d T te zu ng ds eſt m, Ch The 13 nd. ya: Stig und Frd Sinns ete. t rmen neu t8. beim chen, wo m. eßen. Natur дебел Blattes. er Laden breißw. ja berm eltersweg 56. Nr. 5. Jnsertionspreiss Die einspaltige Petitzeile für ganz OberGeffen, die Kreise Wezlar unb Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 89. Fernsprechanschluß Nr. 362. Freitag, den 6. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnement@ prets: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., burch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) unb bie Gießener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sickener Beitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deubestellungen auf die unabhängigen Gießener Neuesten Nachrichtenwerden fortwährend von allen Postanstalten, Briefträgern, unsern Agenten und Trägerinnen angenommen. Zur Kapitulation von Port Arthur. Der letzte Aft des großen Dramas hat sich vollzogen. Dit Garnison von Port Arthur hat die Waffen gestreckt und is in Kriegsgefangenschaft abgeführt worden, mit Ausnahme derjenigen Offiziere, die auf Ehrenwort, nicht mehr geger Japan die Waffen zu ergreifen, freigelassen wurden. Der Abmarsch der kriegsgefangenen Garnison wird in einem Londoner Telegramm folgendermaßen ge schildert: Die ganze Garnison und alle Nichtkombattanten mar schierten aus der Stadt nach dem Dorfe Japuthwie nah der Küste an der, Taubenbucht. Von diesem Ort werden die Offiziere nach Dalny gebracht, von wo sie hin befördert werden, wohin sie wünschen. Die Kriegsgefan. genen werden so lange in einer russischen Kaserne im Dorf bleiben, bis sie nach Dalny und von dort nach Japan ge bracht werden können. General Stössel hat den Auszug seiner Truppen nicht mil anzusehen brauchen. Er liegt frank im Bett. Mehr noch als die Strapazen, die er während der Belagerung durchzumachen hatte, und die Wunden, die er erhielt, quält ihn wohl der Schmerz, daß er die Flagge des Zaren von den so lange treu gehüteten Wällen schließlich doch herabholen mußte. Stöffel vor einem Kriegsgericht. Soll er doch fast ist es zum Lachen zum Lohn für seine heldenhafte Aufopferung noch vor ein Kriegsgericht ge stellt werden. Stössel depeschierte, als er sah, daß die Ka pitulation unvermeidlich war, an den Zaren:„ Großer Kai ser, verzeihe uns! Wir haben alles getan, was in Menschen. mächten stand. Richte uns auf Grund des§ 64 des Regle ments über die Verteidigung der Festungen. Aber richte gnädig. Fast 11 Monate ununterbrochenen Kampfes haben unsere Kräfte erschöpft. Nur ein Viertel der Verteidiger, von denen die Hälfte frank ist, hält 27 Werst der Festung besetzt, ohne Hilfe zu erhalten, ja sogar, ohne auch nur für eine furze Zeit abgelöst zu werden. Die Leute sehen wie Schatten aus." Der§ 64 des Reglements besagt tatsächlich, daß der Kommandant einer übergebenen Festung, selbst wenn er diese noch so heldenhaft verteidigt hat, einem Gericht übergeben wird. Es ist aber nicht zu zweifeln, daß das Ganze eine leere Form ist. General Nogi selbst spricht bon Stössel nur als dem„ Helden von Port Arthur"" und jagt, daß sein Ruhm durch die Kapitulation durchaus nicht geschmälert wurde. Ueber das Schauspiel einer Waffenstreckung wird uns von unserem Mitarbeiter noch berichtet: Wenn Zeit und Ort der Waffenstreckung festgesetzt sind, hat sich die gesamte Garnison, die in die Gewalt des Feindes gekommen ist, nach Truppengattungen formiert, unterabteilungsweise zu versammeln. Sie Soldaten tragen Seiten- und Feuervaffe. Sie stehen unter dem Kommando ihrer Offiziere, denen wie im vorliegenden Fall die Beibehaltung der Waffen gestattet werden kann. Wenn die Abgabe der Waf fen an den Sieger beginnt, marschieren die Kapitulierenden, immer nur in vorher bestimmten Partien( kompagnien- oder eskadronsweise) auf den vorbestimmten Platz, stellen die Ge wehre zu Pyramiden und legen die Seitenwaffe ab. Dann treten sie in Reih und Glied zurück und werden unter Be deckung von Truppen des Siegers abtransportiert. Sie sind bom Augenblick an, da die Kapitulation unterzeichnet ist, Kriegsgefangene. Nach dem Vollzug der Waffenabgabe der Mannschaft ist es den Offizieren, die gegen ihr Ehrenwort, an dem Feldzug nicht mehr teilzunehmen, die Freiheit er. halten haben, gestattet, den von ihnen übergebenen Platz zu berlassen. Dies vollzieht sich unter Erweisung militärischer Ehren. Der formelle Einzug der Japaner findet am 8. d. Mts. statt; am 10. Januar wird ein Festmahl die japanischen Offi. fiere in der Stadt vereinigen. r Als verloren bereits aufgegebene 200 japanische Gefangene wurden in einem Fort wiedergefunden und unter großem Enthusiasmus der japanischen Kameraden befreit; es sind zumeist Matrosen, die bei den Versuchen, den Hafen zu sperren, beteiligt waren. Revolutionsgerüchte in Russland. Petersburg, 5. Januar. Während die Regierung eifrig darauf bedacht ist, durch eine vielgeschäftige Reformattion die Gemüter zu beruhigen, bereiten sich im Lande selbst ernste Dinge vor. Die Nevolutionäre treten aus dem Dunkel heraus, um durch die Propaganda der Tat und ein Schreckensregiment die konstitutio nelle Verfassung zu erzwingen. Einzelne Kreise wollen sogar ganz genau wissen, daß das russische Neujahr der Termin für den Ausbruch der Unruhen sein werde. Eine Konferenz der revolutionären Elemente ist nach dem Auslande einberufen, und es ist der russischen Regierung bereits mitgeteilt, daß Tynamit und Pulver in starkem Maße eingeschmuggelt worden sind und daß der Schleichhandel immer noch blüht. Die Situation ist sehr ernst, der Ausbruch der Unruhen steht vor der Tür. In dieser schweren Stunde er flingt ein Brief des Fürsten Trubeßkoi, des Präsidenten der Semstwos im Bezirk Moskau, an den Fürsten SwiatopolfMirski wie eine Mahnung zur Umkehr. Er rechtfertigt in diesem Briefe die Beweggründe, die ihn zur Zulassung einer Adresse an den Zaren bestimmten. Fürst Trubezkoi sieht in dem gegenwärtigen Zustande eine Epoche der Anarchie und Revolution, aber doch immerhin eine Abspiegelung der gegenwärtigen allgemeinen Anfhauungen. Der Zustand erscheint ihm äußerst gefährlich, sowohl für den Staat, als auch für die Person des Kaisers. ind er könne nur durch das Vertrauen des Monarchen zu Len ständischen Kräften überwunden werden. Es liege, wie es bezeichnenderweise in der Kundgebung heißt, nicht in Menschenmacht, den Ständen die Möglichkeit zu versagen, dem Kaiser auszusprechen, was jedem das Herz qualvoll bedrückt. Sollte er, so schließt Fürst Trubeßkoi, für schuldig erkannt werden, so sei sein Gewissen gegenüber dem Zaren ruhig und rein. Ob man diese Stimme der Vernunft auf dem Throne wirklich hört, ob der Ruf Trubeykois überhaupt bis dorthin dringt? Kulturgemeinfchafts- Pläne. Von einem deutschen Gelehrten wird uns geschrieben: Der Kaiser hat diesmal bei dem diplomatischen Neujahrsempfang mit dem amerikanischen Gesandten Charlemagne Tower den Plan eines wissenschaftlichen Gedankenaustausches besprochen, der ihn zweifellos schon seit einer Reihe von Jahren beschäftigt. Um eine große Kulturgemeinschaft zwischen Deutschland und Amerika herzustellen, sollen Professoren aus beiden Ländern zum gegenseitigen Austaus cn den Universitäten Vorlesungen halten, so daß also eine Anzahl deutscher Gelehrter an amerikanischen und amerikanische Professoren an deutschen Universitäten Vorträge halten würden. Offenbar ist durch den Kaiser auch in dem verstor= benen Cecil Rhodes