alt iessen 38. Coblenz ungsstrasse 4-6. nbach a, M, kfurterstrasse 36. tzbach i, H. k gegründet 1848, e Arbeiten. ion ab Lollar um Giessen entsprechend re und kleinere sellschaften etc. und Speise alität, feld. einfache, bessen sfähigere Wasch chine als wunder! Sandhabung, gründli Schonung der Wäste zu Diensten. 5. Nr. 2: Mk.25 Schmi eltersweg 83. wigstraße, bin II Trp. ge) berzogen. -3 Uhr rachm. Uhr vormittags. at. Arzt, Her vnd en rlegung n geehrten Publikum bi bon Neuenweg 20 nad 30 fermeifter. Bazar. fowie Roblenkaften, Temflaschen. 22 Pfg. an 108 259 128 # 15 " 138 " " 128 " Br. Auswahl in Bürsten, Besen, Spiel- u. Galan= tertearen enorm binigNr. 236. Zweites Blatt. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Ferusprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 7. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt ericeint an allen Werftagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die goldene Mittelstrasse. [ Politische Wochenschau.] Die Weisheit des Sprichworts ist es, die von der„, goldenen Mittelstraße" redet. Wer sich etwas feiner ausdrücken will, spricht von der Mittellinie", die man finden müsse, um allen billigen Anforderungen soweit gerecht zu werden, wie das in unserer unvollkommenen Welt überhaupt möglich ist. Und genau dieselbe Lehre predigt der Satz von der politischen Diagonale", mit der sich zu begnügen habe, wer sich ein erreichbares Ziel gesteckt hat und nicht die Befriedigung eines seltsamen Ehrgeizes darin sucht, Kraft und Zeit auf das zu verschwenden, was sich nicht erlangen läßt. Die vergangene Woche hat überreiche Gelegenheit zu Beobachtungen gegeben, wie es dem einen glückt, auf goldener Mittelstraße zu wandeln und, den Blick fest auf das Erreichbare gewandt, mit froher Entschlossenheit auf das Unerreichbare zu verzichten, während der andere in fruchtlosem Ringen sich müht, der Natur ,, mit Hebeln und mit Schrauben" abzuzwingen, was sie einmal nicht offenbaren mag. Was haben Berater, die ebenso ungeduldig wie unberufen waren, die Leitung der deutschen Politik gescholten, daß sie nicht sofort mit eiserner Faust" dreinfuhr, als auf des Fürsten Bülow stolzes Wort„ Deutschland in der Welt voran" das englisch französische Marokko Abkommen das höhnende Echo bildete! Wie hat man von derselben Seite schmähend über den Bankbruch der deutschen Politif" gezetert, als der englischjapanische Vertrag in Ergänzung jenes Abkommens die solierung Deutschlands zu bestätigen schien! Wie hat man wiederum daran gemäfelt, daß Deutschland um Marokko willen sich mit dem immerhin mächtigen und ohnedies unfreundlich gesinnten französischen Nachbar verfeinde und dabei Interessen aufs Spiel sete, ungleich wertvoller, als die deutschen Interessen in Maroffo je werden könnten! Die Unfenrufe sind allmählich verstümmt. Die Nichtachtung Deutschlands, die in dem englisch- französischen MarokkoAbkommen lag, ist mit Frankreichs ausdrücklicher, mit Englands stillschweigender Billigung aus der Welt geschafft, Deutschlands Recht vorbehaltlos anerkannt, der gute Wille Deutschlands, mit Frankreich in freundschaftlichem Einvernehmen zu sein, findet zum erstenmale bei den leitenden Staatsmännern der Republik aufrichtige Erwiderung. Gleichzeitig lichten sich auch die Beziehungen Deutschlands zu England, die eine Weile umwölft waren, und den zuversichtlichen Friedenshoffnungen des Fürsten Bülow wird von jenseits des Kanals lebhafte Zustimmung zuteil. Am bedeutungsvollsten vielleicht ist, daß die Nebel der Mißverständnisse, die seit langen Jahren zwischen Deutschland und Rußland lagerten, sich völlig gelichtet haben und verschwunden