nach der bor Stärtfie fein, das orden ist. Can Beary's und Schiff die Fahrt ob und wie weit gegen den Bol gerichtet werden, immer hindurch außerordentliche das Schiff nicht its auch fleinere lichen Maschinen ag. Die Länge gs beträgt etiva gegen 5 Meter, chinenfraft 1400 us bola gebaut, Biderstandsfähig Alle größeren lg von besonders Lagen von 12 e zweite äußere eiden Lagen find der Schiffswand Riel ist auf seine Schiffswände find verbunden, und nander befestigt, größtmöglichen ter Linie darauf en Eisdrudes zu nicht zermalit, tlich beim Bau 1. Zu diesem starten, feitlich die Eismaffen e gegen diejen uges beitragen; borspringenden gt zwei Kajüten ihn begleitenden Den, um auf das rtier benutzt zu tergebracht, des en werden sollen. und elektrische en Sohle in den genommen. Mit meilen mit einer i aufbrechen und aus 40 Personen hüfte des Grantfreilich ziemlich en bleiben muß, Auf dem Grants ehren der Sonne en werden. Die etwa 82% Grad en Polarforscher mit seinen Leuten nicht zu beneiden. ehr des Schiffes, ziemlich wunder ometer, die dann Sft im günstigen en, und ob das eichnet werden. nannte Eigens hat behauptet, Männern die ben Familie zu oft Brüder oder ht verwandt zu Die Vielmännerei Ein Mann der Begen teilt, taun e Gruppe hinein rbares Durcheint, die durch einen geregelt werden. er geradezu kindym. Sto Obstbäumen tm. m. Fitm.( 58 genannten alter ich, beim Eintri rung zi Arasburg. Nebier Araiburg ags am Steinbrud, , Saifa und Coln e, 9 Nabel, Fiche, 30 Buchen Revier Felnheim Nr. 32. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz OberBeffen, die Kreife Beglar and Marburg 10fg. sonft 15 Pfg. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 862. Dienstag, den 7. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnement@ prets: abgeholt monatlich 50 fc., tn's Haus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Deutfche Militär- Kolonifation. Der jetzt lebenden Generation ist der Gedanke völlig in Fleisch und Blut übergegangen, daß jeder waffenfähige Diann auch ein waffenpflichtiger Mann ist, sobald dem Vaterland Gefahr droht, und daß deshalb auch jedermann, den nicht körperliche Untauglichkeit ausschließt, schuldig ist, sich im Waffenhandwerk für die Zeit der Gefahr ausbilden zu Tassen und sich in Uebung zu halten. Gar so alt aber ist dieser Gedanke nicht; selbst bei uns, im klassischen Land der allgemeinen Wehrpflicht, hat es recht langer Zeit bedurft, um en Begriff der Verteidigung von Hof und Herd auszupeiten. Als die Landwehr nach den Befreiungsfriegen neu crganisiert wurde, begrenzte man ihren Pflichten- und Tätigkeitsfreis auf die Provinz. Kein Landwehrmann war gehalten, anders als zur Verteidigung seiner Heimatproving zu den Waffen zu greifen. Erst später kam die grundsätzliche Anschauung zur Anerkennung, daß man den eigenen Herd nach an der Landesgrenze und überall da verteidigt, wo ein Bundesfeind sich zeigt. Doch dachte man dabei nicht an Koloaien denn Preußen hatte keine Kolonien und ein Deut[ che Reich gab es noch nicht und nicht an Kolonialkriege. Als vir zu Kolonien und Kolonialfriegen gekommen waren, erach. ten wir es ohne weitere Ueberlegung, ohne alles Zögern fir selbstverständlich, daß unsere Soldaten nicht außerhalb.iropas verwendet werden dürften, es sei denn, sie meldeten sich freiwillig. Matrosen und Marinesoldaten freilich machten eine Ausnahme. Deren Dienstpflicht war nicht auf die henischen Gewässer beschränkt, sie konnten überallhin tommandiert werden, wo das Interesse des Vaterlandes es erheischte In dieser Uebung eine Aenderung eintreten zu lassen, fand sich um so weniger Grund, als zu feiner Zeit im Fall des Bedarfs ein Mangel an Freiwilligen sich zeigte. Es genügte immer der leiseste Wink, um mehr Meldungen hervorzurufen, als berücksichtigt werden konnten. So sind es Freiwillige, die in Deutsch- Südwestafrika den Krieg führen. Für unsere Vorstellung macht das den Eindruck der Anomalie, weil wir an die allgemeine Wehrpflicht gewöhnt find. Anderen gilt gerade das als selbstverständlich, weil auch daheim das stehende Heer durch Werbung zusammengesezt ist. Andere haben alle ihre Wehreinrichtungen auf Werbung gestellt, uns ist das Bewußtsein der Wehrpflicht geläufig und selbstverständlich geworden. Und doch war es richtig, daß man bei uns die Wehr pflicht neu begrenzte, daß man sie nicht auf die Kolonien ausbehnte, das heißt die Erfüllung der Heeresdienstpflicht nicht auf das Gebiet der Kolonien erstreckte. Für die Verteidigung des heiligen vaterländischen Bodens das Leben hergeben, das ist selbstverständlich in einem Stück Afrika aber, selbst wenn die deutsche Flagge darüber teht, können wir vaterländischen Boden nicht erblicken. Immerhin ist es wahrscheinlich, daß wir bei längerer Gewöhnung an Kolonialbesitz auch hierin zu anderen Anfchauungen fommen. Einstweilen brauchen wir keine Sorge zu hegen, daß es uns an deutschen Freiwilligen so bald fehlen wird. Die Liebe zum Kriegshandwerk ist bei uns nicht erloschen, so wenig, daß heute noch manche fremde Staaten die Kosten ihrer Kolonialkriege mit deutschem Blut bestreiten können, wofür sie nur fargen Lohn entrichten. Die niederländisch- indische Armee zählt 37 000 Mann mit 1400 Offizieren, darunter nur 14 000 Europäer. Von den Europäern sind über 2000 Deutsche. Auf diese entfallen aber nicht, wie es bei gleichmäßiger Verteilung sein müßte, 76, sondern kaum 20 Offiziere, von denen es überdies keiner bis zum Stabsoffizier bringt, trotz Naturalisation. Nebenbei bemerkt: An der Ostküste Sumatras, in dem Tabakland, in Deli, ist den Ausländern die Erwerbung von Grund und Boden untersagt. Diese Kräfte, die anderen Staaten ohne Vorteil für sich dienen, müßten doch auf irgend eine Weise dem Reich erhalten und ihm nußbar gemacht werden tönnen, daß sie aufhören, Kulturdünger" für andere Staaten und Völker zu sein. In den deutschen Kolonien würde es ihnen besser gehen, würden sie besser gehalten werden und nicht hinter anderen zurückſtehen müssen, weil sie Deutsche find. Solche Freiwilligen der Kolonialarmee würden nach absolviertem Dienst auch geeignetes Ansiedlermaterial abgeben und damit zugleich den Grundstock für eine KolonialLandwehr liefern. Die Krifis im Bergarbeiterftreik. Die Stunde der Entscheidung, ob der Bergarbeiterstreit - am Pflanzgarten durch freundliche Verständigung beendet, oder der Interessenengarten, Tisch und gegensatz weiter verschärft werden soll, ist nahegerückt. je, 1 Werlicheit II. Al Vielleicht sind die Würfel bereits gefallen, wenn diese zeilen in Druck gehen. Leider muß gesagt werden, daß die tonung eines rein formalistischen Rechtsstandpunktes sich in den Augen aller Unbeteiligten ins Unrecht setzen, der dhe( Aft u. Stamm), Bergwerksbesitzer es sind, die durch Festhaltung und Be25 Fitm., 39 Fichten ben, und der Regierung eine vermittelnde Tätigkeit erschwe9 Mtr. lg., 2 Efchen Sympathien der öffentlichen Meinung sich vollends berau5,4 Ffim. ren, beinahe unmöglich machen. Nachstehend eine Üebersicht der neuen wichtigen Ereignisse. Die Siebenerkommission der streifenden Bergleute im Ruhrrevier, an deren Spitze der Lekannte Leiter des christlichen Bergarbeiterverbandes Johann Effert in Alten- Essen steht, hat beim Verein für bergbauliche Interessen, d. i. der Verein der Bergwerksbesizer, telegraphisch angefragt, ob er die Siebenerkommission empfangen wolle, um über 5 Punkte eine