d. on a er ie r Jei en en an Die зац 22. er ng et. on en as en Dor Der Der ert. 9 n ch ls ng er beid= rn, beзи en. als eninDer Ig it 1- 3= r= ne 11. es it, It n d gt ber pie Bernge der fann aufeder auen der rløbefizer ommend ortsüblich Stauanlagen einzuladen, wählenden Schau einld. Pfg. an von cer ein. 6.33100 T Nr. 105. Jnfertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Rebattion u. Hauptexpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Freitag, den 5. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbellager: Oberbeffishe Familienzeitung( täglich) und die Gießener Grifenblasen( wöchentlich). Das Flatt eria cint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Bekanntmachung. Die hiesige Volfsschule veranstaltet Sonntag, den 7. Mai, nachmittags 4 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins an der Nordanlage eine Schillerfeier. Wegen Raummangel fönnen zu dieser Feier nur solche Personen zugelassen werden, welche eine besondere Einladungskarte erhalten haben. Gießen, den 5. Mai 1905. Mecum, Der Schulvorstand: Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. Ein Hrbeiterfchutzkongrefs. In kommender Woche tagt in Bern ein internationaler Arbeiterschußkongreß. Die Aufgaben, die er sich gestellt hat, werden vielleicht nicht sofortige Lösung finden; die Beratun gen aber werden deswegen gleichwohl nicht unfruchtbar sein. Auch das langsam fortschreitende Werk kommt zum gesegneten Ende. Der erste internationale Arbeiterschußkongreß hat vor fünfzehn Jahren in Berlin stattgefunden. Das war auf besonderen Wunsch Kaiser Wilhelms geschehen. Aus Deferenz für Kaiser Wilhelm hatte der schweizer Bundesrat, von dem bereits Einladungen zum Kongreß ergangen waren; auf den Vortritt zugunsten Deutschlands verzichtet. Hierin lag eine besondere Respektbezeigung für den jungen deutschen Kaiser und zugleich eine Huldigung für den alten deutschen Raiser, den damals erst seit zwei Jahren die Erde deckte und zu dessen schönsten Verdiensten die bahnbrechende Tätigfeit auf dem Gebiet der Sozialgesetzgebung gehörte. Wilhelm den Großen hat der pietätvolle Enkel den ersten deutschen Kaiser genannt, nicht bloß um seiner kriegerischen Lorbeeren willen, nicht allein wegen des Siegerglanzes, der das ehrfurchtgebietende greise Haupt umschimmerte, sondern in dem gleichen Maße dafür, daß ihm vergönnt gewesen, nach seinem herrlichen Wort„ allezeit ein Mehrer des Reichs zu sein an Gaben des Friedens und der Gesittung". War der Krieg mit seinem Ruhm eine unentbehrliche Voraussepung für die Schaffung des Reichs, so bildet die Sozialgesetzgebung ein vornehmstes Ruhmesblatt Kaiser Wilhelmis des Großen. Nicht die harte Notwendigkeit hat ihn geleitet, sondern das edle Herz, mitfühlende Gemüt und die weise Erkenntnis, die neue Wege zu finden wußte, auf denen es möglich war, altes Leid zu besiegen. Es kann nichts Bezeichnenderes für den Enkel Kaiser Wilhelms des Großen geben, als daß er unmittelbar nach der pflichtmäßigen Erledigung seiner gewissermaßen persönlichen Einrichtungsarbeiten auf dem Thron, der Vorstellung an den benachbarten und befreundeten Höfen, es sein erstes sein ließ, einen internationalen Arbeiterschußkongreß tach Berlin zu berufen. Und die Berufung war ihm nicht leicht gemacht worden. Fürst Bismarck hatte ihr nur ungern zugestimmt und auch dem Programm sich lebhaft widersetzt. Der Altreichskanzler wollte auf dem Gebiet der Sozialges/ 3= gebung nur in langsamstem Tempo weitergehen, erwartete bon internationalen Vereinbarungen fein Heil. Aus diesem Widerstreit der Meinungen, der ein Widerstreit der Weltanschauungen war und nicht bloß an einem einzelnen Gegenstand haftete, ist vielleicht der Konflikt hervorgegangen, der zur Verabschiedung des Fürsten Bismarck führte. Daß diese Konsequenz mit in den Kauf genommen wurde, läßt deutlich erkennen, wie tief und innig unser Kaiser von der Notwendigkeit einer Ausgestaltung der Sozialgesetzgebung aus breitester, internationaler Grundlage durchdrungen war. - Eine Mobilmachung aller staatserhaltenden Kräfte war der Berliner internationale Arbeiterschußkongreß von 1890. Als er auseinandergegangen war, ohne Beschlüsse von sofortiger Wirkung zu fassen, fehlte es nicht an Kritikern, die das ganze Beginnen als verfehlt tadelten. Sie fonnten das um so zuversichtlicher tun, da man ihnen nicht verwehren durfte, sich mit der Autorität des Fürsten Bismarck zu decken, der die Berufung des Kongresses nur ungern gesehen hatte. - Die Kritiker sind voreilig gewesen. Sie wollten die Ernte unmittelbar nach der Aussaat sehen, und sprachen von ver: geblicher Mühe, weil die Ernte sich nicht sofort zeigte. Und doch war die Aussaat nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen. Sie feimte und gedieh. Die deutsche Sozialgesetzgebung ist für die meisten Staaten vorbildlich geworden. Ueberall erfannte man allmählich, daß sie der höheren Gerechtigkeit, d. i. der Billigkeit entsprach, daß ihre Grundlage die Sittlichkeit ist und die Menschenliebe, und daß in ihrer Folge wirtschaftliches Gedeihen einhergeht. Gegner der Sozialgesetzgebung hatten vorausgesagt, daß die mit ihr verknüpfte schwere Belastung den deutschen Industriellen zum Wettbewerb auf dem Weltmarkt unfäbia machen würde. Der deutsche Industrielle hat durch die Tat das Gegenteil bewiesen. Er trug die große Last, ohne an Kraft einzubüßen, ja seine Kraft erstarfte immer mehr. Jeßt erinnerten sich die Staaten der Lehren und Anregungen, die sie auf dem Berliner internationalen Arbeiterschußkongreß im Jahre 1890 erhalten hatten, und schufen bei sich Einrichtungen nach deut. schem Muster. Das war ein Friedenssieg von weltenweiter Bedeutung. Der nächstwöchige internationale Arbeiterschußkongreß in Bern wird zur Fortführung des großen Werkes die weitere Anregung geben. Der Krieg in Oftalien. Zwar weiß man noch immer nicht, wo Roschdjestwensft sich aufhält, aber man glaubt, gute Gründe dafür zu haben daß er seine Vereinigung mit dem dritten baltischen Ge schwader unter Admiral Nebogatow bereits vollzogen hat. Man schließt dies aus dem Umstand, daß Roschdjest wensky jetzt in Petersbung als Oberbefehlshaber der pazi sischen Flotte tituliert wird. Ob diese Folgerung gerecht. fertigt ist, muß sich erst zeigen. Die letzten Nachrichten von Roschdjestwensky stammen vom Dienstag. Damals soll sich seine Flotte bei Port Deit, nördlich der Honkohebucht an der Ostküste von Anam befunden haben. Roschdjestwensky suchte dort einen exterritorialen Ankerplatz. Die Dampfer„ Eva",„ Dagmar" und„ Bourbon" waren dort ständig zwischen Saigon und den russischen Schiffen unterwegs, die sie mit Vorräten aller Art versorgten, so daß die russischen Schiffsdecke selbst mit Die anMehl, Reis, Speck und Gemüse beladen waren. fänglich ebenfalls sehr rege Lieferung von Wein und Schnaps hörte später plötzlich auf. Vom Landkriegsschauplak wird berichtet, daß die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten in baldiger Aussicht steht. Oyama habe alle Ursache, Wladimostok unverzüglich zu belagern. Er verfüge jetzt über 625 000 Mann, mobon 100 000 über Sorea auf Wladiwostok marschieren, 150 000 die japanischen Verbindungen hüten und 375 000 Linewitsch gegenüberstehen. Die ruff.fchen flottenbauten. Berlin, 4. Wi Die russische Regierung scheint gewillt, in dem Kriege mit Japan die gleiche Ausdauer zu bewähren, die England im Transvaalfrieg gezeigt hat, ein zweites und selbst ein drittes Jahr die Opfer zu bringen, die ein Feldzug auf fernen: Ge biet erfordert. Man kann das aus der Aufmerksamkeit schließen, die von der leitenden Stelle mehr als je zuvor der russischen