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Wieder n borgestellt zu dieser gnädig, tiefen Berbeu verbunden, nut fünftig felbu Nr. 84. Erstes Blatt. Bufestionspreis: Die einfpaltige Betitzelle für ganz Oberfen, die Kreise Weglar and Marburg 10 g. fenft 15 Pfg. Reklamen bie Betitzeile 30 refp. 40 Big. Redaktion u. Saupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Bernfprechanschluk Nr. 302. Samstag, den 8. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50- Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl.. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Der Krieg in Oftalien. Sie Japaner lassen nicht ab, die Nachhut der russischen Armee ständig zu belästigen. In Cofio eingegangene Meldungen wissen von einer ganzen Reihe von Scharmügeln zu berichten, die die Spigen der japanischen Streitkräfte mit den Russen hatten. Dabei gingen die Russen, die teilweise berhältnismäßig schwere Verluste hatten, an einer Stelle 200 Mann, mehrfach zu heftigen Gegenangriffen gegen die Japaner bor. Wie aus den Berichten hervorgeht, drehten sich die Kämpfe in der Hauptsache um die neben der Eisenbahnlinie Tieling- Charbin hinlaufenden Straßen. Der russische Feldzugsplan, shizt sich, nach dem, was bisherver lautet, hauptsächlich auf Kirin. Deshalb fiegt der russischen Heersleitung natürlich alles daran, die japanische Verfolgung in dieser Richtung nach Möglichkeit aufzuhalten. Nach den vorliegenden Nachrichten, entsandte General Liniewitsch 50 000 Mann nach Karin; mit dem Rest seiner Armee, etwa 250 000 Mann, bezog er Stellungen auf halbem Wege zwischen Mukden und Avantschentse, wo er sich fest verschanzte. Die Russen verwandeln das ganze Gelände in eine Einöde, um den Vormarsch der Japaner zu hemen. Russische Seerüstungen. Nach guten Informationen verhandelt die Petersburger Regierung wegen Neubestellung von Kriegsschiffen. Die Suiten betragen 300 Millionen. Die Frage wird von einem Spezialfomitee unter Vorsiz des Großfürsten Aleris beraten. Der Wermoser des Marineressorts erteilte dem Adjutanten bes Marinehauptstabes Kapitän Silets rinen trengen Verweis für die unbefugte Veröffentlichung des gegen Kapitän Klado gerichteten Auszuges aus Briefen des Admirals Roschdiestwensky. Dieser hatte darin, wie erinnerlich, Klage geführt, daß Klados Kritik in seinem Schiffsmaterial die Disziplin der Besaßung gefährdet habe. Das deutsche„ Rote Kreuz" in Charbin. Die Schrecken des Krieges in Ostasien schildert ein eben eingetroffener Brief des Chefarztes des deutschen Vereinslazaretts vom Roten Kreuz in Charbin, datiert vom 12. März 1905: ch habe gestern zum ersten Male die Schrecken des Krieges gesehen. Fast nur bereiterte Wunden, berjauchte Amputationsstümpfe, Blutvergiftung und schon der zweite Fall von Tetanus( Wund- Starrkrampf). Wir haben von 5 bis 12 Uhr gearbeitet, um nur die notwendigsten Verbände zu machen. Jeder Tag bringt Tausende neuer Verwundeten. Unsere Patienten kommen fast alle aus den Schlachten vom Ende vorigen und Anfang dieses Monats, sind auf dem Hauptverbandplay verbunden, in den Hilfssanitätszug gebracht und 10 bis 14 Tage ohne Verband, ohne Pflege, zum Teil ohne geügende Nahrung transportiert worden, denn sie lagen alle in den für Sanitätszwecken völlig unbrauchbaren Güterwagen." Kaifertage in Neapel. Neapel, 1. April. Der Kaiser 1st fortgesett Gegenstand begeisterter Huldigungen, an denen sich natürlich in erster Linie die deutsche Kolonie beteiligte. Eine Abordnung der Deutschen wurde an Bord der Hohenzollern" empfangen, und für jeden Landsmann hatte der Kaiser ein paar freundliche Worte. Auch die Damen hatten es sich nicht nehmen lassen, ihrem Kaiser eine sinnige Huldigung darzubringen. Sie fandten ein höchst geschmackvoll ausgeführtes Blumenarrangement für die kaiserliche Tafel mit Nachbildungen pompejanischer Kunstformen. Der Kaiser war über diese Aufmerksamkeit besonders erfreut und ließ den Damen herzlichst danken. Aber auch die italienische Bevölkerung jubelt dem Kaiser entgegen und bringt ihm, wo er sich zeigt, begeisterte Ovationen dar, denen der Präfeft, der Sindaco und die Handelskammer in offizieller Form Ausdruck geben. Die herrschende Stimmung spiegelt sich besonders in den Zeitungen wieder. Sie nehmen die bei der Galatafel zwischen dem Kaiser und dem König Victor Emanuel gewechselten Trinksprüche zum Anlaß, um in oft geradezu begeisterten Worten namens des italienischen Boltes dem Kaiser und der deutschen Nation zu huldigen. Freilich tönt da in die Festesstimmung auch der unausrottbare Gegensatz wider Desterreich) hinein, und dem König Viktor Emanuel wird es gut angerechnet, daß er nur von den beiden Alliierten" in seinem Trinkspruch redete, die Erwähnung des Dreibundes aber dem Kaiser überließ. Im vollsten Maße vermochte sich die festliche Stimmung bei Gelegenheit der Gala- Vorstellung im Theater San Carlo zu entfalten. Mit nicht endenwollendem Jubel wurde dort der Kaiser begrüßt, als er in HusarenUniform an der Seite des Königs Viktor Emanuel erschien. Mit den dicht gefüllten Rängen, in denen die Schönen Neapels im Schmuck ihres Geschmeides Platz genommen hatten, während im Parkett sich der bürgerliche Rock