3. Septbr. murder mhalt, 1 Bad er eingewideft Inhalt, 1 filb enfarte auf den tend. denen Gegen Set uns geltent 7. ronete Spect Je und Löber 1. rbeiten wird auf weiteres her in den Gretchen, fie ■ es beginnt recht zärt Baumitanum würde und Dies wieder ins darüber Thomasius nder Rechte er umzusatus verwun el erschienen zu bestellen. doch, mein Engel falsch r gemeint, Reichenwagen gt ein offes Wohin die Diese beiden Träften dem Librige, bejon anregend auf fluß auf das Vor allem von schwerer als gelte es, ielleicht sogar esundheit wie f! Auch des Schlafzimmers. schredhafte ericheucht den ng durch den biration gibt Mäßigkeit! it ein unge, sollen wir Sei den Mahl Nachgiebigkeit als im Winter wie Nahrung em Klima an chaft auf, der icht beffer rnst en den andler):„ Na, Jagd haben Dafen willst du ist doch min. Tagsjäger:„ Da h bin wenn oraus tot!" der Wildpret Gatte:„ Brat uf die Jagd, day Nr. 208. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Dienstag, den 5. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Schluss der Friedensverhandlungen. Schneller, wie man erwartete, ist der Friedensvertrag in Portsmouth fertig gestellt werden. Er wurde gestern nachmittag von den beiderseitigen Delegierten, Minister Witte und Baron Komura unterzeichnet. Der Vertrag besteht aus 17 Artikeln und einer kurzen Einleitung. Ein Auszug aus dem Friedensvertrage wird telegraphisch nach Petersburg und Tokio übermittelt, während der tatsächliche Wortlaut den Regierungen in den beiden Hauptstädten erst nach Rückkehr der Friedensunterhändler bekannt werden wird. Die Ratifikationen müssen innerhalb eines Zeitraumes von 50 Tagen ausgetauscht werden. Die Japaner wollen heute schon, die Russen morgen aus Portsmouth abreisen. Einige besondere Zusäße zu den Friedensvertrag setzen sest, daß nach dem mit der Unterzeichnung in Kraft tretenden Waffenstillstand die Armeen nicht mehr vorgehen, wohl aber in ihren Stellungen verbleiben dürfen. Genau wird ferner bestimmt, wann beide Teile die Mandschurei räumen müssen. Die Gefangenen sind von ihren Regierungen erst nach der Ratifikation des Friedensvertrages heimzubefördern. Der Mikado erklärt nach dem Wortlaut der Bestimmungen seine Einwilligung an den französischen Gesandten in Tokio, der Zar seine Zustimmung an den amerikanischen Botschafter in Petersburg. Der Baffenstillstand beginnt sofort nach der Unterzeichnung. Die Begeisterung bei der russischen Armee auf dem Kriegsschauplab soll unbeschreiblich gewesen sein, als die Nachricht vom Friedensschluß eintraf. Der jetzige Kommandierende der Mandschurei, Lenewitsch, soll zum Gouverneur son Sibirien auserschen sein, einstweilen aber noch mit seinen Truppen an Ort und Stelle verbleiben, wie es schon im Vertrage bestimmt ist. Der Zar hat an Lenewitsch eine längere Depesche gesandt, die der Armee die Beweggründe erklärt, aus denen der Monarch zur Einigung mit Japan gelangt ist. Der zur Verkündigung an das ganze Heer bestimmte Erla lobt die Tapferfeit und Mannhaftigkeit der Krieger in den üblichen Wendungen. In Japan ist die Stimmung im allgemeinen wenig freudig. So hat eine Vereinigung fortschrittlicher Abgeordneter eine Resolution angenommen, die scharfe Unzufriedenheit ausdrückt und sagt, die vereinigten Mächte Europas und Amerikas hätten die Bedingungen Japan aufgezwungen und verweigerten dem asiatischen Inselreich die Anerkennung einer gleichberechtigten Großmacht. Man sei gezwungen, fünftig ausschließlich asiatische Politik zu betreiben, denn der Portsmouther Vertrag habe eine unüberbrückbare Kluft zwischen Europäern und Asiaten geschaffen. Das römische Blatt Tribuna" weiß sogar von offener Rebolution in Japan zu berichten. Alle Kabel seien unterbrochen. Doch das sind wohl Uebertreibungen, obwohl eine gewisse Mißstimmung verständlich erscheint. Was wird aus Alien? Die Russen haben die vormals chinesische Halbinsel Liaotong geräumt, Port Arthur preisgegeben, die Stadt Dalny, die ein Kunstprodukt war, den Japanern überlassen, sich aus der Mandschurei zurückgezogen. Damit haben sie auf den Anspruch verzichtet, die Vormacht in Ostasien zu sein. In diese Stellung ist Japan eingerückt, dem jetzt naturgemäß auch der überwiegende Einfluß in Pefing zufällt. Die Chinesen hatten früher schon erfahren, daß ihre gelben Brüder aus dem Lande der aufgehenden Sonne nicht mit sich spaßen lassen. Wären die Mächte bei Shimonoseki den Japanern nicht in den Arm gefallen, China hätte schlimme Tage erlebt und den Anfang einer Teilung, die von einer Bertrümmerung nur schwer zu unterscheiden gewesen wäre. Zwar einer der Intervenienten, Rußland, ließ sich die Hilfe grimmig teuer bezahlen, denn er nahm die Mandschurei. Nur vorläufig freilich. Etwa so vorläufig, wie die Engländer Aegypten genommen haben, um es aus dem Aufstand Arabi Paschas zu retten". Tewfit Pascha heißt ja immer noch Khedive von Aegypten, nur daß er, um mit dem Fürsten von Lippe, seligen und bismarckfeindlichen Angedenkens, zu reden ,,, nir tau seggen" hat. Jetzt hat Japan das Retteramt übernommen, es hat die Mandschurei aus Rußlands Händen„ gerettet". Ob für China, steht dahin. Selbst bei nomineller Rückgabe an China wird Japan eine tatsächliche Oberhoheit ausüben. Und hinter Japan steht das mit ihm verbündete, zu Schutz und Truzz verbündete England. Man müßte von unerlaubter Kindlichkeit des Gemütes sein, wollte man glauben, daß England aus plötzlicher Liebe zu den Japanern sich zu diesem Bündnis entschlossen hätte. Das glaubt auch niemand. Es ist offenbar, daß England seinen Krieg durch die Japaner gegen Rußland hat führen lassen. Das ist immer englische Staatskunst gewesen. Solcher Kunst darf man Anerkennung nicht versagen, auch wenn ihre Ausübung nicht jedermanns Sache ist. Es gehört viel Klugheit und Voraussicht dazu; man muß weiten Blick baben und sehr zielbewußt sein, um sich darin auszuzeichnen. Schon im Verlauf des russisch- japanischen Krieges trat das deutlich zutage. Sobald die Russen geschlagen waren und ganz gewiß nicht mehr die Kraft besaßen, gegen den Himalaja vorzurücken, schickten die Engländer eine Expedition zum Dalai Lama, der sich aus seiner heiligen Stadt mit unrühmlicher, aber verständlicher Eile entfernte. Sie etablier ten dort sich und ihren Einfluß. Unmittelbar darauf verfündeten sie mit einer Festigkeit, die sie immer nur dann entwickeln, wenn sie selbst die Arme frei haben, ihr voraussichtlicher Gegner aber gefesselt ist, daß sie jedes zentralasiatische Vorrücken Rußlands und selbst den Bau von Eisen bahnen durch die Russen als einen Akt der Feindseligkeit ansehen und behandeln würden. Sie sagten das mit einer Ungeniertheit, die