n Berlobung wa daher nicht wenig Februar 1819, dei chien und erklärte, ten wolle, da fi icht gefannt habe rmut behilflich zu ugen, ob sie etwas antworteten, daf aß fie aber wohl im Uebrigen rein er Prediger Made die Witwe zu be be, wenn sie ver jen." Hierzu ant in, indem er nicht fliche Leidenschaft fehr großer Teil Elfenbeins stammi aus den Stoßzäh Dickhäuters, wel sich aufhielt, die der Kälte der er Tiere in den graben liegen. en der fossilen Ten jogar voll och so gut er bres blöblichen ch das Schmel meren Monate hichtlichen Zeit und zu Gegen. unferes Jahr ta find dadurch fenbeinlieferan us Sibirien be rniedrigung der ner Riefentiere. n und afrikani Fabrikation von näßiges Gefüge r für die Er. och durch die die Zuberei gefochte Gier oohl nicht er B, wenn man e ohne sie zu Brot nebengen in größere enig Angriffsr müssen also d; schwerer ver esten zur Aus erührt oder in ?" Sie sich, ale chlittschuhlaufen diges Fräulein Junge wieder herausge Gnädigste neh en!" - ann ein kleiner, ar, den er ber Sonnabends ge ber Sefte glau ziß ich nicht ge Ihrer Figur, nnehmen- zu Salatkartoffeln Hankel, am Lager. n, Schloßgaffe. erstklassig, direkt von der Fabrik an und Händler von -an. Prima Teile, Mantel von ca. Luftschläuche vOD .80 an. atoren auch an fremdem Fabrikat pt and billigst. log gratis und franko. urger Fahrradfabrik hwalbe", Akt.- Ges. wisburg- Wanheimerort. Gegründet 1896. Ausfünfte ermögens, Familien- und erhältniffe aus jebem Dr haft und bistret befor Auskunftsbureau wolffky, Berlin N. 37 Ginglebung von Forbe -( Begrünbet 1884) Nr. 182. Erstes Blatt. Sasertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberBalfen, bie Kreise Weglar und Marburg 10 fg. sonst 15 Pfg. Reklamen ble Betitzeile 30 refp. 40 fg. Stebeftion u. Saupterpebttion: Gießen, Seltersweg 88. Fernfprechauschluk Nr. 802. Samstag, den 5. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatic) 30 fa.. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen btertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Bevölkerung Marokkos. ( Sprache, Abstammung und Stammeseigentümlichkeiten.) Man teilt die marokkanischen Völker gewöhnlich in Berber, Araber, Mauren, Juden, Neger und Europäer. Der eingeborene Jude ist von einem Neger und auch von einem Europäer leicht zu unterscheiden, schwieriger dagegen ist die Trennung der Berber, Araber und Mauren. Diese Namen bezeichnen auch mehr eine Besonderheit der Sitten, der Sprache usw., als eine ethnologische Einteilung. Für Anthropologie und Ethnologie ist Marokko heute wie früher nur eine Fortsetzung von Algier gegen den Atlantischen Ozean hin. Die Knochenhöhlen, die steinzeitlichen Niederlassungen. die Felsendenkmäler nach Art der nordischen Dolmen, die alten Inschriften und Gräber in Marokko gleichen durchaus denen von Oran und Algier. Ueber die heutigen Bewohner bon Marokko weiß man eigentlich wenig, aber auch dies Wenige erinnert sehr an die Ergebnisse der gründlicheren Forschungen in Algier und Tunis. Dennoch ist die Verteilung der einzelnen Stämme hier und dort sehr verschieden, indem in Marokko die Urbevölkerung einen weit größeren Teil der Gesamtheit bildet. Die drei großen Gruppen der Berber ( Riffaners, Beraber und Cleuh) bilden mit 5 200 000 Köpfen erheblich mehr als die Hälfte der auf etwa 9 Millionen geschätzten Bevölkerung und haben sich nie durch die Fremden verdrängen lassen. Die Karthager vermochten nur einige Plätze an der Küste zu besetzen, und die Eroberung durch die Römer ging gegen Süden nicht über eine Linie bon Salé nach Fez hinaus. Die Araber ferner schienen, nachdem sie mitten in die Berberstämme vorgedrungen waren, von diesen aufgesogen zu sein und ihre Rasseeigentümlichkeiten ganz aufgegeben zu haben. Die Volkszahl der Stämme außer den Berbern wird geschätzt auf 1 200 000 Mauren, 1 000 000 Araber, 200 000 Juden, 150 000 Neger und 15 000 Europäer, die mittlere Volksdichtigkeit auf 19 Einwohner auf je 1 Quadratkilometer. Die verschiedenen Namen Berber, Beraber, Riffaner( Riffpiraten), Kabylen oder Kebail, Chelleuhs oder Chleuhs und Haratiner bezeichnen in verschiedenen Gegenden dieselbe Rasse, deren nationaler Name Amazigh, Mehrzahl: Imaziru, ist. Die Berber von Marokko haben die gleichen Eigentümlichkeiten und Fehler wie die von Algier. Sie sind kräftig und arbeitssam, aber wenig zur Unterwerfung geneigt; sie halten sich vom Ufer und von den Städten fern, bewohnen also den ganzen gebirgigen Teil des Landes. Ihr Ursprung ist ungewiß. Ihre Unterwerfung ist weder den Karthagern und Römern noch den Vandalen und Gothen gelungen. Zuweilen, namentlich unter den Riff, finden sich auffallend viel blonde Menschen, im mittleren und südlichen Marokko mehr braune, aber der Wechsel ist so groß, daß die sichere Unterscheidung eines Berbers von einem Araber unmöglich wird. Man fann die Marokkaner in arabisch und berberisch sprechende scheiden, in Nomaden und Ansässige, in Berg- und Flachlandbewohner; man kann Gruppen unterscheiden, die mehr oder weniger von der Kultur des Islams beeinflußt worden sind. Die Trennung in Berber und Araber aber ist willkürlich, meil sie sich auf keine wissenschaftlich begründete Tatsache stüßt. Immerhin versteht man unter den Berbern insbesondere die Stämme der Berbersprache. Die Araber dagegen sind im obern Gebiet des atlantischen Teils und im Tal der Muluja vertreten; wie in Algier sind sie vornehmlich Hirten und Nomaden( Beduinen), aber äußerlich nicht als Araber fenntlich. Die arabische Sprache ist übrigens in der Ausbreitung begriffen und verdrängt die Berbersprache mehr und mehr. In den Städten leben die Mauren, deren Ursprung ein sehr mannigfaltiger ist. Zum größten Teil stammen sie von den aus Spanien vertriebenen Mauren ab. Ai: ßerdem sind sie aus Ehen mit Arabern, Berbern, jüdischen und christlichen Renegaten hervorgegangen. Sie sind sanft, gesittet und intelligent und stellen die leitende Bourgeoisie dar, aus der viele hohe Beamte des Maghzen und Großfeufleute hervorgehen. Die Juden von Marokko haben zwei sehr verschiedene Abstammungen. Die in den Riffen und in Niedermaroffo leiten ihre Abkunft von Stämmen her, die schon vor der Zerstörung Jerusalems bestanden; das gilt auch von den jüdischen Bauern bei Mogador und im hohen Atlasgebirge. Die Juden sprechen sämtlich nur arabisch. Shre Glaubensgenossen, die 1242 aus Italien, 1350 aus den Niederlanden, 1407 aus Frankreich und England, 1476 aus Portugal und namentlich 1494 aus Spanien eingewandert sind, behandeln sie durchaus als forasteros"( Freunde). Diese sprechen spanisch und französisch, finden sich fast ausschließlich in den Küstenhäfen und spielen als Handelsleute und Unterhändler eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Erschließung des Landes. Die marokkanischen Neger sind sudanesischer Abkunft und in Marokko weit zahlreicher bertreten als in Algier. Sie stammen meist von Sklaven ab, die mehr oder weniger ihre Freiheit zurückgewonnen haben. Ein Teil