dem reichen wieder nach enten Spieß de in den feine Hand Holte fie und Entgegen apitan griff Sir," fagte bergeld." o geben Sie meine Hand !" cettet sich die er unglüdlich Menschen ver hr! 1.49 eine. on Personen e Zettelchen 12 versehen. Pfeffernüffe erste der Ge-worfene Zahl rfelt, muß die ntliche Zahlen geschieht, hat Bfeffernüffe ge Wirst jemand so muß sein hinab, weil er nen fonnte. e beinahe den tolzen Schiffes Wellen. n Sumpfe and heim. Theim, brik ersweg 9 Schirme hirme u. Kinder alitäten. Nr. 134. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen ble Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 9. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfa., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erideint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Skandinavische Union. Die vor fast neunzig Jahren geschaffene Union zwischen Schweden und Norwegen hat sich tatsächlich aufgelöst. Es ist Dies auf dem einzig möglichen Wege geschehen, auf dem der Revolution. Der Name ist nicht schön, aber er ist der illein zutreffende auch dann, wenn die revolutionären Schritte unter Wahrung gewisser Höflichkeitsformen getan werden, vas im vorliegenden Falle geschehen ist. Der norwegisce Storthing hat unter persönlichen Achtungs- und Sympathiebezeigungen den König Oskar der norwegischen Krone für perluftig erklärt, eine eigene norwegische Regierung eingesetzt, die Union mit Schweden als aufgehoben bezeichnet, und gleichzeitig den König Oskar eingeladen, er möchte dazu mitwirken, daß sein jüngerer Sohn unter Verzicht auf sein schivedisches Erbrecht König von Norwegen werde. Das alles flingt so ruhig und geschäftsmäßig, beinahe wie die Mitteilung der Auflösung eines Gesellschaftsvertra ges, dessen Kontrahenten jetzt getrennt eigene Firmen begründen. Revolution bleibt es aber doch, bliebe es sogar dann, wenn König Oskar nicht von Stockholm aus gegen die Maßnahme des Storthing protestiert hätte, gleichviel, ob diesem Protest durch Handlungen Nachdruck gegeben wird oder nicht. Das Wesen der Revolution besteht darin, daß oon mehreren auf Zusammenwirken angewiesenen Gewalten eine ohne Befragen der anderen und gegen deren Willen allein und selbständig vorgeht. Ein solcher revolutionärer Uft kann auf verschiedene Arten ausgeglichen werden: entweder durch ausdrücklichen Widerruf unter Anerkennung. daß die widerrufene Handlung zu Unrecht vorgenommen war oder durch nachträgliche Anerkennung und Gutheizung des Geschehenen durch den vorher widerstrebenden Teil. Diese Anerkennung braucht nicht ausdrücklich ausgesprochen zu werden; es gibt auch eine stillschweigende Gutheißung, die völlig rechtswirksam ist. Nach dieser Begriffsbestimmung ist das Vorgehen des norwegischen Storthing unfraglich re bolutionär, schon dadurch, daß er die Union mit Schweden ohne Befragen Schwedens für aufgelöst erklärt hat. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Beteiligten sich ent schließen werden, durch nachträgliche Verständigung den re volutionären Akt zu einem legalen zu machen. Die Möglich. feit ist keineswegs ausgeschlossen. Die Union war durch das Widerstreben der Norweger längst wertlos geworden, für beide Teile wertlos und eine Quelle von Zwistigkeiten und gegenseitigen Verärgerungen. Die Schweden standen bei den Norwegern in dem Verdacht nationalen Hochmuts, dic Norweger bei den Schweden im Verdacht der Unverträglich. feit, der politischen Kurzsichtigkeit, was eine höfliche Uni schreibung für Beschränktheit ist. Es kann recht wohl sein, daß man in Schweden ganz befriedigt sein wird, daß man des norwegischen Ballasts ledig geworden, wenn auch nicht gerade auf gute Art. Auch König Oskar mag sich am Ende darein finden, seinen jüngeren Sohn als König des selb ständigen Norwegens zu sehen. Doch darüber kann es nur Vermutungen geben. Man weiß wohl, was sich in der Deffentlichkeit zugetragen hat; aber niemand kann sagen, welche Intriguen sich in der Heimlichkeit abgespielt haben. Wo es sich um Throne und um Kronen handelt, da sind große Interessen in Frage, und die Zwischenträger bleiben nicht müßig. Jm vorliegenden Falle ist bisher- alles so merkwürdig glatt gegangen, wie in einem Schauspiel, so daß man sich kaum des Verdachtes entschlagen kann, es habe hier eine geschiate Regie mit wohlgeübten Kulissenschiebern gewaltet. Mögen sich nun die Geschehnisse in der angedeuteten oder in einer unwahrscheinlich harmlosen Weise vorbereite! und zugetragen haben sicher ist, daß allmählich alle Teile mit der neuen Gestaltung der Dinge ihren Frieden macher müssen. Im Interesse der Beteiligten ist zu wünschen, dak es bald geschieht. Und diese erfreuliche Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen. Der norwegische Storthing hat bereits aus. gesprochen, daß das unabhängige Norwegen zu dem schwedi. schen Nachbar freundschaftlichste Beziehungen unterhalten und pflegen will. Gute Beziehungen zu Dänemark liegen gleichfalls in den norwegischen Traditionen. Zwischen Schwe. den und Dänemark endlich ist kein Stein des Anstoßes borausgesetzt, daß die verschwiegenen Intriguen, von denen oben andeutungsweise die Rede gewesen, nicht etwa in der Richtung vorhanden waren, den alten dänischen Anspruch auf Norwegen mit Hilfe oder mit wohlwollender Duldung des russischen Verwandten wieder aufleben zu lassen. Unter dieser Voraussetzung wäre es recht wohl angängig, daß ein schon bejahrter Wunsch sich verwirklichte: die Schaffung eines skandinavischen Staatenbundes. In allen drei skandinavischen Reichen ist seit vielen Jahr zehnten der Gedanke lebendig, daß diesen Reichen ihr geziemender Anteil an politischem Gewicht und Sinfluß nur donn wiedergewonnen werden könnte, wenn sie ohne Aufgeben ihrer Eigenart und Selbständigkeit sich politisch und wirtschaftlich zusammenschlössen. Weiterblickende skandinabische Politiker erkannten in solchem Zusammenschluß schon früher die einzige Aussicht auf erfolgreiche Abwehr etwaiger russischer Annerionsgelüste, deren Vorhandensein man vor. aussetzen darf, ohne den Russen zu nahe zu treten. So könnte es kommen, daß die lockere schwedisch- norwe gische Union bloß gelöst worden ist, damit Raum werde für eine viel festere, weil mit den Wünschen der Bevölkerung libereinstimmende schwedisch- norwegisch- dänische. für eine Skandinavische Union. 