mit all feinen begehrte, daß weibchen für rbliche Seele erhielte AnAber das ist vie schön das ist, so häßMeerweibchen en, so suchen en zu loden. meibchen verdann schwim lich von den ten die Seeteigen; diese sie denken, ommen auch wenn das en nur als die Robben ert sich hinten gleichen einer Im Wasser theit in allen id und lagert Gestade. Der helle Augen, gt in der Tat Millimeter im timeter lange gut verschlojLafette fertige Teztere ein in bestimmt, die Die übrigen als Räder f verwendet. ht mehrere ehindert betearinisiertes eren Ende in afette hinaus. ſtedſt du am Rort- oder geefifch schließen tritt geftatten ne bei seiner n. Das AbZündhölzchen. liegt das von us der Röhre nde hättest du rmeidung von uch oder einen als Augelfang ſchaden, jedeneinen fleineren io, appaalay B Nr. 82. Bufertionspreis: Die einspaltige Bettzelle für ganz OberBen, die Kretse Meglar and Marburg 10 fg. fenft 15 Pfg. Reklamen ble Betttzelle 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpesttion: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 6. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfc., in's Sams gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Eisenbahn- Betriebsgemeinschaft. Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an den preußischen Eisenbahnminister v. Budde knüpft an dessen Tätigkeit für die Kanalvorlage an. Gleichwohl darf man annehmen, daß die Auszeichnung eine Anerkennung für die Gesamttätigkeit des Ministers sein sollte, für seine bisherigen, wie für die in seinem Arbeitsprogramm in Aussicht gestellten Leistungen. Herr v. Budde hat dieses Programm im preußischen Abgeordnetenhaus dargelegt und dafür allgemeine Zustimmung gefunden. Das Programm umfaßt in erster Reihe die Herstellung einer deutschen Eisenbahnbetriebsgemeinschaft. Es bedarf feines Beweises dafür, daß eine große Betriebsgemeinschaft Lokomotiven und Wagen besser ausnuten, die kostspieligfeit leerfahrender Wagen eher vermeiden, über die Verteilung der Frachten auf die verschiedenen Streden zweckmäßiger disponieren, endlich eine ganze Anzahl Ausgaben in der Verwaltung leichter sparen kann, als eine Reihe von Eleineren Betriebsgemeinschaften. Es ist ferner unzweifelhaft richtig, daß von allen deutschen Eisenbahnverwaltungen die preußische, als die größte, bei der Herstellung einer deutschen Eisenbahnbetriebsgemeinschaft den geringsten Vorteil haben würde, während den kleineren Verwaltungen der höhere Nutzen zufiele. Da nun Preußen gesonnen ist, den kleineren Verwaltungen ihren vollen Anteil an den Ersparnissen zu gönnen, so darf erwartet werden, daß der Schaffung einer deutschen Eisenbahnbetriebsgemeinschaft langer Widerstand nicht mehr entgegengesetzt wird. Anfeitige Voraussetzung ist dabei, daß im Eisenbahn besi y eine Veränderung nicht eintritt, daß die Bahnen Staatsbahnen bleiben und nicht in das Eigentum des Reiches übergehen. Der Reichseisenbahngedanke, den Fürst Bismarck einmal gehabt hat, darf vorläufig als aufgegeben, zum mindeften als auf unbestimmte Zeit zurückgestellt angesehen werden. Das Programm des Herrn v. Budde zielt ferner auf Verminderung des Schreibwesens und des dem Schreibwesen dienenden Personals. Mit der Ausführung dieses Programmteiles hat er sogar schon begonnen. Der daraus erzielte und noch zu erwartende Gewinn ist ein doppelter: Verringerung der Ausgaben und Erzielung einer erhöhten und beschleunigten Arbeitsleistung. Die Eisenbahnverwaltung hat jetzt weniger Beamte als vor zehn Jahren, die Kostenersparnis beläuft sich auf 40 Millionen Mark, und der Geschäftsgang ist flotter als er je gewesen. Selbstverständlich begegnet der Minister auch für diesen Teil seines Programms keinem Widerspruch. Das dritte und wesentlichste Programmstück, für das die Zahl der Interessenten die größte ist, betrifft die Personentarifreform, die seit mehr als zwanzig Jahren berheißen ist. Auf dem Gebiet unserer Tarife befinden wir uns noch ungefähr im Zeitalter der Postkutsche", sagte der Minister, und das ist buchstäbliche Wahrheit. Als die Eisenbahnen neu waren, gab man ihnen den Postkutschentarif, und dabei ist es allerdings mit zahlreichen Abweichungen bis auf den heutigen Tag geblieben. Der Abweichungen find schließlich so viel geworden, daß die Vereinheitlichung das dringendste und nächste Bedürfnis ist. Minister v. Budde will diese Vereinheitlichung auf der Grundlage des halben Retourbilletpreises durchführen. Auch hierfür ist die Zustimmung allgemein. Doch ist damit auch schon die Grenze der Uebereinstimmung erreicht. Eine weitere Verbilligung des Personenverkehrs wird nicht allseitig gewünscht. Die Besorgnis von einem etwaigen Rückgang der Einnahmen spricht dabei nicht mit, denn nach allen Erfahrungen zieht Verbilligung des Verkehrs eine solche Vermehrung des Verkehrs nach sich, daß der augenblickliche Ausfall bald wieder eingebracht ist, und Mehrerträge sich einstellen. Man will vielfach die Verkehrsvermehrung nicht, und namentlich nicht die Verkehrsverbilligung, weil diese den Entschluß der ländlichen Bevölkerung zur Schollenfluch noch erleichtern könnte. Aus solcher Anschauung ist auch die Abneigung gegen die vierte Eisenbahnklasse zu erklären. Die vierte Klasse ist bei denen, die sie benutzen, sehr beliebt; fie ist ganz so bequem eingerichtet, wie die dritte- sie ist nur in den Augen derer, die sie nicht benutzen, zu billig. Ob die Sorge vor der Schollenflucht begründet ist oder nicht, kann dahingestellt bleiben. Tatsache ist, daß sie vorhanden ist und sich zurzeit Berücksichtigung erzwingt. Jedenfalls sind die Zeiten noch fern, in denen wir mit Aussicht auf Berwirklichung an die Einführung des Personenportos" denken dürfen, eines weitstufigen Zonentarifs. Dagegen ist die Erwartung gestattet, daß die deutsche Eisenbahnbetriebsgemeinschaft gewisse erleichternde Einrichtungen einzelner Bahnbetriebe wie die Kilometerhefte Badens allgemein machen wird. Ebenso wird die Hoffnung erlaubt sein, daß die deutsche Eisenbahnbetriebsgemeinschaft mittels Ausnahmetarifen eine Art Reichspolitik treiben, jedem Deutschen ermöglichen wird, um ein Billiges die Reichshauptstadt kennen zu lernen. Es wäre so übel gar nicht, bekämen nicht bloß die wohlhaben. den oder zur Garde ausgehobenen Reichsländer Berlin zu Gesicht. Nichts stände auch im Wege, durch analoge Aus. nahmetarife den za.deshauptstadten entsprechenden Verkehr aus dem Landesgebiet zuzuführen. Herr v. Budde wird nicht so bald am Ende seiner Neformen sein. Er hat sich ein großes Aufgabengebiet gesteckt, und dieses Gebiet hat die Eigenheit, daß es wächst, wenn man darin vorschreitet. Es hat noch eine weitere Eigenheit: daß es mit jedem Vorschreiten sich neue Freunde geminnt. Die Politik. Dem Reichstag ist der Entwurf einer neuen Maß- und Gewichtsordnung zugegangen. Die Neuerung besteht im wesentlichen darin, daß die Gewerbetreibenden, die nicht am Sitz des Eichamts wohnen, ihre Geräte und Gewichte nicht mehr dem Eichamt zur Prüfung einzuschicken brauchen. Ein Eichmeister besucht die Gewerbetreibenden