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Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Vermählungsfeier am Kaiferhof. Der Kirchgang. An die glanz- und prunkvollen Stunden des Einzugs tages der Herzoginbraut reihte sich am Sonntag ernste Sammlung und Erbauung. Am Vormittag wohnten das Kaiserpaar, der Kronprinz und seine Braut, die fürstlichen Gäste und die Deputationen der fremden Staaten, die Wür denträger des Staates, des Hofes, der Armee und der Marine nach ehrwürdigem Herkommen dem Gottesdienste im Dome bei. 11m 9½ Uhr begann die Auffahrt, der Lust garten und die angrenzenden Straßen waren bereits lange vorher von einer dichten Menschenmenge besetzt. Die be fannten Fürstlichkeiten wurden mit Zurufen begrüßt, laut und stürmisch gestaltete sich der Jubel, als der Kaiser und der Kronprinz zu Fuß dem Dom zuschritten. Die übrigen faiserlichen Prinzen schlossen sich an. Die Kaiserin fam mit der Prinzessin Viktoria Luise im Galawagen, so dann ebenfalls im Prunkwagen die Braut, Herzogin Cecilie mit der Großherzogin- Mutter. Die Kaiserin war in hellgrüner, Herzogin Cecilie in zartrosa Toilette. Als der Kaiser und die Prinzen mit den Damen die Hofempore betraten, intonierte der Domchor den 47. Psalm Frohlocket mit Händen alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall". Die Festpredigt hielt Oberhofprediger D. Dryander. Nach Beendigung des Gottesdienstes kehrte die hohe Festgesellschaft unter den jubelnden Zurufen der Menge ins Schloß zurück. Galatafel und Fackelzug. Um 8 Uhr abends begann im Weißen Saale des königlichen Schlosses die Galatafel. Alle anwesenden Fürstlichfeiten, Sondergesandtschaften, Minister, Generäle und Admiräle, die Mitglieder des Bundesrates, die Präsidenten des Reichstages und beider Häuser des Landtages nahmen daran teil. Beim feierlichen Einzuge in den Saal schritt das Brautpaar voran, es folgte der Kaiser mit der Großherzin Anastasia, der Großherzog von Mecklenburg mit der Kaiserin und sodann die übrigen Gäste. Der von der Verliner Studentenschaft dargebrachte Fackelzug bog um 9% Uhr auf den Play vor dem Opernhause ein und unter den schmetternden Weisen der Militärkapellen nahmen die Fackeltröger vor dem Schloß Aufstellung. Es war ein überaus imposanter und prächtiger Anblick, lohten doch nicht weniger als 7000 Fackeln zum nächtlichen Himmel empor. Vor dem Schlosse wurde die Nationalhymne angestimmt. Die fürstlichen Gäste traten an die geöffneten Fenster des zweiten Stockwerks. Auf dem Balkon sah man zeitweise den Kaiser. Der Kronprinz hatte sich mit seiner Braut auf den Balkon an der Schloßapotheke aufgestellt. Der folgende Vorbeimarsch dauerte über eine Stunde und erst gegen 10% Uhr fam der Schluß des Zuges vorüber. Im Kasernenhof wurden die Jackeln unter studentischen Gesängen zusammengeworfen. Die Empfänge der Deputationen, Familientafel und Festvorstellung. Montag morgen 11 Uhr begannen die Empfänge der Deputationez des Landes durch das kronprinzliche Brautpaar. Erschienen waren u. a. die Präsidien des Reichstages, des Herrenhauses, des Abgeordnetenhauses, Gesandtschaften der Hansastädte, Abordnungen der Königl. Preuß. Akademie der Wissenschaften, der Universitäten, der Provinzen, sonstiger Landes- und Kommunalverbände, der Armee, der Studenten usw. Dabei wurden die zahlreichen und prächtigen Geschenke der Provinzen und sonstigen Korporationen überreicht. Um 6½ Uhr begann Familietafel in der Bildergalerie des königlichen Schloffes, um 8 Uhr die Festorstellung im Opernhause. Der Krieg in Oftafien. Nach den blutigen Ereignissen in der Koreastraße, in der Admiral Togo mit wuchtigen Schlägen Rußlands letzte Hoffnung, die baltische Flotte, zertrümmerte, beginnen die Friedensfreunde wieder ihr Werk. Sie halten jetzt die russische Regierung für gedemütigt genug, um mit Erfolg den Frieden predigen zu können. Ob ihre Worte aber in Petersburg offene Ohren finden werden, ist mehr als zweifelhaft. Schon wird von dort über neue Rüstungen berichtet, die unmittelbar bevorstehen. Es heißt, vier Armeekorps sollen mobilisiert werden. Das klingt nicht gerade wie Friedensschalmeien und eröffnet den Bemühungen der Friedensvermittler keine guten Chancen. Roosevelt als Friedensvermittler. An der Spitze derjenigen, die Rußland ihre guten Dienste zur Beilegung des mörderischen Zwistes mit Japan anbieten, steht Präsident Roosevelt. Er hatte mit dem russischen Botschafter in Washington, Grafen Cassini, eine eingehende Unterredung, in der er ihm sein herzliches Verlangen fundgab, als Freund Rußland einen Dienst zu erweisen, sobald es, den Wünschen der gesamten zivilisierten Welt entsprechend und durch Gründe der Humanität geleitet, suchen würde, Frieden zu schließen. Wie aus dem nachstehenden Telegramm über Einzelheiten der Unterreduna hervorgeht, soll Roosevelt bereits auch über die Friedensbedingungen Japans unterrichtet sein. Aus Washington wird gemeldet: Der Präsident habe seine Dienste in jeder Art, wie sie Rußland annehmbar sein würden, zur Verfügung gestellt, ebensowohl als Vermittler wie auch als Unterhändler zwischen den Krieg führenden. In allgemeinen Umrissen habe Roosevelt dem Botschafter Cassini auch von den Bedingungen Kenntnis gegeben, die Japan stellen würde, habe aber gleichzeitig erklärt, er halte es zurzeit nicht ebenso wichtig Rußland die Ansprüche Japans zu unterbreiten, als Rußland seine Lage erkennen zu lassen und diesem Lande den Wunsch anzudeuten, auf die Stimmen der Welt zu hören und den aussichtslosen Krieg zu beendigen. Graf Cassini hat für die guten Absichten Roosevelts mit verbindlichem Dant quittiert, hat aber für seine Person erflärt, er glaube nicht, daß der gegenwärtige Augenblick für Friedensverhandlungen günstig sei. Rußland verliere nichts, wenn es warte. Troß dieses wenig versprechenden Prognostikons hat es Präsident Roosevelt doch für angezeigt gehalten, den Botschafter der Vereinigten Staaten in Petersburg v. Lengerfe- Meyer zu beauftragen, der russischen Regierung seine Ansichten über die Stellung Japans zur Friedensfrage zu unterbreiten. Es scheint also fast, als wollte der Sieger dem Besiegten Brücken bauen, um zu einer Verständigung zu gelangen. Als weiteres Symptom der Geneigtheit Japans, in Friedensverhandlungen einzutreten und verhältnismäßig günstige Bedingungen zu stellen, wird die Freilassung Nebogatows betrachtet. Aus Tokio wird nämlich Londoner Blättern gemeldet: Der Mikado hat Befehl gegeben, daß Nebogatom