ger uß auf nu der vel ite 20 er ofer rich jer des Birid eren biet Ober eines chner der egibl ters Ruß nhau duct Der is an iner chfter t des ungs clauft, Ober 6 ihm wächere offener bstver e aud muß. Meije Rubel mander das n nicht prüche derten Titten Kilo Blichen Ober mmen, B bom dte ign Kaliber Schritte. dadurch schüssen Bolzen Schüße ächtiges ut; die he Ver an Ser te Ober März 1906 armen neu Mts. beim Nr. 6. Insertionspreis: Die einfpaltige Betitzelle für ganz OberBeffen, die Kretse Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluß Nr. 362. Samstag, den 7. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Mbonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfa., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und sie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten ( Gickener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Sichener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Rokalanzeiger für Giefen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftalien. In Port Arthur sind die Japaner energisch bemüht, nach allen Richtungen hin Ordnung zu schaffen. Die Aufräumungsarbeiten sind in vollem Gange, nachdem die kriegsgefangenen Russen Bie Stadt verlassen haben. Das vorläufige Ergebnis der bon General Nogi angestellten Ermittelungen über deren Anzahl und Chargen bildet die folgende von ihm telegraphisch nach Tokio übermittelte Aufstellung: 8 Generale, 4 Admirale, 57 Obersten und Majore, 100 Schiffskapitäne bezw. Kommandanten, 531 Hauptleute und Leutnants des Landheeres, 200 Schiffsleutnants und Marinebeamte, 99 Heeresbeamte, 109 Stabsärzte, 20 Kapläne, 22 434 Unteroffiziere und Gemeine des Bandheeres, 4500 Marinemannschaften, 3645 Nichtfombattanten des Landheeres und 500 solche von der Marine, insgesamt 32 207 Personen. Die Freiwilligen find der Mehrzahl nach bei den Nichtkombattanten mit eingeschlossen. Außerdem befinden sich 15 000 oder 16 000 Kranfe und Verwundete in den Hospitälern. An Pferden find 100 Sattelpferde und 1870 Zugpferde übergeben worden. Die Sorge um die Gefangenen ist eine mühevolle und foftspielige Aufgabe. Es ist möglich, daß Japan deshalb später Borkehrungen zu deren Rücksendung nach Rußland treffen wird. Die Frage wird gegenwärtig in Tokio in Erwägung gezogen. Man glaubt, daß General Nogi auf Geheiß des Raisers nach Tokio kommt, wo ihn ein begeisterter Empfang vartet. Die fremdländischen Attachees sind in Port Arthur ungekommen. General Stöffel hat sein Ehrenwort gegeben, an dem Kriege nicht mehr teilannehmen, und kehrt über Nagasaki in die Heimat zurück. Wie freundschaftlich der Verkehr zwischen dem besiegten und dem siegreichen Feldherrn ist, geht aus folgender Meldung hervor: Um 11 Uhr vormittags am Mittwoch trafen General Stössel und General Nogi in einer Hütte des Dorfes Schuischi zusammen und hatten, nachdem sie sich begrüßt hatten, eine lange Unterredung. Sie schüttelten sich dann die Hände, worauf General Stössel zu Pferde stieg und nach Port Arthur zurückkehrte. Die Sorge für die Verwundeten. Ebensowenig, wie es möglich war, die Ziffer der russischen Gefangenen festzustellen, ist die genaue Zahl der russihen und japanischen Verluste während der Belagerung von Port Arthur noch nicht bekannt. Es ist unmöglich, die Mehrzahl der Kranken und Verwundeten fortzuschaffen. Die Japaner sind bemüht, eilig Medizin und Nahrungsmittel Ignaz von Tzargos, der Schäfer. 24) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalen. Nachdruckverboten. Mit vielem Dank und stammelnder Einladung, die Mutter doch einmal zu besuchen, schted Mine von eichen, wo zargos. Beim Beerenpflücken hatten sie soviel Zeit gefunden notdürftig von ihrem Lebenslaufe zu erzählen. Sie fühlten, daß beiden zusammengehörten ähnlich Leid, auch wohl noch gemeinschaftliche Freude erwarten dürften. Von dieser Zeit an, sahen sich die beiden jungen Leute öfter. men. Sießen. 600 Wochen find vergangen, da tritt eines Abends zargos in das kleine Stübchen des Hirtenhäuschens, zur franken Mutter ſeiner Mine, wie er glaubte schon fagen zu dürfen. Bet seiner Herde schlief diese Nacht sein alter Beschützer Clemens. Diesem treuen Freunde hatte er fein Herz, seine Liebe und Pläne für die Zukunft offenbart. Er hatte also Beit. Nachdem man sich begrüßt und mancherlei gesprochen hatte, frug Tzargos, ob die Mutter ihm die Mine zur Schäferfrau geben wolle. Die Mutter war durch ihre Tochter auf des zargos Frage schon vorbereitet, deshalb sagte sie freudig: Tzargos, ich gebe Ihnen mit Freuden mein Kind zum Ehegemahl, es geht dann nicht, wie mir törichten Mädchen. Brot, auch Schäferbrot macht satt. Armut schändet nicht. Sünde schändet und ist der Leute Verderben. Die Mutter, welche sich auf ihrem Bager etwas aufgerichtet hatte, erzählte dann: Ich war ein junges luftiges Mädchen. Meine Heimat ist an der Havel. Häßlich war ich gerade auch nicht, aber doch auch keine Schönheit. Nur leben wollte ich in Freuden. Gedankenlos gab ich mich allem hin was nur Freude bereitete. nach der Festung zu schicken. Man hofft, durch die verbesserten Sanitätsverhältnisse und Pflege Tausende zu retten. In Tschifu sind 1000 Nichtkombattanten aus Port Arthur eingetroffen. Die europäischen Kolonien in den Häfen an der Küste hatten die Absicht, die Kranken und Verwundeten aus Port Arthur in den Hospitälern von Tschifu, Tientsin, Schanghai, Weihaiwei und Tsingtau zu verpflegen. Eine Besprechung zwischen dem Tschifuer englischen und dem japanischen Konsul ergab, daß dort nur für 60 Verwundete Platz ist. Auch Tientsin und Schanghai genügen nicht annähernd, und alle genannte Orte zusammengenommen können nur einen Teil der Kranken und Verwundeten aufnehmen; infolgedessen wird die Mehrzahl der Kranken in Port Arthur bleiben müssen. Die versenkten russischen Schiffe. Du Die japanischen Marineoffiziere haben die gesunkenen Schiffe noch nicht untersucht, und über den Zustand derselben ist nichts bekannt. Eine sorgfältige Untersuchung wird sobald als möglich vorgenommen werden. Die Russen haben flugerweise das Trockendock vor der Kapitulation blockiert, dadurch, daß sie das Transportsaiff„ Amur" quer vor dem Dock versenkt haben. Die Werften und zehn kleine Dampfer liegen zu sofortiger Verwendung bereit. Die Minenbeseitigung wird begonnen werden, sobald die russischen Pläne über die Lage der Minen ausgehändigt sind. Man hofft, einige der gesunfenen Schiffe heben zu können. Laut Mitteilung der Marineverwaltung sind durch die Japaner vor der Kapitulation Port Arthurs die russischen Torpedoboote „ Gaidamak" und" Vsadnik", sowie die Torpedobootszerstörer Jetirny"," Sesy" und„ Boiroi" zum Sinfen gebracht worden. Der Kreuzer„ Bajan" liegt schwer beschädigt an der Südseite des Osthafens. Das Kanonenboot Bobr" ist durch das japanische Granatfeuer völlig zerstört. Mehrere hundert japanische Fachleute unter Befehl eines Kontreadmirals sind von Sasebo nach Port Arthur in See gegangen, um den Hafen und die benachbarten Gewässer von Minen zu säubern. Die russische Hauptarmee ist bisher von dem Fall Bort Arthurs noch nicht in Kenntnis gesezt worden, doch zirkulieren trotzdem unter den Truppen Gerüchte darüber. In Mukden behauptet man, die Japaner bauen bei Finhuantscheng eine Brücke über den Jalu, um eine Verbindung der Bahnen in Korea mit den chinesischen herzustellen; offenbar verstärken