zur Nacheichung von Geräten, die wegen ihrer Größe oder aus Besorgnis der Beschädigung nicht zum Eichlokal gebracht werden könAndere Geräte und Gewichte sind von den Gewerbetreibenden in bestimmten Eichlofalen vorzulegen. nen. In Deutsch- Südwestafrika macht General v. Trotha weitere Fortschritte. Der Häuptling Marengo ist aus den Rarasbergen vertrieben und nach Olifantkloop bei Stunobis in Betschuanaland geflohen. Der Häuptling Abraham Morris ist auf dem Rückzug gefallen. o Der Verband deutscher Handlung gehilfen hat in seiner jingst in Leipzig abgehaltenen Generalversammlung sich dafär cusgesprochen, daß die neueingeführten Kaufmannsgerichte auch in Städten von weniger als 20 000 Einwohnern gebildet und dort den Amtsrichtern der Amtsgerichte unterstellt werden möchten. Die deutsche Kolonialschule in Wikenhausen entließ in voriger Woche ihre Abiturienten, die nach Deutsch- Ostafrika, Deutsch- Südwestafrika, Samoa, Java, Neuguinea und Guatemala gehen. Im Wintersemester war die Durchschnittszahl der Studierenden 65, im Sommersemester wird für 70 Raum sein. Die Nachfrage nach tüchtigen jungen Leuten wächst von Jahr zu Jahr, so daß die offenen Stellen als Pflanzungsbeamte u. f. w. bei weitem nicht besetzt werden fonnten. + Die deutsch- asiatische Bank und die British- Chinese Corporation haben einen endgültigen Vertrag über den Bau einer englisch- deutschen Zweigeisenbahn Tientsin- Chinkiang abgeschlossen und der chinesischen Regierung vorgelegt. Unmittelbar bevor dies bekannt wurde, fabelte die Londoner ,, Times", daß die chinesische Regierung mit Unruhe auf die von England der deutschen Regierung in der wirtschaftlichen Entwickelung von Schantung gewährte Hilfe blicke. Die deutsche Regierung wolle in Schantung tun, was die russische Regierung in der Mandschurei tat. Es bedarf keines Nachweises, daß die„ Times" ihre eigene Gesinnung( die mit ihrer Ueberzeugung nichts gemein hat) der chinesischen Negierung einfach unterstellt. Italien. Das Kriegsministerium verlangt eine Erhöhung des Militäretats um 12 Millionen Lire, außerdem 30 Millionen zur Anschaffung von Kanonen und 100 Millionen abschläglich für Befestigungen an der Nordgrenze. Das Ministerium Fortis- Tittoni wird sich dadurch nicht sehr beliebt machen. frankreich. Minister Delcaffé hat eine kleine Entschädigung für die schlimme Erfahrung, die er mit seiner Marokko- Politik gemacht hat. Wenn nicht in legter Stunde eine Absage erfolgt ist, durfte er heute in Gemeinschaft mit dem Präsidenten Loubet den König Eduard auf dem Bahnhof Noissy- leSec bei Paris begrüßen. Die sehr flüchtige Begrüßung sollte offenbar ein äußeres Zeichen dafür sein, daß England den Reinfall seines Marokkopartners bedauert. Russland. Die Rebellion in Rußland kennt nichts Ehrwürdiges mehr. Die Arbeiter von Lodz, die kürzlich eidlich gelobt haben, keine Zigarette mehr zu rauchen, feinen Schnaps mehr zu trinken, glaubten, daß ihnen nun nichts unmöglich sei. In dieser Ueberhebung verlangten sie von Frauen und Mädchen, daß diese auf Haarkämme und moderne Frisuren verzichten sollten. Mit unhöflicher, aber wohl landesüblicher Deutlichkeit gaben sie ihrem Unwillen dadurch Ausdruck, daß sie Frauen und Töchtern die Kämme aus den Haaren rissen und zerbrachen. Damit war zugleich der moderne Charakter der Frisur ausreichend verwischt. Doch die Männer hatten sich überschätzt, und die Widerstandskraft der Frauen zu gering veranschlagt. Die Arbeiterinnen mollten ohne den Haarschmuck vor den Männern nicht erscheinen und legten einmütig die Arbeit nieder. Die Polizei sollte diese mutigen und für gewisse Ideale begeisterten Frauen in ihre Dienste nehmen, und es würde sich nicht wiederholen, was am Dienstag im Hospital zu Warschau geschehen ist. In das Hospital, wo ein durch ein Attentat verletzter Polizeibeamter lag, fam ein Unbekannter, schoß den Verwundeten in die Schulter und verschwand. Die Polizei wußte keinen besseren Rat, als daß sie alle angeschossenen Polizeibeamten in das Militärlazarett verlegte. Die Warschauer Universität bleibt bis auf weiteres geschlossen. In Petersburg macht das EntIassungsgesuch Pobjedonoszews großes Aufsehen. Ein Petersburger Blatt sagt: Informierte Kreise bringen diesen Entschluß des Oberprokureurs in Berbindung mit der neuen Strömung unter den Vertretern der Kirche, die in letzter Zeit aut gegen die wider Kirchenrecht und Tradition verstoßende Knechtung der Kirche durch die weltliche Bewalt laut protestieren."" Das ist natürlich Pobjedonosjews eigene, wahrheitswidrige Darstellung. Der überkluge Mann schreit über Knechtung der russischen Kirche, während diese tatsächlich unumschränkt herrscht. Zwei Minister wollen ihren Abschied nehmen: der Landwirtschaftsminister Yermolow, der durch den Fürsten Scherbatom ersetzt werden soll, und der Minister des Auswärtigen Graf Lambsdorf, als dessen Nachfolger der derzeitige Botschafter in Rom Graf Murawiew gilt, Amerika In ciner Ansprache an die deutschen Gesangbereine in Louisville, die ihn mit einem Lied begrüßt hatten, feierte Präsident Roosevelt die deutsche Gemütlichkeit. Das Wort schon sei ein mächtiger und wertvoller Besitz. Die Amerifaner sollten lernen, was die Gemütlichkeit zu bedeuten hat und wie sie in allen Lebenslagen anzuwenden sei. Das Urteil im Prozefs Rubftrat wurde gestern in später Abendstunde gefällt. Der der Beleidigung des Ministers Ruhstrat angeklagte Redakteur Bier. mann vom Oldenburger„ Residenzboten" wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, wovon 5 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet werden. Ueber die Verhandlungen des letzten Tages geht uns noch der folgende Bericht zu: Oldenburg, 5. April. Die Plaidoyers haben begonnen. Nach dem, was der gestrige Nachmittag noch brachte, ist es kein Wunder, wenn sie von großer Schärfe sind. Verteidigung und Staatsanwaltschaft führten gestern einen erbitterten Kampf. Der Verteidiger Dr. Sprenger beflagte sich heftig, daß man von seiten der Staatsanwaltschaft immer wieder versuche, ihn mit der Redaktion des Residenzboten" in Verbindung zu bringen. Er sieht diese Absicht in der erneuten Vernehmung der Frau Biermann, die über ein mit dem Landtagsabgeordneten Wessels geführtes Gespräch berichten soll, in dem sie angeblich behauptet hat, von Sprenger Material gegen den Minister Ruhstrat erhalten zu haben. Die Zeugin erklärt in ihrer Aussage, Dr. Sprenger habe ihr nur juristischen Rat erteilt. Dasselbe erklären die beiden Verteidiger, die auf ihren Antrag abwechselnd die Robe ablegen und unter ihrem Eide an den Zeugenstand treten. In diesen Vernehmungen treten heftige Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft und die oldenburgischen Richter zu tage. Eine Frage des Nechtsanwalts Sprenger, ob es nicht in Wahrheit der Minister Ruhstrat selbst sei, der den Prozeß gegen Liermann führe, beantwortet Staatsanwalt Simmen mit einem entrüsteten Nein. Die Vernehmung weiterer von der Verteidigung vorgeschlagenen 84 neuen Zeugen, die befunden sollen, daß die