ons 1905 weibe Darmstadt, Königlichen bringt, b13 das Wasser ter zur Seite wieder er. en ist durch genommen, men, ihnen ber, daß sie en ergangen Mensch lebt Rancher geht estört seinen bietet auch in denselben testube, Die beeinflussen, geht, sei auch ng für Ner geringe Reize vorteilhaft. Der Heimkehr andauerndes Bustand find in Betracht. Füße. Kein spaziergang. Dere Anwen und natur eſt, Reſt. en, en. fönnen Sie Er hat die war der Haustür en feene Ausgang , weshalb Pfennige in erstaunt die be Mutter, Bott lieb!" e bewerben affiererſtelle? enfchaften?" m zu allem affe.) Erfter hmedt denn den wird de aben loofen im Seebabe bei meiner daß ich mir afdhine ange djdhiden." hiich richtig." Nr. 157. Jnsertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbeffen, die Kretse Beglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpedition: teßen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 7. Juli 1905. Gießener day 10 anfoltionhe 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Contibellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt er erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) FR Anabhängige Tageszeitung 3141 ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Eine vereitelte Demonftration. Am kommenden Sonntag sollte der französische sozialitische Deputierte Jaurès auf Einladung seiner deutschen Ge. sinnungsgenossen in Berlin einen öffentlichen Vortrag halten. Er sollte aber er wird nicht. Reichskanzler Fürst Bülow mochte nicht zugeben, daß der Name und das Ansehen eines französischen Politikers, für dessen Person er übrigen Sympathie fühlt, in Berlin parteipolitisch mißbräuchlich ausgebeutet würde. Er hat deshalb den ganzen sozialdemo fratischen Plan, der so gut ausgesonnen war, durchkreuzt, indem er den Vortrag des Herrn Jaurès einfach verbot. Der Oeffentlichkeit wie dem Nächstbeteiligten ist davon durch Mitteilung des Erlasses Kenntnis gegeben worden, den Fürst Bülow an den deutschen Botschafter in Paris, Fürsten Radolin, gerichtet hat. Der Erlaß lautet: ,, Berlin, den 5. Juli. Die Presse hat für den 9. Juli das Auftreten des Herrn Jaurès in einer sozialdemokratischen Versammlung in Berlir angekündigt. Gegen die Persönlichkeit des Herrn Jaurès würde ich an sich nichts einzuwenden haben. Ich schäße Herrr Jaurès als Redner; ich achte seine Anschauungen in der aus wärtigen Politik und stimme nicht selten mit ihnen überein: ich freue mich, daß er mehrfach für freundliche Beziehunger zwschen Deutschland und Frankreich eingetreten ist. Es handelt sich hier aber nicht um den Grad der per sönlichen Wertschätzung des Herrn Jaurès, sondern um di pclitische Rolle, die ihm zugeschoben werden soll. Das füh rende Organ der Sozialdemokratie in Deutschland, der„ Vorwärts", hat angekündigt, daß mit der geplanten Versamm lung der Anfang eines unmittelbaren Einflusses der Sozial demokratie auf die auswärtige Politik gemacht und der Klas fenfampf auf internationaler Grundlage propagiert werden sell. Noch deutlicher kommt die verheßende Absicht der deut schen Veranstalter der Versammlung in einem Organe des Scaenannten wissenschaftlichen Sozialismus, der„ Neuen Gesellschaft", zum Ausdruck. Hier heißt es u. a.:„ Die Revo lution hat das russisch- französische Bündnis dynamitiert; jetz ist es die historische Aufgabe der deutschen Sozialdemokratie der französischen Republik zu leisten, was sie bei den russi schen Machthabern vergebens zu finden hoffte: Schutz ver Prevokationen und übertriebenen Machtaussprüchen einer imperialistischen deutschen Politik." Damit ist ausgesprochen, in welche Richtung die in Aus: ficht genommene Kundgebung geleitet werden soll. Die deut sche Sozialdemokratie würde die Anwesenheit des Herrn Jaurès in Berlin lediglich dazu ausnutzen, gedeckt durch seine Person ihre staatsfeindlichen Bestrebungen gegen die nationalen Interessen zu fördern. Die Kaiserliche Regierung kann nicht darauf verzichten, htergegen die ihr zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden. Sie würde sonst dazu beitrogen, die Ueberhebung einer Partei zu steigern, welche die in Deutschland verfassungsmäßig bestehenden Zustände umstürzen will. Die Regierung der französischen Republik hat sich immer das Recht gewahrt, ausländischen Rednern, sobald ihr dies gebcten oder opportun erschien, das Wort zu verbieten. Sie hat seinerzeit die deutschen Reichstagsabgeordneten Bebel und Bueb verhindert, auf französischem Boden über ihre politische Tätigkeit in Deutschland zu sprechen. Sie hat im vergangenen Jahre dem deutschen Reichstagsabgeordneten Delsor verboten, in Luneville aufzutreten. In beiden Fällen hat die französische Volksvertretung das Vorgehen der französischen Regierung gutgeheißen. Insbesondere schienen im Falle des Abbé Delsor, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, die französischen Sozialisten das Verfahren ihrer Regierung nicht verwerflich zu finden. Wenn auch von dem Takt des Herrn Jaurès zu erwarten wäre, daß er seinerseits alles vermeiden würde, was der deutschen oder der französischen Regierung Unannehmlichkeiten bereiten könnte, so ist die gleiche Zuversicht gegenüber den deutschen Veranstaltern der Versammlung leider nicht gestattet. Herr Jaurès hat sich selbst vor bald einem Jahr in Amsterdam davon überzeugen können, wie weit in ihrer rein negierenden, doktrinären und rückständigen Haltung die deutsche Sozialdemokratie von der praktischeren und patriotischeren Richtung ihrer französischen Gesinnungsgenossen entfernt ist. Unter solchen Umständen würde auch die Sache der deutsch- französischen Verständigung durch den voraussichtlichen Verlauf der Versammlung nichts gewinnen. Ich halte es daher für richtig, daß das öffentliche Auftreten des Herrn Jaurès in Berlin unterbleibt. Euere Durchlaucht wollen im Sinne dieser Ausführungen Herrn Jaurès auf dem Ihnen angemessen erscheinenden Wege ersuchen, seine Reise nach Berlin zu unterlassen. gez. Bülow." Die beabsichtigte sozialdemokratische Demonstration konnte nicht geschickter vereitelt werden. Herr Jaurès hat keine Ver= anlassung, sich verletzt zit fühlen, seine französischen Gesinhungsgenossen sind durch die Erinnerung an ihre eigene frühere Haltung gebunden, und den Leitern der deutschen Sozialdemokratie ist eine Lehre erteilt. Ruffifche irren. Immer weiter frißt das Feuer der Revolution im Zarenreiche. Die Tat des„ Knäs Potemkin" wird von dem Ge rücht überall an den Küsten des Schwarzen Meeres herum getragen und bringt, wie das zu geschehen pflegt, in star übertriebener Darstellung die Gemüter in Erregung. Der Eselsmüller und die Falschmünzer.