der Neger ist auch direkt eingeführt worven, doch sind die Sklavenkarawanen, seit die Franzosen den Sudan besetzt haben, eine immer seltenere Erscheinung geworden. Dennoch herrscht die Sklaverei in Marokko noch allgemein. In den Städten des Innern werden die Sklaben noch öffentlich versteigert und erzielen schon sehr verschiedene Preise; eine junge Negerin erreicht oft 400 Mark, eine alte kaum 20. Die Gesellschaften zur Bekämpfung der Eflaverei haben in Marokko also bisher wenig Erfolg gehabt. Die meisten Neger finden sich in der Gegend zwischen Mefines und Salé. Die Europäer wohnen in den Häfen, einige in der Hauptstadt Fez. Die Mehrzahl besteht aus Spaniern, ferner sind vertreten Franzosen, Engländer, Deutsche, Amerikaner, Bortugiesen, Italiener, Desterreicher, Griethen, Schweizer, Belgier, Schweden und Dänen. Der Krieg in Oftafien. Der vollständige Uebergang der Insel Sachalin in japanische Hände ist nunmehr Tatsache geworden. Der größte Teil der russischen Besatzungstruppen hat sich den Japanern ergeben. Einige kleine versprengte Reste der Russen verbergen sich noch in den Wäldern. Der Gouverneur, 70 Offiziere und 3200 Mann ergaben sich. Sachalin ist japanisch geworden durch diese Kapitulation und wird es wahrschein= lich auch nach dem Friedensschlusse bleiben. Japan richtet bereits eine geordnete Verwaltung ein. Der Stab der japanischen Zivilverwaltung reist am 6. August von Tokio nach Sachalin ab. Das Hauptquartier wird in Alexandrowsk sein. Das Schicksal der Mandschurei. Japan hat nach amerikanischen Blättern anscheinend die feste Absicht, die Mandschurei nicht aufzugeben. Hierauf lassen die Vorbereitungen schließen, welche getroffen werden, um die Bahn von Söul nach Fusan durch einen 150 Meilen langen Erweiterungsbau durch die Mandschurei mit der chinesischen Ostbahn zu verbinden, ferner der Umstand, daß in größter Eile in Amerika 350 Stahlbrücken, 150 Lofomotiven und 2000 stählerne Wagen bestellt worden sind. Die Lieferungen für diese Bestellungen sollen auf dem Landwege gemacht werden, obgleich die Zeitersparnis kaum mehr als 3 Wochen beträgt. Die russischen Streitkräfte. Japanische Offiziere, welche vom Kriegsschauplate zurüdfehrten, erklären, daß die russischen Streitkräfte augenblicklich ca. 20 Armeekorps umfaßten mit je zwei Divisionen zu je 15 000 Mann. General Linewitsch verslige über 800 Geschütze und weitere Geschützsendungen aus Rußland seien unterwegs. Die Hauptstreitmacht des Generals Linewitsch stehe in der Gegend von Takumen und der Linie von Changchun. General Linewitsch lege eine große Tätigkeit an den Tag. Die Friedensverhandlungen. Die Hoffnungen auf das baldige Zustandekommen des Friedens verstärken sich. Der japanische Unterhändler Cato äußerte zu Wittes Erklärungen, er sehe darin nichts. woraus sich ergebe, daß Witte nicht unumschränkte Vollmacht besize, die Friedensbedingungen zu vereinbaren. Es sei für ihn Klar, daß Wittes Entscheidung für den Kaiser von Rußland bindend sein werde. Sato schäßte die Kriegskosten für Japan auf zwei Millionen Yen täglich oder insgesamt 500 Millionen Dollars. Sato wollte nicht angeben, welche Ent schädigung Japan verlangt; er bemerkte aber, wenn ein Land eine Entschädigung fordere, so bestehe es gewöhrlich auf Zahlung einer viel größeren Summe als der tatsächlich ausgegebenen. Witte stellte nochmals nachdrücklich in 16rede, daß er Mangel an Vertrauen hinsichtlich des Ergebnisses der Verhandlungen geäußert habe, und erklärte, er habe nichts derartiges gesagt, auch nichts, das so hätte a isgelegt werden können. Wie in Newyork behauptet wird, hatte der russisch, F.iedensbevollmächtigte Witte mit Vertretern von einer over zwei der angesehenſten amerikanischen Bankhäuser Besprechungen, um ihre Ansichten über eine neue Anleihe zu hören. Politiche fu Deutsches Reich. * Die Meldung des„ Man Jester Cuardian", daß König Eduard von England durch direkten Botschafter den Reichskanzler habe wissen lassen, er wünsche die Erhaltung guter deutsch- englischer Beziehungen, ist in dieser Fassung nicht richtig, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter erfährt. Von ciner direkten Botschaft an den Reichskanzler ist nicht die Siede. Zutreffend ist, daß König Eduard eine Aeußerung der gedachten Art getan hat, und daß sie dem Reichskanzler - was von vornherein die Absicht gewesen zugetragen worden ist. In Zusammenhang hiermit steht das Gerücht bon einer Begegnung, die König Eduard gelegentlich seiner Marienbader Reise mit Kaiser Wilhelm in Frankfurt am Main oder in einer anderen Stadt haben möchte. Zur Stunde ist der Wunsch noch nicht amtlich verlautbart. 44 Am vorigen Samstag ist eine Abteilung von 22 Offigieren, 9 Unteroffizieren und 280 Mann von Hamburg nach Deutsch- Sadwestafrika ausgereist. In einzelnen Zeitungen wird darüber Klage geführt, daß diese Verstärkung ohne vorherige Genehmigung der Mittel durch den Reichstag ausgesandt worden sei. Schon in der vorigen Session habe der Reichstag zwar für Ausgaben, die die Regierung eigenmächtig verwendet, Indemnität erteilt, aber ausdrücklich erklärt, das; die nachträglichen Bewilligungen nicht zur Regei werden dürften.- Die Beschwerde ist gegenstandslos. Die am Samstag zur Verschiffung gelangte Abteilung bildet, wie schon die geringe Zahl anzeigt, teine Verstärkung der Streitkräfte in Deutsch- Südwestafrifa, sondern nur einen Ersatz für den Abgang durch Krankheit und Gefechtsver= lufte. Würde der Reichstag beanspruchen, auch um die Entsendung von Ersatzmannschaften im voraus befragt zu wer-. den, so wäre bei Anerkennung dieses Anspruchs die Folge nur die, daß die Reichsregierung mit ihren Forderungen dem Bedarf vorauseilt, um unter keinen Umständen den rechten Zeitpunkt für eine Ergänzung versäumen zu müssen. * Ueber die Auffassung der englischen Neutralität gegenüber dem Aufstand in Deutsch- Südwestafrika gibt ein jetzt an die Oeffentlichkeit gelangendes Schreiben des KolonialUntersekretärs der Kapkolonie Aufschluß. Es wird darin erklärt, die Kapregierung wolle nicht zulassen, daß das Gebiet der Cranjefolonie direkt oder indirekt als ZufuhrLasis für die deutschen Truppen benutzt werde, weil die Möglichkeit bestehe, daß sich der Aufstand der Eingeborenen cuf die Stämnie an der Grenze ausdehne. Würden sich den Aufständischen ihre Freunde und Stammesverwandten in der Kapkolonie anschließen, so würde der deutschen Regierung durch die Vermehrung der Streitfräfte der Rebellen nur noch größere Schwierigkeiten ewachsen, und die Regierung der Kapkolonie würde ungeheure Kosten huben, einen Aufstand in ihrem Gebiet abseits der Eisenbahn zu unterdrücken. Auf erhobene Vorstellungen einer englischen Gesellschaft hin, diese Handlungswese würde tatsächlich bedeuten, daß nicht nur die deutschen Truppen, sondern auch die Zivilbevölkerung von Warmbad, darunter viele Engländer, Hunger leiden müßten, gab die Regierung der Kapkolonie schließlich die Erlaubnis, monatlich eine beschränkte Menge von