turze Zeit in uf feine eigene mmen aus der amen ihm nicht fich gegenseitig Baris anlangte, berlief: 釀 über zerbrechen, efügt hat!" ohann Bartho itus des Fürst nd Senior an mler von Seltens n, als er eines merkwürdigsten Sandstein ver use, menschliche diese Kuriofi feit stroßenden ichsten Formen ed, als er ers feiner Sammel Steinmez habe chleunigt taufte es ein immer Borurteil, daß Wurzeln der haften Schaden um die Menge ot notwendigen juche angestellt. mäßig feuchtem genwürmern ge par, geht daraus it bon 20 Tagen hatte. In den m Regenwürmer n man die Erde genwürmer aus einem Tag fast Daraus erhellt ng von Maden, err Doktor, ich um Ihnen die orar nicht abs find Sie denn?" schämst du dich fen!"- Sohn mt nie mehr zu rei Tagen teene ejen mir hat?" golt nach furzer ):„ Ich möchte uerhafte!" mal nebenan in rinken. Ich bin wirst doch nicht mußt dich ja vor da verkehrt übergeschaffen, affen: 490 528 701 62 959 61 78 07 635 40 46 831 817 23 8.67 uar 1906 e Familie! bergbonekamp ridem GALBRECHT Geheimniss der Firma: Kaisers und Königs Wilhelm D. Nr. 289. BERG am Niederrhein 1846. ter Bitterlikör! Medaillen! berg- Boonekamp Jufertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz OberSehen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 862. Freitag, den 8. Dezember 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattebeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an aller Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutschlands auswärtige Politik. Reichskanzler Fürst Bülow hat die erste ihm dargebotene, vielleicht sogar von ihm selbst ein wenig herbeigeführte Gelegenheit benutzt, dem Reichstag über die auswärigen Beziehungen Deutschlands näheren Aufschluß und damit eine Erklärung zu der Thronrede zu geben, mit der die Reichstags= Session in vergangener Woche eröffnet worden ist. Die uns umwundene Wahrheitsliebe der Thronrede, die ohne Schminke die Dinge nach der Natur zeichnete und sie bei ihrem richtigen Namen nannte, hat auch der Rede des Reichskanzlers den Stempel aufgedrückt. Vor dem deutschen Volk und vor aller Welt hat Fürst Bülow in großen und festen Umrissen die Lage gezeigt, so wie sie wirklich ist, nicht pessimistisch, aber auch ohne verlogene Schönfärberei. ,, Nicht durchaus befriedigend" nannte Fürst Bülow die Lage, weil ,, Verstimmungen erst überwunden und neue zu befürchten sind." Dabei exemplifizierte der Reichstanzler ganz ausdrücklich auf England, wo wir jetzt mit einer tiefgehenden Abneigung der öffentlichen Meinung gegen uns zu rechnen haben," während die Beziehungen von Regierung zu Regierung forreft sind. Erst in allerjüngster Zeit haben ernste englische Kreise den Versuch unternommen, diese bedenkliche Spannung zu beseitigen. Der Versuch ist dankenswert, und man mag ihm gern vollen Erfolg wünschen. Aber der Erfolg gehört der Zukunft an. Einstweilen ist die„ bedenkliche Spannung" noch vorhanden, einstweilen ist das wechselseitige Verständnis zwischen den Völkern Deutschlands und Englands noch unterbrochen. Das ist, was Fürst Bülow über unsere Beziehungen zu England sagte. Mit gleicher Deutlichkeit beleuchtete er unser Verhältnis zu Italien und Osterreich- Ungarn, unsere Stellung im Dreibund, den nicht sentimentale Regung, sondern praftisches Bedürfnis hat entstehen lassen. Den Frieden auf der Grundlage des status quo zu erhalten, ist des Dreibunds Wille, weil es seiner Mitglieder Wille ist. Italien wie Desterreich- Ungarn haben aus dem Dreibund Gewinn und bedürfen seiner; Deutschland sieht in ihm eine willkommene Unterstützung seiner Friedenspolitik, ohne auf ihn angewiesen zu sein, da es für sich allen start genug ist, selbst ohne Bundesgenossen jeder Koalition die Spiße zu bieten. 11 Die nächste Betrachtung des Reichskanzlers galt den Verhältnissen in Ostasien. Daß durch den neuen japanischenglischen Vertrag unsere Stellung in Ostasien berührt werden sollte, ist bisher nicht anzunehmen." Man braucht nicht besonders hellbörig zu sein, um aus diesen Worten zu entnehmen, daß es als in der Möglichkeit liegend betrachtet wird, Japan und England, richtiger England durch Japan möchte die Räumung von Kiautschou auf Grund der Bestimmungen des Friedensvertrages von Schimonoseki verlangen, die jede Besizergreifung chinesischen Gebiets durch eine europäische Macht untersagen. Nicht zu England, aber zu Japan hat Fürst Bülow das Vertrauen, es werde seinen neugewonnenen Platz unter den Großmächten durch eine vertrauenerweckende Politik festigen und sichern, es werde nicht bertragsmäßige und wohibegründete Rechte verlegen wollen. Bon Japan zu Rußland ist nur ein Schritt. Unser VerLiten Rußland gegenüber charakterisierte Fürst Bülow in negativer Weise. Kein Angebot, feine Intervention, feine Ratschläge! Ins Fabelreich gehören alle Ausstreuungen, die etwas anderes sagen. Sache der Russen allein ist es, was fie in ihrem Lande tun wollen, von uns aus ist keine Einmischung denkbar. Daß die Unruhen auf unser Gebiet nicht übergreifen, dafür ist gesorgt. Ausführlich ging der Reichskanzler auf die Maroffofrage ein. Er bemerkte zwar, daß er neue Tatsachen vorzuführen nicht in der Lage sei; aber ein fundiger Mann fann über eine Sache gar nicht sprechen, ohne zu belehren und Aufschlüsse zu geben. Die Marokkoangelegenheit ist durch die Rede des Fürsten Bülow erst in das volle Licht gerückt, das Urteil darüber jedem Zweifel entzogen worden. Deutschland verfolgt in Maroffo fein Sonderinteresse, will feine territoriale Erwerbung, nur Wahrung unserer wirtschaftlichen Gleichberechtigung und Achtung vor unseren politischen Beziehungen zu dem selbständigen scherifischen Reich. England konnte durch sein vorjähriges Abkommen mit Frankreich seine Desinteressierung zugunsten Frankreichs aussprechen, aber deutsche Rechte konnte es nicht aufheben. Wollte Frankreich auf Grund des Abkommens mit England Sonderrechte in Marokko erwerben, die mit dem Meistbegünstigungsrecht anderer Staaten nicht in Einklang waren, so mußte es dazu die Zustimmung Marokkos und dieser anderen Staaten gewinnen. Diesen Rechtsstandpunkt haben wir in entgegenkommender, freundlicher Haltung eingenommen und gewahrt. Wir haben auch erlangt, daß eine neue Maroffofonferenz unter Beteiligung aller interessierter Staaten berufen wird, und auf dieser Konferenz werden wir alles, was recht und billig ist, auch weiter vertreten, unbefümmert um Neid, Haß und Mißgunst, die sich gegen die deutsche Politik und ihre Friedensliebe richten. ( 7. Sigung). Deutscher Reichstag. CB. Berlin, 7. Dezember. Nach der hochgehenden Erregung, die der Schluß der gestrigen Sitzung hervorgerufen hatte, sezte die heutige ziemlich matt ein. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts von Tirpig eröffnete den Reigen der Redner, um die Flottenvorlage zu begründen. Er vermied es geflissentlich, auf die Politik der Parteien nur mit einem Worte einzugehen. Er setzte auseinander, daß die neuen Erfahrungen, namentlich die des russisch- japanischen Krieges, eine Aenderung des gefeßlich bei uns festgelegten Flottenplanes notwendig erscheinen lassen. Große Schiffe, schwere Artillerie, mehr Torpedoboote, infolgedessen auch mehr Personal sind erforderlich, wenn unsere Marine ihren Aufgaben im Kriege und im Frieden genügen soll. Denn auch im Frieden ist es von großer Bedeutung, für den Schutz des Handels zur See ordentlich gerüstet zu sein, weniger im einzelnen Falle, als wegen des allgemeinen moralischen Eindrucks. Das gelte wie von den eigentlichen Forderungen für die Marine auch für die Verbreiterung des Kaiser Wilhelm- Kanals, die schon durch den größeren Umfang der Handelsschiffe bedingt würde. Der Staatssekretär hofft auf ein Zustandekommen der Flottenvorlage, die nach allem was er gehört und gelesen hat, eine günstige Aufnahme bei den meisten Parteien findet.- Nach dem Staatssekretär sprach Bebel zunächst über die auswärtige Politik in oppositionellem Sinne; wenn er recht hat, ist alles schlecht, und es wäre vorzüglich, wenn man auf die Sozialdemokraten hören wollte oder gehört hätte. Der Kanzler habe nicht recht, wenn er von einer tiefgehenden Abneigung des englischen Voltes gegen uns spreche, die Abneigung bestehe nur in einzelnen Kreisen. In einem Kriege mit England wir würden alle unsere Kolonien innerhalb vierzehn Tage verlieren. Trotz dieser Auffassung stimmen aber die Sozialdemokraten den Marineforderungen nicht zu. Bebel fritisierte die Flottenvorlage und die Reichsfinanzen, letztere insbesondere wegen der Belastung der inneren Bevölkerung sehr scharf, aber im wesentlichen sachlich und trocken. Am Anfang und am Schluß seiner Rede war er temperamentvoller, erregte manchmal Heiterkeit und manchmal Widerspruch, ohne doch einen größeren Eindruck zu erzielen. Während er noch im vorigen Jahre gesagt hatte, in der Not würden es die Sozialdemo fraten nicht an sich fehlen lassen, sagte er heute am Schlusse seiner Rede, sie würden es sich noch sehr überlegen, ob sie sich an der Verteidigung des Vaterlandes beteiligen sollten, wenn das Vaterland nicht so eingerichtet würde, daß sie es freudig tun könnten. Es läßt sich denken, daß der preußische Finanzminister Freiherr von Rheinbaben im Beginne seiner folgenden Rede zunächst diesen Ausspruch festnagelte. Ferner polemisiert der Minister unter dröhnendem Beifall und großer Heiterkeit der Rechten gegen die Sozialdemokraten und gegen die Auffassung, daß die ärmeren Bevölkerungsschichten übermäßig belastet seien. Frankreich habe nach einem unglücklichen Kriege für die Ordnung seiner finanziellen Verhältnisse 556 Millionen aufgebracht. Da werde wohl Deutschland zu gleichem Zwecke nach 30 Jahren des Friedens und einer glänzenden wirtschaftlichen Entwicklung die Hälfte aufbringen können. Nach dem Minister legte Freiherr von Richthofen den Standpunkt der Konservativen dar. Der erfte Tag der Etatsdebatte. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Berlin, 7. Dezember. Die gestrige Reichstagssigung erfordert angesichts der Bedeutung, die sie namentlich durch den Schluß erhielt, ein nochmaliges Eingehen. Es war eine merkwürdige und denkwürdige Sigung, deren Anfang und Ende Neden des leitenden Staatsmannes bildeten, eine Sigung, in der Enttäuschung und Ueberraschung wechselten und die mit einer gewaltigen Steigerung austlang, wie ein ergreifendes Drama. Die Enttäuschung brachte, das darf nicht verschwiegen werden, die einleitende Rede des Reichskanzlers. Der Kanzler berührte keine eigentlich politische Frage, er erwähnte nicht die auswärtigen Angelegenheiten, ja nicht einmal die mit auf der Tagesordnung stehende Flottenvorlage und ebensowenig den Etat; er beschäftigte sich lediglich mit der Reichsfinanzreform, die er für die Hauptsache hielt. Er begründete sie nicht nur unter allgemeinen Gesichtspunkten, stellte nicht nur in großen Zügen dar, was bezivecfe, sondern erging sich, wie ein Ressortminister in Einzelheiten, und das steht ihm nicht gut zu Gesicht. Man mußte staunen, wo er die Zeit hergenommen hatte, das reiche Material zusammen zu suchen, aber man merkte der Rede zu sehr die Arbeit an, die ihre Vorbereitung gekostet hatte, man spürte den Aftenstaub, was sonst beim Kanzler nicht einmal der Fall ist, wenn er Aften verliest. Fand Fürst Bülow immerhin noch völliges Gehör, zuletzt, als er etwas wärmere Töne anschlug, sogar auf der Rechten lebhaften Beifall, gegen dessen Berechtigung nur wenige Bischer protestierten, so lichteten sich bei den Ausführungen des Freiherrn von Stengel die Reihen der Zuhörer in bedenklichem Maße. Er machte es ihnen aber auch gar zu schwer aufzupassen, indem er so leise sprach, daß es offenbar schon wenige Schritte von der Rednertribüne nicht mehr zu verstehen war. Schließlich standen etwa ein Duzend Abgeordnete vor ihm, die vielleicht erfahren haben, was er eigentlich sagte, wer sonst Interesse dafür hat, muß auf das Erscheinen des stenographischen Berichtes warten. Lebhafter wurde die Stimmung, als nachher der Abg. Frißen für das Zentrum das Wort ergriff. Die vorher verschwundenen Abgeordneten strömten wieder in den Saal, und nicht lange dauerte es, da hatte der Sprecher der ausschlaggebenden Partei das Ohr des ganzen Hauses. Herr Fritzen gehört nicht zu den Rednern großen Stils, aber er hatte gestern seinen guten Tag, er sprach gewandt und deutlich, und faßte, was er vorzubringen hatte, geschickt zusammen und verstand Wichtiges von minder Wichtigem so hervorzuheben, daß es niemanden entgehen konnte. Seine Ausführungen riefen denn auch lebhafte Bewegung hervor. Den Höhepunkt aber erreichte die Sizung erst mit der zweiten Rede des Kanzlers, der alsbald dem Wunsche des Abg. Frigen nachkam, und sich über die Auswärtige Politil äußerte, so weit er sich glaubte äußern zu dürfen. Der Kanzier sprach, ganz von dem Ernste seiner Aufgabe erfüllt mit rückhaltloser Offenheit, in äußerst energischem, aber niemand verlegendem Tone. Daß er nicht viel neues fagte, liegt auf der Hand; viel neues kann bei der Bedeutung, die die Presse in allen Ländern gewonnen hat, überhaupt in feinem Parlamente mehr gesagt werden. Aber manches bekam durch die Gruppierung