einem glas 86 erft wurde. men. Diefer as eigentliche Künstlich durch Eigenschaften Rubinen aber inschlüsse und en war. Als Rubinen doch en die soge jedoch streng Nr. 34. Insertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberoffen, die Kreise Beglar amb Marburg 10.fg. fonft 15 is. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Rebattion u. Haupterpebition: Gießen, Geltersweg 88. Fernsprechanfchluk Nr. 862. Donnerstag, den 9. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementeprete: abgeholt monatlich) 50 3fg., In's Haas gebracht 60 Pfg., burch die Bost bezogen viertel jährl. MH. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten hatte erzielen die Studien erimente von obl in einem derden tönnte, beobachtet und erde aus den ch je nach der Gis liefert. tgangen war, htig ausfielent, 1 waren. Nun die geschmol mochte, außer ng, bor allem ar. Berneuil st einen sehr laferohr, wie müssen bei äußerst fein ält und im feinen Sieb trolle eines it gewiffen Schichten die Geftall bre erreicht, Beschmolzene aufwärts aus. Des Heizrohrs zu wachsen, Berfeftigung hgeschehen, Imäßig angu ig. Nach der loft und zers le, von denen ischen, phyfi ein, der aus richeiden. argt und mit ist es bisher tellarat frei sodaß Sache cht von den jedoch der oft flarer tommenheit schwedischen ftillation von odurch außer wird. Das Der auf dicht ver ohlraum ge er Holzteer nen Waffer Teile mit teht, fort noch einRetorte ges önnen dann bon Wasser zur Heizung Senugt. Der ommen und usgeschieden. derart, daß ommt. Das tohle geben, eit größerer , bei denen nbe, wo die , wird die alog 1905 über emüse- Samen, Rosen, Kart. Preise dieses billig. Lerseim's gärtnere anten, Eri timent Blumen mth. 10 Pakete Reseda, Nelcken vkojen, Vergiss Balsaminen, nenblumen, Lo Veilchen, Stiefn, dieses ensortim. 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Eine neuerlich eingetretene Verschlimmerung hat ihn berte veranlaßt, die Regierung seinem Sohn dem Thronerken Prinzen Gustav zu übertragen. König Oskar hat seit dem 24. September 1872. also über 32 Jahre regiert. Seinen friedlichen Neigungen entsprechend, hat er eine ruhige Herrschaft geführt, soweit die zwischen Schweden und Norwegen vorhandenen Rivalitäten das zuließen. Einen großen Teil seiner Kräfte mußte er darauf verwenden, die zentrifugalen Kräfte, die auf eine Losreißung Norwegens von Schweden drängten, niederzuhalten. Diese Bestrebungen tauchten bei jeder Gelegenheit auf, zumeilen selbst da, wo eine Vereinigung im öffentlichen Interesse beider Reichshälften lag. Es fehlte nicht viel, so entbrannte ein förmlicher Konflikt, weil die norwegischen Separatisten besondere norwegische Gesandte und Konsuln neben den schwedischen stürmisch verlangten. In den Konflikt, der auf norwegischer Seite oft antidynastischen und überhaupt antimonarchischen Charakter annahm, wurde vor wenigen Jahren auch der Kronprinz hineingezogen, als dieser während einer vorübergehenden Abwesenheit des Königs die Regentschaft führte. Nach der Rückkehr des Monarchen wurde durch dessen konziliante Klugheit der Streit wieder beigelegt. König Oskar hat sich immer als ein Freund der Künste und Wissenschaften gezeigt. Er war ein Bewunderer der Ifandinavischen Dichter, die ihm nicht mit freundlicher Gesinnung vergalten. Er selbst war eine dichterisch veranlagte Natur. Er hat vor etwa zwanzig Jahren eine Sammlung bon Gedichten veröffentlicht, die wohl unbefangenere Anerfen nung gefunden hätten, wenn der Verfasser nicht ein Kronenträger gewesen wäre. Die Gedichte sind übrigens auch in deutscher Uebersetzung erschienen. König Oskar hat zur Stärkung seiner Gesundheit sehr häufig die deutschen Bäder aufgesucht. Kronprinz Gustav ist nicht als Thronerbe geboren. Er hat einen älteren Bruder, der auf die Thronfolge verzichtete, als er mit Ella Munk, der Tochter eines schwedischen Obersten, sich vermählte. Prinz Gustav, am 16. Juni 1858 geboren, ist Schwiegersohn des Großherzoglichen Baares in Baden. Der Krieg in Oftafien. Am Humbo gehen die Scharmügel zwischen den beiden Barteien weiter, ohne daß bisher eine wesentliche Aenderung in der Situation eingetreten ist. Die Hauptaufgabe bei den jeßigen Plänkeleien fällt weiter den Kanonen zu. Das Artilleriefener auf der ganzen Front währt weiter an. An mehreren Punkten gingen fleine Abteilungen russischer Infanterie zum Angriff über; alle wurden jedoch zurückgeschlagen. Die Russen verschanzen sich weiter in der Richtung auf Wauchial juahzu, Litajenstum, Ahenchiepao und Heikutai. Ueber den Verlauf, den die letzten größeren Kämpfe nahmen, liegt jetzt noch folgender eingehender Bericht vor: Mit einer weiten Bewegung nach Süden, die auf dem äußersten linken Flügel durch ein Kavalleriekorps unter General Mischtschenko unterſtügt wurde, suchten die Russen den linken japanischen Flügel zu umfassen und gegen die Bahn nach Liaojang vorzustoßen. Die vordersten japanischen Stellungen, die anscheinend nur schwach besetzt waren, fielen in die Hände der Russen, deren Anstrengungen, weiter nach Often vorzudringen, aber scheiterten. Besonders das mit Feldbefestigungen versehene Dorf Sandepu konnte den Japanern nicht entrissen werden, die durch den harinädigen Widerstand ihrer Vortruppen die Zeit gewannen, Verstärhungen auf den bedrohten Flügel zu werfen, und sofort zum Gegenstoß übergingen. Es ist jedoch auch den Japanern nicht gelungen, die Russen entscheidend zu schlagen, und augenlich stehen sich die beiden Armeen fast in derselben Linie gegenüber wie früher. Es scheint sogar, daß die Russen ihren rechten Flügel etwas mehr nach Südosten vorgeschoben haben als vor der Offensive. Von russischen Sachverständigen wird die Schuld an dem Mißlingen des Borstoßes auf Mangel an Fühlung zwischen den einzelnen russischen Kolommen geschoben. Wie es heißt, wird an Stelle des Generals Gripenberg, der sich auf der Rückreise nach Petersburg befindet, General Berpikky zum Kommandeur der zweiten Armee in Ostasien ernannt werden. Die Lage in Russland. Petersburg, 7. Februar. Amtlich erfährt man hier jeden Tag, daß die Ordnung böllig wiederhergestellt ist und nirgend mehr auch nur bedroht erscheint. Doch selbst diese amtlichen Meldungen lassen erkennen, daß die Verhältnisse in Wahrheit noch recht weit von einem wünschenswerten Zustand entfernt sind. Daß in Moskau der Ausstand der Kanalarbeiter beendet ist, wird ja dadurch nicht weniger erfreulich, daß dieser Abschluß vom Magistrat durch Bewilligung aller Arbeiterforderungen erreicht worden ist. Ebenso erwünscht ist das Aufhören des Ausstandes der Apotheker, Drucker und Straßenbahn- Angestellten in Jekaterinoslaw. Dagegen läßt die SchlieBung der Universität in Odessa und in dajan nicht ge= rade auf unbedingte Wiederkehr der Ruhe schließen. Uebel sieht es jedenfalls in Batum, wo nur noch in einer einzigen Fabrik gearbeitet wird, die Läden geschlossen, die Lebensmittelpreise außerordentlich gestiegen sind, der Reiseund Frachtverkehr auf der Station Samtredi eingestellt werden mußte und auf eine Strecke von mehreren Kilometern die Eisenbahn beschädigt ist. In Warschau ist es sogar zu neuen Zusammenstößen gekommen. Die Bäcker streiken, die Trauer hat man zur Arbeitseinstellung gezwungen. Die Rchlerpreise sind verdoppelt, das Volkstheater ist geschlossen. Die Arbeiter Haven den Fabritbesitzern ihre Forderungen formuliert überreicht. Achtstündiger Arbeitstag, Abschaffung der Akkordarbeit und Erhöhung des Arbeitslohnes stehen voran. Am schlimmsten sicht es in Sosnowice aus, wo die Zahl der Ausständigen noch immer 40 000 beträgt und die Arbeiter im Besitz von Dynamit und Handbomben sind. Die von den Ausständigen bei den Umzügen getragenen Fahnen zeigten die Inschriften:„ Nieder mit der Selbstherrschaft!"