Flotte und ihrer Erneuerung zugewendet wird. Denn durch die Flotte allein kann Rußland zum Siege fom men. So lange Japan das Meer beherrscht, so lange ist e auch zu Lande im Vorteil, weil es jederzeit schnell und siche jeden erforderlichen Nachschub an Mannschaften und Muni tion heranholen kann, während Rußland auf das einzige Geleise der sibirischen Bahn angewiesen ist. Ist aber eine russische Flotte vorhanden, die mit Wladiwostok als Ctüß. punkt die Verbindung der Japaner mit der Heimatinsel be droht, so sind die Dinge völlig zu Rußlands Gunsten ver schoben. Daraus erklärt sich, daß man in Rußland inmei neue Schiffe baut und weitere Flottenbauprojekte hegt. Freilich arbeitet auf diesem Gebiet die Phantasie schneller und eine Phantasteflotte ist es, von deren Schaffung neuer dings die Rede gewesen ist. Nicht weniger als 8 Linienschiff der Slawa"-Klasse, 8 der neuen Imperator Paul I.". Klasse, 6 Panzerfreuzer, 6 geschüßte Kreuzer, 250 Tor, edo: boote, 10 Streuminendampfer und 4 Werkstattschiffe sollten in Angriff genommen werden. Die Wirklichkeit ist viel be: scheidener, aber immerhin verdient die Rührigkeit der russischen Admiralität Anerkennung. Tatsächlich sind 3 Panzer. freuzer, 4 Kanonenboote, 10 Flußkanonenboote, je 2 Tor. pedobootszerstörer von 580 und 300 Tonnen, 29 Torpedo. bootszerstörer von 350 Tonnen, 1 Minenschiff von 300 Tonnen und 10 Wachtboote von 35 Tonnen auf Staatskosten im Bau. Dazu kommen 18 Torpedobootszerstörer von 500 bis 825 Tonnen, die für freiwillig gespendete Gelder im Bau sind. Bei diesen Bauten allen handelt es sich zumeist um den Ersatz solcher Schiffe, die bisher im ostasiatischen Kriege verloren gegangen sind. Der Ueberschuß liegt allein in der großen Zahl der Torpedobootszerstörer, die meist schon längere Zeit in Arbeit sind und deren Fertigstellung dadurch beschleunigt wird, daß man in einer die Neutralitätsvorschriften nicht verlegenden Form ganze Teile vom Ausland bezieht. Demnach ist zu erwarten, daß in sehr furzer Zeit eine neue und sehr stattliche russische Torpedobootflottille bereit sein wird. Das Linienschiff Imperator Paul I.", das man irriger weise zu dem pazifischen Geschwader gerechnet hat, das sich zur Abfahrt aus der Ostsee nach Ostasien rüstet, ist mit seinem Schwesterschiff„ Andrei Perwoswanni" noch im Bau. Beides werden Schlachtschiffe von 17 000 Tonnen mit je 4 Stüd 30,5 Zentimeter-, 12 Stück 20,3 Zentimeter-, 20 Stüc 7,5 Zentimeter- und 26 Stück Maschinenkanonen kleineren Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Kalibers und mit starker Panzerung. Damit werden sie den japanischen Linienschiffen überlegen, die nur je 4 Stück 30,5 Zentimeter-, 14 Stück 15 Zentimeter- und 20 Stück 7,6 Zentimeter- Kanonen haben. Die Politik. A Ueber die handelspolitischen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reiche einerseits, den Vereinigten Staaten von Amerika und Spanien andererseits, berieten die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft. Den baldigen Abschluß eines Handelsvertrages mit Spanien hielt man für wünschens vert, während die Versammlung von einer Stellungnahme hinsichtlich der Vereinigten Staaten vorläufig absah. Die Newyorker Produktenbörse hat das Staatsdepartement er sucht, wegen des neuen deutschen Zolltarifs vorstellig zu werden. Die in Freiburg i. B. gepflogenen Verhandlungen über die Betriebsmittelgemeinschaft der deutschen Eisenbahnen haben den günstigsten Verlauf genommen. In den wich. tigsten Fragen erzielte man Uebereinstimmung. Die Re jultate sollen der zu Ende dieses Monats abzuhaltenden Konferenz sämtlicher Regierungsvertreter zu weiterer Be catung und Beschlußfassung vorgelegt werden. ** Die Regelung der Berggesetzgebung auf reichsgesetz lichem Wege will das Zentrum verlangen. So erklärte der Abgeordnete Bachem auf dem Parteitag der rheinischen Zentrumspartei in Düsseldorf, da die jetzt vorliegende Kom missionsfassung der Berggeseẞnovelle ungenügend sei, * Als neuer Reichsgerichtspräsident ist Freiherr Rudols oon Seckendorff zum Nachfolger des jüngst verstorbenen Reichsgerichtspräsidenten Dr. Gutbrodt ausersehen. Die amtliche Ernennung soll in den nächsten Tagen erfolgen. * In dem in einigen Tagen zusammentretenden preußi schen Landtag sind gegenwärtig fünf Mandate erledigt. Es handelt sich um die Wahlkreise Westhavelland- Brandenburg, Prenzlau- Tangermünde, Hannover- Stadt, Angerburg- Lözzen und Glogau- Lüben. Eine deutsche Note in der Marokkofrage soll an sämt liche Mächte außer Frankreich, England und Spanien er gangen sein. Die drei ausgeschlossenen Staaten besigen eigene Verträge mit Marokko. Die benachrichtigten Mächte sollen ohne Ausnahme zustimmende Antworten gegeben haben. + Die Behauptung, Deutschland habe den portugiesischen Teil der Insel Timor angekauft, wurde von dem englischen Minister Lord Lansdowne als erfunden bezeichnet, da man in Portugal nichts davon wisse. Oefterreich- Ungarn. + Nach einer über Paris gehenden Meldung soll Kaiser Franz Josef dem König Viktor Emanuel in Rom einen Besuch abstatten. Am letzten Tage seines Aufenthaltes werde der Kaiser den Quirinal verlassen und sich nach der öster= reichischen Botschaft begeben, um von dort aus dem Vatikan einen Besuch abzustatten. Die ohne Zweifel aus der Zutsammenkunft der Minister Goluchowski und Tittoni in Benedig kombinierte Mitteilung verdient wenig Glauben. Es ist nicht anzunehmen, daß Kaiser Franz Josef jetzt im hohen Alter den seither in bezug auf Rombesuche eingenommenen Standpunkt verlassen wird. Italien. In der Tripolisaffäre wird von neuem behauptet, ein englischer Spekulant habe die Hafenverpachtung an französische Kapitalisten vermittelt. Die Türkei habe nur aus Furcht vor Komplikationen vorläufig den Abschluß verzögert. In. Rufstand. Die durch die Warschauer Vorkommnisse wieder verstärkten inneren Unruhen nehmen eine bedrohliche Gestalt Mittwochabend proklamierten das sozialdemokratische Komitee und das Komitee der Handelsgehilfen Polens und Litauens in massenhaft verbreiteten Schriften den allgemei nen Streif für Donnerstag, als den Tag des Begräbnisses der Opfer in Warschau, von denen noch mehrere in den Spi tälern ihren Verletzungen erlegen sind. In Warschau streifen bereits alle Fabrifarbeiter. Der Revieraufseher Alerejew, der in Moskau von einer Volksmenge ange griffen wurde, welche bei seiner Verfolgung ein Restaurant schwer beschädigte, hat sich erschossen. In Kalisch wurden drei Leyte verhaftet, bei denen Proklamationen, Schuß waffen, Patronen und rote Fahnen gefunden wurden. Die Stadttore sind geschlossen, nach den Patrouillen, welche die Stadt durzchiehen, wird mit Steinen geworfen. In Lodz stimmte Mittwochabend eine Wolksmenge während des Maigottesdienstes patriotische Lieder Kosaken drangen gegen die Menge vor und feuerten eine Salve ab. Die Ku an. geln drangen in das Innere der Kirche und verletzten sieber Männer tödlich, eine Kugel traf den Hochaltar. Es ent stand eine schreckliche Panik, bei der zahlreiche Personen schwer beschädigt wurden. Drei der durch die Schüsse der Rosaten Getroffenen sind bereits gestorben. Die erregter Kirchenbesucher ergriffen einen Polizeidetektiv und mißhan delten ihn so, daß er sterbend ins Spital gebracht wurde. In Libau erschossen mehrere junge Leute einen Gendar merieoffizier, als er versuchte, einen politischen Agitator 31 berhaften. Türkei. Der hohen Pforte macht die makedonische Bewegung gegenwärtig viel Sorae. Ibrahim Pascha, der Großzere monienmeister des Sultans, hatte eine Unterredung mit dem österreichischen und dem russischen Botschafter über die makedonische Frage. Die