die Japaner ihren rechten Flügel. Roschdjestwenskys Flotte befindet sich augenscheinlich in einer recht kniffligen Situa tion. Zwar wird energisch von Petersburg aus dementiert, daß sein Flaggschiff Fürst Suwarow" in der Antongilbai ( Madagaskar) auf einen Felsen gestoßen und gesunken sei. Doch mißt man diesen Dementis allgemein recht wenig Glauben bei. Es ist ein offenes Geheimnis, daß die Flotte, als sie den Hafen von Libau verließ, durchaus nicht mit allen Eine adelige Familie, welche in Wien Verwandte und dorthin zum Besuch reisen wollte, suchte ein Mädchen für ihre Kinder. Ein immer munter und fröhliches Mädchen wurde gewünscht. Ich wurde vorgeschlagen, und als ich mich vorstellte, angenommen. Meine Mutter lebte noch. Vater und die beiden lich zu. Die Gefahren, welche mir leichtlebigen Mädchen Brüder waren schon tot. Die Mutter redete mir ernstin der Ferne drohten, zu bedenken und zu überwinden. Ich versprach alles, um nur vor ihren ernsten Mahnungen Ruhe zu haben. Nach vierzehn Tagen ging es fort. Zwei große herrschaftliche Wagen waren bepadt mit Kleidern, Wäsche und anderen Sachen. Kaum war Platz für die Familie. Im ersten Wagen faß der Herr und die gnädige Frau. Kutscher und Diener tronten auf dem Kinder, liebe Mädchen von 8 und 10 Jahren. Auf Bocke. Im zweiten war die Kammerfrau, ich und zwei dem Hinterteile des Wagens hatte der Diener seinen Platz genommen. Der Kasten, auf dem er saß, enthielt reichlich Waffen verschiedener Art. Der Kutscher saß auf seinem Bocke. Wir famen ungefährtet bis in die Nähe von Wien. Dort begegnete uns ein Reiter mit einem Diener. Kaum war unser Herr seiner gewahr, als er auch schon halten ließ und ausrief: Aber zum Teufel Graf von V... Mensch, wie kommst du hierher. Du sollst in.. na, nenne mir mal die Herrschaft, wohnen und bist hier. Geh' her alter Junge, gib mir die Hand, dann erzähle. Doch erst vorstellen: Hier meine getreue Cecalie geborene von V..., dort meiner beiden prächtigen Mädels. Der Graf ritt mit uns bis Wien, ja er besuchte uns später gar oft. Auch sagte er unter anderem, er habe unten in Ungarn eine Bufta gefauft, eine große ausgedehnte Fläche. Dieselbe sei zu einsam für thn, deshalb überlasse er dem Verwalter die Führung der Geschäfte und reise lieber je nachdem er Luft habe. Hilfsmitteln moderner Navigation zur Genüge ausgerüstet war. Genaue Seefarten seien nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Wie es heißt, soll sich jetzt die ganze baltische Flotte, also außer der Roschdjestwenskyschen Abteilung auch die des Admirals Fölkersam, die durch den Suezkanal ging, in den madagassischen Gewässern befinden. Wie man in Baris behauptet, wäre Roschdjestwenskys Flaggschiff deshalb in so pefräre Lage geraten, weil es sich Beobachtungen durch englische Kriegsschiffe entziehen wollte. Roschdjestwensky habe, um sich zu verbergen, einen gefährlichen Weg durch Klippen gewählt, der auf den russischen Schiffsfarten nicht verzeichnet war. Roschdjestwenstys Geschwader wird in den madagassischen Gewässern höchstwahrscheinlich bis Ende März verweilen, um die Monsumstürme vorüber zu lassen. Unfer Kolonialkrieg. Nach wochenlangen anscheinend unorganisierten Streifzügen und Ueberfällen auf wehrlose Personen oder schwach und gar nicht geschützte Bläge haben sich die Witbois endlich zu einem festen Feldverband zusammengeschlossen und sich den deutschen Truppen gestellt. Sie haben mit unverkennbarer Tapferkeit selbst mehrfachen Bajonettangriffen standgehalten. Wie General Trotha aus Windhuk unterm 5. Januar meldet, kam es zu einem blutigen Gefecht bei Stamprietfontein, bei dem von morgens bis abends heftig gekämpft wurde und das schließlich mit dem Rückzuge der Hottentotten endete. Nachstehend die bis jetzt bekannten Einzelheiten: Major Meister stieß am 1. Januar 6 Uhr abends bei Stamprietfontein anf 500 bis 600 Hottentotten. Diese hielten trotz wiederholter Bajonettangriffe bis 9 Uhr 30 Min. abends nach Eintritt völliger Dunkelheit stand und zogen sich erst unter dem Schutz der Nacht auf beiden Ufern des Auob in Richtung auf Gochas zurück. Major Meister folgte am nächsten Morgen. Verluste des Feindes, welche bedeutend gewesen sein müssen, sind noch nicht festzustellen gewesen. Dieses Gefecht hat sich offenbar aus der taktischen Ausführung des neuesten Kriegsplanes ergeben, der den Zwed berfolgt, die Hottentotten in dem Gebiet zwischen Keetmanshoop, Gochas und Rietfontein zusammenzudrängen und dort den Feldzug zur Entscheidung zu bringen. Oberst Deimling rückte daher vor Wochen schon gegen Rietfontein bor, das als das Zentrum der feindlichen Stellung galt, und er lieferte ihm dort ein blutiges Gefecht. Der Feind hielt damals nicht stand, sondern verzog sich nordöstlich nach dem gebirgigen Terrain, während Oberst Deimling mit der Ignaz Tzargos horchte auf, Ungarn sein Geburtsland.„ Nitra", wär ich noch einmal dort, so entrang es sich seiner Brust. Er mußte furz erzählen, daß er dort geboren und erzogen sei. Dann erzählte die Kranke weiter, der Graf habe sich viel mit den Kindern zu schaffen gemacht sie habe er dabei oft so tief in die Augen geblickt, daß fie geneckt und sonst allerlei Scherz getrieben. Ihr aber dieselben niedergeschlagen habe. Später, so fuhr fie fort war ich über sein Benehmen erschrocken. Er brachte mir aber so viele und schöne Geschenke mit, daß ich schließlich Vertrauen zu ihm gewann. Ich will es nau. Noch war kein Jahr vergangen, da wurde ich schon mit Schande aus dem Hause gejagt.- O Mutter, Mutter schrie ich. Hätte ich deine Worte beachtet? wurde aber zurückgehalten und mit eraften ErmahnErst suchte ich den Tot in den Wellen der D ungen aus der Stadt gelassen. Ich wollte heim. Die kostbaren Geschenke des Verführers verkaufte ich. Sie waren mir doch nichts nuge, gaben mir aber Zehrgeld So bin ich gewandert, immer zu Fuß. Nur selten traf ich einen Fuhrmann, der aus Mitleid, mich einige Stunden mitnahm. Leider hatte ich die Orte vergessen, über welche wir gezogen waren. Die Sprache der Landbewohner verstand ich nicht immer, deshalb reiſte ich in einer falschen Richtung. Hier kam ich endlich frank, ja bis zu Tode erschöpft an, fand Aufnahme und meine Mine wurde hier geboren. Jezt aber war die Kraft der Kranken zu Ende. Noch einmal in furzen Zügen hätte sie ihren Lebensgang vor diesen beiden jungen Leuten vorübergeführt. Tzargos konnte aus dieser Erzählung nicht erfahren, was für ein Graf eigentlich der Vater seiner Mine set. Nachdem die Frau fich ein wenig erholt hatte, wurde die Verlobung ihrer Kinder, wie sie jest sagte, vollzogen. Ihr Hände erfassend segnete sie dieselben. ( Fortsetzung folgt) Haupttruppe den Auob entlang in der Richtung nach Gochas zog. Die Abteilung Meister hat offenbar die Aufgabe, die Südgrenze abzusperren und die Hottentotten in nordwestlicher Richtung auf Gochas zu treiben, so daß also von Westen her die Haupttruppe, im Norden Deimling und im Süden Meister in Etappenlinien den Feind umschließen. Die Taktik des Kriegsplanes, wie sie hier geschildert wird, findet übrigens auch eine Bestätigung durch eine Meldung des Generals v. Trotha, die folgendes besagt: Oberst Deimling beabsichtigte am 4. Januar Gochas konzentrisch anzugreifen, mit Abteilung Meister( 4., 5., 7. Komp., Batt. Stahl) Auob abwärts, mit Kompagnie Ritter und Halbbatterie Stuhlmann