öffentliche Meinung durch die eidliche Ausfage des Ministers in den Irrtum versetzt worden sei, daß dieser seit 14 Jahren nicht mehr gespielt habe, wurde von dem Gerichtshof als irrelevant abgelehnt. Die Pleidoyers fönnen beginnen. Der Staatsanwalt Dr. Simmen geht in seinen Ausführungen sehr ausführlich darauf ein, daß in dem Biermann- Ries- Prozesse, in dessen Verlauf der angebliche Meineid des Ministers vorgekommen sein soll, gar nicht die allgemeine Spielleidenschaft Ruhstrats zur Frage gestanden und daß die Zeugenaussagen der letzten Tage nichts ergeben hätten, was darauf hindeute, daß der Minister s. St. irgend etwas wissentlich troß seines Eides verschwiegen habe. Auch die Verteidigung habe im Biermann- Ries- Prozesse keine einzige Frage gestellt, aus der dem als Zeugen auftretenden Minister zum Bewußtsein hätte kommen können, daß das Spiel Ruhstrats im allgemeinen zur Erörterung stehe. Die Beurteilung dieser Sache könne auch nicht der Auffassung der Verteidigung unterliegen, weil sonst schließlich keine einziger Zeuge dagegen gefeit wäre, daß er später des Meineids bezichtigt würde, wenn immer die Auffassung der Verteidigung maßgebend sein würde. Der Staatsanwalt befundet sodann die Absicht, in dem bevorstehenden Prozeß des Kellners Meyer noch einmal die ganze Spielaffäre des Ministers Rubstrat zu erörtern, und kritisierte scharf die Haltung des Residenzboten", dem es lediglich darauf ankomme, durch persönliche Gehässigkeit Radau zu machen. Da die polizeiliche Unterdrückung des Blattes, die mehrfach ge fordert worden, gesetzlich nicht zulässig sei, gäbe es nur ein Mittel, die strenge Bestrafung der Leiter des Blattes. Er beantragt gegen den Angeklagten ein Jahr sechs Monate Gefängnis, Auferlegung der Kosten, Publikationsbefugnis für den Minister und Anrechnung der Untersuchungshaft nur von der Verhaftung des Angeklagten( 9. September bis 2. Dezember). Die Verteidiger hielten die Behauptung aufrecht, daß der Minister im Ries- Prozeß in seiner Zeugenaussage wich tige Dinge verschwiegen habe. Sie beantragen Freisprech ung oder eine ganz geringe Strafe. Rechtsanwalt Herz be hauptete, daß es der Verteidigung unmöglich gemacht sei den Wahrheitsbeweis zu führen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser wurde bei der Ankunft in Neapel bon einer gewaltigen Menschenmenge begrüßt. Eine Abordnung der deutschen Kolonie war der Hamburg", die wider Erwarten erst Mittwoch früh um 9½ Uhr vor dem Hafen erschien, entgegengefahren. Majestätisch passierte das prächtige Schiff die Reihe der italienischen Kriegsschiffe. die den Salut abgaben. Die Mannschaften sämtlicher Schiffe begrüßten den Kaiser, während die Musikkapellen " Heil dir im Siegerfranz" spielten. Die Mannschaften der " Hohenzollern" und der„ Hertha" brachten ein dreifaches Hurra aus. Um 10% Uhr warf die Hamburg", umgeben von mit Zuschauerm dicht besetzten Booten, an der Mole San Vincenzo Anker. Um 11 Uhr begaben sich der deutsche Botschafter Graf Monts und die Spizen der Behörden an Bord der„ Hamburg", um den Kaiser zu begrüßen und verweilten dort etwa 20 Minuten. Inzwischen war auch Prinz Adalbert bon Preußen, der auf der„ Hertha" nach Neapel gekommen war, an Bord gegangen, wo er mit seinem Vater das Frühstück einnahm. Die Zusammenkunft des Kaisers mit dem König Viktor Emanuel III. von Italien ist auf die Morgenstunden des Donnerstags festgesetzt. Die Stadt Neapel ist geschmückt. Neben italienischen wehen überall deutsche Fahnen. Heer und flotte. Die Außerdienststellung der veralteten Schul- und Bersuchsschiffe ist jetzt beendet. Sie sind durch neue ersett worden. worauf eine große Anzahl von Verhaftungen vorgenommen wurde. A Aufruhr in einem italienischen Zuchthause. Wie aus Venedig berichtet wird, brach im Zuchthause Castel Franco ein gefährlicher Aufruhr unter den Sträflingen aus. Dabei wurden fünf Aufseher verwundet und ein Sträfling getötet. + Ginst Minister und jetzt Dieb. In London wurde dieser Tage ein Mr. Slattery od drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt war abgefaßt, als er sich die stattliche Summe, von 600 Pfund Sterling widerrechtlich aneignete. Mr. Slattery stammt aus Neu- Südwales, wo er eine Zeitlang Sen Posten des Ministers der öffentlichen Arbeiten bekleidete Die Schiffsartillerie verfügt über das Linienschiff „ Schwaben", den großen Kreuzer Prinz Adalbert" und die Heinen Kreuzer„ Undine" und„ Nymphe“.„ Vineta" und ,, München" sind unter die Inspektion des Torpedowesens ge= treten und werden für Torpedoversuche verwendet. Die alten Schiffe Mars"," Ulan" und" Hai" dienen jetzt lediglich als Ererzierschiffe und Tender. Das Neichsmarineamt hat den Kieler Dampfer„ National" für Vermessungen der Ostsee gemietet und läßt ihn auf der Reichswerft zum Vernessungsschiff einrichten. Das Kommando übernimmt Kapitänleutnant Lebahn. Es ist das letzte Mal, daß die Marine einen Privatdampfer als Vermessungsschiff verwendet. 1906 übernimmt der auf der Weserwerft im Bau befindliche Vermessungsdampfer die hydrographischem Arbeiten in der Heimat. Deutfcher Reichstag. ( 178. Sigung.) CB Berlin, 4. April. Auf ein Attentat ausständiger Arbeiter wird eine Gaserplosion zurückgeführt, durch die in der Kohlengrube von Josef Leiter zu Zeiglin( Illinois) 20 Personen getötet und 18 verwundet wurden. Man schiebt die Schuld den früher dort beschäftigten organisierten Arbeitern in die Schuhe, die nach dem letzten großen Ausstand nicht wieder eingestellt wurden. Ein großer Brauerstreik im Rheinland ist im Anzug. In Köln haben in der Brauerei Altenburg die Brauer die Arbeit niedergelegt. Danach haben 3 der größten Brauereien Kölns und Umgebung sich mit der Brauerei Altenburg solidarisch erklärt und die Aussperrung aller der OrJanisation der Brauereiarbeiter angehörenden Personen beschlossen. Weitere Abwehrmaßregeln gegenüber den Verjuchen eines terroristischen Vorgehens der Arbeiter sollen in Aussicht stehen. Beim Stapellauf gekentert. Es kommt nicht oft vor, baß ein Schiff, kaum daß es in sein Element hinabgeglitten ist, schon sich dem Untergange geweiht sieht; pflegt doch jeder Stapellauf mit den erdenklichsten Vorsichtsmaßregeln vor sich zu gehen. Im Hamburger Hafen trat dieser Tage ein solches Ereignis ein. Der große Fischdampfer„ Gadus" fam so unglücklich zu Wasser, daß er sofort fenterte und zu Grunde ging. Zum Glück ist bei dem eigenartigen Unfall fein Menschenleben zu beklagen. bärden zum Verlassen des Geleises bewegen. Die beider Wächter wurden von der Lokomotive erfaßt und überfahren. Frittum wurde als schrecklich verstümmelte Leiche hervor. gezogen, Faita lebensgefährlich verletzt, indem ihm der rechte Schenkel vollständig abgetrennt wurde. Auch er dürfte nicht mit dem Leben davonkommen. gut unterhalten bimmen. n Der Kr im Bereinslofal rung ber Roff wurde auf Ar Rechner Dort aldfeft Sauptintereffe Softfefretärs Bereins, weld fiber feine Might Dater hörte man, f 1böhmischen er fich babe Artillerie üb + Ein Pistolenduell mit tödlichem Ausgang fand in der Tegeler