- Nieder mit dem Krieg!" In LifI is wurden rote Fahnen umhergetragen. Es wurde geschossen, es gab Verwundete und Tote. Eine Zeitungsdruckerei wurde zerstört. Seit Samstag feiern die Weichensteller und Stationswärter der transbaikalischen Eisenbahnen, die Maschinisten haben ihre Maschinen nicht geheizt und sie verlassen. Ein Militärzug wurde durch Aufreißen der Schienen zum Entgleisen gebracht, nahm aber feinen Schaden. Alle diese wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zuffungen sind jedoch nur vorübergehende Erscheinungen. Noch einige Wochen und der amtliche Bericht wird die Wahrheit fagen, wenn er allgemeine Ruhe meldet, ganz so wie General Murawiem die Wahrheit sagte, als er telegraphierte: ,, l'ordre règne à Varsovie." Zwar die Nachwirkungen der jezigen Tage werden nicht ausbleiben aber für augenblickliche Ergebnisse war die jüngste Bewegung noch nicht stark genug und ist das russische Volk noch nicht reif genug. Die Freilassung Gorkis verzögert sich. Die erste Meldung, daß der berühmte Schriftsteller aus der Haft freigegeben worden, eilte den Tatsachen weit voraus. Es gewährte schon kurze Beruhigung, als der offiziöse Telegrammstil jene Meldung" als„ berfrüht" bezeichnete. Man durfte daraus schließen, daß die vollkommene Botschaft sich bald bewahrheiten würde. Inzwischen aber sind Tage und Tage vergangen, und wiederholte Mitteilungen, Gorki sei auf freien Fuß gesetzt, waren zwar ebenso wenig richtig, wie die erste, wurden aber nicht mehr der Ehre eines schonenden offiziöfen Dementis gewürdigt. Ganz neu und eigenartig ist eine Demonstration zu Gunsten Gorkis, die von einem Sänger Schaljapin, Mitglied der hiesigen kaiserlichen Oper, ausgeht. Schaljapin, der eine ganz ungewöhnliche Popularität genießt, ist aus der kaiserlichen Oper ausgetreten, um dadurch seine Sympathie mit Marim Gorki fundzutun, mit dem er seit vielen Jahren eng befreundet ist. Er ist mit Maxim Gorki, wie man in Deutschland sagt, einstmals auf der Walze gewesen". In Kasan hatten sie sich kennen gelernt. In einer fleinen Stadt zwang sie die Not, sich dem Theaterdirektor für den Chor anzubieten. Gorki wurde als Chorsänger engagiert, Schaljapin wurde, als zum Sänger ungeeignet, zurückgewiesen! Die Demonstration ist nicht ohne Bedeutung, denn nächst der Straße ist hier das Theater der beliebteste Schauplatz für Volkskundgebungen. Diktator General- Gouverneur Trepow hat angeornet, daß an den Petersburger Hochschulen am 28. Februar die Vorlesungen sämtlich wieder beginnen sollen. Die Ablehnenden, sie seien die Minderheit oder die Mehrheit, Studenten oder Professoren, würden relegiert oder entlassen werden. Der Procureur des„ heilig dirigierenden Synod", Peobjedonoszew, so wird auf einem Umweg aus Petersburg gemeldet, liegt im Sterben. Er war für Rußland ein unheilvoller Mann. Ruffifche Reformverfprechungen. Petersburg, 8. Februar. Aus dem kaiserlichen Erlaß an das Ministerkomitee, der als ein Erlak zum Schuß der Gesetzgebung" charakterisiert worden ist, hat man in weiteren Seretsen erst erfahren, daß in diesem autokratisch regierten Land die Gesetzgebungsmaschinerie verwickelter und verworrener ist, als man für möglich hätte halten sollen. Man hat daraus erkannt, daß das Selbstherrschertum durch die Macht der Beamtenschaft tatsächlich größere Einschränkung erleidet, als durch die Mitwirkung eines Parlaments bei der Gesetzgebung der Fall sein würde. Die Aufräumung der im Laufe der Jahre gehäuften Fallstricke und Schlingen, in denen selbst die besten Absichten sich oft verfangen und stecken bleiben mußten, ist eine wahre Herkulesarbeit. Ob sich auch der Herkules finden wird, der die hierzu nötige Kraft hat, bleibt abzuwarten. Einstweilen werden jetzt Reformversprechungen ebenso getürmt, wie früher Reformhindernisse. Zu den verhei Bungsreichsten Staatsmännern des Tages gehört neben dem Finanzminister der frühere Finanzministergehilfe Kobuko. Jener hat sich vorgenommen, über Nacht die soziale Frage zu lösen, eine zehnstündige Marimalarbeitszeit bei Tag, eine neunständige bei Nacht sofort einzuführen, die Einführung der Achtstundenarbeit von einem bestimmten Zeitpunkt an zu versprechen; dieser will die Zenfur umgestalten, die Präventivzensur für Zeitungen aufheben, die besondere geistliche Zensur durch Vereinheitlichung des ganzen Zensurwesens beseitigen, oder wenigstens beschränken. Das sind prächtige Lorsätze, namentlich soweit sie die deutsche Sozialgesetzgebung zum Muster nehmen. Doch bis zur Ausführung ist der Weg noch weit, und in den gebildeten Kreisen hegt man die Befürchtung, daß die Reformer bald ermüden und vor den stummen Widerständen der Reaktionäre bald ihre Tatkraft einbäßen werden. Die Dolitik. Unter den Streifenden im Ruhrgebiet macht sich eine Starke Strömung gegen die Siebenerkommission geltend, weil diese die Forderungen über Gebühr ermäßigt habe. Man erwartet, daß unter dem Druck dieser Unzufriedenheit die Vorschläge der Siebenerfommission für die heute( Donnerstag) stattfindende Revierkonferenz die Wiederaufnahme der Arbeit kaum proklamieren werden. Rufsland. Die Ermordung des finnländischen Senatsprokurators Johnsson hat neuerdings die Aufmerksamkeit auf die finnländischen Verhältnisse gelenkt. Eben jetzt erfährt man. welche Kosten dem vormals selbständigen Großfürstentum aus der russischen Verwaltung erwachsen sind. In den Jahren 1898 bis 1900 heben sich die jährlichen Ausgaben um rund 1½ Millionen, in den Jahren 1901 bis 1904 um rund 3 Millionen Mark erhöht. Der Gouverneur bezieht ein Jahresgehalt von 660 000 Mar. Die russische Verwaltung hat also dem Ländchen in dem genannten Zeitraum ohne Zustimmung der finnländischen Abgeordneten Mehrausgaben von rund 14% Millionen Mark auferlegt. Der Mörder ist ein Sohn des Probstes Hohenthal in Nyrata in Desterbotten. Balkan- Staaten. A Paschitsch bleibt serbischer Ministerpräsident. Er hat für sich und seine Kollegen das Demiffiensgesuch des Ministeriums zurückgenommen, da„ alle Differenzen beseitigt" sind. Zwei Tage vorher sand Paschitsch die Lage unerträglich, namentlich infolge der Hofintriguen. Da der Hof sich nicht geändert hat, so wird man nicht erstaunt sein, wenn die beseitigten Differenzen bald wiederkehren. Feer und Flotte. Kaiser- Touste in alkoholfreien Getränken. Auf eine Anregung des Vorstandes des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke in München hat das preußische Kriegsministerium entschieden, daß ein Zwang, Toaste in alkoholhaltigen Getränken auszubringen, für die Offiziere nicht bestehe. Die Antwort des Kriegsministeriums schließt meit folgenden Worten: Im übrigen kann es der im Fortschreiten befindlichen Bewegung überlassen bleiben, sich in allen Kreifen mehr und mehr Eingang zu verschaffen." Die Zweckmäßigkeit einer neuen