doch einen nachhal. test, ich wäre ein end Jahren. alten Aegypten im forgfältig frisierte Das unentbehrliche eitel, die ihnen von Hauses gebotenen en wir die jungen auf den erhaltenen einander figen. Die Bratenstüden und berwöhnten Zünghafte Unterhaltung Jahren sich unterus den die Bilder itisieren die Toi men Klagelieder rsonals und den eydener Papyrus rn: Die Landmit einem leeren Geficht im Wasser piegels. Sie wird trägt Schlangen zuli, Silber, Sma Balfe der Stlavin, ganze Land hin doch ein besseres heinander bei den vergaß dabei nicht dem füßen Weine feinen Damen ab. bon ihren Diener ringen mußte. Der Falle nicht ver ma, bie eine feine Satire! Zum Heulen! ,,, die Männer find wirk lich ein treulofes Voll Nun habe ich drei herbe ftellt, und Niemand tommt!" Dornehm Alter Bettler: „ Heute tomme id das letzte Mal zu Ihnen, Herr Maier." Rentier: ,, unb wes. halb?" Alter Bettler: Weil ich midh bon morgen an in bas Privat leben u rüdziehe!" Nr. 58. Fasertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Obereffen, die Kretse Mezlar and Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Donnerstag, den 9. März 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Cliquenwefen. Im Reichstag würde es am Dienstag wahrscheinlich recht stürmisch geworden sein, wenn er nicht gar so schwach besucht gewesen wäre, und wenn man die manchmal mehr als derben Worte des sozialdemokratischen Abgeordneten Zubeil für etwas anderes als den Ausdruck übler Laune gehalten hätte. Herr Zubeil zauste an Herrn Dr. Mugdan herum, weil dieser in einer früheren Reichstagssigung von dem Cliquenwesen in den Krankenkassen gesprochen hatte, wo namentlich die Sozialdemokraten bei der Aerztewahl nur Parteigenossen beborzugten, überhaupt eine Herrschaft ausübten, die sittlich ber verflich sei, und ihre Entscheidungen nach Gunſt träfen. Es soll hier gar nicht erörtert werden, ob Dr. Mugdans Behauptungen zutreffend waren. Es sei nur festgestellt, daß Abg. Zubeil ganz Aehnliches von den Krankenkassen behauptete, deren Vorstände der freisinnigen Richtung angehören. Die bloße Tatsache ist lehrreich, daß zwei Parteien bon einander das Nämliche behaupten, jede der anderen das Näunliche zum Vorwurf macht, jede für sich als Recht- wenn auch nur in der Abwehr in Anspruch nimmt, was sie bei der anderen als Unrecht bezeichnet und empfindet. Cliquenwesen ist in der Tat ein böses Ding. Es unterminiert die Gesellschaft, es hebt die Gerechtigkeit auf, setzt die Willkür auf den Thron, läßt das Verdienst der Gunst unterliegen. Glücklicherweise ist nicht alles das Cliquenwesen, was so genannt wird und was so scheint. Der Verdacht vergrößert und vergröbert, so daß selbst das Zulässige sich in bösem Lichte zeigt. Am meisten aber versündigen sich die Tugendbolde, die für andere ein überstrenges Sittengesetz aufstellen, das gar nicht innegehalten werden kann und dessen Innehaltung auch gar nicht gut wäre, bloß um über die Verderbnis der Welt mit ihrer Ausnahme, natürlich schmähen zu können. Solch ein Tugendbold möchte gern nicht nach seinen Theorien beurteilt sein, sondern nach den Ansprüchen, die er an die Tugend der anderen stellt. Er ist in seinen Anforderungen maßlos, damit man ihn erst gar nicht auf seine Praxis prüfe, die vielleicht auch einer nur bescheidenen Anforderung nicht genügen würde. Welchen Lärm haben fürzlich die Pharisäer erhoben, als bei Auschreibung einer privaten Beamtenstelle der Ausschreibende jagte, daß er einem früheren Corpsstudenten den Vorzug geben würde! Warum der Lärm? Der Ausschreibende ist bermutlich selbst Corpsbursche gewesen und sagte sich, daß seinen Ansprüchen am sichersten ein Mann gleicher Erziehung und gleicher Anschauungen genügen würde. Er hai nur zweckmäßig gehandelt: er hat vermieden, daß Meldungen von Personen famen, die von vornherein ungeeignet waren. Handelt es sich um öffentliche Stellen, namentlth Staatsstellen, so muß natürlich die bessere Qualifikation allein aus. schlaggebend sein. Doch auch hier bleibt ein gewisser Spiel. Es ist mir menschlich begreiflich und ganz einivandraum. frei, daß unter sonst gleichen Umständen die Wahl zwischen gleichbewerteten Bewerbern durch persönliche Bekanntschaft, durch zuverlässige Empfehlung, die sogar eine indirekte sein kann, bestimmt wird. Feldmarschall Graf Moltke pflegte zu sagen: Wenn ich von zwei Bewerbern um eine Stelle den einen selbst kenne und ihn für nur eben geeignet halte, der andere aber mir von dritter Seite durch ein dickes Eichenbrett gelobt wird, so gebe ich jenem den Vorzug. Bei ihm weiß ich, woran ich bin; mit den Augen eines anderen kann ich nicht sehen." Niemand wird auf den Gedanken fommen. daß der große Feldmarschall Stellen nach Gunst vergeben hätte; niemand wird demnach bestreiten, daß man der persönlichen Bekanntschaft Einfluß einräumen kann, ohne ungerecht zu werden. Man hat oft darüber geklagt, daß unter den Verwaltungsbeamten der ehemaligen Corpsstudenten so viele jeien. Tiese, hieß es, würden bevorzugt. Im Zusammenhang damit sprach man von Cliquenwesen. Man hat Unrecht d. mit. Ein solcher Vorwurf dürfte nur erhoben werven, nady. dem der Beweis erbracht worden, daß untaugliche Bewerber die Stellen erhalten haben, wo taugliche zurückgewiesen morden sind. Und das müßte so häufig geschehen sein, daß die Entschuldigung mit unvermeidlichen Fehlbeurteilungen ausgeschlossen wäre. Der Nachweis ist nicht erbracht, ist nicht einmal versucht worden. Darum sollte man auch mit dem Urteil zurückhalten, das unbegründet genannt werden muß, da ein Verdacht noch lange keinen Beweis abgibt. Unsere höheren Beamten rekrutieren sich naturgemäß, unseren staatlichen und gesellschaftlichen Gewohnheiten entsprechend, in der Regel aus den Kreisen, die ihre studierenden Söhne bei Corps eintreten lassen. Sollten diese deshalb in ihrer Karriere zurückgestellt werden? Das wird billigerweise niemand verlangen. Es ist selbstverständlich, daß die Bekanntschaft aus der Studentenzeit nachwirkt, ganz in dem Sinne des oben angeführten Moltkeschen Ausspruchs. Was würde denn geschehen, wenn man von allen persönlichen Beziehungen völlig absehen, wenn man alle Menschlichkeiten das Wort in seiner besten Bedeutung- unbedingt ausschalten wollte? Es wäre nur noch Raum für den ödesten Schematismus, die Anziennität allein bliebe entscheidend und höchstens noch das Los, der Würfel! Man braucht das bloß auszusprechen, um die Unmöglichkeit und Unerträglichkeit eines solchen Verfahrens zu erkennen: der älteste Richter wird Reichsgerichtspräsident, der älteste Offizier wird Generalfeldmarschall....! Gewiß kommen Menschlichkeiten, auch in weniger idealer Bedeutung, jegt wie zu allen Zeiten vor. Gewiß kann es Bevorzugungen und Zurückstellungen geben, und gewiß ist das eine wie das andere zu beklagen. Aber besser noch diese unvermeidlichen Flecken und Schönheitsfehler, als die Herrschaft des Schematismus, des Maschinenwesens. Fehlgriffe laffen sich korrigieren, gegen eine Mißwirtschaft fann Der Eselsmüller und die Falschmünzer. Wasser zu den Mehlgängen naa. 9) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. - ( Nachdruck verboten.) Meine Frau und acht Kindlein wollen essen," erlärte der Förster.„ Woher nehmen? Mein ältestes ist zwölf Jahre. Himmel, wenn die des morgens früh Hunger haben und ist nichts da.."