ihnen von dem Bewußtsein der augenblicklichen Wehrlosigkeit Rußlands eingegeben war. Auf die unbegrenzte Dauer dieser Wehrlosigkeit durften sie natürlich nicht rechnen. Der Krieg mußte irgendwann einmal ein Ende nehmen; und hatte Rußland die Wunden geheilt, die ihm der Krieg geschlagen, so war zu erwarten, daß es seine Revanche nehmen und die englische Ueberhebung heimzahlen würde. Hier mußte vorgesorgt werden, und das ist geschehen, in geradezu genialer Art geschehen, wenn auch diese Art wiederum nicht jedermanns Sache sein mag. Vom englischen Standpunkt aus und nach englischer Ueberlieferung konnte die Sache gar nicht besser gemacht werden. Die Engländer gönnten den Japanern aus dem Kriege großen Gewinn, machten sic aber für diesen Gewinn zugleich schutzbedürftig und boten sich selbst als Schüßer an. Natürlich nicht umsonst. Die Japaner mußten, um den englischen Schutz zu genießen, sich in den Dienst des englischen Interesses stellen. Man hat oft Rußland mit einem Bären, England mit einem Walfisch verglichen. Der Vär ist ein gewaltiges Landtier, der Walfisch ein gewaltiges Seetier. Wollen sie gegeneinander, so müssen sie beide Gehilfen aus dem anderen Element haben. Der Bär, um im Bilde zu bleiben, findet keine Wassertiere, die ihm im Kampf gegen den Walfisch beistehen könnten siehe: Frankreichs Haltung im letzten Kriege!- aber der Walfisch hat noch immer Landtiere als Bundesgenossen zu werben verstanden. Eben jetzt die Japaner. Sie sind Englands asiatische Landtruppen geworden. Will Rußland nach seiner Erholung gegen Indien marschieren, so wird es von Japan in der Flanke angegriffen, und die jüngste Erfahrung hat gezeigt, daß ein japanischer Angriff zu seiner Abwehr alle Sträfte erfordert. England aber, als Beherrscherin der Meere, ist nur in Indien angreifbar. Dort ist das Herz seiner Kolonialmacht und eine der Hauptquellen seines Reichtums. Das hat schon der erste Napoleon eingesehen allerdings vergeblich. Von Aegypten aus wollte er Indien erobern. Er hat den Plan aufgegeben, so daß seine Ausführbarkeit nicht praktisch erwiesen ist. Einstweilen ist England Herr über das nichtrussische Asien; im Westen für sich allein, im Osten durch Vermittelung Japans, das den Westen decken muß. Das ist die augenblickliche Lage der Dinge, die aber nicht unverrückbar ist. Japan muß nicht in alle Zukunft der englische Landsoldat bleiben, der Prätorianer, der den indischen Kaiserthron des Königs von England bewacht. Am Ende kann ihm doch der Gedanke kommen, daß es besser wäre, er hätte für sich gesiegt und nicht zur Erhaltung der englischen Herrschaft über Asien, und daß es möglich wäre, einen Bundesgossen zu finden, der nicht so genialischschlau ist wie England. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Die Marokkofrage ist zwischen Frankreich und Deutschland zu beiderseitiger Zufriedenheit so gut wie erledigt. Für die baldige Berufung der Marokkokonferenz, die allseitig gewünscht wird, bildet die Affäre Bu Mzian einen ärgerlichen und möglicherweise verzögernden Zwischenfall. Die Freilassung Bu Mzians, der als geborener Algerier französischer Untertan ist, als Mohammedaner aber vom Sultan bon Marokko für seine Gerichtsbarkeit in Anspruch genontmen wird, ist in einer Art erfolgt, die Frankreichs Forderungen nicht genügt, vielmehr eher als beleidigend aufgefaßt wird Frankreich droht deshalb mit einer Art Eyefution, und eine solche Gewaltanwendung würde wahrscheinlich zu Weiterungen führen, deren Verlauf und Ende nicht abzusehen ist. Es besteht aber die Hoffnung, daß es gelingen wird, den Sultan zur Vermeidung jeder Zwangseinwirkung und dazu zu bestimmen, daß er freiwillig den legitimen Ansprüchen Frankreichs nachkommt. * * Die Meldung, daß der Gouverneur von Ostafrika, Graj von Gößen, den Direktor der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt, Herrn Dr. Stübel, ersetzen, vielleicht auch an die Spitze eines neu zu bildenden Kolonialamts treten werde, ist zum mindeſten verfrüht und jedenfalls im Augenblick nicht richtig, wie unser CB- Mitarbeiter erfährt. Die Nachricht ist vielleicht als Vermutung darans entstanden, daß nach dem im Reichstag schon vor längerer Zeit bekannt gegebenen Willen des Reichskanzlers Fürsten Bülow im fommenden Herbst in Berlin eine Beratung der fachverständigen Männer, zu denen in vorderster Reihe auch Graf Gößen gehört, stattfinden und eine Neueinrichtung der Kolonialverwaltung bestimmen sollte. Graf Götzen hatte auch schon den Tag seiner Abreise aus Ostafrika festgesetzt. Daraus mag die Konjeftur einer anderweiten dienstlichen Verwendung des Grafen Gößen in der angedeuteten Richtung ent standen sein. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß sich die Konjettur irgendwann einmal bewahrheitet. Einstweilen aber kann davon nicht die Rede sein, schon weil Graf Gößen jest in Ostafrika auf seinem Gouverneurposten unabkömmlich ist und für die Dauer des Aufstandes sein wird. ** * Wegen der Choleragefahr hat der Deutsche Ostmarkenverein beschlossen, seine für den 16. bis 18. September in Marienburg geplanten Festlichkeiten zu verschieben. * Bei dem Festmahl, das die Stadt Danzig zu Ehren der Anwesenheit des englischen Ostseegeschwaders gab, hielt Oberbürgermeister Ehlers eine Ansprache, in welcher er einen geschichtlichen Rückblick auf die Beziehungen Danzigs zu England gab; er erwähnte die Kämpfe Danzigs gegen König Eduard IV. vor 430 Jahren und sprach die Hoffnung aus, daß weitere 430 Jahre in Frieden vorübergehen werden; beide Nationen müßten sich in gemeinsamer Pultur arbeit zusammenfinden. In seiner Erwiderung nahm. miral Wilson Bezug auf die Ausführungen des Oberbürger meisters über die guten englisch- deutschen Beziehungen in der Vergangenheit und sagte weiter: Ich gedenke der guten Aufnahme, die das Kanalgeschwader überall gefunden hat und hoffe mit Ihnen, daß weitere 430 Jahre in Frieden dahingehen mögen. Das Fest dauerte unter Teilnahme zahlreicher englischer und deutscher Offiziere bis Mitternach;:. '* Ein neuer militärischer Erfolg in Deutschestafrika ist zu berzeichnen. Oberleutnant von der Marwig von der Schutz. truppe schlug die Rebellen im Hinterland von Kilwa gründ lich. Der Feind hatte 40 Tote, sowie zahlreiche Verwundete. * In Frankfurt a. M. wurde der Kongres der deutschen Mittelstands- Vereinigung eröffnet. In der Eröffnungssizung war der Geh. Regierungsrat Lusinsky vom preußischen Handelsministerium erschienen, der unter lebhaftem Beifall der Versammlung eine Begrüßungsrede hielt, in der er die Beihilfe des Staates zur Förderung des Mittelstandes in Aussicht stellte und die Wünsche des preußischen Handels. ministers und des Staatssekretärs des Innern übermittelte. Oefterreich- Ungarn ** Kaiser Franz Josef hat sich im engeren Kreise über die ungarische Frage geäußert und soll dabei folgenden ver ständigen Ausspruch getan haben:„ Der Friede von Ports. mouth wird hoffentlich nicht ohne Einfluß auf die ungarische Krise bleiben. Was zwischen Japan und Rußland möglich war, wird doch hier nicht unmöglich sein. Die ungarische Koalition fann sich an Japan ein Beispiel nehmen und sehen, daß eine der schönsten Eigenschaften des Menschen Mäßigung heißt."