Regierung entsendet Offiziere als Instrukteure in die Gendarmerieschulen der Provinzen Kleinafiens, die nach Art der makedonischen Gendarmerie: schulen ausgestaltet werden sollen. Alle diplomatischen Missionen haben eine Note vereinbart, die die Abstellung zahlreicher Mikstände auf den Zollämtern und verschiedene da rauf bezügliche Reformen fordert. Die Note wird in den nächsten Tagen der Pforte überreicht werden Frankreich. Donnerstag vormittag ist König Eduard von England bon Paris abgereist. Am Vortage hatte er während eines Frühstücks nochmals eine Unterredung mit dem Minister des Aeußern, Delcassé. Man bringt damit neue Gerüchte bon einer Criedensvermittelung im ostasiatischen Kriege in Zusammenho g, Amerika. A In Washington ist der internationale Eisenbahnkongreß eröffnet worden. Fünfhundert Teilnehmer aus allen Ländern trafen dazu ein. Der Präsident der amerikanischen Abteilung wies beim Empfang darauf hin, daß zum erstenmal auch Deutschland vertreten sci. Am 13. Mai wird Präsident Roosevelt die Kongreßteilnehmer empfangen. Mit dem Kongres ist eine Ausstellung von Eisent hnmaterialien verbunden. Der Kutscherstreik in Chicago hat zu weiteren bedauerlichen Ereignissen geführt. In mehreren Fällen kamen Kämpfe zwischen den Unionisten und den Streifbrechern vor und verursachten Paniken. Die schwarzen Kutscher schossen in einigen Fällen auf die Volksmengen, die ihre Wagenzüge in den Straßen angriffen. Die großen Bureaugebäude haben Mangel an Kohle und anderer Zufuhr; tausende von Tonnen von Nahrungsmitteln verderben auf den Bahnhöfen. Die Polizei gibt an, bisher seien drei Leute getötet und über hundert verwundet worden. Von anderer Seite wird gemeldet, daß die Anzahl der Getöteten und Verwundeten bedeutend größer sei. 1100 Polizisten und 900 besonders einberufene Reserven erwiesen sich als umzureichend, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Hof und Gesellschaft. *** Die Mittelmeerfahrt des Kaisers ist nunmehr beendet. Der Kaiser hat in Begleitung der Kaiserin und der Prinzen über Mailand, Chiasso und Basel die Rückreise in die Heimat angetreten, die ihn zunächst nach Karlsruhe führt. Von dort gedenkt der Kaiser sich nach Straßburg i. E. zu begeben, während die Kaiserin nach Gera und sodann nach Potsdam reist. Zur Vermählung des deutschen Kronprinzen wird sich Prinz Rupprecht von Bayern als Vertreter des bayerischen Hofes nach Berlin begeben. ** * ** Der Reichskanzler Graf Bülow erhielt anläßlich seines Geburtstages vom Kaiser eine Standuhr aus Goldbronze, die mit dem Reliefporträt des Kaisers verziert ist. Bei seinem Aufenthalte in Wien wohnte der König von Sachsen in Begleitung des Kaisers Franz Josef der Frühjahrsparade über die Wiener Garnison bei. Auch der Kaisergruft, in welcher die Kaiserin Elisabeth und der Kronprinz Rudolf bestattet liegen, stattete der König einen Besuch ab Soziales Leben Stadt einen höchst anmutigen Eindruck, während sie von der Land- und Hafenseite aus den Anblick einer überaus schmutzi. gen und verkommenen Chinesenstadt bietet. Diesen unan. genehmen Stadtteil muß man aber passieren, wenn man von der Landungsstelle der Dampfer nach dem Europäerviertel gelangen will. Die Scheide zwischen den beiden Stadtteilen bildet ein langgestreckter, bewaldeter Hügel Das Leben in den großen Hotels und Pensionen ist durchaus europäisch. auf [] Ein neuer Bergarbeiterstreif. Seit einiger Zeit machi sich eine Neigung zum Ausstande in der Bergarbeiterschaft der Niederlausit bemerkbar. Schon am 15. April trat die Belegschaft der den Anhaltischen Kohlenwerken zu Senftenberg gehörigen Grube Marie I. bei Reppist in der Niederlausitz in den Ausstand, weil die Forderung Wiedereinstellung eines entlassenen Kameraden nicht bewilligt wurde. Es herrscht die Befürchtung, daß der Aus. stand sich weiter ausdehnen wird. Wenn auch mit dem Lergarbeiterausstande im Ruhrkohlenrevier nicht vergleich bar, so wäre ein allgemeiner Streif in der Niederlausitz fü die Braunkohlenindustrie doch von weittragenden Folgen. Das chinesische Montecarlo. Eindrücke eines Ostasienfahrers. London, 4. Mai. Die Hauptanziehungskraft üben jedoch, wie bereits ge sagt, die vielen Spielhäuser aus offentliche wie auch ver botene, die aber trotzdem allgemein bekannt und äußerst start besucht sind. Erst am Abend um 9 Uhr öffnen diese Häuser ihre lockenden Pforten. Das Spiel, das in Macao gespielt wird, heißt Fautau". Von der Bank, die das Spiel unter: hält, sind an jedeni Tische stets drei Männer stationiert, die das Spiel leiten und für Ordnung sorgen. In der Mitte einer langen Tafel befindet sich eine viereckige Platte aus Stein oder Metall. Zahlen oder Schriftzeichen sind daraus nicht vermerkt. Einer der Beamten stets Chinesen- nimmt die Beträge, die gesetzt worden sind, entgegen. Die Scite der Tafel, vor der dieser Spielbeamte steht, stellt die Nummer 2( yee) dar; rechts davon befindet sich Nummer 3 ( sam), dann folgt Nummer 4( sze), also 2 gegenüber, und hierauf, zwischen 2 und 4, Nummer 1( yat). Ein zweiter Beamter der Bank, der Nummer 1 gegenübersteht, sich also auf Nummer 3 befindet, hat einen Haufen Münzen vor sich liegen, aus dem er vor Anfang des Spiels eine oder zwei Hände voll separat hinlegt und mit einer Messingschale bedeckt. Jetzt beginnt das Seßen der Spieler Wenn man nur eine einzelne Nummer setzt und diese herauskommt, so erhält man seinen Einsatz und den dreifachen Betrag, ab: züglich acht Prozent als Honorar für die Bank, ausbezahlt. Setzt man jedoch eine Ecke, vielleicht zwischen 1 und 2, und eine dieser Nummern schlägt, so erhält man das Doppelte seines Einsatzes ausbezahlt. Geradezu staunenerregend ist sowohl das Gedächtnis der chinesischen Bankhalter als auch ihre Geschicklichkeit im Auszahlen. Der Chinese, der das Geld aus dem vor ihm liegenden Haufen nimmt, weiß ganz genau, wieviel er herausnimmt, obwohl sein Griff fast blindlings geschicht und regelmäßig Münzen in einer Anzahl von 70 bis 80 Stüd erfaßt werden. Wenn man solchen gelben Kerl fragt, wie viele Münzen er gefaßt hat, so kann man sicher sein, daß cr die Zahl bestimmt und genau anzugeben vermag. Es ist borgekommen, daß ein Bankhalter, da er merkte, daß sich ein Engländer auf die Nummer 4 kapriziert hatte, diese Zahl 36mal nicht herauskommen ließ und sie sofort mehrere Male hintereinander schlagen ließ, als der hartnäckige Brite das Spiel aufaeacben hatte. Troßdem konnte ihm niemand eine Ungehörigkeit nachweisen. Sämtliche Spielbanken befinden sich in den Händen zweier Chinesen. die an die portugiesische Regierung eine Bauschalsumme von 1 200 000 Mark as jährliche Steuer zahlen. Was für die Europäer die Hauptstadt des Fürstentums Monaco ist, das ist für die Ostasiaten, besonders für die mit genügenden Glücksgütern gesegneten Bewohner der chinesischen Ostküste die portugiesische Besizung Macao- ein Spiel- Dorado ersten Ranges. Hier sammelt sich alles, was der Göttin Fortuna huldigt: Die reichen Chinesen, die Zerstreuung, Abwechselung und Sinnenreiz suchen, die europäischen Handelsherren des Ostens, die den„ Schwindel" fennen lernen wollen, und last not least! Abenteurer und Gauner aller Nationen und Stämme, die ihre Glücksgüter verbessern wollen und das berühmte corriger la fortune" ganz offen betreiben. Werden sie dabei ertappt und entlarvt, was tut's? Ihre Ehre können sie nicht verlieren, denn sie haben keine; es wird auch keine bei ihnen vorausgesetzt. Sie verschwinden einfach vom Schauplaye ihrer genialen Wirksamkeit, aber nur für heute und morgen, höchstens auch noch für übermorgen; sie erscheinen gar bald wieder in Macao, möglicherweise