822 Der norwegische Staatsrat richtet die neue Regierung ohne Ueberstürzung, aber mit vollendeter Zielsicherheit ein, so daß gar kein Zweifel daran aufkommen fann, es handle sich um einen in allen Einzelheiten genau vorbedachten is. Besondere Gesandtschaften sollen den Mächten von der beli zogenen staatsrechtlichen Veränderung Witteilung machen; von dem Handelsdepartement ist die Abteilung für auswär tige Angelegenheiten als eigenes Ministerium abgesondert, an dessen Spize Staatsminister Lövland tritt; in der Kriegsflagge wird das Unionszeichen gestrichen, und die Verwal tung der Landesverteidigung hat den Beschluß des Storthing, betreffend die Ueberweisung der Landesregierung an deit Staatsrat, der Armee durch einen Erlaß bekannt gegeben. Als eine eigenmächtige und bedeutungslose Aktion ist es aufzufassen, daß eine Anzahl in London lebender Norweger an den Prinzen Arthur von England, den 22jährigen Sohn bes Herzogs von Connaught, Bruders des Königs Eduard, bie Bitte gerichtet haber, die Krone von Norwegen anzunehmen. Diese Krone wird in Christiania, nicht in London bergeben. Friedensausfichten in Oftafien? Trotz der offiziellen Ableugnungen der kriegführenden Parteien, daß Friedensunterhandlungen im Gange seien, laufen täglich neue Berichte ein, nach denen der Friede nahe bevorstehend sein soll. Nachdem Londoner Blätter bereits mehrfach über in Washington gepflogene Beratungen hatten berichten kön nen, meldet der Telegraph aus der englischen Hauptstadt: Aus halbamtlicher Quelle in Washington verlautet, das die Regierung der Vereinigten Staaten hoffe, in Verbin. dung mit einigen Mächten des europäischen Festlandes Rußland innerhalb 48 Stunden formelle Vorschläge be. züglich des Friedens machen zu können. Zar Nikolaus hat den amerikanischen Gesandten v. Lengerke- Meyer be reits in Audienz empfangen. In Washington hatten sowohl der russische Botschafter mie der japanische Gesandte Takahira lange Unterredungen mit Präsident Roosevelt, über die bisher strenges Stillschwei. gen bewahrt wird. Wie es heißt, ist Roosevelt bemüht, durch Vermittelung Takahiras ein bestimmtes Bild der japanischen Friedensbedingungen zu erlangen. Ebenso soll v. Lengerke. Meyer beim Zaren in Erfahrung bringen, was die Regierung der Vereinigten Staaten dazu tun könne, einen baldigen Friedensschluß zu ermöglichen. Der Einfluß Wittes joll in Petersburg der Sache des Friedens von größtem Nußen sein. Der Zar habe den Rat des bewährten Staatsmannes in letzter Zeit mehr denn je in Anspruch genommen. Es heißt sogar, daß Witte aus Anlaß seines demnächstigen 25jährigen Dienstjubiläums zum Reichskanzler er. nannt werden wird. Witte war von jeher ein Gegner der ehrgeizigen Pläne Alerejeffs im fernen Osten. Die russischen Schiffe in Manila werden dort interniert, bie Offiziere und Mannschaften an Land untergebracht. Japanische Kriegsunterstützungen. Seit Ausbruch des Krieges sind an 20 000 Familien von gefallenen Japanern bis Ende März d. J. über 10 Millionen Yen an Unterstützungen ausgezahlt worden, im Durchschnitt also 500 Yen für die Familie. Diese besonderen Unterstüßungen stehen in feiner Beziehung zur Pension und werden je nach dem Range der Gefallenen als einmalige Abfindung gewährt. So erhält die Familie eines Obersten bei seinem Tode eine Summe von 4000 yen( etwa 8400 Mark); beim Ableben eines Gemeinen werden den Hinterbliebenen im Mindestfalle 220 yen( etwa 460 Mark) ausgezahlt. Roschdjestwensky über seine Gefangennahme. Der russische Admiral Roschdjestwensky, der jetzt in einem japanischen Lazarett an den in der Seeschlacht in der KoreaStraße erhaltenen Wunden schwer darniederliegt, hat das folgende Telegramm aus Tokio gesandt: Am 27. Mai um 1½ Uhr begann der Kampf mit 12 großen japanischen Schiffen und 12 japanischen Kreuzern. Um 2½ Uhr mußte ich das Kommando des„ Knjäs Ssuworow" abgeben. Um 3½ Uhr, als ein Teil meines Stabes und ich selbst das Bewußtsein verlor, mußten wir auf den„ Bniny" überführt werden, wo sich bereits die Mannschaft der untergegangenen„ Ossljabja" befand. Das Kommando wurde Admiral Nebogatow übergeben.„ Bniny" kam während der Nacht von dem Geschwader ab. Am Morgen sichteten wir den„ Dmitri Donsfoi" mit zwei Torpedobooten und brachten die Besatzung der Ossljabja" auf ihm unter. Ich selbst wurde auf den„, Biedomy" gebracht, welcher am Abend des 28. Mai mit dem ,, Gromfy" weiterfuhr. Der„ Biedowy" ergab sich zwei japanischen Torpedobooten und kam am 31. Mai in Sasebo an. " * * Rofchdjeftwenskys Verbängnis. Ms es plötzlich hieß, daß die baltische Flotte in der Tsuschimastraße aufgetaucht sei, wunderte sich alle Welt über den plötzlichen Wagemut des russischen Führers, der den Löwen direkt in seiner Höhle aufzusuchen ging. Man hatte allgemein angenommen, Roschdjestwensty werde gemäß seiner bisher befolgten Taktik seine Bewegungen möglichst zu verschleiern und sich unbemerkt vom Gegner auf versteckten Pfaden in den Stillen Ozean zu schleichen suchen. Statt dessen plötzlich ein tollkühnes Bravourstück! Was mag ihn dazu bewogen haben, so fragte man sich. Ein italienischer Rorrespondent gibt seinem Blatte aus Tokio eine interessante Lösung dieses Rätsels in der folgenden Erzählung eines ge. fangenen russischen Offiziers vom Stabe des„ Nikolaus I." Nachdem sich in den Gewässern von Annam die beiden Geschwader vereinigt hatten, wurden die Vorbereitungen für die kommende Seeschlacht mit fieberhaftem Eifer betrie ben. Am 7. Mai erschienen, auf eine Aufforderung Rosch. djestwenskys hin, alle Schiffskommandanten auf dem Admiralsschiff, um Kriegsrat über den Durchfahrts- oder Schlachtplan zu halten. Die Beratung dauerte mehrere Staden; alle waren sehr erregt, und es fielen große Worte über die Ueberlegenheit der russischen Schiffe und über den nahen Sieg, als sich plötzlich ein alter Admiral erhob, und ruhig und bedächtig erklärte, daß man nach seiner Meinung die Kräfte des Feindes sehr unterschätze, und daß er aus diesem Grunde für die Fahrt durch den Stillen Ozean und Durch die Laperouse- Straße stimmen werde. Eisiges Schweifolgte seinen Worten, aber ein anderer Admiral fam dem Bauderer zu Hilfe und sagte:„ Auch ich wäre für die Bohrt durch den Ozean, nur möchte ich nicht die Durchfahrt durch die Laperouse- Straße wählen, sondern die Durchfahrt burch die Tsugaru- Straße erzwingen." In diesem Augenblic sprang ein jüngerer Kapitän auf und schrie so heftig, daß die Worte sich in seinem Munde überschlugen:„ Wir sind aus einem anderen Weltteil hierhergekommen, um Nel. jons Ruhm zu erringen, nicht, um dem Feinde auszuweichen, und durch den Stillen Ozean uns davonzustehlen. Wir müssen direkt auf Formosa lossteuern und uns dort eine Ope rationsbasis schaffen." Die jüngeren Offiziere waren alle aufgesprungen und flatschten in rasender Begeisterung ,, mit Händen und Füßen" Beifall. Roschdiestwensky bat um eine halbe Stunde Bedenkzeil und zog sich mit den höheren Offizieren in sein Arbeitszim mer zur Beratung zurück. Als er wiederkam, sagte er mit Festigkeit:„ Unsere Flotte wird direkt nach Wladivostok fah ren, und zwar direkt durch die Tsushima- Straße." Wie ein Mann hatten sich alle von ihren Sigen erhoben; jubelnde Hurrarufe ertönten, die Müßen wurden in die Luft geschleu dert, man