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Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 9. Mai 1905. Gießener 4. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Cratiebellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Stekener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Clas find wir unfern Dichtern fchuldig? - Ein Nachwort zur Schiller- Feier. - In ganz Deutschland hat man in diesen Tagen gefeiert. Und ob es hier und da in überschwänglicher Weise geschah zu viel konnte man nicht tun. Doch nicht darum fann es sich bei der gelegentlichen, an einen Kalendertag gebundenen Gedächtnisfeier, nicht darum bei dem dauernden Gedanken handeln, das in stiller Feier Tag um Tag sich erneut. daß man dem Genius huldigend Weihrauch spendet. Die wahre Feier besteht darin, daß man die Gaben des Genius nüßt und sich zu eigen macht. Der höchste Egoismus ist hier der höchste Idealismus. Es sei gestattet, an das Wort Lessings zu erinnern ,, Wer wird nicht einen Klopstock loben! Doch wird ihn jeder lesen? Wir wollen weniger erhoben Und fleißiger gelesen sein." Nein.- Den Dichter preist man nur, inden man thn liest. Das Lob des Nichtlesers ist leere Schmeichelei, ist überdies eine Heuchelei, die einen nicht vorhandenen Bildungstrieb und eine nicht vorhandene Bildung porgaufeln möchte. Nichtsdestoweniger dient der große Dichter sogar dem bildungsscheuen Volke, das ihn nicht liest. Seine Sternworte haben Flügel und gehen von Mund zu Mund, erbauend, belehrend, erhebend, hinreißend auch für die, die Ursprung und Zusammenhang der geflügelten Worte nicht kennen. Aber den ganzen Erfrischungsborn, der in des Dichters Werken sprudelt, schöpft natürlich nur aus, wer diese Werke liest und immer wieder liest, bis er sie sich zu eigen gemacht hat. Nicht Beitvertreib ist hier zu suchen, sondern Veredelung. Auf diesem Gebiet ist unendlich viel nachzuholen, wird fertgesetzt fündhaft viel versäumt. trot unseres Bildungshochmuts und trot allen Stolzes auf die Vortrefflichkeit imjeres Schilwefens. Dabei ist es nicht einmal die Schule, die an der Versäumnis schuld wäre oder auch nur einen Sauptteil der Schuld trüge. Die Schule tut im großen und ganzen, was ihr obliegt; sie macht uns in der Jugend mit den Koryphäen unserer Literatur bekannt; sie läßt uns als Kinder die schönsten Gedichte lesen und unserem Gedächtnis einprägen. Mehr kann sie nicht tun, denn ihrer Aufgaben sind mancherlei und wollen alle in engumgrenzter Zeit erfüllt sein. Die Schule hat ihre Pflicht getan, wenn sie uns die Quelle gezeigt hat, aus der wir schöpfen können, und wenn sie unsern Geschmack auf das Gute gelenkt, ihn für das Gute empfänglich gemacht hat. Was darüber hinausgeht, müssen wir selbst leisten, nach dem wir die Schule verlassen haben. Und hier beginnt die Unterlassungssünde, die ganz und gar unsere Sünde ist. Wer nimmt denn in späteren Jahren die Klassifer wieder zur Hand? Wer liest ihre Werke wiederholt? Eine verschwindende Minderzahl. Wir reden uns ein oder haben unbewußt das Gefühl, daß für uns als reife Männer das nicht geeignete Lektüre sein könne, was vir schon in früher Jugend gelesen. Das ist ein Irrtum. Denn abgesehen davon, daß für die Jugend das Beste gerade ut genug ist, bietet dasselbe Dichtwerf dem gereisten Manne noch etwas ganz anderes, als es dem Knaben zu bieten vermochte. Anders liest der Knabe den Horaz, anders Staliger" sagt ein Sprichwort. Dem Manne offenbaren fich Feinbeiten und Schönheiten ganz eigener Art da, wo des Knaben Ohr in verständnisloser Unbefangenheit nuc schöngefügten Worten lauschte und durch Gewöhnung erst Geschmack am Schönen gewann. Man mache nur einmal den Versuch und schlage die Klassiker auf und lese ste! Der Versuch wird sich lohnen, wird zu andächtig gehobener Stimmung führen und zu ganz neuer Freude an altem Besit. Und keine üble Nebenwirkung wird es sein, daß der Geschmack sich läutert und sich von der Schundliteratur abmendet, die ein Zeit- Totschlag bleibt, auch wo sie feinen direkten positiven Schaden in sittlicher Hinsicht anrichtet. Unsere Literatur hat einen großen Reichtum an klassischen Werken. Wir brauchen den Reichtum bloß zu nüßen. Wir begeben ein Unrecht an uns selbst, wenn wir ihn brachliegen lassen. Wir schädigen unser sittliches und ästhetisches Nationalvermögen, indem wir verabsäumen, uns selbst und unsere Kinder aus dem sprudelnden Born edler Poesie zu laben. Der Tag der Schillerfeier und der Schillerhuldigung ist vorüber. Doch die echte Feier und die echte Huldigung sollte erst beginnen und nicht auf den einen Großen sich beschränken, vielmehr die gesamte Klassizität umfassen. Unsere großen Dichter ehrt man, indem man sic nüßt, unc man müßt sie, indem man sie liest. Die Kämpfe in Sudweftafrika. Die Widerstandskraft der Herero scheint allmählich zu erlahmen. Nach 6½ Monaten währenden Kämpfen haben die deutschen Truppen es erreicht, daß die Aufständischen rezwungen sind, auseinander zu laufen. Viele von ihnen find gefallen, Vieh und Eigentum haben sie verloren und so fönnen sie nur noch als Räuber leben. Das Land wird dadurch natürlich sehr unsicher. Aber die Streifkolonnen und Patrouillen sind ihnen beständig auf den Fersen, so das größere Gefahr nicht mehr zu befürchten ist. Mehrere amtliche Meldungen, die soeben eingelaufen sind, bestätigen diese Annahmen. Ueberall weichen die Ban den aus oder werden zersprengt. Oberleutnant Gräff von der 10. Kompagnie brach mit 30 Mann und sechs Kamelen Gm 15. März zur Erkundung des Kakau- Veldts von Otji tuo in der Richtung nach Neiner zu auf. Wassermangel und dichter Busch zwangen ihn, nicht längs des Apato, son. dern über Karafuwisa am Onuranba und Amatako zu mar schieren. Am 13. April traf er bei Kaurama eine Herero. werft, stürmte sie nach heftigem Widerstand und erbeutete 90 Stück Großvieh. Vom Gegner fielen 7 Mann, von den Deutschen ein Reiter. Hierauf wurde eine große Werft bei Gautscha festgestellt, zu deren Fortnahme die Stärke der Patrouille nicht ausreichte. Oberleutnant Gräff wartei bei Ukeidis eine Verstärkung von 40 Mann mit 2 Ma schinengewehren ab, die zu ihm abgeschickt wurde. kennen war, die aber Lichter zeigte und anscheinend Kohlen übernahm, passiert. Auf dem Landkriegsschauplat macht sich in den letzten Tagen eine erhöhte Tätigkeit der Japaner bemerkbar, sowohl auf dem rechten, wie auf dem linken Hügel. Eine japanische Abteilung, welche von Tunghua aus in nördlicher Richtung vorrückte, zersprengte die feindliche Kavallerie und besetzte am Montag Runatai, 28 Meilen nördlich von Tunghua. Eine andere Abteilung rückte gegen Fenchua von Fakumen aus vor, zersprengte am 4. Mai den in der Gegend von Erhsiaotun und Tasiaotun, 30 Meilen nordöstlich von Fakumen, stehenden Feind und besetzte am Abend desselben Tages Papaotun. Ob diese Vorstöße die Einleitung zu einer umfassenden überflügelnden Ossensive bilden werden, wie sie die japanische Zaktik liebt und bisher stets erfolreich ausgeführt hat, ist noch nicht abzusehen, aber nicht unwahrscheinlich. Auch gegen Sachalin joll eine große japanische Unternehmung geplant sein, die Mitte Mai ihren Anfang nehmen dürfte. bon Mit einem bedeutenden Gegner stieß Leutnant Tetlen am 26. April in den Karasbergen zusammen. E stellte bei Ganams den nach Osten abziehenden Morengo und griff ihn an. Am 27. April traf Hauptmann Winter feldt mit Verstärkungen ein und es gelang, Morenga mu einem Verlust von 15 Toten in die Verge östlich von Ga nams zu werfen. Dort zerstreuten sich die Spuren dei Flüchtigen. Auf deutscher Seite fielen sechs Mann, 10 wur den verwundet. Die gegen die Banden des Bethanierkapitans Cornelius entsandte Abteilung Zwehl traf diesen am 1. Mai 3 Werf ten am Rutip; etwa 75 Kilometer südwestlich Gibeon, und warf den Gegner, von dem 24 Mann fielen, in südöstlicher Richtung zurück. 