von Gibeon über Goamus, mit Abteilung Lengerke( 8. Komp. 8 Batt.) von Koes über Persip. Auch vom Kriegsschauplatz am Waterberg liegt eine Mel dung und zwar erfreulicher Natur vor. Danach hat der Hererokapitän Friedrich von Omburo am 4. Januar in Omaruru seine Gewehre abgegeben. Seine Werft will seinem Beispiel folgen. Bis jetzt sind 50 Männer und 150 Frauen in Omaruru zugelaufen. Die Dolitik. Gerade in solchen Zeiten zeigt sich immer wieder, wie eng in unserem neuzeitlichen Wirtschaftsleben die verschie= denen Interessen mit einander verknüpft sind. Es entspricht daher vollständig der Logik der Verhältnisse, wenn die deutschen Regierungen darauf bedacht sind, auch die Bedingungen des Verkehrs dieser Tendenz der Zeit anzupassen, und man kann daher die lebhaften Bestrebungen nach Schaffung einer Betriebsmittelgemeinschaft im Eisenbahnwesen nur freudig begrüßen. Durch diese Betriebsmittelgemeinschaft werden große Ersparnisse erzielt werden, namentlich im Güterverfehr. Nach dem heutigen System laufen etwa 50 Prozent der sämtlichen Wagen, um zur Verfügung der einzelnen Verwaltungen zu stehen, nach Ablieferung der Fracht vollständig leer auf der freien Strecke. Wenn aber die gesamten Betriebsmittel in einer Hand vereinigt sind, dann ist die Rückbeförderung der leeren Wagen nicht mehr notwendig und dadurch bedingt sich eine ganz wesentliche Ersparnis. Außerdem soll, wie verlautet, für alle deutschen Staaten eine gemeinsame Kontrolle mit dem Sit in Leipzig eingerichtet werden. Seither hatte jede einzelne Verwaltung ihre eigene Kontrolle, so daß also die Zentralisierung der Dienstüberwachung ebenfalls eine bedeutende Ersparnis darstellt. Ein Dankschreiben des Reichskanzlers an den Schriftsteller Dr. Ernst für die Zusendung einer deutschen Ueberfegung des Balfourschen Vortrags über das Thema„ Unsere heutige Weltanschauung" fennzeichnet sich als ein feines Kompliment des Reichskanzlers an die Adresse des englischen Ministerpräsidenten Balfour. Das Schreiben lautet: Sehr geehrter Herr Doktor! Nehmen Sie meinen besten Dank für Ihre mir freundlichst übersandte Verdeutschung des Balfourschen Vortrages über„ Unsere heutige Weltanschauung" entgegen. Ihre Arbeit bereichert uns um eine wertvolle wissenschaftliche Gabe, sie gewinnt aber noch ein persönliches Interesse für den deutschen Leserkreis, indem sie einen Einblick in die Eigenschaften des Staatsmannes gestattet, der gegenwärtig in England an der Spizze der Staatsgeschäfte steht. Ihre Uebersetzung gibt dem deutschen Reser erwünschte Gelegenheit, zu beobachten, wie ein leiten. der Minister in seinen Mußestunden sich mit den tiefsten Erfenntnisproblemen beschäftio Oefterreich- Ungarn. In Dschibuti ist der österreichische Kreuzer Panther" gelandet, dessen Kommandant Kapitän Hähnel bevollmächtigt ist, Handelsbeziehungen zwischen Desterreich und Abessynien anzuknüpfen. Es soll außerdem ein österreichisches Konsulat in Adis Abeba errichtet werden. Dieses Engage ment ist den Bemühungen des schweizerischen Ingenieurs lg zu verdanken, der seine Stellung als bevollmächtigter Minister des Negus dazu benußt, um in Europa gute Beziehungen anzufnüpfen. Das zeitliche Zusammentreffen dieser Mission mit der außerordentlichen Gesandtschaft des deutschen Kaisers muß das Selbstbewußtsein des Königs Menelik, das seit dem Siege seiner Truppen über die Jtaliener bei Adis Abeba bis ins Ungemessene steigern. Afrika. Ladentür und hatte am Kopf eine klaffende Wunde, die bon einem Beil oder einer Att herrührt. Das ganze Warenlager ist durchwühlt, und die Ladenkasse ist geleert Da Radbrud unferer Brovin Mittwoch, de beginnend, finde der Proving Obe 1. Gastwirtschaft Antrag auf Ent des der Elifabet Rommelshausen tüdnahme des d jegt in Romme * Furchtbarer Aberglaube. Auf dem alten griechisch katholischen Friedhof in Odessa wurde dieser Tage ein halb in der Erde vergrabener Topf mit einem gebratenen und mit unzähligen Nadeln gespickten Menschenherzen aufgefunden. Wie es scheint, ist unmenschliche Nachsucht eines verschmähten Liebhabers oder ein Fall finsteren Aberglaubens das Motiv zu dieser grausigen Tat gewesen. Es soll jezt eine Untersuchung der frischen Gräber stattfinden, um der Leichenschändung auf die Spur zu kommen, da man auf Grund eines Briefes von einem gewissen Pavel annimmt. der verschmähte Liebhaber habe sich an seiner serstorbenen Braut durch diese unmenschliche Tat für ihre vermeintliche Untreue rächen wollen. An dem Hintergrunde einer wachsenden Interessengemeinschaft unter den deutschen Bundesstaaten nimmt sich die Zersplitterung der Nationalitäten in Oesterreich- Ungarn um so schroffer aus. Der letzte Ministerwechsel war geradezu bedingt durch die Unmöglichkeit, die auseinanderstrebenden Kräfte für eine gemeinsame Tätigkeit zu gewinnen. Der seitherige Ministerpräsident Dr. von Körber hatte sich ein System der völligen Unparteilichkeit ausgedacht, das als Programm einen sehr guten Eindruck machte, aber in der Praris nicht durchführbar war, weil die einzelnen Nationalitätenverbände geschlossene Interessenkreise darstellen, die nicht durch eine vollständige Passivität der Regierung, sondern durch die materielle Erfüllung der besonderen Forderungen für eine praktische parlamentarische Arbeit gewonner werden. Der neue Ministerpräsident Freiherr von Gautsch will im wesentlichen nach demselben Rezepte regieren, wie sein Vorgänger, und er wird dementsprechend auch nach einiger Zeit vor dieselbe Frage gestellt werden, wie Dr. von Körber, ob er einem Nachfolger die schwere Aufgabe überlassen soll, Ordnung in dieses Wirrsal zu bringen, oder ob er mit kräftiger Hand eine deutsche Politik„ nach dem Verlegenheitsparagraphen der österreichischen Verfassung", der vollständig das Parlament ausschaltet, einleiten will. Nach den näheren Meldungen über den Verlauf des Gefechts zwischen den Sultanstruppen und dem Prätendenten Buhamara ist das Heer des Sultans von Marokko durch Verrat geschlagen worden. Der Befehlshaber der Kaiserlichen Truppen Abdul Sadok hatte nämlich auf die Mithilfe des Stammeshäuptlings Buhamama geredynet, weil dieser vom Sulton 40 000 Duros erhalten hat unter der Bedingung, daß er vom Prätendenten Buhamara abfalle. Buhamama war aber dem Prätendenten Buhamara treu geblieben und griff Abdul Sadok plötzlich auf der linken Flanke an. Durch diesen Angriff wurde die Niederlage der Truppen des Sultans herbeigeführt. Marokkaner aus Saidia haben sich aus Furcht vor den Truppen des Prätendenten auf algerisches Gebiet nach Port Say geflüchtet. Nach dein Paragraphen. [ Politische Wochenschau.] 