Tafat- hr gut! ben, daß weiteres erhielten, Ommen!" ! Heute llen Sie und zur für die n 48 in bald t. zend Gie r schönen berüdende nicht wie e Sie für müßte er einLeibt bas Brigel Mr. 130. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberhessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 5. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Hauz gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. SHTON ind ärgerhieden die en fünfzig vanzigmal liegend): alle zwei mich dann ne Bulber er Reuen Berliner Doch hulternafter ausbater nnt hätte. Genuß eines es vergingen ust; es war ein bescheidener armer Teufel Semisch von zufriedener Hausbackenheit und daß er sich den i feinem Blute erfümmerten und unterdrückten noblen nd fait mit fte würde nie gewagt haben, etwas wider seinen tun. boten, Willen Den Freudentränen ihren Kopf an seine Bruſt. fie mit stolz Klopfendem Herzen und lehnte unter strömenNun kannst du dir irgend eine Freude damit machen," jagte babe es vom Wirtschaftsgeld übrig behalten, Gustav! Da war er besänftigt und sagte mild und freundlich: ist recht von dir daß du sparsam mit dem Gelde umDem deutschen Kronprinzen Zum 6. Juni 1905 Willkommen, hochwillkommen,/ Du junger Kaisersohn, Der zu des Reiches Frommen/ der nächste an dem Und die an seiner Seite/ holdselig auf ihn schaut[ Chron! Tn fürstlichem Geleite/ willkommen, herzogliche Braut! - Du Sohn aus Zollernstamme,/ wir rufen Dir Glück und Heil, Der Volkesliebe Flamme/ sei immerdar Dein Teil! paar Dich solls dein Vater lehren,/ dies Wort voll heiligen Lichts; nichts kann dich besser ehren,/ dich besser fördern nichts. Ich weiss, es wird mein Gedächtnis/ dir lieb und teuer sein; Drum schreibe mein Vermächtnis/ in deines Herzens Cafeln ein." Sei dir des Anberrn Segen/ erhebendes Geleit, Und paare auf allen Wegen/ mit Würde Würdigkeit! Dann spricht in frohem Behagen/ der Kaiser zu seinem Sohn: Wir tragen Dir entgegen/ der Treue Ehrenschuld Hus tiefstem Herzensregen/ vergönne Du uns Deine Huld".„ nun bin ich ohne Zagen, geniesse schönsten Uaterlohn. - Dich hielt auf ihrem Schosse/ die Mutter, hochbeglückt. Als Kaiser Wilhelm der Grosse/ Dich segnend angeblickt: ,, Du Hoffnung späten Geschlechtes,/ erblühe Test und stark Zum Hüter deutschen Rechtes,/ zum Schirmer unsrer deutschen [ Mark! Das Reich, das ich gezimmert,/ das seh ich unverderbt, Von meinen Caten umschimmert,/ auf Sohn und Enkel vererbt. Die lehrt ich in ihrer Jugend/ und prägte ihnen ein: Was ich vom grossen Ahnen/ erhielt, von ,, unserm Fritz", Für meines Landes Fahnen/ ist's dauernder Besitz. Jetzt seh ich voller Klarheit/ der Zukunft Sonnenschein, Es bleibt auch weiter Wahrheit:/ der König wird der Beste [ sein!"* Willkommen, hochwillkommen,/ du junger Kaisersohn, Der zu des Reiches Frommen/ der nächste an dem Thron! Und die an seiner Seite/ holdselig auf ihn schaut Des Herrschers Stand will Cugend-/ der König soll der Beste Tn fürstlichem Geleite/ willkommen herzogliche Braut! [ sein! Keine Die Vermählungsfeier am Kaiferbof. Von dem Haus der Hohenzollern darf man sagen, daß allezeit seine Männer tapfer gewesen und seine Frauen tugendhaft. Und die dem Haus der Hohenzollern sich anschlossen, haben diese ruhmreiche Ueberlieferung angenommen. Kein Prinz aus dem Hause Hohenzollern, der nicht die Siegesstraße vom Brandenburger Tor zum Denkmal des ,, alten Friz" gezogen, das Herz voll von den Vorbildern der Ahnen, die ihn den Weg zurin Ruhme weisen. Brinzessin trat je in das Haus der Hohenzollern, ohne die erhebende Verpflichtung zu empfinden, zu den ererbten Tugenden des eigenen Stammes die der Frauen des Hauses Hohenzollern hinzuzufügen, damit sie unter den Zollernschen Frauen würdig genannt werde. Die Prinzessin, die der Kronprinz des Deutschen Reichs und von Preußen freit, soll dereinst die erste Frau im Lande sein nicht bloß dem Range nach, den der Gemahl ihr verleiht. Sie wird heute den nämlichen Weg geführt, den vor ihr andere Prinzessinnen - - unter gleichen Verpflichtungen gegangen sind, und sie weiß, daß diese anderen solchen Pflichten in vorbildlicher Weise gerecht geworden sind. Königin Luise Kaiserin Augusta Kaiserin Friedrich- Kaiserin Auguste Victoria füllen den Kreislauf eines Jahrhunderts aus Herzogin Cecilie leitet ein neues Jahrhundert ein. Sei ihr Einzug gesegnet, gesegnet ihr ganzes Walten, auf daß ihr Name hell strahle mie der Name derer, die ihr vorangeleuchtet! - Heil der Herzogin Cecilie! Heil der Braut des Kronprinzen! Heil dem kaiserlichen Haus! Einzug der Kronprinzeffin- Braut in Berlin. Ueber den Einzug und den Empfang der Herzogin- Braut gehen uns von unseren Mitarbeitern in der Neichshauptstadt die nachstehenden ausführlichen Berichte zu: Berlin, 3. Juni. Das große offizielle Schauspiel, das sich heute nachmittag Unter den Linden abspielen soll, batte mittaas sein intimes Praludium. Um 12 Uhr 5 Min. lief der Sonderzug, der die Herzogin Cecilie von Mecklenburg ihrer ncuen Bestimmung und Residenz zuführte, in die Halle des Lehrter Bahnhofs ein. Nach kurzer Begrüßung durch die Hofchargen fuhr zuerst die Großherzogin Anastasia, die ihre Tochter von Schwerin hergeleitet hatte, und sodann die Kronprinzenbraut in Gesellschaft ihrer fünftigen Oberhofmeisterin, Gräfin Tiele- Wincler, durch den maifrischen Tiergarten dem Schloß Bellevue zu, vom Publikum, das in hellen Scharen die Wege umsäumte, stürmisch begrüßt. Empfang im Schloß Bellevne. Dort erwarteten ihr Kommen das Kaiserpaar, die Prinzen und vor allem mit sehnender Ungeduld der kronprinzliche Bräutigam. Dieser blieb, während die Kaiserin sich mit der zuerst eingetroffenen Großherzogin Anastasia ins Innere des Schlosses zurückzog, mit seinem kaiserlichen Vater vor dem Schloßportal stehen. Als der Galawagen heranrollte, vom frohen Spiel der Kapelle des 1. Garderegiments zu Fuß begrüßt, trat der Kaiser, ritterlich das Haupt entblößend, an den Wagenschlag und reichte der hold errötenden Braut den Arm, um sie seinem Sohne zuzuführen. Und nun folgte mitten im Prunk des höfischen Zeremoniells ein kurzes Liebesidyll. Glückstrahlend schloß der Thronfolaer feine Rerlohte in die Arme