500 Stück Großvieh und 2000 Stüd Kleinvieh wurden erbeutet. Diesmal hatten unsere Tr pen feine Verluste. Aus allen Nachrichten geht herror, daj es sich allem Anschein nur noch um fleinere Verfolgungs gefechte handelt. Der eigentliche Strieg ist nach dem Urteil Sadar zu Ende und der Aufstand niedergewen Der Krieg in Oftalien. In Japan dauert die mächtige Erregung gegen Frankreich regen der Unterstüßung der russischen baltischen Flotte durch bie Behörden in Kochinchina weiter an. Die Zeitungen forbern von der Regierung eventuell bewaffnetes Einschreiten. Wenn Frankreich nicht anders wolle, müsse Javan Saigon bombardieren, um seine gerechten Forderungen durchzusetzen. So schlimm wird es ja wohl nicht werden, doch können immerhin aus dem zweideutigen Verhalten der französischen Behörden recht unangenehme Verwickelungen erwachsen. Auch die neueſte französische Antwort auf Japans Beschwerden ist alles andere als bestimmt. Aus Tokio wird gemeld: t: Die französische Regierung hat in ihrer Antwort auf den zweiten Protest Japans mitgeteilt, daß die russische Flotte ersucht worden sei, die Hon- Kohe- Bucht zu verlassen. Man glaubt, daß Roschdjestwensky die Leongsoibucht an der südöstlichen Küste Hainans als neue Basis benugen werde. Also ist immer noch keine Zusicherung von Paris zu er. halten gewesen, daß Roschdjestvensky tatsächlich die Hon. Rohe- Bucht verlassen habe. Und selbst wenn er jetzt wirklich abgefahren ist, den Vorwurf können sich die Franzosen nicht abschütteln, daß sie wochenlang zugesehen haben, wie die Rusjen sich in französischen Gewässern verproviantierten und ihre Schiffe ausbesserten. Der japanische Gesandte in Paris Motono hatte wiederholt Auseinandersetzungen mit dem Minister des Aeußeren Delcassé, die sehr ernster Natur gewesen sein sollen. Wo ist die russische Flotte? Eine genügende Aufklärung hat er nicht erreichen können. Man behauptet in Paris, über Roschdjestwenskys Flotte nichts mehr zu wissen. Wie nachstehend aus Saigan gemeldet wird, scheint man aber die Absicht zu haben, mit den Schiffen Nebogatows dasselbe gefährliche Spiel zu be ginnen. Das bezügliche Telegramm lautet: Das russische Ambulanzschiff Kostroma ist hier eingetroffen, woraus men schließt, daß das Geschwader Nebogatows nabe sei. Sechzehn Transportschiffe befinden sich auf der Höhe des Kap St. Jaques. Das Geschwader Roschdjestwenskys soll sich, wie verlautet, auf der Höhe der Küste von Annam befinden. Zu verwundern wäre es nach der Fassung dieser Depesche nicht, wenn die Japaner sich nun auch bald wegen Verpropiantierung und Ausbesserung der Schiffe Nebogatoms in französischen Territorialgewässern zu beschweren hätten. Der Schluß, der von Roschdjestwensky handelt, ist wohl nur au Frreführung berechnet. Ebenso wie die folgende geheimnis. belle Botschaft aus Labuan auf Borneo: Der Dambfer Chiengmai hat in der Nacht vom 5. d. Mts. 70 Meilen nordöstlich von Labuan eine große aus zwei Divisionen bestehende stillliegende Flotte, deren Nationalität nicht zu er Die Politik. Der in Jaffan weilende Prinz Karl Anton von Hohenzollern wird am 16. Mai von Nagasaki aus die Heimreise antreten. Er hat bereits die Hauptstadt verlassen, nachdem er bei einem großen Empfang von dem Kronprinzen und der Kronprinzessin in Vertretung des erkrankten Kaiserpaares begrüßt worden war. Das von Hans Leuß bearbeitete und soeben erschienene Buch über Aufzeichuaugen des Freiherrn von Hammerstein bringt mancherlei interessante Dokumente für die Entwickelung des politischen Lebens während der Zeit, in der Hammerstein bei der Kreuzzeitung" tätig war. Besonders beachtenswert ist eine Darstellung des Todes Königs Ludwig II. von Bayern. Der König hätte darnach nicht durch Selbstmord geendet, sondern wäre auf der Flucht umgekommen. Ein Befreiungsplan fei ausgearbeitet gewesen, der König hätte den See durchschwimmeu wollen, um zu dem Wagen zu gelangen, der ihn fortbringen jollte. Dr. Gudden sei ihm nachgeeilt, habe ihn festzuhalten gesucht und so seien beide ertrunken. O Die Einrichtung von Ehrengerichten für die Apotheker hat der preußische Kultusminister abgelehnt, da er ein Bedürfnis nicht anerkennt. Die Notwendigkeit eines Reziprozitätsvertrages mit Deutschland betonten bei einem Frühstück der Chicagoer Commercial Association Gouverneur Commings und Bundessenator Harris. Ein Handelskrieg sei ebenso schlimm wie ein wirklicher Feldzug und müsse durch vernünftige ZuJeständnisse durch Amerika verhütet werden. frankreich. Bon verschiedenen Seiten wird versucht, dem schlinum bloßgestellten Minister Delcassé Hilfe zu leisten. So hielt Kriegsminister Berteaux auf einem ihm zu Ehren gegebenen Festmahl eine Ansprache, in der er sagte, niemand habe die Ereignisse der Zeit vor 34 Jahren vergessen und jedermann hoffe, ähnliche nicht mehr wieder zu sehen. Wenn aber das erste Bedürfnis des Landes der innere und der äußere Friede sei, so müsse Frankreich, um diesen Frieden zu erlangen, starf sein. Man dürfe nicht in der Lage sein, Gefühle, die nur von den höheren Interessen des Landes und der Humanität eingegeben sind, auf Schwäche zurückzuführen. Dieser auf die Revancheideen gegenüber Teutschland anknüpfende Enkturs wird Herrn Delcassé schwerlich helfen. Er hat sich zu sehr festgerannt; derartige Versuche, die Aufmerksamkeit auf andere Punkte zu leiten, werden faum einen Stimmungsumschwung zu seinen Gunsten herbeiführen. Auch die öffentliche Drohung der Matin"-Redaktion, sie würde den Geschäftsträger des Präsidenten Castro von Venezuela auspeitschen lassen, sobald er sich auf der Straße sehen ließe, wird als ein Freundschaftsdienst für Delcassé aufgefaßt. Der Geschäftsträger hatte nämlich behauptet, der Matin" habe vor drei Jahren während des Streits zwischen Deutschland und Venezuela von Castro Bestechnungsgelder angenommen. Jetzt sei der Matin" plötzlich feindlich gegenüber Castro. Bei der Maroffoaffäre tat sich das Blatt besonders durch Hetze gegen Deutschland