der Plan, die zwischen Deutschland und England bestehenden Gegensäße durch einen wissenschaftlichen Gedankenaustausch zu überbrücken, geweckt worden, so daß wohl auch die Cecil Rhodes- Stiftung, die deutschen Studierenden den Besuch einer englischen Universität ermöglicht, i ihrem letzten Ende auf die Initiative des Kaisers zurü führt. Sollte der Plan wirklich zur Durchführung kommen, dann wird allerdings die deutsche Wissenschaft die Rolle des Freigebigen Spenders spielen, denn in Amerika fehlt noch in eigentliches wissenschaftliches Leben. Von den bewegenden " eltanschauungen, die Deutschlands Kulturwelt mit ein rtwährenden Wechsel in der Erscheinung erfüllt haben, in Rationalismus, der Romantik und der Neuhumanismus, t eigentlich nur der Rationalismus bei den Amerikane... gedrungen, weil er ihrer falten Nüchternheit und ihrem eiste am meisten entspricht. Amerika hat allenfalls eine anwandte Wissenschaft und die auf den Universitäten gelehrn Kenntnisse haben nicht, wie in Deutschland, die Tenenz, eine selbständige Persönlichkeit zu entwickeln und zu gnem geordneten Denken zu erziehen, sondern sie erfüllen rzugsweise den Zweck, die Schüler in der praktischen Anwendung wissenschaftlicher Kenntnisse zu unterweisen. Es st vielleicht ein gesundes Gegengewicht gegen die scharf ausesprochene Neigung der Deutschen zu allzu abstraktem Theoretisieren, wenn der Geist des amerikanischen Wissenschaftebens mit seiner praktischen Nüchternheit in unseren Hochchulen ebenfalls in bescheidenem Maße zu Worte kommt. 3 ist auch gewiß keine Unbescheidenheit, wenn wir uns in er reinen und eratten Wissenschaft den Amerikanern übergen fühlen. Dieses Zeugnis ist uns von namhaften Fühvern des englischen Volkes, inbesonders von Chamberlain musgestellt worden, der alle Erfolge der deutschen Technik Sarauf zurückführt, daß dem Geist unserer wissenschaftlichen ugenderziehung die Fortschritte auf allen Gebieten zu danin feien, weil er in dem Menschen die selbständige Persön..lichkeit entwickelt und das eigene urteil formlich jou verän macht und sonach auch befähigt, sich aus eigener Kraft über den angelernten Wissensstoff zu erheben und zu verrllkommnen. Deutschland beleuchtet mit der Jackel der Wissenschaft den Weg zur Kultur, während das amerikanische Professorentum mit seiner nüchternen Praris die wissenschaftlichen Werte für den täglichen Verbrauch um- und ausmünzt. Selbst diese Geistesarbeit hat das amerikanische Volk nur unter Verwendung europäischer, speziell deutscher Gelehrter, leisten können. Den praktischen Nußen von einem wissenschaftlichen Gedankenaustausch wird also vorzugsweise Amerika haben. Aber trotzdem verspricht die Durchführung dieses Planes einen idealen Gewinn, weil die beiderseitigen Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika sich um so inniger gestal fen müssen, je mehr beide Völker sich mit ihrer spezifischen Eigenart auf einer gemeinsamen Kulturbasis förmlich ergän zen. Das war auch offenbar das Ziel, das deu Kaiser vor schwebte. Wir Deutsche können mit unserem wissenschaft.. lichen Reichtum fremden Nationen gegenüber eine hoch Ferzige Freigebigkeit pflegen; der Appell des Kaisers an dia deutsche Gelehrtenwelt wird also gern befolgt werden, wenn sich daraus angenehme politische Beziehungen entwideln die den Frieden sichern und dadurch das Volk der Denker befähigen, durch seine wissenschaftlichen Theorien führend mitzuarbeiten an der Kulturerzich Die Doitik. Dadurch, daß die Verwaltung der Zeche Bruchstraße in ihrer Antwort an die Belegschaft das Festhalten an der Ver fü ung über die Verlängerung der Ein- und Ausfahrts zei en betont, ist die Lage im Ruhrgebiet sehr ernst. Zwar wird von der Verwaltung vor einem Ausstand gewarnt; aber es ist doch immerhin bedenklich, daß die sämtlichen Gewerkschaften, die sozialistischen Gewerkvereine mit 60 000, der christliche Bergarbeiterverband mit 40 000 und die Sonstigen organisierten Arbeitervereine mit 11 000 Mitglieder. in der Verurteilung dieser Verfügung einig und zu einen Ausstand entschlossen sind. Man hofft aber im Ruhrgebiet noch, daß es gelingen werde, die streitenden Parteien zur Anrufung eines Schiedsspruches durch die Oberbergamtsbehörde zu gewinnen. Behufs Berichterstattung ist der Oberst Leutwein in Berlin eingetroffen. Zunächst wird er im Auswärtigen Ami feine Haltung zu rechtfertigen haben, ehe er zum Kaiser befollen wird. Dank der energischen Bohrversuche einer Hamburger Kapitalistengesellschaft sind bedentende Petroleumlager bei dem Dorfe Wietze in der Lüneburger Heide gefunden worEickeloh den. Die Ergiebigkeit auf dieser Bohrgrube heißt sie sind so bedeutend, daß man hofft, ganz Deutsch land mit Brenn- und Schmieröl versorgen zu können. - Oefterreich- Ungarn. - Die ungarischen Neuwahlen sind auf den 26. Februar festgesetzt. Die Vorbereitungen werden von den Parteien mit fieberhafter Eile betrieben. Gegen die 42 Abgeord neten, die an der Zerstörung des Abgeordnetensitungssaales teilgenommen haben, ist Anklage erhoben, und sie haben be reits ihre Vorladung vor das Polizeigericht erhalten. Zwei Abgeordnete haben erklärt, daß sie jede Antwort verweigern, weil sie als Abgeordnete nur dem Parlament verantwortlich seien. Das ist allerdings eine eigentümliche Auffassung der Abgeordnetenimmunität, wenn sie auch vandalische Akte decken soll. Graf Tisza sieht nicht danach aus, als ob er darauf verzichten würde, die wilden Wüteriche Mores zu lehren. A Trotzdem der Papst den Ueberbringer des Vetos der habsburgischen Monarchie gegen die Papstkandidatur des Kardinals Rampolla gemaßregelt hat, wird das Vetorecht von der Wiener Regierung nicht preisgegeben. Auch Spanien und Frankreich vertreten den Standpunkt, daß es ein ersessenes Recht ist und daß es Mittel und Wege geben werde, um die Abneigung gegen eine Kandidatur eincent Konklave bekannt zu geben. Marokko. Z Während der Sultan nach außen hin eine gefährliuje fremdenfeindliche Politik betreibt, wird die Lage im Janern durch den Feldzug gegen den Prätendenten Buhamara kompliziert. Zwischen den Truppen des Sultans und dem Prätendenten hat bei Udida im Nordosten Marokkos an der algerischen Grenze abermals ein Gefecht stattgefunden. Die Truppen des Sultans sind vollständig geschlagen und viele gefangen genommen worden. Buhamara hat die Gefangenen aber wieder freigelassen, nachdem er ihnen die Waffen und Kleidung abgenommen hatte. Amerika. Wie sehr die Regierung auf die Schaffung einer Han delsflotte bedacht ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß in einer Vorlage Subventionen für Dampferbauten und die Einrichtung von 10 Postdampferlinien gefordert wird und die ausländischen Dampfertransporte einer Differentialbelastung unterworfen werden. Heer und Flotte. Zur Affäre Sybeton. Die Untersuchungen nach Gift haben in der Familie des Advokaten Menard, der mit der Stieftochter Sybetons verheiratet ist, zu Ergebnissen geführt. Bei Menard fand man dessen Testament, in dem die Absicht, wegen des Familienunglücks Selbstmord zu begehen, ausgesprochen ist. Daneben lag Chankali. Frau Menard hatte Morphium im Besiz, dessen sie sich nach ihren Angaben gegen ein Augenübel bediente. Seeoffiziere und Marineingenieure. Das in den Vereinigten Staaten eingeführte Verfahren, die Stellung der Marineingenieure durch vollständige Verschmelzung der Karriere des Seeoffiziers und des Ingenieurs zu verbessern, hal den Erfolg