Nr. 263 das, ich fann frei habe beschlossen, es lein wem follte ich ich habe gesucht, und ejucht haben, wenn ungen des Herzens nnungen und Ihren gefallen wäre, ein er hat, daß das Herz ohl zwanzigmal ge an, wo ich gestern Tag berloren, denn doch ich mußte mid , Gott sei Dant, ich mte: jung, geistreich, auf alles so wenig ich erwidern sollte. Freude und Leben mit ihr verheiratet d) feinen Augenblic viel füßen Rahm, hrt ihn mit 10 Gi. igen Buder auf dem die Creme erfalten, Beinglas Marastino eme in eine Schijfel, mit Mandelöl aus. unden auf Eis. benso bereitet. ile geipaltene Stopf nge und das Gehirn zelwert und Pfeffer hlt. Nach dem Fr. nd geriebener Sem Plaz, bestreut es ne Scheibe Semmel dasselbe und bindet Sirn bei dem Baden opf wird in bollem aden und vor dem Französin bittet, ihr gen. Der Sohn des bereit. Bei einem ffizier, der sie fragt: fällig?"„ Ne, id antwortet die Fra ner Junge bom Lande d sieht, wie derselbe Efst du dir auch die agte er des Onfels unt. ter Mutter, die als Der die Haare schneiDoll Haare von Papa Frißchen!( 3u ihrem was für ein anhäng n Alter schon hält es Fripchen): Wie willst Kind?"- Fritchen: n neuen Schwanz da for: Es freut mid geht es denn Ihrer Brofeffor, aber ich bin g- ich vergaß ganz Dig." no I warrroue, Dejte jchettenknopf. Jusertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Oberbeffen, bie Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Bfg. Reflamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Mittwoch, den 8. November 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Chaos in Rußland. - Fürchterlich flingen die Meldungen aus dem Innern des Barenreiches. Grenel unerhört! so mutet uns an, was im Einzelnen berichtet wird. Namentlich bei den Plünderungen in den Judenvierteln sind Szenen vorgekommen, dei denen die Barbarei sich in entsetzlichem Grade gezeigt hat. Alle Bande der Ordnung sind gelöst, es herrscht das Chaos. Eine Riesen- Aufgabe wartet des Mannes, der es übernommen hat, wieder Ordnung zu schaffen, wo ein wüstes Durcheinander dem Auge sich darstellt. Witte als Ministerpräsident. Was die Gutgesinnten, die aus der Herrschaft der Straße Herauswollen, längst schon als notwendig hingestellt haben, ist endlich geschehen. Aus Petersburg wird gemeldet: Graf Witte ist zum Präsidenten des Ministerrates ernannt. Die Ernennung ist im„ Regierungsboten" veröffentlicht. Jetzt kommt es darauf an, ein Kabinett zu bilden, und hier beginnen bereits die Schwierigkeiten für den Staatsmann, ber berifen ist, in Rußlands schwerster Zeit als Retter zu fungieren. Ein besonders wichtiges Amt ist die Leitung der Finanzen; ehrliche Leute sind an diese Stelle zu bringen. Man erwartet die Ernennung Jwan Schistows zum Finanzminister und Dimitri Schistows zum Reichskontroleur. Auch für die übrigen Aemter werden viele Listen genannt. Offenbar hält es aber schwer, die rechten Männer zur Uebernahme von Ministerposten in dieser schweren Zeit zu finden. Inzwischen ist Witte schon an der Arbeit, um die Zukunft zu gestalten. Erweiterungen des Wahlrechts. Schon sind ergänzende Bestimmungen für die Wahlen zur Reichsduma ausgearbeitet worden. Danach sollen wahlberechtigt sein auch die Mieter, die in der dritten Klasse Mietssteuer zahlen, die Kaufleute der Gewerbesteuer zweiter Klasse, alle, die ein Abgangszeugnis einer höheren Lehranstalt besigen, die Beamten mit einem Gehalt von 1200 Rubeln in den Hauptstädten, sonst 900 Rubeln, endlich den Eigentümern von Immobilien nach einem gewissen Zensus. Die Arbeiter bekommen je einen Vertreter auf 200 000, die Zahl ihrer Vertreter beträgt 21, ihre Wahlen erfolgen bezirksweise. Die Mitgliedszahl der Duma wird auf 600 erhöht. Ob diese Erweiterungen die Beruhigung schaffen werden, bleibt abzuwarten; ist doch die Förderung des allgemeinen Wahlrechts schon zu laut erhoben worden! Auch von einer neuen erweiterten Amnestie, von der Absetzung der meisten Gouverneure in der Provinz und von der nahe bevorstehenden Aufhebung der Zensur ist die Rede. Trotzdem die Regierung offensichtlich den guten Willen hat, die Reformen durchzuführen, nehmen die Schreckensmeldungen kein Ende. Der Bürgerkrieg. Besonders schlimm sieht es am Schwarzen Meere aus. Der Kaukasus ist in hellem Aufruhr, dorthin hat sich die nationale Bewegung verpflanzt, und alte Erinnerungen durchwehen die Bevölkerung und treiben sie zum Kampf gegen Rußland. Alle Transportwege sind zerstört, 17 Eisenbahnbrücken sind in die Luft gesprengt. In Odessa beziffern sich die Opfer der Judenverfolgungen auf Tausende, der gefundenen und die Zahl der Kinder, die ihrer Eltern beraubt sind und alsbald bei uns ger zum Teil selber verwundet in den Hospitälern liegen, wird erg. ber 1905. Lamt Gießen. machung. abroiffe- Stiftung u find Anfang J ür arme Familien z en auf dem Armer auf 3000 angegeben. In einem Telegramm an einen ameri= Fanischen Bantier, der um Schuß für seine Glaubensgenossen gebeten hatte, erklärte Graf Witte sein Bedauern über diese Greuel, aber zugleich das Geständnis der Ohnmacht der Regierung, Abhülfe zu schaffen. Deutsch- amerikanischer Handel. Der deutsche Botschafter bei den Vereinigten Staaten bon Amerika, Freiherr Sped von Sternburg hat sich nach Washington begeben, um die Neuregelung der Handels beziehungen zwischen Deutschland und Amerika zu versuchen. 905 entgegen genomm 1. März 1906 gekündigt werden, weil an diesem Tage der 2, während der Gel Das bestehende Abkommen muß Ausgang dieses Monats zum ion der Stadt Gief Kraft traten, die Deutschland im Laufe dieses Jahres mit mber 1905. mann. machung. Il- Bogt- Stiftung find bon je 70 Mt. an dre und bedürftige Handw andwerksmeiffern, ebar neue deutsche Zolltarif Geltung gewinnt und die Verträge in fieben europäischen Staaten abgeschlossen hat. Früher haben Deutschland und die Vereinigten Staaten einander einfach das Recht der meistbegünstigten Nationen" zugebilligt. Was Deutschland irgend einem Staat der Welt an Zollerleichterungen einräumte, das war ohne besondere Abrede zugleich auch den Vereinigten Staaten eingeräumt; und was die Vereinigten Staaten irgend einem Land an Bollermäßigungen zugestanden, das galt zugleich als Deutschn. Bewerbungen find land zugestanden. Erst im Jahre 1897 tam in Amerika die Js. beim städtischen Art Anschauung auf, daß der Klausel von der meistbegünstigten ichen. ndwerker oder Witwen berüdfichtigt werden ember 1905. Nation" eine andere Deutung zu geben sei, daß die meistbegünstigte Nation" einen Anspruch auf irgend welche Erleichterungen in der Zollbehandlung ihrer Erzeugnisse sich erst durch gleichwertige Zugeständnisse verdienen müsse. Dieser Wandel in der Auffassung hing mit der Einführung des Tendenz das Mc Kinley- Tarif- Gefeß noch weit überbot. Die on der Stadt Gieß Dingley- Tarif- Gesezes zusammen, das an schutzöllnerischer mann. damaligen Vertreter der gesetzgebenden Gewalt in den Vereinigten Staaten wollten feine Erzeugnisse aus fremden Ländern nach Amerika hineinlassen, die Amerika selbst auch erzeugt, und keine Fabrikate, die in Amerika selbst auch her= gestellt werden. Nur der Import solcher Gegenstände sollte übrig