Unterhandlung zu führen, die zur Aufnahme der Arbeit leiten könnte. Darauf wurde vom Bergbauverein jede Verhandlung abgelehnt. Als Grund wird angeführt, daß die Siebenerkommission bei Beginn des Streits und noch später bei den Belegschaften wiederholt nicht Gehör gefunden, daß daher auch jezt feine Gewähr dafür gegeben sei, daß die Belegschaften die Abmachungen der Kommission anerkennen würden. Zur nämlichen Zeit hat die Siebenerkommission dem Reichskanzler Grafen Bülow telegraphisch von ihrem an den Bergbauverein gerichteten Anerbieten Mitteilung gemacht. Danach wollte die Kommission auf der Basis von fünf sehr gemäßigten Forderungen unterhandeln, deren bloße Verhandlung schon die sofortige Aufnahme der Arbeit nach sich ziehen solle. Der Reichskanzler an die Bergarbeiter. Der Reichskanzler hat für diese Anzeige freundlich gedankt. Er hat die Legitimation der Siebenerkommission zur Vertretung der Belegschaften nicht angezweifelt. Er wünscht, wie natürlich, die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit im allgemeinen Interesse und will dann die Vertreter der Arbeiter und der Arbeitgeber zur weiteren Verhandlung empfangen. Es ist möglich, daß die Bergwerksbesitzer aus der nachgieligen Haltung der Siebenerkommission auf materielle Schwäche der Streifenden schließen; möglich auch, daß sie mit dieser Vermutung vollständig Recht haben. Die moralische Stärke ihrer Sache aber erhöhen sie dadurch nicht. Sie hätten guten Willen durch Eingehen auf die angebotenen Verhandlungen zeigen müssen. Ihre starre Haltung kann ihnen leicht zum Schaden gereichen, denn die Novelle zum Berggesetz wird im preußischen Abgeordnetenhaus unter dem indruck ihres jeßigen Verfahrens beraten werden. Im oberschlesischen Kohlenrevier hat die Königliche Bergwerksinspektion sich weniger hochmütig gezeigt, und der Erfolg war, daß die Zahl der Streifenden von Tag zu Tag abnahm und fortgesetzt abnimmt. Inzwischen ist auch der allgemeine Bergarbeiterausstand in Belgien zur Tatsache geworden. Am Sonntag wurde der Streik teschlossen, am Montag wurde der Beschluß ausgeführt. Der Krieg in Oftafien. Die Nachrichten vom Kriegsschauplatz beschränken sich meist auf Nachlesen über die Schlacht bei Haikontai. Wie aus Tokio darüber gemeldet wird, sind 24 japanische Offiziere gefallen, 10 schwer verwundet, darunter Generalmajor Tanabe, und 17 leicht verwundet. Die Lage bei Lianjang. Wie chinesische Meldungen versichern, befinden sich in Liaujang nur 200 Mann Gendarmen und Polizei, gegen 5000 Soldaten sind in den Dörfern der Umgegend der Stadt untergebracht; höhere Offiziere halten sich auf der Bahnstation auf, wo sich auch große Niederlagen von Zucker, Reis, Fischen, Furage und Munition befinden. Die Bahnlinie Port Arthur- Liaujang ist völlig unversehrt, es können auf ihr 10 Paar Züge täglich verkehren, von denen jeder aus 40 Wagen besteht. Die Bahnbeamten sind ausschließlich Japaner, die Arbeiter Chinesen. Die zweite Bhnlinie JaluRiaujang ist noch nicht ganz fertig. Wie behauptet wird, wird parallel dieser Bahn eine schmalspurige Bahn mit Pferdebetrieb hergestellt. Admiral Togo hatte eine Audienz beim Kaiser; er begibt General Matsumara, der sich nunmehr zur Flotte zurück. die Japaner bei dem Kampf um den 203- Meter- Hügel bei Port Arthur befehligte, ist an Gehirnkongestion gestorben. Ein Jahr ruffifch- japanischer Krieg. ( Von unserem Mitarbeiter.) Berlin, 6. Februar. I. Bis zur Blockade von Dort Arthur. Heut jährt es sich, daß die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Rußland abgebrochen wurden und damit der Riesenkampf in Ostasien offiziell begann. Der eigentliche Ausbruch der Feindseligkeiten fiel allerdings erst auf die Nacht vom 8. zum 9. Februar 1904. In dieser überfiel die Torpedoflottille Togos die sorglos vor Port Arthur liegende russische Flotte. Die drei großen Panzer .Netwisan"." Resarewitsch" und" Ballada" wurden schwer Beschädigt. Panischer Schrecken verbreitete sich in der russischen Hauptstadt, der noch erhöht wurde, als die Kunde kam, daß am Tage dartuf eine japanische Schiffsdivision die russischen Kreuzer Warjag“ und„ Korejez" und das Transportschiff Sungari" nach verlustreichem, hartnäckigem Widerstand im Hafen von Tschemulpo versenkt hatte. Jetzt erst wurde man in Petersburg inne, daß man die Japaner zu gering eingeschäßt und ohne genügende Vorbereitung sich in einen schweren Krieg eingelassen hatte. Die Flotte, die der japanischen einigermaßen gewachsen war, hatte durch die überraschende Schnelligkeit der japanischen Aktionen gleich im Anfang so schwere Einbußen erlitten, daß die Wage der Seeherrschaft sich schon jetzt nach Tokio neigte. Die in Ostasien zur Verfügung stehenden russischen Landtruppen ließen aber auch an Zahl sowohl, wie an Qualität bedenklich zu wünschen übrig. Sie bestanden zur Hälfte aus neuen und noch nicht schlagfertigen Bataillonen. Man sah voraus, daß es den Russen unmöglich sein werde, die Landung der Japaner zu verhindern oder deren stra tegischen Aufmarsch zu stören. Zwar machte die Wladiwostof- Division einen Versuch, die japanischen Truppentransporte nach Korea zu unterbinden, jedoch erfolglos. Sie erhielt von Port Arthur aus keine Unterſtügung. Admiral Togo hatte sich sofort mit dem Gros seiner Flotte vor den Hafen gelegt und hielt die dort befindlichen russischen Schiffe völlig in Schach. Zwar mißglückten ihm mehrere Versuche, die Hafeneinfahrt durch Minen zu sperren, aber abgesehen von unbedeutenden Ausfällen, bei denen am 13. April die „ Petropawlowsk" auf eine japanische Mine aufläuft und mit Admiral Makarom und dem größten Teil der Besatzung sinkt, während„ Pobjeda" schwer beschädigt wird, ist von einer russischen Offensive zur See nichts mehr zu spüren. Die Japaner werfen vom 10. Februar an starfe Truppenmassen nach Korea hinüber, die ungehindert in Tschemulpo landen und die russischen Vortruppen unter ständigen Scharmügeln zurückdrängen. Am 23. Februar erfolgt das Bündnis zwischen Japan und Korea und von diesem Zeitpunkt an erfolgt die japanische Ausschiffung in verstärktem Maße, jezt bei Tschinampho. Die russische Kavallerie wird in ständigen Scharmügeln zurückgedrängt und in rascher Folge Anju, Widschu und Jönunpho am Jalufluß besetzt. Ain 7. April ist ganz Korea von den Russen geräumt und die Vorbereitungen zum Uebergange über den Jalu, der das Einfalltor in die Mandschurei bildet, beginnen. Die Japaner rückten allmählich gegen den Jalu vor und erreichten diesen Mitte April mit sechs Divisionen, ebensoviel Reservebrigaden und starker Artillerie, durchweg gutgeschulte, nach deutschem Muster organisierte Truppen. Kurofi war in erster Linie, hinter ihm Nogi mit der zweiten Armee. Um diese Zeit waren die Russen wie folgt gruppiert: zeci Divisionen unter General Stössel in Port Arthur, zwei Tivisionen unter Sassulits hinter dem unteren Jalu, vier Divisionen unter Linevih in Wladirostok und der KüstenProvinz die übrigen fünf Divisionen hinter dem Jönschuilins Gebirge, und zwar im Raume Heitschöng- Liaojang-Mukden unter dem Oberbefehl General Kuropatkins. Am 1. Mai griff Auroti am alu mit lebermacht an und schlug Sassulitsch, der durch langes Ausharren in der Aufstellung seine Truppen einer Katastrophe ausgesetzt hatte. Die Russen zogen sich über Föngwantschöng zurück. Nun unternahmen die Japaner unerwartetes. Statt dem geschlagenen Gegner zu folgen, über