-- Ob es etwas helfen wird? Rufsland. ** Noch immer sind die blutigen Zusammenstöße zwischen Mohammedanern und Armeniern im Zunehmen begriffen. Auch im Gouvernement Jelisawetpol durchziehen tatarische Räuberbanden mordend und plündernd die ländlichen Distrikte. In Schuscha sind aufs neue Unruhen ausgebrochen, bei denen viele Personen ihren Tod fanden und eine Feuersbrunst entstand. Auch in Baku finden Straßenkämpfe statt. Der Naphthapreis hat eine noch nie dagewesene Höhe von 53 Kopefen für das Pud erreicht.- Wie verlautet, sollen die Wahlen für die Reichsduma auf ein Jahr verschoben werden. Durch derartige Maßnahmen wird die Unzufrieden. heit nur noch vergrößert. So hat der Gesamtverband der Berufsverbände der Aerzte, Juristen, Ingenieure usw. die einzelnen Verbände mit der Aufgabe der praktischen Durchführung des Generalausstandes beauftragt. Spanien. ** Abermals ist ein Bombenanschlag verübt worden und zwar diesmal in Barcelona. Sonntag mittag 1½ Uhr entlud sich auf der Ramba flores eine Bombe mit furchtbarer Gewalt. Mehr als 60 Personen wurden verwundet, darunter die meisten schwer, zwei Frauen sind getötet. Alle Fenster in der Umgebung zersplitterten, die Bombe war mit Nägeln und Eisenstücken geladen. Die Nachforschungen nach dem Täter waren bisher ohne Erfolg. Türkei. ** Die Hohe Pforte hat den Finanzreformplan fü Mazedonien, der von den europäischen Mächten vorgeschlagen wurde, wiederholt abgelehnt. Die Mächte wollen sich aber damit nicht zufrieden geben, sondern im gegebenen Fall die Durchführung ihrer Forderungen erzwingen. Afrika. ** Die Verwickelungen in Marokko nehmen eine gefahrdrohende Gestalt an. Der Anjerastamm griff mehrere Dörfer ganz in der Nähe von Tanger unter dem Schutze Raijulis an und raubte Vich, das zum Teil Europäern gehörte. Haisuli, der im Begriffe ist, seine Streitkräfte zu ergänzen, hatte einige Scharmützel, bei denen mehrere Personen getötet und mehrere verwundet wurden. Die Behörden reichten eine Klage bei dem deutschen Konsul in Casablanca ein. In einem Streite erschlugen zwei Araber einen französischen Staatsangehörigen. Die Bevölkerung ist in großer Erregung. Das Ultimatum Frankreichs läuft heute ab. Außer den bereits bekannten Forderungen stellt Frankreich noch andere, darunter die Ueberreichung einer Entschuldigung sowie die Regelung bereits früher gestellter Forderungen. Deer und flotte. Armee- Märsche in Liedern. Der Kaiser ordnete eine Sammlung von Armeemärschen in Liedern an, damit diese von den Mannschaften gesungen werden. Soziales Leben. Aussperrung in Dresden. Bei der Nähmaschinenfabril und Eisengießerei Seidel und Naumann, Aktiengesellschaft, sind sämtliche Betriebe geschlossen worden, weil eine Anzahl ausständischer Arbeiter die Arbeit in der festgesetzten Zeit nicht wieder aufnahmen. Die Aussperrung trifft 2500 Arbeiter. Nab und Fern † Opfer der Genicstarre. Seit dem November vorigen Jahres sind an Genickstarre in Preußen 3250 Personen erfrankt, von denen 1750 an der Krankheit starben. Daran entfallen auf die Provinz Schlesien rund 2950 Erkrankungsund 1600 Todesfälle. † Unglücksfall im Bergwerk. Auf der vierten Sohle der Zeche Bruchstraße" in Witten erfolgte bei einem Spreng schuß eine Explosion schlagender Wetter. Drei Bergleute erlitten lebensgefährliche Verlegungen, zehn wurden leichter verwundet. Der durch die Explosion verursachte Brand wurde bald gelöscht. † Auf der Jagd verunglückt. In dem königlichen Forst Karnkewig( Kreis Schlawe) wurde der Regierungsrat von Hassenstein aus Stralsund, der seit einigen Tagen dort bei seinem Bruder, dem Oberförster von Hassenstein, auf Besuch weilte, tot aufgefunden. Ein Schuß war ihm in den Kopf gedrungen und hatte das Gehirn bloßgelegt. Eine Rugel saß noch in dem einen Laufe des Gewehres, während die abgeschossene Hülse neben der Leiche am Boden lag. † Ein Militär- Automobil verunglückt. Auf der Ahrstraße zwischen Langenschwalbach und Hohenstein versagte die Steuerung eines in voller Fahrt befindlichen Militär- Automobils. Das Fahrzeug überschlug sich. Die drei Insassen, ein Offizier, der Chauffeur und ein Militärradfahrer, wur den herausgeschleudert. Während die beiden letzteren nur leichtere Verlegungen davontrugen, wurde der Offizier er. heblich an den Armen und Beinen verlegt. † Ermordung einer Post- Elevin. In Hoch- Stüblau bei Danzig wurde auf der Straße das beim Postamt zur Er. lernung des Dienstes eingetretene Fräulein Heiene Malewski tot aufgefunden. Sie hatte am Kopfe schwere, von einem Gewehrschusse herrührende Wunden. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich auf den Postboten Kamischke, der mit der Toten ein Liebesverhältnis unterhalten haben soll. Kamischke, der verschwunden war, hat sich am Tage nach der Tat dem Amtsgericht in Pr.- Stargard gestellt. † Wieder ein Eisenbahnunfall. Kurz vor Magdeburg fuhr ein von Thale kommender Zug auf eine Rangiermaschine auf. Da der Zug seine Schnelligkeit schon erheblich gemindert hatte, kamen die Passagiere mit leichteren Kontusionen davon. † Unglücksfall beim Preisschießen. Auf den Militärschießständen in Liegnig hielten die Offiziere des KönigsBrenadier- Regiments ein Preisschießen ab. Nach Beendi Jung des Schießens brachten mehrere Grenadiere die Gevehre in die Kaserne zurück. Dabei ging aus einem verjehentlich nicht entladenen Gewehr der Schuß los und fuhr zwei Grenadieren von hinten durch den Unterleib. Einer der Verunglückten starb am nächsten Tage. † Bei der Pfändung erstochen. In der Nähe von Meran sollte der Schuhmacher Zanotti wegen einer Schuld von 60 Kronen gepfändet werden. Da er und seine Frau als gewalttätige Leute bekannt sind, nahm sich der Erekutor einen Gendarmen zum Schuße mit. Die beiden Amtspersonen wurden sofort von dem wütenden Ehepaar, sowie dem Bruder und der Mutter der Frau mit Messern und sonstigen Waffen angegriffen. Im Kampfe erhielten Zanotti und dessen Frau von dem Gendarmen tödliche Stiche. Die beiden anderen wurden von den Beamten überwältigt. † Der Spekulant als Wohltäter. An der Londoner Börse hat ein Spekulant am