„ Na, Eselsmüller, davon weißt du nichts! Da wird aus dem treuesten Beamten ein Schurke. Da verschreibt man fich dem Teufel, nur daß die Kinder Brot haben. Balzer, Kerl, wissen Sie nicht auch ein Liedlein dabon zu fingen?" " Ja, ja, erwiderte seufzend Balzer, er spürte so ein bishen das gute Frühstück." Ja", Förster, sprach er ,. Ihr habt recht, könnte ich meiner Frau und meinen„ Würmern" wie Ihr Eure Kinder nanntet, reichlich Brot verschaffen, ich wollte gern mein Leben dafür laffen."" Kinder haben und sie hungern sehen, mein Gott, das tut weh."" Fort, Förster," ruf jegt der Eselsmüller," Mehl kommt heute noch' nauf, auch ein Schinken nebst einigen Würsten." Der Delfrug wird auch leer sein, wie bet der Witwe Sarpta." Schicke dir also Erbsen, geschälte Gerste und Safer zur Suppe mit."" Aber Förster! Hirschbraten foll gut schmecken, ich hätte Lust, mal einen zu essen". Bist doch wirklich ein Esel", sprach der Förster Balzer hört nichts mehr", sprach, ihn unterbrechend, der Eselsmüller. Der arme Kerl hatte Hunger, der Nordhäuser hat ihn, Weinselig" gemacht."" Er schlummert iest, laß ihn ruhen". Er und seine Kinder sollen nicht mehr hungern, ich versorge sie." Der Förster wollte ihm noch sagen, daß der liebe Gott dem Eselsmüller alle diese, den Armen erzeigten Wohltaten segnen würde. Jedoch der Eselsmüller fonnte dieses nicht vertragen, deshalb schob er schnell den Förster zur Türe hinaus. " " " Jett ging er nach seinen Eseln, dann sah er das Wasser zu den Mehlgängen nac. Die Hauptsache aber war, er schaute aus nach Rüffeler aus Nuttlar, den Leinwandhändler. Dieser blieb ihm viel zu lange aus. Endlich sah er von Rennkirchen denselben herunter tommen. Mit eigentümlichen Gefühlen sah er ihn der Mühle sich nähern. Er ging wieder in die Wohnstube, wo Balzer eingeschlafen war, und erwartete daselbst den Rüsseler. Es verging noch eine halbe Stunde, ehe derselbe da war. Diese wollte er noch ausnutzen. Er weckte den Balzer und sprach:„ Hör mal, Du gehst heim, die Weiden lasse ich dir nachbringen, meine Esel tragen sie leichter als Du." Laß sie deshalb nur ruhig liegen; der Förster mag dann glauben, es habe sie ein anderer geholt. Gehst Du jetzt hin und willst sie mitnehmen, dann gibt es ein Unglück. Der Förster hat sich sicher irgendwo versteckt, um Dich abzufangen". Weißt Du was?„ Ich gebe Dir zwei Laib Brot, eine Wurst und ein Stück Schinken, ein Teil Mehl nimmst Du auf deine Schulter und dann gehst Du ruhig heim. Der Vorteil ist klar, Du hast für dich, deine Frau und Kinder einige Tage Nahrung. Der Förster sieht aber, daß Du die Weiden hast liegen lassen und ohne dieselben heimgehst. Er geht dann ebenfalls heim. Nachher lasse ich die Weiden holen und Dir bringen". Der Eselsmüller sprach gerührt: Balzer, bergebt alles, was ich vorher gegen Guch ausgesprochen habe... Still Balzer", währte er ab, als Balzer ihn unterbrechen wollte,„ komm so oft Du Mangel hast, Dir soll in Zukunft nichts mehr fehlen, wenn Du mir nur gelegentlich ein klein wenig gefällig bist. Dieses sage und verspreche ich Dir, so gewiß ich der Eselsmüller bin"." Eselsmüller, hier ist meine Hand", rief begeistert Balzer;„ für Euch gehe ich durchs Feuer." ist nicht nötig, Du Narr, geh nur jetzt heim, übermorgen komm wieder zu mir", damit schob er ihn zur Türe hinaus. Türe hinaus. Draußen übergab Peter dem Balzer das vom Eselsmüller versprochene Brod, Mehl usw. man Vorstellungen erheben wer dürfte es unternehmen, einer Maschine Vernunft zu predigen oder einem Schema ins Gewissen zu reden? Die Wirren in Russland wollen nicht enden. Kaum ist an einem Ort die Ruhe notdürftig wiederhergestellt, flackert das Feuer des Aufstandes oder der offenen Rebellion an einer anderen Stelle wieder um so lebhafter auf. Waren es gestern die Arbeiter, die sich auflehnten, sind es heute die Bauern. Fanden die Fahnen der Revolution bisher unter den Studenten der Universitäten ihren eifrigsten Zulauf, so treten jetzt auch die Schüler der höheren Lehranstalten in die aufrührerische Bewegung ein. Schülerrevolte in Kutais. Diese neueste, nur aus russischer Eigenart, nur aus russischen Verhältnissen sich erklärende Erscheinung hat in Kutais bereits zu blutigen Zusammenstößen mit der bewaffneten Macht geführt. Von dort wird über Tiflis telegraphisch berichtet: 200 Realschüler beantworteten die Nachricht von der Einstellung des Unterrichts mit Hurrarufen, Pistolenschüssen, der Entfaltung roter Fahnen und zogen unter lärmendem Unfug über die Boulevards und durch die Hauptstraße. Altersgenossen aus dem Stand der Handelsgehilfen schlossen sich ihnen an. Die zügellose Jugend schoß auf die Patrouillen, schleuderte Steine gegen sie, auch aus den Fenstern wurde auf die Kosaken geschossen. Nach unseren Begriffen sind solche Vorkommnisse einfach unmöglich und undenkbar. Dieselben Worte haben eben in Rußland und bei uns nicht immer denselben Sinn. Wenn in Rußland, namentlich im Südosten Europas, von Schülern die Rede ist, so darf man nicht an unsere Gymnasiasten denken. Körperlich früh vollständig ausgereift, sind jene nur einer sehr lockeren Schuldisziplin unterworfen. Sie fühlen sich als Männer, auch ihren Lehrern gegenüber, und zeigen oft eine erstaunliche Zügellosigkeit, von der die obige Meldung eine Probe gibt. Wer Rußland kennt, wird sich nicht wundern, daß icẞt wieder die dort zu außerordentlicher Fertigkeit gebrachte Kunst geübt wird, cine vorhandene Mißstimmung von ihrent ursprünglichen Ziel abzulenken und der Unzufriedenheit eine Beute förmlich zuzuwerfen. Wie die gewöhnlichen Mittel der Massenverhaftungen und„ administrativen Verschickungen" versagen, so wird immer mit erstaunlichem Geschick die Möglichkeit gefunden, der sich regenden Zerstörungswut sofort erreichbare Objekte auszuliefern. Wer in Rußland die Order ausgibt:„ Schlagt!", der darf unbedingten Gehorsams sicher sein, wenn er nicht hinzuzufügen vergißt, wer geschlagen werden soll. Dann eilte er frohlockend heim zu den hungernden Seinigen. - 11 - " - - Gerade kam jetzt der Leinwandweber Rüsseler um die Waldecke auf die Mühle zu. Der Eselsmüller setzte sich gemütlich in seinen Lehnstuhl und erwartete den Rüsseler trat ein. Ankömmling. ,, Guten Tag Guten Tag Rüsseler", so war die BeEselsmüller!" grüßung.„ Nun, Rüsseler, wie waren die Geschäfte?" forschte der Eselsmüller. Schlecht, Eselsmüller", gab „ Schlecht, dieser zur Antwort, schlecht schlecht." sagte gedehnt der Eselsmüller," was soll das heißen?" Nun, ich habe sehr wenig verkauft, den größten Teil der Leinwand, Bildzeug und Damast habe ich in ElberDer Verkauf war fast feld müssen liegen lassen. nicht nennenswert", erzähte Rüsseler. Wie kam das?" " Sonst hat Dir die Warenmenge frug der Eselsmüller. nicht genügt, es mußte stets durch Fuhrwerk nachgebracht werden..."" Ich weiß es selber nicht, entgegnete Rüsseler, wie es ist. Wo ich hinfam, hieß es, augenblicklich keinen Bedarf. Sogar alte gute Kunden nahmen mir nichts ab."" Nun, und die„ Brabanter" forschte der Eselsmüller weiter. Auch damit ging es schlecht." erwiderte Rüsseler." In Remscheid und Lüdenscheid wäre ich beinah verhaftet worden, weil man argwöhnte, einzelne Braunschweiger, welche ich ausgegeben, seien nicht ächt. Meine dortige Bekanntschaft und Unerschrockenheit, rettete mich vom Gefängnis. Es ist nicht mehr geheuer dort," so berichtete er weiter.