Verein mittlung weg 56, L oltsbab) Nachweis und ZimmerWärterinnen, idfrauen. den KaufVerkäufer: en, Raffierer: 8beamtinneninderfräulein, Gesellschafter: smäßige Ge Eine Dame sagt es der anderen: Favorit er beste Schnitt cht gekannten ge sche ann ten tun Jan hoße " gt' rde. Toll, nige Er Besen uts. aus inge icht ndelt forg ab, e fid Rösch nicht, emil meil ind, nd, Lem coc aud 1. lichen an, nder: tenen Sder Na Sadhe ficher. Nr. 211. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 8. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pf. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( töglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Betr. Beurlaubung des Großh. Kreisveterinärarztes Neunhöffer in Grünberg. Bekanntmachuna. Der Gr. Kreisveterinärarzt Neunhöffer in Grünberg ist von heute ab bis zum 16. I. Mts. beurlaubt und wird während dieser Zeit bei Dienstgeschäften sowie in der Ausübung der Fleisch- Oberbeschau in den Orten Ruppertenrod, Ober- Ohmen, Ecmenrod, GroßFelda( mit Klein- Felda und Schellnhausen), Zeilbach, Restrich und Windhausen von dem stellvertretenden Kreisveterinärarzt Dr. Hofmann in Alsfeld, bei Dienstgeschäften und in der Oberbeschau in den übrigen Orten seines Bezirks bon dem stellvertretenden Assistenzbeterinärarzt Dr. Fauerbach in Homberg a. D. vertreten. Alsfeld, den 5. September 1905. Großh. Kreisamt Alsfeld. Dr. Meltor. Kaifermanöver 1905. ( Von unserem Spezialberichterstatter. Krieg im Frieden. Der große Generalstab. jährige Manöver. Die Truppenformationen. Tände. Die Paraden. Die Kriegslage. - und Neben- Veranstaltungen. - Das dies- Das GeHilfsmittel Der moderne Krieg stellt Massen einander gegenüber. Massen ringen um den Sieg, Massen müssen bewegt werden, Massen sind zu verpflegen und auf gedrängtem Raume unterzubringen. Die Erfordernisse des Krieges sind bestimmend für die Form der Friedensübungen. Zur gleichmäßigen Durchbildung der gesamten Armee finden deshalb in geordnetem Wechsel von Truppe und Gelände jährlich Manöver großen Stils zwischen zwei oder mehreren Armeekorps statt. Unter des Kaisers Augen vollziehen sich, zusammengedrängt auf 4-5 Tage, diese Kriege im Frieden als Proben vom Friedensfleiß der Truppen. nahme von 30 Mitgliedern des deutschen freiwilligen Automobilkorps, die Verwendung von Brieftauben, die laut Abkommen mit dem Kriegsministerium seitens dreier Frankfurter Privatzüchter gestellt werden, die ausgiebige Benuzung aller modernen Verkehrs- und Nachrichtenmittel ( Rad, Motorrad, Nachrichten- und Lastautomobile, Nachrichten- Fesselballon, Funkentelegraphie, Winkerflaggen, Feldtelegraph) und nicht zuletzt die Erprobung gewisser dem russisch- japanischen Kriege entnommener Erfahrungen dürften viel an der besonderen Gestaltung des diesjährigen Kaisermanövers mitwirken. Neben den eigentlichen militärischen Aktionen gehen anläßlich der Anwesenheit des Kaiserpaares und heimischer und fremder Fürstlichkeiten, sowie der großen Zahl fremdherrlicher Offiziere verschiedene, die in der Manövergegend gewis; stark erwachte Schaulust befriedigende Veranstaltungen her. So wird, wie üblich, in Homburg und Coblenz das landständische Kaiserdiner, ferner am 8. September abends in Homburg, am 11. in Coblenz der große Zapfenstreich von sämtlichen Militärkapellen stattfinden, azerdem am 9. September in Homburg die Enthüllung des Denkmals Kaiser Wilhelms I. und schließlich am 10. September ein Feldgottesdienst. Schon im zeitigen Frühjahr beginnt der Große Generalstab seine Riesenarbeit, die sich nach und nach unter Heranziehung aller Kommando-, Verwaltungs- und Verfehrsbehörden bis zum Gegenüberstehen zweier Armeen mit der Hand am Säbelknauf verdichtet; ein Räderwerk mit Schwungrad und tausenden von Rädern und Rädchen, keins zu klein und zu unwichtig, um entbehrlich zu sein. Die Anlage dieser großen Uebungen ist besonders schwierig, weil mit friegsmäßig formierten Truppenmassen zu rechnen ist, aber aus unumgänglichen Friedensrücksichten zum Ansatz und Auslauf der Bewegungen beider sich gegenübertretender Armeen der dem Ernstfalle entsprechende Raum nicht bean= sprucht werden kann. In diesem Jahre werden das 8. A r= meekorps( Coblenz) unter General der Kavallerie bon Deines und das 18. Armeekorps( Frankfurt a. M.) unter Generalleutnant von Eichhorn manövrieren. Beide Armeekorps haben zuteilungen an Infanterie, Kavallerie und Artillerie von anderen Armeekorps erhalten und sind mit diesen Zuteilungen auf annähernd gleiche Stärke gebracht worden; das 8. Korps umfaßt dentnach 34 Bataillone, 40 Eskadrons, 36 fahrende Batterien, worunter 6 Feldhaubitzen, 2 reitende Batterien, 2 Maschinengewehrabteilungen, 4 Kompagnien Pioniere und 3 Kompagnien Train; das 18. Korps 37 Bataillone, 40 Eskadrons, 35 fahrende Batterien( 3 Feldhaubißen), 3 reitende Batterien, 2 Maschinengewehrabteilungen, 4 Kompagnien Pioniere, 3 Trainfompagnien. Für die Kaisermanöver wird die Kavallerie friegsmäßig zu Kavallerie- Divisionen formiert, eine Formation, die im Frieden sonst nur beim Gardekorps bereits besteht. Zum 8. Armeekorps tritt die KavallerieDivision A, aus der 34., 15. und 14. Kavallerie- Brigade, der reitenden Abteilung des Feldartillerie- Regiments Nr. 8, den Maschinengewehrabteilungen 10 und 11 und einer Pionierabteilung des 8. Pionierbataillons bestehend, zum 18. Korps die Kavallerie Division B mit der bayerischen 4., der 28. und 25. Kavallerie- Brigade, der reitenden Abteilung des Feldartillerie- Regiments Nr. 11, den Maschinengewehrabteilungen Nr. 2 und 3 und einer Pionierabteilung vom 21. Pionier- Bataillon. Die Kaisermanöver beginnen am 12. September und werden sich bis zum 15. September im Gelände zwischen Frankfurt a. M. und Coblenz bewegen. Wie immer gehen dem Manöver Paraden der beteiligten Korps vor dem Kaiser voran; die Parade des 18. Armeekorps wird am 8. September vormittags 9 Uhr bei Nieder- Eschbach, 4 Kilometer von Homburg v. d. H., die des 8. Armeekorps zur gleichen Stunde am 11. September beim Bahnhof Urmiz nordwestlich Coblenz stattfinden. Die sogenannte„ allgemeine Kriegslage", die ihre Gültigkeit während des ganzen Manövers bis zu deren Abschlusse beibehält und aus der heraus die täglich sich verändernden besonderen Kriegslagen" für