Heide bei Berlin statt. Das Opfer war der südafri kanische Farmer Emil Zipplitt, der von dem Ingenieur von Coblinski einen Schuß in den Unterleib erhielt und nach furzer Zeit im Hospital seiner Verwundung erlag. Ursache des Tuells war ein Wirtshausrenkontre, bei dem Zipplitt schwer beleidigt wurde. Der Erschossene war einer der Dele. gierten der durch den Hereroaufstand geschädigten deutschen Kolonisten des Bezirks Großfontein. An der Verteidigung dieses Plates hatte sich Zipplitt heldenmütig beteiligt, nach: dem er wie durch ein Wunder von seiner durch Herero be lagerten Farm entkommen war. Sein Duellgegner, ein russischer Untertan, ist als fluchtverdächtiger Ausländer berhaftet worden. O Eine Schwindlerin im großen Stil ist die 38jährige Hausadministratorin Kubowsky, die sich demnächst wegen ihrer Taten vor Gericht zu verantworten haben wird. Schon bei Lebzeiten ihres Mannes, eines Zahntechnikers, trieb sie es bunt genug. Mit dessen bestem Freunde, einem Forstbeamten, ließ sie sich auf ein Liebesverhältnis ein und versette ihren Mann derartig in Eifersucht, daß er mit dem Messer auf das verräterische Paar losging und dem falschen Freunde die Waffe ins Herz stieß. Neuerdings hatte die Dame sich auf das Geschäft verlegt, franke, einsam stehende Greise zu Tode zu pflegen und sich dann den Nachlaß anzueignen. Auf diese Weise hatte sie sich in mehreren Fällen die stattliche Summe von 100 000 kronen angeeignet. Besonders die Bankdepots und Sparkassenbücher ihrer Pfleglinge wußte die schlaue Betrügerin beizeiten für sich in Sicherheit zu bringen. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte heute der Präsident Graf Ballestrem Mitteilung von dem Tode des nationalliberalen Abgeordneten Wallbrecht, dessen Andenken die gesamten Mitglieder des Hauses in üblicher Weise durch Erheben von den Pläzen ehrten. Sodann wurde der dritte Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1904 mit den Forderungen für Südwestafrika in dritter Lesung debattelos angenommen; ebenso nach kurzer Begründung durch den nationalliberalen Abg. Lucas ein von allen Parteien unterschriebener Antrag, den Kreis der Personen, denen von Eintragungen im Grundbuch Mitteilung gemacht werden muß, zu erweitern. Es folgten Wahlprüfungen, deren mehrere diskussionslos erledigt wurden. Eine längere und stellenweise erregte Erörterung rief nur das Mandat des Abg. Barbeck von der freisinnigen Volkspartei hervor, das die Wahlprüfungskommission für gültig erflären wollte, während die Sozialdemokraten und ein Teil des Zentrums die ungültigkeitserklärung für geboten hielten. Die namentliche Abstimmung hierüber ergab die Anwesenheit von nur 171 Abgeordneten, also die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Die Sigung mußte daher abgebrochen werden. ( 179. Sigung.) CB Berlin, 5. April. Auf der Tagesordnung stand heute eine Vorlage von großer praktischer Bedeutung für alle Gewerbetreibenden, nämlich die neue Maß- und Gewichtsordnung. Ihre Hauptbestimmungen sind die Einführung einer zwangsweisen periodischen Nacheichung anstelle der bisher üblichen Revisionen der Meßgeräte und die Verstaatlichung der Eichämter. In der Debatte machten einige Redner Bedenken gegen Einzelheiten des Gesetzes geltend, im allgemeinen aber fand die Vorlage, die einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen wurde, die Zustimmung aller Parteien. Nachdem dann noch eine lange Reihe von Petitionen ohne wesentliche Diskussion nach den Anträgen der Kommission erledigt worden war, wurde die Sigung bereits um 24 Uhr geschlossen. Nab und fern. O Die Schuld an dem Liegniter Eisenbahnunglück trifft nach den bisherigen Feststellungen den Führer der Rangiermaschine. Er wollte kurz vor dem einfahrenden gemischten Zuge ein Nebengleis erreichen, führte aber den Zusammenstoß herbei, bei dem 36 Personen verunglückten, von denen drei tot, sechs schwer und die übrigen leicht verletzt sind. Der schuldige Führer hat sich seiner Verhaftung durch die lucht entzogen. Verhindertes Attentat auf einen Personenzug. Um sich an seinem früheren Dienstherrn zu rächen, kam der Knecht Schmidt auf die Idee, bei der Station Stockheim ein Attentat gegen einen Zug ins Werk zu sehen, in dem sich der Verhaftete befand. Er wälzte einen mächtigen Stein auf das Geleis, doch entdeckte der Bahnwärter noch zur rech ten Zeit das Bubenstück, das die verhängnisvollste Folgen hätte haben können. □ Die Hungersnot in Spanien. Aus Madrid wird ge meldet, daß die furchtbare Trockenheit in Andalusien und Estremadura weiter anhält. Es sind 35 Grad im Schatten. Das Getreide ist verdorrt. Das Vieh stirbt vor Hunger. Der Preis für Getreide geht zusehends in die Höhe. Die Brot preise in Madrid steigen. Ein neues Zerwürfnis im belgischen Königshause. In Brüssel heißt es, daß der Bruch zwischen König Leopold und der Prinzessin Clementine, von dem schon seit längerer Zeit die Rede war, sich derartig erweitert hat, daß die Prinzessin nicht mehr mit ihrem Vater zusammen leben will. Es ist zweifelhaft, ob die Prinzessin von ihrer Reise wieder nach Brüssel zurückkehrt, auf jeden Fall aber wird sie einen gesonderten Wohnsitz beziehen. Den Gerüchten über eine bevorstehende Verlobung der Prinzessin schenkt man bisher keinen Glauben. " Verschollener Dampfer. Der Dampfer der Sloman Linie Marseille", Kapitän Ahlborn, ist so lange überfällig, daß man in Hamburg sehr ernstliche Befürchtungen für dessen Schicksal zu begen beginnt. Die Marseille" ist am 1. Je bruar von Hamburg nach dem Mittelmeer abgegangen; am 15. März war sie im spanischen Hafen Kartagena. Am 26. März hätte der Dampfer demnach in der Heimat sein müssen. Man muß nachgerade annehmen, daß er in den letzten Stür men verunglückt ist. Erst vor einigen Tagen langte ein Dankschreiben des französischen Seeamts bei der Reederei bon Sloman an, das dem Kapitän Ahlborn von der„ Marseille" und seiner waderen Mannschaft gilt, die mit außerordentlicher Bravour die Mannschaft des in Brand geratenen französischen Dampfers Loire" abbarg. Einen Ueberfall auf einen Berliner Geldbriefträge jekte ein Strolch ins Werk, dessen Personalien bisher nicht festgestellt werden konnten. Er suchte dem Beamten auf der Treppe eines Hauses die Geldtasche gewaltsam zu ent reißen und stach, als ihm das nicht gelang, mit einer spitzen Feile nach ihm. Er brachte ihm jedoch nur eine unbedeutende Fleischwunde in der Schulter bei. Der Verbrecher, der nun auf das Hilfegeschrei des Ueberfallenen die Flucht er: griff, wurde von Passanten festgenommen und der Polizei übergeben. + Gewaltige Erdbeben in Indien haben große Verheerun gen angerichtet und viele Menschenleben zum Opfer gefor dert. Der volle Umfang des Schadens ist bisher noch nicht zu übersehen. Von Stufe zu Stufe. In das Untersuchungsgefängnis zu Dresden wurde ein Freiherr v. Helldorf wegen mehrfacher Bechprellereien eingeliefert. Der Freiherr, der früher ein großes Vermögen besessen haben soll, hat seit längerer Zeit in der Nähe von Dresden mittellos gelebt und verschiedene