„ Nüsseler", sprach hierauf etwas bitter der Eselsmüller, ich glaube Du fängst an, deine Rolle zu wechseln. Früher warst Du der gesuchteste Leinwandhändler bis über Köln hinaus. Schon deine vorige Reise war nichts wert. Entweder mache es wie früher, oder höre ganz auf."" Eselsmüller", rief jett empört der Rüsseler,„ bin ich etwa dein Knecht?"" Nein nicht Knecht, sondern noch zehnmal weniger," so entgegnete mit Spott der Eselsmüller. ( Fortsetzung folgt.) " te Rebaftian ber Neuen Berling Schlagt die Studenten! Was sich in Rußland zu den Ordnungsparteien zählt, das hält sich ruhig, ist aber ebenso wie die anderen Bevölke. rungselemente zu jeder gewaltsamen Ausschreitung bereit, wenn die Polizei es befiehlt, oder wenigstens einen Win! gibt und erkennbar macht, gegen wen sich die obrigkeitliche Barbarei wenden darf. Nach Ueberwindung des ersten Schreckens über den Umfang der aufständischen Bewegung hat man nicht gezögert, die Studenten als die Repräsen tanten der Intelligenz dem handgreiflichen Unwillen der " Ordnungselemente" zu überliefern. Die orthodore Geistlichkeit war angewiesen, gegen die Unruhestifter, die ihre Bildung mißbrauchen, von den Kanzeln zu predigen, und die Wirkung dieser autoritativen Belehrung zeigte sich an vielen Orten durch Angriffe auf die( in Rußland an ihrer Uniform kenntlichen) Studenten und Schüler. Unruhes in Eriwan. Blutige Szenen spielten sich in Eriwan ab, hier nicht bon Schülern veranlaßt. Dieser Tage war ein Gouverne mentsarzt wie man sagt: aus politischen Gründen- auf der Straße ermordet worden. Sofort erschienen bewaffnete Banden, drei Armenier und ein Muselman wurden getötet. Die erschreckten Kaufleute schlossen ihre Läden. Am Dienstag wurden sieben Moslim und ein Armenier umgebracht, achtzehn Personen verwundet. Natürlich hieß es am Mittwoch, daß die Ruhe hergestellt sei. Auf wie lange, ist nicht gejagt. Bauernaufstand bei Kiew. In der Umgebung von Kiew haben Bauern die Landmirtschaftsgebäude eines Edelmannes geplündert. Der Geschädigte ist Baron Megendorf, Kommandant der Leibgarde des Zaren. Die Bauern verteilten 10 000 Zentner Getreide unter sich. In Kiew sind die Läden gesperrt, weil man das Eindringen der aufständischen Bauern in die Stadt fürchtet. Der Generalstreik in Petersburg. In Petersburg ist seit Beginn der Woche, wie voraus angekündigt worden, ein allgemeiner Streit ausgebrochen. Das ruft begreiflicherweise eine gedrückte Stimmung hervor. Man weiß nicht recht, was die Organisatoren des Streiks im Schilde führen. In den Kaiserlichen Palais sind jedenfalls die Wachen verstärkt worden, in den Arbeitervierteln befinden sich ansehnliche Kavalleriepatrouillen. Den Ladenbesitzern ist empfohlen worden, selbst für den Schuß ihrer Gewölbe zu sorgen. Daß Großfürst Alexis, der zweitälteste Oheim des Zaren, den Rat erhalten habe, bei seinen Ausfahrten Vorsicht zu beobachten, ist ein Gerücht, das wahrscheinlich genug flingt. Der gleiche Rat ist jedenfalls allen Großfürsten gegeben worden. Die Stellung Wittes. Viel unwahrscheinlicher klingt das andere Gerücht, daß Witte seine Entlassung als Präsident des Miniſterkomitees nachgesucht habe, weil er eine Mißtrauensfundgebung darin sehe, daß nicht er, sondern der Wirkliche Geheime Rat und Staatssekretär Graf Ssolssy mit der Vertretung des Zar n im Vorsitz des Ministerkonseils betraut worden. Herr von Witte dürfte gerade die jetzige Gelegenheit kaum für geignet gehalten haben, eine Art Kabinettsfrage zu stellen, noch dazu nachträglich. Der frühere Finanzminister hat in der ganzen jezigen Krisis vermieden, irgendwo hervorzutreten oder gar sich vorzudrängen. Er will als fünftiger Reichskanzler möglich bleiben. Dazu muß er bei der Hand sein. Im Ministerkonseil, das übrigens mit dem Ministerkomitee nicht identisch ist, hat Witte eigentlich nichts zu tun. Als bloßer stellvertretender Vorsitzender hätte er dort nicht einmal eine Stimme, hätte er die vorgetragenen Meinungen nur ad referendum zu nehmen. Zwar darf man in Rußland zur Zeit nicht als unmöglich ansehen, aber an den Rücktritt Wittes braucht man nicht zu glauben, so lange nicht die amtliche Bestätigung vorliegt. Und selbst dann wird man zu der Frage berechtigt sein: was hat sich Witte bei seinem Rücktrittsgesuch gedacht? Der Krieg in Oftalien. Das gewaltige Ringen um Mukden hält weiter in ungeschwächter Heftigkeit an. Die Verluste auf beiden Seiten sind schwer. Ueber den Verlauf der Operationen widersprechen sich die vorliegenden Nachrichten in derselben Weise wie bisher. Stammen sie aus russischer Quelle, so behaupten sie, daß die Russen noch standhaft ihre Stellungen feſthalten. Kommen sie von japanischer oder japanfreundlicher Seite, so sprechen sie von Rückzug und Niederlage der Russen, mindestens aber von ständigem Vordringen der Japaner. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet über die Schlacht bei Mukden bon dort unter dem Datum des 8. März: In der Nacht des 6. März griffen die Japaner mit großen Streitkräften die vorgeschobene russische Stellung in Tschantschenpu auf der Bahnlinie an. Nach mehreren vergeblichen Angriffen stellten die Japaner den Vormarsch ein; beide Seiten erlitten große Verluste. Ebenso schlug die Abteilung Rennenkampfs abermals die Angriffe der Japaner ab. Augenblicklich ist keine Kanonade hörbar. Augenscheinlich ist es auch im Westen und an der Schahofront ruhig. Aus derselben Quelle verlautet weiter aus Petersburg, 8. März: Der zehntägige blutige Kampf läßt nicht nach, sondern wird noch immer hartnäckiger. Nachdem die Russen ihre rechte Flanke nach Norden herumgebogen haben, stehen sie parallel zur japanischen Umgebungsfolonne. Beide Gegner halten standhaft ihre Stellungen; täglich werden japa nische Gefangene beigebracht. Im Laufe des Tages fanden bedeutende Stämpfe bei Juchuantun auf dem Wege nach Sinminting statt. In der vergangenen Nacht griffen die Japaner neuerdings die Abteilung Rennenkampfs, den Rutulinpab und die Stellungen in der Nähe der Putilowhöhe an. Ganz anders lauten die Nachrichten aus Tofio. Dort ist man erstaunt, daß die Russen die japanischen Erfolge ableugnen und spricht bereits von einem Rückzug der Russen nach Tielin? Ein Londoner Blatt läßt sich aus Tokio über diese russische Rückzugsbewegung, die den Anfang vom Ende darstellen würde, in folgendem Telegramm berichten: Nach Nachrichten aus Inkau scheint sich die Hauptmacht der Russen bei Fuschan nach Tielin zurückzuziehen. Die Verluste sind bedeutend. Alle russischen Hilfstruppen sind in nördlicher Richtung von Mukden abgesandt. Kuropatkin hat sein Hauptquartier verlegt. Der japanische linke Flügel lagerte sich nach einem heftigen Kampfe am Montag nördlich von Mukden. Am Sonntag traf eine japanische Kavallerieabteilung mit mehr als 1000 Rosaken bei Jenfatou, 25 Meilen nördlich von Sinminting, zusammen. Die Russen flohen und ließen eine große Anzahl Tote zurück. Der linke Flügel von Kuropatkins Nachtrab, bestehend aus 20 000 Mann auserlesener Truppen, zieht sich zurück. Das Reutersche Bureau meldet dazu weiter aus Mukden vom 7. März: Heute am sechsten Tage der Schlacht wütete der Kampf auf dem rechten Flügel unaufhörli bis zum Abend fort. Die Hauptschlachtlinie hatte wie gestern eine Ausdehnung von 6 Werst. Gegen abend hatten die Japaner eine gute Stellung eingenommen bei Matschiapu und drangen noch nach Norden vor, ohne jedoch, wie es scheint, ihrem Ziele näher zu kommen. Die Verluste der Russen in dieser Schlacht sind bereits bedeutender als in der Schlacht bei Lianjang, die, der Japaner hält man noch für größer. Um 2 Uhr nachmittags besetzte japanische Infanterie Menschitun. Die japanische Flankenbewegung wird fortgesetzt. Eine japanische Division hat sich in der Richtung auf Tielin ausgebreitet; inzwischen setzen die Russen den Angriff auf die japanische Front fort. Sonntag nacht griffen die Japaner Schahopu, Ertagu und Kantanjinsan im Osten an. Im Zentrum werden die Stellungen behauptet, im Südwesten gehen jedoch