unter anderem Namen und anderer Gestalt vielleicht aber auch nicht. Wo so biele Gauner und Falschspieler zusammenkommen, wird der einzelne leicht übersehen. Zur Pistole oder einem sonstigen Mordinstrument greift dort fast niemals ein entlarvter Be trüger oder ein durch das Spiel Ruinierter Macao liegt auf einer Halbinsel an einer der Mündungen des Kanton Flusses und ist von Hongkong nur durch die breite Mündung des genannten Flusses getrennt. Von der Seefeite macht die Nah und ferm. Zu schweren Straßenunruhen kam es in Hamburg. Infolge eines Streites zwischen Seeleuten schritt ein Schutzmann ein, doch wurde er von den Erzedenten gepackt und halb tot geprügelt. Als auf sein Signal von allen Seiten Wachmannschaften anrückten, erhielten auch die Ruhestörer Zulauf und waren binnen furzem auf etwa 1000 Mann angewachsen, die gegen das Schußmannsaufgebot Front machten. Die Beamten mußten, da sie mit Steinen gewor fen wurden, blank ziehen. Erst nachdem eine ganze Reihe von Personen, teilweise auch bloß Neugierige, durch Hiebe verlegt worden waren, gelang es, die Rädelsführer zu verhaften. Ein ungeheurer Waldbrand entstand in der Nähe des schweizer Bergdorfs Albigny. Trotz der angestrengtesten Bemühungen der Einwohner und des herbeigeeilten Militärs, das verheerende Element von den Häusern abzuwehren, stand bald auch ein großer Teil des Dorfes in Flammen. Drei Personen kamen dabei um. Die Katze im Theater. Eine aufregende Szene spielte sich im Brüsseler Theatre de la Monnaie ab. Während der Aufführung von Gounods" Faust" fiel eine schwarze Katze von der Galerie mitten ins Parkett. Sie frallte sich am Kopfe eines Zuschauers fest, der an Ohr und Wange empfindlich verlegt wurde. Mit gesträubten Haaren in wilden Säßen durch den Saal springend, verursachte der vierfüßige Eindringling unter den anwesenden Damen große Panik. Endlich gelang es einem Feuerwehrmann, das wie toll sich gebärdende Tier zu ergreifen und fortzuschaffen. Einen tollkühnen Sprung aus einem Schnellzug wagte ein österreichischer Beamter, der versäumt hatte, in Schandau, dem Ziel seiner Reise, auszusteigen. Als er dies be. merkte, öffnete er kurz entschlossen die Tür seines Abteiles und sprang, obwohl der Zug sich wieder in Schnellzugsge schwindigkeit befand, zum Schrecken der Mitreisenden in die dunkle Nacht hinaus. Man sah noch, wie sich der Tollkühne auf dem Boden überschlug, dann war der sausende Zug be reits außer dem Bereich der Unfallstelle. Wie später fest gestellt wurde, ist der Tollkühne ohne Verlegungen davonge: kommen. Eine Liebestragödie. In der Nähe von Laurahütte in der Hugo- Kolonie versuchte der 26jährige Kaufmann Stramarczyk, seine Geliebte zu erschießen. Er verletzte sie schwer und brachte sich dann selber einen tödlichen Schuß bei. Der Beweggrund für die Schreckenstat ist darin zu suchen, daß die Eltern des Mädchens die Erlaubnis zur Heirat des Paares verweigert halten. Wegen Mordes an ihrem Gatten verhaftet wurde die Witwe eines vor kurzem beerdigten Postbeamten Zagoni Die Frau hatte beim Tode ihres Mannes der Polizei die Anzeige erstattet, jener habe Selbstmord verübt. Die be hördliche Kommission stellte denn auch tatsächlich Selbstmord fest. Durch eine anonyme Anzeige aufmerksam gemacht, hai jetzt die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet, die den Verdacht des Gattenmordes gegen Frau Zagoni fast zur Gewißheit erhoben hat. Die Leiche des Ermor eten wurde erhumiert. Hus dem Gerichtsfaal. der Schonung all balten, ftets aber geben. = [ Ein Gefch Laufe diefes Som haufes das Wer Profeffor bon 1 Prone als Hort Aunstverk in ri [ Zur Erf eine große wi der bielen Erfe Wärme nach den Werten und Bob Renntniffe nody und Bohrungen fugel fo gering, nur dem feinf würden. Auße meffungen im zu gering. De gegründeten un in Washington forschung der zuleiten. Dief fanischem Geft Bohrung in de Meter Tiefe n gleichförmigen § Der Hochzeitskaffee. Eine fehlgeschlagene Spekulation jog dem Sergeanten Zosel vom Infanterie- tegiment Nr. 102 in Zittau eine empfindliche Strafe zu. Als Küchenunteroffizier sparte er an den Kaffeebohnen für seine Kompagnie und sammelte das unrechtmäßig erworbene Gut in einem Sack, den er im Keller verbarg. Er wollte auf seiner bevorstehenden Hochzeit die Gäste mit einem extrastarken Militärfaffee bewirten. Das Hochzeitsprojekt zerschlug sich und dem Sergeanten begann das Gewissen zu schlagen. Er zog den Sad aus seinem Versteck und begann statt des bisherigen Bliemchenkaffees nun ertrastarfen durch allmählichen Zufay der veruntreuten Bohnen zu geben. Es sollte das eine Sühne sein. Die gute Absicht aber wurde dem Schuldigen zum Verderben. Er wurde von einem seiner Untergebenen belauscht. Dieser stahl den ganzen Sack, verfaufte ihn für 20 Marf, ließ sich aber er appen und kam vor das Kriegsgericht. Dabei wurden auch die Verfehlungen des Sergeanten aufJedeckt und dieser erhielt 6 Wochen Mittelarrest und wurde degradiert. ** Vermehrung der Zehnpfennigstücke. In kurzer Zeit soll eine umfassende Ausprägung von kleineren Scheidemünzen, namentlich von Zehnpfennigstücken, vorgenommen werden. In den letzten Monaten wurden fast gar keine Behnpfennigstücke hergestellt, so daß sich ein Mangel bemerkbar macht. Für die nächste Zeit ist deshalb die Ausprägung von Zehnpfennigmünzen im Werte von fünf Millionen Mart in Aussicht genommen. ** Vorsicht bei Ausstellung von Attesten auf Ersuchen von Privatpersonen wird den Medizinalbeamten in einem Erlaß zur Pflicht gemacht. Es ist vorgekommen, daß Kreisärzte über den Befund von Räumen, die zu dauerndem Aufenthalt von Menschen benutzt werden, auf Ansuchen von Privaten Atteste ausgestellt haben, und daß diese Atteste dann von den betreffenden Hauseigentümern der Polizeibehörde gegenüber als Beweismittel für den angeblich einwandfreien Zustand der Räume verwertet worden sind. Durch ein derartiges Verfahren könne die Stellung der Polizeibehörden und der höheren Instanzen erschwert werden. § Im Münchener Mordprozeß Huber erklärten die Sachverständigen die angeklagte Frau Huber für geistig völlig zurechnungsfähig. Die Angeklagte sei von einem starken Egoismus beseelt und habe einen lügenhaften Charakter. Große Sorgen machte ihr lange vor der Verhandlung die Toilettenfrage. Und in der vorigen Woche mußte ein großer Apparat aufgeboten werden, um ihre Toilette zusammenzustellen. Sie habe ja auch in den drei Tagen schon ber schiedentlich die Blusen gewechselt. Bezeichnend ist es, daß eine Mitgefangene den Ausspruch tat: Wenn Frau Huber nicht eine ordentliche Toilette bekommt, dann geht sie unter feinen Umständen zur Verhandlung. Ihre Che war eine unglückliche. Trotzdem liebt sie ihren Mann. Eine Zengin erkennt den Angeklagten Huber als einen Mann wieder, der mit der ermordeten Centa Falch eine Gartenwirtschaft besucht hat und mit ihr anscheinend auf sehr vertrautem Fuß: stand. Eine erschütternde Szene spielte sich ab, als der Reihe nach die Schwester, zwei Schwägerinnen und zwei Schwäger an den Zeugentisch gerufen wurden und alle unter Tränen die Erklärung abgaben, gegen die Angeklagte nichts aussagen zu wollen. Die Angeklagte Frau Huber schluchzte laut, als ihre Verwandten den Saal betraten, und preßte das Taschentuch vor die Augen. Huber, der die unerschütterliche Ruhe beibehält, starrt, als er die Verwandten sieht, gleichgültig vor sich hin. Er hat bekanntlich auf seiner Flucht die Papiere seines Schwagers, des Maurers Will, als die seinigen ausgegeben, während Frau Huber unter den Papieren ihrer Schwester Marie Weichelsdörfer reiste. A Die anonymen Briefe in Lemgo kommen nicht zur Ruhe den letzten