Wirte und andere Personen um namhafte Beträge betrogen. Schwere Streifergesse tamen in Wien vor. Tausend ausgesperrte Tischler, die eine Demonstration in der Brigittenau bersuchten, griffen die einschreitende Polizei mit einem Steinhagel an. Die Polizisten zogen daraufhin blank und im Handgemenge wurden viele Streifende verwundet, Hessischer Landtag. Darmstadt, 5, April. chuß in Batterie abg * ** D doen 8. Apri burch einen ? Die berger G. fli 115, Mai fta ** * 20 Mitteilungen Soffen und B prechend, daß gelangen fann verschieden haben, um ihr die eine vor Berhandlung Lotteriegemei fühlt die Die Sigung wird durch den Präsidenten Haas 9 Uhr eröffnet und bringt die Generaldebatte über das Landwirtschaftskammergeset. Abg. Molthan begrüßt die Vorteile, die der Landwirtschaft aus dem Geset erwachsen werden, hat jedoch gegen Einzelheiten der Vorlage Bedenken. So namentlich gegen den im Entwurf vorgesehenen Modus der indirekten Wahl. Im gleichen Sinne spricht Abg. Hauck sich aus, der ebenfalls das in irekte Wahlsystem befämpft. Abg. Wolf vermag ein Bedürfnis nach einer Landwirtschaftschaftskammer nicht unbedingt einzusehen und meint, die Organisation, wie sie geplant sei, würde viel zu kompliziert. Ec wünsche, daß das Hauptgewicht auf die Provinzialgliederung gelegt werde. Auch er ist ein Gegner der indirekten Wahl. Ministerialrat Braun motiviert ausführlich die im ursprünglichen Entwurf niedergelegte Stellung der Regierung. Die Regierung habe sich im Interesse des Zustandekommens dieser wichtigen Vorlage zu einem compromiß mit dem Ausschuß über eine Reihe von Einzelfragen verstanden. Mit der Einführung der indirekten Wahl gabe man den Wünschen der um ihre Meinung befragten landwirtschaftlichen Interessenvertretung Folge geleistet. Abg. Haas tritt dem Abg. Wolf entgegen, dessen Verlangen einer Dezentralisation der landwirtschaftlichen Interessenvertretung er entschieden verurteile. Dem lofalen Bedürfnisse tönne auf das beste Rechnung getragen werden, wenn die Landwirtschaftskammer durch Vertrauensleute im ganzen Lande mit den Berufekceisen Fühlung unterhalte. Der Redner bittet zum Nußen der Landwirtschaft dem Entwurf Gesezeskraft zu geben. Die süddeutschen Staaten warten nur auf uns. Gehen wir voran, sie werden uns folgen und dann lasse sich erhoffen, daß in nicht allzu ferner Beit eine Reichslandwirtschaftskammer die gesamte deutsche Landwirtschaft vertreten wird. Abg. Heidenreich wendet sich ebenfalls gege jede Dezentralisation. An Einzelheiten über die Katastrophe wird berichtet, daß in der Morgenfrühe des 4. April die Gegend nördlich bon Apia bis südlich von Simla durch 11 kurz hinterein. ander folgende heftige Erdstöße heimgesucht wurde, von denen der erste volle 3 Minuten andauerte. In Lahore sind Häuser eingestürzt, und man befürchtet, daß viele Personen ums Leben gekommen sind; mehrere Moscheen haben starke Beschädigungen erlitten. In Mussooree ist nicht ein Gebäude, das nicht beschädigt wäre. Der linke Flügel des SavoyHotels ist eingestürzt, die neue katholische Kirche liegt in Trümmern; an vielen Orten sind Erdstürze erfolgt. Ebensc haben Delhi und Simla gelitten, und auch an anderen Orten wurde großer Schaden angerichtet. Angeblich aus der französischen Gefangenschaft nac Deutschland zurückgekehrt ist ein etwa 55-60 Jahre alter Mann, der in Mainburg ausweis- und mittellos angehal ten wurde. Er behauptet, der seit der Schlacht bei Orleans am 8. Dezember 1870 vermißte Soldat des 10. bayerischen Infanterie- Regiments( 9. Kompagnie) Leonhard Schlicht aus Aigelsbach zu sein. Nach der Schlacht bei Orleans sei er in französische Gefangenschaft geraten und zunächst nach der Insel Oleran und dann nach Algier gebracht worden. Im Januar 1871 wäre er durch einen angeblichen preu Bischen Agenten, der ihn zu befreien versprach, mit 40 an deren Gefangenen an eine afrikanische Räubergesellschaft ver raten worden. Diese habe ihn 30 Jahre lang in der Skla berei gehalten, wo er die schwersten Arbeiten in der Wüste zu verrichten hatte. Vor 1½ Jahren erst sei es ihm geglückt, nach Tanger und von dort schließlich nach Rotterdam zu ent kommen, von wo er sich nach Deutschland durchgebettelt habe. Zwei Menschenleben für einen Hund. Eine furchtbare Tragödie spielte sich auf der Station Handelskai der Wiener Donaueisenbahn ab. Ein einem Bahnwächter gehöriger Hund sprang furz vor einem Personenzug auf das Gleis. Um den Hund zu retten, sprangen die Bahnwächter Frittum und Faita nach und wollten das Tier durch Rurufe und Ge. Lokales. 6. April 1905 ** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen 50000 Mt. auf 42 205, 20 000 Mt. auf 17186, 8000 Mt. auf 124, 11682 und 16 585, 5000 Mt. auf 39 870, 2000 Mt. auf 941, 1024 und 1930. bementierrn Preußen un bares Erge i überhaupt über die Hi auf bloßen in diefer R ben heffen Monferenz in bagen aller worden. ** Die, Darmstädter Beitung" ist zu der Mitteilung ermächtigt, daß der Großherzog nach Kenntnißnahme von den Verhandlungen der Ersten Kammer zum Staats. voranschlag Anlaß nahm, dem Finanzminister v. Gnauth erneut sein volles Vertrauen, insbesondere auch sein volles Einverständnis mit der von Gnauth vertretenen Staatssteuerpolitit auszudrücken. - * Aud ift, so erzäb Mahl ländlich fürzlich eine heim ftatifi und die mei war, mit g Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern Abend 6 Uhr in Gießen am Neubau der chirurgischen Klinik an der Frankfurterstraße. Ein bei Jäger& Rumpf beschäftigter, verheirateter Arbeiter stürzte vom dritten Stockwert zur Erde, wo er blutüberströmt und bewußtlos liegen blieb. Er wurde sofort nach der alten Klinik verbracht. Außer schweren äußeren Verlegungen, einem Beinbruch, hat er anscheinend schwere innere Erschütterungen erlitten. Sonntag gin garrte ihrer geimer Radf Geschichte, fahren. * Au i immer nich ber Boftfa Boftfarte hloffen und purüdgegebe aber nicht m * Vom siiner Näffe dten Königs de eine Fund moch schaut de en legten 65leibergb eet jammlung ie Sicherung Erin inzwischen fir die beschei oringendfte, Mantelmauer find und fo Jahre ausg Staat bere Ruine herz aufwendet. für den Gle derfelbe liegt offen, daß imtlich drin taal zierenden Fufönnen. Bießen und ahlreich auf Centehr zu h Männer verl haltung der A § Trobe, er Anlegung En he begonnen Trais a. L ige Geschäfte -i. Vortrags- Abend zu Voltsvorstellungs- odorf. 