Die Sonne gerichtet, fo l elf sein. Diese Verr wenig bekannt, felbſt dfehr aus Innerafrifa tenne, gestand zu, nieen. wir haben unsere e Bilderbücher, Tromufer, Lieblingsmärchen mmer Kinder. Diger find die Mutter. nt? on dem Vollkommenen חקר fe. stärft. Briefen eine Menge Wert legen. Das PaDen Namen der Bernd ihr Titel, schreibt d muß sehr breit sein. itterale, das ein geden von Gold und Wachs zugefiegelt als eine Seite voll. it halten, wenn dererichtet ist, das Blatt chneidet jederzeit den eere ab, um, wie es boll Unvollkommenben nicht bloß ihren Briefe nicht in die nn sie aber den Eräeinem niedrigeren e ihn weit von sich. beachtet. Indessen sondern sie sagen, Sitte!" warz hat mit der leistet. Jedoch hat es damit gestiftet. lein daran schuld, t erfunden haben". n ihr jetzt fünf - von euch ein Stück errot im Gesicht): weinend zu feiner Willi?" fragte sie. schlagen," war die -och nicht weinen!" leiner Mann bist." r. Warum weinst ihn wiederschlagen fich: en dich. rliebt; gibt. Nummer.) ung. isationsarbeiten wird raße bis Goethestraße den Fuhrverkehr ge 05. Gießen. hung. alifationsarbeiten wird rger und Sicherfrage für den Fuhrverkeh 905. at Gießen. Nr. 185. 3ertionspreis: Die einspaltige Petitzetle für ganz Oberbalen, bie Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonit 15 Vfg. Reflamen bie Petitzeile 30 refp. 40 fg. Sebaftion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 9. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementsprets: abgeholt monatlich 50 Vra., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Bost bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Teifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sichener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gicken und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Privatbeamten. Die Staatsbeamten sind von Staats wegen organisiert oder vielmehr der Verpflichtung eigener Organisation überhoben. Der Staat gewährt seinen Beamten, die dienstunfähig geworden sind, eine meist ganz ausfömmlich bemessene Bension. Auch für die Witwen und die Waisen seiner Beamten sorgt der Staat. Hier wird er freilich recht farg; seine Leistungen erheben sich nicht über die Deckung des auf das knappste berechneten Bedarfs, wobei auf gewohnheitsmäßige Ansprüche keinerlei Rücksicht genommen wird. Die Kommunalbeamten sind im großen und ganzen den Staatsbeamten gleichgestellt. Wenn sich trotzdem manche Beamtenkategorien zur gemeinsamen Wahrung ihrer Interessen zusammengeschlossen haben, so taten sie das nicht in Hinblick auf die Alters- oder Hinterbliebenen- Versorgung, sondern zur Ausbesserung der Avancements- oder der Gehaltsverhältnisse oder zur Erreichung anderer materieller und ideeller Vorteile. Diese Beamtenvereinigungen waren nicht immer sehr gern gesehen; denn es war nicht selten, daß in ihnen gerade die radikalsten Elemente das große Wort führten und die Leitung an sich rissen. Vorübergehend war das beinahe die Regel. Gleichwohl haben die obersten Behörden die Beamtenvereine gewähren lassen, ihnen viel Entgegenkommet gezeigt und Förderung geschenkt. Es wurde nur daraus geachtet, daß die Agitation in den Beamtenvereinen gewisse Schicklichkeitsgrenzen nicht überschritt, daß sie nicht Herde der Unzufriedenheit bildeten, in denen die Aussirenung und Pflege der Unzufriedenheit Selbstzweck war. Dann freilich wurde eingeschritten; aber immer mit Nachsicht und Milde, so daß es den Verirrten nicht schwer fiel, sich wieder zurechtzufinden. Auf diese Were gelang es den Vereinen der Eisenbahner und der Bostbeamten, um nur einige Beispiele zu nennen, mit Hilfe der vorgesetzten Behörden und im Einklang mit ihnen manchen schäbenswerten und dauernden Vorteil zu gewinnen. Billige Wünsche, die sie äußerten, wurden ihnen gern eriüllt, und manchesmal zeigte sich ihnen zuvorkommende soziale Fürsorge. Namentlich die Eisenbahnbeamten haben in ihrem schweren Dienst Einrichtungen erlangt, die ihnen zwar den Dienst nicht abnahmen, aber die Erfüllung der Dienstpflichten erleichterten und ihnen das erhebende Bewußtsein gaben, daß man auf ihre Wohlfahrt bedacht sei. Andere Beamtenvereinigungen beschränkten sich nicht auf einzelne Kategorien und hatten auch nicht besondere Beamtenverhältnisse zum Gegenstand ihrer Bestrebungen gemacht. Die Beamten- Konsumvereine wollten ihren Mitgliedern nur materielle Erleichterungen zuwenden, die Sicherung guter Verzehr- und Bedarfsmittel zu angemessenen Preisen, auch einen angemessenen Kredit beim Bezug dieser Waren. Auch hier tourde Nützliches erreicht, natürlich nicht überall, und namentlich nicht überall in gleichem Maße. Die Privatbeamten, deren Zahl weit größer ist als die der Staats- und Kommunalbeamten, erfreuen sich nur in vereinzelten Ausnahmefällen einer Pensionsberechtigung, einer Witwen- und Waisenversorgung. Es gibt nicht gar so viel Geschäfte, die ihren Angestellten und deren Hinterbliebenen Pensionen gewähren können, und ein gesicherter Anspruch ist selbst in diesen wenigen Geschäften nicht vorhanden. Aus einer Privatanstellung kann man ohne Dis. ziplinarurteil und ohne Verschulden entlassen werden, und dann ist die Pensionsaussicht verschwunden. Die Privatbeamten hätten somit weit mehr Grund, sich organisch zur Wahrnehmung ihrer Interessen zusammenzuschließen, um Hilfseinrichtungen für sich zu schaffen, um aus eigener Kraft die Vorteile zu gewinnen, die den Staats- und Kommunalbeanten von Staats wegen und von Stadt wegen ohne weiteres zugewendet sind und in immer weiterem Umfang zugewendet werden. Anläufe sind allerdings schon gemacht worden, sogar recht anerkennenswerte. Einmal aber bezogen sich diese Anläufe nur auf bestimmte Kategorien der Privatbeamten, und selbst für diese nur auf ganz bestimmte Erleichterungen. Die Handelsangestellten haben sich noch am rührigsten gezeigt. Die Stellenvermittelungen, die sie eingerichtet haben, funktionieren recht gut; ihre Fortbildungs- und Vortragskurse erfreuen sich verdienten Ansehens. Es soll auch nichts gegen die Bestrebungen dieser Vereine gesagt werden. Nur darauf muß hingewiesen werden, daß die einzelnen Kategorien gar nicht leisten können, was Aufgabe der Gesamtheit ist. Die Privatbeamten als solche müssen sich organisieren. Sie können das in Berufsvereinen n der Weftanlage had tun, die dann gewissermaßen den Unterbau ausmachen, auf Wohnungen Ottober event. früher von zwei Stockwerten paraten Treppe tönnen Wohnungen von 10 dem sich der Oberbau der Gesamtorganisation erhebt. Alters- und Hinterbliebenenversorgung, das ist das erste und vornehmste Ziel, auf das sie ihr Streben zu richten baben. Das Ziel ist nicht leicht zu erreichen. Die Versiche rung fostet große und dauernde Opfer. Die Erreichung des Bieles aber wäre ein ungeheurer sozialer Fortschritt; ein großes Gebiet wäre damit dem Elend abgerungen, eine Schwerste Sorge wäre einer sehr großen Zahl von Menschen abgenommen. Wir möchten feineswegs die täuschende Annahme erGebiet, von dem hier die Rede ist, durchgreifend Abhilfe zu Zubehör hergerichtet toecken, als ob es über Nacht möglich sein würde, auf dem nn, Hofmannfr. 