er. n zum Db. 28 ernannt. affung der g meines Pfennig zehnftündige nicht da den ganzen nterm Ofen haben also megen eines zige Anfrage mein Mann er Berstreut cher Sprache ich an der nich doch Der Neuen Berliner Nr. 31. Jesertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10.fg. fonft 15 fy. Reklamen bie Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Montag, den 6. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Crattabetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Vom Kanal zum Wafferftrafsengefetz. ( Ein Interview.) Die zweite Lesung der vielumstrittenen Kanalvorlage", die das preußische Abgeordnetenhaus zur Zeit beschäftigt, hat bereits in den ersten Tagen der Debatte gezeigt, daß die stille, unverdrossene Arbeit der Kommission einen Ausgleich zwischen den widerstreitenden Interessen angebahnt hat. Nicht mehr der Kanal" ist es, dessen Bewilligung von der Volksvertretung gefordert wird, sondern ein planmäßiger Ausbau des großen preußischen Wasserstraßennetzes. Wie unser CB.- Mitarbeiter erfährt, hat die Regierung begründete Aussicht, daß die Vorlage in der Kommissionsfassung auf feinen unüberwindbaren Widerspruch stößt. Ein mit der Entstehungsgeschichte des Entwurfes wie mit den weiteren Plänen der Regierung aufs eingehendste vertrauter Parlamentarier äußerte sich zu ihm wie folgt: O, Herz, Solch eine schwere Pein, Und es zu scheinen, ist So leicht ist's, gut zu sein; verfuch' es nur, Stüd blaurot. Dann firedte er plötzlich den Kopf weit vor, nabm Marsch1" ..sarademarsch in Bügen... erster Bug. einen gertabat ging den Weg des Fleisches. Hauptmann sprengte wieder vor die Front. iffen Anlauf, ein gurgelndes Schluden und das ning tobellos porüber, night in der ameite. ... Paradeeee. Der rite Sug Seit mehr denn fünf Jahren ist das politische Leben in Preußen ungewöhnlich stark von einem wirtschaftlichen Unternehmen beeinflußt und bewegt, das der Staat im Interesse des Verkehrs und der Güterversendung plante. Man hatte erkanntes war einfach unmöglich, es nicht zu erkennen daß die Eisenbahnen an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt waren, daß sie den Forderungen des Verkehrs gegenüber zu versagen begannen. Nicht Bahl noch Länge der Züge ließ sich weiter vermehren. Selbst Sie Anlegung neuer Geleise, die Beschaffung von Riesenvagen und Riesenlokomotiver versprach feine durchgreifende Besserung. Eine Entlastung der Eisenbahnen war nötig, und diese war nur durch die Herstellung von Wasserwegen zu erreichen, die eine billige Beförderung ermöglichen. Aus Dieser Erwägung entstand der namentlich vom Kaiser mit impulfiber Anteilnahme begünstigte Plan, unter Benutzung der vorhandenen Kanäle und natürlichen Wasserstraßen über Das ganze Land ein dichtes Kanalneß zu breiten, das den größten Anforderungen des Güterverkehrs genügen würde. Die Ausgaben wurden auf nahe an 400 millionen Mark geschätzt. Die Vorlage kam und scheiterte im Abgeordnetenhaus. Das geschah unter ziemlich eigentümlichen Umſtänden. Der damalige Finanzminister v. Miquel galt für einen Gegner des Entwurfs. Man erzählte ihm nach, er habe von den Konservativen gesagt, sie würden die größten Esel sein, wenn sie dem Kanalgeseßentwurf zustimmten, den er felbfi mit eingebracht und unterzeichnet hatte. Ob das bloß ein Märchen ist, das weiß man nicht genau. Sicher ist, daß Finanzminister Miquel nicht widersprach, daß die Kanalgegner fest zu ihm hielten, und daß die Minister, die von Ressort wegen an dem Kanalwerk zumeist interessiert waren, mit Herrn Miquel nicht sehr aut standen. Eisenbahnmuniter Thielen richtete das Wort„ Gebaut wird er doch!" namentlich gegen seinen Kollegen von der Finanz. Das erste ministerielle Opfer aber, das der Kanal kostete, war der Minister des Innern v. d. Necke. Dieser hatte die Regierungsbeamten, die als Abgeordnete gegen die erste Kanalvorlage gestimmt, Landräte und Regierungspräsidenten, gemaßregelt, aus dem Dienst entlassen, auf Wartegeld gesetzt. Die Gemaßregelten wurden bald darauf wieder in Gnaden aufgenommen und befördert, der Minister aber mußte gehen. Ihm folgte nach dem Scheitern der zweiten Kanalvorlage der Eisenbahnminister Thielen, und endlich Finanzminister v. Miquel selbst, der, mit Recht oder Unrecht, in dieser Sache als der Vater aller Hindernisse" angesehen wurde. Jekt war die Bahn frei. Man bemühte sich, zu einer sachlichen Beurteilung des ganzen Planes als eines rein wirtschaftlichen Unternehmens zurückzukehren, man schränkte den ganzen Plan ein, wollte sich gewissermaßen mit Abschlagsbauten begnügen, legte sein Schwergewicht in die Herstellung von Verbindungen innerhalb einzelner Provinzen und willigte schließlich in die Einführung des staatlichen Schleppmonopols auf den zu erbauenden Kanälen. Auf diese Weise ist aus der Kanalvorlage eine Kanälevorlage geworden, ein Wasserstraßengeseß, wie Minister v. Budde es im Abgeordnetenhause nannte. Der Eselsmüller und die Falschmünze r. 3) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Heiner in Uniform, Schleppsäbel an der Seite, Sporn an seinen„ Kanonen" und ſizend unter einem Baume! Er griff in seine Tasche und wollte etwas zu effen holen. Auch da war nichts. Es war zum Verzweifeln. Am Sattel seines Gaules hing die Satteltasche, worin das von seiner Mutter, wie er seine Frau nannte, mitgegebene Schinkenbrod war. Es war noch ächter Westfälischer, den er so gern aß. Doch selbst damit sind nicht alle Widersacherschaften beseitigt worden. Aus den Kanälen kann ja jederzeit der gefürchtete große Kanal werden. Weshalb namentlich der große Kanal gefürchtet wird, das hat freilich so ganz genau noch niemand gewußt, wenigstens noch niemand gesagt. Gerade deswegen ist es vielleicht besonders flug, dem großen Kanalgespenst aus dem Weg zu gehen. Sind die verschiedenen Kanäle erst da, hat man sich an diese gewöhnt und ihren Vorteil anerkannt, so findet man sich am Ende auch mit dem großen Kanal ab und macht mit ihm seinen Frieden. " Ja, Mutter, wärest Du hier bei mir! Doch ne, es ist besser so, sie würde sonst gleich wieder anfangen! Siehst Du, Heiner, der liebe Gott straft Dich um Deines Fluches willen." Dann fuhr er fort, eine liebe brave Frau habe ich, paßt man blos nicht für so einen rauhen Kerl wie ich bin. Na muß sich eben leiden. Betet ja für mich, ist doch ein Troft. Unser Herrgott wird ein Einsehen haben und mich auch annehmen, bin nun einmal so." Vielleicht stößt man in späterer Zeit einmal auf eine Aufzeichnung des verstorbenen Finanzministers Miquel, die auf seine Kanalfeindlichkeit Licht wirft. Dann stellt sich vielleicht heraus, daß der kluge Mann von dem Kanal nichts wissen wollte, weil er von seinen Bürgermeister- Erfahrungen her den Baumeistern im allgemeinen und den Wasserbaumeistern ganz im besonderen mißtraute, deren Voranschläge in der Regel ums Doppelte und Dreifache überschritten werden. Doch es schiene als schäme er sich dieser Gedanken, fie hätten ihn sonst an seine frommen Eltern erinnert, das durfte nicht sein. Er griff fich deshalb an die Haare, er hatte Hunger und Durst, und schrie:„ Efelsmüller Du bist der leibhaftige Lucifer selbst." Doch nicht, Herr Grenzjäger", rief der Eselsmüller in diesem Augenblicke. " Jedenfalls wird man jezt zu einem vorläufigen Abschluß * men, und das ist gut. Die Aufregung war stärker, als di. Sache verdiente. Es wird der Sache nur nüßlich sein, wenn man eine Zeitlang nicht von ihr spricht. Wütend sprang Heiner auf," Teufel jetzt stirbst Du," schrie er, zog den Säbel und wollte auf den Eselsmüller losschlagen. Doch im selben Augenblicke schrte er