Tagen sind wieder mehrere Einwohner Lem gos mit derartigen Schriftstücken bedacht. Nach den Schreibern wird eifrig gefahndet. Da die zu 1½ Jahren Zuchthaus verurteilte Frau Kracht nun doch Revision einzulegen gedenkt, so tritt die Möglichkeit hervor, daß der ganze Prozeß noch einmal aufgerollt werden könnte. Schutz für die Natur. ** Ein neuer Nichtraucher u nicht müde, der fagen. Mand ständige wird oder durch fchädlich sein schiedenen T Perfonen üb beröffentlicht mohl eine gr fer Hinsicht 3 Behauptung rauchens auf Verbrennung ein natürliche weitere Hinzu und zwar wi nupt. Immer brennung eine als Acrolein Tabaks in de wünschter Eig bergeffen, daß blatt bereits Wenn im Frühling unter den Strahlen der wärmenden Sonne Bäume und Sträucher aus dem Winterschlaf er machen, wenn die Knospen schwellen und zur Entfaltung drängen, die ersten Blüten ihre zarten Kelche öffnen und mil ihrem Anblick die in der reinen Luft lustwandelnden Menschen erfreuen, dann macht sich auch alsbald eine Erscheinung bemerkbar, die bei jedem wirklichen Naturfreund Bedauern und manchmal sogar Entrüstung hervorruft. Nicht allein im Freien, in Wald und Busch, nein auch in öffentlichen Parkanlagen und Gärten beginnt ein hartnäckiger Krieg gegen alles, was da grünt und blüht. Es ist nicht immer Bosheit oder Zerstörungslust, was die Veranlassung zu dem Abreißen von Zweigen und Blättern, dem zwecklosen Sam meln von oftmals mit den Wurzeln ausgezogenen blühenden Pflanzen gibt. Gedankenlosigkeit und Leichtsinn spielen hier eine große Rolle. Die unbewußten Feinde des Ge. deihens und der Entwickelung in der Pflanzenwelt refru tieren sich auch nicht aus einer bestimmten Schicht der Be völkerung. Stand und äußerliche Bildung sind nicht ent scheidend für den Vandalismus, der in den Frühlings- und Sommertagen in gar so ausgedehntem Maßstabe getrieben wird. Sieht man doch oft sogar, wie Mütter mit liebreichen Augen ihren sonst so ängstlich wohlerzogenen Kindern folgen, die in ausgelassener Art durch die Wiesen und Felder sprin gen, büschelweise die Gaben des Lenzes einsammeln und dabei noch mehr zerstören, als sie davontragen. Ist die Bürde nachher nach Hause gebracht, so ist natürlich alles verwelkt und verdorrt, gut genug für den Müllkasten. Wie wenige sonst für alles Gute und Schöne angeblich begeisterte Menschenkinder bedenken bei solchen gedankenlosen Zerstörungsfeldzügen, wie bitter unrecht sie tun. Unrecht gegen sich selbst, denn sie nehmen ihren Spaziergängen den schönsten Schmuck, die Plünderung der Beete, das Niedertreten der Rasenflächen schafft Verödung und Unansehnlichkeit. Unrecht gegen den Nächsten ist nicht minder groß, denn auch er will sich laben und freuen an dem jungen, sprossenden Leben, an den bunten Farbentönen der Blumen und an dem prächtigen Kleide, das Mutter Natur alljährlich der harrenden Erde schenkt. Und ist es denn schließlich kein Unrecht, in von dem Gelde der Allgemeinheit unterhaltenen Anlagen zu schalten und walten nach eigenem Belieben, das allen gehörende Gut willkürlich zu vernichten und sich anzueignen? Wer wirklich die Schönheiten der Frühlingszeit empfindet und in reiner Weise genießen kann, wird sich fernhalten von dem verderblichen Treiben. Schonen und pflegen, das muß die Parole sein für alle, denen die Pflanzenwelt mehr ist als ein totes Material, mit dem man tun und lassen kann, was man will. Nicht für einen allein öffnet die Anemone ihren Rosastern, hängt der Weidenbaum seine wolligen Blütenfätzchen heraus. Das Eltern, Lehrer und Erzieher, alle Erwachsenen sollten deshalb immer wieder der unverständigen uaend die Pflicht charfen Eigen Furfural, B dungen usw. taten bon G ebenso Anlaß gemeinen al Dels, soweit werden, mei Bedeutung. stellen müs Stoffe hing ** Der gerichte vorste Bell das langjährige Philipps bes ** Die über den He und gab di Neunkircher S die im Spätf Ramen Eleon ** Der haben, daß d fahon in den Bejuch des reifen. längerem (§) heifiige Ausschuß grundlegend es Aussch feitige Berd Anlage fitigung beigerufene zeug dur Aussicht b ficher in d ** A Ludwig W Lich zu 6 beginnenden auch Sudde boraud fichlid und 4 La Romplige Seppenheim fchon über 4 den Handen ab, ob bon bem D Szene spielte Bährend der warze State te fich am ge empfind in wilden r bierfügige Tope Banit wie toll jid Laurahütte Kaufman berlegte fie Schuß bei 1 zu fudjen, Heirat des Spekulation ent Nr. 102 Püchenunter Stompagnie ut in einem einer bebor Ten Militär ich und dem Er zog den bisherigen chen Zujay ine Sühne Digen zum ebenen be ihn für 20 iegsgeridt eanten auf. und wurd n die Sach eistig böllig nem ſtarten Charafter. andlung die e ein großer zusammen schon ber - ist es, da Frau Huber eht sie unter De war eine Fine Zengin wieder, der pirtschaft be autem Fuße rb, als der i und zwei n und alle Angeklagte Gran Guber traten, und Der die un Berwandten ch auf seiner aurers Will, ber unter den er reiste. . er wärmenden interschlaf er r Entfaltung ffnen und mil delnden Men ie Erscheinung und Bedauern Nicht allein öffentlichen ädiger Arieg nicht immer ffung zu dem dlofen Sam enen blühen htfinn spielen nde des Ge nivelt refru icht der B nd nicht ent ühlings- und tabe getrieben mit liebreiden Findern folgen, Felder sprin nmeln und da Ist die Bürde alles verwelft Wie wenige geisterte Men echt gegen fid Zerstörungs 1 den schönsten iedertreten der nlichkeit. Das groß, denn and en, sproffenden lumen und an alljährlich der eglich fein Ununterhaltenens Belieben, das und fidh anFrühlingszeit wird fich fernonen und le, denen die mit dem man für einen der Weidenfemen follten nd die Pflicht der Schonung alles Wachsenden und Blühenden vor Augen halten, stets aber auch selbst mit gutem Beispiele vorangeben. = Vermischtes. [ Ein Geschenk des Kaisers an das Herrenhaus.] Im Laufe dieses Sommers wird in der großen Halle des Herrenhauses das Werk aufgestellt werden, das der Kaiser dem Professor von Uechtrit aufgetragen hatte. Es stellt„ die Krone als Hort des Friedens" dar und ist ein MonumentalKunstwerk in riesigen Dimensionen. - [ Zur Erforschung der unterirdischen Temperatur] wird eine große wissenschaftliche Unternehmung geplant. Trop der vielen Erfahrungen, die man über die Zunahme der Wärme nach dem Innern der Erde hin in zahlreichen Bergmerken und Bohrlöchern gemacht hat, sind die diesbezüglichen Kenntnisse noch sehr ungenügend. Selbst die tiefsten Schachte und Bohrungen sind im Vergleich zum Durchmesser der Erd. fugel so gering, daß sie selbst auf einem sehr großen Globus nur dem feinsten Eindruck einer Nadelspite entsprechen würden. Außerdem ist auch die Zahl der Temperatur messungen im Verhältnis zur Größe der Erdoberfläche noch zu gering. Der Geologe Gilbert hat nun dem von Carnegie gegründeten und mit reichen Mitteln ausgestatteten Institut in Washington den Vorschlag gemacht, eine gründlichere Erforschung der Temperaturzunahme nach dem Erdinnern einzuleiten. Dieser Zweck soll durch Tiefbohrungen in altvulfanischem Gestein erreicht werden. Zunächst soll eine solche Bohrung in dem Lithonia- Bezirk in Georgien bis zu 1200 Meter Tiefe niedergebracht werden innerhalb einer sehr gleichförmigen und festen Granitmasse. ** Ein neuer Vorwurf gegen den Tabak. Die Partei der Nichtraucher unter den Chemikern und Hygienikern, wiri nicht müde, dem Tabak immer neue Schlechtigkeiten nachzu sagen. Manches davon ist zweifellos wahr, und jeder Ver ständige wird zugeben, daß der Tabakgenuß für gewisse Leu te oder durch Uebertreibung auch für ganz gesunde Menschen schädlich sein fann. Andererseits erwecken die vielen ver schiedenen Theorien, die von mehr oder weniger