14 hringen. Wir glauben im Gegenteil, daß die Arbeit langer Jahre erforderlich sein wird, um zu gutem Ende zu koninien. Die Schwierigkeit und Größe der Arbeit jedoch darf nicht abschrecken, sie muß vielmehr ein unwiderstehlicher Ansporn zu unermüdlichem Eifer sein. Als Fürst Bismarck die Arbeiter- Altersversicherung dem Reichstag empfahl, sagte er, daß er ursprünglich die Absicht gehabt habe, die Wohltaten dieser Versicherung„ jedem Deutschen" zuzuwenden, und daß er nur wegen der Unüberschlichkeit der Kosten hiervon Abstand genommen habe. Wenn aber die Beteiligten selbst mit festem Willen und mit Eifer sich ans Werk machen, so muß ihnen das gelingen. Der Krieg in Oftafien. Es scheint, als wenn auf den Kriegsschauplatze in der Mandschurei die Operationen wieder mehr in Fluß fämen. Die üblichen Telegramme des russischen Oberkommandierenden General Lenewitsch wissen zwar von siegreichen, in Wirklichkeit unwesentlichen Vorpostengefechten zu berichten, doch scheint in Wahrheit die japanische Umflammerung in aller Stille vorwärts zu gehen. Die Lage der Russen. So berichtet ein englisches Blatt aus Tokio, trop der prahlerischen Depeschen Lenewitschs sei die Lage der russiichen Armee in der Mandschurei nicht beneidenswert. Diese Tatsache würde bald handgreiflich offenbar, die jetzige japanische Umflammerungsbewegung sei noch drei- oder viermal größer als bei Mukden. Die Nachhut Lenewitschs und seine Flanke gegen Wladiwostok sind stark bedroht. Um den Japanern auf sibirischem Boden möglichste Schwierigkeiten zu bereiten, das Einlaufen der gegnerischen Flotte in den Amurstrom und damit die Landung von Truppen im Rücken des russischen Hauptheeres zu verhindern, befestigen die Russen die Flußmündung stark und schichten eine gemischte Division nach der die Flußmündung beherrschenden kleinen Feste Nikolajewsk. Gehobene russische Kriegsschiffe. Den Japanern ist es nach angestrengter Arbeit gelungen, mehrere der vor Port Arthur gesunkenen russischen Schlachtschiffe flott zu machen. Die Bayan" soll ungefähr am 15. August von Port Arthur nach Japan geschleppt werden, die„ Boltawa" und die„ Pereswjet" sollen eine Woche später unter eigenem Dampf folgen. Damit ergeben sich reue Verstärkungen der japanischen Seemacht. Die Friedensverhandlungen. Ta nunmehr die Beauftragten beider Parteien in Portsmouth eingetroffen sind, werden die Beratungen heute be= ginnen. Man hofft jetzt wieder zuversichtlich auf günstiges Resultat, da man in Rußland anscheinend doch mit der Macht der Tatsachen zu rechnen beginnt. Nach angeblich zuverlässigen Nachrichten, die über Wien kommen, will Rußland folgende Zugeständnisse machen: Rückgabe der Mandschurci an China, Uebergabe der Pachtung der Liaotung Halbinsel mit Port Arthur an Japan, Abtretung der Insel Sachalin, Anerkennung des japanischen Protektorats über Korea, Uebergabe der ostasiatischen Eisenbahn in japanische Verwaltung, Zahlung einer Kriegsentschädigung. Die Babnkatastrophe bei Spremberg. Das erschütternde Eisenbahnunglück in der Nähe der Stadt Spremberg auf der Linie Berlin- Görlitz läßt die bor einigen Tagen gemeldete Entgleisung des Kölner Schnellzuges bei Ingolstadt fast in den Hintergrund treten, obwohl auch hier zwei Menschen getötet und zahlreiche berletzt wurden. Mit Entsezen vernimmt man die Kunde, daß achtzehn Menschen tot sind, während die genaue Anzahl der Schwerverwundeten noch nicht festgestellt ist. Der Zusammenstoß. Der Schnellzug 113 war fahrplanmäßig nachmittags 3.20 Minuten vom Görlizer Bahnhof in Berlin abgegangen und stark besetzt. 5.39 Uhr war der Zug in Spremberg, wo er den von Görlitz kommenden Nachzug zum Schnellzug 112 in der Richtung Berlin vorbeilassen mußte. Der Nachzug war aber noch nicht eingetroffen, da er Verspätung hatte. Wie behauptet wird, erhielt der wartende Schnellzug 113 durch das Versehen eines Beamten Ausfahrt, trotzdem die Strecke bis Görlig nur eingleisig ist. Er befand sich etwa 2000 Meter hinter dem Bahnhof bei Kilometerstation 140,5 zwischen den Stationen Spremberg und Schleife, als der fehlende Nachzug auf dem gleichen Geleise entgegenkam. Die Strecke beschreibt dort eine starte Kurve, so daß die Lokomotivführer die Gefahr erst bemerken konnten, als es zu spät war. Mit donnerähnlichem Strachen stießen die Züge aufeinander. Gleich darauf stieg herzzerreißendes Jammern und Hilferufe in die Lüfte. Die beiden Lokomotiven hatten sich ineinander gebohrt und waren vom Bahndamm heruntergestürzt. Die den Lokomotiven folgenden Gepäckwagen waren zersplittert, der erste Personenwagen zweiter Klasse des Berliner Zuges auf den Gepäckwagen gelaufen und der nachfolgende Personenwagen erster und zweiter Klasse wieder in den ersten hineingerannt. Die Insassen der beiden Wagen waren größtenteils zermalmt. Die nachfolgenden Wagen zeigten weniger starke Beschädigungen. Die Wagen der dritten Klasse erlitten durch den Zusammen stoß nur geringe Zerstörungen. Bei dem Zuge 112 waren die ersten drei Wagen zerbrümmert worden, jedoch befanden sich in diesen nur zwei Fahrgäste, die mit Knochenbrüchen davonkamen. Die Rettungsarbeiten. Von Kottbus wurde alsbald ein Rettungszug abgelassen. Die Aufräumungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig. Tote und Verwundete mußten mit Aerten aus dem wüsten Eisen- und Holzchaos herausgeholt werden. Die Freiwillige Feuerwehr von Spremberg eilte ebenfalls vollzählig herbei. Die wackeren Retter arbeiteten mit Aufwendung aller Kräfte und hatten wahrhaftig die Zusammenfassung angespanntester Willensenergie notwendig, denn die schrecklichen Verstümmelungen der Toten und Schwerverletzten boten ein grausiges Bild. Von 6 bis 11 Uhr abends wurden ohne Unterbrechung Leichen und Verwundete geborgen. Die Toten wurden zum Spremberger Bahnhof, die Verwundeten mittels Sonderzug nach Kottbus ins Krankenhaus gebracht. Leichtverlekte gingen zu Fuß nach Spremberg, Notverbände für die Schwerverwundeten wur den gleich am Plate von den vier an der Unglücksstelle tätigen Aerzten angelegt. Die Toten und Schwerverwundeten. Als Leichen wurden bis gestern mittag 14 Personen aus der Trümmermasse gezogen und zwar: Justizrat Rockau aus Görlitz, Frau Justizrat Rockau aus Görlitz, der 10jährige Sohn des Justizrats, Heinrich Pelas, Graf von Plauen, 17 Jahre alt, Schüler der Ritterakademie Liegnitz aus Wenkendorf, als Sohn des Prinzen Heinrich XXVI. successionsfähiges Mitglied des sürstlichen Hauses Reuß jüngere Linie, Oberstleutnant a. D. Wilhelm Cretius, Berlin, praktischer Arzt Neeßfe aus Landeshut, Frau Dr. Neezke, Herr Grüning aus Görlig, ein unbekannter Knabe von 10 Jahren, eine unbekannte Dame von 50 Jahren, Hilfsschaffner Reinhold Noack aus Ströbiz bei Kottbus, Lokomotivführer Seidel aus Kottbus, Lokomotivführer Krug, Heizer Walter aus Kottbus. Schwer verletzt wurden: das Kind Hildegard Krohan aus Görlitz, Schaffner Hagen aus Kottbus. Mehrere Leichen lagen noch unter den Trümmern, weitere Namen der Opfer waren noch nicht festgestellt. Der Schuldige. Als Schuldiger an dem entjeßlichen Unglück wurde allgemein der Vorsteher des Spremberger Bahnhofes angegeben. Er habe, trotzdem er die Nachricht bekommen, der Schnellzug nach Kottbus sei auf der Strecke, dem zweiten Schnellzug das Signal zum Ausfahren gegeben. Hinterher sei die Einsicht gekommen, er sei dem Zuge nachgelaufen, doch zu spät. Der diensttuende Vorsteher, der Stations. assistent Stolljuß, ist vom Dienst suspendiert worden. Allgemein wird aber auch gerügt, daß die so umfassend mit Schnell- und anderen Zügen befahrene Strecke nur ein Gleis hat. Die erste Folge des schauerlichen Unglücks muß der zweigleisige Ausbau der Strecke sein. Das Eisenbahnministerium hat sofort zwei höhere Verwaltungsbeamte an die Unfallstelle entsandt. Die amtliche Untersuchung des Unglücks wird von der Eisenbahndirektion Halle geführt. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Der Kaiser Wilhelm- Kanal soll eine zweite Einfahrt von der Nordsee her erhalten. Das zum Austausch der erforderlichen Ländereien erforderliche Abkommen zwischen Vertretern des Fiskus und mehreren Besitzern in Brunsbüttelkoog ist bereits abgeschlossen. Die Molenköpfe an der Mündung des Kanals sind mit Schnellfeuergeschützen versehen worden; auch hat man an mehreren Stellen des Schleusendeichs Revolverkanonen aufgestellt, zu deren Anschießen Marinefoldaten kommandiert waren. * Wie schon früher gemeldet, soll die Marokkokonferenz im September zusammentreten. Die deutsche Regierung hat die noch vorhandenen Differenzen in der Hauptsache durch die Versicherung beseitigt, daß sie vor der Konferenz wirtschaftliche oder verwaltungspolitische Konzessionen in Maroffo nicht erstreben werde. Damit ist der von französischer Seite gegen den deutschen Gesandten in Fez, Grafen Tattenbach, erhobene Vorwurf erledigt, daß er den Konferenzbeschlüssen vorgreife. Gleichwohl hatte der Unterstaatssobretär Earl Perch ganz recht, als er am Montag im engibn Unterhaus die Erklärung abgab, daß der Zeitpunkt der Marokickonferenz und ihr Programm noch nicht endgültig festgestellt seien. * Vor kurzem ging die Nachricht durch die Presse, die lieberreste der in Deutschland gestorbenen französischen Kriegsgefangenen sollten nach Frankreich überführt werden. Nach Erkundigungen, die das Petit Journal" eingezogen hat, ist diese Nachricht falsch. Der hier und da gegen die Reichsregierung erhobene Vorwurf, sie habe das Budgetrecht des Reichstags verlegt, indem sie ohne vorgängige Geldbewilligung neuerlich eine Truppenfendung nach Deutsch- Südwestafrika abgeschickt habe, wird jetzt allseitig als unzutreffend anerkannt. Es ist überhaupt keine Truppenverstärkung in die Kolonie abgegangen, sondern ein zur Ergänzung der eingetretenen Lücken notwendiger Nachschub. Es kann sogar fraglich sein, ob hierfür Indemnität wird nachgesucht werden müssen. Jedenfalls braucht deswegen der Reichstag nicht in Permanenz erklärt oder immer wieder berufen zu werden. Eine andere Auffassung vom Budgetrecht würde nur dazu führen, daß die Meichsregierung sich Bewilligungen auf Vorrat machen läßt. Die Meldungen von bevorstehenden Truppentransporten nach den Kolonien sind mit erster Vorsicht aufzunehmen. Italien. ** Die jüngste Enzyklika des Papstes ist vielfach dahin mißverstanden worden, als ob sie die frühere päpstliche Verordnung gegen die Teilnahme an den politischen Wahlen in Italien aufheben sollte. Der Papst tritt in einem an die Führer der sozialen katholischen Propaganda in Italien gerichteten, vom„ Osservatore Romano" veröffentlichten Schreiben diesem Mißverständnis entgegen. Zwar könnten durch besondere Fälle Ausnahmen notwendig werden, aber von den glorreichen Ueberlieferungen der Vergangenheit werde er nicht abweichen, auf die Rechte der Kirche und die Rückgabe der dem päpstlichen Stuhl entzogenen Gebietsteile werde er nicht verzichten. Bei dieser Gelegenheit spricht der Papst seine Freude aus, daß die Katholiken seine Ratschläge bezüglich der sozialen Organisation befolgt haben; er ermahnt sie, darin weiter fortzufahren. England. ** Die Aufnahme der französischen Flotte in England ist überaus herzlich gewesen. An der Küste von Southsea und Cowes war am Montag eine große Menschenmenge versammelt, die mit Hurrarufen und während die Geschütze der englischen Schiffe und der Landbatterien donnerten, das französische Geschwader begrüßten. Achtzehn Panzerschiffe unter dem Befehl des Admirals Caillard fuhren den Solent herauf. Sie salutierten den König, als sie dessen Jacht passierten. Das Geschwader ging an hunderten von Jachten serves unter denen auch die deutsche Kaiserjacht„ Metcor" ieci, über und über mit Flaggen bedeckt. Nach dem Ankerperjen begab sich Admiral Caillard auf die Jacht des Königs, der den höheren französischen Offizieren Orden ver. lich und sie zum Diner einlud, an dem auch die königliche Familie und der französische Botschafter teilnahmen. Der König richtete in einem Trinkspruch freundliche Worte an die französischen Gäste, deren Besuch in den englischen Gewässern das gute Einvernehmen Frankreichs und Englands bercise. Sein hauptsächlichster Vorteil werde die Aufrecht. erhaltung des Friedens sein. Die guten Beziehungen zwischen den beiden engen Nachbarn würden hoffentlich noch verstärkt werden. Er trinke auf die Gesundheit des Präsi denten der Republik und wünsche der französischen Flotte cine glückliche Entwickelung. Der französische Botschafter erwiderte mit einem Trinkspruch auf den König und die fönigliche Familie. Auf die französisch- englische Annäherung habe der König in bekannter und nie zu vergessender Gefinnung für Frankreich den größten Einfluß gehabt. Admiral Caillard dankte namens der französischen Flotte und erinnerte an die Tage von Brest. frankreich. daß man bei der Regierung den Verdacht gehegt habe, die Semstwovertreter hätten mit den Radikalen gemeinschaftliche Sache gemacht. In Wirklichkeit ist der Semstwokongres überaus zahm gewesen. Beinahe ebenso zahm geht es in Helsingfors zu, wo am Montag auf dem Senatsplatz 20 000 Arbeiter und Angehörige der gebildeten Stände gegen die Einführung der friegsgerichtlichen Verurteilung politischer Verbrecher protestierten und die Einberufung eines außerordentlichen Landtags verlangten, der die Einführung des allgemeinen Wahlrechts beraten solle. Die Polizei war flug genug, die Demonstration nicht zu stören, die darum auch ganz ruhig vorüberging. Türkei. ** Der nationalistische Deputierte Jalnzot, der den Zuckerfrach herbeigeführt und anvertraute Gelder in Höhe von vielen Millionen verschwinden gemacht hat, ist dabei so geschickt verfahren, daß es schwer ist, ihn gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Es wird behauptet, daß Jaluzot furz vor der Einstellung der Darlehns- Rückzahlungen an die kleinen Sparer recht große Beträge an seine Freunde und Verwandten habe auszahlen lassen. Kann das bewiesen werden, so wird die Staatsanwaltschaft die Sache wohl verfolgen. Justizminister Chaumié hat seinen Urlaub unterbrochen, um die Angelegenheit zu prüfen und womöglich die Strafverfolgung einzuleiten. Niederlande: ** Die Hehe Pforte hat an die Schweiz auf diplomatischem Weg das Ersuchen gerichtet, sechs Personen, die sich im Hotel Viktoria in Luzern aufhalten, wegen Teilnahme an Sem Bombenattentat auf den Sultan festzunehmen und auszuliefern. Die sechs Personen nennen sich( meist mit falschem Namen) Lipa und Sofia Rips, Silvio Ricci, Sammuel und Regina Fayu und Frau Jores. Die wirklichen Namen hat die Türkei mit dem Signalement mitgeteilt. Bis auf Frau Jores haben die Beschuldigten alle falsche Bässe. Sie sind Slaven und Armenier. Der Ehemann der Frau Jores ist im Wildis- Kiosk in Haft und hat durch sein Geständnis die übrigen Teilnehmer angegeben. ** Nach Kuypers Rüftritt hat das neue niederländische Ministerium folgende Zusammensetzung: de Marens vom Swindernn, bisher Gesandter in Washington( arswärtige Angelegenheiten), van Hamel, bisher Professor an der Universität Amsterdam( Justiz und Vorsitz); Riek, bisher Abgeordneter( Inneres), Kapitänleutnant Cohen Stuart( Marine), de Meester, bisher Vizepräsident des Rates von Niederländisch- Indien( Finanzen), General Staal( Krieg), Kraus, bisher Direktor der Technischen Hochschule( öffentliche Arbeiten, Industrie und Handel), Veegens, früherer Abgeordneter( Ackerbau), Fock, bisher Abgeordneter,( Kolo. nien). Was das neue Ministerium neues bedeutet, wird sich erst zeigen müssen. Skandinavien. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser traf am Dienstag früh 6 Uhr 50 Min. im Automobil von Posen über Naramowice im Barackenlager des Truppenübungsplates Posen ein und stieg zu Pferde. Er trug die Uniform des 2. Leib- Husarenregiments. Zehn Kavallerieregimenter, zu einer Division zusammengezogen, wurden vom Generalmajor von Tresckow- Stettin geführt. Die Maschinengewehrabteilung griff in das Gefecht ein, das in der Gegend von Chludowo endigte. Um 9 Uhr begann das Divisionsererzieren. Um 10 Uhr erfolgte der Vorbeimarsch vor dem Kaiser. Heute Abend reist der Kaiser nach Wilhelmshöhe ab. Der Kaiser wird auf Einladung des Prinzregenten von Bayern der Enthüllung des KaiserWilhelm- Denkmals in Nürnberg beiwohnen. ** Die neuerliche Einsetzung des Kronprinzen von Schweden zum Regenten ist vom König Oskar mit dem Rat der Aerzte begründet worden, die dem 76jährigen Monarchen Ruhe, frische Luft und Badekur empfohlen haben. König Oskar spricht in seinem Abschiedswort die Hoffnung aus, daß er nach den Sorgen der jüngsten Monate Kräftigung finden werde, und sagt dem schwedischen Volk für seine Liebe innigen Dank. Diese Liebe sei ihm ein Trost nach dem Abfall des norwegischen Volkes, dem er immer aus innersten Herzen zugetan gewesen und das er mit dem schwedischen Volf brüderlich zu vereinen gedacht hatte. Es ist vielleicht gestattet, aus der abermaligen zeitweiligen Entfernung König Oskars von den Regierungsgeschäften zu schließen, doß die Entscheidung über die Besetzung des Throns von Norwegen ohne Rücksicht auf die persönlichen Gefühle des Königs erfolgen soll. Man braucht, wenn man dies voraussett, noch feineswegs die Gesundheitsrücksichten als nicht ernstlich und dringlich, als bloß vorgeschützt anzusehen. Jedenfalls scheinen die Aussichten des Prinzen Karl Bernadette auf den norwegischen Thron besser als zuvor. Rufeland. ** Die russische Regierung, die gute Lust hatte, die Teilnehmer am Semstwofongreß strafrechtlich zu verfolgen, hat diese Absicht wieder aufgegeben. Senator Postowski, der bon Petersburg nach Mosfan geschickt worden ist, um eine Art mohlwollender Untersuchung anzustellen, hat erzählt, * ** Das Gerücht von einer bevorstehenden Verlobung des Erbgroßherzogs von MecklenburgStrelit mit der englischen Prinzessin Victoria von Connaught wird von der Landeszeitung in Neustrelitz als absolut unrichtig bezeichnet. Soziales Leben. Die Bewegung im sächsisch- thüringischen Textilgewerbe Eine in Meerane abgehaltene Versammlung der Färberei arbeiter beschloß, den Kampf fortzuführen. Der Führer der Tertilarbeiter, Reichel, legte den Arbeiter- Ausschüssen nahe, neue Verhandlungen anzubahnen und unter Umständen auf die Mitwirkung der Verbandsvertreter zu verzichten. Man betrachtet einen derartigen Weg als das Mittel zum Frieden. In den Betrieben des Verbandes der boigtländischen Strichgarnfärbereien wurde die Aussperrung vollzogen. Der Ausstand im rheinisch- westfälischen Baugewerbe. Nach der Feststellung der Sechserkommission der Bauarbeiter sind im Industriebezirk in 34 Orten insgesamt 10 145 Bauarbeiter ausgesperrt. Davon entfallen auf den christlichen Verband 4342 Maurer, auf den freien Verband 3879 Maurer. Ferner sind noch ausgesperrt 764 Zimmerer und 914 Bauhilfsarbeiter. Gestern traten bei 16 Essener Bauunternehmern sämtliche Arbeiter in den Ausstand. Nab und Fern. † Segelsport. Die Wettfahrt Travemünde- Kiel, am Montag vom kaiserlichen Jachtklub veranstaltet, brachte dem ... Komet" den ersten Preis der Kreuzerjachten der B- Klasse, der Kreuzerjacht„ Commodore" den ersten Preis der 1. Klasse, der Rennjacht„ Hertha" den ersten Preis der Rennjachten der 2. Klasse, der Kreuzerjacht Olga" den ersten Preis der Kreuzerjachten 2. Klasse, der Rennjacht Carla" den zweiten Preis, der Kreuzerjacht ,, Kai- teng" den ersten Preis der Kreuzerjachten 3. Klasse, der Rennjacht Freiheit" den ersten Preis der Rennjachten 4. Klasse und den zweiten Preis der Rennjacht„ Glückauf III.". - Die † Wasserfatastrophen. In der Dienstagnacht wurden infolge wolfenbruchartigen Regens das obere Triebachetal und das Saubachtal bei Meißen heimgesucht. Stellenweise wurde die Höhe der Wasserflut von 1897 überschritten. Das Wasser stieg innerhalb fünf Minuten um einen Meter. Der Schaden ist beträchtlich. Menschen sind nicht umgekommen. beiden Flüsse Flöha und Zschopau in Sachsen sind derart angeschwollen, daß sämtliche Straßen und Wege am Zusammenfluß der Flüsse überschwemmt sind. Teilweise sind in den Niederungen gelegene Wohnungen und Ställe geräumt. Aus den oberen Flußgebieten gehen fortwährend Meldungen über steigendes Hochwasser ein. Die wogenden und brausenden Gewässer führen Unmengen von Holz- und Baumteilen mit sich. † Neues von der Gräfin Montignoso. Die Affäre der ehemaligen sächsischen Kronprinzessin scheint trotz des abgeschlossenen Vertrages noch nicht beendet zu sein. Eine Herausgabe der Prinzessin Pia Monica kann nur durch ein ordentliches Verfahren vor italienischen Gerichten herbeigeführt werden, wenn die Gräfin sich am 1. Mai 1906 weigern sollte, ihr jüngstes Kind dem König Friedrich August von Sachsen auszuliefern. Daß die Gräfin zu dem festgesetzten Termin das Kind nicht herausgibt, soll feststehen. Die Gräfin soll an die Auslieferung des Kindes nur dann denken, wenn ihr hinsichtlich des Wiedersehens mit allen ihren Kindern besondere Konzessionen gemacht werden. † Reiche Schenkung. Ein ungenannter Wohltäter hat der Stadt Görlitz einen Betrag von 270 000 Mark zur Vergrößerung des Stadtparks geschenkt. Mit dem Gelde soll ein größeres Terrain an der Promenade angekauft werden. † Pilzvergiftung. Die Familie des Stellenbesitzers Kurzydyen in Rogac erfranften nach dem Genuß giftiger Pilze. Kurzydyen nebst einem achtjährigen Sohne und einem zweijährigen Enkelfinde sind bereits gestorben; die anderen Familienmitglieder liegen schwer darnieder. Feberath in Dobera hatte Chemie und eine Zeitlang Fab Schriftitellen widme naturwiffenibaftlide Tetten und Bolfsftud art. 3m Jahre 187 er eine erstaunliche Tinifde Elembürgerl das Spießbürgertu Achtung, aber fein Die Figur der.. Dor budhhändlerijd einer ganzen Anza Tider Wiederkehr lichen Redewendun haltend. Stinde nicht höhnisch, fie feit auch bei denen † Dynamit- Attentat. In Budapest wurde gestern Nacht gegen die Schiffswerft Danubius und gegen die Lederfabrik der Gebrüder Mautner zwei Dynamitbomben geworfen. Die Bomben verursachten nur geringen Schaden, Menschen wurden nicht aetroffen. Streik der Fuhrleute. In M.- Gladbach sind sämtliche Speditionsfuhrleute ohne Kündigung wegen Lohnstreits in den Ausstand getreten, so daß der Güterverkehr vollständig ruht. Aussperrung in Reichenbach. Gestern erfolgte die Aus sperrung von 2000 Arbeitern der voigtländischen Streich garnfärbereien als Folge des Glauchau- Meeraner Färber streiks. + Vorsicht bei dem Genuß von Pilzen. Mehr als in an deren Jahren hört man in diesem Sommer von der Lergif tung ganzer Familien durch Pilzgenuß. Das einzige Mit tel, sich dagegen zu schützen, ist eine sichere Kenntnis der Pilze. Die Hausmittel, wie das Mitkochen einer Zwiebel oder die Probe, ob ein mitgefochter silberner Löffel schwarz wird, sind wertlos. Der Zwiebelsaft hat auf keinen Fall die Fähigkeit, Pilzgifte unschädlich zu machen. Das Schwarz werden eines silbernen Löffels beweist für die Giftigkeit eines Pilzgerichts nicht das mindeste, sondern nur, daß zwischen den Pilzen einige faulige waren. Nur die Have frau, die die eßbaren Pilze durch ihr Aussehen sicher vo den giftigen unterscheiden kann, sollte sich auf die Zuberei tung von Pilzgerichten einlassen; und wenn sie sie kennt, dann sollte sie nie alte Pilze kaufen, denn einmal enthalten junge Pilze weit mehr Eiweißstoffe als alte, und dann geben alte Schwämme cher zu Verwechselungen Anlaß zu junge; überhaupt lasse man Pilze nach dem Einsammeln nicht lange liegen, da sie leicht verderben. † Feuerschäden. Ein großes Feuer hat in Bremen die Wagen lackieranſtalt von Balfe mit 23 Wagen eingeäschert. Auch zwei benachbarte Etablissements wurden zerstört. Die Bahnstation Belowo auf der Strecke Sofia- Philippopel ist niedergebrannt; gleichzeitig ging eine belgische Zündhölzchenfabrik in der weiter südlich gelegenen Bahnstation Bania Kostenz in Flammen auf, wodurch ein Schaden von über einer Million Francs verursacht wurde. In Ungarn wütete bei Wallendorf ein ungeheurer