hervor. England. Nach Meldungen aus London ist Chamberlain ernstlich erkrankt. Man hegt schwere Besorgnisse, ob er die Krankheit überwinden wird. Rufeland. + Grauenhafte Schilderungen über die inneren Zustände werden durch die Zeitungen anläßlich der Ueberweisung eines in der Kasaner Kathedrale gefundenen Kindes an ein Findelhaus gegeben. Der Geistlichkeit werden Vorwürfe gemacht, daß sie das Kind nicht anderweitig untergebracht habe. Im Findelhause würden von 100 eingelieferten Kindern nur sechs bis acht groß. Das wisse die Geistlichkeit ganz genau. Nach einer Beschreibung des Blattes„ Rusi" sicht es besonders schlimm in dem Kinderasyl in Lessnovi aus. In mehreren leeren, schmutigen Zimmer sind 20 Knaben im Alter von 9-17 Jahren mit einem Lehrer pla ziert. Geschult werden die Kinder fast gar nicht; eine Unterweisung in Handwerken ist nicht möglich, da es an Waterial zum Verarbeiten fehlt. Drei Tage lang war fein Stüc Brot im Hause; die Kinder nährten sich bloß von geschenk, ten: Kartoffeln, die, da es an Holz fehlte, auf alten Stiefeln gekocht wurden. Amtliche Schönfärbereien wollen wenig besagen. Auch mit der Beruhigung der Bevölkerung scheini es nicht weit her zu sein. Während des Tedeums in der St. Isaakkirche zu Warschau bemerkte der diensttuende Offi zier einen Mann, der Offiziersuniform trug und entgegen den Vorschriften seinen Mantel nicht abgelegt hatte. Aufgefordert, dies zu tun, weigerte er sich. Der diensttuende Offizier ließ ihn hierauf einer Leibesvisitation unterziehen, webei man eine mit Nitroglycerin gefüllte Bombe ent deckte. In den Tschusowaja- Werken bei Jekatrinburg ist ein Aufstand ausgebrochen. Die Fabrikanlagen sind von Truppen umstellt. Militär mit einem Feldgeschütz bewacht die Bahnbrücke. Von der afghanischen Grenze fommen beun. ruhigende Meldungen. Der russische Befehlshaber wurde abberufen, da es bei Grenzregulierungen zu Zusammenstößen kam, bei denen hundert Mann von den Truppen des Emirs von Afghanistan fielen. Türkei. A Der Aufstand in Yemen wächst sich immer mehr zu einer Katastrophe aus, welche die schlimmsten Befürchtungen in Konstantinopel wachruft. Zahlreiche Truppenteile des Sultans sind zu den Aufständischen übergegangen. Diese mollen auf Meffa marschieren. Der Führer will sich dort zum obersten Sealifen ausrufen lassen und die Abseyung des Großsherifs in Konstantinopel verkünden. Der Anführer ist der Herrscher von Hadramaut, Scheit Hamnid- eddin, ein direfter Nachkomme des Propheten. Die Wevölkerung ströml ihm in Masse zu. Nach Ankunft der beorderten Truppen würden 108 Bataillone in Yemen sein, von denen jedoch die mit den Rebellen sympathisierenden syrischen Bataillone abzuziehen sind. | A Der Sultan bat jetzt zur Inspizierung des Hafens von Tripolis eine Kommission von deutschen und türkischen Offizieren entsandt. Die bestehenden Forts sollen ausgerüstet und ein Verteidigungsplan für den Hafen ausgearbeitet wer den. Die Garnison wurde um 6000 Mann verstärkt. Die fürzliche Diskussion über die Verpachtung des Hafens an eine französische Gesellschaft gab den Anlaß zu diesen Anord. mimaen Amerika. Eine Verschwörung zur Herstellung der brasilianischen Monarchie ist in Spanien entdeckt worden. Auf Veranlassung der südamerikanischen Republik tourde in Madrid der Vertreter des angeblichen Freistaates Cunani verhaftet, der Militärpersonen anwarb, um dieses Gebiet von Brasilien loszureißen. Es wurden bei ihm gewisse Aftenstücke in Beschlag genommen. Cunani bildet ein Gebiet von 60 000 Quadratkilometer zwischen den Flüssen Oyapof und Korteven, dem Aatlantischen Ozean und den Tumuthumafbergen, südlich von Französisch- Guyana, und ist nicht ein Freistaat, sondern eine Provinz im nördlichen Brasilien. Ein englisches Bankhaus soll die nötigen Gelder zur Anwerbung von Offi. zieren und Soldaten hergegeben haben. Im ganzen schein es sich um eine von Abenteurern eingeleitete Geschichte zi handeln, ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser ist von Karlsruhe in Straßburg i. E. eingetroffen; von dort fuhr er nach St. Pilt und begab sich mittelst Automobil nach der Hohkönigsburg, die er unter Führung des Architekten Bodo Ebhardt besichtigte. Dann erfolgte die Rückreise nach Straßburg, wo abends im Kaiserpalast Galatafel statt. Die Kaiserin traf in Gera ein begab sich von dort nach Schloß Osterstein und wohnte dort der Konfirmation der Prinzessin Theodora Vittoria, eines Pathenfindes der Kaiserin, bei. Nach Beendigung der Feierlichkeiten trat die Kaiserin die Rückreise nach Potsdam an. ** Bei den Hochzeitsfeierlichkeiten des deutschen Kron prinzen wird, wie jetzt feststeht, die Großherzogin- Mutter Anastasia von Mecklenburg- Schwerin, die Mutter der Herzogin Cäcilie, frankheitshalber nicht anwesend sein. Der deutsche Kronprinz feierte seinen Geburtstag am 6. Mai in Rabensteinfeld am Schweriner See an der Seite sciner Braut und deren Familie in aller Stille. ** sich, daß er nicht wieder hinaus konnte. Er steckte feft und mußte jämmerlich um Hilfe schreien. Erst rach zmei Stunden gelang es, ihn aus seiner Haft im Schornstein zu befreien, die er verließ, um sie mit der im Gefängnis zu vertauschen. Prinz Adalbert von Preußen wird sich am Mittwoch in Kiel von den Offizieren und Mannschaften des Kreuzers Herta", au dessen Bord er seine große Auslandsreise machte, verabschieden. Der Prinz hat sich während der langen Zeit, die er auf der Herta" zubrachte, große Zuneigung unter der Besatzung erworben. Feer und flotte. Unglück auf einer Rennbahn. Bei einem Radrennen auf der Braunschweiger Rennbahn ereignete sich ein schroe res Unglück. wet Radfahrer stürzten, der eine, Hubert Savenich aus Aachen, war sofort tot, dem zweiten, Schröder aus Hamburg, wurden beide Beine abacnommen ** Die Dienstkleidung der Gerichtsvollzieher fällt in Prer Een vom 1. Juni ab fort. Die Gerichtsvollzieher führe dann nur noch eine Erkennungskarte bei sich. Damit wird einem Wunsche des Publikums. das besonders bei bloßen Zustellungen an der Dienstkleidung der Gerichtsvollzieher Anstoß nahm, Rechnung getragen. Die Gerichtsvollzieher dürfen aber ihre bisherige Dienstkleidung auch über den 1 Juni hinaus auftragen. vie englischen Kanosicher. Der von dem deutschen Torpedoboot S 21" bei Helgoland beschlagnahmte englische Fischereidampfer„ Conger Boston" wird seine Fischerei in deutschen Gewässern schwer zu büßen haben. Der Kapitän ist in Wilhelmshaven inhaftiert und wird von Gericht gestellt. Das Fischereigerät des Dampfers wurde beschlagnahmt und der beträchtliche Fang des Fahrzeuges wurde bersteigert, er erbrachte einen Erlös von 900 Mark. Auf die Wannszucht in der amerikanischen Marine werfen skandalöse Vorgänge an Bord des erst seit zwei Monaten in Dienst gestellten Kreuzers Galveston" ein trübes Licht. Während dieser Zeit desertierten von der Belagung 20 Mann; mit Arrest wurden bestraft 65, außerdem