en nds 8 Uhr ert Om Königl. Herrn Ernst nden 50 Pfg. 00 Zentner veiter Größe gsjahr 1905 fretariat der inficht offen. Uhr eferung" bet est. Ite mich an, gestellt hätte t, die Pflicht! ! Ich wan als ich meine wieder nach mir? Meine sige Bübchen. Den Korporal im Wachtlofal Nagenstärkung nd deutete auf em Korbe aber e... Ja, so often erlauben, andre Sitten, recht strengere an den Sololf.- mitgebracht?" ehmer- und piel viel Ver chten Hand im ekommen!" Finger tid, mit mit dem Zeige gefommen!" Finger tid, mit Die Mitspieler auf den Tisch, Fuße auf den Was hat er t dem andern tlapp!" Das nun so start uß. in, en; en. ar Kleidung nennt. ch? licht, Nr. 155. Jufertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberhoffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Mittwoch, den 5. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Bost bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Beftechung und Trinkgeld. Die Handelskammer in Ludwigshafen hat an die bayerische Regierung das Ersuchen gerichtet, diese möchte beim Bundesrat Maßnahmen gegen das Bestechungsunwesen im faufmännischen Gewerbe in Anregung bringen. Hierauf und nach Erörterungen des Gegenstandes im Reichstage sind Erhebungen bei den Handelsvertretungen veranlaßt worden. Einstweilen liegt nur das Ergebnis einzelner Handelskammer- Beratungen vor. Viel ist daraus nicht zu entnehmen, außer der Feststellung der Taisache, daß Bestechungen im faufmännischen Gewerbe in unerwünschtem Umfang vorkommen, daß in manchen Firmen, Fabriken usw. die Einkäufer die Bcstellungen, über die sie zu verfügen haben, nur denen zuwenden, die zu einer gewissen, in manchen Fällen genau bedungenen Abgabe sich bereit erklären. Der Vorgang selbst wird als unerwünscht und bedauerlich bezeichnet, doch gehen die Meinungen über etwaige Vorkehrungen zur Unterdrückung des Mißstandes weit auseinander. Der eine verlangt ein Sonder- Strafgesetz; der andere empfiehlt die Einführung von angemessenen Konventionalstrafen durch freie Verabredung der beteiligten Firmen; ein dritter will unter feinen Umständen ein Sondergesetz haben, glaubt vielmehr, daß der Kaufmannsstand sich am besten aus eigener Kraft helfen könne. Der Mißstand ist, wie gesagt, vorhanden und wird in manchen Handwerkerkreisen ebenso wie in kaufmännischen Kreisen empfunden. Gar so einfach aber liegen die Dinge nicht, daß man hoffen dürfte, sie durch eine Strafandrohung aus der Welt zu schaffen. Ebensowenig ist es empfehlensvert, die Hände in den Schoß zu legen und die weitere Entwickelung abzuwarten, die unmöglich zu gutem Ende führen fann. Bestechlichkeit ist unter allen Umständen verwerflich, sie wirkt nach beiden Richtungen entsittlichend, auf den Bestechenden wie auf den Bestochenen. Sie ist auch im höchsten Grade unwirtschaftlich, denn sie stellt eine Leistung dar, der als Gegenleistung ein zweifelloses Unrecht gegenübersteht. Greifbar aber, einwandfrei nachweisbar ist die Bestechung nur in ihrer rohesten Form, die leicht umgangen werden fann. Wenn die Bestechung unter der Gestalt einer Gefälligkeit erscheint, die harmlos sein kann, so müssen schon recht viele Umstände zusammentreffen, um den Richter zu überzeugen, daß eine strafbare Handlung vorliegt. Wird wiederum die Definition von der strafbaren Bestechung zu Ioder gefaßt, wird der freien Würdigung des Richters allein die Bestimmung überlassen, was im einzelnen Fall als strafbare Bestechung angeschen werden soll, so droht eine andere Gefahr: der Richter, der Beamter ist und demgemäß die strengen Beamtenauffassungen hat, kann dahin kommen, auch eine nach allgemeinen Begriffen läßliche Handlung als Bestechung zu betrachten. Bestechung und Trinkgeld stehen in einem Nachbarschaftsverhältnis zu einander. Die Grenzen zwischen beiden find nicht genau gezogen, sind flüssig. Wer im Gasthaus, in der Schankwirtschaft dem aufwartenden Personal ein Trinkgeld gibt, bezahlt eine Leistung, die von dem Inhaber des Gasthauses, der Schankwirtschaft bereits entlohnt ist, jedenfalls schon entlohnt sein sollte. Das Trinkgeld ist ursprünglich eine Entlohnung für eine ausnahmsweise aufmerffame Bedienung. Allmählich ist es zur Leistung geworden, die ohne Rücksicht auf eine besondere Gegenleistung da gegeben wird, wo man Speise und Trank zu sofortigem Konfum einkauft. Niemandem fällt es ein, Trinkgeld zu geben, wenn er sonstige Einkäufe macht. Bei Barzahlung wird im Gegenteil eher ein Nachlaß am Preis oder eine Zugabe beansprucht. Hat wohl schon jemand, der beim Kaufmann eine Flasche Bier holte oder eine Flasche Wein, oder auf dem Markte Eßwaren erstand, daran gedacht. ein Trinkgeld zu geben? Gewiß nicht! Man wende nicht ein, daß beim sofortigen Konsum noch besondere Bedienung beansprucht wird; denn diese Bedienung wird unfraglich mit allem übriBeleuchtung Lokalwäsche, Geschirr gen in Rechnung gestellt. Derselbe Warenhändler hat für denselben Wein demselben Käufer gegenüber sehr verschiedene Preise, je nachdem der Käufer sich den Wein nach Hause schicken läßt oder bei dem Verkäufer trinkt. Die Trinkgeldsitte hat nun dahin geführt, daß die Entlohnung der aufwartenden Personen Surch den Gastwirt aufgehört hat, daß Kellner u. s. m. auf die Einnahmen aus den Trinkgeldern angewiesen wurden, wovon sie unter Umständen noch Teile für bestimmte Zwecke aufwenden müssen. So wurde die freie Gabe des Trinkgelds zu einer förmlichen Trinkgeld- Abgabe. Die Gastwirte haben somit das frei aewährte Trinkgeld gewissermaßen für sich beschlagnahmt. Und doch wiederum nicht für sich. Ihre General- Geschäftsunkosten sind geringer geworden auf Kosten ihrer Abnehmer und das ermöglicht ihnen, mehr oder besseres den Kunden zu verabfolgen. Auf diese Weise haben die Abnehmer einen Vorteil von ihrem eigenen Trinkgeld. - Sollte nicht am letzten Ende im kaufmännischen Betrieb eine ähnliche Entwickelung wie beim Trinkgeld sich einstellen? Der Unternehmer, Fabrikant oder Großkaufmann müßte doch eigentümlich geartet sein, der nicht wüßte oder merkte, was in seinem Etablissement aeschieht. und der es fortdauern ließe, wenn es zu seinem Schaden geschähe. Er wird das „ Tinkgeld" des Lieferanten wir wollen einmal diese barmlosere, mildere Bezeichnung beibehalten- dem illoyalen Einkäufer schon irgendwie, etwa bei der Bemessung des festen Gehalts, in Rechnung stellen, und die gelieferten Waren sich auf ihre Preiswürdigkeit doppelt genau ansehen. Gleichwohl bleibt das Bestechungswesen ein Schaden, auf dessen Beseitigung man bedacht sein sollte, wie man auf Befeitigung des Trinkgeldwesens, und vielfach nicht ohne Erfola, bedacht gewesen ist. An den beteiligten faufmännischen und handwerkerlichen Kreisen ist es in erster Reihe, mit geeigneten Vorschlägen hervorzutreten und sie gleich selbst in Anwendung zu bringen. Die Zerfetzung in Rufsland. Der Brand, den die meutende Flette im Satenretuje gejacht hat, frißt unaufhaltsam weiter und teilt sich in immer stärkerem Maße dem Landheere mit. Ueberall flackert auch dort das Feuer der Empörung auf. Meuterei auf dem Exerzierplate. Ein besonders bezeichnendes Vorkommnis hat sich, wieder an der Küste des Schwarzen