erre аве ゴロー t 148,000 Artikel u 1. Nr. 4. Jesertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz OberSeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Bfg. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 5. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Wt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sießencz Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Borgfyftem. Von einem Handwerksmeister wird uns geschrieben: Dant der besseren kaufmännischen Erziehung des Meisternachwuchses ist es auch im Handwerk zur schönen Sitte geworden, mit Beginn eines jeden neuen Jahres einen Blick rückwärts anf die Geschäftsentwickelung zu werfen und sich darüber Rechenschaft abzulegen, ob das Vermögen gewachsen oder zurückgegangen ist. Nur durch eine pflichthafte Gewissenserforschung über den Vermögensstand ist es möglich, die Zügel des Geschäftes fest in der Hand zu behalten und etwaige Schäden zu beseitigen oder die kaufmännische Seite des Betriebes zu vervollkommnen. Die Jahresbilanz ist aber auch deshalb notwendig, weil sie ein sehr wertvolles Gegengewicht gegen das Borgsystem iſt. Gerade für den Handwerker wird die Kreditgewährung mit jedem Jahre eine größere wirtschaftliche Gefahr, weil er in seinem Geschäftsverkehr mit den Lieferanten mehr und mehr von den kaufmännischen Gebräuchen abhängig wird und sonach keinen höheren Kredit als auf die Dauer eines Vierteljahres, der in den meisten Fällen auch noch durch Wechselakzepte sicher gestellt sein muß, rechnen darf. Mit diesen kaufmännischen Gebräuchen sollte auch die Kreditgewährung an die Kundschaft möglichst im Einklang gebracht werden, weil sich nur hierdurch vor Begründung eines Geschäftes das Betriebskapital kalkulieren läßt und weil nur durch einen regelmäßigen Geldumschlag eine Ausdehnung des Geschäftes möglich ist. Wenn aber ein Unternehmer sein Vermögen zu sehr, wie der Fachausdruck heißt, in Büchern festnagelt, dann bleibt er ewig in engen Verhältnissen haften, wenn er nicht gar seinem geschäftlichen Ruin entgegengeht. Es ist das Verderben vieler durchaus achtungswerter strebsamer Unternehmer, daß sie die Leistungsfähigfeit und den Umfang ihres Betriebskapitals überschäzen und sich durch eine unvernünftige Kreditgewährung geradezu den Sarg ins Haus stellen. den Freilich darf nicht verkannt werden, daß auch im Publifum das Verständnis für die Gefahren eines allzuweit ausgedehnten Kreditwesens verbreitet sein sollte. Leider wird vielfach auch von solchen Kreisen dem unseligen Borgwesen gefröhnt, die durch eine vernünftige Einteilung ihrer Mittel wirklich nicht notwendig hätten, einem Handwerksmeister oder einem sonstigen Unternehmer das Leben sauer zu machen. Leider liegt es im Geiste unserer Zeit, mehr auf den Schein als auf das Sein zu geben und die vermeintlichen Repräsentationspflichten durch Inanspruchnahme des Kredits zu bestreiten, was, bei Licht besehen, nichts anderes heißt, als auf Kosten anderer Leute. An diesen Zuständen wird sich von selbst nichts ändern, wenn nicht die Unternehmerschaft dafür sorgt, wie es die Kaufmannschaft bei ihren Warenlieferungen schon durchgeführt hat. Daß in dem Kreditwesen ebenfalls gesunde Verhältnisse eintreten, ist nur möglich durch eine auf die Einsicht von der Notwendigkeit Ignaz von Tzargos, der Schäfer. 23 Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck verboten. Da nahm er, wenn diese Gedanken ihn marterten fein Instrument und vermischte gar oft seine Tränen mit diesen Tönen aus dem Holzinstrumente. Sie stiegen gen Himmel und flehten um Balsam für sein ties berwundet Herz. So waren einige Jahre dahingegangen. Man hatte fich an diesen sonderbaren Schäfer und seine Eigenarteu gewöhnt. Auch seine Kollegen hatten Achtung vor ihm, denn er war ihnen ein tüchtiger Lehrmeister. Die Krankheiten des Viehes und die Hülfsmittel dagegen waren ihm bekannt. Dieses war die Ursache, daß sie ihm nie sein Fremdsein fühlen ließen. Eines Tages hütete er seine Herde an einem von der Stadt ziemlich entfernt liegenden Waldessaume Fast hätte er einen Schrei ausgestoßen, als er aufblickte und ein etwa zwanzigjähriges Mädchen aus dem Walde kommen sah. War dieses Täuschung seiner Sinne, oder war es Maria seine Schwester, wie er noch immer sie nannte? „ Nein, es war Maria nicht," sondern ein Sassenburger Mädchen, die Erdbeeren für ihre kranke Mutter im Walde gepflückt hatte. Das Mädchen eilte grüßend, an ihm und seiner Herde vorbet der Stadt zu. Er fah ihr nach so lange er nur ihre Gestalt ſehen fonnte. D Als er bet dem alten