das Gebirge gegen das russische Gros vorzugehen und die Entscheidung zu suchen, detachierten sie die Armee Nogi gegen Port Arthur. Dieses gewagte Unternehmen erweist, daß es ihnen vor allem um die Wiedereroberung dieser Festung zu tun war. Die russische Armee war auch jetzt noch nicht schlagfertig und stark genug, um gegen den allein gelassenen Kuroki vorzugehen, der sich hinter dem Gebirge verschanzte. Nogi konnte ungestört von der Jalumündung aus nach Pitsewo überschiffen und dort am 5. Mai zu landen beginnen. Er rückte gegen die Inselspitze vor, griff am 26. Mai Stössel an, der in start befestigter Stellung auf den Höhen der Landenge Kintschau stand, und warf ihn nach hartem, sehr verlustreichem Kampfe zurück. Die Festung war isoliert, der Hafen Dalny wurde besetzt und die Blockade begann. Die Politik. O In Deutsch- Südwestafrika haben die Hottentoten den Mut zu angriffsweisem Vorgehen noch nicht verloren. Am 27. Januar haben sie, zwanzig Mann start, bei Urifuribis, 15 Kilometer nördlich Gouchas, einen von Zwartfontein mit überNetter- Bedeckung kommenden Verpflegungswagen, fallen Am nämlichen Tage haben sie etwa 60 Kilometer nördlich Goachemas in einer Stärke von 100 Mann, darunter 25 Berittene, eine auf dem Marsch von Windhuk nach Kalkfontein mit einem Viehtransport befindliche Kompagnie und halbe Batterie angegriffen. Sie wurden zersprengt, verloren 13 Todte und eine Anzahl Gewehre Die deutschen Ansiedler in Südwestafrika haben aus den für sie von dem Zentralhilfskomitee gesammelten 276 000 Mark bisher 123 500 Mark erhalten. An die in Deutschland befindlichen Ansiedler oder ihre Witwen und Kinder sind bisher 80 000 Mark gezahlt worden. England. Die deutschfeindliche Rede des Zivillords der Admiralität, Arthur Lee, die ganz unzweideutig mit einer Kriegserklärung drohte, ist in den Berichten der englischen Zeitungen wohl arg entſtellt gewesen. Der mißverstandene Redner versichert in einer Zuschrift an den„ Standard", er habe nur gesagt, daß die englische Flotte jetzt strategisch für jeden denkbaren Fall vorbereitet sei, wobei alle fremden Seemächte als ,, mögliche" Feinde vorausgesetzt werden müßten. Die Zahl dieser möglichen" Feinde sei jezt größer als früher, da neue Seemächte aufgekommen, und deshalb müßten die Engländer ihr Augenmerk auf die Nordsee ebenso wie auf das Mittelländische Meer und den Atlantischen Ozean gerichtet halten.- Der Standard" bestätigt Herrn Lee, daß dieser an keine bestimmte Macht gedacht habe, daß zu den möglichen" Feinden Amerika, Frankreich, Italien, Rußland genau so gehörten wie Deutschland. Es ist keine Ursache vorhanden, an der Aufrichtigkeit dieser Erklärung zu zweifeln. Der Zivillord der Admiralität - er hat den Rang beinahe eines Unterstaatssekretärs- ist offenbar kein sehr gewandter Redner und hat sich im Ausdruck vergriffen. Dergleichen ist in England wohl schon öfter dagewesen. Unter Gladstones Ministerpräsidentschaft ist es vorgekommen, daß ein Unterstaatssekretär eine Rede hielt, die im Ausland das mißfälligste Aufsehen erregte. Gladstone, deswegen interpelliert, gab die Erklärung ab: Der junge Mann hat gesagt, was er nicht hätte sagen sollen, und was er wohl auch nicht gesagt haben würde, wenn er sich in einer verantwortlicheren Stellung befände. Rufsland. In der Gegend von Sosnowice, nahe der schlesischen Grenze, dauert die Ausstandsbewegung fort und nimmt allmählich auch spezifisch polnischen Charakter an. Unter den Forderungen der Arbeiter figuriert neben der freien Aerztewahl auch die Wiederherstellung der polnischen Autonomie. Das in hinreichender Stärke angesammelte russische Militär hat Befehl nicht selbst anzugreifen, sondern nur Angriffe abzuwehren. Die Kosaken haben auch, ohne von ihren Waffen Gebrauch zu machen, einen Zug von 15 000 Streifenden verhindert, nach dem Warschauer Bahnhof von Sosnowice zu marschieren. Trotzdem mußte der Betrieb der Weichselbahn auf der Strecke Sosnowice- Olkusch seit Samstag eingestellt werden, weil die Eisenbahnarbeiter dem Ausstand beigetreten sind. Auch in der Realschule und in der Handelsschule zu Sosnowice wird seit vergangener Woche kein Unterricht mehr erteilt. In Warschau kehrt nach Verhaftung von 700 Personen das Leben wieder zu normalem Gang zurück. Der ,, Warschawsky Dnewnick" behauptet auch schon und beweist es, daß der Ausstand aus dem Ausland importiert" sei. Amerika. Der Aufstand in Buenos Aires ist mißglückt. Die Herren Rebellen sind ihrer eigenen Leute nicht sicher gewesen und von ihnen nicht bloß berlassen das wäre so schlimm noch nicht gewesen nein, gebunden und ausgeliefert worden. Die Offiziere vom 9. Kavallerie- Regiment waren es, die das tragikomische Schicksal erlitten, als sie in das Rote Haus, den Sitz der Regierung, eindrangen, um sich des Präsidenten Manuel Quintena und des Vizepräsidenten Figueroa Alcorta zu bemächtigen. Die Unteroffiziere teilten die Gesinnung ihrer Vorgesetzten nicht und brachten diese mit Hilfe der Gemeinen gebunden ins Gefängnis. In der argentinischen Hauptstadt wurde eine Brücke zerstört, fünf Minen wurden unschädlich gemacht. Ueber das Land ist für die Dauer von 30 Tagen der Belagerungszustand verhängt. Hof und Gesellschaft. Der Kronprinz hat seine Reise nach dem Süden angetreten. Er reist in strengstem Inkognito unter dem Namen eines Grafen von Ravensburg. Das Ziel der Reise ist zunächst Florenz, wo der Graf v. Ravensburg" mil seiner Braut, der Herzogin Cäcilie, und deren Mutter, der Großherzogin Anastasia von Mecklenburg, zusammentrifft. Von anderer Seite wird das bislang noch nicht bestätigte Gerücht verbreitet, daß der„ Graf v. Ravensburg" auch dem Winteraufenthalt seiner Braut, der Villa Wanden in Cannes einen Besuch abstatten, also auf französisches Gebiet sich be geben werde. Mit dieser Möglichkeit bringt man das tiefe Inkognito in Verbindung, unter dem der Kronprinz reiſt. Im Befinden des Prinzen Eitel Friedrich schreitet die Besserung stetig fort. Der Prinz weilt schon täglich furze Zeit außerhalb des Bettes. Die Kaiserin ge benkt daher auch an den Hoffestlichkeiten teilzunehmen. Deutfcher Reichstag. ( 134. Sibung.) CB Berlin, 6. Februar. Der Nachtragsetat für Südwestafrika wurde heute ohne Debatte in dritter Beratung nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen. Dann schritt das Haus, das sehr schwach besucht war, zu der von den Freisinnigen eingebrachten Interpellation über die Stellung des Reichskanzlers zu der in Preußen beabsichtigten Einführung von Gebühren auf den natürlichen Binnenschiffahrtsstraßen. Der Abgeordnete Kämpff begründete die Anfrage mit dem Hinweis darauf, daß in weiten Kreisen große Beunruhigung Plaz gegriffen habe, da die neueren Erklärungen der preußischen Regierung in Widerspruch mit denen stehen, die der Reichskanzler und der Staatssekretär des Innern noch vor einem Jahre im Reichstage abgegeben haben. Er bekämpfte die Abgabenerhebung, weil sie volkswirtschaftlich schädlich und rechtlich unzulässig seien, denn sie widersprächen den mit Desterreich- Ungarn und Holland abgeschlossenen Verträgen und dem Artikel 54 der Reichsverfassung. Dieser Standpunkt habe am 10. Dezember 1903 auch Graf Bülow vertreben, jezt scheine er seine Ansichten allerdings geändert zu haben. Dies wäre nicht richtig, wenn die Antwort des Grafen Posadowsky das bedeutet, was ihre Worte sagen. Der Staatssekretär nahm ausdrücklich