freigelassen werde, um dem Kaiser Nikolaus einen Bericht über die Schlacht und die Verlustliste zu überbringen. Man hofft sicherlich in Tokio, daß dem Zaren durch die Berichte über die furchtbaren Einzelheiten der Niederlage, die die völlige Ohnmacht der russischen Flotte ergeben, die Augen darüber aufgehen werden, daß ein weiteres Blutvergießen zwecklos sein würde. Verfehlt wäre es aber, auf ein zu großes Entgegenkommen seitens der japanischen Regierung zu schließen. Die Früchte seines Sieges wird Japan fich bei einem etwaigen Friedensschluß diesmal nicht entreißen lassen, wie s. 3t. im Frieden von Schimonoseki mit China. Seine Staatsmänner verlangen eine völlige Garantie der japanischen Vorherrschaft im Osten. Admiral Roschdjestwensky soll sich auf dem Wege der Genesung befinden, wie seiner Gattin durch einen Brief der Oberleitung des Lazaretts in Saselo mitgeteilt wurde. Der Admiral soll nach den Be richten japanischer Augenzeugen, obgleich aus mehreren Bunden blutend, bis zum legten Moment auf der Kommandobrücke des Fürst Ssuwarow" ausgehalten haben. Als dieser in den Fluten verschwand, begab sich der Admiral mit acht anderen Offizieren an Bord des Torpedobootzerstörers Biredovy", der sofort zum Ziel mörderischen Feuers seitens der Japaner gemacht wurde. Als der„ Biredovy" endlich die Flagge streichen mußte, fand man Roschdjestwensky im untersten Raum bewußtlos, Kopf und Brust mit Blut überströmt. Er war auch auf dem„ Biedovy" mehrfach verwundet worden. Die Friedensaktion, die Präsident Roosevelt durch den Gesandten der Vereinigten Staaten in Petersburg hat er öffnen lassen, scheint in der Nema auf menig Gegenliche 311 stoßen. Wie es heißt, ist die russische Regierung zur Fort. setzung des Krieges bis zum äußersten entschlossen. Ein außerordentlicher russischer Ministerrat murde in Zarskoje- Sielo abgehalten und kam dem Verneh men nach zu wichtigen Beschlüssen, die in folgendem Te gramm aus Petersburg mitgeteilt werden: Der Ministerrat in 3arskoje- Sielo riet dem Zaren zur Fortsetzung des Krieges. Der Zar war völlig mit diesem Vorschlag einverstanden. In einer eigens zu diesem Zmed einzuberufenden Landständeversammlung( Semski Sobor) soll die Sanktion des Volkswillens für diesen Plan unt zugleich die erforderlichen großen Mittel gesichert werden. Diese Nachricht ist geeignet, die bereits vor einigen Tagen gemeldeten Gerüchte von neuen großen Mobilisierungen zu bestätigen. Wie es jetzt heißt, follen 200 000 Mann in einer Es wirt Monat nach der Mandschurei entsandt werden. auch ohne Frage der Regierung gelingen, einen Semski So bor zusammenzutrommeln, der sich in heller Begeistering für die Fortsetzung des Kriegs bis aufs Messer auswricht Die wirkliche Volksstimmuma aber würde in dieser Shein. volksversammlung vergewaltigt werden. Sie ist höch be drückt und traurig. Es kam bereits in Petersburg selbst zv öffentlichen Demonstrationen gegen den Krieg. In einem großen Konzertsaal, in dem 5000 Perionen bersammelt waren, verlangte das Publikum anläßlich der Niederlage in der Korcastraße einen Trauermarich. Reden gegen den Krieg wurden gehalten. Namentlich das frühere Stadthaupt von Baku, Nowikow, betonte die Notwendigkeit, die Feindseligkeiten sofort einzustellen. Die Polizei drang in den Saal und wollte Monikom verhaften. Dabei kam e zum Handgemenge. Die Polizeimannschaften zogen blank, das Publikum verteidigte sich mit Stöcken und Stühlen, bis es schließlich flüchten mußte. Sowohl unter dem Publifum wie unter der Polizei gab es Verwundete, auch einige Schwerverwundete. Derartige Kundgebungen des Widerwillens, den breite Volksschichten gegen die Fortführung des blutigen Kampfes im fernen Osten hegen, werden die russische Regierung auf dem einmal fest ins Auge gefaßten Wege nicht aufhalten. Der russische Botschafter in Washington Graf Caffiri ic terredung mit Medic sich denn auch schon bemükigt, seine belt als völlig bedeutungslos hinzustellen. Roosevelt scheint mit der usurpierten Vermittlerrolle keine rechten Geitf mchen zu können. Toge bei Noschdjestwensky. Admiral Roschdjeſtmenskn, der verwundet im javaniichen Marinehospital zu Sasebo licat, wird von den siegreichen Geanern mit der größten Sorgfalt und Achtung bebandelt. Blühende Lorbeerzweige umrahmen sein Schmerzenslager und von allen Seiten werden ihm Sympathiebeweise dorge bracht. Auch Admiral Togo besuchte ihn. lobte die Tarfer. fcit und die zähe Ausdauer der Russen, welche sie im ambie an den Tag legten und sprach die Hoffnuna aus, daß Rosch. diestwensky bald nach Rukland werde zurückfchren können. Tief bewegt dankte Roschdiestwensky und beglückwünschte. Japan zu dem Mut und dem Patriotismus seiner Seeleute: der edie Chrafter der Sieger vermindere den Kimmer um die Niederlage. Nach einer Meldung sollen Roschdiestwens. fys Wunden brandia geworden sein, so daß eine Beinampu tation notwendig räre. Daß in der Seeschlacht in der Korcastraße Unterseeboote von Jen Javanern verwendet morden find. wird von russischer Geite weiter aufreht er halten. Ans Manila, wo orei in der Schlacht hart mitocnom. mene russische Schiffe cingetroffen find, wird gemeldet: Die Verluste der drei bier eingetroffenen russischen Schiffe betragen an Toten 22 Offiziere, 45 Manu, an Verwundeten 4 Offiziere, 131 Mann. Die Schriffe scheinen unter der Wasserlinie beschädigt zu sein, auch die Schorn steine waren durchlöchert und viele Kanonen unbranch. bar gemacht. Alle russischen Offiziere erffären, daß sich die Japaner einer großen Zahl Interizebocte bedienten, mit Hilfe derer Verwirrung verursacht und de russische Niederlage besiegelt wurde. Wie furchtbar die japanischen Sprenggeschoss, mögen fie nun von Torpedobooten oder Unterseebooten lanciert wor den sein, gewiitet haben, erjieht man aus der Tatsache, daß der von den Japanern nach Sasebo geichleppte russische Ban zer Nikolai" mehrere Löder von 3 Fuß. cines aber von 10 Fuß Breite an der Backbordjeite aufweit. Die Besatzungen der russischen Transportschiffe und ein Torpedojägers, die sich nach Wujung gerettet haben, we: Den auf Ehrenwort freigelassen werden, während ihre Schiffe in dem neutralen Hafen interniert bleiben. Ran erwartet in Wusung die Anfinit des japanischen Admirals Uriu. Die Grenelizenen an Bord des„ Orel". Mehrfach schon wurde behauptet, daß sich während der Seeschlacht in der Koreastraße an Bord des russischen Pan. zerschiffes Drel" furchtbare Greuelszenen abgespielt hät ten. Die