterließen 41 Tote. Die in den„ Trade Unions" organisierten englischen Arbeiter hielten in Hanley einen Kongreß ab, auf dem die Zollfragen einer lebhaften Besprechung unterzogen wurden. Die Gewerkschaftsvertreter nahmen schließlich mit sehr großer Mehrheit eine Resolution an, daß jede Abweichung von den Grundsätzen des Freihandels den Interessen der arbeitenden Klassen schädlich sei. Die Annahme dieser Resolution wird in Londoner Blättern als Beweis dafür betrachtet, daß die häufig aufgestellte Behauptung, die arbeitenden Klassen neigten der Zollpolitik Chamberlains zu, unbegründet sei. Spanien. Rufeland. ** Die Greuelszenen in Baku sind durch einen vorläufigen Friedensschluß zwischen Armeniern und Tataren beendet; es fragt sich nur, wie lange dieses Abkommen anhält. Der angerichtete Schaden ist enorm, die Feuersbrunst in dem Naphthagebiete ist nicht zu löschen, die Betriebe brennen aus. In Baku und anderen Städten wurde ein furchtbares Blutbad angerichtet. Ueber tausend Personen find getötet, mehrere Tausende sind verwundet. Der angerichtete Schaden wird auf 500 Millionen Rubel geschätzt. Die armenischen und christlichen Arbeiter, stellenweise auch das Militär, waren von Tataren umzingelt. Auf dem Grubenterrain in Balakany, wo eine beträchtliche Streifraft mit Artillerie zusammengezogen war, entstand eine wahre Schlacht. Banden, die in einem Hospital verschanzt waren, wurden mit Gewehrfeuer und Bajonett vertrieben; andere Banden griffen das Militärlager und das Vorratsdepot an, wurden aber durch Truppen zurückgetrieben. Balakany ist vollständig ausgebrannt; die Tataren schleppten alles, was nur den ge ringsten Wert hat, fort. Bibi- Gibat brennt noch. Vielfach töteten sich die Armenier gegenseitig, um den furchtbaren Grausamkeiten der mohammedanischen Bevölkerung zu entgehen. Armenische Männer töteten ihre eigenen Frauen, um sie vor mohammedanischen Verfolgern zu retten. Angesichts der Ereignisse in Schuscha, Baku und anderen Orten erbat General Schirinkine vom Statthalter die Genehmigung, in elf von den Truppenſtandorten abgelegenen Bezirken eine Landmiliz aufstellen zu dürfen, um mit dieser, die von Offizieren und Unteroffizieren der Lokaltruppen befehligt werden soll, die Wohnstätten der Armenier schützen zu können. ** Da die Urheber des Bombenattentats in Barcelona bisher nicht entdeckt sind, erheben sich heftige Anklagen gegen die Behörden. Die Regierung beabsichtigt deshalb, die Polizei in Barcelona zu reorganisieren und zu vermehren. Die vereinigten Präsidenten der verschiedenen Vereine in Barcelona haben beschlossen, auf Kosten der Vereine ein Polizeikorps zu gründen und eine Liga gegen die Anarchisten zu bilden. Niederlande. ** Die Regierung gibt amtlich Kenntnis von einem heftigen Kampfe in Niederländisch- Indien zwischen holländischen Truppen und Eingeborenen. Im Lande der Gajus Amerika. ** Ter Präsident Castro in Venezuela geht weiter gegen die französische Kabelgesellschaft vor. Castro hat den Leiter der französischen Kabelgesellschaft Brun ausgewiesen, weil dieser gegen den Erlaß, daß das Kabel geschlossen werden sollte, Protest erhoben hatte. Deer und flotte Die Kaiserparade von Homburg. Bei Nieder- Eschbach nahm der Kaiser die Parade über das 18. Armeekorps ab. Der Kaiser in der Uniform seines hessischen Regiments Nr. 116 war im Automobil auf das Paradeseid gefahren, die Kaiserin mit der Kronprinzessin zu Wagen, eskortiert von ciner Eskadron des bayerischen Ulanen- Regiments Kaiser Wilhelm II. Am Paradefelde angelangt, ritt der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie auf das Feld, übergab die neuen Fahnen mit einer Ansprache den Kommandeuren und ritt dann die Front der Kriegervereine ab. Beim Vorbeimarsch führte der Kaiser sein hessisches Regiment, sein badisches Regiment Nr. 110 und sein bayerisches 1. UlanenRegiment. Die Prinzessin Friedrich Karl führte in Uniform das Füsilier- Regiment( hessisches) Nr. 80. Nach Schluß der Parade ritt der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie und Standarten- Eskadron zwischen dem Kronprinzen und dem Prinzen Eitel- Friedrich nach Homburg zurück. Soziales Leben. Begründung eines Franenstifts. Der Verlagsbitt händler Adolf von Marks in Petersburg stiftete für die Er richtung eines Altfrauenstifts in Stettin 160 000 Mark. Fleisch- Vertriebsgenossenschaft. 