auch:„ Au au, verf.... Füße, das." Der Eselsmüller hatte in aller Gemütsruhe sich auf seinen Gſel geſetzt und hielt eine großkalibrige Pistole gespannt auf Heiner. Ein Lächeln trat auf sein Gesicht als Heiner schrie. Da brauchte er nicht zu schteßen. Der Krieg in Oftafien. General Kuropatkin hat sich durch den ersten Mißerfolg nicht abschrecken lassen und bereits wieder einen Vorstoß begonnen. Die russische Offensive richtet sich vor allem gegen Heifoutai, doch haben bisher die russischen Angriffe ihr Ziel nicht erreicht. Der Korrespondent des Reuterschen Bureaus bei der Armee des Generals Oku meldet, daß ein russisches Detachement Heikoutai angegriffen habe, aber mit einem Verlust von 160 Toten zurückgeschlagen worden sei. Wie man in London annimmt, geht der Plan Kuropatkins darauf hinaus, Liaojang von neuem zu besetzen. Doch ist dies wohl bloß eine müßige Kombination. Eine Depesche des Marschalls Oyama besagt, daß die Russen ihre Tätigkeit gegen den linken japanischen Flügel wieder aufnahmen und daß beständig Scharmüzel stattfanden. Heftige gegenseitige Beschießung mit Artillerie fand an der Front aller beiderseitigen Armeen statt. „ Herr Grenzaufseher," sprach er darum, Ihr Gaul ist fort. Hülfe ist eben sobald keine zu erhoffen. Hunger und Durst tut weh. Wißt Ihr was? Ich gebe Euch dieses Fläschchen Nordhäuser und ein großes Stück Bumpernikel, hier im Wams habe ich es mit Schinken belegt, dieses reicht für heute und morgen Vormittag. Hoffentlich kommt bis dahin ein rettender Wagen, welcher Euch nach Arnsberg oder Iserlohn mit nimmt. Schlafen, Herr Grenzaufseher, müßt Ihr allerdings bei Mutter Grün. Wollte ich Euch meinen Hans geben, ich täte es gerne ,, aber der bockt, Ihr habt's erfahren. Soll ich ihn führen, dann kommen wir zwei in zu nahe Berührung. Später, wenn Ihr zahm seid, wie Euere Vorgänger, dann, nun dann fönnt ihr Euch mal einen Eselsritt erlauben auf meinem Grauchen und ich bürge dafür er bockt nicht." Die Japaner beschuldigen die Russen aufs neue der Verstümmelung von japanischen Verwundeten. Nach glaubwürdiger Meldung, so heißt es in einem Bericht aus dem Hauptquartier, wurde eine aus einem Offizier und 28 Mann bestehende japanische Abteilung am 26. Januar bei Houaulachzou von Russen eingeschlossen; sie verteidigte sich, bis die Mehrzahl der Leute verwundet war, und ergab sich dann; die Russen verstümmelten alle unsere Verwundeten. Bekanntlich haben s. 3t. die Russen denselben Vorwurf gegen die Japaner erhoben, die ihn mit Entrüstung zurückwiesen. Jetzt wird den Russen von japanischer Seite mit Zinsen heimgezahlt, doch werden auch sie wohl nur verleumdet sein. | auf den Müller los.„ Au, au, meine Kloben da unten" „ Hör auf, Halunke," schrie Heiner und sprang wieder und er stampfte mit den Füßen( Aloben), um aufs neue aufzuschreien.„ kter!, wären meine Füße gut, wie meine Fäuste, Dich würde ich würgen." Vom Bergarbeiterftreik. Effen, 4. Februar. So groß die Befriedigung ist, die man bei der Wahrnehmung empfindet, daß die Bergarbeiter im westfälischen Kohlengebiet musterhafte Ordnung zu wahren wissen, daß sie noch an feiner Stelle zum Einschreiten der Polizei oder auch nur zu einem Tadel Anlaß gegeben haben- man bleibt doch unter dem Druck eines unbehaglichen Gefühls: es könnte jeden Augenblick ein Wechsel eintreten, die Stimmung könnte umschlagen. Diese Möglichkeit ist nicht bloß borhanden, sie wird sogar von Tag zu Tag mehr zur Wahrscheinlichkeit Das liegt in der Natur der Dinge und der Menschen. Der Streifende ist schon gereizt, ehe er zu dem Entschluß des Streifens kommt. Er weiß, daß er den wirtschaftlich Stärkeren sich gegenüber hat, daß er Bundesgenos sen haben muß, um Aussicht auf Erfolg zu gewinnen. Sein eigener Einsatz ist schmal, aber er stellt seinen ganzen Besitz dar, den Stolz und die Freude seines Lebens, den Ertrag einer langen Sparsamkeit. Schwindet dieser Einsatz, so wächst die gereizte Stimmung, und die Gefahr ist da, daß der beste Vorsak, Ruhe zu halten, dem gewalttätigen n- itinkt gegenüber seine Kraft verliert. Darum sieht man mit " Weiß schon," sagte der Eselsmüller, ist gut für Euch und mich. Wären Guere Kloben gut," so ständen wir jetzt gegeneinander Jassen ließe ich mich von einem Grüncock nicht. Gewehr habt Ihr feins; auf Guren Säbel aber pfeife ich. The Thr den zöget, liegt Ihr erschossen im Graben. Dann wäre ich ein Mörder. Meine seligen Eltern haben mich aber die zehn Gebote gelernt, davon heißt das fünfte: Du sollst nicht töten. Ja höre es Grünrock, es steht also geschrieben. Doch ich will Dir ja nicht predigen, das mag Dein Ernst tun. Hier stelle ich den Nordhäuser hin mit dem Anderen. schmecken. So Bruder Saufaus, laß es Dir gut Stärkung tut not bis Hülfe kommt. Wünsche gut zu ruhen! Adieu, Herr Grenzaufseher." Dann ritt er fort auf Hüften zu. Der Kontrolleur Heiner, wie er in Werl eigentlich stets genannt wurde, tobte und raste wie ein Stier. Dann fluchte und haderte er mit Gott und der Welt. Warum hatte unser Herr Gott ihm, den Heiner föniglichen Grenzaufseher, auch so miserable Füße gegeben? Wenn die Knoten noch oben druff wären", so sprach er, aber sie sind unnen drunner. Da mag der Teufel druff gehen, ich fanns nicht. Hätte ich nur meinen Gaul, ich ritt ein ganzes Dorf eben in meiner Wut zusammen. " - Also Doch was half all sein Toben? Hunger und Turst hatte er. Nach Neheim zu gehen, das ging nicht, friechen konnte er doch nicht die drei Wegestunden. Nach Hüften zurück? Nee, ob gleich es nur eine Wegstunde war, nicht zurück. Ich kann nicht, auch wenn ich könnte, dann auch nicht. Lieber hier bet Mutter Grün im Straßengraben liegen bleiben," wie ihm der verfluchte Eselsmüller geraten. Wenn er seine empfindlichen Beine wirklich bis Hüsten zurückschleife, was dann... Lächerlich, der königliche berittene Grenzaufseher Heiner ritt ſtolz auf seinem Schimmel aus Hüften und käme jezt gekrochen wie ein Kind das nicht laufen kann. Den Spott trage ich nicht. Heiner, alter Junge, nimin von diesem Teufelsauswurf, dem Eselsmüller, die Gnade an, iß seinen Pumpernitel mit Schinken und seinen eingeschmuggelten Nordhäufer, daß er der Halunke ist, der Schmuggler, daran ist kein Zweifel. Nur zweifle ich bald an meinem Verstande, daß so ein Kunde mich bis in den Straßengraben mit meiner herrlichen Uniform gebracht hat. Wäre doch jetzt nur mein Ernst hier, der könnte mir eine Predigt halten über den Wechsel der Geschicke. Mein Lorenz aber würde mit seiner matematischen Weisheit mir beweisen, daß, wer vom Esel fällt, im Straßengraben, wenn er Glück hat, ankommt." Jetzt, nachdem Heiner etwas ruhiger geworden war, aß er wirklich von des Eselsmüllers Pumpernikel mit Schinken. Es war ein etwa 1 Pfund wiegendes Stück, dann trant er auch einen tüchtigen Schluck vom Nordhäuser. O wie wohl ihm dieses tat.