Verwundeten jeien einfach über Bord geworfen worden, weil ihr Aechzen und Wehrlagen angeblich die Herzen der Seeleute deprimiert hätten. Jegt ecen diese Be. richte ihre volle Bestätigung durch die auf dem„ Drel" in Japan eingetroffenen Ueberlebenden. Sie erzählen:„ Der Kommandant gab Befehl, das Verdeck freizuhalten und die Berwundeten über Bord zu werfen. So wurden 150 von ihnen eine Beute des Meeres. Die Leichtverwundeten leiſteten diesen Befehl verzweifelten Widerstand und klammerten sich an Taue und Wände, um Barmherzigkeit flehend. Die Schwerverwundeten wälzten sich in ihrem Blute vom Plate, um ihrem Schicksal zu entgehen. Wir warfen sie alle ins Meer." Die Politik. Ein glänzender Erfolg der deutschen Marokkopolitik ist die endgültige Absage des Sultans an den französischen Gesandten Taillandier. Der Sultan weigert sich, in weitere Verhandlungen bezüglich der Reformvorschläge mit dem Vertreter Frankreichs allein einzutreten und verlangt deren Prüfung durch eine internationale Konferenz. Am bemerkenswertesten ist bei diesem Entschluß des Sultans der Umstand, daß er ihn faßte, ohne erst die mittlerweile erfclate Ankunft der englischen Gesandtschaft abzuwarten. - auf deren Unterstützung der franzosische Bevollmächtigte für feine Pläne rechnete. Es besteht kein Zweifel mehr daran, daß der Sultan in Uebereinstimmung mit den Wünschen seines Volkes die deutschen Vorschläge zur Regelung de Marokkofrage befolgen und vertreten wird. Zur Eicherung der Deutschen auf Samoa, die s. 3. in einer Petition an den Reichskanzler um tatkräftige Hilfe gegen einen befürchteten Aufstand der Eingeborenen baten. ist jetzt der Kreuzer" Condor" aus den australischen Gewässern nach Samoa beordert worden. Es soll die Einrichtung getroffen werden, daß von jetzt ab dauernd ein Kriegsschiff als Stationsschiff vor Samoa liegen wird. Damit dürfte jede Furcht vor Eingeborenenaufständen in der Zukunft schwinden * Was Kenner der südwestafrikanischen Verhältnisse befürchteten, als gemeldet wurde, daß Hendrik Witboi mit anderen Hottentottenkapitänen und ihrem Anhang auf englisches Gebiet entwichen sein sollten, findet jetzt seine amtlidje Bestätigung. Nach den neuesten Telegrammen aus Windhuk bereitet man sich in Aminuis und im Aurob- Tale auf Einfälle der Hottentotten von Lehufitu in Britisch- Betschuanaland aus vor. Sollte wirklich der Fall eintreten, daß die von den deutschen Truppen verfolgten Räuber auf englischen Territorien Unterschlupf gefunden haben, um sich zu neuen Freveltaten zu stärken, so könnte das Stoff zu ernsten diplomatischen Verwickelungen geben. Jedenfalls könnte man es den deutschen Truppenführern nicht übel nehmen, wenn sie die englische Grenze bei der Verfolgung des Feindes nicht mehr so peinlich respektieren würden wie bisher. Daß unsere braven Truppen ihre Pflicht weiterhin mit Energie und Aufopferung erfüllen, geht aus den Berichten über mehrere siegreiche Gefechte hervor, die von ihnen in den letzten Tagen des Mai geliefert wurden. Der bedeutendste Erfolg war am unteren Fischfluß die Zerstreuung der Bande des Bethanierhäuptlings Cornelius, die nach mehrstündigem Gefecht unter Verlust von 8 Toten und einer beträchtlichen Anzahl von Vich dem Oranje zugedrängt wurde. Die Verfolgung wird in Gilmärschen fortgesetzt, da nach Aussage seiner eigenen gefangenen Mutter auch Cornelius die Absicht hat, sich auf englisches Gebiet in Sicherheit zu bringen. Andauernder heftiger Sturm erhöhte in lezter Zeit die großen Schwierig. teiten des Heliographen- und Funkentelegraphendienstes. Hof und Gesellschaft. An die in Berlin zu den Hochzeitsfestlichkeiten eingetroffenen auswärtigen Würdenträger sind Orden sauszeichnungen in reicher Fülle verliehen. Die Führer der fremdländischen Delegationen erhielten meistens den Kronenorden erster Klasse, so auch der französische Bevollmächtigte Arogo, ebenso der Vertreter des Sultans, Turkhan Pascha und der Direktor Saita aus Japan. Dem Oberbürgermeister Kirschner und dem Bürgermeister Reicke von Berlin ist vom Großherzog von Mecklenburg- Schwerin das Großkomthurkreuz resp. das Komthurkreuz des Greifen- Ordens verliehen worden. Die Oberhofmeisterin der Kronprinzessin Cecilie, Frau Oberst von Tiele Winckler, ist vom Kaiser zur Freifrau erhoben. Vorsitzender: Begnügten Sie sich damit, daß der Willy Ihnen nur den Vornamen nannte? Angeklagter: Ich nannte mich ja auch nur Oskar. Vorsitzender: Fragten Sie auch nicht, welchen Beruf der Willy hatte? Angeklagter: Nein! Vorsitzender: Welchen Dialekt sprach der Willy? Angeklagter: Er war ein Deutscher( Heiterkeit). Nach einer Pause geht der Vorsitzende mit dem Angeklagten die Vorgänge bei der Ermordung des Pfarrers näher durch und macht ihm eine Reihe Vorhaltungen. Der Raubmord im katholischen Pfarrhaus zu Heldenbergen. ( Eigener Bericht.) Nachdruck verboten. Hg Gießen, den 5. Juni 1905. Vorsitzender: Sie haben heute gesagt, daß Sie ganz erschrocken waren. Früher haben Sie gesagt: ich ging vor, um den Pfarrer zurückzudrücken. Angeklagter: Das habe ich auch heute gesagt. Vorsitzender: Nein, Sie sagten heute, daß Sie vor Schreck sich nicht rühren konnten? Angeklagter: Ich war nur im Augenblick erschrocken, dann ging ich voran, um zu gucken, was vorgegangen set. Vorsitzender: Worüber waren Sie so erschrocken? Angeklagter: Ich dachte, daß er den Pfarrer umgetracht hat. Ich wollte zuspringen, aber ich habe den Ecinordeten gar nicht gesehen. Der Mord in Heldenbergen. Neben dem Gartenfenster des Pfarrhauses in Heldenbergen habe ein großes Faß gestanden. Der Willy habe ihm gesagt, er solle das Faß unter das Fenster ziehen, darauf si zuerst Willy durchgekrochen und er nach. Das Fenster sei so eng gewesen, daß sie sich gegenseitig durchhelfen Vorsitzender: Sie hatten doch Ihr Taschenlämpchen? Angeklagter: Daran habe ich nicht gedacht. Vorsitzender: Haben Sie nicht eine Zampe angezündet? mußten, er habe mit seiner elektrischen Taschenlaterne, die er sich in Köln angeschafft hatte, geleuchtet. Zuerst seien sie in das Eßzimmer gefommen. Da dort nichts war, gingen sie weiter. Willy habe sich gleich in das nächste Zimmer wenden wollen, er habe aber mit seiner Laterne ge= sehen, daß es ein Schlafzimmer set und da habe er gesagt: da dürfen wir nicht hinein, dort schläft der Angeklagter: Nein, der Willy wollte, aber er hat es nicht gethan. Ich ging schnell hinaus. Vorsitzender: Früher haben Sie gesagt: das alles wir das Werk von Sekunden, als wir