Tage, da die Kunde von dem Ahschlusse des Friedens den Geldmarkt beherrschte, durch glückliche Wagnisse vierzig Millionen Mark verdient. Aus Freude darüber spendete er zwei Millionen Mark für Wohltätig. feitszwecke. † Gold in Finnland. Das neueste Goldland ist das rusische Großfürstentum Finnland. Dort wurde eine Goldider entdeckt. Man fand einen Goldklumpen von 8 3entimeter Länge, 4 Zentimeter Breite und 1 Zentimeter Stärke. † Ausgesetzte Kinder. In einem Walde in der Nähe von Colchester fand man 7 Kinder im Alter von 13 bis zu 3 Jahren fast nackt und halb verhungert unter einer Decke zusammengefauert sitzend. Sie erzählten, daß ihre Eltern jie vor 14 Tagen in den Walde verlassen und daß sie seitdem von Beeren ihr Leben gefristet hätten. Einige der Kleinen waren so schvach, daß sie kaum zu gehen vermochten. Die Polizei sucht cifrig nach den Rabeneltern. äußeren Anlaß zu der Maßregel bot die Tatsache, daß jüngsthin an einem Abende der Kassierer des Königlichen St. Josefs- Spitals, Vicomte da Espinhosa, 160 000 Mart talgelder verspielt hatte. † Vom Blitz gezeichnet. In der Nähe von London wurde ein junger Mann unter einem Baum, unter dem er vor einem Gewitter Schutz gesucht hatte, vom Blitz erschlagen. : n verschiedenen Stellen der Leiche zeigte die Haut deutliche Abzeichnungen von Blättern des Vaumes in roter Farbe. † Sieben Personen ertrunken. Vor Boulogne- sur- Mer unternahm ein Schwimmeister mit seinen beiden Töchterr und vier Personen eine Bootsfahrt auf dem Meere. Dreihundert Meter vom Strande brachte ein Wirbelwind das Boot zum Kentern, und nach verzweifeltem Kampfe ertranken alle sieben Insassen des Bortes vor den Augen der am Strande promenierenden Badegäste. † Verbot der Svicthüllen in Portugal. Die Oberpolizeibehörde in Lissabon hat für alle Kasinos im Lande das Roulette- und das Trente- et quarante- Spiel verboten bei Androhung sofortiger Schließung. Das Spiellaſter ruiniert in Portugal jährlich hunderte von Eristenzen. Den † Ein menschliches Ungeheuer. In dem Territorium Kouang- Tscheou im französischen Indo- China hatte der Verwaltungschef namens Liégeot entsetzliche Greuel an Eingeborenen sich zu schulden kommen lassen. Er band die Unglücklichen an einen Pfahl mit dem Kopf in aufgehobener Stellung. Unter dem Kinn pflanzte er ein Gewehr mit einem Bajonett auf. Ebenso brachte er links und rechts vom Angebundenen in schiefer Stellung ein Bajonett in Kopfeshöhe an. Nun schlug er seinem Opfer mit einem Stock auf den Scheitel oder die Wangen. Je nach der Richtung des Schlages fuhr der Unglückliche mit den Wangen oder dem Kinn in die Bajonette, die ihn langsam zu Tode spießten. In seinem Garten hatte der Unmensch einen ganzen Kirchhof seiner Opfer. Auf Grund der Anzeige eines Untergebenen ordnete der Generalgouverneur eine Untersuchung an, der Liégeot dadurch zuvorkam, daß er sich erschoß. † Sieg deutscher Ruderer in Frankreich. Im Bassin von Courlevoie fand der alljährliche Ruderwettkampf zwischen französischen und deutschen Mannschaften, je 8 Mann umfassend, statt. Frankreich war durch die Société Nautique de la Basse Seine, Deutschland durch eine Mannschaft aus Frankfurt a. M. vertreten. Die Wettfahrt ging über 2,5 Bilometer. Der Kampf blieb bis zuletzt zweifelhaft; ersi 5 Minuten vor dem Ziel gewann das Frankfurter Boot einen Vorsprung und siegte mit ein und dreiviertel Längen. Die Sieger wurden vom Publikum lebhaft begrüßt. † Großes Fener in Adrianopel. Durch eine Feuersbrunst wurden in Adrianopel fast 7000 Gebäude vernichtet. Die katholische und die armenische Kirche, die polnische Schule, ein Frauenkloster, viele Moscheen und das Telegraphen bureau sind ein Raub der Flammen geworden. Mehrere Personen büßten das Leben ein. † Von der Choien. Eine Meldung, berzufolge in Thorn unter dem Militär Cholerafälle vorgekommen seien, hat sich bislang nicht bestätigt. Ein Pionier ist an Brechdurchfall erkrankt Er ist sofort abgesondert, sein Befinden hat sich schon gebessert. Trotzdem sind sämtliche Mannschaften, die mit dem Erkrankten zusammengelegen haben, auf 5 Tage im Fort Herrmann Balf untergebracht worden. Bei einem Schiffer in Treul ist Cholera amtlich festgestellt worden. In Grabowfo ist eine aus Schulit gekommene Schiffersfrau gestorben. Es ist dies der erste auf einem Kahn vorgekommene Erkrankungsfall. In Mocker bei Thorn ist ein 14jähriges Mädchen choleraverdächtig erkrankt. Außerdem werden zwei choleraverdächtige Fälle aus der Jakobsvorstadt in Thorn gemeldet. Der Regierung in Bromberg ist ein Flößer namens Sell im Josefinen- Kanal bei Nakel als cholerakrank gemeldet, als choleraverdächtig in Nakel 4 Personen, 2 Männer und 2 Frauen, von der Ueberwachungsstelle Negedamm ein Flößer, in Stöwen, Kreis Kolmar, ein Arbeiter und eine Arbeiterfrau, in Weißenhöhe der Arbeiter Lamprecht, im Kreise Czarnifau in den Ortschaften Briesendorf, Romanshof, Walkowitz je ein Arbeiter. Verstorben sind an Cholera der Schiffer Zucker auf einem Nezzekahn bei Wirsiz, in Bilamy zwei Kinder von dem Schiffer Albrecht bei Nakel. Auch in Hamburg ist ein weiterer Cholerafall festgestellt, und zwar bei einem Arbeiter, der im St. GeorgsKrankenhause untergebracht wurde. Es handelt sich um einen leichteren Fall. -- † Tod eines deutschen Kriegsforrespondenten. Der Hauptmann a. D. Baron v. Krieglstein ist auf dem ostasiatischen Kriegsschauplab, wo er als Korrespondent deutscher Blätter meilte, verunglückt. Der tödlich verlaufene Unglücksfall er1. Igte, als Herr v. Krieglstein ein Gewehr reinigte. † Zusammenstoß von Lokomotiven. In Suhl erfolgte ein Zusammenstoß zweier Lokomotiven, wobei ein Lokomotivführer getötet und ein Heizer schwer verletzt wurde. Die Maschinen durchbrachen die Wände mehrerer Gebäude und richteten großen Schaden an. † Ein lohnender Einbruch. In Newyork wurde ein ganz raffinierter Einbruchsdiebstahl in der Wohnung des Advofaten Jalmaar verübt, der augenblicklich in der Sommerfrische weilt. Die Diebe erbeuteten für 600 000 Mark Wertsachen. Sie hatten sich den Anschein von Arbeitern gegeben, die mit der Reinigung des Hauses betraut seien. Länger als eine Woche weilten sie im Hause, kochten dort ihr Mittagessen und packten in Seelenruhe Bilder, Juwelen und Silberzeug ein, das sie vor den Augen der Nachbarschaft wegschafften. † Ans Furcht gestorben. In dem Hospital von Gravesend wurden einem Dienstmädchen unter Anwendung eines Betäubungsmittels mehrere Zähne ausgezogen. Das Mädchen kam nach der Operation zum Bewußtsein, fiel dann jedoch in eine tiefe Ohnmacht, die mit Tod endete. Nach Ansicht der Aerzte ist der Tod nicht dem Betäubungsmittel, sondern der