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Ja, lieber aber es fommt am Onkel): Ad all..fei fo gut Nummer: 5 261 309 83 458 5588 0 28 67 73 81 98 53 66032 42 74 199 258 67 98 835 41 86 95 41 660 93 779 809 72 20 23 938 64 95 69 9.89 000] 56 557[ 100] 6 46 85 95 321 525 835 296 701 836 934 44 30 39 69 703 839 6 085 488 540 46 79 6 [ 200] 510 63 74 929 0 601 722 57 75 778 6[ 25 000] 236 97 310 72 86 78019 47 257 8 921 31 44 72 7900 02 67 902 7 17 69 24 88 577 87 96 649% 0 538 57 59 622 43 88 94 422 49 69 89 128 88 204 858 433 59 68 67 75 92 134 54 77 386 446 521 51[ 1000 4 308 55 70 447 546 7008 51 114 28 32 51 36 88006 273 89 387 4 57 90 89046 1 800 40 69 86 926 57 647 63 903 96 91101 148 82 220 312 525 2 118 219 28 348 98 58 189 91 418 36 64 89 F 59 83 660 739 50 80 7 69 417 44 99 584 443 535 803 36 401 240 90[ 100] 383 52 243 328 46 650 96 Nr. 288. Jasertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Betitzeile 30 resp. 40 Bfg. Rebaltion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernſprechauschluk Nr. 362. Donnerstag, den 7. Dezember 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., tn's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Deutscher Reichstag. ( 6. Sitzung). CB. Berlin, 6. Dezember. Zum ersten Mal in der neuen Session herrschte heute starker Andrang zu den Tribünen, und da auch die Abgeordneten in beträchtlicher Anzahl zur Stelle waren, bot das Haus einen sehr interessanten Anblick. Es begann die große gesetzgeberische Aktion, die die Hauptaufgabe für die Volksvertretung während der kommenden Monate bildet, auf der Tagesordnung stand die erste Beratung des Etats in Verbindung mit der Flottenvorlage und der Reichs= finanzreform. Nach der Verlesung der geschäftlichen Mitteilungen ergriff unter allgemeiner Spannung der Reichskanzler Fürst Bülow das Wort, um zu= nächst die Reichsfinanzreform zu begründen, sachlich und möglichst furz, wie er im Eingang sagte. Seine Rede dauerte aber doch eine Stunde.. So wie bisher, das etwa war sein Gedankengang, geht es nicht weiter. Die Schuldenlast des Reiches wächst, und die Einzelstaaten geraten in Bedrängnis, deshalb sei eine durchgreifende Reform nötig, bei der es ohne neue Steuern nicht abgeht. Die Lasten müssen von der breiten Masse des Volkes mit getragen werden, um sie den Reichen allein aufzulegen, gibt es nicht genug Reiche. Um aber nach Möglichleit die Minderbemittelten zu schonen, haben sich die Verbündeten Regierungen entschlossen, troß schwerer Bedenken die Reichserbschaftssteuer einzuführen. Wenn der Reichstag der Finanzreform zustimme, so erweise er damit nicht der Regierung den Gefallen, sondern tue eine patriotische Tat, so schloß der Kanzler unter lebhaftem Beifall bei der Mehrheit, während links einiges Zischen ertönte. Die Erläuterung der Einzelheiten glaubte Fürst Bülow dem Reichsschatzsefretär überlassen zu fönnen. Als es sich darum handelte, das Reichsschatsekretariat neu zu besetzen, habe er dem Kaiser drei Männer genannt, die die finanziellen Verhältnisse aus dem ff. kennen: den Abg. Eugen Richter, der leider nicht im Hause sei, den Direktor Aschenborn und den Freiherrn von Stengel. Er habe hinzugefügt, daß Richter die Stellung nicht annehmen werde, für die er nach Wissen urd Charafter so vortrefflich geeignet sei. Aschenborn wäre nicht mehr in den Jahren, in denen es einem Spaß mache, Staatssekretär zu werden, Herr von Stengel hingegen sei die in jeder Beziehung geeignete Persönlichkeit. Dieser entledigte sich, nachdem der Kanzler geendet hatte, der ihm heute zugewiesenen Aufgabe in zweistündiger Rede, leider mit so schwacher Stimme, daß auf der Tribüne so gut wie nichts zu verstehen war. Dann legte Abg. Frißen die Stellung des Zentrums zu den bedeutsamen Gesetzen dar. Er bespricht zunächst unter Ausblick auf die Fragen der inneren und auswärtigen Politik den Etat, erklärt, daß das Zentrum die Flottenvorlage in der Kommission mit Gerechtig feit und Ernst, aber auch mit Wohlwollen preisen werde. Seine Feinde erkennen die Notwendigkeit neuer Steuern an, aber nicht in dem Umfange, wie der Staatssekretär. Vor allem aber scheint ihnen die Mehrbelastung des Massenverbrauches bedenllich, und sie behalten sich ausdrücklich vor, in der Kommission Aenderungen an dem Vorgeschlagenem vorzunehmen. Sie würden sogar zu einer Erweiterung der Erbschaftssteuer auf Deszendenten und Ehegatten bereit sein. ( Allgemeine Bewegung.) Sie können uicht anerkennen, daß die Vorlage ein geschlossenes Ganze sei, das nur ange= nommen oder abgelehnt werden könne.. Redner ersuchte den Reichskanzler, unsere Stellung zu Japan, England und Italien zu präzisieren und besonders sich in vollster Offenheit über die Marokkofrage zu äußern. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Konflikt mit Frankreich, wie es scheine, beseitigt sei, und drückte die Hoffnung aus, daß unsere Beziehungen zu England infolge des Sturzes des bisherigen Kabinets sich besser gestalten würden. Unter dem Beifall des Hauses führte Redner aus, daß Deutschland ohne Meid auf die großen von Frankreich gelösten Kulturaufgaben und auf die bedeutsame Entwicklung des englischen Handels blicke, und betont, daß wir gleiche Achtung und Beachtung von der anderen Seite erwarten dürfen und müssen. Fürst Bülow antwortet dem Vorredner, daß ein leitender Staatsmann nicht in jedem Augenblicke sich über die auswärtige Politik äußern fönne, besonders dann nicht, wenn Die Lage feine ganz befriedigende sei( Bewegung), wenn Schwierigkeiten eben erst überwunden und neue zu befürchten feien.( Hört, hört!) Wir müssen mit einer tiefgehenden Abneigung der öffentlichen Meinung in England gegen uns rechnen, zu deren Beseitigung erst in allerneuester Zeit Anfäße bemerkbar geworden seien. Er wolle darin gern den Anfang einer Wiederherstellung des leider unterbrochenen Verständnisses zweier gleichwertigen Kulturvölker erblicken. Aber wenn es auch kein allgemeines Erposé der internationalen Lage im Moment geben könne, so wolle er doch auf einige Fragen antworten. Der Dreibund bestehe unverändert fort. Das englischjapanische Bündnis feye der von uns befolgten Politik der Offenen Tür" in Ostoffen nicht entgegen. Der Reichskanzler legt die Instruktion vor, die in der Maroffo- Frage dem deutschen Botschafter in London erteilt worden ist. Aus diesem Attenstück geht die offensichtliche Redlichkeit der deutchen Diplomatie mit aller Bestimmtheit hervor. Die Vereung wird von dem dicht besetzten Hause mit lautem Beifall aufgenommen. Kriegsrecht und Schreckensherrfchaft. Nicht nur die einzelnen Bevölkerungs- Gruppen in Rußland stehen gegen einander, auch in ihren eigenen Reihen machen sich die Gegensätze geltend, überall, vom Zarenhofe bis zu den Sozialisten, ist Kampf in den eigenen Reihen die Parole. Erzählt man sich doch sogar von Tätlichkeiten, denen