gehabt, daß nach Angabe des Admirals Rae nur noch 37 Ingenieure übrig geblieben sind, während alle übrigen zu der bequemeren Karriere des eigentlichen Seeoffiziers übergegangen sind. Zurzeit haben nur 28 Schiffe eigentTide Ingenieure, die übrigen 62 im Dienst befindlichen Schiffe haben nur Ingenieur- Amateure". Das von den Vereinigten Stacien Amerikas gewählte System zur Befriedigung des berechtigten Wunsches der Ingenieure nach Gleichstellung mit den Seeoffizieren ist somit als gänzlich gefcheitert anzusehen. Es war ein riskanter Versuch. Das Ergebnis ist aber insofern interessant, als der Beweis gelieferi ist, daß erstens die Ingenieure durchschnittlich alle die Fähig feiten dort besessen haben, die Funktionen des eigentlichen Eceoffiziers zu übernehmen, daß ferner der Beruf des lezzteren so viel Vorzüge besitzt, daß nur wenige gezögert haben, bei Freigabe dieses Berufs denselben zu ergreifen und daß sogar schon große Vergünstigungen erforderlich sind, um genügend Personal für den Ingenieurheruf zu finden. Die deutsche Marine hat sich auf solche Experimente nicht eingelassen. Der Platz des deutschen Seeoffiziers ist auf Deck, der Platz des Ingenieurs bei der Maschine. So muß es auch bleiben. Nah und fern. Aus dem Gerichtsfaal. § Wegen Zweikampfs wurde der als Romanschriftsteller bekannte Freiherr v. Ompteda vom Landgericht zu Dresden zu 3 Monaten Festungshaft verurteilt. Das Duell zwischen ihm und dem Rittmeister v. Hupfeld vom Oschazzer Ulanen. Regiment hatte am Neujahrstage 1904 in der Dresdener Heide stattgefunden. Keiner der Duellanten war verletzt. Kampf zwischen Grenzern und Schmugglern. Bei Gru Ich versuchte in dunkler Nacht eine aus acht mann bestehende Schmugglertruppe mit ihren Hocken bei der Nessel flecker Brücke den Ucbergang von Schlesien nach Böhmen. Sie wurden dabei von der österreichischen Finanzwache abgefaßt, warsen ihre aus Rosinen, Kaffee und Zigarren be. fchende Ladung weg und gewannen teils über die Brücke, trils die wilde Adler duchwatend, wieder das preußische Ufer. Bei dem Zusammenstoß kam es zwischen den Hütern des Gesetzes und den Schmugglern zu einem erbitterten Kampfe, bei welchem die Finanzbeamten von der Schußwaffe Gebrauch 1: 1achten. betr. Gesezentwurf die Erhebung von Gemeindeabgaben betreffend. Derselbe stellte den Gemeinden frei: 1. eine Wertzu wachssteuer in Höhe bis zu 20 Prozent des Wertzuwachses. 2. ein Billet- Tanzsteuer, welche die Höhe von 5 Pfg. von je einer Mark nicht übersteigen soll. Das Großh. Hoftheater sowie Schaustellungen auf Messen, Märkten sind von der Billetsteuer befreit. Das Gesetz soll mit dem Gemeindeumlagegesetz in Kraft treten. - bearbeitet. Aus Meg der Verkehr ordentliche Ausb zu Anfang des mit einem Softe neu erbaut, bezn s. Die beiden Sigungen des Sonderausschusses der Zweiten Kammer zur Vorberatung der Regierungsborlage betr. die Bildung einer Landwirtschaftskammer sind bisher ohne nennenswertes Resultat verlaufen, da die Mitglieder nahezu einstimmig der Ansicht sind, daß die Vorlage in der jetzigen Form für die Kammer unannehmbar sein wird, da der zu bildenden Landwirtschaftskammer in dem Entwurf zu wenig Kompetenz eingeräumt ist. Der Berichterstatter Abg. Dr. Frenay wird beauftragt, die einzelnen Gesichspunkte zusammenzustellen, welche dann als Unterlage für die am Dienstag, den 10. Januar fortzusezzenden Beratungen gelten sollen. Eine ärztliche Reife in Island. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) Wenn ein Arzt reist und über seine Reise in einer Fachseitschrift berichtet, so ist es klar, daß das fachliche Interesse bei seinen Beobachtungen vorherrscht. Der Reisebericht, en Dr. Mülberger in der Münchener Medizinischen Wochenchrift" liber eine kürzlich von ihm unternommene Fahrt durch Island veröffentlicht, hat aber so viel allgemein Interessantes, daß auch der Laie vollauf auf seine Kosten kommt. Zunächst machte der Arzt einen kurzen Besuch in Thorshaven, dem Hauptplatz der Faröer- Inseln und Geburtsort von Dr. Finsen, dem jüngst verstorbenen und viel betrauerten Kopenhagener Forscher. Ein älterer Bruder des Gelehrten ist noch bt dort als Nachfolger seines Vaters Gouverneur. Die Bevölkerung der Faröer, die sich fast ausschließlich von Fischjang nährt, mache einen gesunden und kräftigen Eindruck, und daß dieser nicht täuscht, darf man auch daraus schließen, daß unter ihnen überhaupt kein Arzt ansässig ist. Die nächste Station waren die Westerman- Inseln. Die fast gänzlich unbekannte Inselgruppe dieses Namens liegt südlich von Island und besitzt auf dem größten Eilande ein Dorf mit etwa 500 Einwohnern. Hier ist der Fisch im übrigen der Alleinjerrscher und würde einem Europäer mit einigermaßen gesildeter Nase den Aufenthalt geradezu unmöglich machen. Auch das Vieh wird fast das ganze Jahr hindurch mit Fischtöpfen gefüttert, und die Milch schmeckt infolgedessen nach der Aussage von Dr. Mülberger wie Lebertran. Der beleidigte Ningkämpfer. Der Ringkämpfer Lurich, der sich stolz Champion of the World" nennt, hat den Nedakteur einer Berliner Zeitung wegen Beleidigung verklagt. Der Beklagte hatte anläßlich der letthin in Berlin stattgefundenen athletischen Wettkämpfe, an denen auch Zurich teilgenommen hatte, diesen beschuldigt, unlautere Manöver angewandt zu haben, und ihn einen Fioleschieber" genannt. Der Beklagte hält seine Behauptungen im vollen Umfange aufrecht, so daß die Gerichtsterhandlung sich recht interessant gestalten dürfte. A Erfroren und verbrannt. Auf eigentümliche Weise ist in der Nähe von Märkisch- Friedland ein Arbeiter ums Leben gekommen. Der siebzigjährige Mann hatte am Neujahrstag dem Alkohol zu reichlich zugesprochen, sich in diesem Zustande an einen Chausseegraben hingesezt und noch eine Bigarre entzündet. Darauf schlief er infolge des Alkoholgenusses feſt ein. Die brennende Zigarre entzündete jedoch feine Kleidung, so daß der infolge der Kälte inzwischen Erflarrte gleichzeitig durch Kälte und Feuer ums Leben kam. Soften für 1 k Den zur Zeit bo fchließlich der 1 fallen auf die Probing Of Rheinheffen bahnen sich b mit 561, auf 505, auf die Längen der Streife find n liches Bild Flächeneinheit graphischen 2 beiträgen wurden vom geleiftet: an di Mart an die Mart, an die Mart zu dem ftaatlichen Unter 31. März 1904 Gemeinden an Mart S Der hessische Landwirtschaftsrat hielt gestern zu Darmstadt eine aus allen Teilen Hessens gut besuchte Gesamtsizung ab, welche von Geh. Reg. Rat Haas präsidiert wurde. Nach der Begrüßung durch den Vorfizenden entspann sich alsbald auf eine Anfrage aus der Mitte der Versammlung eine lebhafte Debatte über den im letzten Jahre zwischen dem Vorfizenden und einem Vertreter der Regierung in der Sigung stattgehabten Zwischenfall, der die Regierung beranlaßte, in einem Schreiben zu erklären, daß sie vor Zurücknahme der fragt. Aeußerung durch den Vorsigenden feinen Vertreter mehr in die Sizungen senden werde. Toteswürf Im Hohenzollern lich gleiche Würte Dieser Schritt der Regierung wurde im Interesse der Sache mit großem Bedauern aufgenommen, und die Frage angeregt, ob sich die Sache nicht beilegen lasse, worauf der Vorsitzende erklärte, daß er feine damals erfolgte Kritit nicht so ohne Weiteres zurücknehmen könne, zudem er sich nach den parlamentarischen Gepflogenheiten in geeigneten Fällen auch den Regierungsvertretern gegenüber für berechtigt halte; er wolle aber die Angelegenheit auf Grund des Protofolls nochmals prüfen, behalte sich indessen jede Entschließung vor. Die Ausstellungsordnung und der Preisbewerbeplan für die in diesem Jahre in Mainz stattfindende Landwirtschaftliche Landes- Ausstellung werden genehmigt. Ferner wird beschlossen, daß ein durch die Ausstellung etwa entstehender Fehlbetrag durch die drei Provinzialvereine gemeinsam getrager, ein etwaiger Ueberschuß aber in gleicher Weise verteilt wird. Von einer Beschickung der in diesem Jahre in München stattfindenden Wanderausstellung der Deutschen Landwirschafts- Gesellschaft soll mit der Rücksicht auf die nur in geringem Maße vorhandenen Mittel abgesehen werden. 