bleiben, die in Amerika weder wachsen noch gefertigt werden. Der amerikanischen Industrie wurde der amerikanische Markt ausschließlich vorbehalten, jede fremde Konkurrenz wurde ferngehalten. Da die amerikanischen Gesetzgeber nicht glauben konnten, daß Gegenmaßregeln anderer Staaten ausbleiben würdca, gaben sie dem Präsidenten die generelle Vollmacht, da, wo es im Interesse der Vereinigten Staaten für deren Export. lag, anderen Staaten zum Austausch gegen gleichwertige Zugeständnisse eine Zollermäßigung von etwa 25 Proz. auf eine ganz geringe Anzahl von Erzeugnissen Weinstein, Branntwein, Wein, Delgemälde und Skulpturen zu gewähren. Auch nach dem Abzug von 25 Proz. blieb der Zoll immer noch fast unübersteiglich hoch. Eine erweerte Klausel ermächtigte den Präsidenten, zwei Jahre larg und bis zur Dauer von 5 Jahren fremden Staaten noch etwas größere Zugeständnisse zu machen, wofern der Senat das dem Präsidenten empfahl und seine ausdrückliche Zustimmung gab. Diese Klausel des DinglayTarif- Gesetzes hat niemals praktische Anwendung gefunden. Zwar brachte Frankreich innerhalb der zweijährigen Frist eine Vereinbarung mit der amerikanischen Regierung zu stande, aber der Senat hat ihr bis zum heutigen Tag die Zustimmung noch nicht gegeben. Die erſterwähnte Klausel aber enthält so unbegrenzte Einräumungen, daß es kaum angängig erscheint, um gradwillen den amerikanischen Erzeugnissen den deutschen Vertragstarif zu gewähren, das den deutschen Generaltarif um mindestens 50, vielfach um 100 Proz. und mehr überbietet. Die landwirtschaftlichen Produkte ( Korn und Fleisch) spiclen dabei die größte Rolle, auch das Petroleum ist von größter Bedeutung. Deutschand ist hinsichtlich des Einzuges von Getreide, Fleisch und Petroleum feineswegs auf die Vereinigten Staaten von Amerika an gewiesen. Aus der Verschleppung, die der französich- amerikanische Vertrag durch den Serat in Washington erfahren hat, ist zu erkennen, daß diese Körperschaft kaum Neigung besigt, den Handelsbeziehungen der Vereinigten Staaten mit einem europäischen Staat eine für beide Teile gleichmäßig annehmbare Grundlage zu geben, die amerikanischen Einräumungen annähernd so groß zu machen, wie Zugeständnisse, die Amerika für sich verlangt. Ganz gewiß geht man nicht fehl, wenn man annimmt, daß der Senat in Washington nicht bereit sein wird, eine solche Grundlage in überstürzender Haft zu schaffen. Dazu fehlt jede Vorbedingung. Es ist demnach nicht daran zu denken, daß in der kurzen zur Verfügung stehenden Frist von drei Monaten ein definitives Abkommen zu erzielen sein wird. Man wird sich einstweilen mit einer provisorischen Abmachung begnügen müssen, die die beiderseitigen Zugeständnisse innerhalb der vom Dinglay- Tarif- Gesch gesteckten Grenze festlegt, in der Hauptsache aber eine hinreichend lange Frist bestimmt, innerhalb deren man zu einem definitiven und dauernden Ver" Itnis gelangen fann. Das ist ja in gewissem Sinne doppelte Arbeit; sie ist aber notwendig, weil auf andere Weise eine befriedigende Verständigung überhaupt nicht möglich ist. Die Hauptschwierigkeit liegt in der Eigentümlichkeit der amerikanischen staatsrechtlichen Verhältnisse. Die fremdländischen, im vorliegenden Falle die deutschen Unterhändler sind bei dem Präsidenten oder bei dem Staatssekretär des Auswärtigen in Washington beglaubigt. Nur mit dem Staatssekretär und dessen Beamten können sie verhandeln. Die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung des Verhandlungsergebnisses aber liegt bei dem Senat, einzig beim Senat. Wenn also Präsident oder Staatssekretär Zugeständnisse machen, so ist das ganz wertlos, denn das Senat stößt sie einfach um. Präsident Roosevelt hat schon mehrfach die Erfahrung machen müssen, daß der Senat ihn das avouierte, seine Vorschläge unbeachtet ließ und das Gegenteil zur Ausführung brachte. Das ist für einen Präsidenten feine behagliche Situation. Man kann jedenfalls verstehen, wenn der Präsident den Wunsch hat, die Einführung nicht wiederholt zu sehen. Darum ist es auch garnicht verwunderlich, daß der amerikanische Staatssekretär Root dem deutschen Botschafter offen gesagt hat, er werde lieber kein Abkoninen treffen als eines, dem die Zustimmung des Senats nicht gewiß ist. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * In Deutsch- Ostafrika haben mehrere siegreiche Gefechte der Schutztruppen gegen die Aufständischen stattgefunden. Leutnant v. Spiegel hat von Lindi aus bis zum Jluluplateau einen großen Streifzug gemacht und ist nach Lindi zurückgekehrt. Er hatte in ungünstigem Gelände zahlreiche Gefechte mit dem Zähen Gegner. Bei Wamwiranye wurde das Lager nachts angegriffen und beschossen, bei mirupi am Südufer des Mbekuru, südlich des Ndinjaberges kam es zum Handgemenge. Sämtliche Gefechte verliefen siegreich. Feind erlitt durchweg schwere Verluste. Von den deutschen Mannschaften wurde eine Anzahl verwundet. Der * Der Vorschlag Deutschlands zur Zurückziehung der fremden Truppen aus China hat die Zustimmung aller beteiligten Mächte gefunden. Ein Meinungsaustausch zwischen den einzelnen Kabinetten zur Feststellung der Einzelheiten ist bereits eingeleitet worden. * * Bei einem Bankett der deutschen Kolonie in Paris er Klärte der deutsche Botschafter Fürst Radolin in der Ant wort auf eine Ansprache, daß sein Streben, zwischen den beiden benachbarten großen Kulturvölkern gute Beziehungen zu erhalten, durchaus den Weisungen seiner Regierung ent spreche und auch das beste Entgegenkommen von Seiten des Ministervräsidenten Rouvier gefunden habe. In Südwestafrika sind die Preise für Lebensmittel und sonstige Bedürfnisse infolge des andauernden Aufstandes außerordentlich gestiegen. Die Lage der Ansiedler in Windhuck und Umgegend hat sich etwas gebessert, dagegen leidet der Süden der Kolonie jetzt besonders. In der Gegend zwischen Nunub und Awadaob fanden kleine Zusammenstöße mit Hottentotten des Simon Kopper statt. Hierbei fielen im ganzen dreißig Hottentotten, auf deutscher Seite wurden drei Reiter verwundet. Auf der Verfolgung des Cornelius kam es zu einem furzen Gefecht der 4. Ersatzkompagnie am Chamhavibrevier. Ehe der die Verfolgung leitende Hauptmann v. Lettow- Vorbeck mit seinen beiden andern Kom pagnien herankommen konnte, hatte sich Cornelius weiter zurückgezogen, durchquerte abermals den Schwarzrand und überfiel am 2. November am Uibibib- Rebier nördlich Gelapp einen Wagentransport, wobei vier deutsche Reiter fielen. Außer der Abteilung Lettow nahmen je eine Kompagnie über Berseba und Tses seine Verfolgung auf. * * In Braunschweig fand eine Protestversammlung gegen die geplante Tabaksteuer statt, die von zahlreichen Interessenten besucht war. Die Versammlung nahm eine Resolution gegen jede Mehrbelastung des Tabaks an und wählte eine Kommission zur Einleitung der Agitation. in * * An der russischen Grenze ist gegenwärtig wegen der Die Unruhen ein verstärkter Grenzschuß eingerichtet. Gendarmerie des Kreises Kattowitz ist an der Grenze mehreren Trupps zusammengezogen. Das Haupt= tommando hat Landrat Gerlach zu Myslowitz aufgestellt. Erhebliche Gendarmeriekräfte