sind. Wenig fehlt, und die frühere„ turmhohe Freundschaft" ist wieder da, die einen Grund- und Eckpfeiler des europäischen Friedens bildete. Zwischen dem französisch- russischen Bündnis aber steht Deutschland nicht mehr als der mögliche Gegner, sondern als der Dritte, der beiden freundschaftliche, sichere Anlehnung gewährt. Auf goldener Mittelstraße wandelnd, im Notfall ruhig abwartend, die günstige Gelegenheit vorbe= reitend, hat die deutsche Politik dieses wünschenswerte Ziel erreicht. Der radikale Frauentag in Berlin- wonn man fleines mit großem vergleichen darf- bildet das Gegenstück. In überstürzender Hast, ohne Plan und ohne Prüfung, aus der Tiefe des Gefühls, aber ohne gründliche Sachkenntnis, wollte man hier immer den zweiten Schritt zuerst tun, nicht im Schreiten, sondern im Sprung das unflar vorschwebende Ziel erreichen. Infolge dessen waren die Debatten mit Unfruchtbarkeit geschlagen. Uebertreibende Forderungen und Ansichten wurden laut, die gerade den Freund der Frauenbewegung mit Bekümmernis erfüllen mußten, weil sie Mißtrauen und Abneigung gegen diese Bewegung zu erregen angetan waren. Glücklicherweise fehlt es gegenüber den Ueberspanntheiten des Radikalismus nicht an einem Gegengewicht. Die gemäßigten Frauenrechtlerin en werden durch ihre Besonnenheit die Fehler der anderen Richtung auszugleichen wissen. Ueberaus betrüblich ist es, daß in Berlin Leiter und Arbeiter der großen Elektrizitätswerfe die goldene Mittelstraße verfehlt haben und nicht zu einer Verständigung gekommen sind. Ganz besonders bedauerlich ist, daß es den Anschein hat, als sollte die ohnehin schon sehr ausgedehnte Arbeitsniederlegung noch größeren Umfang annehmen, indem bald die Arbeitgeber, bald die Arbeiter selbst recht entfernt verwandter Berufe aus Sympathie" sich der Aussperrung oder der Arbeitseinstellung anschließen. In schroffer Ablehnung stehen die beiden Parteien einander gegenüber, gleich bereit, schwere Opfer zu bringen, deren Wert über jeden möglichen Gewinn weit hinausragt. Noch ist die Stimmung zu erregt, um einen Ausgleich erwarten zu lassen. Doch wird hoffentlich bei den Beteiligten bald bessere Erfenntnis Oberhand gewinnen, der Eigensinn zum Schweigen kommen, und Klugheit die weiteren Schritte zum Frieden bestimmen. In der mährischen Hauptstadt Brünn haben die Tsche= chen nach ihrer Art sich kulturell betätigt, indem sie sich an den deutschen Mitbürgern vergriffen. Im österreichischen Abgeordnetenhause setzten die tschechischen Führer das Werk der von ihnen Vertretenen fort, indem sie den Versuch eines Tadels für das Verhalten ihrer Volksgenossen mit rohen Schimpfworten und sogar mit Brutalitäten zurückwiesen. Die cisleithanische Regierung steht ratlos einer Entwickelung gegenüber, die sie selbst hervorgerufen hat, indem sie zugunsten augenblicklicher Zwecke dauernden Brand schürte, anstatt die Nationalitäten fraftvoll zu zwingen, daß sie friedlich gemeinsam die goldene Mittelstraße einschlugen. Derselbe Fehler ist in Ungarn gemacht worden, wo man fannegießernden Magnaten und Magnätchen gestattet hat, das Staatsinteresse hinter ihr persönliches Eitelkeits- und Popularitätsinteresse zurückzustellen. Der Typus dieser randalierenden Worthelden ist Herr Gheza Polonyi, der das Märchen von einer deutschen oder, wie man in Budapest lieber sagte, einer hohenzollernschen Einmischung in ungarische Angelegenheiten aus der Luft griff, um auf der Gasse Eindruck zu machen und die Massen aufzumiegeln. Er wurde prompt Lügen gestraft, und der abgestrafte politische Komödiant, der auf die Ehre eines schnellen Widerspruchs nicht gerechnet haben mochte, quittierte