Vorräten über den Oranjefluß zu senden, welche für den Bedarf der Zivilisten allein für ausreichend geschätzt werde. * Die Nachwehen der Meinungsverschiedenheiten in der lippischen Thronfolgefrage wollen nicht zu Ende kommen. Staatsminister Gevekot stellt in einer öffentlichen Erklärung fest, auf welche Weise der Landtagsvizepräsident Hoffmann wider seinen Willen Kommerzienrat wurde. Der Minister tritt darin der Behauptung des Rechtsanwalt Klasing entgegen, er habe Herrn Hoffmann gegen dessen ausdrücklichen Wunsch jenen Titel aufgedrängt. Der Graf- Regent faßte eine ablehnende Aeußerung Hoffmanns als Bescheidenheit auf, welcher Auffassung Minister Gevekot, wie er sagt, ,, aus seiner damaligen Kenntnis der Person nicht widersprechen konnte," und verfügte die Titelverleihung. Erst einige Zeit später erklärte Hoffmann dem Minister, daß er den Titel abzulehnen und die Verleihungsurkunde zurückzusenden gedenke. Auf Zureden unterließ er es jedoch. Vier Jahre später verbat sich Hoffmann ausdrücklich in einem Schreiben an einen Regierungssekretär den Kommerzienustitel. Daraufhin wurde der Titel zurückgenommen. England. * Jm englischen Unterhause kam bei der Besprechung des Etats des Auswärtigen Amts die Rede auf die Beziehungen Englands zu Deutschland. Unterstaatssekretär Earl of Perch sagte dabei, in bezug auf den allgemeinen Frieden würde gegenwärtig viel weniger Grund zur Besorgnis vorliegen, wenn eine solche nicht vorhanden wäre für den ganz unnötigen Scharfsinn von Menschen ohne Verantwortung, die beständig England machiavellistische Motive beimessen, an denen es aber vollständig unschuldig ist, und die stets meinen, England könne kein Uebereinkommen mit einer Macht treffen, ohne gleichzeitig etwas feindseliges gegen ein anderes Land zu beabsichtigen. In diesem Sinne sei das Abkommen mit Japan aufzufassen. Es sei nicht richtig, daß die deutsche Regierung die Bergrechte in Schantung monopolisiert habe, und bis der Nachweis nicht geführt ist, welcher der britischen Regierung recht geben würde, wenn sie annähme, daß die Politik der offenen Tür verlegt sei, bin ich nicht der Ansicht, daß irgend ein Vorgehen erforderlich ist. Es ist richtig, daß Deutschland rapide Fortschritte in der Erschließung von Shantung gemacht hat; das sollte aber für uns eher ein Ansporn sein als ein Anlaß zu flagen. Der britische Handel in China ist zurückgegangen, aber der Handel jedes anderen europäischen Landes ebenso. Japan ist das einzige Land, dessen Handel mit China zunimmt; und wenn wir mittelst Eisenbahn in das Innere eindringen, würden wir den japanischen Wettbewerb dort eben so tätig finden, wie an der Ceefüfte. Alien. ** Auf ein wesentliches Fortschreiten der Reform- cen deutet die Aufhebung der Prügelstrafe in China hi.. Cin faiserliches Edikt hebt die Prügelstrafe auf. Dafür werden Geldstrafen oder die Verweisung in ein Arbeitshaus eingeführt. Statt 10 Hieben ist eine Strafe von ½ Tael zu zablen, bis zu 100 Sieben eine solche von 15 Taels, im tin. bermögensfalle kommen auf einen Tael 4 Tag Soziales Leben. 28 000 er ausgesperrt. Der sächsisch- Thüringische Webereiverband hat beschlossen, sämtliche Betriebe am 19. August zu schließen. Der Beschluß bedeutet die Ablohnung bon 28 000 Arbeitern. Hof und Gesellschaft. Die Gemahlin des Graj- Regenten Leopold von Lippe, die Gräfin Bertha zur Lippe- Biesterfeld, ist von einer Tochter glücklich entbunden worden. ** Nab und fern. † Graf Pückler verhaftet. Die Annahme, daß Graf Bück. Ter sich des von der Glogauer Straffammer gegen ihn wegen Nichterscheinen vor Gericht erlassenen Haftbefehls durch die Flucht ins Ausland entzogen habe, bestätigt sich nicht. Graf Bückler war in Schierke im Harz gewesen, dort aber schon wieder abgereist, als er verhaftet werden sollte. Gestern traf in Berlin von Kottbus die Nachricht ein, daß er sich in einem auf der Fahrt von Görlitz nach Berlin begriffenen Zuge befinde. Daraufhin wurde Graf Pückler bei seinem Eintreffen auf dem Görlitzer Bahnhofe in aller Stille verhaftet und noch in der Nacht nach Blogau transvortiert. + Gestohlene Gemälde. In Düsseldorf wurden zwei JtaTiener verhaftet, als sie wertvolle alte Kirchengemälde für 80 000 Mark zum Kauf ausboten. Sie wollen die Bilder von einem Unbekannten in Pisa mit dem Ausirage, sie in Deutschland zu verkaufen, erhalten haben. † Wertvoller Münzenfund. In Dirmingen in der Rheingegend stieß ein Landmann beim Ausschachten einer Jauchegrube auf ein altes Gewölbe und fand dort ein eisernes Gefäß mit einer Anzahl Goldmünzen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Es handelt sich meist um Prägungen der Erzbischöfe von Köln, Trier und Mainz. † Ueber die Kraft. In Midlumn bei Hannover wollte ein junger Mann, um seine Kraft zu erweisen, einen schweren Ambos heben, obwohl der Schmied ihn vor dem Wagestick warnte. Der Amboß fiel dem jungen Mann auf den Leib, und in kurzer Zeit war der Unglückliche, der innerliche Verlegungen crlitten hatte, verblutet. † Eine unglückliche Rattenjagd. In einer Lehrschmiede in Hannover wollte einer der Zöglinge eine Ratte, die durch den Arbeitsraum huschte, mit einer Eisenstange erschlagen. Statt des Tieres iraf er aber einen seiner Kollegen, der mit lautem Aufschrei zusammensant. Den Unglücklichen war ein Auge ausgeschlagen. † Selbstmord aus Schwermut. Die Frau eines Schleifers in Berlin war infolge des Todes ihres jüngsten Kindes in Schwermut verfallen. Beim Erwachen sah der Mann Blutspuren auf dem Fußboden. In der Küche fand er seine Frau in ihrem Blute liegen. Sie hatte sich die Pulsadern ausgeschnitten und außerdem Lysol genommen. Aerztliche Silfe war vergebens, die Frau starb an Blutverlust und den Wirkungen des Giftes. † Russische Droschken in London. Ein russischer Kavita. list, der sein Geld außerhalb seines Vaterlandes an.egen will, beabsichtigt, in London russische Trosfos mit Tayametern einzuführen. Er ist der Meinung, daß diese die Hansoms und Omnibusse schnell überflügeln würden. Der Jahrpreis für die längste Strecke soll, statt wie bisher, einen Schilling, nur sechs Pence betragen. † Vernichtete Weinernte. Im Markgräfler Rand ist ein Sagelwetter niedergegangen, das in sieben Minuten die Arbeit von ebensoviel Monaten vernichtete. An den Weinbergen beträgt der Schaden über drei Viertelmillionen Mark. Müllheim ist mit 300 000 Mark betroffen, Niederweiler mit 125 000 Mart, das kleine Zunzingen mit etwa 180 Einwohnern hat 100 000 Mark Schaden, Hugelheim 80 000 Marf. Oberweiler 60 000 Mark, Bodenweiler 25 000 Mark. Schliengen und Auggen, zwei berühmte Weinorte, blieben verschont. † Die vergehende Insel. In Helgoland ist wieder ein über drei Meter breites und zwanzig Meter langes Stück vom Felsen am Flagg- Slopp bei Maderk durch Unterspülung durch das Meer abgestürzt. Zum Schuß gegen die Abbröckelungen sind wieder vier Schutzmauern von 24 Meter Länge als Wellenbrecher errichtet. Ferner werden einige Felsen einer Art Reparatur unterzogen. Die