sich der Zar selber von Seiten des Großfürsten Wladimir, seines eigenen Onkels, ausgesetzt gesehen habe. Es kann nicht fehlen, daß bei derartigen Zuständen die Richtung wieder an Einfluß gewinnt, deren Bestreben die Wiederherstellung der alten Zustände ist. Unter dem Schuß der Bajonette. Die fortgesette Gährung hat der Militärpartei das Heft in die Hand gegeben. Sie ist am Werke, in den größeren Städten mittelst des Kriegsrechts ihre Herrschaft aufzurichten. Wie rücksichtslos Die Seele dieser Richtung ist Durnowo. er vorgehen kann, läßt eine Meldung aus Petersburg erkennen, die besagt: Durnowo hat ohne Wissen der Regierung den Kriegszustand über Kiew verhängt. Nur Graf Witte soll darum gewußt haben. Dessen Stellung gilt als erschüttert. Auch in manchen Meldungen wird darauf hingedeutet, daß Wittes Ministertage gezählt sein dürften. Auch die Anhänger der Reform- Aktion beginnen ihm zu mißtrauen. In Kiew und anderen Orten ist es bereits zu schweren Kämpfen zwischen Meuterern, deren Kern die Sappeure bildeten, und den treuen Truppen gekommen. Auch in Petersburg bereitet sich die Militärpartei auf Zusammenstöße vor. Es sind dort jezt 60 000 Truppen aller Waffengattungen konzentriert. Schrecken in Stadt und Land. Die Spaltung, die auch unter den entschiedenen RevoIutionären eingetreten ist, hat dazu geführt, daß die Verwirrung immer größer wird und vielfach zu einer richtigen Schreckensherrschaft ausgeartet ist. Es hat sich unter dem Priester Gapon, der auf Grund der Amnestie nach Rußland zurück gekehrt ist, eine gemäßigte Richtung herausgebildet, die mil dem Erreichten vorläufig zufrieden sein und auf diesem Grunde weiterbauen möchte. Gegen Gapon wenden sich die Ent schiedenen, und aus diesem Kampfe ziehen jene Elemente ihren Nutzen, denen es nur auf Raub und Umsturz ankommt. Aus Petersburg wird gemeldet: In Odessa, Kischinew und anderen Städten ist eine völlige Böbelherrschaft aufgerichtet. Niemand ist seines Lebens sicher, und eine wilde Panik ist ausgebrochen. Noch schlimmer sieht es auf dem Lande aus. Die aufrührerischen Bauern haben förmliche Räuberbanden organisiert. Sie erpressen Geld von den Dörfern, brennen und plündern und morden ihre Opfer in viehischer Bestialität. Der Strom der Auswanderer wird unter diesen Verhältnissen ein immer stärkerer. Den Finanzinstituten werden überall die Einlagen gekündigt. Die alten Geseze in Kraft. Unter Hinweis auf die Unmöglichkeit, die Bevölkerung und die Verwaltung mit einem Schlage an die neuen Ver hältnisse zu gewöhnen, erklärt die Regierung, vorerst die alten Gesetze in Kraft belassen zu müssen. Diese Erklärung hat sehr böses Blut gemacht, und namentlich die Presse erbebi dagegen lebhaften Widerspruch. Dazu kommt, daß die Be rufung der Reichsduma, auf deren Arbeiten fortgelegt ver tröstet wird, noch im weiten Felde steht. Denn Graf Witte studiert noch die verschiedenen Wahlarten, um eine geeignete für Rußland zu finden. Maßnahmen anderer Staaten. Die Nachbarstaaten schicken sich an, ihren Staatsange: hörigen den nötigen Schuß angedeihen zu lassen. So ent sendet die schwedische Regierung einige Kriegsschiffe nach Rußland, und auch die Türkei hat Torpedoboote nach den Dar: danellen abgehen lassen, da sie Raubfahrten von russischen Meuterschiffen im Schwarzen Meer befürchtet. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Der Bundesrat hat dem Reichstag einen Gesezentwurf über die Verlängerung des deutsch- englischen Handelsprovisoriums zugehen lassen. In dem Entwurf heißt es, der Bundesrat wird ermächtigt, den Angehörigen und den Erzeugnissen des Ver= einigten Königreichs von Großbritannien und Irland sowie den Angehörigen und Erzeugnissen britischer Kolonien und auswärtiger Besitzungen bis zum 31. Dezember 1907 diejenigen Vorteile einzuräumen, die seitens des Reichs den Angehörigen oder den Erzeugnissen des meistbegünstigten Landes gewährt werden. Das Gesetz soll mit dem 1. Januar 1906 in Kraft treten. Die Begründung konstatiert eine fortwährende Steigerung des Warenaustausches zwischen England und Deutschland während der letzten Jahre. In den Kolonien mit Ausnahme von Kanadu ist das gleiche der Fall gewesen. Für das Jahr 1904 stellt sich die Gesamthandelsbilanz zwischen Deutschland und dem Vereinigten britischen Königreiche derart, daß dieses nach Deutschland für 614,9 Millionen Mark ausgeführt hat, wozu noch 346,6 Millionen Mark Edelmetalle treten, während Deutschland dorthin für 985,5 Millionen Mark Waren zur Ausfuhr brachte. Bei Miteinrechnung der britischen Kolonien und Besitzungen beträgt zufolge der deutschen Statistik die Ausfuhr auf britischer Seite 1173 Millionen Mart, daneben 362 Millionen Mark Edelmetalle, während Deutschland nach dem gesamten britischen Seiche für 1200 Millionen Mart und 10 Millionen Mark Edelmetalle ausführte. Aus Deutsch- Ostafrika wird gemeldet, daß Oberleutnant Baasche nach Utete in Kitschi marschiert, um mit Hilfe von 1000 Rufiji- Leuten Getreide von Aufständischen zu ernten und wegzubringen. Oberleutnant zur See Sommerfeldt hat einen Ueberfall ausgeführt und ein aufständisches Dorf zerstört. Der Feind hat viele Tote und Verwundete und verlor mehrere Gefangene. * Im Reichstag ist von nationalliberaler Seite ein Antrag eingegangen, das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Weitbewerbs einer Abänderung zu unterziehen. Der Antrag verlangt, daß die Veranstaltung eines Ausverfaufs seitens des Veranstalters der Ortspolizeibehörde anzuzeigen ist; daß der Anzeige das Verzeichnis derjenigen Waren- Restbestände beizufügen ist, welche ausverkauft werden sollen, und daß diese Restbestände an dem Tage, an welchem die Anzeige erstattet wird, Eigentum des Veranstalters des Ausverkaufs sein müssen; daß in gleicher Weise die Veranstaltung einer Versteigerung von Waren angezeigt werden muß und die zur Versteigerung bestimmten Warenbestände am Tage vor der Versteigerung im Gewahrsam des Veranstalters der Versteigerung sein müssen. Wer über diese Bestimmungen hinausgeht, soll bestraft werden. * In Eisenach tagte eine Konferenz von Vertretern aller deutschen Staatsbahnen, in der über die einheitliche Feststellung von Vorschriften über die Ausführung und Handhabung des Eisenbahnbetriebes verhandelt wurde. Die Konferenz führte zu einer vollständigen Einigung. Zurzeit werden im Reichseisenbahnamt auf Grund der geführten Verhandlungen die einheitlichen Vorschriften für den deutscher Eisenbahnfahrdienst ausgearbeitet. Es ist anzunehmen, daß sie im Verlaufe des nächsten Betriebsjahres schon in Kraft gesezt werden können. * Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin nahmen Stellung gegen die geplante Besteuerung der Baketa adressen, der Postanweisungen und der Fahrkarten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen bedeuten nichts anderes als eine Erhöhung