lächelnd mit der Versicherung, daß er sich der Belehrung freue. Aber nicht belehrt ist der Edle, sondern bloß ertappt, und fein Schamgefühl wird ihn hindern, bei der ersten Gelegenheit das noble Handwerk von neuem auszuüben. Où est la femme? ( Eig. Bericht.) Paris, 5. Oftober.. Wenn man den französischen zeitgenössischen Schrift stellern glauben darf, ist die Frage: Wo ist die Frau?" nicht bloß da am Plaze, wo man nach der Ursache eines Verbrechens forscht, sondern nicht minder da, wo es gilt, die nur aus ihrer Entlohnung erkennbaren Verdienste eines Mannes ans Licht zu bringen. Die Frau ist in Frankreich allmächtig, denn sie beherrscht die Mächtigen. Die Sch wie germutter spielt dort eine andere Rolle, als in den deutschen Witzblättern schlechten Geschmacks; sie ist die gute Fee des Schwiegersohnes, der ihr gütiges Walten höher schätzt, als selbst eine hohe Mitgift. Freilich muß der Schwie gersohn die Gunst der Schwiegermutter durch dauernde gute Behandlung der Tochter verdienen, was nicht immer leicht sein mag. Sonst wird die Schwiegermutter zur Parze, die zwar nicht den Lebensfaden, aber die Karriere plötzlich ab. Hamburger En gros- Lager. Während des Neubaues befinden sich unsere Verkaufsräume Mäusburg 10 Alex. Salomon& Co., Giessen. Wasche mit LUHNS schneidet. Denn die Frau in Frankreich ist nicht bloß im Guten allmächtig. Herr Franco, Unterpräfeft von Joigny, hat es zu seinem Schaden erfahren. Er war in der Wahl der Schwiegereltern recht vorsichtig gewesen, da er die Tochter des radikalen Senators Rivet heiratete. Papa Rivet ist ein einflußreicher Herr, und selbstverständlich ist es Frau Rivet, die über seinen Einfluß verfügt. So wurde Franco in jungen Jahren Unterpräfeft. Er hätte es schnell zu noch höheren Würden gebracht, wenn er nicht bei einem Streit zwischen seiner Frau und seiner Schwester, in deffen Berlauj die geborene Rivet recht unzart gegen die Familie Franco wurde, sich hätte hinreißen lassen, dem Senatorstöchterlein durch einen Backenstreich zu Gemüte zu führen, daß sie selbst durch Heirat der Familie Franco angehöre. Frau Franco nahm das übel was man ihr nicht verdenken fann- und kehrte mit ihren beiden Kindern in das Haus ihrer Eltern zurück, was vielleicht etwas übereilt war. Frau Rivet aber wurde aus einer guten zur bösen Fee. Mit der Entschlußfestigkeit, die wir an der Tochter bereits fennen gelernt haben und die sie offenbar nicht restlos der Tochter vererbt hatte, bearbeitete sie den Herrn Senator, daß er sein eigen Werk zerstöre und durch seinen Einfluß den Schwiegersohn aus der Unterpräfeftur von Joigny entferne. Herr Rivet mußte deswegen bei Herrn Etienne, dem Minister des Innern, vorstellig werden, und Herr Etienne hatte seinem Freunde Rivet nichts abzuschlagen. Franco wurde abgesetzt und mit geringerem Gehalt und niedrigerem Rang an die Armeeverwaltung nach Pau versetzt. Das war hart, sehr hart. Herr Franco wollte nicht bloß nicht gern, er wollte überhaupt nicht gehen. Er weigerte sich, seine schöne Amtswohnung in Joigny zu verlassen. Erst der sanften und zwingenden Ueberredungskunst der Gendarmerie gelang cs, seinen Eigensinn zum Schmelzen zu bringen. Vielleicht lag dem Eigensinn auch etwas Berechnung zugrunde. Unterpräfekt, der aus seiner Amtswohnung ermittiert werden muß, ist keine alltägliche Erscheinung. Von der Affäre mußte gesprochen werden, sie mußte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und dadurch gewann Herr Franco Gelegenheit, von den Erfahrungen zu erzählen, die er als Schwiegersohn gemacht hat. Er brauchte nicht länger den Diskreten zu spielen und konnte dabei die Dinge in einem ihm günstigen