mit der Uniform deutscher ,, Blaujacken" mischte, bot das ganz in einen Blumenhain verwandelte Riesen- Theater einen Anblick von wunderbarem Neiz. Außer dem„ Roland von Berlin" gab es einen Aft von„ Gioconda" und das Ballet „ Excelsior", dessen Schluß eine allegorische Huldigung des deutsch- italienischen Bündnisses als des Hortes des Weltfriedens brachte. Bei der Tafel an Bord der Hohenzollern" hatt der Kaiser seinem föniglichen Gaste den Wunsch geäuße:, ven neuen Panzer Reginc Margherita" zu besichtigen. Von dort besuchte der Kaiser das Zoologische Institut des Professors Dohrn. Der heutige Vormittag galt der deutschen Marine. Der Kaiser ging mit der„ Hertha" in See, um Manöver- und Schießübungen vorzunehmen, und nahm auch das Mittagsmahl mit den Offizieren der„ Hertha" ein. Heute vorittaa ist König Victor Emanuel nach Rom zurückgereist. F Die Politik. Die Aussichten auf ein Zustandekommen der Börsengeseknovelle sind sehr gering geworden. Die vorberatende Reichstagskommission hat die wesentlichsten Bestimmungen der Novelle, die ihren ganzen Wert ausmachen, abgelehnt, nämlich die Beschränkung des Termingeschäftsverbots und die Herabsetzung der Verjährungsfrist für erledigte Termingeschäfte von 30 Jahren auf 6 Monate. Danach hat sich die Kommission auf unbestimmte Zeit vertagt. Bom preußischen Handelsministerium ist eine Verfügung ergangen, wonach die Gewerbeaufsichtsbeamten Beschwerden der Arbeiter untersuchen, aber die Namen der Arbeiter, die sich mit Beschwerden über Mängel der gewerblichen Betriebsstätten an sie gewandt haben, nicht ohne deren ausdrückliche Zustimmung zur Kenntnis der Arbeitgeber bringen sollen, frankreich. A Die Pariser Operettenverschwörung, von der in den legten Tagen so viel müßig geschwazt worden ist, hat jetzt glücklich auch ein Ziel gefunden. Bisher wußte man nur, daß sie gegen die Republik gerichtet, aber nicht, zu ressen Gunster sie veranstaltet war. Das ist indhen offenbas geworden: Prinz Viktor Navolcon sollte mit Hilfe voi: 500 alten Gewehren, ebensovielen alten Uniformen und 8000 Gewehrpatronen zum Kaiser gemacht werden.- Es wäre eine ertragreiche Steuer, müßte jeder, der's nicht alaubt. einen Taler bezahlen. England. Ein noch unbestätigtes Gerücht will wissen, daß König Eduard mit König Viktor Emannel zusammentreffen werde. König Eduard wolle sich in Venedig einschiffen, eine Fahrt im Mittelmeer machen und bei dieser Gelegenheit dem Könia Don Italien begegnen. Skandinavien. Der Kronprinz- Regent von Schweden- Normegen hat in der norwegischen Konsulatsfrage eingelenkt. Er will unter allen Umständen zu einer Verständigung gelangen, für die er keine andere Basis vorschreibt, als die Erhaltung der Gemeinsamkeit der auswärtigen Angelegenheiten Schweden- Norwegens. Die Organisationsfrage hält er dabei vollständig offen. Schweden und Norwegen sollen durchaus gleichberechtigt sein. Ruisland. Die inneren Unruhen dauern weiter an trot; strenger Maßnahmen der Polizei und Regierung. In Warschau, so erzählen Berichte von dort, werden fast alltäglich in der Zitadelle sozialistische Agitatoren standrechtlich erschossen, was nicht eben beruhigend wirkt. Es wirkt nicht einmal abschreckend. In Saratom ist die Polizci auf ein anderes Mittel verfallen, sich der unbequemen„ niellektuellen" zu erwehren. Sie hat in den niedrigsten Quartieren, in den ,, Nachtasylen" Flugblätter verteilt, in denen zum Kampf gegen die Revolutionäre aufgefordert wird. Verkleidete Polizisten boten einen Rubel Belohnung jedem, der Studenten oder sonstige„ Neuerer" zu verprügeln bereit sein würde. Die Asylisten aber beschämten die Polizei durch entrüstete Ablehnung des Ansinnens. Sie veröffentlichten einen Protest, in dem es heißt: Wir sind gewesene Menschen, aber doch nicht so ehrlos, daß wir bereit sein sollten, die von der Polizei verlangten Schandtaten auszuführen." Immerhin bleibt die Besorgnis, daß es der Polizei noch gelingen wird, Erzesse zu veranstalten, namentlich gegen die Semstwo- und Duma- Mitglieder. In Eupatorin hat der Provinz- Gouverneur die Entsendung von Truppen erbeten, weil er Unruhen befürchtet. In der Umgegend von Libau sind neuerdings zahlreiche Brandstiftungen vorgekommen. Wie es heißt, ist nun auch die Persönlichkeit des Mörders des Großfürsten Sergius festgestellt worden. Er soll Kalajem heißen und der Sohn eines Polizeiinspektors in Warschau sein. Er war Student an der Petersburger Universität und wurde im Jahre 1899 wegen Beteiligung an politischen Wühlereien relegiert. Seine Persönlichkeit wurde in den Kreuzverhören, die im Zusammenhang mit der Verhaftung von 12 an dem Anschlag gegen das Leben des Zaren am 30. März verhafteten Personen erfolgten, festgestellt. Einer der Verhafteten, nament Sawinkow, war ein Studienkollege Kalajews. Balkan- Staaten. In Sofia hat man allmälig den Eindruck gewonnen, als glaube man in Konstantinopel nicht völlig an die kindliche Unschuld der bulaarischen Regierung in Bezug auf den Aufstand in Mazedonien. Das Ministerium Patrow versichert hoch und höchst, daß seine Politik unbedingt korrekt sei und daß es sich heilig quäle, zu verhindern, daß die Bandenbewegung in Mazedonien von Bulgarien aus