die Russen auf die zweiten Stellungen zurück. Um 2 Uhr morgens griffen die Japaner die russischen Stellungen am Hunho an. Das Artilleriefeuer hielt ununterbrochen an und wurde bei Tagesanbruch in nördlicher Richtung, fast bis zur Straße nach Sinminting, fortgesetzt, von wo verwundete chinesische Flüchtlinge jetzt eintreffen. Auch eine Anzahl japanischer Verwundeter ist gebracht worden. Längs der Sinmintingstraße war ebenfalls in weiter Entfernung nördlich der Stadt ein Kampf zu hören. Die Dolitik O Dem preußischen Abgeordnetenhaus ist die Berggesehnovelle zugegangen. Die Novelle bestimmt u. a., daß bei einer Grubentemperatur von mehr als 22 Grad Celsius die regelmäßige tägliche Arbeitszeit vom 1. Oktober d. I. an 8%, vom 1. Oftober 1908 an 8 Stunden nicht übersteigen darf. Eine Hinausschiebung dieser Frist für 2 Jahre ist vorgesehen. Ücbersteigt die Temperatur 28 Grad, so ist 6 Stunden täglich die höchste Arbeitszeit Die Budgetfommission des Reichstags hat die Mehrforderungen für die Pioniere, die Verkehrstruppen und die Infanterie angenommen. Es folgt noch eine zweite Lesung, in der man zu einer Einigung über die bisher abgelehnten Kavallerieforderungen zu kommen hofft. * 1 Die Budgetfommission des Abgeordnetenhauses hat die geforderten Minister- Gehaltszulagen von je 14 000 Mart bewilligt. Die preußischen Minister sollen in Zukunft 50 000 statt 36 000 Mark beziehen. + Eine Eingabe des Deportationsausschusses des deutschen Kolonialbundes an den Reichskanzler verwendet sich um Einführung der fakultativen Verschickung von Sträflingen. Nur Gewohnheitsverbrecher, die mit mindestens fünfjähriger Freiheitsstrafe belegt sind, sollen zur Deportation kommen. Der Ausschuß berechnet die Kosten für 500 Deportierte auf 1 Million Mark, während dieselben Häftlinge in Zuchthäusern 1,9 Millionen Kosten verursachen würden. Den Sträflingen soll bei guter Führung Ansiedelung in Aussicht gestellt werden. Oesterreich- Ungarn. Der österreichische Landesverteidigungsminister Gras Welsersheimb tritt zurück und wird durch den Feldzeugmeister Schönaich ersetzt. Welsersheimb war strenger Bertreter der einheitlichen Armeesprache. Sein Abschied wird den Magyaren jedenfalls nicht unwillkommen sein. Frankreich. Frankreich hat zur Abwechselung einmal Schwierigkeiten in Algier. Im Süden der Provinz Dran an der Eisenbahnlinie Ben- Zirag Beschar ist es zwischen den überwachenden Kavallerie- Patrouillen und Wüstenräubern zu einem Zusammenstoß gekommen. Diese hatten zwei Tote, von den Soldaten büßte einer das Leben ein. Türkei. In Mazedonien sind politische Räuberbanden fast unausgesetzt in Tätigkeit. Bald sind es als Bulgaren verkleidete Serben, bald als Serben verkleidete Bulgaren. Die türkischen Soldaten sprengen die Banden, verjar sie aber am nächsten Taac sind sie wieder beieinander. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser nahm gestern in Wilhelmshaven die Vereidigung der dort neu eingestellten Marinerekruten vor. Bei seiner Ankunft um 11% Uhr wurde er am Bahnhof von dem Staatssekretär des Reichsmarineamts Admiral v. Tirpiz, dem Generalinspekteur der Marine, Admiral v. Köster, und dem Chef der Marinestation der Nordsee, Admiral v. Bendemann, empfangen. Nach der Begrüßung fuhr der Kaiser unter dem Hurrarufen der spalierbildenden Truppen und Schulkinder durch die geschmückten Hauptstraßen zum Ererzierhause, wo die Rekruten aufgestellt waren. Militärgeistliche beider Konfessionen sprachen über die Bedeutung des Fahneneides. Dann verlas der Adjutant der 2. Matro sendivision, unter die Kriegsflagge tretend, die Eides formel, die von den Refruten nachgesprochen wurde. Der Kaiser hielt darauf eine Ansprache an die Rekruten. Vom Exerzierhaus fuhr er nach dem Offizierkasino, wo das Frühstück eingenommen wurde. Bevor der Kaiser sich nach Wilhelms haben begab, hatte er in Oldenburg Station gemacht. Aus dem Bahnhof wurde er vom Großherzog und dem Herzog Georg Ludwig begrüßt. Der Kaiser und der Großherzog begaben sich in geschlossenem Vierspänner nach dem ElisabethAnnenpalais, wo das Frühstück eingenommen wurde. Die Garnison bildete vom Bahnhof bis nach dem Schloß Spalter, Das Publikum bereitete dem Kaiser bei seiner Ankunft und Abfahrt Johhafte Huldigungen. Deutleber Keichstag. ( 158. Sizung.) CB Berlin, 8. März. often Seite aus 6 nur berlesen ha filter fich, fo fahre ach den Detail verpflichtet mit E Reihe von Fällen Heute wurden die endlosen sozialpolitischen Debatten gelben des Direttor wieder einmal durch einen Schwerinstag unterbrochen. Es bon Seiten ber kamen Anträge der freisinnigen Volkspartei und der Polen Lehrer, der ihm betreffend die Neueinteilung der Reichstags. wahlkreise unter Berücksichtigung der seit der Gründung des Reiches eingetretenen. Verschiebungen der Bevölke rung zur Beratung. Den ersten begründete eingehend unter Berufung auf Recht und Gerechtigkeit der Abg. Kopsch, den zweiten in demselben Sinne der Abg. Korfanty. Der Nationalliberale Dr. Paasche wollte in Anerkennung der Tatsache, daß sehr bedeutende Verschiedenheiten existieren, die Anträge nicht ablehnen, er wollte sie aber auch, da in ihnen bestimmte Vorschläge nicht gemacht sind, nicht annehmen und beantragte deshalb ihre Ueberweisung an die Regierung zur Erwägung. Die Antragsteller forderten demgegenüber min. destens Ueberweisung zur Berücksichtigung. Neue Gesichtspunkte wurden in der Debatte nicht zutage gefördert. Die Anhänger der Anträge warfen den Gegnern vor, daß sie nur aus Parteirücksichten Widerstand leisteten, aus Furcht vor Verlust von Mandaten; sie erhielten dafür den Vorwurf zu rück, daß sie nur den ländlichen Wählern das Wahlrecht ver fürzen wollten. Redner für die Anträge stellte nur die Linke, Rechte und Zentrum waren dagegen. Das Ergebnis der mehrstündigen Diskussion war die Ablehnung sämtlicher Anträge mit erheblicher Majorität. Hessischer Landtag. Darmstadt, den 8. März. rtragen wollte Berer feien sch beerlegt. Es fom borücke gefallen tvertreters fönne getan, was er hielt, nachdem erreicht fei, g Die nächste Gi ** Der G Bindewald Theodor Köfter zeichen mit ber ** Bu ben haben ohne weit Der alten Rafern bormittags 8% Ortschaften Anner und Allendorf a. bie Geftellungspf aufen und Gro Die Sigung wird um halb 11 Uhr eröffnet. Bur die Gestellungs Tagesordnung steht die Beantwortung der Anfrage der bgg. und Klein- Lind Dr. Schmitt, Molthan und Genossen, das Kohlenkontor betr. Staatsminister Rothe bemerkt, daß man versuche, die Froge gemeinsam mit den Landesregierungen zu regeln. Eine Res gierungsvorlage über den Geseßentwurf, die Errichtung und Leitung von technischen Privatunterrichtsanstalten wird dem Ausschuß überwiesen. Ebenso der Geseßentwurf, das Beerdigungswesen betreffend. Hierauf kommt die Affäre Schädel zur Besprechung. Der Staatsminister Rothe beantwortet eine Anfrage des Abg. David, ob die Regierung geneigt sei, den Mitgliedern der zweiten Kammer Einblick zu gewähren in die Aften, die aus der Untersuchung der Verhältnisse am Gießener Gymnasium erwachsen sind? in ablehnender Weise und erklärt dann auf die Anfrage der Abgg. v. Brentano und Genossen, betr. die Untersuchung gegen den Gymnasialdirektor Prof. Dr. Schädel in Sießen, daß sich nach den stattgehabten Ermittelungen tein ausreichendes Material zur Einleitung einer Disziplinaruntersuchung ergeben habe, er stellt dabei fest, daß der Bruder des ältesten Oberlehrers am Gymnasium in Gießen, des Herrn Prof. Georg Noack, ein Herr Prof. Dr. Karl Road, der Dirigent einer Heilanstalt bei Dresden ist, die Mitteilungen