| grüßten ihn, aber er sah sie nicht, sondern ging schnur: 22) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Der Eselsmüller nahm einen Ganzen und trank denselben mit dem Zollbeamten. Dann aber eilte er fort, er mußte noch zum Sonnenwirt, denn dort wollte er effen, deshalb lehnte er Stuhlmanns Anerbieten mit ihm zu speisen ab. " Hört mal, Stuhlmann, ich komme bald zurück, dann erzählt Ihr mir von Gueren Reifen und Gefahrungen in Amerifa, ich lohne es Euch sehr gut." Still jetzt", fuhr er fort, als er merkte, daß der alte Mann Einwendungen machen wollte. " Nun denn, es soll geschehen, wenn wir ungestört eine Stunde zusammen sein fönnen," erwiderte Stuhl viele Arbeit, der Markt ist starf besucht, viele" Wagen " Seute", sprach er faſt zu sich selbst, gibt es und Vieh, da gibt es Geld in die furfürstliche Kasse. Eile dich alter Junge und schreibe Passierzettel. Na, hoffentlich fommt Friz, der Sohn meines alten Freundes Lotterhose.", mann. stracks nach dem Gasthaus zur„ Sonne". Kernein ftand in der Türe und gab ihm zu wissen, daß der Sonnenwirt frank sei. Das tat ihm leid, er hätte ihn eigentlich sprechen müssen. Er trat in die Wirtsstube, setzte sich in eine Ecke und wartete, bis nach seinem Begehr gefragt wurde. Jetzt fam ihm der Gedanke, was mit dem Kreisrichter und dem alten Eigenbrod wohl geschehen fein möge. Sein Esel konnte es ihm nicht sagen. Eine Bngigkeit überfam ihn wie noch nie, er fannte sich selbst nicht mehr. Er wünschte sich fort, weit fort, wo ihn kein Mensch fannte. Geld hatte er mehr als genug, er hatte fobiel, daß er selbst nicht wußte wieviel. Und dennoch war er ein armer Eselsmüller; er fühlte es jest wie och nie. Ja war er denn arm? Ja, gewiß und wahrhaftig, er war arm. Liebe erntete er Hatte er je folche begehrt? Muzel- Linchen, ja die hatte nirgends. Biebe, was war das für ein Gedanke? thn einft geliebt. Na, das war lange her. Aber der Muzel Line Kind, das war ja der junge Mensch, den er zu Schlierbach gesandt hatte. Also seinen Jungen übergab er einer Falschmünzerwerkstatt? Gr, der starke Eselsmüller, hätte laut aufschreien mögen, doch er mußte Der Eselsmüller hörte dieses Selbstgespräch mit an, dann sah er nach seinem Esel und eilte auf den Markt bedenken, wo er war. und zum Sonnenwirt. Er hatte seine Zipfelmütze auf, Auf einmal horchte er auf. Ein Viehhändler Aufstand im Kaukasus. Dort, wo man das russische Regiment eigentlich immer als Fremdherrschaft angesehen hat, im Kaukasus, haben die Gerüchte über die Freiheitstat" des großen Panzerschiffes eine außerordentliche aufreizende Wirkung ausgeübt, und es scheint eine allgemeine Bewegung bevorzustehen. Es wird uns darüber aus Petersburg gemeldet: Im Kaukasus droht der Ausbruch eines allgemeinen bewaffucten Aufstandes. In Tiflis herrschen seit einigen Tagen Unruhen. Der Personenverkehr zwischen Tiflis und Batum ist ebenso wie der Warenverkehr zwischen Batum und Baku unterbrochen. Auf den Exarchen von Georgien ist ein Mordanschlag verübt worden. Im ganzen südlichen Rußland hat sich der Arbeiterbevölkerung eine große Unruhe bemächtigt. Besonders in Jekaterinoslaw ist es zu schweren ruhen gekommen. Diese und ähnliche Vorfälle kommen mieder dem„ Knäs Potemkin" zugute, der sich noch immer auf dem Schwarzen Meere umhertreibt und dort die offenen russischen Küstenstädte brandschatt. Feodosia belagert. Was das Meuterschiff im Hafen von Feodosia aufgeführt hat, bietet im Grunde das Bild einer richtigen Belagerung dar: Die Vertreter der Stadtverwaltung hatten auf dem Schiff zu erscheinen und mußten die Ausschreibung einer Kontribution über sich ergehen lassen; gefordert wurden binnen 24 Stunden 500 Tonnen Kohlen, Fleisch, Fett, Vieh, Mineralöl, Tabak, Zündhölzer usw., widrigenfalls mit Beschießung der Stadt gedroht wurde. Die Arbeiter berlangten Erfüllung der Forderung, nachdem sich die meuternde Mannschaft in einem Aufruf als Träger der freiheitlichen Ideen hingestellt hatte. Der Gemeinderat beschloß. dem Schiffe Lebensmittel zu liefern, jedoch keine Kohlen, da die Stadt keine Kohlen besize. Die Einwohner haben Feodosia verlassen, nur die Truppen und Beamten blieben dort zurück. In der Stadt Afjerman an der Küste von Bessarabien sollen sich der„ Potemkin" und das ihn begleitende Torpedoboot Lebensmittel erzwungen haben. Die Mannschaft des Knäs Potemfin" hat zwar in einer Proklamation die Versicherung abgegeben, daß sie es nur auf russisches Besitztum abgesehen habe. Indessen ist nicht abzusehen, ob nicht doch die am Handel im Schwarzen Meere interessierten Mächte über kurz oder lang zu einem Einschreiten sich gezwungen sehen werden. Erleichterungen in den Ostseeprovinzen. Aus den russischen Wirren scheinen die Ostseeprovinzen eine kleine Milderung des Russifizierungsdrucks erfahren zu sollen. Aus Petersburg wird uns darüber berichtet: Dem Zaren ist vom Ministerkomitee ein Vorschlag unterbreitet, demzufolge die in den baltischen Provinzen Schreiber, ein Freund von meinem Jungen, aber erzählte mir, daß in Münster in Westfalen ein Schneidermeister Schlierbach und dessen Familie als Falschmünzer verurteilt seien. Die Frau sei nach dem Urteilsspruch vor Schrecken gestorben. Die Tochter und deren Bräutigam, Mazel solle er heißen und aus R... firchen ftammen, erhielten je zwei Jahre Gefängnis, der alte Schlierbach aber zehn. Der Schreiber sagte, er dürfe eigentlich nichts sagen, denn sobald es ging, solle der Eselsmüller verhaftet werden, er wolle mir dieses nur im Vertrauen sagen." Aeußerlich ruhig hörte der Eselsmüller dieser Erzählung zu, aber in seinem Innern tobte ein Sturm, wie er ihn noch nicht durchgemacht hatte. Also so wett war es schon gekommen! Er so ite fich verhaften, ins Gefängnis sperren lassen? Nein, das sollte nie und nimmer geschehen! Keinem sollte es gelingen, ihn zu fangen, und wenn eine ganze Abteilung Staffeler Schüßen um seine Mühle gestellt würde. Jetzt war er froh, daß der Sonnen virt frank war. Die andern kannten ihn nicht. Als ihm das Essen gebracht wurde, aß er schnell; dann hieß es fort, nur fort von hier. Mit eiligen Schritten ging er zum Zollhaus zurück. Stuhlmann fand ihn etwas bleich und auch zerstreut. " Sit Euch etwas passiert?" fragte er den Eselsmüller. " Nits," war die Antwort ,, Doch jetzt erzählt wie es Euch weiter ging, nämlich drüben." „ Vozztausend, Eselsmüller, es scheint, als wolltet ihr auch" hin; ich rate Guch, bleibt hier! Habt ihr aber reichlich Geld, nun dana prol tert es. seinen Tuchwams, furze Hosen und schwerbeschlagene erzählte, er sei über Soffenburg gekommen. In der mir von Eurer Fahrt auf dem Dreimaster und dann, Schuhe an, wie diese Tracht dort Mode war. Man Gegend des Eichelbaches und Hülsgrund habe der erkannte sofort, daß er er nicht aus der Frankenburger Bußmüller den Condorfer Kreisrichter und den alten Begend war. Er ging rasch über die Ederbrücke, lab Gigembres aufgeladen. Dieſelben hatten dem Müller zar manchen Bekannten da ſtehen und ins Waffer ihre Abenteuer, arzählt und ihn gebeten fie mitzunehmen. blickend er eilte vorbet, er hatte anderes zu tun. Auf Dem Marktplatze, oben vor dem großen Rathause, angekommen, beobachtete er das Treiben einen Augenblick. r sah, daß aus dem nördlichen Türmchen ein Seil, er Seiltänzerfamile Knie gehörend, bis an Kaufmann Dusings Haus gespannt war. Doch er produsierte sich hon gar lange auf anderem Gebiete. Bekannte beGottlob, dachte bei sich der Eselsmüller, so ist kein Unglück zu beklagen. Zwischen Schneife und hier traf ich unsern Herrn Landrat, demselben erzählte ich, was ich gehört. Er meinte, der Eselsmüller set ein schlauer Bursche. Endlich aber schlage dem seine Stunde auch. Wir konnten nicht weiter sprechen, weil Herr von Buttendorf uns begegnete. Ich ging fort. Des Bandrats Einen Augenblick schwieg der Eselsmüller, dann fagte er:„ Stuhlmann ich bin es hier müde, es fann sein, daß ich es auch einmal, drüben' versuche. Doch jest erzählt." ,, Aber erst einen, Verbotenen'," sagte lachend der Zollhausverwalter. ( Fortsetzung folgt.) geltenden Schulreglements einer Revision unterzogen werden sollen. In Livland soll ein Gymnasium mit deutscher Unterrichtssprache geschaffen werden. In allen Schulen der baltischen Provinzen soll der Religionsunterricht in der Muttersprache erteilt werden. Ohne Steuer und ohne Steuern. Aleber die Lage der innerpolitischen Dinge in Rußland erhalten wir von einem Petersburger Herrn, der die poli. tischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Rußlands