jede Armee herausgegriffen werden, wird den beteiligten Armeeführern und gleichzeitig der Bresse erst bekannt gegeben, wenn das Manöver seinen Anfang nehmen soll. einen Trep affane daz e, die Das Blid üchtig Stord euch i uns neuen τήρας under Denn Jedenfalls darf das eine aber vorausgesagt werden, daß das Manöver viel Interessantes bieten wird. Die AnteilMittelftandspolitik. In allen Tonarten vernehmen wir seit geraumer Zeit, daß das Handwerk schon längst feinen goldenen Boden inehr hat, daß es vielmehr danieder liegt und als Stieffind unserer Politik behandelt wird. Wehrhafte Männer in allen Bagern predigen diese Erkenntnis, und von der Rednertribüne des Parlaments wird immer und immer wieder verkündet: dem Handwerk müsse geholfen werden. So kam allmählich Bewegung in die Massen; Verbände wurden gegründet; Versammlungen wurden abgehalten. Das nächſtliegenda Ziel müsse die Organisation des Handwerks und im weiteren Sinne des gesamten Mittelstandes sein; nur der Organisation verdanke die Arbeiterschaft die sozialpolitischen Errungenschaften der letzten zwanzig Jahre, nur ihr der Bund der Landwirte die Aenderung der deutschen Zollpolitik im agrarfreundlichen Sinne. So entstanden denn der Bund der Handwerker und die Mittelstandsvereinigung; so entstanden weiter nach schnell eingetretenen Differenzen der Handverferbund und der Mittelstandsbund. Das Ziel soll das gleiche sein; nur der Weg auf dem man es zu erreichen gedenkt, ist verschieden. beide Gründungen noch in den Kinderschuhen stecken, ist es schwer zu sagen, welcher der Vorzug zuzubilligen ist. Sie befehden einander im Kleinfriege und stehen nur zusammen bei Mittelstandsfragen von einschneidender Bedeutung. Sagen die Gegner der ganzen sogenannten Mittelstandspolitik dem Mittelstands bunde Resolution eingelegt und der allgemeine Befähigungsnachweis auf den Schild erhoben. Das Gleiche geschah in Frank. furt, wo dieser Tage die Mittelstandsvereinigung ihre Generalversammlung abhielt und sämtliche aktuellen Mittelstandsfragen eingehend abhandelte. Trotzdem ist es eine Frage, ob der Kölner Beschluß dadurch an agitatorischer Kraft verliert.... Jeder, der es gut mit unserem Vaterlande meint, wird nur von Herzen wünschen können, daß das Handwerk wieder goldenen Boden erhält, daß dem schwer um seine Eristenz ringenden Mittelstande wirksam aufgeholfen werde. Das muß eine der dringendsten Aufgaben unserer Politik sein. Der Wege aber, die da empfohlen werden, sind so viele, daß die Mahnung wohl am Plaze scheint, erst recht ernsthaft zu wägen, ehe man wagt, damit nicht am Ende der Schaden größer ist als der Nußen. Marokko gibt nach! Die maroffanische Regierung hat ihren Widerstand gegen die Forderungen Frankreichs aufgegeben. Alle von der französischen Republik gestellten Ansprüche in der Angelegenheit des Algeriers Bu Mzian wurden erfüllt. Wie der Gesandte Graf Taillandier berichtet, erschien auf Befehl des Sultans der Großvezier Si Feddul Garnit in der französischen Gesandtschaft zu Fez, wo er in Gegenwart des Gesandtschaftspersonals, des Bu Mzian und einer Anzahl Mitglieder der europäischen Kolonie dem französischen Gesandten die Entschuldigung der marokkanischen Negierung in höflichen Worten zum Ausdruck brachte. Der Großvezier erklärte, die scherifische Regierung habe ihn beauftragt, ihre Entschuldigung wegen der Festnahme und Einferferung des Algeriers Si Bu Mzian el Miliani, eines französisujen Untertanen, zu überbringen. Der Maghzen hat den schuldigen Kaid abberufen. Der Vezier übergab die vereinbarte Entschädigungssumme für Bu Mzian und betonte weiter, die scherifische Regierung werde es sich zur Pflicht machen, daß ähnliche Zuwiderhandlungen gegen Verträge und Gewohnheiten sich in Zukunft nicht wieder. holen. Der Großvezier übergab außerdem dem Gesandten Taillandier ein Schreiben des scherisischen Ministers des Aeußern, in welchem die Entschuldigungen der Regierung schriftlich wiederholt und die Absezung des schuldigen Kaids bestätigt wird. Taillandier antwortete dem Großvezier, daß er im Namen der französischen Republik die Entschuldi. gungen des Maghzen und die Maßnahmen zur Genugtuung annehme, durch welche diese bekräftigt werden. Er nehme ferner die von der scherifischen Regierung für die Zukunft gegebenen Zusicherungen zur Kenntnis. mit dem Handwerkerbund nach, er segele im Schlepptau der deutschen Reformpartei, so hat sich andererseits durch Indiskretion des ehemaligen Geschäftsführers der Mittelstands vereinigung mit dem Bunde der Handwerfer- herausgestellt, daß diese vom Bunde der Landwirte pefuniär unterstützt wird und naturgemäß auch bei Wahlen mit diesem geht... Die Regierung läßt bei jeder Gelegenheit erklären, daß sie der Mittelstandsbewegung wohlwollend gegenüber stehe, daß ihr die Interessen dieser Gruppen des deutschen Volkes sehr am Herzen lägen. Aehnlich so äußern sich fast sämtliche Parteien des Parlaments. Die Handwerfer, kleinen Kaufleute und kleinen Beamten aber stehen dem„ Wohlwollen" von allen Seiten recht skeptisch gegenüber; sie weisen darauf hin, daß den schönen Reden niemals die Taten gefolgt wären. Sie wollen sich nicht mehr parteipolitisch engagieren, sondern erst abwarten, wer denn nun am letzten Ende in Wahrheit ihre Interessen vertritt. Sie sagen sich: Haben wir erst eine fraftvolle Organisation, werden uns die Parteien ganz von selbst kommen, weil wir ihnen dann nicht mit leeren Händen entgegentreten, sondern eine nicht zu unterschäßende Gegenleistung bieten können... Die Regierung will von einer Einschränkung der Gewerbefreiheit nichts wissen und hat nur bezüglich des Befähigungsnachweises im Baugewerbe Konzessionen gemacht. Die Handwerker aber vergleichen diese Abschlagszahlung mit dem Tropfen auf den heißen Stein und wollen durchaus die Zeiten zurück, in denen nicht jeder ein Handwerk ausüben durfte. Dieser Sehnsucht hat der Handwerks- und Gewerbekammertag in Köln eine herbe Enttäuschung gebracht. Die dort versammelten Sekretäre der Handelskammern und Obermeister, die als Delegierte entsandt worden waren, haben nämlich nach sehr lebhafter Debatte den allgemeinen Befähigungsnachweis abgelehnt. Dieser Beschluß hat eine erregte Preßkampagne hervorgerufen, in der auf Handwerkerseite besonders