( Forts. folgt.) Ungeduld besseren Nachrichten aus oem uyrrevter entgegen. Man möchte von Verständigungen hören, von der Menanbahnung geordneter Verhältnisse, d. i. von der RückFehr zur Arbeit unter befriedigenden Arbeitsbedingungen. Noch wartet man vergeblich. Der Minister des Innern bereist den Bezirk- eine lebendige Warnung gegen Ausschreitungen. Von ihm aber kann der Frieden nicht kommen. Den sollten die Bergwerksbesitzer bringen, und diesen gegenüber wird vielleicht der Handelsminister sanfte Gewalt anzuwenden haben. Oberschlesien zeigt, daß bei gutem WilYen gegen das Streiffieber schon etwas auszurichten ist. In Zabrze hat die königliche Berginspektion den Arbeitern, die ohne Ermächtigung drei Tage feiern, mit Entlassung gedroht, mit Entlassungen auch schon den Anfang machen müssen. Das ist kein übles Zeichen, besonders, da zugleich hervorgehoben werden kann, daß das sonstige Verhalten der Bergarbeiter auch in Oberschlesien nichts zu wünschen übrig läßt. Die Berginspektion würde den entscheidenden Schritt nicht getan haben, wenn sie ihrer Sache nicht ziemlich sicher wäre. Die Zahl der Streifenden hat in den wesentlichsten oberschlesischen Gruben sehr abgenommen, auf die Hälfte und noch weit darunter. Die Zugeständnisse, die man den Arbeitern gemacht, haben gute Wirkung geübt. So wurde den Schleppern auf der Friedensgrube der Antonienhütte die Forderung einer Erhöhung des niedrigsten Lohnes von 15 auf 20 Pfennig pro Kasten ohne Zögern bewilligt; über andere Forderungen wird unterhandelt. Die Politik. Klima in kurzen Zwischenräumen erforderte Aufstandsbewegung den landesüblichen Fortgang genommen. In der Hauptstadt führte sie zu einigen Ruhestörungen. Mehrere Polizeiposten wurden von einem etwa dreißig Mann starken Haufen angegriffen; der Angriff wurde aber überall abgeschlagen. Eine kleine Gruppe machte einen Angriff auf das Arsenal, der ebenfalls zurückgeschlagen wurde; die Angreifer wurden gefangen genommen. Es geht das Gerücht, zwei Regimenter hätten sich empört und marschierten gegen Buenos Aires. Die Regierung war von dem Plan des Aufstandes unterrichtet; sie hat alle Maßnahmen zu einer Unterdrückung ergriffen. Eine bemerkenswerte flottenfreundliche Kundgebung wird aus München gemeldet. Die Handels- und Gewerbefammer für Oberbayern hat erklärt, daß sie in einer starken deutschen Kriegsmarine die Hauptgewähr für eine friedliche Weiterentwickelung unserer internationalen Handelsbeziehungen, sowie für die Sicherheit unserer Handelsflotte und damit von Deutschlands Handel und Industrie erblicke. Sie erachte daher die weitere beschleunigte Ausgestaltung der Flotte als eine dringende, durch die wirtschaftlichen Interessen des deutschen Volkes gebotene Notwendigkeit und begrüße aufs freudigste die dahin zielenden Brebungen des Deutschen Flottenvereins, denen sie vollen Erfolg wünsche. Es ist eine alte Wahrnehmung, daß die Freude am Meer mit der Entfernung von ihm wächst. Die StrandLewohner sind mit dem Meer zu familiär, sie haben zu biel mit ihm tagtäglich zu tun, als daß sie zu begeisterter Betrachtung Zeit und Neigung hätten. Die echte Landratte, die nur an seltenen Feiertagen die See zu sehen bekommt, hat für sie die schwärmerischste Liebe. So ist die Liebe zum Meer prächtig und wirkungsvoll verteilt: der Anwohner liebt es als seine Lebensgenostin, der Binnenländer netht ihm seine höchsten Gefühle. Darum ist die Flotte in ganz Deutschland, selbst als es ein Deutschland noch gar nicht gab, überaus populär gewesen, und der Stolz auf unsere Kriegsmarine ist im Süden des Reichs gewiß nicht geringer, als im seebespülten Norden. frankreich. Celogen wie telegrappiert unserem ständigen Korrespondenten.) Berlin, 4. Februar. Fürst Bismarck hat einmal dem alten Wort„ Gelogen wie gedruckt" modernes Gewand gegeben, indem er dafür sagte ,, Gelogen wie telegraphiert". Und dabei hatte er nicht einmal Leistungen des Telegraphen vor sich gehabt, wie sie uns jezt täglich aus Rußland vorliegen! Es wird in Rußland gegenwärtig mehr denn je- telegraphiert. Man darf sicher sein, daß jeder Meldung von dort ohne Ausnahme das Dementi folgt; man ist aber gar nicht sicher, ob die Meldung richtig ist oder das Dementi, oder ob nicht beides erlogen ist. Unter diese unverbrüchliche Regel fällt das Gleichgültige ebenso wie das Wichtige. Aus der nämlichen amtlichen Quelle und zur gleichen Zeit kommen Nachrichten, die gar nicht nebeneinander bestehen können. Die Ruhe ist wiedergefehrt, heißt es in dem einen Telegramm, die Arbeit ist überall neu begonnen. Kaum hat man hiervon mit Befriedigung Kenntnis genommen, so erfährt man, daß in der Gegend von Sosnowice Umzüge der Streikenden durch ihre bloße Massenhaftigkeit den Zugverkehr auf den Eisenbahnen unterbrachen, daß die Ausständigen in der Gegend von Dombrowa den Bahnhof der Weichselbahn in Strzandeszyce verwüstet und die nach Warschau verkehrenden Züge aufgehalten haben, daß in Lodz eine einzige Salve des aufgebotenen Militärs 54 Personen tot oder verwundet niederwarf, daß Dombrowa eine starke Garnison erhalten hat, um Ausschreitungen der Ausständigen zu verhüten. Bis auf das Weichselgebiet ist der ordnungsmäßige Zustand hergestellt, heißt es in einem weiteren Telegramm, dem die Meldung unmittelbar folgt, daß in Minsk die Apotheker streiken Die Volksbewegung in Rußland findet, wie begreiflich, in dem überwiegend demokratisch gesinnten Frankreich lebhafteste Sympathie, und dem entspricht es, daß man allenthalben Proteste gegen die russische Regierung bringt, die den bescheidensten freiheitlichen Wünschen mit so unbedingter blehnung entgegentritt. Daraus entsteht naturgemäß ein Zwiespalt, da das offizielle Frankreich mit dem offiziellen Rußland verbündet ist. In Paris hat sich eine Vereinigung Freunde des russischen Volkes" gebildet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, die öffentliche Meinung über die Vorgänge in Rußland aufzuklären und die Sympathien der Franzosen für den Freiheitskampf der Russen diesen zur Kenntnis zu bringen. An der Spite der Vereinigung stehen Schriftsteller Anatole France, Senator George Clémenceau und Adolfe Carnot, ein Bruder des verstorbenen Präsidenten. Mit einer in Frankreich nicht immer üblichen Besonnenheit haben die Vereinsleiter von einer für Sonntag, den 5. Februar, geplanten Demonstration am Grabe des russischen Revolutionärs Peter Lawrons abgeraten, damit nicht die französische Regierung den ihr willkommenen Anlaß finde, eine Massenausweisung russischer Flüchtlinge auf Grund des Anarchistengesetzes vorzunehmen. In Paris haben bereits mehrere öffentliche Versammlungen stattgefunden, in denen gegen die Haltung der russischen Regierung lebhaft protestiert wurde. England. ein Streif, der wohl ohne gleichen ist, daß in Kjalce die Schüler der oberen Klasse in lärmendem Aufstand Unterricht in polnischer Sprache, die Anstellung ausschließlich polnischer Lehrer und die Einstellung des Unterrichts in der Mädchenschule verlangten. Das klingt wie Operettentert, über den man gern lachen würde, schlösse sich nicht die ernsthafte und die Lage in trübem Licht zeigende Meldung an, daß in Moskau die Universitätsvorlesungen bis zum Herbst A Eine ungemein kriegerische Sprache gegen Deutschland führte der Zivillord der Admiralität, Artur Lee, in einer Rede, die er in East- Leigh hielt. Er sagte, die Regierung habe nicht mehr so sehr Frankreich und das Mittelmeer zu überwachen, als mit Unruhe, obschon nicht mit Furcht, nach der Nordsee hin zu blicken. Aus diesem Grund seien die englischen Flotten so umgestaltet worden, daß sie der Gefahr von dieser Seite trogen können. Wenn es unglücklicherweise zu einer Kriegserklärung kommen sollte, würde die englische Flotte den ersten Schlag führen, noch ehe man auf der anderen Seite Zeit gehabt hätte, die Kriegserklä rung in den Blättern zu lesen. Der sätelrasselnde Lord scheint einen Leitartikel der„ Times" schlecht verdaut zu haben. Rufsland: nicht als Toleranzantrag, sondern als ein Kampfantrag gegen die Staatshoheit zu bezeichnen und als solcher zu be fämpfen. Der Sozialdemokrat Dr. David erklärte sich für den ersten Teil des Antrags, aber gegen den zweiten, in dem nur von anerkannten Religionsgesellschaften die Rede ist. Da zeige sich, daß das Zentrum wirkliche Toleranz nicht be size; wer die wirklich wolle, müsse die Jugend