und fükte fie trifen Mund. Aber nur einen währe was tête- à- tête. Schon nahten die Wurventräger, ein langer Schweif goldstrozender Uniformen, ihre Huldigunger darzubieten. Dann folgte ein Parademarsch der Ehren Tompagnie, eine furze Begrüßung mit den kaiserlicher Prinzen, und am Arm des Kaisers entschwand die künftige deutsche Kronprinzessin ins Innere des Schlosses, wo die Saiferin der Schmiegertochter harrte. Um 1 Uhr fand dort Familientafel statt. ** Die Einholung. - Empfang am Brandenburger Tor. Mit allem Brunt und Pomp, über den sie gebietet, hai die Strone Breußen die junge Braut empfangen. Ein echtes und rechtes Stück aus der Zeit des Rokoko mischte sich heute in das flutende Leben Berlins, und diese Mischung gab dem ganzen Einzugstage sein eigenartiges Gepräge. In Friede. ricianischer Tracht mit gedrehtem 3opf am gepuderten Haar ritten die Küraffier- Trompeter daher, vorauf die ehrsame Schlächtergilde im modernen Frad, die nach altem Braud und Herkommen hoch zu Roß die Prinzessin- Braut am Weichbilde Berlins empfing. Mit prächtigen Rossen be spannt kommen die Galakutschen gefahren, die so sonderlich altertümlich ausschauen, mit überreich geschmückten Dienern und Gespannen, wie aus einem Watteauschen Gemälde ge schnitten, und in ihnen die Damen, in Roben, nach der neuesten Mode von Worth und von Gerson komponiert. Und nun gar der goldene altpreußische Brautwagen, der in seiner Pracht Jahrzehnte wohlgehütet im Marstall des Hohen. zollernhauses steht und der nur dann durch die Prunkstraße Unter den Linden rollt, wenn dem alten Königsschlosse an der Spree ein neues Eheglück erwachsen soll. In ihm aber saßen heute zwei glückliche Frauen, ein chrwürdige im weißen Haar und eine junge in der ganzen Fülle bräutlichen Glückes. Und die ältere, unsere Kaiserin, Sie sah so holdselig drein, jenen eigenartigen Bug im freund. lichen Antlitz, den nur die Mutter eines heißgeliebten Sohnes hat, die ihm die Braut ins Vaterhaus holt. Und still bescheiden trat sie heute zurück vor der Jungen. Die aber, die Prinzessin- Braut, wurde nicht müde, zu grüßen, und die ganze Seligkeit schaute ihr aus den dunklen, großen Augen, das zwiefache Glück der Braut und zugleich der Fürstin, die sich so umjubelt sieht und darin den Abglanz schaut von der Liebe, die dem Hause gehört, in das sie nun. anehr eintritt. Cleich am Schloß Bellevue hatfen die Schumer jug auf gestellt. Man hatte es so eingerichtet, daß auf der Seite, an der die Prinzessin saß, die Mädchen und auf der anderen die Senaben standen. Wie die Kinder den goldenen Wagen saben mit der Königsbraut darin und den schönen Pagen auf den Tritten, da mochten sie glauben, daß ihre Märchen. träune Wirklichkeit geworden seien. Aber deshalb erflangen dennoch frisch und fröhlich und voll junger Kraft die Hoch. und Hurrarufe der Herzogin Cecilie entgegen. Am Kleinen Stern" begann die Aufstellung der Korporationen und Gewerbe. Daß man hier den Eisenbahnern den Vortritt gelassen hatte, war als eine Huldigung der modernen im Zeichen des Verkehrs stehenden Zeit an die Brinzessin aufzufassen. Die Industrie begrüßte sie an den lebenden Mauern des Metallarbeiterverbandes und der chemischen Industrie. Das ruhmgekrönte Deutschland aber war in den Korporationen der Krieger und Veteranen vertreten. Sie alle standen mit anderen Vereinigungen, wie die der Gastwirte und der Brauer, vor dem Brandenburger Tor. Aber auch hier ein Wald von Fahnen, deren bunter Seidenstoff mit den goldgestickten Emblemen sich abhob von dem saftigen Grün des Tiergartens. Und in den Blättern seiner Bäume rauschte es wie in den Fahnen, als die Prin zessin an den Reihen dieser Männer langsam vorüberfuhr und durch den grünen Hag erklang die Musik und erschollen brausend die Hurras. Kaum hatte der Brautzug das stille Schloß Bellevue ver. Lassen, das so recht geschaffen erscheint zur letzten stillen Ein. Lehr vor der rauschenden Hochzeitsfeier, da brach der Jubel Tos. Und rönte durch Baufenwirbel und Trompeten geschmetter, mit dem die Garde- Dragoner und lanen die Brinzessin empfingen, die der kaiserliche Schwiegervater ihr zum Geleit auf ihrem Ehrenweg gesendet hatte, hell und m- aufhaltsam hindurch. Denn die Schuljugend, die zunächst dem Schlosse bis in den Tiergarten hinein Aufstellung genommen hatte, erspähte schnell die Braut, und des freudigen Nufens war fein Ende. Aber auch des Staunens über alle die Pracht. Hinter den Dragonern ritten die Stallmeister in ihrer Rofofotracht, und neben dem goldenen Wagen gingen die Reiiinechte, ähnlich gekleidet, und auf den Tritten der Goldkutsche standen die Pagen, hold zu schauen. Eingerahmt war der Brautwagen von den mächtigen Panzerreitern der Garde du Corps auf ihren riesigen Rossen. Und dicht am Wagen in goldstroßenden Uniformen ritten hohe Hofchargen. Wahrlich, als die Ulanen, die den Zug beschlossen, vorüber waren, da wollte man es faum glauben, daß die Herrlichkeit schon so schnell vorbei geschwunden sei. Wie ein Fabelbild aus entschwundener Zeit mutete es an, und gern hätte man noch einen Blick davon erhascht. Doch strenge Ordnung wal tete in der Feststraße, und auch die andern wollten ihr Teil am Sehen haben. Am Brandenburger Thor und Unter den Linden war das Bild noch buntfarbiger. Da ritten an der Spitze vor den Schlächtern die blasenden Postillone auf, geführt vom Feld. Jett minkt das Brandenburger Tor. Das schöne Bauwerf ist heute umflattert von unzähligen Fahnen und Bannern. Sie bauschen sich auf in dem leichten Sommerwind und wehen der königlichen Braut ihre Grüße entgegen. Der herrliche Pariser Platz in seinem Festschmuck, die Tribünen, die Fenster, die Dächer der Häuser sind mit Menschen besetzt. Und alles jauchzte und jubelte der Nahenden zu, bis der Wagen hielt und tiefe Stille über den Platz sich legte, da Oberbürgermeister Kirschner die Fürstin im Namen der Reichshauptstadt willkommen hieß. Und wie dann der Zug sich wieder in Bewegung setzte, da brach mit verstärkter Gemalt der Jubel aufs neue los. So ging es die Straße der Linden entlang hinab zum Königsschloß. Zu beiden Seiten des Weges standen hier die Gewerie mit ihren Fahnen und