standrechtlich 33, friegsgerichtlich einer. Beim Einlaufen in den Hafen von Norfolk jah der Kommandant ich genötigt, 20 Matrosen in Eisen legen zu lassen. Jetzt beschwert sich die Besagung in einem offenen, an das New York Journal gerichteten Brief über den Kommandanten des Schisses. Nab und Fern. + Vorsicht beim Bootfahren! Oberhalb Kölns ertranfen drei junge Leute, die beim Kahnfahren mit ihrem Boot an ein Floß stießen, so daß ihr Fahrzeug kenterte. Auch auf der Oberspree hat der Leichtsinn zwei jungen Leuten, die ein Boot in stark schaukelnde Bewegung setzten und es zum Kentern brachten, den Tod im Wasser gebracht, während die Braut des einen, die sich mit ihnen im Schiff befand, durch Ruderer gerettet werden konnte. Umjetnen Lotteriegewinn von 100 000 Mark geprellt wurde in Berlin ein Landwirt aus der Nähe von Köln. Er hatte in der Zichung der mecklenburgischen Geldlotterie das große Ros gewonnen. Berliner Bauernfänger, die davon wußten, hatten den Mann nach Berlin gelockt, ihm im berauschten Zustande das Los abgeschwindelt und dafür 600 Mart bar und eine Anzahl wertloser Wechsel gegeben. * Ein Riesenfeuer in Petersburg. In der Nähe der Newsfiwerft in Petersburg brach eine Feuersbrunst aus, die in ihrem Verlaufe zwanzig Gebäude umfaßte. Vierzehn Häuser wurden gänzlich eingeäschert. Nabiate Weiber. Aus Eifersucht gerieten in Kolbermoor( Oberbayern) zwei Frauen aneinander. Die eine versetzte dabei ihrer Gegnerin fünf zum Teil lebensgefährliche Stiche. Der Bruder der Verletzten, der zur Hilfe fam, wurde von dem rasenden Weibsbilde mit der Schere ebenfalls arg zugerichtet. Ein gefährliches Versteck wählte sich ein Einwohner von Germershausen, den ein Gendarm verhaften wollte. Der Mann flüchtete in den Schornstein und entging auch den Späheraugen des Häschers. Aber als die Luft rein war und der Flüchtling sein Versteck wieder verlasser: wollte, zeigte es Soziales Leben. [] Ausstand in Guesen. Ueber tausend Tagelöhner, darunter die Arbeiter der städtischen Kanalisation, haben die Arbeit niedergelegt. Die Kanalisationsarbeten mußten rin Jestellt werden. Haremsfklavin oder Pafchafrau? Nachdruck verb.) Wien, S. Mai. Wer um einen spannenden Romanstoff verlegen ist, und das sind ja Schriftsteller immer, dem ist dringend zu raten, die Entwickelung einer sensationellen Affäre zu verfolgen, die die hiesige Polizeibehörde seit einigen Tagen beschäftigt. Was ein hier verhafteter deutscher Artist von seinen und sciner Familie Beziehungen zum Harem eines türfiichen Baschas erzählt, braucht nur ausgeputzt und in Kapitel eingeteilt zu werden. Alle Ingredienzien zu einem„ Schlager" sind in blühender Fülle darin enthalten. Albert Sauer, so heißt der Varietékünstler, auf der infolge Ersuchens des deutschen Generalfonsulats die erreichische Hermandad ihre schwere Hand legte, wird beschuldigt, seine Tochter für eine hohe Summe en cinen türkischen Pascha verkauft zu haben. Sauer behauptet dagegen, daß jeine älteste Tochter Margarete, ein 17jähriges Mädchen von blendender Schönheit, von dem verliebten Pasuja regelrecht geheiratet worden sei. Dieser habe das junge Mädchen kennen und bewundern gelernt, als Sauer mit ihr und seinen anderen vier Kindern in Konstantinopel ein Vierteljahr lang engagiert war. Der Pascha fehlte keinen Abend in den Vorstellungen, in denen die Familie Morgan" so nannte sich die kleine Sauersche Künstlertruppe austrat. Er überschüttete Vater und Tochter mit Gunstbezeugungen, lud sie oft in seinen Palast und machte dem jungen Mädchen schließ lich einen Heiratsantrag, der angenommen wurde. Mitte April wurde die Hochzeit gefeiert und die junge Frau 301 bon diesem Zeitpunkt an in den Harem ihres Mannes. so cer so, ein backender Nomanstoff bleibt die Affäre San imr, mag die schöne Margarete nun Haremssklavin od Pasasrau sei Kunft und Wissenschaft. RO. Der Volks- Schillerpreis des deutschen Goethe- Bundes im Betrage von 3000 Mark wurde unter drei dramatische Dichter zu gleichen Teilen verteilt. Gerhart Hauptmann erhielt den Preis für sein Schauspiel Rose Ber:: d", jein Bruder Karl Hauptmann für sein Schauspiel„ Die Berg schmiede" und Richard Beer- Hoffmann für das Schauspiel Der Graf von Charolais". Die genannten Werke wurden damit als die besten deutschen Dramen" der letzten drei Jahre anerkannt. Gerhart Hauptmann sandte an das Komitee ein Danktelegramm und bat, den ihm zuerkannten Betrag dem Preisfonds wieder einzuverleiben. Für ihren Vater war sie seither unsichtbar bis zuri Augenblick seiner Abreise von Konstantinopel, wo er sie 3: 1 seinem Erstaunen in Begleitung des Sekretärs des Paschas plötzlich auf dem Bahnhof erblickte. Sauers Abschied vom Goldenen Horn war nicht freiwillig. Bald nach der Verheiratung seiner Tochter fam es ihm zu Ohren. daß der Schwiegersohn Pascha beim Sultan in Ungnade gefallen sci, weil er ein Christenmädchen zur rechtmäßigen Gemahlin erhoben habe. Bald sollte Sauer die Gewißheit erhalten, di das Gerücht begründet sei. Agenten des Pascha traten an ihn mit der Aufforderung heran, Konstantinopel zu verlassen. Sollte er sich weigern, würde man die Frau des Paschas, seine Tochter, strafweise verschicken müssen. Um dies Inheil von seinem Kinde abzuwenden, entschloß sich Sauer schweren Herzens, dem Befehl zu folgen. Auf dem Bahnhoi aber kam, trie bereits erwähnt, der Sekretär des Pascha kurz vor Abgang des Zuges an Sauers Coupé und übergab ihm die junge Frau, damit diese die Reise mitmache. Der Bascha habe es, um den Zorn des Großherrn zu versöhnen, für besser erachtet, daß sein liebes Weib für eine Zeitlang in Gesellschaft ihres Vaters außer Landes gehe. Saner als guter Vater ließ seine Tochter nicht weiteren Führnissen msgesetzt, sondern nahm sie mit hierher, wo sie nun auf den Moment harrt, wo sie von ihrem Bascha wieder in den goldenen Frauenfäfig zurückgeholt wird. Schiller in der Umgangssprache. dem er fie mit war, das Rüdgra liegen. ( Gin Streif gebrochen. Tic fidh, ihren Dienst langte höhere Ve müffen die Kiste fenden wahrneh [ Barbiere find die sämtlic der Polizei sof den Badenbart fügung bezicht Der Polizeibed madhte, äußerte doch nicht wisser felbst wenn er denn nicht, da Adjutanten tru [ Explodi berichtet, daß fion erfolgte, d Tischen Meilen um einen fünf den von einer Tiefe merkwiir Sorge für die M gefährlider zu ülebrigens find e bejdrieben word iriber Felfen go Das Andenken unseres großen Dichters wird in diesen Tagen allüberall im deutschen Vaterlande in Wort und Bild, durch weihevolle Jeste und würdige Veranstaltungen geehrt. Aber die Volkstümlichkeit Schillers fann kaum größer werden durch diese Huldigung, denn seine Gedanken sind in einem außergewöhnlichen Maßstab Gemeingut der Nation gewordet. Bei geselligen Zusammenfünften aller Art, im öffentlichen und selbst im Geschäftsleben, hören wir in mehr oder minder passender Anwendung fast tagtäglich Bitate aus Schillers