auswärtiger Kreise stehen für den Notfall zur Unterstützung bereit. An dem Grenzübergange bei Czelladz, unweit Sosnowice, rottete fich Montag eine Volksmenge von etwa 10 000 Köpfen zusammen und hinderte den Grenzverkehr zwischen Rußland und Schlesien. An den Personen, die Fleisch und andere Nahrungsmittel über die Grenze nach Schlesien zu führen im Begriffe standen, wuaden Gewalttätigkeiten verübt. Die Ruheftörer schütteten den Inhalt der Gefäße aus. Die russischen Zollbeamten standen diesem Treiben machtlos gegenüber. Oefterreich- Ungarn. ** Die Statthalterei in Prag droht für den Fall, daß sich die Ausschreitungen bei den Wahlrechtsdemonstrationen wiederholen, eine zeitweilige Beschränkung der polititchen Freiheiten an. Mit der Wahlrechtsreform dürften Gesezes verlegungen nichts zu tun haben. Trotzdem wiederholten sich die Demonstrationen, sodaß über 200 Personen verhaftet wurden. Der Ministerrat will über Prag und Umgegend das Standrecht und den Ausnahmezustand verhängen. Die Leitung der sozialdemokratischen Partei beschloß, sofort mit allen Arbeiterorganitationen im ganzen Reiche in Unterhandlungen zu treten und ein einheitliches taktisches Vorgehen im ganzen Reiche festzustellen, eventuell den Generalstreit zu organisieren und proklamieren. Die Landeskonferenz der Eisenbahner be schloß heute, die Obstruktion auf alle Bahnen in Böhmen und alle Staatsbahnen in Desterreich auszudehnen. Nach Kladno, dem Zentralpunkt der Prager Eisenindustrie- Gesellschaft und der großen Kohlenwerke, find drei Batalloine Infanterie entsandt worden. England. ** Der Minister des Auswärtigen Lord Lansdowne hielt bei einem Festmahle zu London eine bemerkenswerte An Der sprache über die auswärtige Politik Englands. Minister sagte, in Japan habe England einen Verbündeter gewonnen, auf den es stolz sein dürfe, und in diesem Bünd nis trage nichts den Ausdruck einer Verschwörung gegen andere. Da gebe es feine geheimen Gründe, keine geheimen Klauseln hinter den veröffentlichten Dokumenten, sondern der vornehmste Zweck sei die Erhaltung des Friedens, und wenn England und Japan Frieden im fernen Osten wünschten, fo Der zweite Zwed des würde er nicht gebrochen werden. Bündnisses sei die Erhaltung der Integrität Chinas, das Prinzip der offenen Tür und dieser Vertrag sichere damit fo Der die Verwirklichung der Politik der beiden Länder. dritte Zweck sei die gegenseitige Verteidigung gegen Angriffe die man nicht herausgefordert habe. Auch in dem Einver nehmen mit Frankreich liege fein Verlangen, die Rechte anderer Länder zu beeinträchtigen. England sei bereit, mit anderen Mächten ein gleiches Verhältnis einzugehen, falls keine Bedrohung der englisch- japanischen oder englisch- franzö fischen Freundschaft beabsichtigt sein. Schweden. ** Das neue liberale Ministerium wird folgende Zusammensetzung erhalten: Staatsminister Staaf, Minister des Aeußern Gesandter Trolle in Kopenhagen;" Kriegsminister Oberst Tingsten; Marineminister Konteradmiral Sidner; Minister des Innern Albert Ehrenswärd; Finanzminister Biesert; Kultusminister Nordfeld; Justizminister Freiherr Marks von Würtemberg; Landwirtschaftsminister Reichstags mann Pehrson; Minister ohne Portefeuille Bureauchef Setner und Dr. David Beraſtröm. Amerika. ** Eine Anzahl Bürger der Vereinigten Staaten ist an, Präsident Roosevelt herangetreten, um seine Verwendung bei der ruffichen Regierung gegen die Judenmezeleien zu erbitten. Präsident Roosevelt hat sich dahin schlüffig ge macht, daß zurzeit von der Regierung der Vereinigten Staaten fein Schritt unternommen werden könne, der bon irgendwelchem Nußen für die Juden in Rußland sein würde. Ministerpräsident Graf Witte telegraphierte an den Bautier Jacob Schiff: Die russische Regierung verabscheut blefe Mus chreitungen. Das Land ist aber in einem solchen unruhigen Bustande, daß die lokalen Behörden oft machtlos find. Massenbemonstrationen wurden in New- Yorn en bie be abfichtigte Feier des englischen Geschwaders geplant. Auch in den Areifen des Militärs reat fich beftiger Widerspruith. Türkei. ** Der Vorschlag, eine gemeinsame Flottendemonstration gegen die Türkei ist jetzt Seitens Desterreichs- Ungarns und Rußlands in offizieller Weise den Regierungen zugegangen. Hof und Gesellschaft. ** Der Kaiser gedenkt, wie in Kiel verlautet, eine weitere Mittelmeerreise im Monat Februar anzutreten. Die Reise soll auf sechs Wochen berechnet sein und sich nach Italien und Konstantinopel erstrecken. Der Kaiser wird die Jacht Hohenzollern" benutzen. die vom Panzerkreuzer Vort" und dem Depeschenboot„ Sleipner" begleitet wird. ** *: Der König Alfons von Spanien nahm an der Vereidigung der Rekruten der Berliner Garnison im Lustgarten zu Berlin teil, fuhr mit dem Kaiser zur Kaserne des 2. Garde- Regiments zu Fuß und stattete den Mitgliedern der preußischen Königsfamilie seine Besuche ab. Heute nimmt der König mit dem Kaiser an einer Parforce- Jagd in Döberig teil. Morgen besucht der König in Begleitung des Kaisers sein Regiment in Magdeburg und jagt im Saupark Springe auf Schwarzwild. Bei dem Pruntmahl, das zu Ehren des königlichen Gastes im Schlosse zu Berlin veranstaltet war, begrüßte der Kaiser den König Alfons in herzlichsten Worten und schloß:„ Euere Majestät dürfen versichert sein, daß aus den Herzen meiner Untertanen sowohl wie meines Hauses und aus meinem stets Gebete zum Himmel aufsteigen werden für das Wohl Ew. Majestät, des spanischen Volkes und Ew. Majestät erlauchten Königshauses. Auf dieses Gebet und auf diesen Wunsch leere ich mein Glas." König Alfons dankte in spanischer Sprache nicht minder herzlich und trank auf das Wohl des Kaisers, der Kaiserin, der ganzen Kaiserlichen Familie und auf das dauerndste Glück des deutschen Reiches. Heer und flotte. Die neue Flottenvorlage. Die dem Reichstag nach feinem Zusammentritt zugehende Flottenvorlage fordert sechs große Kreuzer und vier Torpedobootsdivisionen. Die Kreuzer solen durchweg ein Deplacement von 15 000 Tons erhalten und verbesserte Armierung gegenüber der jetzigen Kreuzerartillerie. Der Etat will im Rahmen des alten Flottengesetzes, die noch auf Grund des Gesetzes zu erbanenden Linienschiffe und Kreuzer ebenfalls im Deplacement gemäß den Anforderungen der Neuzeit erbauen. Die bereits fertig= gestellten Kriegsschiffe, die auf Grund des alten Flotten: gejeges erbaut sind, sollen bessere Armierung erhalten, so werden die 25- Bentimeter- Kanonen durch 30- BentmeterKanonen ersetzt. Die gleiche Armierung erhalten alle nen zu erbauenden Kriegsschiffe. Außer der Deplacementsvergröße rung werden noch folgende Verbesserungen eintreten: Gürtelpanzer 240 mm Zitadellenpanzer 205 mm Batteriedeckfa, nattenpanzer 170 mm. Soziales Leben. Bill: und Militärmusifer. Der fürzlich in ein etjehaltene Songreß der Militärmasiler hat beschlossen, gegen as auf Einschränkung des gewerblichen Musiziereus der Militärmusiker gerichtete Bestreben der Zivilmusiker energisch Front zu machen und die Militärmusiker in der Ausübung des Musikgewerbes in jeder Weise zu schützen. Dieser Be schluß hat die Zivilmusiker veranlaßt, für die nächste Zeit eine Protestversammlung