übergroßen Furcht zuzuschreiben, die das Mädchen hatte. † Sturmschaden in Hongkong. Durch einen Taisun wurde in Hongkong eine Hochflut verursacht, die enormen Schaden anrichtete. Straßen und Lagerhäuser am Hafen wurden überschwemmt. Viele Dschunken kamen zum Sinfen, und eine Menge Chinesen ertranken. Ein feind der Menschen. Die Fliege als Krankheitspermittlerin Wenn in heißen Sommertagen das Mittagsschläfchen des braven Bürgers und Familienvaters durch eine oder meh rere Stubenfliegen gestört wird, so ist der Zorn verständ lich, mit welchem der mißhandelte Ruhebedürftige dem Tier chen das Lebenslicht auszublasen versucht. Greift das In soft doch seine Opfer mit einer unablässigen Hartnäckigkeit en, die an Tollfühnheit grenzt und der schon Vater Homer die Anerkennung als Symbol für nicht abzuschreckende Tapferfeit nicht versagen konnte. Aber die verhältnismäßig harmlose Beschäftigung der Fliege als Störer des Schlafes oder der Ruhe erscheint faum erwähnenswert wenn man ihr in neuerer Zeit ans Tageslicht gezogenes Mufit in fchloffener ale bald bal richtige Stimmung entwidelt Bündenden Borten, e gemeingefährliches Treiben zur Uebertragung von gefähr lichen Krankheiten in Betracht zieht. Bei den Cholera fällen auf deutschem Boden wird man an die in Indien beobachtete Tatsache erinnert, daß die Fliegen zuweilen für die Uebertragung der Seuche verantwortlich gemacht werden müssen, indem sie den Cholerafeim mit sich herumschleppen und auf Speisen absetzen. Die Rolle der siegen in der Verbreitung von ansteckenden Krankheiten ist wahrschein. lich überhaupt eine recht bedeutende. Fabrilant Gabriel Deflamationen vor, Tanze an und übe Saale herriate Fröb Heimweg unter de Sämtliche Teilnehm Verlauf der Veranf Manöv ftarlem Wellenschla werfchiedentlich mit dacht wurden. Na Kavallerie- Divifion ein prächtig bunte befanden fich auf Gelände der Divifion Der englische Arzt Dr. Nash bezieht sich bei seinen Ausführungen über dieses Thema insbesondere auf den im Sommer häufig epidemisch auftretenden Durchfall, also aus die Krankheit, welche vielfach als Cholerine bezeichnet wird. Früher hat man ausschließlich die gesteigerte Tempe ratur und die dadurch bedingten Wechsel zwischen Erhizung und Abkühlung des Körpers verantwortlich gemacht. Dr. Ballard machte zuerst die merkwürdige Entdeckung, daß die sommerliche Steigerung der Sterblichkeit an Durchfall erst dann einsetzt, wenn die mittlere Erdtemperatur in einer Tiefe von 4 Fuß unter der Oberfläche eine Steigerung bis auf 14 Grad erfahren hat. Er schloß, daß dadurch das Wachstum der ansteckenden Keime der Krankheit besonders begünstigt werden müßte, jedoch blieb er im unklaren über die Mittel, welche die Uebertragung auf Nahrungsmittel und namentlich in die Milch zu bewirken vermöchten. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Fliegen als die gefährlichsten Zwischenträger zu betrachten sind. Im Südende von London wurden während der Monate Juli und August 1901 23 Todesfälle an Durchfall unter den Kindern gezähit, wäh rend in derselben Zeit des folgenden Jahres nicht ein einziger vorkam, obgleich die Temperaturverhältnisse die gleichen waren. Es fiel schon damals auf, daß der Hoch. sommer 1902 sich durch den fast völligen Mangel an Fliegen auszeichnete, die sich dagegen im September überreichlich ein stellten. Alsbald stieg auch wieder die Häufigkeit des Durch falls bei den Kindern, von denen eine große Anzahl in diesem einen Monat daran zugrunde gingen. Es hält schwer, da noch an einen zufälligen Zusammenhang zu glauben. Dr. Nash hat dem Sachverhalt später noch genauere Aufmerksamkeit geschenkt und die Vermutung bestätigt gefunden, daß gerade in Häusern, die besonders start von Fliegen heimgesucht wurden, auch Erkrankungen an Durchfall häufiger waren als anderswo. Diese Erfahrungen zeigen, wie die Erfüllung der Forderungen der Gesundheitspflege einen Lohn in trägt, der die Versprechungen und Erwartungen noch weit übertrifft. Die Fliegen und andere Insekten leben durch die Unreinlichkeit und werden in ihrer Vermehrungs- und Verbreitungsfähigkeit bedeutend eingeschränkt, wenn sorgfältig auf die Entfernung jedes Uncats, aller Pfitzen und sonstiger Ansammlungen von stehendem oder fauligem Wasser Sorge getragen wird. Die Abnahme der Fliegen ist nicht nur eine Annehmlichkeit für den Menschen, sondern bedeutet eine erhebliche Verringerung Der Krankheitsgefahr. Dieser Segen beschränkt sich nicht uf eine Verminderung der Kindersterblichkeit, sondern ertreckt sich sicher auch auf die Erwachsenen. Es ist nicht ein¡ usehen, warum die Fliegen ebenso wie die Reime der errähnten Krankheiten nicht auch andere, so namentlich die ies Typhus, auf den Menschen sollten übertragen können. - Vermischtes. die Uniformen der ber in lebhaftem Farben Tote Sufaren, grüne den Langen mischien Ravallerielagers und hmaden Jäger von 2nd Generalfläbler bollfländigten noch das eilig der Div fione fta Brigade Quartiere b Führer der D visio geftigen. Am Aber nm Hofe der alten Maschinengewehre in aller Frühe rid Richtung auf Buz daß die gesamte S eintrifft. Der Sta lag bis gestern in werden auch noch Maschinengewehr- A Divifionemanövern Regimenter der 25. Brigademanöver im bis zur Lahn, Hahn und find auf Hombu mählich enger und 49. Infanterie- Brig ffand im Hartal fla rund Hohe Kanzel Ibezogen zum Teil, Gestern lagen die 11 gefähr 5 Aompanien reihte fich auch die Manöverbild ein, um leger. = Sicbesrache. In Wien besteht seit einiger Zeit, wie in einer Reihe anderer größerer Städte, eine Wach- und Schließgesellschaft, die für Kaufleute und andere Private die Nachtwachen besorgt. Kürzlich wurde von Dieben aus gerechnet gerade in der Zentrale dieser sonst gut funktionierenden Gesellschaft eingebrochen und ein Teil der zur Auszahlung bestimmten Löhne, etwa 3000 bis 4000 nen, gestohlen. Besonders pikant wird dieser Diebstahl noch dadurch, daß das Gebäude, in dem der Einbruch geschah, gerade gegenüber der Polizeidirektion belegen ist. ro= Ein Kampf um den Kuß. Ein Schlosser in Wien wollte eines Tages, als er aus dem Geschäft heimkam, einer Ehefrau einen Kuß geben. Die Frau aber wollte gerade in der häuslichen Arbeit nicht gestört sein und ver schmähte des Mannes Zärtlichkeit. Darob kam es zuni Streit, zumal als der Mann Gewalt anwenden wollte. Die Frau lief zum Arzt, ließ flaue Flecke an den Armen und rote Streifen am Halse feststellen und erhob Klage wegen Mißhandlung. Der Richter sprach den Angeklagten frei, da eine Ueberschreitung seines Züchtigungsrechtes vorliege. nicht = Der Papagei als Lebensretter. Fin Kaufmann in Cincinnati besaß einen Papagei, der sich durch sein Schreien so lästig machte, daß die Familie den Vogel abschaffen wollte. Da brach im Hause Feuer aus, während alles im tiefsten Schlafe lag. Als der Papagei den Feuerschein bemerkte, erhob er ein derartiges Geschrei, daß die Familienmitglieder erwachten. Die Alarmrufe des Vogels waren zur rechten Zeit ausgestoßen morden, denn die Gewarnten konnten gerade noch das nackte Leben retten. Lokales. 