Meeres, in der Stadt Cherson zugetragen. Es sind dort die treu bleibenden Offiziere einfach über den Haufen gestochen worden. Der Vorfall wird in folgender Meldung geschildert, die uns aus Cherson zugegangen ist: Während des Ererzierens warfen sich plötzlich eine Anzohl Soldaten des in Cherson liegenden DisziplinarBataillons auf den Kapitän Mirgorodsky, der eine Anzahi Bajonettstiche erhielt. Der Kommandeur des Bataillons Oberst Danidow stürzte mit gezogenem Säbel zu Hilfe und erhielt fünf Bajonettstiche. Dennoch führte er mit Hurra das Bataillon in die Kaserne, schrieb dort an den Kaiser, sank aber bald tot nieder. Von den an dem Ver brechen beteiligten Mannschaften sind acht entflohen, jedoch bis auf einen wieder eingefangen worden. Nicht überall treten die Offiziere der aufsässigen Mannschaft in gleicher Weise entgegen. Die Weigerungen, an den Kämpfen gegen wehrlose Volksmassen teilzunehmen, mehren sich in den Kreisen der Offiziere, und auch in Odessa hat eine Anzahl aus gleichem Grunde verhaftet werden müssen. Inzwischen nimmt die aufständische Bewegung in der Flotte ihren Fortgang. Gerüchte und Widersprüche. Die Unsicherheit der Lage und nicht minder die Vertuschungspolitik der amtlichen Kreise lassen fortgesetzt_in Petersburg wilde Gerüchte entstehen, und durch die Dementis, die alsbald in Verlautbarungen der Regierung erfolgen, entstehen Widersprüche, die nur weitere Unflarheiten fchaffen. Ueber einen derartigen Fall erhalten wir aus Petersburg folgende Meldung: Bestürzung verursachte hier die Nachricht, daß in Kroustadt ernstliche Meutereien unter den Flotten- Equipagen ausgebrochen seien. Besonders sollte die Bemannung des Kreuzers Minin" sich geweigert haben, mit dem Schiff zum Uebungsgeschwader in See zu gehen. Von dem Befehlshaber der Baltischen Meerhäfen, Vizeadmiral Nikonoff, wird das Gerücht in Abrede gestellt; allein man ist hier geneigt, sich an den Wortlaut des Dementis zu klammern. Der Admiral erklärt nämlich nur, daß er nichts von irgendwelchen Unruhen an Bord des„ Minin" gehört habe. Dagegen wird selbst von amtlicher Seite die bislang noch gar nicht bekannte Tatsache plötzlich zugegeben, dat die Mannschaft de. Transportschiffes Prut" vor Odessa ebenfalls gemeutert habe. Auf dem zur Schwarzmeer- Flotte gehörigen Fahrzeuge wurden Kommandant und Offiziere nach bekannten Mustern gefangen gesetzt und der Fähnrich Nestertzeff, sowie der Bootsmann Kozlitine ermordet. Als der„ Prut" wieder in Sebastopol ankam, bereute die Mannschaft ihre Tat und erklärte sich bereit, den Dienst wieder auf. zunehmen. Von dem Panzer Pobjedonoszeff" sind 67 Meuterer ausgeliefert und in Odessa gefangen gesetzt. Die Irrfahrt des„ Knäs Potemkin". Das Meuterschiff„ Knäs Potemfin" setzt seine Abenteurerfahrten fort, die nachgerade in Küsten- und Seeraub auszuarten beginnen. Von Küstendsche ist das Schiff durch die rumänischen Behörden fortgewiesen. Allein es hat seinen Zweck insofern zum Teil erreicht, als die mit den Meuterern sympathisierende Bevölkerung ihnen Vorräte zugewendet hat. Andere Vorräte hat es sich durch Raub angeeignet. So ist auch ein an der Küste des Schwarzen Meeres belegenes deutsches Kolonistendorf von dem Meuterschiff heimgesucht. Unter Drohungen wurden die Bewohner gezwungen, der notleidenden Mannschaft Vorräte und Vieh auszuliefen. Es sind russische Torpedoboote ausgejandt, um deni Raubschiffe sein Handwerk zu legen und es in den Grund zu bohren. Nebenher geht eine andere Aftion, um der Nebolutionäre aus dem Zivilstande habhaft zu werden, die eine Zeitlang auf dem meuternden Panzer waren, sich aber in Sicherheit gebracht haben. Aus Odessa wird uns darüber berichtet: Der Torpedobootszerstörer Stremitelny" hielt auf hoher See in der Nähe von Odessa den englischen Dampfer ,, Granley" an und brachte ihn nach Odessa. Man argwohnt hier, daß das Schiff an der Meuterei auf dem ,, Knäs Potemkin" beteiligt sei. Man sagt, daß Mitglieder der revolutionären Partei, die sich auf dem Panzerschiff befanden, auf den„ Granleŋ" übergesetzt worden seien. Man sieht, im ganzen Zarenreiche herrscht Zerseßung, mohin man blickt. Es ist Zeit, daß die verheißenen Reformen ins Leben treten, soll nicht alles für den Zaren verloren sein. Der hat die Adelsmarschälle Trubeßkoi und Gudowitsch empfangen und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß ihm dieser Tage der Reform Entwurf Bulyging vorgelegt werde. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Während der sommerlichen Ferien beabsichtigen sine Anzahl Reichstagsabgeordnete einen Ausflug nach den deutschen Kolonien zu unternehmen. Besucht sollen Kamerun und Togo werden. Die Vorbereitungen werden von der Kolonialgesellschaft und der Wörmann- Reederei getroffen. Die Abfahrt von Hamburg erfolgt am 10. August, die Rückfchr ist am 30. September geplant. * Die Marokko- Angelegenheit geht ihrer Lösung entgegen. In Paris bewahrt man allerdings Zurückhaltung hinsichtlich der Punkte, über welche die deutsche und französische Regierung einig geworden sind. Man stellt fest, daß eine endgültige Verständigung äußerst wahrscheinlich ist, beschränkt sich aber doch auf die Erklärung, daß die Angaben der Blät ter unvollständig und verfrüht seien. Wie verlautet, begab sich der deutsche Botschafter Fürst Radolin Dienstag Na h- mittag zu Rouvier und überreichte ihm die Antwort der deutschen Regierung auf sein Memorandum. Es soll nur noch eine kleine formale Differenz bestehen. * Der Eintritt des Staats in das westfälische Kohlensyndikat steht bevor. Die Verhandlungen, die noch schweben, scheinen aussichtsvoll. Jedenfalls hat sich Herr Handelsminister Möller prinzipiell zum Eintritt bereit erklärt, der eine Vorbedingung für die Auflösung des Hibernia- SperrSyndikats sein soll. Man erinnert sich, daß gegen den staatlichen Versuch, die Mehrzahl der Hibernia- Aktien zu erwerben, sich ein Syndikat bildete, dessen Zweck sein sollte, die noch freien Hibernia- Aktien zu sperren, damit der Staat unter feinen Umständen die Mehrheit erwerben und die Herrschaft über die Hibernia- Bergwerksgesellschaft gewinnen fönne. Inzwischen haben sich die Gemüter beruhigt. Das Syndikat soll aufgelöst werden, wenn der Handelsminister einwilligt, dem westfälischen Kohlensyndikat beizutreten. Ueber die Beitrittsbedingungen wird noch verhandelt. Frankreich. ** Die letzten Artikel des Gesetzes über die Trennung von Staat und Kirche wurden festgesetzt und dann die Gejamt- Abstimmung über das Gesez vorgenommen. Bei dieser wurde die Vorlage im ganzen mit 341 gegen 233 Stimmen angenommen, so daß nunmehr die gesetzgeberische Aktion als abgeschlossen zu gelten hat. Niederlande. ** Im Haag ist die bereits erwartete Ministerkrisis zum Ausbruch gekommen. Das Ministerium Kuyper hat seine Entlassung eingereicht. An seine Stelle wird ein liberales Kabinett treten. Rufsland. ** Die eingeleiteten Friedensverhandlungen im enssischjapanischen Krieg scheinen sich dem befriedigenden Ziele zu nähern. Der Meinungsaustausch, der gegenwärtig durch den Präsidenten Roosevelt zwischen Rußland und Japan bezüg lich des Waffenstillstandes vermittelt wird, gestaltet sich nach Ansicht der dem Präsidenten nahestehenden Kreise mit der Aussicht auf Einstellung der Feindseligkeiten freundlicher als je. Präsident Roosevelt hofft und glaubt, das der Waffenstillstand vielleicht schon in wenigen Tagen zustande kommen wird. Zu den Friedensverhandlungen in Washington zur Prüfung der Spezialfragen sollen von sachverständigen Bersönlichkeiten u. a. entsandt werden: der Direktor der Schatzabteilung im Finanzministerium, Schipow, der russische Gesandte in Peking, Pokotilom, Professor Martens, der frühere russische Militärattachee in London, General Jermclow, und der frühere Marineattachee in Tokio, Fregatten fcpitän Rustin.