Werken. Entweder soll dem Fluß der Rede ein besonderer Nachdruck gegeben oder eine berfochtene Ansicht durch eine kräftige Stelle scharf pointiert werden, bald beschwört man den Geist des Dichters als Kronzeugen herauf oder man ruft ihn als unanfechtbare Autorität an. Schiller hat in seltener Weise die deutsche Sprache bereichert, wir besißen mehr an ihm, als wir ahnen. Ein belesener Herr bereitete sich fürz. lich das Vergnügen, in einer Gesellschaft die ersten Worte von vielen hundert Schillerschen Zitaten auszusprechen. Und siehe da, die Zuhörer konnten ohne weiteres bis auf die verschwindend geringe Zahl von sieben alle Sentenzen richtig ergänzen. Das war ein glänzender Beweis für die Tat sache, wie weit des Dichters Gedankenprägungen in die Seele unseres Volkes gedrungen sind. Jeder kann übrigens das Experiment leicht bei sich selbst wiederholen. Soweit Sauers Erzählung. Der deutsche Generalkonsul zu Konstantinopel stellt die Sache allerdings in einem ganz enderen Lichte dar. Er erklärt, Sauer habe seine Tochter dem Türken für einige Reit auf Gnade und Uranade ausgeliefert. Für diese kleine Gefälligkeit habe der gute Vater tausend türkische Pfund, gleich 20 000 Mart, erhalten. Diese Summe wurde tatsächlich bei Sauers Verhaftung aufgefunden. Während aber der deutsche Generalkonsul behauptet, es sei das Sündengeld, das Sauer für den zeitiveiligen Verfauf seiner Tochter als Haremssklavin bekommer: habe, er: klärt der Artist, die 20 000 Mark von dem Pascha dafür erhalten zu haben, daß er seinem Beruf als girtustünſtler ein für allemal Valet sage. Das schicke sich nicht mehr für den Schwiegervater eines so hohen Würdenträgers. Die Untersuchung wird ergeben, welche der beiden Bersionen zutrifft Die Wahrscheinlichkeit spricht für die des Generalkonsuls. Der tugendhafte Vater wird dem Bösewicht, der seine Tochter verkauft hat, weichen müssen. Aber Mit Erstaunen wird man sehen, daß fast jedes der nachstehend selbstverständlich nur im Auszug wiedergegebenen Zitate zu Ende zu führen ist. Wo alles liebt, kann.. Hier ist die Stelle, wo.. Kardinal, ich habe... Spät kommt ihr... Was ist der langen. Und Roß und Reiter.. Nacht muß es sein, Daran erkenn' ich... Ich denke einen langen Der Not.. Da rast der See. Durch diese hohle. Zum Teufel ist Der Wahn ist. wo. .. Den Dank, Er zählt die Der ist besorgt Unsinn du.. Auch ich war in Zu Dionys. Der Mohr hat. Los... Da werden Das Alte stürzt Ans Vaterland, Die schönen Tage... Das ist das Weiber... Wir wollen sein... Es kann der Frömmste nicht. Gefährlich ist's,... Und es wallet... Der Mensch versuche... Unter Larven.. Wer wird künftig.. Ein freies Leben... Was rennt... Eilende Wolken. Arbeit ist des.. Es liebt die Welt... Festgemauert D'rum prüfe,. Nichtswürdig ist Es wächst der... Tas Leben ist... Es soll der Sänger... Da unten aber.. Und was kein Verstand Wer zählt die Völker.. Sieh' da, sieh' da... Dunkel war. Es wächst der Mensch... Von der Parteien Gunst. Ernst ist das Leben. Wie er räuspert... Mut zeiget auch. Ich habe genossen Will sich Hektor Errötend folgt. zarte. Meine Minna geht Unser Schuldbuch Des Lebens Mai... Die Weltgeschichte ist. Der Knabe Ein Augenblick gelebt. Don Carl... Arm in Arm In seines Nichts.. Königin.. Der ruhende Pol. Ehret die Frauen, Wenn die Könige bauen. In einem Tal.. Mit dem Noch keinen sah ich... Wer wagt es. Gürtel... daß sie ewig... Wohltätig ist... Der Bug des Herzens... Das eben ist der Fl H... Raum ist in... Rasch tritt... Vermischtes. =[ Der Kaiser und die blauen Jungen.] Von der Oster. feier an Bord der„ Hohenzollern" erzählt ein Matrose der Kaiserjacht in einem Briefe an seine in Ostfriesland wohnenden Eltern macherlei hübsche Züge: Außer den Ostereiern, die jeder Mann der Besagung bekam, hatten der Kaiser und die Kaiserin eine große Anzahl Apfelsinen überall im Schifi versteckt, und die Mannschaften hatten die Aufgabe, die süßen Früchte zu suchen. Ueberall hin kletterten und frochen dis flinken Seeleute, bis nichts mehr zu finden war. Da meinte lachend der Kaiser: Zwei habt shr noch nicht gefunden!" Lange wurde vergeblich gesucht, bis endlich ein Matrose eine der Apfelsinen dem Kaiser aus der Rocktaiche bolte und ein Signalposten die andere im Sonnenschirm der Kaiserin ent deckte. Dem Kaiserpaar machte dieses Ostervergnügen der blauen Jungen außerordentlich viel Spaß. - [ Einen neuen Schwindlertrick] nennen verschiedene Berliner Blätter folgendes Histörchen: In einem feinen Hotel erscheint abends ein Herr in langem Reisemantel, be siellt ein Zimmer und geht zur Ruhe. Am Morgen klingelt er nach der Bedienung: Seine Hosen sind verschwunden und können trotz allen Suchens nicht aufgefunden werden. Der Wirt ersetzt sie ihm und auch noch die 90 Mark, die ongeblich in der Tasche gesteckt haben sollen. Nach ein paar Tagen eizählt er sein Pech einem Berufsgenossen und erfährt von diesem, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen sei. der auch im Hotel des Kollegen denselben Trick ausgeführt bat. Der Mann hat gar keine Hosen angehabt und de:: Defekt durch den langen Ueberzieher verdeckt. Die Namen der Wirte werden von den Verbreitern dieser„ neuen" Nach richt vorsichtigerweise nicht genannt. Die Sache selbst ist nämlich ein uralter Witz aus den Fliegenden Blättern". [ Marokkanisches Vich] wird den kaiserlichen Gütern Cadinen und Urville in Lothringen überwiesen werden. Das Vieh wurde dem Kaiser bei Gelegenheit seines Besuches in Marokko vom Sultan geschenkt. Die Tiere befinden sich be. reits auf der Fahrt nach Deutschland. =[ Kater und Kreuzotter.] Daß Hunde mit Erfolg gegen Giftschlangen vorgehen, ist bekannt. Daß das auch Katzen gelingt, ist wohl zum erstenmal in Zinnowit beobachtet worden Dort tötete ein starker Hauskater eine Kreuzotter, in- rung mit der S weder in ciner Don Gajen oder Fung einer bul ** Der der Phyfit a Rönig zum Fatultät der L ** Erna Amtsgericht L bei dem Amtsg ** Schill hat für heute S firchliches Gebet Anlaß ** * Edhulen geflagg ** Die Versammlun nachmittags 4 flatt: 1. Baug hier: Dispens. für die Blockf Karl Haas 5. - 4. Bauge bie Margare Firma Arend bringung eine - 6. Ueber wegen feiner - 7. Verpac ftraße an Jul fleider für di Schreibmateria 1905.10 11. Bewill Wofferwerks Rechnungen. Sch ffenbergerm igließung brand am 4. um Erlaubnis - 17. Desgl ftraße 34. Straße Nr. 57. ? Zahlu genofenidat gegen die af lichen Genoff + Heu berein Abmarsch 8 wie die herrl Abendzeit w zahlreiche Be X Ma ftattgefunden schaften" gut befucht. 1 Uhr von wie in den Betters Lieder des Ronzert, Tan bis zu später Ausf hat für die in * Landwirts Betrag bon ffäre San iflavin od c. ehe- Bunde dramatii Sauptman Bernd", jei Die Berg Schauspie Berte wurde - leisten bre dte an da zuerkannte che. Fird in dieser Wort un Canstaltungen fann faum ne Gedanken emeingut det fünften aller n, hören wi aft tagtäglic m Fluß der oder ein Stelle fchar den Geist man ruj at in jeltener Ben mehr an tete sich fürz ersten Work uszuspreche 23 bis auf di tenzen ridht für die Tat angen in die Fann übrigen 1. edes der nach edergegebenen telle, wo... Was ist der muß es sein, nen langen.. efe hohle. ich ich war in Bu Dionys.. ohr hat Da werden te stürzt. erland, Mensch ver fünftig De Wolfen.. Festgemauert Es wächst ger... 