3 preisen. Der große Erfolg, den der Vortrags- Abend der Mitglieder des Stadttheaters am Dienstag hatte, veranlaßt Lumbalische Lollar ab. dieselben, solchen am Freitag zu Voltsvorstellungs- Preisen und ich ma zu wiederholen. Es ist dies die unwiderruflich letzte Veranstaltung, welche auch nur durch die Liebenswürdigkeit des Herrn Direktors H. Steingoetter, durch freundliche Uebermit dem legte tommen, bega mich über di lassung der Dekoration ermöglicht wurde. Wer sich also ten wohl nach langem Die beide nd überfahren Leiche hervor dem ihm de Auch er dürf g fand in de ommen. gut unterhalten möchte, wird morgen sicher auf seine Kosten n Der Kriegerverein Gießen hielt gestern Abend in Vereinslokal eine Monatsversammlung ab. Nach Anhörung der Kassenprüfungskommission durch Verwalter Lerch wurde auf Antrag des 1. Vorsitzenden Gabriel dem 1 wäre, vor mir hatte. Aber leider befand ich mich auf einer Wiese, welche ringsum mit Spalier eingezäumt war. Um nun auf den Bahnhof zu kommen, hatte ich keine andere Wahl, als die Barriere zu übersteigen, welches mir auch glücklich gelang. Ich bemerke noch, daß es regnete und stockfinster war, sodaß es unmöglich ist für einen Fremden, Es wäre sehr zu wünschen, ar der süda Rechner Dort Entlastung erteilt. Für das diesjährige den Bahnhof aufzusuchen. Ingenieur bo ielt und no erlag. Urja dem Zipp einer der De igten deutsa Verteidigu beteiligt, na rch Herero ellgegner, er Ausländ onenzug. ichen, fam de tion Stockbein sezen, in den ächtigen Stein noch zur red bollite Folgen der Sloman ge überfällig gen für dejje ist am 1. j bgegangen; am 26. gena. at fein mijen en legten Sti gen langte ein ei der Reederei von der Mar die mit auße in Brand Sbarg. -28 5, April. identen H Debatte ü bg. Molth = aus dem Sinzelheiten be en im Entour . Im gleichen lls das in irette ein Bedürfnis unbedingt ein - - Waldfest wurde der 25. Juni vorgemerkt. Das Hauptinteresse tonzentrierte sich auf den Vortrag des Bostsekretärs i. B. Mayer, dem Ehrenvorsitzenden des Vereins, welcher in recht interessanter und eingehender Weise über seine Erlebnisse im Feldzug 1866 sprach. Nicht Daten und den Namen der einzelnen Truppenteile hörte man, sondern über persönliche Intermezzo mit sächsischen, böhmischen und österreichischen Einwohnern berichtete er, wie er sich dabei als damaliger Einjähriger bei der preußischen Artillerie über manche Klippe hinweghalf. Den legten Schuß in der Schlacht bei Königgräß habe er resp. seine Batterie abgegeben. Reichen Beifall erntete der Vortragende. *** Die„ Contentia- Gießen feiert Samstag, den 8. April auf der„ Schönen Aussicht" ihr Stiftungsfest e geplant fei, das Hauptge de. Auch er alrat Braun twurf nieber ang habe htigen Borlo ber eine Enführung de der un ihre ereffenberg Wolf entgegen, = landwirtschaft merurteile. Dem chnung getragen urch Vertrauens treifen Fühlung der Landwirt Die süddeutschen Doran, fie werden 1011. durch einen Kommers. ? Die 5. Lokal- Geflügel- Ausstellung des Vogelsberger Geflügelzuchtvereins findet in den Tagen vom 13 big 15. Mai statt. solche Straßen abends bei Dunkelheit zu beleuchten. Auch hatte ich nicht die Gelegenheit, wie dieses ein Herr, welcher ebenfalls furz vor Abfahrt auf dem Bahnhof ankam, der sich einen Bekannten aus dem Orte mitgenommen, der ihn mit einer brennenden Laterne begleiten mußte, und trotzdem noch vom richtigen Wege abgekommen war. Schlimm wäre es, wenn alle Mitfahrenden mit einer Laterne in der Hand auf den Bahnhof wandern müßten, dieses wäre ein netter Fatelzug. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, hier Abhilfe zu schaffen. §§ Aus dem Ohmtal, 5. April. Denkmalsschutz. Heute besuchte Professor Klein aus Friedberg die Orte unseres Tales, sowie die Nachbargemeinden. Sein Besuch dient den Interessen des Denkmalschutzes, zu dem in erster Linie auch die Kirchen zählen. §§ Elpenrod, 5. April. Sturz der Holzpreise. Wer es mit der Deckung seines Bedarfes an Brennholz nicht zu eilig gehabt hat, fonnte bei den gestern hier aus den benachbarten Domanilwaldungen stattgehabten Holzversteigerungen verhältnismäßig billiges Holz faufen. Vier Raummeter Buchenscheit fofteten 24 bis 26 M.f, desgleichen bier Raummeter Buchenprügel 20 bis 21 Mt., der Raummeter Reisig 1 bis 1,50 Mt., Buchenstöcke zwei Raummeter 6 bis 7 Wt. Bei vorausgegangenen anderen Holzversteigernngen fosteten obengenannte Holzmengen ca. 10 Mark mehr. Aehnliche billige Holzpreise wurden auch legthin bei der Brennholzversteigerung im Burgwalde ** Lotterie- Bertrag Preußen Hessen? Die Mitteilungen über das geplante Lotterie- Abkommen zwischen Hessen und Preußen lauten so unklar, verworren und widersprechend, daß man unmöglich zu einem bestimmten Anhalt gelangen fann. Es gewinnt überhaupt den Anschein, daß verschiedene Parteien die Finger an den Draht gelegt haben, um ihre Nachrichten in die Presse zu lancieren. War die eine vor einigen Tagen in der Lage, die schwebenden Verhandlungen als abgeschlossen zu bezeichnen und die neue Lotteriegemeinschaft in ihren Grundzügen vorzuführen, sowaldung bei Merlau erzielt. fühlt die andere sich jetzt berufen, diese Meldung zu dementierrn. Sie erklärt: Die Unterhandlungen zwischen Preußen und Hessen haben bisher noch fein irgendwie greifbart& Ergebnis gezeitigt und es ist nicht abzusehen, ob sie überhaupt zu einem Resultate führen werden. Die Angaben über die Höhe einer Entschädigungssumme beruhen ebenfalls auf bloßen Vermutungen. Bestimmte Abmachungen sind auch in dieser Richtung noch nicht getroffen, dagegen ist zwischen den hessen- thüringischen Lotterie- Staaten selbst auf der Konferenz in Eisenach jüngst eine Einigung über die Grundlagen aller weiteren Verhandlungen mit Preußen erzielt worden. * Auch ein Aprilscherz. Auf einen Aprilscherz ift, so erzählt das„ Höchfter Kreisblatt", eine ganze Anzahl ländlicher Radfahrvereine hereingefallen. Sie erhlielten fürzlich eine Einladung zu einem am 2. April in PreungesAm heim stattfindender, reich mit Preisen dotierten Wettfahren, und die meisten machten sich, da die Zeit etwas furz bemessen war, mit großem Eifer an die nötige" Training". Sonntag gings dann mit Hurra nach Preungesheim. Dort harrte ihrer eine bittere Enttäuschung, denn der Preungesheimer Radfahrerverein wußte absolut nichts von der ganzen Geschichte, weder von der Einladung noch von dem Wett. fahren. * Ausstreichen, nicht radieren! Es scheint noch immer nicht genug bekannt zu sein, daß auf Adressenseiten der Postkarten nicht rabiert werden darf. Eine radierte Boffarte wird nämlich von der Weiterbeförderung ausgeschlossen und wenn der Absender bekannt ist, diesem wieder zurückgegeben. Man darf auf Postkarten Worte ausstreichen, aber nicht wegradieren! Domanial§§ Ermenrod, 5. April. Vandalismus. Zwei die Straße nach Ruppertenrod ziehende Handwerksburschen zertrümmerten eine Warungstafel des deutschen Radfahrerbundes und sieben an Telegraphenstangen befindliche Isolatoren. K Mainz, 6. April. Sensations- Prozeß. Heute beginnt vor der hiesigen Straffammer der Prozeß gegen den Domprop ft Malzi aus Worms, der des versuchten Sittlichkeitsverbrechens, der Nötigung und Freiheitsberaubung angeklagt ist. Für die Verhandlung, die unter Ausschluß der Deffentlichtert stattfinden wird, sind zwei Tage vorge sehen, da 50 Beugen zu vernehmen sind. Der Anklage liegt folgender Thatbestand zu Grunde: Vor Jahresfrist erzählte ein 13jähriges Mädchen in Worms zu Hause, daß sie der Die Eltern des Kindes Dompropst Malzi gefüßt hätte. ftellten den Geistlichen zur Rede, der sich entschuldigte, * Vom Gleiberg. Der Winter mit seinen Stürmen, feiner Nässe und seinem Frost hat bedauerlicherweise in der alten Königsburg