Clemens fam und ihm diese Begegnung erzählte, sagte ihm derselbe, es war die Ihre Mutter hieß nämlich Eleonore, abgekürzt dort Lore..., den Familiennamen kannte nur die Behörde. Es war auch, wie Tzargos, eine " Fremde". begründete Solidarität aller Betriebsunternehmer. Der ungesunde Wettlauf um die Kundenziffern muß entschieden aufhören und es müssen Organisationen geschaffen werden, die einen jeden Unternehmer nicht bloß über die Zahlungsfähigkeit, sondern auch über die Zahlungswilligkeit des Schuldners unterrichten. Die Hauptarbeit bei der Erziehung des Publikums bleibt allerdings dem Unternehmer selbst überlassen, der jedem neuen Kunden, auch wenn er über dessen Zahlungsfähigkeit unterrichtet ist, feinen längeren Kredit als höchstens ein Vierteljahr bewilligen sollte. Verliert er ihn dadurch, so hat er seinem Geschäft nur genußt. Wenn allgemein, namentlich auch unter der Handwerkerschaft, wo wirklich die Kreditgewährung noch im Argen liegt, diese Praxis eintreten würde, dann würden auch bald die Klagen über die Einsichtslosigkeit des Publifums verstummen. Hier hilft nur der ernstliche Wille und eine zähe Energie. Zur Gebergabe Port Arthurs. General Stössel ist zu der Bitternis, die Son ihm bos teidigte Festung nach siebenmonatigem heldenmütigen Widerstand nun schließlich doch aufgeben zu müssen, noch von einem neuen Schlage betroffen worden. Er hatte gehofft, für seine gesamten Truppen freien Abzug mit allen kriegerischen Ehren zu erhalten. General Nogi hat dies nicht bewilligt. Wie die jetzt bekannt gegebenen Kapitulationsbedingungen ausweisen, sind nur die russischen Offiziere auf Ehrenwort freigelassen worden, die Mannschaft dagegen ist Kriegsgefangen. Die Kapitulationsbedingungen. Rachstehend lassen wir einen Auszug der wichtigsten Stellen aus dem von beiden Parteien vindizierten und unterzeichneten Protokoll im jeweiligen Wortlaute folgen: Alle russischen Soldaten, See leute und Freiwillige, ebenso die Regierungsbeamten, die zur Garnison und dem Hafen Port Arthur gehören, werden gefangen genommen. Alle Forts, Batterien, Kriegsschiffe, andere Schiffe und Boote, Munition, Pferde, alles Material, alle Regierungsgebäude uni alle der Regierung gehörenden Gegenstände sollen der japanischen Armee in ihrem gegenwärtigen Zustande übergeben werden. Die russischen Militär- und Marinebehörden sollen eine Tafel vorbereiten und der japanischen Aimee übergeben, die die Befestigungen Port Arthurs und ihre Lage wiedergiebt, ebenso Karten, die die Lage von Land- und Seeminen und alle gefährlichen Gegenstände anzeigen. In anbetracht des tapferen Widerstandes, den die russische Armee geleistet hat, wird die japanische Armee den Offizieren der russischen Armee und Flotte, ebenso den zu ihnen gehörenden Beamten gestatten, ihre Degen zu behalten und ihr privates Eigen tum, soweit es zum Lebensunterhalt direkt erforderlich ist, mit sich Auf der Reise nach ihrer Heimat begriffen, die lag nach Posen zu, kam sie vor etwa 20 Jahren nach Sassenburg, wurde daselbst krant. Mitleidige Menschen uahmen sich ihrer an. Nach kurzer Zeit wurde ein Töchterlein geboren, Es war dies eben die Wilhelmine oder Mine genannt. Der Pastor in Sassenburg tat fie später in das Hirtenhäuschen, welches nicht bewohnt war, darin war und ein armselig Stübchen. Der Fußboden bestand nur ein Vorplatz mit Leiterchen nach oben zu klettern, aus Lehm. Ein Bett, Tisch, Stuhl und die allernötigsten Sachen konnten noch angeschafft werden, dann waren ihre Ersparnisse am Ende. Ihr Kind gedieh besser als manches Kind der Wohlhabenden. Die Mutter ernährte sich und ihre Mine durch allerlei Handarbeiten, welche sie für die Saffenburger Frauen und Töchter verrichtete. Daß die„ Lore" etwas" Feines" gewesen war, wurde allgemein geglaubt. Außer dem Pastor wußte es aber niemand. Der aber schwieg über seine Unterredung mit der Lore. Die Paftocin ließ auch zu allererst etwas bei ihr anfertigen, dadurch gab es mehr zu tun. Dieses war ungefähr die Antwort, welche der alte Clemens dem Ignaz gab. zehrte an ihr. Keinem klagte sie ihr Leid, sie lebte nur Jetzt war die Lore frank, ein geheimer Kummer für ihr Töchterchen. Mancher reiche Sassenburger Bursche hätte die Mine gerne zu seiner Frau gemacht, aber eine„ Unbefannte"," Bergelaufene",„ Namenlose". Nein das zog sie vor. ging nicht. Mine war allen freundlich, aber feinen Sgnaz fonnte in seinen Gedanken das Mädchen nicht mehr los werden. Diese auffallende Aehnlichkeit mit seiner Maria, dann auch nur geduldet, also auch Heimatlos wie er. Dies zog ihn