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Die Glöckner der beiden Pfarrkirchen weigern sich, ihren Tienst zu versehen, bis ihnen die wiederholt verlangte höhere Vesoldung endlich bewilligt wird. Vorläufig müssen die Küster notdürftig die Obliegenheiten der Strei fenden wahrnehmen. [ Barbiere als Helfer der Polizei.] In Petersburg sind die sämtlichen Barbiere der Stadt verpflichtet worden, der Polizei sofort Mitteilung zu machen, wenn sich jemand den Backenbart oder Schnurrbart abrasieren läßt. Die Verfügung bezieht sich sowohl auf Zivilisten wie auf Militärs. Der Polizeibeamte, der den Barbieren die Mitteilung machte, äußerte auf eine diesbezügliche Frage: ,, Sie können doch nicht wissen, ob Sie einen echten Offizier vor sich haben. jelbst wenn er eine Generalsuniform trägt. Wissen Sie denn nicht, daß der Mörder Sipjaging die Uniform eines Adjutanten trug, und dennoch war er kein Adjutant!" - [ Explodierende Felsen.] Aus Neu- Süd- Wales wird berichtet, daß in einem Vergiverf eine schwere Felsenerplosion erfolgte, deren Stoß in einem Umkreis von 1-2 eng. lischen Meilen fühlbar war. Es handelt sich dabei nicht etwa um einen fünstlichen Sprengschuß, sondern die Felsen wur. den von einer inneren Gewalt plötzlich auseinandergerissen. Diese merkwürdige Naturerscheinung ist eine dauernde Sorge für die Arbeiter in jenem Bergwerf und scheint immer gefährlicher zu werden, je tiefer der Bergbau hinabsteigt. lebrigens sind explosive Felsen aus verschiedenen Weltteilen. beschrieben worden. In englischen Bleiminen z. B. soll es früher Felsen gegeben haben, die bei einer bloßen Berüh rung mit der Hade zersprangen. Die Erklärung fann ent. weder in einer effularen Shammung oder im Einschluß von Gasen oder im Druck von Schiefern unter der Eimvir. fung einer bultanischen Wrasse gefunden werden. Cokales. 9. Mat 1905. ** Der Großherzog hat den ordentlichen Professor der Physik an der Universität Greifswald Dr. Walter König zum ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität ernannt. ** Ernannt wurde der Aktuariatsassistent bei dem Amtsgericht Lorsch Adam Noll zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Lampertheim. *** Schiller- Geläute. Das Oberkonsistorium hat für heute Nachmittag 5 Uhr, die Todesstunde Schillers, firchliches Gebetläuten der evangelischen Gemeinden angeordnet. ** Anläßlich des heutigen Schillertages haben die Schulen geflaggt. *** Die nächste Sigung der Stadtverordnetens Versammlung findet am Donnerstag, den 11. Mai 1905, nachmittags 4 Uhr pünftlich, mit folgender Tagesordnung ftatt: 1. Baugesuch des J. P. Pfeiffer für die Neustadt; hier: Dispens. 2 Baugesuch der Firma Abermann& Aling für die Blockstraße; hier: Diepens. 3. Baugesuch des Karl Haas 5. für die Frankfurterstraße; hier: Dispens. 4. Baugesuch von Gebrüder Rosenbaum& Genossen für bie Margaretenhütte; hier: Dispens. Firma Kreuder& Komp. dahier um Erlaubnis zur Anbringung eines Schaufastens am Hause Bleichstraße Nr. 6. - - - nur 10 000 Mt. gefordert und die Mehrbewilligurg rührt daher, daß die Schwierigkeiten, die sich durch die Wahl des Ausstellungsplatzes auf beiden Rhein- Ufern ergeben haben, ursprünglich nicht befannt waren und eine höhere Buwendung gerechtfertigt erscheinen lassen, umsomehr, da auch für die letzte Landesausstellung in Gießen 15 000 f. bewilligt worden waren. Die Mehrbewilligung von 1000 Mt. über diesen Betrag ist damit begründet, daß die Regierung sich ebenfalls durch Vorführen von Zuchthengsten aus den Landgestüten, durch Ausstellen von Plänen, die den Fort gang der Feldbereinigung in Hessen darstellen sollen, an der Ausstellung beteiligen wird. In Verbindung mit dieser Bewilligung genehmigte der Finanz- Ausschuß 60 000 mt. für eine im Jahre 1907 in Darmstadt geplante Kunstaus. stellung. Die Ausstellung solle alle Zweige der Kunst um fassen. An die Bewilligung wurde die Bedingung der Rückzahlung geknüpft, falls die finanziellen Ergebnisse der beiden Ausstellungen solche zulassen. - - A Der Stenographen- Bezirk Oberhessen vom Verband Hessen- Nassauer Babelsberger Stensgraphen hielt in Heuchelheim seine Frühjahrstagung ab. Sum ersten Vorsißenden wurde W. Loh- Sießen, zum 2. Bickel- Gießen ge wählt. Beim letzten Preisschreiben erhielten folgende Gießener Preise: Karl Plant, Wilhelm Kallweit, August Los, Wilhelm Senßfelder, M. Wolff, Gg. Fertsch. In diesem Frühjahr soll wieder in Gießen ein Preisschreiben veranstaltet werden. Das Gabelsberger Verbandsfest wird am 9. Juli in Marburg abgehalten. * Freibantfleisch. Angesichts der ungeheuren Ver lufte, die dem Nationalvermögen aus der jeßigen Verwertung des Freibantfleisches erwachsen, regt der Vorstand des Deutschen Fleischerverbandes laut aag. Fleischerztg." die Beseitigung der Freibänke und die Verarbeitung des Freibantfleisches zu Konserven und Corned beef unter Aufsicht der Behörde an, der sanitäre Bedenken nicht entgegengesezt werden könnten. Um ein Bild zu geben, welche bedeutenden Summen bei dem Freibantfleisch in Frage kommen, wird ausgeführt, daß von den alljährlich in Deutschland geSchlachteten 1 080 000 Dfen und Bullen etwa 2 vom Hundert, also 22000 von den 2500 000 Rühen 6,5 v. H. also 160 000, von den 4 Mill. Kälbern 0,4 v. H., also 16000, von den drei Mill. Schafen 0,1 v. S. also 3000 und von den 16 Millionen Schweinen 1,5 v. H., also 240 000 auf die Freibant verwiesen werden. *** Schiller- Postkarten. In dieser Zeit, wo alle Welt Shiller ehrt, ist es natürlich, daß auch unsere Hochentwickelte graphische Kunst auf den Plan tritt. So hat sie u. A. hübsche Ansichtspoftfarten mit dem Port: ät Schillers nach Stichen, Radierungen von Reinhart, Schleich und Rosmäler herstellen lassen. Die Postkarten, die in ihrer Art Rünstblätter bilden, fönnen in der Gießener Ansichtspostfartenzentrale( Sonnenstraße) entnommen werden. = Nummer 13. Am Salzhaus in Frankfurt a. M. wollte eine alte Frau in den Trambahnwagen einSie fragte steigen, um nach dem Grüneburgweg zu fahren. und erhielt den Bescheid: Fahren Sie mit Nummer 13! Was, 13? Gott bewahre, mit 13 fahr ich nett, mit 13 fahr ich nett, des is e Unglückszahl. Bei den Droschten ist Da hätt, mans auch bei die Zahl schon längst abgeschafft. 5. Gesuch der der Trambahn weglasse fönne. Raa, mit 13 fahr ich nett, lieber la af ich haam!" Sprachs und tats! 6. Uebertragung des Pachtverhältnisses mit L. Frees wegen seiner Wasserbude am Walltor an A. Gerstenberg. 7. Verpachtung eines Stückchens Wiese an der Wiesenstraße an Julius Hahn Nachfolger. 