merkten, daß der Pfarrer tot sei, wollte ich schnell hinaus, aber der Ally rief mir zu: bleib, nun nehmen wir alles Geld nilt. Wir zündeten eine Lampe an, die Willy herbetblahte. Wie reimt sich das mit Ihren heutigen Angeben zusammen? Angeklagter: Die Lampe hat er nicht angezündet. wenn ich wir" sagte, so meinte ich nur, daß wir doch zunmen waren. Vorsitzender: Sie haben dem Untersuchungsrichter zweimal gesagt, daß die Petroleumlampe angezündet worden sei? Angeklagter: Es ist aber nicht geschehen. Vorsitzender: In Aachen wurden Sie verhaftet? Angeklagter: Ja! Nachmittagssikang. nur weg, ich werbe Lorgung.) Angellogter ain, daß er den Be Bruge: Die anf den Roubmort wegen der Verteil waren, den R- vol ihm angegeben. Der Angefl aber dabei an fei Betreffenden alle Morgen( gegangen werden Es tritt dann die Mittagspause ein. Bei Beginn der Nachmittagspause ist der Andrang des Publikums noch stärker, als am Vormittag. Bet der enormen Hize herrschte eine geradezu unerträgliche Temperatur in dem von hunderten Menschen dicht gefüllten Schwurgerichtssaal. Vorsitzender: Hudde, weshalb haben Sie denn angegeben, daß Sie alle Sachen auf den Tisch gelegt, dirchsucht und alles Geld, das Sie finden fonnten, mitg.nommen hätten? Pfarrer. Darauf seien fie gegenüber in das Zimmer gegangen, hätten aber auch nichts gefunden. Schließlich seien sie in die Küche gekommen, wo sie Fleisch und Wein fanden. Damit habe er sich zur Haustüre wenden wollen; aber der Willy habe ihm erklärt: Nein, erst wollen wir Geld haben. Er lief dann in die Küche zurück und holte ein großes Messer. Jezt gingen wir ins Schlafzimmer des Pfarrers. Ich leuchtete ins Zimmer. Der Pfarrer schlief. Der Willy stellte sich an das Bett und ich hob den Deckel vom Schreibtisch hoch und suchte nach Geld. Ich hatte das Geld noch nicht herausgenommen, da hörte ich hinter meinem Rüden den Pfarrer Au schreien. Ich war so erschrocken, daß ich ganz bersteinert war. Ich wollte schnell weggehen, aber der Willy rief mir zu: jetzt ist doch alles borbet, nun gehen wir nicht eher weg, als bis wir alles Geld haben. Vorsitzender: Was dachten Sie sich dabei, als der Willy das sagte? Angeklagter: Es ist so, wie ich es heute an gegeben habe. Vorsitzender: Eine goldene Uhr haben Sie doch auch an sich genommen? Angeklagter: Ja, die hatte ich schon, bevor der Pfarrer Au schrie, im Schreibtisch gefunden. Der Vorsitzende, Landgerichtsrat Prätorius, läßt nach Wiederaufnahme der Verhandlungen den Angeklagten Hudde nochmals vortreten, um ihm noch einige Punkte vorzuhalten. Vorsitzender: Auch zwei silberne Uhren sind mitgenommen worden?. Angeklagter: Die hat Willy mitgenommen. Vorsitzender: Angeklagter, in welchem Umfang haben Sie Ihre Schuld zugegeben? Angeklagter: Die Diebstähle habe ich zugegeben. Borsigender: Haben Sie nicht hartnäckig geleugnet, in Heldenbergen überhaupt gewesen zu sein und behauptet, während des Novembers in Luxemburg gewesen zu sein? Angeklagter: Ich hatte die Absicht, die Wahrheit zu sagen, der Herr Oberstaatsanwalt aber ließ mich nicht zu Wort fommen und fuhr mich gleich an: Sie sind der Mörder! Da habe ich dann nicht alles gesagt. Vorsitzender: Der Herr Oberstaatsanwalt ist als ruhiger Mann bekannt, da ist nicht anzunehmen, daß er Sie nicht zu Wort gelassen hat, aber selbst das wäre tein Grund die Unwahrheit zu sagen. Sollte das Motiv nicht ein anderes gewesen sein? Angeklagter: Nein! Vorsitzender: Gerade durch Ihr Leugnen waren, wie Sie wissen werden, eingehendste Ermittelungen der Behörden am ganzen Rhein nötig und es gelang erst nach langem Mühen festzustellen, wo Sie sich aufgehalten haben. 3 Auch heute Damen der ftart vertreten f Man glaubt, bo führt werden w Als erster aus Klein- Schwa bember um 5% Rirde mit meine Meine Schwefter Ibie Rirchenflüffel Bber Meldung zuri feien. Es war Sefretär war auf fehlten. Mit di der Opferstod g Oberstaatsanwalt: Schon vorher hat der Angeklagte in Aachen der Kriminolpolizei genau dieselben Angaben ge macht und nur die Diebstähle mit Walter zugegeben. Das hat er dann hier wiederholt. Angeklagter: Das ist wohl richtig, aber ich hatte mir borgenommen, dem Herrn Oberstaatsanwalt die ganze Wahr. heit zu sagen; erst als ich so angefahren wurde, nahm ich davon Abstand. Der Vorsiz nde hält dem Angeklagten das von Blut und Roft bedeckte Rüchenmesser vor, mit dem Pfarrer Thöbes ermordet worden ist ich noch niemals gesehen. Der Angeklagte erklärt ganz ruhig: Das Messer habe Vorsitzender: Kennen Sie diese goldene Uhr? Angeklagter: Ja, die ist die des Herrn Pfarrer Thöbes. ( Bewegung.) Bernehmung des Angeklagten Otto Walter. Der zweite Angeklagte, Buschneider Otto Walter, ein blasser, hellblonder junger Mensch, macht seine Aussagen mit der größten Gelassenheit. Er ist wegen der mit Hudde gemeinschaftlich verübten Diebstähle in Herdorf und Wissen bereits abgeurteilt, wofür er in Neuwied 1 Jahr Zucht haus erhalten hat. Er hat sich jetzt nur noch wegen der Vorsitzender: Sie haben doch früher auch angegeben, Diebstähle in Heppenheim und Garbeck zu verantworten. daß Willy, ehe er die Lampe holte, sich die Hände gewaschen hat. Angeklagter: Ja! Vorsitzender: Das geschah alles im Dunklen? Angeklagter: Ja, ich bin dann sofort weggeangen und habe auf Willy draußen im Garten gewartet, bis der Willy kam. Ich hatte eine Flasche Wein mitgenommen, Willy brachte Speisen mit, das haben wir verzehrt und dann sagte Willy, daß ich denselben Weg, wie wir gekommen, zurückgehen sollte, hinter dem Dorf wolten wir uns treffen. Angeklagter: Na, daß er den Pfarrer tot gemacht hat. Willy sagte mir, ich sollte denselben Weg zurückgehen, hinter dem Pfarrhaus wollten wir uns wieder treffen. Als ich auf die Chauffee fam, stand er schon da. Hier haben wir das Geld geteilt, auf jeden famen etwas über 100 Mart. Dann gingen wir eine Strecke bis zu einem Wegweiser. Willy ging den Weg nach Griesheim, ich den nach Hanau. Am nächsten Morgen wollten wir uns in Frankfurt mit dem ersten Zug auf dem Bahnhof treffen. Ich war auch dort, aber Willy nicht. Da bin ich denn allein nach Mainz und Köln gefahren. Den Willy habe ich nicht mehr gesehen. Vorsitzender: Was bewog Sie, von Frankfurt wegzugehen? Vorsitzender: Wie lange blieb denn der Willy noch im Hause? Angeklagter: Etwa zehn Minuten. Vorsißender: Früher haben Sie gesagt: wir gingen, nachdem wir das Geld genommen hatten, hinaus. Angeklagter: Das ist dann ein Irrtum. Vorsitzender: Das Protokoll ist Ihnen doch