des Postportos. Die Pafetportosäge steigen von 50 und 25 Pf. auf 60 und 30 Pf., die Postanweisungsgebühren für Beträge über 20 M. steigen um 20 Pf. Eben so verkehrsfeindlich sei die geplante Besteuerung der Personenfahrkarten auf Eisenbahnen und Wasserstraßen. * Schon vor längerer Zeit wurde behauptet, die preußische Regierung beabsichtige, dem Handwrk Siz und Stimme im Herrenhaus zu geben. Zu dem Plane bemerkt jezt die Zeitschrift des hessischen Landesgewerbevereins, nachdem die amtliche Organisation des Handels in seinen Handelsfammern mehrere Vertreter im Herrenhaus erhalten hat, glaube man, nach Durchführung des Handwerksorganisationsgesetzes dem Handwerk eine solche Vertretung nicht vorenthalten zu sollen, damit das Handwerk sich dem Handel gegenüber nicht benachteiligt fühle. Es sei beabsichtigt, vor der Auswahl der vom Könige einzuberufenden Handwerksvertreter den Handwerks- und Gewerbefammerausschuß zu hören. * Die infolge der Debatten im Landtage entstandene Wahlrechtsbewegung im Königreich Sachsen zieht weitere Kreise. Sowohl von freisinniger, nationalliberaler wie sozialdemokratischer Seite will man von der Regierung Aufklärung über die Vorfälle des legten Sonntag verlangen, eine Interpellation des sozialdemokratischen Abg. Goldstein liegt der zweiten Kammer bereits vor. In der Kölnischen Zeitung" beschäftigt sich ein längerer offiziöser Artikel mit der Bewegung, der die Warnung ausspricht, nicht mit dem Feuer zu spielen. Oefterreich- Ungarn. ** Großes Aufsehen ruft die Meldung wach, daß Böhmen stark militärisch besetzt werden soll. Zwölf Infanteriebataillone in Linz, Krakau und Olmüz sowie die in WienerNeustadt und Wels liegenden Dragonerregimenter haben den Befehl erhalten, sich zum Marsche nach Böhmen bereitzuhalten. Offiziell wird dieser Befehl als eine notwendige Vorsichtsmaßregel angesichts der in Prag und in den nördlichen Teilen Böhmens herrschenden Stimmung bezeichnet, welche Die Krawalle in Budapest Ruhestörungen besorgen lasse. dauern an. Mehrere Personen wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei verlegt. Der Boykott der Sezer gegen die Blätter, welche das allgemeine Wahlrecht bekämpfen, dehnt sich aus; gestern fonnten 16 Tageszeitungen garnicht, teiliweise nur in beschränktem Umfange erscheinen. - frankreich. ** Der als Urheber des Attentats auf den König von Spanien in Agde verhaftete Mann erklärte dem Staatsanivalt, daß er spanischer Nationalität, mehrere Male bestraft und ausgewiesen worden sei. Sein wirklicher Name ist Latorre Palaccio. Hof und Gesellschaft. ** Beim Reichskanzler Fürsten Bülow fand ein parlamentarischer Abend statt, der starken Besuch von Diplomaten, Abgeordneten und sonstigen öffentlichen Persön= lichkeiten aufzuweisen hatte. ** Die Verlobung des Königs von Spanien mit der Prinzessin von Battenberg fann als bevorstehend be= trachtet werden. Der Bapst hat zu der Verlobung seine Zustimmung gegeben unter der Bedingung, daß die Prinzessin vor der Hochzeit zum fatholischen Glauben übertritt. Deer und flotte. Auszeichnung des Grafen von Zeppelin. Der König von Württemberg hat anläßlich des Jubiläums des Dragonerregiments ,, König" dem Generalleutnant z. D. Grafen von Beppelin, bekannt durch seinen Erkundigungsritt im Anfang des deutsch- französischen Krieges und neuerdings durch seine Luftschiffversuche, den Charakter als General der Kavallerie berliehen. Der Minifterwechfel in England. Das konservative Ministerium Balfour, das schon lange nicht mehr leben konnte und doch nicht sterben wollte, hat sich endlich zu dem Entschluß der Abdankung gezwungen gesehen. An seine Stelle tritt ein liberales Ministerium unter Führung Campbell- Bannermanns, der schon eine lange po litische Laufbahn hinter sich hat und in den mannigfachsten Staatsstellungen Erfahrungen sammeln konnte. Die oben angewandten Parteibezeichnungen sind nicht ganz zutreffend. Unter den englischen Tories, die wir Konservative nennen, gibt es sehr eifrige Reformfreunde, die feiner Neuerung widerstreben, sobald sie diese als empfehlenswert erkannt haben; und unter den englischen Whiggs, die bei uns als Liberale firmieren, gibt es nicht wenige Politiker streng konservativer Gewöhnung, deren praktische Weisheit sich meist in der Anwendung des alten Sages ausdrückt: ,, nolumus leges Angline mutari"-wir wollen keine Aenderung der Gesetze England. Augenblicklich waren es in der Tat die englischen Konservativen, die am alten politischen Herkommen rütteln, vom Freihandel ablassen, ein wirtschaftliches Bevorzugungssystem den Kolonien gegenüber einführen wollten, während die Liberalen im Sinne fonservativen Berharrens lebhaften Widerspruch erhoben. Freilich ist diese Vertauschung von rechts und ints nur scheinbar. In Wirklich= feit handeln beide Parteien in Uebereinstimmung mit ihren Grundanschuungen, deren augenblickliche Betätigung nur einen Wandel erfahren hat. Die englischen Tories sind nach wie vor Imperialisten, deren Abschließungs- und Ausschließungspolitit nur fonsequent verfährt, wenn sie den Uebergang vom Freihandel zum Schutzzoll empfiehlt, und eine enge wirtschaftliche Interessenverkettung mit den Kolonien dadurch herbeizuführen sucht, daß sie allein den Güteraus, tausch zwischen Mutterland und Tochtergebieten von Abgaben freiläßt, dem Verkehr mit dem Ausland aber Zollichranken entgegenstellt. Es liegt in der Natur der Sache, daß eine derartige imperialistische Politif etwas aggressiven Charakter hat, der feineswegs friegsluftig zu sein braucht. Jedenfalls ist die Whiggpolitif, ebenfalls ihrer Natur nach, weniger offensiv, schon in der Form verträglicher. Auf Wahrung des englischen Interesses, wie sie es verstehen, bleiben selbstver= ständlich beide Parteien gleichmäßig bedacht. Das Ministerium Balfour, das jetzt seinen Abschied ge= nommen, ist in der Hauptsache über seine eigene Unentschlossenheit zu Falle gekommen. Es hatte wohi den Mut, zu seinen Zielen, aber nicht den Mnt, zu den Mitteln sich zu bekennen. Das war ein fortwährendes halbes Bekennen und halbes Verleugnen, ein fortgeseztes Versteckenspielen. Ein derartiges Vorgehen war nicht dazu angetan, das Vertrauen der eigenen Anhänger zu stärken und in außenstehenden Kreisen neue Anhänger zu gewinnen. Und wenn du dir nur selbst vertraust, vertrauen dir die andern Seelen," sagt Goethe, der ein großer Menschenkenner war. Die englischen Hochtories haben kein Selbstvertrauen gehabt, und daraus haben ihre Gegner Krait gezogen. Wenn einmal Chamberlain sich her= vorwagte und offen darlegte, was er anstrebte, so tamen so= fort die Beschwichtigungsräte der Partei und erklärten, daß Chamberlains Worte die Partei gar nicht verpflichteten, daß ihnen die Balfoursche Sanktion fehle, und daß Balfour diese Sanktion nie und nimmer erteilen werde. Von Seite der Whiggs wurde das geschicht ausgenützt, und