- Der frühere Kriegsminister Sacharon ist in den Reichsrat berufen und an seiner Stelle General Rediger zum Kriegsminister ernannt worden. Heer und flotte. Festungsmanöver bei Thorn. Vom 15. bis 23. Septem ber d. J. findet eine große Festungskriegsübung unter der Leitung des Generalfommondos des 17. deutschen Armee. ied! mer.) korps auf dem Schießplate bei Thorn statt, der der Kaiser in den letzten Tagen anwohnen wird. Sie verspricht eine außerordentlich interessante zu werden, da bei ihr den Erfahrungen, die im Festungskriege bei Port Arthur gemacht wurden, Rechnung getragen werden wird. Es wird sich bei der Uebung auch um die Frage handeln, inwieweit eine Rückkehr zum Minenkrieg, der vor Port Arthur eine so große Rolle spielte, erforderlich erscheint. Auch hat man an den maßgebenden Stellen, infolge der Ereignisse vor jener Festung, die gesteigerte Wichtigkeit der Aufgabe, die fortan den Pionieren im Festungskriege zufällt, voll erkannt, und diese Erkenntnis wird bei der Uebung bei Thorn zum Ausdruck gelongen. Ein großer Artilleriekampf wird die Uebung einleiten, das Zusammenwirken von Artillerie und Infanterie soll besonders erprobt und große Sorge auf den Aufklärungs- und Sicherheitsdienst und das Nachrichtenwesen gelegt werden. Soziales Leben. Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. Da das Gesetz über die Verwendung der Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben bereits einige Zeit wirksam gewesen ist, werden in einem Runderlaß der Minister Berichte eingefordert, ob auf Grund der Ausführungsanweisung eine hinreichende Ueberwachung über die Ausführung des Gesetzes hat erfolgen können und welche Vorschläge etwa zur verbesserten Ausgestaltung der Ueberwachung zu machen sind. Schutz für Metallschleifer und Bleiarbeiter. Der Staatssekretär des Innern Posadowsky hat die Bundesregierungen um Erhebungen über die Zahl der Trocken- und der Naßschleifereien, über die Zahl der in ihnen beschäftigten männlichen, weiblichen und jugendlichen Schleifer und auch um Angaben über die Zahl der an Lungenleiden erkrankten Schleifer ersucht, soweit sich darüber aus der Statistik der Krankenkassen Auskunft geben läßt. Es handelt sich um allgemeine Vorschriften zum Schuße der in Frage kommenden Arbeiter. Cbenso soll durch die Gewerbe- Aufsichtsbeamten festgestellt werden, wieviel Bleierkrankungen der Arbeiter in Feilenhcuereien infolge der Benutzung von Unterlagen aus Blei und Bleilegierungen beim Hauen der Feilen sowie irfolge Anlassens und Härtens der Feilen in Bleibädern beobachtet worden sind. Unter Umständen sollen Blei und Bleilegierungen als Unterlagen ganz verboten werden. Nah und Form ist nicht in genügenden Mengen heranzuschaffen. Die Nach;- frage hat sich ganz plößlich ins Unermeßliche gesteigert, und die Produktion, so einfach sie ist, kann nicht damit Schritt halten. Mit berechnender Sparsamkeit müssen die Selterwasserfabrikanten ihren ständigen Kunden das Lieferungsquantum zumessen, um die neu sich meldenden Abnehmer nicht völlig zurückzuweisen. Sonst kam der Kutscher mit de: n kohlensauren Naß sofort auf telephonischen Anruf oder Postfartenbestellung jetzt ist die dringendste und wiederholte Mahnung vergeblich. Denn jeder neue Vorrat ist auf der Stelle wieder erschöpft. Die ältesten Ladenhüter von Mincralwassern, von„ Brunnen" mit den verschollensten Namen werden als Ersatz für Selterwasser angeboten und gern genommen. Die Kohlensäure, die im Bier dem echten Gambrinusverehrer verhaßt ist, gibt dem Wasser belebende Kraft auch für den Gaumen des normalen Kulturmenschen, der sonst grundsätzlich nur äußere Verwendung des Wassers für zulässig hält. Die Kargheit der zugeteilten Rationen wirkt überdies auf die Einbildung, die leicht für köstlich hält, was sich rar macht. † Wißmann- Denkmal in Ostafrika. Das geplante Denkmal für den Afrikaforscher Wißmann soll, der jetzt endgültig getroffenen Bestimmung zufolge, in Dar- es- Salaam errichtet werden. Ein soeben vom Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg unterzeichneter Aufruf der deutschen Koloniaigesellschaft schildert das geplante Denkmal, wie folgt: ,, Schlicht und einfach, wie der große Tote, und doch kernhart und fest soll es sein: ein Jelsblock, der auf eingelassener eherner Plaite die Züge des kühnen und treuen Mannes der Nachwelt erhält." Beiträge nimmt die Kolonialgesellschaft Berlin W. 9, Schellingstraße 4, entgegen. Ein brennender Bahndamm. Am Bahnhof Oberhauser: ercignete sich vor einiger Zeit ein Eisenbahn- Unfall. Die Trimmer der verunglückten Wagen wurden am Fuße der Böschung verbrannt. Dabei müssen die mit Kohlen durch;- setzten Schuttmassen des Bahndammes Feuer gefangen haben, das jetzt erst zutage getreten ist. Unter der ganzen Oberfläche glimmt es, und alle Gegenmaßregeln schlagen nicht an. Man hat schon die am Bahndamm stehenden Telegraphenstangen entfernen müssen. † Bei der Mahlzeit vom Vlik erschlagen. In Diesdorf im Elsaß saß dieser Tage ein Gastwirt mit seiner Familie beim Mittagessen, als ein schweres Gewitter heraufzog. Ein Blis strahl fuhr in die Gastwirtschaft und tötete die beiden Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren, die bei den Eltern zu Tische saßen, während die letzteren unversehrt blieben. So manche Brauerei sett jezt mehr Seltertwasser ab, als Vier und das Geschäft ist nicht schlecht aber der zehrende Durst läßt feinen Vorrat sich sammeln. Die Selterwassersnot ist groß! - Das Weißbier, aus dem vornehmen Westen seit Jahren verbannt, würde sich die erklusivsten Schantstätten wieder erobern, wenn es nur genug Weißbier gäbe. Auch das Weißbier ist knapp geworden, unzulänglich gegenüber der wachser:- den Forderung, noch knapper als das Selterwasser. Denn das Weißbier läßt sich nicht plößlich herstellen; es will gelagert sein, und eine Weißbierbrauerei, die auf Reputation hält, gibt um keinen Preis unreifes Produkt aus den Kellern. Es fehlt nicht viel, so bekommen wir eine Selterwasserteuerung, so daß nur die oberen Zehntausend sich noch den Lurus einer Flasche kohlensauren Wassers gönnen förnen. Wäre nicht die Furcht vor der Wandelbarkeit der Temperatur, es gäbe schon Syndikate für die Gründung von Selterwasserfabriken mit Prospekten, die den Mund wässern machen. Wer weiß, was noch geschehen mag. Die Verzweiflung des Durstes ist ein fräftiger Helfer für Illusionen, und wenn diese zu Wasser werden, so wird es trotzdem keine Web. flagen geben, denn dann ist auch der Durst vergangen. † Todesfälle bei der Landwehrübung. Auf dem Truppenübungsplatz Gruppe bei Graudenz findet zurzeit eine Landwehrübung statt. Infolge der Anstrengungen bei der heißen Temperatur erkrankten dieser Tage gleich nach der Rückkehr bom Ererzieren zwei Landwehrleute und starben, der eine an Herz-, der andere an Gehirnschlag. † Mord aus Eifersucht. In Mindowitz in Böhmen schnitt bor kurzem ein Arbeiter seiner Braut mit einem Rasiermesser die Kehle durch, da er an ihrer Treue zweifelte. Er brachte sich sodann mit demselben Messer schwere Verlegungen bei.