Emblemen. Wer will sie alle nemen, die Vereinigungen der Männer der Arbeit! Und all diese Fahnen senkten sich, all die Embleme neigten sich, und aus jedem Munde erklang ein freudiges Hoch, zu einem Orkan an schwellend, der am Endpunkte der märchenschönen Jahr an den Mauern des Königsschlosses brausend sich, brach. Im Kaiserschloß flein und sieht, obwohl er in demfelbe zoie udbe steht beide sind 1878 geboren wie ein faum 8manzigjähriger aus. Er blickt ganz harmlos in den überfüüten Saal hinein. Die Vernehmung Hnddes. reit. Mettert. Nachben in ben zweiten thas Schlafzimme fichlief rubig un mommen und er Stuble lag, bag Borfigende troffen, was fi Angeflagt Borfizent bei sich und S Angellag Borsigen Der Borsigende läßt den Angeklagten Hubbe vortreten und befragt ihn, ob er sich auf die Anflage äußern wolle. Sudde erklärt mit sehr leiser Stimme: Ja, ich bin dazu be Später spricht er dann aber laut und in ganz ruhigem gelassenen Tone. Auf Ersuchen des Vorsitzenden muß er sich dann über seinen Lebenslauf äußern. Er ist am 21. Juli 1878 in Schalte bei Gelsenkirchen geboren und fatholischer Ronfession( Walter ist evangelisch). Sein Bater war Reviersteiger und ist im vorigen Jahre gestorben. Vorsitzender: Waren Sie zur Beerdigung? Angeklagter: Nein, ich war damals unterwegs. Vorsitzender: Lebt Ihre Mutter noch? Angefiagter: Nein, sie ist 1892 schon verstorben, ich habe eine Stiefmutter und sieben Geschwister. Der Angeklagte hat in Gelsenkirchen die Schule besucht und dann die Mezgerei erlernt. Er hat bis zu seiner Militärzeit eine gauze Reihe Stellungen innegehabt, nirgends aber war er lange. Beim Militär in Meß hat er drei Etrafen wegen Diebstahls, darunter einmal wegen schweren Kamerabendiebstahls erlitten und wurde in die zweite Klasse des Soldatenstandes versetzt. Borbestraft ist er auch wegen Rörperverlegung. harren inzwischen der Raiser und die fremden Fürstlichkeiten auf das Eintreffen des Brautzuges. Als die Glocken des neuen Dome anfündete, daß die Begrüßung am Branden burger Tor erfolgt sei, erschien bie ganze glänzende Versammlung auf den Balfons, der Statser in lebhafter Unterhaltung mitten unter den fürstlichen Damen, von denen besonders die japanische Prinzessin Ausugama die Augen der unten in dichten Scharen sich drängenden Menge auf sich zog. Als der Brautwagen unter brausenden Hochrufen ins weitgeöffnete Tor geschwenkt war, nahm Herzogin Ccilie bie Sulbigungen des Reichetanglers, der Staatsminister und der Generalität entgegen und wurde dann vom Kaiser paar nach dem Rittersaal geleitet, wo der Großherzog von Mecklenburg seiner Schwester und die Großherzogin Anastasia ihrer im engsten Kreise ihre Glückwünsche darbringen konnte. Von ihnen und dem Raiserpaar wurde die Braut dann zum Kurfürstenzimmer geführt, wo der Minister des gl. Hauses v. Wendel die Ehepatien vollzog. Eine Familientafel beim Raiserpaar mit anschließendem Cercle bildete den Schluß der heutigen Festlichkeiten. haus zu Heldenbergen. postmeister und seinen Inspektoren. Am Pariser Blatz aber Der Raubmord im katholischen Pfarrwar das offizielle Berlin versammelt, die neue prinzliche Mit. bürgerin zu begrin: Magistrat, Stadtverordnete, Bezirks. vorsteher, nicht vergessen die Ehrenjungfrauen, deren Reihen sich in ein palier von lieblichen Mädchen fortsetzten. Schon war die Spitze des Zuges nahe an die Friedrich. straße gelangt, da heißt es halt. Der Brautwagen ist unter dem Brandenburger Thor durchpassiert. In diesem Mo. mente beginnt die Batterie am Lustgarten Salut zu schießen. Am Pariser Play empfängt der Oberbürgermeister Berlins, Herr Kirschner, die fürstliche Brant mit einer feierlichen An rede, in der er ihr, nachdem seine Tochter einen Blumenstrauf überreicht, das erste herzliche Willkommen der Bürgerschaft darbringt. Im Namen von Millionen Deutschen spricht er den Wunsch aus:„ Möge Euerer Hoheit Eingang reichen Segen bringen! Reichen Segen Enerer Hoheit und dem erhabenen Fürstenhause der Hohenzollern! Reichen Segen dieser Stadt und dem gesamten Preußischen und Deutschen Baterlande!" Mit ihrer gewinnenden Freundlichkeit dankt die fürstliche Braut, und hellauf tönt das vom Oberbürger meister ausgebrachte Hoch in die sonnige Feststraße hinein. Auch dem glücklichen Bräutigam hatte man die Huldi. gung bringen können. Denn, wie einst sein Vater an seinem Hochzeitstage es getan, so batte auch Seronprinz Wilhelm es fich nicht nehmen lassen, die Kompagnie des Potsdamer Ersten Garderegiments, der er einst angehört, über die Fest straße in das Schloß zu führen. Und das war wieder so ein Stück Mischung von alter und neuer Zeit: die Gardisten mit den hohen Blechmützen und an ihrer Spitze der jugend frische Prinz in ganz moderner Uniform. Aber die Trene ist heute dieselbe, wie einst sie war, und der Jubel war der gleiche, der einst seinem Ahn entgegentönte, wenn er an der Spitze der langen Kerle desselben Weges heranritt. L. M. Das lebende Spalier. ( Eigener Bericht.) Nachdruck verboten. Hg Gießen, den 5. Juni 1903. Borsigender: Run lassen Sie sich einmal ausführlich darüber aus, was Sie im Jahre 1904 getan haben? Angeklagter: Ich war während der Saison in BadNauheim in Stellung, dann furze Zeit in Raiserslautern und in Neustadt a. d. H. Vorsitzender: In Neustadt haben Sie zum letzten Male gearbeitet? Angeklagter: Ja, das war im September. Ich ging dann auf die Wanderschaft. Gleich hinter Neustadt traf ich Otto Walter, der mir vorschlug, mit ihm zu wandern. Wir gingen über Epeyer, Ludwigshafen und Mannheim. Zwar hatte sich ihm eine Stellung geboten. Er nahm sie aber nicht an, weil er teine Lust zur Arbeit hatte. Sie seien dann nach Darmstadt gewandert und von da auf die Bergstraße. Unter gewaltigem Andrange des Publikums begann heute früh vor dem Großherzogl. Schwurgericht der Provinz Oberhessen der mit großer Spannung erwartete Prozeß gegen den Metzgergesellen Ostar Hudde aus Schalte t. Westfalen, der beschuldigt wird, an dem Pfarrer Thöbes in Heldenbergen in der Nacht bom 11. zum 12. November einen Raubmord verübt zu haben. Neben Hudde nimmt auf der Anglagebank deffen Spießgeselle auf seinen Raubzügen, durch die er katholische