trank sich aus Champagnerfelchen zu, und die er. hitten Gesichter wurden noch erhitter. Roschdiestwensky hlug vor, auf das Vaterland und auf das Glück der Flotte zu trinken. Man füllte die Gläser von neuem; alle umarm ten sich, füßten sich und drückten sich die Hände. Es war ein wahrer Taumel! Als die Versammlung sich auflöste, spielte die Schiffskapelle die Nationalhymne. Die Offiziere wußten nicht, daß sie soeben ihren Tod votiert hatten! Als man am 18. Mai aus den Gewässern von Annam herausfuhr, fig nalisierte das Admiralsschiff: In einer Woche wird Ruß lands Schicksal entschieden sein. Opfert euer Leben an! Liebe zum Vaterlande." Roschdjestwensky und seine Flott zogen ihrem furchtbaren Verhängnis entgegen. Die Politik. Bei der bevorstehenden Reichsfinanzreform sollte auch dem Tabak eine neue Abgabenlaft zuteil werden. Wie jetzt verlautet, wird aber von einer neuen Tabakstener Abstand genommen werden. Damit glaubt man eine der Hauptschwierigkeiten für das Zustandekommen des ganzen Reforn: werkes aus dem Wege geräumt zu haben. * * Die Bandenkämpfe in Südwestafrika dauern weiter an. Allerorten rücken unsere braven Truppen weiter vor, schlagen die Rebellen aber können sie bisher noch immer nicht endgültig fassen. Bedauerlich ist es, daß der Bethanierhäuptling Kornelius, der am 22. Mai durch Hauptmann von Koppy unweit nachab( 80 Kilometer südwestlich Keetmanshop) gestellt und am 27. aus starker Stellung bei Geious gemorfen wurde, längs des Großen Fischflusses nach der englischen Grenze geflohen und wahrscheinlich schon bei unseren friedlichen Nachbarn in Sicherheit ist. Hoffentlich gelingt es ihm nicht, von dort auf deutsches Gebiet zurückzukehren. Der Bande Morris muß erst jetzt wieder der Weg bom englischen Asyl nach Warmbad von einer deutschen Truppenabteilung verlegt werden. Diese treibt zugleich die versprengten Banden Morengas vor sich her und dem Oranjefluß zu. Auch dem Hererohäuptling Andreas ist man im Kuisebtal von allen Seiten scharf auf den Fersen. So schlug am 27. Mai Hauptmann Blume bei Goagas eine 150 Stöpfe starke, anscheinend zu Andreas gehörige, Hererobande und verfolgte sie in südGeneral. westlicher Richtung. Der Feind verlor 8 Tote. leutnant von Trotha ist am 3. Juni in Keetmanshop eingetroffen, England. Die Untersuchung über die Armeeskandale aus dem südafrikanischen Krieg ist nunmehr beendet worden. Der Kommissionsbericht soll große Unterschlagungen von Proviant und Munition festgestellt haben. Es heißt, daß ein Oberst und mindestens sechs Trainoffiziere niedrigerer Dienstgrade vorläufig vom Dienste suspendiert sind. Alle diese Offiziere werden wahrscheinlich vor ein besonderes Gericht aeſtent Der Siaubmoro im fatholischen Pfarrwerden. Rufeland. A Das Toleranz- Edikt, das kürzlich erlassen wurde und auf das Optimisten große Hoffnungen sekten, scheint auch nur dem Buchstaben nach zu bestehen. In Fällen, wo Personen, die früher zum Uebertritt zur griechisch- orthodoxen Kirche gezirungen worden waren, den Wunsch äußerten, zu ihrer alten Religionsgemeinschaft zurückzukehren, nahm die Regierung einen schroff abweisenden Standpunkt ein. Es wird er. klärt, daß auch jetzt nur die herrschende russische Kirche das Recht habe, ren Glauben zu verbreiten und Proselyten zu machen, Anhängern anderen Glaubens aber bleibt es nach wie vor untersagt, irgendwelche Personen zur Annahme ihrer Konfession zu verleiten. Diejenigen, welche einen Ab. fall von der orthodoren Kirche veranlassen, unterliegen nach wie vor der strengsten Bestrafung. Ebenso werden die Verfammlungen der Angehörigen der Baptistensekte nicht gestattet. * Hof und Gefell fchaft. Der Kaiser setzte die Besichtigung der GardeRavallerie- Regimenter im Heerlager zu Döberitz fort. Das Regiment Garde- Kürassiere und das 2. Barbe- Ulanen- Negiment wurden inspiziert, und auch diesmal schloß sich daran eine Gefechtsübung unter Hinzuziehung anderer Truppenteile. Der Uebung wohnten wieder die fremdländischen Offiziere bei, darunter auch die Herren der französischen Sondermission. Nab und Fern. Ehrenpokal des deutschen Knifers. Für eine Segelveftfahrt von Dober nach Helgoland für Fachlen hat Kaiser Wilhelm einen Bofal gestiftet. Die Wettfahrt soll eine Stunde nach dem Beginn des Segeljacht- Rennens am 17. Juni über die gleiche Strecke beginnen. Zur Teilnahm ind mir Jachten igt, die die Ozeanwettfahrt mitge nacht haben. Gemeldet sind bisher Walhalla, Apache, Atantic, Utomana. haus zu Heldenbergen. Nachdruck verkoten. Beamtenmangel in preafischen Justizdienst. Seit Jah en hat die Zahl der Referendare und Assessoren zugenom nen. Trotzdem hat sich z.. im Bezirke des Oberlandesge ich 3 Hamm ein Mangel an Essessoren gezeigt. Ein ähn icher Beamtenmangel ist im mittleren Justizdienst zu ver eichnen. bwohl man in letzter Zeit eine ansehnliche Zahl on Justizanwärtern zum Vorbereitungsdienst angenommen jat, ist es noch nicht gelungen, die wünschenswerte Anzahl on Aftuaren zur Befehung der vorhandenen Sommifforien ju erzielen. Es werden deshalb viele nicht geprüfte Justiz anwärter verinandt. Boffenbruch im Harz. Ein furchtbarer Regen, der im Farzgebiet niedergegangen ist, hat viel Schaden angerichtet. Banye Dörfer, wie Langenstein, sind von jedem Verkehr gebahnten Wegen abgeschnitten. In der genannten Crt chaft sind drei Häuser fortgerissen. In Halberstadt geht Die Holzemme mit Hochwasser, Teile der Unterstadt sind überschtwemmt. Chloß ichaufen abgebrannt. Das dem Ehrenamt mann von Harthausen gehörige, in der Nähe von Nieheim Westfalen gelegene Schloß Tiehausen wurde durch einen Blitsd lag getroffen und gänzlich eingeäschert. Eine Büche tei von über 10 000 Bänden und eine wertvolle Sammlung on al em Porzellan wurden vollständig vernichtet. ( Eigener Bericht.) Dicht zu retten bageg janelgem, vielleicht le ang mag nicht ben prechen. Laffen Si leinfluff.n. Die öff bares, fie bildet fid on Beweismitteln, affes, der Rache. do es nicht vor b möglich halte, daß er einen Genossen gehabt hat, so wäre er mittäter und geradeso zu bestrafen. Die Frage dec Beihilfe ist füc mih garnicht diskutabel. Indem er sich das Messer aus der Küche Holte und den Entschluß Hg. Gießen, 8. Juni 1905. faßte: toste es was es koste, handelte er mit leberlegung. Fragen wir uns noch, wie sein Benehmen Bierter Verhandlungstag. nach der Tat war? War er etwa fassungslos und bereute er die in der Erregung begangene Tat? Von alle dem keine Spur! Er hat falt, wie er ist, mit beispielloser Roheit und Gefühllosigkeit sich die Taschen angesichts der Liche gefüllt. Zwei Tage darauf, am Sonntag, ging er in Köln nach Eckstein zum Tanzbergnüngen und hat nachts die Orgien mit den Dirnen gefeiert. Ich habe die volle lle erzeugung erlangt, daß der Angeklagte nicht nur der Täter ist, sondern auch der alleinige Täter. Mit vollem Bewußtsein meiner schweren Verantwortung flage ich den Angeklagten Oskar Hudde der vorsätzlichen, mit Ueberlegung ausgeführten Tötung des Pfarres Thöbes an und beantrage, ihn des Mordes schuldig zu befinden. giltenden Rechtsgr Meinung, die fich gfingten. Geben fie fich auch zugle per Ränner, bie Wirgeflagt n nicht fondern ein frant dite nicht jede Re tees Henfers vern des Angeklagten Rechtsanwal tie Diebstähle de erb Mastände zu Oberftaatsan thier bie Frage M. H. Gesch! Ich habe die Ueberzeugung, daß Sie dem Rechtsbewußtsein des Volks mit diesem Spruch entsprechen und damit der Sache des Rechtes dienen werden.