vorgrfen worden. Wo teilten Sie die Beute? Angeklagter: Am Wegweiser beim Schein meiner Angeflagter: Das geschah ganz planlos. Vorsitzender: Haben Sie dem Willy gleich gesagt, daß Sie in katholische Pfarrhäuser einbrechen wollten? Angeklagter: Ja, das hatte ich bor. Laterne. Vorsitzender: Weshalb trennten Sie sich dort? Angeklagter: Ich war froh, daß ich ihn los war. Vorsitzender: Dann wundert es mich, daß Sie ihn ani nächsten Morgen wieder treffen wollten? Angeklagter: Ich wollte mich vergewissern, wo er in Frankfurt wohnte und wie er hieß. Hndwerksbursche? Vorsitzender: Wohnte? Ich denke, es war ein Angeklagter: Ja, aber er hatte mir auch gesagt, de ß er ein Verhältnis in Frankfurt habe und da nahm ich an, daß er dort wohnen würde. Vorsitzender: Wozu wollten Sie das wissen? Wolten Sie ihn wegen der Bluttat etwa anzeigen? doch wissen, woran ich mit ihm bin. Angeklagter: Anzeigen gerade nicht, aber ich wollte Oberstaatsanwalt Theobald: Der Angeklagte behauptet, daß er als die Hälfte der Beute nur 200 Muk erhalten hat. Der Betrag ist aber weit größer gewesen. Weggang noch mehr mitgenommen haben. Angeklagter: Dann muß der Willy nach meinem aber am Kreuzweg teilten, hat er mir nichts davon gesagt. Oberstaatsanwalt: Wovon hat denn der Angeklagte die ganze Zeit gelebt? Von den 100 Mark? Der Angeklagte ist in Berlin bereits mit einem Jahr Gefängnis und mehrfach wegen Unterschlagung und Beleidigung verurteilt worden. Zu den 11 Jahren Zuchthaus hat er noch in Biden wegen Einbruchsdiebstahls 6 Monate Zuchthaus Zusatzstrafe erhalten. Angeklagter: Jawohl, ich habe ja auch noch einen Diebstahl in Norath verübt, wobei ich 200 Mark erbeutete. Der Angeklagte giebt an: Hubde habe er in Landau in der Herberge fennen gelernt. Ec bestreitet, daß er mit Hudde Diebstähle verabredet habe, vielmehr hätten sie beide die Absicht gehabt, zu arbeiten. Vorsitzender: Die goldene Uhr haben Sie verkauft? Angeklagter: Nein, ich hatte sie in Köln versetzt, nach dem Diebstahl aber wieder eingelöst und später nochmals versetzt. Vorsitzender: Wozu hatten Sie sich denn einen Meißel getauft? Das ist doch kein Handwerkzeug für einen Schneider. Ich dachte Angeklagter: Hudde wußte davon nicht. nur vielleicht bietet sich mal eine günstige Gelegenheit zum Einbrechen. Vorsitzender: Nach dem ersten Diebstahl in Heppenheim haben Sie sich auch in Mannheim einen Revolver getauft. Wozu? Angeklagte: Um dann und wann mal unterwegs auf Spaßen zu schießen.( Heiterkeit.) Borsigender: Bu teinem anderen Zweck? Angeklagter: Wozu sollte ich ihn denn sonst gebrauchen? Vorsitzender: Wollten Sie nicht etwa bei Einbrüchen eine sichere Waffe in der Hand haben? Angeklagter: Nein. Vorsitzender: Wann haben Sie mit Hudde zum ersten Male den Entschluß gefaßt, speziell katholische Pfarrhäuser aufzusuchen? Angeklagter: Als es in Heppenheim so gut gegangen war, sagte Hudde, daß wir uns auf die katholischen Pfarrhäuser verlegen wollten. eine Kerze, die Safriftei eine v der Satriftei m lag alles bur gebrochen, da Der Kelch war gewesen. Der geöffnet worder berfchiebene Geg fehlte ein große Fräulein Bruders und fan weiteren Beweis näher. Vors. Die einzelnen Einbruchsdiebstähle schildert der Angeflagte Walter in gleicher Weise wie Hudde. Vorsitzender: Sind Sie nicht auch in voriger Woche in Hof wegen Einbruchsdiebstahl abgeurteilt worden? Angeklagter: Vor 8 Tagen. Mein Kollege ist verurteilt worden, ich bin freigesprochen. D. Staatsanwalt: Das stimmt nicht, die Verhandlung gegen den Angeklagten ist nur vertagt worden. Es bginnt dann die Zeugenvernehmung. Als erster Zeuge wird Kriminalkommissar Daniel aus Darmstadt vernommen, der sofort mit d Emittelungen beauftragt worden war. Als Beuge deo.t.c in Neuwied verhörte, habe er diesem ge fagt, daß pudde im Verdacht stehe, den Raubmord in Heldenbergen verübt zu haben. Walter habe ihn ersucht, ihm die Lage des Hauses zu schildern. Nachdem das geschehen, bab: Walter gesagt:„ Wenn das so liege, dann wird es pudde auch gewesen sein."( Bewegung) Bei anderer Gelegenheit habe Balter angegeben, daß Hudde ihm einmal gesagt: Kommt nns Jemand in den Weg, dann geh' Du - mit aller Beftin genommen wor mitgenommen. bruch in AleinJa. Vorf fein?-Hudd Ihnen, doch die 8euge tommen, Hudde: Ich Die Beug Proftituierte in flagten im Colo dem großen Ein Die beiden Fre hätten eines Dritten an ih Sie berlangte Hhr geblieben. Beugin: Hudi Flaschen Sett trafen uns no Weiden hatten gesellschaft ang für Dich feinen aus dem ganze iden Eindrudg ridtig fei" und Ich glaube, di Zeuge ist der furt a. M., der fundenfalidung befindet. Am bar nach dem Zeuge, der o in einer Wirts und ihn über Am nächsten W Bu gehen und ta Subde babe hin Du mit mir tom Bewegung.) 5 er habe ihn au Aurüdgeblieben, Bußten Sie, feinem Namen Detar. - 9 Bo Beuge: Nein, i heiße. Hubbe rzählte, daß er habe, der aber v ein Revolver w Dezember felbft Soft genommen en Abele gezeigt Jehabt. ften Male.- S aß man ein offenes Vorf: Bruge: Das Meffer mod: Jeber Me egung.) Water Ihrem Eib b Bor Borf: Hat der El Rourage batter eberhaftet? Bet Beginn Bublifums Der enormen Temperatur Iten Schwurs Storius, läßt en den An nur weg, ich werde schon allein fertig werken!"( Große Bewegung.) Angeklagter Walter: Das ist richtig. Ich nahm aber an, daß er den Betreffenden nur verhauen hätte. Beuge: Die Bemerkung geschah doch gerade in Bezug anf den Roubmord. Auch daß Hudde ihm einmal, als sie wegen der Verteilung von 500 Mart in Differenzen geraten waren, den Revolver auf die Brust gesetzt hätte, habe ihm angegeben. Der Angefl. Hubbe giebt die Aeußerung zu. Er habe aber dabei an fein Töten gedacht, sondern nur daß er den thm noch Betreffenden allein überwinden würde. Morgen( Dienstag) wird auf den Mord näher ein em Umfang egeben. geleugnet, in nb behauptet, n zu sein? Bahrheit zu gegangen werden. * Zweiter Verhandlungstag. Gießen, 6. Juni. Auch heute drängt sich das Publikum, unter denen die Damen der Gießener ersten Gesellschaftskreisen besonders nicht zu ftart vertreten find, in bichten Scharen in Buschauernur Man glaubt, daß die Beugenvernehmung heute zu Ende geführt werden wird. Sie find der t. ift als rubiger er Sie nicht ein Grund die ht ein andere waren, wie der Behörden nach langem aben. Angeklagte in Angaben ge gegeben. Das ich hatte mir e ganze Wahr rde, nahm if das von Aut Pfarrer obes Meffer habe 6r? rrer Thobes. Walter. tto alter, seine Aussagen der mit Hudde rf und Biffe Jahr Buch noch