bröckelige Felsmasse wird abgeschlagen, und die so ausgehöhlten Felsen werden mit festem Gestein ausgefüllt. † Untergegangenes Lootsenboot. Unweit Norderney wollte der Dampfer Möwe" der Bremer Gesellschaft Argo von einem Curhavener Lootsenschooner einen Rootsen übernehmen. Dabei stieß der Dampfer auf das Lootsenboot und schnitt es mitten durch, so daß es in wenigen Minuten untersank. Die aus fünf Mann bestehende Besatzung und seche an Bord des Schooners befindliche Lootsen konnten sich in den Booten des Schooners retten. † Auf der Jagd verunglückt. In Eiterhagen im Landfreis Kassel schoß der Pächter der dortigen Jagd einen Rehbock. Als er seine Beute besichtigte, entlud sich der zweite Lauf der Flinte, und die Kugel traf den Jäger in die Brust, so daß er bald darauf verstarb. Neue Art der Einquartierung. Früher wurde der Einquartierungsplan stets längere Zeit vor den Manövern befannt gegeben. In diesem Herbst soll versuchsweise bei den Uebungen einer Garde- Infanterie- Division in der Provinz Brandenburg keinerlei Mitteilung gemacht, sondern die Ortsbehörde erst ganz kurz vorher von der Einquartierung benachrichtigt werden. Es geschieht deshalb, damit das Gesamtbild des Manövers kriegsgemäß gestaltet werde. † Ein Bomben"-Erfolg. Während des Bombenanschlags auf den Sultan wurde auch eine junge Oesterreicherin, Fräulein Bonella, die sich unter den Zuschauern beim SeTamlik befand, leicht verletzt. Daraufhin hat ihr der Sultan die zweite Klasse des Schefakat- Frauenordens verliehen. † Ein Haus verschüttet. Im Dorfe Noyers in Piemont wurde ein ganzes Haus durch einen Felssturz begraben. Die zwölf Insassen des Hauses gelten als verloren. =[ Ein tenres Heilmittel.] Seit der Erfindung des Radiums hat die Nachfrage besonders zu medizinischen Zweden stark zugenommen. Dagegen sind in der ganzen Zeit seit der Entdeckung des Nadiums faum 15 Gramm davon erzeugt worden, und alle Bemühungen, die Erzeugung von Radium zu erhöhen, sind bislang vergeblich gewesen. Kein Wunder, daß der Preis ein sehr hoher ist. Für ein Tausendstel Gramm werden zurzeit 400 Mark gefordert. † Von der russischen Grenze. Die Grenzberlegung, deren sich ein russischer Grenzsoldat dadurch schuldig gemacht hat, daß er ein auf deutschem Gebiet beim Aehrenlesen beschäf= tigtes Mädchen erschoß, soll nicht ungefühnt bleiben. Zur Untersuchung des Falles erschien am Tatorte von deutscher Seite der Grenzkommissar, Oberzoll- Inspektor Elwert, von russischer Seite der Kreischef aus Salisch. Der schuldige Soldat wurde sofort abgelöst und verhaftet. Der Landwirt. § Bestrafter Kurpfuscher. Einem achtjährigen über Leibschmerzen klagenden Mädchen hatte der frühere Dekora tionsmaler und jetzige Praktikant der Hydrotherapin und Direktor des Heilinstituts Hygieia Ehring eine derartige Desis Quecksilber- Sublimatlösung beigebracht, daß das Kind unter fürchterlichen Schmerzen starb. Die Sektion der Leiche ergab Vergiftung der inneren Unterleibsorgane durch Sublimat, Nach dem Sachverständigen- Gutachten war die Lösung nicht, wie vorgeschrieben, mit 1 Teil, sondern mit 6 Teilen Sublimat auf 1000 Teile Wasser hergestellt wor den. Das Landgericht in Leipzig verurteilte den schon oft wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Unterschlagung vorbestraften Kurpfuscher unter Einrechnung einer ihm vom Schwurgericht Gera zudiftierten Strafe zu vier Jahren drei Monaten Gefängnis. mh. Rückgang der Schafzucht in Deutschland. Während im Zeitraume von 1900 auf 1904 alle übrigen Vieharten Stüdvermehrungen aufzuweisen, Schweine sogar eine Anzahlerhöhung um 2,1 Millionen oder um nahe 12,5 Prozent erfahren haben, wies der Schafbestand 1904 gegen 1900 einen Stüdrückgang von 1,8 Millionen oder von 18,5 Prozent auf. Auch in keinem der Bundesstaaten, ja in keiner preußischen Provinz ist ein Stillstand oder gar eine Erhöhung des Schafbestandes zu bemerken gewesen, lediglich im Umfange des Rückganges unterscheiden sich diese Gebietsteile ein wenig von einander. So hat Mecklenburg- Schwerin einen Rückgang von 19,5 Prozent, Schleswig- Holstein von 17 Prozent aufzuweisen. † Schwere Eisenbahnunfälle. Vor der Station Schischimom entgleiste ein von Oppeln kommender Güterzug. Der Lokomotivführer und der Heizer kamen ums Leben, der Zugführer und ein Viehtransporteur erlitten Verletzungen. In einem der entgleisten Waggons befinden sich zwölf Stück Rindvieh, die man wegen der schwierigen Lage des Waggons nicht retten kann. In Pennsylvanien in Amerika cntgleiste infolge eines Schienenbruches bei einer über einen Bach führenden Brücke ein Personenzug der Baltimore- und Ohiobahn. Der Kohlenwagen und ein Gepäckwagen stürzten in den Bach. Siebzehn Personen wurden verlegt, eine getötet. † Ein gefährlicher Konzertsaal. In San Antonio, der Hauptstadt von Texas, ist fürzlich eine prächtige, für klassische Konzerte bestimmte Beethoven- Halle" eingeweiht. An dem Bodium, von dem die klassische Musik ertönt, befindet sich in großen Buchstaben weithin sichtbar die Aufschrift:„ Es wird ersucht, nicht auf den Pianisten zu schießen!" Kunft und Wissenschaft. Die Aussperrung der sächsisch- thüringischen Färberei arbeiter. Gestern sind in Glauchau, Reichenbach, Mylau, Gera, Greiz und Weida über 11 000 Färbereiarbeiter ausgesperrt worden. Der sächsisch- thüringische Webereiverband hat seine Arbeiter nicht ausgesperrt, soll aber die Absicht haben, ihnen am nächsten Freitag zu fündigen, SM Künstliches Radium? Mit Hilfe eines Hamburger chemisch- technischen Instituts soll es Dr. Aymann in Erfurt gelungen sein, eine Masse herzustellen, auf welche die Eigenschaften des Radiums übertragen und in welcher sie dauernd und ausreichend stark festgehalten werden können. Diese Masse, Radiophor", genügt nach den Mitteilungen des Dr. Armann den Anforderungen der täglichen ärztlichen Praris vollkommen, und sie stellt sich so billig her, daß ihrer allgemeinen Verwendbarkeit kein ökonomisches Hindernis entgegensteht. Das Radiophor fann, unter die Haut gebracht, ebenso in Geschwulstbildungen wie in Körperhöhlen eingeführt werden. Das Präparat ist nach der Versicherung des Erfinders außerordentlich widerstandsfähig. Die Haltbarfeit der Strahlen ist von unbegrenzter" Dauer. Falls die Veröffentlichungen über die Erfindung sich bestätigen, ist sie sicherlich von bedeutender Tragweite. † Abgestürzter Straßenbahnwagen. Im englischen Secbade Ramsgate entgleiste ein Wagen der elektrischen StraBenbahn, die über eine hohe Klippe zum Hafen hinabführt. Der Wagen sprang aus dem durch Regen schlüpfrig gewor denen Geleise und stürzte die Klippe auf den Strand hinab. Der Wagenführer wurde zerschmettert, und die einzigen Bassagiere, eine junge Dame und zwei Knaben, erlitten ichwere Verlegungen. KG Weibliche Dozenten an der Wiener Universität. Das Kollegium der Professoren an der Universität zu Wien beschloß die Zulassung von Frauen zum akademischen Lehramt. Die erste Brovatdozentin, Frl. Dr. Elise Richter, kündigt für das Wintersemester bereits ihre Vorlesungen an. † Durch eine Seemine zerstört. Während der Uebung einer russischen Marine- Kompagnie auf der Rhede von Sandhamn in der Nähe von Helsingfors stieß ein Boot auj eine Unterſeemine. Das Boot wurde zertrümmert. Sieben Bersonen wurden getötet, acht wurden verletzt. Ein schwerer Schleppzug. In Mannheim ist kürzlichk der schwerste Schleppzug eingetroffen, den es bislang auj dem Rhein gegeben hat. Der Dampfer„ Ludwig 4" der Aktiengesellschaft G. A. Disch brachte in 8 Anhängeschiffen bon Ruhrert 170 000 Zentner oder 850 Eisenbahn- Doppelwaggons Kohlen nach dem größten deutschen Binnenhafen und Umschlagsplaẞ. LM Professor Adolf Harnack Bibliothek- Direktor. In Stelle des bisherigen Generaldirektors der Königl. Biblio, thef in Berlin, Wirkl. Geh. Rats Dr. August Wilmanns, ist Professor Adolf Harnak zum Generaldirektor der Biblio. thek ernannt. = Vermischtes. " He Bornman und bem Lehrerftelle Mitteilung, Großherz bermittelt Sicherheit e gegriffen. 