76 Fleischermeister aus Kassel und Umgebung haben eine Aktiengesellschaft begründet zur Herstellung und zum Vertrieb von Fleisch-, Wild- und Geflügelkonserven und Wurstwaren, sowie zum Verkauf von Fleisch in frischem und bearbeitetem Zustande. Das Grundfapital beträgt 152 000 Mark. Nab und Fern. † Hochwasser und Ueberschwemmungen. Starke Regengüsse haben im südlichen Teile des Harz viel Unheil angerichtet. Besonders sind auch im Rhumetal in Hannover große Ueberschwemmungen vorgekommen. In Bad Lauterberg ist die Oder aus den Ufern getreten und hat an dem Neubau der Wehrbrücke arge Verwüstungen angerichtet. Bis Herzberg hinauf bietet der Lauf der Oder ein Trümmerfeld. Die Rhume hat auf Feldern und Aeckern arge Verwüstungen angerichtet. Es sieht im Rhume- und Leinetale trostlos aus. † Blutiger Ueberfall. In Greiz überfiel ein früherer Ressortchef der Firma Frisch und Gulden den Prokuristen im Comptoir und versetzte ihm mit einer geschliffenen dreiedigen Feile zehn Stiche. Das Gesicht des Ueberfallenen ist völlig zerfetzt, die Nasenwurzel ist verletzt, und außerdem hat er lebensgefährliche Stiche in Brust und Rücken. Es liegt ein Racheakt vor. Der frühere Beamte, der wiederholt wegen Nervenerkrankung in Behandlung war, führte gegen die Firma einen Prozeß und glaubte, daß der Profurist an seinem Unglück die Schuld trage. † Geglückte Fälschung. Eine gefälschte telegraphische Postanweisung in Höhe von 900 Mark ist durch einen Post: beamten in Berlin zur Auszahlung gelangt. Der Betrug glückte dadurch, daß der auszahlende Beamte nicht auf der Vorlegung von Ausweispapieren bestand, sondern sich mit der Angabe des Hotelwirts begnügte. Die Anweisung fam bon einem angeblichen Schlächtergesellen Kramer und war auch an einen Kramer gerichtet. † Fenersbrünste. In dem Magazingebäude der Werft Nordsecwerke zu Emden entstand ein großes Feuer, das in kurzer Zeit das Magazin einäscherte. In Finsterwalde zerstörte eine große Feuersbrunst Täschners große Del- und Mahlmühle, sowie einige Nachbarhäuser. + Bootsunglück im Kieler Hafen. Im Kieler Hafen wurde in der Nähe der Landungsstelle ein Boot, in dem sich eine Frau und zwei junge Mädchen befanden, von einem Dampfer überfahren. Ein Mädchen ist ertrunken; die Frau und das zweite Mädchen fonnten gerettet werden. † Aussichten für die Weinernte. Nachdem die Weinberge an der Mosel geschlossen sind, also eine Uebersicht über den Stand der Reben möglich ist, ergibt sich, daß die Herbstaussichten in solchen Lagen, die hauptsächlich für den Versand in Betracht kommen, als gute bezeichnet werden können. † Der Burengeneral im Zirkus. In weiten Kreisen ist es unliebsam aufgefallen, daß der Burengeneral Cronje in Newyork in einer öffentlichen Aufführung seine Gefangennahme für Geld zum besten gibt. Jetzt hat Cronje auch noch die Gesellschaft, in deren Diensten er die Darstellung mimte, auf Zahlung von 10 000 Mark rückständigen Honorars verflagt. In einer Kundgebung an das Publikum beklagt er sich bitter, er habe auch an Sonntagen arbeiten" müssen, und sei nicht angemessen behandelt worden, er sagt:„ Ich habe mich während meiner Tätigkeit bei der„ Kriegsschau" über tausendmal an der Spitze meiner Truppen ergeben. Wir ergaben uns dreimal täglich, morgens, nachmittags und abends, und gegen meine Ueberzeugung habe ich mich sogar, in finanziellem Interesse der Gesellschaft, an Sonntagen ,, ergeben". † Unglücksfall bei der Ernte. In Wesenberg stürzte ein Arbeiter beim Transport von ausgedroschenem Stroh so unglücklich vom Wagen, daß der Kopf fast gespalten und das Gehirn bloßgelegt wurde. † Felsen- Einsturz. Bei Havre ist ein großer Teil der Falaise, des Kreidefelsens an der Küste, eingestürzt. Der Scheinwerfer und die Batterie, die sich auf dem Felsen be fanden, sind mit in die Tiefe gestürzt. Der ebenfalls auf dem Felsen befindliche Staatssemaphor mußte geräumt merden. Unter den Felstrümmern wurde die Leiche eines deiudes aufgefunden. † Per Molo in Triest gesunken. Infolge einer Nuts jung des schlammigen Bodens sant um zirka zwei Meter die Spize des neuen Molo Della Sanita" und zwar in seiner ganzen Breite von 76 Metern und einer Länge von 60 Metern. Abgerutscht sind zirka 300 große Kunstblöcke der Umfassungsmauern, durch deren Wiederherstellung eine mehrmonatliche Verzögerung beim Bau eintreten wird. Von der Cholera. Der choleraverdächtige Fall in Berlin hat sich als harmlos herausgestellt. Le von ärztlicher Seite verlautet, ist bei dem in der Friedens caße verstorbenen Holzschneiderei- Besizer Zyrus nach dem bduktionsbefunde und der bakteriologischen Untersuchung Choleraverdacht ausgeschlossen. An einigen Orten des infizierten Gebietes liegen wieder einige neue Fälle vor, so in Kulm elf Erfrankungen und fünf Todesfälle. Auch in Lübeck hat der Senat den Verfehr russischer Auswanderer untersagt, und auf der Schelde werden die von der Weichsel aus Königsberg kommenden Schifte in Quarantäne gelegt. † Mit ihrem Chauffear durchgebrannt ist die Tochter eines Millionärs in Berun. Die Flucht, natürlich per Automobil, erfolgte nad) Hamburg, von dort per Dampfer nach London, wo sich das Pärchen mahrscheinlich trauen lassen wird. Die † Erdbeben in Süd- Italien. Sehr ernste Nachrichten kommen aus dem südlichen Italien, wo ein starkes Erdbeben mit weiter Ausdehmmg viel linheil angerichtet hat. Die Städte Pizzo, Monteleone und Mortirano liegen nahezu in Trümmern. Zahlreiche Menschen sind zu Schaden gekommen. In Stefanaconi stürzten sämtliche Häuser ein, an hundert Personen liegen unter den Trümmern. Dörfer