seit Jahren aus der Nähe beobachtet hat und mit den verschiedensten Kreisen in der russischen Hauptstadt vertraute Beziehungen unterhält, nachstehenden Brief: Petersburg, 5. Juli. Mit Verwunderung nimmt man hier wahr, daß das Aus. land auf die kleinen Vorkommnisse in Odessa und Feodosia so viel Gewicht legt und sich den Anschein gibt, über die Meuterei der Mannschaft des einen und anderen Kriegs. schiffes erschrocken zu sein. Man erblickt darin einen Beweis, daß die russischen Verhältnisse im Ausland noch immer nicht gekannt sind, daß man sich jenseits der Grenze noch iminer feine rechte Vorstellung von dem Grade der Revolutionierung des ganzen Rußland macht. Die Dynastie steht auf dein Spiel, die Monarchie selbst nicht etwa das selbstherrliche Regiment ist in Frage gestellt, seit Wochen ist die Re Frutenaushebung durch den stummen allgemeinen Widerstand unmöglich gemacht, kann die Armee im fernen Osten Asiens keinen Nachschub an Mannschaften und Waffen erhalten was will es unter solchen Umständen bedeuten, ob die Mann schaften einiger Schiffe im Schwarzen Meer den Gehorsan versagen und programmwidrige Spazierfahrten unter nehmen! Das sind Scherze, um deren willen man sich hier längst nicht mehr aufregt. Die ähnlichen Vorgänge in Kronstadt sind weit schlimmer, und dabei sind auch sie das schlimmste noch lange nicht. sich, daß Ministerpräsident Rouvier in der nächsten Woche it der Lage sein wird, auf die angekündigte Anfrage über die marokkanische Angelegenheit und über die äußere Bolilik au antworten. Die sibirische Bahn steht still. Die Arbeiter streiken nicht, weil sie nicht arbeiten, sondern weil sie den Krieg nicht wollen. Die Versuche, den Betrieb wieder ordnungsmäßig aufzunehmen, sind als aussichtslos aufgegeben. General Linewitsch ist auf die Truppen und das Kriegsmaterial an getriesen, die er zur Verfügung hat, und darf in absehbaret Zeit nicht auf Verstärkung rechnen. Daher die plötzliche Bereitwilligkeit zu Friedensunterhandlungen mit Japan, die augenblicklich wirklich aufrichtig gemeint sind. Das Ver dienst der Rooseveltschen Intervention ist dabei sehr gering. Auch ist es noch keineswegs sicher, ob es zum Friedensschluß tommt. Das hängt weit weniger von den Unterhändlern und den ihnen mitgegebenen Instruktionen ab, als von der Entwickelung, die die inneren Verhältnisse Rußlands in nahe: Zeit nehmen werden, und für die es nur zwei wahrschein. liche Zielpunkte gibt: die Etablierung eines Säbelregiments wenn die Großfürsienpartei die Verfügung über die Gewalt und das Militär wieder fest in die Hände bekommt, oder im anderen Jalle die Republik nach einem anarchistischen Zwischenregiment. Noch kann die Großfürstenpartei au Offiziere und Soldaten nicht mit Sicherheit rechnen, und es ist fraglich, ob sie überhaupt dazu gelangen wird. Das ver. spätete Dementi, das der Nachricht von der offenen Gehor semsverweigerung einer Offiziersversammlung gegenüber den Weisungen des stellvertretenden obersten Kommandeurs gefolgt ist, wird hier einfach berlacht. Man kennt die Offi ziere, die ihrem höchsten Vorgesetzten recht respektwidrige Be stellungen gemacht und seine Befehle verspottet haben. Seht viele Offiziere sind mit fast der gesamten Intelligenz des Landes der Ueberzeugung, daß es im Interesse des Zaren und Rußlands liegt, mit aller Beschleunigung durchgreifende Reformen vorzunehmen, eine Konstitution nicht zu ver sprechen, sondern sofort einzuführen. Daraus erklärt sich einigermaßen die Haltung jener Offiziere, die in ihrer Ari dem Zaren Treue zu beweisen und ihm Dienste zu leisten glauben, indem sie ihm den Treucschwur brechen und den Dienst auftündigen. Von diesem Standpunkt aus müssen die Vorkommnisse beurteilt werden, damit sie nicht gar so grauenvoll erscheinen. Die oppositionellen Elemente sind inzwischen nicht müßig gewesen. Sie haben, eine recht bunte Gesellschaft, die so. gar die Anarchisten mit einbegreift, sich eng zusammen geschlossen und ganz bestimmte Verabredungen getroffen. Es eristiert bereits eine geheime Regierung, förm lich ernannt, die an einem nahen Termine hervortreten und die Zügel ergreifen wird, wenn nicht die Konstitution kommt, auf die man unter keinen Umständen ohne offenen Rampf verzichten will. Es ist im Werke, vom 1. August an eine allgemeine Steuerberweigerung zu prekla mieren. Weder staatliche noch städtische Abgaben sollen von genannten Zeitpunkt ab entrichtet werden, und bei etwaigen Zwangseintreibungen sollen die gepfändeten Gegenstände feine Käufer finden, weil den etwaigen Erstehern der Tod angedroht ist. Kein Wunder, daß unter solchen Umständen recht viele Mitglieder der besitzenden Klassen eine Emigration vorbe reiten, zum Teil schon angetreten haben. Und nicht mit leeren Händen. Nach Finland, wo man verhältnismäßige Sicherheit erwartet, sind schon viele unter dem Anschein von Bade- und Erholungsreisen ausgewandert. Daß sie ihr liquidierbares Vermögen mitgenommen haben, sieht man ihnen nicht an. Auch die deutschen und böhmischen Bade. orte werden von solchen Auswanderern in Menge aufgesucht. Der Aufenthalt daheim ist ihnen unheimlich; denn hier droht ihnen Gefahr von oben und bon unten. Die herrschende Fleischteuerung hat den„ Dentichen Fleischerverband veranlaßt, auf dem Verbandstage eine Re. lution zu fassen und diese dem Reichskanzler av bermitteln. In der Eingabe wird darauf hingewiesen, dah Maßnahmen zur Besserung der außergewöhnlichen Umstände notwendig seien. Wie die Regierung zu Zeiten der Mih. nte außerordentliche Maßnahmen zur Linderung der Not rifft, so glaubt der Deutsche Fleischerverbandstag, auch für De Zeit der abnorm hohen Viehpreise solche beantragen zu ellen, umsomehr, als infolge der für nächstes Frühjahr be. vorstehenden Einführung des neuen Zolltarifs die Befürch tungen für eine weitere Verteuerung beständen. Ein merkwürdiger Umstand muß noch erwähnt werden: Dieselbe revolutionäre Bewegung, die gegenwärtig die kräftige Fortsetzung des Krieges gegen Javan tatsächlich hindert, ist entschlossen, nach erlangter Konstitution alle Mittel qufzuwenden, um den Krieg fortzuführen und ihm eine für Rußland bessere Wendung zu geben. Die siegreiche russische Revolution will ihren Dank für die Konstitution durch eine große patriotische Opferwilligkeit bekunden und durchaus nicht friedlich sein, So liegen die Dinge in Rußland heute. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * In der Marokkoangelegenheit ist die zwischen dem deut schen Botschafter Radolin und dem französischen Minister. präsidenten angesetzte Besprechung bis Freitag, den 9. Juli, verschoben worden. In Paris hält man es für wahrschein * Eine neue Verfügung über den Fahrverkehr auf öffent. lichen Wegen ist vom preußischen Ministerium erlaten wor den. Die für die ganze Monarchic erlassene einheitliche Poli zciverordnung soll strenger gehandhabt werden. Insbeson. dere soll darauf gesehen werden, daß stets nach rechts auszu weichen und links zu überholen ist. Der Bevölkerung wird unter Hinweis auf die steigende Verwendung der Kraft. wagen bei den fünftigen Herbstmanövern die genoue Beobachtung der Polizeivorschriften eingeschärft. Verfehlungen sollen unnachsichtlich und streng geahndet werden. * Ein neues deutsches Botschaftsgebände in Washington wird demnächst erstehen. Die Reichsregierung hat bereits ein Grundstück gegenüber der französischen Botschaft erwor= ben. Auf dem Grundstück wird ein glänzender Steinbau im Stile Friedrichs des Großen errichtet werden; seine äußere Erscheinung