Pfarrhäuser und Kirchen in der Rheingegend und in Hessen brandschatte, Platz: der Zuschneider Otto Walter aus Naugard, der wegen Teilnahme an zwei Einbrüchen mitangeflagt ist. - Vom„ Kleinen Stern" zum Schloß. Berlins Jugend und fein werftätiges Wolf, beide waren fie berufen worden, Deutschlands fünftige Kaiserin bei ihrem Einzug in des Reiches Hauptstadt zu begrüßen. Und beide waren sie mit Begeisterung herbeigeströmt. Alle, die hatten herbeieilen wollen, vermochte man auf dem langen Wege gar nicht aufzustellen. So war nur eine Auswahl ge. troffen worden, und Abertausende mußten zurückbleiben. Aber nun standen sie da in Reih und Glied, denen ein glück. liches Los die Zulassung gewährt hatte. Die Jugend er. öffnete den Reigen, wenn man von den Mitgliedern des Schlächteraewertes abfiebt. die ia mit zum Zuge gebörten. Borsigender: Hatten sie da schon die Diebstähle ver abredet? Angeklagter: Nein, wir wollten uns nur einmal die Bergstraße und die dortige schöne Gegend ansehen. In Heppenheim an der Bergstraße famen wir abends in ein Wirtshaus und wollten ein Zimmer nehmen. Es gingen viele Lente in die Kirche. Der Wirt sagte uns, daß ein fremder Pater predige. Da es eine schöne Kirche war, wollten wir auch hineingeben, aber die Kirche war schon voll. Wir gingen um die Kirche herum und da stand am Pfarrhaus ein Fensterflügel auf. Walter kletterte hindurch und winkte mir, ihm nachzufolgen. Walter besaß eine elektrische Taschenlampe, mit der er im Simmer herumleuchtete. Damit Pfarrer erwa Angellag Taffen hatten im Traum, wo wir Cog bas Haus be wir den Opf in fleiner M Borfiße Angelia find wir no etwas zu f wic alles gef Dabei wurde gerufen wurde Unterwegs fan Bill holen den beamter mit und auf ihn w feine Sachen Borfizer worden? Angell Der A in Mannh wo er nach wandert f nächtigt ba Vorfi Angell Vorfize Gasthäuser Angeflo Der Angeklagte gibt dann an, daß sie die Schubkaften aufgebrochen und eine reiche Beute gehabt hätten. seien sie zweiter Klasse nach Mannheim gefahren. Vorsitzender: Weshalb fuhren Sie zweiter Klasse? Sind Sie das so gewöhnt? Angeflagter: Das nicht, Walter hat die Billets getau t. Vorsitzender: Sie wollten doch gewiß ungestört sein. Angeklagter: Ja, unterwegs teilten wir, auf jeden fiel etwas über 1000 Mt. In Mannheim haben sich die beiden Angeklagten dann elegant eingekleidet. Hubde faufte fich Anzug, Baletot, Uhr, Kette, Stock, Ring u. s. w. und auch Hudde wird beschuldigt in fünf Fällen Einbrüche verübt zu haben und zwar: am 11. Oktober beim Pfarrer Mischler in Heppenheim, am 25. bezw. 26. Oktober bei dem Gewerten Ludwig Spieß in Wissen, am 27. Ottober beim Pfarrer Maur in Herdorf, am 29. Oftober beim Pfarrer Schmitt in Garbed und am 9. November beim Pfarrer Hartleib in Klein- Schwalbach. Der zweite Angeffagte Otto Walter soll an den Einbrüchen beteiligt sein. Die Berbandlungen werden von Landgerichtsrat Brätorius geleitet, die Anklage vertreten Oberstaatsanwalt Theobalb und Staatsanwalt Hoo8. Die Verteidiger der beiden Angeflagten sind Rechtsanwalt Dr. Jung( für Hudbe) und Nechtsanwalt pobr( für Walter) Es sind gegen 50 Beugen geladen und eine Reihe Sachverständiger, unter diesen ben findet sich der durch seine mistroskopischen Blutuntersuchungen befannte Gerichts- Chemiter Dr. Popp aus Frankfurt a.. Die beiden Angeklagten werden gefesselt durch endarmen unmittelbar vor Beginn der Verhandlungess het. Das Hauptinteresse wendet sich dem Dieser ist ein großer, ungemein musfal Gesichtszüge sind nicht unsympathisch, alles andre als den verwegenen, muten. Er ist verhältnißmäßig schwarzer Rod, hellgraue Jude zu. on. Seine würde in ihm ten Räuber verelegant gekleidet: und blendendweißer hoher Stehumlegfragen. Der zweite Angeklagte ist blond und einen Revolver. Borsigender: Wozu einen Revolver? Glauben Sie, daß die Zustände in Deutschland so unsicher sind, daß man ohne Revolver nicht auskommen tann? taufte. Angeklagter: Ich weiß nicht, weshalb ich den Revolver Vorsitzender: Oder hatten Sie da nicht schon verab redet, daß Sie in Rompagnie arbeiten und Diebstähle und Einbrüche verüben wollten? Angeklagter: Nein, das haben wir erst in Köln verabredet, als das Geld alle geworden war. Vorsitzender: Den Revolver hatten Sie immer bei sich. Angeflagter: Ja. Borsitzender: Immer geladen! Angeklagter: Jawohl. Vorsitzender: Wohin begaben Sie sich, nachdem Sie sich in Mannheim eingefleidet hatten? In Der Angeklagte gibt an, daß sie erst nach Neustadt gefahren seien, dann hätten sie sich in Mainz und Frankfurt a. M. mit Dirnen herumgetrieben. Frankfurt a. M. seien sie beide auseinander gegangen, hätten aber verabredet, sich am nächsten Morgen im Raiserautomat zu treffen. Vorsitzender: Danach müssen Sie doch schon damals gleich weitere Raubzüge verabredet gehabt haben, denn Sie warfen hier das Geld mit vollen Händen weg. Angeklagter: Damals hatten wir noch feinen Plan. Wir fuhren erst nach Marburg, den Bruder Walters zu besuchen. Dann schlossen wir uns einer Sängergesellschaft an und reisten nach Köln. Vorsitzender: Hier haben Sie sich wieder mit lüberlichen Dirnen herumgetrieben und bei diesen auch genächtigt? wurde von berlegung g Borfize November Angell Am 8. Klein- Schw Pfarrhause wurde; da an einer gefommen. einen Zwar dann auch geleert und Vorsit Sie bom Angel Borfit Sie Katho Angef Vorsi Anget stück, das genommen. Der A Frankfurt Birtus und als Monteu Borfize fatholische Angella Vorfizer Sie dort te Angel Geld zu Dann Angeklagter: Ja, nach etwa 14 Tagen ging uns das Geld aus. Walter versetzte seine goldene Uhr und wir fuhren nach Bonn. Dort gingen wir über Beuel. In Wissen sahen wir am letzten Haus ein Fenster offen. Die Angeklagten sind dort beim Gewerfen Spies einge stiegen, fanden dort aber wenig, nur einige Sachen. In der nächsten Nacht statteten sie dem katholischen Pfarrer Maur in Herdorf einen Besuch ab. Der folgende Einbruch wurde zwei Tage später beim Pfarrer Schmitt in Garbed verübt. Sie hätten sich den Paletot ausgezogen und seien auf Strümpfen durch das Fenster in das Pfarrhaus gebember in habe. Da habe er dem an Dieb auch bereit babon( chlie Borfiz tüdgezogen Angeli Borfi Rourage ha Angelt Der A einem andere ftraße nach S Ramen fenne einen als Han Borsitzend Sie uns genau Angeklagte war schlecht tomme und frü ge machte ihm benf farben war; fo inige reid iridh, daß dort ein reicher ole Fudb taum Bwan en überfüllten dbe bortreten äußern wolle. bin dazu be und in gang Vorsitzenden Bern. Er ist rchen geboren elisch). Sein bre gestorben. wege. perftorben, ich Saule bejut bis zu feiner habt, tirgends hat er drei Degen schweren zweite Riaffe er auch wegen al ausführli haben? ison in Bad Raiserslautern legten Male er. Je ging eustadt traf id vandern. W nheim. 