Feldbekleidung soll dem Vernehmen nach bei einigen Bataillonen ausprobiert werden. Es ist dazu die Farbe des grauen Manteltuches gewählt worden. Als Muster für den Rock ist der blusenartige Schnitt, der von den Mannschaften der ostasiatischen Besatzungsbrigade getragen wird, gewählt worden; jedoch haben die Röcke die sich der Klappkragen bei angestellten Versuchen nicht bewährt hat einen niedrigen Stehkragen erhalten. Die Sichtbarkeit der blanken Knöpfe auf die verschiedensten Entfernungen soll bei dieser Gelegenheit gleichfalls ausprobiert werden; es ist daher eine Vorrichtung getroffen worden, dak diese sowohl verdeckt als auch durchgeknöpft detranen werden können. Die Offiziere sollen Waffenröcke aus gleichem Stoff wie die Mannschaften und Beinkleider aus grauem Trikotstoff tragen. Hof und Gesellschaft. Fürst Ferdinand von Bulgarien wurde gestern in Berlin vom Prinzen Heinrich von Preußen auf dem Bahnhof empfangen und in das Schloß geleitet. Abends nahm der Fürst am Hofball teil. *** Zu Ehren des Prinzen Karl von Bourbon, Infanten von Spanien, fand im Kaiserlichen Schlosse zu Berlin eine Galata fel statt. Der Prinz, der die Kaiserin führte, hatte den ihm vom Kaiser verliehenen Schwarzen Adlerorden angelegt. Während des Mahles brachte der Kaiser einen Trinkspruch auf den König von Spanien und dessen ganzes Haus aus und dankte mehrmals für die ihm erwiesene Ehrung, die Ernennung zum General- Kapitän der spanischen Armee und die Verleihung des Dragoner- Regiments Numancia Nr. 11, des„ einzigen in der Welt". Prinz Karl von Bourbon sprach seinen Dank für die herzliche Begrüßung aus und betonte den Zweck der spanischen Mission, die Ueberbringung der Uniformen des spanischen Marschalls und des Obersten des Regiments Numancia. Ein Besuch der Zarin in Berlin soll in nächster Zeit bevorstehen. Kaiserin Alexandra Feodorowna hat dem 2. Garde- Dragoner- Regiment, dessen Chef sie bekanntlich ist, durch den Militärbevollmächtigten der Berliner russischen Botschaft, Oberst von Schebeko, ihr Porträt überreichen lassen. Gleichzeitig hat sie ihrer Hoffnung Ausdruck gegeben, noch in diesem Frühjahr Gelegenheit zu haben, im Kreise ihres Offizierkorps in Berlin sich selbst davon zu überzeugen, ob ihr Porträt, zu dem sie dem Maler im vorigen Jahre in Darmstadt nur wenige Sibungen gewähren konnte, auch ähnlich ausgefallen sei. Wahrscheinlich wird sich die Zarin mit ihren Kindern auf längere Zeit nach Darmstadt begeben und sich auf der Durchreise in Berlin aufhalten. Deutfcher Reichstag. Hessischer Landtag. Darmstadt, den 8. Februar. Präsident Ha a 8 eröffnet die Sigung 91 Uhr. Induldfamfeit im Gorbenz tritt, fo Fernerftehenden be als ob in Gief begung ganz Nichts aber irrig terende Verfamm fammentrat, da Statuts felbftberf und die Verteily mögens ins Aud gemachte Borid Ben Gießener dem falholischer heraus aber w Teilen zu bern Gin Beschluß Toleranz tonfeffione § Schwu 1. Bierteljahr sofortige Untersuchung eingeleitet und ein Ausgleich borgeschlagen worden wäre, so wäre es vielleicht nicht zu diesem bedauernswerten Ausstand gekommen. Wir wollen nun ein kleines Rechenproblem ohne Kunststücke" durchführen. Bekanntlich bekommt jeder der Ausständigen, der 3. 3. im 2. Mouat der Organtfation angehört, 10 Mif. pro Woche. Die Zahl der Streifenden betragen 200 000 Mann; dies ergibt pro Woche die anständige Summe von 2 Mill. Mart. Der Ausstand betrage 4 Wochen, dies ergibt eine Summe von 8 Mill. Mark. Hierbei sind die 50 Pfg. pro Kind nicht eingerechnet. Warum kaufen nun nicht die Arbeitervertreter, anstatt zum Streit zu greifen, eine Zeche auf und machen den anderen Zechen Konkurrenz? Sie können ja mit den Dividenden, die sie doch jedenfalls herausholen, die Arbeiterschaft in jeder Weise unterstützen. Die 8 Mill erhöhen sich ja auch noch um den Ausfall, den die Arbeiter durch das Fetern erleiden. Die Jahreslohnsumme in Höhe von 256 000 Mann Belegschaft belief sich 1903 auf fast 299 Mill. Mark; über 280 Mill. Mt. dürften hiervon auf die Ausständigen fallen, sodaß der tägliche Lohnausfall dte Summe von 600 000 Mt. übersteigt. Warum werden 15 000 000 diese 600 000X25( Arbeitstagen) Mt.= Mf.( 15 Mill.) nicht freiwillig eingebüßt und der von der Zeche bezahlte Lohn diesen 8 Mia. Mt. zugeschlagen? Hierdurch könnte doch mit Hülfe von 23 Min. Mr. ein fräftiger Druck auf die Zeche ausgeübt werden, indem sie sodann das Syndikat unterbieten können? Jedenfalls haben die sozialdemokratischen Führer dazu nicht den Mut und das Vertrauen auf die Arbeiter, In diesem Falle wissen die Führer, daß sie die Arbeiter denen Selbsterztelung und Selbstdisziplin fehlen, unter einen Hut bringen können, wie es ihnen ja auch nicht gelungen ist, den Streif zu hemmen und auf seinen Herd zu beschränken, der ihnen machtlos über den Kopf gewachsen ist. Selbst als Arbeitgeber aufzutreten, dieses Kunststück ist uns bis jetzt noch nicht einwandsfret vorgemacht worden. Die Generaldebatte über den Staatshaushalt, nach der„ Darmst. 8tg.", für 1905 wird fortgeseßt. Abg. Ulrich betrachtete die Finanzlage nicht ganz so rosig als die geftrigen Redner, wenn er auch eine Besserung zu gibt. Auch von der Eisenbahngemeinschaft sei er nicht so befriedigt, wenn er auch die finanziellen Erfolge zugebe, namentlich in verkehrspolitischer Beziehung sei man unselbständig. Er forderte eine Revision der Stempelsteuer, der Beamtenbesoldungsordnung und Aufhebung der Lotterie. Weiter bringt er Klagen über die Nichtbestätigung von einem Nachtwächter vor und die Entlassung eines Obstbaumwärters, die erfolgt seien, weil beide Sozialdemokraten seien, rügt verschiedene Mißstände im Schulwesen und beschwert sich über das Verbot des Auftretens des österr. Reichsratsabgeordneten Bernerstorffer in einer Versammlung zu Offenbach. Staatsminister Rothe erwidert, das Verbot sei erfolgt, da das Auftreten Pernerstorffers nach den vorhergehenden Vorfällen als Demonstration hätte aufgefaßt werden müssen. Finanzminister Gnauth geht auf die Ansführungen der Vorredner ausführlich ein und bemerkt u. a., daß der Abschluß der Eiesenbahngemeinschaft gut sei was nach der Lage der Verhältnisse hätte geschehen können. Ueber die Lotterie- Angelegenheit schwebten die Verhandlungen mit Preußen noch. Die Finanzlage sei so, daß eine Steuererhöhung nicht in Aussicht stehe. Abg. Dr. Buff tritt ebenfalls für Wahrung des tonfessionellen Friedens ein und bezeichnet Steuer und Bier als ausgezeichnete Objekte, um das Reich finanziell von den Einzelstaaten unabhängig zu machen. Abg. Schmitt spricht seine Befriedigung über die gute Aufnahme seiner gestrigen Ausführungen im Hause und bei der Regierung aus und ergänzt dieselben. Staatsminister Rothe erwidert ihm kurz. Im Verlauf der Sißung wurden die Abgg. v. Brentano und Reh als Mitglieder des 2. Ausschusses wieder- und Abg. Leun als Mitglied des 2. Ausschusses neugewählt. Donnerstag 9 Uhr: Fortsetzung der Generaldebatte über den Etat. eine ( 136. Sibung.) CB Berlin, 8. Februar. Der Schiverinstag, der lange Zeit arg vernachlässigt wurde, scheint wieder in seine alten Rechte eingesetzt werden gut sollen. Am Sonnabend wurde die erste Beratung des bom Zentrum eingebrachten Toleranzantrages begonnen, heute wurde sie fortgesezt, obwohl der Etat, der