-- Ein ähnlicher Fall ereignete sich zu gleicher Zeit in der Nähe von Jägerndorf. Dort lockte ein Zimmermann eine Kei nerin, auf die er ein Auge geworfen hatte und die von ihm nichts wissen wollte, in ein in der Nähe gelegenes Wäldchen und brachte ihr mit einem Messer tödliche Wunden bei. Der Mörder ertränkte sich in einem Wasserloch. † Furchtbare Ueberschwemmung. Eine entsetzliche Katastrophe wird aus Meriko gemeldet. Ein heftiges Unwetter, das vor einiger Zeit über die Bergwerksstadt Guanajuate nicderging, verursachte dort eine Ueberschwemmung, der eing große Anzahl von Menschenleben zum Opfer fielen. Man spricht von Tausenden Verunglückter. Waffersnot in Berlin. Hus dem Gerichtssaal. § Lebenslängliches Zuchthaus. Der Mörder Karl Tschirner, der wegen Tötung und Beraubung der Witwe Sinnig in Berlin vor Gericht stand, wurde wegen Diebstahls im Rückfalle zu drei Jahren Zuchthaus und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht, wegen des Totschlags zu lebenslänglichem Zuchthaus und Ehrverlust auf Lebensdauer verurteilt. Die Geschworenen hatten nach 1½stündiger Beratung die Schuldfrage auf Mord verneint und den Angeklagten schuldig des schweren Einbruchsdiebstahls und des vorsätzlichen Totschlags nach§ 214 befunden. Auf die Frage des Vorsitzenden an Tschirner, ob er sich bei dem Urteil beruhige, erklärte der Angeklagte, daß er nicht wisse, was er zu dem Urteil sagen solle, er sei unschuldig. ( Eig. Bericht.) Berlin, den 5. Juli. ,, Und die Sonne versendet glühenden Brand!" Seit Tagen und Tagen verharrt die Quecksilbersäule im Thermometer auf unwahrscheinlicher Höhe, und die Nacht bringt kaum merkliche Kühlung. Kein Wölfchen am Himmel, der nicht blau, sondern fahl ist. Der Dunst, der von der Millionenstadt aufsteigt, kann sich nicht zur Regendichtigkeit sammeln, denn der Wind vertreibt ihn, ehe er zu Tropfen geworden. Aber der Wind selbst hat nichts erfrischendes, meil er vom Westen kommt und die Glut nur mit anderer Glut vertreibt. Zu der Wassersnot von oben kommt noch eine zweite, und beide bestehen im Mangel an Wasser. Der Regen fehlt der durstenden Erde und der durstenden Menschheit fehlt das belebende Getränk. Das Bier tut's nicht mehr, man will es nicht haben, weil es das Hizegefühl nur erhöht und auch nic)! vorübergehend Labung gewährt und den Schein der Erquickung. Es kommt vom Eis und ist doch schal und abschmäckig, und wer es hinabstürzt, der empfindet ermattende Qual nur in einer wechselnden Gestalt. Das Sel. terwasser aber, das zu unerwarteten Ehren gekommen. zu einem Lieblingsgetränk nicht bloß für Kinder geworden, § Schwindel- Ausstellungen. Durch eine Entscheidung des Landgerichts in Düsseldorf, die durch ein Erkenntnis des Reichsgerichts bestätigt worden ist, sind die Unternehmer einer in Düsseldorf im Zusammenhange mit der Gewerbeund Industrieausstellung von 1902 veranstalteten Schwindelausstellung wegen Betrugs verurteilt worden. Der preuBische Minister für Handel und Gewerbe hat Veranlassung genommen, darauf hinzuweisen, daß in geeigneten Fällen bei Veranstaltung wilder Ausstellungen auf Einleitung des Strafverfahrens wegen Betruges hinzuwirken ist. Raucher hinauszubefördern. Allein dieser kam ihm zuvor. Mit der ganzen Nachlässigkeit, über die er verfügte, apofto phierte er den Schaffner wie folgt:„ Sehen Sie sich doch die Fahrkarte jenes Herren an, sie ist für die dritte Klasse." Es war wirklich so, und der Engländer mußte hinaus. Einer der Mitreisenden fragte den Amerikaner, ob er etwa Gedankenleser sei, oder wie er sonst von dem Betrug des Engländers wisse. Ganz einfach," entgegnete der smarte Yankee, sie stak aus seiner Westentasche heraus und hatte dieselbe Farbe wie meine Karte." - Rinkler- femble, mie zu hören befommit Nummern bes Progra andert. Sie luben Sinne bes Wortes u Beifall. Die humor um die reinen Lada als Eanger Han allen Lagen angene Ebenso find bind suhammer neang bes C daß fie Buhörer Der Babes Ronze Die Lahu ter Militär fchwimman 4. Komp. Der Unte = Teures Silbergeschirr. In London kam dieser Tage ein Bosten alter englischer Silbergeräte zum Verkauf, die ihres historischen Wertes halber zum Teil ganz erorbitante Preise erzielten. So wurden für ein Paar Fläschchen für Rosenwasser, wie sie die Damen aus der Zeit der Königin Elisabeth benutzten, und die mit dem Stempel der Londoner Goldschmiedeinnung von 1597 versehen waren, 70 000 Mark bezahlt. Zwei Steingutfläschchen mit Silberbeschlag aus derselben Zeit erzielten 7000 imd 10 000 Mart, ein Becher aus den Tagen König Jacob II. 24 000 Mark, zwei Terrinen aus dem Jahre 1800, die Nelson von Lloyds erhalten hatte, 4865 Mark. § Tief gesunken. Wegen Betruges und Unterschlagung war der frühere Schatullensekretär der Kaiserin Rudolf Reichardt aus Charlottenburg angeklagt. Der 49jährige Angeschuldigte stand früher in Hofdiensten, er war längere Zeit Schatullensekretär der Kaiserin. Nach seiner Pensionierung beteiligte Reichardt sich an verschiedenen gewagten Spekulationen und verlor sein Vermögen. Um sich aus seinen mißlichen pekuniären Verhältnissen herauszuhelfen, verübte er mehrere Kreditschwindeleien, für die er bereits früher zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde. Später famen weitere Schwindeleien ans Licht, für die er jetzt zwei Monate Zusatzstrafe erhielt. - Seeräuber im hohen Norden. An der Küste von Kamschatka erschien vor einer kleinen Niederlassung vor einiger Zeit ein Schooner. Die Bewohner der weltverlassenen Kolonie nahmen die Bemannung mit Freuden auf. Zu ihrem Schrecken mußten sie wahrnehmen, daß es Piraten waren, denen sie Gastfreundschaft gewährten. Die ganze Kolonie wurde niedergebrannt und alle Bewohner ermordet. Seeräuber hatten alles mitgenommen, das auch nur den geringsten Wert hatte. Die = Drahtlose Telegraphenverbindung durch Südamerika. Eine gewaltige Telegraphenverbindung wird zurzeit in Südamerika geplant. Die Hindernisse, die in Peru durch die Urwälder dem Verkehr bereitet, sollen durch die drahtlose Telegraphie überwunden werden. Auf diese Weise soll es gelingen, die Hauptstadt Lima mit dem Hauptflußhafen Squitos am Amazonenstrom zu verbinden. Es handelt sich zunächst um einen Raum von 1000 Kilometern, für die drei Stationen geplant sind. Später soll dann die Verbindung bis nach Para ant Atlantischen Ozean ausgedehnt werden, so daß sie von dort nach dem Stillen Ozean reichen würde. Ein künstliches Angenlid. In Paris war einem Manne bei einem Unfalle das Gesicht derartig verfohlt, daß kein Stückchen gesunde Hant dort noch