nach Berlin einzuberufen. X Der Kamp... der sächsischen Textilindustrie. ben sächsisch- thüringischen Webereien haben sich nicht so vi Arbeitswillige eingefunden, daß Aussicht vorhanden ist, di Betriebe weiterführen zu können. Die Betriebe werden in= folgedessen voraussichtlich wieder geschlossen werden. Auch die Färberei- Konvention beschloß, in diesem Falle ihre sämt lichen Betriebe am Sonnabend zu suließen. Die Hoffnung auf friedliche Beendigung der Streitigkeiten ist somit erheblich gesunken. X Der Zug der Londoner Arbeitslosen. Eine Depntation von männlichen und weiblichen Arbeitslosen in London begab sich zum Minister Balfour, um ihm die Wünsche der Arbeiter vorzutragen. Diese gipfeln in der Forderung uach sofortiger Einberufung des Parlaments zur Einbringung neuer Gesetze gegen die Arbeitsnot. Die Delegierten wurden von mehr als 6000 Arbeitslosen nach dem Handelsamt, wo Balfour die Sprecher empfing, begleitet und es fehlte nicht an erschütternden Szenen, als die lange Reihe, meist weiblicher Arbeitslosen die Straßen Londons durchzog. Balfour hörte über 2 Stunden den vorgebrachten Klagen zu und versprach Abhülfe, vermochie aber die Manifestanten nicht zu befriedigen. Die Stimmung gegen die Regierung macht sich in zahlreichen, meist von Frauen geleiteten und besuchten ,, Meetings" Luft, in denen die Tatenlosigkeit des Parlaments und der Minister scharf verurteilt wird. Nab und fern. † Soldaten als Mörder. Der Bauerngutsbesitzer Glapa und sein Sohn wurden auf der Landstraße von Ostrowo nach Mielcarek von Soldaten aus Ostrowo ange= griffen und mit den Seitengewehren bearbeitet. Glapa erhielt einen Hieb über die Stirn und starb sofort, der Sohn ist lebensgefähr.ich verwundet. Die Täter, zwei Infanteristen des 155. Regiments, sind verhaftet worden. Sie hatten die wehrlos Daliegenden nach der Tat noch beraubt. † Das große Los der Mezzer Dombau- Lotterie gewann ein Fuhrknecht in Altenessen. Der Mann kann die 100 000 Mark jedenfalls gut gebrauchen. Hoffentlich teilt er aber nicht das Schicksal mancher glücklicher Gewinner, die nach dem Gewinn bald noch weniger haben als vorher. + Niedergebrannte Schuhfabrik. Brandstiftung schein in Pirmasens einem riesigen Schadenfeuer zu Grunde zi liegen, durch welches die Schuhfabrik Gebrüder Jünger vol ständig zerstört wurde. Durch den Brand, der einen Schade von über 100000 Mark verursacht, dürften eine große Bal Arbeiter vorübergehend beschäftigungslos werden, da die ge samten Maschinen und Materialien mitverbrannt sind. Ein eingehende Untersuchung ist eingeleitet. Vor dem Eisenbahnunglück in Kelsterbach ist der Großherzog von Hessen mit Gemahlin durch einen Zufall bewahrt geblieben. Die hohen Herrschaften hatten den verunglückten Pariser Schnellzug in Münster am Stein verlassen und einen Extrazug bestiegen. † Aufsehen erregender Selbstmord. Nach Anlegung eines Brandes im Kontor hat sich in Bochum der Inhaber des Warenhauses Gebr. Böhm erschossen. Die Leiche wurde in dem halbausgebrannten Kontorraum gefunden. Durch das Feuer sind u. a. die Geschäftsbücher vernichtet worden. Geldchwierigkeiten scheinen den Selbstmord des in Bochum und Umgegend sehr bekannten Kaufmanns veranlaßt zu haben. Das Aussehen erregende Vorkommnis wird lebhaft besprochen. † Die Tat einer Wahnsinnigen. Eine Lehrersfrau in Samburg erschot in einem Wahnsinnsanfall ihre Tante und verletzte den Mann lebensgefärlich. Nur mit Mühe gelang es herbeieilenden Nachbarn und der Polizei, die wie rasend mit dem Revolver hantierende Frau festzunehmen und in die rrenanitait 211 bringen. Lokales. 8. November 1905. dem Vorstand des Verkehrsvereins. Derselbe erachtehersonal trugen folgende benahm sich wegen Beschaffung eines Gedenksteins mibagen wurden fwer be es als seine Pflicht, ein Merkmal vergangener Beiten des manuel Müller, Moriz Mit- und Nachwelt erhalten zu müssen und übernahmainz: Der Unfall ift b bereit villigst die Herstellung eines mächtigen Steins mitellung des Ausfabrifigna einer entsprechenden Inschrift, die mit schlichten Worten desprünglich auf Fahrt gr Nachwelt verkündet, daß auch unser Geschlecht Schiller zurchfahrenden Schnellzug Der Stadtvorstand hat dinar, von dem Lotomo gärtnerischen Anlagen um diesen Stein und Unterhalt der bemerkt wurde.- Am würdigen verstanden hat. bereine haben einen gemeinschaftlichen Chor gebildet zu Berunglüdten geht es h Verherrlichung des Festaktes. Die Turnerschaft sorgt fü das Arrangement der Feier und für Deckung der Koste derselben. Die Einweihung des Gedenksteines und die Uebe gabe desselben an die Stadtverwaltung soll am tommend Sonntag, nachmittags 3 Uhr erfolgen. Der ganze Festa Aus de Br Unter der Anflage wird umfassen: 1. Orchestervortrag, 2. Gesangsvortrag und zwei Mebiginalbeam 3. Feftansprachen, 4. Uebernahme des Gedenksteins but Bandtagsabgeordnete Rob die Stadtverwaltung, 5. Gesangsvortrag, 6. Drchestervortrag zu Gießen zu verantwort Die Stadt Gießen fann aber stolz darauf sein, gerade ein Mädchen von Ebersta noch in diesem Jahre die Errichtung des Schillers Gedenksteins vornehmen zu können. * anhängig war, verfaßte gleichzeitig mit ber Einre Bungener Lanbpof" sur Interpellation gab er fein Die Universität hat in liebenswürdigster Weise für die Untersuchunge fade von be Iam Samstag stattfindende Hauptprobe der Gießener worden ist. Er gebrauchte Sänger die große Aula zur Verfügung gestellt, da große pei Frauen perfonen von geeignete Räume anderswo nicht frei sind. Es ist daraus grauenhaften Anklage des zu erkennen, daß für eine wirklich gute Feier man allseitig leberrebung gezwungen bestrebt ist, wärdig dem besten Dichter unseres deutschen Bürgermeifters einer Baterlandes. regbem man durch eine ** Die Eröffnungsvorstellung des Birk einer der Frauensperson Otto Mark. Die Musit spielt auf, die Peitschen knall diefelbe doch in Haft. und durch die Manege fliegen schneidige Reiterinnen und werkzeugen gefoltert Reiter. Immer neue Künstler produzieren sich und duró Aufregung in der Bev weiblichen Ehre und d in Betracht kommenden durch das abfcheuliche Angesichts dieser schau Ser Reft von Glauben Er erfuche die Regieru Sie die Eingriffe in haben usw. Es wurbe in Barnftabt eingetroffen und am Bahnhofé bon bem Damen- Boltige à la Richard unb bit bon St. Bart Gie ** Prinz und Prinzessin Heinrich von Breußen mit Prinz Sigismund sind Montag- Abend 8 Uhr 50 Min. Darmstadt Großherzog und Großherzogin empfangen und herzlich begrüßt worden. Die Herrschaften begaben sich alsbald nach dem Residenzschloß. ** * Zur Landtagswahl. Im Kreise Groß. Gerau ist als Kandidat der nationalliberalen Bartei Seheimer Regierungsrat Bichmann und als Kandidat der sozialdemokratischen Partei Buchhändler BertholdDarmstadt aufgestellt. Der„ Startenburger Bote" meldet, im Kreise Heppenheim sei" Bürgermeister Söhn nicht Kandidat der Zentrumspartei. Diese halte an der Kandidatur des Stadtrechners Weber feft. Um die schäzenswerte Kraft des Geb. Regierungsrat Haas, dessen hohe Verdienste um die Landwirtschaft allgemein anerkannt werden, der Zweiten Kammer zu erhalten, ist der Kandidat des Bundes der Landwirte für