35. Sigun Ausschuß Büdingen, Dr. Bie glieber de Baurat Inbet Borfigende auch in die § Haftet der Mann für die Toilettenschulden seiner Fran? Mit dieser Frage hatte sich das Reichsgericht als letzte Instanz zu beschäftigen. Eine Frau hatte weit über ihren Bedarf Toiletten- Anschaffungen gemacht, und da ihre Kasse nicht ausreichte, nahm sie die Gegenstände auf Kredit, nicht auf ihren Kredit, sondern auf den Kredit ihres Ehegatten. Dieser weigerte sich zu zahlen. Er führte u. a. aus: Seine Frau habe über ihre Bedürfnisse und seine Verhältnisse Die Förderung des Appetits durch angemessene Klei. dung. Nach dem jeßigen Stande der medizinischen Wissenschaft ist es durchaus falsch, den mangelnden Appetit durch Medikamente künstlich anzuregen. Vielmehr wird der Grundsatz aufgestellt, daß man um so mehr essen tönne, je weniger Kleidung man auf sich trage. Die allzu starke Kleidung ermüdet den Menschen, die Poren werden verstopft, die Verdauungsorgane funktionieren nicht mehr richtig. Statt nun die Verdauungsorgane durch Medikamente zu beunruhigen, sollte man einfach die überflüssige Kleidung von sich werfen. Weiß soll die beste Farbe sein, die man wählt, wenn man trop großer Hize den Appetit nicht verlieren will. Ein Königs- Gefängnis zu verkaufen. Das Gefängnis, in welchem König Franz I. von Frankreich nach der Schlacht hei Pavia schmachten mußte, foll öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Es handelt sich um den Gefängnisturm Rocca di Pizzighettone; die Zimmer, die König Franz im zweiten Stock bewohnte, sind noch gut erhalten. Von hier aus schickte der König an Luise von Savoyen die berühmte Botschaft:„ Alles ist verloren, nur die Ehre nicht!", und hier schrieb er seine galantesten Verse zu Ehren der Dame seines Herzens. - Wespen im Hause. In einem neuerbauten Hause in London wurden Wespen bemerkt, die cus dem Fußboden, den Türrahmen und den Dachbalfen hervorkamen. Genauere Beobachtungen ergaben, daß es sich um junge Holzwespen handelte, die ihre Eier in weiches Holz legen. Offenbar sind solche mit dem zum Hausbau verwendeten Holze in die Fußböden und Türen gekommen, haben sich dort entwickelt, und die Wespen bohrten sich durch das Holz, aber auch durch andere Hindernisse, wie Teppiche durch. Man kann sich den Schreck des Hausbesitzers denken, als er diese Kunde vernahm. Inzwischen jedoch sind die unbequemen Gäste verschwunden, und Hausbesitzer und Mieter hoffen, daß der nächste Sommer keine Nachzügler mehr bringen werde. = Schatzgräber auf Mauritius. Auf der Insel Mauritius ist man zurzeit auf der Suche nach einem Schatz, der 400 bis 600 Millionen betragen soll. Eine Menge Arbeiter werden von einer Gesellschaft mit Ausgrabungen beschäftigt, die sich zwecks Aufdeckung des Schatzes gebildet hat. Man nimmt an, daß die Reichtümer zur Zeit der britischen Groberung von den Piraten in die Erde versenkt seien. Schon früher hatte man an verschiedenen Stellen der Insel vergrabene Schätze gefunden, die Seeräuber so in Sicherheit gebracht hatten. = = Die verräterischen Hosen. In Paris waren in einem Kaffeehause vor einigen Wochen die wertvollen elfenbeinernen Marmorkugeln und dazu sogar das grüne Billardtuch gestohlen worden, und es gelang der Polizei nicht, die Diebe zu ermitteln. Vor kurzem bemerkte in einem öffentlichen Pariser Garten der bestohlene Cafétier drei kleine Knaben, die mit Billardkugeln spielten. Sein Verdacht, daß es die ihm gestohlenen Bälle seien, wurde zur Gewißheit, als er sah, daß die Kinder grüne Hosen aus Billardtuch anhatten. Nachforschungen ergaben, daß der Vater der Knaben von einem seiner Freunde, der ihm Geld schuldig war, die Gegenstände an Zahlungsstatt angenommen habe. So gelang es, den Dieb doch noch abzufassen. Seine Billardkugeln bekam der Cafétier wieder. Die grünen Hosen ließ er den Knaben. Fuchs und Rebhuhn. Ein Weidmann im Sächsischen berichtet über ein Beispiel von Mutterliebe aus der Tierwelt. Aus einem Kartoffelfelde kam ein Rebhuhn- Pärchen mit 16 Jungen. Ein Fuchs schlich aus dem Walde auf das Hühnervolk zu. Dieses bemerkte das Unheil und verschwand wieder in den Kartoffeln. Als der Fuchs sich ebenfalls hineinwerfen wollte, kam die Henne aus der Deckung heraus und schlich mühsam, einen Flügel schleppen lassend, weiter. Sofort nahm der Fuchs die Verfolgung auf und ließ sich so immer weiter vom Kartoffelfelde ablocken. Als er sich auf das vermeintlich kranke Huhn stürzen wollte, flog dieses plötzlich munter auf, und Meister Reinicke hatte das Nachschen. The er sich recht besinnen konnte, hatte ihn das Blei des Jägers ereilt. = Die Lebensalter im chinesischen Sprachgebrauch. Die Chinesen haben für die verschiedenen menschlichen Lebensalter poctische Bezeichnungen. Das Alter von zehn Jahren rennen sie den Anfang der Stufenleiter"; bei zwanzig Jahren sage sie die Jugend ist abgelaufen"; der Ausdruc für das dreißigste Lebensjahr lautet:„ Alter der Kraft und Ehe"; für vierzig Jahre hat man die Bezeichnung: Zum Dienst geeignet"; mit fünfzig Jahren weiß man seine Fehler"; bei sechzig Jahren neigt sich der Zyklus seinem Ende zu"; der siebzigjährige Greis ist ein seltener Vogel"; mit achtzig Jahren wird das Aussehen runzelig"; mit neunzig ,, neigt sich die Sonne dem Untergang zu"; und mit hundert Jahren hat man den Gipfel des Alters" erreicht. H Lurus in der Eisenbahn. Auf den merikanischen Eisenbahnen herrscht stellenweise ein geradezu verschwenderischer Lurus. Oft sind die Schlafwagen ganz in Mahagoni ausge stattet, und die Züge rollen über Brücken aus schönstem wei Ben Marmor. Auf einzelnen Strecken im Westen geschieht die Beschotterung sogar mit Silbererz. Dieser Lurus hal seinen Grund darin, daß längs der Strecke sich Mahagoni, Marmor und Silbererz so reichlich vorfinden, daß dieses kostbare Material wohlfeiler zu stehen kommt, als anderes, das man von fernher beziehen müßte. = ohne Erhöh aufliegen. 