( 2aute Bravorufe in dem dicht gefüllten Zuhörerraum.) Der Vorsitzende läßt eine kurze Pause eintreter. Noch einer Pause nahm der Berteidiger Habbes R.-A. Dr. Jung- Gießen das Wort: Der Herr Oberstaatsanwalt hat einleitend dem Gefühl des Abscheues über das Verbrechen und der Trauer für den Getöteten Ausdruck gegeben. Ich brauche nicht erst zu versichern, daß ich diese Gefühle vollauf teile. Die Erregung ül er Aber die Erregung die Tat ist durchaus berechtigt. der Bevölkerung wird nicht blos durch die Tot allein wachgehalten. Vor der erregten Phantasie des Volkes erscheint vielmehr das blutige Bild der Guillotine, diefer leberreft einer veralteten Kulturauffassung. Wenn die gföre. Wenn be trofe gegen feine arbas Gefet. Seit Der Angeklagte je ithuldig mjuführen? desstrafe vollstreckt ist, so ist jede Möglichkeit ausgeschlossen, einen etwaigen Fehler wieder gut zu machen. Jre n ist menschlich. Und wenn eine Beweisführung noch so durchd cht ist, so önnen doch Jertümer unterlaufen. Wie aber, wenn sich nach Jahr und Tag der Komplice selbst stellt, oder auf dem Sterbebette ein Geständnis ablegt? Wü den dann nicht alle logischen Schlüsse an dieser furchtbaren Tatsache wie Seifenblasen zerschellen? Und würden dann nicht alle diejenigen, welche heute gebi terisch den Kopf des Angeklagten fordern, schauderad ihr Haupt verhüllen? War ein Komplize da, dann muß man doch immerhin mit ber Möglichkeit rechnen, daß der Angeklagte nur Zuschauer bei der Tat, Behilfe gewesen sei. Irgend ein direkter Beweis für die Täterschaft Huddes ist nicht erbracht. Es liegt kein Geständnis vor, und es liegt keine Zeugenwahrnehmung vor über das, was in der Nacht im Heldenberger Pfarrhaus geschen ist. Huddes muß ihm erst bewiesen werden. Ebensowenig wie auf das anfängliche Leu nen des Angeklagten fann Gewicht darauf gelegt werden, daß von dem Wiy keine Spur zu finden ist. Damit ist die Nichtcristenz des Willy noch nicht erwiesen. Es mag das auffallend sein, aber es beweist nichts. Der Willy wird sich hüten sich zu melden. Ich will zugeben, daß die Erzählung Huddes auf den ersten Blick an den großen Unbekannten erinnect; die Art, wie er den Stomplizen auf der Landstraße getroffen hat, erscheint zunächst abenteuerlich. Aber man muß mit den Lebensgewoh theiten dieser Verbre er rechnen. Sie treffen sich nicht im Salon oder in großen Hotels; ihre RendezvousPläße liegen auf der Landstraße. Hudde aber habe das Blaue vom Himmel heruntergelogen. Es hat sogar behauptet, das Wort Heldenbergen noch niemals gehört zu haben und wollte im November in Luxemburg gewesen sein. Er hat sogar die Frechheit gehabt, mic ins Gesicht zu schleudern, daß er die Wahrheit nicht habe sager fönnen, weil ich ihn nicht zu Wort kommen ließ. In Aachen hat er aber fogar noch, als man ihm die goldene Uhr des Pfarrers Thöbes vorhielt, behauptet, daß er dieselbe im Oftober in Mannheim gekauft habe Als man ihm nun aber die Nummer der Uhr und die des Uhrmachers vorhielt und sagte, daß diese Uhr im Schlafzimmer des Pfarrers sich befunden hätt, und daß derjenige, der im Besitz der Uhr gewesen sei, im Schlafzimmer gewesen sein müsse, oder das nachgweifen müsse, woher er die Uhr habe, da scheint ihm gedämmert zu haben, daß er durch längeres Leugnen jeden kredit verlieren würde. Diese falte Berechnung, die sein ganzes Tun auszeichnet, hat ihn veranlaßt, den Einbruch in Heldenbergen je t zuzugeben. Er wolle im Schlafzimmer gewesen sein, aber den Word wolle er nicht getan haben. Jetzt kommt die Geschichte mit dem Genossen Willy. Das ist der sprichwörtlich gewordene große Unbekannte. Diese Ausrede ist so verbraucht, daß viele Verbrecher sie nicht mehr anwenden, um sich nicht lächerlich zu machen. Aber Hudde blieb nichts weiter übrig. Jede andere Ausrede war ihm abgegraben und da muß er den Genossen Willy aufmarschieren lassen. Nicht einmal näher beschreiben kann ec in: großer dunkler Schnuriback, er ist ein Deutscher( Heiterkeit). Mehr weiß er nicht von dem Unbekannten. Er ist wie vom Himmel herabgefallen und nach dem Morde wieder spuclos in die Versenkung verschwunden. Während Hudde auf seinem Wege nach Heldenbergen geschen worden ist, hat den Willy keine menschliche Seele wahrDer Angeklagte begiebt sich ins Wirtshaus in Heldenbergen, der andere soll sich in eines Scheune versteckt gehalten haben, das flingt doch recht merkwürdig. Das ist alles Larifari, eine Ausrede, die fein fleines Kind glaubt. Von welchen Gesichtspunkten man die Beweisaufnahme auch betrachtet, man muß dazu kommen, daß die Geschichte mit dem Willy erlogen ist. Im Gegenteil, es ist direkt bewiesen, daß er keinen Genossen gehabt hat. Betrachten wir nun, ob die Lebensführung des Angeklagten die Annahme rechtfertigt, daß der Angeklagte ein so furchtbares Verbrechen zu begehen im Stande sei. Ueber seine Schulzeit wissen wir nichts. Aber seit der Lehrzeit wird er als berlogen, unchrlich), genußsüchtig und citel geschildert. Krasser Egois mus ist ein ausgeprägter Charakterzug in ihm. Er hat einen ausschweifenden Lebenswandel geführt, die Scheu und Ehrfurcht vor dem Heiligften berloren, jede Religiosität und Bietät ist ihm abhanden gekommen. In den Gefängnisanstalten findet man oft, daß Verbrecher beim Singen eines Kirchenlirdes die Tränen in die Augen treten. Solche Empfindungen sind dem Angeklagten fern. Er ist Katholif, er weiß welches Saftileg er begeht, wenn er nachts in diebischer Absicht in die Kirche eindringt Er schrut nicht davor zurück, er scheut sich nicht den Opferstock zu erbrechen und die Kupferpfennige, die für die Armen bestimmt sind, in Gesellschaft lüderlicher Dirnen zu verpassen. Gr dringt in die Sakriftet ein und scheut sich nicht die heiligen Gefäße anzutasten, in der Absicht, sie für ein paar Pfennige beim Trödler zu verkaufen. Nicht die geringste Scheu für das, was anderen heilig ist und was auch ihm vielleicht in der Jugend heilig war. So versteht man auch, daß er sich das Messer aus der Küche holte und sagte: Geld muß ich haben, es foste was es wolle, ohne Geld gehen wir nicht weg. Wenn er sagt, er habe einen Genossen bei sich gel abt, so ist das richtig: sein Genosse war das böse Gewissen. Dieses hat ihm eingeflüstert: arbeiten wollen wir nicht, wir müssen unter allen Umständen Geld mitnehmen. Das böse Gewissen das war der Genosse Willy. Das beranlagte ihn das Messer aus der Küche zunehmen. Gc fing dann an int Schlafzimmer auszuräumen. Der Pfarrer wurde wach und wollte aus dem Bette springen. Der Angeklagte fiürzte sich, beseelt von dem Gedanken, foste es was es foste, auf ihn und begann loszustechen. Dann wurde oben die Haushälterin wach und ging an die Türe. Da dürfte der Angeklagte gelauscht haben, als er merkte, daß die Luft rein sei, ging er weiter ans Werk. Er steckte, die Lampe an. Möglich, daß er beim Lampenschein sah, daß sein Opfer noch nicht ganz tot set, und daß er ihm den letzten Stich in die Brust versetzte. Da sprach nun sein Genosse, das böse Gewissen in ihm:" Jetzt ist es geschehen, jetzt ist es vorbei, da räumst du nun alles Geld aus!" und angesichts der von der Lampe beleuchteten Leiche stöberte der Unmensch in allen Kisten und stasten herum und dann besaß er den Mut, mit den Händen, an denen vielleicht noch das Blut des Opfers klebte, in der Küche Fleisch), Brot und Wein zu nehmen und zu essen. Meit gefüllten Taschen verließ er faltblütig die Stätte seines Verbrechens. Das war die letzte Konsequenz eines vollständig verlogenen, diebischen, genußsüchtigen, arbeitsscheuen Lebens wandels, eines auf der Bahn des Verbrechens geratenen sittlich und moralisch verkommenen Menschen. Zu all den angeführten Umständen kommen noch die von dem Gerichtschemiker Dr. Popp gemachten Feststellungen. Der Angeklagte hat die Tat allein begangen. Aber auch wenn man annehmen sollte, was ich nicht für 2, Graf" Galviac macht in Berlin wieder einmal von sich reden. Der Talmigraf ist in Wirklichkeit ein Bäckergeselle Beorg Steffen und beschäftigt mit seiner Standalaffäre seil fängerer Zeit die Gerichte. Namentlich seine Cheromane erregten großes Ausschen. Nach einer reichen Berliner Rentiere, die von ihren Söhnen wieder von ihm befreit wurde, beglückle er die ehemalige Artistin Luckmann mit jeiner Hand. Auch diese Che wurde bald gelöst, doch schon hat sich jetzt die dritte Wagemutige gefunden, die Lust hat, Frau Gräfin zu werden. Es ist eine verwitwete Frau Berichtsassessor Erdmann. Sie muß schon füchtig Geld ha ben, um ihren bis über die Ohren verschuldeten Gatten über Wasser zu halten. Der von diesem auf Grund gefälschter Diplome angemaste Adelstitel zieht nirgends mehr. Gin rabiater Armenhaus- Jafasse. Als der Rechnungscomte Scheidler des Armenhauses Langenlois in Bayern bent als gewalttätig gefürchteten Armenhausbewohner Jo jeph Sung wegen eines Verstoßes eine Arreststrafe diktierte, griff dieser den Beamten tätlich an, zog fchließlich ein Messer mus der Tasche und trennte mit einem Schnitt dem Scheid ler die Nase an der Wurzel vollständig ab. General Stöffel auf der Pilgerfahrt. Wie aus Peters bung gemeldet wird, unternimmt General Stössel, der Ver teidiger Borg Arthurs, gegenwärtig Pilgerfahrten durch russische Klöster. Eben erst ist er mit seiner Gattin aus dem Sjarowski- und dem Troizkikloster zurückgekehrt, will sich aber in den nächsten Tagen von neuem auf die Reise nach einem Kloster diesmal das Walaam- Kloster- begeben. Gisenbahn- Katastrophe. Auf der Strecke Moskau Riem- Boronesch entgleiste ein Bug. Zwei Personen wurden dabei getötet und neun verletzt. Der Raffenkampf in Transvaal, der durch die Ein führung chinesischer Kulis ins Minengebiet entfesselt wurde, scheint so bald noch kein Ende nehmen zu sollen. Wie aus Johannesburg berichtet wird, wurden in der Crokhad- Mine die weißen Arbeiter von den Chinesen überfallen. Die Wei Ben flohen, einer von ihnen wurde getötet, mehrere sind ver wundet. Dyfer der See. Am Simmelfahrtstage fenterten bei Gotenburg in Sauveden vier Segelboote. Sechs Personen ertranfen. Thenterbrände in Amerika. Freitag vormittag entitand in Pittsburg Feuer in einem Hause, das an die große Oper und an ein anderes Theater grenzt. Die beiden Theater murder von den Flammen ergriffen und eingeäschert. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Sturmschäden in Südafrika. In der Nacht auf Don nerstag wiitete in der Kolonie Natal ein heftiger Sturm der großen Schaden anrichtete. In Pinetown ist ein Wasserreservoir geborsten, ungefähr 200 Indier und Eingeborene sind umgekommen. Die Verbindungen sind unter brochen, der Postzug von Johannesburg mußte 13 Stunden füdlich von Estcourt liegen bleiben. Bei Umzinto ist das schwedische Schiff Trichera wrack geworden, neun Mann der Besatzung, einschließlich des Kapitäns, sind ums Leben ge Commen G3 ist bei ihnen Borfigender: Angellogter Angeffogter Die Bera Burückgezogen Der von dem atemlojer Spa lautete: Der beß Ne Hahls is Walter Fällen Hände. Das Publ caum füllte, üblich, nur die Vornamen anzugeben. Ganz genau so hat sich ja seine Bekanntschaft mit seinem späteren Komplizen Fink auf der Landstraße abgespielt. Außer dem Klein- Schwalbacher Fall hat Hudde alle anderen Einbrüche mit Komplizen ausgeführt. Er war ja auch bemüht, wieder einen zünftigen Kollegen" zu finden. Die Feststellungen des Dr. Popp bezüglich dec Pap MorIinien auf den Handabdrücken sind nicht beweisfräftig für die Schuld des Angeklagten. Mit mehr als mit Wahrscheinlichkeit kann bei diesem Moment nicht ge= rechne werden. Die sämtlichen Indizien mögen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu der Annahme berechtigen, daß Hudde an der Tat mit beteiligt sei. Wahrscheinlichkeiten beseitigen aber nicht die Zweifel. Jedenfalls muß mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß ein anderer d bei war. Rechnet man aber mit einem Komplicen, dann ist auch die Frage der Beihilfe nicht undist tabel. Ich behaupte feineswegs, daß Hudde an der Tat unbeteiligt sei. Es ist das aber möglich. Diesen Nachweis braucht jedoch nicht der Angeklagte zu führen. Sollte man aber als feststehend annnehmen, daß Hudde die Tat allein verübt habe, so fehle doch der Nachweis der überlegten Tötung. Hudde habe stehlen wollen. Wäre der Pfarrer Thöbes nicht erwacht, dann wäre, wie in dem Falle, als Hudde und Walter in das Schlafzimmer des Pfarrers Schmitt Die falte Beeingedrungen waren, nichts geschehen. rechnung nicht dem Charakter des Angeklagten. Er ist ein kühner aber sorgloser Mensch; er bricht ein, wie andere Leute Spaziergänge machen. Seine Einbrüche verstoßen gegen jede Negel seines Handwerks. ürmischen Br Ruhe und li waren scharf jetzt seine Sal Für die Anwendung des§ 214 würde auch der objet tive Befund der Aerzte sprechen. Pfarrer Thöbes ist erst getötee worden, nachdem er erwacht war. Die That ist ausgeführt, um das Hindernis zu beseitigen. Wenn Sie die Hauptfragen verneinen, die Frage der Beihilfe oder die nach § 214 