wird voraussichtlich nach dem Muster des Neuen Palais in Potsdam gemodelt sein. Die Pläne sind indessen noch nicht ausgearbeitet, und in Berlin hat man sich noch nicht einmal darüber schlüssig gemacht, welcher Betrag auf den Neubau verwandt werden soll. Die Vorlage bezüglich der Bewilligung der Mittel für das Botschaftsgebäude und die Ausgestaltung des herrlichen Gartens, für den ein Terrassensystem verwandt werden soll, wird dem deutschen Reichstag voraussichtlich in seiner nächsten Session zugehen. Türkei. ** Mehrere diplomatische Zwischenfälle bekunden die durch die Vorgänge im Schwarzen Meer in türkischen Regierungsfreisen hervorgerufene Erregung. Ein amerikanisch- türfischicher Streitfall ward dadurch heraufbeschworen, daß der erste Dragoman der amerikanischen Gesandtschaft Gargiulo auf offener Straße in Stambul von Kreaturen Felim Ba schas, des Chefs des Spionagewesens, verhaftet, während zwei Stunden festgehalten und in Stambul unter polizeilicher Bewachung ins Polizeiministerium geführt wurde. Der Polizeiminister verfügte die Freilassung. Der amerikanische Gesandte hat bereits Protest erhoben.- Ein zweites unliebsames Vorkommnis ereignete sich mit dem russischen Botschafter. Dieser unternahm an Bord des russischen Stationsschiffes eine Spazierfahrt ins Schwarze Meer. Bei der Rückfehr passierte der Stationär mit dem Botschafter die Einfahrtsstation Kavak, welche nach Sonnenuntergang für einfahrende Schiffe verboten ist. Auf das Botschafter- Schiff vurde von der türkischen Batterie in Ravak ein blinder Schuf abgegeben und das Fahrzeug angehalten. Die Verbotsbetimmungen haben im übrigen keine Geltung für Botschafterschiffe. Der Botschafter mußte den Stationär verlassen und in der Dampfbarkasse zur Botschaft zurückkehren. Alien. ** Auf dem ostasiatischen Kriegsschauplak beträgt jetzt der Abstand zwischen dem russischen und japanischen Heere nur noch 30 englische Meilen. Der japanische Friedenskommissar Baron Komura wurde vom Kaiser in Abschiedsaudienz empfangen. Nach japanischen Nachrichten ist man in Tokio ebenso wenig mit dem Wunsche Chinas einverstanden, an den russisch- japanischen Friedensverhandlungen teilzunehmen, wie in manchen Kreisen Rußlands. In der japanischen Presse wird versichert, Japan werde unerschiitberlich dem Grundsaß der offenen Tür treu bleiben und später über die zweckmäßige Anwendung dieses Grundsayes in der Mandschurei mit China in Unterhandlungen treten. Darüber werde nach dem Kriege ausschließlich mit China verhandelt, ebenso wie die bevorstehende Konferenz nur allein mit Rußland geführt werde. China habe kein Recht, sich einzumischen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser ist auf seiner Küstenfahrt in die Koldinger Gegend gelangt. Er ging an Land und unternahm einen Spaziergang im Walde bei Löverode. Der Großherzog von Oldenburg hat sich mit seiner Gemahlin nach Holland zum Besuch der Königin Wilhelmina und des Prinzregenten Heinrich begeben. Der letztere ist bekanntlich ein Bruder der Großherzogin Elisabeth von Oldenburg Deer und flotte. afall bei der deutschen Marine. Bei einer Schießübung in der Kieler Bucht rannte das Linien- Panzerschiff das Hochsee- Torpedoboot S 124". Das Torpedoboot wurde sehr erheblich beschädigt und begann zu sinken. E3 fonnte aber noch in den Kieler Hafen geschleppt werden. Einige Leute der Besatzung erhielten Brandwunden durch ausströmende Dämpfe. Soziales Leben. schen Kesselschmieden sind bisher ergebnislos gewesen. Aus diesem Grunde hat die Norddeutsche Masichnen- und Armaturenfabrik 550 Arbeiter ausgesperrt und die Aktiengesellschaft Weser 2500 Arbeitern gekündigt. Kohlenarbeiter- Ausstand. In Fünfkirchen sind auf den der Donau- Dampfschiffahrtsgesellschaft gehörigen Kohlenbergwerfen 4000 Arbeiter in den Streik getreten. Militär ist herangezogen worden. Bewegung im Zimmerergewerbe. Infolge der Weigerung mehrerer Zimmerleute, zu der neuen Kasse für Arbeitslose beizusteuern, ist es in Halberstadt zu einem seit einiger Zeit andauernden Streit gekommen, der damit en dete, daß jetzt die Zimmerleute auf allen Betrieben entlassen wurden. Beendigung der bayerischen Metallarbeiteranssperrung. Die zwischen den Vertretern des Verbandes der Metallindustriellen und den Vertretern der Arbeiterorganisationen gepflogenen Verhandlungen haben zu Einigungsvorschlägen geführt, die bei dem im Münchener Kindl- Keller abgehaltenen Generalappell der Ausgesperrten mit 1247 gegen 559 Stimmen angenommen wurden. Aus den Verhandlungen ging hervor, daß die Arbeitgeber zwar den Tarif verhindert, aber die Organisation nicht zerstört haben. Die reine Arbeitszeit beträgt wöchentlich 58 Stunden, ist also herabgefeßt; die Firmen versprechen, in eine wohlwollende Prüfung der Lohnforderungen einzutreten Maßregelungen dürfen nicht erfolgen. Aussperrung auf norddeutschen Werften. Die Verhandlungen der Geestemünder Werften mit den ausständiNab und fern. befre Brifen der Chefapeale fchenfeind, fern der Forrefpondenten Sandlungen mit Mu tior.sblätter müßten phonegrophen der Beife die Beratung tände zu erborden maden zu Fonner An erfahren haben Die Dompfer, ein Areuzer ble ous rei fünfjöllige phindern und zweig miten fidh die unter men. Die Mayflo für ihre Friedensmi Sache sehr geheim ge gefidert † Schweres Unwetter. Ganz besonders heftig sind die elektrischen Entladungen, die auf die große Hitze der letzten Toge folgten, in Süd- und Mitteldeutschland gewesen. Im Elsaß ist ein Hagelwetter niedergegangen, das stellenweise hühnereigroße Schlossen herabwarf und vielen Menschen Veitundungen brachte. Auch in der Aachener Gegend hat der Hagel mancherlei Unheil angerichtet. In einigen Ortschaften find fast alle Fensterscheiben zertrümmert, auch sind die Haus. dächer von den Schlossen beschädigt worden. Daß alles Borläufig wird man Bashingtoner Grahlun De de The Behandlung beibende Aleearten und Den forechenden Stall rar häufig bortom mon mit einem falf- un Bachstum zu befördern, Sflanzen an. Die Be Bodenanzeiger, aber f trodenen Bodenarten a fann nur durch häufige ter Witterung und dur Samen reif wird, mit fann die Herbstzeitlofe den Boden dienen, als übermäßig naffem Bod † Die Hitze und der Parademarsch. In München hatte an einem der legten heißen Tage das zweite InfanterieRegiment Regiments- Ererzieren. Als gegen 10 Uhr vor mittags die Uebung mit einem Parademarsch beendet wurde, tamen nicht weniger als 17 Fälle von Hißschlag vor. Ein Reservist der 7. Kompagnie fiel auf der Stelle tot um. Der Unglücksfall wurde erst entdeckt, nachdem die übrigen Kom pagnien an dem Toten vorbei- und teilweise über ihn hin übermarschiert waren. † Tod durch verdorbenes Wasser. Ein Landwirt in Nagy Leta in Ungarn ging bei einem der letzten heißen Tage mil feiner Familie auf das Feld. Vom Durst gepeinigt, tranfen alle das Wasser aus einer Pfütze, auf die man unterwegs traf. Alsbald erkrankte die ganze Familie unter heftigen Vergiftungserscheinungen, und nur der Vater konnte geret. tet werden. Die Frau und die fünf Kinder starben an dem verderblichen Trunke. † Furchtbarer Sturm. In Mailand richtete vorgestern ein gen altiger Sturmwind viel Unheil an. Bäume wurden ent. wurzelt, Wagen umgeworfen, Dächer abgehoben, sogar ein an der Kathedrale stehendes schweres steinernes Standbild wurde heruntergestürzt. Der ganze Straßenverkehr war stundenlang unterbrochen, und viele Bewohner erlitten Ver legungen. Zwölf Arbeiter wurden unter den Trümmern eines durch den Sturm zum Einsturz gebrachten Gebäudes begraben; fünf waren