Piscopio und Triparni sind ebenfalls zerstört. Trupben sind zur Hilfeleistung in Monteleone eingetroffen. Auch in Martirano( Distrikt Nicasto) sind alle Gebäude einSechs schließlich der Gendarmeriekaserne eingestürzt. Schwerverwundete wurden unter den Trümmern hervorgezogen, mehrere Personen sind verschüttet. In Catanzaro dauerte das Erdbeben 18 Minuten; Mauern sind eingestürzt, im Hospital wurden zwei Kranke verlegt. Die erschreckte Bevölkerung verließ die Häuser. In Monteleone di Calabria wurden 27 Insassen des Gefängnisses verletzt. In Messina flüchtete die Bevölkerung aus den Häusern, ebenso aus Reggio di Calabria. Aus Castellamare, Neapel und Florenz werden leichte Erdstöße gemeldet. † Zwanzigtaniend Menschen umgekommen. In China wütete ein furchtbare: Taifun, der schwere Opfer, auch an Menschenleben, forderte. Zwanzigiausend Menschen büßten ihr Leben ein. Die Verluste an Eigentum werden auf fed zehn Millioner. Taels geschätzt. Verfunkene Herrlichkeit. 1 - Der Nachlaß der Obrenowitsch. Eine Auktion über den achtaf, der früheren serbischen Königsfamilie:- das ist das Neueste, was den Wienern dargeboten wird. Die Königin Natalie, die letzte von der Familie, hat jetzt die Ordnung des Nachlasses in die Hand genommen oder vielmehr der Reste, die noch von dem Besitz der Dynastie übrig geblieben ist, die in der Mordnacht vom 10. Juni 1903 einen so schreckensvollen Ausgang nahni. Vieles ist da vernichtet und sodann mit dem alten Belgrader Sonaf verbrannt. Was an Privateigentum Milans und Aleranders gerettet wurde, hat Natalie in drei Gruppen geteilt. Alles, was den unglücklichen Sohne der schwergeprüften Frau gehörte, i dem Kloster Kruschedol, der Bearäbnisstätte Milane, über. iesen. Alles, was für die Geschichte Serbiens historische Bedeutung besitzt, wie Milans weltberühmte Waffensammlung, ist dem serbischen Nationalmuseum übergeben. Das meiste aber ist dem Dorotheum zu Wien zu dem Zwecke überlassen, um aus dem Erlöse wohltätige Stiftungen ins Leben zu rufen. Nicht weniger als 1166 Auktionsnummern umfaßt dieser Rest dereinstiger serbischer Königsherrlichkeit. In ganzen Waggonladungen sind die Sachen von Belgrad nach Wien geschafft und dort in zwölf der größten Säle des Dorotheums bon Künstlerhand aufgestellt worden. Zunächst ist die Ausstellung gegen Eintrittsgeld geöffnet, dann folgt vom 10. Oktober ab die Auktion sämtlicher Gegenstände. Es ist unmöglich, eine eingehende Beschreibung aller dieser tausend Sachen zu geben. Immerhin lohnt sich ein furzer Blick auf den Inhalt der Ausstellungssäle. Durch das Schlafzimmer der Hofdame der Königin gelangt man in das arabische Zimmer und in das Schlafzimmer der Königin Natalie mit prächtigem Bette, Links ist das Fremden-, Speise- und Toilettezimmer des Königs Milan aufgestellt, rechts die Einrichtung der Adjutantur, fleinere Salongarnituren der Hofdamen, endlich das Empire- Schlafzimmer Milans. Einen prächtigen Anblick gewährt der Silbersalon, so genannt, weil hier alle Möbelrahmen versilbert sind, der Lilasalon, die alte Rokokogarnitur des Fürsten Michael. Dann kommt man zu dem Silberschatze und dem Tafelgerät; der königliche Nachlaß umfaßt nicht weniger als vierundzwanzig verschiedenartige Tafelservices. Ferner sind da die Gemälde, antike Skulpturen und echte Empiremöbel. Von den im Jahre 1868 ermordeten Fürsten Michael sind in dem Nachlasse Empire- und Rokokogarnituren und andere mertvolle Sachen. An Alexander erinnern der Silberschrant mit den prächtigen Barockbestecken, Tassen und Schüsseln, ein großer, in Filigran gearbeiteter Bilderrahmen, eine große, herrliche Meißener Vase, endlich ein Geschenk des Sultans, der wertvolle, aus der faiserlichen Privatfabrik stammende Seidenteppich. Das gesamte Mobiliar und die teilweise wirklich prunkvolle innere Ausstattung der Wohnund Repräsentationsräume mit ihrem reichen Schmuck an alten orientalischen Teppichen von seltener Schönheit, an Wandbehängen, Gobelins, Bildern, kostbarem Porzellan, Majolifen, alten Fayencen, darunter vielen Geschenken ge krönter Häupter, rühren von König Milan her. Das alles gelangt nun unter den Hammer.- Sic transit gloria mundi. Die Einrichtung eines Königsschlosses im Auktionssaal! Kunft und Wiffenfchaft. CR Nene Nordpol- Expedition. In Dawson City im Yutongebiet in Nordamerika wurde der Plan zu einer neuen Expedition zur Entdeckung des Nordpols gefaßt. Sie soll im Juni 1906 ihre Reise antreten auf Kosten der in Dawson domizilierenden Internationalen Gesellschaft für Polarforschungen". Der Plan für die Expedition wurde von dem aus Paris nach Dawson gelangten Dr. Varicle entworfen. Er erklärt, sämtliche früheren Polarforscher hätten ihre Erpeditionen in einer Weise geführt, die von Reisenden, die im arktischen Gebiete Erfahrungen besigen, niemals gebilligt worden wäre. Daß die Leute von Yukon für eine NordpolExpedition ein sehr geeignetes Material sind, läßt sich nicht bestreiten. Sie reisen oft