444 Ein schwieriger Gefangenentransport. Ein berüch tigter Einbrecher namens Bertram, der Schrecken der RheinJegend, war in Aachen verurteilt und sollte zur Abbüßung siner langjährigen Zuchthausstrafe nach Werden transportiert werden. Diese Aufgabe war eine besonders schwierige, benn Bertram ist ein wahrer Herkules. Neunzehnmal hat er während der Untersuchungshaft versucht auszubrechen. Er war in die stärksten Fesseln geschmiedet, allein er zerrik sie, wie wenn es Bindfaden wären. Man jetzte ihn in einen eisernen Käfig, allein er zertrümmerte auch diesen. Schließ lich bändigte man den schrecklichen Menschen dadurch, daß nan ihn in eine Zelle sette, die bis zur Mundhöhe mit Wasser jefüllt war. Der überstarke Verbrecher wird den Beamten im Zuchthause zu Werden noch viel zu schaffen machen. Inzwischen ist der Kampf der Parteien in Ungarn ebenfalls auf den Höhepunkt gediehen, weil das Parlament neu konstituiert werden muß. Die verschiedenen Oppositionsgruppen, die nach dem Paragraphen" der neuen Geschäftsordnung auch zur Ohnmacht der Minderheit verurteilt worden sind, haben sich zu einem großen Parteienblock zusammengeschlossen, der auf die Regierung und den Monarchen dadurch einen besonderen Eindruck zu machen sucht, daß er ein vollständig antidynastisches Programm annimmt. Der schwerwiegenden Bedeutung gegenüber, die in Desterreich- Ungarn ein Ministerwechsel und eine parlamentarische Neuwahl hat, nimmt sich der Kabinettswechsel in Rumänien mit seiner nachfolgenden Wahlkampagne wie ein harmloses Kinderspiel aus. Dort handelt es sich im wesentlichen darum, welche der maßgebenden Parteien in den Genuß der politischen Macht und der damit verbundenen Pfründe treten soll. Eine ähnliche Bedeutung hat auch der inzwischen stattgehabte Ministerwechsel in Griechenland, der im übrigen auf die kleinorientalische Politik ebensowenig einen Einfluß ausgeübt hat, wie der Sturz von Port Arthur. ** Laut * gerichts in tag n. W. eir Landwirts Bluttat be und 8 Schwe Alinit die bacher Vorgä bracht worden aber nicht a night, bos fie te ift biernad anzu Angeforigen int ** Romm vertretende Boufi türlich fein 25 jo fammer feiern for berzog die Kron Streikausschreitungen im russischen Petroleumgebiet. Der Ausstand in Balachanu hat bereits zu blutigen Ausschreitungen geführt. Bei einem Zusammenstoß zwischen Arbeitern und Kosaken wurden sechs Arbeiter und ein Kosat getötet, viele verwundet. Der Ausstand der Naphtaarbeiter in Baku dauert fort. =[ Ein Künstlerstreich.] Die serbische Regierung weiter eifrig bemüht, die anläßlich der Krönung König Peters ausgegebenen Krönungsmarken wieder in ihre Bände zu bekommen, bekanntlich, weil diese Marken, die da Bild des ermordete König Peters, halb verdeckt durch das Profil Ramgeorgs, aufweisen, ungekehrt die Zeichenausir des ermordeten König Aleranders zeigen. Die Regierung soll in London, Baus und Berlin Agenten angewieen haben, alle im Handel ode: Privatbesit befndirchen Marken dieser Art, ohne Rücksicht auf den geforderten Preis anzukaufen. Die Gravierung der Marken ist von dem be rühmten französischen Künstler Mouchon hergestellt worden, wie es heißt, soll er von der Erkönigin Nataly zu dem Streich veranlaßt worden sein. ordens Philipps K Auf die bon 24 Millioner Den. Bufalag a Gruppe beftehen Darmfläbter a Robert, Barsh Deutsche Kredit Ephraim Maye Um Nahrungssorgen in den Tod. Aus Hamburg war in Hannover die Witwe eines Prokuristen, namens Hade, mit ihrem siebenjährigen Töchterchen zugezogen und ver suchte, sich durch Schneidern zu ernähren. Sie tat alles für ihr Kindchen und ließ es eine höhere Töchterschule besuchen. Da sie ganz unbekannt war und völlig zurückgezogen lebte, wollte der Verdienst nicht kommen. Seit dem Sy bester- Abend hatte man von Mutter und Kind nichts mehr gemerkt und glaubte, daß beide verreist seien. Da machte sich im ganzen Hause ein starker Gasgeruch bemerklich, der aus der verschlossenen Wohnung der Witwe Hacke fam. Als man die Tür sprengte, konnte man zunächst nicht in die Wohnung dringen, die erst von den angesammelten Gafen befreit werden mußte. Die drei Gashähne waren geöffnet. Mutter und Kind waren erstickt. Es fehlte die fällige Miete, es fehlte das Schulgeld, es fehlte das nötigste zum Leben. Die Wirkung dieses Ereignisses, die noch durch das Stranden des Flaggschiffes der baltischen Flotte und die dadurch offenbar gewordenen Mängel in der Leitung dieser Flotte dem Admiral Roschdjestwenski haben genaue Seefarten gefehlt. macht sich aber um jo nachhaltiger in der meren Politik Rußlands gelten. Den vie Segicrung seither nur einen geringen Ernst in der Schaffung von Reformen gezeigt hat, scheint sie neuerdings doch einlenken zu wollen. Wie es scheint, hat Herr von Witte wieder vollständig das Dhr des Monarchen, und das dürfte für die Gestaltung der inneren Verhältnisse in Rußland sehr wichtig sein, weil er mit seiner Entschiedenheit und seiner zähen Willensenergie eigentlich doch der einzige Mann ist, der in diesem Labyrinth widersprechender Erörterungen den Ariadnefaden nicht verliert. Der Großfürst Wladimir, der bisher sein heftigster Gegner war, hat neuerdings mit Rücksicht darauf, daß oben ein anderer Wind weht die Beziehungen zu ihm wieder aufgenommen, und es ist von ganz besonderer Wichtigkeit, daß Witte auch mit dem Minister des Innern, dem liberalen Fürsten SwiatopolfMirski, freundschaftlichen Verfehr unterhält. Wenn dessen Einfluß wieder wächst, so vermehrt sich für das russische Volf immerhin die Hoffnung auf die Verwirklichung des Reformplanes. Wenn auch vorerst in Rußland auf ein eigentliches Verfassungsleben nicht zu rechnen ist, so ist doch biel gewonnen, wenn die Bevölkerung nicht mehr von der Willkür einer forrumpierten Beamtenschaft abhängig ist, sondern streng nach dem Paragraphen" des Gesetzes re. giert wird. Alem Anschein nach wird auch das Jahr 1905 genau, wie es im Vorjahre der Fall war, die Stürme einer heftigen Arbeiterbewegung durchmachen müssen, deren Schauplab dieses Mal das Kohlenbecken im Ruhrgebiet ist. Gegenstand des Kampfes ist die Verordnung der Zechenverwaltung, wonach die sogenannte Seilfahrt, d. h. die Ein- und Ausfahrt am Schacht, um 4 Stunden verlängert wird. Aber dieser Streitgegenstand ist nur der äußere Anlaß zu einer allgemeinen Bergarbeiterbewegung, die im übrigen aus einer latent vorhandenen Unzufriedenheit hervorgeht. Welche Stellung man auch zu der Streitfrage nehmen mag, so ist doch zuzugeben, daß in letzter Zeit durch den Zustrom fremder Arbeiter mit geringeren Lohnansprüchen an die Lebenshaltung die allgemeine Lohnhöhe ganz erheblich gesunken ist, obschon die Untergrenzen des Lohntarifs gestiegen sind. Dafür ist aber die Beteiligung der Arbeiterschaft an den drei höchsten Lohnklassen von 52 Prozent auf etwa 30 Prozent gesunken, d. h. etwa 50 000 Arbeiter sind aus der höchsten in eine niedrigere Lohnklasse zurückgefallen. Diese Tatsache ist der psychologische Erklärungsgrund für die Leidenschaftlichkeit des jezigen Kampfes. Außerdem kommt noch in Betracht, daß schon fast seit einem Menschenalter die Frage, ob die Seilfahrt in die Arbeitsschicht mit einzurechnen ist oder nicht, einen Streitpunkt in den Bergwerksbetrieben darstellt. Daher erklärt es sich auch, daß bereits in anderen Kohlenrevieren, in denen ähnliche Zwistigkeiten, wie auf der Zeche Bruchstraße, zwischen den Arbeitern und den Unternehmern überhaupt nicht bestehen, dennoch bereits die Neigung zur Teilnahme an einem geplanten Ausstand und zur Einleitung eines allgemeinen Kohlenarbeiterstreifs besteht. Die Bechenverwaltung hat nicht verfehlt, in ihrer Antwort auf die Forderung der Arbeiterschaft darauf hinzuweisen, daß ,, nach dem Paragraphen" des bürgerlichen Gesetzbuches, der besonders genannt wird, der Zechenverwaltung ein zibilrechtlicher Anspruch auf Schadenersatz für eine fündigungslose Niederlegung der Arbeit zusteht, und sie hat auch die Wahrnehmung dieses Schadenersabrechtes angedroht. Allein was spielen die Paragraphen des Gesetzbuches für eine kleine Rolle, wenn es sich um eine so alte Streitfrage