ein neues Gesicht, und dann wurde doch manche tatsächliche Mitteilung, die man schon hier oder da gelesen, erst dadurch, daß der Kanzler sie hier vorbrachte, zur Tatsache erhoben. Es ist ein anderes, ob man es in Artikeln, die der Regierung nahe stehen, findet oder ob der berantwortliche Leiter der Politik offiziell verkündet, daß gewisse Verstimmungen überwunden, nie aber zu befürchten sind. Wie der Kanzler später die Entstehung und Entwicklung der Marokkofrage mit plastischer Klarheit schilderte, wie er entschieden den Rechtsstandpunkt Deutschlands wahrte, ohne den Rechten anderer zu nahe zu treten, das war ein Meisterstück. Mit Spannung lauschten die Vertreter des Volkes, lauschten das Publikum auf den Tribünen der Rede, der bedeutendsten vielleicht, die Fürst Bülow im Reichstage überhaupt gehalten hat. Kein Ton des Widerspruchs wurde laut, wohl aber begleitete der lebhafte Beifall aller mög= lichen Parteien die Ausführungen, ein deutliches Zeichen, daß in diesen Fragen der auswärtigen Politik das ganze deutsche Bürgertum mit der deutschen Regierung einig ist. Ein neues Attentat. Wieder hat in Rußland ein neuer Anschlag eine der an der Spitze der rückschrittlichen Richtung stehenden Persönlichfeiten dahingerafft. Der frühere Retegsminister Sacharow st von einer Frau ermordet worden. Es handelt sich nicht um eine Privatrache, sondern die Tat geht von der revolutionären Partei aus. Ueber die näheren Umstände der blutigen Tat liegen! bereits ausführliche Nachrichten vor. Der General als Wüterich. Als General Kuropatkin nach dem ostasiatischen Kriegsschauplage abging, war General Sacharov an seiner Stelle zum Kriegsminister ernannt worden. Er vermochte die Des= organisation der Armee nicht zu hindern und nahm im letzten Sommer seinen Abschied. Neuerdings war er in die Provinzen entsandt, um dort die Unruhen zu unterdrücken. Er bewies dabei eine außerordentiliche Strenge und ließ viele Aufständischen nach Belieben auspeitschen oder erschießen. Die Zentralleitung erließ gegen ihn nun ein förmliches Todesurteil und betraute ein weibliches Mitglied mit der Vollstreckung, Die Tat der Mörderin. In Saratom erfolgte die Ausführung dieses Befehles. Aus Petersburg wird darüber berichtet: In der Wohnung des Generals Sacharows erschien eine schöne, junge Frau und verlangte, zum General geführt zu werden. Sacharow, ein befannter Lebemann, trat heraus, um die Frau zu empfangen. Sofort zog diese einen Revolver und traf den General dreimal in den Kopf, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Mörderin wurde entwaffnet und ins Gefängnis gefüh. t. Sie betrachtete ihr Opfer mit Befriedigung und erklärte, daß sie nur das Urteil der " fliegenden Kampfabteilung" der sozialrevolutionären Partei vollstreckt habe. Welche Folgen diese neue Bluttat nach sich ziehen wird, ist vorderhand nicht abzusehen. Jedenfalls steht schon fest, daß die Erregung dadurch eine weitere Steigerung erfahren hat. Die Reaktion an der Arbeit. Immer stärker mehren sich die Anzeichen, daß die dem Reformwerk feindlichen Elemente eifrig an der Arbeit sind, die Konstitution zu hintertreiben. Den Mittelpunkt dieser Bestrebungen bildet nach wie vor Durnowo, der Minister des Innern. Es wird darüber aus Petersburg gemeldet: Im Ministerrate empfahl Durnowo, bis auf den Standpunkt des August- Manifeftes zurückzugehen. Witte ist entschieden gegen das allgemeine Wahlrecht. Auch über Livland wurde der Kriegszustand verhängt. Mit seinem Widerspruch gegen das allgemeine Wahlrecht 1st Graf Witte der Unterstützung des Semstwo- Kongesses verluftig gegangen. Wenn nach dem Willen Durnowos die Regierung wirklich bis auf den Standpunkt des August- Manisestes zurückkehren wollte, das den Absolutismus grundsätzlich beibehielt, dann wäre ein allgemeiner Ausbruch kaum ferner nufzuhalten. Neue Megeleien. In der Provinz geht das Blutvergießen weiter. Besonders in Odessa und in Kiew nimmt die Pöbelherrschaft schreckliche Dimensionen an. Tausende von Menschen sollen bort wieder von den Schwarzen Hundert" abgeschlachtet sein. Auch in Moskau, Nicolajem und anderen Dcten sollen entsetzliche Zustände herrschen. Das elektrische Licht, sowie bie Gas- und Wasserarbeiten sind abgeschnitten. Städte und Gegenden stehen vor der Hungersnot. 容 Politifche Rundschau. Deutfches Reich. Ganze * In der Feronrede zur Eröffnung des Reichstags war die Rede davon, daß neben dem Gesetzentwurf über die Rechts= fähigkeit gewerblicher Berufsvereine wahrscheinlich noch mehrere andere Gesetzentwürfe auf dem Gebiete sozialer Aufgaben den Reichstag beschäftigen werden. Wie verlautet, soll es sich um die Umgestaltung der Schiedsgerichte für Arbeiterversicherung, ferner um einige die Unfallversicherung betreffende Vorlagen und schließlich um den Schutz der Heimarbeiter in der Zigarrenindustrie handeln. * Der Präsident des Komitees für die Annäherung zwischen Deutschland und England, Lord Avebury, teilte Kaiser Wilhelm telegraphisch mit, in London sei ein sehr erfolgreiches und eindrucksvolles Meeting abgehalten worden, um die Freundschaft zwischen dem deutschen und englischen Volfe zu fördern. Reichskanzler Bülow antwortete telegraphisch, er sei vom Kaiser ermächtigt worden, Lord Avebury und allen denen, die seine freundwilligen Gefühle teilen, des Kaisers aufrichtigsten Dank zu übermitteln. * Die kürzlich durch das preußische Eisenbahnministerium verbotene Einfuhr dänischer Milch nach Deutschland wird wieder gestatiet. Nach amtlicher Mitteilung der Verwaltung der dänischen Staatsbahnen hat das preußische Eisenbahnministerium das Verbot der Verwendung von Milch- Spezialwagen für die Einfuhr dänischer Milch nach Deutschland wieder aufgehoben. Deer und flotte. Neu- Uniformierung des deutschen Heeres. Die graugrünen Uniformen, die probeweise seit längerer Zeit von Offizieren und Mannschaften getragen werden, sollen für das ganze Heer eingeführt werden, wie von fachmännischer Seite versichert wird. Bestätigt sich die Behauptung, so wird die Beschaffung wahrscheinlich zunächst für den Felddienst teilweise schon im nächsten Jahre durchgeführt werden, während man für den übrigen Dienst die bisherige BeSung beiDie behält, solange die angeschafften Vorräte reichen. Artillerie soll gleichfalls die neue Farbe erhalten, während über die Tracht der Kavallerie usw. noch keine Entscheidung getroffen wurde. * Der preußische Landeseisenbahnrat hat abermals über die Reform der deutschen Eisenbahnpersonen- und Gepäcktarife beraten. Den Grundzügen der vorgeschlagenen Reform wurde von keiner Seite