die Folge davon war, daß die breite Schicht derec, die immer dem Stärferen fich anzuschließen bereit ist, zu den Liberalen überging. Die Nachwahlen zum Unterhaus zeigten das in steigender Deutlichkeit, sodaß Balfour es aufgeben mußte, die Regierung auch nur bis zum Jahreswechsel weiterzuführen. Seit einer Reihe von Jahrzehnten haben Whiggs und Tories, die in der Regierung miteinander abwechselten, ble Uebung eingeführt und beibehalten, ihre sonstige Gegensäglichkeit in Fragen der auswärtigen Politik ruhen zu lassen und dadurch eine Kontinuität der auswärtigen Geschäfte und der auswärtigen Beziehungen zu ermöglichen. Allmählich stellte sich sogar heraus, daß ein sehr merkbarer Unterschied in der auswärtigen Politik beider Parteien überhaupt nicht mehr bestand. Erst ganz neuerdings ist eine stärkere Divergenz wieder hervorgetreten, und es erscheint nicht ausge= schlossen, daß diese Divergenz es gewesen ist, deren Einwir= fung auf die öffentliche Meinung Englands Ballfour die letzte Hoffnung genommen hat, sich noch behaupten zu können. Das Kabinet Ballfour war auch in der auswärtigen Politif unentschlossen und mutlos gewesen. In dem Marokkoab= fommen mit Frankreich hatte es sich wohl getraut, Deutschs land herauszufordern, aber vor den Konsequenzen zog es sich zurück. Die Versprechungen an Delcassé hat es nicht selbst ge= geben, aber es hat darum gewußt. Mit solcher Politik der Halbheit fann man nicht imponieren und keine fortreißende Wirkung erzielen. Im Gegenteil: die öffentliche Meinung Englands würde beunruhigt und zur Kritik herausgefordert, und fritsche Prüfung konnte die Balfoursche Politik am wenigsten vertragen. Es ist kaum ein Zufall, daß Balfour fich zur Abdankung bereit fand, unmittelbar nachdem die große englisch- deutsche Versöhnungsaktion aus der Mitte der durch Bildung und Besitz ausgezeichneten englischen Gesellschaft heraus eingesetzt und weite Kreise der Bevölkerung ergriffen hatte. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet, gewinnt der englische Ministerwechsel auch für uns eine politische Bedeutung, die man nicht unterschätzen darf. Nicht als ob in der englischen Politik sich ein völliger Umschlag vorbereitete. Das zu erwarten liegt feine Veranlassung vor. Aber für uns genügt es, daß man in England der Neigung absagt, eine Politik der Intrigue gegen Deutschland zu verfolgen. " Nah und fern. ** Das Schwurgericht Gießen verhandelte am * enden und Landwirte 5. Dezember gegen Katharine Riemenschneider aus Rüdding's- Invalidenversicheru hausen wegen Meineids. Die Angeflagte wird bezichtigt, fen und Javalidenrent in der Anklagesache gegen Johannes Hahn wegen Sachbeschädigung, es handelte sich um die Zertrümmerung einer nur für den verfiche Fensterscheibe, vor dem Amtsgericht Hamberg eine falschen er entweder eine frü Aussage gemacht zu haben. Da die Angeklagte geistig minder billig fortsege, bezw. ein De wertig ist und sie infolgedessen die Bedeutung des Eides nicht billigen Berficherung beg † Schwere Schiffsunfälle im Hafen. Der starke Nebel hat im Hamburger Hafen mehrere Schiffszusammenstöße ver ursacht, bei denen vier Barkassen gesunken sind. Die Staats barkasse Marineverwaltung IX" wurde von dem Dampfer ,, Phönix" angerannt und sant, desgleichen die Barkasse ,, Erna", nach einem Zusammenstoß mit Dampfer„ Sieta". Dampfer Accwrat" überrannte den S. Simon", und in Kohlenhafen versant eine Barkasse J. Groner". Die Mannschaften wurden gerettet. In der Unterelbe bei Hamburg rannte der englische Dampfer ,, City of Frankfort" den holländischen Dampfer ,, Batavier VI" an und beschädigte ihm werden mußte, um nicht zu sinken. zu erfassen vermag, erfolgt ihre Freisprechung. *** Die landwirtschaftliche Haushaltungsemann und der fleiner heranwadfenden Söhn schule für den Kreis Gießen entwickelt sich zufriedenstellend., was no beffer fet, b Wie sehr man überall die Notwendigkeit folcher Schulen nlich zu verwerfen fei schaftlichen Vereins zu Worms, die anregte, auch für den chung der Pflichtversichert dortigen Kreis eine landwirtschaftliche Haushaltungsschule zu thungsschulen hätten soll versucht haben, seine Frau und fünf Kinder zu vergiften. schluß. Das Herannahen des Jahresschlusses bildet für jammlung geftellt wurder den Maschinenraum, sodaß der Holländer auf Strand gesetzt erkennt, erhellt aus der Generalversammlung des landwirt- facherungen bei der Be † Sechsfacher Giftmordversuch. Auf Anzeige seiner eigenen Frau wurde in Altona der Arbeiter Friedrich Rohl verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. R. † Brand in einer Zigarrenfabrik. Ein größeres Schadenfeuer vernichtete in Hamburg die Lagervorräte der Zigarrenfabrik L. Wolff. Der Brand brach nachts im Speicher aus und fand an den großen Lagermengen Zigarren, Kisten und so weiter reiche Nahrung, sodaß seine Ablöschung sehr schwierig wurde. Der Schaden beträgt fast 1 Million Mark, da viele Sorten durch Rauch und Wasser verdorben worden find. 15 Versicherungsgesellschaften sind an der Deckung beteiligt. † Eine Greifin lebendig verbrannt. In Görlitz ereignete sich ein beklagenswerter Unfall durch offenes Licht. Das 75 jährige Fräulein Michaut, das an Schwächeanfällen litt, fam im Bett dem brennenden Lichte zu nahe. Ihr Gewand und das Bett fingen Feuer und die auf das Hilfegeschrei herbeieilenden Nachbarn und Schwestern der Unglück: lichen fanden eine Sterbende, die infolge ihrer schweren Brandwunden furz darauf den Geist aufgab. + Die Obdachlosen von Berlin. Im Monat November nächtigten in: Berliner Ashl für Obdachlose 25 557 Personen. Davon entfielen 20 941 auf die Männerabteilung, 4616 auf das Frauenasyl. † Wieder eine Liebestragödie. Der Bäckergeselle Jaehnke wurde in einem Stettiner Hotel schwerverlegt in Hoffnungslosem Zustande aufgefunden. Neben ihm lag seine Braut, ein Stettiner Dienstmädchen, erschossen. Die Liebenden wollten gemeinsam sterben, da sie im Leben nicht vereint sein konnten. † Durchgebrannter Direktor. Seit einigen Tagen ist der Direktor der landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft in Schneidemühl verschwunden. Er hat Unterschlagungen in Höhe von 80 000 Mark begangen, zu deren Deckung die Genossen der Gesellschaft herangezogen werden. † Der Raubmord in den. Zwei polnische Arbeiter des Gutes Kläden bei Stendal, die Brüder Valentin und Franz Teczynski, sind unter dem dringenden Verdachte, den Raubmord an der Familie des Aufsehers Soltwedel begangen zu haben, verhaftet worden. Valentin T. hatte am Tage vor der Tat einen heftigen Streit mit dem Aufseher und dürste den Mord aus Rachsucht begangen haben. † Schiffahrtsschluß auf der Weichsel. Infolge plötz= lich eingetretenen Frostes ist auf dem Weichselstrom Grundeistreiben eingetreten, infolgedessen der Schnellfährentrajekt bei Kulm, Neuenburg, Kurzebrack unterbrochen und die Schiffbrücke