Waldbrand. Mehrere tausend Joch Waldungen sind niedergebrannt. † In der Kiste erstickt. Das 5½ Jahre alte Söhnchen der Familie Schumacher in Mülheim- Broich spielte mit Altersgenossen Verstecken und stieg im Stall in eine Kleiderfiste. Der Kleine konnte den Deckel nicht mehr öffnen und erstickte. Als die Eltern und Geschwister nach dem Kleinen suchten, fand ein Bruder diesen in der Kiste als Leiche vor. den. Die Berline Wilhelmine Budbal NO Thomas Ro mit der nächtlichen Volkslieder und Mar unter großen Grunge 17 = Was der Zufall mit nächtlichen Bache Garmus betraute Dien angeheitert vom Wege to er am anderen Mo in diefer Gruft herrli Ptolemäerzeit. Seit folchem Werte in Neg Ein riesiger Nature" veröffentli die ein Forschungsr Fluffe Lom und Sa unterscheidet fich von durch seine riesige G Meter, und der aufre cines stehenden Eing Duejjou, ccm Soupt gehörte zu einer Gam man deutlich unterid Brust und auf dem B tern und feine Schent waren. Die Schulter rechte Hand wog all nicht weniger als acht daber des Riesen zu Ailogramm. † Tod infolge Nachgießens von Spiritus. In Eibau büßte die junge, erst 14 Tage verheiratete Frau eines Fabrifarbeiters ihr Leben dadurch ein, daß sie Spiritus auf Sie Kochmaschine nachgoß, ohne vorher die Flammen zu löschen Die Flasche explodierte, und die Frau stand sofort in hellen Flammen. Sie erlag alsbald ihren schweren Brandwunden. † Zwei Menschen erstochen. Ein blutiges Renkontre ereignete sich in Misburg bei Hannover, wo in den Zementfabriken polnische und kroatische Arbeiter beschäftigt werden. Ohne jeden Grund wurden in einer Wirtschaft zwei Kroaten von Polen angegriffen. Der Kampf setzte sich auf der Straße fort. Ein Kroate verlegte mit einem Stilet zwei polnische Arbeiter so, daß sie bald darauf starben. Ferner wurden zwei Arbeiter schwer und zwei leicht verletzt.† Ausschreitung eines russischen Grenzsoldaten. In der Angelegenheit des russischen Grenzsoldaten, der auf preußi schem Gebiete ein achtjähriges Mädchen erschoß, fand ein Lofaltermin statt. Der verhaftete Grenzsoldat wurde vorgeführt und mußte der Sezierung der Leiche beiwohnen. Die russische Regierung hat dem Vater des erschossenen Kindes sechshundert Rubel als Entschädigung angeboten, doch hat dieser das Angebot nicht angenommen. † Sicherheit vor Automobilen. Das Ministerium des Innern hat das Polizeipräsidium in Berlin mit der Vorbe reitung einer neuen Automobilordnung betraut. Die Sicherheitsbeamten sollen zu schärferer Bewachung der Lenfer angehalten werden. Jede Verlegung der Fahrvorschriften soll unmachsichtig angezeigt werden. Die Führer werden scharf geprüft. Angeblich ist auch die Sperrung derjenigen Straßen, die für den Zweiradverkehr nicht freigegeben sind, in Aussicht genommen. † Unwetter in Tirol. Auf den Bergen um Innsbruck liegt tiefer Schnee. Am Montag gab es dort RegenNiederschläge( 67,8 Millimeter), wie seit vielen Jahren nicht. Das vom Kasbach mitgeführte Geröll war so stark, daß die sonbacher Werke, Hüttenwerk, Mühlen, Brauerei und Sensenwerk, den Betrieb einstellen mußten. † Kampf zwischen Soldaten und Bauern. In dem Dorse Eger bei Edlau in Ungarn kam es bei einem Tanzfest zu Schlägereien zwischen Soldaten und Bauernburschen. Polizei konnte nichts ausrichten. Darauf erschien eine Kompagnie Soldaten, die schließlich Feuer gab. Sieben Burschen blieben sofort tot; 18 wurden verwundet. Ein Kind, welches Wasser vom Brunnen holte, wurde gleichfalls erschossen. In dem Orte herrscht große Erregung. † Brand im Newyorker Hafen. Ein Teil der Fähr. anlagen in Hoboken, Hafen von Newyork, ist durch Feuer zerstört worden. Die Pieranlagen und die Schiffe des Norddeutschen Lloyd blieben unbeschädigt. Kunft und Wiffenfchaft. LM Paul von Schönthan 7. In Wien ist im Alter von 52 Jahren der Schriftsteller Paul von Schönthan gestorben Gleich seinem Bruder Franz war er für die militärische Laufbahn bestimmt, wurde dann aber Journalist und wirkte meist in Berlin und Wien. Mit seinem Bruder Franz zusammen verfaßte er den viel aufgeführten Schwank Der Raub der Sabinerinnen". ON Ein neuer Planet. Auf der Sternwarte Königsstuhl bei Heidelberg ist ein neuer kleiner Planet entdeckt. Der ziemlich helle Planetoid ist 9,5. Größenklasse und befindet sich in der Konstellation des Wassermanns, nicht weit vom Sternbilde des Delphin. SG Einer der bekanntesten humoristyden deutschen Schriftsteller der Gegenwart, Julius Stinde, ist am Montag gestorben. Er war am 28. August 1841 in KirchNüchel im östlichen Holstein geboren, hat also ein Alter von noch nicht ganz 64 Jahren erreicht. Nach der Rüstigkeit seiner äußeren Erscheinung, nach seiner unberührten geistigen Frische hätte man ihn für viel jünger halten können und ihm die Erreichung hohen Alters vorausgesagt. Ein Herzschlag hat seinem Leben plögliches und schmerzloses Ende bereitet, während er bei dem ibm befreundeten Landrat ** Ernannt Undenheim zum Repe der Landes- Univerf Schönewolf zu Gi Pfarrverwalter of bilar in Büdingen; Bi zum Pfarrberwalter Beyer zu Londorf in Dedenbach; Bjar zum Pfarrafiftenten fandidat Reus Pfarrgehilfenstelle in zu Groß- Felda z Reusch zu Ober Felda und Pfar Pfarrberwalter in S ** 8ur Wiede gelische Pfarrstelle Solme- Hohenfolmsdie evangelische Pfar Gießen der die ja Deutscher Boitu girls- Berein Darmfl tg. Sonntag, d ** Listen So verein Friedberg dem herrlich gelegen die Ausflügler abend Deforationf Das bom Ronig der preußischen Gif fann nach einem Eisenbahn Bedien direktionen find tommenden weib nebst dem dazu ** Die Ranbmörder Sonntag am S wegen Beraubun Reffungen an d Signalement bes mordes verfolgt forschungen erga Beit des Mordes ** Düne auf dem Dunsberg Borgesehen find Steinflogen. * Reine Fa Inanspruchnahme& Manövertransporte Jaitsfahrten an 5. bis 30. Septembe der Beit vom 1. b Genehmigung der Wegen Fahrpreiserm bie Mitglieder der R Die ienstagnacht wurden in sobere Triebachetal und ucht. Stellenweise wurde berschritten. Das Wasser en Meter. Der Schaden t umgefommen. in Sachsen sind derart gen und Wege am Bu mt sind. Teilweise find nungen und Ställe ge ieten gehen fortwährend fier ein. Die wogenden nmengen von Holz- und pest wurde gestern Nacht nd gegen die Lederfabrik itbomben geworfen. Die Schaden, Meniden wur C- Gladbach find sämtliche ng wegen Lohnstreits in Güterverkehr vollständig Bestern erfolgte die Aus voigtländischen Streich chau- Meeraner Färberzen. Mehr als in an ommer von der Lergif ub. Das einzige Mit me fidere Kenntnis der Witfochen einer Zwiebel silberner Löffel schwarz Ft hat auf keinen Fall die machen. Das SchwarzDeist für die Giftigkeit ite, sondern nur, daß varen. Nur die Baue ihr Aussehen sicher v te sich auf die Zuberei and wenn sie sie fennt, m, denn einmal enthal offe als alte, und dann wechselungen Anlaß zu nach dem Einsammeln Derben. Spiritus. In Gibau verheiratete Frau eines in, daß sie Spiritus auf vorher die Flammen zu nd die Frau stand sofort alsbald ihren schweren blutiges Renkontre etver, wo in den ZementArbeiter beschäftigt wer in einer Wirtschaft zwei Der Kampf fezte sich auf te mit einem Stilet zwei darauf starben. Ferner wei leicht verlegt. Grenzsoldaten. In der daten, der auf preußi hen erschoß, fand ein renzsoldat wurde borDer Leiche beiwohnen. des erschossenen Kinigung angeboten, doch mmen. s Ministerium des In Berlin mit der Vorbe ordnung betraut. Die er Bewachung der Lenegung der Fahrvorschrif den. Die Führer werch die Sperrung derjeni perfehr nicht freigegeben Bergen um Innsbrud gab es dort Regen vie seit vielen Jahren te Geröll war so start. verf, Mühlen, Brauerei len mußten. Bauern. In dem Dorje bei einem Tanzfest zu Bauernburschen. Po auf erschien eine Son gab. Sieben Burjden det. Ein Kind, welde gleichfalls erschossen. In Ein Teil der Fabr Newyork, ist durch Feuct gen und die Schiffe des ejchädigt. fenfchaft. Federath in Olsberg bei Kassel als Gast verweilte. 