Lichte darstellen, das noch keineswegs das richtige Licht zu sein braucht. = Vermischtes. Ein Ausgaben der Hansestädte. In Hamburg hat jetzt die Bürgerschaft der vom Senat beantragten 6 910 000 Mart zum Zweck der Errichtung eines Werftplates für den Stettiner Vulcan" zugestimmt. Die Bremer Bürgerschaft bewilligte für die Erweiterung des Helz- und Fabrikhafens 1 370 000 Mark für ein neues Verwaltungsgebäude und 19 600 Mark Unterstützung für bremische Künstler zur nächſtjährigen Dresdener Kunstgewerbeausstellung. ====Der älteste Handwerksbursche. In Sachsen reist ein Handwerksbursche umher, der 95 Jahre alt ist. Er war 22 Jahre in Amerika und 18 Jahre in Rußland, ist troy seines hohen Alters noch sehr rüſtig und wird überall, wo er hinkommt, reichlich mit Geschenken versehen. Von der Polizeimannschaft in Meerane, wo er dieser Tage auftauchte, wurde ihm außer dem üblichen Stadtgeschenk noch eine besondere Unterstützung zuteil. - Eine gestohlene Sammlung. In einem Pariser Hotel wurde dem amerikanischen Aegyptologen Zimmermann feine Sammlung ägyptischer Altertümer im Wert von angeblich einer Million Francs gestohlen. Ein in demselben Hotel wohnhafter Engländer wurde verhaftet; es wurden bei ihm nur einige wenige Stücke der Sammlung gefunden. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel jr. Giessen - Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. 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Er hatte einst als Angestellter eines Pariser Medewaren- Geschäfts die Krinoline erfunden und das Patent, das er auf dieses einst so verbreitete Kleidungsstück erworben hatte, für den verhältnismäßig außerordentlich geringen Preis von 4000 Francs verkauft. † Fels- und Erd- Lawinen. In verschiedenen subalpinen Tälern der Umgebung Mailands kamen infolge heftiger Regengüsse schwere Erdrutschungen vor. Im Vigezzotale nahm die Rutschung einen Rauminhalt von 40 000 Stubifmeter fort. Bei Cannobio wurden mehrere Häuser durch Fels- Lawinen zerstört. Bekanntmachung. Auf Grund des Artikel 23 des Volksschulgesetes und der Bestimmung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten v. 26. November 1901 bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß die Fortbildungsschule Montag, den 9. Oktober d. Je. im Stadtknabenfchulhaus an der Nordanlage beginnt und von genanntem Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird. Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten dret Jahre aus der Volksschule entlassen worden sind, sowie die Schüler der Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen, Realschulen und höberen Bürgerschulen, welche nach Ablauf des 8. Schuljahres austreten, ohne mindestens ein Jahr lang der Obertertia angehört zu haben. Es haben sich einzufinden: Montag, den 9. Oktober, nachmittags 2 Uhr: alle schulpflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die Kaufmännische Fachschule besuchen, Schreiber, Schriftsetzer, Buchbinder, Geometer, Photographen, Graveure Lithographen, Mechaniker, Maler, Lackierer, Friseure, Metzger, Auslaufer, Hausburschen, Gärtner. Montag, den 9. Oktober, nachmittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Schreiner, Blaser, Weißbinder, Eisendreher, Installateure, Instrumentenmacher, Schmiede, Technifer. Dienstag, den 10. Ottober, nachmittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Bäcker, Schneider Schuhmacher, Sattler, Tapezier, Wagner, Kellner, Köche und alle übrigen Schulpflichtigen. Außerdem haben diejenigen Schüler der Nachbargemeinden, die abends in ihren Heimatsort zurückkehren, aber zum Besuche der hiesigen Fortbildungsschule angemeldet worden sind, sich Mittwoch, den 11. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Stadtknabenschulhaus einzufinden. Unter Hinweis auf Artikel 25 des Volksschulgesetzes, wonach Lehrherren, Dienstherren und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Fortbildungsschule nötige Zeit bet Meidung polizeilicher Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die beteiligten Eltern, Vormünder u. s. w., den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig Kenntnis zu geben. Gießen, den 3. Oktober 1905. Für den Schulvorstand Mecum, Oberbürgermeister. Betr: Notlauffeuche. Hahn, Neftor. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Wirtes Karl Did haus, Walltorstraße 28, ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 5. Oftober 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten soll die Lieferung von: 400 Zentner Kartoffeln, 6 18 " " Tafeläpfeln, Weißkrant auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote unter Beischluß von Musterproben sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Montag, den 23. Oktober 1905 bormittags 12 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 27. Oftober 1905. Gießen, den 4. Oftober 1905. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. = = Kartoffel- Segen. In Oberfranken hat in diesem Jahre die Kartoffelernte einen reichen Ertrag gebracht. Ein Bauer im Jura- Gebiet hat Kartoffeln in einer Größe geerntet, daß nur hundert Stüd auf den Zentner gehen. Ein Armenhäusler hatte einen Acker für 1 Mark gepachtel und davon 40 Säcke Kartoffeln und Rübenfutter für seine Ziege geerntet. - = Die Löwin ist los! In dem englischen Orte Selbt sprang während der Vorstellung in einer Menagerie eine Löwin in dem Augenblick aus ihrem Käfig, da der Mena geriebesitzer in diesen eintreten wollte. Der Mann und seine Tochter erhielten von der Bestie einen schweren Tastenschlag auf den Arm, der bei der Tochter amputiert werden mußte. Die Löwin verfolgte das entsegte Publikum auf die Straße, wo sie schließlich mit einem Lasso eingefangen wurde. Dabei riß das Tier einem Manne die Kopfhaut fort. - = Die spanischen Schatz- Schwindler. Trotz aller Warnungen sind die spanischen Schatz- Schwindler immer noch an der Arbeit. So empfing dieser Tage ein Geschäftsmann in München wieder einen Brief, natürlich wieder ,, aus einem spanischen Gefängnis", in dem ein dort sitzender Luis Romero mitteilt, daß auf einer in der Nähe Münchens befindlichen Bahnstation ein Stoffer mit 800 000 Mark hinterlegt sei, ebenso in einem Londoner Bankhaus 48 000 Mark; für die Erlangung werden 33 Prozent zugesichert. In einem anderen Schreiben aus Madrid, das Vergebung von Gärtnerarbeiten. Die zur Herstellung der Gartenanlagen bei der neuen Universitäts- Wibliothet zu Gießen nötigen Arbeiten und Lieferungen sollen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 vergeben werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zu dem Eröffnungstermin, Mittwoch, den 11. Oktober, vor mittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 28. September 1905. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. Becker. ebenfalls an einen wiunchener gerichtet ist, wird die Summe auf 678 000 Mart festgesetzt; der angeblich beschlagnahmte Roffer enthält hier ein Geheimfach, in dem diese Summe in Papieren steckt. Herr X. in München wird aus purer Menschenfreundlichkeit gebeten, die Hälfte des Geldes annehmen zu wollen. Alle diese Schreibereien sind natürlich für die berechnet, die nicht alle werden". - Ein teures Telegramm. Viel Geld kostete die Depesche, mittelst deren der russische Minister von Witte dem Zaren den ortlaut des