bei Marienburg abgefahren wurde. Die Schiffahrt ist heute geschlossen worden. † Explosion im Pulvermagazin. In einem Pulvermagazin der französischen Festung Lille entstand eine Explosion von Kartuschen, mit deren Herstellung eine Anzahl Artilleristen beschäftigt waren. Acht Personen wurden durch umherfliegende Geschoßstücke verlegt, darunter mehrere lebensgefährlich. † Aus französischen Garnisonen. In einem Hotel zu Paris versuchte der Hauptmann Duguhot den General Oudard zu erschießen, wurde aber durch einen Adjutanten an der Bluttat gehindert. Der französische Kriegsminister ließ darauf den Attentäter fommen ad nahmt ihm sein Ehrenwort ab, daß er seine Angriffe gegen den General einstellen wolle. Der Hauptmann aber in seine Garnison Lyon zurück und erschoß sich dort selber. Wie es heißt, sollen Geldsorgen das Motiv zu dieser Tat abgegeben haben. † Auf dem Dampfer irrfinnig geworden. Ein Fahrs gast des Dampfers Francisca", Nicola Torgione aus Neapel, wurde während der Reise von Newyork nach Neapel plötzlich wahnsinnig und fiel die andern Fahrgäste mit einem Revolver an, wobei eine Person getötet und drei verletzt wurden. † In den Flammen umgekommen. Bei einem furchtbaren Brandunglück, das in einem Wohnhause in Brüssel ausbrach, fanden eine Frau und drei Kinder den Tod in den Flammen. Vier Personen wurden halb erstickt noch gerettet. Cokales. 7. Dezember 1905. Der Großherzog empfing den Gutsbesißer Defonomierat Müller von Neuhof, den Profeffor Rahn von Gießen, den Pfarrer Prätorius von Homberg a. d. Ohm. ** Der Großherzog hat in Gemäßheit der Artikel 3 und 6 des Gesetzes vom 17. Juni 1875, die landständische Geschäftsordnung betreffend, den Geheimen Staatsrat Krug von Nidda zum landesherrlichen Kommiffär für die Erste Kammer, sowie den Ministerialrat, Geheimrat Braun und den Ministerialrat Weber zu Mitgliedern der landesherrlichen Einweisungsfommission für die 8weite Rammer ernannt. * Handwerker in den ersten Kammern. Das Hessische Gewerbeblatt", schreibt: Es liegt in der Absicht der preußischen Staatsregierung, demnächst auch dem Handwerk Sitz und Stimme im Herrenhaus zu gewähren. Nachdem die amtliche Organisation des Handels in seinen Handelskammern mehrere Vertreter im Herrenhaus erhalten hat, glaubt man, nach Durchführung des Handwerksorganisationsgesetzes dem Handwert eine solche Vertretung nicht vorenthalten zu sollen, damit das Handwerk sich dem Handel gegenüber nicht benachteiligt fühle. Es wird beabsichtigt, vor der Auswahl der vom Könige einzuberufenden Handwerksvertreter den Handwerks- und GewerbefammerI ausschuß zu hören. errichten. * Verjährung der Forderungen am Jahres. jeden Geschäftsmann eine Mahnung, seine Außenstände auf ihre Verjährung zu prufen. Man schiebe dies nicht bis in die letzten Wochen oder Tage des Jahres auf, da erfahrungsgemäß am Jahresschlusse die Gerichte mit Arbeiten oft überhäuft sind, und es vorkommen kann, daß ein zu spät beantragter Zahlungsbefehl dem Schuldner nicht mehr rechtzeitig zugestellt wird, was die Verjährung dec Forderung zur Folge hat. ** * Gießener Volksbad. Im November wurden verabreicht 9118 Bäder gegen 8399 im Oftober 1905 und 8875 im November 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 304 Bäder gegen 271 im Oftober 1905 und 296 im November 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: gebung auffärend einzu fragen, die am Schluffe Boden gefallen waren Darmstadt, 6. Dezem teroffizier Wilch, 2. Her in der Kaserne ersch Borläufige Ergebn ** Rach den vorläuf iamtes beträgt die G Djember 1905: 29 Im Jahre 1900 wur aß ein Buwachs von 358 Schwimmbad: 5121 Männer, darunter 718 zu 10 Bfg. rigt sich der Ausschwu 900 Frauen, 204 10 " 17 Wannenbäder: 1. Kl. 310 Männer, incl. 25 Kohlensäure- Bäder 1. Kl. 125 Frauen, 15 " " " 2. Kl. 606 Männer 420 Frauen. " Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 174 Männer, 36 Frauen. Brausebäder 1. Kl. 145 Männer, 62 Frauen. 2 RI.1106 H " 140 Die Personenwage wurde von 200 Personen benußt, das Bad von 2 Bersonen besichtigt. * Rheingauer Weinernte. Der„ Weinb. und Weinhandel" schreibt: War bisher der Herbst schon reich geschäßt, so überraschen jetzt geradezu die geernteten Mengen in den Ortschaften des oberen und mittleren Rheingaues, und wenn die amtliche Feststellung der Ecnte beendet ist, wird diese sehr hohe Zahlen bringen. Laubach, 6. Dezember. In Gontersfirchen ist ein Zweigverein des evangelischen Bundes gegründet und Lehrer Blank zum Vorsitzenden gewählt worden. Dem hiesigen Zweigverein wurde eine Schenkung von 300 Mt. gemacht. * Homburg, 6. Dezember. Zur Vornahme der Vorarbeiten für die Erbauung einer normalspurigen Nebenbahn von Bad Homburg na Vilbel ist dem Komitee für das preußische Staatsgebiet die Eclaubnis erteilt worden. §§ Aus dem Vogelsberg. 6. Dezember. Zurückgehen der Schweinepreise. Der seitherige Preis von 58 und 57 Pfennig für das Pfund Lebendgewicht ist auf 54 bzw. 52 Pfennig gesunken. Fette Schweine werden jetzt in großer Zahl zum Berkaufe gebracht. §§ Ulrichstein, 6. Dezember. E nen Beitrag zu den modernen Dienstboten- und Gesindelöhnen liefert das Lohnverhältnis eines Knechtes von einem benachbarten Hofe, in.das derselbe mit kommenden Weihnachten tritt. Dieser Knecht bekommt als Jahresiohn 650 t. bar, freie Wohnung und freien Brand, 20 3tr. Kartoffeln und Haltung einer greifen, wenn man den gesamten Lohn mit 1000 Mark Biege und eines Mastschweines. Man wird nicht zu hoch beranschlägt. Rülfeured, 5. Dezember. Unglüdsfall. Als der Holzhauer A. B.cker von hier gestern Nachmittag in den Freiherrlich Schenkschen Waldungen mit Baumfällen beschäftigt war, wurde er von der Spize einer nieberbrechenden Kiefer mit einem peitschenartigen Schlage so unglücklich auf den Kopf getroffen, daß er sofort besinnungslos zusammenbrach und alsbald verschied. Der so jäh Verstorbene stand in den besten Jahren, war Familienvater und gehörte unserem Gemeinderate an. § Nieder- Ohmen, 6. Dezember. Die hiesige Ges meinderatswahl wurde vom Brovinzialausschuß abermals verworfen und muß infolgedessen zum dritten Male vorgenommen werden. * Marburg, 5. Dez. Das jezt ausgegebene Studentens Verzeichnis zeigt, daß das intersemester von insgesamt 1454 Studenten besucht ist. Unter diesen befinden sich 84 zum Hören der Vorlesungen Berechtigte, darunter 18 Damen. Dem Studium nach sind 122 Theologen, 350 Juristen, 187 Mediziner und 795 Philosophen. Beheimatet sind 469 in Hessen- Nassau, 622 in übrigen Provinzen, 230 in den Bundesstaaten, darunter 36 in Hessen- Darmstadt. Im borigen Winter waren es 1341 und im Sommer 1635 Studenten. * Marburg, 6. Dezember. Jungviehweiden. In einer Versammlung des landwirtschaftlichen Vereins Marburg beschäftigte man sich auch mit der Anlage von Jungviehweiden. Verschiedene Gutsbesizer lobten die guten Erfahrungen, die sie mit