wochenlang und schlafen bei arttischer Kälte, nur mit einem Pelzanzug bedeckt, unter freiem Himmel. Sie rühmen sich, mit Schlitten und Hunden mehr leisten zu können, als frühere Forscher. So hat beispielsweise Nansen ihrer Ansicht nach einen großen Fehler gemacht, indem er zu leichte Hunde für seine Schlittenreisen berwendete. Die Nansenschen Hunde wogen etwa 50 Pfund, während die Leute von Yukon zu ihren Schlittenfahrten teine Hunde verwenden, die weniger wiegen als 100 Pfund. = Vermischtes. - Mittel gegen den See- Nebel. Um die durch den Nebel verursachten Schiffszusammenstöße auf dem Meere zu verhüten, hat der Ingenieur Hülsmeyer in Düsseldorf einen Apparat erfunden. Mit diesem, Telemobiloskop genannten Apparate können eiserne Schiffe auf weiteste Entfernungen miteinander signalisieren. Von dem beobachtenden Schiffe wird ein Bündel elektrischer Wellen in schräger Linie auf das Meer geworfen, wobei der Apparat sich automatisch nach allen Richtungen hin dreht und den Horizont nach Schiffen absucht. Da nun die elektrischen Wellen die Eigenschaft haben, von metallischen Gegenständen reflektiert zu werden, so wirken die Wellen des Senders immer dann auf den gleich nebenan angebrachten Empfänger ein, wenn sie von einem in größerer oder geringerer Entfernung kreuzenden Schiffe zurückgeworfen werden. Auf diese Weise kann nicht nur die Richtung des sich nähernden Schiffes festgestellt, sondern auch aus dem Neigungswinkel des Wellenbündels zur Horizontalebene die Entfernung des Schiffes berechnet werden. Kaiserparade. Das Wort„ Kaiserparade" ist wie ein elektrischer Funke, es hat helle Begeisterung unter die ganze Be bölkerung Hessens und Hessen- Nassau gebracht; aus allen Windrichtungen von weit her famen sie herbeigeftrömt, Manöverbummler, Mann und Frau, bepackt mit Taschen und Rucksäcken; dann in geschlossenen Kolonnen die Kriegerbereine, die wieder einmal dem obersten Kriegsherrn und seinem Hause die alte Soldatentreue befunden wollten. | Straßen und Feldwegen für Manchen das Vorwärts. tommen zu langsam ging, wurde querfeldein, über schlüpfrige Kartoffel- und Rübenfelder die Richtung genommen. Auf dem Es war ein herrlicher Anblick, in so früher Morgendämmerung und trotz des niederfallenden feinen Regens von der Anhöhe aus die einzelnen Regimenter, die Infanterie in weißen Paradehosen, die Kavallerie mit ihrer vielseitigen bunten Uniform und dazwischen das Artilleriegeraffel, heranrücken zu sehen. Dann wieder ebenfalls endlose Reihen von Civilisten, Radfahrern, die ihr Stahlroß selbst drücken mußten. Zuschauer hoch zu Pferd und das unermeidliche Töff- Töff brachten in die langen Marschkolonnen mitunter recht unstebsame Störungen. Rechts ranngehen" erschallte das Offizierstommando, das Publikum dagegen rief: 3um Kudud, mer zohle doch ach Steuern!" Aber es half alles nichts. Unter solchen und noch vielen anderen Abwechslungen bergaß man ganz den Regen. Nachdem auf den Paradefeld herrschte schon lange das bunteste Treiben. Vor uns die Tribüne, von deren hohen Fahnenstangen deutschen, hessischen, badischen und bayrischen Landesfarben herabgrüßten. Zu beiden Seiten, halb schräg dahinter, ein selten zahlreich großer Wagenpark. Außer. halb des Drahtzaunes, an welchem alle 10 Meter Poften standen, hatten sich ebenfalls viele Zuschauer angesammelt, welche unverdrossen, den Schirm aufgespannt, des Schauspiels harrten, das da in wenigen Minuten 40 000 Mann Soldaten bon ihm sein Schwag werden mit flürmi fomm Regimenter einer Linie, was Einen ganz ungewo gewehr Abteilung mus fich erft an bi auffallend, wie raja Gefichtstreis entfch Train vorbei. Die Parade prinzeffin an ber Bagen eine Estab bas Parabefelb, hin Einen besonders lie Geffen mit ihren R fleibung, im Wagen. Der Kaifer bie bann unter Hurr langfamem Brit Befolge, von dem fich der Paradepla waren fchwarz beb Ausgezeichnetes es auch am Morge gegeben hatte, fo des 18. Armeekorps in Scene gesetzt werden sollte. Die sämtlichen Truppen in ihrer Paradeaufstellung zu überschauen, fonnte man nur von der Tribüne mit einem guten Feldstecher und dann auch nur, wenn der Himmel sich etwas erhellt hatte. Ueber den weiteren Verlauf der Parade, wie auch der übrigen Stunden lassen wir einen unserer Mitarbeiter, der das Vergnügen hatte, unter den Vordersten mit zu sein, berichten: Der Extra- 3ug der Kriegerbereine Oberhessens war voll besetzt. In Bonames an gekommen, stellten sich die Bezirke zum Abmarsch auf. Die ganze Straße glich einer Völkerwanderung, Kopf an Kopf gedrängt, marschierten die Besucher dem Ziele zu. Die Kriegervereine stellten sich gleich bei der Ankunft auf dem Paradefeld in der vorgeschriebenen For mation auf, rechts Hessen- Nassau, links die Kriegerfameradschaft Hassia. Es war eine stattliche Zahl alter Krieger angetreten. Gegenüber, in ziemlicher Entfernung, standen die Truppen. Almählich füllte sich der Platz vor und auf der Tribüne. Punkt 9 Uhr zeigte donnerndes Hurrah an, daß der Kaiser angekommen war.