betont wurde, daß diese Delegierten die von ihnen vertretenen Innungen nicht gefragt, sondern nach ihrer eigenen Meinung abgestimmt hätten. Man wollte die Lesart, daß die berufene Vertretung des Handwerks selbst den Befähigungsnachweis abgelehnt hätten, nicht gelten lassen. Die erste Gegendemonstration fand in Würzburg statt und zwar seitens jener Handwerksvertreter, die in Köln in der Minderheit geblieben Hier wurde einstimmig Protest gegen die Kölner waren. Damit ist ein Zwischenfall aus der Welt geschafft, der bei der augenblicklichen Konstellation der Dinge leicht den An. laß zu ernsteren Verwickelungen hätte geben können. Dieser plötzlich zu unverdienter Berühmtheit gelangte algerische Söldner Bu Mzian fam mit seiner Verhaftung den französischen Staatsmännern allerdings sehr gelegen. Hatte das aufdringliche Vorgehen des über seine Taten gestolper. ten Ministers Delcassé der französischen Maroffopolitik eine scharfe Schlappe gebracht, mußte sie angesichts der festen und entschlossenen Haltung Deutschlands reuig zugeben, daß ihr Minister des Auswärtigen schwere Fehler begangen hatte, die nur durch seine Entfernung aus Amt und Würden zu sühnen waren, so bot sich durch Herrn Bu Mzian Gelegen heit zu Auswegung des Schadens. Vielleicht war die gewaltige Entrüstung infolge der vom Sultan als berechtig angesehenen Gefangennahme etwas übermäßig fünstlich kon struiert aber immerhin man dankte innerlich in Paris dem Geschick inbrünstig. So günstig fonnte gar kein Zufall kommen. Aber auch auf deutscher Seite war man auf der Hut. Schleunigst zollte man dem französischen Vorgehen zur Wahrung der Interessen der fremden Untertanen alle Nationen Beifall und sicherte Unterstützung zu. Damit war der Differenzlust aller Wind aus den Segeln genommen. Was blieb da dem Sultan übrig? Die zur Flottendemon stration bestimmten französischen Schiffe wurden schon aus, gerüstet, an bewaffnete Gegenwehr durfte nicht gedacht werden. Nun kann man ruhig am Quai d'Orsay a u ch einen diplo. matischen Sieg buchen und getrost in die Kampagne der Maroffofonferenz eintreten. Ministerpräsident Rouvier empfing den deutschen Botschafter Radolin und hatte mil ihm eine halbstündige Unterredung über die Einzelheiten des Konferenzprogramms. Dr. Rosen, der künftige deutsche Gesandte in Marokko, ist in Paris eingetroffen. Er soll zur Wegräumung der letzten Schwierigkeiten behilflich sein. Die für Marokko bestimmten Kriegsschiffe erhielten Konterorder. Und so wird citel Frieden und Wohlgefa.len sein Colliche Rundichal. Deutfches Keich. Die Missionsstation Massassi in Deutsch- Ostafrika sollte von aufständischen Eingeborenen zerstört sein. So fagten Berichte aus englischer Quelle. Wie sich jest herausstellt, ist die Nachricht unrichtio gewesen. Die Missionsstation Majifchen sassi wurde nach Abzug der Missionare von Akida und Mursal mit Hilfe treuer Wayao gehalten, wobei 28 Rebellen getötet wurden. Die Aufständischen, die Vieh aus der Station Kilossa geraubt hatten, wurden vom Oberarzt Brunn mit zehn Soldaten geschlagen. Die Schar eroberte das Vieh zurück und tötete 50 Feinde. Bon Mpapwa ist Verstärkung in Kilossa eingetroffen. Die Städte Kilwa und Mohorro sind nicht mehr bedroht, aber im Hinterland beider Bezirke find Atidas des Gouvernements von Eingeborenen verjagt worden. Am Rufidji- Fluß aufwärts haben sich die Unruhen bis zwei Tagemärsche südlich von Kilossa ausgebreitet. Das Detachement Fond ist aus dem Bezirk Daressalam, wo alles ruhig ist, nach Morogoro dirigiert worden. Aus anderen Bezirken liegen beunruhigende Meldungen nicht vor. Bezirksamtmann Ewerbeck und alle Europäer des Lindibe. bezirkes mit Ausnahme einer vermißten Missionsschwester befinden sich in Lindi. Beim Ueberfall der Missionsstationen Lukuledi, Massassi und Nyangoro sind Pater Lang und Bru der Cyprian verwundet worden. Bei der Ifakarafähre zwischen Kilossa und Mahenge sind verschiedene Inder- NiederTassungen zerstört und mehrere Araber und Küstenleute er. mordet worden. Eine bei Kilossa plündernde starke Räuber. bande ist durch eine Abteilung der Schutztruppe unter Assistenzarzt Brünn zersprengt worden. Kilossa selbst ist jetzt durch ein Detachement der Schußtruppe unter Oberleutnant Schultz gesichert. In Kamerun sind bisher Weiße der Erregung nicht zum Opfer gefallen, dagegen sind zahlreiche Neger, die bei der Gesellschaft Südkamerun angestellt waren, getötet und gefressen worden; denn die Aufständischen haben den Angestellten der Gesellschaft verschiedentlich als Beweis die ausgekochten Köpfe und Füße gebracht. Die Gesellschaft Südkamerun ist der Ansicht, daß unter den herrschenden Verhältnissen eine Verstärkung der Polizei- Truppenmacht um wenigstens 500 Mann erforderlich sei; sie hat einen dahingehenden Antrag an das Auswärtige Amt gerichtet. * In den Verhandlungen des Deutschen Genossenschaftstages in Westerland auf Sylt bildete die Regelung des Scheckverkehrs den Hauptgegenstand. Ferner wurde über die Baugenossenschaften verhandelt. Als Ort der nächsten Versammlung wurde Cassel gewählt. * Die Freisinnige Volkspartei hält ihren Parteitag bom 22. bis 26. September in Wiesbaden ab. An drei Tagen finden die eigentlichen Verhandlungen statt. Am 26. September unternehmen die Delegierten eine Rheinfahrt. Ruisland, ** Die immer bedenklicher sich gestaltenden Zustände in Baku beginnen sich zu einer allgemeinen Kalamität auszuwachsen. Durch die Brände sind bereits 40 Naphtafontänen der Firma Nobel vernichtet worden. Die in Petersburg anwesenden Naphtaindustriellen haben beschlossen, den Kaiser zu bitten, energische Maßnahmen gegen die ganz Rußland bedrohende Krise infolge der Katastrophe in Baku anzuordnen. Die Stadtduma in St. Petersburg hat Maßnahme getrofffen, in den Wasserwerken die Naphtaheizung durch Kohlenfeuerung zu erseyen. Amtlich wird die Lage in Baku sehr ernst dargestellt. Die Aufständischen beschossen sogar das Haus des Generalgouverneurs. In Balachany erwies sich die Truppenzahl als zu gering; die Artillerie mußte feuern. In der Stadt wütete bei heftigem Sturme eine furchtbare Feuersbrunst. Dem Generalgouverneur von Baku ist die Weisung erteilt, mit Hilfe eines aus Tiflis entsandten Schüßenbataillons in energischer Weise gegen die