hin zu den Beiden. Auch hatte er Mitleid mit dec franken Mutter. Wie zu nehmen. Die zuvor aufgeführten ffiziere, 2 e..mten und biet willige, die sich schriftlich auf ihr Ehrenwort verpflichten, bis zur Beendigung des Krieges nicht die Waffen zu ergreifen und keine gegen die japanischen Interessen verstoßende Handlung zu begehen werden die Erlaubnis erhalten, in ihre Heimat zurückzukehren. Unteroffiziere und Gemeine des Heeres und der Flotte, ebenso Freiwillige dürfen ihre Uniformen tragen und sollen sich mit ihren tragbaren Zelten und persönlichem Eigentum an einem vom japas nischen Heere anzuweisenden Plazze versammeln. Japanische Kom: misfare werden die weiter erforderlichen Einzelheiten angeben. Das Sanitätstorps und die Zahlmeister, die zur russischen Armee und Flotte gehören, werden von den Japanern zurückbehalten werden, solange ihre Dienste als notwendig angesehen werden zum Zwecke der Pflege van Kranken, Verwundeten und Gefangenen. Während dieser Zeit sollen die Korps unter Leitung von japanischen Sanitätstorps und Zahlmeistern Dienst tun. Stössel hat in den fauren Apfel beißen müssen. Er hatte in seinem Briefe an General Nogi, den er ihm durch den Fähnrich Meltschenko am Sonntagnachmittag um 4 Uhr zuschickte, folgende Bedingungen vorgeschlagen: Stöffels lehte Drohung. Alle Waffenfähigen sollen die Festung mit ihren Waffen berlassen dürfen unter der Verpflichtung, an dem gegenwärtigen Kriege nicht mehr teilzunehmen; die Verwundeten und Kranken werden nach ihrer Heilung nach Rußland befördert, die Waffen werden ihnen belassen; Privatpersonen, Frauen, Kinder und Ausländer werden der Fürsorge der Japaner überlassen. Ich habe 8000 Mann in den Forts" facte er zum Schluß-, von denen 6000 kämpfen können. Wenn Sie meinen Vorschlag nicht annehmen, werden diese Männer im Kampfe sterben; es wird Ihnen aber dreimal jobiel Leute kosten, sie zu töten." Stossel hat diese Drohung nicht wahrgemacht, und niemand wird ihn deshalb tadeln. Es war wohl nur ein legter Versuch, den Feind zu einer nachgiebigeren Haltung bei den Berhandlungen zu bestimmen. Im Grunde wußte Stössel, daß er sich auch den härtesten Bedingungen fügen mußte. Für ihn war alle Hoffnung vorbei. Die Munition war so ziemlich verschossen, und es konnte höchstens noch zu einem legten gewaltigen Bajonettkampf in den Straßen der Stadt tommen. Die Japaner durch Geschüßfeuer vom Sturm auf die Bastionen abzudrängen, war unmöglich geworden. Die Reste der Garnison bon Port Arthur waren nur noch kläglich im Verhältnis zu ihrem anfänglichen Bestande. Aus Tschifu wird darüber gemeldet: Nach Aussagen der Mannschaften der aus Port Arthur hier eingetroffenen Torpedoboote zählte die Garnison der Festung bei Beginn der Belagerung 35 000 Mann. Davon wurden 11 000 getötet, 16 000 wurden verwundet oder erkrankten, 8000 maren ständig in den Forts, davon waren 2000 fampfunfähig. Während der Belagerung wurden 265 Prozent der Garnison Port Arthurs verwundet. Diese Rahl erklärt sich daraus, daß die Veraber konnte er den beiden Frauen sich nahen? Nun es sollte schneller geschehen, als er geahnt hatte. Er hütete nicht lange nach der ersten Begegnung an einen anderen Bergkegel. Die Schafe labten sich an dem saftigen Grase. Er hatte sich niedergesetzt und seine Gedanken beschäftigten sich wieder mit dem Mädchen. Er hatte sein Instrument bei sich, er holte es hervor und fing zuerst ganz leise an zu blasen. Echo des Bergkegels hallte in den angrenzenden TalDann immer mächtiger schwollen die Töne an, das schluchten wieder. Er wußte nicht, daß während seines und vor Nührung Tränen vergossen hatte. ganzen Spieles ein Mägdlein dagestanden, gelauscht Gedanken abschütteln. Doch was sah er? Vor ihm Als er geendet, sprang er auf, als wolle er die stand wie eine Bildsäule dieselbe, um deretwillen er gespielt hatte. Auf einmal kam Leben in die Gestalt. " Tzargos", verzeiht, da ich Euch belauscht habe. Ich mußte hier vorbei, hörte Guer Spiel und konnte nicht verzeihen, Jungfrau", erwiderte Ignaz, vielmehr zu weiter", so sprach errötend die Mina. Habe nichts zu danken, daß ihr mir Gure Aufmerksamkeit geschenkt und das Spiel Euch gefallen hat." Mina, noch mehr errötend wollte weiter. Als Tzargos sah, daß sie wieder das Erdbeerenkörbchen an der Hand trug, bat er, ihr einige Pläge mit reifen schönen Beeren zeigen zu dürfen. Sein treuer Wächter" wurde als Hüter der Herde aufgestellt, damit fein Schaf in die Fruchtfelder gehe. Dann ging er etwa hundert Schritte mit ihr in den Wald hinein, und wirklich da waren reife