- Nachdem die neuen Fahnen übergeben waren, kam der Kaiser von rechts zu den Kriegerbereinen, ein brausendes Hurrah erscholl, die Hüte flogen von den Köpfen, Stöcke und Schirme an die Seite und langsam wurden die Fahnen gesenkt und wieder gehoben. Erellenz Hof überreichte den Frontrapport. Mit den Worten: ,, Guten Morgen, Kameraden, es freut mich, daß Ihr so zahlreich hier erschienen seid!" begrüßte der Kaiser die alten Arteger. Als Antwort erschallte ein fräftiges Guten Morgen, Majestät!" In ruhigem Tempo ritt der Kaiser die Front ab und begab sich dann zu den Regimentern. - " Kurz nach 10 Uhr hörte man wiederum lautes Hurrah, der Kaiser war vor der Tribüne angekommen, umgeben von all den vielen deutschen und ausländischen Fürstlichkeiten und geladenen höheren Offizieren. Nun waren die alten Krieger trotz allen Kommandierens und Scheltens nicht mehr zu halten; die Leute wollten auch von der Parade etwas sehen, was ihnen in Rücksicht auf die Ausgaben auch nicht verdacht werden kann. Der Kaiser trug die Uniform seines Gießener Regiments, auf dem Helm den Federbusch in hessischen Farben; über der Brust das Band des Schwarzen Adler- Ordens und um den Hals die Kette des Hohenzollernschen Hausordens. Die Kaiserin hatte im sechsspännigen Wagen, an ihrer Seite die Kronprinzessin, die Truppen Front mit abgefahren. Anwesend war ferner der Kronprinz, eine schlanke Erscheinung, nach allen Seiten sehr freundlich sich zeigend, die Prinzen Heinrich, Eitel Friedrich, Adalbert und Albrecht von Preußen, Prinz Leopold von Bayern, der Kronprinz von Griechenland, Prinz Arthur von England, Prinz Harald von Dänemark u. s. w. Unter allen aber war bemerkbar die schöne, elegante Erscheinung unseres Großherzogs. Als er auf dem Paradefeld angekommen war, mußte er an seinen Hessen vorbei, welche ihn mit freudigem Hurra begrüßten. Nun begann der Vorbeimarsch in Regimentstolonnen. In strammer, vorzüglicher Haltung marschieren die Regimenter an ihrem oberstern Kriegsherrn vorbei; die Prinzessin von Hessen setzte sich an die Spize ihres Regiments, dessen Uniform sie trägt. Elegant, in schlankem Bolte reitet sie an die Seite des Kaisers, welcher ihr mit Händedruck seinen Dant abstattet. Die 115er fommen an die Reihe; der Großherzog setzte sich an die Spige derselben und führt sie am Kaiser vorüber. Dann tamen unsere 116er. Der Kaiser gibt seinen Marschallstab an seinen Flügeladjutanten ab, seßt sich an die Spitze des Regiments, zieht den Degen und laut hallt sein Kommando über den Platz. Er führt es am Großherzog vorüber, reitet an die Seite desselben und: ,, Gut!" schallt es als Anerkennung für seine vorzügliche, stramme Haltung dem Regiment entgegen. Als Anerkennung und zum Ausdrud seiner Zufriedenheit verlich der Adlerhöchste Chef dem Regiment seine Büste. Das Publikum auf der Tribüne brach in lebhaften Beifall aus, als das Regiment vorbeimarschierte, und alle waren der Meinung, daß das Regiment das beste gewesen sei. So marschierte Regiment auf Regiment vorbei. Ja der Ferne tauchen im frischen Morgenwinde luftig wehende Fähnlein auf: weiß- blaue, rot- gelbe, schwarz- weiße. Wirklich, ein herrlicher Anblick! Der Großherzog feßt sich an die Spiße seiner Garde- Dragoner und führt sie ebenfalls an dem obersten Kriegsherrn vorbei. Lustig schmettern die Trompeten, der Kaiser setzt sich an die Spize seines Bayer. Ulanen- Regiments, hinter ihm Prinz Leopold von Bayern und der Kronprinz, der die Ulanen- Uniform trug. Vorläufig war er noch in Rittmeister Uniform, aber da er an der Stelle eines etatsmäßigen Stabsoffiziers ritt, muß man annehmen, daß das Manöver ihm Beförderung bringt oder schon gebracht hat. Die Kavallerie ft vorbei und hinten fommt die Artillerie, und wieder setzt sich der Großherzog an die Spiße seines Regiments, des 25., hinter W auf und es es wa war es gedrängt, höchft felten etm Man hat es wie folche Menge w glänzende Auf hause zum P 116er. Heenh gartens. Pur der Lodruf haufe auf. Si liche Paar, un Gefolge Blak gößte das Ob Bapfenftreiches das Gebet, dan flängen fegte Inftrumente Es war ein he ftummt und prächtiges und Augen entroute Nun dräng welche verspäte Plattformen wo diefem Gedräng Nene 3 zu einer langft ge Bom 1. Oftober zwei neue Büge b aus Gießen und t geht ab Fulda n abends in Gießen findet. Beide 8 zur Beit verkehre mit dem 1. Oftob * Güter E den preußischen S ift, eine geeignete zu machen, so daß 31 60 Rilometern Auch eine neue fel worden. Ihre Ei einem fredlichen Welt 木 津 beftbekannten Fir den Handel gebrad zu fein scheint. anftrengendfte un Tag des Baichi mitglied an biefe im Hause. Eir allgemeine und Hausfrauen a notwendige mo Recht den Nar bon größter blüffend einfac die Maschine in jeder praft am Samstag, veranstaltete fonders aufmer ** Vich 1393 Stüd Ri und 29 Fohle 20. September 6. September * Sie we Amtsgerichtstafel Amtsgerichts ange Schwant, geb. 4. Schwant, geb. 5. werden, fich