bejahen, dann ist das Leben des Angeklagten gerettet. die Verlesung bernahm, wu auf, zudte abe Ober- Sta Hudde und Aberken Gegen gegen ihn erf bon 8 Jahrer feit der Poliz bie beispielloje lageflagten in Gotteshäus re D. St. T Gottesdienst b der ganzen Be oder Reue geze Bors: Hu 3 bemerken? Dr. Epohr bitte Darauf 30 Nach einem größter Ruhe De ( Westfal an Des und we 3 12 S De to lichen olize Otto Wa 7 Jahren, 10 Aufsicht verurt Beiden Un auferiegt. Bei der U uf Hudde, der mit flofchem G gründung führ of bei der Stra eitet, die der He Strajminderungsg Defen, fondern nu Shnen, meine Her Shre Wühe und S Amtes gewaltet bo Buniche, bas in o gauerliches Berbre chabt hat, fo en. Die Frage Del. Indem er den Entschluß Micht zu reiten dagegen ist der Angeklagte damit bor fang jährigem, vielleicht lebenslänglichem Ruchthaus. Dieser Ausgang mag nicht den Wünschen der öffentlichen Meinung entprechen. Lassen Sie sich nicht von diesen Einflüsterungen Seinflussen. Die öffentliche Meinung ist etwas unfontrollier bares, sie bildet sich nicht auf Grund gewissenhafter Prüfung Don Beweismitteln, sondern wird beeinflust von Gefühl des Sosses, der Rache. For Utteil muß so eingerichtet werden, daß es nicht vor der öffentlichen Meinung, sondern vor den geltenden Rechtsgrundsäßen bestehen fanr. Die öffentliche Meinung, die sich laut vordrängt, verlangt den Tod des unglogten. Geben Sie biefer Stimme nicht nach, so verdienen er mit leber ein Benehmen fungslos und ne Lat? Bon wie er ist, niit ich die Taschen ge darauf, am in zum Tanz nit den Dirnen sich auch zugleich die Sympathie jenes reises ebelbenteng erlangt, daß Männer, die Gegner der Todesstrafe sind, die in dem | gefunden hat, behandelt werden möge. Niemals mehr!| Der Saal leert sich. In dem Treppenhaus drängt das Publikum sich an die Fenster, um noch einen Blick auf den Mörder zu werfen, der geschlossen über den Hof geführt wird. * So hat denn ein Verbrechen, wie es schauerlicher seit Menschengedenten im Hessenlande nicht mehr geschehen, nach viertägiger Berhandlung seine Sühne gefunden. Die ganze Bevölkerung aimet auf, daß ein Verbrecher wie Subde, der lange Zeit dem Lande zu Furcht und Schrecken gelebt hat, dadurch für immer unschäblich gemacht wird. Möge j doch der Wunsch des Vorsitzenden Dr. Praetorius, der ja allen aus dem Herzen gesprochen ist, in Erfüllung gchen: baß unsere Gerichte nie wieder gezwungen werben, sich mit einer solchen Ondern auch der geffagt u nicht bloß eines verabscheungswürdigen Menschen, Eatsepen und Abscheu erregenden Untat zu befass n! ußtsein meiner fonbern ein trantes Glied des sozialen Rörpeis erblicken und des * * * En Angella ten die nicht jede Regung des Mitleids durch die rauhe Hand berlegung aus Henters vernichtet sehen wollen. Ich lege bas Schicksal Wo ist der Schreiber des geheimnisvollen Briefes? und beantrage, des Angeklagten vertrauensvoll in Ihre Hand. Rechtsanwalt Dr. Spohr beschränkt sich darauf, für bie Diebstähle des Angeklagten Walter Bubilligung mildernde Erzeugung, daß Unstände zu erbitten. diefem Sprud Oberstaatsanwalt Theobald ermiberte Dr. Jung, daß Sites dienen. 19. Die Frage bez blaffung der Todesstraf das dicht gefüllten göre. Wenn der Richter aus Gegnerschaft gegen die Todes. These gegen seine Ueberzeugung die Echulb verneine, beilege bas Gefch. Seine Ueberzeugung stehe unerschütterlich feft: Der Angeklagte set der alleinige Thäter und des Mordes schuldig. je eintreter. er Herr Oberdes Abscheues r den Getöteten it zu versichern, Erregung üler - die Erregung Die Lot allein Cafie des Voltes Suillotine, difer ng. Wenn die Sglichkeit ausge gut zu machen. Beweisführung crtümer unterund Tag der Debette ein Be alle logischen te Seifenblasen alle diejenigen, cs Angeklagten Jen? War ein merhin mit ter e nur Zuschauer end ein direkter nicht erbracht gt feine Zeugen n der Nacht im Das Alleinsein Ebensowenig Des Angeklagten daß von dem mit ist die Nicht - Es mag das ts. Vorsitzender: Angeklagter Hudde haben Sie noch etwas enjuführen? Angeklagter Hadde( ganz ruhig): Nein. Mngeffagter Walter: Ich bitte um milderabe Umstände. Die Beratung der Geschworenen, die sich um 6 Uhr zurückgezogen hatten, dauerte fnapp eine Stunde. Der von dem Obmann, Bächter Weiß- Hof Graß, unter atenloser Spannung verkündete Spruch der Geschworenen lautete: Der Nugetlagte Oscar Hudde ist schuldig des Naubmerdes sowie des Einbruch diebs Wahls in fünf Fällen. Der Angeklagte Otto Walter des Einbruchssiebstahls in zwei Fällen unter Versagung mildernder UmHände. Das Publikum, das Kopf an Kopf den Zuhörerraum füllte, nahm den Wahrspruch auf Raubmord mit fürmischen Braborufen auf. Der Vorsitzende ersuchte um Ruhe und ließ die Angeklagten hereinführen. Beide waren scharf in Ketten geschlossen. Hudde zeigte auch jekt seine Staltblütigkeit, und berfolgte starren Blickes die Verlesung des Urteils, als er aber den Schuldspruch bernahm, wurde er ersichtlich bleich und atmete tief auf, zuckte aber mit feiner Wimper. Ober- Staatsanwalt Theobald beantragte gegen Todesstrafe Sudde und Aberkennung der Ehrenrechte und für die Diebstähle 15 Jahre Zuchthaus. Gegen Walter unter Einrechnung der bereits gegen ihn erkannten Strafen eine Gesamtzuchthausstrafe bon 8 Jahren, sowie 10 Jahre Ehrverlust und Zulässigfeit der Polizeiaufsicht. D. St. Theobald führte aus, daß bei der Strafzumessung bie beispiellose Frechheit und Gemeingefährlichkeit der beiben Angeklagten in Betracht kommen müsse, ferner, daß sie in Gotteshäuser eingebrochen feien und sich nicht scheuten, zum Gottesdienst bestimmte Geräte zu entwender und während ber ganzen Berhandlung auch nicht eine Spur von Bebauern ober Reue gezeigt haben! Bors.: Hudbe, haben Sie zu bem Antrage noch etwas zu bemerfen? Hudde( feft und ruh g): Nein!- R.