geblieben war. Doktor Lagi ange cus Bordeaux gelang es fürzlich, eine Hautaufpfropfung an dem Manne vorzunehmen, wie sie nur selten vorkommt. Er entnahm die Haut dem linken Arm des Patienten, der durch einen Apparat zehn Tage lang mit der Schläfe verbunden wurde. Nach Verlauf der Zeit hatte sich das Hautstück als Augenlid dem Organismus eingefügt. § Noch ein Diesseits- Prozeß. Die Staatsanwaltschaft 311 Detmold hat gegen die bückeburgisch gesinnte Detmolder ,, Lipp. Tgsztg." ein Strafverfahren wegen Beleidigung der Bestbeamten eingeleitet. Die Beleidigung wird erblickt in dem öffentlich erhobenen Zweifel, ob vor Veröffentlichung der bekannten, Aufsehen erregenden Kaiserdepeschen an den Grafregenten das telegraphische Amtsgeheimnis gewahrt worden sei. Der durch die Wiederaufrollung der Kaiserdepeschenangelegenheit alle politischen Kreise von Lippe erregende Prozeß hat bereits in Detmold begonnen. Kunft und Wiffenfchaft. GN. Die drahtlose Telegraphie auf Leuchtschiffen. Die englische Regierung hat mit der Marconi- Gesellschaft einen Vertrag geschlossen zur Ausrüstung sämtlicher Leuchtschiffe an den englischen Küsten mit drahtloser Telegraphie nach dem System Marconi. Die Leuchtschiffe sollen dadurch instand gesetzt werden, den gewöhnlichen Dienst untereinander und mit der Küste in Beziehung zu treten und namentlich; auch Schiffsunfälle zu melden. - Vermischtes - Deni ** begeben und wurde b plöglich unter und fam dem die Lahn fofort a geftern Abend mit geb gelang bie Bandung wärtiger Eaglergefelle -Ein anderer t borgen Remel Dort ertran Lohr des Gartners Borel Berka von dem früheren 2 Busbaben für 187 000 ** Die Kra Rrachenburg, die folang gelegt. Das Auge gem aus dem einige der Jahr aufragen. ** Man freib einer Fran ließ die Die Frau des Bahw bei der neuen Raferne ben Nachmittage 5 Uhr forte. Un sillführlich d gewahrte zu ihrem mitten auf dem Schie tur noch 400 m weit, fernt war. Den erften die Frau auf den Bahn Beleife herunter- eine mit voller Kraft über d So hod gelegen. den Mut der Retterin pir aber auch die Aleinen nicht unbeauffi die Frau Bl. nicht zufä wäre von den Rädern A Das Hohero lubs fand am Sonntag Soberobetopf im fat Rad und Leiterwagen, Feftteilnehmer aus ganz berg, Grünberg, Lauterb jowie aus Gelnhausen, asdienen. Bald entw Gefang ein reges Tre hatte man eine fine F Odenwald, Launus un ** Photograp Bildesheim hat nämlic gefunden. ang Redh titelame Deutschland! Teure Postverbindung. In dem unmirtlichen und noch wenig erschlossenen amerikanischen Staate Alaska ist die Postverbindung zwischen den 413 Meilen voneinander entfernt liegenden Ortschaften Valdez und Eagle einem Manne namens Oskar Fish in Valdez übertragen, der für einen zweimaligen Botengang im Monat von der Unions- Regierung in Washington die Summe von 147 000 Mark jähr lich erhält. Dasir hat er eine Post zu befördern, deren Höchstgewicht nur 300 Pfund betragen darf. Das hohe Ge halt erklärt sich durch die Mühseligkeiten und Gefahren des Betriebes. Die Verbindung kann nur durch Hundeschlitten besorgt werden, und der Postbote hält sich fast stets in ein samen und lebensgefährlichen Schneefeldern auf. Fish ist schon in Abgründe gefallen, von Lawinen verschüttet, halb erfroren, fast verhungert, hat aber noch sein Ziel, wenn auch oftmals mit Verspätung, erreicht. Er hat Geschmad an dem Abenteurer- Leben gefunden und will seine lohnenden Reisen fortsetzen, solange seine Kräfte ausreichen. Ein vielseitiger Mann. Durch eine deutsche Zeitung in Argentinien suchte kürzlich ein Landsmann Stellung, der im Hauptberuf sich mit dem Melken des Rindviehs beschäftigt, daneben aber sogar eine Lehrtätigkeit zu entfalten verspricht. Das Inserat lautete:„ Ein tüchtiger Melker sucht Stellung. Derselbe ist musikalisch und befähigt, den ersten Klavierunterricht zu erteilen. Offerten erbeten usw." Echt amerikanisch. Einen köstlichen Beweis von der Eigentümlichkeit, die der Amerikaner mit dem Ausdruck ..smart" bezeichnet, lieferte vor furzem ein Yankee in einem Zuge der Newyorker Stadtbahn. Er zündete sich in einem Abteil erster Klasse für Nichtraucher ganz ungeniert eine Zigarette an. Ein gegenübersiẞender Engländer verbat sich energisch das Rauchen, ohne damit auf den Amerikaner den geringsten Eindruck zu machen. An der nächsten Station rief der tiefgekränkte Enaländer den Schaffner. um den Eine Luftschiffahrt mit Stationen. In Frankreich hat der Ruftschiffer Lebaudy dieser Tage ein Experiment ausJeführt, das der Aeronautik neue Aussichten eröffnet. Er hatte sich erboten, eine Luftreise in einer bestimmten Route zu unternehmen und dabei die ihm vorgeschriebenen Kontrollstationen anzulaufen. Das französische Kriegsministe rium hatte das Anerbieten angenommen. Der Luftschiffer stieg in Moisson auf und erreichte die erste Station Maur in 2½ Stunden, wo die Landung glatt vollzogen wurde. Lokales. 4. Juli 1905. Bei der s Lotterie.( Privattelegramm.) heutigen Ziehung der 6. Hessisch- Thüringischen Staalslotterie wurden folgende Gewinne gezogen eine Prämie bon 75 000 Mt. auf Nr. 75 963, welche zuletzt mit 400 Mart gezogen wurde, der Gewinn von 25000 f. auf Nr. 72723 und 5000 auf Nr. 688. PA. Feuerwehr Jubiläum in Gießen. Die An meldungen der Feuerwehrleute von nah und fern zu dem Feste mehren sich täglich; es unterliegt feinem 8weifel, daß trog der derzeitigen vielen Festlichkeiten eine stattliche Anzahl Wehrleute sich zu ihren Kameraden nach Gießen begeben werden. Mit der Eisenbahn- Verwaltung sind Extrazüge vereinbart worden. Der Empfangs- und Wohnungs- Ausschuß ist zur Zeit ganz besonders mit der Erledigung der ihm zu stehenden Vorarbeiten beschäftigt, wozu man ihm den besten Erfolg wünschen muß. Ueberhaupt treten nun alle Fest- Aus schüsse zu intensiverer Erledigung heran. Die Wirtschafter find an bewährte Männer vergeben, die Getränke haben eine Borprobe gefunden und deren Lieferung ist darauf Gießener Firmen übertragen worden. Die Installation des elektrischet Licht und der Quellwasserleitung nach dem Festplaß ist zu Beit im Gange. Die Feuerwehrübungen erregen das größt Interesse. Die einzelnen Vereine stehen in Beratung, auf welche Weise sie den beiden Wehren ihre Sympathie bezeuger sollen, die Gesangvereine üben unausgefeßt ihre Gesamtchöre mit vollbesetter Stimmenzahl und die Turner der Gießener Turnerschaft stehen nicht minder mit ihren Leistungen zur Verherrlichung des Festes in wackerer Arbeit. Mit Lut und Liebe geht man überall heran, um den Freunden in der Not einen Gegendienst zu erweisen. * ** Das Schuhsche Künstler- Quartett wird am 11. Juli in Steins Garten einen Lieder- Abend abhalten. Ueber die Leistungen des Quartetts liegen uns sehr günstige Urteile vor. So wird aus Herborn geschrieben: Ausgezeichnet, ausgezeichnet!" Das war das beredte Signum des Konzertabends des Schuhschen Quartetts. En - ?? Grünberg, 4.9 rate figang teilte B Regierung die beschloffer walde gutgeheißen habe den verwendet werd fabrichen Geländes wenden. ? Gränberg, 4. Heiern Donnerstag, den Frau Ia. Doppelfalie Fabrikat L. Rang 1.Sorte Mart " " Ⅲ " " pro 1000 Stild ab S im Baggon billi empfiehlt