den Wahlkreis Reichelsheim- Fürth für den Fall, daß Geheimrat Haas in seinem Wahlkreis nicht gewählt wird, zurückgetreten. Geheimrat Haas wird, der Volkswacht" zufolge, also in erster Stelle im Wahlfreis Reichelsheim- Fürth fandidieren. Sollte er jedoch im Wahlkreis Gernsheim gewählt werden, bleibt die Kandidatur Bauers für den Wahlkreis Reichelsheim- Fürth bestehen. - - Im Wahlkreis Friedberg Land, in dem für die bevorstehende Landtagswahl außer dem seitherigen nationalliberalen Vertreter Justizrat Windecker, der Bauernbündler Landwirt Breidenbach fandidiert, ist von den frei finnigen Parteien der linksliberale Stadtverordnete Fris aufgestellt worden. Die Sozialdemokraten werden diese Kandidatur unterstüßen. Der seitherige Abgeordnete für den Landtagswahlbezirk Alzey, Bürgermeister Diehl von Gau- Odernheim, hat die ihm von der nationalliberalen Partei angebotene Kandidatur wieder angenommen. Von der freisinnigen Partei wurden Bürgermeister Christ: Wörrstadt für den Wahlbezirk Wörrstadt und Lehrer RodenbachWölftein für den Wahlbezirk Wöllstein als Landtagsfandidaten aufgestellt. Für die Bezirke Alzey und BingenLand wurde die Kandidatenfrage vorerst offen gelassen. In einer Montag- Abend in Darmstadt abgehaltenen Wählerversammlung wurde von den vereinigten Vertretern der Nationalliberalen, des Zentrums, der Freisinnigen und der Reformpartei der seitherige Abgeordnete für Darmstadt Land, Regierungsrat Noad, einstimmig wieder als Randidat aufgestellt. * Die Ernennung des Oberstaatsanwalts Dr. Schmidt zum Reichsgerichtsrat in Leipzig ist nunmehr eingetroffen. Als sein vorläufiger Nachfolger wird Landgerichtspräsident Dr. Buff- Darmstadt vorübergehend tätig sein, da derselbe ins Reichsjustizministerium in Berlin eintritt. * Schillerfeier zu Gießen. Am tommenden Sonntag wird die Schiller Eiche auf dem Lutherberge nahe den neuen Kasernen der Sammelpunkt einer großen Festversammlung sein. Am 10. November 1859, dem Geburtstage Schillers, wurde unter großer Beteiligung der gesamten Gießener Bevölkerung zum Gedächtnis an den großen Dichter diese Eiche gepflanzt, als ein wahr die Zwischenpausen schießen bie Rlowns mit ihren meh oder minder geistreichen Epäsen und tollen Rapriolen Bunter und mannigfaltiger gestaltet sich das Treiben, bi das Birkusleben mit vollen Stößen dahinpulst. Hei, wi die Pferde dahinjagen und im weißen Lichte elektrische Bogenlampen die Augen aufbligen und jede Fiber fi spannt, wie die Bilder wechseln und donnernder Beifall be Publikums fällt, das in breitem, dichtem Gürtel die Manege umgiebt. Reizend waren die von Geschw. Royal gerittene die Fri. 3 ausgeführten Stellungen. Herr Kaiser führte mehrere Freiheitsdressuren vor, die mit der größter Aufmerksamkeit verfolgt wurden, namentlich verdient die Dressur des Mähnenbüffels hervorgehoben zu werden. Reichen Beifall forderten auch die Schulreiterin Frl. Blume und die Reitkünstlerin Frl. Kaiser heraus, die im Fluge das Publikum gewannen. Sehr beachtenswert war die Arbeit" des Herrn Fürst als Handstandsfünstler. Frl. Rögal stand auf dem Drahtseil se ruhig wie auf dem Pflaster und ließ Tauben auf ihre Schultern flattern. Herr Barmino produzierte fich als musitaiischer Rlown und entwickelte namentlich im Glocken und Münzenspiel eine nette Fertigkeit. Den Schluß der Vorstellung bildete eine Serie lebenber Photographien. Der Besuch des Zirkus, der heute Abend 8 Uhr wieder eine Vor ftellung gibt, ift nur zu empfehlen. In der Bause ist es dem Bublifum gestattet, das Pferdematerial zu besichtigen. " ** Das große Gruppenbild und die nene Fahne der Freiw. Gail'schen Feuerwehr, welche beide am 28. Oftober anläßlich des 50. Stiftungsfestes überreicht wurden( ersteres dem Chef des Corps und die Fahne von Frauen und Jungfrauen dem Corps), sind im Edschaufefter bes Kaufmann Carl Frensdorf in recht geschmackvoller Weise ausgestellt. Das Bild läßt an Destlichkeit ber einzelnen Personen nichts zu wünschen übrig, zeigt ein gefälliges Arrangement und die Fahne ist nicht minder wertvoll, ihre Ausführung ganz vorzüglich. = Auf dem Gießener Brauneisensteinbergwert ist zum Trocknen der Erze ein Röstesen erbaut und in Be trieb gesezt worden. E fönnen dariu pro Tag 10 bis 11 Waggon Erze getrocknet werden. ?? Geschäfts- Jubiläum. Am 9. November fars Schuhmachermeister Heinrich Schlicher in der Damm straße zu Gießen auf eine 25jährige Geschäftstätigkeit zurüc blicken. *** Der Surnverein Gießen hat in seiner am legten Montag stattgefundenen außerordentligen Gener versammlung definitiv beschlossen, daß vom 1. April 1906 ab der Beitrag pro Mitglied von 4 auf 6 Mart erhöht wird. Die Beiträge für Die 80glinge und Angehörige bet Damenriege bleiben dagegen wie bisher. Klein- Linden. In den unteren Klassen der Volts schule, sowie in der Kleinkinderschule find über 50 Rind an den Masern erkrantt. * Allenstein a. d. Lahn, 7. November. Gruben stillegung. Der Betrieb auf der Eisensteingrube bei Alle dorf ist eingestellt worden. XMarburg, 7. November. Von der Universitä beträgt in laufendem Semester rund 1400. Die teiner Die Gesamtzahl der Studierenden einschließlich der Hör bindung angehörenden Studenten beabsichtigen sich zu eine freien studentischen Vereinigung zusammenzuschließen. fin die 辰 Zu der am näd stattfindenden der Bü laden wir Sie hiermi Die G Turn- Verein 18 Beta Aus der Mi das Jahr 1905 drei Gießen wohnhafte, meister oder Witwen icher Konfeffion, zu längstens 30. Nobem amt, Neuenbäue 25, Nur selbständ Händiger Handwerker Gießen, den Die Armen Bet Aus den Bin Schmidt find Gab unbejcholtene, ledig Aber 50 Jahre zu berteilen. M forderlichen Nad unferen Geschäfts Gießen, Grokt Sonntags Die Vereinigun Winterhalbjahr am n ihren Anfang nehmen Die Vereinigun zeichen der drängenden Sehnsucht nach einem geeinten Arbeiten sollen so beschleunigt werden, daß die Leitung scho Dienstraße 15; die Deutschland. Um diesen Festakt nicht in Vergessenheit tommen zu lassen, auch diese nunmehr emporgewachsene Eiche manchem Gießener und dem vorübergehenden Wanderer besonders tenntlich zu machen und der Nachwelt den Lutherberg, eine dem Gedächtnis unseres unsterblichen Dichters geweihte Stätte zu erhalten, hat, wie damals 1859, so auch dieses Mal( in dem Säfularjahr 1905, das Schiller große Gedächtnisfeiern brachte) die Turnerschaft geglaubt, solchen idealen Gedanken verwirklichen helfen zu sollen und Ober- Ofleiden, 7. Dftober. Der Gemeinderat ha die Erbauung einer Wasserleitung beschlossen. im Frühjahre in Betrieb genommen werden kann. > Mainz, 7. November. Die Welle der Groß fast. In Mainz sind innerhalb 10 Tage 4 Personen d vermist gemeldet worden. al § Kelsterbach, 7. November. Die amtliche Darstellung des Eisenbahnunglücks lautet: Der Schnellzug 141 M Frankfurt stieß bei der Einfahrt im Bahnhof Kelsterba Montag- Bormittag furz nach 11 Uhr auf den ausfahrenber Güterzug 7615. Beide Lokomotiven und zwei Bersoner geben. Von 4 bis 5 Gefang, Ansprache, Vor Gute, unterhalten borbanden. G am Sonntag, den 12. bitten Eltern, Serrfchafte Ric laben die M ben Sonntagsverein hinto wollen. Gießen, ben 8.9 Für den es eins. Derfelbe