8mu nahm fie aber te. Sie fein da auf d Diebfäble nur einmal ne Gegend Be tamen wir mer nehmen. Ert fagte uns, Schöne Kirche ie Kirche war und da stand fletterte hin lter besaß eine herumleuchtete die Schublafte hätten. Damit gren. Er Alaffe? 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Borsigender: Sie behaupten aber, daß sie, wenn der Pfarrer erwacht wäre, fortgelaufen wären? Angeklagter: Jawohl, als wir, das Schlafzimmerd verlassen hatten, hörten wir, wie der Pfarrer, offenbar im Traum, laut sprach. Wir schlichen leise in die Küche, wo wir Cognac and Schinken vorfanden. Dann haben wir das Haus verlassen und sind in die Kirche gegangen, wo wir den Opferstock erbrachen. Es waren nicht ganz 4 Mt. in fleiner Münze darin. Vorsitzender: Auch in der Sakristei waren Sie? Angeklagter: Ja, aber wir fanden dort nichts. Dann sind wir nochmals in die Kirche zurückgegangen, um noch etwas zu essen und zu trinken. Walter schrieb auf, was wic alles gefunden hatten und wir zählten das Geld noch. Dabei wurden wir laut und hörten plöglich, wie oben Hülfe gerufen wurde. Wir liefen schnell weg und zur Bahnstation Unterwegs tam ich mit Walter auseinander. Er hatte beim Bille holen den Zug versäumt. In Herdorf tam ein Bahnbeamter mit einem Telegramm von ihm, ich sollte aussteigen und auf ihn warten, was ich aber nicht tat. Ich gab nur seine Sachen heraus und fuhr allein weiter. Vorsitzender: Walter ist dann bald darauf berhaftet worden? Angeklagter: Das habe ich erst nachher gehört. Der Angeklagte ist dann am 1. November wieder in Mannheim gewesen und will bis zum 8. November, wo er nach Klein- Schwalbach tam, durch Rheinhessen ge= wandert sein, wobet er wiederholt in Scheunen genächtigt haben will. Borsitzender: Hatten Sie damals noch Geld? Angeklagter: Jawohl! Vorsitzender: Weshalb gingen Sie denn nicht in Gasthäuser? Angeklagter: Ich war in der Gegend bekannt und wurde von Alzey wegen der letzten Strafe wegen Körperverlegung gesucht. Vorsitzender: Sollten Sie in der Zeit vom 5.- 8. November nicht wo anders gewesen sein? Angeklagter: Nein! Am 8. November abends ist der Angeklagte nach Klein- Schwalbach gekommen. Vor dem katholischen Pfarrhause hat er gewartet, bis es finster im Hause wurde; dann hat er mit einer Gartenschere den Riegel an einer Türe zurückgeschoben und sei in die Küche gekommen. Im Schreibtisch des Pfarrers habe er einen Zwanzigmarkschein gefunden. Der Angeklagte ist dann auch in die Kirche gegangen, hat den Opferstock geleert und die Sakristet durchsucht. Vorsitzender: Dazu benutzten Sie eine Sterze, die Sie vom Hochaltar entnahmen? Angeklagter: Ja! Landesversammlung der„ Safia" in Laubach. n. Laubach, 4. Juni 1905. Im Saale des Gasthauses" Zur Traube" versammelten sich heute Vormittag vor 8 Uhr alte Veteranen aus den letzten Feldzügen und junge ehemals gediente Soldaten, welche von den einzelnen 37 Bezirken des Soldaten, welche von den einzelnen 37 Bezirken des hess. Landeskriegerverbandes Hassia" delegiert waren, zur gemeinsamen Landesversammlung, um erstens hier mitzuberaten, mitzustimmen und was die Hauptsache auch ist neue Gesichtspunkte, neue Anregung mit nach Hause zu nehmen. Die ganze Versammlung durchwehte ein frischer patriotischer Geist. Anwesend waren 14 Präfidialmitglieder, 37 Delegierte und sehr viele Kameraden aus Nah und Fern. Kurz nach 9 Uhr eröffnete der 1. Präsident General leutnant Grzellenz von Hof die Versammlung. Er begrüßte die alten Soldaten und sagte, daß er das erste Mal den Vorsitz führe und es ihm besondere Freude bereite, daß er als alter Soldat mit allen Soldaten patriotische Gesinnung weiter hegen und pflegen könne. Den erschienenen Regierungsvertreter Geh. Regierungsrat Schönfeld und auch den Bürgermeister Jochem als Vertreter der Stadt Laubach begrüßte er besonders. Dann kam v. Hof auf die Vermählung uuseres Großherzogs und die des deutschen Kronprinzen zu sprechen, ein Soldat fönne nur freudigen Anteil nehmen. Schöne. Tage habe er in Karlsruhe bei der Feier des 25 jährigen Protektorats des Großherzogs von Baden über den badischen Landeskriegerverband verlebt. Der Großherzog sei den alten Sodaten mit einer Liebenswürdigkeit begegnet, die ohne gleichen set. Es habe kein sog. HurrahPatriotismus in der ganzen Festlichkeit geherrscht, sondern eine Verehrung, wie sie nur einem deutschen Eckehard gebührt. Zum Schluß seiner Eingangsrede ermahnte b. Hof, daß die heutigen Beratungen mit voller Sachlich feit ohne jede persönliche Schärfe geführt werden möchten. Geh. Rat Schönfeld dankte und wünschte, daß bolle Einmütigkeit die Versammlung beseele. Im ähnlichen Sinne sprach auch Bürgermeister Jochem. Medizinalrat Dr. Vogt- Buzzbach, der 1. Schrift führer des Verbandes, gab hierauf seinen Rechenschaftsbericht bekannt. 33 Vereine mit 1895 Mitgliedern find der" Hassia beigetreten, so daß der Verband jetzt 900 Vereine mit 61 564 Mitgliedern zählt. In lezter Beit find wieder 11 Vereine mit 280 Mitgliedern hinzugekommen. Der Rechnungsabschluß ergiebt ein Gejamtvermögen von 182 328 Mt. 45 Pfg. Oberamts. richter Lahr referterte über die mit der„ Providentia" abgeschlossenen Feuer- Versicherungen. 