Gleiberg arg gehauft. In der Kapelle ist Die eine Fundamentmauer zusammengestürzt und auch sonst noch schaut das Auge des Besuchers der Burgreste auf in in nicht allen leßten Monaten zusammengestürzte Trümmer. Der er die gejan leibergverein hat in seiner vorjährigen GeneralSeidenreid afammlung beschlossen, in den nächsten Seiten energisch an Die Sicherung der jahrtausend alten Mauern heran zu gehen. Ein inzwischen aufgestellter Rostenvoranschlag verlangt hierfür die bescheidene Summe von 10 000 Mt. Das aller, dringendste, was geschehen muß, ist die Sicherung der Mantelmauer um den Bergfrid, wofür 1000 Mt. vorgesehen ind und soll, wie wir erfahren, diese Arbeit im laufenden Staat bereit erklärt, den gleichen Betrag zur Erhaitung der Ruine herzugeben, den jährlich der Gleibergverein hierfür aufwendet. Neuerdings hat man sich um eine Subvention für den Gleiberg auch an die Rheinprovinz, in deren Bereich Es wäre zu wünschen und zu der Mitteilung befelbe liegt, gewendet. hoffen, daß reichlich Mittel mobil gemacht würden, um die Kenntnisnahme er zum Staatsfantlich dringenden Erhaltungsarbeiten an der das Lahntal zierenden Ruine Gleiberg in wenigen Jahren ausführen önnen. An der Bevölkerung der Städte Wezlar und Bießen und deren Umgebung aber ist es, recht häufig und ahlreich auf dem Gleiberg, dem Wahrzeichen unserer Segend, pril 1906 m.) Bei de Blotterie wurden Jahre ausgeführt werden. Bekanntlich hat sich der preußische Det. auf 17186 5000 R auf 30. ter v. Gnauth auch sein volles tretenen StaatsEs sind also vor allem die großen Vorteile, welche unsere Landwirte veranlaßt haben und weiterhin veranlassen werden, dem Kornhaus beizutreten. Wie wir hören, sieht sich die Verwaltung infolge dieser unerwarteten Beteiligung veranlaßt, schon in diesem Sommer Erweiterungsbauten vorzunehmen, und ebenso soll am Bahnhofe Nieder- Gemünden ein Lagerschuppen errichtet werden. Musikalische Familie. - Es streicht erste Geige Die Mutter im Haus, Die Tochter, die bleiche, Singt, daß es ein Graus. Auch spielt Tante Grete Klavier ohne Ruh, Der Neffe bläft Flöte Vortrefflich dazu. Markranstädt. Der Vater voll Sorgen Erhebet die Stimm', Weil teiner will borgen Erfaßt ihn der Grimm. Im funfivollen Singen Die Hausmagd übt sich, Melodisch ertlingen Die Teller der Küch'. Oft heult Spitz, der kleine, Daß Grauen jeden pact, So fehlt nur der eine Zu schlagen den Taft. Adolf Dreßler jun. Literarisches. Ein Segen für jede Frau ist ohne Frage das tonangebende Weltmodenblatt Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette. Rein anderes Modenblatt führt seinen Leserinnen so viele und so graziöse Toiletten in den herrlichsten Bildern vor Augen, tein ähnliches Unternehmen ist ihm, was Reichhaltigkeit, Vornehmheit und Billigkeit bes trifft, an die Seite zu stellen. Heute trifft, an die Seite zu stellen. Die Lieferung von Extraschnitten nach Körpermaß zum Selbstkostenpreise ist besonders nugbringend, ebenso dient der große, doppelseitige Schnittmuster bogen( zu jeder 14- täg. Nummer) demselben Zweck. Ter große Modenteil, die interessante Rubrik: Neuestes aus Paris", eine vornehme, reich illustrierte Belletristik mit spannendem Roman, eine große Extra- Handarbeitenbeilage, ein farbenprächtiges Modenkolorit zeugen von dem reichen Inhalt des Blattes. Abonnements auf die„ Große Modenwelt" mit bunter Jächervignette( man achte genau auf den Titel!) zu 1 Mt. vierteljährlich nehmen sämtliche Buchhandlungen und Postanstalten entgegen. Gratis Probenummern verlange man von dem Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35. Ein geradezu idealer Erzieher hinsichtlich der Bildung ist das einzig dastehende Woden- und Familienblatt Mode und Haus." In dieser besten aller Zeitschriften findet man alles, was für den modernen Menschen Juteresse hat, ganz besonders aber das, was Hauswirtschaft und Familie betrifft. Neben dem reichen Inhalt gewährt die große Anzahl der Beilagen uns einen Begriff von dem unerschöpflichen Lesestoff des Blattes. Da sehen wir eine illustrierte belletristische Beilage, ein farbenprächtiges Modenspannende Romanbeilage Aus besten Federn"," Humor", resp. Handarbeiten Kolorit, die„ Illustrierte Kinderwelt", die Herztlicher Ratgeber", eine Mufitbeilage und viele andere noch. Ganz speziell machen wir auf den mustergiltigen Schnittbogen aufmerksam, außerdem liefert der Verlag Extraschnitte nach eingesandtem Körpermaßteine sogenannten Normalschnitte gegen Vergütung der eigenen Selbstkosten von 60 Pfg. pro Schnitt für Erwachsene, 50 Pfg. für Kinder." Mode und Haus" foftet pro Quartal nur 1 Mt., mit Moden- resp. Handarbeiten- Kolorits 1,25 Mt. Abonnements bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. GratisProbenummern bei ersteren und durch den Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35. worauf man, um Aufsehen zu vermeiden, die Sache ruhen ließ. Ein Jahr später bestellte sich der Dompropst dasselbe Mädchen in seine Wohnung, wo er ihm vorhielt, es habe sich mit einem ebenfalls noch die Schule besuchenden Jungen vergangen. Das Mädchen bestritt das entschieden, doch unterschrieb es schließlich eine Bescheinigung, in der es den Borfall zugab. Darauf erklärte das Mädchen, es habe nur gezwungen die Unterschrift geleistet, worauf ihm der Geistliche eine Dhrfeige gab. Ein anderes Mädchen, das Malzi derselben Verfehlung mit demselben Jungen beschuldigte, soll er aufgefordert haben zu zeigen, was es gemacht hätte. Auch Kinder verwahrten sich jedoch entschieden gegen die Vorwürfe. den Jungen selbst ließ Malzi zu fich fommen. Sämtliche Rach ihren Angaben hätte sie der Geistliche eingeschlossen Nach ihren Angaben hätte sie der Geistliche eingeschlossen mit der Erklärung, sie nicht eher freizulassen, bis sie ein Geständnis abgelegt. Die Sache sprach sich herum, fam in die Zeitungen, worauf die hiesige Staatsanwaltschaft Anflage erhob. Bei Zeugenvernehmungen in Worms tauchte der Berdacht auf, daß manche Zeugen beeinflußt sein könnten, weshalb am 23. Februar die Berhaftung Walzi's und seine Ueberführung in das hiesige Untersuchungsgefängnis erfolgte. ? Darmstadt, 5. April. Arbeiterbewegung. Von den fürzlich in den Streif getretenen hiesigen Malern, Lackierern und Anstreichern haben 60 die Arbeit wieder aufgenommen, da einige Arbeitgeber die Forderungen bewilligten. Ein großer Teil der Streikenden, deren Zahl auf ca. 600 sich beläuft, ist abaereist. Die seitherige Entwickelung des Alsfelder Die seitherige Entwidelung des Alsfelder Kornhauses. Als im Februar v. Js. das Alsfelder Korrhaus gegründet wurde, wurden von den verschiedensten Seiten Be denken über die Prosperität und die Zweckmäßsigkeit einer derartigen Genossenschaft ausgesprochen, und selbst weitblickendere Landwirte blieben dem Unternehmen fern, weil ihnen, besonderes von faufmännischer Seite, die Gefahren für ein derartiges Unternehmen als recht große bezeichnet wurden. Es traten infolgedessen zu Anfang nur 54 Landwirtr bei. Heute, also taum nach einem Jahre, zählt die Genossenschaft über 300 Mitglieder, und der Umsag, den dieselbe seit Inbetriebseßung gemacht hat, dürfte nicht weit von/ Million Mt. betragen. Unsere Landwirte haben eignete fich gestern Stehr zu halten; es ist dies der einzige Dant, den jene sehr bald die großen Vorteile das Lagerhauses für ihren der chirurgischen Männer verlangen fönnen, welche uneigennüßig für die ErJager& Rumpf te vom dritten t und bewußtlos alten Alinit ver haltung der Burg als deren Hüter und Burgmänner wirken. § Trohe, 5. April. Mit dem 15. d. M. wird mit der Anlegung eines Grundbuches für die Gemarkung gen, einem Bein- Erohe begonnen. Erschütterungen Trais a. Lda. Eingesandt. 