widersprochen. Die Mehrheit der Körperschaften hat dabei empfohlen, wegen Ermäßigung der Fracht für kleinere Gepäckstücke bis zum Gewicht von 25 kg mit den übrigen Staatsbahnverwaltungen in erneute Verhandlungen einzutreten. - Aus den Darlamenten. Bairischer Landtag. Die Kammer der Abgeordneten hat durch einstimmigen Beschluß 600 000 Mart als erste Rate für die Erweiterung der Universität München bewilligt. * Sehr unerfreuliche Erscheinungen zeitigt die anhaltende Fleischteuerung. So beschloß eine Versammlung der Vorstände und Obermeister des rheinisch- westfälischen Bezirks des deutschen Fleischerverbandes eine weitere Erhöhung der Fleischpreise, da sich die Verkaufspreise mehr als bisher noch nach den Einkaufspreisen richten müßten. Der Andrang zu den Verkaufsständen für minderwertiges Fleisch in Berlin ist so groß, daß jezt eine besondere Wartehalle für das Publikum mit einem Kostenaufwand von 19 000 Mark errichtet werden soll. Die Stadtverordnetenversammlung in Charlottenburg ersuchte den Magistrat um eine Teuerungszulage für alle städtischen Arbeiter und Beamten, die weniger als 3000 Marf Gehalt beziehen. Oefterreich- Ungarn. ( 3. Sigung.) Preußischer Landtag. Herrenhaus. RK. Berlin, 7. Dezember. Es war nur eine kleine Gesellschaft, die heute der Rede des Ministers v. Bethmann- Hollweg über die Ausbildung der Regierungsreferendare lauschte. Der Minister, der während des Sprechens dauernd auf und abgeht, legte die Notwendigkeit des Gesezentwurfs dar. Während dieser selbst fast ganz dem im Jahre 1903 unter den Tisch gefallenen Entwurf entspricht, gab Herr v. Bethmann- Hollweg ihm dadurch einen weiteren Hintergrund, daß er als Folge davon ein gründliche Reform des Prüfung s= wesens anfündigte. Von den Rednern des Hauses wurden einige Einwände vorgebracht, zumal dagegen, daß nicht auch das juristische Studium schon in die Reformen einge= schlossen ist, doch einigte man sich, näheres in einer Diskussion zu besprechen. Damit war die Sitzung des Plenums beendet, das nun wieder erst um 20. den Januar zusammentreten wird. ** Durch einen Vergleich wurden die Mishelligkeiten im Budapester Zeitungswesen beigelegt. Der Ausgleich bestimmt, daß die Setzer ihre Tätigkeit bei Herstellung der Blätter wieder aufnehmen, während die Redaktionen ihre Ueberzeugung ungehindert zum Ausdruck bringen, aber im Kampfe der Arbeiter um ihre politischen Rechte sich loyal verhalten werden. Gegen drei Blätter, bei denen kein Ausgleich zustande kam, wird die Ausstandsbewegung fortgesetzt. Die Demonstrationen für das allgemeine Wahlrecht bauern fort. Frankreich. ** Das Gesetz über die Trennung von Staat und Kirche ist jetzt auch im Senat mit 179 gegen 103 Stimmen angenommen worden. Das Gesez tritt am 1. Januar 1906 in Kraft. Die Radikalen beabsichtigen, durch zahlreiche Versammlungen die Bevölkerung über die Tragweite der Neuerungen aufzuklären ur damit die Kandidatur Combes für die Präsidentenwahl in Versailles vorzubereiten. Türkei. Soziales Leben. † Gemeindewahlen in München. Die Gemeinde-] verordnetenwahlen in München, die unter äußerst starter Be teiligung stattfanden, ergaben als gewählt: 11 Liberale, 5 Sozialdemokraten, 4 Ultramontane. Der Stand der Parteien ist jetzt: 35 Liberale( feither 33), 16 Ultramontane ( seither 23) und 9 Sozialdemokraten( seither 4). × Steinfegerstreik in Leipzig. Die Leipziger Steinseger, gegen 900, beschlossen, die Arbeit niederzulegen, falls die Innung die geforderte Lohnerhöhung auf 70 Pfennig pro Stunde nicht bewilligt. Die Innung gestand bisher nur den Neunstundentag zu. ** Die Pforte scheint doch allmählich einzusehen, daß sie dem Verlangen der Mächte nach Finanzreformen in Mazedonien auf die Dauer nicht widerstreben kann. Der Sultan hat die mazedonische Finanzkontrolle unter der Bezeichnung Membre de Commission" mit der Bedingung angenommen, daß dieser Kommission noch ein besonderes türkisches Mitglied zugeteilt wird. Das Reglement der Delegierten soll als Instruktion mit einigen von der Pforte gemachten Modifitationen in Kraft treten. Die Flottendemonstration wird schon im Laufe dieser Woche ihr Ende nehmen, da auch die Mächte gesonnen sind, der Pforte möglichst weit entgegenzukommen. Amerika. Hus dem Gerichtsfaal. † Aus Furcht vor dem Wahnsinn. In einem Anfalle von Schwermut hat sich in Wiesbaden der Hauptmann a. D. Adolf v. Asmuth erschossen. A. hatte im Feldzuge 1870/71 eine schwere Kopfwunde erhalten, unter deren Folgen er fürchtete, in Wahnsinn zu verfallen, weshalb er Hand an sich legte. § Bestrafter Defraudant. Der Prokurist Friedrich Panse, der seiner Bank, der Diskontogesellschaft in Frankfurt a. Main, 8000 Mark veruntreut hatte, ist zu zwei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Die Bank hat einen Schaden nicht erlitten, da sie sich aus Effekten des Panse decken konnte. Die ** Eine Abänderung des Dinglay- Tarifs beabsichtigt der republikanische Senator Lodge durch eine von ihm eingebrachte Gesetzesvorlage herbeizuführen. Es soll dadurch ein Maximal- und Minimaltarif geschaffen werden. Vorlage räumt die Vorteile der Minimalzölle den Produkten aus Ländern ein, welche gegen amerikanische Produkte einen Differenzialzoll nicht vorsehen. Die Bill bestimmt ausdrücklich die Erhebung von höheren Zöllen gegenüber den Ländern, welche Waren aus den vereinigten Staaten nicht unter den gleichen Bedingungen zulassen, welche sie anderen Ländern einräumen. Hof und Gefellschaft. ** Die filberne Hochzeit des Großherzogs und ter Großherzogin von Baden findet am 20. Seplember nächsten Jahres statt. Schon jetzt rüsten sich die badischen Städte zu einem Geschenk für das greise Jubelpaar. Es soll in einem Tafelaufsatz bestehen. Nab und fern. † Acht Perfonen verunglückt. Auf dem Bahnhof Neunkirchen bei Zweibrücken stieß ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen, wobei mehrere Wagen zertrümmert und acht Fahrgäste verletzt wurden. Der angerichtete Schaden ist sehr erheblich. † Resultate der Volkszählung. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember hat Berlin 2033 900. Charlottenburg 236 634, Schöneberg 140 932, Dresden 514 283, Chemni 243 964, Braunschweig 136 423, Nürnberg 293 868, Frank furt a. M. 236 985, Essen 229 270, Stuttgart 246 988, München 537 000, Leipzig 502 605, Elberfeld 167 700, Halle 169 640, Hannover 249 619, Straßburg i. E. 167 342 Ein wohner. † Im Brunnenschacht tötlich verunglückt. Bei Einsegung eines eisernen Pumpschachtes stürzten in Niederhanns dorf bei Glaz der Maurer Franke und der Lehrling Stehr mit dem Gerüst in die Tiefe. Obwohl sofort Rettungsversuche angestellt wurden, fonnte Stehr nur als Leiche aus dem Schacht gezogen werden. Franke wurde zwar noch lebend ans Licht gebracht, starb aber bald nachher. † Ein verprägelier Finanzminister. Der serbische Finanzminister Markovitsch wurde von einem entlassenen Steuerbeamten auf offener Straße angefallen und mit einem Stocke durchgeprügelt, sodaß er sich nur durch eilige Flucht vor weiteren Mißhandlungen retten konnte. Der Beamte gibt an, unrechtmäßig entlassen worden zu sein. Mozart Gebä er Ditbefepten Stadtlic ritte Konzert des Ronge f ben 150. Geburtstag efiebenen Meifters wa pahlt. Die Maurifhe em Gewühl des Alltage bos uns Mozart im R Schönheit malt. Ergriff bene Mufiler von heute f gfarieben vor über 10 die ergänzende Hand Um b rmöglicht. afer Herrn Univerf Mem bas Frankfurt Mozart mit feltene Befangs Nummern i gliche Stimm- Mi amgeeignetes Bufamm Bm Tuba mirum" fei bote hier geftellte aufg Belgid löfte, was be nb ber Seltenheit, ahnliche Anforderungen anguerlennen ift. Ch Aufmertfamleit und Hir anes Großen zu eb brlag, fei gebacht gewohnter Bräzision Andacht, gewidmet de ganze Welt zu früh Spanne feines Erte hage der Unterbl ** Hundeste ir glauben im J wir an dieser Stelle die im Laufe des Ibies bis spätestens iihres Wohnorts a verft nach dem 31. ffar bas folgende er Der Bere western Abend um ggebäudes feinen& eheime Sofrat D Mber Birma" a Mufenthaltes in den er die Geschicht sethnographischen u merkwürdigen Land Multivierten Bevölkeru dem Lande, nämlich deutschen Händen ist, waren die Schilderu gefährlichen Abenteue atte. Eine große Doerschönerte den mit g † Opfer der Wellen. Die Witterung ist in diesem] Herbste besonders ungünstig für die Schiffahrt, und die Un lücksbotschaften mehren sich von Tag zu Tag. Bei den Magdaleneninseln ist im Schneesturm der Dampfer Lunen urg aus Quebec gescheitert, wobei der Kapitän und elf Mann ertranfen. Wahrscheinlich ist auch der Kopenhagener ampfer Britannia, nach Genua bestimmt, mit 23 Mann rloren, da er seit 4 Wochen überfällig ist. Deutsche Segel hiffe haben bei Kap Horn, der gefürchteten Sturmece, schwere Seeschäden erlitten und mußten teilweise Nothäfen anlaufen, so der Pitlochry, der sämtliche Masten bis auf einen verlor. Vermißt wird das Hamburger Vollschiff ,, Susanne" und der große Segler Alsterufer", die längst überfällig sind und leider wohl mit Mann und Maus untergegangen sein werden. Der Segler, Edmund", der dem Verderben noch entging, hat unter schweren Seeleiden für seine Reise 172 statt 80 Tage gebraucht, auch der ,, Persimmon" aus Hamburg hatte mit schwerem Wetter zu kämpfen. Bei Halifax ist der deutsche Dampfer Sonntag" mit 13 Mann Besayung gesunken. Ueber das Schicksal der Passagiere herrscht größte Besorgnis, man fürchtet, daß auch sie er trunken sind. † Folgenschw re Entzündung von Schlagwettern. Auf der Zeche Werne bei Essen war ein Grubenbrand abgedämmt und nach Ersticken des Brandes das Feld wieder geöffnet worden, wodurch große Mengen von Schlagwettern frei wurden. Durch bisher unaufgeklärte Ursache entstand um 11% Uhr nachts übertage eine Explosion, welche einen Teil der Tagesgebäude und Maschinen zerstörte. Zwei Arbeiter wurden dabei schwer, vier leicht verletzt. Der Zechenbetrieb wird eine längere Unterbrechung erleiden. † zu Tode mißhandelt. In Mainz wurde der Taglöhner Alois Scherer verhaftet, weil er das 1½ Jahre alte Kind seiner Gelieben zu Tode mißhandelt hatte. Der Unmensch hatte in der Nacht, als er betrunken nach Hause fam, das Kind aus der Wiege gerissen und mehrmals gegen den Fußboden geworfen, sodaß es Schädel- und Rippenbrüche erlitt und schließlich tot liegen blieb. † Durch eine Refselexplosion umgekommen. Auf dem Kalibergwerk Volpriehausen bei Göttingen ist durch die Explosion eines Kessels ein Arbeiter getötet worden. Zwei andere erlitten schwere Verlegungen. † Rückkehr japanischer Gefangener. Drei Sonderzüge werden am 15. Dezember 2000 Japaner, die in Rußland friegsgefangen waren, von Eydtkuhnen nach Hamburg bringen, von wo aus sie nach Japan eingeschifft werden. Vom deutschen Ausschuß ist eine Sammlung veranstaltet worden, aus der die Soldaten Unterzeug erhalten sollen. Außerdem werden Zigaretten unter die Mannschaften verteilt und an die Offiziere hübsche mit dem Bildnis Kaiser Wilhelms geschmidte Zigarettenbehälter nebst Inhalt. In Hamburg bekommt jeber Soldat eine fünstlerisch ausgeführte freigemachte Postkarte für die Angehörigen daheim. † Der Bahnhofseinsturz in London. Bisher sind aus den Trümmern der eingestürzten Bahnhofshalle CharingCroß in London sechs Tote und 32 Verwundete geborgen worden, doch liegen noch Leichen unter dem Schutt, an deren Befreiung gearbeitet wird. Von dem Sturze des Mauerwerks ist auch das Dach des am Bahnhof belegenen Avenue= theaters durchschlagen worden, in dem 150 Menschen bei dem Aufbau der Dekoration beschäftigt waren. Auch von diesen sind einige wahrscheinlich getötet. Das Unglück ist wahrscheinlich durch Morschwerden eines Stützbalkens verursacht worden. Vorläufig ist der Bahnhof und die Umgebung gesperrt, bis die Aufräumungsarbeiten beendet sind. † Vier Millionen Mark Brandschaden. Ein großer Teil der Werke der Jllinois- Stahl- Kompagnie in Chicago ist niedergebrannt. Der entstandene Schade beträgt über eine Million Dollars, da die wertvollen Fabrikationsmuster mit zerstört worden sind. † Einsturz eines Bahntunnels. Auf der Bahnstrecke von Gijon nach Sotiello in Spanien ist ein Teil eines im Bau begriffenen Tunnels eingestürzt und hat eine Anzahl Arbeiter unter den Trummern begraben. Die Rettungsarbeiten sind im Gange. Drei Leichen sind bereits aus den Trümmern geborgen worden. Cokales. 8. Dezember 1905. *** Provinzial- Ausschuh. Am Samstag, dem 16. d. M., vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Aus) husses der Provinz Oberheffen mit folgender Tages- Orduung statt: 1. Gesuch des Johs. Höchster in Londorf um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 2. Enteigung von Gelände zur Erweiterung des Bahnhofs Hungen; hier Antrag auf Besizeinweisung. 