diesen Weiden gemacht haben und wiesen darauf hin, daß die Tiere sich in der freien Natur ganz hervoragend entwickelten. * Groß Felda, 6. Dezember. Invalidenversicherung für Betriebsinhaber. In interessanter Weise referierte Lehrer Log- Offenbach am Sonntag im hiesigen Ortsgewerbeverein über das Wesen und die B.deutung der Invalidenversicherung für die selbständigen Handwerker, Gewerbediese Seite. Gießen ift ilgen Marburg und Bepla Darmstadt, 6. Dez. Refaultat der am 1. Dezem bung beträgt die Einwoh Fall Darmstadt 83 650( Am 1. Dezember 1900 be und hat sich hiernach die Jahren um rund 11270 Bubbath batte 41887 Berfonen, 2583 Merlau, 6. D Det gählt 499 Berfone Hainbach, 6. D 1250 Einwohner. * Auerbach, 5. De Rülfenrod 6. T Sefonen. Abnahme 1 • Bleidenrod, 6. Schlitz, 5. Deze * Berfa, 6. Dez. fattungen, 548 Persone. Wimpfen, 6. De 31 186 graen 3157 bei d Wollstein, 5. De hung ergab fich für Ca Selterswe empfehlen als be bon Dan He Knaben bon Spaz Billige fefte Bre Bi Blutbi ! B Wohls ZI Ben verhandelte am benden und Landwirte Zunächst wurden die Leistungen 100 Seelen. eider aus Rüddings. Invalidenversicherung in Bezug auf Heilverfahren, Juden, 1 Konfessionsloser lagte wird bezichtigt, uten- und Invalidenrente beleuchtet. Die Vorteile seien Hahn wegen Sach nur für den versicherungspfl chtigen Lohnarbeiter da, Bertrümmerung einer Homberg eine falsche Handwerksmann fönne sich dieselben zu eigen machen, mer entweder eine früher angefangene Pfliber sierung getlagte geiftig minder villig fortseße, bezw. eine ruhende erneuere oder mit einer * - 1883 Geelen- 1160 Evangelische, 652 Katholiken, 70 - eine Zunahme von etwa ( Darmst. 8tg.) Weylar, 6. Dezember. Die Bevölkerung belief sich am Volkszählungstage auf 12 274 Personen. Am 1. Dez. 1901 betrug fi 8909, am 1. April 1901 wurde Nieder girmes( 1812 Personen) in unsere Gemeinde einbezogen. Die lar steht ist hinsichtlich der Bevölkerungsziffer an der ** Länger als ein und ein halbes Jahr hat der Krieg zwischen Rußland und Japan die ganze Welt in atemloser Spannung erhalten. Jetzt liegt er hinter uns und unser rückschschauendes Auge ber= gegenwärtigt sich die große Reihe der stauenswerten fciegerischen und geschichtlich- politischen Ereignisse, die ihn begleiteten und die seine Folgen waren und sein der Wunsch, ein gediegenes Werk über diese wichtigste eutung des Eides nicht willigen Versicherung beginne. Namentlich sollen der Hand- reine Zunahme Weglars beträgt also 1553 Personen. W z werden. Da regt sich begreiflicherweise allenthalben redung. femann und der kleinere Landwirt es nicht unterlassen, Leser auf den unsrer heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Firma C. A. Weller in Berlin S. W. 61 feit folcher Schulen zlich zu verwerfen sei das Erlöschenlassen begonnener mit 8980 Selen die erste Stelle ein. fich zufriedenstellend. x, was noch besser sei, der Pfl chiversicherung zuzuführen. vahmen die vereinigten Bürgermeistereien Aßbach- Launsbach Wir benußen deshalb gern die Gelegenheit, unsere Haushaltungs heranwachsenden Söhne und Töhter der freiwilligen Spße fämtlicher Bürgermeistereibezirke des Kreises. 1900 weltgeschichtliche Begebenheit der Gegenwart zu besitzen. regte, auch für den ichung der Pflichtversicherten. Die Eltern und Lehrer der gebnis wurden hier am 1. Dezember 336 985 Personen aufmerksam zu machen, worin dieselbe das soeben vollDaushaltungsfoule zu rtbildungsschulen hätten die dankbare Aufgabe, in dieser gezählt gegen 288 988 am 1. Dezember 1900. Zunahme ständig erschiene Werk ,, Der Russisch Japanische ziehung auftlärend einzuwirken. Aus den zahlreichen agen am Jahres. ifragen, die am Schlusse des Vortrags aus der Mitte der esschlusses bildet für sammlung gestellt wurden, sah man, daß sie auf fruchteine Außenstände auf cen Boden gefallen waren. schiebe dies nicht b § Darmstadt, 6. Dezember. Soldaten- Selbstmord. * Frankfurt, 6. Dez. Nach dem vorläufigen Er47996 Personen oder 16,6%. Literarisches. es Jahres auf, da er Unteroffizier Wilch, 2. Komp., 115 Inf. Regt., hat sich Gesetzbuch und zwar in unmittelbarem Anschluß an den Berichte mit Arbeiten ern in der Kaserne erschossen. fann, daß ein zu huldner nicht mehr orläufige Ergebnisse der Volkszählung. ung der Forderung ** Rach den vorläufigen Feststellungen des Großh. Rovember wurden plizeiamtes beträgt die Einwohnerzahl für Gießen am a Dltober 1905 und Dezember 1905: nitt pro Tag 304 296 im November wie folgt verteilt: 29 149. Im Jahre 1900 wurden 25 574 Einwohner gezählt, daß ein Zuwachs von 3585 Personeu zu konstatieren ist. 718 zu 10 fg. o zeigt sich der Aufschwung Gießens auch angenehm von 204 10 " 25 Kohlensäure- Bäder 15 Frauen. " ejer Seite. Gießen ist die größte Lahnstadt. Igen Marburg und Bezlar. Ihr * Darmstadt, 6. Dez. Nach dem vorläufig festgestellien Massage zusammen tefultat der am 1. Dezember 1905 vorgenommenen Volks blung beträgt die Einwohnerzahl der Haupt- und Residenz ab Darmstadt 83 650( darunter 4620 Militärpersonen). Im 1. Dezember 1900 betrug die Einwohnerzahl 72381 00 Personen benußt, b hat sich hiernach die Einwoherzahl in den letzten fünf , 62 Frauen. 140 " Der Weinb. und Die geernteten Mengen ahren um rund 11 270 vermehrt. ( Darmst. 8tg.) Butzbach hatte am Tage der Volkszählung r Serbst schon reich 137 Personen, 2583 männliche und 1554 weibliche. Merlau, 6. Dezember. Volkszählung. Unser zählt 499 Personen. Zunahme: 62 Personen. Hainbach, 6. Dezember. 245 Seelen. 1900 waren 250 Einwohner. mittleren Rheingaues, er Eente beendet ist, Sonterskirchen ist ein des gegründet und ählt worden. Dem fung von 300 Mt. Bornahme der Vors alfpurigen Neben Vilbel ist dem ebiet die Erlaubnis nber. Zurückgehen Preis von 58 und wicht ist auf 54 bzw. eine werden jegt in nen Beitrag zu den Delöhnen liefert das m benachbarten Hofe, nachten tritt. Diefer 1. bar, freie Wohnung und Haltung einer Dit * Auerbach, 5. Dez. 2347 Personen. Zunahme: 246. Rülfenrod 6. Dezember. 56 männliche, 62 weibliche ersonen. Abnahme 13 Personen. Bleidenrod, 6. Dez. 278 Personen.( 1900: 269.) Schlitz, 5. Dezember. 2660 Personen. Berfa, 6. Dez. 100 bewohnte Häuser. 