Verstärfung erhalte. Inzwischen gehen die türkischen Truppen recht energisch vor. Bei Leskowau- Tapa, Kreis Gewgli, haben sie eine von Towau geführte bulgarische Bande getötet. Auf türkischer Seite fielen 2 Offiziere und 5 Soldaten, 9 Mann wurden verwundet. Afrika. Der Sultan von Marokko hat einen Sieg davongetragen. Am Donnerstag griff eine Abteilung des Stamdes Beni Sassen, der sich Parteigänger Roghis angeschlossen hatten, die marokkanischen Truppen am Ufer des Wadi Maluja an. Die Angreifer wurden aufs Haupt geschlagen und ließen ihre Zelte mit Inhalt im Stich. Alien. Rußland vergißt troß seiner Kriegsnöte seine politischen Interessen in Zentralasien nicht. Von Petersburg aus ist angeordnet worden, daß an Stelle der Soldaten des Emirs von Buchara auf allen Militärstationen am Oberlauf des Drus und in den Grenzbezirken Schignan und Koschan russische Truppen treten, 4000 Mann der Garnison von Marw den russischen Truppen im Gebiet der Flüsse Kuscht und Murphab zugeteilt und durch Mannschaften a Orenburg ersetzt werden sollen. Auftralien. In Australien soll durch ein besonderes Gesetz der seitherigen schmählichen Behandlung der Eingeborenen energisch ein Ende gemacht werden. Die üble Behandlung ging namentlich von Polizisten und Viehaufsehern aus. Die Halsfettenfesselungen sollen aufhören, den Polizisten sollen die Revolver und Gewehre abgenommen werden, mit denen sie argen Mißbrauch getrieben haben. Das neue Gesetz soll noch in der gegenwärtigen Session zustandekommen. Deutfcher Keichstag. ( 181. Sigung.) CB Berlin, 7. April. Mit einem Mißflang ging heute der im allgemeinen so friedlich verlaufene Sessionsabschnitt zu Ende. Das Haus hatte fast ohne Diskussion in einer knappen halben Stunde die Novelle zum Reichsbeamtengesetz und den Ergänzungsetat für das Rechnungsjahr 1905 in critter Lesung ange. nommen, und alles glaubte schon vergnügt nach Hause gehen zu können, als sich noch eine längere GeschäftsordnungsSebatte entspann. Der Präsident Graf Ballestrem schlug bor, d'e rich ste Sizung am 2. Mai abzuhalten, der Zentrumsführer Dr. Spahn hingegen beantragte, jie bis zum 10. Mai zu verschieben. Graf Ballestrem beharrte bei seinem Vorschlage, den er wohlerwogen nannte und sehr entschieden unter anderem mit dem Hinweis darauf verfocht, daß der Reichstag in diesem Jahre schon Anfang Oktober wieder einberufen werden solle und daß deshalb die großen Sommerferien möglichst frühzeitig beginnen müßten. Aber Herr Dr. Spahn sah sich nicht veranlaßt, seinen Antrag zurückzuziehen, und dieser wurde von einer sehr beträchtlichen Mehrheit, zu der auch fast das ganze Zentrum gehörte, angenommen. Dieser Beschluß berührte offenbar den Präsidenten, der ihn eben noch recht humorvoll bekämpft hatte, sehr unangenehm. Er schloß die Sizung, ohne den Abgeordneten, wie er es sonst immer getan, vergnügte Feiertage zu wünschen. Dann begab er sich zu dem Abgeordneten Spahn und sprach auf diesen heftig gestikulierend lebhaft ein. Die Unterredung muß wohl Herrn Spahn stark angegriffen haben, denn er erlitt darnach einen Ohnmachtsanfall, von dem er sich erst nach längerer Zeit wieder erholte, so daß man anfangs sogar fürchtete, es könnte ihm etwas Ernsthafteres zugestoßen sein. Im Foyer wurde behauptet, daß die Mehrheit keine Neigung zeigte, auf den Wunsch des Präsidenten einzugehen, weil dieser die Ferien selbständig anberaumte, ohne sich darüber mit dem Seniorenkonvent oder auch nur mit den Vizepräsidenten ins Einvernehmen zu feßen. Preufsifcher Landtag. Hans der Abgeordneten. RK Berlin, 7. April. ( 175. Sigung.) Nachdem das Haus mit der üblichen Parteileidenschaft einige Wahlprüfungen erledigt und fast alle beanstandeten Wahlen für gültig erklärt hatte, wandte es sich dem Antrag Gamp( frk.) zu, der bis zur beabsichtigten Reform des Berggesezes eine Sperre der Mutungsrechte bezweckt. Der Antragsteller führte aus, wie durch die massenhaften Bohrungen der Bohrgesellschaften, denen keine Ausnuzung der erworbenen Mutungsrechte folge, ein Monopol zur Beseitigung der Konkurrenz geschaffen werde. Minister Möller erkannte die Absicht des Antrages als richtig an und wünschte nur einige Aenderungen der Form. Starke Bedenken, ob der beabsichtigte Zweck erreicht werden würde, äußerten die Abgg. Macco( natl.) und Träger( frf. Bp.), während die Vertreter des Zentrums und der Konser. vativen ihre Sympathie für den Antrag Gamp aus. drückten. Dieser wurde einer besonderen Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. Größeres Interesse brachte das Haus, das sich allmählich immer mehr füllte, der nun folgenden dritten Beratung des Seuchengeseges entgegen. Die beiden ersten Paragraphen wurden angenommen, zugleich jedoch gegen den Widerspruch der Regierung der Antrag v. Savigny( Zentr.), nach dem vorgeschrittene Tuberkulose nur im Todesfalle( nicht schon bei Wohnungswechsel) anzuzeigen ist, und der Antrag Münsterberg, der die Verpflich tung der Zivilärzte, geschlechtskranke Soldaten anzuzeigen, aufhebt. Morgen soll die Beratung zu Ende geführt wer den. Dann sollen die Osterferien beginnen Nah und Fern. Die heftigen Schneestürme haben in einem großen Teil Deutschlands weiter