erachterfonal trugen folgende vier Reisende Verlegungen davon: Gebenffteins magen wurden schwer beschädigt. Außer dem Lokomotivbergangener Beiten demanuel Müller, Morig 8schech und Ludwig Grün zu müssen und übernabotainz. Der Unfall ist dadurch herbeigeführt, daß die Halt Straffammer zu 500 Mt. Geldstrafe verurteilt. Zu diesem 821 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 248 Kälber, 8 mächtigen Steins mit schlichten Worten drünglich auf Fahrt gezogen war, dann aber wegen des fer Geschlecht Schiller burchfahrenden Schnellzuges wieder auf Halt gestellt worden tellung des Ausfahrtsignals für den Güterzug, welches urgegen Röhler wegen Beleidigung gestellt; auch der damalige| Notierungen der Frankfurter Bichmarktpreise. Redakteur der„ Hungener Landpost" wurde zur Rechenschaft gezogen und unter dem 5. August vorigen Jahres von der Termin war auch Köhler geladen; er blieb aber aus, da er durch die Immunität geschützt war. Er sah ein, daß er mit seinen Ausdrücken zu weit gegangen war und gab eine Frankfurt a. M., 6. November 1905. Zum Verkauf flanden: 449 Ochsen, 52 Bullen, 613 Schafe nnd Hämmel, 1312 Schweine, Biegen und Schaflämmer. Bezahl wurden für 100 Pfund: Schlacht- LebenbStein und Unterhalt debemerkt wurde. Am schwersten verlegt ist der Lokomotiv- der Sigung erklärte er sich bereit, jede von ihm geforderte Ochsen: n. Die biefigen Gefangahrer Hessemann, der drei Brüche davongetragen hat. Allen Ehrenerklärung öffentlich abzugeben, nur fönne er niemals zu lichen Chor gebildet erunglückten geht es heute besser. e Turnerschaft forgt für Dedung der Roft bentsteines und die Uebe tung foll am tommend Igen. Der ganze Fet Ses Gedenksteins du trag, 6. Drchefterbortre ung des Schiller Aus dem Gerichtssaal. Prozeß Köhler. Unter der Anklage der Beleidigung von zwei Gerichts, ag, 2. Gesangsbortre und zwei Medizinalbeamten hatte sich gestern der seitherige nicht in der Lage, seinem Anfinnen nachzukommen. Durch Sandtagsabgeordnete Köhler- Langsdorf vor der Straffammer zu Gießen zu verantworten. Als im Frühjahr 1904 gegen geben, daß er die Absicht gehabt habe, zu beleidigen, zumal er zwei der Beamten, die ihm bekannt waren, hoch fäßte, während er die zwei anderen überhaupt nicht kannte. Der Zentrumsabgeordnete Justizrat von Brentano- Offenbach, der als Verteidiger erschienen war, glaubte die Sache auf gütlichem Wege erledigen zu können; doch das Gericht war die sehr umfangreiche Beweisaufnahme wurde allerdings nachgewiesen, daß Köhler eine Reihe von Unwahrheiten, die hehauptet hat, die grobe Beleidigungen der in Betracht kommenden Beamten enthalten. Das Gericht erkannte dem atrag des Staatsanwalts gemäß auf eine Gefängnisftrafe von 3 Monaten und sprach den Beleidigten - a. bollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fl ischige, nicht ausgemäßtete unu ältere ausgemäftete c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. bollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere stolz darauf sein, gera ein Mädchen von Eberstadt wegen Rindesmord ein Berfahren ihm zum Teil von dritter Seite zugetragen worden waren, Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): onen. * anhängig war, verfaßte Köhler eine Juterpellation die er gleichzeitig mit der Einreichung an die Kammer auch der Sungener Landpost" zur Beröffentlichung gab. In dieser Jaterpellation gab er seiner Ueberzeug Ausdruck, daß in der Dr. ürdigfter Weise für die Untersuchunge sache von den Beamten nicht forreft verfahren( Staatsanwalt Reuß, Oberlandesgerichtsrat Sandmann, gung gestellt, da gri zwei Frauenspersonen von Eberstadt unter der Wucht der robe der Gießenet worden ist. Er gebrauchte dabei u. a. die Ausdrücke, daß Medizinalrat Dr. Haberkorn und Geh. Rat Professor trait in brei Beitungen auf Roften des Berurteilten zu vergute Feier man alle Ueberrebung gezwungen worden seien, sich in dem Hause des Dichter unseres deutigen Bürgermeisters einer Leibesuntersuchung zu unterziehen; den Beamten, die nur ihre schwere Pflicht erfüllt haben, Rlowns mit ihren m tellung des Air einer der Frauenspersonen nachweisen fann, behalte man tre bem man durch einen Arzt die gänzliche Schuldlosigtett auf, die Beitschen knot dieselbe doch in Sast. Sie sei mit allen modernen Martermeidige Reiterinnen werkzeugen gefoltert worden; es herrsche eine gewaltige duzieren sich und Aufregung in der Bevölkerung über die Beschimpfung der weiblichen Ehre und die Vernichtung des Lebensglücks der unb tollen Raprio in Betracht kommenden Familie, von denen ein Mitglied fich das Treiben, durch bas abscheuliche Verfahren zum Tod ertranft ift. bahinpulft. Hei, ngesichts dieser schauberhaften empörenden Bustände muß weißen Lichte elettri der Rest von Glauben an die Gerechtigkeit absterben usw. Ec ersuche die Regierung um Maßregeln gegen bie Beamten, die die Eingriffe in die persönliche Freiheit angesrbuet haben usw. Es wurde seitens der Ministerien Strafantrag und jede Fiber d donnernder Beifall tem Gürtel die Mam Geschw. Royal geritte die von Fri. Mart Stellungen. Herr Raif Re or, die mit der größt namentlich verdient hoben zu werden. Reich Erin Fel. Blume und d im Fluge das Publiku bie, rbeit" des Herr - Rögal ftand auf de after und ließ Taube armino produzierte f namentlich im Glode eit. Den Schluß d er Photographien. 8 Uhr wieder eine In der Bause i ematerial zu besicht Id und die neue Fa wehr, welche beide a Stiftungsfeftes über ps und die Fahne %), find im Edschaufen f in recht gefmadul ßt an Dentlichkeit nschen übrig, zeigt Fahne ist nicht mit Tüglich. unciſenſteinbergu tofen erbaut und in daria pro Tag 10 Am 9. November licher in der Da Geschäftstätigkeit z en hat in feiner Ferordentligen Gener bom 1. April 19 4 auf 6 Mart erho ge und Angehörige her. nteren Alaffen der Boll ule find über 50 R 7. Rovember. Grub Efenfteingrube bei Von der Univerfi einschließlich der b 1400. Die feiner beabfichtigen fich zu fammenzuschließen T. Der Gemeinderat citung befloffen. werben fann. Die Welle der G 10 Tage 4 Perfonen Die amtliche Darfie im Bahnhof Relie Der Schnellzug 141 hr auf den ausfahr Sen und zwei Ber gemachten Borwürfe mit frivoler Leichtfertigkeit vorgebracht wurden und daß Köhler sich nicht dazu verstanden hat, mit Entschuldigungen an die Beteiligten persönlich heranzutreten; andererseits wurde auch strafmindernd berücksichtigt, daß er durch die Stimmung der dortigen Gegend, die von der Unschuld der in Betracht kommende Person überzeugt war, gewissermaßen zu seinem Vorgehen genötigt war. Siegener landwirtschaftlicher Wetterbient. Boransfistliche Bitterung in Hessen für Donnerstag, den 9. Rovember. Zunächst noch trüb und geringe Niederschläge, später etwas aufheiterad, nachts noch etwas milder. ( Räheres bur die Gießener etterfarte.) Giessener Turnerschaft An die Mitglieder unserer beiden Vereine! Zu der am nächsten Sonntag, den 12. d. Mts., nachmittags punkt 3 Uhr stattfindenden Schillerfeier der Bürgerschaft auf dem Lutherberg laden wir Sie hiermit höft. ein. Die Giessener Turnerschaft Turn- Verein 1846. Bekanntmachung. Rübenschneider, Brockelmühlen, Jauchenpumpen Futterschneidmaschinen, empfiehlt