dazu erziehen und deshalb für paritätische Schulen eintreten, in denen vou Staats wegen Religionsunterricht überhaupt nicht erteilttverde. Freufsifcher Landtag. Hans der Abgeordneten. ** Der G dem Wertführer Cabal- Baletiere Arofdorf, b Gießen, bem bach, der Tag fämtlich in 2 Gießen, das 2 treue Arbeit" * Die D Borilant herzog bei Erwiderung des Prinzer Ew. Ich für bi gerichtet ba bag Seine Wir uns b greifen Wi Sein Kind hinderte, h Ew. König in Leid und hält es al temmen mag Mir in den und Ronig bu Der Bermahlung u ihm fich vollzo Seine Jah jen Wünsche, au bringen zu und Deinen ( 132. Sigung.) RK. Berlin, 4. Februar. Bei der heutigen Fortsetzung der Kanaldebatte zeigte das Haus schon kaum mehr die Physiognomie des großen Tages". Tribünen und Sigungssaal waren be reits wesentlich leerer, und der erste Redner, der konserva tive Abg. v. Arnim, hatte gegen eine starke Unruhe des Hauses anzukämpfen. Er trat im Namen der Minderheil seiner Fraktion für die Vorlage ein, falls die Kommissions fassung unverändert bleibe. Nach ihm nahm der Minister v. Bud de das Wort, um in den Streit über die rechtliche Zulässigkeit der Schiffahrtsabgaben aufflärend einzugreifen. Er wies mit aller Entschiedenheit den Verdacht zurück, daß die preußische Regierung sich in diesem Punkte einer Ver letzung der Reichsverfassung schuldig machen würde. Leb haftes Bravo folgte dieser Erklärung. Sodann betonte der Minister ausdrücklich, daß auf mehreren Strömen, wie auf dem Pregel, der unteren Weser und anderen, ja bereits Ab gaben erhoben werden. Nun kamen wieder die Redner der Parteien an die Reihe, vom Bureau in angenehmer Ab. wechselung so geordnet, daß immer„ Nein" auf" Ja" und " Ja" auf„ Nein" folgte. Für den kleinen Teil des Zentrums, der im Interesse der Landwirtschaft den Kanal bekämpft, sprach Graf Spee, für die kanalfreundlichen Freikonservativen Frhr. v. 3edlitz, dessen interessante, temperamentvolle Ausführungen einen Höhepunkt der heutigen Debatte bildeten. Die gespannte Aufmerksamkeit, mit der das Haus seiner Rede gefolgt war, verslog schnell, als der polnische Abg. v. Grabski begann, die im großen und ganzen ablehnende Haltung seiner Fraktion zu be gründen. Die endgültige Stellungnahme freilich behielt er sich noch vor. Auch der Abg. Broemel von der freisin nigen Vereinigung fand nur wenig aufmerksame Zuhörer, als er zwar für den Kanal, aber mit großer Verve gegen die Schiffahrtsabgaben sprach. Nachdem der Abg. Roeren für die Hineinziehung der Saar-, Mosel- und Lahnkanalisie rung in die Vorlage eingetreten war, gelang es zum Schluß noch einmal dem konservativen Abg. v. Pappenheim, die Anwesenden um sich zu versammeln und zu fesseln. Er erklärte sich mit warmen Worten für den Kanal; dis conditio sine qua non aber sei die Einführung der Schiff fahrtsabgaben. Nunmehr wurde die weitere Beratung aus Montag vertagt. vom Februar an! eingestellt sind, daß man eine große Studentenversammlung dadurch vereitelt hat, daß man ihr einen hinreichend großen Saal verweigerte und daß am Samstag der Betrieb der Straßenbahnen eingestellt worden ist. Auch in Warschau sind zur Vermeidung von Unfällen" die Schulen bis auf weiteres geschlossen worden. Dasselbe ist im Bezirk von Sosnowice geschehen, wo 40 000 Mann ausständig sind. Hier haben die Streifenden die Verwaltungsbeamten der Fabriken in ihre Versammlungen mitgeschleppt. Sie fordern Abschaffung der Arbeiterbeaufsichtigung beim Verlassen der Fabrik, das Recht der Mitwirkung bei der Ernennung von Werkführern, Teilnahme an der Aufsicht über die Krankenkassen und die gesundheitlichen Arbeitseinrichtungen, 1,50 Rubel Mindestlohn für die männ lichen, 1,20 Rubel für die weblichen Arbeiter. Erfuhr man gestern, daß der Zar auf eine von Darmstadt ans an ihn gelangte Anregung die Entlassung Marim Gorfis aus dem Gefängnis verfügt, gleichzeitig aber die Zensur im ganzen russischen Seich jede Aufführung eines Gorkischen Werkes berboten habe, so wird heute berichtet, daß die erste Meldung ,, berfrüht" sei, daß Gorfi nach wie vor in der Peter BaulsFestung size, wo er jedoch gut behandelt werde, wie er der ihn besuchenden Tochter gesagt haben soll. Der Galgen wartet seiner, hieß es gestern; und heute wird versichert, daß ihn höchstens die Verurteilung zu vorübergehendem Aufenthalt im Innern Rußlands treffen könne. Die Reformarbeiten des Ministerkomitees haben einen neuen Vorschlag gezeitigt: Von jedem Gouvernement sollen je zwei Semstvovertreter, einer von dem GouvernementsSemstwo, einer von den Kreis- Semstwos, gewählt werden, ebenso soll von den Städten über 50 000 Einwohner je ein Vertreter entsandt werden, die im Verein mit 15 Vertretern der Ministerien unter dem Vorsitz eines vom Zaren zu ernennenden Präsidenten eine Umarbeitung der Selbstverwaltungsvorschriften vorzunehmen haben. Wenn man will, fann man hierin eine Art vorbereitenden Parlaments sehen, ein Mittelding zwischen Volksvertretung und Staatsrat. Balkan- Staaten. In Serbien sollte wieder einmal eine Ministerkrisis bevorstehen, das Kabinett Paschitsch seine Entlassung nachgesucht haben. Die Meldung ist verfrüht. Noch sind Krone und Ministerium in vollem Einvernehmen. Für die Dauer übernimmt fein Teil Gewähr, denn in Serbien ist nichts dauernd außer dem Wechsel. Amerika. In Buenos Aires hat die allem Anschein nach vom Diese stattliche Summe von Unwahrheiten, die innerhalb fürzesten Zeitraums der Ehre telegraphischer Verbreitung teilhaftig geworden sind, stellt übrigens den harmloseren Teil der öffentlichen Frreführung dar. Die telegraphierten Mittel der politischen Brunnenvergiftung" sind dabei noch gar nicht erwähnt. Für solche systematische Brunnenvergiftung sind einene Organe geschaffen, gewisse telegraphische Korrespondenzbureaus, wie die„ Agence latine", deren ganzer Daseinszweck darin besteht, Berleumdungen auszustreuen, hetzerische Unwahrheiten zu verbreiten. Diese ,, Agence latine" ist es gewesen, die telegraphisch der Welt verfündet hat, es sei festgestellt worden, daß der frühere Finanzminister, jetzige Präsident des Ministerkomitees Witte der Urheber der Unruhen in Petersburg, Moskau und im ganzen Reich gewesen, und daß er geflohen sei, nachdem er seine Schuld entdeckt gesehen. Das ist dieselbe„ Agence latine", die nach Ausbruch des Aufstandes und nach dem Petersburger blutigen Sonntag" das Märchen verbreitete, es sei erwiesen, daß englisches und japanisches Geld die Aufwiegler angestiftet habe. Das sind Lügen, grobe Lügen, obwohl eine andere Telegraphen- Agentur, die amtliche russische, es sagt. In diesem Ausnahmefall darf man ihr glauben. Deutfcher Reichstag. ( 133. Sigung.) CB. Berlin, 4. Februar. Nab und Fern. An eine dunkle Angelegenheit erinnert folgende Befanntmachung im Reichsanzeiger:„ Auf den Bericht vom 31. Dezember v. J. will Ich der Stadt Konik auf Grund des Gesetzes vom 11. Juni 1874( Gesetzsamml. S, 221) das Recht verleihen, zum Zwecke der Zuschüttung des nördlichen Teiles des Mönchsees, die in diesem dem Schmiedemeister Ernst Splett als Eigentümer des Grundstücks Konik Blatt 189 zustehende Spülgerechtigkeit im Wege der Enteignung zu erwerben. Berlin, den 9. Januar 1905. Wilhelm R. Frhr. v. Hammerstein." Im Mönchsee wurden bekanntlich zu verschiedenen Zeiten die Teile der Leiche des ermordeten Gymnasiasten Winter gefunden. Mit der Zuschüttung des nördlichen Teiles des Mönchsees wird vielleicht nun auf immerdar auch das Geheimnis begraben, mit dem der Tod des Winter umhüllt ist. In sehr ruhigem Fahrwasser bewegte sich heute die erste Beratung des vom Zentrum eingebrachten