-A. Dr. Epohr bittet, die Straftaten Walters milder zu beurteilen. Der Willy bill zugeben, daß Blick an den it, wie er den en hat, erscheint mit den Lebens Sie treffen fich ihre Rendezvous 63 ist bei ihnen Banz genau fo einem späteren espielt. Außer De alle anderen Er war ja auch Legen" zu finden. lich dec Pap Ür icht beweisträftig it mehr als mit homent nicht ge izien mögen mit Der Annahme be nit beteiligt sei. icht die Zweifel. gerechnet werden et man aber mit Frage der Beihilfe feineswegs, daß Es ist das aber och nicht der AnSer als feststehend n berübt habe, fo Tötung. Hudde Das Todesurteil. Darauf zog der Gerichtshof sich zur Beratung zurück. Nach seinem Wiedereintritt verkündete der Vorsitzende unter größter Ruhe des Saals das Urteil. Das Urteil fauter: Der Megger Ostar hudte aus Schalke ( Westfalen) wird wegen Raubmordes, begangen an dem Pfarrer Thobes zu Heldenbergen zum Tode und wegen fünf schwerer Einbruchsdiebstähle zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Außer bem wird auf dauernden Berls ft der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie Zulässigkeit der Polizeianssicht ertaunt. Otto Walter wird zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 7 Jahren, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizei Aufsicht verurteilt. rrer Thobes nicht auferlegt. le, als Budde und Beiden Angeklagten werden die Roften des Verfahrens Bei der Urteils- Verfündung richteten sich aller Augen mit stoischem Gleichmut entgegennahm. In der Urteils - Joseph Schreiber, der Schreiber des geheimnisvollen Briefes spuft noch immer wie ein Graf Saint Germain in Frankfurt herum, bald hier, balo da auftauchend. Haben auch Staatsanwaltschaft und Angeklagter auf seine 3 ugensaft verzichtet, so ift bas Boit aber noch lange nicht mit ihm fertig, sondern sucht ihn mit ein nicht mit einem ein leises Lächeln abnötigt. Phant si: und Kombinationsfraft spielen dabei natürlich keine geringe Roll, und wo jemand sich zu einer anzügliche Außerung bersteigt, wird er unerbittlich in das Netz berwoben. So meldet ein Berichterstatter der„ Kleinen Presse" einen typischen Fall: Gestern Abend 61/2 Uhr fam ein Mann mittleren Alters in eine Wirtschaft der Alten Mainzergasse und führte bort fehr auffällige Reben. Er fam unter anderem auf Hudde zu sprechen und sagte:„ Für Hubdes Unschulb lege ich meine Hand ins Feuer." Nachbera er in einem hiesigen Blatte gelesen hatt, daß auf ihn gefahrdet wird, wollte er sich mit dem Bemerken entfernen:„ Und er war es doch nicht!" Als der Wirt zu ihm sagte, daß er wohl nach seinen ganzen Reden der gesuchte Schreiber sei, veriies er schleunigst das Lofal. Mit Recht fügt das genannte Blatt noch hinzu: Ob der Mann in der Tat der Zuge war, der sich bisher noch nicht dem Gericht gestellt hat, das ist freilich ebenso unsicher wie der Wert, den die ganze Schreibersche Aussage für den Hudde- Prozeß gehabt hat. Lokales. 9. Inui 1905. ** Die Erste Kammer der Stände wird Mittwoch, 21. da. Mts., zusammentreten. D. ber *** Der frühere Provinzialdirektor a Provinz Dierhessen, Dr. Rari Bockmann, ist im achtzigsten Lebensjahre in Lugano gestorben. Die am -es Hessische Handwerkskammer. 5. 1. Mis. stattgefundene Bienorversammlung nahm nach eingehender Beratung der Frage des Befähigungsnachweises einstimmig bie folgende Resolution an: " Die hess sche Handwerkskammer hält fest an der Forderung der Einführung des Befäbigungsnachweises für bas Baugewerbe, sowie an der Ausgestaltung des Meiftertitels. 1. Die Ausbildung der Lehrlinge soll nur denjenigen gestattet sein, welche berechtigt find, pen Meistertitel zu führen. 2. Den Gleichwert der Leistungsfähigteit vorausgefeßt, sollen bei öffentlichen Arbeitsvergebungen und Lieferungen, sowie bei der Aufforderung, zu Arbeitsleistungen und Lieferungen diejenigen den Vorzug erhalten, welche berechtigt find den Meistertitel zu führen. 3. Bu gerichtlichen und sonstigen Sachverständigen sind in Angelegenheiten des selbstständigen Handwerks nur solche Bersonen zu bestellen, welche zur Führung des eistertitels berechtigt sind. Das Gleiche gilt für Mitglieder von Vorständen und Ruratorien staatlicher und flädtischer gewerblicher Schulen." A Ettingshausen. In unserem Dorfe verunglückte das Söhnchen des Schmiedemeisters H. Schomber. Das 10jährige Rind spielte an der Bohrmaschine, geriet in das Kommrab und wurde an der linken Hand schwer verletzt. Hof- Güll. Der Rauschbrand dahier ist erloschen und die Sperre daher aufgehoben. § Gebern. Die 40jährige Frau des Maurers H. Ruhl in Burkhards ist von einer Ruh zu Tode geschleift worden. Die Frau führte bas Tier an einen Strif auf die Weibe, als die Stub pöglich fchente, in tolleu Sprüngen davonging und die Füherin 500 m hinter sich her schleifte. Als das Tier von zwei Arbeitern endlich zum Stehen gebracht worden war, laa Frau Ruhl mit zertrümmertem Schäbel als Leiche daneben. Die Verunglückte hinterläst sieben Rinder. * * Bad- Nauheim, 8. Juni. Die Einweihung der neuen fatholischen Kirche vallzieht Bischof Dr. Kirstein von Main, der der gestern Abend von Gießen bier eintraf. Ein neuer Mord stücke und 2 Messer, sowie in Schlüssel mit der an der Schlüffelstange über dem Bart deutlich wahrzunehmenden 3iffer 42 in den Bureaus des diesseitigen Polizei- Kommiffariats, Rathausstraße 50, part., zur Ansicht bereit gehalten werden. Der genannte Schlüssel mit der Ziffer 42 dürfte vielleicht auf die früher inneg habte Wohnung oder ben benußten@chrank pp. in einer Fabrit, Barack, in einem Gasthaus oder dergleichen hindeuten und wird dringend eisucht, nachzuforschen, ob eine nachstehend beschriebene Berson irgendwo logiert oder aber, sb jemanden ein derartiger Schlüssel abhanden gekommen ist. Diese Feststellung ist von großer Wichtigkeit. Beschreibung der Leiche. Cirfa 1,75 m groß, fräftige Statur, bunties, ziemlich schwarzes state, Repihaar( ziemlich fura), undes Gesicht, gewöhnliche Nase, mittelstarker dunkelblonder Schnurrbart. Wat belleidet mit dunflem, längs weißeestreiften Sadrock, Weste und Hose aus schwarzem Trifoftoff, schwarzwollenen Strümpfen und schwarzledernen Schrürschuhen. Außerdem trug er helles Trifo-( Sport) Hemd mit Umlegetragen. Außerdem muß darauf hingewiesen werden, daß treh der er folgten Berhaftung des verdächtigen Eduard Müller immerTäter nun wirklich ermittelt ist. Die Reserchen müssen hin noch nicht angenommen werden fann, daß her whitiche deshalb weiter fortgesetzt werden. Aus diesem Grunde stellen wier an das Publikum die dringende Bitte, seinerseits alle etwa gemachten vertächtigen Wahrnehmungen, die zur Ermittelung des Täters oder des Ermordeten oder überHaupt zur Aufklärung des furchtbaren Verbrechens führen resp. dienen fönnen, hierher umgehend mitteilen zu wollen. 500 Mark Belohnung sind ausgesetzt. Rirglige Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 1. Pfingstfeiertag, 11. Juni. Kollekte für die Hessische Lutherstiftung In der Stadtkirche. Bormittags 8.00 Uhr: Pfarrer Schwabe Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderfirche für Matthäus- und Marcusgemeinde gemeinsam. Pfarrer D. Schloffer. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarraffiftent Sattler. Bormittags 9.30 Uhr: Professor D. Drews. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukaz- und Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Ami 2. Pfingstfeiertag, 12. Juni. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schloffer. Vormittags 9.30 Uhr Pfarrer Schwabe. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Marcusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johannesfire. Vormittags 8 Uhr: Siche Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr. Bfarrassistent Schulz. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrossistent Schulz. Batholische Gemeinde. Samstag, den 10. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hi. Beichte. M Sonntag, den 11. Juni. Pfingst sonntag Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. E 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Fest Andacht. Sonntag, den 11. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. " Montag, den 12. Juni. Pfingstmontag. Vorm. von 6 30 Uhr an: elegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erfte heil esse, vor und in derselben Austeilung der heiligen Rommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite H. Messe. ,, 9 30 Uhr: Hochamt. Nachmittags 2.30 Uhr: Fest- Andacht. " P Batholischer Gottesdienst in Grünberg ist bei Biebrich verübt worden. Es ist ein eigentümliches finbet ftatt: Pfingstmontag vormittags 9 Uhr. Spiel des Zufalls, baß damals als die Heldenberger Bluttat befannt wurde, die Mörder Groß und Stafforst das Scheffot bestiegen, ihre ruchlose Tat zu fühnen, und jetzt wo der Heldenberger Mord seine Sühne gefunden hat, die Die Biebricher Polizei ersucht uns um aufnahme folgender Pfarrers Schmitt auf Hudde, der feine Wiene verzog usd sein Todesurteil Runde von einer neuen Schreckenstet die Gemüter erschüttert. geflagten. Er ist begründung führt der Vorsigende aus, daß den Gerichts- Notis: Nach wie vor der Verhaftung des wegen Verdachts 7. Die falte Ber bricht ein, wie Seine Einbrüche rbe auch der objet cer Thobes ift erft dwerks. Die That ist aus en. Wenn Sie die cihilfe ober die nad Ang lagten gerettet hof bei der Strafzumessung im wesentlichen die Gründe geleitet, die der Herr Oberstua sanwalt schon dargelegt habe, Strafminderungsgrünbe frien üb haupt nicht vorhanden gewesen, sondern nur solche auf Strafverschärfung. Ich baufe Ihnen, meine Herren schworenen, fuhr er dann fort, für Ihre Wühe und The Pflichtbewußtsein, mit dem Sie Shres Amtes gewaltet bob n. Isoließe die Gizung mit dem Wunsche, das in oiefem Saale niemals mehr über ein so schauerliches Verbrechen wie das, das irgt eben seine Bühne 32 der Täterschaft des in hiesiger Gemarfung im Diftrift Hohl" in der Zeit von Sonntag, den 28. Mai bis Donnerstag, den 1 Juni, verübten Mordes ausgeschrieben gewesenen Fabrikarbeiters Eduard Hilarius Müller bon Dittloforo da, Bez.- Amt Hammelsburg, ist es für die objektive Untersuchung von ganz besonderem Wert, festgestellt zu wissen, wer die Person des Ermordeten ist. Nach stehend geben wir das Signalement der Leiche mit dem Bemerken befannt, daß die bei ihr vorgefundenen KleidungsBerantwortlich für die Politik und den Inferntentell: Ibin Klein, für den übrigen Jubalt: Georg Horn, belb in Bichon A C Verlangen Sie Muster unsersr neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie, Zürich G N Krieger- Verein Giessen. Samstag, den 10. Juni Arbeitsvergebung. Bekanntmachung, Die nachstehenden bei der Erbauung zweier Ber- die Umlagen der Stadt Gießen betreffend waltungsgebände zu Bas Ranheim vorkommenden Die Stadt Gießen erhebt für das Rechnungsjahr 1905 an Un Arbeiten des Inneren Ausbaues" sollen auf lagen 120 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer uns der Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 im Doppelteu Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Kapitalrenten Ferner kommen zur Erhebung: Besichtigung der maschinellen Wege des öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden. Einrichtungen der Brauerei des Herrn Bichler und im Anschluß daran gesellige Unterhaltung auf der Terrasse. Der Zutritt ist nur Mitgliedern gestattet. Abmarsch 6 Uhr abends von der Lahnbrücke aus. Wer vieles bringt, - Gemeinsamer Wird Jedem etwas bringen, dies ist der Wahlspruch der Postkarten- Centrale Gießen Sonnenstrasse 5 Reiche Auswahl in Gießen. Pfingst- Karten à 5, 8 und 10 Pfg. 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I. auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15- zur Einsicht eines jeden teiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Renntnis ge bracht, daß Beschwerden gegen dasselbe nach Vorschrift des Artikel 96 borzubringon sind, und daß später vorgebrachte Reklamationen keine der Städteordnung binnen 4 Wochen bei Großh. Kreisamt Gießen Berücksichtigung finden können. 2. Nolladenlieferung 2 Lose zu je ca. 150,00 qm Rolladen für Erd-, Ober- und Dachgeschoß. 3. Weißbinderarbeit im Innern: 2 Lose zu je ca. 770,00 qm glattere Wand- und Deckenpuz, ca. 280 qm Rappug im Kellergeschoß und je ca. 2660,00 qm Wand- und Deckenputz im Ecd-, Ober- und Dachgeschoß u. s. w. Angebotsunterlagen sind in unseren Amtsräumen Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Bekanntmachung der Um ( Banderstraße) einzusehen. Bedingungen und Arbeits- lagen durch Großb. Kreisamt Gießen im Regierungsblatt unterm 2. d. Wits. erfolgt ist, daß daher die Frist zur Vorbringung von beschreibungen werden zum Selbstfostenpreis abgegeben. Reklamationen, welche gegen Erhebung der Umlagen überhaupt ge Der Zuschlag fann bei jeder der Arbeiten nach Losen richtet sind, von diesem Tage und für Reklamationen, welche gegen getrennt oder für mehrere Lose gemeinsam erteilt werden. die Beitragspflicht oder das angenommene Beitragsverhältnis ge Die Angebote sind verschlossen und portofret mit ent- richtet sind, vom Ende der Offenlegungsfrist ab läuft. Gießen, 6. Juni 1905. sprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis spätestens 28. Juni vormittags 10 Uhr einzufenden, worauf deren Eröffnung im Beiſein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Bad Nauheim, den 8. Juni 1905. Großh. Baubehörde für die Neubauten in Bad- Bauheim. I v st. SF M Mang Ditten Boonekamp Underberg Unentbehrlich für jede Familie! Underberg Boonekamp Semp Anerkannt bester Bitterlikör! 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J. angeordnete Gehöftsperre biermit aufgehoben. Gießen, den 8. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. W. 135. Infertionspreis Die unterm 18. April 1. J8. angeordnete Sperre der Nord: Anlage zwischen Neustadt und Steinstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 9. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. beffen, bie Kreife Retlan Rebattion u. Sa 8 Betr.: Die Verteilung der Zinsen der Kanzler Antonio Wolffen von Todtenwart'schen Stiftung( Juntaeld). Die Verteilung der Zinsen aus der Wolff von Todtenwart' schen Stiftung findet stiftungsgemäß Samstag, den 10. Juni, morgens um 5 Uhr in der Stadtkirche statt. Gießen, den 7. Juni 1905. Die Wrmen- Deputation der Stadt Gießen. MAGGIS SuppenCurschmann. u. Speisen- Würze verbessert augenbliklich schwache Suppen Bouillon, Saucen, Gemüse, Salate, u. s. W erstklassig, direkt Fahrräder, von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65. an. 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