handelt, bei der auch eine gewisse Leidenschaft noch in Frage kommt. Die Lage ist außerordentlich ernst, und die wirtschaftliche Gefahr ist um so größer, als ein Stampf der Kohlenarbeiter die ganze Industrie in Mitleidenschaft zieht. Es wäre deshalb im Interesse der allgemeinen Wohlfahrt zu wünschen, wenn es der Oberbergbehörde gelingen würde, noch im höchsten Stadium der Konfliktsgefahr einen Grubenarbeiterausstand zu verhüten. Nab und fern. wohl m Frl. im Theater wird folgenden fpielen. In der und Hochstätter Rollen, als Me Stella, ausgeftell Morge Vorteilhaftefte Nr. 13 aus M Konzert. Fre dieses Konzert r. Grünberg tag lagerte hie Gefellen schliefe während den s in demselben bo wurden die Zi Da hatte die verzweifelte Mutter für sich und ihr geliebtes Weiterziehen be Berlin Zweimillionen- Stadt. Wie jetzt durch die statistischen Erhebungen feststeht, hatte Berlin bereits in der letten Hälfte des Dezember die zweite Million Einwohner überschritten. Am 18. Dezember waren schon 374 Einwohner über die ersehnte Zahl vorhanden. Nach den von der Polizei verzeichneten Meldungen haben im abgelaufenen Jahre 1904 fast eine Million Fremde Berlin besucht. Töchterchen den Tod gewählt. Tages- Chronik. Bek einer Schlägerei in der Jäger straße zu Berlin wurde ein Musiker, der sich fälschlich für einen Kriminalfommissar ausgegeben hatte, von dem Kautinenwirt einer Garde- Artilleriefaserne durch Stockhiebe so schwer verletzt, daß er verstarb. - Der Kassierer einer Bank in Longwy wurde von drei Italienern überfallen, durch Messerstiche verlegt und den 19 000 Francs, die er bei sich hatte, beraubt. † Der angebliche Empfang der Gräfin Montignoso beim Papst wird vom Vatikan aus energisch dementiert. Es soll, wie berichtet wird, eine Verwechselung mit einer Dame vorliegen, die unter dem Namen einer Prinzessin Murat in einem römischen Hotel abgestiegen war. Wegen ihrer häufigen Fahrten nach dem Vatikan erregte sie die Aufmerksamteit der Reporter, von denen einer endlich auch ,, erriet", daß die geheimnisvolle Aristokratin die Gräfin Montignoso sei, und die Sensationsnachricht in die Presse gelangen ließ. In der ungarischen Station Lakosd wurden bei einem Eisenbahnzusammenstoß zwei Beamte getötet und über 20 Passagiere schwer verletzt. Die sibirische Pest in Wjatka und die Beulenpest im Uralgebiet sind in der Abnahme begriffen. A Raubmord an einer Witwe. Wieder ist Berlin der Schauplatz einer Mordtat, die diesmal durch die näheren Umstände einen besonders gräßlichen Anstrich gewinnt. Die Witwe Sinnig betrieb in ihrem Hause im Hansaviertel ein Bigarrengeschäft. Als am Morgen der Laden nicht zur gewohnten Beit geöffnet wurde und die Nachbarn sich nach der Witwe umfahen, fanden sie diese im Blute schwimmend tot auf. Die Leiche lag dicht an der Aus dem Gerichtsfaal. + Quedbo fi Baffanten nach Frankfur tam und umf berlegt worden. § Laubach, ift unter Ernenn der Graft. Ren am 1. Januar b rats Brödelmann E Laubach, Montag follen fallen, ob Grünb foll oder nicht. Grünberger Geme bach, besonders d wenn das wohlh ftatt mit Grünber I Lehnheim angen. Anfan 5. Papft babier Bingfügige Bert ging. Einem beilegte, sondern § Eine neue Religion hat ein Zeuge in Holleschowitz entdeckt. Einem dortigen Schlächtermeister gingen in der letzten Zeit Selchwaren berloren"; er wußte nicht wie, nur biel ahnte er, daß jemand von den Hausleuten dahinter stecken müsse. Und richtig fand er bei einem seiner Gehilfen zwei fette Schinken, die entwendet zu haben der Gehilfe eingestand. Daß sich dieser mehr angeeignet hätte, konnte nicht erwiesen werden, weshalb die Sache vom Strafgerichte an das Bezirksgericht für Uebertretungen gewiesen wurde. Der Richter fragte den Angeklagten: Warum haben Sie eigent lich die zwei Schinken entiendet?" ,, Vom Hunger ge trieben," antiportete der Angeklagte. ,, Was, aus Nota Das kann doch nicht möglich sein?" fiel der Richter ein. ,, Dis Gehilfen eines Schlächters können doch unmöglich Mangel a Eßwaren haben?" Bei meinem Meister ja," erwiderts der angeklagte Gehilfe, der gehört nämlich einer neuen Religion an, und da bekommt man nichts zu essen." soll ich das verstehen?" forschte der Richter weiter. berstehe die Sache auch nicht," meinte der Angeklagte, aba so viel weiß ich, daß nach dieser neuen Religion fein Fleis gegessen werden darf, lauter Gemüse, und da ich kein Ge müse esse, litt ich Hunger. Wenn ich nicht irre, heißt die neue Religion Arianer", aber noch ein zweites Wort steht бази." Der Richter fing an zu lachen und sagte: Jetzt tenne ich die Religion schon; ihre Bekenner heißen Vegeta rianer"." Jawohl," rief der Angeklagte freudig aus, ,, dieser Religion gehört mein Meister an, und weil ich Erbsen, Linsen, Kohl, Reis, Rüben und all das andere Grünzeug, das die Religion meines Meisters vorschreibt, nicht bertrage, mußte ich mir heimlich Fleisch verschaffen." Der Richter verurteilte den Gehilfen wegen Uebertretung bes Diebstahls zu zwei Tagen Arrest. Bis St " hes aug und Dem Biter eg 27 alsbalb trat bi ein, fobab Jept hat ih entzogen. + Arof welcher, wie fanellen Tob Sad Gros der Kapelle Eintrittstarter nde, die e Warengriechischein ball enen und aufgefuneines ber glaubens foll jetzt um der man auf annimmi itorbenen meintliche n berüch Der RheinAbbubung transpor schwierige, hnmal bat zubrechen. 1er zerrig n in einen Schließ Durch, daß mit Waffer Beamten achen. umgebiet. igen Au B zwischen dein Kojat phtaarbeiter gierung ung König r in ihre fen, die da it durch das Die Leiden 7. Die Re en angewie beindlichen Derten Preis on dem ellt worden, aly zu dem amburg war mens Hade en und ber Sie tat alle hterschule be zurückgezogen it dem St nichts mehr Da made merklich, der Te fam. A nicht in die elten Gajen en geöffnet. llige Miete zum Leben ihr geliebte der Jäger fälschlich f mon dem Ko Stockhiebe urde von d legt und d den bei eine und über Beulenpet in lefchowitz ent in der lege wie, nur ten dahinter er Gehilfen Behilfe ein onnte nicht gerichte an vurde. Der Sie eigent Hunger ge aus Not er ein.„ Die Mangel an erwiderte iner neuen "-28 cer. lagte, ab m fein Flei a ich fein Ge irre, heißt die tes Wort ftel fagte: Se heißen Vegeta freudig aus und weil id andere Grün rfchreibt, ni rfchaffen." ebertretung Lokales. 7. Januar 1905 Der Nachbruck unserer mit besonderen Beichen versehenen Original- Artikel ist nur mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.) [ Provinzialausschußsißung. Am nächsten Mittwoch, den 11. Januar, vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Ausschusses der Proving Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gastwirtschaft des Helfrich Reichard von Himbach, hiec Antrag auf Entziehung der Konzession. 2. Burücknahme des der Elisabethe Weigand von Ober- Widdersheim, jezt in Rommelshausen erteilten Wandergewerbescheins. 3. 