Gesetzentwurfes, betreffend die Freiheit der Religionsübung, des sogenannten Toleranz- Antrages. Sein erster Teil, der von der Freiheit der Individuen handelt, ist bereits in der vorigen Legislaturperiode einmal vom Reichstage angenommen worden, während der zweite, der sich mit den Rechten der Religionsgemeinschaften beschäftigt, angesichts der deutlich zutage getretenen ablehnenden Stimmung des Hauses da mals zurückgezogen wurde. Abg. Dr. Bach em, dem heute die Begründung zufiel, gab der Hoffnung Ausdruck, daß diesmal der ganze Antrag Annahme finden werde. Er legte in ausführlicher Rede dar, daß die katholische Kirche in verschiedenen Bundesstaaten vor allem in Mecklenburg, Braunschweig. Sachsen feineswegs volle Parität genieße. Allein das Zentrum wolle die Freiheit der Religionsübung nicht nur für die Katholiken, sondern für die Anhänger aller Religionsgesellschaften. Der nationalliberale Abg. Dr. Sattler meinte, der Geseßentwurf sei O Menterei an Kaisers Geburtstag. In Löten weigerten Soldaten des 44. Regiments sich, die Befehle auszuführen, meil wegen Saalmangels sie nicht an der Kaiserfeier hatten teilnehmen können. Die Untersuchung ist eingeleitet. * Leopold Wölfling Schweizer Bürger. Der ehemalige Erzherzog Leopold von Desterreich, der jetzt Leopold Wölfling heißt, hat das Schweizer Bürgerrecht in der Stadt Zug erworben, wo er mit seiner Frau, dem früheren Fräulein Adamowitsch, in einer Villa wohnt. Herr Wölfling hat jährlich 30 000 Francs zu verzehren. † Ein rumänischer Offizier als Schwindler. In Danzig stand für ein Jahr ein rumänischer Offizier beim 128. Regiment. Er verübte dort große Schwindeleien, besonders bei einer Juwelier- Firma, und ergriff sodann die Flucht. Bariser Bombenscherze. In der Rue d'Huys und in der Rue Dupetit- Thouars wurden wieder zwei spreng büchsenähnliche Gegenstände gefunden. Sie enthalten indessen nur Kohlen und Gips. Auch an anderen Stellen wur den ähnliche ,, Bomben" gefunden, die sich indessen ebenfalls als schlechter Scherz entpuppten. Wir b Glüd- und dauern, daß fönnen. * Eine der„ Berein 2. 6. M. fta jepige Großh Dresden eine Leben dadurc in die Büge brachte und erhielt. Bur Tat hat der Hohe Brautp Brinzeffini breit, 40 lom" als Russisches Ränberleben. Auf der Wladikawkas- Eisenbahn versuchte eine Räuberbande nach Durchschneidung der Telegraphenleitung Güterzüge zu plündern, wurde aber an dem Vorhaben gehindert. In Wladikawkas selber plünderte ein Räuber einen Laden, wobei vier Personen verwundet wurden. - [ Reiche Goldfunde in Schottland.] In der schottischen Grafschaft Roß sind von einem deutschen Geologen reiche Goldadern gefunden worden. Auch in der benachbarten Grafschaft Sutherland fand man Golderz. Die Qualität des gefundenen Materials soll von guter Beschaffenheit sein, ob die Quantität abbaufähig ist, soll jezt durch eingehende Versuche festgestellt werden. Tages- Chronif. Dem Lehrer Nickel in Trakehnen ist auf einen Antrag die Entlassung erteilt, und das Disziplinarperfahren ist aufgehoben. - Bei den Schneestürmen in der Provinz Sachsen sind 7 Bersonen ums Leben kommen. Aus dem Gerichtssaal. § Wegen Mißhandlung auf der Straße wurde vom Zucht polizeigericht in Lille der Hauptmann Aron zu 14 Tagen Gefängnis und 100 Fres. Geldstrafe verurteilt. Er hatte den Professor Debierre wegen der von diesem dem Sekretär der Freimaurerloge gegebenen Auskunftszettel überfallen und mißhandelt. feite in de Bande, da medaille, rüber die Kopf G. 1 Babi 20. 4. leihungetag, auf beiden die Widmun Die Liebe mit der In Sanben halt breiten in E tran, durchb beiden borger in 17. 9. halten. Der ne Diplo derfaben ** u belegerid Rutters univerfita Goet worden. P Schloffe Der Kap paßte, n und ließ Mädcher heraus unverseh Deffnung Schloffer F ftattfindend neues Sch mann Jeßni in Darmsta dem von ei Mis Gaft tri Seaters Fri. fiber in den Beile ihrer ** Unter Freitag ein S ein Kampfantrag als solcher zu be id erklärte fich für Den zweiten, in dem Lokales. 6. Februar 1905. ** Der Großherzog verlieh am 18. Januar dem ften die Rede ist. Tabak- Bafetierer Kaspar Fuchs von Daubringen, hierauf in die Beratung des neuen Entwurfs des hessischen Ausdruck zu reden- ausnahmsweise besser als sein Ruf, Toleranz nicht be gend dazu erziehen reten, in denen vou t nicht erteiltwerde. tag. fin, 4. Februar. Vertreter der Regierung waren erschienen Geheimrat Braun und die Ministerialräte Becker und Best. Dem Großherzog wurde auf Vorschlag des Vorfißenden anfäßlich seiner Vermählung ein Glückwunschtelegramm gesandt. Es wurde dem Werfführer Jakob Schnepp genannt Bender von Kommunalsteuergese bes eingetreten. Der Vorsitzende Krofdorf, dem Bigarrenmacher Johannes Wißner von machte die Mitteilung, daß im neuen Entwurf zahlreichen Gießen, dem Werfführer Georg Mandler von Kinzen- Wünschen des Hessischen Handelskammertages entsprochen bach, der Taglöhnerin Katharine Jung von Gießen worden sei. Auf eine Anfrage, wie sich die hessische Resämtlich in Diensten der Firma Georg Philipp Gail zu gierung zu der Schiffahrts abgabenfreiheit felle, Gießen, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für erklärte Geheimrat Braun, daß die Regierung schon in der Ständekammer die Erklärung abgegeben habe, daß sie für Abgabefreiheit eintrete. Die neuen Handelsverträge betrachtet merzienrat Koch- Gie en fann nicht begreifen, daß die süddeutschen Regierungen im Bundesrat einstimmig den Handelsverträgen zugestimmt haben. Zum Schlusse wurde noch angeregt in Hessen eine ständige Ausstellung für Arbeiter wohlfahrt zu schaffen. treue Arbeit". * Die offizielle„ Darmſt. 8tg." ist in der Lage, den Ranaldebatte Wortlaut der Rede wiederzugeben, welche der Groß die Versammlung als schwere wirtschaftliche Gefahr. KomPhysiognomie des Herzog bei der Festtafel an Seinem Vermählungstage als ngsjaal waren be oner, der konserva starte Unruhe des en der Minderheil die Kommissions nahm der Minister über die rechtliche ärend einzugreifen. erdacht zurück, daß Bunfte einer Ber chen würde. Leb odann betonte der Strömen, wie auf en, ja bereits b. die Redner der angenehmer Ab aufa" uni leinen Teil des rtichait den Kanal tanalfreundlichen dessen interesante Höhepunkt der heu te Aufmertjamfeit Dar, verflog schnell, ann, die im großen r Fraktion zu be e freilich behielt er el von der freisin merkjame Zuhörer, roper Verve gegen Der Abg. Roeren und Lahnkanalifie ang es zum Schluß Pappenheim und zu fejjeln. Gr den Kanal; die führung der Schiff itere Beratung auf mert folgende Be den Bericht vom Konig auf Grund ml. S, 221) das ng des nördlichen Schmiedemeister üds Konig Blatt e der Enteignung 905. Wilhelm wurden bekannth che des ermordeta er Zuschüttung de ielleicht nun auf mit dem der Tod Lößen weigerten fehle auszuführen Saiferfeier hatten eingeleitet. Erwiderung auf die im wärmsten Tone gehaltene Ansprache des Prinzen Heinrich von Preußen gehalten hat; sie lautet: Ew. Königlichen Hoheit danken die Großherzogin und Ich für die lieben, freundlichen Worte, die Sie an Uns gerichtet haben. Auch wir bedauern von ganzem Herzen, daß Seine Majestät heute nicht zugegen sein fonnte, hatten Wir uns doch sehr über Sein Kommen gefreut; jedoch begreifen Wir vollkommen, daß die Besorgnis des Baters um Sein Kind Ihm vor allen Festlichkeiten vorging und Ihr hinderte, hier an unserer Freude teilzunehmen. Bitte, sagen Ew. Königl. Hoheit Seiner Majestät: wie das Hessenvolt in Leid und Freud zu seinem Herrscherhaus gehalten hat, so hält es als echte Deutsche zu seinem Kaiser, was auch tommen mag. In diesem Sinne fordere Ich Alle auf, mit Mir in den Ruf