angehalten. Namentlich die Ostseeküste und das Riesen- und Glatergebirge hatten unter ihrer Wut zu leiden. Wie aus Breslau gemeldet wird, herrschte auf der Prinz Heinrichsbaude eine Temperatur von-9 Grad, die höheren Berge waren mit dichtem Schnee bedeckt. Im Moor versunken. Vor einigen Monaten verschwand während einer Vortragsreise durch Mecklenburg der Landwirtschaftslehrer du Plat. Man mutmaßte ein Verbrechen; doch hat es sich jetzt herausgestellt, daß der Unglückliche auf einer Wanderung durch einsame Moorstrecken versunken ist. Ein aufregender Zwischenfall auf der Bühne ereignete sich in Innsbruck. Während des Benefizes des Opernfängers Frühwirt wurde dieser auf offener Szene, auf einer Pritsche liegend, plötzlich von furchtbaren Herzkrämpfen befallen. Das Publikum lachte erst, da es glaubte, das gehöre zur Rolle. Erst als der Arzt auf die Bühne stürzte und die Vorstellung abgebrochen wurde, erkannten die Zuschauer den Ernst der Lage. Ein glänzendes Beispiel von Geistesgegenwart legten die Insassen einer Schule für taubstumme Knaben in England ab. Einer der Lehrer erwachte gegen zwei Uhr morgens und stellte fest, daß der Schulraum im Erdgeschoß in Flammen stand. Er weckte die Knaben und telephonierte nach der Feuerwehr. Einige der kleineren Jungen gerieten natürlich in Furcht, aber es trat keine Panik ein, und die Lehrer vermochten sie gut zusammenzuhalten, bis mittel zur Rettung gegeben waren. Einer der Lehrer ließ sich zunächst durch ein Fenster an zusammengebundenen HandRevolverschrotpatrone in die linte Seite. Er wurde in die Klinik verbracht und ist dort seinen Verlegungen erlegen. K., der nervös erkrankt war, hat die Tat in einem Anfall geistiger Störung begangen. * Zeichen der Großstadt. Gießen nimmt immer mehr großstädtische Formen an. So eröffnet mit dem heutigen Tage auf der Sonnenstraße eine Postkartenzentrale nach dem Muster der Großstädte ihren Laden. Näheres im Inseratenteil ersichtlich. § Der Kreistag des Kreises Marburg hat für die Vorarbeiten zur Weiterführung der Linie Marburg- EbsDorf- Dreihausen bis Londorf oder Mücke an die Esenbahn Gießen Fulda 4000 Mt. bewilligt. Die Partei für letteres Projekt hat die Oberhand. * Butzbach, 7. April. Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 4, enthält u. a.: Bekanntmachung, Vorarbeiten für eine vollspurige Nebenbahn von Buzzbach nach Wezlar betreffend. ? Lauterbach Dieser Tage nahm sich das 14jährige Mädchen des Postschaffners R., das eine Unehrlichkeit begangen hatte, durch Ertränken das Leben. K Limburg, 7. April. Vandalismus. Vie Marmorplatte des Gedenksteines auf dem Greifenberge, der vom hiesigen Verschönerungsverein zur Erinnerung an die dort aufgeworfene Schanze errichtet worden ist, wurde von ruchim Jahre 1796 von den Desterreichern gegen die Franzosen loser Hand schwer beschädigt. K Aus dem Odenwald, 7. April. BiertriukerSyndikat. In Ober- Laudenbach wurde durch die Ortsschelle bekannt gemacht, daß sich dort ein Verein der Biertrinker" gebildet habe. Der Verein bezweckt, den Preis des Bieres von 23 auf 20 Pfg. pro Flasche herabzudrücken. Weigern sich die Wirte, dann will der Verein selbst Bier beziehen und noch billiger als 20 Pfg. an seine Mitglieder abgeben. K_Klein- Auheim, 7. April. Wütender Ochse. Der 77 Jahre alte Bäckermeister Valentin Dit wurde vorgestern von einem Fasselochsen erdrückt. tüchern herab, und ein Knabe kletterte an einer Dachrinne Beriammlung des Bürgervereins Gießen. Bersammlung des Bürgervereins Gießen. herunter. Dann wurden Leitern gebracht, und die Knaben stiegen einer nach dem andern herunter. In einem der Schlafzimmer befand sich eine Anzahl kleiner Burschen, die nicht anders gerettet werden konnten, als daß sie durch die Fenster und längs des Dachs nach einem anderen Zimmer fletterten, von dem aus sie dann herabsteigen konnten. Ge fam aber nicht ein einziger zu Schaden. Das Feuer wurde unterdrückt, aber erst, nachdem es beträchtliche Beschädigungen verursacht hatte. Wenn man bedenkt, daß die taubshummen Kinder nicht durch das gesprochene Wort gelenkt und zur Ruhe gebracht werden konnten, sondern nur durch das Ablesen von den Lippen, so verdient ihre Haltung große Anerkennung. Die Hungersnot in Andalusien wird von Tag zu Tag furchtbarer. Das verzweifelte Volk bricht in die Läden ein und stiehlt Getreide, Mehl und andere Lebensmittel. In Corelova kam es zu offener Empörung gegen die Behörden, von denen man Arbeit und Geld verlangte. Durch die Straßen der Orte sieht man überall Bittprozessionen ziehen, die den helfenden Regen vom Himmel erflehen sollen. Das Erdbeben in Indien soll weit höhere Opfer an Menschenleben gefordert haben, als die bisher vorladen amtlichen Berichte melden. Man schäßt die Zahl der Umgekommenen mindestens auf 1400. Im Lande herrscht furchtbares Glend. Lokales. 