saftige Beeren in Mange. Sehr bald war ihr Körbchen gefüllt. Aber Tzargos wußte Nat. Schnell suchte er fich einen Salweideustamm, löste von demselben kunstgerecht die Rinde ab und im Nu war daraus ein Gefäß gemacht. Auch dieses wurde noch schnell voll geflückt. ( Fortsetzung folgt.) wundeten auf ihren Posten zurücТehrfen, einige bis zu sieben Malen. Nach Schätzung der Russen hat die Bezwingung der Festung den Japanern 200 millionen Yen gekostet. Mit dieser Hand voll Leute, die nicht Bulver und Kugeln mehr für ihre Flinten und Kanonen hatten, von der, wie Stöffel in einem Bericht an den 3aren sagt, fast kein Mann mehr gesund war, sich länger zu halten, wäre Torheit gewesen. Nun blieb dem Kommandanten die Möglichkeit, sich und die Festung mit ihrer Besatzung und dem eindringenden Feind in die Luft zu sprengen nach einem letzten berzweifelten Kampfe. Wie von einer Seite behauptet wird, hat Stössel wirklich dazu die Absicht gehabt. Bei dem Auf Anordnung der Detmolder Staatsanwaltschaft wurde der Berliner Vertreter der lippischen Landeszeitung Redakteur Stärcke in Zeugniszwangshaft genommen, well er die Aussage darüber verweigert, auf welche Weise er zur Kenntnis des Telegramms gekommen ist, das Prof. Dr. Kekulé von Stradonig an den Vizepräsidenten des lippischen Landtags Herrn Hoffmann gerichtet hat. auf die Todesverachtung und strenge Pflichterfüllung, die die Reihen der Belagerten vom Höchsten bis zum Niedrigsten erfüllte, die anerkennendsten Schlüsse zu. Stössel berichtet: Die Verlustziffer an höheren Offizieren beweist die ungeheuren Verluste, die wir gehabt haben. Von zehn Generalen sind Kondratenko und Zerpizki getötet, Rasnatowski ist gestorben, General Tschadein und ich sind verwundet, und Gorbatowski hat einen Prellschnß erhalten. Von zehn Regimentskommandeuren sind zwei, Fürst Matchabeli und Naumenko, gefallen, zwei, Dunin und Glagolew, an ihren Wunden gestorben, bier, Gandurin, Ssavizki, Graiznow und Tretiakow, verwundet. Gefallen ist der Oberstleutnant von der Grenzwache Butusow, verwundet der Kommandeur des dritten Reserve- Bataillons Oberstleutnant Pokrowski und der Ssotnien- Kommandeur Konzewitsch. Bei der Feldartillerie ist der Oberst Irman gefallen. Von den acht Kommandeuren der Feldbatterien ist der Oberst Petrow gefallen, die Obersten Laperow und Romanowski, der Kapitän Berma und der Oberstleutnant Dobrow verwundet; Oberstleutnant Sablukow und Kapitän Petrenko haben Prellschüsse erhalten. Von den übrigen Stabsoffizieren ist ein großer Prozentsat gefallen, gestorben und verwundet. Viele Kompagnien werden von Fähnrichen geführt. Die Kompagnie hat durchschnittlich 60 Mann. Kriegsrat vor den Kapitulationsverhandlungen sollen sich überaus ergreifende Szenen abgespielt haben. Stössel präsidierte und alle seine Generäle, sowie auch Admiral Wiren waren anwesend. Stössel soll die Beratung damit eröffnet haben, daß er erklärte, der Moment ſei gekommen, in dem er, den geheimen Instruktionen des Zaren folgend, dem unnüß gewordenen Blutvergießen Einhalt gebieten müsse. Fast kein Auge blieb bei dieser Ankündigung tränenleer, doch wagte keiner der Anwesenden, zu widersprechen, und der Kriegsrat ging sofort daran, die Einzelheiten zu diskutieren, unter welchen sich die Uebergabe vollBiehen sollte. Allseits wurde hervorgehoben, daß die Garnison unbedingt darauf bestehen müsse, daß sie nicht in Kriegsgefangenschaft gerate, und alle Generäle erklärten einmütig, daß sie vorziehen würden, sich mit ihren Mannschaften in den verbliebenen Forte in die Luft zu sprengen. Hierauf wurde das Konzept des bekannten Briefes redigiert, welchen Stössel an Nogi richten sollte, und schließlich die Maßnahmen festgestellt, um Port Arthur für den Sieger so nuplos als möglich zu gestalten. Die Flucht der Torpedojäger. Admiral Wiren erbat die Erlaubnis, mit den seetüchtigen Torpedojägern einen Fluchtversuch zu unternehmen und auch achthundert Mann auf einem Transportschiffe fortzubringen. Dann wurden Ordres ausgegeben, wie eine Reihe von noch gebrauchsfähigen Forts mittels Dynamit zerStört und alle Geschüße demoliert werden sollten. Gleicherweise wurde bestimmt, daß auch die teilweise untergegangenen Kriegsschiffe im Hafen, ferner das am Tigerschwanze geStrandete Schlachtschiff Sebastopol" mittels SprengstoffLadungen soweit als möglich gesprengt werden müßten, um ihre künftige Benütung seitens der japanischen Flotte zu vereiteln. Der Plan ist bekanntlich zum größten Teil geglückt. Einstellung des Feuers. Die Munition vollständig verschossen. Oefterreich- Ungarn. Der