Friedensvertrages mit Japan bekannt gab. Es war ein Chiffretelegramm, für das 15 190 Chiffre. gruppen zur Widergabe des Tertes nötig waren. Die Kosten ter Depesche betrugen über 24 000 Mark. = Italienische Briganten. In der Nähe der alten apu1chen Stadt Altamura bewohnte Graf Domenico Viti ein Landhaus allein mit seiner alten Haushälterin. Er war ein Sonderling, dem die Haushälterin auf ein Trompetensignal die fest verriegelte Tür öffnete. Mittelst dieses Signals verschafften sich Briganten Einlaß, töteten die Dienerin und zwangen den beim Eintritt in das Haus überfallenen Grafen zur Herausgabe seiner Wertsachen. Da der Graf alles Geld auf der Bank liegen hatte, so wurden die Räuber über die geringe Beute erbittert, sie brachten ihrem Opfer tödliche Verlegungen bei und warfen ihn in den Elzkeller, dessen Inhalt sie anzündeten, Bekanntmachung, betr. die Ausführung des InvalidenversicherungsGesetzes. Auf Grund der§§ 141 und 144 Invalidenversicherungsgesetzes hat der Bundesrat über die Entwertung der Beitragsmarken u. A. beschlossen, daß 1. Arbeitgeber und Versicherte, die Marken in die Quittungskarten einfleben, zur Entwertung sämt licher Marken verpflichtet sind, 2. die Entwertung der Marken demjenigen obliegt, welcher sie in die Quittungskarten einzufleben hat. Diese Bestimmungen treten mit dem 1. Oktober 1905 in Kraft. Gleichzeitig bringen wir die auf die Entwertung der Beitragsmarken bezüglichen, hier in Frage kommenden Vorschriften( Bundesratsbeschluß vom 9. November Keine Trunksucht mehr. 1899) wiederholt zur öffentlichen Kenntnis: Eine Probe von dem wunderbaren Cozapulver wird gratis geschickt. Kann in Kaffee, Thee, Essen oder Spirituosen gegeben werden, ohne dass der Trinker es zu wissen braucht. COZAPULVER ist mehr wert wie alle Reden der Welt über Enthaltsamkeit, denn es erzielt die Die Entwertung darf nur in der Weise erfolgen, daß auf den einzelnen Marken handschriftlich oder durch Stempel der Entwertungstag in Ziffern, z. B. für den 15. März 1900,15. 3.00" oder für den 10 Februar 1901 10. 2. 01", deutlich angegeben wird. Zur Entwertung ist Tinte oder ein ähnlicher festhaltender Farbstoff zu berwenden. Bet der Entwertung dürfen die Marken nicht unfenntlich gemacht werden, insbesondere müssen der Geldwert, die Lohnklasse und der Name der Versicherungsanſtalt ersichtlich bleiben. wunderbare Wirkung, dass die Spirituosen dem Trinker widrig vorkommen. COZA wirkt so still und sicher, dass Frau, Schwester oder Tochter ihm dasselbe ohne sein Mitwissen geben kann Wer den borstehenden Anordnungen zuwiderhandelt, und ohne dass er zu wissen braucht, was seine fann für jeden Fall, sofern nicht nach anderen VorBesserung verursacht hat. COZA hat Tausende von Familien wieder ver- schriften eine höhere Strafe verwirkt ist, von der unteren söhnt, hat von Schande und Unehre Tausende von Verwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu zwanzig Männern gerettet, welche nachher kräftige Mit- Mark belegt werden. bürger und tüchtige Geschäftsleute geworden sind. Es hat manchen jungen Mann auf den rechten Weg zum Glück geführt und das Leben vieler Menschen um mehrere Jahre verlängert. 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Man riß einst zwei Knaben Sarz besaß, etrit seinen Star, der durch besondere Klugheit Was?" chrie der eine, ich hätte schon einer Stunde an die Reihe fommen müssen, haust Was habt ihr doch?" fragte man sie. hangen erfämpften igkeit sich auszeichnete, so Der fluge Starmats. Alle wollten Off ihren militärischen Rang ine ſtadtStr. 235. Samstag, den 7. Oftober 1905. bessische Familienzeitun Tägliche Unterhaltungs- Beilage