8. April 1905. () Kirchenrat Pfarrer Dr. Naumann wird in den nächsten Tagen das seltene Jubiläum fetern, da er vor 25 Jahren das Dekret als 1. Pfarrer_von Gießen erhielt. Zahlreiche Glückwünsche und Anerkennungen von allen Seiten werden dem Jubilar, dessen Gesundheit leider in letzter Zeit sehr zu wünschen übrig ließ, nicht fehlen, zumal überall befannt ist, wie ernst und mit welch großem Pflichtbewußtsein er sein Amt berwaltet. ** Reform der Gemeindefteuergesetzgebung. Der Rabattsparverein„ Moguntia" zu Mainz hat an die Kammern der Stände eine Petition gerichtet, in der er um die Besteuerung der Komsum- und Produktionsgenossenschaften bittet, da durch deren Steuerfreiheit der einzelne Gewerbetreibende empfindlich geschädigt und dem Staate eine erhebliche Steuerkraft entzogen würde. *** Wegen Sittlichkeitsbergehen wurde der 51 Jahr alte Lehrer Schnellbacher in Dornberg bei Groß- Gerau verhaftet. ** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen 10000 f. auf 19 466, 5000 Mt. auf 22 128, 55 197, 80 193 und 89 987. ** Schneiderstreif. Am Donnerstag Abend berhandelte auf Anregung der Zentralleitung des Schneiderverbandes Deutschlands im Kaiserhof" die aus 7 Mitgliedern bestehende Kommission der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wo es jedoch zu keiner Einigung kam. Die Arbeitnehmer hatten den von ihnen gestellten Tarif etwas erniedrigt, trotzdem gingen die Arbeitgeber nicht darauf ein, sondern halten an dem von ihnen aufgeftellten Tarif fest, welcher nach Aussagen der Streifenden, noch schlechter set, als der von den Gehilfen gefündigte. Es wurde darauf seitens der Streifenden beschlossen, den Streit mit aller Schärfe fortzusetzen. Die erste Maßregel war, daß sämtliche Unverheiratete Gießen gestern bereits verlassen haben. P. Selbkmord. Der in der Bleichstraße wohnende Schirmmacher A. schoß sich gestern Nachmittag mit einer Trez der Unbill der Witterung hatte sich gestern Abend eine ganze Anzahl Bürger in der Restauration Otto zur 3. öffnet wurden die Verhandlungen durch den Vorsitzenden Versammlung des Bürgervereins Gießen eingefunden. Eröffnet wurden die Verhandlungen durch den Vorsitzenden Lehrer Müller, der erklärte, daß ursprünglich eine andere Tagesordnung vorgesehen gewesen sei. Man sei von derfelben jedoch infolge Verhinderung des Referenten an der Versammlung teilzunehmen abgefemmen. Die Tagesordnung lautet deshalb: Submissionswesen, Rathaus Neubau und Verschiedenes. Er betonte ausdrücklich, daß der Bürgerverein auch in dieser Versammlung nur flärend wirken wolle. Als erstem Redner erteilte er dem Revisionsbeamten Grünig zu seinem Referat über das Submissionswesen das Wort. Referent Brünig verbreitet sich in sehr sachlicher Weise über das Submissionswesen und führt die verschiedenen Formen der Submissionen in ihrem geschichtlichen Zusammenhang, ihrer Bedeutung und ihren Vor- und Nachteilen ar. Die Submission, Berdingung, sei ein Wettbewerb unter den Geschäftsleuten. Bird sie in Blättern ausgeschrieben oder sonst wie öffentlich bekannt gegeben so sei sie eine öffentliche, wird dagegen nur eine fleinere Anzahl Geschäftsleute herangezogen, so sei sie eine beschränkte. Da bei der Eröffnung der Angebote die Preise bekannt gegeben werden, der Geschäftsmann sich also gezwungen sieht, sich der Konkurrenz in diesem Punkte zu enthüllen, so ist man in der letzten Zeit auf den Kunstgriff verfallen, die Endsumme ohne Rücksicht auf die einzelnen Boften zu fingieren. Dieser Gepflogenheit feien auch die Beitungsnachrichten über die„ Submissionsblüten" zuzuschreiben. Früher hätten die ausschreibenden Behörden einen Preis firiert und die Bewerber hätten zu dieser Summe auf oder abgeboten. Daraus hätte sich dann bare Zustände schuf, ebenfalls feine Lebensfähigkeit beseffen die Versteigerung entwickelt, die aber, da sie völlig unhalthäiten und so sei man zu der heute gebräuchlichen Form der Submission gelangt, durch die Staat und Stadt ihren und der Geschäftsleute Interessen nüßen und der Privatmann sich und das Gewerbe in gleichem Maße schädige. En Fehler sei es nur, daß mancher unreell falfulierende Geschäftsmann gleich im Voraus mit dem Gedanken rechne, sich so oder so schadlos zu halten, dadurch würde der Preisdrückerei Tür und Tor geöffnet. Würden Staat und Stadt ihre Arbeiten aber nicht auf dem Wege der Submission vergeben, so würden sie bald das Monopal weniger bilden, während doch ein garnicht freudig genug zu begrüßendes Brinzip sei, daß möglichst viele daran beteiligt würden. Aussicht genommene Angebot hinsichtlich seiner einwandsfreien Pflicht der ausschreibenden Behörden sei es aber, das in Ausführbarkeit zu prüfen. Diese Rücksicht schulde sie den Steuerzahlern und nicht zuletzt der in Betracht kommenden Firma. Durch dieses Verfahren schlösse sich dann die niedrigste Offerte, wenn nicht besondere Umstände mitsprächen von selbst aus. Das empfehlenswerteste sei noch das Mittelpreisverfahren, das allerdings nicht ausnahmslos gehandhabt Im Laufe der weiteren Debatte richtete der Vorsitzende an den Referenten das Ersuchen, die grundlegenden Bunfte seines Vortrages furz festzulegen, dem dieser dann auch nachfam. werden dürfe. In sehr sachlicher Beratung ging die Versammlung dann auf die einzelnen Punkte ein. Abhülfe gegen das planlose Unterbieten verspricht man sich namentlich von den Gesellen und Meisterprüfungen, durch die eine bessere Ausbildung im Kalkulationswesen gewährleistet wird. Denn wenn ein Geschäftsmann vernünftig zu falfulieren weiß, so wird er auch vernünftige Breise