neue österreichische Ministerpräsident hat den Parteien Urfehde geschworen; er will sich jedes Angriffs gegen die Deutschen sowohl, wie auch gegen jede andene Nationa lität enthalten. Die Innsbrucker Angelegenheit soll in Laufe der nächsten Woche gelöst werden. Infolge der Parlamentsauflösung hat sich eine große Unabhängigkeitspartei im ungarischen Abgeordnetenhause konstituiert. Die seither zerstreuten Fähnlein der Oppositionsparteien sind der Kossuthpartei beigetreten, die hierdurch auf 120 Mitglieder angewachsen ist; diese Partei erstrebt bekanntlich eine nationale Dynastie. Daß sich die Taktik der Parlamentsmehrheit schließlich gegen das Haus Habsburg kehren werde, war unschwer vorauszusehen. Russland. aber gefaß auf dem e nur den To daß an der Der Begleit geben. Gr nen und n fein. Wit ein Verbred Tod durch Gine Familie ist den. Der figte Arbei eine neue begab sich noch einer ihm aus gegen, d merkten wo fie fär mit Scha verstorben Krankenba Gehei in der Umg Unwejen. geftiftet und Schredenszu mögliche We Nacht ftreife jebody bisher fach harmloj ten, fälschlich Auf diese W schoffen word rige Tätigke Blutta Die politischen Unruhen in Rußland verstärken sich in dem gleichen Grade, wie sich die Reformaktion als ein Scheinmanöver fennzeichnet. Der Ausschuß hat ausdrücklich festgestellt, daß neue Geseze unbedingt mit den alten in Einklang stehen müssen und daß andere Vorschläge dem Zaren nicht gemacht werden dürfen. Das heißt mit anderes Worten: es bleibt beim Alten. Während seither die Un ruhen hauptsächlich im Westen des Reiches entstanden, i neuerdings die Gegend am Kaukasus der Schauplatz ernster Volksbewegungen. Der Haß der Bevölkerung richtet sich vorzugsweise gegen die kleineren Bean en, die wahre Be drücker des Bürgertums sind. Die Volfsstimmung wird noch besonders ungünstig beeinflußt durch die Nachricht vor dem Sturze Port Arthurs. Die Presse wirft infolgedessen alle Scheu ab und führt augenblicklich eine Sprache, wie sie in Rußland noch nicht gehört worden ist. Sie wenden sich gegen die selbstmörderische Politik Plehwes, der in un berantwortlicher Weise der Presse den Maulkorb der Zensur angelegt habe. Eine Zeitung eremplifiziert direkt auf a pan, das nur deshalb das fünfzigmal größere Rußland be siegt habe, weil dort Freiheit und Selbständigkeit herrsche. Japan verdanke seine Erfolge lediglich den geschichtlichen Sünden Rußlands. Aus einer weiteren Depesche Stössels geht hervor, daß die Belagerten mit ihren Kräften gänzlich zu Ende waren. Die Munition ging zu Rande, und wer noch imstande war, das Bajonett zu führen, dem zitterte es in der von Krankheit und Hunger geschwächten Hand. Stössel berichtet vom 29. Dezember:„ Gestern vormittag um 10 Uhr sprengten die Japaner die Brustwehr des dritten Forts und eröffneten sodann eine starke Kanonade auf der ganzen Front, die sich besonders gegen das dritte Fort richtete. Gegen ein Uhr griffen sie von einem..ufgraben aus die Brustwehr an. Zwei Angriffe wurden zurückgeschlagen; aber die Japaner besezten die Bresche, die die Explosion gerissen hatte. Gegen fünf Uhr besetzten sie die Brustwehr und drangen bei Einbruch der Dämmerung in großer Anzahl in das Fort ein. Zwei Bataillone unserer Truppen, die auf den Wällen fämpften, wurden vernichtet. Abteilungen unserer Truppen zogen sich in die Kasematten zurück, aber die Japaner stellten vor den Eingängen Revolverkanonen auf, so daß es den Verteidigern unmöglich war, hinauszukommen. Wir machten drei Gegenangriffe, die jedoch keinen Erfolg hatten; das Fort blieb in den Händen der Japaner. Unsere Verluste, besonders an Offizieren, sind bedeutend. Die Besagung gelangte durch die Fenster ins Freie. Nach der Einnahme dieses Forts sind die Japaner Herren des ganzen Nordostens. Wir werden uns noch einige Tage halten. Die Munition ist fast vollständig verschossen. Ich werde Maßregeln treffen, um in den Straßen Blutvergießen zu vermeiden. Die Garnison leidet an Skorbut; 10 000 Mann sind unter Waffen, aber alle frank. Die Generäle Feck und Nikitin haben mir heldenhaften Beistand geleistet." Nach allen diesen Vorbereitungen ritten dann schließlich um 5 Uhr nachmittags Parlamentäre kurz vor Anbruch der Dämmerung unter dem Schutze einer weißen Flagge den japanischen Linien in der Richtung von Schujising zu. So. bald die Parlamentäre sichtbar geworden waren, wurde bei Schujising sofort japanischerseits Feuer einstellen!" kommandiert, und der gleiche Befehl wurde telephonisch auch allen Unterabteilungen entlang des gesamten Zernierungsringes