1906 vorgef jährigen Etat Barbenteich Erbauung ei der infolge ift, fchon im Jm Kreise Umbau be Bernshaus 1. Rate; un Beter hain Der Direttor abzufalie Provinzial trat dem 2 tilgung be darstellt, Debattiert in Einnahm verfammlung daß der Ber meifter, fon Haas erst Tagen find sonderliches Ralf in ein Slaidie feft Ohne Geld durch die Welt. Von dem schwedischer Oberstleutnant Rönenburg, der im dreißigjährigen Kriege den Soldatentot fand, erzählt man sich, daß er, wie fein an derer verstand, lustig zu leben, ohne daß er Geld dabei nötig hatte. Auf Befragen gab er ganz offen an, wie er e machte: Wenn er morgens aus dem Wirtshaus weg ritte so bete er immer ein Gebet, das ihm sein Wirt nachbeter müsse und das folgendermaßen laute: Ich bin fromm und geduldig, In allen Wirtshäusern bin ich schuldig. Läßt mir aber Gott das Leben, T Ich will dem Wirt keinen Heller, feinen Pfennig geben; Und wo der Schelm mich wird mahnen, So wünsche ich, daß er möge verblinden, verkrummen uni berlahmen. Nach diesem Gebet verlange fein Wirt mehr Bezahlung und da er niemals um Geld angegangen werde, so ritte a in dem Bewußtsein fort, nichts mehr schuldig zu sein. unter Umfta nämlich bei legungen im unabweisbar Spielerei af Bolizeiami Kämpfe u uns aus ftalten. S fechzehnpfen Kögel wi führt, der pferdiges D Sieger wir rennen dürf dominieren. und Rode die für d merijam. jeder Bilte ** 6 Content ( 2. Schneif ones Vo Sorgfalt Content fo bezwe zahlreich Der Ab Licherf -0 Gießen Ein Jeder Seilun bei folchen Erfolg gar Unbem Anmeldun mündlich nur 3-6 Uhr nad Inger Stad hrigen über Leib frühere Defora Sydrotherapin und ng eine derartige ebracht, daß das Die Sektion der erleibsorgane durd Gutachten war die Teil, sondern mit fier hergestellt wor teilte den schon oft nd Unterschlagung ing einer ihm vom u vier Jahren drei ingischen Färberei eichenbach, Mylau, arbereiarbeiter aus iche Webereiverband oll aber die Absicht ndigen. ährend der Nebung uf der Rhede von stieß ein Boot auj rtrümmert, Siber rlegt. inheim ist fürzlic n es bislang auj ,, Ludwig 4" der Anhängeschiffen Eisenbahn- Doppel Hen Binnenhafen den seiner Fran? icht als letzte In eit über ihren Be und da ihre Kasse de auf Kredit, Kredit ihres Che Fr führte u, a, aus: d seine Verhältnisse angemessene Klei edizinischen Wissen nden Appetit durc Sr wird der Grund1 lönne, je weniger Bu starke Kleidung verstopft, die Ver richtig. Statt nun e zu beunruhigen, ng von sich werfen. wählt, wenn man ren will. erbauten Hause in Dem Fußboden, den famen, Genauere junge Holzwespen gen. Offenbar find Holze in die Fuß Dort entwickelt, und 5, aber auch durch Man kann sich den r diese Kunde verequemen Gäste ver: er hoffen, daß der bringen werde. aris waren in einem rtvollen elfenbeiners grüne Billardtuch lizei nicht, die Diebe einem öffentlichen drei kleine Knaben, Berdacht, daß es die Sewißheit, als er sah, Otuch anhatten, Nach Knaben von einem war, die Gegenstände So gelang es, den ardkugeln bekam der B er den Knaben, Sprachgebrauch. 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Er geriet bald in Ronfurs, wo sich herausstellte, daß er die Bilanzziehung unterlassen ** Nebertragen wurden dem Schullehrer Ludwig ein Kursus für Stotterer abgehalten werden. Die guten hatte. egen Vergehens gegen die Konkursordung wurde er in eine Geldstrafe ron 10 Mt. genommen. Bornmann zu Rödgen die Lehrerfstelle zu Göbelnrod Empfehlungen, welche den Leitern dieser Kurse zur Seite und dem Schullehrer Star! Koch zu Göbeln rod eine fünen, laffen auf den gewünschten Erfolg ſchließen und wir letzten Dienstag verhandelte Sache gegen den Mühlbefiger fönnen, da seitens der Direktion für Heilung garantiert wird, Eduard Klinkel in Gießen wegen unberechtigten Fischens Durch einen Teil der Presse ging von der einMitteilung,( wir hielten sie nicht für zutreffend), daß der Befreiung von ihrem Uebel nicht unbenutzt vorübergehen zu gelegten Berufung, womit es bei dem freisprechenden Erfenntnis des Gießener Schöffengerichts blieb. Großherzog die Zusammenkunft des Kaisers mit dem Baren lassen. Näheres besagt das Injerat. vermittelt habe. Wie die„ Darmst. Zeitung" jetzt mit Sicherheit erfährt, ist die Meldung vollständig aus der Luft gegriffen. ** ** * Der Provinzialtag verhandelte in seiner 35. Sißung u. a. über folgende Punkte: In den ProvinzialB Rabenau Ausschuß wurden Kromm Schotten, Büdingen, Schade- Altenburg als Mitglieder und Dr. Biermer Gießen, Schiele Gießen als Ersaßmitglieder des Provinzial. Ausschusses wieder- und Bürgermeister Baurat Stahl- Friedberg als Mitglied neugewählt. Inbetreff des Voranschlags für 1905 bemeift der Borsigende, Provinzialdirektor Dr. Breidert, daß es auch in diesem Jahre möglich gewesen set, den Voranschlag ohne Erhöhung der Beiträge der Kreise gegen seither abDer Provinzialtag genehmigte, daß die erst für zuschließen. - ** Die 18. Haupt- Versammlung des Vereins deutscher Gartenkünftler wird vom 22. bis 25. August in Darm. stadt abgehalten werden. *** Vichmarkt zu Gießen. Bei dem am 1. und 2. August stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1265 Stüd Rindvieh, 620 Schweine. Der nächste Markt findet am 15. und 16. August statt. Am letzteren Tage auch Krämermarkt. * Ein ungültiges Teftament. In Hanau lebte ein Ehepaar in finderloser Ehe. Es hatte ein Testament ausgefertigt, nach dem der überlebende Teil Erbe sein sollte, und die Namen zweimal deutlich beigesetzt. Die Frau starb zuerst und nun kam für den Mann etwas unangenehmes. Er hatte das Testament selbst geschrieben, dabei aber den Paragraphen 2267 des Bürgerlichen Geſetzbuchs außer Acht gelassen, wonach der andere Ehegatte handschriftlich die Ecklärung beizufügen hat, daß das Testament auch als ſein Testament gelten solle. Also die Frau hätte vor ihrer Unterschrift schreiben müssen:„ Dies soll auch als mein Testament gelten!" Der Mann mußte an die Verwandten der Frau mehrere tausend Mark herausbezahlen, wobet nicht allein das eingebrachte, sondern auch das während der Ehe gemeinschaftlich errungene Vermögen berechnet wurde. Die„ Han. Ztg." bemerkt dazu, daß ein derartiger Fall nicht und beide unterzeichnet haben. Marktberigte. Slekea 5. Auguft. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per fb 115-1.25 M., Sühnereier per Stid 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd r. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 72-82 ft., Rindfletsch per Pfd. 72-74 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 70-80 Big. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Big., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 Pfg. Sammelfleisch per Pfb. 50-76 Pig., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.50 b. 800 M., Zwiebeln per Rt. Mr. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs Beginn der Martizeit überhaupt nicht, und erkehrs bürfen bor drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 7. Sonntag nach Trinitatis( 6. Auguft) predigt: 1. vormittags: Defan Wagner. Text: Matth. 