über die Gießener Ver hältnisse, ohne Wissen seines Bruders an Dr. David machte. Der Abg. Dr. David erklärt, daß ihm diese Antwort nicht genügen fönne, solange ihm die Einsicht in die Akten verwehrt werde, denn nur an Hand der Aften tönne er feststellen, ob die Beschwerden begründet seien oder nicht. Da aus den Atten nur einzelne Bruchstülle nach dem Belieben der Regierung verlesen würden, sei es nicht mög lich den wahren Sachverhalt festzustellen. Dagegen fonstatiert der Redner, daß die in einer ganzen Reihe von Beitungen gegen ihn erfolgten Angriffe, wonach seine Quellen, aus denen er dieses Material geschöpft, unlauterer, politischer oder verleumderischer Art seien, jeder Grundlage vollständig entbehrten, denn schon damals habe er ausdrücklich konstatiert, daß seine Quellen nur den intimften Beziehungen, der von diesen Verhältnissen Betroffenen entspringe. Der mit ihm seit langen Jahren befreundete Prof. Karl Noat in Dresden habe ihm( dem Redner) die Mitteilungen ohne Wissen seines Bruders in Gießen gemacht, nachdem er sich als geborener Gießener an Ort und Stelle über die Verhältnisse orientiert habe, auch diesen könne daher fein Vorwurf treffen, denn derselbe stehe der Politik fern und sei nur von dem Motiv geleitet worden, als Arzt seinem Bruder zu helfen, nachdem er zu der Ueberzeugung gekommen war, daß ein anderer Ausweg nicht mehr vorhanden sei. Einsicht in die Aften erlangt hat, seine früheren Aussagen nicht reftifizieren. Ministerialrat Eisenhut stellt zunächst einige Mißverständnisse aus den Etatverhandlungen flar und giebt dann die Erklärung ab, daß nur die eigentümliche Lagerung des Falles die Regierung von ihrem prinzipiellen Recht, alle Disziplinargewalt selbst zu verantworten, abzugehen veranlasse Der Bruder des Professor Noad in Gießen hätte ihm, dem verantwortlichen Leiter der Hess. Schulabteilung mit Vertrauen entgegenkommen sollen, dann wäre die Angelegenheit zur Zufriedenheit geschlichtet worden. Man müsse auch die schweren Schicksalsschläge berücksichtigen, die Prof. Schädel mitgemacht habe, dann werde sich manches leichter aufflären. Geh. Oberschulrat Nodnagel giebt nun an Hand der Redner tann, ehe er ftellungspfli rod, Trohe, Le 8 Uhr, di Wagenborn, Aus der Raferne am mittags 2 Uhr Waffen außer C offiziere und B gebots.( A 16. April, vorm 1896 aller nachmittags 2 Waffen außer 8 Uhr, die außer Erfahre die Jahrgänge referviften; am refebiffen 1892 die Erfogreferv UB. S Bibliothek. Univerfitate bib Wiederkehr de Drudwerken, gegenständen flaffische Beri waltung der wenn ihr Ge ( erfte oder f Herders; Bild Feier von 185 den Glasschrän Gegenstände wertvolle Ausf Seite in And fi tt Stad gelangt als Ber und Liebhaber Boß effettvolles Hier Rovität ist Bublifum allger Littjohann, der Theater verpflic gütlichen Löfur talentrolle und Sahr erhalter ( S) Se in der Nähe behörde, ve des Ober- B der Värstan Hebergab Drehleite Firma erteilt Inftruftion Uebergabe fe ift einem sch dürfnis abgel ** Die vorliegenden Aften und Protofolle eine Anzahl Ecklärungen Kriegerverband von Lehrern ab, die sich des Wohlwollens des Herrn Prof. ftatt. Dieselbe Schädel erfreuen, auch verließt er einige Stellen aus den girt Lich weite verschiedenen Protokollen der Lehrern, aus denen hervorgeht, angrenzenden daß die Beschwerden nur ganz geringfügige Differenzen ganz Laubach, aufgete allgemeiner Art zur Ursache hatten. Abg. Wolf hält das noch der erz Vorgehen des Abg. David auch für verfehlt, warauf Abg. Der Providentia Dr. David erklärt, daß nach den Mitteilungen eines Abgeordneten, den er für sehr vertrauenswürdig halte, die Angelegenheit schon vorher einmal mit der Regg. persönlich verhandelt worden sei, er war daher der Ueberzeugung, daß es für den Prof. Noack feinen anderen Weg mehr gebe, als sich in die Deffentlichkeit zu flüchten. Das Verfahren des Balten die Firmen Grünberg Glob, Upprettur Spinnerei zu Geor X Grünberg, Geh. Oberschulrat Nodnagel, das alles nur von der mil rantten Herrn Robibad aus S em Schloß Spalter jeiner Anfunit un tag. defen Seite aus betrachte, sei keineswegs das richtige, da at nur verlesen habe, was er für gut finde. Jedenfalls fihlt er sich, so schreibt uns unser parlamentarischer Mitarbeiter, mach den Detail- Ausführungen der Regg. nun nicht mehr erpflichtet mit Einzelheiten zurückzuhalten und führt eine ][ Weitershain. Auf einer in letter Woche hier abgehaltenen Vertreter Versammlung zur Förderung des BahnProjekts Marburg- Mücke erklärten die Vertreter Grünbergs, daß Grünberg zu Gunsten der Mücke auf die Heranführung der Bahn an Grünberg verzichte. Darauf Berlin, 8. März. Reihe von Fällen an, aus denen hervorgeht, daß das Vor- wählte die Versammlung ein Komitee, das für die genannte olitischen Debatten gehen des Direktor Schädel doch nicht so harmlos war, wie Linie wirken soll. unterbrochen. E von Seiten der Regg. geschildert werde, so habe er einem | Kreisärzte Dr. Nebel in Louterbach und Tr. Haberkorn in Gießen wird aber die hochgradige Schwachsinnigkeit der Anna Schäfert festgestellt. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage unter Zubilligung mildernder Umstände. Urteil: zwei Jahre Gefängnis. Eingesandt. tei und der Polen Lehrer, der ihm eine Angelegenheit sehr ruhig und sachlich Lehrer, Herr Massing, wurde eine Schulstelle zu Laubach und Theater- Angelegenheit soweit gediehen ist, r Reichstags. Der seit der Grün ungen der Bevölke ete eingehend unter Der Abg. Ko pich Korfanty. Der tortragen wollte erklärt: dort ist die Tür! 2c. Einzelne Lehrer seien schwer beleidigt worden und fühlten sich tief verletzt. Es komme sehr darauf, an in welchem Ton diese Aus drücke gefallen sind, die Darstellungen des Regierungsbertreters fönne er als objektiv nicht anerkennen. Er habe §§ Nieder Ohmen, 8. März. Dem hiesigen ersten übertragen. Die hiesige Gemeinde verliert in ihm einen pflichteifrigen, dienstbeslissenen Lehrer, der es verstanden, seine Klasse auf der Höhe der Zeit zu bringen und zu erhalten. § Schotten. Nach einer dieser Tage hier stattgehabten daß sie morgen auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung steht, möchte der Einsender dieser Zeilen nochmals den Standpunkt eines nicht geringen Teiles der Bürgschaft darlegen. Das gewählte und heute noch tätige Komitee für die Sache ist s. 3t. n Anerkennung der getan, was er nach Lage der Sache s. 8. für seine Pflicht Konferenz zwischen dem hiesigen Stadtvorstand und dem berufen worden, die Ausführung des ganzen Projekts Denheiten existieren, hielt, nachdem der Zweck, eine Untersuchung herbeizuführen, Landtagsabgeordneten Dr. Weber, beschloß der Stadtvorstand, er auch, da in ihnen erreicht sei, gelte die Angelegenheit für ihn für erledigt. die nicht annehmen und Die nächste Sigung findet Donnerstag 9 Uhr statt. die Regierung zut demgegenüber min 1g. Neue Gesicht age gefördert. D ern vor, daß sie n en, aus Furcht t Lokales. 9. März 1905. ir den Vorwurf Bindewald zu Alsfeld, in Diensten der Tabatfabrik stellte nur die geichen mit der Inschrift Für treue Arbeit" verliehen. ** Der Großherzog hat dem Mischmeister Johannes Das Ergebnis de ung fämtlicher An 8. ** Zu den Frühjahrs: Kontrollversammlungen haben ohne weiteren Befehl zu erscheinen in Gießen( Hof der alten Kaserne am Landgraf- Philipp- Platz) am 3. April, bormittags 81 Uhr, die Gestellungspflichtigen aus den Ortschaften Annerod, Beuern, Burkhardsfelden, Altenbuseck und Allendorf a. d. Lahn; am 3. April, nachmittags 2 Uhr, die Gestellungspflichtigen aus der Ortschaften Großen- Linden, t, den 8. März. Hausen und Großen- Buseck; am 4. April, vormittags 81/2 Uhr, Uhr eröffnet. & r die Gestellungspflichtigen aus den Ortschaften Heuchelheim r Anfrage der Abg. und Klein- Linden; am 4. April, nachmittags 2 Uhr, die Roblenkontor bitstellungspflichtigen aus den Ortschaften Langgöns, Oppenbersuche, die Food, Trohe, Leihgestern und Rödgen; am 5. April, vormittags regeln. Eine 8 Uhr, die Gestellungspflichtigen aus den Ortschaften die Errichtung Waßenborn, Steinberg und Wieseck. Banstalten wird da Bentwurf, das nt el Rothe beantwortet Aus der Stadt Gießen( auf dem Hofe der alten Kaserne am Landgraf Philipp Blah) am 5. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahrgänge 1892, 1893 und 1894 aller Waffen außer Eisaßreservisten, sowie die Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und der Landwehr I. Aufgebots.( Kleiner Dienstanzug.) aller Jahrgänge; am e Regierung geneigt 6. April, vormittags 812 Uhr, die Jahrgänge 1895 und Einblick zu gewähren 1896 aller Waffen außer Erfaßreservisten; am 6. April, der Verhältnisse am nachmittags 2 Uhr, die Jahrgänge 1897 und 1898 aller ablehnender Weise Waffen außer Erfagreservisten; am 7. April, vormittags bgg. v. Brentano 8 Uhr, die Jahrgänge 1899 und 1900 aller Waffen gen den Gymnafil außer Ersaßreservisten; am 7. April, nachmittags 2 Uhr, daß sich nach dem die Jahrgänge 1901, 1902, 1903 und 1904 außer Ersatzhendes Material zur reservisten; am 8. April vormittags 8½½ Uhr, die Ersaßgergeben habe, a reseviften 1892 bis 1897; am 8. April, nachmittags 2 Uhr, ften Oberlehrers or die Ersatzreservisten 1898 bis 1904. Georg Noad, ein UB, Schiller Ausstellung der Universitätsnt einer Heilansta Bibliothek. We früher bereits erwähnt, beabsichtigt die = die Gießener Universitätsbibliothek Gießen zur Feier der hundertjährigen ers an Dr. Dat Wiederkehr des Todestages Schillers eine Ausstellung von act, daß ihm di Druckwerken, Handschriften, Briefen und sonstigen Erinnerungsihm die Einsicht gegenständen zu veranstalten, die sich auf Schiller und die an Hand der Att klassische Periode der deutschen Literatur beziehen. Die Verbegründet seien of waltung der Bibliothek würde äußerst dankbar dafür sein, Bruchstülle nach wenn ihr Gegenstände, die sich für die Ausstellung eignen n, sei es nicht mi( er ste oder seltene Drucke der Werke Schillers, Goethes, Den. Dagegen to Herders; Bilder, Stammbücher, Erinnerungen an die Schillerganzen Reihe Feier von 1859 u. dergl.) leibweise überlassen würden. In wonach seine Quelle den Glasschränken des feuerfesten Ausstellungsraums find die unlauterer, politist Gegenstände auf das sicherste untergebracht. Verschiedene Grundlage vollstärs wertvolle Ausstellungsgegenstände find bereits von privater utbrüdi tonfiati Seite in Anssicht gestellt. Beziehungen, der von " 6 Vermessungen für das Eisenbahn Projekt Schotten Ulrichstein sofort vornehmen zu lassen und alsdann der Regierung das Projekt zu unterbreiten. tt Stadttheater in Gießen. Morgen Freitag ringe, Der mit ih gelangt als Benefiz für unſeren beliebten jugenblichen Helden Parl Noal in Dieden und Liebhaber Herrn Reinhold Lüttjohann Richard er fich als geborenet hier Novität ist, zur Aufführung. Es dürfte das Theaterrwurf treffen, dent Lüttjohann, der für nächstes Jahr bereits an ein größeres ur von dem Moi Theater verpflichtet war, durch besondere Konzessionen zur gütlichen Lösung dieses Vertrages zu bringen, sodaß das zu helfen, nach tallentrolle und beliebte Mitglied unserer Bühne noch nächstes daß ein antrer Fahr erhalten bleibt. edner tann, ehe er heren Aussagen ni t ftellt zunächst einige (§) Heute Nachmittag 3 Uhr fand zu Gießen- Neustadt, in der Nähe der städtischen Wage, im Beisein der Provinzialfar und giebt be hörde, vertreten durch Herrn Regierungsrat Dr. Wagner, des Ober- Bürgermeisters Mecum, des Stadtvorstandes und der Värstande der beiden Gießener Freiw. Feuerwehren die lebergabe der neuen Lipp'schen Schieb- und Drehleiter statt. Ein anwesender Ingenieur der betr. Firma erteilte den dazu kommandierten Feuerwehrleuten die ungen gentümliche Lagerung inzipiellen Recht, alle abzugehen veranlaffe Bießen hätte ihm, de alabteilung mit Ber Evangelischer Kirchengesangverein Gießen. Gießen, den 5. März. Am vorigen Sonntag das eindrucksvolle Orchester- Konzert de Gießener Konzertvereins, nun eine geistliche Musik aufführung in der Stadtkirche zu Gießen, fast am Ende des langen Winters, der gerade diesmal wegen des fernen Ostertermis ausgiebige Gelegenheit zu Genüssen aller Art bot und uns jezt umso mächtiger aus den Vergnügungen heraus in die wieder erwachende Natur treibt, mitten im Fastnachts taumel und unmittelbar vor dessen Knalleffekt! Das war ein Wagnis. Aber es glückte; der evang. Kirchengesangverein hat seine alte Anziehungskraft bewährt. Die Stadtkirche war schon 4 Stunde vor Beginn der Aufführung überfüllt, manche fehrten um, viele ginn der Aufführung überfüllt, manche fehrten um, viele nahmen vorlieb mit den Steinstufen vor dem Altar als Siggelegenheit, ein Stück Zuhöreraum aus den antifen Aufführungen. Ganz weich, wie flüsternd, setzte die Orgel mit Fiutti's H- moll- Fuge ein, das Thema langen Ranten gleichend, die sich in einander winden, im mittleren Teil zu einem grandios gesteigerten Tonstück verarbeitet, das fast den Charakter der Fuge zu verlieren scheint, am Schluß sanft im Anfangsmotiv ausklingend. In Herrn Organist Görlach fand das für Spieler und Hörer gleich dankbare Stück einen verständnis vollen Interpretor. " Es folgten zwei Chöre a capella für gemischten Chor: Wie schön leuchtet der Morgenstern," von Bach harmonisch meisterhaft gesezt( die schöne Abtönung des„ Amen“ durch den Chor war sehr wirkungsvoll), und„ Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott"( bearbeitet von Ph. Wolfrum). An dritter Stelle sang Frl. Wilhelmine Weismann aus Frankfurt a. M. die Bach'sche Alt- Ave Ageus dei" mit angenehmer Stimme. Die Orgelbegleitung hätte im Register noch etwas schwächer sein dürfen. Von der im Programm rit aufgeführten Violinenbegleitung war nichts zu hören. Mit zwei Chören a capelle für gemischten Chor„ Süß ist der Honigseim" von Arnold Mendelsohn( Darmstadt), einem furzen, lieblichen Stück, und„ Seht, das ist euer König" von Chr. Burkhardt, im Volkston gehalten, schloß der erste Teil des Konzerts. Der zweite Teil brachte eine Anzahl Kompositionen von Heinrich Schüß, den bedeutendstender vorbach'schen Meister des 17. Jahrhunderts. Ursprünglich Jurist an unserer Nachbaruniversität Marburg, studierte er, unterstüßt durch den Landgrafen Moritz von Hessen, in Italien Musik, wurde später Organist in Kass I und dann in Dresden. Er ist der erste Deutsche Opernkomponist. Seine Hauptbedeutung liegt jedoch auf dem Gebiet der religiösen Musik. In dieser ist er, wie die 5 Stücke des zweiten Teils bewiesen, von allem Zopfigen frei, seine Musil ist schwungvoll und das Dramatische stark betonend. Am meisten zeigte sich dies in dem prächtig gesungenen Baritonsolo was hast du verwirket, o du allerholdſeligster Knab'"( aus den kleinen geistl. Konzerten), das Herr H. Reinhadt aus Darmstadt an klangvolles Organ und bot mit diesem Stück die Glanz nummer unter den Solopartien. Wen hätte nicht das dramatische„ ich, ich bin die Ursach' und Plage deines Lebens" nnd am Schluß:„ Ach, wohin, wohin, du Sohn Gottes, hat sich deine Demut geniedriget" mächtig gepackt! " Voraus ging ein furzes Stück der zwölfjährige Jesus im Tempel." Nach einem lieblichen Vorspiel der Orgel mit Begleitung von Streichinstrumenten( der Violinpart lag