gelehrten Personen über die verhängnisvollen Einflüsse des Tabaks beröffentlicht werden, nicht gerade viel Vertrauen, weil sons wohl eine größere Einigkeit unter den Tabakgegnern in die. fer Hinsicht zu finden sein müßte. Jezt ist wieder eine neue Behauptung bezüglich der irritierenden Wirkung des Tabak. rauchens aufgestellt worden, die danach hauptsächlich auf der Verbrennung von Del beruhen soll. Der Tabat enthält schon ein natürliches Del, aber bei der Verarbeitung kommt die weitere Hinzufügung von Del mehr und mehr in Gebrauch. und zwar wird dazu angeblich bestes Florentiner Del be nutt. Immerhin gibt auch dies bei unvollkommener Ver brennung einen äußerst scharfen Dampf, den die Chemiker als Acrolein bezeichnen. Somit würde die Behandlung des Tabaks in den Fabriken noch zu einer Steigerung uner wünschter Eigenschaften beitragen. Man darf aber nicht vergessen, daß auch ohne Hinzufügung von Del das Tabak blatt bereits eine große Zahl von Stoffen mit ähnlichen icharfen Eigenschaften in sich schließt, beispielsweise Pyridin, Furfural, Buttersäure, Baldriansäure, Ammoniakverbin dungen usw. Außerdem geben die gleichfalls häufigen Zu taten von Glycerin nd Glycose bei teilweiser Verbrennung ebenso Anlaß zur Entwickelung scharfer Dämpje. Im allgemeinen aber sind die Mengen dieser Stoffe sowie des Dels, soweit sie bei der Fabrikation dent Tabak beigemischt werden, meist sehr gering und wahrscheinlich ohne praktische Bedeutung. Dennoch wird man sich auf den Standpunkt stellen müssen, daß dem Tabak überhaupt keine fremden Stoffe hinzugesetzt werden sollen. Cokales. 5. Mat 1905. ** Der Großherzog hat dem Bürgermeister, Drtsgerichte vorsteher und Standesbeamten Ludwig Müller zu Bell das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Die Großherzogin übernahm das Proteftorat über den Heilstättenverein für das Großherzogtum Hessen und gab die Erlaubnis, daß die am Südabhange der Neunkircher Höhe bei Darmstadt erbaute Vereinsheilstätte, die im Spätsommer in Betrieb genommen werden soll, den Namen Eleonoren- Heilstätte führt. ** Der„ Mainz Anz." will aus guter Quelle erfahren haben, daß der Großherzog und die Großherzogin schon in den nächsten Tagen nach Schloß Hemmelmart zum Besuch des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen reisen. Gleichzeitig werde die Großfürstin Sergius zu längerem Aufenthalte dort eintreffen. (§) Barlamentarisches. Der Beratung über die hessische Gemeindesteuergesehuovelle im SonderAusschuß drohte insofern eine Rippenfante, als einzelne grundlegende Bestimmungen haarscharf gegen die Ansichten mes Ausschusses standen. Vor allem hielt man die einseitige Veranlagung zur Gewerbesteuer nach dem Wert des Anlage oder Betriebskapitals ohne gleichzeitige Berück sichtigung des Ertrages für undurchführbar. Die her beigerufenen Regierungsvertreter steuerten jedoch das Fahr. zeug durch alle Jährlichkeiten hindurch, sodaß i bt begründete Aussicht vorliegt, das Gesez in seiner ursprünglichen Form ficher in den Hafen des Plenums zurückzubringen. ** Am 2. Mai wurden die Steueraufs heraspiranten Ludwig Weber aus Gießen und Albert Haas aus Lich zu Steueraufsehern ernannt. ** Prozeß Hudde. In der nächsten, am 2. Juni beginnenden Sigung des Schwurgerichts für Oberhessen wird auch Hudde abgeurteilt werden und zwar dürfte der Prozeß voraussichlich am Montag, drn 4. Juni seinen Anfang nehmen und 4 Tage beanspruchen. M.tangeklagter ist Haddes Komplize Walter, der gemeinsam mit ihm den Enbruch in Bis i zt sind Heppenheim am 1. Oftober begangen hat. schon über 40 Beugen geladen, von der Verteidigung, die in den Händen des Rechtsanwalts Spohr- Gießen liegt, hängt es ab, ob noch weitere geladen werden. Die Anklage wird von dem Oberstaatsanwalt Theobald und dem Staatsanwalt Hoos gemeinschaftlich erhoben; die Anflageschrift umfaßt mehr als 40 Seiten. der UniversitätsB Schiller- Ausstellung Bibliothek. Die in dem Ausstellungsraume der Großh. Universitäts- Bibliothet( Erdgeschoß) veranstaltete Schilleraus stellung wird am Dienstag, den 9. Mai, vormittags 11 Uhr, eröffnet werden. Tie Ausstellung wird zunächst den Mai hindurch an jedem Dienstag und Freitag von 11-12 Uhr und an den Sonntagen von 11-1 Uhr unentgeltlich zugänglich sein. Näheres über Umfang und Inhalt der Ausstellung, die sich auch auf Schillers 8 itgenossen, namentlich Goethe, erstreckt, wird in furzem an dieser Stelle mitgeteilt werden. ADie Kreislehrerkonferenz für den Kreis Gießen fand gestern Donnerstag in der Turnhalle der Knabenschule Gießen unter dem Vorsiz des Provinzialdirektors, Geheimrat Dr. Breidert, und im Beisein der Mitglieder der Kreis. schulfommission statt. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete die Schillerfeier" der Lehrer. Lehrerin Frl. Friedrich sprach einen Prolog, worauf Lehrer Krug- Gießen einen Vortrag über das Thema„ Unser Schiller." hielt. Kreisschulinspettor Kleinschmidt machte hierauf die ftatiflischen Mitteilungen über das Bolksschulwesen des Kreises Gießen im Schuljahr 1904/05. Darnach sind 79 Schulen vorhanden, an denen 197 Lehrkräfte wirken, von den Schulen sind 39 ein, 22 zwei, 7 breis, 7 vier- und 4 mehrklassig. Die Bahl der Schüler ist von 11 804 auf 12 107 geftiegen, davon sind 6132 Mädchen und 5975 Knaben, 10 879 gehören dem evangel. 200 dem katholischen, die übrigen dem israelit schen Bekenntnis an. Auf die Stadt Gießen entfallen 45 LehrDie Zahl der schulgeldfreien träfte und 2239 Schüler. Volksschulen stieg von 62 auf 67, nur noch 13 erheben Schulgeld. Die einzige Privatschule zu Arneburg, Erziehungsanstalt für Waisen, zählt 2 Lehrkräfte uud 22 8öglinge. Kreisrat Medizinalrat De Haberforn referierte über die " Genickststarre". Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert regt die Gründung weiterer Voltsbibliotheken an und stellt Zuschüsse aus der Kreistasse in Aussicht. Von den 80 e meinden haben bis jetzt nur ca. 33 Voltsbibliotheken. Ein überaus lehrreichrs Referat über„ Die Fibel, das erste Lesebuch der Kleinen" hielt noch Lehrer Zöller- Waßenborn Steinberg; die Notwendigkeit einer Verbessenung der hessischen Fibel wird allseits anerkannt. Um 1 Uhr schloß der Vorfißende die arbeitsreiche Ronferenz. - ** Nur noch wenige Tage weilt die große Ehlbecksche Menagerie in Gießen, beeile sich daher jeder, derselben seinen Besuch abzustatten, der ein durchaus interessanter und lohnender ist. Sämtliche Tiere des reichen Bestandes sind in bester Verfassung und machen durch ihre Lebhaftigkeit einen guten Eindruck; die Dressuren stehen auf der Höhe und verdienen rückhaltslosesten Beifall, überhaupt ist das Programm ein so reichhaltiges und vielseitiges, daß es jedem etwas neue& bietet. Daß dem Kolonialwaren- und + Besizwechsel. Flaschenbiertändler Peter eisel Gießen, Afterweg 43, gehörige Anwesen ging zum Preise von 28 000 Mart in den Besitz des Herin Duell Lollar über. * Nicht auf den Rasen sehen! Diese Mahnung schärfe man in jeßiger Zeit, wo das junge Grün auf den Wiesen und Wegrändern so verlockend zum Riederseßen einladet, den Kindern allen Ernstes ein, wenn sie hinauseilen ins Freie. Das Erdreich ist zwar trock n, aber falt, und schwere Erkrankungen fönnen die Folge des Niedersehens sein. Mögen alle Ettern darum obige Mahnung ihren Lieblingen immer und immer wieder auf den Weg geben und auf deren ftrengste Befolgung ein wachsames Auge haben! Die Steuerkraft der hessischen Provinzen. E8 bringen von dem Gesamtertrag von 12 328 044 Mart auf Startenburg 5 114 769 t oder 41,5% Rheinhessen 4 775 214 Mt. oder 38,7% und Oberhessen 2438 061 tt. ober 19,6%. Nur wenn man die Steuer nach der Kopfzahl der Bevölkerung verteilt, ergibt sich für Rheinhessen ein Plus, denn durchschnittlich kommen auf einen Einwohner Steuern im ganzen Land 10,99 Mt.; in Rheinhessen da. gegen 12,42 t, in Starkenburg 10,44 Mt. und in OberAn Vermögens fteuer gelangen heffen nur 8,46 Mt. an Einkommensteuer 3177 617 Mark zur Erhebung, entfallen davon Auf Starkenburg 9150 437 Mart. 1 211 542 Mart Vermögens- und 3 903 226 Mart Ein. fommensteuer, auf Rheinhessen 1179 948 Mt. Vermögensund 3595 265 Mt. Einkommensteuer, auf Dherhessen 786 126 Mart Vermögens- und 1651 935 Mart Eintommensteuer. * Beschwerdebuch! Die Verbands- 8- itschrift des Staats Eisenbahnvereins bringt in ihrer legten Nummer folgende Blütenlese aus dem Beschwerdebuche des Frantfurter Hauptbahnhofs: bei 23. Mai 04. Wegen hangriffligen Anfassens. 