Aufständischen vorzugehen. Der Gouverneur von Elisabetpol berichtete, daß die Einwohner des Dorfes Minkend von herumziehenden Tataren niedergemacht seien. Auch andere Dörfer wurden von ihnen belagert. Der Gouverneur erbat die Entsendung von Truppen, um die Ruhe wieder herzustellen. In Peterhof wurde ein feierlicher Danfgottesdienst für den Friedensschluß abgehalten. Durch kaiserlichen Erlaß sind nunmehr Admiral Nebogatom und die Kapitäne der Panzerschiffe Imperator Nikolai I.",„ Admiral Ssenjawin" und„ General- Admiral Aprarin" unter Verlust ihres Dienstgrades aus dem Dienste entfernt worden. Auf den Bericht über die Uebergabe der genannten drei Panzerschiffe und des Panzerschiffes„ Orel" schrieb der Kaiser den Befehl, alle anderen Offiziere dieser Schiffe bei ihrer Rückfehr nach Rußland vor Gericht zu stellen. In Betreff des Kommandanten des„ Orel" soll die Ausführung dieses Befehls aufgeschoben werden, bis ein genauer Bericht eingegangen ist über die Umstände, unter denen der Kapitän den Befehl über den„ Orel" von dem schwerverwundeten Kapitän, der vorher dieses Schiff befehligt hatte, übernommen hat. ** Alien. Meldungen aus Tokio berichten über weitgehende Verstimmung in Japan wegen des Friedensschlusses. Die Radikalen eröffnen einen Feldzug gegen die Regierung und verlangen eine Bestrafung der für das Abkommen in Portsmouth verantwortlichen Personen. Der künftige Landtag wird voraussichtlich stürmisch sein; man sagt den Fall des Kabinetts Katsura voraus. Die Kurse an der Börse sinken. Die schlechte Ernte in Verbindung mit den großen finanziellen Verpflichtungen der Regierung verursacht Beunruhigung in manchen Kreisen. Man fürchtet, daß eine Periode finanziellen Stillstandes und ungünstiger Entwickelung des Handels bevorsteht. Einige in Tokio ausgebrochene lokale Unruhen werden als unbedeutend geschildert. Die Insel Sa chalin hat von der japanischen Regierung wieder den früheren Namen Karafto erhalten - Sriechenland. ** In Athen ist ein neues armenisches Komplott entdeckt werden. Im Keller einer armenischen Kirche wurden zahl. reiche Bomben und Gewehre, sowie viele wichtige Schriftstücke entdeckt. Es handelt sich um eine große revolutionäre Vereinigung von Armeniern, deren Ziel ist, ein Einschreiten der Mächte zugunsten der Armenier herbeizuführen. Man glaubt, daß noch andere solche Niederlagen bestehen. Eine Anzahl von Verhaftungen ist vorgenommen worden. Die Geduld der europäischen gesitteten Mächte wird in diesem Jahre wieder einmal ganz besonders durch die unsauberen Elemente auf dem Balkan in Anspruch genommen. Bald sind es Bulgaren, bald Mazedonier, Kreter oder Armenier, die sich bemühen, internationale Verwickelungen für ihre angeblichen oder auch berechtigten, aber doch unwesentlichen Interessen wachzurufen. Es ist wirklich zu bedauern, daß politische Eifersüchteleien es verhindern, daß einmal gründlich mit dem Unwesen aufgeräumt wird. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser und die Kaiserin sind in Homburg v. d. H. unter dem Geläute sämtlicher Glocken der Stadt eingetroffen. Auf dem Bahnhofe, wo eine Ehrenkompagnie vom Füsilier- Regiment v. Gersdorff Aufstellung genommen hatte, wurde das Kaiserpaar von dem Kronprinzen und der Kronprinzessin und den übrigen Fürstlichkeiten empfangen. Unter jubelnden Zurufen des überaus zahlreichen Publikums fuhr das Kaiserpaar durch die reich mit Flaggen und Guirlanden geschmückten Straßen und durch Ehrenpforten zum Schlosse, eskortiert von einer Schwadron des bayerischen 1. Ulanen- Regiments Kaiser Wilhelm II. Auf dem inneren Schloßhofe erwies eine Kompagnie des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm( Nr. 116) die Honneurs. Im Schlosse folgte sodann der große Empfang für die Spitzen der Zivilbehörden der Provinz. Nachmittags fuhr der Kaiser im Automobil nach der Saalburg über die neue Altstadtüberbrückung, welche sodann dem öffentlifen Verkehr übergeben wurde. Die Kaiserin war mit dem Prinzen Eitel Friedrich in einer Equipage vorausgefahren. Dem Kaiser folgten in einer Reihe von Automobilen die anwesenden Fürstlichkeiten. Der Kaiser hat den Prinzen Harald von Dänemark à la suite des Ulanen- Regiments Nr. 6 gestellt, dessen Chef der König von Dänemark iſt. *** Der Schah von Persien ist von Peterhof abgereist. Der Zar und die Großfürsten gaben ihm zum Bahnhof das Geleite. Heer und flotte. Ausfall der Thorner Festungs- Kriegsübungen. Nac einer Mitteilung des Kriegsministeriums hat der Staifer:.un. mehr Befehl erteilt, daß die große Festungskriegsübung bei Thorn ausfallen solle. Man geht nicht fehl, wenn man diese Maßnahme auf die Choleragefahr zurückführt. Auch sons: sind für die Manöverzeit von militärischer Seite weitgehend Borsichtsmaßregeln für die Truppen getroffen morden. St darf den Mannschaften von den Quartiergebern nur, gb gekochtes Wasser gereicht werden. Soziales Leben. Weberaussperrung in Schlesien. Bei der Firma Ge brüder Cohn zu Reichenbach in Schlesien sind die Weber in den Ausstand getreten. Infolgedessen haben die dortigen vereinigten Webereibesizer beschlossen, sämtliche gewerkschaft. lich organisierten Arbeitern sofort zu kündigen. Die Kündigung erfolgte durch Anschlag in allen beteiligten Betrieben. - Nab und fern. † Von der Cholera. Wie notwendig die größte Wachsamfeit gegenüber dem Vordringen der Cholera ist, beweist dritter Fall, der in Hamburg festgestellt wurde. Bei einer auf den Raboisen wohnhaften Frauensperson, die wegen Brechdurchfalles in das Eppendorfer Krankenhaus überführt worden war, hat die bakteriologische Untersuchung ergeben, daß es sich um Cholera handelt. Sämtliche Personen, mit denen die Erkrankte während der letzten Tage in Berührung gekommen war, sind unter ärztliche Kontrolle gestellt, die Wohnung ist desinfiziert und alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen worden. Ferner hat die Medizinalbehörde beschlossen, auch noch an der Oberelbe vor dem Hafen eine Kontrollstation für ankommende Oberländer Fahrzeuge einzurichten. Aus dem infizierten Gebiet an der Ostgrenze werden täglich neue Fälle gemeldet; sie betreffen fast sämtlich Flößer und Schiffspersonal. In Marienburg und Umgegend find zwölf choleraverdächtige Erkrankungen mit sechs Todesfällen