ansehen. In der Unfähigkeit mancher Geschäftsleute, überhaupt falfulieren zu können, aber liegt der wurde Punkt des ganzen Submissionswesen. Denn nicht die ausschreibenden Behörden, sondern die Submittenten find für den Preissturz verantwortlich zu machen. Darum ist hier die Hand zur Besserung anzulegen, außerdem aber müssen die Gewerbetreibenden ihre Kraft in geschlossenem Vorgehen konzentrieren. Schließlich beschloß die Vers sammlung, ihren Standpunkt in nachstehenden Säßen zu lichkeit und Gehörden davon in Kenntnis zu setzen: Ciches, 8.2 3fb. 1.00-1 bojen per Liter präzizieren und durch die Presse und Eingaben die Offent- 0 Bfa, Rä Das Submissionswesen ist nicht nur eine eigene n0.80-1.00, gelegenheit der direkt dabei Beteiligten, vielmehr hat die 500 Pfg., Allgemeinheit ebenfalls ein Interesse an reeller gediegener Arbeits- und Lieferungsweise. d 0.80-1.80 Bfb. 62-68 fch gefalzen p 50 Mt., Zwieb Durch Uebertragung von Arbeiten und Lieferungen og Sammelfle an den Mindestfordernden entsteht eine Demoralisierung tid, Bentner in der Geschäftswelt, da der reelste Geschäftsmann sich Berntner 0,00.unter Umständen genötigt sieht, von seinen soliden Grund-. Pfg. Day sägen abgehen zu müssen, um mit tonfurrieren zu lönnen, manchmittags. Das Verfahren des Staates, mit den von der Handwerfstammer vorgeschlagenen Handwerkern in den einzelnen Bezirken gemeinschaftlich periodische Preise festzustellen - zu denen die Arbeiten und Lieferungen bis zu 300 Mt. abwechselnd vergeben werden dürfte nachahmenswert erscheinen. Für Private sollten diese unparteiisch festgesezten Breise ebenfalls maßgebend sein. Ohne sich auf das Mittelpreisverfahren prinzipiell Beginn der Dret Stunden festzulegen erscheint es zweckmäßig, ein der Mitte nahe Spottb stehendes Angebot zu berüasichtigen, vorausgesetzt, daß willkürlich hohe Angebote vorher ausgeschieden werden. Der Wettbewerb unter den Gewerbetreibenden sollte in vernünftigen Grenzen stattfinden, sodaß das Angebot auch für eine solide Leistung Gewähr bietet. Es muß den Behörden und Körperschaften das unbedingte Vertrauen geschenkt werden, daß sie unter den in Betracht kommenden Angeboten ganz unparteiisch das günstigste wählen, doch ist es wünschenswert, daß Abwechselung unter den Gewerbetreibenden stattfindet. Das ortsansässige Gewerbe ist möglichst zu berücksichtigen, jedoch soll dies nicht Bedingung sein. Betreffs des Bunfts 2: Rathaus- Neubau, waren die Meinungen, wie sich ja auch nicht anders erwarten läßt, Bergrößerung des ißigen Bürgermeistereigebäudes durch geteilte. Zunächst unterschied sich die Partei, die nur eine Aufsetzen eines Stockwerts oder Anbau eines Flügels empfahl, von der, die, wenn schon, denn schon, gleich gründlich reinen Tisch machen wollte und daher für einen monumentalen Rathaus Neubau plädierte. Strittig blieb nur die Plaz frage, bei der sich wieder zwei Parteien gegenüberstanden. Die eine wünschte es am Brandplag, auf dem Terrain der Reitschule, Brandgasse und Gendarmerie- Kaserne erstehen zu sehen, weil dadurch der Brandplaß ein abgerundeteres Aus sehen bekäme; die andere Parter ließ sich mehr von nüchternen Zweckmäßigkeitsgründen leiten, indem sie als Platz die Lage des jeßigen Bürgermeistereigebäudes als dem Centrum der Stadt am nächsten tommend bezeichnete. Eine Stellungnagme wurde aber ausgesetzt, da Gießen vorläufig noch andere Eisen im Feuer hat, als da sind die Abpflasterung der Straßen und die Anlage der elektrischen Straßenbahn, die eine so wichtig wie die andere für die weitere Entwicklung der Stadt ist. Aber man tonnte aus der Stichhaltigkeit der für das eine oder das andere Rathaus- Projekt ins Feld geführten Gründe doch entnehmen, das man dieser Frage sehr rege gegenübersteht. Aber kommt Zeit, tommt Rat, und dann wird sich auch alles zur Zufriedenheit regeln. bachtal- Bahnprojekt und die Kanalsteuer angeschnitten. Bei Punkt 3: Verschiedenes, wurden u. a. das KleeBeide Gegenstände sollen die Versammlungen des Bürgerersteren ist Prof. Sommer gewonnen. Bemerkt wurde nur vereins noch weiter beschäftigen. Als Referent über den noch angesichts der dieser Tage erfolgten Regierungsentscheidung zum Bau der Linie Weglar- Buzzbach, daß Gießen das Kleebachtalbahnprojeft viel energischer hätte betreiben sollen. Das ist ein Standpunkt, auf den auch wir wiederholt und mit Nachdruck hingewiesen haben. Die Versammlung fand erst in vorgerückter Stunde ihr Ende. Zum Schlusse müssen wir noch einige Auffassungen weisen. Wir erklären, es liegt uns nichts ferner, als mit des Bäckermeisters Pfeiffer über die Gießener Presse zurückein Gewerbe als besonders evident mit Submissionsauswüchsen Sensationsmache einer standallüsternen gelben Presse irgend behaftet hinzustellen, oder einen Stein auf die Gesamtheit der Gewerbeangehörigen für die Verfehlungen einzelner zu werfen. Wir erklären aber auch ebenso entschieden, daß es Pflicht der Presse ist, auf die Schäden des öffentlichen Lebens hinzuweisen, und zwar geschieht dies von uns stets in einer Weise, die jede mißkreditierende Form ausschließt. Jede Beeinflussung aber weisen wir zurück Kinder die blaß und mager sind, werden durch Scotts Emulsion rosig und robust.. Scotts Emulsion ist ein vorzügliches Kräftigungsmittel für Kinder. Geben Sie Kindern, die in der Entwicklung zurückgeblieben oder sonst nicht so robust und lebenslustig sind, wie sie es sein sollten: Scotts Emulsion und fangen Sie damit noch heute an! Scotts Emulsion wirkt rasch, Kinder nehmen sie gern, da sie angenehm schmeckt. Der in Scotts Emulsion enthaltene Lebertran besitzt weder den üblichen widerlichen Geruch noch Geschmack. Scotts Emulsion ist besser für Kinder als der gewöhnliche Lebertran... 