wegen de verantworten mit einem Jahr und Beleidigung Buchthaus hat 1 6 Monate er in Landau et, daß er mit hätten sie beide n einen Meißel ug für einen Ich dacht Belegenheit zum n Heppenheim wolver getauft unterwegs nft gebrauchen? bei Einbrüches dbe zum erften he Pfarrhäuser gut gegangen golischen Bur Dert der Ange origer Woche in rben? ge ift verurteilt Die Berhandlung en. bernommen, rden war. ber Als Als erster Zeuge wird heute früh Pfarrer Hartleib aus Klein- Schwalbach vernommen, der befundet: Am 9. November um 5% Uhr teilte mir der Küster mit, daß die Kirche mit meinen eigenen Schlüsseln geöffnet worden sei. Meine Schwefter lief hinunter in das Wohnzimmer, in dem die Kirchenschlüssel aufbewahrt werden. Sie tam sofort mit der Meldung zurück, daß die Diebe auch bei uns gewesen feien. Es waren alle Schubfächer herausgerissen, der Sekretär war aufgebrochen und die sämtlichen Kirchenschlüssel fehlten. Mit diesen waren die Kirche, die Sakristei und der Opferstod geöffnet worden. Auf dem Hochaltar lag eine Rerze, die angezündet gewesen war, ebenso lag in der Safriftei eine vom Hochaltar entnomme Kerze. Alle Schränke ber Safristei wurden geöffnet und durchsucht, auf dem Tisch lag alles durcheinander; ein Relch war auseinander gebrochen, das vergoldete Mittelstück fehlte. Der Kelch war in einem eisernen Wandschrank aufbewahrt gewesen. Der Schrank war ebenfalls mit einem Schlüssel geöffnet worden. Aus dem Pfarrhaus waren Geld und verschiedene Gegenstände entwendet worden. Aus der Küche fehlte ein großes Tranchirmesser. genommen worden ist. | - tommen. - - - - - brauche einen zünftigen Kollegen! Vors: Sprach er im Anschluß an den Vorschlag davon, latholische Pfarrhäuser aufzusuchen?- Zeuge: Nein, damit fam er erst am nächsten Tage heraus. Ober- Staatsanw. Theobald: Was mag Hudde unter einem„ ünftigen" Rollegen ver standen haben?- Beuge: Einen, der zu ihm hielt. Oberstaatsanw. Theobald: Was wollte Hudde auf dem Ost.bahnhof?-- Beuge Abele: Das hat er nicht gesagt. Ich fragte, wo er hinwolle, aber er gab mir keine Antwort. Erst furz bevor wir auseinander fomen, sagte er: Mir ist es ganz egal, wohin ich fomme; ich will blog aufs Land und in fatholische Pfarrhäuser! Angefl. Hudde: Als Abele mir vorschlug, bei im zu übernachten, sagte er noch, er wolle seine wirtin bestehlen und damit am nächsten Morgen verschwinden. 8'uge Abele( erregt): Das ist eine große Gemeinheit von dem Hudde, das ist gar nicht war. Hudde: Doch!- Eine längere Zeit nimmt die Beweisaufnahme über die Dauer des Aufenthaltes Huddes in Frankfurt a. M. in der Zeit zwischen dem Einbruch in der Klein- Schwalbacher Kirche und dem Heldenberger Mord, in Anspruch. Hubbe will am 9. und 10. November in Frantfurt gewesen sein und dabei auch einmal im Taunushotel übernachtet haben. Es werden darüber verschiedene Frankfurter Gastwirte, Oberfellner, eine Kellnerin 2c. vernommen. Schneider und Altwarenhändler Nelzner: Am 9. November abends sei der Angeklagte Hudde mit bloßem Kopf zu ihm gekommen, um eine filberne Uhr für 3,50 Mt. zu verkaufen. Er gab an, daß er nebenan in einer Wirtschaft gesessen habe und daß das Geld ausgegangen sei. Er habe die Uhr wieder zurücklaufen wollen, sei aber nicht mehr geDie Kellnerin Else Goldback bestätigt, daß Hubbe mit einem anderen Manne( Abele) bei ihr in der Wirtschaft den ganzen Nachmittag gesessen und gezecht habe. -Frau Stelzner: Der Mann, der die Uhr verkauft, habe noch einen Gegenstand, der aussah, wie ein Teil eines Kelches vorgegezeigt und sie gefragt, ob das Gold sei. Sie habe es aber als mitnahm. Kriminalfommissar Geiwiß: Am 6. Dezember wertlos bezeichnet, worauf der Mann den Gegenstand wieder Kriminalfommissar Geiwiß: Am 6. Dezember habe er im Berstedt gelegen, um Sudde, der in Frankfurt sein sollte, abzufassen. Es sei ein Mensch namens Abele zu ihm herangetreten und habe ihm erklärt, daß er Hudde kenne. Derselbe habe ihn verleiten wollen, Einbrüche zu verüben und habe ihn auf die Hanauer Landstraße mitnehmen wollen. Er sagte, er wüßte ein katholisches Pfarrhaus und brauche einen fouragierten Mann. Abele sagte weiter, daß. er zunächst auch mitgegangen sei, er sich dann aber doch überlegt habe und auf der Hanauer Landstraße umgekehrt sei! Kellner Büttner: Hudde habe in der Thielenhaus'schen Wirtschaft etwa für 7 Mark Zeche gemacht und nicht blos Abele, sondern auch andere Gäste freigehalten. Einige Tage später war Abele allein in der Wirtschaft. Derselbe las gerade in der Zeitung von dem HeldenOskar gewesen sein, mit dem ich neulich hier war. Der berger Mord und sagte: das wird wohl mein Freund hat mich verleiten wollen, mit ihm zu gehen; ich habe es aber nicht getan, weil er so dummes Zeug redete. Die weitere Zeugenvernehmung erstreckt sich auf den Weg, den Hudde von Frankfurt bis Heldenbergen eingeschlagen hat. Es wird dazu im Gerichtssaal eine große Wegefarte aufgestellt. Meggermeister SchaeferNiederdorfelden: Kurz vor dem Morde, den Tag wisse er nicht, habe ein gut geileideter Meggergeselle bet ihm angesprochen. Er habe demselben 5 Pfennige und ein Stück Blutwurst gegeben. Er habe dem Handwerksburschen gesagt: Na Du bist ja so gut genährt und haft so gute Klitsche( Kleidung) an( Heiterkeit), da ist es nett von Dir, daß Du auch mal auf dem Lande ansprichst! Willst Du auch arbeiten? Ich weiß einen Meister in Heldenbergen, bei dem hat sein Geselle Strike gemacht. Er gab mir feine rechte Antwort darauf, während ich Papier holen ging, um ihm die Adresse aufzuschreiben, war mein Hudde weg. Er rief mir noch Adieu zu( Stürmische Seiterkeit). den Angeklagten wieber? Beuge: Er war damals schlaufer und sieht heute besser genährt aus. Ich kann ihn nicht wieder erkennen. Auch die Ehefrau Schäfer vermag den Angeklagten nicht wiederzuerkennen. Der Angell. Sudde erklärt, daß er der Handwerksbursche gewesen sei. Es sei am Nachmittag vor dem Morde gewesen. Die Burst habe er mit Willy" geteilt. Die Beugen, ebenso noch andere, haben nur eine Person gesehen. Auch in einer Wirtschaft, in der Hudde auf dem Wege von Dorfelden nach Heldenbergen eingefehrt war und sich Brot hatte geben lassen, zu dem er die Brust verzehrte, ist er nur allein gesehen worden. Fräulein Julie Hartleib bestätigt die Angaben ihres Bruders und kam auf das entwendete Tranchirmesser, daß in der weiteren Beweisaufnahmen noch eine Rolle spielen wird, näher. Vors: Angefl. Hudde, Sie haben von Zeugen mit aller Bestimmtheit gehört, daß ein Tanchirmesser fort. Hudde: Ich habe kein Messer mitgenommen. Bors.: Sie geben doch aber zu, den Einbruch in Klein- Schwalbach allein verübt zu haben.