8. Ersatz der Dienst fleider für die städtischen Taglöhner. 9. Vergebung der Schreibmaterialien und Drucksachen für das Rechnungsjahr 1905. 10. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. - - - - 11. Bewilligung von Mitteln für die Erweiterung des Wasserwerks in Quedborn.- 12. Genehmigung von Rechnungen. 13. Beseitigung der N veaufrenzung am 14. Bahnprojekte zur Er Sch ffenbergerweg. schließung des Vogelsbergs. 15. Der Wald brand am 4. August 1904 16. Gesuch des L. Feidel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Sonnenstr. 3. 17. Desgleichen des Martin Langsdorf für Crebnerftraße 34. 18. Desgleichen des Karl Rühl für Bahnhofstraße Nr. 57. - ? Zahlungssperre. Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft für Oberhessen hat die Zahlungssperre gegen die abhanden gekommene Attie der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank zu Darmstadt Nr. 1371 erlassen. + Heute Dienstag Abend unternimmt der Turn verein Gießen einen Gang nach" Bichlers Hardt". Abmarsch 8 Uhr von der Turnhalle. Das schöne Wetter, wie die herrlich gelegene Terrasse mit ihrem namentlich zur Abendzeit wundervollen Blick auf die Stadt, wird eine zahlreiche Beteiligung erwarten lassen. × Maifeier. Das im Stadtwalde( Licherstraße) stattgefundene Waldfeft der Vereinigten Gewert schaften" von hier war trotz des fühlen Wetters sehr gut besucht. Die Beteiligung am Feftzuge, welcher um 1 Uhr von Oswaldsgarten abging, war niat so zahlreich wie in den letzten Jahren. Die Festrede hielt Redakteur Vetters Turnerische Aufführungen und einige vorgetragene Lieder des Gesangvereins„ Eintracht" fanden reichen Beifall. Konzert, Tanz und Volksbeluftigungen hielten die Teilnehmer bis zu später Abendstunde zusammen. * Ausstellungen in Hessen. Der Finanz- Ausschuß hat für die in die in diesem Sommer zu Mainz stattfindende Landwirtschaftliche Landesausstellung den Betrag von 16 000 t bewilligt. Die Regierung hatte Grünberg, 8. Mai. Die Vorarbeiten für die dies. jährige Ausstellung des Vogelsberger Geflügelzuchtvereins find in vollem Gange. Der Meldeschluß war am 4. Mai. Die Anmeldungen sind so zahlreich eingelanfen, daß die Ausstellung etwa 250 Nummern aufweisen wird, darunter 42 Stämme Wyandottes, 40 Italiener, 10 Minorta und eine größere Anzahl Hamburger, sowie Gänse, Enten, Truten, Pfauen, Brief- und Farbetauben. Die Ausstellung selbst findet in Schotten statt in den großen und hellen Räumen der Turnhalle und dem angrenzenden Garten. Die Leitung wird alles aufbieten, um selbst den größten Anforderungen gerecht zu werden und jeden Besucher zufriedenzustellen. Die Eröffnung der Ausstellung findet Samstag, den 23. Mai statt. Den Ehrenvorsiz hat der Geheime Regierungsrat Herr Schönfeld bereitwilligst übernommen. Sonntags sindet großes Militärkonzert statt, ausgeführt von der Thüring. Ulanen- Kapelle aus Hanau. Dem Preisrichter stehen eine große Anzahl von Ehrenpreisen zur Verfügung, die in hochherzigfter Weise bereitwilligst gestiftet wurden, so von dem Ehrenvorsitzenden, dem Geheimen Regierungsrat Herrn Schönfeld 70 t., von der Stadt Schotten 50 Mt., von der Sparkasse 50 Mt. und von verschiedenen Privaten etwa 100 Mt." Jedem Züchter und Liebhaber aber möchten wir sehr warm empfehlen, der Geflügelausstellung und dem so idyllisch gelegenen Bergstädtchen einen Besuch abzustatten. Sicher wird er nur hochbefriedigt die gaftliche Stätte wiederum verlassen. § Elpenrod. Ernst Reiz dahier wurde als Befehlshaber der hiesigen Pflichtfeuerwehr eidlich verpflichtet. § Elbenrod, 9. Mai. Der Großherzog hat die zur Erinnerung an Allerhöchstderen Vermählung geftiftete Medaille unserem Mitbürger Joh. Müller verliehen. § Grebenhain, 8. Mai. Protest gegen den Protest gegen den General Kulturplan. Auf kommenden Sonntag haben die in Frage kommenden Landwirte, Handwerker nnd Arbeiter eine Protest- Versammlung gegen den Generalfulturplan des oberen Vogelsberges nach hier( Saal der Ww. Ruhl) einberufen. * = verstorben. Bestimmtes wird aber erst die batteorologische Untersuchung durch das hygienische Institut Gießen ergeben. Birtlar, 8. Mai. Rowdies. Auf dem Wege zwischen Lich und Sicklar wurde am Samstag Mittag die 13jährige Tochter eines hiesigen Landwirts von zwei Burschen, die sich im Walde versteckt hatten, überfallen und vergewaltigt. Die Wegelagerer versuchten, dem Mädchen etwaige Geldvorräte abzunehmen, ließen jedoch davon ab, als aus dem Walde ein Hund auftauchte und sie sich beobachtet glaubten. Inzwischen ist es aber der Gendarmie gelungen, die beiden Täter, zwei übelbeleumundete 8immergesellen in Lich, zu verhaften. K Frankfurt a. M., 9. Mai. Schiller- Seläute. Heute am Todestage Schillers werden von 5-5 Uhr nachmittags sämtliche Glocken der Stadt läuten. - K Frankfurt a. M. Wie nunmehr feststeht, wird der Kaiser zur Einweihung der Matthäuskirche nicht hierher fommen.- Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, hat der Raiser vor wenigen Tagen mehrfach den Wunsch ausgesprochen, Frankfurt a. M. möge den Gesangswettstreit im Jahre 1907 wieder übernehmen, besonders um den Gesang vereinen aus Süddeutschland Gelegenheit zu geben, sich stärker als bisher an dem Wettstreit zu beteiligen. K Gustavsburg, 8 Mai. Eine hiesige Brikettfabrik hat infolge mangels an Feinkohle ihren Betrieb eingestellt. K Aus Rheinhessen, 8. Mai. Der Austrieb der Reben ist allenthalben gleichmäßig gut. Die Austrieb: zeigen schon vielfach Gescheine. Literarisches. Eine einzigartige Festgabe widmet die Deutsche Studentenschaft dem Andenken Friedrich Schillers in dem demnächst bei Strecker& Schröder in Stuttgart erscheinenden„ Dichterbuch Deutscher Studenten", Herausge geben von der Akademischen Freien Literarischen Vereinigung in Göttingen, die sich der Aufgabe, unter der gesamten Deutschen Studentenschaft die jungen Lyriker zu einer ge meinsamen Gabe ihrer besten Erzeugnisse an den Genius unsere Jungend begeisternden Schillers einzuladen, mit großen Eifer und schönstem Erfolg unterzogen hat. Die Ausstattung des Buchumschlages hat der wohlbekannte gemütsvolle Simplizissimuszeichner Wilhelm Schulz übernommen. iegens land.irishaftlicher Wetterbiesk Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Mittwoch, den 10. Mai. Meist wolkig, fein oder nur ganz geringer Regen, ziemlich fühl. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Marktberichte. Gießen 6. Mat. Auf dem heutigen Bochenmartt fofteten Butter per fb. 1.10-1.20 M., Hühnerele per Stüd 5-6 Pfg., Enteneier St. 6-7 Pfg., Räse per St. 6-8 fg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfa Erbsen per Liter 21 Pfg., Sinjen per Liter 32 Pfg.. Tauben per Paar 02. 0.80-1.00, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pft. 00-00 fg. Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfa., Rindfletsc fleisch gesalzen per funb 0.80 Big., Ralbfleisch per Bfd. 70-74 per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisc 66-76 Big. Soweine Bfg. Sammelfleisch per fb. 50-74 Pfa., Kartoffeln pro 100 kilo 6.506 700 Mt., Zwiebeln per St. Mar. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 Bf. pr Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 mt. 3wetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 ẞfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Ubr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizett überhaupt nicht, und während der erster drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießen r Fleisch und Brotpreise am 8. Mai 1905. Ochsen Kälber Höchste Schlachtbtehpreise in Frank urt a. M. Fleischpreise in Gießen 50 kg Schlachtgewicht 71-73 m. 1/2 kg 70-80 Pf. 84-88 Pf. do. 70-74 67-68 1/2 11 " " Schweine do. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. 18.40 M. 16-00 00 " " " " do. 66-76 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f Schwarzbr. do.48 Verantwortlich: für die Politit und den Inseratentei: ЯIbin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belb in Giesen " Arbeitsnachweis Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 2 landw. Knechte, 1 Gärtner, 2 landw. Arbeiter, 1 Bauschlesser, 1 Spengler, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner, 4 Schreiner, 1 Schneidmüller, 1 Möbelschreiner, 1 Schneider, 1 Installateur, 1 Verkäuferin, mehrere Postaushelfer für Sonntags, 6 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Wagner, 1 Wager= lackierer, 1 Mechaniter, 2 Buchbinder, 1 Lickierer, 1 Bäcker, 1 Schreiner, 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 landw. Knecht, 1 Spengler, 2 Schreiner, 2 Lauf frauer, 1 Laufmädchen, 1 Haus- oder Bureaudiener, 1 Rassier oder Portier, 1 Kellner. Lehrlinge: 1 Friseur. * Ober- Mörlen, 8. Mai. Genickitarre? Hier ist ein 12jähriger Knabe unter Anzeichen der Genickstarre und doch eine vorzügliche Fleischbrübe erziehlt die Hausfrau, wenn sie das Fleisch mit kochendem Wasser ansezt, die Suppe aber beim Anrichten mit Saftiges Rindfleisch MAGGI's Würze verbessert. Sehr ausgiebig, man verwende den Würzesparer. Schutzmarke Kreuzftern Geflügelzucht- Verein Kreis Marburg Doppelfalzziegel VIII. Allgemeine .. Geflügel- Ausstellung verbunden mit Prämiiorung unb Verlosung am 27., 28., 29. Mai d. Js. im Restaurant Schützenptubl zu marburg a. d. Labn. Programme und Aumeldebogen sind zu bestehen burch Herrn 3. 28. 28 id. Marburg, Frankfurterstraße 40. Meldeschluss am Freitag, den 12. Mai, abends 6 Uhr. Der Vorstand. Verdingung. Die Lieferung von 26 500 Kilogr. gewalgten T- Trägern für ben Neubau ber höheren Mäbchenschule sollen Dienstag, den 16. Mai d. 38., vorm. 11 Uhr öffentlich verbungen werben: Trägerverzeichnis und Bedingungen liegen bei uns zur Ein. ficht offen. Angebote auf Borbruc, ber baselbst erhältlich, sind bis sum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, bea 6. Dat 1905. Städtisches Hochbauamt. Werbel. Dem geehrten Bublifum von Gießen n. Umgesung, sowie Freunden und Bekannten die Mitteilung, daß ich ein Glaser- Geschäft eröffnet habe. 13 Hammstraße 13 ftets auf Lager bei 6. Schaumberger Gießen, Marburgeritrabe 22. 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Das heiter ben jungen pen zu berziel her und träg nach dem Sd Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen gefucht gegen fofortige aute Berstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend Dienstmädchen tung mit sämtlichen Susbaltungsarbeiten bewandert, für bürger lichen Hausbalt gesucht. Hober Lobn. Melbungen erbeten, Gießen Löberstraße 6 Junge Mädchen werben zum Anlernen als ortiererinnen angenommen. E. Klingspor, Sigarrenfabriken ( Miehen. Adolf Moll, Gießen, Babnbofstraße 67. Liebigstraße 58 ist ab 1. Juli cine schöne 5- Simmerwohnung mit allem Rubebör ebent. mit Bleiche und Gartenanteil preiswert au vermieten Schöne möbl. Zimmer mit ober obne Pension zu verm. Bismarckstraße 17 w. Goethe traße 48 p. *. Blutflod. Timerman Frdl. Schlafstelle Hillegombo teftr. 38 biuig au bermieten ( u. meine bier t. D. pat. Neubelt.) Gießen, Afterweg 46, I Für Vereine und Wirte: 11 gußeiserne Fenster Bonbücher für Kellner, Gintritt, Garderobe und Küche ( bis zu 1680 Bons enthaltend), bas Buch schon von Mark 1,50 an, im Dugend billiger, liefert Albin Klein, Buchdruckerei, Gießen, Seltersweg 83. 1011110 , 90 tr. Hoch unb 0,95 Wtr. breit, zu Werkstattbauten gut ge eignet, find abzugeben bei Heinrich Winn, Glesson. Warum ist es wohl notwendig gowesen, dass zu all den vielen Sorten in der NaumanniaSeife noch eine neue KernSeife in den Handel gogebracht wurde, Weil zu machen. Gießen, den 6. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die zur Herstellung eines neuen Sammelbrunnens Arbeiten, als: unserer Quellfaffungsanlage in Oneckborn erforderlichen 1. Lieferung aller zur Ausführung einer sechseckigen Spundfammer erforderlichen Kiefernhölzer( 15 cm starke Spundbohlen, Eck- und Mittel- Leitpfähle, 50 cm start, beziv. 40x40 cm stark, Zangen usw. nach Zeichnung); 2. Ginrammen erwähnter Spundkammer bon rd. 8 m 1. 2. und rd. 7 m Tiefe, sowie Stellung des erforderlichen Schlagwerks; 3. Erdaushub, einschl. Wasserhaltung; 4. Brunnenmauerwerk mit Beschaffung des dazu gehörigen eisernen Brunnenkranzes usw. sollen je nach Grmessen Großh. Bürgermeisteret getrennt oder im ganzen bergeben werden. Wir laden in vorstehenden Arbeiten erfahrene Be werber ein, die Bedingungen, Zeichnungen usw. auf unserem technischen Amtszimmer während der Dienst eben darunter keine in so stunden einzusehen, wo auch weitere Auskunft erteilt hohem Grade, die für eine wirklich gute Haushaltungsund Küchenseife erforderlichen Eigenschaften besitzt als gerade Naumannia- Soifo Sparsam, rein, mild, neutral, billig. Wäsche und Hände nicht angreifend, für alle Waschzwecke gleich gut geeignet, sind die Eigenschaften, welche bei nur 12 Pig. per Stück die Naumannia- Soife bei jeder einsichtigen Hausfrau beliebt machen. wird und Angebotsformulare erhältlich sind. Auskunft erteilt auch Herr Oberbaurat Schmidt Darmstadt, Martinstr. 35. Angbote sind bis zum 15. d. Wits., vormittags 10 1hr verschlossen und mit entsprechender Aufschrift. versehen, bei uns einzureichen. Zuschlag erfolgt innerhalb 5 Tagen. Gießen, 6. Mai 1905. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. wichtige Ding Die beiden geben sich scht nisinnigen Be die föftliche S zu stören: „ Ist das amerikanisches gemacht werde „ Nein, dar das Gerücht nur gewiffen hat, borarbeit einiges darüb Durch dich Ja. Un gewiß noch gen Jahre getvedt wur liche Affäre gegenwärtig fucht, und id Satte e angefündigt? Freilidh bei uns, die Aufmerksamk über das Ver Man ließ si jinüberkabeln nonvenorg, aver anderen Falle gelegenheit vor Weniger objetti Noch imm wensky auch bei Indoching fchränkt sich moc wieder& worden sei, räumen. 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