sofort tot, sieben sind schwer ver. wundet. Opfer des amerikanischen Nationalfestes. Alljährlich pflegen die Vergnügungen, mit denen die Amerikaner den 4. Juli, ihren Nationalfesttag, begehen, eine mehr oder min. der große Anzahl von Menschenleben zu fordern. In diesem Jahre ist es drüben besonders arg zugegangen. Aïlein in 150 Städten, aus denen bereits Festberichte vorliegen, sind durch Feuerwerkskörper und Pistolenschüsse 36 Personen getötet und 1677 verlegt worden. † Unglück in einer Kohlengrube. In einer Kohlenmine in Vivian in West- Virginien kam vor einigen Tagen eine größere Anzahl Arbeiter durch eine Explosion schlagender Wetter ums Leben. Von den in der Grube arbeitenden Bergleuten waren neun sofort tot und achtzig waren verletzt, dar unter fünfzehn tödlich. Außerdem werden dreißig Arbeiter dermißt, und deren Rettung ist außerordentlich fraglich. † Gordon Bennet- Reunen. Nach Théry, der wieder, wie im vorigen Jahre, für Frankreich den Sieg bei dem klajjischen Automobilrennen davontrug, wurde als zweiter der Italiener Nazzadi plaziert. Cagno wurde dritter, Caillois bierter. Zwei französische Brasier- und zwei italienische Fiatwagen famen also in Front an. Deutschland ist ohne Preis geblieben, der deutsche Favorit Jenatzy gab nach mehreren Störungen die Fahrt auf, als eine Feder seines Wagens plaẞte. + Eisenbahn- Unglück. Zwischen den Stationen Neanderthal und Gerresheim in der Rheinprovinz lösten sich vier Wagen eines Güterzuges los und fuhren auf eine entgegen. temmende Lokomotive auf. Der Lokomotivheizer wurde ge tötet, der Lokomotivführer verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend. - Diplomaten auf See. Geffi Brafibent aa Sin Antrag des Abg. Bewährung einer Beit Ariegsfeldzuge bon 18 des Abg. Röhler, d marfen durch die Reid Masschuß überwiefen. Gefangenenauffeher zu Bewährung von Wohn wiefen. Abg. Benn Reifediaten an die bef Landtag zu verhandeln Beratung des Antrags Veröffentlichung Abg. Adelung bem Anz.", die Unvollkom bon ftaatswegen ange um 25 Prozent aude amtern gemachten Ange fchieden, daß auf fie le Dr. Best betont, das Setreffenden Erhebunge hätten. Abg. Pen Antrages und weift a Bayern hin, wo man fel. Das politische hindigungsblatt berich auch in peffen ein Am Barteivertretung und i Beitung ermöglicht fei, bringt eine ganze Reib fich in den Kreisblätte Modus werbe alle S Die von der Regieru Roftenfrage feien nicht Zu den russisch- japanischen Friedensverhandlungen. Amerika will den Ruhm nicht verlieren, der alten Welt von Zeit zu Zeit Ueberraschungen bereiten zu können und dadurch das Erstaunen der europäischen Zeitgenossen gebührend wachzurufen. Da der bittere serieg zwischen den Moskowitein und den Söhnen des Mikado im fernen Osten endlich beigelegt werden soll und zur Schlichtung und Lösung aller Fragen die Gastfreundschaft der nordamerikanischen Union in Anspruch genommen wird, hat man sich etwas ganz Neues ausgesonnen, dem das Signum der Originalität wenigstens nicht abzusprechen ist. Die Friedensunterhändler sollen nämlich im buchstäblichen Sinne des Wortes aufs Wasser geschickt werden. Man hatte anfangs gezögert, Washington als Platz für die Verhandlungen zu bestimmen, und zwar darum, weil das Semmerflima in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten gar nicht schön ist, und weil außerdem die amerikanische Bresse recht neugierig sein und eventuell starke Neigung zeigen kann, allerhand Phantasien als Tatsachen aufzutischen, wenn Wirkliches schwer zu haben ist. Dadurch hätten Störungen in die Verhandlungen hineingetragen werden kön nen. Nun hat man ein Abhilfsmittel gefunden, das über alle Steine des Anstoßes hinwegführen soll. Präsident Roosebelt hat in aller Stille seine offizielle Privatjacht, die„ Mayflower", instand seßen lassen, um sie den Friedensunterhändlern zur Verfügung zu stellen! In Washington zu schwitzen, fann den hohen Herren der russischen und japanischen Diplo matie nicht wohl zugemutet werden, abgesehen davon, daß man fein passendes Hauptquartier für sie hat; in ein nörd liches Seebad sich zu begeben, hat ebenfalls seinen Haken, da dcrt wohl noch weniger Abgeschlossenheit gegen frivole Frage steller zugesichert werden könnte, als in Washington. So wird den Herren aus Rußland und Japan eine mit allen Be quemlichkeiten der Neuzeit ausgestattete Jacht zur Verfügung gestellt; in dieser Jacht können sie, umfächelt von den kühlen auf die Softenfrage bin Kaffe. Die Reformbed nicht zu bestreiten, Färbung derfelben. D yaben, hier Wandel Requivalent auszugeben Hand bieten. Abg. D lich, daß das ganze berurteile. Die Art u Ben Preisamtblättern Die nat.- lib. Preis ba blätter zugelaffen. D befannt sein. Der erflärlich und das Seftebe nur in der Staatsminifter Ro blattmejen Beffens Regierung ei blättern br der jet bestehen Angelegenheit mi mehmen. Hierbe Art erreicht we 1. Jei das Rifito taffe getragen wet abminiftrative Wa Landtags tight unt mit der die Ber watchungen_erfolgèr Diefer Sache so we werde der Sache tridlide Raterial, berwerten. Abg. blätter Obenw. B Rights dagegen ei ren Barteiftandpu gewesen. Aus en- und Armaie Attiengesell rdjen sind auf gehörigen Koh getreten. Mili folge der Wei Kasse für Ar zu einem jeit der damit en ieben entlassen heftig sind die Site der letzten gewesen. Sm das Stellenweise pielen Menschen Gegend hat der gen Ortschaften sind die Haus Brisen der Chesapeake Bay oder auf den Wellen des Ozeans schenkelnd, fern der Möglichkeit, von neugierigen Zeitungsforrespondenten befragt und geplagt zu werden, ihre Verhandlungen mit Muße und Bequemlichkeit führen. Sensatior.sblätter müßten schon Boote mit„ drahtlosen" Riesenphonegrophen der Mayflower" nachsenden, um auf diese Weise die Beratungen der Diplomaten durch die Schiffswände zu erhorchen oder es wenigstens den Lesern plausibel machen zu können, daß sie das, was sie drucken, auch wirklich erfahren haben. Die Mayflower" ist ein Doppelschraubendampfer, ein Kreuzer dritter Klasse, und hat eine Batterie, bie aus zwei fünfzölligen Schnellfeuergeschützen, zwölf Sechspfündern und zwei Maschinengeschützen besteht; vor diesen müßten sich die unternehmenden Preßbote eben in acht nehmen. Die Mayflower" wird im Brooklyner Schiffsbauhof für ihre Friedensmission" ausgerüstet werden; man hat die Sache sehr geheim gehalten, aber es ist doch schließlich durchgesichert. Das alles erzählt man sich in Washington! Vorläufig wird man in Europa einige Zweifel trotz der Washingtoner Erzählungen wohl nicht unterdrücken. Der Landwirt. de Die Behandlung der Wiesen. Auf der Wiese gut gedeihende Kleearten und Wicken verraten, daß der Boden den entsprechenden Kalkgehalt besitzt. Da, wo diese Pflanzen zwar häufig vorkommen, aber nicht gedeihen wollen, muß man mit einem falf- und aschreichen Kompost düngen, um ihr Wachstum zu befördern, denn sie gehören den kalkbedürftigen Pflanzen an. Die Herbstzeitlose ist zwar kein besonderer Bodenanzeiger, aber sie ist weder auf nassen, noch auf zu trockenen Bodenarten zu finden. Sie ist immer lästig und kann nur durch häufiges Ausziehen der Pflanzen bei feuchüber ihn hin. Samen reif wird, mit Erfolg bekämpft werden. Jedenfalls ter Witterung und durch frühzeitiges Heumachen, bevor der München hatte ite Infanterie 10 Uhr bor beendet wurde, lag bor. Ein tot um. Der übrigen Kom Divirt in Nagy eißen Lage mil peinigt, tranfen man unterwegs unter heftigen r tonnte geret. Starben an dem e borgestern ein me wurden ent oben, sogar ein ernes Standbild Benberkehr war her erlitten Ber den Trümmern achten Gebäudes find schwer ber es. Alljährlich Amerikaner den mehr oder min. ern. In diesem angen. Allein richte vorliegen, schüsse 36 Per ner Kohlenmine gen Tagen eine rbeitenden Bergren verlegt, dar dreißig Arbeiter lich fraglich. der wieder, wie bei dem flaj als zweiter der dritter, Caillois wei italienische schland ist ohne gab nach me eder seines Wa onen Neander lösten sich vier eine entgegen terialschaden ist eizer wurde ge fann die Herbstzeitlose insofern als Erkennungszeichen für den Boden dienen, als sie weder auf zu trockenem, noch auf übermäßig nassem Boden wächst. Hessischer Landtag. Darmstadt, 6. Juli. Uhr. 11 Kreisblätter jest treiben, sei unbedingt zu verurteilen. Die Regierung möge nur ein Versuch machen und gegen die Wormser Beitung" und" Gießener Anzeiger" vorgehen. Abg. Ulrich wendet sich scharf gegen das Kreisblattmonopol, besonders die Mone polisierung der„ Offenb. 