3. Strafantrag gegen die Gemeinderatsmitglieder Fr. Klintel und 4. Gen. zu Bilbel auf Grund von Artikel 45 der Landgemeindeordnung. † Seemannslos. Der Göteborger Dampfer Gylfe, der von Rußland nach Kopenhagen unterwegs war, wird seit Ende v. M. vermißt und scheint mit zehn Mann Besazung untergegangen zu sein. Im ganzen sind in den furchtbaren Oktoberstürmen 75 Schiffe verloren gegangen, davon 52 Segler und 23 Dampfer, während 447 Unfälle durch Strandungen usw. erlitten haben. LH. Die bessische Landes- Hypothekenbaut' gibt bekannt, daß bis auf weiteres die zur Deckung der durch die Aufbringung des Darlehenstapitals der Bant erwachsenden Kosten nach dem z. Z. der Auszahlung gültigen Sat berechnet werden. Dessen jeweilige Feststellung erfolgt mit Gültigkeit für alle Auszahlungen unter Genehmigung bes Großh. Staatskommissars. Bur Begleichung dieser Ver gütung werden die Tilgungsbeiträge der ersten Jahre herangezogen, 3. 8t. bei 1/ a o jährlicher Tilgung( Jahresleistung 44%) die Beiträge der ersten 5% Jahre, sodoß für gegenwärtig zur Auszahlung gelangende Darlehen sich die Rückzahlung in rund 632 Jahren vollzieht. Wird ein höherer Tilgungsbeitrag gewählt, so beginnt die Rapital. tilgung entsprechend früher und vollzieht sich in kürzerer Beit. Der Binsfuß beträgt unverändert für Sypothek Darlehen 33%, für Kommunal- Darlehen nach Wahl ber Gemeinde entweder 3,70% für die ganze Darlehensdauer oder 33% für die ersten 10 Jahre, alsdann 3,625%. Eine Steigerung des Binsfußes ist dauernd ausgeschloffen. Das Darlehen fann von der Bank regelmäßig nicht gekündigt werden; dem Anleiher wird dagegen ein Ründigungsrecht eingeräumt. " * Die zweite theologische Schlußprüfung des Jahres 1905 hat, laut Darmst. 8tg.", gestern Vormittag in den Amtsräumen des Großh. Oberkonsistoriums ihren Anfang genommen. Es beteiligen sich daran 7 Examinanden, von denen 2 aus Startenburg, 3 aus Oberhessen und 2 aus Rheinhessen sind. ** Freidenker laute von der F handelte gestern Abend eußischen Bolfsschul ordene Frage Ra bafeffionell fein?" 9 schen Landtage die Schule geschlagen gerijer fein, benn mander, als daß die beten wird, den Kampf fachen. Sie alte Wel if unüberbridbar. D feffionelle Schule F alte und neue Weltans einbar. In ungefähr dies auseinander, wied fenben unterbrochen. Rechtsanwalt Dr. Sp imer ftarten Drganisa Fe Confessionelle Schul Hr Gießen in Ausf haben bereits 50 Dan * Die„ ,, Tarifreform". Der preußische ,, Staatsanz." meldet: Der Landeseisenbahnrat beriet in seiner letten Sigung über die Vorlage des Ministers der öffentlichen Arbeiten betreffend die Reform der deutschen EisenbahnPersonen- und Gepäcktarife. Den Grundzügen der vor geschlagenen Reform wurde von teiner Seite widersprochen. Die Mehrheit der Körperschaften empfahl dabei, wegen Ermäßigung der Fracht für kleinere Gepäckstücke bis 25 kg mit den übrigen Staatsbahnverwaltungen in erneute Ver handlungen einzutreten. fen Donnerstag egenden Vortrag zue ber ingit in Main feiner rähten Ber Ter Berba 50 Montag, den 11. follen in hiesigem Berg und Slag Scheiter: Buche 12 Rudppel: " 8 Reifer: 16 " Bode: 7 H Inter der Fichtentni Bufammenkunft Grünberg, d Großh. Bi Beta Die unterm 10. Bec Boltengaffe wird Bießen, Den n. Die Gemeindeer äußerst starter Be vählt: 11 Liberale, Der Stand der 3), 16 Ultramontane ther 4). * Mozart- Gedächtnisfeier zu Gießen. In er dichtbesetzten Stadtkirche fand am Mittwoch Abend das ritte Konzert des Konzert Verein& statt. Mit Rücksicht uf den 150. Geburtstag( 27. Januar) des leider so früh efchiedenen Meisters war das" Requiem" von Mozart geausstellung in Darmstadt 1907 sollen die Verkehrsvereine| beiden Kindern dem Elend ausges zt worden wäre. Der die Plakatverteilung übernehmen. Vorort des Verbandes Wahrspruch der Geschworenen lautete auf schuldig, doch billigten sie der geklagten mildernde Umstände zu. Urteil: ist Mainz. 2 Jahre, 1 Monat Gefängnis. Damit ist die letzte dies. jährige Sigung d& Schwurgerichts beendet. * Teuerungszulage. Wie die Rhein- MainKorrespondenz vernimmt, besteht bei der Eisenbahndirekt on beamten mit Rücksicht auf die Lebensmittelpreise eine 1. In einem Anfalle pählt. Die„ Maurische Trauermusit" leitete die Hörer aus die Absicht, den in Darmstadt wohnendan EisenbahnunterDer Hauptmann a. D. em Gewühl des Alltagsleben hinüber in das ernste Land, im Feldzuge 1870/71 as uns Mozart im Requiem in den Farben erhabenster Teuerungszulage zu gewähren. Die höheren Beamten haben er deren Folgen er weshalb er Hand an der Musiker von heute stehen vor dieser Offenbarung Mozarts, Schönheit malt. Ergriffen muß der Mensch und besonders eine solche Zulage bereits früher erhalten. * Streitende Jagdtreiber. Einen eigenartigen Streit veranstalteten die Treiber einer Jagd in Nieder- MockAuf dem Bahnhof die ergänzende Hand Süßmayers der Nachwelt zum Genuß stadt. Sie erklärten, der„ Kl. Presse." zufolge, nicht zu ersonenzug mit einem gen zertrümmert und gerichtete Schaden if unglüdt. Bei Ein zten in Niederhanns der Lehrling Stehr ermöglicht. geschrieben vor über 100 Jahren und unvollendet, erst durch Um die Aufführung verdient machten sich außer Herrn Universitäts- Musikdirektor Trautmann vor allem das Frankfurter Votal Quartett, das die von tiefausgestatteten Mozart mit seltener Schönheit und hl sofort Rettungsangezeichnetes Busammenwirten geradezu vortrefflich gab. nur als Leiche aus Se zwar noch lebend r. er. Der ferbische einem entlassenen len und mit einem durch eilige Flucht Der Beamte gibt an, Cung ist in diesem • Nummern in den Soli unterstützt durch vorGesangs. im Ensemble durch Stimm Mittel und gliche 3,, Tuba mirum" sei auch der Solo Bosaue gedacht, welche bte hier gestellte Aufgabe der Gesangs Begleitung mit Geschick löfte, was bei den hier verlangten Bindungen unb der Seltenheit, mit welcher die Komponisten ähnliche Anforderungen an das Instrument stellen, doppelt anzuerkennen ist. Chor und Orchester zeigten durch Aufmerksamkeit und Hingabe, daß es galt, das Andenken eines Großen zu ehren. Auch des Organisten, Herrn Gbrlach, sei gedacht, der seines Amtes, an der Orgel mit Es waren Stunden der ffahrt, und die Ungewohnter Bräzision waltete. zu Tag. Bei den er Dampfer Lunen h der Kopenhagener mmt, mit 23 Mann ift. Deutsche Segel rchteten Sturmede, teilweise Nothäfen he Masten bis auf amburger Vollschiff terufer", die längt in und Maus unter Edmund", der dem eren Seeleiden für much der Persimmon" zu kämpfen. Bet tag" mit 13 Mann fjal der Passagiere t, daß auch fie er r. Drei Sonderzüge er, die in Rußland ch Hamburg bringen, den. Vom deutschen et worden, aus der Außerdem werden und an die Offiziere ilhelms geschmidte burg bekommt jeber machte Postkarte füte Dezember 1905. Am Samstag, bem mnend, findet eine Provinz Oberheffen Gesuch des Jobs. zum Betrieb einer nde zur Erweiterung Befizeinweisung.itglieder Fr. Klintel von Artikel 45 der Anbacht, gewidmet den Manen eines Meisters, der für die ganze Welt zu früh ging und der doch in der kurzen Spanne seines Ertenlebens der Welt reiche Schäße gab, Säße der Unsterblichkeit. othekenbaut gibt Deckung der burg er Bant erwachsenden lung gültigen Ga ftellung erfolgt mit er Genehmigung bes eichung biefer Ber erften Jahre heranng( Jahresleistun *** Hundestener im Großherzogtum Hessen. Bir glauben im Interesse unserer L.ser zu handeln, wenn wir an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, daß diejenigen, die im Laufe des Jahres einen Hund abgeschafft haben, dies bis spätestens 31. Dezember bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts anzuzeigen haben. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiterzuentrichten. F Der -er Der Berein für Erd- und Völkerkunde hielt gestern Abend um 8 Uhr in der Aula des Universitätsgebäudes seinen zweiten diesjährigen Vortrag ab. Geheime Hofrat Dr. F. Nölting aus Tübingen sprach aber Birma" auf Grund seines eigenen siebenjährigen Aufenthaltes in dem Lande. In beredten Worten schilderte er bie Geschichte, die geographischen, geologischen, ethnographischen und klimatologischen Eigenschaften des merkwürdigen Landes mit seiner unschönen, früher hochfaltivierten Bevölkerung. Auch die deutschen Interessen an bem Lande, nämlich die Reisausfuhr, die fast vollständig in deutschen Händen ist, wurde erwähnt. Besonders interessant waren die Schilderungen der bald heiteren, bald äußert gefährlichen Abenteuer, die der Vortragende zu bestehen hatte. Eine große Menge von ausgezeichneten Lichtbildern verschönerte den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag. - ** Freidenker- Bereinigung zu Gießen. Prediger Alaute von der Frankfurter freireligiösen Gemeinde be handelte gestern Abend im Hotel Einhorn" die durch den preußischen Bolksschulgesetzentwurf brennender denn je geworbene Frage kann die moderne Staatsschule noch tonfeffionell sein?" Nicht lange mehr und die Debatten im preußisch n Landtage werden anheben und die Schlacht um die Schule geschlagen werden. Der Sieg fann nur ein trägerischer sein, denn die Gegensätze gehen zu weit auseinander, als daß die unterliegende Partei nicht alles aufbieten wird, den Kampf von neuem auf der ganzen Linie zu entfachen. Hie alte Weltanschauung hie neue! Die Kluft ist unüberbrückbar. Der moderne Mensch muß gegen die tonfeffionelle Schule Front machen, führte der Redner aus, alte und neue Weltanschauung sind nicht miteinander vereinbar. In ungefähr fünfviertelstündigem Vortrag segte er dieß auseinander, wiederholt von laut m Beifall der Anwefenden unterbrochen. Zum Schlusse wies er wie auch Rechtsanwalt Dr. Spohr darauf hin, daß alle Kräfte in einer starten Organisation gesammelt werden müßten, um die tonfessionelle Schule erfolgreich zu befämpfen. Zu der jär Gießen in Aussicht genommenen Freidenfer- Gemeinde haben bereits 50 Damen und Herren ihren Beitritt erklärt. Rächsten Donnerstag gedenkt Prediger Klauke seinen anregenden Vortrag zuende zu führen. Ter Berband der hessischen Verkehrsvereine, der jangst in Mainz tagte, wähite Bad Nauheim als Ort feiner rächsten Versammlung. Bei der hessischen LandesJabre, soboß fü Darlehen sich die zieht. Wird ein ginnt die Rapital eht sich in fürzerer Dert für Sypothel ehen nach Wahl ber ganze Darlehensbauer alsbann 3,625%. auernd ausgefchloffen. mäßig night gefünoigt ein Ründigungsrecht Slukprüfung d " geftern Vormittag erfonfiftoriums ihren aran 7 Examinanden, Holzversteigerung. treiben, wenn ihnen nicht ein Treiblohn von zwei Mart gezahlt würde. Die Weidmänner, die auf Hirsch und Has pirschen wollten, mußten sich wohl oder übel dieser Roalition beugen. *-* Wetzlar, 7. Dezember. Hier wurde in einem Abort die Leiche eines nengeborenen Rindes gefunden. Mutter ist ein Dienstmädchen aus der Umgegend. § Freienfteinau. Unter großem Gefolge wurde die Leiche Dr. Barthels in seine Heimat nach Benungen am Harz übergeführt. Der zu früh Verstorbene erfreute sich in allen Kreisen unserer Bevölkerung der größten Beliebheit. * * Dorlar, 7. Dezember. Bei der geftrigen Vora cherwahl wurde Joh. Schneider gewählt. Burg- Eppstein, 7. Dezember. Auf Veranlassung des Fürsten von Stolberg- Wernigerode hat Architett Burkhard Frankfurt in letzter Zeit Ausgrabungen auf Barg Eppstein vorgenommen. Die jüngsten Arbeiten er streckten sich auf den südlichen Wachtturm, den sog.„ Bettelbub", in dem ein interessantes mittelalterliches Gefängnis freigelegt wurde. Man fand gut erhaltene Gitterfalldeckel, Retten, Ringe, Halseisen, eine Bange, eine Frauenstiefelsohle, Rinderspielzeug u. a., fowie Knochenrefte. 8wei in die starten Mauern gebrochene Löcher ſind jedenfalls auf Flucht versuche zurückzuführen. Offenbach, 7. Dezember. Vom Turme gestürzt. Hier stürzten gestern Nachmittag zwei Dachdecker die mit der Bekleidung des höchsten Turmes am Schlosse beschäftigt waren, herab. Der eine fiel auf ein unten befindliches Gerüft und kam ohne Verlegungen davon. Der andere dagegen wurde schwer verletzt in das städtische Krankenhaus gebracht. Montag, den 11. Dezember d. J., vormittags 10 Uhr follen in hiesigem Stadtwald aus den Distrikten Bennerberg und Schlägel folgendes Holz versteigert werden: Scheiter: Buche 127, Hainbuche 6, Eche 14, Fichte, 1 Rmte. 22, 40,5 Auäppel: 162, Eiche 66, Fichte, 2 Rmte. Reiser: Stöde: 83, " " " " 77,-17, 5 " 2,5 " " 1 * Mainz, 6. Dez. Die Lehrmittelfreiheit für die Volksschulen wurde gestern vom städtischen Finanzausschuß mit Einstimmigkeit der anwesenden Vertreter von vier Parteien beschlossen >> Alzey, 7. Dezember. Der hiesige Konsumverein schließt sein letztes Geschäftsjahr mit einem Gewinn von rund 100 000 t. ab. Vorläufige Ergebnisse der Voltszählung. sonen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 2. Advent, den 10. Dezember. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Bormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Rachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schloffer. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäusgemeinde, wozu besonders auch die fonfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Markussaal, Kirchstr. 9, Bibelstunde. 2. Cor. Pfarrer Schwabe. Nächsten Sonntag als am 3. Advent findet im Abend. gottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Markusgemeinde ftatt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittage 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Rachmittags 2.30 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas. gemeinde. Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Bfarrassistent Sattler. Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer erbeten. stunde im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. Montag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr: BibelText: 1 Betr. Br. c. 1, 1 ff. Pfarrer Euler. Nächftfolgenden Sonntag, 3. Advent, Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukasgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten. An demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, Christbescherungsfeier der Kleinkinder- Bewahranstalt. Die Mitglieder unserer Gemeinde bitten wir, uns auch für bie kommenden Weihnachten zum Besten unserer Armen und Kranten freundliche Gaben zukommen lassen zu wollen. Die Unterzeichneten und alle anderen Mitglieder der Kirchenborstände nehmen gern solche Gaben an, auch durch die Gemeindefchwestern tönnen sie übermittelt werden. Dagegen werden Anmeldungen zu Empfang von Gaben nicht gewünscht. Die Kirchenvorstände der vier Gemeinden Dr. Raumann. D. Schlosser. Euler. Schwabe. Batholische Gemeinde. Samstag, den 9. Dezember. Hungen. Einwohnerzahl: 1521. Zunahme: 157 Ber- Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenhe t Herborn, 4038 und zwar 2156 männliche und 1882 weibliche Personen. 1900: 3453 Personen. Hofheim, 1976 Personen. Nieder- Ingelheim: 3703, gegen 3435 im Jahre 1900. Bunahme: 268 Seelen. Birkenau, 2000 Personen. Zunahme: 151. Osthofen, 3911 Seelen( 1911 männlichen und 2000 weiblichen Geschlechts). Zunahme: 203 Seelen. Heppenheim a. d. B., 6169 Einwohner. 1900: 5777. Bunahme: 392. Alzey, 7548 Einwohner, im Jahre 1900: 6946. Bu nahme: 602. Aus dem Gerichts[ aal. Schwurgericht. Gießen, 6. Dezember. Als Angeklagte erscheint heute die Ehefrau Horny aus Birklar bet Lich, die sich wegen Rindestötung zu berantworten hat. Sie lebt seit Februar 1904 von ihrem Manne getrennt. Nach eigener Aussage beschloß sie schon geraume Zeit vorher, das Kind alsbald nach der Geburt zu töten, welchen Entschluß sie denn auch wirklich am 15. Ottober ausführte, indem sie das kleine Wesen mit der Schürze erst ckte. Dann vergrub sie die Leiche. Als Motiv gibt sie an, daß sie als verheiratete Frau sich geschämt, diese Geburt laut werden zu lassen, vor allen Dingen aber gefürchtet hätte, daß die Schwiegermutter ihr die Haus gefürchtet hätte, daß die Schwiegermutter ihr die Hausgemeinschaft hätte fündigen fönnen, wodurch sie mit ihren Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz Beste und billigste Bezugsquelle nur anerkannt hervorragendster Cigarrenfabrikate, Cigarretten, Tabake. Hausfrauen- Verein zur hl. Beichte. Sonntag, den 10. Dezember. 2. Adventsonntag. Unbefleckte Empfängnis. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7.00 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. " Vorm. um 8 Uhr: die zweite heil. Messe. Vorm. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Cristenlehre; barauf Andacht. Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag, den 10. Dezember, vormittag& 9 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdien Boraussichtliche Wtterung in Hessen für Samsta, den 9. Dezember. Bettweise aufheiternd, besonders Starkenburg und Rheinhessen, sehr mild. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beile in Gießen. Eine Extra Beilage von Steigerwal & Kaiser zu Frankfurt a. M. liegt der heutigen Nummer bei, welche der allseitigen Beachtung wert ist. Erste, älteste, grösste, verbreitetste, weltbekannteNähmaschinen- u FahrradGrossfirma M. Jacobsohn, BERLIN N. 24, Linienstr. 120. Lieferant v. Post-, Preuss. Staats- u.Reichseisenbahn- Beamtenverein. Stellen= Vermittlung 45MK Giessen, Seltersweg 56, I ( nächst dem Voltsbad) Unentgeltlicher Nachweis für Dienst, Haus- und Zimmermädchen Köchinnen, wärterinnen, Lauf- Buz- und Baschfrauen. männischen Verein: Verkäufer: Master der Fichtenknüppel befinden sich 1,5 Rmte. 3 tr. Tang. 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Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Freibant. 1000 Mark gegen hohe Zinsen auf 1 Jahr zu leihen gesucht. Off. u. L. 10 an Schweinefleisch 58 Pfg. 5. Expd. d. Blattes. Lehrer-, Militär-, Kriegervereinen ganz Deutschl., versendet die neueste deutsche hocharmige SingerNähmaschine für alle Arten Schneiderei, ..Krone“ 40, 45, 48, 50 Mark, 4wöchentl. Probezeit, 5 Jahre Garantie. Berühmte erstklassige Marken, Wasch- Maschinen- RollMangel billigst. Militaria- Zollerräder für höchste Ansprüche in Militärkreisen eingeführt, PetroleumHeizöfen, garantiert geruchlos, f. Salon u. jedes andere Zimmer, einzig in sein. Art, ohne Abzugsrohre. Koch- Kohlen- Ofen ohne Abzugsrohre, sehr praktisch zum kochen, braten heizen, Austrocknen von Neubauten. 2 einfach möbl. Zimmer per sof. billig zu vermieten. Näh. Gießen, Marktstraße 11. usten& Heiserkeit lindert man vorzüglich mit. Emser, Homburger u Sodener Pastillen, Salmiak- Pastillen, 9 Fenchelhonig. 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Dezember 1. 3., abends 8 Uhr im Neuen Saalbau( Steins Garten) Allgemeine Bürger- Versammlung. Tagesordnung: Städtische Verhältnisse( Kanaltsation, Anschlüsse, Kanalgebühren, Abänderung des Ortsbauftatuts, Abschaffung der Krämermärkte, Verkehrsfragen, Elektrizitätszählermiete usw.) Zu dieser äußerst wichtigen Versammlung laden wir die Bürgerschaft, insbesondere unsere Mitglieder zu recht regem Besuche ein. Der Vorstand. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule, Diezstraße 15; die Mädchen Grand Prix und 4 Goldene Medaillen 1904 u. 1905 Original Victoria FABRIKFAURIN- MAR MARKE Original Victoria Nähmaschinen sind das beste Weihnachtsgeschenk. Stets vorrätig in verschied. Grössen u. Ausstattung. bei: Giessen, Brüder Schmidt, Seltersweg 83 Bekanntmachung, 37. Fortegung.) Nachdem Ma lefen hatte, ging derselben um. 2 ftunde später antl rief ihr vom Schr Mit einer Ruhe Mitteilungen fa Mädchen eine S führung eines Entschlusses di die drei wer beifügte. Auf Joa Caragiali einzigen Brill lobungsring b dem Briefe. fie alles, was fie fah bei fl deutende Sum und suchte f Mourdedieu betreffend die Hundeftener. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe ds. Is. Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich bei der unterzeichneten Bürgermeisteret( 3immer Nr. 2) anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen ist dort erhältlich. Die Verbind lichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahre und zwar so lange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 5. Dezember 1905. Srokh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bureaudiener gesucht. 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