H.Schaumb Marburgerite Gießer Zwiebell jeben Dienstag, und Samstag bon Bäder Scho Gießen, Walltorit Es m ihm zubor. fügte, apofto ie sich doch die te Klasse." Es imaus. Einer er etiva Geetrug des Eng te der smarte mus und hatte 1 diefer Lage Verkauf, die 3 exorbitante Fläschchen für der Königin der Londoner 70 000 Mark erbeichlag aus art, ein Becher art, zwei Ter loyds erhalten ste von Kam vor einiger Classenen KoF. Zu ihrem raten waren, anze Kolonie nordet. Die uch nur den Südamerika. rzeit in Süderu durch die die drahtlose Weise foll es Sauptflughafen Es handelt sich rn, für die drei Die Verbindung edehnt werden, reichen würde. einem Manne ohlt, daß kein n war. Dem - fürzlich, eine en, wie sie nur inken Arm des Tage lang mit der Zeit hatte Smus eingefügt. tlichen und noch Alaska ist die oneinander ent e einem Manne der für einen Unions- Regie000 Mark jähr Defördern, deren Das hohe Ge ch Hundeschlitten fast stets in ein n auf ih i verschüttet, halb jein Ziel, wenn Er hat Geschmad Il seine lohnenden sreichen. En Frankreich hat Experiment ausn eröffnet. Er stimmten Stoute chriebenen KonKriegsministe Der Luftschiffer Station Maur zogen wurde. 4. Juli 1905. mm.) Bei der Sen Staalslotterie Prämie bon mit 400 Mart auf Nr. 72723 jen. Die Anfern zu dem 8weifel, daß attliche Unzahi Bießen begeben ind Extrazüge ungs- Ausschuß g der ihm zu m ben beften alle Feft- AusWirtschaften nte haben eine Darauf Gießener ndes elettrifchen Feftplay ift zur Tegen bas größte Beratung, auf pathie bezeugen re Gesamthöre r der Gießener Leiftungen zur beit. Mit Luft in Freunden in artett wird am bend abhalten. egen uns febr orn geschrieben: r das beredte Duartetts. Ein " Künstler- Ensemble, wie man es selten findet und noch seltener zu hören bekommt. Von den zu Gehör gebrachten 11 Nummern des Programms war immer eine schöner wie die andere. Sie luden uns zur Andacht ein", im vollkommenen Sinne des Wortes und bei jedem Vortrage steigerte sich der Beifall. Die humoristischen Genres entfesselten dann wiederum die reinen Lachsalven. Herr Schuh verfügt über ein in allen Lagen angenehm und vollkommen rein flingendes Organ. Ebenso sind die anderen drei Herren mit gutem Gewissen als Sänger ersten Ranges zu bezeichnen. Die Stimmen zusammenstellung des Quartetts überhaupt ist eine derartige, daß fie den Zuhörer schon beim ersten Vortrage fesselt. Der Besuch des Konzert war ein guter. *** Die Lahu raft! Gestern Mittaa ertrant in der Militärschwimmanstalt Gießen ein Unteroffizier von der 4. Komp. Der Unteroffizier hatte sich erhißt ins Wasser begeben und wurde dort vom Schlage gerührt. Er tauchte plöglich unter und kam nicht wieder an die Oberfläche Troßz, dem die Lahn sofort abgesucht wurde, konnte die Leiche bis gestern Abend nicht geborgen werden und erst heute Morgen gelang die Landung. Am Montag verunglückte ein auswärtiger Spenglergeselle in der Lahn. Die Leiche wurde geEin anderer tranriger Fall wird uns aus Lollar borgen.- gemeldet. Dort ertrant gestern Nachmittag die 11jährige Tochter des Gärtners Müller beim Baden. - *** Hotel Verkauf. Das Hotel Vittoria in Gießen ist von dem früheren Besitzer des Hotels Schweinsberg in Wiesbaden für 187 000 t. erworben worden. ** Die„ Krachenburg" in in Schutt. Die Krachenburg, die solange unsere Stadt geziert, ist jest niedergelegt. Das Auge gewahrt nur noch einen Schutthaufen, aus dem einige der Jahrhunderte alten Balken vereinzelt noch aufragen. ** Man schreibt uns: Die Geiftesgegenwart einer Frau ließ diese vorige Woche zur Retterin werden. Die Frau des Bahwärters Pl. wendete am Waldesrande bei der neuen Kaserne unweit des Bahnförpers Heu, als sie den Nachmittags 5 Uhr- Zug von Großen- Buseck herannahen hörte. Un sillführlich warf sie einen Blick auf die Strecke und gewahrte zu ihrem Entseßen, daß ein 3jähriger Knabe mitten auf dem Schienenstrang lag, während der Zug nur noch 400 m weit, die Waldecke umfahrend, davon entfernt war. Den ersten Schrecken sofort überwindend, eilte die Frau auf den Bahndamm und iß das Kind von dem Geleise herunter einen Augenblick später brauste der Zug mit voller Kraft über die Stelle hin, wo das kleine Wesen gelegen. So hoch wir die Geistesgegenwart und den Mut der Retterin anerkennen, so dringend richten wir aber auch an die weitesten Kreise die Mahnung, ihre Kleinen nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Hätte die Arbeit die Frau Pl. nicht zufällig an die Stelle geführt, das Kind wäre von den Rädern schrecklich zermalmt worden. A Das Hoherodskopffeft des Vogelsberger Höhenflubs fand am Sonntag auf dem 768 m hohen Gipfel des Hoherodskopf im schattigen Buchenwald statt. Zu Fuß, Rad und Leiterwagen, ja sogar per Automobil waren Festteilnehmer aus ganz Oberhessen, Gießen, Nidda, Friedberg, Grünberg, Lauterbach, Salzschlirf, Fulda, Büdingen, sowie aus Gelnhausen, Frankfurt, Hanau u. a. Orten ererschienen. Bald entwickelte sich bei Tanz, Konzert und Gesang ein reges Treiben. Bei dem herrlichen Wetter hatte man eine schöne Fernsicht bis zur Rhön, dem Spessart, Odenwald, Taunus und ins Maintal. *** Photographenmeister gibt es jest auch, in Hildesheim hat nämlich fürzlich die erste Prüfung stattgefunden. sanz Recht so: immer mehr Titel in das titelarme Deutschland! ?? Grünberg, 4. Juli. In der letzten Gemeinderate fihang teilte Bürgermeister Zimmer mit, daß die Regierung die beschlossene Mehrfällung von Holz im Stadtwalde gutgeheißen habe. Der Ertrag soll zu Kanalisationszwecken verwendet werden. Ferner ist gegen die Aufnahme städtischen Geländes in den Waldverband nichts einzuwenden. ?? Grünberg, 4. Juli. Ihre Silberne Hochzeit feiern Donnerstag, den 6. Juli Forstmeister Schober und Frau. Ia. Doppelfalzziegel Fabrikat I. Ranges. Mark 90.I. Sorte II. " III. " 80. " 55. " pro 1000 Stück ab Lager, im Waggon billiger, empfiehlt H.Schaumberger Marburgerstraße 22. Gießen. Zwiebelkuchen jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag von 129 Uhr ab. Bäder Schomber, Gießen, Walltorstraße 51. Alle Sorten Gemüse stets frisch, sowie gute Speisekartoffel billigst zu haben bei Frau Hammel F Reiskirchen, 4. Juli. Biwak. In der Nacht zum Dienstag biwatierte das 116. Inf. Reg., Kaiser Wilhelm II., bei Reiskirchen, nachdem am Montag Abend abgefocht worden war. -n Norded. Bei der am Montag erfolgten Vergebung der Erdarbeiten und Rohrlegung für unsere Wasserleitung wurde dem Unternehmer Klebusch aus Leun bei Wezlar der Zuschlag erteilt. Die Betonarbeiten bekam Baumhold in Kassel. Diese Tiefbauarbeiten sollen so schnell ausgeführt werden, daß zur Zeit der Ernte die Straßen schon wieder passierbar sind. ? Schlierbach, 4. Juli. Sonntag beging der hiesige Kriegerverein seine Fahnenweihe. Marburg, 4. Juli. Eine Spiritus- Explosion im Operationszimmer ereignete sich in der UniversitätsFrauenklinik. Ein Arzt und eine Wärterin trugen schwere Verlegungen davon. Herborn, 4. Juli. Das Ganschützenfest, von bestem Wetter begünstigt, hat unserem Orte zahlreiche Schüßen zugeführt. A Friedberg, 3. Juli. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich dieser Tage in Altenstadt. Der Unfitte, Petroleum ins Feuer zu gießen, fiel ein blühendes Menschenleben zum Opfer, drei weitere Personen, die zu Hilfe eilten, erlitten Brandwunden. Die Täterin, ein 6jähriges Mädchen, erlag nach einigen Stunden den schrecklichen Brandwunden. Auch ein Bett, in dem eine Wöchnerin lag, geriet in Brand; zum Glück konnte das Feuer rasch erstickt werden. Alsfeld, 4. Juli. Die Kreiskasse erhebt von den Gemeinden des Kreases im Rechnungsjahr 1905 104 000 t. Kreisumlagen. Davon entfallen auf Misfeld 21 922 Mt., Groß- Felda 2816 Mt., Homberg a. 3. D. 3 847 Mt., Romrod 2 175 Mt. und Kirtorf 2170 Mt. * " Darmstadt, 4. Juli. Die Darmstädter Beitung" hat mit 1. Juli einen Redaktionswechsel erfahren, es zeichnet jeßt für den verantwortlichen Teil J. Dintela. Gleichzeitig ist auch in typographischer Beziehung der Titel einer Abänderung unterzogen worden. Die bisherigen gothischen Schriftzeichen des Titels haben einer neueren Schrift im Darmstädter Jugendstil weichen müssen. Mordes bei Rüdesheim ist noch immer nicht gelichtet und § Rüdesheim, 4. Juli. Das Geheimnis des fast täglich laufen Meldungen von erneuten Verhaftungen ein. Die letzte tommt aus Koblenz und weiß zu melden, daß dort am Sonntag Abend ein gewisser Enders aus Wettlingen, Kreis Bittburg, festgenommen wurde, der verdächtig der Beteiligung an dem Rüdesheimer Morde ist. In einem Rucksack, den E. bei sich trug wurde eine Manchesterhose gefunden, welche der von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft veröffentlichten Beschreibung genau entspricht. Auch fanden sich Blutspuren an seiner Wefte. Ein Fund, der unter den gegebenen Umständen größte Beachtung verdient ist von dem Besizer des an die Mordstelle angrenzenden Hermannischen Weinberg gemacht worden. Derselbe fand ein feststehendes, start abgeschliffenes, dolchartiges Resser mit Tasche an der Hosennaht getragen werden. Das Messer war weißem Hirschhorngriff, wie sie in Bayern in besonderer vom Weinlaubgang bedeckt und ist deshalb bei dem Absuchen des Tatortes und seiner Umgebung nicht entdeckt worden. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - Gießen, den 4. Juli 1905. Der Dienstknecht Kaspar Knöß von Queckborn hatte sich wegen Betrugs im Rückfall zu verantworten. Er ist ein häufig vorbestrafter Mensch, der in einem Zeitraum von 14 Jahren nicht weniger als 12 Jahre Zuchthaus verbüßt hat. Er hat im Monat Februar den Wirt Dörr zu Appenrod um 4 Mt. g prellt, dessen Ehefrau später um 3 Mt., den Schuhwarenhändler Lamm zu Ober- Gleen um 13,50 Rt. und den Landwirt Heinrich Liehr zu Kirtorf um 20 Mt. gebracht. Er wußte die Leute so für sich einzunehmen, daß sie an seine Ehrlichkeit nicht zweifelten. Das Gericht verurteilte ihn unter Einbeziehung einer früher erkannten Strafe zu 7 Jahren Zuchthaus, 600 Mt Geldstrafe und sprach ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre ab. Stottern heilt schnell u. gründli d. d. S. M. Kaiser Wilhelm I. ausgezeichnete C. Denhardt'sche Anstalt Stuttgart. Prospekt mit amtl. Zeugnissen gratis. Bildhauer Gießen, Gr. Mühlgasse 6-8. für Grabsteinarbeit sofort Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. dauernd gesucht. für Franz Hebel, Gießen, Grünbergerstr. 7. Feinste Bruder Lüderjan.*) Geh ich mit dem festen Schlusse, Wild zu streben ins Kolleg, Kreuzt die süße, blonde Grete Sanz durch Zufall meinen Weg. Ach! die süße, blonde Grete! Nun ade, ade Kolleg! Geh ich heim auf meine Bude, Möchte furchtbar fleißig sein, Biegt die böse, schwarze Trude Grad in meine Straße ein. Ach! die böse, schwarze Trude! Und die Arbeit laß ich sein! Hab ich mich dann heimgerettet Und vertief mich in ein Buch, Kommt die rotgelockte Hanne Ungeladen zum Besuch. Ach! sie all, die Blonden, Schwarzen, Rotgelockten find mein Fluch! Edgar Ruediger. *) Soeben erschien im Verlag von Strecker& Schröder in Stuttgart das Dichterbuch Deutscher Studenten zum Preise von 2 Mt. 180 Einsender steuerten 2000 Gedichte bei; davon wurden 54 mit 129 Proben vereinigt * Neueste Nachrichten. Der Revolutionsherd Odessa. London, 4. Juli. Das Reuter- Bureau meldet: Die Arbeit im Hafen wurde wieder aufgenommen. * Paris, 4. Juli.( Ag. Havas.) Aus Odessa wird gemeldet: Die Bewegung in den südlichen Gouvernements ist rein agrarischen Charakters und steht in feinerlei Zusammenhang mit den Forderungen der Arbeiter von Odessa und Nikolajew. In beiden Städten scheint( scheint ist ein sehr guter Ausdruck. D. N.) die Regierung die Lage zu beherrschen. Warttbertate. K Frankfurt, M. a.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 2.90-3.40 Mt., Stroh 2.70-3.50 Mt. Alles per 50 Seilo. Biegener laubwirtschaftlicher Wetterdienk. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Donnerstag, den 6. Juli. Vorübergehend wolkig, einige wärmere Gewitter, Temperatur wenig Beränderung. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inser atenteil Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. Ia. glasierte Steinzeugröhren aller Dimensionen nebst allen Facens. Hef- u. Straßenlinkkaften, Kaminauffäße etc. etc.- Aus hartgebrannter, glasierter Tonmasse: Viehkrippen und Schweinetröge. Königlich Preussische Staats- Medallle Way Seidenstoffe schwarze weisse farbige in unvergleichlich reicher Auswahl. Jmmer die neuesten und schönsten. Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs- Medaillen, 6 Hoflieferanten Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Mech. Seidenstoff- Weberei Michels& C. 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Verspätet angemeldete und in Folge dessen außerhalb des Bauplans mit einem Mehraufwand ( z. B. durch besondere Entsendung einer Baufolonne pp.( herzustellende Anschlüsse werden in dem nächsten BauHierdurch teile ich meiner werten Kundschaft mit, daß ich meine abschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller Wohnung nach Weserstraße 5 verlegt habe und bringe einem verehrten Publikum von Gießen und Umgegend mein Geschäft in freundliche Erinnerung. Joh. Lapp, Dachdeckermeister. Unterzeichneter empfiehlt seine garantiert reinen, unverfälschten Weine nur eigenes Wachstum und sichert streng reelle Bed'enung 3. 70 " " " Weißweine, pro Liter 50 Pfg. aufwärts Rotweine Zahlreiche Anerkennungen und Nachbestellungen bestätigen die gute. preiswürdige Qualität und liegen Originale hiervon zu jedermanns Einsicht offen. Probefässchen von ca. 25 bis 30 Liter unter Nachnahme. WeingutsLudwig Mathes, besitzer. Flonheim( Rheinhessen). 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N. F. NAUMANNIA- SEIFE. mit dem Beste Seifenah undforn! 1) Die Lieferung von etwa 20 Snabenanzügen ( Joppe und Hose) aus Lodenstoff oder Lörracher Tuch. 2) 60-80 m Stoff zu Winterkleidern für Mädchen. 3) 70-80 m Baumwollflane!! für Hemden. 4) 50-60 m wollene Lama für Unterröcke. 