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Schweinefleisch 60-72 Big. Schweine leisch gefalzen per fund 0.76 fg., Stalbfleisch per fb. 70-74 g. Sammelfletsch per Pfb. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 6. 650 Met., Zwiebeln ver 3t. Mr. 8.00-10.00, Meistraut 10-15 Bf. be: Sid, Bentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Beschäftsmann figentner 0,00.- 0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter en soliden Grund Pfg. Dauer der Marktzeis von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr rrieren zu lönnen nachmittags. en von der Hand, Beginn der Marktzett überhaupt nicht, und während der ersten in den cinzelnen Breise festzustellen n bis zu 300 Mt Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor doret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. nachahmenswert unparteiis feft fabren prinzipiell der Mitte nahe Spottbillig! W orausgesetzt, daß Sieden werden. etreibenden sollte ß das Angebot t. aften das unbe Sie unter den in unparte das nswert, d stattfindet. Sglichft zu bri g fein. Neubau, warm Rein Raufzwang! Berantwortlich: für die Politik und den Infezatentel X16 in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib in ice Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon No. 21. Inh. Oskar Gutmann. Westanlage 31. Kanalisations- Artikel für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Baumaterialien für Hoch- und Tiefbau. Boraussichtliche Witterung in Seffen für Sonntag, den 8. pril. Wolfig, nachts noch kälter und Frost, tagsüber Temperatur wenig verändert, vereinzelt noch geringer Schnee Königlich Preussische Staats- Medaille Seidenstoffe in unvergleichlich reicher Auswahl. schwarze weisse farbige Jmmer die neuesten und schönsten. Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs- Medaillen, 6 Hoflieferanten- Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Mech. Seidenstoff- Weberei Michels& Co. Berlin SW. 19 Ecke Markgrafen- Strasse. 43 Leipziger Strasse 43 MOR Proben portofrei Lohnende Reise nach Gießen. 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Jeder, der diese günstige Gelegenheit versäumt, ist sich selbst zum Schaden. Jeder wird zum Besehen der Waren freundlichst eingeladen. Verkauf täglich von 9 bis 1 Uhr und von 3 bis 7 Uhr, Sonntags kein Verkauf. Alle Haus- und Küchengeschirre in selten grosser Auswahl spottbillig! dem Terrain d " aferne erſtehen; gerundeteres A hr von nüchterna Is Blas bie Bay Stets nene Sendungen. dem Centrum der Eine Stellung n vorläufig nog Abpflasterung der Bekanntmachung. Gesucht werden Mäden für Gießen Frau Sparr, Gieken, Seltersweg 8. Sonntag, den 9. d. Mts., von vorm. 11 bis und außerhalb. Straßenbahn, die nahm. 2 Uhr, soll in dem Zimmer Nr. 3 der Stadtitere Entwicklung knabenschule eine Stichhaltigkeit der eft ins Feld ge iefer Frage fe ommt Rat, regeln. u. a. das Euer angeschnitte gen des Bürg Referent über emerkt wurden gten Regierung ar- Buzbad el energischer hate auf den auch wit haben.- n unde ihr Ende. Di nige Auffaffungen ner Breffe jurid ferner, als mit ben Breffe irgend miffionsauswüchsen uf die Gesamth ngen einzelner tschieden, daf bes öffentli bon uns ftet orm ausfli n durch Con Aräftigungs: n, die in der nicht so robuft ten: Scotts h heute an! bertran befitt och Geschmad. inder id im großen und zwar nie in verfiegelten lacefarbigem Fischer mit agt. Scott& 7. inal- Lebertran osphorigiaurer atron 2,0, pulv. mi bulb. 2,0, Hierzu aro bel und Gaul Ausstellung der von den Schülern im diesjährigen Unterrichtskursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegentän de stattfinden, zu welcher wir hiermit einladen. Gießen, den 4. April 1905. Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. Vergebung von Bauarbeiten. Zur Erbauung der veterinär- medizinischen Infitute in Gießen, hier der normalen Anatomie, der pathologischen Anatomie und der chirurgischen Klinik, werden die folgenden Arbeiten unter Zugrundelegung des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. A. Schreinerarbeiten. Los I 37 Türen, 290 Ifom. Sockel 2c. 20% II 29 Los III 30 17 qm Glasabschlüsse. " Los IV 27 15" 27 " " " 2.9 20% V 31 25 " " B. Auftrei erarbeiten. Einige jüngere Arbeiter gesucht. Schillerstraße 18, Gießen. Sofort oder zu Ostern findet eine Anzahl jüngerer Mädchen leichte Beschäftigung in unserer hiesigen Bigarrenfabrik. C. Klingspor. Gießen. Dienstmädchen gesucht. Augenklinik Gießen. Schöne möbl. 3immer mit oder ohne Pension zu verm Bismarckstraße 17. Goetheftraße 48 p. G. Benecke, Bremen. Neuer Saalbau,( früher Steins Garten), Giessen Sonntag, den 9. April Grosses