Diens Amtsgericht einzu erfolgen wird. D 112 Jahre und fein milite, fo tann Borwärts dein, über ichtung ge Bor uns ngen die en Landes alb schräg rf. Außer eter Boften auer an fgespannt, Minuten te. Die g zu übermit einem er Himmel , wie aud itarbeiter, erften mit eOber es an arsch auf. ng, Stop em Ziele der Anmen For Strieger Bahl alter cher Ents füllte fich nft 9 Uhr Raiser an nen überEn Arieger die Hüte me an die sentt und Den Front ameraden, en seid!" Antwort Majeftät!" t ab und es Hurrah, ngeben von teiten und Arieger r zu hal was ſehen, nicht ber Orm feines Federbusch Band des e Rette bes te im fechs ingeffin, bie ferner der Seiten sehr el Friedrich Leopold von Arthur von Unter allen ung unseres Ommen war, it freudigem giments marschieren borbei; die Spige ihres fchlantem rihr mit mmen a ie Spige n famen allftab ant Spize bes Rommando og borüber, allt es als altung bem Bufrieden iment feine in lebhaften de, und alle befte gewefen borbei. Ja Hig wehende Wirklich, st fich an te ebenfalls mettern bie eines Bager bon Bayern trug. Bor aber ba er ritt, muß erung bring der Groß borbei unb 25., hinter ihm sein Schwager Prinz Heinrich von Preußen. Beide werden mit stürmischem Jubel begrüßt. Sämtliche ArtillerieRegimenter fommen vorzüglich vorbei, die Geschüße in einer Linie, was das Publikum zu lautem Beifall hinriß. Einen ganz ungewöhnlichen Eindruck machte die Maschinengewehr- Abteilung in ihrer kleidsamen Uniform; aber man muß sich erst an dieselbe gewöhnen. Das aber war wirklich auffallend, wie rasch die Farbe derselben die Truppen dem Gesichtstreis entschwinden ließ. Zulegt marschierte der Train vorbei. Die Parade war beendet. Die Kaiserin, die Kronprinzessin an der Seite, verließ, lebhaft begrüßt, vor dem Bagen eine Eskadron des bayerischen Ulanen- Regiments, das Paradefelb, hinter ihr fuhren die anderen Herrschaften. Einen besonders lieblichen Anblick bot die Prinzessin von Hessen mit ihren Kindern, prächtige Jungen in Matrosentleidung, im Wagen. Der Kaiser hielt noch eine furze Kritik ab und ritt dann unter Hurrahrufen der begeisterten Menge in langsamem Schritt, hinter ihm das farbenprächtige Gefolge, von dem Paradefelde ab. Almählich leerte fich der Paradeplag, ebenso die Tribüne. Die Straßen waren schwarz bedeckt von den abziehenden Menschen. Ausgezeichnetes Wetter begünstigte das Ganze. Wenn es auch am Morgen hier und da einen fleinen Spriter gegeben hatte, so flärte sichs aber nach und nach wieder auf und es es war staubfrei und nicht zu heiß. In Homburg war es gedrängt voll und für Geld und gute Worte höchft selten etwas zu haben, dazu sündhaft teuer. Man hat es wiederum auch hier nicht verstanden, eine solche Menge nur annähernd zu befriedi zen.- Gine glänzende Auffahrt war um 61/2 Uhr vor dem Sturhause zum Parademahl. Die Musik stellten die 116er. Feenhaft schön war die Beleuchtung des Kurgartens. Punft 9 Uhr ertönte Trommelschlag und der Lockruf. Die Musikkorps marschierten vor dem Kurhause auf. Hier hatten das Kaiserpaar, das Kronprinz liche Paar, unser Großherzog und das gesamte große Gefolge Plaz genommen. Melodie auf Melodie ergözte das Ohr, bis daß die brausenden Klänge des Zapfenstreiches ertönten. Entblößten Hauptes hörte man das Gebet, dann Trommelwirbel und unter den Schlußflängen setzte sich die riesige Musikerschar, die gleichen Instrumente zusammen, in Bewegung und zog ab. Es war ein herrlicher Anblick. Die Klänge sind verftummt und vorbet ist der Tag, welcher uns ein prächtiges und mächtiges militärisches Bild vor den Augen entroute. Nun drängte alles nach dem Bahnhofe. Die Züge, avelche verspätet abfuhren, waren überfüllt, selbst die Blattformen waren besetzt. Ein reiner Zufall, daß bei diesem Gedränge fich kein Unfall ereignete. Cokales. 9. September 1905. *** Neue Züge. Die Eisenbahn- Verwaltung hat sich zu einer längst gewünschten Verkehrsverbesserung entschlossen. Bom 1. Oftober ab werden auf der Strecke Gießen- Fulda zwei neue Züge verkehren. Der eine geht 5 Uhr 50 morgens aus Gießen und trifft 8 Uhr 40 in Fulda ein. Der Gegenzug geht ab Fulda nachmittags 5 Uhr 10 und läuft 7 Uhr 41 abends in Gießen ein, wo er Anschluß nach Limburg- Koblenz findet. Beide Büge führen sämtliche Wagentlassen. Der zur Zeit verkehrende Frühzug Gießen- Salzschlief kommt mit dem 1. Oftober in Wegfall. * Güter- Eilzüge dürfen in absehbarer Zeit auf den preußischen Staatsbahnen fahren, nachdem es gelungen ift, eine geeignete durchgehende Bremsvorrichtung ausfindig zu machen, so daß Güterzüge mit einer Geschwindigkeit bis zu 60 Kilometern in der Stunde ohne Gefahr laufen können. Auch eine neue selbsttätige Kuppelung ist mit Erfolg erprobt worden. Ihre Einführung wird viele Bahnbedienstete vor einem schrecklichen Tode bewahren. " ** Weltwunder" nennt sich eine von der Gießener beftbekannten Firma Brüder Schmidt neuerdings in den Handel gebrachte Neuheit, welche von größter Bedeutung zu sein scheint. Wie wohl