5) Die Anfertigung der Mädchenkleider, Knaben und Mädchenhemden und Unterröde. Angebote sind einzureichen bis spätestens 1. Aug. ds. Js., nachmittags 6 Uhr beim städtischen Armenamt, Neuen Bäue 25, Zimmer No. 2. Gießen, den 1. Juli 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen Curschmann. Bekanntmachung, Die Lieferung des zu rund 4200 Zentner veranschlagten Bedarfs an Nußkohlen zweiter Größe für die städtischen Anstalten für das Rechnungsjahr 1905 ift zu vergeben. Die Bedingungen liegen auf dem Sekretariat der Bürgermeisteret 3immer Nr. 15 zur Einsicht offen. Angebote find - bis zum 15. Juli. vormittags 11 Uhr mit der Aufschrift" Angebot auf Kohlenlieferung" bet uns einzureichen. Gießen, den 28. Juni 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Verdingung. Die Pflaster und Chauffierarbeiten für den Ausbau der Roonstraße zwischen Moltkestraße und Großer Steinweg sollen Dienstag, den 11. Juli d. J., vormittage 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienstunden bei uns zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum borgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Buschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 3. Jult 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Kirschen- Versteigerung. Donnerstag, den 6. d. M.. von nachmittage 3 Uhr an, sollen die der Gemeinde Lanter zustehende Kirschen Nr. 154 Ober and Berla ( 1. Bortfebung.) Der junge M in nach und na naturliche, etwas sea Bantoffeln fla legende Buch auf Es war ein Befchlagene Blatt und deren einzeln fauberer, ausführli Die Bruft des etivas bauen fon Streben, Neues e geftalten," er fu lautem Schall auf Aus dem Nebe erfchollen: Guftad wahrhaftig, er fchm er fich anzieht," u Schwelle, im hellgr bemüht war, die le es nicht, wirft er el zu, - mun zieh did den helljeidenen den Zylinder auf, i fie liegt auf deinem Guftab ftand au dankend zurück„ ich Eine Viertelstun das, neben der gu blid nach der Straf dem Spiegel im fch soeben die Schleife festen Sinn zujamm Hier im Bohnzi Eleganz des Staats an Oct und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist gewiß noch von der auf dem Schlegel. Lauter, am 3. Juli 190 5. 47024 173 329 31 44 96 409 16 58 71 627 76 79 701 20 89 834 41 50 80 81 904 21 57 48097 148 54 82 215 48 390 554 91 717 76 945 50 94 49023 30 58 113 17 43 217 45 53 89 323 88 406 511 35 68 644[ 150] 81 702 63 815 34[ 200] 52 925 50006 115 209 61 83 547 80 83 96 605 22 720 37 826 60 68 81 907 79[ 150] 87 51009[ 150] 92 106 11 27 39 46 79 267 71 479 579 757 96 806 924 45 52049 251 63 309 454 97 560 612 21 93 705 37 898 997 53028 67 71 86 120 30 48 64 65 274 82 327 37 77 415 31 503 66 71 636 82 799 832 64 930 46 87 54055[ 150] 92 122 93 208 78 341 46 83 435 517 603 56 60 738 98 826 55 79 902 50 55017 54 70 76 161 91 291 337 60 71 80 99 423 522 607 69 99 789 818 52 81 92 912 85 56021 158[ 150] 72 215 20 39 379 427 85 88 505 51 93 612 50 728 40[ 150] 53 61 851[ 150] 56 87 941 63 96 57027 57 97 111 273 420 691 1150] 838 51 910 19 51 58010 24 51 236 71 439 72 96 596 642 721 814 906 11[ 200] 39 56 79 59036 45 161 88 246 313 27 84 85 406 26 51 83 577 603 16 36 74 812 37 94 987 60208 523 618 78 711 58 90 91 92 835 46 53 89 902 25 61006[ 150] 38 43 50 90 232 67 353 413 34 38 83 521 47 77 78 613 38 700 59 806 20 34[ 150] 40[ 1000] 42 49 61 75 83 62044 66 77 110 216 93 327 71 493 599 617 41 48 49 81 89 730 33 64[ 150] 72 82 810 926 63009 75 112 41 210[ 200] 38 403 13 73 502 24 39 93 601 82 732 70 822 61 933 73 64034 106 96 233[ 1000] 40 77 80 435 732 82 908 31 65107 9 31 45 71 332 433 41 543 73 620 79 791 858 932 87 66063 184 359 81 486 690 99 757 58 90 67105 50[ 150] 57 75 99 295 365 85 406 73 78 630 51 731 800 8 29 43 55 917 26 68016 77 115 30 78 83 86 94 214 48 358 59 96 445 73 592 718 38 818 69065 100 27 32 81 85 211 41 356 515 19 633 83 731 70009 25 112 25 44 62 262 98[ 150] 324 418 67 75 80 603 783 871 963 71006 46 49 98 133 35 45 68 208 89 348 85[ 150] 417 46 76 513 21 26[ 150 34 67 666 700 3 72 82 822 28 919 24 40 71 93 72046 91 115 31 89 213 17 382 98 469 642[ 200 62 742 809 18 24 959 95 73045 63 315 37 39 415 28 47 82 519 621 78 762 73 870 992 74047 134 94 236 50 69 77 85 343 91 401 6 31 643 99 720( 150] 22[ 1000] 831 75 81 958 75138 48 225 92 348 53 439 92 513 49 69 662 818 30 69 908 47 76073 123 40 62 268 69 72 97 322 31 61 433 37 57 66 602 28 39 80 714 52 62 88 846 912 26 77010 50 119 261 67[ 200] 79 328 420 25 533 48 664 78 791 809 951 78061 71 85 115 16 75 266 303 98 528 34 36 49 81 86 620 874 84 903 17 96 79023 40[ 150] 71 123 97 232 49 320 33 456 548 633 64 706 12 99 819 49 918 91 80272 388[ 2000] 94 432 87 542 54 609 27 34 57 719 32 37[ 150] 90 832 65 984 86 81064 93 237 314 411 46 47 529 35 75 653 57[ 10001 86 713 48 83 893 985 86 82101 18 41 48 65 92 262 304 11 427 31 76 79 562 632 53 65 739 83 85 940 58[ 150] 83031 114 33 51 240 62 315 21 519 42 49 632 80 91 724 88 822 94 964 84116 27 302 28 43 56 88 470 526 45 57 674 87 741 827 916 85013 192 206 61 382 451 550 650 816 41 58 68 905 77 86050 103 22 30 74 92 234 388 405 30 52 601 9 28 726 810 39 946 99 87114 85 86 233 83 302 7 15 425 527 59 613 68 79 87 719 76 811 32 81 83 88041 61 119 41 244 57 306 78 550 623 45 761 890 950 75 89044 72 73 155 66 223 301 15 97 460 63 96 623.90 93 96 725 40 80 816 81 905 11 40 56 99 90028 48 73 77 117 28 63 264 71 97 404 50 585 602 20 71 828 51 Großh. Bürgerm isterei Lauter. 88 960 71 91007 20 64 82 101 39 57 236 362 458 93 500 2 34 50 54 920 92121 26 66 215 25 48 66 96 556 79 85 94 611 705 11 78 903 51 75 96 93021 58 95 206 39 59 97 342 448 61 526 49 632 86 701 4 26 316 933 51 94002 42 70 178 274 78 356 57 402 15 35 63 73 510 56 97 618 784 834 89 942 95035 60 167 78 296 343 404 503 12 44 696 723 31 69 800 317 36 46 96120 219[ 150] 52 78 348 67 412 58 517 19 48 609 21 73 818 36 43 97021 43 95 105 17 29 59[ 150] 237[ 150] 44 356[ 150] 65 90 97 457 617 18 35 51 59 774 81 867 950 67 98071 89 93 101 39 252 308 82 403 56 73 524 650 51 723 39 53 70 87 915 37 38 77 99017 46 125 57 212 392 403 9 533 59 628 38 50 720 30 61 813 48 78 936 Aff III. Lose Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäue 11. sind zu beziehen durch die Zichung 1. Klasse em 6. und 7. Juni amtlich bestellte Haupt- Kolleftur der 6. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie Frankfurt a. M. Fahrgasse 119 Constabler Wache, Entresol. Bare Einkäufe und außerordent lich geringe Spesen ermöglichen mir, meiner werten Kundschaft größte Vorteile im Einkaufe von Möbel Betten Polsterwaren die Kommode mit d große runde Tisch b fich so behaglich fa aber merkwürdig, w stattlichen Gestalt, in unwillkürlich denken Aleinbürgerstandes, richtung der guten feit des Wohnzimm Wie sie so dafta hübsche Erscheinung nicht frei machen for Er ftand einen auf sie zu und drückte Mutting, was siehst Sie lächelte geid Behenipigen, um ih ichob fie den Sohn in ihn von Kopf bis zu halb der Welt und 10 durch hochherzige frein Amerifa nicht felten Sandfertigteitsunterri Schulverwaltung ftell bielleicht nur der fräft Für den, der mit d beidhaftigt bat, jei au ausdrüdlich gejagt, es fich nicht darum bindereishunden ui zu bieten und jeder Konkurrenz die Spize zu bieten. Günstigste und billigste Gelegenheit für Brautleute. Compl. Einrichtungen v. 128 bis jeder Höhe stets vorrätig. Große Auswahl in Schlafzimmern. englischen Gottfried Marx Frankfurt a. 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