berfassungsmäßig bis zum April fertig gestellt sein soll, noch weit im Rückstande ist. Wesentlich Neues brachte die Diskussion nicht, aber der sozialdemokratische Abgeordnete Hoffmann= Sachsen, der sogenannte Zehngebote- Hoffmann, der gleich den beiden Freisinnigen Schrader und Dr. MüllerMeiningen für den ersten und gegen den zweiten Teil des Antrages eintrat, sorgte wenigstens für erheiternde Abwechselung. Herr Hoffmann, der bei dieser Gelegenheit Jungfernrede hielt, sprach genau so, wie man ihn sich in Bolfsversammlungen denkt, urwüchsig und wißig. Aber nicht Immer war das herzliche Lachen, das ihm entgegentönte, bon ihm beabsichtigt, durch irgend eine gut pointierte Bemerkung geweckt. Manchmal mußte man auch über den unverfälschten Berliner Dialekt lachen, der dem Redner eigen ist, und den zu unterdrücken er sich nicht die mindeste Mühe gibt. Ja er übersetzte sogar Schriftstücke, die er berlas, in dieses den Akkusativ und den Dativ so gern mit einander verwechselnde Idiom. Doch mochte er dies nun bewußt oder unbewußt tun, der Erfolg war jedenfalls, daß ihm alles mit Aufmerksamkeit und Vergnügen zuhörte. Nab und Fern A Ueber die Typhusepidemie in der Landaner Kaserne wird amtlich gemeldet, daß seit dem 29. Januar kein weiterer Fall eingetreten ist. Ein Kranker ist infolge hinzugetretener Lungenentzündung gestorben. Die Zahl der Typhuskranken beträgt 39. Wegen Typhusverdachts stehen außerdem noch fünf Mann unter Kontrolle. Ein Mecklenburger in Petersburg verhaftet. Der sowohl in seiner alten Heimat wie in der russischen Hauptstadt bekannte und angesehene Kaufmann Friedrich Hoch ist nachts in seiner Wohnung verhaftet. Man nimmt an, daß die Maßregel auf politische Gründe zurückzuführen ist. Der Streit im Ruhrrevier.*) Eine kritische Betrachtung = Uhr im Juftiz Figenden ift Lan Lich fiel die leg borlagen. F Theater Gefchichte des Gif Dan auch der Be Berfond des Fran fine Rünfiler baby unziger Jahre w femble- Borstellu gten erft zu alle Berlangen, bie heben. Nun, da Erbouung eing werden kann, Belingen bes Ihnen, darunter z Direktion, die do fördern helfen mö Reinertrag bem Rar Dreyers Siebzehnjähr werden von den für alle, die ein S 1.eubaues haben, m Mellung, die n Abonnements und findet, möglichst Bestellungen auf tgegen: Loge M DR. 2.50, 2. Ba tt Stadtt Der Schwant m am Sonntag ei Sobald Frl. R wird auf allgem won, Anna von Es sei vergönnt noch einige weitere Ausblicke zu geben. Jetzt, wo allgemeiner Kohlenmangel herrscht, wo die Preise erhöht werden und die Kohlen dabet noch schlechter geliefert werden die Hüttenwerke den Betrieb einstellen müssen, sind die Gesellschaften gezwungen, englische Kohlen aufzukaufen. Der Preis der T steigt bereits um 1 sh. Da die Engländer nicht aus rein humanen Geweggründen liefern, sie auch einen etwes faufmännischen Blick haben, werden sie bei Lieferung längere Abschlüsse auf oder 1/2 Jahr zu einem erhöhten Preis eingehen. Daß der Engländer diesen Streif im Geiheimen unterstützt, wird man sehr begreiflich finden, denn der dadurch unvermeidliche Rückgang unserer blühenden Industrie ist ihm ja ein willkommenes Hilfsmittel die eigene zu heben daß man aber im eigenen Lande allenthalben Sammlungen veranstaltet, beruht mir auf einer völligen Verkennung der Sachlage. von R. Goebel, Dipl.- Berg- Ingenieur zu Gießen. Gehen wir nun auf das Wesen des sog. Wagennullens näher ein. Es sei zuerst diese Einrichtung erklärt. Ist ein geförderter Wagen entweder nicht voll gefüllt oder ist ez unrein, d. h., hat er tonige oder schiefrige Beimengungen, die beim Einschippen der Kohle unter Tag nicht ausgehalten wurden, so wird dieser Wagen, diese im Innern des Wagens hängende Nummer, die Nummer der Kameradschaft nicht gerechnet. Letztere besteht oft aus 10 Mann und mehr. Wer von diesen soll nun den Wagen gefördert haben? Eine Geldstrafe, die einen Mann treffen würde, der auf seine eigene Nummer fördert, würde ungefähr 0,50-1,00 Mt. betragen. Nun wird aber ein solcher genullter Wagen dort nicht zu Gunsten der Zechenverwaltung verrechnet, sondern diese Kohlen werden für eine angemessene Summe für die Arbeiterversicherungskassen gebucht und gehen somit für die Grube Es wird also durch diese durchaus milde Beverloren. strafung, die pro gerulten Wagen nur 15-18 Pfg. beträgt, ein Druck zur Förderung reiner Kohle ausgeübt. Was würde auch geschehen, wenn der Wagen nach Gewicht bezahlt würde? Es würden nur große Kohlenstücke eingeladen werden, die bedeutend weniger Mühe des Verladens machen, und der Kohlengrus in der Grube bleiben. Dieser gibt bann die Veranlassung zur Selbstentzündung der Kohle zu großen Grubenbränden. Merkwürdigerweise hat man nach einem Versuch, Bergarbeiter als Kontrolbeamte anzustellen, die das Nullen der Wagen besorgen sollten, einen bedeutend höheren Prozentsaz genullter Wagen bemerkt, ein Umstand der sich aus der Ueberlegung ergibt, daß Arbeiter als Aufsichtsbeamte viel genauer die angewandten Triks bei Verladung eines Wagens fennt oder daß die Arbeiter aus dem Grunde, weil einer ihrer Kameraden als Kontrolbeamter angestellt war, die Wagen schlechter und unreiner zu verladen suchten; außerdem zeigt diese Tatsache, daß ein Arbeiter auf einen Aufsichtsposten berufen, sofort seine früheren fozialdemokratischen Ideen modifiziert und sich mit der Verwaltung folidarisch erklärt. Von einem Wilderer erschossen wurde der Förster Michalet zu Bempowo bei Lissa. Auf seinem Kontrollgang sah er sich plötzlich einem Wilderer gegenüber, der das Gewehr sofort auf ihn anlegte. Blitzschnell riß auch Michalek sein Gewehr an die Schulter. Die Schüsse knallten gleichzeitig und beide, Förster und Wilderer, sanken getroffen zur Erde. Michalek war so schwer verwundet, daß er wenige Stunden später starb. Auch der Wilderer erlitt so schwere Verlegungen, daß er kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. In jenen Wäldern wird die Wilddieberei schon seit Jahren stark betrieben, und die Forstbeamten schweben stets in Lebensgefahr. Auch Michalek hatte bereits vor mehreren Jahren mit Wilderern in seinem Revier einen blutigen Zusammenstoß. Er selbst blieb underwundet, aber ein Wilderer wurde von ihm erschossen und ein anderer schwer verletzt. Ein Drama der Not ereignete sich in Wien. Dort erdrosselte der 35jährige Tapezierermeister Franz Bohr im Laufe der Nacht seine Gattin und erhängte sich dann selbst in der Morgenfrühe. Bohr war trotz aller Arbeitsamkeit und geschäftlichen Tüchtigkeit vollkommen ruiniert. Bom Bräutigam ermordet und beraubt. Eine furchtbare Mordtat wurde bei Szegedin entdeckt. Beim Eishacken auf der Theiß zogen Arbeiter den schrecklich verstümmelten, in einem Sacke verwahrten Leichnam eines jungen Mädchen? aus den Fluten. In der Ermordeten wurde die Tochter eines Defonomen namens Anna Parbl erkannt, die vor einiger Zeit verschwand. Die Parbl, die in dem Hause ihrer fünftigen Schwiegermutter wohnte, hatte im Hinblicke auf ihre bevorstehende Trauung 26 000 kronen, die ihre Mitgift bildeten, aus der Sparkasse geholt, und daraufhin faßten Bräutigam und Mutter den gemeinsamen Entschluß, das Mädchen vor der Hochzeit zu ermorden und sich in den Besitz ihres Geldes zu setzen. (:) Geraubte Juwelen. Auf der Fahrt von Turin nach Neapel wurden die der Marchesa