3tg." Hierauf gelangte einstimmig der Antrag zur Annahme, wonach die Großh. Regierung ersucht wird, an die Unterhandlungen, betr. das Kreisblattwesen, nach den im Ausschuß niedergelegten Gesichtspunkten heranzutreten. Cokales. 7. Juli 1905. HK. Die Zweite Rammer überwies einen Antrag des Gefeßgebungs- Ausschusses der Regierung, der eine baldige Umgestaltung des kreisamtlichen Berkündigungs. wesens im Großherzogtum Hessen vorsieht. Die Kenderung des bisherigen Systems der Kreisblätter soll darin bestehen, daß ein regelmäßig erscheinendes amtliches Blatt ohne Anzeigen den Tagesblättern aller Richtungen gegen einen Abonnement prets zugestellt wird, wenn diese gewillt sind, ihrem Leserkreise die amtlichen Anfündigungen in Gestalt einer Beilage zugänglich zu machen. Wenn der Antrag zur Annahme gelangte, so würde damit eine neue Art des amtlichen Verkündigungswesens in Hessen durchgeführt werden. * Die Gerichtsferien beginnen am 15. Jnli und endigen am 15. September. Während dieser Zeit werden nur in Feriensachen Termine abgehalten und Entscheidungen erlassen. Auf das Mahnverfahren, das Zwangsvollstreckungsverfahren und das Konkursverfahren sind die Ferien ohne Einfluß. ** Zum Rüdesheimer Mord. Wir berichteten gestern, daß man die Angaben eines gewissen Saifarth, der auf dem Höchster Polizeiamt erschien und mitteilte, daß sein 18jähriger Bruder seit dem 13. Juni, an welchem Tage er noch eine Postkarte aus Rüdesheim geschrieben habe, vermißt werde, mit dem Mord bei Rüdesheim in Verbindung gebracht habe. Sofort seitens der Polizei angestellte Ermittelungen haben jedoch jetzt ergeben, daß der Vermißte in Essen sich wohlauf befindet. Ueber dem Rüdesheimer Mord schwebt nach wie vor Dunkel. *** Soldatenmut. Zu unserer Notiz über den in der Militärschwimmanstalt verunglückten Unteroffizier, der einen erschöpften Refruten retten wollte, wird ergänzend uns noch mitgeteilt, daß an den Rettungsversuchen und an der Bergung der Leiche der Musketier Misch von der 4. Rompagnie, ein Elsässer, hervorragenden Anteil hat. ** Der Maschinenbauer- Gesangverein brachte gestern Abend seinem Ehren- Mitglied, dem Weinhändler und Stadtverordneten Helm zu seinem Silbernen Ehe- Jubiläum ein Ständchen, bei welchem auch die„ Vilbeler Preischöre" zum Vortrag tamen. HK. General Nogi hat einem Darmstädter Gastwirt als Antwort auf eine Adresse eine Ansichtspostkarte übersandt, die eine Anzahl russischer und japanischer Offiziere nach dem Fall von Port Arthur darstellt. Die Karte fam aus der Mandschurei, ist von General Nogi felbft unterzeichnet und hat 103 Tage bis hierher gebraucht. P." Gebildete" Leute. Gestern Abend zwischen 8 und 9 Uhr zechten mehrere Studenten in einer Privatwohnung in der Ludwigstraße, wobei in sehr rücksichtsloser Weise mehrere leere Weinflaschen aus den Fenstern des 2. Stocks auf die Straße geschleudert wurden. Den selben Unfug wiederholten drei dieser Herren um 10 Uhr am Neuenweg, während zwei andere eine halbe Stunde später an einer Wohnung an der Grünbergerstraße 2 Fensterscheiben einschlugen. Anzeigen sind erfreulicherweise erhoben. HK Ein entmündigter Graf. Graf Carlo zu Nidda, der fürzlich dadurch von sich reden machte, daß er in Kass auf dem Königsplaß an verschiedenen Abenden größere Geldbeträge unter das Publikum warf, ist jetzt vom Amtsgericht Darmstadt entmündigt worden. Dabei wurde Dabei wurde festgestellt, daß er ein Vermögen von etwa 250 000 Wt. besaß, wovon er seit 1901 etwa 50 000 mt. vergeudet hat. Präsident Haas eröffnet die Sigung 9 Ein Antrag des Abg. Leun, den Reichsinvalidenfonds betr. Bewährung einer Beihilfe an die Veteranen der früheren Kriegsfeldzüge von 1866 und 1870/71, sowie ein Antrag des Abg. Köhler, den Verkauf der staatlichen Stempel. marken durch die Reichspoftanstalten betreffend wird einem Ausschuß überwiesen. Gleichfalls wird die Vorstellung der Gefangenenaufseher zu Darmstadt, Mainz und Gießen um Gewährung von Wohnungsvergütung einem Ausschuß überwiesen. Abg. Pennrich bittet über die Gewährung von Reisediäten an die hessischen Abgeordneten noch in diesem Landtag zu verhandeln. Hierauf tritt das Haus in die Beratung des Antrags Ulrich und Genossen ein betreffs Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen. Abg. Adelung bemängelt, nach dem Franks. General Anz.", die Unvollkommenheit der über den Kostenpunkt von staatswegen angestellten Erhebungen, die zum Teil um 25 Prozent auseinandergehen. Die von den Kreisämtern gemachten Angaben über die Kosten seien so verosion schlagender schieden, daß auf sie fein Wert zu legen sei. Ministerialrat Dr. Best betont, daß die Kreisämter ihre Aufgabe, die betreffenden Erhebungen anzustellen, nicht richtig aufgefaßt hätten. Abg. Pennrich bespricht die Wirkungen des Antrages und weist auf die Verhandlungen in Baden und Bayern hin, wo man ebenfalls dieser Frage näher getreten fei. Das politische Odium müsse aus einem Amtsverfündigungsblatt verschwinden und es sei wünschenswert, daß auch in Hessen ein Amtsblatt geschaffen werde, ledig aller Barteivertretung und in so billiger Form, daß es jeder Beitung ermöglicht sei, dieses Amteblatt zu halten. Redner bringt eine ganze Reihe von Mißständen zur Sprache, die fich in den Kreisblättern bereit gemacht haben. Der neue Modus werde alle Klagen mit einem Schlag beseitigen. Die von der Regierung gehegten Bedenken bezüglich der Roftenfrage seien nicht entscheidend. Abg. Müller weist auf die kostenfrage hin, die sich nicht so leicht entscheiden laffe. Die Reformbedürftigkeit des Kreisblattwesens sei nicht zu bestreiten, besonders bezüglich der politischen Färbung derselben. Die Regierung müsse es in der Hand haben, hier Wandel zu schaffen. Aber 75 000 t. ohne equivalent auszugeben, dazu fönne seine Partei nicht die Hand bieten. Abg. Dr. Schmitt bemerkt, es sei erfreulich, daß das ganze Haus einmütig den jezigen Bustand verurteile. Die Art und Weise, wie die politische Heße in den Kreisamtsblättern getrieben werde, sei skandalös. Nur die nat.