auf seine und des Kanzlers frühere Aeußerungen über die Frage Bezug, und meinte, es sei nicht zweifelhaft, daß die preußische Regierung die reichsgesetzliche Genehmigung zuvor nachsuchen würde, falls sie Abgaben über die im Artikel 54 gezogene Grenze hinaus einführen wolle. Erst wenn sie mit bestimmten Anregungen an die Reichsregierung herantreten sollte, würde diese Anlaß haben, sachlich zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen. Die Interpellanten dürften demnach gedacht haben, daß hier ein befanntes Sprichwort in seiner Umfehrung Geltung erhalten habe, daß eine Antwort hier einmal keine Antwort gewesen sei. Wie der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. David alsbald hervorhob, sei der Staatssekretär auf den springenden Punkt nicht eingegangen, habe sich nicht dazu geäußert, ob die preußische Regierung allein berechtigt sei, darüber zu entscheiden, in welchem Umfange die Reichsverfassung die Abgabenerhebung zulasse. Sei dies der Fall, so sei der Schutz, den die Verfassung gewähren sollte, beseitigt. Auf die Beseitigung dieses Schußes aber, meinte der Redner, sei es nur abgesehen; die Antwort des Staatssetretärs sei eine Verhöhnung des Reichstags. Der bayerische Zentrums- Abgeordnete Osel hingegen war mit der Antwort zufrieden, er teilt den angeblichen Standpunkt der preußischen Regierung, daß Rhein und Elbe nach den vielen Korrektionen, die an ihnen vorgenommen wurden, gar nicht mehr als natürliche Wasserstraßen zu betrachten seien. Während der nationalliberale Abgeordnete Wallbrecht, der die Abgaben für sachlich gerechtfertigt hält, auf die Frage ihrer rechtlichen Zulässigkeit gar nicht einging und der freisinnige Abgeordnete Gothein sie absolut verneinte, meinte der konservative Abgeordnete Graf LimburgStirum, über die Verfassungsfrage könne nicht anders als durch Abstimmung an zuständiger Stelle entschieden werden. Aus wirtschaftlichen Gründen und aus Gründen der Billigfeit trat dieser Redner und nach ihm der Abgeordnete 2 at t= mann von der wirtschaftlichen Vereinigung für die Aufhebung der Abgabenfreiheit ein. Der Streit im Ruhrrevier.*) Eine kritische Betrachtung von R. Goebel, Dipl. Berg- Ingenieur zu Gießen. Wir gehen nun einen Schritt weiter und wollen die Folgen betrachten, die ein solcher Ausstand mit sich bringt. Vor allem ist darauf hinzuweisen, daß eine längere Stilegung einer Zeche eine sofortige Auf nahme des Betriebes in seiner ganzen Ausdehnung ausschließt. Die aufgefahrenen Brennberge( Verbindungen zwischen höheren und tieferen Forderungen, Sohlen) weisen durch das Quellen des Thores schon nach einem Monat nur noch die Hälfte ihres früheren Querschnittes auf, das zur Unterstützung der Hunzernden eingebrachte und teilweise zu Bruche gegangene Holz ist auszuwechseln usw. Auch kann eine Zeche durch Außerbetriebsetzung von Wasserhaltungsmaschinen vollständig ersaufen. Welche Verluste schon durch eine Pause von nur ganz kurzer Zeit durch Einstellung der Förderung verursacht werden und auch auf die Belegschaft sich übertragen, sind unabsehbar. Dann ist es auch unmöglich, die ungeheueren, nicht abschätzbaren Verluste und Kosten durch einen Streik von nur geringer Zeit zu übersehen. Um auch einen Ausblick zu geben, sei erwähnt, daß die ausgeblasenen Hochöfen erst nach ca. 4 Wochen ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Man wird einsehen, daß ein solcher Streit nicht nur für die Arbeitgeber, sondern auch für die Arbeitnehmer( vergl. die Hüttenleute) sehr schädigend einwirkt. Ist es außerdem von den Arbeitern sehr sozialdemokratisch gedacht, wenn sie aus rein egoistischen Interessen, die Minderbemittelten, die Zentner für Zentner kaufen, zwingen, die durch die Zwischenhändler hinaufgeschraubten Preise zu zahlen, die dann nicht nur teurer, sondern auch eine schlechtere Ware kaufen müssen. Der unbemittelte Mann hat hier doch den empfindlichsten Schaden zu leiden durch diese sozialdemokratische Agitation. Nun werden diese Zechen und Syndikate als wahre Blutsauger und als Stohlenbarone dargestellt. Ist dies tatsächlich der Fall? Heutzutage, wo die Actie und der Kur die Welt regiert, fällt es feinem Unternehmer mehr ein, das Risiko auf seine eignen beiden Schultern zu nehmen. Wer eine Grube zu einer Aktien- Gesellschaft oder einer Gewerkschaft verwandeln kann, der tut es, um für sich Gelder flüssig zu machen und das Risiko zu verteilen. Wer hat denn nun diese Papiere? Diese sind doch über das ganze Reich verteilt und ein jeder ist froh, wenn das Papier möglichst hohe Dividende und Ausbeute bringf. Also wäre jeder Aftienteilhaber ein auf die jeweilige Höhe seiner Aftie lautender Blutsauger. Dann hieße es von Seiten des Petrus bei dem Einlaßbegehren eines solchen üblen Menschen an der Himm Istür: Betrus: Haben Sie ein Aktie gehabt? Antwort: Ja! Petrus: Naus! Das ist dann das Ideal auf Erden, die aktienlose, die selige Zeit. Wenden wir uns nochmals zurück zu unserem Ausgangspunkt der Lohnfrage. Es ist eine allgemeine Tatsache, daß in Westfalen die älteren verständigeren Arbeiter vollkommen zufrieden und nicht sozialdemo= kratisch gesinnt sind und keinen Anlaß zum Klagen haben. Der Grund, warum auch diese mitstreifen, liegt darin, daß sie von ihren eignen Kameraden gezwungen werden, die Acbeit einzustellen. Sie haben nicht den geringsten Anlaß, über die von der Bergbehörde vorgeschriebenen und durch die Grubenverwaltung eingerichteten sanitären Einrichtungen zu flagen. Ich erinnere nur an die ungeheueren Kosten, die allein eine Berieselungsanlage verursacht. Die in alle Teile des unterirdischen Grubenfeldes oft kilometerweit eingebauten und sich verzweigenden Wasserleitungsröhren, Anschlußschläuche und Streudüsen, die das Wasser in feinerem Sprühregen über den explosibelen Kohlenstaub zu dessen Anfeuchtung und Niederschlagung aussprengen, fosten eine Unmenge Geld und doch unterläßt es der Bergarbeiter, das explosibele Gemenge zu seiner eignen Sicherheit anzufeuchten, er muß sehr oft erst durch einen Aufsichtsbeamten hierzu ausdrücklich aufgefordert werden. Gerade durch diese bergpolizeiliche und notwendige Berieselung entstand die sog. Bergarbeiterkrankheit, da die berunreinigten Wasser infolge des Unverstandes der Arbeiter zu Trinkzwecken benutzt wurden. Daher er *) Wir bringen diesen Artikel nur der darin enthaltenen technischen Ausführungen egen. flärt es sich auch, daß infolge der Schlagwetterfreiheit der oberschlesischen Kohle erst durch Einschleppung diese Krankheit ausbrach. Wenn man z. B. die Waschküche für die Bergleste im Ruh bezirk betritt, so ist man erstaunt über diese luftigen, sauberen, bequemen und soliden Badeanlagen. Ein Privatmann würde über diese hygienischen Einricht ungen staunen. Der Ruhrbezirk steht ja bekanntlich hierin an der Spize. er hot 3hr 30, wir Butterhändler en hun en bo fei, de Grof gourer, gemi wünsch em, Fra." Läd den Butterb auch So händler be gierde nid dann die Sie wol bor Shne und berdu man feher Abschied der Butte gegenübe indem er Zeug geld Daß eine schlechte Luft unter Tag herrsche ist eine verbreitete Ansicht. Wenn man aber bedenkt, daß Schlagwettergemische mit einem Gehalt von 9-14% Schlagwettergase explosibel sind und auch nur die geringste Ansammlung von Grubengasen, die man übrigens gar nicht nachteilig empfindet, durch zweckmäßige Auffahrung von Strecken, durch Separatventilation usw. hintengehalten werden, so wird man ermessen fönnen, daß im eignen Interesse die Verwaltung für frische Lufteinleitung sorgt und teine schlechte Luft unten herrscht. So wird z. B. auf Friedrich der Große" bet Herne pro Minute 500 000 cbm. Wetter( Luft) durch einen Ventilator eingeblasen und durch die ganze Grube geleitet. Man kann schon aus den hierzu nötigen Dimensionen des Ventilators die hohen Anschaffungskosten ausmalen, die trotzdem nicht gescheut werden. Die Bergarbeiter erhalten 3. 