1. Juli 04. Betrefenter lefte in Mainz Zuschlag Bug Ankunft in Frankfurth bin ich nicht angemessen behandelt, als wenn ich Verbrecher wäre. 11. Aug. 04. Schadenersaz fürn Hut 1,75, und zweitens Wagen Ueberfüllung von Menschen von Fulda bis Gerzel. 28. ug. 04. ab Grisheim fonten Eltern nicht mit weil der Beamte sie nicht reinlies. Beschwerde ziehe ich zurück. 16 Oft 04. Beschwerde gegen das Dienstpersonahl in III. bis VI. Klasse glaub ich nicht das man dem Menschen heutzutag nicht mit Faustschläge entgegenträten muß, wie ich mit Michel Palmen mein Freund Löber hier in Frankfurt bin verhandelt worn. 22 Febr. 05. Da ich 50 vorabgangdesdes zug Frant. furt da ich acht Bachen Bieh da ich keine Anzuch mehr haben. 24 Febr. 05. Beschwerde gegen den Vorsteher behalte ich mir vor! Die Namen der Beschwerdeführer sind natürlich wegbelassen worden. Sie sind auch meistens unleserlich. * Was soll man trinken? Alles altolische ist Höllenbräu. Thee und Kaffee sind furchtbare Gifte. Auf die Schädlichkeit des Wassers in dem ganze Bazill nherden herumschwimmen wird wieder und wieder aufmerksam gemacht. Vor der Milch, die zahlreiche Krankheitsfeime enthält, kann nicht genug gewarnt werden. Was bleibt da einem anderes Kladderadatsch. nach zu trinken übrig als Lebertran? Un den trinkt man sich so furchtbar leicht über. § Launsbach. Ludwig Bender ist als Desinfektor für die Bürgermeistereien Azbach und Launsbach amtlich bestellt worden. Wißmar, 4. Mai. Fußgendarm Stange ist von Ehringshausen nach hier versetzt worden. = Wezlar, 4. Mai. Der landwirtschaftliche Brein für den Kreis Wehlar hielt heute unter dem Vorsitz des Landrats Dr. Sartorius dahier eine gut besuchte General- Versammlung ab. Aus dem Jahresbericht ist zu erwähnen, daß die Vereinstätigkeit eine sehr rege gewesen und die Mitgliederzahl von 549 auf 565 angewachsen ist. Das Vereinsvermögen beziffert sich gegenwärtig auf 3099,67 Mt. Im weiteren Berlauf fzte die Versammlung als Tage für das diesjährige Tierschaufest endgültig den 13. und 14. Juli fest. ? Groß Rechtenbach, 4. Mai. Die Gemeindefteuerlisten für 1905 liegen von heute ab bis zum 17. d. M. auf dem Bureau der hiesigen Bürgermeisterei zur Einsicht der Steuerpflichtigen offen. * Herborn, 4. Mai. Der Gauschüßentag des Ganes dessen und Nassau fand am Sonntag hier statt und erfreute sich eines sehr guten Besuches. Anwesend waren 21 Bertreter und eine größere Anzahl Gäste. ?? Groß- Karben, 4. Mai. Bürgermeister Stelz dahier ist nach längerem Leiden verstorben. Lie Gemeinde steht deshalb vor der Bürgermeisterwahl. *-* Mainz, 4. Mat. 13 000 Schillerbücher wird die Stadt Mainz am 9. Mai an sämtliche hiesige Schüler berteilen. K Mainz, 4. Mai. Lehrmittel Stiftung. Der Champagnerfabrikant Henkel stelte zur Anschaffung von pfyfifalifchen Instrumenten für die hiesigen Volksschulen 5000 f. zur Verfügung. K Ans Naussau, 4 Mai. Submissionsblüte? Bei der Submission über den Oberbau der Eisenbahnstrecke Herborn Remerod lautete das Höchstangebot auf 139 000 Mt., das Mindestangebot auf 50 000 Mt.( Wenn, wie vielfach üblich, die Endzahlen nicht beliebig fingiert sind, so ist der Unterschied ein recht hübscher. D. Red.) Literarisches. Oldenburg. Während die Ruhstratprozesse noch immer im Vordergrunde des Interesses stehen, ist bis heute über Oldenburg selbst so wenig Authentisches an die Deffent. lichkeit gelangt, daß der die Nr. 16 der Wochenschrift Welt und aus" eröffnende, offenbar aus der Feder eines intimen Renners oldenburgischer Verhältnisse hervorge gangene Artifel„ Oldenburg" von Gerd Ewers( Pseudonym) allgemeine Aufmerksamkeit erregen wird, zumal ihm ein reicher photographischer Bilderschmuck beigegeben.( Probenummern direkt aus Leipzig fostenlos, Heftpreis 20 fg.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag Misericordias- Domini, den 7. Mai. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Eck. Vormittags 11 Uhr: Rinderkirche für die Markusgemeinde Pfarrer Schwabe. Die Vereinigung der fonfirmierten männl. Jugend der Abends 6.00 Uhr: Siehe Johanneskirche. Matthäusgemeinde fällt aus. In der Johannestirche. Samstag, den 6 Mai, nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Euler. Sonntag, Misericordias- Domini, den 7. Mai. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Konfirmation der Kinder aus der Johannesgemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Besondere Kollekte für die Armer. Batholische Gemeinde. Samstag, den 6. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 7. Mai. 2. Sonntag nach Ostern. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte um 7 Uhr an: Die erste heil. Mess, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. " „ 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Andacht mit Segen. Dienstag und Freitag Abend um 6½ Uhr, ist MaiAndacht. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Samstag, den 6. Mai. Beitweise woltig, startwindig, erheblich fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Steinstraße zwischen Nordanlage und Dammstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, 4 Mai 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Betanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Rordanlage zwischen Stein- und Dammstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 4. Mai 1905. Großh. Polizeiam: Gießen. Herberg. Bekanntmachung Die unterm 8. April I Js angeordnete Sperre der Seitenstraße zwischen den Häusern der Weftanlage 9 und 27 wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 3 Mai 1905. Großh Polize amt Gießen. Herberg. Atelier Herrenschneiderei für feine nach Maß Heinrich Krevert Schulstraße 6. vorm. Jul. Fischer Schulstraße 6. Reichhaltiges Stofflager in modernen deutschen und englischen Fabrikaten sowie echt stelerischen wasserdichten Loden. Da ich als praktisch erfahrener Fachmann mit elegantem Schnitt vertraut bin, bin ich in der Lage, bei billigen Preisen den verwöhn testen Geschmack zu befriedigen. Warum ist es wohl notwendig gewesen, dass zu all den vielen Sorten in der NaumanniaSeife noch eine neue KernSeife in den Handel gegebracht wurde. Weil eben darunter keine in so hohem Grade, die für eine wirklich gute Haushaltungsund Küchenseife erforderlichen Eigenschaften besitzt als gerade Naumannia- Seife Sparsam, rein, mild, neutral, billig. Wäsche und Hände nicht angreifend, für alle Waschzwecke gleich gut geeignet, sind die Eigenschaften, nur 12 Pfg. welche bei die Naumannia- Seife per Stück bei jeder einsichtigen Hausfrau beliebt machen. Die permat angeren, Von dort gedenkt der Kaiser sich nach Straßburg i. E. zu begeben maand die Kaiserin nach Montag, den 8. Mat d. I. abends 82 1hr Uebung des 2. Löschzuges. Das Kommando. Tüchtiger Schuhmachergeselle sofort gesucht. B. Amend, Schuhmachermeister, Gienen, Ludwigsplay 4. Im Waschen und Bügeln empfiehlt sich Frau Otto Wäscherei. Gießen Liebigstraße 63. Civile Preise. Scinett rocknende ussbode Lack Oelfarben nicht nachtlebend, Parketwachs, Parketwachs erg und sodann nac Fahrräder, erstklassig, direkt von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65. an. Zubehörteile, Prima Mäntel von ca. Mk. 4., Luftschläuche von Mk. 2.80 an. auch an fremReparaturen dem Fabrikat prompt und billigst. Katalog gratis und franko. Duisburger Fahrradfabrik ohne Glätte. sowie alle sonstigen Artikel zum Anstreichen u. Wichsen der Fußböden bei Emil Fischbach, Miest n Prima Apfelweine in Flaschen, garantiert naturrein, liefert jedes Quantum frei ins Haus. ,, Schwalbe", Akt.