einzustimmen: Seine Majestät der Kaiser und König hurra, hurra, hurra!" Der Depeschenwechsel, welcher aus Anlaß der Vermählung unseres Landesfürsten zwischen dem Kaiser und ihm sich vollzog, ist folgender: . Der ehemalige gt Leopold Wölf in der Stadt Zug Früheren Fräulein err Wölfling bat dler. In Danzig er beim 128. Re deleien, besonders nn die Flucht. d'Huys und in zwei spreng Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog Darmstadt. Ich sende Dir und der Großherzogin Meine herzlichsten Wünsche, aufrichtig bedanernd, dieselben nicht selbst überbringen zu können. Möge der heute geschlossene Bund Dir und Deinem Lande glück und segenbringend sein. Seiner Majestät dem Kaiser Berlin. Wilhelm. Wir danken Dir recht herzlich für Deine so lieben Glück- und Segenwünsche und haben nur das eine Bedauern, daß Du an unserem Freudentag nicht haft teilnehmen fönnen. Eleonore. Ernst Ludwig. -er Stunden toller Laune gingen gestern durch die Räume des Neuen Saalbaues- Gießen, wo die„ Contentia" ihren Maskenball abhielt. Den ganzen übend herrschte ein buntes Getriebe und Gewimmel. In dem hübsch dekorierten Saal tamen die Masten voll zur Geltung. In die Reihen der Dominos mischten sich die Clowns mit ihren tollen Sprüngen und über all das Treiben hinweg sauste der Uebermut an einer„ Rutschbahn" in den Saal hinab. An der Seite waren Stände für Erfrischungen und allerlei Kurzweil errichtet, da gab es z. B. grimmige Ringkämpfer, eine Schießhalle und eine bayerische Bierhalle, in der imitierte Zillertaler die Saiten rührten und ihre Lieder dazusangen und tranfen. Dieses Institut erfreute sich augenscheinlich überhaupt der größten Beliebheit, denn es war immer gedrängt voll. Gegen 11 Uhr wurde die Demastierung angekündigt und darauf begann der eigentliche Ball, der die Teilnehmer noch recht lange vereinigte. *** Der Frühling naht, seine Boten flattern ins Land! Heute Mittag wurde uns ein Schmetterling, ein prächtiger sogen. Admiral gezeigt, denn ein Sohn des Pferdemeggers Reßler am Neuenweg gefangen hatte. Hoffent lich bereut der Bote seine Voreiligkeit nicht. RB Am 1. März d. J. wird in Lingen eine von der Reichsbankstelle in Osnabrück abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Girovertehr eröffnet werden. Das Stiftungsfest" am Nachmittag und den- zufällig- ganz unschuldig in den Verdacht als Schwerenöter geratenen flotten Leutnant, Reif Reiflingen" am Abend. über der Reif Re flingen war- um mit einem„ weisen" und das fam daher, weil er aufrichtig in die reizende Nichte einer gereizten Tante verliebt war. Die Sache wäre auch ganz glatt abgelaufen, wenn sein echt fameradschaftliches Empfinden ihn nicht in die" Batsche" geritten hätte. So aber fühlte er sich außer glühendem Liebhaber auch noch als Schußgeist gegen einen geistesarmen Börsen- Gecken die schöne Frau Sensa zu umschweben, berufen. Bei den besten Absichten und dem gewandtesten Auftreten fann er is aber nicht verhindern, daß das Verhängnis zwiefaches Licht über seinem Haupte konzentriert. Mißverständnisse und Irrungen tollen sich bunt durcheinander und zuletzt hat der Fuchs Reif Reiflingen das ganze Haus des Jagöherrn von Folgen in effenen Aufruhr gestürzt. Der Knoten wird aber noch durchgehauen und die ganze Geschichte löft sich in allgemeines Wohlgefallen auf. Das ist das alte Thema zu so und so vieltem Male variiert mit seinen Wißesflämmchen und Verwechselungen, den guten Reisebekanntschaften, die man plöglich wiederfindet und dem obligaten Bösewicht, den man der Bestrafung, selbstverständlich einer möglichst lächerlichen, ausliefert nach vielbewährtem Rezept mit der Etikette„ vor dem | P Auf welche Weise die Mildtägigkeit getäuscht und mißbraucht wird, erfuhren am 1. d. Mts. Gäste einer hiesigen Wirtschaft dadurch, daß ein zugereister Handwerksbursche mehrere Male mit gebettelten Kleidungsfrücken in dem Lokal erschien und solche zum Verkauf anbot und auch verkaufte. Sogar bei kleinen Handwerkern in Privatwohnungen bot der freche Kunde erbettelte Schuhe und Strümpfe p. p. zum Verkauf an. r Grünberg. Es gibt nicht allein in Ost- Elbien einen klugen Hans", sondern auch in unserer Nähe. Kommt da ein junger Mann geritten und zeigt vor dem Publikum abends seine Dreſsuren.„ Hans" macht Attacken vorwärts und rückwärts und operirt nach allen Seiten. Die größte Kunst bestand aber darin, daß er den Reiter nicht abRodheim a. d. B., 5. Febr. Wie wir kürzlich mitteilten, ist in Rodheim für die Gemeinde Nodheim, Vezberg und Fellingshausen eine Krantenpflegestation errichtet worden. Zur Stärkung seiner finanziellen Unterlagen ist der Station, deren segensreiches Wirken man hier bereits empfindet, jezt vor einigen Tagen durch den Vaterländischen Frauenverein eine Zuwendung von 300 Maat gemacht worden. * Eine eigenartige Ovation brachte unterm 1. d. M. der Verein der Lebensretter" der Großherzogin zu der am 2. d. M. stattgehabten Vermählung dar. Die Prinzessin, jezige Großherzogin hat befannlich vor mehreren Jahren in Dresden einer Reiterin( der Dänin Agaar- Sigrid) das Leben dadurch gerettet, daß sie ihrem durchgehenden Pferde in die Zügel fiel, das scheu gewordene Tier zum Stehen brachte und dafür die preußische Rettungsmedaille am Bande erhielt. Zur Erinnerung an diese so außerordentlich mutige Tat hat der Verein mit einem Glückwunschschreiben an das Hohe Brautpaar ein elegant ausgestattetes„ Diplom" für die Prinzessin überreicht: Das aus einer Mappe 50 cm breit, 40 cm hoch von brauner Farbe bestehende Dip- warf. lom" als„ Ehrenmitglied des Vereins" trägt auf der Vorderseite in der Mitte das„ Vereinsabzeichen" am orange- weißen Bande, darunter zu beiden Seiten desselben je eine Rettungsmedaille, links die Schrift„ Für Rettung aus Gefahr", darüber die Jahreszahl 27. 2. 92, rechts die Bildseite Kopf S. M, des Königs Friedrich Wilhelm III. mit der Babi 20. 4. 98; erstere Tag der Errettung, lettere der Verleihungstag, alles in Silber geprägt. Das Innere birgt auf beiden Seiten eine gediegen ausgeführte Adresse; rechts die Widmung unter allegorischen Figuren mit dem Motto Die Liebe höret nimmer auf und unten Engel, ein Band mit der Inschrift:„ Der mutigen Fürstin Heil!" in den Händen haltend. Die linte Seite ist eingefaßt durch einen breiten in hellen Farben abgetönten Eichen- und Lorbeerfranz, durchbrogen von silbernen Schilden, die außer den beiden vorgenannten Zahlen nach den Geburtstag der Prinzeffin 17. 9. 71 und den Vermählungstag 2. 2. 