5. September 1905. ** Der Großherzog hat für die Landwirtschaftliche Landes- und Jubiläums- Ausstellung einen wertvollen Ehrenpreis geftiftet. ** Nach einem Amtsblatt der Ministerialschulabteilung vom 28 v. ts. sollen fortan nach Allerhöchster Bestimmung am Geburtstage der Großherzogin( 17. September) alle Schulen geschlossen bleiben. Wenn der 17. September auf einen Sonntag fällt, soll diese Bestimmung für den vorhergehenden Werktag gelten. Der Geburtstag des Großherzogs soll auch in der Folge durch eine Schulfeier begangen werden. Fällt der 25. November auf einen Sonntag, so ist die Schulfeier auf den vorhergehenden Werttag zu verlegen, an dem im übrigen die Schulen ebenfalls geschlossen bleiben. * Die Arieg Das Präsidium der läßt an die an ! Kameraden inbetr ftimmungen: für f leute des Beurl Stiefel, Luchhojen hofen, Schärpe; Offiziere zu Fuß Wojen. Für nicht dunkler Hut( nich Vereins- und Verb an der Parade er gehörigem Mundbo mallein dauert 3-31 maridhen und auf nicht in der Nähe. Parade in der Nä gestellt werden, fo für Speise und T raunusfreis übern ich, nicht zu rechner Sublitum alsbald Stantinen nichts b Die Probing Ober manns d. 2. a. S rechter Flügel: 2 bach, Altenstadt, Herbstein, Voge Mitte bildet die Flügel Rheinhe Kameraden wä Wesen an den T und je größer di bereine ihre Abf Soldaten vor S Landesherrn zu hrensache. Die Eisenba Besuch der Kaiserp ven 8. de. Mts. f 142 Friedbe 2.1.3. ab Friedber 701 " Rosbad Rodheim " Polzhau " Friedrid * Der Staatsminister Dr. Rothe ist aus dem Urlaub zurückgekehrt. ** Die Sedanfeier, die sämtliche militärischen Vereine Gießens mit ihren Familienangehörigen auf der Hardt vereinigte, ist in der besten Weise verlaufen. Troß. dem der Regen fiel, wurde der Feftzug gegen 4 Uhr auf Dswaldsgarten aufgestellt und dann ging es unter schmetternder e Seulber Hombur von gefähr Mufit in geschlossenen Reihen nach Textors Hardt, wo sich Cholera die in Indien zuteilen für emacht werden erumschleppen alt bald das richtige festliche Treiben und die echte patriotische Stimmung entwickelten. Der Vorsitzende des Kriegervereina, Fabrikant Gabriel, begrüßte die Festteilnehmer mit wenigen zündenden Worten, einige Kameraden trugen ernste und heitere Wiegen in der Deflamationen vor, die Musit spielte, die Gäste traten zum ist wahrschein. Tanze an und überall in dem mit Lampions beleuchteten ei seinen Aus Heimweg unter den Klängen der Musikkapelle angetreten. auf den im Sämtliche Teilnehmer äußerten sich sehr befriedigt über den fall, also aus Berlauf der Veranstaltung. Saale herrschte Fröhlichkeit. Erst spät am Abend wurde der ne bezeichnet igerte Tempe chen Erhizung gemacht. Dr. *** Manöver. Gestern warf das Manöver sich mit startem Wellenschlage auf den Kreis Gießen, indem die Orte verschiedentlich mit Einquartierungen recht wohlwollend bedung, daß die dacht wurden. Namentlich war es die Kavallerie, Teile der Kavallerie: Division B, die aller Augen entzückte und überall Durchfall erit atur in einer ein pächtig buntes militärisches Bild schuf. Die Truppen Steigerung bis befanden sich auf dem Rückwege von der Senne in das Sdadurch das Gelände der Divisions- Manöver. Ja Gießen drängten sich heit besonders die Uniformen der verschiedensten Abteilungen und Kommandos inflaren über in lebhaftem Farbenspiel durcheinander: blaue Dragoner, hrungsmittel rote Husaren, grüne Ulanen mit blauweißen Fähnchen an möchten. E den Lanzen mischten sich, es war das Miniaturbild eines gefährlichsten ende von Lon August 1901 Ravallerielagers und inmitten dieses tauchte das Grün der schmucken Jäger von der Waschinengewehr- Abteilung auf. gezänit, wäh Auch Generalstäbler und Adjutanten erschienen und dericht ein ein vollständigten noch das Bild. In Gießen hatte nämlich gleich ältnisse die zeitig der Div sione stab und der Stab der hessischen Kavallerieaß der Hod. Brigade Quartiere bestellt. Generalleutnant v. Razmer, der ei an Flieger Führer der D vision B, war im Hotel„ Großherzog" aberreichlich ein gestiegen. Am Abend fand sich zahlreiches" Bublifum am und it des Durch im Hofe der alten Kaserne ein, um die dort aufgestellten 16 2. u. 3. 525 ab 535 Gießen- Bilbel und zurück. Stationen 43a 2. u. 3. an 259 " Gießen... Großen- Linden Lang- Göns.. " " " Kirch- Göns. 551 " Buzbach. 600 ." Ostheim b. Butzbach " 622 " Bad Nauheim.. 629 " Friedberg Bruchenbrücken 637 643 649 17 " Nieder- Wöllstadt Ofarben... " 654 " Groß Karben " Dortelweil.. Vilbel. 702 an " = " " = " 249 243 2371/2 227 221 209 158 150 143 137 " " 132 126 ab 120 ** Jäher Tod. Ein Mitbegründer der Gail'schen Schlossermeister freiwilligen Feuerwehr, der 80jährige Hr. Stohr- Gießen, wurde am Samstag Abend, als er die Haubach'sche Wirtschaft verließ, pößlich vom Schlaganfall Er gehörte der gerührt, infolgedessen er alsbald verschied. Gail'schen freiwilligen Feuerwehr über 50 Jahre an. *** Die Breiserhöhung im Gastwirte- Gewerbe. Die letzte Woche im Löwen" abgehaltene Versammlung beschloß, infolge der Fleischteuerung die Preise für Reinhardt. Die Verhafteten sind hinreichend verdächtigt, auch noch bei anderen Uhrendiebstählen beteiligt zu sein. Auser ihnen wurde auch noch die Geliebte des Adbm Theis, die Kellnerin Mizzi Kruzrock, festgenommen. § Frankfurt, 4. September. Milchausschlag. Der Beschluß ist endgültig gefaßt: Die Milch wird mit dem 1. Oftober 2 Pfg. teurer und die Händler zahlen den Landwirten einen Pfennig mehr. Die am Sonntag ab= gehaltene Versammlung der Vertrauensmänner der Landwirte, in der der Abgeordnete Hirschel cas Referat übernommen hatte, verlief sehr lebhaft, da von einigen Landder Aufschlag schon vom 4 September ab gefordert wurde. Aus umliegenden Orten werden ebenfalls Milchausschläge gemeldet. ? Hanau, 4. September. Sonntag wurde die bei Wilhelmsbad erbaute Bismarcksäule eingeweiht. Abends schlugen die Flammen zum ersten Male aus der Säule. per Martiberichte. lebes 5 Sepbr. Sui dem heutigen Bochenmarkt lofteter Butter fb 115-1.20 M., Hübnereler per Stüd 7-8 Pfg.. Enteneiet St. 6-7 fa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Big Erbsen per Liter 21 Pfg., Zinsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Y. 0.80-1.00, hühner per Stild Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb 00-00 fa., Ossenfleisch per fb. 72-82 fq., Rindfleisch per Bfb. 70-72 Pig. per Pf. Schweinefletic 76-86 Dic. Sowein fleisch gesalzen per fund 0.90 Bta.. stalbfleisch per fb. 70-80 Bfg. Sammelfleisch per fb. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 Ktio 7.00-800 m., Zwiebeln per gt. Mr. 8.00--10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pe Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 M.. Zweischen per Zentner 0,00-0.00, Kirschen per Pid. 00-00 Pig Milch per Lite 20 Pfg. Dauer der Marktze von 7 Uhr morgens bis 1 lb nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen roi Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten diet Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. ze Anzahl in Maschinengewehre in Augenschein zu nehmen. Heute Morgen m. Es hält in aller Frühe rückten die Truppen schon wieder ab in der water na au Richtung auf Butzbach zu. Der Marsch wird so beschleunigt, Mittagstisch und Fleiſchſpeiſen zu erhöhen und faßte sodann Die Mar‍ipreise für Bich und Frucht und die Gießener nod ge ermutung be daß die gesamte Kavallerie Mittwoch im Manövergelände esonders start eintrifft. Der Stab der 28. badischen Kavallerie- Brigade anfungen an lag bis gestern in Staufenberg. Mit der Kavallerie- Division Erfahrungen werden auch noch das Artillerie- Reg. Nr. 11 und zwei der Gesund. Maschinengewehr- Abteilungen herangezogen, um an den rechungen und Divisionsmanövern teilzunehmen, die seit gestern spielen. Die en und andere Regimenter der 25.( hessischen) Division haben Samstag ihre und werden Brigademanöver im Gelände nordwestlich von Wiesbaden eit bedeutend bis zur Lahn, Hahnstätten, Kazenelnbogen, Nastätten beendet ng jedes Un- und sind auf Homburg vorgerückt, um das sich der Kreis all1 bon ſtehen: mählich enger und enger schließt. Das Hauptgefecht der d. Die Ab 49. Infanterie- Brigade( Regimenter 115, 116 und 168) fand im Aartal statt und zog sich nach Neuhof, Eschenhahn aft sich nidit uno Hohe Kanzel nordöstlich von Wehen. Die Truppen bezogen zum Teil, darunter die 116er, Vorposten- Biwak. Gestern lagen die 116: r in Igstadt und heute werden ungefähr 5 Kompanien in Soffenheim ein quartiert. Montag reihte sich auch die Telegrophen- Abteilung Nr. 3 in das Manöverbild ein, um die erforderlichen Telegraphenleitungen zu legen. hkeit für den Berringerung sondern er ist nicht ein Teime der er amentlich die en fönnen. Zeit, wie in e Wach- und ndere Private Dieben aus t gut funttiois 4000 AroDiebil noch ruch geschah, ift. Tier in Wien aft heimfam, aber wollte ein und ver from es zuni mollte. Die Armen und Klage wegen eflagten frei echtes nicht leute ** Die Kriegervereine auf der Kaiserparade. Das Präsidium der Kriegerkameradschaft Hassia" erläßt an die an der Kaiserparade teilnehmenden Kameraden inbetreff des Anzuges folgende Bestimmungen: für berittene Offiziere einschließlich Hauptdes Beurlaubtenstandes: Paradeanzug, hohe Teil der zur Stiefel, Tuchhosen. Für Offiziere 3. D. lange Tuch hosen, Schärpe; Offiziere a. D. ohne Schärpe. Für Offiziere zu Fuß( Leutnants und Oberleutnants) weiße hosen. Für nicht Uniformsberechtigte: Dunkler Anzug, dunkler Hut( nicht Cylinder) Orden, Ehrenzeichen, Vereins- und Verbandsabzeichen. Für die Teilnehmer an der Parade erscheint es dringend geboten, sich mit gehörigem Mundvorrat zu versehen, denn die Parade allein dauert 3-32 Stunden mit den beiden Vorbeimärschen und auf dem Paradeplatz gibts nichts, auch nicht in der Nähe. Kantinen sollen erst während der Parade in der Nähe des Bahnhofs in Homburg aufgeftellt werden, sodaß nach der Rückkehr in Homburg für Speise und Trank gesorgt ist; dies will der Obertaunuskreis übernehmen. Auf die Wirtshäuser rate ich, nicht zu rechnen, denn die sind von dem übrigen Bublikum alsbald besetzt. Vor der Parade wird in den Kantinen nichts verabreicht. Bei der Parade steht die Provinz Oberhessen unter Führung des Hauptmanns d. 2. a. D. Korell in folgender Reihenfolge als techter Flügel: Bezirk Friedberg, Vilbel, Gießen, Bugbach, Altenstadt, Laubach, Büdingen, Hungen, Alsfeld, herbstein, Vogelsberg, Lich, Nidda, Homberg. Mitte bildet die Provinz Starkenburg und den linken Flügel Rheinhessen. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die kameraden während der Parade ein echt soldatisches Wesen an den Tag legen, denn je strammer die Haltung und je größer die Ruhe, desto mehr erreichen die Kriegerbereine ihre Absicht, als wohl ausgebildete, ehemalige Soldaten vor Sr. Majestät dem Kaiser und unserem Landesherrn zu erscheinen. u erscheinen. Das ist für uns Ale thrensache. ann in Cin Schreien fo gaffen wollte 3 im tiefften ein bemerkte ilienmitglieder en zur rechten arnten fonnten tember 1905. nowirtschaftliche ertvollen Ehren alfalahtrilung Bimmung September) September ung für den rtstag bes eine Schul Der auf einen chenden Wert ulen ebenfalls e ift aus dem Die Die Eisenbahndirektion Frankfurt läßt, um den Besuch der Kaiserparade zu erleichtern, u. a. am Freitag, den 8. ds. Mts. folgende Sonderzüge fahren: Friedberg- Homburg v. d. H. 142 2. u. 3. Stationen " 643 ab Friedberg( Hessen) an 701 " Rosbach v. d. H. 711 " Rodheim v. d. H. " 717 " Holzhausen v. d. H. " Friedrichsdorf. " 1 Seulberg - " 736 an Homburg v. d. H.( neu)... ab e militärischen Origen auf der 724 laufen. Trop 4 Uhr auf De ter fhmetternber noch eine Resolution, die Stadtverordneten zu ersuchen, beim Bundesrat um Offaung der Grenzen zu petitionieren. ** Der hessische Städtetag und die Fleischteuerung. Sonntag trat der Vorstand des hessischen Städtetages zusammen, um über die Abstellung der Fleischteuerung zu beraten. Nach eingehender Debatte fand ein Antrag Hanau Annahme, den Bundesrat um Aufhebung der Grenzsperre zu ersuchen bis die Fleichnot behoben sei. *** In Frankfurt tagte Sonntag und gestern die diesjährige Genralversammlung der Mittelstandsvereinigung. ** Ein sozialdemokratischer Wahlverein aus der Partei ausgetreten. Fleisch und Brotpreise am 4. September 1905. Ochsen Kälber Schweine Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. Fleischpreise in Gicken 50 kg Schlachtgewicht 78-80 M. 1/2 kg 70-80 f. 86-90 Pf. do. 70-74" 75-00 do. 70-80 1/2 do. " " " " Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f Schwarzbr. do. 48 " Getreidepreise in Mannheim 18.00-00.00 M. 15.50-00 00 Weizen 100 kg Roggen do. Der sozialdemokratische Notierungen der Frankfurter Bichmarktpreise. Frankfurt a. M., 4. September 1905. Verein Griesheim, der bislang dem Wahlverein HöchstHomburg Usingen- Idstein angegliedert war, ist jest wegen Differenzen, die mit der Frankfurter