festgestellt worden; darunter befanden sich ein Arbeiter, der am Ufer der Weichsel tot aufgefunden wurde, ein anderer Arbeiter, der bewußtlos aufgefunden wurde und dann verstarb, und eine unbekannte Frau, die auf der Straße frank umfiel und bewußtlos ins Krankenhaus geschafft wurde. Eine Herberge, in der acht der Erkrankten Zwischen der berfehrt hatten, wurde polizeilich geschlossen. Polizeibehörde und den städtischen Behörden in Berlin ist ein förmlicher Operationsplan ausgearbeitet. Die Berliner Polizeireviere sind angewiesen worden, auf möglichste Reinlichkeit in den Grundstücken, bei Beseitigung des Mülls u. s. w. zu sehen. Als choleraverdächtig wurde die Leiche eines Solzschneidereibesizers aus der Friedenstraße in Berlin zur Obduktion eingeliefert. Zur Anordnung der für die Bekämpfung der Cholera erforderlichen Maßnahmen findet täglich mittags im preußischen Kultusministerium eine Konferenz statt. Das Reichsamt des Innern, sowie das Kaiserliche Gesundheitsamt werden über die in Preußen ergriffenen Maßregeln seitens der preußischen Medizinalverwaltung auf dem Laufenden erhalten. † Alte Frauen. Im Hospital zu Erdingen in Bayern feierte die Witwe Euphrosina Bentenrieder ihren 100. Geburtstag. Ihre Zimmergenossin ist eine Greisin von 94 Jahren; außer ihnen beherbergt das Spital noch sieben Frauen, von denen jede über 80 Jahre alt ist. † Unfälle beim Manöver. Im Manövergelände bei Amberg in Bayern stürzte ein Leutnant des 3. FeldartillerieRegiments so unglücklich, daß er einen Bruch des Unterschenfels erlitt. Auf dem Truppenübungsplatze Wildthurm stürzte bei einer Surde ein Geschüßwagen um und begrub drei Mann unter sich; einem wurde ein Arm gebrochen, einem anderen der Brustkorb eingedrückt, so daß er bald darauf verstarb. † Eine blutige Messerstecherei. In Hamburg war in seiner Wohnung ein Arbeiter mit seiner Frau in Streit geraten und mißhandelte diese in furchtbarer Weise. Als auf die Hilferufe ein Korbmacher herbeieilte, brachte ihm der Wüterich mehrere Messerstiche bei und biß ihm den Daumen der linken Hand ab. Die Polizei befreite den Unglücklichen, der schwere Verletzungen erlitten hatte, aus den Händen des rasenden Menschen. † Entflohene Riesenschlange. Einem Karousselbesitzer war in Mähren eine Riesenschlange entwischt. Das gefährliche Tier trieb sich in den Wäldern von Großwasser umher, die kein Mensch aus der Umgegend mehr zu betreten wagte. Schließlich wurde die Schlange von zwei Forstadjunkten erlegt. Sie war, seit sie sich in Freiheit befand, bedeutend schwächer geworden. † Vom Vesuv. Seit einiger Zeit entwickelt der Vesuv wieder eine lebhaftere Tätigkeit. Die Lava, die schon da; kleine Tal Atrio del Cavallo anfüllt, floß dem unteren Bahnhof der Drahtseilbahn zu. Am Abend wandte sie sich gegen Süden und bedrohte die Vesuveisenbahn. † Vor der Verhaftung erschossen. In einem Gasthause in Kapfenberg in Steiermark erschoß ein Train- Wachtmeister eine in seiner Begleitung befindliche Kellnerin und darauf sich selber. Das Paar war flüchtig und wurde von der Polizei verfolgt. Als die beiden im Gastzimmer saßen, las einer der Anwesenden den gegen sie erlassenen Steckbrief aus der Zeitung vor. Der Wachtmeister riß die Stelle aus der Zeitung heraus. Das hatte der Wirt bemerkt, der dann die Gendarmerie benachrichtigte. Als sie kam, waren die Besuchten bereits tot. † Gefaßte Mädchen- Händlerin. Die Polizei in Lemberg hat eine Mädchen- Händlerin dingfest gemacht. Die Person ist die Witwe eines Polizei- Kommissars. Wie dem deutschen Nationalkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels mit geteilt wird, handelt es sich um die Frau, die in der gali. zischen Hauptstadt wohnt und ihr unsauberes Gewerbe seit mehreren Jahren mit großem Erfolg betrieben hat. Temperatur- 70 her bei den intern tur = in einer Höhe bon 73 Grad giftrierballons gefun mit das Marimum Lufttemperatur err bei Aufstiegen Am inftrumenten, die in in einer Höhe von 85 Grad Celfin Ein altes Sir hölzernes Kriegsf haben angefomme bugjiert war. Do Bombay erbaut un Moorburg bei Ha See- Veteranen ist waltig dicke Schiff Die drei mächtige noch vorhanden, Metall befindet sic Seteranen zur Se Wachsendes Seelüfte das Mee fich an der Westti fecharts bor. G find 8600 Seftar find 7000 Heftar damit dauernd g größere und Flein Meeresboden errid auf diefem friedli steigen allmählich eingedeichtes Borl dient als Weide. um bclle 15 00 wilden Wogen barer Boden 5- † Der Papst und die Presse. Papst Pius X. hat die Einrichtung eines Preßbureaus angeordnet. Von dieser Stelle aus sollen den Blättern direkte Nachrichten aus dem Vatikan zugehen, damit der Ausstreuung falscher und tendenziöser Nachrichten über die dortigen Verhältnisse der Boden abgegraben wird. † Zirkus- Aufführungen auf einem Ozeandampfer. Den. neuesten„ Clou" auf der Ueberfahrt über das Weltmeer genossen die Passagiere des Dampfers Pennsylvania" von der Hamburg- Amerika- Linie. An Bord des Dampfers be. fand sich auf der Fahrt nach Newyork ein Besitzer von vier Elefanten. Er veranstaltete während der Fahrt mit seinen Tieren eine Vorstellung zum Besten der Mannschaft, die einen namhaften Ertrag brachte. † Im Luftschiff über Newyork. Mit seinem Luftballon führte jüngst der amerikanische Luftschiffer Roy Knabenshue über der Stadt Newyork allerhand Evolutionen aus, durch die er selbst das Interesse der geschäftseifrigen Einwohner der Riesenstadt eine Zeitlang zu erregen vermochte. Sein Rm hat einen anderen amerikanischen Luftschiffer, Leon Stevens, nicht schlafen lassen; dieser hat ihn zu einer Wettfahrt über Newyork herausgefordert. Gegen die Fleischteuerung. ( Cig. Vericht.) Berlin, 7. September. The Fleischermeister Deutschlands waren dem Rufe zu emmer allgemeinen Protestversammlung gegen die Fleischteuerung zahlreich gefolgt. Die Konkordiasäle waren bis auf den letzten Plaß gefüllt, unter den 3000 Versammelten sah man die Abgesandten des Fleischergewerbes aus allen großen Städten Deutschlands neben den Vertretern kleinerer Orte. Eine Anzahl von Zustimmungs- und Sympathie1. legrammen von Innungen und Vereinen waren eingeTaufen. Nach dem Kaiserhoch sprach der zweite Vorsitzende des Deutschen Fleischerbundes, Obermeister Wiegand aus Nordhausen über die