1 hatte Chemie und Naturwissenschaften studiert, und wai eine Zeitlang Fabrikschemiker gewesen, ehe er sich der Schriftstellerei widmete. In Hamburg schrieb er namentlich naturwissenschaftliche Plaudereien, dann Märchen, Novel letten und Volksstücke, viele davon in plattdeutscher Mund art. Im Jahre 1876 30g er nach Berlin. Hier offenbarte er eine erstaunliche Beobachtungsgabe für das spezifisch ber linische kleinbürgerliche Leben mit allen seinen Eigenheiten das Spießbürgertum, das vor der Bildung sehr hoh Achtung, aber keine sehr genaue Vorstellung von ihr hat Die Figur der Wilhelmine Buchholz" machte ihn populär. Der buchhändlerische Erfolg der Familie Buchholz" und einer ganzen Anzahl ähnlicher Schriften, die in unermüd Ticher Wiederkehr die nämlichen Gestalten mit den näm lichen Redewendungen zeigten, war außerorentlich und anhaltend. Stinde farifierte, aber seine Karikaturen waren nicht höhnisch, sie blieben gemütlich und erregten Heiterfeit auch bei denen, die den Urbildern nicht gar so fern standen. Die Berliner hatten ihre Freude an der grotesken Wilhelmine Buchholz, und die Nichtberliner erst recht. NO Thomas Koschat, der beliebte Musikmeister, Kompomit der nächtlichen Wache bei den Ausgrabungen bei Fukh el Volkslieder und Männerquartette, feierte gestern in Wien unter großen Ehrungen seinen 60. Geburtstag. = Vermischtes. Was der Zufall entdeckt. In Alexandrien irrte der mit nächtlichen Wache bei den Ausgrabungen bei Fukh ei Garmus betraute Diener auf der Heimkehr von der Kantine angeheitert vom Wege ab und geriet in eine Vertiefung, rco er am anderen Morgen aufgefunden wurde. Man fand in dieser Gruft herrliche Geld- und Silberobjekte aus der Ptolemäerzeit. Seit dreißig Jahren ist ein Fund von solchem Werte in Aegypten nicht gemacht worden. Ein riesiger Affe. Die französische Zeitschrift La Nature" veröffentlicht Photographien von einem Gorilla, die ein Forschungsreisender in Kamerun am Oberlauf der Flüsse Lom und Sanga gemacht hat. Das abgebildete Tier unterscheidet sich von dem Gorilla, den man am Gabun trifft, durch seine riesige Größe. Es maß nicht weniger als 2,30 Meter, und der aufrecht sitzende Kadaver erreichte die Größe cines stehenden Eingeborenen. Es wurde in der Nähe von Quessou, dem Hauptorte am mittleren Sanga, getötet und gehörte zu einer Familie von drei Tieren, deren Fußspuren man deutlich unterscheiden konnte. Das Tier war auf der Brust und auf dem Bauche fast nackt, während seine Schultern und seine Schenkel mit dichten, langen Haaren bedeckt waren. Die Schulterbreite betrug 1,10 Meter, und die rechte Hand wog allein 2,5 Kilogramm. Man brauchte nicht weniger als acht Träger, um den halb zerlegten Kadaver des Riesen zu der Residenz zu schaffen; er wog 350 Kilogramm. Lokales. 9. August 1904. ** Ernannt wurden: Pfarrberwalter Waas zu Undenheim zum Repetenten bei der Theologischen Fakultät der Landes- Universität Gießen; Pfarramtskandidat Schönewolf zu Gießen zum Pfarraffiftenten in Kastel; Pfarrverwalter Hofmann zu Dueckborn zum Pfarrvitar in Büdingen; Pfarrassistent Emmel zu Schotten, zum Pfarrverwalter in Wendelsheim; Pfarrverwalter Beyer zu Londorf zum Verwalter der Pfarrgehilfenstelle in Deckenbach; Pfarramtskandidat Bühler zu Birkenau zum Pfarrafiftenten in Schotten( 2. Pfarrstelle); Pfarramtsfandidat Reusch zu Ober. Klingen zum Verwalter der Pfarrgehilfenstelle in Londorf; Pfarrverwalter Staubach zu Groß- Felda zum Pfarrassistenten in Bilbel; Pfarrvikar Reusch zu Ober. Klingen zum Pfarrverwalter in GroßFelda und Pfarraffiftent Siebeck zu Breßenheim zum Pfarrverwalter in Wirberg. ** Zur Wiederbesetzung ist ausgeschrieben: die evangelische Pfarrftelle zu Eberstadt. Dem Fürsten zu Solms- Hohensolms- Lich steht das Präsentationsrecht zu, ferner die evangelische Pfarrstelle zu Queckborn. tg. Sonntag, den 13. August findet im Café Ebel in Gießen der diesjährige Bezirkstag des Verbandes deutscher Post- und Telegraphen- Assistenten( Bezirts- Verein Darmstadt) statt. ** Leßten Sonntag unternahm der Eisenbahners verein Friedberg mittels Sonderzuges einen Ausflug nach dem herrlich gelegenen Staufenberg. Vollbefriedigt kehrten die Ausflügler abends wieder heim. *** Dekoration für weibliche Eisenbahnbedienstete. Das vom König ron Preußen gestiftete Erinnerungszeichen der preußischen Eisenbahner für 25: und 40jährige Dienstzeit fann nach einem neuen Ministerialerlaß auch weiblichen Eisenbahn- Bediensteten verliehen werden. Die Eisenbahndirektionen sind angewiesen worden, nunmehr den in Betracht tommenden weiblichen Bediensteten das Erinnerungszeichen nebst dem dazu gehörenden Besitzeugnis bald zu behändigen. Die Koblenzer Polizei glaubt den Biebricher Nanbmörder festgenommen zu haben. Sie verhaftete am Sonntag am Hauptbahnhof einen etwa 20jährigen Burschen wegen Beraubung eines Reisenden. Als man die üblichen Messungen an dem Verbrecher vornahm, zeigte sich, daß das Signalement des Menschen, der wegen des Biebricher Raubmordes verfolgt wird, genau auf ihn paßt. Weitere Nachforschungen ergaben dann noch, daß der Verhaftete sich zur Zeit des Mordes in der Nähe von Biebrich aufgehalten hat. *** Dünsberg- Turnen. Das diesjährige Wetturnen auf dem Dünsberg wird am Sonntag, 27. Auguft abgehalten. Borgesehen sind Stabhoch, Stemmen, Freiweithoch und Steinftoßen. Wien ist im Alter bon Jon Schönthan geftorben er für die militärische er Journalist und wirkte einem Bruder Franz zu geführten Schwant Der er Sternwarte Königsstubl iner Planet entdeckt. Der Größentlaffe und befindet affermanns, nicht weit vom humoristiden deutjayen Julius Stinde, ist am 28. August 1841 in Kirch oren, bat also ein Alter bon dt. Nach der Rüstigteit feiiner unberührten geistigen jünger halten fönmen und vorausgejagt. Ein Herzches und schmerzlofes Ende ibm befreundeten Landrat * Keine Fahrpreisermäßigungen. Wegen starker Inanspruchnahme der Betriebsmittel durch die diesjährigen Manövertransporte fönnen Fahrpreisermäßigungen für Ge sellschaftsfahrten an Sonn- und Festtagen in der Zeit vom 5. bis 30. September überhaupt nicht und an Werktagen in der Zeit vom 1. bis 30. September nur mit besonderer Genehmigung der Eisenbahn- Direktion bewilligt werden. Wegen Fahrpreisermäßigungen für Gesellschaftsfahrten an die Mitglieder der Kriegervereine zwecks Beteiligung ** Die Ernte ist jetzt fast vollständig beendet und überall vernimmt man das Surren der Dreschmaschine und bas gleichmäßig- rhythmische Niederfallen der Dreschflegel. Nicht lange mehr und der Pflug bricht von neuem die Scholle auf, der jungen Saat den Boden zu bereiten. * Wem gehören die Früchte? In der nun beginnenden Obstzeit taucht die Frage auf, wer wohl der Eigentümer über den Baun hängender Früchte ist. In dieser Hinsicht seien Interessenten auf§ 911 des Bürgerlichen Gestzbuchs hingewiesen, noch welchem die an einem Baume hängende Frucht dem Besizer des Baumes gehört, sofern sie abgepflückt wird. Sobald sie aber abfält und auf das Grundstück des Nachbars zu liegen fommt, gehört sie dem letteren. an der dei Homburg v. d. S voraussichtlich am 8. Septbr.