8urücknahme des dem Wilhelm Weigand von Ober- Widdersheim, jezt in Rommelshausen erteilten Wandergewerbescheins. - - - *** Laut einer Bekanntmachung des Vorstehers des Ortsgerichts in Maulbach soll am Mittwoch und Donnerstag n. W. ein großer Teil des beweglichen Nachlasses des Landwirts Wilhelm Reiz, des Urhebers der Maulbacher Bluttat versteigert werden u. a. 2 Pferde, 1 Fohlen und 8 Schweine. Inzwischen ist in der Gießener Alinit die einzige Ueberlebende aus den traurigen Maulbacher Vorgängen, Emilie Reiß, wieder zur Besinnung gebracht worden. Sie weiß, daß sie sich in der Klinik befindet, aber nicht, aus welchem Anlaß sie dort hingekommen ist, auch nicht, daß sie feine Eltern und Geschwister mehr hat. Es ist hiernach anzunehmen, daß Reiß die Tat beging, als seine Angehörigen in tiefem Schlafe lagen. Kommerzienrat S. Heichelheim, der stellvertretende Boifigende der Handelskammer Gießen, welcher fürzlich sein 25 jähriges Jubiläum als Mitglied der Handelsfammer fe ern fonnte, hat von Se. Kgl. Hoheit dem Großherzog die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen bekommen. K Auf die neue 3% Hessische Staatsanleihe von 24 Millionen Mark find vier Gebote abgegeben worden. Den. Buschlag auf ein Gebot von 87,12% erhielt eine Gruppe bestehend aus folgenden Firmen: Seehandlung, Darmstädter& ant, Berliner Discontogesellschaft, Bleichröder, Robert, Warschauer& Co., Pfälzische Bank, Allgemeine Deutsche Kreditanstalt, Badische Bant, S. Oppenheimer und Ephraim Mayer. m Frl. Riza Bajor, die am kommenden Mittwoch im Theaterverein zu Gießen als Medea auftritt, wird folgenden Tags die gleiche Rolle auch in Marburg spielen. In den Schaufenstern der Herren Challier, Frees und Hochstätter sind Bilder der Künstlerin in verschiedenen Rollen, als Medea, Sappho Hero, Monna Vanna und Stella, ausgestellt. *** Morgen Sonntag Nachmittag gibt die auf das Vorteilhafteste bekannte Kapelle des Husaren- Regiments Nr. 13 aus Mainz in Stein's Garten Gießen ein Konzert. Freunde der Militär- Musik seien daher auf dieses Konzert hingewiesen. r. Grünberg, 7. Jan. In der Nacht zum Donnerstag lagerte hier ein Trupp Ziegeuner. Die braunen Gesellen schliefen auf etwas Stroh unter ihren Wagen, während den Frauen und kleinsten Kindern der Platz in demselben vorbehalten war. Am nächsten Vormittag wurden die Ziegeuner durch die Gendarmerie zum Weiterziehen veranlaßt. + Duedborn, 7. Januar. Vor einigen Tagen bot fich Passanten ein eigenartiges Schauspiel, indem ein nach Frankfurt bestimmter Heuwagen ins Schwanken tam und umstürzte. Glücklicherweise ist niemand dabei berlegt worden. § Laubach, 6. Januar. Dem Gerichtsassessor Birnbaum ist unter Ernennung zum Gräfl. Kammerdirektor die Leitung der Gräft. Rentkammer und Generalfasse an Stelle des am 1. Januar von seinen Bosten zurückgetretenen Kammerrats Bröckelmann übertragen. E Laubach, 6. Januar. Man schreibt uns: Also am Montag sollen im Grünberger Gemeinderate die Würfel fallen, ob Grünberg die Bahn Lich- Grünberg haben soll oder nicht. Für Fernstehende ist der Widerstand des Grünberger Gemeinderates unverständlich. Der Stadt Laubach, besonders den Geschäften fönnte es nur erwünscht sein, wenn das wohlhabende Land durch die Bahn mit Laubach, ftatt mit Grünberg verbunden würde. Lehnheim. Kleine Ursamen, große Wirt ungen. Anfangs dieser Woche zog sich der Nachtwächter 5. Papst dabier an dem Daumen der rechten Hand eine geringfügige Berlegung zu, der er weiter feine Beachtung beilegte, sondern seinen Funktionen in gewohnter Beise naging. Einem Kaninchen, das ein Geschwür hatte, drückte dieses aus und hierbei muß er nun seine Wunde mit Dem Eiter des Tieres in Berührung gebracht haben, denn alsbald trat bei ihm eine höchst gefährliche Blutvergiftung ein, sobaß man Tage lang an seinem Austommen zweifelte. Jezt hat ihn ärztliche Kunst der unmittelbaren Gefahr entzogen. + Krofdorf, 6. Jan. Der Gemeindeförster Lucas, belcher, wie berichtet, infolge eines Unglücksfalls einen schnellen Teb gefunden hat, wurde gestern unter großer BeGeborene. Am 26. Dez. Dem Schneider Johannes Find ein Sohn, Johannes Heinrich Willy. 28. Schneider Wilhelm Roll ein Sohn, Emil. Eisendreher Gustav Heinrich Krausch eine Tochter, Helene Luise. 30. Schuhmacher Theodor Judi eine Tochter, Mathilde. 31. Taglöhner Ludwig Pfeiffer, eine Tochter. Am 1. Jan. Cigarrenfabrikanten Carl Schneider ein Sohn. Fuhrmann Heinrich Seibel ein Sohn, Georg Heinrich. 3. Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tochter, Johanna Erneftine. Lokomotivhilfsheizer Johann Schäfer ein Sohn. 5. Universitätsbuchhändler Alfred Töpelmann eine Tochter. 6. Oberfüfer Carl Christian Bsuno ein Sohn, Georg Alfred Wilhelm. teiligung der Einwohnerschaft, seiner Berufsgenossen, des| Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. hiesigen Kriegervereins, des Vorstands des Kreistriegervereins und des Gießener Jägerverein zur letzten Ruhe gebracht. Niemals bewegte sich ein so imposanter und langer Leichen Aus der weitesten Umgegend zug durch unseren Ort. waren Verwandte, Bekannte und sonst dem Verstorbenen im Leben Nahegestandene herbeigeeilt, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. In dem Trauerzug bemerkte man u. a. den Vorsitzenden des Kreisfriegerverbandes, Hauptmann der Landwehr und Bürgermeister Hardt- Groß- Rechtenbach und bie beiden Hauptleute Rücker und Mohr- Gießen. Kommerzienrat Gail- Gießen und Landrat Sartoring Wetzlar hatten recht aufrichtig schriftlich ihre Teilnahme der Witwe entboten. Am Grabe rief der stellvertretende Bürgermeister von Krofdorf, der Kreissekretär Emeyl, dem Verstorbenen warme Borte nach. Auch auf dem schriftlichen Wege ist der Familie Lufas eine ungemein große Anzahl Beileidsbezeugungen übermittelt worden. Ueber den Lebenslauf des Verstorbenen erfahren wir: Lucas wurde geboren am 31. Oft. 1840 zu Gehlweiler( Kreis Simmern). Am 1. Oktober 1858 trat er in das Rheinische Jägerbataillon zu Weßlar ein, von wo er am 1. Dezember 1862 Förster in Ermenach( Kreis Zell) und am 1. Mai 1863 Gemeindeförster zu Krofdorf wurde, welche Stelle er bis zu seinem Tode ununterbrochen bekleidete. Der Verstorbene machte die Feldzüge von 1866 und 1870/71 mit. § Groß- Felda, 6. Januar. Daß das Handwerk an unserem Orte hoch in Blüte steht, beweist ein ehrender Auftrag, den der hiesige Sattlermeister Louis ölzing von dem Großherzog auf Anfertigung von Geschirrspezialitäten erhielt. Windecken. * Aus der Wetterau. Das der berühmten Glockengießerfamilie Bach zu Windecken gehörende Etablissement ußte neuerdings im Interesse verbesserten Kommunikationsberhältnisse einem Straßendurchbruche meichen. Mit der Niederlegung des Gebäudes verschwand wiederum ein bedeutungsbolles Stück des alten sagenumwobenen Städtchens Die jeweiligen Besizer der ehemals in ganz Deutschland bestrenommierten Glockengießerei Bach trugen fast zwei Jahrhunderte hindurch wegen ihrer weit und breit berühmten Glocken bei zur Begründung und Erhaltung des guten Rufes Windeckens. Schon vor 150 Jahren genoß Ansehen. Einen eklatanten Beleg für diese Tatsache bilden die Kunst der Familie Bach bedeutendes und wohlverdientes die im Jahre 1757 für die St. Peterstiche zu Mainz gelieferten 4 Glocken, die jetzt noch als das schönste Geläute ( N. Friedb. 