außerordentliche Verteuerung der Fleischpreise und die Ursachen zu dieser Erscheinung. Die Teuerung wirke auf die ärmeren Klassen nicht allein ungemein ver bitternd, sondern sie schädige auch die allgemeine Volksge sundheit eben so sehr wie die betroffenen Erwerbsklassen. Die Staatsregierung möge endlich ihr Ohr den berechtigten Klagen leihen und unter den nötigen Vorsichtsmaßregeln wegen der allerdings künstlich übertriebenen Seuchengefahr die Grenzen öffnen. Der zweite Redner, Allert aus Berlin, hält es für ein Pflicht der Gewerke, die Bevölkerung darüber aufzuklären daß an der heutigen Situation nicht die Fleischer die Schuld tragen. Musas- Hamburg verweist auf das kleine Dänemark welches das große Deutsche Reich durch seine Leistungsfähig feit beschäme. Herr Ritter aus Rohrbeck betont, es sei det. Wille des Volks, daß die Grenzen geöffnet werden. Mar bitte nicht mehr darum, man fordere es. Die Mitglieder des Gewerkes sollten unter das Volk treten, Versammlunger einberufen und es aufklären, daß, wenn es arbeiten müsse wenn es die deutsche Industrie groß gemacht habe, es auch das Recht habe, zu essen. Nachdem sich noch eine Reihe von Rednern in ähnlichen Sinne geäußert, nahm Landtagsabgeordneter Justizrat Cassel das Wort. Es sei ganz gleichgültig, ob nun Fleisch not oder nur Fleischteuerung vorliege, jedenfalls sei es klar daß meite Streise des Volkes sich des Fleischgenusses wegen der hohen Preise enthalten müssen. Darüber käme man mi allen Gegenreden nicht hinweg. Für die Aufrechterhaltung der Grenzsperre seien nicht Rücksichten auf die Gesundheit sondern auf die Breislage maßgebend. Pflicht der Regierung sei es jedenfalls, auf Abhilfe für die wachsende Teuerung zu sinnen. Die Versammlung faßte schließlich ihre Forderungen in einem Beschlußantrag zusammen, der folgende Haupt gesichtspunkte aufstellte: ,, Nach ihrer genauen Kenntnis des Viehbestandes erklären die Fleischermeister, daß ein großer und zunehmender Man gel an Schlachtvieh im Deutschen Reich besteht. Die zu Markte gebrachten Schlachttiere sind größtenteils ihrer Qualität nach sehr geringwertig. Durch diesen Viehmangel und die dadurch hervorgerufene Fleischteuerung wird die Ernährung des deutschen Volkes mit Fleisch und damit seine Erwerbs- und Wehrfähigkeit schwer beeinträchtigt. Zahl reiche Fleischermeister sind in ihrer Eristenz bedroht. Die Versammlung hält es für eine nationale Pflicht, daß die Reichsregierung und die Bundesregierungen alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel aufwenden, um dem herrschenden Notstand schleunigst abzuhelfen. Die Einfuhr von Schlachttieren aus dem Ausland muß erleichtert werden. Die Versammlung fordert, nachdem die Endfrist, die der Landwirtschaftsminister v. Podbielski vor einigen Wochen für den Viehmangel bei seiner Ablehnung der Grenzöffnung vorausgesetzt hat, abgelaufen ist, die Viehknappheit in der Zwischenzeit aber nicht abgenommen, sondern noch erheblich zugenommen hat, nunmehr auf das bestimmteste, daß diesent Verlangen weitester Voltskreise nach Deffnung der Grenzen von der Regierung endlich entsprochen wird. Es ist Pflicht der Regierung, in dieser Beziehung die Interessen des gesamten Volkes wahrzunehmen. Justizrat Cassel fonstatierte zum Schluß der eindrucks. bollen Bersammlung, vor den großen Lebensfragen eines Bolles müßten alle Sonderinteressen zurücktreten = Vermischtes. Die tiefste Temperatur der Erdatmosphäre. Während in Ler Nähe der Erdoberfläche die tiefste, bisher beobachtete ** Maud 25. Division g dem Befehl des zwischen Dieden Regiment war Artillerie- Regim wurde angenor Mainz über d sollte. Um 9 118, 168 den f Gefecht, an den inne hatte, leb nicht in Lätigt beendet. Arme von Eichhorn m von ihrem Kom ein Marschtag d bon Homburg. ** Kaiser ein mattgrauer entlang schleichen, parade aus einer während noch Du das Publikum no Mit dem erften S den Weg nach den Scharen dichter, m die Züge ein. De auf den Bufuhrstraß bis sich zuletzt von Säulen darauf zu 6 fich die Massen und militärische Schauf berein begab fi nach Homburg. der Kronpring und mittels Sonderzug eine Stunde früher Dänemart und Bri waren. Brinzeffin Automobil an. R ein. Mit dem Homburge zu lau 34 Der den Raiser u Bahnhof hatten des 18. 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Man glaubte nun, da mit das Maximum der in der Atmosphäre noch meßbaren Lufttemperatur erreicht zu haben, und doch ist neuerdings bei Aufstiegen Aßmannscher Gummiballons mit Registrier. instrumenten, die in Nordamerika bei St. Louis stattfanden, in einer Höhe von fast 15 000 Meter eine Temperatur von 85 Grad Celsius erzielt worden. - - Ein altes Kriegsschiff. Von Portsmouth ist ein altes hölzernes Kriegsschiff Englands, die„ Myrthe", in Cur haven angekommen, wohin es von zwei Schleppdampfernbugjiert war. Das alte Fahrzeug ist vor 98 Jahren in Bombay erbaut und jetzt zum Abwracken an eine Firma in Moorburg bei Hamburg verkauft. Das Teakholz des alten See- Veteranen ist noch völlig gesund, die„ Myrthe" hat ge waltig dicke Schiffswandungen und einen gigantischen Kiel. Die drei mächtigen Untermasten sowie das Bugspriet sind noch vorhanden, die sonstige Takelage fehlt gänzlich. An Metall befindet sich nur Bronze und Messing an Bord dieses Veteranen zur See. Wachsendes Land. Während an anderen Punkten der Seeküste das Meer sich langsam ins Land hineinfrißt, schiebl sich an der Westküste von Holstein das Land immer weiter seewärts vor. Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts find 8600 Heftar dem Meere abgerungen worden; davon find 7000 Hektar von festen Seedeichen eingeschlossen und damit dauernd gegen die Nordseefluten gesichert. 500 größere und leinere Gehöfte sind auf diesem früheren Meeresboden errichtet worden, und jetzt leben 3400 Menschen auf diesem friedlich eroberten Gebiete. Tausende Heftare steigen allmählich aus den Fluten; über 6000 Hektar uneingedeichtes Vorland zeigt schon eine feste Grasnarbe und dient als Weide. In einigen Jahrzehnten wird Holstein sich. um vclle 15 000 Hektar vergrößert haben. Wo einst die wilden Wogen der Nordsee brausten, nährt dann ein fruchtbarer Boden 5- bis 6000 Menschen. Lokales. 