weitergegeben. Japanische Generalstäbler, gleichfalls unter dem Schuße der weißen Flagge, ritten hierauf den Barlamentären entgegen. Als die Russen und die Japaner einander auf wenige Schritte nahegekommen waren, salutierten sie beiderseits streng reglementmäßig, dann stellten die Russen sich formell vor, die Japaner taten das gleiche, man schüttelte einander die Hände, der Brief wurde übergeben, und damit waren die Kapitulationsverhandlungen formell eingeleitet, die zu den in dem obenstehenden Auszug verzeichneten Bedingungen führten. Daß Stössel von seinem Plan, die Festung in die Luft zu sprengen, abging, soll auf Weisung des Zaren zurückzuführen sein. Vorwürfe gegen Stössel erheben japanische Zeitungen. Sie verurteilen aufs schärfste die Zerstörung der Schiffe im Hasen von Port Arthur durch General Stössel, na, em die Kapitulation angeboten war. Ein Offizier des Marinestabes erklärte im Laufe einer Unterredung, wäre er in Stössels Lage gewesen, so würde er höchstwahrscheinlich genau ebenso gehandelt haben. Die Not der Verwundeten und Kranken ** Hof und Gesellschaft. Der Hochzeitstag des Kronprinzen nunmehr annähernd festgestellt worden. Am 24. Mai wird die Vermählung stattfinden. Die Herzogin- Braut soll nach den bisher getroffenen Bestimmungen am 21. Mai in Ber lin eintreffen. Sie wird dem Herkommen gemäß zunächs in Schloß Bellevue Wohnung nehmen, von wo alle Bräu des preußischen Königshauses ihren Einzug in die Haupt stadt gehalten haben. Dieser und die kirchliche Trauung sollen am 24. Mai erfolgen. Es können in den Dispositionen noch Veränderungen um einzelne Tage erfolgen, doch ist die Zeit der letzten Hälfte des Mai für die Feier bestimmt in Aussicht genommen. Von einem früheren Termin, beson ders vom März hat man endgültig Abstand genommen, do die Herzogin Cäcilie bisher die rauhe Jahreszeit stets be ihrer Mutter in Cannes verbracht hat und deshalb erst all mählich an das nordische Winterklima sich gewöhnen muß. geht aus einem weiteren Bericht Stössels hervor.„ Der Feind" so heißt es darin ,, beschießt uns Tag und Nacht überall mit 113ölligen Geschüßen. Besonders richtet er das Feuer auf die Hospitäler und Lazarette, da er weiß, daß alle unsere verwundeten Helden, so wie es ihnen möglich ist, wieder in die Reihen der Verteidiger zurückkehren. In den Hospitälern befinden sich etwa 14 000 Krante und Verwundete, und täglich kommen gegen 300 dazu." Ein Bericht aus Tschifu läßt dies traurige Bild noch schwärzer erscheinen. Drei Hospitalschiffe sollen danach mit Mann und Maus untergegangen sein. Es war trotz aller Anstrengungen nicht möglich, die armen Kranken und Verwundeten von den durch japanische Kugeln zerlöcherten Schiffen zu retten. Der faule Geruch in den Lazaretten war so überwältigend, daß die russischen Damen ihre Nasen bei der Arbeit darin mit Watte supfropfen mußten. Furchtbares Geschrei der ohne NorTese Operierten erfüllte fortwährend die Räume, Granaten frachten gerein und töteten Aerzte und Leidende. Ringsum in diesen Abdeckerhäusern arbeiteten barmherzige Schwestern und freiwillige Pflegerinnen Tag und Nacht. Ueber die Absichten der Japaner für die nächste Zeit hat sich eine hochgestellte japanische Persönlichkeit einem Vertreter des Standard" gegenüber geäußert. Die offen kundige Absicht, das baltische Geschwader in Madagaskar oder einem anderen neutralen Hafen bis zur Ankunft des dritten russischen Geschwaders zurückzuhalten, ändere wesentlich die Pläne der Japaner. Der japanische Feldzugsplan gehe dahin, die ganze Flotte freizuhalten, damit die Schiffe in türzester Zeit bei wichtigen Operationen zusammengehen könnten. Der Angriff auf Wladiwostok und die Einschließung der Festung zu Wasser und zu Lande sowie die gleichzeitige Beſegung von Sachalin seien die Hauptpunkte dieses Kriegsplanes. Die Hilfskreuzer sollen die russischen Kohlenschiffe beunruhigen. Die Japaner hegten die Hoffnung, die Hauptmacht der russischen Flotte zu vernichten, ohne selbst ernstlichen Schaden zu erleiden. Hunger und Kälte. Bum Begraben der Toten verwendeten die Russen chinesische Kulis, doch waren diese nicht imstande, die Aufgabe zu bewältigen. Viele Leichen blieben liegen und wurden von den Hunden gefressen. Die Besatzungstruppen erhielten rur schwarzes Brot und Wasser als tägliche Ration. Gemüse waren gar keine mehr zu haben, Pferde- und Hundefleisch galten als Delikatessen, und ein Sack Mehl tostete 18 Ruber. Die Russen legten auf alle Ezaren Beschlag, die im Besitz der Chinesen gefunden wurden, at deret Häuser