8ur Frage der Er. weiterung des landwirtschaftlichen Institus in Gießen wird beschlossen, ein Gesuch an die Ständekammer zu richten, in welchem dieselbe ersucht wird, für Genehmigung des entsprechenden Betrages einzutreten. Im Gegensatz zu den weit größeren Faröer haben diese Inseln aber einen Arzt, den unser Gewährsmann freilich mit der Bezeichnung eines Feld-, Wald- und Wiesendoktors beehrt. Dieser Mann sprach einen Mischmasch von Isländisch, Französisch und Englisch. Seine Tätigkeit erstreckt sich hauptsächlich auf die Behandlung von Verlegungen, Brüchen und Verrenkungen. Außerdem kommen Lungenentzündung und Gelenkrheumatismus vor, auch Tuberkulose und Krebs, mit denen sich der brave Arzt jedoch weniger zu schaffen macht, als mit dem Zahnziehen, das nach seiner eigenen Aussage seine Hauptarbeit ist. Die ausschließliche Fischnahrung soll den Zähnen so wenig befömmlich sein. Im Nebenamt ist der Arzt königlich dänischer Meteorologe. Seit 38 Jahren weilt der Mann auf diesem isolierten Posten und hat doch keinen anderen Wunsch, als ihn noch recht lange behalten und versehen zu können. Zur Affäre Syveton wird aus Paris gemeldet, daß die Perhaftung von Frau Syveton als bevorstehend betrachtel wird. Sie soll ihrem Gatten ein Narkotikum gegeben haben, bevor er vor den Gasofen gelegt wurde. Die Versuche, die mit Hunden rorgenommen wurden, lassen mit Sicherheit tarauf schließen. Frau Syveton hat höchstwahrscheinlich wichtige Papiere über den Geldverkehr Syvetons mit den Häuptern der Patrie française in ihrem Besitz. Jules Lemailre verklagte bereits die Bank von Antwerpen und den Bantier Suys auf Herausgabe der in Syvetons Geldschrank enthaltenen, der Patrie française gehörigen Dokumente Beide legten sofort Verwahrung ein. Der erste Termin findet bereits heute statt. Das ist ein neuer Schlag für die Patriotenliga; denn voraussichtlich werden nun diese, wie es scheint, sie stark kompromittierenden Papiere in die Hände des Pariser Untersuchungsrichters Boucard und damit in die der französischen Regierung kommen. Ein schwerer Unfall ereignete sich auf dem Gelände der Koburger Vereinsbrauerei. Das Eisgradierwerk brach unter der Last des anhaftenden Eises zusammen und begrub eine Anzahl Arbeiter. Polizei- und Feuerwehrmannschaften tourden zu Rettungsarbeiten aufgeboten. Von neun Verunglückten, die man hervorzog, waren drei tot, vier schwer und zwei leicht verletzt. - dem Großen Kurf ein Mord berüb Opfer war ein Soldaten. Bei den Mord beg thn tatsächlich ihm vorgezogen Tortur brachte daß das„ Gotte Soldaten sollte ** Am kommenden Sonntag hält der Bezirk Hessen des Bundes der Landwirte nachmittags 3 Uhr in A18feld( Deutsches Haus) seine Landesversammlung ab. ** Das Bahnprojekt zwischen Fulda und dem Rhein über Hersfeld- Buzbach- Usingen Langenschwalbach, Caub oder Lorsch schiebt sich langsam, aber sicher in die Wirklichkeit. Das Projekt findet seitens der preußischen Regierung das größte Entgegenkommen und sind die Vorarbeiten von der Wetterau bis Idstein bereits erledigt. Die Hauptstadt von Island, Reykjavik, hat jetzt etwa 1500 Einwohner und liegt in einer geschützten Bucht. Den Arzt interessierten natürlich vorwiegend die Krankenhäuser, deren die Stadt drei besitzt. Das allgemeine Krankenhaus wird von Patienten aller nord- und mitteldeutschen Stationen benutzt, die dafür etwa 1,50 Mark täglich zu zahlen haben. Unter den zehn Krankenschwestern sind acht Deutsche. Ein Chirurg, ein Spezialist für innere Medizin und ein Augenarzt sind an der Anstalt tätig. Der Augenarzt reist alle zwei Jahre einmal um die Insel herum und schickt dann alle Leute, die an einer ernsten oder überhaupt an einer ansteckenden Augenkrankheit leiden, ins Krankenhaus. Der Vertreter der inneren Medizin brach auf die Nachricht von der Ankunft des Schiffes sofort. seinen Urlaub ab und kehrte zurück, weil vor zwei Jahren einmal ein Dampfer die Masern eingeschleppt hatte, die so bösartig auftraten, daß die Hälfte der Erfranften starb. Ein Prachtbau der Umgebung von Reykjavik, der völlig vereinzelt am Meer liegt, ist vor zwei Jahren für die Aufnahme von Aussäßigen errichtet worden und zählt immer 60-70 Insassen. In dieser Anstalt sind alle Mittel zur Heilung des Aussages versucht worden, die in letzter Zeit vorgeschlagen worden sind, der Erfolg ist aber fast völlig ausgeblieben. Zur Ausbildung von Aerzten besteht in Reykjavik eine sogenannte Medizinselle, deren Besuch nach drei bis vier Jahren mit einer Prüfung abschließt, doch gewährt die dänische Regierung den isländischen Studenten freie Hin- und Rückreise nach Scopenhagen, wenn sie dort noch ein Jahr lang ihre Studien vollenden wollen. Schlechte Ernährung und Trunkenheit scheint bei der isländischen Bevölkerung leider weit verbreitet zu sein. Der zärtliche Verkehr mit den überall vorhandenen Hunden ist ohne Zweifel die Ursache der ziemlich weiten Berbreitung des lebensgefährlichen Leberbandwurms. Eisenbahnunfälle. Die Lokomotive eines Güterzuges, der von Leipzig nach Magdeburg unterwegs war, geriet bei der Einfahrt in den Bahnhof von Delitzsch an einer Weiche auf ein falsches Geleis und fuhr auf einen Rangierzug auf. Die ersten drei Wagen des Rangierzuges wurden cus dem Geleis geschleudert und teilweise zertrümmert. Der Bugführer, der sich im ersten Wagen befand, ist schwer, der Lokomotivführer leicht verletzt. In Frankfurt a. M. fuhr die Maschine eines Schnellzuges so heftig gegen den Prelltod, daß sie entgleiste. Infolge des starken Rückstoßes wurden acht Reisende durch Hautabschürfungen, sämtlich leicht, berlebt; der Wagenwärter des Zuges erlitt eine KopfverTegung. Lokales. 6. Januar 1905 * spielen. Welder der Mörder. Der dem Todesgerich höchfte Bahl zwe und rief:„ Aum schuldig bin." D einer sprang in nach oben und au * Kürzlich weilten in Gießen zwei Pflanzer ans Java, die von den nach Angaben des Forstwarts Büttner in Langd von der Firma Heiligenstaedt& Co. konstruierten Baumrodemaschinen gehört hatten, um diese einer Probe zu unterziehen. Die Vorführung fiel so günftig aus, daß die Pflanzer sofort mehrere dieser Exemplare für Java in Auftrag geben. Der Erfinder aber und die Gießener Firma tönnen stolz sein auf diesen Erfolg ihrer Arbeit. also 13. Die Das Ralph wie vom man ihn wieder Mord ein. Der gesprochen". *** Der Eisenbahn Fahrbeamten Verein Gießen hält morgen Samstag Abend in der Turnhalle, seine Weihnachtsfeier durch Konzert, Theater- Aufführungen Darstellung lebender Bilder und eine Verlosung. treffliche Arrangement ist darauf angelegt, allen Festteilnehmern einige recht frohe Stunden zu bereiten, wozu der Tanz am Schlusse noch das Seinige beitragen dürfte. ** Der Großherzog ernannte den seither mit der Verwaltung des Hochbauamts Alsfeld beauftragten