8ur Erledigung wichiger Geschäfte mußte ich am Sonntag Nachmittag nach Betrieb erkannt und nutzen ihn für sich aus. Es ist nicht nur das Getreide, welches der Genossenschaft zur Verwertung übergeben wird, sondern vor aller sind es die landw. Sülfestcffe: Künstliche Düngemittel, Kraftfuttermittel, Saatgut u. s. w., welches die Landwirte aus dem Kornhaus beziehen. was Kornhaus nach faufmännischen Grundsäßen und Erfahrungen geleitet, erseßt dem einzelnen Landwirte sonach zum Teile die eigene kaufmännische Tätigkeit und levorftellange Sondorf. Ich zog es vor, da das Wetter unfreundlich war, macht ihm die Erfahrung des geschulten Kaufmannes für ortrags- Abend der Lumdalischen" zu benutzen und fuhr nachmittags 3,15 Uhr seinen Betrieb nutzbar. Der Grundsatz der Verwaltung: hatte, veranlaßt on Lollar ab. Gegen 6 Uhr waren meine Geschäfte erorftellungs- Breifen " ledigt und ich machte mich auf den Weg zu Fuß nach Trais, einzelnen Landwirt die Sicherheit, in seinem Betriebe, solche ruflich lezte Ber- am mit dem letzten Zuge nach Lollar zu fahren. In Trais Hülfsstoffe anzuwenden. Er steigert daher deren Benutzung, enswürdigkeit beß gefommen, begab ich mich zunächst nach dem Bahnhofe, und der ganze Betrieb wird infolgedessen intensiver. Das reundliche Ueber m mich über die genaue Abfahrtzeit zu erfundigen. Es Kornhaus erhöht daher nicht nur die Einnahmen, sondern Wer sich also ochten wohl 4 Stunden verflossen sein als ich den Bahn- nüßt in hervorragendem Maße der Landwirtschaft im allgeof nach langem Suchen, ohne daß mir ein Unfall passiert| meinen. " " - Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 7. pril. Aufheiternd, nach kälterer Nacht und empfindlichem Nachtfrost Tagestemperatur wenig verändert. Nachtfrostgefahr. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Marktberichte. Sieken, 6. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per fb. 100-1.05 R., Sühueteler pet Stück 5-6 Bfg., Enteneter St. 0 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Pfa., Tauben per Baar . 0.80-1.00, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfb. 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 fg., Rindfletsch per fb. 62-68 Pfg. per Pft. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fleisch gesalzen per funb 0.76 fg., Stalbfleisch per fb. 70-74 Pfg. Hammelfleisch per Pfb. 50-74 fg., Kartoffeln pro 100 tlo 6.00 b. 6 50 W., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Pf. pet Stüd, Zentner 3-4 Mt. Mepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizett überhaupt nicht, und während der ersten diet Stunden der Markizett im Umherziehen feilgeboten werden. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gießen. Solider tüchtiger Hausbursche bei gutem Lohn gesucht. Meggermeister Schreiner. Gebrauchte, fast neue Pumpe preiswert abzugeben Gießen, elte: sweg 65. Möbl. Zimmer per sofort gesucht. Offerten unter T. a. d. Exp. d. Bl. erbeten. Jüngeres braves Dienstmädchen für fleinen Haushalt nach Gießen per 1. April sesucht. Näheres in der Erp. d. Bl. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer höheren Mädchenschule von Kellerfußboden aufwärts sollen Samstag, den 15. April v. Js, vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. darunter 1. Erd- und Maurerarbeit: ca. 434 cbm Bruchsteinmauerwerk, " 4016 Backsteinmauerwerk. " 2. Materiallieferung: a) 466 cbm Hardtbruchsteine, b) 63 000 Stüď Ringofensteine, c) 1585 000 Stüď Feldbrandsteine, d) 251500 kg gebrannter Kalk. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Café Leib, Freitag, den 7. April 1905, abends 8 Uhr: Ludwigsplatz Wiederholung des Vortrags- Abends Job. Seibel, LESSEN zu Volksvorstellungs- Preisen. Charlotte Gartner, Marga Ruf, Max Andreas, Otto Conradi. Reinhold Lüttjohann, Carl de Giorgi. Preise der Plätze: Loge num. Mr. 1.00, Saalplaß nichtnum. Mr. 0.40, Gallerie Mt. 0.20. Billette bei Herrn Challier, Neuenweg. Bürgerverein Giessen Freitag, den 7. April cr., abends 8½ Uhr in der Restauration Otto, Frankfurterstraße: Bordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunt Mitgliederversammlung: an uns einzureichen. - Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 5. April 19 5. Städtisches Hochbauamt. 92'000 Im Gebrauch! Filiale: Berlin Gerbel. 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( Ohne Gewähr.) 134[ 400] 72[ 400] 212 62 81 319[ 400] 39[ 1000] 403 30 62 539 87 600 52 75 876 976[ 400] 85[ 400] 1016[ 400] 21[ 1000] 42 47 66 114 19 37 90 315[ 1000] 32 400 54 73 509 21 78 86 625 45 700 17 35 48 807 970 73 2105 15 69 227[ 400] 319 39 452 526 60 68[ 400] 93[ 400] 600 [ 400] 66 99 708 63 86 93 825 48( 1000] 3067 119 214 47 73 79 84 311 28 49 86 486[ 400] 684 94 752 88 815 32 956 4016 50 83 126 63[ 2000] 286 325 36 38 41 74 407 68 96 556 734 37 60[ 1000] 71 807 26 36 41 69 911 37 57 5025 84 169 447 65 79 500 7 37 54[ 400] 754 962[ 1000] 91 6015 242[ 400] 85 99 339 403 36 58 61[ 400] 536 39 86 632[ 400] 729 77 86[ 400] 89 823 982 7012 24 37 55 77 163 78 205 419 37 66 87 620| 1000] 69[ 1090] 87 729 33[ 400] 48[ 400] 49 50[ 400] 75 898 913[ 1000] 18 78[ 1000] 88 8080 111 12 89 210 56 384 415 76 92 567 78 653[ 400] 87[ 1000] 90 94 762 87 95 902 36 53 56 80 9022 67 68 104 230 41 347 77 406 60 513[ 1000] 23 51 68 77 87 631 82 98 746 83[ 1000] 876 915 20 10021 103 20 46[ 1000] 61 241[ 400] 54 60 81 96 369 429[ 1000] 71 500[ 400] 20 45 56 611 726[ 400] 80 85[ 400] 97 98 905 11061 74 [ 1000] 165 215 48 300 57 430 58 518 640 701 15 805 23 31 36 69 12003 85 150 288 324 449 533 75 648[ 400] 52 728 83 846[ 1000] 85 915 13029 44 56 85 139 224 28 77 477 541 674 798[ 400] 837 907 94 14016 31 32 [ 1000] 50 62[ 400] 95 234 354 95 417 578[ 1000] 87 612 16 65 68 95 96 758 808 85[ 400] 933 15022 187 88 91 228[ 2000] 345 416[ 1000] 569 692 799 801 52 [ 1000] 919 21[ 2000] 60 62 76 16002[ 400] 19 48[ 400] 122 48 85 256 60[ 1000] 315 23[ 1000] 420 33[ 400] 566 654 84 705 858 945 17044 53 103 53 400] 218 88[ 400] 93 352 416 20 37[ 400] 527 640 726 81 872 917 18127[ 1000] 44[ 400] 200 10 362[ 1000] 459[ 1000] 520 85 751 824 003 13 39 19010 42 147 207 34[ 1000] 73 94 348 75 418 72 81 510 26 84 66 78 88 95 96 689 713 35 89 95 823 26 32 33[ 400] 914 44[ 1000] 57[ 400] 90 sowie alle Sorten Frühkartoffeln empfiehlt Kartoffelhandlung J.Handel, Gießen Schlußaafse 6. 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