9, 35-38. Lied Nr. 168. Gottesdienst mit Katechismuslehre in Staugeurod borm. 1210 Uhr. Der Nachmittags- Gottesdienst in Grünberg fällt aus 1. Rate; und im Kreise Schotten: Bobenhausen- Rißebügel- eintritt, wenn jeder der Chegatten ein Teſtament geschrieben wegen des Guſtav Adolfs- Feftes zu Flensungen( Beginn 1906 vorgesehenen Straßenneubauten schon in den diesjährigen Etat eingestellt werden und zwar im Kreise Gießen: Garbenteich- Lich. Für diese Straße soll der Kredit für Erbauung einer Kreisstraße von Eberstadt nach Grüningen, der infolge Nichtausführung dieser Sraßenstrecke freigeworden ist, schon im laufenden Rechnungsjahre ver.sendet werden. Im Kreise Alsfeld: Ruhlkirchen- Bernzburg 1. Rate. Umbau bei Ehringshausen. Im Kreise Lauterbach: Bernshausen- Schlitz, lezte Rate, Ilbeshausen- Lanzenhain, Petershainerhof, 2. Rate, Stumpertenrod- Röddingen, 1. Rate. - Der Provinzial- Ausschuß hatte beschlossen, mit dem Direktor der Provinzial. Siechenanstalt einen Vertrag abzuschließen und ihm möglicherweise die Rechte eines Provinzialbeamten einzuräumen. Der Provinzialtag trat dem Antrage bei. Nachdem sodann noch die Vertilgung der Waffer post in der Horloff, die einen Versuch darstellt, gestreift und auch noch die anderen Rubriken debattiert waren, wurde der Voranschlag in allen Teilen in Einnahme und Ausgabe mit 576 206 37 Mt. genehmigt. *** Unserem gestrigen Bericht über die Hauptversammlung des Gewerbevereins ist noch nachzutragen, daß der Bericht über die Sterbekasse nicht von dem Schreinermeister, sondern von dem Bezirksspartassenbuchhalter Haas erstattet wurde. - ** Gefährliches Spielzeug. In den letzten Tagen sind Kinder und halbwüchsige Burschen auf ein ab. sonderliches Spielzeug verfallen. Sie schütten ungelöschten Kalt in eine Flasche, gießen Wasser darauf, verschließen die Flasche fest und führen dadurch eine Explosion hervor, die unter Umständen garnicht so harmlos ist. Ein Knabe erlitt nämlich bei einer solchen Explosion äußerst schwere VerEs ist deshalb legungen im Gesicht und am Halse. unabweisbare Pflicht, die Kinder von dieser gefährlichen Spielerei abzuhalten.( S. die Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts in heutiger Nummer.) *** Das Goldene Rad von Gießen. Die Kämpfe um das Goldene Rad von Gießen, so schreibt man uns aus Sportfreisen, werden sich äußerst interessant ge. ftalten. Der Europameister Drescher wird durch ein sechzehnpferdiges Motorrad unterstügt, der badische Meister Kögel wird von einem achtzehnpferdigen Motortandem ge= führt, der dritte Teilnehmer, Wallau, hat ein zwölfpferdiges Motorrad zur Verfügung. Wer von den Dreien Sieger wird, bleibt eine offene Frage. In dem Fliegerrennen dürfte der deutsche Meister Christel Rode= Hamburg dominieren. Die beiden Tandemrennen werden von Drescher und Rode gemeinsam bestritten. Wir machen nochmals auf die für die Besucher gestifteten prachtvollen Preise aufmerksam. Die Rennen beginnen nachmittags 3/2 Uhr bei jeder Witterung. * ** Waldfest. Morgen Sonntag unternimmt die Contentia Gießen einen Ausflug nach dem Stadtwald ( 2. Schneise an der Licherstraße) und veranstaltet dort ein schönes Volksfest. Da der Festausschuß mit der gewohnten Sorgfalt gearbeitet hat und die Veranstaltungen der Contentia" sich längst allgemeine Beliebtheit errungen haben, so bezweifeln wir nicht, daß auch das morgige Arrangement zahlreiche Beteiligung seitens des Publikums erfahren wird. Der Abmarsch erfolgt von der Gastwirtschaft Fehl in der Licherstraße aus. -ot. Fußball- Sport. Morgen Sonntag findet in Gießen ein Kampf zwischen der ersten Mannschaft des Stottern! Einmaliger Kursus in Giessen. Jeder, der stotterfrei singt, ist heilbar! Heilung in kürzester Frist bei Erwachsenen und Kindern, auch bei solchen die mehrfache Kurse ohne Erfolg besuchten. Erfolg garantiert! Untersuchung gratis! Unbemittelte erhalten den Verhältnissen entsprechend Preisermässigung. Anmeldungen werden schriftlich in der Expedition dieser Zeitung, mündlich nur Sonntag, den 6. d. Mts. in den Sprechstunden von 3-6 Uhr nachmittags im Hotel Viktoria" entgegengenommen. Dir. M. Goetz. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programmo kostenlos. *** Reiskirchen, 4. Auguft. Wüstling. Hier ist ein Mann, der sich an einem schulpflichtigen Rinde unſittlich vergangen, verhaftet worden. ? Weylar, 4. August. Gekentert. Das Lahndampfboot Imm" ist gestern Abend bei Altenberg gesunken und bis jetzt noch nicht wieder gehoben worden. ?? Laubach, 4. August. Vom gräflichen Hause. Die Gräfin Mutter ist mit den Kindern hierher zurückgekehrt. Graf Wilhelm, Landrat zu Schlüchtern, hat die Blinddarmoperation, der er sich in Sießen unterzog, glücklich überstanden und sich nach Schloß Arnsburg bis zur völligen Herstellung begeben. ?? Laubach, 4. Auguft. Das Kreisamt Schotten hat der hiesigen Judengemeinde aufgegeben, das ihr gehörige Badehaus an der Wetterfelderstraße innerhalb vier Wochen entweder wieder herzustellen oder abzutragen. + Ehringshausen, 4. August. In Raßenfurt ist an einem verendeten Schweine des Arbeiters Kuhlbörsch die Rotlauffeuche festgestellt und über sein Gehöft die Sperre verhängt worden. § Grebenhain, 4. August Heffens höchste Bahn. Der Oberbau der Bahnlinte Grebenhain- hartmannsheim- Gedern ist jetzt fast vollständig hergestellt, zwei Drittel der Strecke liegen bereits im Geleise. Die Bahn erhebt sich bis 780 m( bei Hartmannshain) über den Meeresspiegel und wird dadurch die höchste des Großherzogtums. * Bad Nauheim, 4. August. In letter Nacht wurde konnten verhaftet werden. in der Löwen Drogerie ein Einbruch verübt. Die Diebe * Alsfeld, 4. Auguft. Vom 31. Juli bis 2. August wurde hier ein Obstbautursus unter Leitung des Landw.. Lehrer Reichelt und der Mitwirkung des Obstbautechniker Roch Friedberg abgehalten, zu dem sich 16 Teilnehmer eingefunden hatten. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 4. August 1905. Wegen Beihülfe zur Desertion und wegen Versuchs der unerlaubten Auswanderung wurde der Taglöhner Georg Sehrt von Burg- Gemünden zu 3 Monaten und 1 Woche Gefängnis verurteilt. Sehrt hat einem Soldaten des Gießener Regiments einen Zibilanzug verschafft und wollte mit ihm in die Fremden legion. Sie fuhren zusammen bis Mühlhausen i. E. wo sich der Soldat, nachdem er den Angeklagten Kleider und Portemonnaie abgeschwindelt, heimlich entfernte und ihn mittellos im Stiche ließ. Das Gericht behandelte die Sache sehr milde, indem es auf die Minimalstrafe erkannte. Der Kaufmann Julius Dalli Seifenpulver das Allerbeste für die Wäsche Wasserpumpen. 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Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib in Birken Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephen Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Welfanlage 31, la. glasierte Steinzeugröhren aller Dimensionen nebst allen Facons, Hel- u. Straßenlinkkalten, Kaminauffäge etc. etc. Aus hartgebrannter, glasierter Tonmasse: Viehkrippen und Schweinetröge. 