3tg.) im Goldenen Mainz gelten. Stadttheater in Gießen. * Nullerl. Volksstück in 5 Aften von Carl Morre - Ein Volksstück mit all seinen Vorzügen und Schwächen echte und falsche Sentimentalität, Jauchzer, Nationalfoftüme, ein Körnchen Poesie und Wahrheit neben vielen Unmöglichkeiten, etwas Humor neben allerlei Wischen und spaßhaften Einfällen. Wie gewöhnlich, so stehen sich auch hier eine liebessehnsüchtige Jungfrau und ein Rabenvater mit granitenem Bauernschädel gegenüber, der Alte will nicht, daß seine Tochter einen Knecht nebenbei bemerkt einen Prachtfert und Musterexemplar von Bediensteten liebt, die Sache zwischen den jungen Leutchen wäre auch sicher niemals eine Sache" geworden, wenn nicht über dem Pärchen's Nullert", ein armes, aber grundehrliches Männchen als glücklicher Stern geleuchtet und guter Geist gewaltet hätte. Dieser Rettungsanter und-engel, der mit wunderbarer Präzisität immer dann erscheint, wenn er gebraucht wird, wurde von Herrn de Giorgi in meisterhafter Weise dargestellt. Der talentvolle Künstler hat mit dem Nullerl dem Kranze seiner Leißungen neue Lorbeeren angefügt ganz abgesehen davon, daß die gesungene Einlage-„ die Welt ist ein Narrenhaus" sehr warm aufgenommen wurde und namentlich die beiden Lokalverse darin stürmischen Beifall fanden. Fri. Gartner traf den Ton der unglücklich liebenden, aber gehorsamen Bauerntochter meist recht gut, einmal war sie von entzückender Laune, wie auch manches nicht einfach genug, zu theatralisch flang, ebenso fonnte sich Herr Sandorf, der den überbraven Knecht Bertel mimte, etwas spät von der Salontirolermanier loslöses. Emen Geden, wie er im Buche oder vielmehr im Wigblatte steht, mit all dem nun einmal dazu gehörigen einfältig faden etue lieferte Herr Lütt johann, Herr Linzen war als Bater so hart, wie er nur sein sollte und Frl. Dülfer gab sich alle Mühe, eine gute Tochter und halbwegs treue Gattin zu repräsentieren. Im Dialekt ziemlich Hessisch angehaucht, mitunter auch nicht flott genug war der Schnurrer des Herrn Kreysing und Herr Andreas eignet sich für eine Sauernrolle nicht besonders er bringt zuviel sicheres Auftreten und gefällige Manieren mit. Die übrigen Darsteller taten größtenteils ihre Schuldigkeit, einige fleine Entgleisungen konnten den günstigen Gesamteindruck nicht verwischen und wenn auch die Gefänge mitunter etwas allzu„ fteiris" flangen- auch von der Souffleuse haben wir leider nicht alles verstanden so beeinträchtigte dies den Erfolg boch feineswegs, wofür das gut besuchte Haus einen sprechenden, bezw. flatschenden Beweis lieferte. - - Saalbau zur Linde, Lollar. Nächsten Sonntag, den 8. Januar 1905 von abends 8 Uhr ab H. H. Zahnklinik Gießen, Bahnhofstraße 63. Wochentags 1-3 Uhr Unbemittelte unentgeltlich. Grosses Militär- Konzert Militär- Konzert Stud weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. der Kapelle des Mainzer Husaren- Regiments( König Humbert von Geschäftsstunden von 8-1 Italien) Nr. 13. bon 3-6 Uhr Eintrittstarten: im Vorverkauf 1. Platz 50 Pfg., 2. Plak 30 Pfg.; abends an gu mieten gesucht: der Kaffe 1. Plaz 60 Pfg., 2. Platz 40 Pfg. Es sind zu vermiet.: 44 Wohnung. bon 1 bis 8 Sim. 1 möbl. Sim. Zu mieten gesucht: 46 Wohnungen von 1 bts 7 Zimmern. Aufgebote. Am 29. Dez. Nathan Buttenwieser, Staufmann in Heidenheim mit Elisabethe Anna Schmiermund dahier. Am 2. Jan. Wilhelm Klein, Postbote dahier mit Anna Juliane Hein in Unterelsbach. 6. Karl Konrad Rau, Maler und Lackierer dahier mit Berta Ida Dtto hierselbst. Eheschließungen. Am 31. Dez. Hermann Euler, Megger dahier mit Katharine Büttner, gen. Fischer hierselbst. Albert Heinrich Bierau, Dachdecker dahier mit Anna Jansen hierselbst. m 2. Jan. Wilhelm Kolb, Lehramteassessor in Nidda mit Marie Johanna Mathilde Nordmann dahier. 4. Ludwig Schwarz, Gefangenaufseher in Eberbach mit Elisa Volpert in Wiesbaden. 5. Mor Schießel, Hoboist- Sergeant dahier mit Margarete Druschte hierselbst. Gestorbene. Am 30. Dez. Philipp Seib, 62 Jahre alt, Schulrat i. B. dahier. Am 3. Jan. Bogel, gen. Rosalie Meyer, 87 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Margarete Bär, geb. Grünebaum, 86 Jahre alt, Rentnerin dahier. Dr. Johann Georg Pflug, 69 Jahre alt, Professor i. B. dahier. Gießener landwirts@ aftlicher Wettervtenft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 8. Januar. Woltig, starfwindig, erheblich kälter, noch geringe Niederschläge:( meist Schnee.) Aussicht auf Frost. Marktberichte. Steken, 7. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per fb. 080-0.90 Rt., Hühnereter per Stüd 8-9 Bfg., Enteneler St. 7 Bfg., Käse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 38 Bfg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, ver Stüd 0.80 1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 g., Ochsenfleisch per fb. 70-80 fg., Rindfletsch ber fb. 62-68 fg. pet fb. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fleisch gesalzen per Bjund 0.76 Bfg., albfleisch per Pfb. 70-74 Pfg. Sammelfletsch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 6. 6 50 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00--10.00, Weiskraut 10-15 f. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mt. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüffe 100 St. 25-30 Pfg. Mulch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktjeti von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marttzett überhaupt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umberzieben fetlgeboten werden. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentelle Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid zu Gießen. M Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Technikum Mitweida bei. Königlich Preussische Staats- Medaille| Seidenstoffe schwarze weisse farbige in unvergleichlich reicher Auswahl. Jmmer die neuesten und schönsten. Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs- Medaillen, 6 Hoflieferanten Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Mech. Seidenstoff- Weberei Michels& Cle. Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Proben portofrei Freibank. Kuhfleisch 45 Pfg. Heute und Montag. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. Unzählige Anerkennungen aus aller Welt bestätigen, daß es bei Husten, Heiserkeit, Hals- und Brustleiden, Verschleimung( Katharrh), Keuchhusten, kein dergl. Mittel giebt, welches sich auch nur annähernd mit den segensreichen Eigenschaften des Rheinischen Trauben- Bruft- Honigs Vorvergleichen könnte. rätig à Fl. 0,60, 1, 1½ und 3 mit. bet C. G. Kleinhenn, Delikatessen u. Kolonialw. in Gieken, Bahnhofstr. 59. Schweine versicherungs- Verein Gießen. Dien stag, den 17. Januar 1905, abends 8 Uhr bei Wirt Sauer, Neustadt Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Jechnungsbericht. 3. Erledigung etwaiger eingegangener schriftlicher Anträge. 4. Ergänzungswahl. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieber wird gebeten. Der Vorstand. Carl Stückrath Möbelfabrik FRES 1971 8 Ederstrasse 8. Geschäftsgründung 1868. Nr. 6. Ob Giessen, Asterweg 47. Einfachste wie reiche Möbel Dekorationen Wohnungs- Einrichtungen Allerbilligste Preise. solidester Ausfahrung in grosser Auswahl stets verrätig. Teppiche - Gardinon - - Bettfedern Lincloum Steng reelle Bedienung. - Fertige Betten Franko- Lieferung. Eigene Finchder-, Palstar Dekoration Werkstätten für Neu- Anfertigung, Aufarbeitung, Anbringen von Gardinen etc. etc. Dankjagung. Für die wohltuenden Beweise, der so reichlichen und herzlichen Teilnahme, anläßlich des uns so plötzlich betroffenen schweren Verluftes unsres teuern Entschlafenen, des Herrn Försters Joseph Lucas für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Anteper, die vielen Kranzspenden, das so zahlreiche Grabgeleite von Nah und Fern, wie für die ehrende Beteiligung seitens der Behörden, Vereine und Deputationen sagt innigsten Dank. Krofdorf, 7. Jan. 1905. Die tieftrauernde Familie Lucas. Bekanntmachung. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß die Vorschriften der Melde Ordnung, wonach jeder Zu- und Wegzug, sowie jeder Wohnungswechsel alsbald anzumelden ist, nur in wenigen Fällen erfüllt werden. Wir bringen deshalb nachstehend die in Betracht kommenden Bestimmungen in Erinnerung mit dem Anfügen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, in allen Fällen der Unterlassung der rechtzeitigen An- und Abmeldung Strafauzeige zu erheben. Gießen, den 4. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Auszug aus der Meldeordnung für die Provinzialhauptstant Gießen. Zur Meldung bei dem Polizeiamte find verpflichtet: 1. Wer in die Gemeinde Gießen einzieht, um in derselben seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen, unter Vorlage der ihm von seinem bisherigen Wohnorte erteilten Abmeldebescheinigung binnen 8 Tagen vom Tage des Einzugs an( Art. 1 des Gesezes vom 4. Dezember 1874). 2) Wer aus der Gemeinde Gießen wegzieht, um seinen gewöhnlichen Aufenthalt aufzugeben, unter Angabe des Orts, an den er verzieht, vor dem Wegzuge ( Art. 2 des genannten Gesezes). Giessener Freiw. Feuerwehr. Montag, d. 9. Jan. 1905. abends 8% Uhr Monats= Versammlung bei Kamerad Adolf Vogt Sonnenstraße. Bollzähliges Erscheinen dringend 3) Diejenigen, welche der in die Gemeinde Gießen einziehenden oder aus derselben wegziehenden Person Wohnung und Unterkommen gewährt haben, sofern die An- und Abmeldung durch den zunächst Verpflichteten nicht selbst geschehen ist, binnen 10 Tagen nach deren Einzug oder Wegzug( Art. 4 des genannten Gesetzes). erwünscht. Das Kommando. # Neuer Saalbau Gießen Steins Garten. Sonntag, den 8. Januar: Grosses Extra- Militär- Konzert ausgeführt von der gesamten Kapelle des Husaren- Regiments( König Humbert von Jtalien) Dr. 13 ... aus mainz.... unter persönlicher Leitung thres Stabstrompeters Herrn Heinrich. Eintritt 50 Pfg. Hilfe* 4.Bluftod.Timerman Anfang 4 Uhr. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Für die am 20. Januar stattfindende Wahl der Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in§ 25 Beifizer für das Kaufmannsgericht Gießen find nach der Wehrordnung werdeu alle im Jahre 1885 geborenen stehende drei Vorschlagslisten rechtzeitig eingegangen und Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welche dieses Alter nicht zu beanstanden. bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der Musterung in 1904 zurüc gestellt worden sind und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehr linge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, htermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekrutierungsstamincolle in der Zeit vom a) Vorschlagsliste für Beifizer aus den selbständigen Kaufleuten. 1. Georg Emil Möhl, Teilhaber der Firma Joh. Balth. Noll. 2. August Noll, Bahnhofstraße 51. 3. Franz Holterhoff, Inhaber der Firma A. Holterhoff Söhne. 4. Moritz Strauß, Teilhaber der Firma Golden berg und Markus. b. Borschlagslisten für Beisitzer aus den Handlungsgehilfen: 1. Liste: 1. Hugo Engel, bei der Bank für Handel und Industrie, Depofitenkasse Gießen. 2. H. W. Horft, bei der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke. 3. Karl Hosch, im Hause Hermann Mettenheimer. 4. Hermann Will, bei der Brühl'schen Druckeret. 2. Liste. 1. Hermann Will bei der Brühl'schen Truckerei. 2. Abraham Hofmann, im Hause Jakob Grünewald. 3. Wilhelm Rühl, im Hause Schaffstaedt. 4. Heinrich Emrich im Hause K. Küchel. Gießen, den 6. Januar 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Bestehender Bestimmung gemäß bringen wir nach stehenden Gebührentarif der hiesigen Gesindevermieterinnen und Stellenvermittler zum Abdruck. Die Gebühr einer Gesindevermieterin beträgt: 1. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 Mk. ( Frau Piger Mt. 3) 2. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts 7 Mt. 4) Hauseigentümer von dem in ihren Häusern durch Einzug oder Auszug vorgehenden Wechsel, das Local mag zum persönlichen Aufenthalt oder nur zum Geschäftsbetrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren, beziv. fünftigen Wohnung des Ein- oder Ausziehenden binnen 8 Tagen nach dem Ein- oder Auszuge. Zu gleicher Anzeige find Hauptmieter ganzer Häuser wovon oder einzelner Teile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermieter abgeben. Die ( Frau Geisel, Opper und Pizzer 5 Mark.) der Dienstbote jeweils Mt. 2 zu entrichten hat. Gebühr des Stellenbermittlers Germann beträgt: Für einen 1. Gesellen Mr. 3, 2. " M " " 2, 3. 1,50 " " Н " Bei unter obrigkeitlicher oder sonstiger Verwaltung befindlichen Gebäuden ist der Verwalter statt des Eigentümers für die Anzeige verantwortlich( Artikel 85 des wovon Meister und Geselle je die Hälfte zu entrichten haben. Polizeistrafgesezes). Gießen, den 5. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. 5) Wer innerhalb der Gemeinde Gießen seine eigene oder gemietete Wohnung verändert unter Angabe der verlassenen, sowie der neubezogenen Wohnung, insofern die Meldung nicht bereits durch den nach 4) zu GiessenerFischbaus nächst Verpflichteten erfolgt ist, binnen 10 Tagen nach der Wohnungsänderung( Art. 7 des Gesetzes bom 4. Dezember 1874). Sonnenstraße 30. Täglich leb. frische Schellfische Hasenfelle 15. Januar bis 1. Februar d. J. bei der Bürgermeisteret dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, wenn sie dahier nicht geboren find, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffen. den Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits an einer früheren Musterung teilgenommen haben, thren Losungsschein vorzulegen. Cablian, sowie sämtliche Seefische Fitis-, Marder, Otternfelle Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, sich zu ge wärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tageu belegt von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung 2c. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32. pos. 2. Lit. a. b. c. d. e. f. und g. der Wehrorde nung rechtzeitig bei der Bürgermeisteret dahier vorzu bringen sind; verspätete Gesuche können feine Berücksichtung finden. Gießen, den 6. Januar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Frische, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz-, Koch, Hopew- u. Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorseher, Verdampffchalen, Feuergeräteständer, Kohlenfüller und-aften, Kohlenlöffel, Stocheisen, Asch- und Mülleimer. Wasch-, Wring- und Mangelmaschinen, Dezimal-, Tafel- und Wirtschaftswagen, Fleischhack-, Reib- u. Messerputzmaschinen, Vogelkäfige und Züchter- Utensilien, Fischereigeräte, Bürsten, Besen und Türvorlagen, Flechtrohr und Baffiabast. Werkzeuge, Beschläge, Eisen-, Kurz- und Solinger Stahlwaren empfiehlt Edgar Borrmann, Giessen Telephon 298. Eisenhandlung. 6) Diejenigen, welche andere bei sich in Schlaf- in allen Breislagen. Sämtliche tauft zu hohen Preisen. Ankauf Verkauf stellen aufnehmen, von jeder Aufnahme binnen 24 Lahuftiche, wie Hechte, Karpfen, Weißfische zc. ftets leb. zu haben Stunden( Art. 85 des Polizeiftrafgesetzes). bei M. Simon. Brompter Verfandt nach Wuswärts. Ingenieurschule zu Mannheim Städtisch subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos. 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