Bitall schi gehörigen Koffer ausgeplündert. Juwelen im Werte von 35 000 Lire fielen den Räubern in die Hände. Die Marchesa will die Eisenbahn- Gesellschaft auf Schadenersatz verklagen. † Adolf von Menzel erkrankt. Exzellenz Menzel ist von einer großen Schwäche befallen. Bei dem alten Herrn hat sich eine Schlafsucht eingestellt, die Schlimmes befürchten läßt. - Hier zeigt sich wieder der deutsche Michel, der bei jeder Dummheit, die er macht, sofort tüchtig hereinfällt. Das Kapital geht in das Ausland und die Moment total vergessen. Dem Deutschen geht bei frühere Heze gegen England ist im entscheidenden jeder plötzlichen Aufwallung der kaufmännische Blick berloren. Schließen wir alle Kreise der Betrachtung, so wird bei größeren Ausgaben für Brennmaterial nicht mehr mit der früheren Bilanz gearbeitet werden können und der Arbeiter hat sich in's eigene Fleisch geschnitten, da die Löhne herabgesetzt werden müssen, um überhaupt den Betrieb aufrecht zuerhalten. Außerdem ist gerade den Zechen, die im vorigen Jahre den Betrieb einstellen wollten, Grund genug gegeben, die Bechen stillzulegen. Es ist aber der Zeitpunkt des Strettes sehr schlecht gewählt, dies ergibt sich ja auch aus der Zahl dec Arbeitswilligen, die bet jedem Tag wächst und zur Vernunft zurückkehrt. Wir können von ganzen Herzen nur hoffen, daß dieser Streik, der seine das tiefste fühlbar macht, möglichst bald beigelegt und Folgen bei uns das Haus des geringen Mannes auf ein gedeihliches Zusammenarbeiten angebahnt werde. Mögen diese nur auf Tatsachen beruhenden, von jeden Fraktionsvorurteilen freien Zeilen dazu beitragen, dem Leien eine fachmännische Aufklärung zu geben. Denn daß allgemein die öffentliche Meinung auf Setten der Bergarbeiter steht, ist nicht zu verwundern, da dieser Beruf als einer der schwersten gilt und ihm mit Recht allseitig die Sympathien und ein gewisses Mitleid entgegengebracht wird. Aber dies darf nicht dazu hinreißen lassen, den praktischen Blick zu verdunkeln und Forderungen zu unterstüßen, die sich mit dem öffentlichen Wohl nicht im Einklang bringen lassen. Hinsichtlich der Forderung der Belegschaft der Zeche Bruchstraße, die den Streif in erster Linie verursachte, nämlich die Einfahrts- und Ausfahrtszeit mit in die Arbeitszeit einzurechnen, ist insofern unklug, da die Arbeiter ja nur eine Arbeitszeit von 6 Stunden haben. also auch eine Lohneinbusse von 10-12 pet. mit in den Kauf nehmen müssen. Allerdings müssen dann mehr Leute angelegt werden. Diese Verlängerung der Seilfahrt auf Beche Bruchstraße ist aber nur deshalb gemacht worden, damit diese Grube, die seit Jahrzehnten nicht rentiert, durch eine stärkere Belegung des Schachtes - was die Verlängerung der Seilfahrt bedingte, zu einer wenn auch nur wenig ertragsfähigen zu machen. Außerdem ist bei dieser Sache gesezmäßig vorgegangen worden. Wohl aber hat die Belegschaft dieser Zeche Kontraktbruch begangen, indem sie in den Streif eintrat, sodaß der Bergwerksbesitzer nicht mehr vor dem Gewerbegericht mit Leuten, die Gesetz und Ordnung mit Füßen treten, berhandeln wollte. Da die Belegschaft 3 Tage gefeiert hatte, war der Arbeitervertragvon ihrer Seite aufgelöst und sie hatten sich ihres Rechtes begeben. Daraufhin trat der Streif explosionsartig aus, obwohl die Führer vor einem Generalstreik warnten. Wäre allerdings von Seiten der Zeche so vorgegangen worden, daß die Arbeitsaufnahme verlangt wurde und eine *) Wir bringen diesen Artikel nur der darin enthaltenen technischen Ausführungen regen. Lokales. 9. Februar 1905. Es sei aber je führung des We hohen mit der Sloffen ist. k Die Stu branstalten am 1 Baares zu Lich es Inf. Regts. Fadel zu g. RB Nach de Stadt Stadtam weg und Rein *** In der 34. Sizung der zweiten Kammer am Schmitt auch auf firchenpolitische Fragen zu sprechen. Dienstag fam der Zentrums- Abgeordnete Dr. Er bedauerte, daß die beiden großen Konfeffionen, die 95 pt. ausmachten, sich so bitter bekämpften und rtet der Regierung dringend, ste soll auch den Anschein bermeiden, als ob sie mit diesen Hezerein einverstanden sei und vor allem dazu beitragen, daß die Amts. blätter derartige Heßereien unterlassen. Er werde hierfür bei Gelegenheit der Beratung des Antrages über das Kreisblattwesen entsprechendes Material betbringen. Hier wird der Redner durch dem Nuf des Abgeordneten Köhler:„ Gießener Anzeiger" unterb ochen. dieser Zwischenruf nun auch keineswegs besagt, daß die von dem Abg. Schmitt gegeißelte konfessionelle den vor: jezt Bingebung überno telle in Regensbur Em Beicher Sibtrauens g außerordentliche S Deulicher Snftalle Stuttgart zu be part aus der W Sur Landwirtschaft ftraße 42, fin Brof. Dr. 6. J. ein Un Der Unterrich Schaftlicher, Botanit, Chem andere Bilze, richtung von Begenstand wi Donorar 60 M 9-1 und 3-1 beten an die Müller an der L Simvalidenstraße 4 Mademiter Dresden Schwäl Rammevalsfeft. Vo Die es dabei m and bier wohlbefo mehrere Schwalmer Rarneval im Rünf Waden hat. Die Ba pridigen Bolfstr In Ausgleich ielleicht nicht oblem„ ohne mmen. tommt jeder der Organi ie Zahl der e ergibt pro Mart. Der eine Summe fg. pro Stind nicht die greifen, eine ३१. Stonturrenz e doch jeden jeder Weise auch noch um Induldsamkeit im genannten Blatte besonders klar zur Gordenz tritt, so muß es doch auf den den Verhältnissen Fernerstehenden den eigentümlichen Eindruck hervorrufen, als ob in Gießen die konfessionelle Verbetung ganz besonders hoch in Blüte stehe. Nichts aber irriger als das! Als fürzlich die konstituterende Versammlung des Bürgervereins zu sammentrat, da wurden bei der Durchberatung des Statuts selbstverständlich auch die mögliche Auflösung und die Verteilung des eventuell verbleibenden Vermögens ins Auge gefaßt. Der von der Kommission gemachte Vorschlag ging dahin, das betr. Vermögen den Gießener Schwesterhäusern( dem evangelischen und dem falholischen) zu vermachen. Aus der Versammlung heraus aber wurde der Zusatz gewünscht:" Bu gleichen Teilen zu bermachen", und auch einstimmig afzeptiert. Ein Beschluß, der doch jedenfalls überzeugend die Toleranz der Gießener Bevölkerung in fonfessionellen Sachen dartut. Ciern erleiden 6000 Mann Mill. Mart; uf die Ausnausfall die rum werden = 15000 000 and der von ugefchlagen? 23 Min. M eübt werden, en fönnen? Führer dazu Die Arbeiter, e die Arbeiter fehlen, unter ja auch nicht dauf seinen iber den Kopf utreten, dieses wandsfret bor Ausblicke зи § Schwurgericht der Provinz Oberhessen für das 1. Bierteljahr tritt am Montag 6. März vormittags 9½ Uhr im Justizgebäude zu Gießen zusammen. Zum Vorfizenden ist Landgerichtsrat Koch ernannt worden. Bekannt. lich fiel die legte Schwurgerichtssession aus, da keine Fälle vorlagen. F Theaternenbau Gießen. Wenn einmal die Geschichte des Gießener Theater geschrieben wird, dann wird man auch der Verdienste gedenken müssen, die sich der Vorstand des Frankfurter Schauspielhauses Emil Chaar und feine Künstler dadurch erworben haben, daß sie Anfangs der neunziger Jahre während mehrerer Winter hier eine Reihe von Ensemble- Vorstellungen gaben. Denn diese Vorstellungen regten erst zu allen weiteren Plänen an, sie erweckten das Verlangen, die hiesigen Theaterzustände dauernd zu heben. Nun, da wir so weit sind, daß der Grundstein zur Erbauung eins eignen schönen Theatergebäudes bald gelegt werden kann, wollen auch die Frankfurter Künstler zum ngel herrscht, Gelingen des Ganzen noch etwas beitragen. Vier von Kohlen dabel Henwerke den ihnen, darunter zwei liebe alte Bekannte, haben sich mit der Direktion, die doch auch zu ihrem Teil den Theaterneubau llschaften ge Der Preis der fördern helfen möchte, zu einer Aufführung vereinigt, deren gländer nicht Reinertrag dem Neubau zu Gute kommen soll. Sie haben ern, fie aud May Dreyers neues interessantes Schauspiel„ Die , werden sie Siebzehnjährigen" gewählt; die vier größten Rollen oder ½ Jahr werden von den Frankfurter Gästen gespielt. Ehrensache für Alle, die ein Interesse am Zustandekommen des Theaterneubaues haben, muß es nun sein, den Betrag der Vorstellung, die nächsten Montag, bei aufgehobenem Abonnements und ohne Gültigkeit von Passepartouts stattfindet, möglichst groß zu machen. Herr Challier nimmt Bestellungen auf Billets zu folgenden Vorverkaufspreisen entgegen: Loge Mt. 4.