| mühungen in den letzten Monaten endlich gelungen, H stattfindenden Kaiserparade ergeht noch besondere Verfügung. die beiden bisher getrennten, großen genossenschaftlichen * Eine Frachterhöhung für mehr als vieretagige Verbände Güterwagen beabsichtigt nach Berliner Meldungen die lichen Genossenschaften und den Neuwieder Generalverband - den Reichsverband der deutschen landwirtschaftpreußische Eisenbahnverwaltung eintreten zu lassen. Sie hat im Rahmen des Reichsverbandes zu vereinigen. Damit zu diesem Zweck die landwirtschaftlichen Vertretungen um ist eine einheitliche genossenschaftliche Organisation von ein Gutachten ersucht, da diese Wagen hauptsächlich dem 40 Verbänden, 65 Bentralgenossenschaften, 16 136 GenossenGeflügeltransport dienen. der zweifellos eine gesteigerte Belebung und Kräftigung schaften mit 1400 000 Mitgliedern geschaffen worden, von genossenschaftlicher Wirksamkeit ausgehen wird. Es ist daher lebhaft zu wünschen, daß durch einen möglichst zahlreichen Besuch des diesjährigen landw. Genossenschaftstages die erreichte Einheit und Machtsteigerung auch äußerlich glanzvoll befundet werde. Diese herzliche Bitte richte ich an die Genossenschaften sowohl der bisher schon dem Reichsverbande zugehörenden, wie insbesondere an die Genossenschaften der jüngst beigetretenen Raiffeisenverbände. Der diesjährige Genossenschaftstag, dem durch die huldvolle Uebernahme des Ehrenvorſizes durch Se. Durchlaucht den Herrn Statthalter von Elsaß- Lothringen Fürsten von Hohenlohe- Langenburg eine ganz besondere Auszeichnung zuteil geworden ist, wird in seinen Verhandlungen eine Fülle neuer interessanter Anregungen gewähren, so insbesondere für die Ausgestaltung des Revisionswesens, Förderung des Milchkonsums, Ausbau des Winzergenossenschaftswesens, Ringbildung und Genossenschaftswesen und andere wichtige Fragen. Nicht minder anregend und genußreich verspricht der gesellige Teil zu werden, wofür die allbekannte Gastlichkeit des ehrwürdigen Straßburg der„ wunderschönen Stadt" und die landschaftlichen Reize des Watgau Gewähr leisten. Unsere älteren Genossenschafter dürfte auch die Gelegenheit locken, die Stätten wiederzuschauen, wo sie vor 35 Jahren im blutigen Ringen die deutsche Einheit mit erstreiten halfen. So rufe ich denn allen unseren Genossenschaftern ein„ Auf nach Straßburg" entgegen, eines herzlichen Willkommens seien fie gewiß! ** Kandelaber. Man berichtet uns folgenden vielbelachten Vorfall. In einer oberhessischen Dorfschule war die Rede auch auf das Wort Kandelaber gekommen. Um seine Schüler mit dem Begriffe besser vertraut zu machen, forderte der Lehrer die Klasse auf, mit dem Wort einen Satz zu bilden. Zuerst allgemeines Schweigen, dann aber plaßt der Scholze- Hannes heraus:" Mei Boatter kann de Laber net esse." -1- Heuchelheim, 8. Auguft. Zur Errichtung einer Badeanstalt hat ein hiesiger Bürger 100 mt. deponiert. ? Grünberg, 8. Auguft. Eine wackere Tat vollbrachte Herr Friz Hille, der letzte Woche den im 17. Lebensjahre stehenden Gymnasiasten Fuldat aus dem Merlauer Teich vom Tode des Ectrinkens rettete. Laubach, 8. Auguft. Der Bau der Gaszentrale fann nicht eher aufgenommen werden, bevor die der Regierung eingereichten Verträge geprüft und der süddeutschen Gasgesellschaft wieder zugeftellt sind. Die betreffenden Gemeinden wünschen eine möglichst schnelle Anlage. < Saasen, 8. Auguft. Die Frau am Billetschalter. Nicht wenig überrascht waren dieser Tage die Passagiere, als ihnen auf unserer Station bei der Fahrkartenlösung die Billette durch weibliche Hände verabfolgt wurden. (§) Windecken. Sonntag feierte hier der RidbatalSängerbund unter Teilnahme von 20 Gesangvereinen sein Bundesfest. Unser Gesangverein" Konkordia" hatte das Fest seines 25jährigen Bestehens damit verbunden. ** Oberbessingen, 7. Auguft. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Somls- Lich auf die erledigte 3. Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Lich pränsentierte Schullehrer Ludwig Erb zu Oberbessingen für diese Stelle. ** Schlitz, 9. Auguft. Unsere Turnhalle ist soweit fertiggestellt, das sie im nächsten Monat in Betrieb genommen werden kann. ** Flensungen, 8. Auguft. Missionsfest. Lezten Sonntag beging der Zweigverein Grünberg der Gustav AdolfStiftung in unserem Orte sein Jahresfest. Eingeleitet wurde die Feier durch einen Festgottesdienst in unserer Kirche, in dem Pfarrer Schmidt über die hohen Aufgaben des Gustav Adolf- Vereins spruch. Die Nachversammlung fand im Flensunger Walde statt, wo Bänke und eine mit Grün gehmückte Kanzel errichtet waren. Als Feftredner sprachen Pfarrer Georgi- Ermenrod, Pfarrer Becker- Nieder- Dhmen und Detan Wagner- Grünberg. Zur Verschönerung des Festes trug auch der Grünberger Kirchengesangverein bei. § Groß- Rechtenbach, 8. Auguft. Das am Sonntag hier gefeierte Missionsfest hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen. ? Herbornseelbach, 8. Auguft. Der Typhus greift in unserer Gemeinde weiter um sich, bereits 50 Personen hat diese fürchterliche Krankheit erfaßt. In der Umgegend herrscht große Unruhe. § Lauterbach, 9. Auguft. Einquartierung. Montag, den 21. August, wird unser Ort mit Teilen des Feldartill.. Regiments Nr. 47( Fulda) bequartiert merden. " ?? Alsfeld, 8. Auguft. Oberhessisches Bauernfest. Sonntag hielt hier der Bund der Landwirte unter Leitung des Abg. Korell- Leusel sein diesjähriges Oberhessisches Bauernfest ab, auf dem u. a. der Chefredakteur der Deutschen Tageszeitung," Dr. Dertel- Berlin und die Landtags abg.ordneten Köhler- Langsdorf und Hirschel Friedberg Ansprachen an die zahlreich erschienenen Festteilnehmer richteten. Hirschel- Friedber, referierte über das Thema:„ Mehr Genossen schaftsgeist, mehr Bundestreue." Er führte u. a. aus: Gegen den Zwischen handel fönnen wir uns nur durch das Genossenschaftswesen schüßen, darum müssen wir uns zusammenschließen. Auch hier haben sich die Landwirte zusammengetan und eine Kornhausgenossenschaft mit dem Size in Alsfeld gegründet, die in der furzen Zeit ihres Bestehens über raschende Erfolge errungen hat. An der Genossenschaftsbewegung in Deutschland hat die Landwirtschaft den größten Anteil unter allen Berufsständen. 1/2 Willionen deutscher Bauern sind bereits genossenschaftlich organistert. Der Bund der Landwirte ist ein Machtfaftor geworden und zählt iegt innerhalb Deutschlands 200 000 Mitglieder. Allen Rednern wurde reichlicher Beifall zu teil und ohne störenden Zwischenfall verlief das Fest. - Auf zum 21. deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaftstag nach Straßburg i. Els.! Der Generalanwalt Haas- Darmstadt erläßt folgenden Aufruf: Bom 17.- 19. August versammeln sich die Vertreter der im Reichsverband vereinigten Verbände und Genossenschaften zum 21. deutschen landw. Genossenschaftstag in Straßburg in Els. Der Tagung tommt diesmal eine ganz besondere Bedeutung zu. Ist es doch nach jahrelangen Be* Literarisches. " Die Werktätigkeit der Borzeit, d. h. die ersten Anfänge gewerblicher Tätigkeit in den frühesten Kulturepochen der Menschheit schildert an der Hand der Fund ftücke aus prähistorischer Zeit der Kgl. Konservator Eduard Krause in den jüngst zur Ausgabe gelangten Lieferungen 85-90 der bekannten Publikation Hans Kraemers Weltall und Menschheit"( Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W.). Wie unsere Urahnen sich die ersten Steinwert zeuge schufen, wie sie sich Geräte und Waffen zum Fischfang und zur Jagd erfannen, wie die Töpferei entstand, all dies lernen wir in Wort und Bild so anschaulich kennen, als hätte der Verfasser Gelegenheit gehabt, die Menschen der Eiszeit, die Jäger von Taubach, oder die Pfahlbauer des Büricher Sees bei ihrer Tätigkeit zu belauschen. Lieferung 86 beginnt dann die umfangreic, ebenso fesselnde Darstellung der Erforschung und Verwendung der Naturfräfte", also eines Gebietes, das jeden modernen Menschen intereffieren muß. " Geschäftliches. ** Das Aschenbrödel der Küche ist gewöhnlich die Essigflasche. Und doch spielt gerade der Essig im Küchengebiete fast dieselbe unentbehrliche Rolle wie das Salz, denn welcher Gaumen möchte wohl bei verschiedenen Speisen diese Würze missen. Aber wie leicht fann manche schmadhafte Speise verdorben werden, wenn minderwertiger Effig verwendet