1905 enthalten. Der Verein der Lebensretter" hat die„ Adresse" nebft Diplom" photographieren lassen und können Bilder derselben 3 Blatt vom Vorstande bezogen werden. e enthalten inen Stellen wur deffen ebenfalls aditamfas- Cifen Tchschmeidung der n, wurde aber an as selber plünderte ersonen verwundet In der schottischen Jen Geslogen reide der benachbarten Derz. Die Qualita Beschaffenheit feir ht durch eingeher in Trakehnen ist nd das Disziplina robing Sadhjen fi sfaal e wurde bom Bud Aron zu 14 Tage perurteilt. Er ba diejem dem Sekre aftszettel überfalle " 1 ** Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu beseßende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Ruttershausen, bei Gießen. § Als Nachfolger des am 1. April aus der Landesuniversität scheidenden Lektors der französischen Sprache Goetschy ist Lucien Thomas aus Lüttich ausersehen worden. P Unfall. Ende lezter Woche reparierte ein hiesiger Schlosser das Deckeisen über den Lichtspalt eines Kellers in der Kaplansgasse. Weil das Eisen( Nahme) nicht recht paßte, nahm der betr. Schlosser solches mit in die Werkstätte und ließ während dieser Zeit die Deffnung unverdeckt. Ein Mädchen( Zeitungsträgerin), das inzwischen aus dem Haus heraus tam, vor welchen der Spalt offen stand, trat unversehens und weil es schon zu dunkeln begann in die Deffnung und verletzte sich am Bein. Anzeige gegen den Schlosser ist erhoben. Н F Theater- Verein Gießen. Ju der am Mittwoch stattfindenden 6( legten) Abonnementsvorstellung gelangt ein neues Schauspiel um Seinetwillen" von L. Erdmann Jeßnizer zur Darstellung, daß bei seiner Uraufführung in Darmstadt vor 4 Wochen außerordentlich gefiel und seitdem von einer großen Zahl von Bühnen angenommen ist. Als Gast tritt die beliebte Salondame des Darmstädter Hoftheaters Frl. Frieda Eichelsheim auf, die uns schon früher in den Ensemblevorstellungen der Darmstädter Künstler Beweise ihrer großen Kunst gegeben hat. ** Unter dem Vorsize des Geheimrats Michel fand am Freitag ein Hessischer Handelstammertag statt. Als § Großen- Linden. Unter dem Verdacht mit Kindern unzuchtige Handlungen vorgenommen zu haben ist der Apotekenbesiger Paul Zander von hier verhaftet worden. Gebrauch zu schütteln". Die Darstellung war im Großen und Ganzen eine gute. Die Titelrolle lag in den Händen des Herrn Andreas, der als flotter Bonvivant so recht in seinem Wasser schwamm und den Leutnant Reiflingen mit größtem Schneid gab. Herr de Georgi wußte den faden, blasiert sich gebärdenden, geckenhaften Börsenjopper Below in Ton nnd Maske gut zu treffen; Herr Lüttjohann( Apotheker Hoffmeister) war als Pantoffelheld, der seine junge Frau mit allerlei Harmlofigkeiten hintergeht eine geradezu rührende Einfalt, indes, man sah doch, daß diese passive Figur seiner Kunst nicht ganz genehm ist, seine Hauptstärke liegt vielmehr in der Berlörperung zügelloser Leidenschaft. Herr Sandorff Verlörperung zügelloser Leidenschaft. ( Gutsbefizer v. Folgen) und Herr nabe als Herr v. Senfa wußten ihre rücksichtsvollen, aber doch selbstbewußten Ehemänner gut durchzuführen. Ein Mustereremplar von altem Dntel lieferte Herr Conradi und Herr Kraft ein solches von fnorrigem Waldmenschen in dem Förster Hartmann. Fri. del Nora war in Fräulein Prieca wieder der gewohnte reizende, alifluge Backfisch, während ihre Tante von Frau Fischer würdevoll dargestellt wurde. Brillant schnitt Frl. Marga Ruf mit ihrem frischen Spiel als Försterstochter Bertha ab, indem das Publikum sie mit einer Kranzspende bedachte. Auch Gesamtspiel und Regie verdienen wiederum Anerkennung und der Beifall des gut besten Hauses war deshalb ein reichlicher. Aber alles in allem fonnte man doch nicht den unbehaglichen Gedanken abweisen, daß man auf der abgegraften Stippe des deutschen Schwants wieder einmal einherirre, denn das Werk steht, um mit einem börsentechnischen Ausdruck zu reden," unter pari. G. H. K Wetzlar, 5. Feb. Im nahen Burgsolms ist der zweite Hoof en infolge Kohlenmangels auch ge stop pt. Die Hälfte der Arbeiter fann in Burgsolms nur noch beschäftigt werden. Nieder- Weisel. Unvorsichtiges Umgehen mit einer Schußwaffe hat hier wieder ein Opfer gefordert. Ein Schuster empfing in seiner Werkstatt den Besuch eines Freundes der u. a. auch sein Gewehr betrachtete, ohne zu ahnen daß es geladen sei. Plöglich entlud es sich und der Schuß brang dem unglücklichen Besucher durch das Auge ins Gehinr. Herztliche Bemühungen hatten leider feinen Erfolg und nach einigen Stunden war der Getroffene eine Leiche. Der Besiger des Gewehrs stellte sich selbst der Behörde. § Ostheim. In nächster Zeit wird die hiesige Molkerei elektrisch beleuchtet werden. + Worms. Kriegsgericht. Der Leutnant Scharfscheer, der sich der Mißhandlung Untergebener schuldig machte, indem er an einem grimmig falten Morgen nach einem Liebesmaht Mannschaften befahl, auf dem Kasernen hofe eiskaltes Pumpenwasser sich über Hals und Rücken gießen zu lassen, ist am Freitag vom Kriegsgericht zu 14 Tagen Stubenarrest verurteilt worden. K Bingen, 5. Febr. Der in New- York festgenommene Frauenmörder ist identisch mit dem am 11. November 1862 in Horrweiler geborenen Spengler, Makler und Weinhändler Jakob Schmidt, der in seiner letzten Eigenschaft große Be trügereien verübte und Banffrott machte. Am 5. Januar 1895 brannte er nach Amerita durch und ließ seine Frau und 3 Kinder fißen. In Armerika hat er unter den Namen Suff, Dog, Gössing, Höh und Hoch die Gerichte vielfach be= schäftigt. Stadttheater in Gießen. Reis- Reiflingen. Schwank in 5 Aufzügen von G. von Moser. Siepener landwirtschaftlicher Wetterview. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 7. Februar. Trüb, windig bis starkwindig, auf den Höhen stürmisch. Regenfälle, besonders im Gebiet des Vogelsberges und des Odenwaldes. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gieken. * ** Uber Paul Auß's Klofterthee giebt ein P10spekt, welcher unserer heutigen Ausgabe beigelegt ist, nähere Auskunft. Wir verweisen speziell nochmals darauf. Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreisstraßenwartes mit dem Sitz in Heuchelheim soll auf 1. März 1905 wieder besetzt werden. Bewerber wollen ihre Meldungen bis längstens 15. Februar 1905 unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie Beifügung etwaiger Zeugnisse schriftlich bei dem Kreisstraßenmeister Rohrer in Gießen einreichen. Gießen, den 31. Januar 1905. Der Kreis- Ausschuß des Kreises Gießen. J. V. Dr. Kranzbühler. Jagd- Verpachtung. Mittwoch, den 8. Februar 1. Js., vorm. 10 Uhr soll die hiesige Gemeinde: Forst- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre in der Wirtschaft des Joh. Mölcher dahier verpachtet werden. Das Jagdgebiet grenzt an die Bahnstation Weichartshein. Bardenbach, den 1. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Lardenbach. Lein. Ingenieurschule zu Mannheim Städtisch subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos. Kriegerverein Gießen. Zum 1. April If. Is. wird ein Vereinsdiener gesucht. Mäßige Kaution muß gestellt werden. Mitglieder Das war ein Mosertag, der gestrige Sonntag!| werden bevorzugt. Schriftliche Meldungen sind alsbald Zwei Schwänke von ihm fonnten seine Verehrer sich ansehen: bei dem Vorstand einzureichen. Friedberger Frühjahrs- Pferde markt findet Dienstag, den 7, und Mittwoch, den 8. März 1905 statt. Mittwoch den 8. März: Rindvich-, Schweine- u. Krämer- Markt. Zur Benuzung unserer Pferdeställe wolle man sich rechtzeitig an das unterzeichnete Komitee wenden. Futter und Streu wird zu ermäßigten Preisen abgegeben. Am 8. März, abends 5 Uhr: Verlosung von 6 schönen Arbeitspferden ( auf dem Markte angekauft) sowie von sonstigen Hans- und landwirtschaftlichen Gegenständen, im Ganzen 200 Gewinne. Lose à 1 Mk. J. Hirsch und Wilh. Trapp in Friedberg. sind zu beziehen durch die Her ren Das Pferdemarkt- Komitee. 1000000000000000 Theater- Verein Giessen. G. F. F. 6. Vorstellung: Mittwoch, den 8. Februar. Um Seinetwillen. Schauspiel in 4 Aften von S. Erdmann- Jeßnizer. Gast: Frl. Frieda Eichelsheim vom Großh. Hoftheater in Darmstadt. Ende gegen 10 Uhr. Anfang 8 Uhr pünktlich. Eintrittskarten zu Mt. 5.- 4. 3.- und( für Studierende) Montag, den 6. Februar abends pünktlich 8½ Uhr Monatsversammlung bei Kamerad Wigandt. Wegen der Wichtigkeit verschiedener Mitteilungen wird ein vollzähliges Erscheinen der Kameraden erwünscht. Das Kommando. Mr. 2.- bei Herrn Challier und an der Abendkaffe. Versteigerung. Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gießen, Frankfurterstraße 7 empfiehlt ächt Culmbacher Bier Tel. 83. Münchener Bürgerbräu- Bier| Dortmunder Union Pilsener99 ,, fowie Frankfurter und hiesiges Bier in Flaschen, Gebinden, Selbstschänker( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. Aecht Pilsener Urquell nur in Syphons& 5 Liter. Beinlichfte Reinlichkeit der Abfüllung. Für alle Lieferungen Garantie der Originalität. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Bute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. HALT! Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. Wollen Sie Jhren Husten, Jhre Erkältung oder das Kitzeln im Halse los sein?-Wollen Sie eine klare Stimme haben und Yon Jhrer Verschleimung befreit sein?-gebrauchen Sie bitte Pascoe's Brust- Pastillen à PACKET 25 PFENNIG. Sie werden den Versuch nicht bereuen! Za bahen in Apotheken und Drogerien. Total- Ausverkauf! Freibant. Heute Ochsenfleisch 51 Pfg. Wasch mit Schwan Total- Ausverkauf! SCHUHWAAREN nach Maß, sovie Herrensohle m. Fleck M. 2.50 J.Glitsch Wolkengasse 22. UnionWichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt ( die beste! In Schachteln u.Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Um mein Lager bis 1. April vollständig zu räumen, verkaufe meine sämtlichen Buxkins in Winter- und Sommerware sowie meine echt Steyrischen Herren- und Damen- Loden, Herrenwäsche, Trikotagen, Kravatten und Regenschirme zu enorm billigen Preisen Anzüge nach Maass zu Mk. 35, 37, 42, 48. Julius Fischer, Giessen, Schulstrasse 6. Total- Ausverkauf! Total- Ausverkauf! Dienstag, den 7. Februar, nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: Bekanntmachung. Wegen Ausführung eines Hausentwässerungsan schlusses wird die Plockstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 2. Februar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kabelverlegungsarbeiten wird die Kaplansgasse vom 6. 1. Mts. ab bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 3. Februar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 28. Januar bis 4. Februar 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 filbernes Armband, 1 Peitsche und 1 Pferdeteppich; berloren: 1 goldn. Damen- Remontier- Uhr, 1 braunledernes Portemonnate mit 3-4 Mt. in Silber und 1 Portemonnaie- Kalender Inhalt, 1 lange Double Uhrfette mit einer goldenen amerikanischen Münze und 1 Seft- Zipfel als Anhängsel, 1 goldene Brosche, 1 schwarzer Sammetgürtel mit blauen Lapissteinen, 1 schwarzledernes Handtäschchen mit 1 weißem Taschentuch, gez. C. P., als Inhalt, 1 schwarzl. Aftenmappe mit Verschluß, mit 1 fectiggestellten Projekt für die Entwässerung des Grundstückes Alicestraße 28, 4 Blätter in duplo nebst Skizze des städtischen Tiefbauamts und 1 Gesuch. Entlaufen ist: 1 gelber Pinscher mit schwarzen Nr. 31 OF Read w (( 14 น ein t tern g Se bon ob Reibe f oder wen fdeinung Saltung, Lippen, d Es to Reize de fiegreich tadelloj wegung fich das von de hinübe ftattli fagte Leudite Gra gegenbr alWa die blau ihren B Augen, Steuermarke Nc. 1848, 1 drahthaarig. Forterrier, weiß mit schwarzgelber egaler Kopfzeichnung, auf den Namen„ Flock" hörend, 1/2 Jahr alt, Steuermarke Nr. 1448. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend Gießen, den 4. Februar 1905. 1) 7 Rollen ca. 175 Meter Dichtungsplatten, ca. 4000 Bogen stände Glaspapier, ca. 2000 Bogen Schmergelleim, ca. 50 Kilo rote zu machen. Hockdruckpackung, ca. 180 Kilo Gummi Mannlochband und runde Gummischnur, 1 eintüriger Kleiderschrank. 1 volständiges Bett und 1 Küchenschrank; = 2) 20 Mille Bigarren, 1 große Standuhr und Möbel aller Art. Die Versteigerung zu 1 findet Born, Gerichtsvollzieher, bestimmt statt. In Giessen: Gg. Carl Volk. Gießen. GrosseWohltätigkeitsGeldLotteric d. Krankenpflege- Anstalten v. r.Kreuz, Strassb. i- E. Ziehung in kurzer Zeit. 6052 Baargewinne M. 70000 ohne Abzug. 1. Hauptg. M. 20000 2. Hauptg. M. 10000 3. Hauptg. M. 5000 6049 35000 Gew. ZUS. Los 1 M11 Lose 10 Mk. versendet das Gen.- Debit J. Stürmer, Strassb.E. Giessen: R. Buchacker, W. Semmler. Port.u.List. 30Pf. Hotelverkauf. In Giessen: Ph. Weiler. In guter Geschäftslage der Re: fidenzstadt Kaffel ist ein Hotel mit einem jährlichen Bierverbrauch Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Im Interesse möglichst frühzeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Aumeldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 1. März an die Kaiserlichen Telegraphenanstalten eingereicht werden. Verspätet angemeldete und infolgedessen außerhalb des Bauplans mit einem Mehraufwand( z. B. durch besondere Entsendung einer Baufolonne 2c.) herzustellende Anschlüsse werden in dem nächsten Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkoften einen Zuschuß von 15 Mt. leisten. Uebersteigen jedoch diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mt., so wird der wirklich aufgewendete Kostenbetrag eingezogen. Darmstadt, 26. Januar 1905. Kaiserliche Oberpostdirektior. Kobelt. Holzversteigerung in der Fürstl. Oberförsterei Lich. Montag, den 13. Februar, von vorm. 9½ Uhr an im Diftritt Höler, nahe der alten Gießenerstraße: Buchen: wenige Raummeter Scheitholz, 182 Km. Knüppel, 63 m. Stöcke, 2830 Wellen; Eichen: 2 Rm. Scheiter, 22 Nm. Knüppel, 19 Rm. Stöcke, 2100 Wellen; Nadelholz: 7 Rm. Knüppel, 9 Rm. Stöcke, - 5 Fichten- Derbftangen= 0,54 Fstm. von über 500 Hektol., 4600 Logis und 330 Wellen. außerdem ziehmlich Weine, Essen, Ferner das Brennholz von alten Obstbäumen im Bigarren 2c. für den selten billigen Albacher Hoffeld. Breis 145 000 mt. bet 20 000 mr. Anzahlung zu verkaufen. Gebäude fowie Invent. sind in gutem Zustand. Selbstfäufer m. gewünschter Anzahlung erhalten Auskunft u. R- 200 poftlagernd Homberg, Bez. Kaffel. Joh. Seibel Giessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen Schlosser- Lehrling sucht M. Dörr, Schlossermeister Gießen, Nord Aulage 8. Für mein Colonial-, Material: und Farbwaren- Detail- Geschäft suche per Ostern einen Lehrling aus achtbarer Familie Carl Seibel, Gießen Frankfurterftr. 76. 2 möbl. Zimmer fofort zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. == 1 Elzbeer- Werkholz= 0,14 Fstm. 1 Birnbaum- Abschnitt 0,53 stm.( 58 em Durchmesser, 2 m Länge). Die Zusammenkunft ist auf der sogenannten alten Gießener Straße, Strecke Steinbach- Lich, beim Eintrit in den Wald. Holzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 8. Februar im Revier Arnsburg, nach Zusammenkunft 10 Uhr vormittags am Steinbruch, werden aus den Distrikten Nußgarten, Saifa und Colnhäuserköpfe versteigert: Scheiter: 40 Nm. Buche, Prügel: 230 Nm. Buche, 54 Eiche, 9 Nadel, Stöcke: 6 Rm. Buche, Stammreiser: 830 Buche, 450 Eiche, 30 BuchenNeiser. Donnerstag, den 9. Februar im Revier Felnheim nach Zusammenfunft 10 Uhr vorm. am Pflanzgarten aus den Diftriften Scheibel, Tannengarten, Tisch und Hinterwald: Nur Sie fein Sie richtiger Graf über fid gedrung mußte, ihn mit Clea ftehen. Robe, und a Gr mehr dem M gedrüdt wurde? p" glaube, dahl, ab Ou yeyen, vu feblen wird. nicht erloschen Staaten die S bestreiten font niederländifd Offizieren, Tophern find nicht, wie fondern to bis zum bei beme land, in und Bod ohne Vor Weise den fönnen, de ten und es ihnen E nicht hint find. So abfolvierter geben und Landwehr I Die P Die Stun durch freundli gegenjas meit Vielleicht find Scheiter: 283 Rm. Buche, 4 Eiche, 1 Werkscheit II. l. en in Druck Prügel: 155 Rm. Buche, 58 Eiche( Aft u. Stamm), Stöde: 62 Nm. Buche, 35 Eiche, Stammreiser: 355 Buche, 85 Eiche. Bergwertebefit tomung eines in den Augen Stübchen mit Bett stämme 0,27 Fftm., 17 Fichtenstämme 5 Fftm., 39 Fichtenben, unb ber Ferner 4,5 m. Eschenprügel, 9 Mtr. Ig., 2 Eschens Empathien d Gießen, Maigaffe 11. stangen I., 27 II. und 5 III. I. 5,4 Fstm.