3600 Mt. Gewinn konnten im Jahre 1904 mehr an die Verbandskasse abgeliefert werden als in 1903, in Summa 22 800 Mt. Bezirksvorsitzender Bruchhäuser Gießen brachte verschiedene ihm aus seinen Bezirk( Leihgestern und Wiesec) mitgeteilten Beschwerden vor. Das Jahrbuch wurde in 42 629 Exemplaren abgesetzt und ergab 755491 Mf. Reingewinn. Der Referent Minnich mußte in der Versammlung bekannt geben, daß die Vereine NiederBessingen, Londorf, Pionierverein- Gießen und Bleidenrod mit ihren Zahlungen noch im Rückstand sind. Die ftatutengemäß ausgeschiedenen Präsidialmitglieder AulerBensheim, Minnich- Oppenheim und Korrell- Büdingen Vorsitzender: Haben Sie sich nicht gescheut, trotzdem wurden einstimmig wiedergewählt und für den frei Sie Katholik find? Angeklagter( ganz gelassen): Nein! Vorsitzender: Was fanden Sie in der Sakriftet? Angeklagter: Von einem Kelch habe ich das Mittelstück, das ich für Gold hielt, abgeschraubt und mit genommen. Der Angeklagte hat sich darauf mehrere Tage in Frankfurt herumgetrieben, besuchte die Ringkämpfe im Zirkus und eine Reihe Wirtschaften. Er gab sich dort Vorsitzender: Weshalb haben Sie sich gerade immer fatholische Pfarrhäuser ausgesucht? Angeklagter: Das kann ich nicht genau sagen. Vorsitzender: Vermuteten Sie nicht vielleicht, daß Sie dort weniger Widerstand finden würden? - willig zurückgetretenen Kamerad Bernhart- Mainz wurde Kamerad Krämer- Mainz mit 1336 Stimmen gewählt. Schmitz- Alzey erhielt nur 815 Stimmen. Als Ort für den nächsten Verbandstag wurde mit Majorität Sprendlingen in Rheinhessen gewählt. Gemeldet hatte sich noch der Bezirk Ingelheim für Ober- Ingelheim.- Major Beck als Referent des Unterstützungswesens berichtet, daß im vergangenen Jahre 267 Kinder Unterstüßungen erhalten fonnten. 364 Mf, welche er für solche Unterſtügen über seinen Etat verausgabt, wurden nachträglich bewilligt. Zu Punkt: Haftpflicht- und Unfallversicherungen, wird befannt gegeben, daß im lezten Jahre die Hassia insgesamt 4872,65 Mark an Gratifikationen zurückbekommt. Der Versuch von einer Seite, den Vertrag mit der Zürich", weil sie eine ausländische Gesellschaft set, zu fündigen, mißlang bollständig. Der Referent für die Sterbekasse, PostDann giebt der Angeklagte an, daß er am 10. No- sekretär a. D. Mayer- Gießen, ermahnte, die Mit bember in Frankfurt einen Schlosser Abele kennen gelerntglieder möchten nur immer mehr und mehr für die habe. Da er erfuhr, daß Abele von der Polizei gesucht werde, habe er demselben vorgeschlagen, sich ihm anzuschließen und sich an Diebstählen zu beteiligen. Abele sei dazu auch bereit gewesen, aber er habe ihm nicht getraut und davon schließlich Abstand genommen. Borsitzender: Abele behauptet aber, daß er selbst sich zu rückgezogen habe. Angeklagter: Nein. Borsitzender: Haben Sie Abele nicht gefragt, ob er Rourage habe? Angeklagter: Nin. Angeklagter: Nein, ich dachte mir aber, daß dort Geld zu finden set. Der große Unbekannte. Der Angeklagte hat sich dann, wie er angibt, nach einem anderen Reisegefährten umgefehen. Auf der Land Namen fenne er nicht, gefolgt. Den Mann habe er gleich er mit liberlichen traße nach Hanau sei ihm der„ Willy", einen auderen ging uns daß einen als Handwerksburschen erkannt und angesprochen. Uhr und wir Vorsitzender: Ehe wir weiter darauf eingehen, schildern ber Beuel. In Sie uns genau wie dieser Willy aussah? fter offen. fen Spies einge Kasse agitieren. Lehrer Will Vilbel hat zu Punkt Vortragswesen den Wunsch, es möchten mit der Zeit Wanderfahrer angestellt werden.- Die 12 000 Mark, welche anläßlich der Hochzeit unseres Großherzogs innerhalb der Hassta gesammelt, und dem Landesfürsten zur Verfügung gestellt worden sind, sollen jungen armen Kameraden, welche in den Ehestand treten, zu Gute fommen; es soll denselben am 2. Februar eine LebensVersicherungspolice ausgehändigt werden. Eine sehr lange Debatte brachte ein Antrag des Präsidiums, daß die drei Bezirke Lich, Laubach und Hungen in einen Bezirk verschmolzen werden sollen, da in beiden legtgenannten sich Mißstände breit gemacht hätten, so berichtete Vogt- Buzbach. Man kann sich denken, daß die 3 betroffenen Bezirke sich sehr dagegen wehrten. Dr. Suffert Hungen und Alt- Rich brachten historische wie geographische Gründe gegen den Antrag vor. Während auf der einen Seite man die Einteilung den einzelnen Bezicken belassen soll, sprach man auf der anderen Seite für Erweiterung der Rechte des Präsidiums. Schließlich wurde dieser in den nächstes Jahr vertagt; das Präsidium wird bis dahin mit neuen Vorschlägen fommen. Sollten auch diese Annahme nicht finden, dann kommen die heute zurückwobei die Kapelle der 11 onzertierte und eine recht fameradschaftliche Stimmung herrschte. Cokales. 5. Jnut 1905. *** Hudde- Prozeß. Hente Morgen begann bei dicht gefülltem Zuhörerraum vor dem Schwurgericht der Provinz Oberheffen der Prozeß gegen den Meggergesellen Oskar Hudde wegen Raubmordes nnd gegen seinen Komplizen Dito Walter wegen mehrerer schwerer Einbruchsdiebstähle. Die Verhandfungen dauern voraussichtlich 3 Tage( Weiteres s. Bericht.) ** Der Steueraufseher bei dem Hauptsteueramt Gießen Ludwig Fint ist unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen Dienste auf sein Nachsuchen vom 1. Juni in den Ruhestand versetzt. × Generalversammlung der Ortskrankentasse zu Gießen. Gestern Vormittag 10 Uhr fand im Poftfeller die Generalversammlung der Ortskrantenfasse zu Sießen statt. Auf der Tagesordnung standen die Punkte: eschäfts- und Rassenbericht, Bericht der Prüfungskommission, Statutenänderung, Bohl von Ersagmännern zum Vorstand für die Arbeitgeber, ferner auf Antrag der Versammlung der Punkt Verschiedenes. Zum Geschäftsbericht erstattete der Geschäftsführer der Kasse, Fourier, daß der Ueberschuß für 1904 nicht so hoch sei, wie in den letzten Jahren, da eine Erhöhung des Aerztehonorars eingetreten sei und durch den hohen Krankenstand im letzten Jahre eine Mehrausgabe er wachsen sei. Zu Punkt Statutenänderung sei noch zu erwähnen, daß jezt das Krankengeld gleich von 1. Tage nach der Erkrankung gezahlt wird, ferner wurde im§ 30 der Bassus gestrichen, wonach für Mitglieder, welche innerhalb der 3 ersten Wochentage aus der Rasse ausscheiden, oder innerhalb der letzten Wochentage in dieselben eintreten, ein Bei trag für die betr. Woche nicht zu entrichten sei. Der Bei trag wird also, wenn ein Mitglied seine Stellung wechselt, nur einmal für die betr. Woche erhoben. Es wurden die Herren Bierau und Weimar zu Ersaßmännern zum Vorstand für die Arbeitgeber