etatsmäßigen Bauinspektor ohne Amtsbezirk Otto Berth zum Bauinspektor des Hochbauamts Alsfeld, den seither mit der Verwaltung des Hochbauamts Friedberg beauftragten etatsmäßigen Bauinspektor Ludwig Haag zum Bauinspektor des Hochbauamts Friedberg, und den Revisor bei der Brandversicherungskammer Karl Petry zum Vorstand der Kalkulatur der Brandversicherungskammer. Ueber neue Schneestürme in Amerika wird aus Newhorf gemeldet: Die östlichen Staaten der Union sind aufs neue von einem starken Sturm heimgesucht worden, der den Schnee in großen stellenweise fünf Fuß hohen Mauern auftürmt und allen Verkehr hindert. Hier sind eine Reihe von Straßen tatsächlich unzugänglich. Die Straßenbahnen und Hochbahnen arbeiten unter den größten Schwierigkeiten; die Eisenbahnzüge haben von allen Richtungen starke Verspätungen. Durch gleichzeitig eingetretene starke Kälte entstand viel Ungemach, eine Reihe von Personen wurden in Newyorker Straßen erstarrt aufgefunden, darunter vier Tote. Verschiedentlich brachten Fahrgäste, um sich nicht der Gewalt des plößlich ausgebrochenen Sturmes auszusetzen, die ganze Nacht in Straßenbahnwagen zu. Die Türen und Untergeschosse vieler Häuser sind durch Schneewehen verSperrt. Das Gebiet des Sturmes reicht westlich bis nach Missouri, südwärts bis Nordfarolina. Man rechnet damit, daß die heute fälligen Dampfer Algeria"," Teutonic", Furnessia",„ Armenian"," Prinz Adalbert" Verspätung erleiden werden. Infolge der Verkehrsstörung konnte die Milchpersorgung in Newyork nicht stattfinden, so daß sich die Haushaltungen ohne das notwendige Nahrungsmittel be. helfen mußten. Auch an Unglücksfällen fehlte es nicht. Ea sind eine ganze Anzahl Personen erfroren, andere haben Berlehungen erlitten. m Grünberg, nächste Gemein Montag, abends 7 berg; Uebernahm ftädtischen Holzver + Arofdorf teilten, hat die Un dem Leben geschieden glidsfalls gem Lucas noch eine Abte Arbeiten zuzuteilen Minuten darauf fi nach Lage der Um in der Luft treifen weiter feine Aufm Förfters wurde zw nicht heimkehrte, na Sohne in Wigmar aus Wigmor die Na habe. Schlimmes die Suche und far tahme für die fo Berunglüdte Sobachtung und B × Aus dem von der Hessischen Landes. Hypotheken bank veröffentlichten borläufigen Geschäftsbericht über das verflossene Jahr erhellt, daß die Bank, die eine staatliche Gründung ist, auf durchaus gesunden Grundlagen aufgebaut ist. Die Weiterentwicklung der Bank im zweiten Jahre ihres Bestehens ist eine durchaus befriedigende gewesen. Die Hypothek. darlehen( von seiten der Bank unfündbar, mit 34 pct. berzinslich und ausschließlich nach dem Amortisations System gegeben) haben um rund 15% Millionen M. zugenommen; sie betragen jetzt etwa 24% Mia. Mr. während die Kommunaldarlehen eine Steigerung um 3 Millionen M. erfuhren und sich nunmehr auf 61 Millionen M. belaufen. Im Berichtsjahre ist die Erhöhung des Grundkapitals durchgeführt worden, das nunmehr 9 000 000 M. beträgt. * Graf Bülow hat, wie die„ Tägliche Rundschau" erfährt, an die ihm unterstellten Behörden eine Ver fügung ergehen lassen, worin er anregt, bei Beantwortung von Fragen, die von legitimierten Vertretern bon Zeitungen an Beamte gerichtet werden, die zur Erteilung von Auskünften befugt sind, nicht unnötig Zeit verstreichen zu lassen, soweit nicht der Erteilung der Auskunft Bedenken engegenstehe. D s Bei der Zwetten Stände Kammer ist u. a. folgende Drucksache eingelaufen: Regierungsvorlage ** Stünftig sollen sich die Chauffeure im Großherzogtum einer Prüfung unterwerfen. Zur Vorbereitung für dieselbe plant die Zentralstelle für die Gewerbe einen Unterrichtskursus. ** Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß in den letzten Tagen der 53. Band der von der Zentralstelle für die Landesstatistik berausgegebenen Beiträge" erschienen ist. Er behandelt das Kunststraßenwesen im Großherzogtum und ist von dem technischen Referenten für Straßenbau in der Ministerialabteilung für Bauwesen, Geh. Oberbaurat Poſeiner, Buzbach, Geheilige Beleuchtun diber the midge Sansheim fand get b biger erhalten gent haben fie b K Aus der Silterstlingen f Stunde feine Siefen, enitleide Am Nenjahrsma K Momba einen brennende aufam in den erlitt. K Mainz, 5 fchied gestern Abe Spur Opfer, Erfol langjährige Stadtve Fait III. Mit ihm Das Herz auf der Seit 1873 mar Dauptorgans ber Den angrenzenden das er au bober Fall im Berein m Marztagen bes Sa Freiheit und war fammlung der Rath ndenden 16 zu anz= einer eater VOR dem der ingsftg= ſultat I der m für er zu urf zu ftatter Bejids terlage fortzugeftern efuchte aas Benden tte der Jahre gierung gierung ie bor ch den in die der Rea Bebanern ie Sache daß er zurüdschen Ges gierungs aber die prüfen, tellungs m Jahre Bftellung ein durch er Ueber einer Be tfindenden Besellschaft Raße vor titus in ndefammer nehmigung Heffer des in A18. ab. und dem -Langen langfam, idet seitens ommen und tein bereits flanzer and te Büttner onstruierten diese einer ünftig aus, für Java e Gießener Arbeit. Verein Turnhalle, fführungen Fefteil ng. Das wozu der e. ndes. äufigen ut, daß uf durch Le Weiter Beftebens Sppoihel 3 pat tifations lionen M. Mia. Me Steigerung nmehr auf bre ift bie έδει, δας im Groß ur Vor für ble ß in den entralftelle Beiträge traßenbon dem er Minifte at Bofeiner, bearbeitet. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, daß das Netz der Verkehrswege in der Neuzeit eine ganz außerordentliche Ausdehnung erfahren hat. Seit 1881 bis zu Anfang des Jahres 1804 sind 932 km Kreisstraßen mit einem Kostenaufwand von nahezu 11 000 000 Mt. neu erbaut, bezw. umgebaut worden. Die gemittelten Kosten für 1 km Neubau betragen 11767 Mr. Von den zur Zeit vorhandenen 4857 km Kreisstraßen( ein schließlich der 1862 km früheren Staatsstraßen) entfallen auf die Provinz Starkenburg= 1681. auf die Provinz Oberhessen= 2197, auf die Provinz Rheinhessen= 979 km, während die 1481 km Eisenbahnen sich verteilen: auf die Provinz Starkenburg mit 561, auf die Provinz Oberhessen mit 505, auf die Provinz Rheinhessen mit 415 km. Die Längen der Verkehrswege innerhalb der einzelnen Kreise sind naturgemäß sehr verschieden; ein übersicht liches Bild bezüglich deren Verteilung auf Kreise, Flächeneinheit pp. gewähren, die hierzu gefertigten graphischen Darstellungen. An gesetzlichen StaatsBeiträgen zu 3w.den des Kreisstraßen- Neubaues wurden vom 1. April 1832 bis 31. März 1904 1 227 883 geleistet: an die Provinz Starkenburg Mart, an die Provinz Oberhessen= 1174 888 Mark, an die Provinz Rheinhessen= 290 470 Mark Zu dem gleichen Zwecke wurden aus dem ftaatlichen Unterstügungsfonds seit 1. April 1888 bis 31. März 1904 an minderbemittelte Kreise und Gemeinden an Unterstützungen gewährt= 840 833 Mark. - - Toteswürfel. Es wird uns folgendes geschrieben: Im Hohenzollernmuseum- Berlin befanden sich zwei äußerlich gleiche Würtel Totenwürfel genannt. Unter dem Großen Kurfürsten von Brandenburg wurde in Berlin ein Mord verübt, der großes Aufsehen erregte. Das Opfer war ein junges schönes Mädchen, geliebt von 2 Soldaten. Beide wurden verhaftet, beide leugneten den Mord begangen zu haben. Einer, Ralph, hatte thn tatsächlich aus Eifersucht, weil sein Kamerad Alfred thm vorgezogen wurde begangen. Die angewandte Tortur brachte kein Geständnis. Da befahl der Kurfürst daß das„ Gottesurteil" entscheiden solle. Die beiden Soldaten sollten mit zwei Würfeln um den Tod spielen. Welcher die geringste Zahl werfen würde sei der Mörder. Der Kurfürst mit großem Gefolge wohnte dem Todesgericht bei. Ralph warf zuerst, aber die höchste Zahl zwei Sechs. Da fiel Alfred auf die Knie und rief: Allmächtiger Gott, du weißt, daß ich unschuldig bin." Dann nahm er die Würfel und warf einer sprang in zwei Stücken. Zwei sechs Punkte lagen nach oben und auf dem abgesprungenen Stück noch einer, also 13. Die Gesellschaft war starr, besonders als Ralph wie vom Blig getroffen zusammenbricht. Als man ihn wieder zu sich gebracht hatte, gesteht er den Mord ein. Der Kürfürst aber rief gerührt:„ Gott hat gesprochen". am m Grünberg, 5. Januar. Die Tagesordnung für die nächste Gemeinderats- Sigung kommenden Montag, abends 7 Uhr, ift: 1. Eisenbahn Lich- Grünberg; Uebernahme von Obligationen. 