billigst Jakob Häuser, a. bollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. bollfleischige ausgemästeten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) - Stegen, gewicht gewicht Mo M 78-80 - 71-73 - 66-69 - 65-67 62-64 I I 70-72 - 66-68 49-51 47-48 - 1 e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) Geschäft im Hornvieh gedrückt. Der Antrieb war stark, die Preise sind zurückgegangen; bei Großvieh um 8 bis 10 Prozent. Es ist ein nicht unbedeutender Ueberstand zu verzeichnen. Der Preisrückgang ist teilweise auch auf den Beginn der Wildbret- und Geflügelsaison zurückzuführen. Die Megger haben noch genügend Vorräte in den Kühltellern; auch dies ist nicht ohne Einfluß auf die Baisse gelieben. Berantwortlich: für die Bolitik und den Juferatenteil: Ibin Klein, für den übrigen Jnhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Ludwig Theodor Felfing Eheleute zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen und zwar: 171,43 Mt. an zehn in Gießen geborene würdige Arme und 34,29 Mt. an fünf würdige Witwen zu gleichen Teilen zu vergeben. Anmeldungen hierzu sind bis zum 30. November 1905 auf dem Armenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, Häuser, einzureichen. Eisenhandlung. Neustadt 56 Gießen Neustadt 56. GIESSEN Job. Scibel, Ludwigsplatz empfiehlt Männer- Tarnverein 1885. f. gebrannte Kaffees in Aus der Minna Keil- Bogt- Stiftung find für das Jahr 1905 drei Gaben von je 70 Mt. an dret in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige Handwerksmeiſter oder Witwen von Handwerksmeistern, evangelischer Konfession, zu vergeben. Bewerbungen sind bis längstens 30. November d. Js. beim städtischen Armenamt, Neuenbäue 25, einzureichen. HypothekenKapital 191 vorzüglicher Qualität. WST nur jer obne Kostenvorschuss und zu 83% an 1. Stelle bei diskret Teilhaber sucht oder Nur selbständige Handwerker oder Witwen selb- 60% Ortstare gibt Ver- Fabrik, Gasthof, Restaurant, Landgut, Ziegelei, Mühle, Molkerei, ftändiger Handwerker fönnen berücksichtigt werden. Bäckerei 2c. verkaufen will, wende Gießen, den 3. November 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. waltungs, sowie Privat- Kapital Mt. 95 000 leineren Beteilt in Beträgen. Näheres durch J. Rosenthal, Telephon 491. Aus den Zinsen der Stiftung der Elisabethe Schmidt sind Gaben von je 17 Mr. an vier bedürftige, unbescholtene, ledige Dienstmädchen im Alter von über 50 Jahre und zehn arme Witwen aus Gießen Gießen, Bismarckr. 10. zu berteilen. Meldungen find unter Betfügung der er forderlichen Nachweise bis zum 1. Dezember d. 38. in Sypotheken- u. ImmobilienJs. unseren Geschäftsräumen, Neuenbäue 25, einzureichen. Gießen, den 3. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Sonntags- Verein für Mädchen. Die Vereinigung junger Mädchen am Sonntag soll für das Geschäft. Makulatur hat abzugeben Winterhalbjahr am nächsten Sonntag, den 12. November wieder Expedition d. Blattes. ihren Anfang nehmen. Die Vereinigung findet ftatt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule, Dienstraße 15; die Mädden fönnen zu jeder Zeit fommen und gehen. Von 4 bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung ftatt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. vorhanden. Gute, unterhaitende Bücher und Spiele sind in großer Baht Eröffnungsfeier am Sonntag, den 12. November d. I., nachmittage 4 Uhr. Wir laden die Mädchen zu zahlreicher Beteiligung ein und bitten Eltern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen auf den Sonntagsverein hinweisen und ihnen die Teilnahme gestatten zu wollen. Gießen, den 8. November 1905. Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. an Grundstück, Geschäft Fischer& Kubnert, Leipzig Prima Speisekartoffeln sowie Feinste Salatkartoffeln T liefert billigst J. Hankel, Gießen, Schloßgaffe. Gießen, den 3. November 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Aus den Zinsen der Labroiffe- Stiftung und der Echternach Stroh- Stiftung sind Anfang Januar kommenden Jahres Kohlen für arme Familien zu bergeben. Anmeldungen werden auf dem Armenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, während der Geschäftsstunden bis 30. November 1905 entgegen genommen. Gießen, den 3. November 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Turschmann. Bekanntmachung. Wiederholt und auch neuerdings hat das Netchsgesetz die Verpflichtung der Eigentümer von Grundicken festgestellt, die Toreinfahrten, Höfe, Hausflure, Gänge und Treppen, sofern und solange biefelben jebermann zugänglich find, während der Dunkelheit so ausreichend zu beleuchten, daß die baſelbſtverkehrenden Personen der Gefahr der Beschädigung nicht ausgesetzt sind. Die gleiche Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabriken, gewerblichen Anstalten und Arbeitsstätten, von Vergnügungs, Versammlungsund Schaufftätten( bei letterem insbesondere auch hinfichtlich der Bedürfnisanstalten) ob. Pflichtwidrige Unterlassung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jemand in Schaden kommen sollte, die Magerkeit entfchädigungspflicht, ſowie die strafrechtliche BerantSchöne, volle Körperformen durch unser orientalisches Kraftpulver, preisgekrönt gold. Medaillen, Paris 1900, Hamburg 1901, Berlin 1903, in 6-8 Wochen bis 30 Pid. Zunahme, garant. unschädl. Aerztl. empf. Streng reell, kein Schwindel. Viele Dankschreib. Preis Kart. m. Gebrauchsanw. 2 Mk. Postanw. oder Nachn. exkl. Porto. Hygienisches Instkat D. Franz Steiner& Co. Berlin 365, Königgrätzerstr. 78. In Grünberg wird von einem jungen, foliben, Wirtschaft ahlungsfähigen Manne ein in guter Lage, kann Mezgerei mit möbliertes Zimmer betrieben werden, sofort zu ver möglichst Barterre u. an der Haupt- faufen. Kleine Anzahlung. Nur ftraße, sofort zu mieten gesucht. selbst. Refl. wollen sich melden. Offerten mit Preisangabe unter Off. u. 8003 an d. Exp. d. Bl. Baum" an die Erp. d. Gießener Tüchtiger, fleißiger Neueste Nachrichten, Gießen erbeten. Schöne möbl. Zimmer Hausbursche mit oder ohne Benfion zu verm.( auch für Pferd) bei gutem Lohn gesucht. Gießen, Bismardstraße 17. Seltersweg 65. Gießen, den 2. November 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 25. Oftober 1905 angeordnete Sperre des at plates zwischen Kirchenplatz und Schulstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. November 1905. Großh. Bolizeiamt Sießen. Herberg. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel Jr. Glessen - Telefon 84. Kalkwerke: Abendstern. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken urd gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Wahl- Aufruf! Durch Verabschiedung des Landtages werden die Wähler im Wahlkreise Gießen- Land wiederum vor die Aufgabe gestellt, ihr politisches Wahlrecht auszuüben und ihrer Wahlpflicht zu genügen. Am 15. November werden die Wahlmänner, am 24. November die Abgeordneten selbst gewählt werden. Bei der Umschau nach einem geeigneten Kandidaten fiel die Wahl des Bürgertums für unseren Bezirk auf die Person des Herrn Bürgermeister Leun in Grossen- Linden Wir wissen, wuß Herr Leun der Vertreter ist, wie ihn unser Wahlkreis braucht. Unbefangen steht er den verschiedenen Berufszweigen des Erwerbslebens gegenüber. Er wird im Falle seiner Wahl die Interessen von Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe, Handel und Arbeiter gleichmäßig zu wahren suchen und wie bereits das letzte Mal stimmen. für die direkte Wahl Für die Rechte und Freiheit aller Konfessionen und für die Achtung und Duldung jedes religiösen Bekenntnisses wird unser Kandidat jederzeit eintreten. Der Wahlausschuß für die Kandidatur Leun. Wahl- Aufruf. In wenigen Wochen finden die Landtagswahlen statt. An unsere nationalliberalen Parteigenossen in Stadt und Land ergeht daher die dringende Mahnung, mit allen Kräften in den Wahlkampf einzutreten. Unserem stets festgehaltenen obersten Grundsaß, das allgemeine Wohl zu fördern und in dem Kampfe der widerstreitenden Interessen einen billigen Ausgleich zu finden, bleiben wir getreu. so Auch in Zukunft erachten wir uns verpflichtet, für die Interessen der Landwirtschaft, dieses wichtigen Zweiges der Volkswirtschaft, einzutreten und die hierzu erforderlichen Mittel zu bewilligen. Ebenso werden wir auf die Förderung von Handel, Gewerbe und Industrie hinwirken erachten die Kräftigung und Erhaltung unseres Handwerker- und gewerblichen Mittelstandes im Interesse des Staates für dringend geboten. und Wie von jeher werden wir auch künftighin für die berechtigten Interessen des Arbeiterstandes eintreten. Getreu den Ueberlieferungen unserer Partei halten wir fest an den unveräußerlichen Rechten des Staates in Kirchen- und Schulangelegenheiten. Was die Kosten der Volksschule anlangt, so streben wir tunlichste Entlastung der Gemeinden an und wünschen eine weiter gehende Unterstützung unserer bedürftigen Gemeinden bei Schulhausbauten. Die Uebernahme der persönlichen Kosten der Fortbildungsschulen auf den Staat ist und bleibt eine Forderung unserer Partei. Dem weiteren Ausbau der Verkehrswege unter Heranziehung staatlicher Mittel werden wir unsere besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Zu den bedeutsamen Aufgaben des kommenden Landtags gehört insbesondere die Revision der Berwaltungsgesetze. Wir werden auf möglichste Selbständigkeit der Kommunalverbände hinwirken, aber eine weitere Belastung der Gemeinden durch dem Staate obliegende Aufgaben zu verhüten suchen. Die Kreis- und Provinzialverbände sind vom Staate derart zu dotieren, daß sie ein selbständiges Leben führen können. Die Revision der Gemeindesteuergesetzgebung bleibt nach wie vor eine dringende Notwendigkeit. Wir werden dabei im Sinne einer gerechteren Verteilung der Steuerlast innerhalb der Gemeinden, einer angemessenen Heranziehung der leistungsfähigeren Steuerzahler und Entlastung der wirtschaftlich Schwachen mitwirken. Die Revision des Gesetzes über den Urkundenstempel darf nicht länger verschoben werden. Eine hochwichtige Aufgabe bleibt uns nach wie vor die Reform unseres Wahlgesetes im Sinne des direkten Wahlrechts. Unsere Partei, die auf Grund der bestehenden staatlichen, Gemeinde- und gesellschaftlichen Verhältnisse die freiheitliche Entwickelung unseres Staats- und Gemeindewesens erstrebt, sucht gegenüber den internationalen zerstörenden Tendenzen der Sozialdemokratie alle nationalgesinnten Bürger zu vereinigen. Angesichts der gegenwärtigen politischen Lage in Land und Reich und der von jener Seite drohenden Gefahren ist dies gerade jetzt von ganz besonderer Wichtigkeit. Mögen daher alle bürgerlichen Elemente zur Bekämpfung dieser Gefahr sich mit uns vereinigen! Mögen unsere Parteigenossen ihre volle Schuldigkeit tun! Möge feiner von ihnen an der Wahlurne fehlen und möge jeder in unserem Sinne aufklärend und anregend tätig sein! Dann wird es nicht fehlen, daß in dem schweren von der Sozialdemokratie mit gewaltigem Einsatz ihrer Kräfte und ihrer rücksichtslosen Energie geführten Kampfe der Sieg der bürgerlichen Ordnung bei diesen Wahlen errungen wird. Darmstadt, den 30. Oktober 1905. Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei im Großherzogtum Hessen: J. B. Schmeel I., Justizrat," Vorsitzender. Stadt- Cheat Giessen. Dir.: Hermann Steingoet Freitag, den 10. Novemb Zu Schillers Geburtstag. Maria Stuart Trauerspiel in 5 Aufzügen vor Fr. v. Schiller. Schüler n. Schülerinne erhalten zu dieser Vorstell ermäßigte Einlaßtarte in Ernst Challiers Musikalie handlung( nicht an der Abendkaf Alle Sorten Gemüse stets frisch, sowie gute Speisekartoffel billigst zu haben bei Frau Hammel Gießen, Gr. Mühlgaffe 6- Bekanntmachung. Montag, den 13. November, vorm. 11 UG wird im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 15, de bisher dem Herrn Kanzleirat Demuth gehörige Garte auf dem Hamm, Flur 38 Nr. 82= 867 qm auf die Dauer von 6 Jahren meistbietend verpachtet. Gießen, den 7. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Zinsen der Friedrich Heyer von Rosen feld'schen- Stiftung mit 67,20 Mt. find am 21. Dezemb an solche evangelische, würdige Stadtarme zu verteiler die selbst, deren Eltern und Großeltern in Gieße geboren sind und das Bürgerrecht hier befize oder besaßen. Meldungen nimmt das Armenamt, Neuenbäue 2 immer Nr. 2, bis zum 20. d. Mts. während der G schäftsstunden entgegen. fol Gießen, den 3. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gieken. Curschmann. Verdingung. anlage für die Klärbeckenanlage der Stadt Gieße Die Herstellung der elektrischen Beleuchtung montag, den 13. November d. J6., vorm. 11 Uhe öffentlich vergeben werden. Kr. 264 Safertionspreis: Die been, die Kreise Weglar Rellamen bie Rebattion u. Haupterpe Fernipr für Ober Enthält alle am Auf to Wilde Gerüchte beher geeignet, die Lage zu der Umstände hat de hoffte von seiner Nad Da diese noch imme wankend und Mr. 262, Oberh Drud und Verlag der G (( 12. Fortsegung.) Doftor Riedinger als ein wohlerzogener weiteres diesem Beispi Und Eure Durchl erfahren haben, daß agen wollen, daß die Die Zeichnungen und Bedingungen liegen bei un auf 3immer Nr. 1 zur Einsicht auf und sind daselbſtänden eine Vermessen gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich. erteilt außerdem das städtische Elektrizitätswerk. Angebote find spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschri berseben an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen Gießen, den 6. November 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Stollwerck's Stollwerck 4009 Bügelkursus! 5- Zimmer- Haus| Wirtschaft Ankauf Verkauf ADLER CACAO - - bon Verkaufe mein gut rent. Haus 350 Hflt. Bier, viel Schnaps, Messing, Blel, Zink, Zinn etc., Glanzbügel kann man binnen mit kleiner Anzahlung. Herrliche Apfelwein und Wein, auch geht 4 Wochen gründlich erlernen. Auf Lage, schöner Garten. Nur selbst. Wiete ein, preiswert zu verkaufen. Wunsch nachmittags. Käufer wollen sich melden. 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Mit einer freun Hand auf seinen Arr Segen wir uns beliebt, Herr Doftor fommen wollen, müff uns in jedem Bunft also zur Vermeidung nicht etwa im Namen Ihnen spreche. Ich be fchaftlichen Beziehung würdigen Dame, unter her befand." berbert empfand Der Erinnerung an d