100 Hausilungen, 548 Personen. Abwesend waren 82 Personen. Wimpfen, 6. Dezember. Die Einwohnerzahl beträgt 3157 bei der letzten Volkszählung. geaen Wöllstein, 5. Dezember. Bei der diesmaligen Volkshlung ergab sich für den hiesigen Orten eine Zahl von 116 wird nicht zu hoch hn mit 1000 Mart angladefall. As ftern Nachmittag in gen mit Baumfällen Spige einer nieder nartigen Schlage fo fofort befinnungslos Der so jäh VerFamilienvater und Die hiesige Ges gialausschuß abermals britten Male vorge gegebene Studentens mefter von insgesamt iefen befinden fidh 84 darunter 18 Damen. logen, 350 Furiften, n. Beheimatet find n Provinzen, 230 in effen- Darmstadt. Im im Sommer 1635 gviebweiden. Ja ichen Bereins Marburg nlage von Jungbieh obten die guten Ergemacht haben und in der freien Natur alidenversicherung unter Weife referierte hiefigen Ortsgewerbe tung der Invalidens andwerter, Gewerbe " Die Sprüche des Reichsgerichts zum Handels. Gefeßestert werden jgt in einem Handlichen Werte übersichtlich und ausführlich für den praktischen Gebrauch und für das Studium zugänglich gemach, das soeben im Verlage von Gerhard Stalling in Oldenburg i. Gr. unter dem Titel: Das Handelsges buch vom 10. Mai 1897 nebst Enführungsges& unter Ausschluß des Szerechts mit der RechtSpreckung des Reichsgerichts in Kommentarform, herausgegeben von D. Risebieter, Landgerichtsrat, z. 8t. Hilfs. richter beim Oberlandesgericht Dibenburg"( Preis gebunden 4,25 Mt.) erscheint. Dieses Buch ist aus der Proxis heraus entstanden und bildet gewissermaßen eine Ergänzung der in demselben Verlage unlängst erschienenen Ausgabe besselben Verfassers: Das Bürgerliche Gessbuch mit der Rechtrechung des Reichsgerichts"( Preis 7.- Mt., ohne GesetzesText 3 60 Mt). Insbesondere auch für die Rechtsprechung der Kaufmannsgerichte wird die Refebietersche Ausgabe" als ein sehr wertvolles Hilfsmittel in Betracht kommen. Dem Buche ist ein ausführliches Sachregifter beigefügt. Sizßener landwirtsaftlicher Wetterdient. Boraussichtliche tierung in Hessen für Freitag, ben 10 Dezember. Vorwiegend trüb, leichte Regenfälle, etwas wärmer, windig. ( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Zur Kräftigung der Kinder. Was soll eine Mutter ihren Kindern geben, die eines Nährmittels bedürfen, das den jungen Körper in seiner Entwicklung unter: stützt? So zuwider wie Kindern Lebertran ist, so gern nehmen sie ihn in Form von Scotts Emulsion, die nicht nur angenehm schmeckt, fondern auch äußerst leicht verdaulich ist und außerdem rascher und ſicherer wirkt, als der altmodische Lebertran. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unter. phosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Affohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit 8imts, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Casseler Schirmfabrik Seltersweg 9 Th. Budde& Co. Gießen Seltersweg 9 empfehlen als beliebte und praktische Weihnachtsgeschenke: Damen- Regenschirme bon Mt. 2., 2,50, 2,75, 3,50 und höher. Herren- Regenschirme bon t. 2.10, 2,75. 3.25, 4.- und höher. Knaben-, Mädchen- u. Schulschirme bon f. 1.20 an. Spazierstöcke in grosser Auswahl. Billige fefte Preise. Riesige Auswahl. Bioferrin Blutbildendes Kräftigungsmittel ! Empfohlen von Autoritäten! Wohlschmeckend, appetitanregend, leicht verdaulich. zu haben in den Apotheken. Krieg von Graf E. Reventlow" unter den denkbar günstigsten Bedingungen unsern werten Abonnenten zur Anschaffung empfiehlt. Deffentlicher Dant. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, f. u. f. HofIteferant, Neunkirchen bei Wien, wird unterm 11. August 1897 aus Altona geschrieben: Ich bin bereits 70 Jahre alt und litt seit 10 Jahren an Gelenk- Rheumatismus, ebenso an Hämorrhoidalknoten und konnte keine Hilfe finden. Nur Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungstee hat mich von meinem Leiden in drei Wochen vollständig befreit. Ich sage Ihnen, sowie der Gräfin, über deren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dank." Mit aller Hochachtung Christ. Ackermann, Rentier. Altona bei Hamburg, Reichenstr. 6. Preis: 1 Paket Mt. 2.-, 1 Paket Mt. 1.-. Bestandteile: Innere Nußrinde 56. Wallnukschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngitblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimm stein 1.50, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carurwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, Chinarinde 3.50, Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Gras. wurzel 57, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißen Senf 3.50, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. Zu beziehen durch alle Apotheken des Deutschen Reiches. Vorsicht bei Einkauf". Man weise minderwertige Nachahmungen entschieden zurück und beachte den Namen und Schußmarte des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. Neue geschälte Betr.: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Erbsen, grüne Erbsen, Bohnen, Linsen und Grünfern von vorzüglicher Kochart empfiehlt billigst Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß auf Grund des Ortsftatuts vom 27. Juni 1882 am 10., 17. und 24. Dezember, als den drei Sonntagen vor Weihnachten, die Beschäftigungszeit der Handlungsgehilfen 2c. und die Verkaufszeit für das gesamte Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends qusgedehnt werden kann. Gießen, den 4. Dezember 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Robert Stuhl Bürger- Verein Neustadt 23. 6259 Joh Seibel Giessen, Ludwigapl. empseblt prima Rheinand Mosel- Weine. p Fl. v. 50 Pig. an bia zu des feinsten Marken. Gießen. Montag, den 11. Dezember 1. 3., abends 8½ Uhr im Neueu Saalbau( Steins Garten) Allgemeine Bürger- Versammlung. Gama Senling Tagesordnung: Städtische Verhältnisse( KanaltWetsteinstraße 45. Große Auswahl in Ledertuch Markttaschen, sation, Anschlüsse, Kanalgebühren, Abänderung des Ortsbaustatuts, Abschaffung der Krämermärkte, Verkehrsfragen, Elektrizitätszählermiete usw.) Zu dieser äußerst wichtigen Versammlung laden wir Wäsche- Leinen, 10 Mtr. ben die Bürgerschaft, insbesondere unsere Mitglieder zu recht von 40 Pfg. an. Henkelförbe( 1 u. 2 Deckel) enorm billig. 18 Pfg. an. Wäsche klammern. Wachstuche in allen Farben. regem Besuche ein. Der Vorstand. Städt. Wohnungsnach- Bess. Fechtverband Waisenschut weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Es sind zu vermieten: 33332 ( Zweigverein Gießen.) Wir beabsichtigen wieder zu Weihnachten eine AnMeldungen zahl Kinder( Halbwaisen) zu bescheren. werden von Herrn Karl Beil, Marburgerstraße 42, mittags von 12 bis 2 Uhr entgegengenommen. Melde2 Wohnung. von 7 Zimmern 6 " " " 3 " " " 4 " " " 3 H " 1 " schluß 12. Dezember. " " 2 unmöbl. u. 1 möbliert. Zimmer. 1 Werkstätte. Zu mieten gesucht: 1 Wohnung ( 1 Zimmer, Küche und Keller) fof. Wolfstraße 21, 30 Wohnungen von 1-7 3immern. zu verm. Der Vorstand. 12 einfach möbl. Zimmer per fof. billig zu vermieten. Näh. Gießen, Marktstraße 11. Theater- Verein Giessen. IV. Vorstellung: Mittwoch, den 13. Dezember 1905: Des Meeres und der Liebe Wellen. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Grillparzer. Hero: Fräulein Riza Bájor vom Hof- und National- Theater in Mannheim. Anfang 8 Uhr pünktlich. Eintrittskarten Ende gegen 11 Uhr. zu Mk. 5., 4., 3.-( für Mitglieder Mk. 4.50, 3.50, 2.50 und Mk. 2.( für Studierende) im Vorverkauf bei Herrn Challier nd abends an der Kasse. Bekanntmachung. Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 8. Dezember 7. Freitag= Abonnements: Vorstellung. Das Glas Wasser. Luftspiel nach Scribe v. A. Cosmar. Bekanntmachung. Von dem zur Deckung der Geländeerwerbskosten für Durch das am 15. November ds. Js. in Kraft geden Bahnbau Grünberg- Landorf im Jahre 1895 aufgetretene Gesez, den Handel mit Giften betreffend, wird nommenen Kreisanlehen im Betrage von 80 000 Mark bestimmt, daß es zum Handel mit Giften, soweit derselbe find per 1. März 1906 zur Rückzahlung ausgelost die nicht in Verbindung mit dem Apothekergewerbe betreiben wird, einer besonderen Genehmigung bedarf und zwar Obligationen bedürfen diejenigen Personen, die beim Inkrafttreten des Gesetzes den Handel mit Giften be= trieben, gleichfalls der Genehmigung auf Grund des Gesetzes. Nr. 16, 27, 60, 66 und 88 à 100 Mt. " 7 17 " 200 " " 500 " " Gießen, den 1. Dezember 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung, Nach der Vollzugsordnung zu diesem Gesetz( abgedruckt im Kreisblatt Nr. 144 vom 23. November 1905) ist der Antrag auf Genehmigung beim Großherzoglichen Kreisamt unter Angabe der Arten der zu verkaufenden Gifte einzureichen, dem Antrag ist eine Handzeichnung über die Verkaufs-, Vorrats- und Arbeitsräume betzulegen und ist der gesetzliche Eingabestempel mit 1 Mark Wir fordern deshalb alle Personen, welche zur Zeit den Handel mit Giften betreiben oder in Zukunft be= treiben zu gedenken, auf, die vorgeschriebene Ge= nehmigung binnen 14 Tagen einzuholen. betreffend die Hundesteuer. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe ds. Is. Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet 50 Pfg. beizufügen. haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich bei der unterzeichneten Bürgermeisteret( Bimmer Nr. 2) anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen ist dort erhältlich. Die Verbind lichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahre und zwar solange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 5. Dezember 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Gießen, den 29. November 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Kommerzienrats Georg Karl Gail sind für das Jahr 1905 an drei bedürftige, in Gießen wohnende Familien Die unterm 10. November 1905 angeordnete Sperre oder alleinstehende Personen Unterstützungen von je 300 der Wolkengasse wird hiermit aufgehoben. Mark zu vergeben. Gießen, den 2. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 2. November 1905 angeordnete Sperre der Weserstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. November 1905 angeordnete Sperre der Frankfurterstraße von der Südanlage bis zur Alicestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Nußholz- Verkauf. Das bei Freilegung des Bauplages für die zu erbauende Jrrenanstalt durch Abtrieb einer Waldfläche erzielte Nadel- Nukholz soll im Wege schriftlichen Angebots bergeben werden und zwar: 825 Fichten- Stämme bon 10-15 cm Durchmesser 6 bis 17 m Länge 127,01 Festm. in 2 Losen. 206 Fichten- Stämme von 16-20 cm Durchmesser 69,50 Festm. in 1 Los. = 30 Fichten Stämme von 21-26 cm Durchmesser 18,53 Festm. in 1 Los. 2398 Fichten- Derbstangen von 6-16 m Länge= 144,21 Festm. in 2 Losen zu Gerüst, Hopfen- u. Spalierstangen geeignet. = 188 Fichten Reisstangen 5-9 m Länge= 2,57 Festm. in 1 Los. Bewerbungen haben bis zum 15. Dezember 1905 bei dem Armenamt, Neuen Bäue 25, zu erfolgen. Gießen, den 4. Dezember 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachusd. Die unterm 30. Oftober 1905 angeordnete Sperre der Licherstraße zwischen Wolf- und Landmannstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 5. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 30. Oftober 1905 angeordnete Sperre der Grünbergerstraße zwischen Roon- und Moltkestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Ausnahme- Angebot für Weihnachten verbindlich bis Heiligabend. 1 위 의 의의 Thüringer Wetterhaus mit Starkasten und grossem Thermometer: Das Holz lagert in der Nähe der Stadt an der chaussierten Straße nach Lich an der ersten Schneise, etwa 3-4 km von der Eisenbahnstation Gießen entfernt. Die Abfuhr des Holzes muß bis spätestens 15. April 1906 beendigt sein. Falls die Räumung einzelner Lagerstellen vor diesem Termin für die Ausführung der Bauarbeiten notwendig werden sollte, muß einer diesbezüglichen Aufforderung nachgekommen werden. Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober 1906 gewährt. Sorten, in Töpfen für das Zimmer 4 Mark. Auf Wunsch wird das Holz durch Forstwart Geise! zu Gießen vorgezeigt. Schriftliche Angebote sind bis Montag, 18. Dezbr. 1905, vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst die Eröffnung derselben erfolgt. Gießen, den 2. Dezember 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bureaudiener gesucht. kommt der Mann mit dem Regenschirm aus dem Haus, so giebt es schlechtes Wetter; kommt die Frau heraus so giebt gutes Wetter; halten sich Mann u. Frau im Hause auf, so ist das Wetter sehr ungewiss. Stück zu 98PT Pfg. 2 solcher Wetterhäuser Mark 1.95. 10 solcher Wetterhäuser Mk. 9.50. Eine Gruppe Araucarien Zimmerschmuck- Tannen enthaltend 4 Exemplare in verschiedenen Grössen in Töpfen. 3 Mark. Eine Palmengruppe enthaltend zusam. 6 Palmen und bevorzugte Dracaena Eine Alpenveilchengruppe enthaltend knospenreiche, den ganzen Winter hinschöne dekorative Hyazinthengläser mit 6 echten Haarlemer Hyazinthenzwiebeln 2 Mark. 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Pr. v. 75 000] 152 77 218 93 300 8 21 551 81 603 76 703 23 58 62 69 842 56 953 26003 74 130 39 407 46 51 500 24 62[ 100] 92 619 41 71 780 827 27062 76 129 70 96 229 58 371 469 634 38 64 97 702 33 62 95 28072 106 23 98 268 69 318 560 694 836 918 94 29083 155 306 66 426 97 524 56 81 609 838 52 907 30023 106 241 390 401 30 41 523 31 605 82 859 80 941 74 31005 34 67 155 65 99 226 330 55[ 100] 97 433 58 709 46 84 814 36 979 99 32181 98 210 31 45 55 90 355 455 93 583 99 608 716 853 65 979 33011 13 14 72 136 38 244 408 549 51 724 829 56 82 903 34068 104 18 218 87 391 495 685 704 65 854 98 964 Str. 286 Ober Drnd und Verlag de ۱۱۲ 36. Fortegung. Sehr wohl, m Imidt befahlen das natürlich pünktlich b Der Fremde fti Ende derfelben ber Guten Morge eben aus, nach dem Der mit Baron Noch fünf Mi er bor sich hin. glaube, das wird Er betrat do reits zum Ausge Handschuhe an d Servus, P es gar jo eilig b Bah! 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Er bemeift nicht in der Lag eine Sache gar Schlüffe zu geben Rede des Für gerüdt, das Urteil Deutschland verfol feine territoriale Schaftlichen Gleich politischen Bezieh Reich. England mit Frankreich fe aussprechen, aber Bollte Frankreich Sonderrechte in begünstigungsrecht so mußte es daz anderen Staaten g Diesen Rechts freundlicher Haltun auch erlangt, daß ei aller interessierter Konferenz werden weiter vertreten, u Die fich gegen die richten.