- lib. Streisblätter seien als taatsverkündigungsblätter zugelassen. Diese Tatsachen müssen der Regierung Der Widerstand der Kreisblätter sei wohl erklärlich und das Gespenst des Risitos von 75 000 Mt. bestehe nur in der Phantasie der Gegner des Antrags. Staatsminister Rothe ist weit davon entfernt, das Kreisblattwesen Hessens in Schutz zu nehmen. Auch die Großh. Regierung sei schon zu verschiedenen Malen von Kreisblättern sehr scharf angegriffen worden. Die Beseitigung der jetzt bestehenden Mängel tönne aber auch auf andere Art erreicht werden. Gegen eine gefeßliche Regelung der gg. Klein- Linden, 6. Juli. Sängerfest. Am kommenden Ungelegenheit müsse die Regierung aber entschieden Stellung Sonntag veranstaltet unser Gesangverein Eintracht" nehmen. Hierbei feten drei Gesichtspunkte maßgebend: fein 40jähriges Stiftungsfest, das einen sehr schönen Ver1. sei das Risiko viel zu hoch, als daß es von der Staats- lauf verpricht. Der Feftausschuß hat ein sehr unterhalten des taffe getragen werden fönne; 2. sei diese Angelegenheit eine Brogramm ausgearbeitet und auswärtige Vereine haben ihr administrative Maßregel, die bisher einem Beschlusse des Erscheinen zugesagt. Die Veranstaltungen des festgebenden Landtags nicht unterlegen habe, und 3. sei es die Raschheit Vereins erfreuen sich stets großer Beliebtheit und sichermit der die Veröffentlichungen der amtlichen Bekanntlich wird darum auch dieses Arrangement hinter seinen Vormachungen erfolgen. Bisher set fein beutscher Staat in gängern nicht zurücstehen. Um 2 Uhr wird der Festzug dieser Sache so weit gegangen wie Hessen. Die Regierung aufgestellt, der sich unter den Klängen der Musit nach dem werde der Sache volle Aufmerksamkeit schenken und das F plaz bewegen, wo Vorträge von Männerchören und Boltsreichliche Material, das die heutige Versammlung gebracht, beluftigungen mit Tanz stattfinden. Das ganze Unternehmen berwerten. Abg. Hirschel wendet sich gegen die sereis ist durchaus einheitlich und fachlich vorbereitet, ſodaß der blätter Obenw. Bote" und die„ Worms." und" Gieß. Anz." Erfolg nicht ausbleiben wird. Michts dagegen einzuwenden sei, wenn eine gute Beitung ihren Parteistandpunkt vertrete, aber das Unwesen, das die andlungen. - Der alten Welt u fönnen und enoffen gebüh n den Mosko Often endlich Lösung aller nischen Union s ganz Neues at wenigstens ändler jollen Waffer ge als Blab fa rum, weil das igten Staaten amerifaniid te Neigung gel τα hätten Glo en aufzutijden en werden fön nden, das über Bräfident Roofe acht, die May bensunterhänd on zu fdyvipen anifchen Diplo hen davon, daß at; in ein nörd einen Safen, da en frivole Frage Bafhington. Go ne mit allen Be t zur Verfügung von den fühlen *** Das Vogelsberger Rind hat wieder einen bedeutenden Erfolg auf der 3. 8t. in München stattfindenden landwirtschaftlichen Ausstellung errungen, indem die von der Herdbuch- Gesellschaft Biedenkopf ausgestellten T.ere den Büchterehrenpreis, den ersten Einzelzüchterpreis, den ersten Familienpreis, einen ersten, drei zweite Preise und eine Anerkennung errangen. Fleisch im Sommer aufzubewahren. Bei der heißen Jahreszeit hört man die Hausfrauen manchmal flagen, daß das Fleisch, das sie am Abend zum Bedarf des nächsten Tages geholt haben, früh nicht mehr gut riecht", der Fachmann sagt: es ist erst dt". Daran sind aber gar oft die Hausfraun selbst schuld, wenn sie die Fleischwaren beispielsweise in zugemachten Schränken aufbewahren. Man stelle das Fleisch lieber an offene Fenster, überhaupt an die Lust und fühl oder man hole das Fleisch erst früh, wenn man teine passenden Räumlichkeiten hat. " § Leihgestern, 6. Juli. Selbstmord oder Flucht? In dem nahen Lückenbach fand man die Müze, den Waffenrock und das Seitengewehr des Refruten Both von der daß Both, der ohne Urlaub sich außer der Garnison befand, 4. Komp. des 168. Inf. Reg.( Butzbach). Man vermutet, aus Furcht vor Strafe in den Tod gegangen ist. Einem Arbeiter, der ihn am Montag in der Kl.- Lindener Feldmark an der Landstraße shlafend fand, erklärte er, daß er in Gießen den Zug versäumt habe. Darauf entfernte er sich und schlug anscheinend die Straße nach Butzbach ein, doch ist er dort nicht eingetroffen. Der Vermiste hat früher in der französischen Fremdenlegion gestanden. w. Krofdorf, 7. Juli. Unglücksfall. Gestern Nachmittag gegen 6 Uhr stürzte der Maurer Ad. Kraft dahier von einem Neubau, wobei er sich so schwer verleßte, daß er sofort nach Gießen in die klinik gebracht werden mußte. Lich, Albach, Steinbach, Obbernhofen, Bellersheim, Eberstadt, A Hungen, 6. Juli. Die Bürgermeister der Drte Muschenheim, Hungen, Birklar, Langsdorf und Ober- Hörgern zuchtvereins für Simmentaler Bich. hatten in letterem Orte eine Versammlung des Bezirksfammlung beschloß, im Bezirk Gießen demnächst eine StallDie Ver schau mit Pämiierung abzuhalten und im Herbst die landwirtschaftliche Jubiläums- Ausstellung in Mainz zn besch den. Ettingshausen, 6. Juli. Todessturz. Der 13 Jahre alte Sohn des Landwitrs Heinrich Stein 2. verfor gestern infolge eines Unfalls jäh sein Leben. Er war mit dem Vater in Walde Holz holen; als auf dem Heimweg der Wagen durch einen Graben ging, stürzte der Junge herab und die Räder des schwerbeladenen Wagens gingen über den bedauenswerten Knaben hin, sodaß nach kurzer Zeit der Tod eintrat. ? Buzbach, 6. Juli. Jugendliche Ausreißer. Nachdem bereits vor 8 Tagen ein Lehrling seinem Meister entlaufen ist, hat sich vorgestern auch ein 12jähriges Mädchen heimlich aus dem Elternhause entfernt. Mitteilungen über die Flüchtlinge find an die hiesige Bürgermeisterei zu richten, > Vom Westerwald. Der Westerwaldklub will auf dem Salzburger Kopf einen Aussichtsturm errichten, der 6000 Mt. toften soll. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 3. Sonntag nach Trinitatis, den 9. Juli. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Bugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Vormittags 9.30 Uhr: Prof. D. Drews. Johannesgemeinde. In der Johannesfire. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdiest für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr: Bersammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johannesfirche. Text: Apostelgeschichte 9, 1–9. Katholische Gemeinde. Samstag, den 8. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 9. Juli. 4. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. " 19 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 3. Sonntag nach Trinitatis( 9. Juli) predigt: 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Röm. 8, 18-23. Lied Nr. 493. Feier des heil. Adenmahls, wozu die Beichte Samstag, nachm. 2 Uhr und für solche, die am Samstag dringend verhindert sind, eine Nachbeichte Sonntag vorm. 3410 Uhr stattfindet. 2. nachmittags: Dekan Wagner. Text: Luc. 15, 1-10. Lied Nr. 235. Gottesdienst mit Katechismuslehre in Lumda nach. mittags 1/2 Uhr. Batholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag, den 9. Juli vormittags 9 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Samstag, den 8. Juli. Meist heiter, tagsüber wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib: in Gießen. A C Verlangen Sie Muster G unserer neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& C, Zürich Z Sängerfest in Klein- Linden. F. F. 20 Sonntag, den 9. und Montag, den 10. Juli adud tur d Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen Sametas, den 1. Juli, wird, beginnend mit d. 10. Juli, präzis abends 8 Uhr: im Impflokale- Schulgebäude, Neustadt 61- für die nächsten 1989 29 5-6 Wochen, jeden Samstag, nachmittags von 5-6 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Ralenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Gesang- Verein„ Eintracht Haupt- ebung ang alam fein 40jähr. Stiftungsfest. late Von 1 bis 2 Uhr: Empfang der auswärtigen Vereine. Adab sid aid Um 2 Uhr: Aufstellung des Feftzuges beim Festplatz und Umzug durch den Ort. Auf dem Festplatz: Vortrag von Männerchören abwechselnd mit TANZ. Volksbelustigungen aller Art. 9790 Eintritt 20 Pfg. Der Fest- Ausschuss. Die Mannschaften haben pänkt lich und vollzählig zu erscheinen. H Wir laden die hiesigen