genugsam bekannt, ist die anftrengendfte und zugleich unangenehmste Hausarbeit der Tag des Waschfestes". Mit Grausen denkt jedes Familienmitglied an diesen Tag des Umsturzes und der Revolution im Hause. Eine Erfindung, die nun geeignet ist, hierin allgemeine und gründliche Abhilfe zu schaffen und unseren Hausfrauen auch bei dieser mühseligsten Hausarbeit die notwendige maschinelle Hilfe zu bringen, verdient wohl mit Recht den Namen„ Weltwunder". Es ist eine Waschmaschine bon größter Leistungsfähigkeit, verbunden mit einer verblüffend einfachen und finderleichten Handhabung; dabei ist die Maschine unverwüftlich und so billig, daß dieselbe bald in jeder praktischen Familie vertreten sein wird. Auf das am Samstag, den 16. September, von genannter Firma beranstaltete Probewaschen sei an dieser Stelle nochmals besonders aufmerksam gemacht. *** Viehmartt zu Gießen. Bei dem am 5. und 6. September stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1393 Stüd Rindbieh, 847 Schweine, 257 Pferde und 29 Fohlen. Der nächste Markt findet am 19. und 20. September statt. Am letzteren Tage auch Krämermarkt. * Sie werden wohl nicht kommen. An der Amtsgerichtstafel zu Mainz ist ein Ausschreiben des dortigen Amtsgerichts angeheftet, nach welchem die Herren Joh. Wilh. Schwant, geb. 4. März 1793 in Mainz und Engelbert Schwant, geb. 5. Januar 1800 in Mainz, aufgefordert werden, sich Dienstag, den 3. April 1906 auf dem dortigen Amtsgericht einzufinden, widrigenfalls die Tobeserklärung erfolgen wird. Da nun zurzeit Herr Joh. Wilh. Schwant 112 Jahre und Herr Engelbert Schwant 105 Jahre alt fein müßte, so fann man wohl schon darauf wetten, daß der Einladung des Amtsgerichts feiner der alten Herren Folge Lehrer i. B. dahier. Georg Friedrich Stohr, 79 Jahre leiften wird. alt, Schloffer dahier. 8. Pauline Bapst, geb. Plant, 60 Jabre alt, Rentnerin dahier. ?? Laubach, 8. September. Historische Quellen. Hier ist Bibliothekar Dr. Ebel aus Gießen eingetroffen, um an Ort und Stelle das Gräfliche Archiv zu durchforschen. Dr. Ebel hat in Gemeinschaft mit Prof. Sauer- Gießen die Bearbeitung des den Kreis Gießen umfassenden Teils des Sammelwerkes„ Die historischen Kunstdenkmäler Hessens", das im Auftrag der Regierung herauszugeben ist, übernommen. Dr. Ebel wendet ſein Studium hier hauptsächlich der Bibliothek des Klosters Arnsburg zu, die vor einigen Jahren mit den Archiv- Akten in das hiesige Schloß über. geführt wurde. ** Weilburg, 8. September. Sonntag, den 10. d. M. findet hier die Hauptversammlung des Lahntalverbandes statt. Der Verband hat durch seine rege Tätigkeit ständig mit an der Hebung des Verkehrs an der Lahn gearbeitet. ? Marburg, 8. September. Die Immatrikulationen an hiesiger Universität für das Wintersemester beginnen am 16. Dttober. > Alsfeld, 8. September. Die Dekanatssynode Alsfeld fand hier Mittwoch statt. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 12. Sonntag nach Trinitatis( 10. Sept.) predigt: 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Kor. 4, 16-18. Lied Nr. 355. Feier des heil. Abendmahls, wozu die Beichte Samstag, nachm. 2 Uhr und für solche, die am Samstag dringend verhindert sind, eine Nachbeichte Sonntag, vorm. 3/410 Uhr stattfindet. 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: 2 Kor. 3, 4. Lied Nr. 239. In beiden Gottesdiensten Erhebung einer Kollefte für die Erbauung einer evang. Kirche zu Würzburg. Marktberichte. § Darmstadt, 8. September. Das am 25. September zusammentretende Schwurgericht für Starkenburg wird u. a. auch gegen die Offenbacher Kindesraubmörderin Lok Big. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 setto verhandeln. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 8. September 1905. Wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einem zehn. jährigen Mädchen, wurde der Arbeiter Jakob Göbel zu Gießen in eine Buchthausstrafe von 3 Jahren genommen und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre aberkannt. Friedrich Schindler aus Windorf und Mar Jena aus Neustadt haben zwischen Alsfeld und Lauterbach in der Zeit vom 29. bis 31. März eine Reihe von Beschädigungen an Brücken, Geländern, Warnungstafeln, - - Bäumen u. dergl. verursacht. Sie wurden zu je 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Friedrich Heinrich Rohn von Stockheim hat sich an einem 10jährigen Schulkinde unfittlich vergangen. Urteil: 7 Monate Gefängnis." Taglöhner Heinr. Dechert von Münster hat einem Arbeiter zu Gießen eine Fahrradluftpumpe entwendet, wofür er durch das Schöffengericht zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. Seine Berufung wurde verworfen. Literarisches. Brockhaus Kleines Konversations- Lexikon soll in fünfter, völlig neubearbeiteter Auflage am 15. Dft. in Heften zu erscheinen beginnen. Die Wahl des Ausgabe. tages, an dem die Firma gerade 100 Jahre besteht, läßt erwarten, daß das zweibändige Wert dem Berleger zur Ehre gereicht und daher so schön und z.oeckmäßig ist, daß es jedem Deutschen eine Freude sein wird, den„ Kleinen Brockhaus" zu erwerben. Gießener landwirts@ aftlicher Wetterbien. Boraussichtliche Witterung in Heffen für Sonntag, den 10 September. Wolfig, Temperatur wenig verändert, den 10 September. Wolfig, Temperatur wenig verändert, geringer Regen. ( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Bieber 9. Sepbr. Aus dem heutigen Wochenmarti tofteter Butter per fb. 110-1.20 M., Hubnereler per Stild 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pig., Käsematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar 01. 