8. September 1905. ** Manöver. Am Dienstag manövrierte die 25. Division gegen den markierten Feind, der unter dem Befehl des Obersten von Lindenau von den 116ern zwischen Diedenbergen und Wallau gestellt wurde. Dem Regiment waren das Dragoner- Regiment 6 und das Artillerie- Regiment Nr. 61 beigegeben. Als Kriegslage wurde angenommen, daß eine feindliche Armee bei Mainz über den Rhein ging, die aufgehalten werden sollte. Um 9 Uhr griffen die Regimenter 115, 117, 118, 168 den Feind an. Es entspann sich ein heftiges Gefecht, an dem sich die Artillerie, die eine gute Position inne hatte, lebhaft beteiligte, während die Kavallerie nicht in Tätigkeit trat. Um 12 Uhr war das Gefecht beendet. Armeeinspekteur von Lindequist und General von Eichhorn wohnten ihm bei. Die Division wurde von ihrem Kommandeur geführt. Am Mittwoch brachte ein Marschtag die Truppen in die nächste Umgebung von Homburg. - *** Kaiserparade. Dichte Luft, Regenstimmung, ein mattgrauer Himmel, an dem die Wolfen schwerfällig entlang schleichen, so steigt er herauf der Tag der Kaiser parade aus einer regenschweren Nacht. Schon in aller Frühe, während noch Dunkel liegt, beginnen die Züge zu rollen, um das Publikum nach Homburg und Bonames zu bringen. Mit dem ersten Morgengrauen treten die ersten Zuschauer den Weg nach dem Paradefeld an. Bald aber werden die Scharen dichter, mit immer fürzeren Unterbrechungen laufen die Züge ein. Der Wagenverkehr seht ein und das Leben auf den Bufuhrstraßen zum Paradefeld wird intensiver, bichter, bis sich zuletzt von Homburg und Bonames nur noch große Säulen darauf zu bewegen. Als die Parade begann, ftauten sich die Massen und wichen erst, nachdem das große, glänzende militärische Schauspiel beendet. Der Gießener Strieger verein begab sich schon in aller Frühe heute Morgen nach Homburg. Gestern Vormittag 93/4 Uhr trafen der Kronprinz und die Kronprinzessin, sowie Eitel Friedrich mittels Sonderzuges in Homburg ein, nachdem ungefähr eine Stunde früher schon Prinz Adalbert, Prinz Harald von Dänemark und Prinz Andreas von Griechenland eingetroffen waren. Prinzessin Friedrich Karl von Hessen langte im Automobil an. Kurz vor 10 Uhr traf auch Prinz Heinrich ein. Mit dem Schlage 10 begannen sämtliche Glocken Homburgs zu läuten und bald darauf lief der Sonderzug, der den Kaiser und die Kaiserin brachte, langsam ein. Am Bahnhof hatten sich sämtliche Fürstlichkeiten, der Kommandeur des 18. Armee- Korps Generalleutnant v. Eichhorn und die gesamte Generalität zur Begrüßung eingefunden. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt der Kaiser, der große Generalsuniform und den Marschallsstab trug, die Front der Ehrenkompagnie ab und ließ dann diese im Parademarsch vor beidefilieren. Darauf bestiegen der Kaiser und die Kaiserin den Wagen und begaben sich von einer Abteilung bayerischer Ulanen eefortiert in das Schloß. Den Majestäten folgten das Kronprinzen- Baar, sowie die übrigen Fürstlichkeiten. Das dichtgedrängte Bublifum grüßte überall durch laute Hochrufe und Tücherschwenten. Die Straßen Homburgs find prächtig mit Guirlanden und Fahnen geschmückt, sodaß sie einen farbenfrohen, malerischen Anblick bieten. Hohe Obelisken tragen einen mächtigen Triumphbogen und an den Seiten der Straßen wachsen schlanke Flaggenmasten hervor, zu deren Spigen sich grünes Gewinde hinaufschlingt. Die ganze Stadt ist mit Tannenduft erfüllt. Unter den lebhaften Burufen, die ständig anzuschwellen schienen, trafen die fürstlichen Gäfte im Schlosse ein. Im Schloßhofe stand die Leibtompagnie des Infanterie Regiments Nr. 116 ( Kaiser Wilhelm II) Der Kaiser nahm die Front ab und ließ die Ehren Kompagnie im Parademarsch vorbeiziehen. Im nächsten Augenblick änderte sich das Bild. Die Fahnentompagnie zog auf und brachte die 16 Fahnen der Regimenter im Schlosse ab. Gegen 11 Uhr fand der Bivilempfang statt.| Nachmittags fuhr der Kaiser um 32 Uhr im Automobil nach der Saalburg über die neue Altstadt U berbrückung, welche dann dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde. -r. Die zehn ersten Hauptgewinne der gestern ge zogenen Gießener Pferdelotterie fielen wie folgt: 1. auf Nr. 18 662 nach Gießen. 988 4 650 4919 " Darmstadt. Gießen. T 14556 2. " " 3. " " " 4. " " " Alsfeld. 5. 18 950 " " " 6. " " 7. " " " 8. 7147 " " " 9. 110 " " " " " 10 972, 10. 12375 Lollar. Gießen. Allendorf b. Biedenkopf. Hirzenhain( Oberhessen). Gießen. Gießen. Näheres siehe in der unserer heutigen Nummer beiliegenden Gewinnliste. Die glückliche Gewinnerin des ersten Preises ist Fräulein Ettel, Tochter des Schriftsegers Ettel- Gießen. * Die Verwaltungsbehörden machen zurzeit bekannt, daß in letzter Zeit von Holland aus große Mengen start gefälschter Kleie nach Deutschland, besonders nach Süddeutschland, eingeführt worden seien. Untersuchungen hätten ergeben, daß diese leie bis 90 Prozent wertloser, gemahlener Kaffeeschalen enthalten. Also Vorsicht! Man lasse sich beim Einkauf Gehaltsgarantie geben. RB. Am 2. Oktober wird in Driesen eine von der Reichsbankstelle in Landsberg a/. abhängige Reichs banknebenstelle mit Rasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet und zugleich ermächtigt werden, auch Wechsel auf Vordamm bei Driesen und Mühlendorf bei Bordamm einzuziehen. Wechsel auf diese drei Orte, welche nach dem 30. September fällig werden, sind an die Nebenstebenstelle in Driesen zu girieren. * Der sozialdemokratische Wächter des Partifularismus. Die sozialdemokratische Münch. Post" stellt eine Erörterung der Einbeziehung der bayrischen Ulanenbrigade in die preußischen Manöver von Senne im Landtag in Aussicht. im Landtag in Aussicht. In dieser Einbeziehung und in vorausgegangenen ähnlichen, stufenweise sich entwickelnden militärischen lebungen erblickt das Blatt ein Syſtem, nämlich das Bestreben Preußens, fich, entgegen den Versailler Verträgen, allmählich in die bayrische Armee hineinzubohren. Es ist doch hübsch von der „ königlich- bayrischen Sozialdemokratie", die doch auch ein Stück der internationalen Sozialdemokratie sein will um mit dem Zentrum zu reden daß fie um die bayrischen Reservatrechte so ängstlich besorgt ist, selbst wenn sie lediglich dynastischen Zwecken dienen, wie es doch bei der Frage, ob das bayerische Militär unter bayerischer oder preußischer Oberleitung steht, der Fall ist. - Die ** Die Königl. Preußische Lehranstalt für Wein, Obst- und Gartenbau in Geisenheim a. Rh. hatte sich im vergangenen Jahre, wie der eben erschienene Jahresbericht für das Jahr 1904 zeigt, eines besonders starken Besuches zu erfreuen. In die Anstalt wurden aufgenommen 34 Eleven( Schüler des höheren 2jähr. Lehrganges), 27 Gartenbau-, 8 Obst- und Weinbauschüler Schüler des niederen einjährigen Lehrganges) und 25 Praktikanten. Dazu kommen noch 313 Teilnehmer an den periodischen Kursen über Obstbau, Obstverwertung, Weingärung, Weinuntersuchung 2c. mit diesem zahlreichen Besuche verbundene außerordentliche Inanspruchnahme der Einrichtungen der Anstalt liche Inanspruchnahme der Einrichtungen der Anstalt machte auch im vergangenen Jahre wesentliche Erweiterungen derselben notwendig. In den mit allen Erfordernissen der Neuzeit ausgestatteten umfangreit en praktischen Betrieben der Anstalt: Gartenbau, Obstbau, Obstverwertung, Gemüsebau, Weinbau und Kellerwirtschaft wurde außerdem mit Erfolg an der Lösung ein. schlägiger Tagesfragen gearbeitet. von den wissenschaftlichen Versuchsstationen der Anstalt für Pflanzenphfiologie, Pflanzenpathologie, Hefereinzucht und Nebberedlung, die, wie der Bericht zeigt, von der Praxis immer mehr als die berufenen Ratgeber erkannt werden. Dasselbe gilt auch + Klein- Linden, 7. September. Die Truppen, die mehrere Tage lang die Straßen unseres Ortes belebten, haben uns wieder verlassen. Es war ein buntes, abwechslungsreiches Bild, das die Durchmärsche boten. Start mit Einquartierung war auch die südliche Wetterau bedacht. ?? Hausen, 7. September. Ein Radikalist. Gestern Abend stürzte sich urspöglich ein Maurer in die Nied. Mehrere Soldaten, die dies mit angesehen, sprangen sofort nach und brachten den schon Bewußtlofen wieder ans Land. Als feine Lebensgeister wieder zurückgekehrt waren, erklärte er, er hätte den Sprung infolge quälenden Durstes(!) begangen. § Krofdorf, 8. September. Gestern Abend wurden hier wiederholt Gewitterbildungen wahrgenommen. > Nidda, 7. September. Der Septembermarkt war mit Schweinen und Rindvieh gut beschickt. Es wurde flott und bei guten Preisen gehandelt. Namentlich Schweine Mit dem gingen bei hohen Notierungen schnell weg. Martte war eine Prämiierung für Faselvieh verbunden. Hohensolms, 7. September. An einem verendeten Schweine der Witwe Jafob Hornivins von hier ist die Schweinefeuche festgestellt und die Gehöftsperre angeordnet * worden. -tt Bad- Nauheim, 7. September. Spielplan des Kurhaus- Theaters. Montag, 11. Sept.: Gastspiel von Ernst Freiherrn v. Wolzogen und Elsa Laura Freifrau v. Wolzogen, dazu:„ Ich heirate meine Tochter", Luftspiel von J. Groß von Tredau, zum Schluß„ Die Hasenpfote", " Tragikomödie von Hans Brennert. Mittwoch, 13. Sept.: Gastspiel von Frl. Lily Don der vom Hoftheater in Mannheim: Die versunfene Glocke", ein deutsches Märchendrama von Gerhardt Hauptmann. Freitag, 15. Sept.: Die große Leidenschaft", Lustspiel von Raoul Auernheimer, dazu: Balleteinlage von Frl. Liny Eichrodt vom Stadttheater in Straßburg. Samstag, 16. Sept: Telephongeheimnisse", Schwant von H. Hausleiter und Mor Reimann, in Szene gesezt ron dem Verfasser Mox Reimann vom Schauspielhaus Frankfurt a. M. rr. Friedberg, 7. September. Der Großherzog traf hier gestern Nachmittag im Automobil ein. Die Stadt prangt im reichen Flaggenschmuck. Der Großherzog wurde vom Publikum lebhaft begrüßt. Wallersdorf, 7. September. Nachdem die Vorarbeiten jegt erledigt sind wird mit dem eigentlichen Anlegungsverfahren des Grundbuchs für unsere Gemarfung am 18. September begonnen. * Hanau, 7. September. Beleidigung der Stadtverordneten. Die Verhandlung gegen den sozialdemokratischen Stadtverordneten Hoch wegen Beleidigung der bürgerlichen Stadtverordneten in Hanau wurde nach der Frankfurter Volksstimme" erschienenen Artikels ablehnte. " Han. 8tg." vertagt, weil Hoch die Autorschaft des in der Ein Termin fonnte noch nicht bestimmt werden, da erst der verantwortliche Redakteur und das gesamte Druckereipersonal in der Angelegenheit vernommen werden soll. ? Frankfurt, 7. September. Fleischteuerung. Die Antrag an, der Magistrat möge einen allgemeinen deutschen legte Stadtverordneten- Versammlung nahm einen demokratischen Städtetag zur Beratung von Maßnahmen gegen die Fleischteuerung einberufen. Darmstadt, 8. September. Heute Morgen ist auf der Cartenbau- Ausstellung die Dahlien- Ausstellung eröffnet worden. Neueste Nachrichten. *** Homburg, 8. September, 2 Uhr 40 Min. ( Privattelegramm.) Kaiserparade. Das Wetter flärte sich im Laufe des Vormittags auf, sodaß es als günstig zu bezeichnen ist. Die Parade nahm um 9 Uhr ihren Anfang. Zer Kaiser führte das Inf.Regiment Nr. 116, der Großherzog das Juf.Regiment Nr. 115 vor. Die Kaiserin und die Kronprinzessin wurden von den Bamberger lanen eskortiert. Bei der Ankunft und Abfahrt herrschten heller Jubel. Die Parade endete 1/12 Uhr. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 12. Sonntag nach Trinitatis, den 10. September. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittage 8.00 Uhr: Pfarrer Schwabe. Bugleich Chriftenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Repetent Waas. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Batholische Gemeinde. Eamstag, den 9. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. " Sonntag, den 10. September. 13. Sonntag nach Pfingsten. Mariä Gburt. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hi. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Andacht. Batholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag, den 10. September vormittags 91 Uhr. Wiegemee landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 9. September. Kühl, wolkig, geringer Regen, später vorübergehend aufheiternd. ( Räheres durch die Gießener Wetterfarte.) Berantwort!: für die Politik und den Inseratenter Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betb in Gießen A C Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CE, zu besichtigen. Beste Bezugsquelle. Muster umgehend. N G Bekanntmachung. Betr.: Die ärztliche Behandlung der Stadtarmen. Herr Privatdozent Dr. Volhard ist bis zum 4. Oftober 1905 verreist. 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