Einwohner, welch: impfoflichtige Kinder haben, zur Benutzung di ser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein. daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgelt lich sind. Wer die Termine nicht benußen mill, muß die Jmpfung feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluffe auf seine Kosten be werkstelligen lassen. widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage spät r abgehaltenen Termine zur Nachschan nochmals Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränk von der Fabrik an Private und Händler von lichkeit beansprucht wird, fönnen gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Fahrräder, erstklassig, direkt erscheinen. Mk. 65. an. Die Jmpflinge müssen mit reiner Wäsche und reingewaschenem lisa Prima 1901 Es wird nur an einem Zubehörteile, Mantvon ca. Körper zur Impfung gebracht we den. Mk. 4., Luftschläuche von Arme mit Lymphe aus dem Landesinstitut geimpft. Mk. 2.80 an. nis auch an fremdem Fabrikat Reparaturen prompt und billigst. Frischer Bienenhonig Katalog gratis und franko. Fahrzeugwerke ,, Wilhelmshöhe" Frischer Bienenhonig gabbei Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat. Doppelglockenlager, Motorrädern, sowie Fahrradteilen u. Zubehör zu fonfuccenzl. bill. Fabrikpreisen und weitgehendster Garantie. Katal. gratis u. franco. Mustermaschine Tiefenweg 10 z. besicht. Postkarten- Centrale Sonnenstraße 5 Gießen empfiehlt: am Kanzleiberg 00 Animal Stadt- Ansichten, Blumen-, Serien-, Witzkarten, Künstlerkarten. feinste Sorte, zu haben bei Kumpf, Marburgerstraße 38, Gießen. du Duisburger Fahrradfabrik ,, Schwalbe", Akt.- Ges. Duisburg- Wanheimerort. Gegründet 1896. Polizeiverordnung, betreffend Einführung der Trichinenschau. Auf Antrag und nach Anhörung der Stadtverordneten Verſammlung und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern bom 21. Juni 1905 wird bestimmt: § 1.6 Das Fleisch der im städtischen Schlachthof geschlachteten Schweine, fowie alles in die Stadt Gießen eingeführte frische Fleisch von Schweinen und Wildschweinen, sofern es nicht von Privaten zur Verwendung im eigenen Haushalt eingeführt wird, unterliegt einec amtlichen Trichinen- und Finnenschau, die im städtischen Schlachthof während der Schlachtzeiten für Schweine stattfindet. § 2. Für die Trichinenschau sind die für die Untersuchung des in das Zollinland eingeführten Fleisches auf Trich nen vom Bundesrat Sie wird ausgeübt durch geprüfte Trick inenschauer, die in der erforderlichen Anzahl von der Stadt bestellt und besoldet werden. Das eigene Porträt auf der Postkarte erlaffenen Vorschriften maßgebend. à Stück 15 Pig. Nieren- und BlasenLeiden heilt und stärkt die Reinhardsquelles bei Wildungen. Mineralwasserversandt Füllung 1. Klasse. Trintfur, Mineral- und Sonnenbäder. Hunderte Berzte trinken Reinhardtsquelle. Auskünfte über Vermögens, Familien- und Privatverhältnisse aus jedem Dite gewiffenhaft und distret besorgt das Auskunftsburean A Wolffky, Berlin N. 37. Desgl. Einziehung von Forder= ungen.( Gegründet 1884). Feinste § 3. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 27. Juni 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. B. Curschmann. Bekanntmachung. Im Anschluß an unsere Bekanntmachung bom 8. März ds. Js., betreffend die Off nlegung des Entwurfs des Fluchtlinienplans für die Straße füdwestlich des veterinärmedizinischen Institars von der Frankfurterstraße nach dem Weglarerweg und für die Straßen zwischen Mittelweg und dem veterinärmedizinischen Justitus, machen wir noch bekannt, daß die nordwestliche Seite des Wetzlarerwegs, O- U des Fluchtlinienplans, von der Bebauung ausgeschlossen ist. Das bezügliche Ortsstatut liegt bis zum 1. Angus ds. Js. bei uns zur Einsicht offen. Einwendungen find binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns borzubringen. Gießen, den 4. Juli 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Für die Untersuchung ist eine Gebühr an die Stadtkasse zu entrichten. Sie beträgt für ein ganzes Schwein 40 Pfg, für ein halbes Schwein 20 Bfg., für jedes einzelne Fleischstück 15 Pfg. und wird zusammen mit der Schlachtgebühr bezw. der Verbrauchsabgabe zwischen Nordanlage und Dammstraße wird hiermit aufgehoben. erhoben. § 4. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizeiverordnung werden, soweit nicht nach anderen Strafbestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, gemäß§ 27 3iffer 4 des Reichs gesetzes die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betr. vom 3. Juni 1900 mit einer Geldstrafe bis zu 150 mt. oder mit Haft bestraft. § 5. Diese Polizeiverordnung triit am 1. Juli 1905 in Kraft. Gießen, den 30. Juni 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curichmann. Gastwirtschaft Bildhauer heffens( Bahnstation) ist eine gut In einem kleineren Orte Obergehende Gastwirtschaft mit fämt lichem Inventar billigst zu verkaufen. für Grabsteinarbeit sofort für dauernd gesucht. Franz Hebel, Offerten unter B. 80 an die Gießen, Grünbergerstr. 7. Exp. dieser Zeitung. po mbo and fadosgrad 200 08 Speise Salat- Zwiebelkuchen 20000 mk. 11. Kartoffeln empfiehlt J. Hankel, Gießen, Schloßgasse 6. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Die unterm 4. Mai 1905 angeordnete Sperre der Steinstraße Gießen, den 6. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 5. Juni 1905 angeordnete Sperre der Stephan straße zwischen Goethe- und Bismardstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg Soda Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Ladwigstraße zwischen Bismarck und Gartenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 4. Juli 1905. Grokh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Zur Ausführung der Ebelstiftung sind in diesem Stube und Küche Jahre im Wege des öffentlichen Ausschreibens zu verevtl. fann noch immer dabei gegeben: geben werden, sofort zu vermieten. jeden Dienstag, Donnerstag Näh Gießen, Diezftr 7. und Samstag von 129 Uhr ab. auf 2. Hypothet für prima Bäder Schomber, ut. Off. No. 7428 an die zu vermieten. Objekt zu billigem 3tnsfuß ge- 1-2 möbl. Zimmer Gießen, Walltorstraße 51. Exp. d. 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Ontel Nante aber Stinnings, mich hung auch gern haben; Wagen, hirten bei G Frau Lemble ber strahlte; ein Besuch i glüdlichste Stimmung Marie von Deculin ,, Gustab," rief fie hinweg ,,, du fährst ni fie follte gleich fomme Der Sohn trat geb des Breaks, aus dem entgegenstredten. Na nu fig, man rief Onkel Nante ihr meister, was?" und e lichen guten Wig, und Auch Frau Lemble fie nicht empfindlich. Jept hob Ontel Re and Händewinken rollt Auch Gustav luftete Zuridbleibenden jegter Marie blieb einen vie er weitausholen affigen Haltung dahi iber ihn. Der Sommer war jäßlicher, windiger mittag. An dem großen, ru m Wohnzimmer fazen Frau Lembke hatte lizei vor dem Stadtha auf die Menge zu feu des Bürgermeisters be Dergiegen verhindert Es ist fehr bezeichnen benn auf diese Beije gegen die Beborden bor Die ruffifche -Ein Abente Das Barenreid zit am Ruder laffen ber einem Befreier aus de Der Mandschurei moei aufhörlich vor dem ruhen die Trimmer ruhen und offene En wäre wohl den Mad fönlichkeit willkomm flegreich in die Linie ugleicher Seit den Band niederzwänge u richtung ipeiende Hau it da imd bietet sich umfonit, nur der Ehre ridiger Held, aber in Rad den Ueberraschun Den europäischen Wefte Broßen bliden lie fiend wirten, wenn bit nody nach diej Fill Rußland retten u Slamin, aud) unter der Nautrec bei den e obbefannt wie eifrig