-, Sperrfig Mt. 3.50, 1. Parkett Mt. 2.50, 2. Parkett Mt. 1.50, Studentenkarte M. 2. der Engländer vird man sehr unbermeidliche ihm ja ein daß Sammlungen eben Verkennung Michel, der ichtig herein nd und die entscheidenden hen geht bei ännische Blid Betrachtung, Brennmaterial beitet werden eigene Fleisch erden müssen, alten. Außer En Jahre den gegeben, die Beitpunkt des t fich ja auch et jedem Lag Bir fönnen bon treit, der seine Mannes auf beigelegt und hnt werde. henden, bon u beitragen, zu geben. auf Seiten Dundern, da and ihm mit gewiffes Mit cf nicht dazu zu berdunkeln fidh mit dem gen laffen. Februar 1905. n Rammer am ordnete Dr. die tt Stadttheater Gießen. Morgen Freitag wird der Schwank mit Gesang Reif Reiflingen" wiederholt, der am Sonntag eine se freundliche Aufnahme gefunden hat. Sobald Frl. Rottmann von Frankfurt a. M. Urlaub erhält wird auf allgemeinen Wunsch noch eine weitere Aufführung von„ Anna von Hessen" stattfinden zu ermäßigten Preisen. Es sei aber jetzt schon darauf hingewiesen, daß eine Aufführung des Werkes zu Volksvorstellungspreisen wegen der hohen mit der Aufführung verbundenen Koften ausgeschlossen ist. k Die Studenten der Gießener Landesuniversität veranstalten am 14. Februar bei dem Eintreffen des hohen Baares zu Lich unter Mitwirkung der Regimentskapelle des Inf. Regts. Nr. 116( Kaiser Wilhelm II.) einen Fackel zug. RB Nach dem 20. d. ts. fällige Wechsel auf die Stadt Stadtamhof und die beiden Gemeinden Stein weg und Reinhausen( Nachbarorte von Regensburg) werden vor jeßt ab von der Reichsbank angekauft oder zur Einziehung übernommen. Sie sind an die Reichsbankneben stelle in Regensburg zu girien. § Ein Zeichen selten so offen zur Schau getragenen Mißtrauens gab die am Sonntag in Frankfurt tagende außerordentliche General- Versammlung der freien Vereinigung deutscher Installateure ihrem ersten Vorsitzenden 2. Henting Stuttgart zu verstehen, indem sie ihn in seiner Gegen wart aus der Vereinigung ausschlossen. | Generationen hat sich dieser eigenartige Tanz nur in den Kirmesmufiten fortgeerbt und ist erst neuerdings durch den in Kassel lebenden Komponisten Lewalter aufgezeichnet und eigens zum Fefte für Dichester bearbeitet worden. ( ss. Landesztg.) * Gesucht. In der„ Emser Zeitung" steht folgende Anzeige: Ein sauberes, zuverlässiges Mädchen, welches mit Vieh umzugehen versteht und die Stelle eines Zimmermädchens versehen kann, gegen hohen Lohn pr. 1. oder 15. April d. Js. gesucht. Von wem sagt die Expedition. sagt die Expedition. Wenn die junge Zimmerviehdame außerdem noch Knigges„ Umgang mit Menschen" studiert, wird sie ein vollkommenes Mädchen für alles" werden. - ? Aus Oberhessen, 8. Februar. Man übermittelt uns folgende kleine hübsche Anekdote: Zur Stadt begab sich fürzlich der Herr Beigeordnete N. aus einem benachbarten Orte. Der Mann befand sich in einem sonderbaren Anzuge, Werktagshose, blauer Kittel und auf dem Kopfe den Zylinderhut. Sein Schwager begegnete ihm unterwegs und macht große Augen ob des sonderbare Anzuges des Beigeordneten. " No," fragt er," wohi?" Nooch Gäiße," erwidert dieser. Wos id dört tu?"- 3ocker( Zucker) fuife," lautet die Antwort.„ No, wärüm im Zylinder?" " Ei," sagt der Mann ich huh vom Bloat( Zeitung) geleose, eam Hout( Buckerhut) fäift man' n bölliger!" §§ Ans dem Feldatale, 8. Febr. Heute vermochten die Bienen ihren ersten diesjährigen Reinigungsausflug zu unternehmen und zwar in einer für den Imker recht befriedigenden Weise. Kein Schnee wie oft der Fall brachte den ausfliegenden Bienen Verderben. Der erste Flug der Bienen legt Zeugniß ab von ihrer Ueberwinterung; sie ist eine Die Bienenstände recht zufriedenstellende gewesen. weisen wenig oder gar keine durch den Verlust von Völkern entstandene Lücken auf. Da der Wintersamen oder Raps, die beste Bienenweide unserer Gegend, vortrefflich überwintert, so steht für die Imker ein gutes Bienenjahr in Aussicht. > Volkartshain. Vor einigen Tagen wurde hier eine Bude gefällt, die am Stamm 3,20 m Umfang maß. K Alzey, 8. Febr. Eine am 1. März in Kraft tretende neue Polizeiverordnung verbietet den umherziehenden Bigeunern das Tragen und Mitführen von Hieb, Stoß- und Schußwaffen, sowie von Munition für die lettern. Landwirten ist ein Milchkrieg entbrannt, da erstere, die bislang 12 Pfg. pro Liter zahlten, sich weigern, plöglich 13 Pfg. dafür zu geben. Nach eigehender Beratung unter sich ließen dei Milchhändler bekannt machen, daß sie bereit wären den Liter Milch mit 12½ Pfg. zu verrechnen, doch haben unsere Landwirte dies Angebot abgelehnt. Aus Kurhessen, 7. Febr.( Vergiftung). In der Nähe von Vöhl, im Kreise Frankenberg, erkrankte eine ganze Familie nach dem Genuß von Krautsalat der aus gefrorenem Straut zubereitet war. Durch schnelle ärztliche Hülfe wurde ernste Gefahr abgewendet. И * Wiesbaden, 8. Febr. Die Frankfurter„ Kleine Presse" schreibt: Am Vermählungstag des Großherzogs hat ein hier wohnender Darmstädter an die geschiedene Großherzogin Vittoria Melitta ein Huldigungstelegramm ,, im Namen vieler Darmstädter" gerichtet.(? D. R.) Die GroßHerzogin sandte auf dieses Telegramm ein Danktelegramm, in dem es heißt:„ Ich danke Ihnen und allen jenen von Herzen, in deren Autrage Sie mir treue Gefühle aussprachen. Viktoria Melitta." Theater- Verein Gießen. Um Seinetwillen. Schauspiel in 4 Aufzügen von Selma Erdmann- Jesniger. " Shakespear sagt:„ Eins ist größer als das Weib, das ist die Mutter! Das ist die Grundidee von Selma Erdmann- Jesnizers Schauspiel„ Um Seinetwillen“. Eg ist die Gewalt der Mutterliebe, der kein Hemmnis zu groß ist und kein Weg zu schwer, um zu dem Kinde zu gelangen, daß schamlose Selbstfucht und Gemeinheit ihr mit dem Schein des Rechts entfernt hält und mit hohler Scheinmoral entfremdet hat, der alles gering ist und vor deren Gedanken an das beseeligende Gefühl, einen Sohn in die Arme zu schließen, alles zurücktritt und versinkt. Marianne ist eine Künstlerin und ihr Leben soll mit Begriffen der Künstterfreiheit gemessen werden, sie selbst will es. Ein edles Feuer W Kursus für Müller und Bäcker. In der glüht durch sie, als sie leidenschaftlich ausbrechend die Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin N. 4, Invaliden- Künstlerweihen sich gibt:" Wir Künstler