3. schöne Wohnungen zur Miete, die die Verwaltung auf eigene Kosten erbaut und gegen geringe Miete abgtebt. Wie mancher Berliner Bewohner würde gerne in diesen Häusern wohnen, anstatt im 2. Hinterhof 4 Treppen ohne Luft und Licht einen hohen Mietspreis zahlen zu müssen und doch tagsüber in trüben, schlecht ventilierten Fabrikräumen für das tägliche Brot hart arbeiten zu müssen. Man betrachte nur die tadellosen, mit Billard versehenen, und gemalten Wänden ausgeschmückten Bierwirtschaften und man wird sofort einsehen, daß dort einige" Pfennige mehr verdient werden als zu einem färglichen Ausfommen erforderlich sind. Man beantworte mir die Frage: warum jezt allenthalben im Ruhrbezirk in den Lokalen Musikunterhaltungen veranstaltet werden, wie ich von einem hiesigen Bürger erfuhr, der kürzlich denselben Bezirk bereiste. Sammelt man deshalb für diese gedrückte Armut Gelder? Ich muß mich noch gegen der Vorwurf wenden, daß sog." Deputatkohlen"( Hausbrand) auf Bruchstraße abzugeben verweigert worden set. Tatsächlich wurde aber von Seiten des Betriebsführers anstatt 25 Wagen pro Tag der siebente geförderte Wagen von einer Förderung von 1600 Wagen d. 1. 200 Wagen überlassen. Reine Deputatkohle wird sogar von vielen Zechen der Belegschaft unter Selbstkostenpreis abgegeben. ** ( Fortsetzung folgt.) Das Großherzogs- Paar in Nomrod. Ueber die Ankunft des Großherzoglichen Paares in Romrod wird noch geschrieben: Weit Ehrenpforten, Girlanden, wehenden Fahnen und flatternden Schleifen stand Romrod da, unseren Großherzog festlich zu empfangen. Obwohl die Witterung feine besonders günstige war, hatte sich doch Jung und Alt eingefunden, um die hohen Herrschaften zu begrüßen. Es waren erwartungsvolle Augenblicke, die durch's Publikum, das mit Lampions und Fackeln dichtes Spalier bildete, gingen. Da ertönten gegen 27 Uhr plößlich die Kannonenschläge und unter dem Klange der Glocken führte das prächtig mit Blumen geschmückte Großherzogliche Automobil das hahe Paar in unseren Ort. An der Ehrenpforte, zu deren Seiten die ehrwürdige Stadtfahne und die Fahne des Kriegervereins standen, hielt das Automobil und Bürgermeister Schmidt trat zur Begrüßung des landesfürstlichen Paares heran, in dem er ihm die Glück und Segenswünsche der Gemeinde darbrachte. Die hohen Hershaften waren freudig bewegt über den schönen Empfang; und der Großherzog sprach seinen Dant aus und versicherte, daß Romrod noch recht oft den Besuch seines Fürstenpaares erwarten dürfe. Brausende Jubel- und Hochrufe folgten diesen Worten und pflanzten sich fort durch die lange Reihe der Spalier bildenden Menge. Nachdem die Fackeln unter den Klängen der Hessenhymne zusammengeworfen waren, wurde es stiller auf den Straßen. Am nächsten Tage lag Romrod und seine Umgebung unter einer blendend weißen Schneedecke, über die weithin sichtbar die Fahnen von den Türmen des Schlosses herab ins Land hineingrüßen. ) Romrod, 6. Febr. Das Großherzogliche Paar bleibt bis zum 14. Februar hier, begibt sich dann auf einige Tage nach Lich, der Heimat der Großherzogin und etwa am 18. zurück nach Darmstadt. 9) ** Die folgenden Thre Gemahlin aus alle des Lan auf richti empfange SPRit Sagefe Schwere Glüd mit Meinem H die Jih en gegenbr Auch bittet Mid die Shr indem Sie teueren He Je Romr An den S s Pe Prüfung d Landwi Woche, teil unter Vor rat Haase über die D Vorlage bo lich erscheine daß die Vo das Ministe provisorisch Hert.- Di fyftem, dan endlich die S borlage bor Musique früber ein der dirett der crite nicht du haupt deren e Selbfift ebenfalle wie die gebildet )( Der Großherzog nnd der Butterfuhrmann. Großherzog Ernst Ludwig ist bekanntlich wegen seines freien, ungezwungenen Verkehrs selbst mit dem Geringsten seines Volkes berühmt und gerade dadurch hat er sich eine so große Volkstümlichkeit und Beliebtheit bis über die Grenzen des Hessenlandes erworben. Der ungezwungene Verkehr tritt auch jetzt bet dem Aufenthalt des Großherzoglichen Paares in Romrod so recht zu tage. Täglich unternimmt das Paar Spaziergänge in die Ungegend meist ohne jegliche Begleitung. Das Paar besitzt eine große Vorliebe dafür, mit Kindern oder auch mit Fremden zu plaudern. So traf das Paar am Samstag nachmittag, als es auf der Straße nach Alsfeld vom Spaziergang umkehrte, mit einem Butterhändler aus dem preußischem Dorfe Rollhausen zusammen. Der Butterhändler hielt das Paar für Alsfelder und sagte:„ Gelt, Ihr wollt noch nach Romcod en wollt die Großherzog en die Großherzogin sehn, ftehender Regierum pro Jahr bon 50 P enzen sind ** Auf Seifische nah Romrod gelaufen: In der 35 feilich Sand stamme + m 9 Life begin betterfreiheit der hleppung diese ir die Bergleste aunt über diese Badeanlagen. nijchen Einricht ja befanntlic herriche ist eine bedenkt, daß bon 9-14% nur die geie man übrigens vedmäßige Auf Dentilation usw. rmeffen tönnen, tung für frihe te Luft unten ich der Große" Wetter( Luft) durch die ganze us den hierzu die hohen An nicht gescheut me Wohnungen Kosten erbaut Wie mancher Diesen Häusern Open ohne Luft len zu müssen cht bentilierten art arbeiten zu fen, mit Billard ausgeschmückten sehen, daß dort nals zu einem Man beant allenthalben im altungen beranhiesigen Bürger eifte. Sammelt Gelder? Forwurf wenden, auf Bruchstraße atsächlich wurde nstatt 25 Wagen gen bon einer Sagen überlassen. en Zechen der Be ben. Romrod. kherzoglichen n: Mit Ehrenund flatternden erzog feftlich zu Besonders günstige funden, um die n erwartungsbe it Lampions und Da ertönten gegen und unter dem mit Blumen ge hahe Paar in en Seiten die ehr gervereins flanden, Schmidt trat zur heran, in dem er meinde barbragte. bewegt über ben pradh feinen Dant ht oft den Befud ufende Jubel- und en fich fort burd Wenge. Nachdem pine zufammen Straßen. Am ung unter einer in fichtbar die erab ins Land erzogliche Par ot fich dann auf et Großherzogin utterfuhrmann. adt id wegen feines ft mit dem Ge gerade dadurch hat und Beliebtheit & erworben. Da bei dem Aufe Romrod fo ret aar Spaziergänge Begleitung. Das afür, mit Kindern cn. So traf bas es auf der Straße tehrte, mit einem Dorfe Rollhaufen elt das Paar für It noch nach Rom Großherzogin feyn, oder hot Ihr en schon gesehn?" Der Großherzog sprach: „ Ja, wir haben ihn schon gesehen." Darauf der Butterhändler:„ Ezt sein ich extra über Remrod gefahre en hun en doch net geseh. Wenn äch auch en Preuß sei, de Großherzog hun äch doch gern, weil he so en gourer, gemütlicher Mann is, en gor net stolz. Ich wünsch em, daß he jetzt Gled hatt met seiner zwate Fra." Lächelnd erkundigte sich nun der hohe Herr über den Butterhandel, den Verdienst des Mannes und ob er auch Soldat gewesen sei. Der gesprächige Butterhändler berichtete eingehend und konnte nun seine Neugierde nicht bezwingen und fragte:„ Met wem hun äch dann die Ehr se schwäße?" Der Großherzog sagte: „ Sie wollten doch den Großherzog sehen, hier steht er vor Ihnen und das ist meine Frau." Das erstaunte und verdugte Gesicht des biederen Butterhändlers hätte man sehen müssen. Nachdem ihm der Großherzog zum Abschied die Hand gereicht und weggegangen war, gab der Butterhändler seiner Beklommenheit einem Romroder gegenüber, der den Vorgang beobachtet hatte, Ausdruck, indem er sagte:„ Ach Gott, was hun äch für domm Zeug geschwätzt." Lokales. 