wurden abgebrochen, um das Baumaterial als Erennholz zu benugen, und für die unglücklichen Leute, die in der eisigen Winterfälte obdachlos wurden, bedeutete dies eine furchtbare KaIamität. Roschdjestwensky ist in der Tat von Petersburg aus beauftragt worden, in Madagaskar weitere Befehle abzuwarten. Zwei japanische Hilfskreuzer kreuzen an den Küsten von Java. Eine japanische Torpedoboots flottille befindet sich im Norden von Borneo. Die niederländischen Kriegsschiffe kreuzen längs der Westküsten des Archipels. * * Die letzten Leidenstage der Befatzung werden durch die Berichte, die General Stössel an den Baren gesandt hat und die jetzt veröffentlicht werden, in ein entJetzliches Licht gerückt. Mit soldatischer Kürze, die für„ Sentiments" feinen Raum hat, aber gerade deshalb um so packender und Mitleid erregender. Durch Hunger und Krankheit gefoltert, von den Kugeln des überlegenen Feindes dezimiert, sehen wir die kleine Schar, die General Stössel von seinen Braven noch übrig war, dem unentrinnbaren Verhängnis entgegengehen. Ein Bild von erschütternder Tragik. Wie furchtbar das Feuer der Japaner unter den Belagerten aufräumte, davon zeugt vor allem die Verlustliste der hohen russischen Offiziere, Die Politik. Deer und flotte. erichoß ein d dann fich fe Neujahr bei berweigerte aus Zürich ganze Fam und erschoß rungsjorgen A Gin loh zeit drei ver Ropplowig e Eheleute, sch fie unter der wig, der fort Das größte Schlachtschiff der Welt. Wie aus London berlautet, beabsichtigt die englische Admiralität den Bau eines Linienschiffes von 17 000 bis 18 000 Tonnen Deplace ment, das als Hauptarmierung zehn 12 Zöller- Geschütze erhalten soll. Es würde dies das stärkste Schlachtschiff sein von denen, die es bis jetzt gibt oder die im Bau begriffen find. Man nimmt an, daß man dabei die Absicht hat, des mächtigen Linienschiffen, die für die amerikanische Marins konstruiert sind, das Gleichgewicht zu halten. Nab und fern. auf den Kop Bu feinem Na Summe bon bedenklichem davon, Ein Mensch wurd LM Gine K am fleinen wandt werde beschrieben, oder schwefelf das Kupfer ift imuer du zur Vernicht Weise auch aber durch d Moore bewie gelösten Form Tiere ganz ha Eisige Kälte hat in den letzten Tagen Nord- und Milked europa heimgesucht, hat vielfach Verkehrsstörungen beru sacht und sogar auch schon zahlreiche Opfer an Menschen leben gefordert. So sind in verschiedenen Ortschaften O und Westpreußens sechs Personen erfroren. Der Neckar bon Mannheim aufwärts auf große Strecken zugefroren, s daß die Schiffahrt eingestellt werden mußte. Im Schwarz wald herrschen Temperaturen bis zu 25 Grad, in der Schwei sogar solche bis zu 33 Grad. In der Nähe von Wien wurden drei Leute erfroren aufgefunden. Auch Frankreich ist von der Kälte nicht verschont geblieben; in Paris sind ihr schon mehrere Menschenleben zum Opfer gefallen. Sogar im sonnigen Neapel ist grimmer Winter eingezogen. Auf dem Domplatz vergnügte sich die Gassenjugend mit Schneeballwerfen. Ein ungewohntes Schauspiel im Lande des ewigen Frühlings". & Infolge etwas schroff und ohne Vorbereitung berfügter Maßregeln auf der Zeche„ Bruchstraße" ist eine ernste Gährung unter den Bergarbeitern des Ruhrgebietes ausgebrochen, die mehr als Symptom, als wegen des Konfliktsstoffes bemerkenswert ist. Die Zechenverwaltung, die eine größere Bahl von neuen Arbeitern vor Berg angelegt hatte, suchte die dadurch bedingte längere Ein- und Ausfahrzeit für sich schadlos zu machen, daß sie die Einfahrt von % Stunde und die Ausfahrt von ½ Stunde auf je eine Stunde ausdehnte. Da die Ein- und Ausfahrt nicht in die Arbeitsschicht eingerechnet wird, so bedeutete diese Maßregel immerhin für die Arbeiter einen erheblichen Zeitverlust. die Stössel dem Zaren übermittelt. Sie bedarf feines Rommentars. Derartige Verluste an hohen Offizieren lassen Die Mißstimmung wuchs umsomehr, als die Bergamtsbehörde zu dieser Maßregel ihre Zustimmung gegeben hatte, die übrigens jetzt wieder zurückgezogen ist. Aber dieser Anlaß hat die latent bereits vorhandene erbitterte Stimmung nur zum Ausbruch gebracht. Die Gährung ist jedenfalls durchaus ernster Natur. Die Mißstimmung hat bereits auf die sächsischen Bergarbeiter übergegriffen und wird vielleicht ähnlich, wie im Dreikaiserjabr. nach ernste Stunden in den Industriegebieten brin Die Reime bor und derartige wird auch bel Jamteit und berwertet wer des Kupfers erwähnt, daß münzen finder Auch follen A Frankheiten g Frage, ob es abzufa, affen, ahnten Borzu Sem neuen für notwendi Die Springflut in Greifswald. Gewaltige