in guten Händen), welches das Gefühlsleben des Kindes und die Angst der Eltern um den verschwunden Knaben zum Ausdruck bringen soll, singen Maria( Alt) und Joseph( Baß) im Wechselgesang" Mein Sohn, warum hast du uns das getan?" Jesus antwortet, erstaunt über ihre Frage Wisset ihr nicht, daß ich sein muß im Tempel meines Vaters" ( dieser Satz war im Textzettel versehentlich ausgelassen äre die Angelegenheit Fnstruktion und Handhabung der Leiter, worauf dann die worden). Daran schließt sich eine Betrachtung über das Man müffe auch die Uebergabe seitens der anwesenden Behörde erfolgte. Damit Sehnen nach dem Gotteshaus und seinen Frieden, das vom en, die Prof. Schädel ist einem schon längst für unsere Feuerwehr gefühlten Be Chor und drei Solostimmen zum Ausdruck gebracht wird. ches leichter auftlären. t nun an Hand ber dürfnis abgeholfen. ** Die Landesversammlung des hessischen k Die Sopranpartie war von Frl. Irene Ochsenius aus Marburg, Alt und Baß von den oben schon Erwähnten vertreten. ( Schluß folgt.) anzubahnen und nach Kräften für die Erreichung des Bieles zu wirken. Das Komitee hat danach die Pflicht, zumal die Spenden für das Gesamtprojekt über Erwarten reichlich ausgefallen sind, dem Stadtvorstand das gezeichnete Geld zunächst mit der Bestimmung zur Verfügung zu stellen, daß ein Theater- und ein Saalbau errichtet werden. Bei den großen Ausgaben für die Kanalisation usw. darf man nicht erwarten, daß die Stadtväter für einen großen Zuschuß zu dem Theaterund Saalbau- Unternehmen zu haben sind, aber jedenfalls wird das Kollegium sich ernstlich darum zu bemühen haben, die noch erforderlichen Gelder zu einem geringen Zinsfuß zu beschaffen und damit dem gangen Projekt, welcher der Stadt ohne Zweifel sehr von Vorteil ist, zur Ausführung zu verhelfen. Die vom Bürgerverein einberufene öffentliche Versammlung nahm die von Prof. Dr. Sommer vorgeschlagene Resolution fast einstimmig an, wonach die Stadtverwaltung gebeten wird, zunächst für das Gesamtprojekt einzutreten, und erst, wenn sich diese Ausführung als nicht möglich erweist, ein Theater Gebäude zu schaffen, das auch für Ein Saalbau ist sicher nicht Stonzerte 2c. geeignet ist. weniger notwendig, als das Theater, er soll vielen Zwecken( Konzerten, Versammlungen, Vergnügungen 2c. dienen und wird auch bei richtiger, zweckmäßiger Ausnuzung bestimmt rentieren. Ein Theater zu bauen, das auch für Konzerte dienen kann, ist ja ganz hübsch gedacht, in der Praxis stellt sich aber die Sache anders. Es gibt durch die Proben, Sonntags- Aufführungen 2c. leicht Collisionen, ein Teil hätte auf alle Fälle Schaden und man würde sicher wenig Freude an der Verbindung erleben. Deshalb suche man mit allen Mitteln einen Theater- und Saalbau für Gießen zu schaffen, für die Verwirklichung des Zieles ist dem StadtverordnetenKollegium der Dank der Bürgschaft sicher. Daß man das Gesamtprojekt mit geringeren Mitteln ausführen kann, werden auch Fachleute gewiß bestätigen. Der Saalbou ist um 100-200 000 Mt. billiger herzustellen und würden auch die mit der Ausführung des Saalbaues einverstanden sein, welche der Kosten wegen seither zu den Gegnern gehörten. e Anzahl Ecllärungen Kriegerverbandes Hassia findet am 4. Juni in Laubach Die Einsätze der verschiedenen Stimmen und des Chors erlens des Herrn Prof statt. Dieselbe wird sich u. A. damit befassen, ob der Bes folgten hier mit großer Präcision. nige Stellen aus den zirk Lich weiter bestehen bleiben soll oder ob er in die vier ügige Differenzen gan Laubach, aufgeteilt werden soll. Bon allgemeinem Interesse aus benen hervorgeht angrenzenden Bezirke Bußbach, Hungen, Grünberg und Abg. Wolf hält das ist noch der erzielte Gewinn von über 22000 Mart mit berfehlt, warauf abg der Providentia." Ritteilungen eines b Jenswürdig halte, bie " - (?) Grünberg. Fernsprech. Anschluß haben erAus dem Gerichts[ aal. Gießen, den 7. März 1905. Das Schwurgericht verhandelte heute gegen den t der Regg. persönlich halten die Firmen: H. Schmidt 1, Weberei dahier, Konrad Dienstknecht Paul Bert aus Schlig, der angeklagt ist, Der Ueberzeugung, das Schlörb, Apprettur- Anstalt in Lauter und Albert Godosar, an der geistes schwachen Anna Schäfer- Lauterbach, ein Sitt a Weg mehr gebe, als Spinnerei zu Georgenhammer. Das Verfahren des X Grünberg, 8. März. Mit der Stellvertretung des lichkeitsverbrechen begangen zu haben. Der Angeklagte gibt dem nicht ohne Folgen gebliebenen Verkehr zu, bestreitet haben. Durch die medizinischen Sachverständigen, die 8 nur von der mil erkrankten Herrn Lehrers Hamburger ist Herr Rudolf aber, die geistige Unzulänglichkeit der Schäfer erkannt zu Theater und Saalbau bleibt die Parole, welche die Stadtväter beherzigen mögen. H. Marttberichte. Bicker 9. März. Auf dem heutigen Bodenmarkt lofteten Butter per fb. 0.95–1.05 m., Sühnereler per Stück 7-8 Pfg., Enteneter St. 0 Pfs., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linfen per Ltter 32 Bfg., Tauben per Paar . 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Sahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfg., Rindfletsch per Pfd. 62-68 fg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Stalbfleisch, per fb. 70-74 Big. Sammelfleisch per Bfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 b. 650 M., Zwiebeln ver 3. Mr. 8.00-10.00, Wetsfraut 10-15 Pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mt. Zwetschen per Zentner 0,000.00 Nüffe 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor nachmittags. Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 10. März. Zunächst noch trüb und Regenfälle, später etwas aufheiternd, zunächst milder, später etwas fälter, windig. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Man versuche Scotts Emulsion in allen Fällen an Stelle von Lebertran. Alles was der gewöhnliche Lebertran zu tun vermag, bewirkt Scotts Emulsion schneller und zuverlässiger. Scotts Emulsion iſt ein gutes Mittel gegen Husten, Ertäl= tungen und ähnliche . Beschwerden.. Schuzmarke. Scotts Emulsion ist schmackhaft, leicht verdaulich und wirkt. rasch... Scotts Emulsion hat sich bei zehrenden Krankheiten immer als ein vortreffliches Kräftigungsmittel erwiesen. Versuchen Sie Scotts Emulsion. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im groen c Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie toe nach Gewicht oder Maß, sondern nur in bersiegelten Original flaschen in Karton mit lachsfarbigem Unschlag, der unsere Schußmarte( Fischer mit großem Dorich auf dem Rüden).ägt. Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal Lebertran 150,0, vrima Glycerin 50,0, unterphosphorigfaurer Ralf 4,3, unterpho3phorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen, Bekanntmachung. Samstag, den 11. März 1905, nachmittags 3 Uhr beginnend, wird das Asfallholz von den städtischen Bäumen vom Viehmarktplatz, von der Hardtallee, Alicestraße, Südanlage, von dem Lagerplaz an der Bismarckstraße, von der Marburgerstraße, vom Friedhof am Nahrungsberg, vom Holzlagerplatz daselbst, vom alten Steinbacher Weg, Lutherberg, Anneröderweg und Lärchenwäldchen an Ort und Stelle meistbietend verfteigert. Die Zusammenkunft ist auf der Rodheimerstraße an Burks Mühle. Das Holz von der Marburgerstraße kommt in der Südanlage mit zum Ausgebot. Gießen, den 7. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Lieferung der für die städtischen Aemter im Rechnungsjahre 1905/06 erforderlichen Schreibmaterialien, Briefumschläge, Attendeckel, des Papiers ic. Stadt- Cheater Giessen. Direktion: Steingoetter. Freitag, den 10. März Außer Abonnement! Benefiz für Reinhold Lüttjohann. Wehe Den Besiegten Drama in 3 Aufzügen von Richard Voß. XXXXX Wohlriechender Bebing Ofenlack soll im Wege des Angebots vergeben werden. Bedingungen und Angebotsformulare sind auf unserm Sekretariat erhältich. Angebote mit Muster sind bis spätestens zum 15. d. Mts. einzureichen. Gießen, den 6. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Am 15. April 1. J. sind bei der unterzeichneten Behörde zwei Schuhmann stellen mit einem Anfangsgehalt von 1320 Mart, fteigend jährlich um 30 Mart bis zum Höchstgehalt von 1800 Mart zu besetzen. Geeignete Bewerber, die während ihrer attiven Dienstzeit beim deutschen Reichsheer oder der deutschen Marine mindestens 3 Jahre Unteroffizier gewesen sind, wollen fich unter Vorlage selbst geschriebener Gesuche, denen die Militärpapiere fowie Führungszeugnisse anzuschließen sind, bis 10. April 1. J. melden und sich vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorstellen. Gießen, den 6. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Empfehle mich als Leichenfrau. Frau Wacker, Gießen Große Mühlaasse 23. Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen' Junger Mann militärfrei, Geschäftsleiter eine Filiale( Colonialware) sucht ander weitig Stellung per 1. April 1905. Off. u. W. 100 a. d. Exp. d. Bl. Junger die Wagengaffe von heute an bis auf weiteres für den Hausbursche f. 1. April Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. gesucht. Priek, Bäckerei. Gießen, Ebelstraße Junger Hausbursche 2. Gießen, Seltersweg 14. Am 13. d. Mts. werden im Hospital, Selters- sofort gesucht. weg 11, von nachmittags 3 Uhr ab die im Jahre 1904 gefundenen, beim hiesigen Polizeiamt abgelieferten Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, einige Regenschirme, 1 Herrenüberzieher, 2 Pferdeteppiche usw. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Gießen, den 4. März 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Turschmann. OOGOO Tafelbutter a. natur. tgl. friſch 10 Pfd. Colli Mf. 8.50, Naturbutter IIa. Mk. 8. 04er Ernte, hell u. hart 10 Pfd. Bienenhonig Colli Mt. 5.50 3. Probe 1, ButTister Käse bollett, 10 Pfd. Colli Mt. 5.ter und Honig Mt. 7.25. Halbfett Mk. 4.-, Kümmelkäse 3.50, zur Probe 12 Butter u. 12 Tlster Käse Mk. 7. Gänsefedern schneeweiß, ſtaub- u. stielfrei Daunenreich pr. Pfd. Mt. 1.75, dieselben ff. geschlissen per Pfd. Mk. 2.40, Daunen 3 Pfd. genügen z. Oberbett per Pfd. Mk. 4 bis 5.50. 1904er Legehühner fracht- u. zollfrei jeder dt. Bahnstation, garantiert lebend. Ankunft, in beliebiger Farbe, 13 Std. m. Zuchthahn M. 25.50. Beste Gewinnchancen! bei geringem Einsatz! Nächste Ziehung schon 23. März u. folgende Tage d. sehr beliebten günstigen Grossen WohltätigkeitsGeldLotteric d. Krankenpflege- Anstalten v. r.Kreuz, Strassb. i- E. Ziehung in kurzer Zeit 6052 Baargewinne M. ohne Abzug. 70000 1. Hauptg. M. 20000 2. Hauptg. M. 10000 3. Hauptg. M. 5000 6049 Gew. 35000 ZUS. Los 1 M. Lose 10 Mk. Port.u.List. 30Pf. versendet das Gen.- Debit J. Stürmer, Strassb.E. Giessen: R. Buchacker, W. Semmler. Ph. Weiler und Gg. Carl Volk. Sofort oder zu Ostern findet eine Anzahl jüngerer Mädchen leichte Beschäftigung in unserer hiesigen Zigarrenfabrik. C. Klingspor. Gießen. Tüchtiges Dienstmädchen am liebsten vom Lande, bald ge= sucht. Näheres bei Gustav Rohleder Grünberg. Dienstmädchen gesucht. Augen Klinik, Gießen. Ein ordentlicher Junge in die Lehre gesucht. I Thörner Installationsgeschäft, Gteßen. Schlosser- Lehrling sucht M. 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Unterhaltung des Gartens. Die Bedingungen und der Ministerialerlaß bom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau a den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Auf schrift versehen, bis zum 21. d. Mts., mittags 12 Uh auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Die Ecöffnun der Offerten findet zu diesem Zeitpunkte statt. Der Zu schlag erfolgt bis zum 24. d. Mts. Gießen, den 5. März 1905. Großh. Berwaltungsdirektion der chirurgischen und Augenklinik. Vossius. Poppert. Submission. Für die Großh. psychiatrische Klinit Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1905 auf dem Wege öffentlicher Sub mission vergeben werden: a) Die Lieferung von: 1. Backwaren, 2. Fleischwaren, 3. Spezereiwaren und Verbrauchsgegenstände, 4. Milch 5. Butter und Eier, Nr. 58 Ob Road an (( 10. Als richtete, faft gleid fdrube üb erflettern rid, den e Bloblid telt:„ War Gine ja 6. Bier, mein Spie 8. Eis, 7. Mineralwasser, „ Ja. Sprache i Er fa 11. Emaillewaren, 10. Borzellan- und Glaswaren, 9. Bürstenwaren und Toilettegegenstände, steht," n wenig b Weile." „ Ach 13. Kleider für Krante und Personal, einen dürfen laffen." Lei wenn id „ Neir etwas! 3 12. Schreibmaterialien, 14. Schuhe für Kranke und Personal. b) Das Reinigen des Küchenherdes und der Defen. c) Das Leerfahren der Sentgruben und Fortschaffung des Kehrichts. d) Die Abgabe von Knochen, leeren Flaschen und Gespül. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, nachmittags von 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau zur Einficht offen. Offerten find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Montag, den 20. März, vormittags 11 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 27. März 1905. Gießen, den 2. März 1905. Gr. Direttion der psychiatrischen Klinik. fidh fo vie sprünglid deffen W Um ihn d gut dabei Aber Mann an Augen e war doch fingen I Sie Weihers einer för fie sich. Eilig mann wegung schube hatte. Un ger an wieder fuchen? Anthrazitkohlen und Hüttentoks fich ein Notfall wollte fommer Leiſen, blonde schauen Sommer. Kohlenlieferung. Für die Großherzogliche chirurgische und Augen Klinik soll für das Rechnungsjahr 1905 auf dem öffent lichen Submissonswege die Lieferung von ca. 800 3tr. Nußkohlen 2500 " 1800 " " P bergeben werden. Ministerialerlaß und Bedingungen liegen an Wochentagen, nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwalts ungsbureau offen. Offerten, verfiegelt und mit entsprechender Aufschrift bersehen, sind bis zum 28. März d. Js., mittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben, woselbst um diesen Zeitpunkt die Eröffnung der Offerten stattfindet. Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Wochen. Gießen, den 6. März 1905. Großh. Verwaltungs- Direktion der chirurgischenPoppert. und Augen- Klinit. Vossius. Holzversteigerung. Montag, den 13. d. Mts. wird im hiesigen Gemeindewalde folgendes Holz versteigert: 8 Eichenstämme, 23 bis 58 Ctm. Durchm., 3 bis 8 Mtr. lang 4 Fstm. 13 Rm. Eichen- Scheit( hierunter 3 Rm. Werkscheit). 79 " 1 " Knüppel( hierunter 3 Nm. 3 Mtr. und 6 Rm. 2 Mtr. lang). 28 Rm. Birken- Knüppel( 9 Rm. find 3 Mtr. lang). 61 P Eichen- Stöcke. 12 Birken- Stöcke. " 1430 Eichen- Wellen. " 300 Birken" 17 Die Zusammenkunft ist mittags 1 Uhr im Distrikt Birkenstock an der Jäger- Schneise. Großen- Linden, den 8. März 1905. Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden. Leun. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos. einfommen ist Reimstag felbit bofitiven Borich Sem Vejteheden All zu fchlir gespalten, dort Es ist auch herricht und nicht zu berf andere Ding fchichtlich ge müffen ohne Kreise, Regi fchiedener Gr heit beharren maßen Indiv äußerste Not Dazu tom hängt das ga zusammen. S wünscht, der s Sake handeln hepen, was rub angegriffen prunde schlumm Der Huffta Noch immer utenden Meldun noch nicht abzu Hind größere Ban Bodhitfommandiere peridten. Dem Detachem Romp. Regiments