Abend- Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn C. Krauße. Eintritt 40 Pfg. Anfang 8 Uhr. Bäckerlehrling gegen Vergütung gesucht. Wilhelm Löber, Bäckermeister, Gießen. Tapezierlehrling gesucht gegen sofortige gute Ver= gütung. Adolf Noll, Gießen, Bahnhofstraße 57. Vergebung von Bauarbeiten. Betr.: Erbauung einer Kanalanlage für die Gemeinde Berdrod. Ein tüchtiger Steinbildhauer der im Schrift auen bewandert ist, sofort gesucht. Franz Hewel, Gießen Grünbergerstraße 7. Bäckerlebrling gegen Vergütung gesucht. Schomber, Bäckermeister. Gießen, Wallthorfti aße. Ein ordentlicher Junge Die bei rubr. Kanalanlage nötig werdenden Arbeiten und in die Lehre gesucht. Los VI darunter 2400 qm Leim und Delfarbenanstrich. Lieferungen im Voranschlagsbetrage von 5000 Mt. sollen im Wege Los VII C. Schlofferarbeiten. Beschlag von 45 Türen 2c. " 20% VIII 2400 2300 SV " " Los IX 20% X L08 XI 40 " " " " 60 " 1 M " D. Tapetenlieferung. desgl. desgl. Los XII 700 qm abwaschbare Stofftapeten. Log XIII 700 " Los XIV 450 F " " E. Holztreppenarbeiten. Los XV 110 Stufen. 20% XVI 96 Stufen F. Holzfußböden. Los XVII 115 qm Buchenriemen in Asphalt. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Zweigbüreau, Frankfurterstraße 88, eingesehen, Angebotsformulare( letne Zeichnungen) dorther bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, sind auf genanntem Zweigbürecu bis Mittwoch, den 26. April d. I., vorm. 11 Uhr, dem Eröffnungstermin einzureichen. Buschlagsfrist 3 Women. Gießen, den 8. April 1905. Großh. Baubehörde für die UniversitätsNeubauten Gießen. Becker. des schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtsbureau des Unterzeichneten Zimmer Nr. 17 zur Einsichtnahme der Interessenten offen. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Samstag, den 15. April d. J., nachm. 3 Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Bersrod einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Gießen, den 31. März 1905. Der Großh. Kreisban inspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. Vergebung von Wasserleitungsarbeiten. Sämtliche zur Erbauung einer Wasserleitung für die Stadt Allendorf a. Lda. erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege vergeben werden. Schriftliche Angebote sind bis Dienstag, den 18. April d. J., vorm. 10 Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei in Allendorf abzugeben, wo alsdann die Eröffnung derselben stattfindet. Die Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Landgraf- Philipp- Plaz 3 zur Einsicht offen und es können dort Angebotsformulare gegen Erstattung der Herstellungskosten in Empfang genommen werden. Gießen, den 3. April 1905. Der Großherzogl. Areisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat Thörner Installationsgeschäft, Gteben. Zu Ostern suche für meine Konditorei einen Lehrling. Ed. Lind, Hofkonditor. Gießen. Solider tüchtiger Hausbursche bei gutem Lohn gesucht. Metzgermeister Schreiner Eine Dame sagt es der anderen: Favorit der beste Schnitt. 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Gefällige Preisangebote sind längstens bis zum 20. April d. Js., abends 6 Uhr bei genanntem Architekten einzureichen. Gießen, den 8. April 1905. Giessen, Asterweg 47. Carl Stückrath Möbelfabrik 8 Ederstrasse 8. Möbel P Allerbilligste Preise. Einfachste wie reiche FUDWIC VON HESSE PRISMEDAILLE 1879 Geschäftsgründung 1868. Nr. 84. Bnfectionspre fen, ble Stretfe Retle Rebattion u. S Dekorationen Wohnungs- Einrichtungen solldester Ausführung in grosser Auswahl stots Vorrätig. Teppiche - Gardinen - Bettfedern Linoleum Streng reelle Bedienung. - Fertige Betten Franko- Lieferung. Eigene Tischler-, Polster-, und Dekorationswerkstätten für Neu- Anfertigung, Aufarbeitung, Anbringen von Gardinen etc. etc. für Geschäfts- Eröffnung! Einer geehrten Einwohnerschaft von Giessen und Umgebung die ergebene Mitteilung, dass ich am hiesigen Platze Sonnenstrasse 5( am Kanzleiberg) Samstag, den 8. d. Mts. eine Postkarten- Gentrale eröffnet habe. Reichste Auswahl in Ansichts-, Blumen-, Oster- u. 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April 1900. Grünberg i. H. Lose Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäue 11. amtlich bestellte Haupt- Kollettur der 5. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie sind zu beziehen durch die Contentia Gießen. Samstag, den 8. April, abends 9 Uhr Stiftungsfest und Commers auf der Schönen Aussicht. Der Ausflug nach Rodheim unterbleibt wegen schlechter Witterung. Zur Krankenpflege Nachtwachen, Massieren, Elektris fieren, alle Arten der Wasseranwendung empfiehlt sich 2. Krak, gepr. Heilgehilft, Gießen, Marktplatz 21, II. gegenüber der Engel- Apotheke Meine Wohnung befindet sic von heute ab Marktplatz 18, II. St. bei Herrn Karl Petri. J. Kahn Schneidermeister. EUREKA bestes WASCHMITTEL Achtung! Kartoffelu! Nächsten Montag, d. 10 Aril, beabsichtige einen oder wenn nötig mehrere Waggon Kartoffeln hter zu verkaufen. Magum bonum u. andere gute Speisekartoffeln für den Preis von 6 Mr. bro 100 Kilo netto, bahnfret Gießen. Bestellungen nimmt entgegen Phil. Boner II. Bahnhofft. 57. Bheumatismusu. 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