wird. Darum muß die seit über 30 Jahren bestens bewährte echte Ch A. Pasteur's Essigessenz von Max Elb, Dresden als ein Küchentalisman im vollsten Sinne des Worts von jeder Hausfrau geschäßt werden. In dieser Essenz besißt sie immer ein fleines Lager absolut reinen Essigs in tonzentrierter Form und kann daraus im Augenblick nur durch Zusatz von Wasser jedes beliebige, gerade benötigte Quantum feinsten Tafel- oder EinmacheElfias bei geringsten Koften herstellen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 landw. Arbeiter, 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Kunstschlosser, 1 Strickerin, 10 Schreiner, 1 Küfer 2 Brötchenträgerinnen, Schneider, 1 Friseur, Erdarbeiter, 1 Bauschlosser, jüngere Arbeiter 3 jüngere Hausburschen, 1 Fuhrtnecht, 1 Köchin, Dienstmädchen, Lauffrauen oder Mädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher. Es suchen Arbeit: 1 Schmied 1 Maschinenschlosser, Maschinist Heizer, 1 Buchbinder, 1 Schneider, 2 Wäscherinnen, 1 Installateur, Haus- oder Bureaudiener, 1 Lauffrau, 2 Bureaugehilfen, Raffiere. Gießener landwirtsaftlicher Wettervient Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 9. Auguft. Wärmer, später Abkühlung, vielfach Gewitter. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen. Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Girken Weftanlage 31. Inh: Oscar Gutmann Trirphan Dr. 21 Ten- und Mosalk- Fußbodenplatten, glaßerte Wandplatten. 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Alle Diejenigen, welche noch Forders ungen an den verstorbenen Braumeister Herrn Grallert zu bilden haben, bitten wir, ihre Rechnung innerhalb 8 Tagen auf unserm Bureau einzureichen. Gießen, am 7. August 1905. Derdingung von Drainagearbeiten. Die zur Ausführung für die Feldbereinigung in Gemarkung Rodheim bei Hungen vorgesehenen Bekanntmachung. Bei der Stadtkaffe ist die Stelle eines jüngeren Bureaugehülfen Drainagen erforderlichen Arbeiten sollen im Wege schrift- alsbald anderweit zu beſetzen. lichen Angebotes vergeben werden und zwar: Graben und Rohrverlegungsarbeiten, Maurerarbeiten, veranschlagt 9000,00 Mt. " 205,60 " Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großherzogl. Bürgermeisterei Rodheim zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Kostenanschlages zu erfolgen und find verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Mittwoch, den 16. Auguft, vorm. 10 Uhr bei Großh. Bürgermeisterei Rodheim einzureichen. Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa schienener Bieter.- Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 5. August 1905. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Verdingung. ererDie zur Ausführung für die Feldbereinigung in der Gemarkung Sungen vorgesehenen Drainagen er forderlichen Arbeiten sollen im Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden und zwar: 1. Anfahren der Röhren, veranschlagt zu 1222,50 Mr. 2. Graben- und Rohrberlegungsarbeiten beranschlagt zu 18900,00 3. Maurerarbeiten " 261,20 " H Geeignete Bewerber, welche einige Kenntnisse im Rechnungswesen besitzen müssen, wollen ihre Meldungen alsbald, versehen mit Lebenslauf und Zeugnissen, unter Angabe ihrer Gehaltsforderungen bei uns einreichen. Gießen, den 8. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Betr. Besetzung einer Schuhmannstelle. Bekanntmachung. Am 1. Oktober I. Js. ist bei der unterzeichneten Behörde eine Schutzmannsstelle mit einem Anfangsgehalt von 1320 Mt., steigend jährlich um 30 Mt., bis zum Höchstgehalt von 1800 Mk., zu besetzen. Geeignete Bewerber, die während ihrer aktiven Dienstzett beim deutschen Reichsheer oder der deutschen Marine mindestens 3 Jahre Unteroffizier gewesen sind, wollen sich unter Vorlage selbstgeschriebener Gesuche, denen die Militärpapiere, sowie Führungszeugnisse beizuschließen sind, bis 1. September 1905 melden und sich vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorstellen. Gießen, den 7. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13 Juli 1905 angeordnete Sperre des Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Hungen zur Einsicht offen. Angebote Eichweges wird hiermit aufgehoben. Aktien- Brauerei Giessen, baben in Prozenten des Kostenanschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Unterzeichneter empfiehlt seine garantiert reinen, unverfälschten Weine nur eigenes Wachstum und sichert streng reelle Beb'enung zu. Weitweine, pro Liter 50 Pfg. aufwärts Rotw ine " 70 " Bablreiche Anerkennungen und Nachbestellungen bestätigen die gute. preiswürdige Qualität und liegen Originale hiervon zu jedermanns Einsicht offen. Probefässchen vou ca. 25 bis 30 Liter unter Nachnahme. WeingutsLudwig Mathes, besitzer Flonheim( Rheinhessen). Lokomobilen fahrbar mit Concession 1 Stüd Zimmermann 5-9 PS. 1 Kuhn " 1 1 " Lanz Montag, den 14. d. Mts.. vormittags 9 Uhr, bet Großh. Bürgermeisterei Hungen einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit deren Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter stattfindet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 2. August 1905. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Vergebung von Bauarbeiten. Neubau der Jrrenanstalt zu Gießen. Die zum Neubau des Pförtnerhauses nötigen Rohbauarbeiten und Lieferungen, nämlich: Los I II " Erd- und Maurerarbeiten: darunter 28 cbm Erdaushub, 122 cbm Bruchsteinmauerwerk, 64 cbm Badsteinmauerwerk, 69 qm Betondecken. Steinhauerarbeit: in Lungstein ca. 6,00 cbm. III Zimmerarbeiten: ca. 23 cbm Tannenholz zu liefern 2c. Grobschlosserarbeiten. " 1 Lanz 6-10 PS. 12-18 PS. 1 Stahlschmidt 12-15 PS. 20-30 PS. billigst abzugeben. " IV Eisenlieferung: 1700 kg I- Träger. V If VI Dachdeckerarbeiten: 268 qm Schieferfläche 2c. H " " VII Spenglerarbeiten: ca 27 Ifd. m Hängerinne 2c. VIII Blizableiteranlage. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. In meinen Neubauten an der Westanlage sind mehrere schön eingerichtete elegante Wohnungen zu vermieten und per 1. Ottober event. früher beziehbar. 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Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Grünbergerstraße von der Wolfstraße bis Land mannstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 5. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Bleichstraße von der Ludwigstraße bis Stephan straße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 5. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird per Str. 3.50, 4, u. 450 Mt. die Ludwigstraße von der Bleichstraße bis Goethestraße fret ins Haus, fowte bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge Feinste Salatkartoffeln sperrt. stets am Lager. J. Hankel, Gießen, Schlokaasse. Nach Burg- Gemünden wird ein tüchtiger Schmiedegeselle gesucht von Heinrich Hermann, Schmiedemeister. 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Marie hatte di gem Staunen zu i „ Gustav, Schas der wollte sie die trat zurüd und hol „ Noch nicht, M furchtbar ich gelitte danke ist, statt das schwerere Schuld au Du bist der Am du jezt der meinige Mich verlangt aber um eins bitte Kämpfe, der Gram nicht im Zeitraum oft genug wirst du zu üben." Ich habe eine und meine Edult ich fühle midy un Bürde, die ich ge Gridhitternd lehnte Marie der zufammen, um Was jetzt Marie dann Stimme, nicht einer mit dem Er füßte fie meinsam wande Auf Gerha Abwege gerät," Blut, als ich gla Sein Beruf wird, wird ho Marie. Mit Ottos C fuhr er dann fort soll versuchen, sich leicht, daß er die fo Seit übernehmen fa Er feufzte. Marie wandte de die auf ihrer Schul um ihre Mundwinkel Run, Edhat, we einmal ein Entel dein Du bait doch imm mir die größte Withe Flein wenig midtig zu geben; es ist mir tommt ihre Mitgift, einridhten lernen, un fönnen. Sabe idy's