- Ges. Duisburg- Wanheimerort. Gegründet 1896. Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Auf Oswalds Garten Giessen Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung eines Geräte schuppens für das Tiefbauamt sollen Kr. 106. Infectionspreis Jeffen, ble Streife Rellam Fe Rebattion u. Sau Donnerstag, den 11. Mai d. Js., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden: 1) Glaserarbeit, 2) Schreinerarbeit, 3) Schlosserarbeit, 4) Weißbinderarbeit, 5) Pflaster- und Chausierarbeit. Zeichnungen, Arbeitsbes breibung und Bedingungen fönnen b uns mäyrend der Amtsstunden eingesehen werden. Angebote au Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpun an uns einzureichen.. Zuschlagsfrist 14 Tige. Gießen, den 2. Mai 19 5. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Europas größte Menagerie Neue Tatsachen, die jeder und Raubtierkarawane bleibt nur noch bis einschl. Sonntag, den 7. Mai, hier. Geöffnet von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr. Nachmittag8 nm 4 Uhr: Gr. Familien- u. Kindervorstellung. Abends 8 Uhr: Hauptvorstellung mit Fütterung. Vichbesitzer wissen muß! Es ist so und kann nicht bestritten werden, daß troz der drohenden Futternot die Futterwürze ,, Bauern freude" eine rentable ertragreiche Bichhaltung berbürgt. Es ist so und kann nicht bestritten werden, daß ,, Bauern freude" nur aus besten, gehaltvollsten, aus e. ster Hand eingekauften Rohmaterialien fabriziert wird. Es ist so und kann nicht beftritten werden, daß keine der zahllos auftauchenden Nachahmungen der ,, Bauernfreude" in Wirkung ihr auch nur annähernd gleichkommt. Auftreten des berühmten Tierbändigers Herrn Kekner. Sonntag, den 7. Mai: unwiderruflich letzte Abschiedsvorstellungen. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein. J. Ehlbecks Ww. aus Hamburg Es ist so und kann nicht bestritten werden, daß Besitzerin. Pferde zum Schlachten werden zu den höchsten Preisen angekauft. Zur Anfertigung von Vereins. Druck sachen hält sich bestens empfohlen: Albin Klein, Gießen, Seltersweg 83. Zulauf und waren binnen turzem auf etwa 1000 angemachien Sie tregon Darmstädter Pferde- Lotterie. Zi hung am 17. Mai. 1 Lo8 uur 1 Mart. ( Biehungsliste und Porto 20 Pig.) Sofort oder zu Ostern findet 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden eine Anzahl jüngerer Mädchen 1 und kompletem Geschirr i. Werte von ca. Mt. 6000 Mt. 2000 Reitpferd mit Sattel u. Baum, i. W. v. ca. Stuhlwagen m. 1 Bferd u. Geschirr, i. W. v. ca. Mr. 1700 leichte Beschäftigung in 17 Pferde oder Fohlen im Gesamtwerte von unserer hiesigen Zigarrenfabrik. 535 andere Gewinne im Gesamtwerte von C. Klingspor, Gießen. Lose sind zu beziehen durch: Dienstmädchen sämtlichen H ushaltungsarbeiten bewandert, für bürger Hoher lichen Haushalt gesucht. Lohn. Meldungen erbeten, Gießen überstraße 6. Frauen die nachmittags 1 bis 2 Stunden Laufdienst übernehmen wollen, gesucht. Näk. i. d. Exp. d. Bl. Liebigstraße 58 ist ab 1. Juli eine schöne 5- Zim merwohnung mit allem Zubehör ebent. mit Bleiche und Gartenanteil preiswert zu vermieten. Schöne möbl. Bimmer mit oder ohne Pension zu verm. Bismarckstraße 17 u. Goethe: Weserstraße 8. ftraße 48 p. H. Trechsler, Gießen. "/ Bauernfreude" in faft 40 000 g oßen und fleinen landwirtschaftlichen Betrieben mit zufriedenstellendsten Erfolgen ständig Verwendung findet. Es ist so und kann nicht bestritten werden, daß über 8000 Sachverständige der Bauernfreude" für Enthält Die biefige Sonntag, de in der Turnh anlage eine unaufgefordert das beste Zeugnis u. die lobendste solche Persone Anerkennung ausgesprochen haben. Es ist so und kann nicht bestritten werden, das eine große Anzahl von Autoritäten, Brofessoren, Tierärzten, Chemifern 2c. fich in lobender Weise über die Billigkeit und Wirksamkeit der Bauern= freude" geäußert haben. Es ist so und kann nicht beftritten werden, daß der Verbrauch der Bauernfreude" troß aller gegner: ischen Anfeindungen und haltlosen Verleumidungen nicht nur nicht abgenommen hat, sondern fortwährend im Steigen begriffen ist, was cin weiterer Beweis für den hohen Wert der„ Bauernfreude" ist. Es ist so und kann nicht beftritten werden, daß wir diesen Wintrr einen großen Futtermangel zu ber= zeichnen haben werden, weshalb jezt shon am Futter gespart werden muß, daß aber bei Vers wendung von Bauernfreud die denkbar weit gehendsten Eine bei größtem Nutzen ers ztelt werden, da infolge Beigabe von Bauern: freude" die Nährstoffe des Futters vom Veh vollständig ausgenügt werden fönnen. " Es ist so und kann nicht bestritten werden, daß , Bauernfreude" dank ihrer Wirksamkeit sich stän= " diger Verwendung in den Betrieben einfichtiger und umsichtiger Landwirte erfreut und diesen durchweg zu Wohlstand und reichem Nußen verholfen hat. Männer- Turnverein Gießen. Die Turnstunden im Sommerhalb jahr haben begonnen. Geturnt wird an folgenden Abenden: 1. Dienstag u. Freitag: Freiübungen u. Riegenturnen, 2. Donnerstag: Kürturnen, 3. Dienstag: die akademische u. Männerriege, 4. Montag u. Donnerstag: die Riegen der Studenten. Das volkstümliche Turnen beginnt an allen Abenden um 72 Uhr, das andere Turnen um 8% Uhr pünktlich in der Turnhalle des Realgymnasiums Ecke Ludwigstraße und Bickmarckstraße. Anmeldungen werden an den Turnabenden durch die Turnwarte und sonst schriftlich durch den ersten Sprecher Rechtsanwalt Kaufmann sowie den ersten Schriftführer Karl Lang Marktstraße 4 entgegen genommen. Der Vorstand des Männer- Turnverein Mr. 10 300 92'000 Im Gebrauch! ME. 5000 L. F. Ohnacker, Lotteriebant, beschränkter Haftung, Gesellschaft mit sowie in Gießen bei: Darmstadt, Richard Buchacker, Neue Bäue 11, Wilh. Semmler, Seltersweg 25, Phil Weiler, Markt 1. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel jr. Giessen. Kalkwerke: Abendstern. - Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Filiale: Berlin Gießen. S Blickensderfer chreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Katalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. - Leipzigerstr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten u. backen 50% Ersparnis gegen Butter! Wegen Ginladungsfar Gießer Mecu Oberbürger De Die Frage, hanzöfifchen Le nicht geklärt. Antworten, die ibre diesbezügli regung immer In Paris t gegen Fr unmittelbar bet dung, daß die Safen Port D habe. Der ja Mufmerffamfe Es heißt, die Abteilung de dem Befehle bucht entsand Neutralität z In Japan zur Aufrechte fechterei. Ma zeit die ganze punkt benutt ruhigen lassen bureau mitteil Sen- Kohe- Buch bor Anter lag Ankerplatz zu französischen Be nische öffentlich daß sich fein ru wässern befinde Die Die So fe Schiller- Gebo dem großen Bie tief Go Riftzeug ein hatte fein eine Gener Genius, bie nicht imfta Geschlechter. Bort hat g gemacht, Sc ein Jahrhund er den Bolte übereinander Refl ren über Menschentums mit flamment zu und vertiä wärmenden G tum zerbracher berachtung des Ründer der