0.80-1.00, Hühner per Stud Mr. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Entex per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 fa., Osenfleisch per Pfb. 72-82 Bfg., Rindfleisch ber Pfb. 70-72 Pfg. per Pfd Schweinefleisch 76-86 fg. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.90 Bfg., Kalbfleisch per Pfb. 70-80 5.00-700 m., Zwiebeln per 8t mit. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 f. pe. Stud, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr.. Zwetschen des Zentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg Milch per Lite: 20. Pfg. Dauer der Marktzet von 7 Uhr morgens bis 1 Ub: nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Markizeit im Umberziehen feilgeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 5 Schlosser, 7 Schreiner, Schneider, 1 jüngerer Friseur, 1 Weißbinder, 2 Hausburschen, Lauffrauen und Laufmädchen, Haus- und Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Schreiner, 1 SchuhEs suchen Arbeit: macher, 1 Schreiber. 2 Schmiede, 1 Epengler, 1 Maschinist, 1 Strickerin, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Weißbinder, Maurer oder Taglöhner, 1 Fahrbursche, Lauffrauen und Laufmädchen, 1 Taglöhrer für leichtere Arbeit, Auslaufer, Haus- oder Bureaudiener, Bureaugehilfen und Kassiere. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. ,, Der Erfolg war grossartig." Es ist für uns eine besondere Genugtuung, täglich aus erster Hand zu erfahren, daß Scotts Emulsion fortwährend von zahlreichen Personen empfohlen wird, die mit dem Präparat selbst günstige Erfolge erzielt haben, wie z. B. der folgende Brief beweist: Stuttgart, Rötestraße 65, den 2. Februar 1905. Der Erfolg mit ihrer Scotts Emulsion bei meiner kleinen, jezt bald zweijährigen Tochter Lina ist großartig. Das Kind war infolge mehrfacher schwerer Lungenentzündung so schwach und zurückgeblieben, daß sie vor wenigen Monaten nicht allein ſizen fonnte und uns große Sorge machte. Seit dem Gebrauch von Scotts Emulsion hat die Kleine sich innerhalb einiger Wochen ganz erstaunlich gekräftigt: Appetit und Schlaf sind gleich gut bei ihr, sie entwickelt. Auch sind während der Zeit sechs Zähne bei ihr durchgekommen, ohne daß ihr dies irgendwelche Beschwerden verursacht ( gez.) Josef Höhlein und Frau. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. ist munter und rotbackig geworden und hat sich förperlich viel mehr Geborene. Am 26. Auguft. Taglöhner Karl Wagner eine Tochter, Anna Helene. Installateur Wilhelm Hamel eine Tochter. 28. Schuhmacher Heinrich Wiegand ein Sohn, Karl. 30. Bauaufseher Aspiranten Johannes Helfrich eine Tochter. Kreisbausekretär Heinrich Junker eine Tochter, Elisabeth Emilie. Handschuhmacher Anton Kunz eine Tochter, Lotte Helene Elisabeth. Fuhrmann Heinrich Balßer eine Tochter, Anna Margarete. Erdarbeiter August Lehrmund eine Tochter, Margarete Marie Lina. Taglöhner Heinrich Wilhelm Becker eine Tochter, Käthe Luise Elise. 31. Tag löhner Wilhelm Schönfeld ein Sohn, Karl Wilhelm. Wirt und Küfer Johann Gehrlicher ein Sohn, Hans. 1. Sept. Taglöhner Kaspar Schmidt 2. eine Tochter. Schreiner Heinrich Frebel 2. ein Sohn, Heinrich August Martin. 2. Bürstenmacher Wilhelm Leichtweis eine Tochter, Anna Minna. Eisendreher Friedrich Römer ein Sohn. 3. Lokomotivheizer Adolf Stumpf eine Tochter. Lokomotivheizer Wilhelm Hirdes ein Sohn, Ernst Erich. Kaufmann Franz Bette eine Tochter, Friederike Adelhaid Maria Elisabeth. 7. Kaufmann Felix Sonneborn eine Tochter, Betty Elisabeth. Aufgebote. Am 3. September. Arno Heinrich Karl Wilhelm von Boeltzig, Leutnant dahier mit Johanna Martha Mathilde von Tschepe in Broniewice. 4. Johannes Fehl, Steuerkommissariatsgehilfe dahier mit Bertha Ortwein in Salz. 5. Georg Göz, Sattler dahier mit Ratharine Hinkler hierselbst. Friß Flimm, Kaufmann dahier mit Kathinta Sack hierselbst. Alfred Bocker, Maurer dahter mit Ratharine Imbescheid hierselbst. 7. Ludwig Stroh, Bureaugehilfe dahier mit Karoline Kriet hierselbst. Johannes Gehringer, Pflasterer dahier mit Luise Geißler hierselbst. Eheschließungen. Am 2. September. Heinrich Hebberich, Fuhrknecht dahier mit Anna Katharine Banz, geb. Schomber hierselbst. Dr. Karl Bölfing, Gerichteassessor in Fürth i. D. mit Julie Luise Wilhelmine Hellwig dahier. 7. 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