244440044 - Städt. Wohnungsnach- Alle Sorten weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Geschäftsstunden von 8-1 und von 3-6 Uhr Es sind zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern 1 6 " " 11 1 5-6 M " " 4 " " 3 4 " " " 2 3 " " If 2 2 " " " 1 1 " 2 unmöbl. u. 4 möblierte Zimmer. 1 kleiner Laden. 3a mieten gesucht: Gemüse ftets frisch, sowie gute Speisekartoffel billigst zu haben bei Frau Hammel Gießen, Gr. Mühlgaffe 6-8. * g. Blutftod. Timerman Hilfe Hamburg Fichteftr. 33 38 Wohnungen von 1-7 3immern( u. meine hier i. D. pat. Neuheit. 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Auf den Sportplatz a. d. Hardt! zu dem Kampf um das Goldne Rad von Gießen. 1000 Mark bar. 3 Fliegerrennen. - - Motorrennen. Breise der Blätze: An der Kasse: Tribüne Mt. 2.-, 1 Platz( Sattelplaz) Mt. 1.20, 2. Platz 80 Pfg., 3. Platz 50 Pfa. Vorverkauf: Tribüne Mt. 1.50, 1. Platz( Sattelplag) Mt. 1.-, 2. Platz 70 Pfg., 3. Plaz 40 Pfg. Terrasse bis 7 Uhr abends 20 Pfg. Verkaufsstellen: Café Amend, Konditorei Hettler und Schreibmaterialienhandlung Noll. Curn- Verein Giessen. Sonntag, den 6. Auguft: Grosses Waldfest abends Licherstraße 1. Schneise rechts. Dafelbft Konzert und Kinderspiele, Lampionzug in die Stadt. Abmarsch 3 Uhr nachmittags vom Ludwigsplaß aus. Bei ungünstiger Witterung findet Konzert in der Turnhalle ftatt. Anfang 4 Uhr. Der Vorstand. Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tlschweinen Sonntag, den 6. August: Ausflug mit Musik nach dem Betr. Warnung vor gefährlichem Spielen. Bekanntmachung. In den letzten Tagen wurde wiederholt wahrgenommen, baß Kinder oder jugendliche Personen ungelöschten Kalt in eine Flasche füllten, Wasser dazu gossen, die Flasche verschlossen und dadurch eine In einem dieser Fälle erlitt ein Junge Explosion herbeiführten. äußerst schwere Verlegungen im Gesicht und am Hals; in einem anderen Falle wurden durch die Explosion die Anwohner in Schrecken Es ergeht des= berfeßt und erfolgte Anzeige wegen groben Unfug8. halb die Aufforderung an Eltern, Erzieher 2c. die ihnen anvertrauten Kinder vor diesem äußerst gefährlichen Spielen eingehend zu warnen, Stadtwald ebenso werben bie Bauunternehmer, Leiter von Neubauten zc aufge 2. Schneise links der Licherstraße Abmarsch bei Mitglied Fehl, Licherstraße Bei ungünstiger" Witterung von 5 Uhr ab im Café Leib, Der Vorstand. Wasche mir LUHNS Luhn's Giebt schönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Vergebung von Bauarbeiten. fordert, Vorkehrungen zu treffen, um zu verhüten, daß Kinder in Befiz von ungelöschten Kalk fommen können und auch ihr Personal mit entsprechender Weisung zu versehen. Die zum Umbau der alten Universitätsbibliothet nötigen Schreiner, Schloffer- und Weißbinderarbeiten werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen Medizinische Veterinär- Klinik tegen in unserem Amtslokal zur Einſicht offen und können Klinik für innere Tierkrankheiten Die Gießen, den 4. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg Bekanntmachung. In der Zeit vom 29. Juli bis 5. August 1905 wurden in hiesiger Stadt daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Angebote müssen bis zum Eröffnungstermin am 9. August 1905, vormittags 11 Uhr mit entsprechender Aufschrift versehen, portofret an uns gelangen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 31. Juli 1905. Großh. Hochbauamt. Becker. Mitten in einer verfehrsreichen Stadt, an zwei Hauptstraßen Konditorei mit ist eine Frankfurterstrasse 85 im alten Tierspital irshaft und Bäderei # 1 1519 Fernsprecher wle bisher Nr. 142( Veterinäranstalt). günstig baldigft zu verpachten. Nähere Auskunft erteilt die Expedition dieses Blattes. Korrespondenten für Tage 8 neuigkeiten überall gesucht. Weckler's Korresp.- Bur. Darmstadt. Hamburger En gros- Lager Unser Geschäftslokal befindet sich jetzt Mäusburg 10. Alex. Salomon& Co. Giessen. gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 graue Schußbrille; verloren: 1 blau- und weißgestreiftes Vorhemd mit zwei gleichen Manschetten, 1 braunledernes Portemonnaie mit 4 Mt. Inhalt, 1 goldene Halskette und 1 goldene Brosche, 1 schwarzer Damenschirm mit Stahlgriff, 1 rotledernes Portemonnaie mit 20 Mark Inhalt und 1 20- MarkStück. Bugeflogen ist: 1 Kanarienvogel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben, thre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 5. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 15. Juli 1905 angeordnete Sperre der Weserftraße zwischen Nordanlage und Steinstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung Die unterm 15. Juli 1905 angeordnete Sperre der Steinstraße zwischen Weser- und Ederstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung. Die zur Ausführung für die Feldbereinigung in der Gemarfung Hungen vorgesehenen Drainagen erforderlichen Arbeiten sollen im Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden und zwar: 1. Anfahren der Röhren, veranschlagt zu 1222,50 Mr. 2. Graben- und Rohrverlegungsarbeiten 3. Maurerarbeiten beranschlagt zu 18900,00 " " 261,20 Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Hungen zur Einsicht offen. Angebote -Magerkeit haben in Brozenten des Koſtenanschlages zu erfolgen und Schöne, volle Körperformen durch unser orientalisches Kraftpulver, preisgekrönt gold. Medaillen, Paris find verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Montag, den 14. d. Mts.. vormittags 9 Uhr, 1900, Hamburg 1901, Berlin 1903, bet Großh. Bürgermeisterei Hungen einzureichen, woselbst in 6-8 Wochen bis 30 Pid. Zu- um die angegebene Zeit deren Ecöffnung in Gegenwart nahme, garant. unschädl. Aerztl. etwa erschienener Bieter stattfindet. empf. Streng reell, kein Schwindel. Viele Dankschreib. Preis Kart. m. Gebrauchsanw. 2 Mk. Postanw. oder Nachn. exkl. Porto. Hygienisches Institut D. Franz Steiner& Co. Berlin 365, Königgrätzerstr. 78. Frischer Bienenhonig feinste Sorte, zu haben bet Kumpf, Marburgerstraße 38, Rheumatismusu. 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Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, am 28 Juli 1905. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißnann. Rebattion Fin Ent Die Sprad weilen in un zu unmittelba bolligen Gege ledigt sich der ab. Es dürf als die zwij feit trennt wandtschaft. Rüftung, fo Schlüge auf legung Fri nicht unmitt der nicht fa freuen, der n gut ist, der einzelne, der figt in der Verfuchung bl das Urteil, da will, abwägen was der einzel langer Ueberl dung beherrid für untrüglic Eine Wenge, irre zu gehen führung nicht ift folde beabsi licher ist die Menge prede zu raten, und wedenden, zur Gerüchten gege ob fie denn üb willige Husitre Fall ist, bloges fationellen ge Die berg reicher Sahl Verein b reise ein Oftje e eine land sei, eine zuleiten besti wurde, daß je worden, daß ihr verknüpft nicht, sondern früher entgege hätte diefelbe da sei Feuer, Brand. 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