- Hudde: Vors.: Wie soll denn das Messer weggekommen Ja. Hudde: Das weiß ich nicht.- Vors: Ich rate Ihnen, doch die Wahrheit zu sagen. Es wird ja noch ein Zeuge kommen, der das Messer bei Ihnen auch gesehen hat. Hudde: Ich weiß von dem Messer nichts. fein? - - - - - - Die Beugin Wilhelmine Ostertag, eine 29 jährige Brostituierte in Köln, hat die Bekanntschaft der beiden Angeflagten im Colosseum in Köln gemacht, als sie im Oktober nach dem großen Einbruch in Heppenheim nach Köln gekommen waren. Die beiden Fremden Hudde tennt sie genau wieder hätten eines Nachts in Begleitung eines unbekannten Dritten an ihre Wohnung geflopft und Einlaß erhalten. Sie verlangten Seft und Hudde sei nachher allein bei ihr geblieben. Vors: Wer hat den Sett bezahlt?- Zeugin: Hudde bezahlte alles. 24 Mart für zwei Flaſchen Sekt und gab mir noch zwanzig Mart, ir trafen uns noch einmal am nächsten Tag, aber die Beiden hatten sich inzwischen einer Tyroler Sänger gesellschaft angeſchloſſen und da ſagte ich mir das hat für Dich feinen Zwed!( Heiterkeit). Die Zeugin will aus dem ganzen Benehmen der beiden Fremden gleich den Eindruck gehabt haben, daß es mit denen nicht richtig sei" und will zu einer" Kollegin" gesagt haben: Ich glaube, die haben etwas gemacht!"- Der nächste Zeuge ist der Schmied Hermann Abele aus Frank furt a. M., der sich wegen Körperverlegung und Urfundenfälschung zur Zeit in Frankenthal in Strafhaft befindet. Am 9. oder 10. November also unmittel bar nach dem Einbruch in Klein- Schwalbach hat der Beuge, der ohne Arbeit war, den Angeklagten Hudde in einer Wirtschaft kennen gelernt und mit ihm gekneipt und thn über Nacht in seine Wohnung mitgenommen. Am nächsten Morgen habe Hudde ihm angetragen, mit ihm zu gehen und katholische Pfarrhäuser aufzusuchen. Hudde habe hinzugesezt: Da ist immer Geld! Wenn Du mit mir fommst, wirst Du immer Geld haben.( Lebhafte Bewegung.) Hubde habe dann zum Ostbahnhof hinwollen, er habe ihn auch zunächst hinbegleitet, aber sei dann doch zurückgeblieben, weil er nicht mitmachen wollte. Vors: Bußten Sie, wie er hieß?- Buge: Ich hatte ihn nach seinem Namen gefragt, er sagte, das sei Nebensache, er heiße Detar. Vors.: Nannten Sie ihm Ihren Namen? Beuge: Nein, ich fagte dann auch nur, daß ich Hermann heiße. Hubbe hatte ein langes Messer bei sich und erzählte, daß er in Mainz einen zünftigen" Rollegen gehabt habe, der aber verhaftet worden sei. Dabei sei ihm auch fein Revolver weggenommen worden. Der Zeuge ist im Dezember selbst unter dem Verdacht der Mittäterschaft in Haft genommen worden. Hudde bestreitet, ein Messer dem Abele gezeigt zu haben. Er habe nur einen Meißel gehabt. Bors: Mit dem Meißel tommen sie jest zum - - - - ubmord in Hel daß man ein offenes Messer in der Tasche tragen kann. " - - - - Bors.: Erkennen Sie - Es tritt dann um 1 Uhr die Mittagspause ein. ( Fortsetzung folgt.) Der Gerichtshof ist in folgender Weise, was wir gern noch nachtragen wollen, zusammengesetzt: Präsident: Landgerichtsrat Praetorius; Beisiger: Landgerichtsrat Koch, Landrichter Dr. Friedrich; Ergänzungsrichter: Amtsgerichtsrat Wachtel;' Geschworene: Bankier Rudolf BückingAlsfeld, Landwirt Hch. Christ. Fauerbach- Büdesheim, Rechner Louis Geist- Ober- Widdersheim, Landwirt Peter Ganert 3.- Quedborn, Müller und Landwirt Karl GoppelPfordt, Bäcker Jakob Jhring- Lich, Pächter Heinrich Streff Konhausen, Landwirt Andreas Lepper 3.- Zell, Mehlhändler Karl Hch. Rausch- Friedberg, Bächter RuSe er diefem ge ersten Male. Hudde: Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dolf Weiß- Hof Graß, Ingenieur Karl J. Wezel- Niedernerfucht, ihm Bruge: Das Meffer war in Papier gewickelt und er sagte Ersakgeschworene: Bürgermeister Karl Leschhorn 2. das geschehen, ann wird es g) Bei anderer bbe ihm einmal bann geb' Du noch: Jeder Mezger hat sein Stichmesser!( Bewegung.) Vors: Das ist sehr wichtig. Bleiben Sie unter Ihrem Eid bei dieser Aussage? Beuge: Jawohl! Bors: Hat der Angeklagte Sie nicht auch gefragt, ob Sie Rourage hätten? Benge: Nein, er sagte nur: Ich Erlenbach und Bankier Joh. Georg Windisch- Friedberg. und Landwirt Hch. Karl Weith- Nieder- Wölstadt. Lokales. 6. Jnui 1905. P Unfug. In der Nacht von Samstag zum Sonntag wurde das Liebigdenkmal, jedenfalls von Nachtschwärmern, verunziert. Das ganze Denfmal war mit Reisig und dürren Aesten behängt, den einzelnen Figuren waren Blumentöpfe auf die Köpfe geftülpt und Liebig selbst hatte noch einen Weichselstock am linken Arm hängen. Wir meinen, derartige Spässe, durch die gar zu leicht eine Beschädigung des Dentmals herbeigeführt können, sollten doch vermieden werden. ? Seltsamer Wettlauf. Auf eine eigentümliche Idee verfiel am Himmelfahrtstage ein Student. Er flammerte sich in der Nähe von Braunfels an einen Zug und lief eine ganze Strecke hinter ihm her. Der Zug warf ihn zu Boden und schleifte ihn eine ganze Weile mit, bis der Student von ihm getrennt wurde. Der Streich ist noch verhältnismäßig gut abgelaufen, da der Wettläufer außer P Diebstahl. Der Gelegenheitsarbeiter Jakob Schlenzerrissenen Kleidern keinen weiteren Schaden genommen hat. becker aus Bieber entwendete am Samstag Abend aus der Würstküche eines Gießener Mezgers Wurst und Fleischwaren im Werte von 6 Mart. Der Dieb ergriff die Flucht, wurde aber eingeholt und verhaftet, die gestohlenen Sachen warf derselbe während der Flucht weg. P Gelegenheit macht Diebe. Ein Gießener Glaserlehrling benuzte beim Einsetzen einer Dachfensterscheibe in einem Hause im Großen Steinweg die Gelegenheit, aus einem Schrant 1 Mart 50 Pfg. zu entwenden. = Obstanssichten in Oberhessen. Die trockene und fühle Witterung während der Blütezeit war den Obstbäumen überaus günstig, die Blüte konnte sich prächtig entwickeln und der Fruchtansah versprach elne reiche Ernte. Bei der, aber schon seit Wochen herrschenden Trockenheit ist ein Fruchtabfall unausbleiblech, sodaß die erhoffte gute Obsternte sehr in Frage gestellt ist. = Heuchelheim. Am Sonntag fand im Gasthaus zum Treppchen" Schlußaktus verbunden mit Breisverteilung bes hiesigen Gabelsberger Stenographen- Vereins statt. Es ist dies der erste Anfängerkursus, der mit 17 Teilnehmern seinen Abschluß fand. ?? Krofdorf, 5. Juni. Förster Schneider dahier ist der Charakter eines Königl. Hegemeisters verliehen worden. § Nieder- Gemünden, 5 Juni. In allernächster Beit wird die oberhessische Kornhaus- Genossenschaft in Burg Nieder- Gemünden ein Kornhaus errichten. * Bad- Nauheim, 5. Juni. Bis zum 1. Juni sind 6985 Rurgäste angekommen. Bäder wurden bis zum 1. Juni 66 223 abgegeben. ? Alsfeld, 5. Juni. Lohnbewegung. Heute Morgen sind sämtliche Bauarbeiter in den Streit getreten. § Hirschhorn, 5. Juni. Bluttat. Einige Mitglieder eines Kriegervereins, der einen Ausflug nach hier gemacht hatte, gerieten hart aneinander, nachdem sie des Guten zubiel getan hatten. Unser Bürgermeister Zipp wollte den Streit schlichten und trat unter die Parteien. Darüber erbost holte ein Bursche mit seinem Bleifnüttel aus und ließ ihn mit voller Wucht auf[ 8ipps Ropf niedersausen, sodaß der Schädelfnochen zersprang und das Gehirn hervorqnoll. Der Bustand 8ipps ist hoffnungslos. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Mittwoch, den 7. Juni. 8unächst ergiebige Gewitterregen, später am Tage langsam aufheiternd und erheblich fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marktberichte. Stebes, 6. Mat. Auf dem heutigen Wochenmarkt toẞteten Butter per fb. C9.0-1.05 R., Hühnereler per Stüd 5-6 Bfg., Enteneter St. 6-7 Bfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 f., Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 80-84 Bfg. Schweine fletsch gesalzen per fund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfb. 70-74 Bfg. Sammelfletsch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 b. 7.00 Mt., Zwiebeln per St. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Bentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00 Nüffe 100 St. 00-00 fg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktgett von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände bes Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktjeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch und Brotpreise am 5. Juni 1905. Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. Flenpreise in Gieken Ochsen Kälber Schweine do. Getreidepreise in Mannheim 18.7 W. 15 35" 50 kg Schlachtgewicht 71-73 m./ kg 70-80 Bf. 1/8 1 87-90 Pf do. 70-74 69-70 do. 66-76 Brotprelle in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f Edwarzbr. do. 48 " " " " Weizen 100 kg Roggen do. Verantwor! li: für die Politik und den Jaferatentes: Ibin Klein, für den#brigen Jhalt: Georg Horn, beids in Blem A Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CE, zu besichtigen. C Beste Bezugsquelle. Muster umgehend G N Caffeler Schirmfabrik Th. Budde& Co. GIESSEN empfehlen: Seltersweg 9 = = Seltersweg 9 Sonnen- Schirme Touristen- Schirme in großer Auswahl vom billigsten bis zum besten. Entoutcas in Halbseide und Seide. Regen- Schirme für Damen, Herren u. Kinder in erprobten Qualitäten. Wirtschaftsvergebung. 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Bei der gegenwärtigen heißen Witterung fordern wir hiermit auf Grund des§ 3 des Lokal- Reglements für leichte Arbeiten sofort gesucht. Näh. a. d. Haupt- Exp. d. Bl. rubl. betreffs vom 10. November 1879 alle Hausbesiker beziehungsweise deren Stellvertreter auf, morgens zwischen 6 und 8 und nachmittags zwischen 12 und 2 Uhr des vor ihrem Hause belegenen Bankete nebst Flußrinnen und die Hälfte der Fahrbahn mit reinem Wasser be gießen zu lassen. Apparate und Gläser n meinen Häusern HillebrandKrumeich's Conserve- Krüge Obstpressen etc. etc. empfehlen straße ist eine 2, 3 und 4: Zimmer Wohnung zu vermieten. Näh. Frankfurterftr. 62, II. Biebigstraße 58 ist ab 1. Juli eine schöne 4 b. 5-3im merwohnung mit allem Zubehör event. mit Bleiche und Gartenanteil preiswert zu vermieten. 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Wir verfehlen nicht, darauf hinzuweisen, daß, falls hierdurch eine Belästigung des Publikums verursacht wird, Bestrafung nac Maßgabe des§ 360 pos. 11 Reichsstrafgesetzbuchs einzutreten hat. Die Schußmannschaft ist angewiesen, nötigenfalls Anzeige zu erheben. Gießen, den 2. Juni 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 4. Mai 1. Js. angeordnete Sperre der Nord: Anlage zwischen Stein- und Dammstraße wird hiermit aufgehoben Gießen, den 2. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Bekanntmachung. Betr. Ebel- Stiftung. Anmeldungen zum Bezuge der aus der Ebel- Stiftung für 1905 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke sind bis zum 30. Juni 1. J8. bei dem Armenamt, Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, den 3. Juni 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. J. B. Curichmann. Bedingungen der Heffischen Landes Hypothekenbank in Darmstadt für thre bom 5. Juni 1905 an bis auf weiteres zu erteilenden Zusagen: Bei Hypothek- Darlehen an Private beträgt der 3insfuß 3% Proz. Rebaltion u. S Bei Kommunal- Darlehen beträgt der Zins fuß nad Wahl der Anleiher entweder 3,70 Proz. für die ganze Dauer des Darlehensverhältnisses oder 3,75 Proz. für die ersten zehn Jahre und 3,625 Proz. vom elften Jahre an. Pro Die an die Bank zu entrichtende einmalige Vergüt ung der Geldbeschaffungskosten beträgt 1 In besonderen Fällen kann die einmalige Vergütung von 13% Proz. ganz oder teilweise derart geftuudet werden, daß die Tilg ungsbeiträge der ersten Jahre zunächst zu ihrer Deckung verwendet werden und erst nach ihrer völligen Begleichung die eigentliche Kapital tilgung beginnt. für Re So hätten Daß dem Graf Fürstenstand das schwierig glüdlich unt daß der Ka 鄉.131. Obe Es werden nur Tilgungsdarlehen gewährt. welche von der Bank nicht gekündigt werden können Ebensowenig kann der Zins fuß gesteigert werden. Dem Anleiher wird dagegen ein Kündigung recht eingeräumt. Aufschlüsse sind jederzeit kostenlos von der Bank ebenso wie von den Großherzoglichen Bürgermeistereien und Ortsgerichtsvorstehern zu erhalten. 22. Sort Der Do für diese pl gewesen wär es mit einem Roger N mit etwas ge emporsteigen Gegenstand aber schien er " Uebrigen Wer, He Nun, der Darüber mir eine Nach „ Hum! Sehn mit, ein jein fonnte." Dieser starb er ich Im Ge wood bisher bestimmt vo gendem, for dem Gesicht fein Kopf m Starrte unber Dag di bagabundier Schwindjuch mehr gegebe „ Auch glüdlich wä Frau zuträ „ Ja so abgefommen dieses Leuch halts gerade Als mir beränderte un innerte ich mi von diesem w ich ohnehin ge nach Deutschlan Ort wenigstens Und nun h Das hängt mein lieber Se Bierfeins auf S Das dürfen wood, das dürfen Gemahlin mit Er hatte es itredie Roger mo gegen, die weni