7. Februar 1905. ** Die amtliche„ Darmstädter Zeitung" veröffentlicht folgenden Allerhöchsten Dankerlaß. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin, Meine Gemahlin und Ich haben aus Anlaß Unserer Vermählung aus allen Kreisen der Bevölkerung und aus allen Teilen des Landes überaus zahlreiche und wohltuende Beweise auf richtiger Ergebenheit und freudiger Anteilnahme empfangen. Mit innigem Dank, den Ich hiermit ausdrücke, habe Ich gesehen, wie Mein treues Volf, das manches Schwere mit Mir gefühlt und getragen hat, nun auch das Glück mit empfindet, das durch Gottes Gnade Mir und Meinem Haus beschieden ist und wie es der Landesherrin, die Ich ihm zugeführt habe, Verehrung und Zuneigung en gegenbringt. Auch Meine Gemahlin ist dadurch beglückt und bittet Mich auszusprechen, daß Höchstsie den Dank für die Ihr allenthalben erwiesene Liebe abstatten wolle, indem Sie an ihrem Teil mitwirke zum Wohl Unseres teueren Hessenbolfes. Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zu veröffentlichen. Romrod, den 4. Februar 1905. An den Staatsminister Rothe. Ernst Ludwig. s Parlamentarisches. Der Sonderausschuß für Prüfung der Vorlage der Regierung betr. die hessische Landwirtschaftskammer hat in der letzten Woche, teilweise in Anwesenheit der Regierungsvertreter unter Vorsitz des Präsidenten Herrn Geh. Regierungsrat Haas einige Sigungen abgehalten und ist soweit über die Differenzen, welche seither eine Annahme der Vorlage von dem Plenum des Hauses als unwahrscheinlich erscheinen ließen, eine Verständigung erzielt worden, daß die Vorlage jezt gesichert erscheint, im Falle das Ministerium die von dem Regierungsvertreter nur provisorisch gutgeheißenen Abänderungsvorschläge accep= tiert. Die Differenzen betrafen zunächst das- Wahlsystem, dann die Zusammensetzung der Kammer und endlich die Höhe der Beiträge. Das in der Regierungsborlage vorgeschlagene indirekte Wahlsystem will der Ausschuß gutheißen, mit Rücksicht darauf, daß sein früher einstimmig gefaßter Beschluß auf Durchführung der direkten Wahl doch an dem energischen Widerstand der ersten Kammer scheitern dürfte, doch soll die Wahl nicht durch die Provinzialverbände, die als solche über- haupt ausscheiden, sondern durch die Kreisverbände, deren es in jeder Provinz 15 gibt, erfolgen. Die Selbstständigkeit der Provinzialkammern wird damit ebenfalls abgelehnt und soll die Kammer aus 45( nicht wie die Regierung vorgeschlagen nur 30) Abgeordneten gebildet werden, welche durch die in jeder Provinz bestehenden 15 Kreise gewählt werden. Den von der Regierung vorgeschlagenen Mindestbeitrag von 1 Mark pro Jahr hält man für zu hoch und wird ein solcher von 50 Pfennigen vorgeschlagen. Die weiteren Differenzen sind ohne Bedeutung. ** Auf das Glückwunschtelegramm, das der Hessische Handelstammertag an den Großherzog nach Romrod sandte, ist folgendes Antworttelegramm eingelaufen: In der Großherzogin und in Meinem Namen danfe Ich herzlich für die treuen Glückwünsche des Hessischen Handelstammertages in Mainz. Ernst Ludwig. + Am Mittwoch, den 8. Februar 1. J. vormittags 19 Uhr beginnend findet eine Sigung des ProvinzialAusschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages sie einem Gärtner aus Edenheim eine Taschenuhr aus minderOrdnung statt: 1. Reklamation gegen die Ergänzungswahlwertiger Komposition als echt goldene aufhängen wollten, des Gemeinderats in Rödgen. 2. Zustand der Hofeinfahrt Bei der Visitation dieser beiden„ Nepper" wurden noch des Philipp Göbel III in Laubach, hier Rekurs desselben mehrere derartige Uhren zu Tage gefördert. gegen einen Polizeibefehl Gr. Kreitsamts Schotten. 3. Klage r Grünberg, 6. Febr. In der Gemeinderatssitzung des Ortsarmenverbandes Marburg gegen die Gemeindeam Samstag wurde der Voranschlag genehmigt mit Ausfrankenkasse Nieder- Dfleiden wegen Ersaß von Pflegefosten für den Schreinergehilfen With. Pfeiffer von Großnahme der Pflasterung der Frankfurterstraße, welche wegen Braschen. 4. Gesuch des Heinrich Weimar II. zu Daub- der sonst einzusehenden Erhöhung der Kommunalsteuer zurück ringen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft, hier gestellt wurde. Die Jagdverpachtungen mit einem Mehrerlös von 680 Mt. wurde genehmigt. Beugenvernehmung. ** Die Stadtverordneten der Stadt Gicken * - - - - - 8. halten am Donnerstag, den 9. Februar nachmittags 4 Uhr eine Sigung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Mit 2. Fluchtlinienplan für die Katharinengasse. teilungen. 3. Baugesuch des Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim für die Rodheimerstraße; hier: Dispens. 4. Baugesuch des H. Rodheimerstraße; hier: Dispens. Becker II. für die Statharinengasse 14.- 5. Baugesuch der Gail'schen Dampfziegelei für den Erdkauter Weg. such des Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim um Erlaubnis zur Errichtung einer Stauanlage im Neustädter Feld. 7. Desgleichen des Daniel Weller von Heuchelheim. Anlage eines Geländers an der Treppe bei der neuen fatholischen Kirche. 9. Aenderung des Fluchtlinienplans für die Straßen zwischen dem Mittelweg und der Veterinärflinit. 10. Enteigung von Gelände zum Ausbau des Weglarerwegs. 11. Herstellung eines Riesbanketts auf der nördlichen Seite des Schiffenbergerwegs. 12 Genehmigung von Rechnungen. 13. Kosten der Er quartierungen in 1904. 14. Rechnung des Gr. Realgymnasiums und der Oberrcalschule 1903/04. 15. Tauschvertrag mit Gg. Throm Eheleuten; hier: Entschädigung für Obstbäume. 16. Beschaffung von Schulräumen für das Realgymnasium. 17. Beschaffung eines Sprengwagens und zweier Schlammwagen. 18. Vergebung der Arbeiten für die Hausanschlüsse bei der Kanalisation. 19. Unterhaltung des Blumenbeetes im Vorhof des Friedhofs am Rodberg. 20. Verbesserung der alten Stollenanlage bei Großen- Bufect. 21. Kohlenbestellung für's Gaswert. 22 Errichtung einer Ziegenzuchtstation. 23. Errichtung eines Zuchtvieh 23. Errichtung eines Zuchtvieh marktes. 24. Gesuch des Wilhelm Hahn von Annerod -- - - - - r Grünberg. Am Samstag, den 4. Februar feierte der Eisenbahner- Berein Grünberg- Müde in dem feftlich geschmückten und schön dekorierten Saale" Bum Rappen" bie diesjährige Kaisersgeburtstagsfeier, zu der sich eine sehr große Anzahl von Vereinsmitgliedern mit ihren Angehörigen und geladene Gäste eingefunden hatten, sodaß die Festräume kaum alle Gäste zu fassen vermochten. Das Festprogramm, welches sehr reichhaltig war, wechselte mit Vorträgen, Theaterstücken und Gesang. Besonders starker Beifall wurde einem vom Stations- Assistenten Herold verfaßten und von dessen Frau wirkungsvoll vorgetragenen Prolog zu Teil. Auch das Theaterstück„ Man soll den Teufel nicht an die Wand malen" und ein Kouplet fanden stürmischen Applaus. Die Festrede hielt Stationsvorsteher Hammel. Das in allen Punkten wohlgelungene Fest sand durch einen Ball seinen Abschluß. r Lauter, 7. Febr. Der Besizer der Bingmühle, Jul. Zimmer, hat einen Apparat zur Aufzucht von kleinen Schweinchen konstruiert, der sich in der Proxis gut bewährt, sodaß er schon seit einiger Zeit bereits bis an die Ostgrenzen des Reiches vorgedrungen ist. Dieser Tage hatte der Erfinder nun auch die Genugtuung, einen Auftrag nach Italien ausführen zu können. § Krosdorf, 5. Febr. Allgemein ist man der Ansicht, daß wir im laufenden Jahre auf ziemlich hohe Holzpreise zu rechnen haben. Die beiden erften diesjährigen HolzverSteigerungen, welche in jüngster Zeit für den Königl. Forst und im hiesigen Gemeindewald abgehalten wurden, haben dies zur Genüge bewiesen. Kostete doch der Raummeter Buchenscheitholz bei der ersten Gemeindeholzversteigerung 10 mt. Den bat hate non forts wegen Erdarbeiten im Stadtwald. 