2. Abhaltung der städtischen Holzversteigerungen. - + Krofdorf, 5. Janur. Wie wir bereits gestern mitteisten, hat die Untersuchung ergeben, daß der so jäh aus dem Leben geschiedene Förster Lucas das Opfer eines Unglücksfalls geworden ist. Dienstag Nachmittag 3 Uhr hatte Lucas noch eine Abteilung Waldarbeiter aufgesucht, um ihnen ihre Abeiten zuzuteilen und sie darauf wieder verlassen. Wenige Minuten darauf fil der Todesschuß, den die Arbeiter aber nach Lage der Umstände für einen Fehlschuß auf einen hoch in der Luft kreisenden Raubvogel hielten und ihm deshalb weiter feine Aufmerksamkeit schenkten. Die Familie des Sörfters wurde zwar etwas beunruhigt, als Lukas abends nicht heinikehrte, nahm aber an, daß er die Nacht bei seinem Sohne in Wißmar verbringe und zog am folgenden Morgen aus Wißmor die Nachricht ein, daß er dort nicht übernächtigt habe. Schlimmes befürchtend machte man sich sofort auf die Suche und fand dann Lutas entseelt vor. Die Teilmahme für die so hart getroff nen Familie ist hier algemein. Der Berunglückte erfreute sich in allen Kreisen der größten Hochachtung und Beliebtheit. > Buzzbach, 5. Januar. Unser Bahnhof erhält deftrische Beleuchtung. K Gernsheim, 5. Jan. In dem Konkursverfahren über die Rheinische Zuckerfabrik, das 3 Jahre gedauert hat, hand gestern der Schlußtermin statt. Die ca. 5000 Gianbiger erhalten als Restzahlung noch 154/10 Prozent. 10 Proaunt haben sie bereits früher erhalten. K Aus dem Odenwald. Der Landwirt Schmohl zu Siltersklingen suchte in der Neujahrsnacht in vorgerückter Stunde seine Wohnung auf. Unterwegs kam er über Biesen, entkleidete sich bort im Rausch und legte sich schlafen. Am Nenjahrsmorgen wurde er erfioren aufgefunden. 3.- 6. Ditober 1848 in Mainz tagte. In Anerkennung feiner zahlreichen Verdienste wurde der Verstorbene im Jahre 1875 von Papst Pius IX. zum Ritter bes St. GeorgsOrdens ernannt und vom Bapst Leo XIII. durch Verleihung des filbernen Ehrenkreuzes Pro ecclesia et pontifice" ausgezeichnet. 22 K. Hanau, 5. Januar. Das Komitee für Errichtung einer Eisenbahn Hanau- Nord- Büdingen hat nunmehr seine Arbeit aufgenommen. K. Von der Rhön, 5. Januar. Aehnlich wie auf dem Feldberg im Taunus sollen auf der großen Wasserfuppe in fommendem Sommer zum ersten Male Rhön- Turnspiele abgehalten werden. Der Rhönklub steht dem Projekt sehr sympathisch gegenüber. K Darmstadt. Geheimer Justizrat Dr. Rießer ist am 31. Dezember aus der Direktion der Bank für Handel- und Industrie in Berlin ausgeschieden. Rießer war früher Rechtsanwalt in Frankfurt a. M. S. Darmstadt, 6. Januar. In der geftrigen Versammlung des Gartenbauvereins, in welcher Herr Oberlehrer Nack aus Gernsheim einen Vortrag über Biele und Erfolge des Pflanzenschutzes hielt, wurde folgende Resolution angenommen: A Der Gartenbauverein spricht den Wunsch aus, es möge seitens der Regierung in Darmstadt eine Versuchsstation für Pflanzenschutz für die wachsenden Bedürfnisse des Obst- und Gartenbaues, der Land- und Forstwirtschaft errichtet werden." Der Verein zählt jezt 465 Mitglieder, auch der Finanzminister ist demselben beigetreten. Sängers Jahresschluß.*) Eh' das müde Jahr will scheiden Gönnt mir noch ein letztes Mort: In dem Kreislauf flücht'ger Beiten Ist ein Jahr nur ein Akford. Sind im ew'gen Sphärenflange Jahre die vorüber zieh'n, Hier auf uns'rem Lebensgange Nur verklungne Melodien. - Eins um's and're wird vollendet, Stunden sind der Taftschlag nur, Wird das Notenblatt gewendet Singen wir die letzte ,, Dur". - Jahr um Jahre zieh'n von dannen Und verhallet Lied um Lied, Ob beim Singen Tränen rannen, Ob das Aug' vor Freude glüht. Aber einst, wenn uns're Weisen Sind verhallt am Friedhofstor, Wird in Seraphinenkreisen Stimmen ein der Sängerchor. Wenn schon hier im Staubgewande Kann ein Lied das Herz erfreu'n, Ach, wie mag's im Heimatlande Bei den sel'gen Klängen sein. Wo die Morgensterne fingen Vor des Lammes Ehrentron, Cherubin den Reigen schlingen Dort bei gold'ner Harfen Ton. Darum eh' das Jahr will scheiden Schließ dies Wort in'e Herze ein: Selig ist in flücht'gen Zeiten Sich dem ew'gen Liede weih'n. Selig ist's, den Fuß im Staube Schon die Seele himmelwärts- Auf dem Liede trägt der Glaube Einstens heim das Sängerherz! Gedicht, das wir seines tiefen Inhaltes wegen noch nachträglich *) In einer auswärtigen Zeitung fanden wir vorstehendes zur Kenntnis geben wollen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 7. Januar. Trüb, windig, Niederschläge, zunächst noch etwas fäfter. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 8. Januar, 1. nach Epiphanias. Landes Missionsfest. In der Stadtkirche. Bormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Professor D. Stamm. Donnerstag, den 12. Januar, abends 8 Uhr im MarSP Sonntag, ben 8 Januar. Fest der Erscheinung des Herrn. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heilig. Kommunion. " 17 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Fest- Anbacht mit Segen. Israelitische Beligionsgesellschaft. Sabbathfeier am 7. Januar 1905. Freitag Abend 4.15 Uhr. Samstag vormittags: 8.30 Uhr. Predigt. Samstag Nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.30 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.10 Uhr. abends 4.00 Uhr. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 1. Sonntag, nach Epiphanias( 8. Jan.) Landesissionsfest, predigt über die Heiden- Mission 1. vormittags: Defan Wagner. 2. Text: Matth. 2, 1-12. Lied Nr. 174. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Lexi: Jes. 60, 1-6. Lied Nr. 175. Gottesdienst in Lumda vormittags 91/2 Uhr. In allen Gottesdiensten Kollekte für die Mission. Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag, den 8. Januar, vormittags 91/2 Uhr. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentelle XIbin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid zu Gießen. Bei Philippi. X. Die Nr. 3 des Kritik und Aufklärungsblattes Schwarze Zeitung"( Straßburg) enthält einen hochinteressanten Artikel, den wir Raummangels wegen an dieser Stelle leider nicht abdrucken fönnen; aber jedem, der sich einen klaren Blick und einen tiefern Einblick in die Logik Sorblets verschaffen will, ist die Lektüre gerade dieses Artikels wärmstens zu empfehlen. Auf der Tagung des Landwirtschaftsra es hatte Soxhlet folgende Behauptung aufgestellt, welde sofort auch durch eine Anzahl Zeitungen nachgedruckt wurde: Wer mit der Bauernfreude" Knochenbrüchigkeit vorbeugen wolle, zahlt für das Pfund phosphorsauren Kalt darin 7 Mt. In Form bon Futterfalt faust man ihn für 15 Pfg.". Herr Laufer erwiderte prompt: Es ist durchaus unzutreffend, daß in„ Bauernfreude" das Pfund phosphorsaurer Kalt 7 Mt. fofte. Wahr ist vielmehr, daß Herr Prof. ir. Steuert unter Eid bewiesen hat, daß der in ,, Bauernfreude" enthaltene phosphorfaure Kalk in Prima Qualität auf 15/5 Pfg. zu stehen kommt." Wir halten es für notwendig, deshalb besonders auf die in der Schwarze Zeitung" abgedruckten Ausführungen hinzuweisen, weil Soxhlet kein anderes Ziel mehr als die Vernichtung der Bauernfreude" zu kennen scheint. Schwer muß ihn geärgert haben, daß die Firma Laufer den Mut gehabt hat, ihn wegen Beleidigung nach§ 186 und 187 St. G. B. vor Gericht zu ziehen, und ihn auf eine Buße von 6000 Mt. zu verflagen. Soxhlet schor der Bauernfreude" dafür furchtbare Rache. Beim Landwirtschaftsrat stellte er Antrag auf vollständige Vertilgung dieser Futterwürze. Erfolg wird Soxhlet damit nicht erzielen. Im übrigen seien unsere Leser auch auf die Nummer 4 der Schwarze Zeitung" hingewiesen, welche sehr intereffante, beachtenswerte Mitteilungen nach dieser Richtung enthält. Mancher wird dann auch ein Verständnis dafür bekommen, welch' ein erbittertes Ringen zwischen Theorie und Praxis z. 3. besteht. Wir sind überzeugt, daß die Praxis den Sieg davon tragen wird, wennschon das erft wohl nach langem Kampfe erreicht werden wird. Unsere erfahrenen Landwirte aber werden hierbei sicher stets auf Seiten der Praris zu treffen sein. Auf 30 Pfg tarierte Soxhlet den Wert der„ Bauernfreude". Hören wir, wie Herr Prof. Dr. Wein unter Eid vor dem Amtsgericht in Freising sich zu dieser Frage, die von Prof. Dr. Steuert bereits in einer für Bauernfreude" überaus günstigen Weise beantwortet wurde, stellte. Herr Prof. Dr. Wein beschwor: " I habe mich durch Umfragen bei Fachleuten über diese Frage orientiert und folgendes in Erfahrung gebracht: Nach der Rezepturtare kostet 1 Bfund ,, Bauernfrende" ohne Berechnung von Spachteln w. f. w., weus fie in Avotheken her tage etwa die Hälfte. Dabei ist aber auch in Begewellt würde, 5 Mark, nach der Handverkaufstracht zu ziehen, daß bei Anfertigung eines solchen Puivers in Apotheken die Bestandteile nicht so fein gepalvert sind, wie dies bei der mir freude" der Fall ist. Die feine Mahlung vervom Gericht vorgelegiem Probe der„ Bauernursacht dem Fabrikanten nicht unbedeutende Mehrtoken. Demgemäß fann ich mich der von Soghlet geäußerten Anschauung, daß das Pulver, das pro fund zu 60 fg. und pro Ztr. zu 45 Mt. bertrieben wird, dem Landwirt zu teuer verfauft werde, nicht anschließen. Ich erachte vielmehr den Preis im Hinblid auf die Fabrikationsfoften und Geschäftsspesen als einen angemessenen. K Mombach), 4. Jan. Ein 18jähriger Bursche steckte einer brennenden" Frosch" als ein Polizeidiener auf ihn fussal Kirchstraße 9. Bibelstunde 4. Corinth. 11. Pfarrer hoch, sondern ein durchaus ber chtigter fei ulam in den Nermel, sodaß er erhebliche Brandwunden exlitt. Schwabe. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Rubergottesdienst für die LukasIn der Johanneskirche. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Schulz. gemeinde. Pfarrer Ealer. K Mainz, 5 Januar. Im Alter von 80 Jahren verced gestern Abend nach einem arbeitsreichen Leben, dessen Epur Opfer, Erfolg und Entsagung fennzeichnet, der frühere langjährige Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete Johann Falt III. Mit ihm ist ein ganzer Mann, ein Mann der das Herz auf dem rechten Fleck hatte, dahingegangen. Exit 1873 war der Verstorbene Besizer des Buptorgans der Centrumspartei in Hessen und Din angrenzenden Landesteilen des Mainzer Journals", er zu hoher Blüte brachte. In jungen Jahren gründete Fall im Verein mit Moufang, Professor Riffel in den Dirztagen des Jahres 1848 den Piusverein für religiöse Fuiheit und war Mitveranstalter der ersten Generalver- Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit ammlung der Katholischen Vereine Deutschlands, die vom Nach sämtlichen Gottesdiensten wird eine Rollette zum Besten der Heidenmission erhoben. Montag, den 9. Januar, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Ronfirmandensaal der Lukasgemeinde. Text: Offb. Joh. 3, 7-13. Pfarrer Euler. Batholische Gemeinde. Samstag, den 7. Januar. zur hl. Beichte. Damit sind die Gegner der Bauernfreude" glatt desapouiert. Wir können diese Gelegenheit nicht vorüber gehen lassen, ohne da rauf hinzuweisen, daß de staatliche landw. Bersuchsstation zu Ebstorf, deren Leiter Herr Prof. Dr. Beute ist, eine Anfrage dahin be= antwortet hat, daß der Preis der„ Bauernfreude" keineswegs zu Die staatl. landwirtschaftliche Versuchsstation hatte sich 1 Pfund Bauernfreude" in der Apotheke anfertigen lassen, dafür aber vielmal mehr bezahlen müssen, als der Preis bei der chem. Fabrik Th. Lauser beträgt. Und wie stellte sich Herr Prof. Dr. Steuert zur Preisprage? Sein eidliches Gutachten lautet folgendermaßen: „ Nach den Rezeptursätzen in Apotheken würde das Pulvergemisch„ Bauernfrende" sicher das Fünffache kosten. Selbst im Engros Einkauf kommt das Pfand auf 60,92 Pfa. zu stehen; der Breis der Bauernfreude" muß daher als ein angemessener angesehen werden". " Diesen Urteilen über die Preisfrage werden wir in der nächsten Nummer noch weitere beifügen. Unsere Leser ersehen aber daraus schon jetzt, daß sie Bauernfreude" mit Recht als das beste und billigste Anregungs und Genußmittel bisher angesehen haben und daß sie dieser ih er in der Praxis gewonnenen Anschauung durch weitere Verwendung der Bauernfreude" auch in der Folge zu ihrem Nutzen getreu bleiben sollen. M. 5. Nen! Böllig desinfizierende Neu!| Betr.: Die Unfallversicherung der in land- und forst wirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen; hter: Fortführung des Umlage- Katasters für 1904. Bekanntmachung. Cheater- Verein Giessen. Rettfedern5. Vorstellung: Mittwoch, den 11. Januar 1905 Medea, de Tragödie in 4 Aufzügen von Franz Grillparzer. Gast: Fräulein Riza Bajor vom Großh. Hoftheater in Mannheim. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 10% Uhr. Eintrittskarten zu mr. 5., 4., 3.( für Mitglieder im Vorverkauf zu f. 4.50, 3.50, 2.50) u. Mt 2.-( für Studierende) bei Herrn Ernst Challier und an der Abendkasse. Sonntagsverein für Mädchen.| Holz- Bersteigerung im Montag, 9. Januar 1905, Reinigung Gardinenwascherei auf Neu Das Umlagefataster der land- und forstwirtschaft lichen Berufsgenossenschaft, fortgeführt für 190+, Itegt zwei Wochen lang, nämlich vom 5. Jannar bis zu Feine Damen u. Herren. 18. Januar d. J. auf der Bürgermeisterei zur Einsicht Wäsche der Beteiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Haushaltungs- Wäsche Inhalt dieses Katasters, gegen die Aufnahme oder Nichtaufnahme der Nebenbetriebe in das Kataster, gegen deren Veranlagung und gegen die Einschätzung der Be Dampfwaschanstalt triebsbeamten und Facharbeiter sind innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in vorzubringn. Darmstadt bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung 2C. 2C. „ Edelweiss". Jg. Laufbürschchen für einige Stunden des Tages gef. Gießen, Bismarckstraße 14, III. Heizer ( geprüft in Darmstadt von einem Gießen, den 4. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Obe Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Aus der Heichelheim'schen Stiftung find Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Gießener Stadtwald. Dipl-Ingeniuer) fucht Stellung Offerten u. N. m. 6877 a am 27. April d. Js. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mt. Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu vormittags 9½ Uhr beginnend, d. Exp. d. Bl. erbeten; daselbst an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige, jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr werden im Distrift Fernewald wird auch nähere Auskunft erteilt. christliche Familie oder Person zu vergeben. Anmeld findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, versteigert: Ansprache, Vorträgen. ungen werden von heute an bis 10. Februar 1905 auf entgegen genommen. 601 Stück Fichtenstangen mit 22,78 A18 Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in bindertangen und Spaten Damen- Schneiderin unserem Geschäftszimmer, Neuen- Bäue 25, Zimmer 2, Für den Vorstand: latten geeignet. 46 Rmtr. Eichen Scheitholz, Buchen- Scheitholz, Kiefern- Scheitholz, Eichen- Knüppelholz, großer Zahl vorhanden. 3 Dr. Naumann, Kirchenrat. 11 6 " 2 " Birken Scheitholz, 89 " " Fichten- Knüpvelbolz, 12 " Eichen- Stockholz, 8 " Kiefern- Stocholz, 5 " Fichten- Stockholz, Vorkehrungen gegen das Einfrieren der HauswasserLeitungen. Buchen- Reisig, " Nadel- Reifig, " 300 " 1 Weichholz. Dies Die Zusammenkunft ist an der Streng swiese. Gießen, den 4. Januar 1905. Gr. Bürgermeisteret Gießen. J. V. Curschmann. H.Under Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage der Haus- 4550 Wellen Eichen- Reifig, wafferleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um 1400 dem Einfrieren des Wassers in den Hauswasserleitungen 1800 bet eintretender Kälte vorzubeuaen, es erforderlich ist, die Hauswasserleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das seitlich desselben oder hinter dem Wassermesser befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, geöffnet wird und dies solange ge= öffnet gehalten wird, bis das in der Hausleitung stehende Wasser bollständig abgelaufen tft, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschloffen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, während derselben das in dem obersten Sto dwer bes Hauses befindliche Zapfventil der Housleitung offen zu halten damit die Luft Zutritt in die Leitung erhalte. Ein größerer Teil des Wassers tann auch schon durch das Zapfenventil der untersten Küche entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht wird. Nach stattgehabter Entleerung sind diese Zapfv ntile, welche dem Eintritt der Luft, bezw. der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. Das Schließen des Hauptabsperrhahnes er: folgt durch Aufsehen des beigegebenen Schlüssels auf den vier: tanntigen Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrzeigersbis Widerstand erfolgt. Das Oeffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengesetztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsper r= hahn wieder vollständig geöffnet werden. - - Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, * berhaupt nach ungeheizten Räumen, Hofräumen, Gärten usw. sind auf die Dauer deren Nichtgebrauchs, bezw. des ganzen Winters, mittelft ihrer besonderen Vorrichtungen auf änliche Weise zu entleeren und abzustellen.- Bei anhaltender außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme auch während des Tages auf fürzere festgesezte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfalls in oben angegebenter Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Küchen unbenugter Wohnungen geführt sind, kann man durch Unterhaltung eines Hleinen Heerdfeuers vorbeugen. Auch empfiehlt es sich, in falten Klosett oder sonstigen ungeheizten Räumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht schon durch eine aus reichende Umhüllung gegen Kälte geschützt ist, die Temperatur durch ein Defchen oder geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhalten. Sehr talt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorübergehend nicht in Gebrauch befindliche Klosetts( wie in Vereinshäusern 2c.) werden durch Einstreuen von etwas Salz( Viehsalz) in bas Schlußwasser des Syphons( Wasserabschlusses) gegen Auffrieren der Schüsseln geschüßt. - Die Wassermesser nebst dem nächstanschließenden Teil der Rohrleitung sind während des Winters mit Stroh, Säden oder ähnlichen Schuhmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschlossen zu halten. Die Herstellung aller Wassermesser, die in Folge ungenügenden Schutzes gegen Kälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Hausbesizer.- Jm übrigen müssen die Wassermesser jederzeit leicht zugänglich bleiben. Nach vorliegenden Erfahrungen sind es namentlich Neubauten und unbewohnte Stockwerke, deren Wasserleitungen nicht immer die erforderliche Fürsorge geschenkt wird, insbesondere sind auch schon öfters infolge Nichtabsperrens von Garten Wasserleitungen große Beschädigungen und namhafte Wasserverluste entstanden. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten, Wir empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allen Beteiligten jur ganz besonderen Beachtung. Länger andauernde Absperrungen, Einminterungen, Reparaturen und Auftauungen von Hauswasserleitungen werden am zwed mäßigsten und schnellsten von denjenigen Installationsgeschäften beforgt, welche die betreffenden Hauswasserleitungen f. 3t. ausgeführt haben und daher die örtlichen Verhältnisse mit ihren empfindlichen Buntten am besten fennen. Gießen, den 17. November 1904. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. M Otto Bergen. Königlich Preussische Staats- Medaille| Seidenstoffe in unvergleichlich reicher Auswahl. schwarze welsse farbige Immer die neuesten und schönsten.- Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs- Medaillen, 6 Hoflieferanten- Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Mech. Seidenstoff- Weberei Michels& Cle. Berlin SW. 19 Ecke Markgrafen- Strasse. 43 Leipziger Strasse 43 Proben portofrei empfiehlt sich bei billigen Preisen. Für saubere und elegante Arbeit wird garantiert. Frl. M. Will Loller. Freibant. Ochsenfleisch 52 Pfs. Rindfleisch 50% fg. 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Borticu Nam, Rin Water, es wird chen Noten in Verwunder aber ihr Auge den bei einem Madonna! bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, wenn sie dahier nicht geboren find, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits an einer früheren Musterung teilgenommen haben, ihren Losungsschein vorzulegen. ein folches Gefe Nun, nun ternden Hände Streckten.„ Es lehen fein, ein zurückzahlen m Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, sich zu ge wärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tageu belegt von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung 2c. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32. pos. 2. tt. a. b. c. d. e. f. und g. der Wehrord. nung rechtzeitig bei der Bürgermeisteret dahier borzubringen sind; verspätete Gesuche können keine Berücksichtung finden. Gießen, den 6. Januar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 ist die Lieferung des Brotes für die Stadtarmen neu zu vergeben. ift." Marietta täters, und Freude ihrem der Macht au wäre zweifell deffen fräftige Angebote sind bis spätestens 31. d. Mts. beim städtischen Armenamte, Neuenbäue 25, einzureichen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 3. Januar 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. 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