Leitung über das Pattieren des Griesheimer Vereins mit den freisinnigen Parteien gelegentlich der letzten fommunalen Wahlen in Griesheim entstanden sind, aus der Partei ausgetreten. *** Münzenfund. Bei den gegenwärtig auf dem Schiffenberg vor sich gehenden Renovierungsarbeiten wurden dieser Tage eine ganze Anzahl alter Münzen gefunden. * Schmiergelder im Handelswesen. Zur Frage der Bestechung von Angestellten hat die Handelskammer Frankfurt in ihrer Plenarsizung vom 2. September folgende Resolution gefaßt:" Es wird nicht berfannt, daß das Schmiergelderwesen einen erheblichen Umfang angenommen hat und in einer Reihe von Handels- und Industriezweigen als großer Uebelstand empfunden wird. Gleichwohl erachtet die Handelskammer die Schaffung eines neuen Strafgesetzes nicht als geeignetes Mittel zur Beseitigung des Mißstandes. Bei der mannigfachen Weise, wie Schmiergelder gewährt und empfangen werden, können sich die Beteiligten mit Leichtigkeit einer Ein Strafstrafgerichtlichen Verurteilung entziehen. gesetz würde daher zu nußlosem Eingreifen in innere kommerzielle und gewerbliche Verhältnisse und zu häßlichen Angebereien führen, ohne immer die eigentlich Schuldigen zu treffen. Die Handelskammer hält es daher für zweckmäßig, zunächst durch Aufklärung der Beteiligten, Vereinbarungen unter den verschiedenen Unternehmerverbänden, sowie mit den einzelnen Lieferanten, bei Angestellten durch Aufnahme einer entsprechenden ausdrücklichen Bestimmung in den Anstellungsvertrag, besonders aber durch schärfere Kontrolle seitens der Prinzipale, dem Uebelstande entgegenzuwirken." ?? Wetzlar, 4. September. Der Schak in der Muschel. Ein hiesiger Einwohner fand beim Austernessen eine prächtige Perle in einer Muschel. *-* Schlitz, 4 September. Unsere neue schmucke Turnhalle ist it nahezu vollendet, sodaß sie mit Oktober ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Windecker wird bei den in diesem Herbst stattfindenden § Bad Nauheim, 5. September. Außer Justizrat Landtagswahlen auch Defonom Weith( Bauernbund) für unseren Wahlbezirk kandidieren. * fähiger Rechner. Bensheim, 4. September. Ein unzurechnungs. Voriges Jahr wurde in Bensheim der Stadtrechner Hook verhaftet, weil in seinen Kassen ein Defizit von 100 000 Mt. entdeckt worden war. Vor einigen Tagen aber wurde H. wegen geistiger Unzurechnungsfähig feit außer Verfolgung gefeßt. * Offenbach, 4. September. Versagte OktroiAufhebung. Mit Rücksicht auf die herrschende Fleischnot hatte die Stadtverordnetenversammlung am 10. August die Wie Aufhebung der städtischen Fleischsteuer beschlossen. i Bt bekannt wird, hat das hessische Ministerium diesem Beschlusse die Genehmigung versagt. Zum Verlauf standen: 428 Ochsen, 92 Bullen, 736 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 219 Kälber, 300 Schafe nnd Hämmel, 1217 Schweine, Biegen, - - Ziegen- uud - Schaflämmer. - Aus Desterreich: 155 Ochsen, 22 Bullen. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht| LebendDchien: a. bolfleischige, ausgemästete höchften Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fl ischige, nicht ausgewäftete un ältere ausgemästete gewicht gewicht M. M. 78-80 71-73 c. mäßig g.nährte junge, gut gerährte ältere Bullen: 65-67 a. volfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 67-69 60-62 - ühe und Färsen( tiere und Rinder): a boDfleischige ausgea äftete Färsen( Stiere und Rinder) höchften Schlachtwertes b. volfleischige ausgemästeten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. måßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Kinder) Geschäft gut. Ueberstand unbedeutend. 70-72 67-68 53-54 - 50-52 - Frankfurt a. M., 4. September. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer t 17.20-17.30, kurhessischer Mr. 17.20-17.30 Roggen, hiesiger Mr. 14.90-15.10, russischer Mr. 14.75-15.00 Gerfte, hiesige Mr. 16.75 bis 17.00, Pfälzer Mt. 16.90 bis 17.50, fränkischer Mr. 00.00-00.00, Riedgerste Mt. 16.90 bis 17 50 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 13.75-14.50, turhessischer Mr. 13.75-14 50, bay Alles Eicher Mt. 13.75-14.50, Mais, Mixed Mr. 13.00-13.25 bro 100 Rilo ab hier. Mehl wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marten Mt. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mt. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mr. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50 feinere Martin Mr. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, wit. 22. bis 23.25, do. 1 Mr. 20.25-20.75, do. 2 Mt. 16-17.00. Weizenschalen Mr. 490-5.15, Weizenfleie Mt. 5.00--5.25, Roggenkleie Mr. 5.80-6.00, Weizenfuttermehl Mr. 6.50-7.00. Gießener landwirtschaftlicher Wettervient Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 6. September. Teilweise heiter, naß, fühl, trocken, tagsüber wärmer. Stellenweise Morgennebel. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inferatentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibr in Gießen. Die Ziehung V. Klasse der 6. Hessisch- Thürin ? Frankfurt, 4 September. Verhaftete Uhrendiebe. Zwei der Diebe, die den großen Uhren-, Ring- gischen Staatslotterie findet am 12. September d. J. und Brillantendiebstahl im Schäferschen Goldwarengeschäfte ausführten, find it verhaftet worden. Es sind dies der statt. Auf die Notwendigkeit rechtzeitiger Loserneuerung 19jährige Buchbinder Adam Theis und der 19jährige Anton wird aufmerksam gemacht. Beachten Sie bitte mein Angebot!!! Ich liefere ohne jeden Preisaufschlag an Beamte, Ilandwerker und Landwirte Herren- u. 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Eine bordjen, als derj eiltes Wort auf du in deinem G mende Stunde v noch die Lüge h gegen mich und fannst du unter se jeine Zärtlichkeite im Herzen! Und ich weiß es, auch wolltest, es sei ein Verschulden und ob gekommen, darum Allgewalt zu beug ners, nicht in dies Pflicht, sondern nige Leben, das mit all den hun nur dem Auge d mein nach dem h mehr vermag di Sie lag an je Mund. Und w Schwelle der offe Hand erhoben ha mit seinen verbred unwiederbringlich getroffenes Telegr eingeteilten Stipu Sunächst wer Friedensunterhä daß eine Einig Dann wird die Freundschaft z tanen beider bom politisch Standpunkte Korea bor nahmen der fegen, die J foreanischen Die russischer gleichen Recht hörigen ande der Mand gesetzt. Die bleiben unberü Arthur, Da Gewässer gehe Grunderwerbung höriger werden Japan berpflichte Nationen in glen die China zur Heb der Mandschurei den Weg zu legen bahn wird bei Ku Japan geteilt. Be des Handels und beljält Rußland in einfommen mit worbenen Rechte. feine Zeilstrede nehmungen werde teien wird gänzl brierten Gebiete