25. Berpachtung eines schon schon über 10 Mt. Offenbar hat die von Königl. ForstSteinbruchs an Philipp Pfeffer 3r in Annerod. 26 Wahlbehörde getroffene Neuerung, wonach sämtliche Holzgattungen 27. 8 Uhrder Kommission zur Bertilgung der Blutlaus. bereits vor ihrer Abfahrt bezahlt werden müssen auch eine Ladenschluß für die Uhren, Gold- u. Silberwarenhandlungen. Breissteigerung bei den Gemeindeholzversteigerungen zur - 28. Desgleichen für die Eisen- u. Blechwarenhandlungen. Folge gehabt. 29. Desgleichen für die Buchhandlungen, die Papier- u. Schreibmaterialien- und Lederhandlungen. 30. Besuch des 30. Besuch des Eberhard Blitschen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Schiffenbergerweg 63.- 31. Desgleichen des Gustav Laichinger für die Bruchstraße 11. - - - Der Konzertverein Gießen hatte zu seinem Dritten Künstler- Abend Frau Herzog und den Piauist H. Dr. Neigel( Cöin) gewonnen. Frau Herzog sang Schubert, Wolf und Weber und bot aus den Liedern dieser Meister eine hübsche Blütenlese, welche dem Geschmack der Künstlerin alle Ehre machte. Selbst Schubert war sorgfältig ausgewählt, um verwöhnten Ohren möglichst wenig öfters gehörtes zu bringen. Hugo Wolf hatte die Sängerin weniger von der tiefen Seite als von der dankbaren gefaßt. Es soll dies tein Vorwurf sein; ja, es ist unter Umständen ein Verdienst, zu beweisen, daß Wolf der Nachwelt so liebenswürdige Kinder seiner Muse hinterließ, die troßdem im besten Sinne des Worts echte Wolfs" find. Die Weber'schen„ Lieder im Volfston" von Heimlicher Liebe Bein" bis zum ausgelassenen, Schwäbischen Tanzlieble" ( legeres übrigens ein echtes Paradestück) lieferten zum Schluß noch den schönsten Beweis, wie dankbar für Sänger und Bublifum immer und immer wieder das„ Volkslied" bleibt. Herr Dr. Reißel spielte Werke von Bach, Beethoven, Liszt, Grassin, Chopin, als Interpret des Letzteren in der G- moll Ballade wohl mit bestem Erfolg. Auch in den übrigen Piecen zeigte der Künstler fein nuanciertes Spiel und sorgfältiges Eingehen auf die Gedanken der Komponisten. Nur bei der Begleitung der Lieder befrembete etwas die eigentümliche Atzentuierung des Schluß- TonikaAffords, selbst wenn das betr. Lied im pianissimo schloß. Troß dieser Eigenheiten rermochte Dr. Nezel immerhin, uns etwas zu sagen und das Gießener Publitum erkannte das auch mit reichen Beifall an. Daß beide Künstler„ Zugaben" spenden mußten ist bei unseren„ leistungsfähigen" Hörerfreis selbstverständlich. Die ganze Darbietung aber möge sich als weiteres Kapital den Konzert- Erinnerungen dieser Saison ansließen als ein gediegener Abend der sich besonders durch die Auswahl seiner Werke( wenn man bei Brassin Nachsicht walten läßt) im besten Rahmen zeigte. - Daß das Gießener Volksbad den Ruf einer Mustereinrichtung genießt erhellt wiederum aus der Tatsache, daß man von Frankfurt aus der Stadt Marburg das Anerbieten gemacht hat, dort ein Schwimmbad auf der Grundlage des Gießener Boltsbades zu errichten. ** * " Zu unserer gestrigen Notiz über getäuschte Mildtätigkeit wird uns aus unserem Lesertreise noch folgender Fall berichtet: Bu einem Gießener Bäckermeister, der zugleich auch eine Gastwirtschaft betreibt, tam dieser Tage ein„ armer Reisender" und richt te an ihn die Bitte, ihm( dem Reisenden) doch etwas überflüssiges Brod abzunehmen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, stellte der Bäckermeiſier fich den Wünschen seines neuen Lieferanten" gegenüber will fährig und begehrte das Brod zu sehen. Sofort knöpfte der und Stück für Stück daraus hervor, bis schließlich vor dem " Bennbruder" seinen Rock auf und holte Scheibe für Scheibe Bäckermeister ein Haufen von reichlich 5 Pfund Brod lag. Auf die Frage des Meisters, was denn der Preis sein solle, entgegnete der notleidende Reisende in größter Seelenruhe: „ Ein Schnaps".( 1) Daß der Bursche ziemlich schnell die Straße wieberfand, ist leicht begreiflich, schwerer aber schon, daß Frechheit sich zu solcher Unverschämtheit versteigt. § In Frankfurt wurden in einem Schantlokale an der Vilbelergasse der Händler Leckzas aus Memel und Wilh. Schmitt aus Gießen in dem Augenblicke verhaftet, als § Lüzellinden, 5. Febr. Herr Geheime Regierungs, und Schuirat Anderson Koblenz, welcher in voriger Woche fämtliche Schulklassen hierselbst revidierte, hat bei dieser Gelegenheit auch zu Krofdorf und auf der Dill mehrere Schulen besucht. -ch. Aus dem Kreise Wetzlar, 5. Febr. Wie Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Burchardt soeben bekannt giebt, so wird die christlich- soziale Partei nunmehr ihre Tätigkeit im Kreise Weßlar wieder aufnehmen. Herr Behrens wird nächsten Sonntag Nachmittag bei Gastwirt Brück- Wismar und am Abend in Dorlar in einem noch näher zu bestimmenden Lokale als Redner der Partei auftreten. tener 7. Februar. an dem gounge Womenmari topeien Butter per fb 090-0.95 I., Hubnereter per Stild 8-9 Pfg., Enteneter St. 7 Big Räse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linfen per tier 32 fg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Sühner per Cid Mr. 1.00-1.60, Hahnen, per Stild 0.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg., Dosenfleisch per fb. 70-80 fg., Rindfleisch ber b. 62-68 fg. per ft Schweineflcio 60-72 fg. Schweine fletsch gefaizen per fund 0.76 fg, albfleisch per fb. 70-74 fg. Sammelfleisch per fb. 50-74 Pfa., Kartoffeln pro 100 Kello 6.00 5. 6 50 M., Zwiebeln per t M 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 Bf. per Stück, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 m Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Ubr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktgett im Umberziehen feilgeboten werben. Briefkasten. Noch Mücke. Wir fanden Ihre Mitteilung, nach der 1134pfündige Forellen in Ihrer Gegend gefangen sein sollten, etwas furios. Nach eingeholten Informationen hat sich denn auch herausgestellt, daß eine" 1" in der Ziffer zu streichen ist. Voraussichtliche Wuterung in Hessen für Mittwoch, den 8. Februar. Zeitweise ausheiternd; Temperatur langsam zurückgehend. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Ibia Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gießer Umsonst verlange man Frühjahrskatalog 1905 über Blumenund Gemüse- Samen, Obstbäume, Rosen, Kartoffelsaatgut. Preise dies. Jahr sehr billig. Peterseim's Blumengärtnereien, Hoflieferanten, Erfurt. Muster- Sortiment Blumensamen, enthaltend 10 Packete Samen von Reseda, Nelcken, Astern, Levkojen, Vergissmeinnicht, Balsaminen, Riesensonnenbfumen, Löwenmaul, Veilchen, Stiefmütterchen 1 dieses ganze Samensortiment M. Doppelsortim. mit 20 Paketen M. 2. Muster- Sortiment Gemüsesamen, enthaltend 10 Pakete Samen von Blumenkohl, Weisskraut, Rotkraut, Kohlrabi, Wirsing, Rosenkohl, Salat, Radies, Rettig, Möhren, Zwiebeln, 1 dieses ganze Samensortiment M. Doppelsortim. mit 20 Paketen M. 2. Curnverein Giessen Theater- Verein Giessen ( gegr. 1846). Samstag, den II. Februar d. J., abends 7 Uhr 59 Min. Grosses Maskenfest mit vielen Ueberraschungen, in sämtlichen dn in einen Feenwald umgewandelten Räumen der Turnhalle. Eintritt 50 Pfg. mit 2 Beifarten für verheiratete Mitglieder, 1 Beikarte für ledige Mitglieder, jede weitere Beifarte 30 Pfg. Beikarten sind gegen Vorzeigung der Hauptkarte, die bei Herrn L. Althoff Walltorstraße 16, zu entnehmen sind, bei Herrn Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11 zu haben. Nur Mitglieder haben Zutritt u. wird am Eingang Kontrolle ausgeübt. Kinder haben keinen Zutritt. Sonntag, den 12. Februar, nachmittags 4 Uhr: Grosses Konzert in der Turnhalle. Vou 7 Uhr ab Tanz. Gintritt fret. Vitello Verdingung. Der Vorstand, bürgt Jhnen für beste Qualität kaufen Sie nur Vitello! Versteigerung. Die Lieferung der zur Unterhaltung der städtischen mittwoch, den 8. Februar, Straßen im Rechnungsjahr 1905/6 erforderlichen Deck: steine aus Basalt, des Kieses aus der Lahn und des Basaltgruses soll, wie nachstehend beschrieben, in 12 Losen am Mittwoch, den 15. ds. Mis., vorm. 11½ Uhr öffentlich vergeben werden. a) Decksteine( Basalt) Lose: Kbm. II III 1030 Lagerplätze: Am Schlachthaus und Viehmarft nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Biefer's en Saale: Möbel aller Arten, 10 mille Bigarren, 1 Schreibtisch, 1 Partie Schuhwaren, 1 Flaschenbierwagen, 1 Theke mit Marmorplatte u. a. m. Geißler, Gerichte vollzieher, Gießen. Holz- Versteigerung im Gießener Stadtwald. 336 Marburgerstraße; Wieseckerweg; Wiesenstraße; Grün- Montag, 13. Februar 1905, vormittags 912 Uhr beginnend, bergerstraße; Alter Rödger- werden im Gießener Stadtwald in weg; Am alten Friedhof. den Distrikten Unterhag, Neuhege Waldshut versteigert: 610 Licherstraße nächst der Ka47 Bi ten- Derbstangen mit 1,81 Fftm.( u. Wagnerholzzweigen) mit serne; Schiffenbergerweg; 1406 Fichten- Derbstangen Verlängerte Liebigstraße; Erdkauterweg. 335 Verlängerte Liebigstraße; Mittelweg; Pumpstation. 45,47 stm. 680 Fichten Reisstangen mit 8,90 Fftm. 42 im. Kiefern- Rund Scheitholz 4 mtr. lang. Eichen- Scheitholz. " Eichen- Knüppelholz, NadelEichen- Stockholz, IV 11 " b) Kies aus der Laha 47 Nadel" V 300 Am Schlachthaus; Am alten 15 " 56 Viehmarkt. " 29 " 132 VI 300 " VII 300 Realschulgrundstück phanstraße. VIII IX X XI 100 XII 100 Am alten Friedhof;" Wiesenstraße. SteNadelteilweise zerkleinert. 1450 Wellen Eichen- Reisig, 2380 Nadel " 40 " 6. Vorstellung: Mittwoch, den 8. Februar. Um Seinetwillen. Schauspiel in 4 Aften von S. Erdmann- Jeßnizer. Gast: Frl. Frieda Eichelsheim vom Großh. Hostheater in Darmstadt. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 10% Uhr. Eintrittskarten zu Mt. 5.- 4. 3.- und( für Studierende) Mt. 2. bei Herrn Challier und an der Abendkasse. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Robert Stuhl Gießen, Neustadt 23. empfiehlt zu billigsten Preisen: Hülsenfrüchte von vorzüglicher Kochart. Sauerkraut, Salz- u. Effig- Gurten, Gemüsenudeln, Eiernudelen, Maccaroni, getr. Obst 2c. 2c. Maggi ZUM Bekanntmachung. Das städtische Tiefbauamt, Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 4, erteilt Auskünfte über die Anlage von Hansentwässerungsauschlüssen an allen Werktagen mit Ausnahme des Samstags, nachmittags von 3 bis 6 Uhr. zu anderen Zeiten fann Auskunft nicht erteilt werden. Gießen, den 6. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Holz- Versteigerung. Donnerstag, den 9. Februar 1905, von vormittags 10 Uhr an, sollen in dem Anneröder- GemeindeWald in den Abteilungen 9 Birkeberg, 15 Dick- Eiche und 16 Fuhl versteigert werden. Brennholz. 335 Rm. Kiefernknüppel, 6 Rm. Fichtefnüppel, 910 Std. Kiefern- Wellen, 22 Std. Fichten- Wellen, 34 Rm. Kiefernftöcke und 18 m. Fichtestöcke. Bemerkt wird, daß die 4 Meter langen Knüppel nicht zum Ausgebot kommen, und daß sämtliches Holz an chaussierten Wegen lagert. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße, Kreisstraße Annecod- Großen- Buseck. Annerod, den 2. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. SUPPEN PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten u. backen WÜRZEN Wenige Tropfen genügen. Man verlange ausdrücklich MAGGI's Würze und achte auf die Schutzmarke KREUZ STER Stübchen mit Bett Gießen, Maigaffe 11. Semer 1 50% Ersparnis gegen Butter! Unentbehrlich für jede Familie! Maag Bitter Boonekamp Underberg Underberg Boonekamp Sem Devise: Man verlange Underberg- Boonekamp. 24 Preis- Medaillen! Anerkannt bester Bitterlikör! Gegr. 1846. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. HUNDERBERG- ALBRECHT Fabrikafion alleiniges Geheimniss der Firma: emper idem, ausdrücklich: Nr. 33. Sufertionspre Leffen, ble treile Retle Rebaltion u. für Ein Mann nannte, hat de in Selfingfors tötet. Auf de fchaft der Sol der durch meh eine Veriund war am Mor nohmuna nid Nr. 3 Dead ( 15 26 Empfi läftig nur in geliebte zum er welche mochter immerf fie bear -unb und Gr Si die Mi wollten meine gemadhi gegen gezogen after Comm c) Basaltgrus 300 Bumpstation; Am Mittelweg; Weglarerweg zwischen Hofmann- und Klinikstraße. 100 " " BirkenDie Zusammenkunft ist auf dem alten Steinbacher Weg an der 2. Schneise( am Pflanzgarten). Gießen, den 6. Februar 1905. Gr. Bürgermeisteret Gießen. J. V. Curschmann. Achtung! Am alten Viehmarkt. Am alten Friedhof; Kleiner Für Brautleute! Schwarzlachweg. Bügelkursus. Auf Glanzbügeln fann man binnen 4 Wochen gründlich erlernen. Wunsch nachmittags. Gießen, Aftertveg 43, II. 2 möbl. 3immer fofort zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Berlängerte Liebigstraße. Billige Möbel! Schloffer- Lehrling sucht Hammstraße; Mittelweg. Stühle 2,80, Tische Smt. M. Dörr, Schlossermeister Beschreibungen und Bedingungen liegen während der vienfistunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einficht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunft, berschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Beim Angebot von Material aus unbekannten oder neu angelegten Steinbrüchen sind Proben mit den Angeboten einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 6. Februar 1905. - Städtisches Tiefbauamt. 920001m Gebrauch! Braubach. Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vorzüge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Katalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Leipzigerstr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. Filiale: Berlin Sofas sehr gut gepolstert 40 Mk. Kompl. Plüschgarnituren bon 130 ME. an. Epiegel, Kleiderschränke, Bettstellen, Vertikow, sowie alle Möbel. Teppiche, Vorhangstoffe, 38 Pfg. per Meter, alles sehr billig wegen Aufgabe der Filiale Seltersweg 83. Masken- Anzüge, Clown, Dominos, Ge: zu' verleihen. öffnet bis abends 10 Uhr, a. Sonntag. Wilh. Karnbach Nachf. J. Mand, Weidengasse 1. Ecke Neuen- Bäue. Gießen, Nord Anlage 8. Sämtliche DRUCKSACHEN werden geschmackvoll, prompt und billig hergestellt in der Buchdruckerei von Albin Klein, Giessen Seltersweg 88. hör 31 rie ent wa lich drä met Taffe laub feine den? Verpf Q wüßte legen. Genugt fichten 3 in Gra Da mehr da Se Gra nicht fal halten, peritänd mer 34 Gr