gewählt. Das Fehlen eines städischen Krankenhauses wurde bemängelt, ferner soll ein Arzt in Versammlungen über hygienische und santtäre Verhältnisse Vorträge halten, damit die Mitglieder den Ausbruch von ansteckenden Krankheiten besser erfennen. ** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 30. und 31. Mai ftattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1495 Etüd Rindvich, 1131 Schweine. Der nächste Marft findet am 27. und 28. Juni ftatt; am letzten Tage auch Krämermarkt. = 3u Nieder- Saulheim in Rheinhessen wurde im Jahre 1848 ein altes jüdisches Ehepaar in seinem Häuschen tot aufgefunden. Der Raubmörder hatte damals von Geld und Wertsachen nichts vorgefnnden. Das baufällige Häuschen wurde später abgebrochen und der Plaz vor einigen Tagen wieder als Bauplatz abgehoben worden. Bei den Abhebarbeiten fand man nun im Boden vergraben ein eisernes Gefäß, das mit einem Deckel verschlossen war. In dem Behälter lagen Münzen, goldene und silberne Leuchter, Ohrringe, Tellerchen und andere Gebrauchsgegenstände aus Edelmetall. Der Gold- und Silberwert wird auf 4 bis 5000 Mt. geschäßt. Heuchelheim. Der Gesangverein Teutonia feiert am 2. und 3. Juli sein 50jähriges Stiftungsfest. Tas neuerbaute sehr geräumige Pfarrhaus sieht seiner Vollendung entgegen und wird Mitte Juli bezogen werden fönnen. ** Trohe, 4. Juni. Erbschaft. Einer hiesigen, Familie, sowie Verwandten in Großen- Linden ist eine Erbschaft aus Amerika zugefallen im Betrage von 10000 Dollar in bar und außerdem als weiteres Wertobjekt ein Hotel in Amerika. ? Laubach, 2. Juni. Gasanstalt. Die Zahl der Interessenten ist bereits so angewachsen, daß die Unterlage für die Rentabilität der Gasanstalt hinreichend gegeben ist und man demnächst mit der Errichtung der Zentrale, die in der Au bei Laubach ihren Blaz finden soll, beginnen wird. ahn* Hartmannshain. Die Eröffnung der neuen ftrede Grebenhain- Hartmannshain- Gedern ist für den 1. November in Aussicht genommen. Die Bahnhofsgebäude auf den Stationen sind im Rohbau nahezu vollendet. Die Strecke ist 24 Kilometer lang. Der Bahnbau, welcher besonders bei Oberfeemen und Hartmannshain große Geländeschwierigkeiten zu bestehen hatte, wurde im März 1903 begonnen. * Homberg a. Rh., 3. Juni. In dem Wirtschaftsgebäude des Schachtes 4 der Zeche" Rheinpreußen“ ist gestern die stark verweste Leiche eines Bergmanns, auf dem Kopfe ftehend, in einem Kleiderschrank aufgefunden worden. Die Leiche war mit Kleidern zugedeckt. Die Schädeldecke war zertrümmert. Der Täter ist berhaftet. Berantwortlia: fr die Politik und den Inseratenie: #Ibin leis, für den übrigen Jahalt: Georg Horn, belb in Gletion. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landwirtschaftliche Knecht, 2 Spengler, 2 Schmiede, 2 Eisendreher, 10 Schreiner, 5 Lackierer( auswärts), 6 Schneider, 3 Installateure,( auswärts) einige Arbeiter, 1 Verkäuferin, 1 Stutscher, 6onstmädchen, 1 Hausbursche, 1 Lauffrau. Lehrlinge: ige Sachen. In tomme und früher in Frankfurt Zuhälter gewesen sei. Ich Verwaltungsapparat sehr tief einschneidende Punkt auf lackierer, 1 Buchbin olifchen Pfarrer olgende Einbrud mitt in Garbed Angeflagter: Er war 27-28 Jahre alt, sah blaß aus, war schlecht gekleidet; sagte, daß er aus dem Hessischen machte ihm denselben Antrag wie Abele, womit er einver standen war; so, sagte er zum mir: Ich weiß auch einige reiche Pastoren. Auf dem Wege erzählte zogen und feien mir Billy, daß er in Heldenbergen bekannt sei und, daß gestellten Anträge wieder zur Beratung. Pfarrhaus ge dort ein reicher Paftor seines Amtes walte. Damit war die T.-O. in der Hauptsache erledigt. Ein Festessen fand von 2 Uhr ab im Schüßenhof statt, macher, 1 Schneider, 1 Schreiber. Essu cr, 1 Mechaniker, 1 WagenLackierer, 1 Schreiner, 1 SchuhFriseur, 2 Glaser, 1 Buchhändler, arbeit: 1 Feld voer Gartenarbeiterin, 1 landw. Arbeiter, 1 Gärtner, 1 Schmieb, 1 Taglöhner, 1 Laufmädchen, 1 Hausoder Bureaudiener, 1 Rassier, 1 Portier, 1 Packer, 1 Kellner, Den verehrlichen Interessenten zur gefl. Kenntnisnahme, dass ich mit dem heutigen Tage ein Agentur- und Commissions.Geschäft eröffnet habe und mich speziell mit Vermittlung von Hypotheken, Immobilien und Versicherungen jeglicher Art, sowie Finanzierungen befassen werde. Indem ich kulante und reelle Bedienung zusichere, halte meine Dienste bestens empfohlen. Bismarckstrasse 10, I Telephon 491. J. Rosenthal früher Prokurist im Bankhause Aron Heichelheim, Bekanntmachung, die Erbauung eines Stadttheaters betr. Die bei dem engeren Wettbewerb eingegangenen 4 Boreutwürfe für die Erbauung eines Stadt theaters nebst dem Urteil des Preisgerichts find von Sonntag den 4. bis Samstag den 10. Juni, von vormittags 10 bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 3-6 Uhr in dem Sigungssaal der Stadtverordneten Versammlung zu jedermanns Einsicht ausgestellt. Gießen, am 3. Juni 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Betr. Vergebung der Zinsen aus der Chriftian Gerhard Haft: Etiftung. Aus obiger Stiftung sind zehn Gaben zu 19,71 Mr. an zehn be= dürftige Familien bezw. Witwer oder Witwen zu vergeben. Anmeld: ungen sind bis zum 20. Juni 1. Je. bei dem Armenamt, Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, den 3. Junt 1905. Großh. Bürgermeisterei Gleken. J. V.: Curschmann. Betreffens: Reinigung der Straßen. Aufforderung. Bekanntmachung. Arbeitsvergebung. - - In letzter Zeit sind des öfteren Beschwerden über Musizieren Die Entwässerungsanlagen der Stadtkirche, Johanneskirche, und Singen bei offenen Fenstern bei uns vorgebracht worden. des Matthänd- und Johannespfarrhauses an der Kirch Wir verfehlen nicht, darauf hinzuweisen, daß, falls hierdurchstraße und Südanlage find zu vergeben. eine B lästigung des Publikums verursacht wird, Bestrafung nach Zeichnungen und Bedingungen können bei dem Architekten Stein Angebote, für jede Maßgabe des§ 360 pof. 11 Reichsstrafgefeßbuchs einzutreten hat. Die Schußmannschaft ist angewiesen, nötigenfalls Anzeige zu während der Bureaustunden eingesehen werden. Anlage getrennt, sind dem Unterzeichneten bis zum 10. Juni, erheben. Gießen, den 2. Juni 1905. mittags 12 Uhr, einzureichen. Bei der gegenwärtigen heißen Witterung fordern wir hiermit auf Grund des§ 3 des Lokal- Reglements rubl. betreffs vom 10. November 1879 alle Hansbefizer beziehungsweise deren Stellvertreter auf, morgens zwischen 6 und 8 und nachmittags zwischen 12 und 2 Uhr des vor ihrem Hause belegenen Bankete nebst Flußrinnen und die Hälfte der Fahrbahn mit reinem Wasser begießen zu lassen. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Betanntmachung. Die unterm 4. Mai 1. J8. angeordnete Sperre der Nord: Anlage zwischen Stein- und Dammstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Juni 1905. Wer es unterläßt, dieser Aufforderung nachzukommen, hat die gesetzliche Strafe zu gewärtigen. Gießen, den 3. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 27. Mai bis 2. Juni wurden in hiesiger Stabt Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphenlinie an der Landstraße von Großen- Linden nach Lüzellinden liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Gießen aus. gefunden: 1 gelber, blau und rot eingefaßter Pferdeteppich 1 goldener Damenring mit 2 Steinchen, 1 Plüschportemonnaie mit Inhalt, 1 goldene Damenuhr ohne Kette und Hing, 1 Herrenuhr mit Kette; berloren: 1 schwarzer Damengürtel mit silberner Schnalle, Bortemonnate mit 1 Fünfmarkstüd, 2 Einmarkstüden, 1 Fünfzigpfennigftüd, 2 oder 3 Pfennigen und 1 Quittung von Heilbronner Gießen; 1 rot lederne Bigarrentasche, 1 gelbes, seidenes Spizentuch und 1 silberne Brosche( 4blättriges Kleeblatt). Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 3. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Betr.: Ebel- Stiftung. Darmstadt, 29. Mai 1905. Kaiserliche Ober- Boftdirektion. J. V.: Rogeßfy. Verkehrs- Verein Anmeldungen zum Bezuge der aus der Ebel- Stiftung für 1905 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke sind bis zum 30. Juni 1. J8. bei dem Armenamt, Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, den 3. Juni 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. J. B.: Curichmann Bedingungen der Heffischen Landes Hypothekenbank in Darmstadt für ihre vom 5. Juni 1905 an bis auf weiteres zu erteilenden Zusagen: Bet Hypothet- Darlehen an Private beträgt der 3insfuß 3 Proz. Bei kommunal- Darlehen beträgt der Zins fuß nach Wahl der Anleiher entweder 8,70 Broz. für die ganze Dauer des Darlehensverhältnisses oder 3,75 Broz. für die ersten zehn Jahre und 3,625 Broz. vom elften Jahre an. Giessen. Der von uns zur Ausgabe gelangte Führer für Gießen und Umgegend ist bei allen hiesigen Buchhandlungen zum Preise von 20 Pfg. pro Eremplar zum Verkauf ausgelegt. Bet größeren Bezügen sind ermäßigte Preise vorgesehen. Der Vorstand. Urteil des Verkehrs- Bureaus eines berühmten Badeorts: Besten Dank für das gesandte schöne Album. Gleid= zeitig sprechen wir unsere Anerkennung aus, über den hübsch gehaltenen, anregenden und leicht verständlichen Text, sowie über die geschmackvollen Jllustrationen. Wir sind überzeugt, daß durch die Herausgabe und Verbreitung des Albums, die Mühe und aufgewandten Opfer reichliche Früchte tragen werden, indem Sie dadurch viele Kreise zu einem Besuch nach Gießen aufmuntern. Wir bitten, uns noch eine größere Anzahl des Albums zu übersenden, um sie bei hier passender Gelegenheit für Sie nußbringend zu verwenden. Postkarten- Centrale Sonnenstr. 5 Gießen empfiehlt: Die an die Bank zu entrichtende einmalige Vergüt ung der Geldbeschaffungskosten beträgt 1 Proz. In besonderen Fällen kann die einmalige Vergütung von 18 Proz. ganz oder teilweise derart gestundet werden, daß die Tilgungsbeiträge der ersten Jahre zunächst zu ihrer Deckung verwendet werden und erst nach ihrer völligen Begleichung die eigentliche Kapital tilgung beginnt. Stadt- Aufichten Blumenkarten Witkarten Serienkarten Gießen, den 31. Mai 1905. Evangelischer Gesamt- Kirchenvorstand. D. Schlosser. Verdingung. Für die Feldbereinigungsgesellschaft Gießen, rechts der Lahn- Gemarkungsteil Heuchelheim- sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots nachstehende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden: C in S ale e nadila Schäd roten, bermit fchaft wegu wal Reg das jidht rid übe brü Mu cine zitte beste 1. Chaussierungsarbeiten beto 4. Auffeßen der Sticksteine, sowie Messen des Kleinschlages und Sandes 2. Pflasterarbeiten m. Lieferung der Steine qm 75 3. Anfahren der Sticksteine qm 3000 aute erach cbm 750 deru icheir cbm 1250 5. Anliefern der Wandsteine Ifdm 1600 feble 6. Anliefern des Kleinschlages cbm 300 schn cbm 200 Jerä Bur mer licht fleir mie tell wie war Ga ihr Jer 7. Anliefern des Sandes Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Kostenanschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechenden Aufschrift bersehen bis Mittwoch, d. 7. d. Mts., vorm. 11 Uhr bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die genannte Zeit in Gegenwart der er schienenen Bieter stattfindet. am Kanzleiberg à 5 und 10 Pfg. à 5, à 5 und 10 Pfg. à 5 Pfg. und 10 Pfg. Gießen, den 2. Juni 1905. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Vorzüglichste Lederputz- Creme Kavalier Das Beste vom Besten Keln alltägliches Schuhputzen mehr nötig, Oberall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Alle Sorten Gemüse ftets frisch, sowie gute Pariser Künstlerkarten à Stück 10, 15, 20 und 25 Pfg. Speisekartoffel Eintritt frei. Es werden nur Tilgungsdarlehen gewährt. welche von der Bank nicht gekündigt werden können Ebensowenig fann der Zins: fuß gesteigert werden. Dem Anleiher wird dagegen ein Kündigungsrecht eingeräumt. Aufschlüsse sind jederzeit kostenlos von der Bank ebenso wie von den Großherzoglichen Bürgermeistereien und Ortsgerichtsvorstehern zu erhalten. Günftig für Wiederverkäufer! Für Weinbezug! Kein Kaufawang. 7 Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. Rotwein ( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an P.Chr. Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. billigst zu haben bei Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Tapezierlehrling gesucht gegen sofortige gute Ber gütung. 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