stehen hoch, und ftraße 42, findet unter Leitung des Geheimen Regierungsrat wenn wir fallen wir fallen tief, wie sollten wir aber Brof. Dr. Bittmad in der Beit vom 13. bis 25. März die Gestalten unserer Dichter verkörpern, wenn das Leben b. 3. ein Unterrichtskursus für Müller und Bäcker statt. nicht brausend mit seiner Flut über unserem Haupte zu Der Unterricht wird von Fachgelehrten erteilt; in wissen- sammengeschlagen wäre, wenn wir nicht selbst miterlebt und schaftlicher, jedoch allgemein verständlicher Weise werden empfunden hätten!" Aber Marianne ist auch so rein, auch Botanit, Chemi des Getreides und Mehles, Hefe, Bakterien, andere Bilze, ferner Unttäuter, schädliche Insekten, die E.nrichtung von Lagerhäusern usw. behandelt. Als neuer Honorar 60 Mt., für Ausländer 100 Mt. Arbeitszeit von ohne eine freie" Moral und darum geht sie als Siegerin aus diesem Ringen hervor, indem der Sohn ihr nach erschütternden Seelenkämpfen seine Kindesliebe zuwendet. Eng gen zu sprechen. Gegenstand wird das Bleichen der Meble behandelt werden. aneinandergeschmiegt halten Mutter und Sohn sich umnpften und rtet 9-1 und 3-7 Uhr. Anmeldungen bald und schriftlich en Anschein ber erbeten an die Versuchsanstalt des Verbandes Deutscher auszumalen, das dahinter beginnt... n einverstanden Müller an der Landwirtschaftlichen Hochschule, Berlin N. 4, B die Amts unterlaffen. Invalidenstraße 42. * schlungen, als der Vorhang fällt und der Gestaltungskraft des Besuchers wird es überiassen, sich das seelige Dasein Beratung des akademiter Dresden veranstalten am 14. Februar ein eigenes Rollen eingearbeitet hatten. Die Sängerin Marianne Vahr twefen ent ingen. Hier geordneten „ Schwälmertänzer" zum Karneval. Die KunstKarnevalsfeft. Von Interesse für die hessische Bevölkerung dürfte es dabei wohl sein, daß die klasse des berühmten und hier wohlbekannten Malers Professor Karl Banger Die geftrige Aufführung dieses an tief erschütternden Momenten und poetischen Feinheiten so reichen Schauspiels zeigte, daß die Darsteller sich in ein tiefes Verständnis ihrer sab Frl. Frieda Eichelsheim, der Gast vom Darmstädter Hoftheater, mit überraschender Natürlichkeit. Durch fein nuanciertes Spiel wußte sie ihre Marianne in allen Töne waren es, die sie fand und die sie mit einem sprechend iohann konnte sein Talent in dem von schweren seelischen ochen. Wenn mehrere Schwälmer Paare aus ihrer hessischen Heimat zum Phasen auf das vollendeteste herauszutreiben. Tief ergreifende te tonfeffionelle laden hat. Die Paare tanzen hier in ihrer schmucken, farben- deutlichen Mienen- und Gebärdenspiel verband. Herr Lüttprächtigen Voltetracht einen echten Schwälmer". Durch Kämpfen erfüllten Stefan an der besten Stelle entfalten. Herr Andreas stellte seinen Dr. Deis als wohlerzogener Sohn der guten Gesellschaft und als schüchterner Liebhaber sehr gut hin. Eine Lebensruine von urfonischer Vollendung hatte Herr de Georgi aus seinem hohlköpfigen, geiftesarmen und gichtgeplagten, abgelebten upper ten thousend- man Herrn von Flins geschaffen. Schade, daß seine Mission mit einem Auftritt beendet war, wir hätten ihn gern noch einmal gesehen. Fri. Dülfer verstand ihre Wilhelma mit ihren amerikanischen Freiheiten und Frau Fischer ihre würdige alte Frau Oberst Deist gut auf die Bühne zu bringen. Herr Steingoetter führte den Baron von Waidlingen sehr glücklich durch. Ohne Uebertreibung wußte er ihn in seiner ganzen Erbärmlichkeit zu treffen und ebenso errangen sich Her Lippert( Sekretär Baumbach) und Herr Eckhardt reiche Beifall, der am Schlusse jeden Attes fiel, war ein als Diener Mar die Anerkennung des Publikums. Der ein wohlberechtigter. Landwirtschaftliches. G. H. finden wir einen ausgezeichneten Stand der Winterfrucht: Weizen und Roggen. Aber auch die Rapps- und Wintersamenfelder stehen gut, doch ist, wie jeder Landwirt wissen muß, eben darauf nicht zu rechnen. Erst der März zeigt am Ende, was er uns davon, wie vom Klee lassen will. Die Aussicht auf Futter ist jetzt noch gut, ob Bruder März nicht noch ein böser Schelm wird? Warten wir es ab. Die Obst aussichten sind ebenfalls sehr gut. Kommt ein einigermaßen günstiger Frühling zur Blüte und nicht zu trockener Sommer, dann können wir nach der jeg igen Aussicht auf ein wirklich günstiges Obstjahr rechnen. Bom Wetter haben wir schon früher berichtet, daß die Weiter ( Hagel 2c.) in südlicher Richtung zum größten Teile abziehen werden. Natürlich sind Ausnahmen niemals ausgeschlossen. Auch scheint es, daß in diesem Jahre das Wetter aus einem Extrem ins andere überspringt. Deshalb tut es sehr not die Gießener Wetterkarten täglich nachzusehn. Alle Gemeinden sollten deshalb dieselben haben. -r Saatenstand in Overheffen. Allenthalben Literarisches. *** Kürschners Jahrbuch für 1905, fann man wie seinen Vorgängern, auch dieses Mal das Lob nicht vorenthalten, daß es zielbewußt seine Wege wandelt und das vorgesteckte Ziel, ein Mert- und Nachschlagebuch für jedermann" zu sein, voll und ganz erreicht. Aus dem Inhalt des Buches heben wir die von gründlichem militärischen Können Zeugnis ablegenden Artikel Englische Heeresreform, Russisch- japanischer Krieg und der Herreroaufstand hervor. Busammenstellung gewiß eine große Arbeit und Mühe erWertvoll ist auch die große Liste der Pseudonyme, deren fordert hat. Marttberigte. Stekes 9. Februar. Auf dem heuitgen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 0 90-0.95 Mt., Hohnereier per Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 7 fa, Käse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linfen per Liter 32 Bfg Tauben per Paar 2. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per fb. 55-65 Pfg., Dchsenfleisch per fb. 70-80 fg., Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pft. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fletsch gesalzen per fund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfb. 70-74 Pfg. Hammelfletsch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 6. 6 50 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Bf. per Stück, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen ver Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Markizett im Umherziehen feilgeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 Viehfütterer( auswärts), 1 Maschinenschlosser, 2 Schreiner, 1 Holzdreher, 1 Herrschaftskutscher( auswärts), 1 jüngerer Pferdewärter( auswärts), 16 Dienstmädchen( hier und auswärts), 1 Lauffrau. Es suchen Arbett: 1 landw.knecht, 1 Epengler, 1 Schloffer, 1 Installateur, 2 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Kutscher, 1 Kellner, auch Portier oder Diener, 1 Hausmädchen, 1 Dienstmädchen, 1 Taglöhner, 1 Laufmädchen, 1 Lauffrau, 2 Bureaugehilfen. Gießenes landwirtschaftlicher Wetterdienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 10. Februar. Trüb, nur im Süden noch zeitweise heiter, milder, geringe Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu ieñen MAGGI S Bouillon- Kapseln Aussere Rapse Innere Röhrchen - 1 Tasse vorzüglicher Fleischbrühe 5 Pfg. 1 Taffe extra starker Kraftbrühe 7½ Pfg. 2 Portionen in Kapseln zu 10 bez. 15 Pfg. - empfiehlt angelegentlichst S. C. Jughardt, Inh. Aug. Wallenfels, Gießen, Marktpl 15. Kubfleisch 50 Pfg. Heute und Morgen. Hoher Nebenverdienst d. Vertrieb leicht verk. Artikel. J. Müller, Jbersgehofen- Erfurt. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. Zum Besten des Cheaterneubaus. Montag, den 13. Februar, abends 8 Uhr bringen die Mitglieder des Frankfurter Schauspielhauses: Frl. Thessa Klinkhammer " Poldi Sangora Herr Arthur Bauer Haus Berein mit der Diction and ben Mitgliebern" bes Pants Siegler im Verein mit der Direktion und den Mitgliedern des Stadttheaters das neue Schauspiel von May Dreyer: Die Siebzehnjährigen Stadt- Cheater Giessen. Direttion: Steingoetter. Freitag, den 10. Februar 11. Freitag AbonnementsVorstellung. Reif- Reiflingen Rei Schwank mit Gesang in 5 Aften von Gustav v Moser. Gartenbesitzer und Blumonfreunde wird es interessieren, von M. Peterseim's BlumenNuß- und Brennholz- Verkauf der Kgl. Oberförsterei Krofdorf. Freitag, den 17. Februar, vorm. 10 Uhr fommen im Freund'schen Saale zu Krofdorf zum Verkauf: Schutzbezirk Krofdorf: Distr. 12 Fohnbachskopf, Buche 1 Rm. Knüppel, 1540 Nm. Reiser. Schußbezirk Waldhaus: Distr. 28 Nußheck, Eiche 14 Rm. Schichtnußholz., 14 Rm. Scheite und Knüppel, 80 Rm. Reiser; Buche= 9 Rm.( davon 6 Hainb.) Schichtnußholz, 275 Rm. Scheite und Knüppel, 650 Rm. Reiser; Erlen= 7 Stämme 1,98 Fitm, 5 Nm. Schichtnußholz, 5 Nm. Scheite und Knüppel, 27 Rm. Neiser; Fichte: 107 Stämme u. Stangen 4,9 Fstm., 2 Nm. Scheite. - - - Distr. 38: Junfernstrauch, Buche= 4 Rm. im Stadttheater zur einmaligen Aufführung. Die Vorstellung findet bei auf das ein neues Katalog- Gartenbuch Rollen, 242 Rm. Scheite und Knüppel, 347 Rm. Reiser. gehobenem Abonnement und ohne Gültigkeit von Passepartouts statt. Distr. 41: Schottenholz, Buche 14 Nm. gärtnereien in erschienen Loge 4.Preise der Plätze im Vorverkauf bei Herrn& hallier 2.0, 2. Barfett ist. Es wird eingeleitet mit den Rollen, 856 Rm. Scheit und Knuppel, 940 Nm. Reiſer. 3.50, Parkett Mf. Worten: Mt. 1.50, Studentenkarten Mt. 2.Gießener Zither- Club ( Wohltätigkeitsverein). Sonntag, den 12. Februar 1905 abenes 7 1hr 59 Min. 11 Sek. Grosser Maskenball im Cafe Leib verbunden mit noch nie dagewesenen Gruppen- Aufführungen und sonstigen Ueberraschungen, Karoussels, sießbnden, wozu freundlichst einladet Der Vorstand. - Eintrittspreise im Vorverkauf: Herrenfarten 1 Mt.( an der Kasse 1,20 Mt). Damenkarten 50 Bfg. ( an der Kasse 60 fg). Geheimfarten 50 Bfg. bis zur Demaskierung, Gallerief irten 20 Pfg. Vorverkaufsstellen: Kaufmann Salomon, Schulstraße; Kaufmann Teivel, Marktplaß; Kaufmann del. Neustadt; Friseur Tichy, Seltersweg; Friseur Wahl, Neustadt; Friseur Kuhl, Walltorstraße; Friseur Aff, Neuenbäue; Friseur Wißner Neuenweg; Gärtner Noll, Schulstraße. Geheimkarten nur im Gigarrengeschäft bei Herrn Strauß, Mäusburg. Verein vom Roten Kreuz Gießen. Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Zweig- Vereins werden zu der Mittwoch, den 1. März 1. Is., abends 8½ Uhr im Lokale des Café Ebel dahier stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung ergebenst eingeladen. Tages- Orduung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Zweigvereins; 2. Rechnungsablage; 3. Beschlußfassung über Anträge von Seiten des Vorstandes oder einzelner Vereinsmitglieder; 4. Vorstandswahl. Gießen, den 9. Februar 1905. Ver Vorsitzende des Zweigvereins vom Roten Kreuz. Wiener. Nuk- und Brennholz- Verkauf am Montag, den 13. d. Mts., vorm. von 9½ Uhr ab bei Wirt Feht, Wißmar. Es fommen zum Verkauf: Eichen: 1 Schneideblock, 6 Mtr. Ig., 0,75 Mtr. Durchm.= 2,65 Fstm. ( aus Distr. Beckert, vorzügliche Qualität), 20 Bau- und Werkholzstämme= 8,47 stm., 2 Rm. Küferholz, 612 Rm. Nutrollen von 2, 3 und 4 Mtr. Länge, 70 Nm. Scheit- und Knüppel, 78 Rm. Reiser. Buchen: 11 Rm. Felgenholz, 1225 Rm. Scheit u. Knüppel, 2214 Rm. Reiser. = Fichten: 6 Stämme 1,29 Fitm., 16 Stück Derbstangen. Das Holz liegt in den Distrikten 11b Kamelsheck, 23b und 24b Beckert und 43 Hasenhölle, Gemeindewald von Wißmar. Das Brennholz aus Diftrift 24 wird zuerst und der Schneidestamm, sowie das Küferholz daselbst gleich nach der Mittagpause( 1 Uhr) verkauft. Krofdorf, den 8. Februar 1904. Vertreter gesucht. Der Bürgermeister. Für unsere Hausfrauen giebt es nichts erleichternderes als eine Dampf- Waschmaschine System Krauss", welche die Wäsche in der halben Zeit kocht und auch zugleich gründlich reinigt. Das Drehen kann ein Kind verrichten. Auf Wunsch zur Probe. Mit Rücksicht auf die Schonung der Wäsche sind 75% Ersparniss nicht überschäzt. Broschüre gratis. Teilzahlungen gestattet. 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Muster- Sortiment Gemüseenth. 10 Pakete von Blumenkohl, Weisskraut, Rotkraut, Kohl' rabi, Wirsing, Rosenkohl, Salat, Radies, Rettig, Möhren, Zwiebeln, dieses ganze Samensortiment 1 samen, Samen M. Doppelsortim. mit 20 Pak. M. 2. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 7. Februar 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Verdingung. der wenigstens Sandelsberträge im einzelnen nic rungsverträge ho Früber glaubte n Staat die Verpfl chne Ausnahme, teres auch dem and Bereinigten Staat kanten gekommen, beuten, daß jede Staat durch befon E half fein Prote rita den deutschen ceinem Zuschlagszo Mungen wurde nur Bang unstreitig mo Staaten gewesen, Recht haben fie macht, indem sie Bifiber Sobe Steig Meistbegünstigun tung es fich ni gegenüber an se festgelegten Ron entsprechend der und mußte sich ü Teinen Ungunster Selbstverständ licher Zustand. V lein, als man m herben, und daß begung angeregt Die Lieferung von Basaltpflastersteinen( 220 cbm) für die Unterhaltung des Straßenpflasters in 1905/6 ſoll geben mat in 3 Losen Mittwo, d. 15. d. Mts., vorm. 11 Uhr öffentlich bergeben werden. Beschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengeDem Angebot nannten Zeitpunkt an uns einzureichen. find Probesteine beizufügen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Steßen, den 6. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Berdingung. Die Räumung von Futgräben in der Gemartung Gießen soll Mittwoch, den 15. d. Mts., vorm. 10% Uhr öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 Angebote auf Vordruck, der daselbst zur Einsicht auf. erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten ZeitBuschlagsfrist 3 Wochen. punkt an uns einzureichen. Gießen, den 6. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Berdingung. Der für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 erforderliche Bedarf an Piaffavabesen( etwa 300 Stück) 1oll Mittwoch, den 15. b. Mts., vorm. 10 Uhr öffentlich verdungen werden. brigen Ländern Mereits geschehen, intreten. Der Efelsm Von G Sam der et i gable nad fam aber der Eigentlich wuß Mühle zu te waren feit J gegangen; war eine un bote einschre Als der den Lag na Rangsh... geiftlichen A glüdlich wie Du zwar imm Halts S Poztau noch nicht ge Geschäfte die S geftiegen zu fei Anna tommt f fe schon durchs Schrebbföppe an Ich aber f Angebote auf das Stück, sowie Muster find ß mich heute spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzuretchen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. - Gießen, den 6. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. nich," so sprach Freunde und He gut, es wäre zu spät. Do chaft gemacht?" oil Dir offen immt der Gjel