Verwüstungen hat das Unwetter, das unmittelbar vor Neujahr tobte, in Greifswald angerichtet. Viele Gärten wurden durd die Springflut völlig unter Wasser gesetzt und sind jetzt vollständig verschlammt und verwüstet, Zäune wurden fortgerissen, und auf den Höfen vieler Grundstücke schwimmen in wüsten Chaos Trümmer und Inventarstücke umber. Auch unter den im Hafen liegenden Schiffen hat das Unwetter großen Schaden angerichtet. Massenhaft sind Boote los gerissen und in die Straßen hineingeschleudert worden. Auc in dem Greifswalde benachbarten Fischerdorf Wied hat da Unwetter arg gehaust. Die durch den Sturm aufgepeitschte Flut brach sich Bahn durch Wände und Türen und verschonte selbst die Kirche nicht. Die Wiecker Fischer sind in größte Not versetzt. Infolge der Unruhen in Marokko ist der Reichskanzler von den deutschen Untertanen in Tanger um den Schuh des Reiches gebeten worden. Auch den Regierungen von England, Frankreich und Italien sind von den Landesangehörigen ähnliche Gesuche zugegangen. als ob man d treiben würde terien drohend Mord oder Unfall? Ein mysteriöser Todesfall beschäf tigt die Berliner Kriminalpolizei. Unter Umständen, die auf einen Lustmord schließen lassen, wurde in einer Gast wirtschaft in dem nahe gelegenen Heinersdorf eine unbefannte Frau tot aufgefunden, die am Abend vorher dort in Begleitung eines Mannes eingekehrt war und mit diesen zusammen im Stall ein Unterfonimen gefunden hatte. At auf gellende Hilferufe, die sich in der Nacht hören ließen, die Hausbewohner nach dem Stall eilten, suchte sich der Begleiter der fremden Frau davonzuschleichen. Er wurde bitriol fett. des Stron nannte Stom Fir die bebo ift eifrig an für 50 Ber deren Koste Sämtlichen Bahlung( 1 fichtigt, die welde fich alle Städte gung boraus wohnerzahl Einwohner überichreiten. # Sträffin in Kalifornien zubrechen. St fich plöblich a Handwerkzeug mannschaften tobei fieben Straflinge erg Burdgebradit anderer fo fo ten ist. Itschaft eitung weff er zur Dr. ischen Pargegew fiona Il in Barpartei either d der glieder nation ehrheit var un n fich in als ein usdrück alten Je dem anderen die Un den, i 3 ernster chtet fich ahre Be Ling wird hricht von folgedeffen radje, wie Sie wenden der in un der Zenfur ft auf Sa upland be it herride chichtlichen inzen 4. Mai wir mut foll nad Mai in Ber mäß zunäch alle Bräut die Haup he Trauung Dispofitione , doch ist di bestimmt in ermin, beson enommen, Szeit stets bd halb erst al vöhnen muß aus London ät den Bau nen Deplace Sller- Geschüt achtschiff fe Bau begriffen icht hat, den ifche Marin und Mille ungen beru an Menfchen fchaften Of er Nedar gefroren, f sm Schwarz der Schwe ien wurden ich ift bo 5 ihr schon Sogar m Auf den Schneeball des ewigen valtige B bor Neujahr wurden durd find jetzt boll burden fortge jchwimmen in umber. Mu Das Unte Find Bout lo monk Aud bat da gebeitsdite berfchonte in größte fall befcha ftänden, die einer Gaft eine unbeher bort in mit diesem batte. A gören ließen, dite fidh ber Er wurde aber gefaßt und festgehalten. Die Frau lag halbentblößl auf dem Stroh. Ein sofort herbeigerufener Arzt konnte nur den Tod konstatieren, glaubte aber annehmen zu dürfen, daß an der Frau ein Sittlichkeitsverbrechen begangen sei. Der Begleiter, der sich Karig nennt, wurde der Polizei übergeben. Er gibt jegt an, die Frau gar nicht näher zu kennen und nur durch Zufall mit ihr zusammengetroffen zu fein. Mit aller Entschiedenheit bestreitet er, an der Frau ein Verbrechen begangen zu haben und gibt an, daß ihr Tod durch einen plötzlichen Krampfanfall erfolgt sei. Eine Familie durch Kohlengas vergiftet. Eine ganze Familie ist in Hamburg durch Kohlenorydgas vergiftet worden. Der bei der städtischen Verbrennungsanstalt beschäf= tigte Arbeiter Fischer zog mit seiner Familie spät abends in eine neue Wohnung. Die Frau machte im Ofen Feuer und begab sich mit den Kindern zu Bette, während der Mann noch einen Gang besorgte. Als er nach Hause kam, strömte ihm aus der Wohnung Kohlengas in solchen Mengen entgegen, daß er sofort ohnmächtig niederstürzte. Nachbarn merkten den Gasgeruch und drangen in die Wohnung ein, wo sie sämtliche Familienmitglieder bewußtlos, röchelnd und mit Schaum vor dem Munde vor fanden. Ein Kind ist bereits verstorben, die übrigen Personen liegen schwer frank im Krankenhaus. Man zweifelt an ihrem Aufkommen. Geheimnisvolle Brandstifter treiben seit einiger Zeit in der Umgebung von Nyon bei Genf ihr verbrecherisches Unwesen. Sie haben bereits zahlreiche Schadenfeuer angestiftet und dadurch die Bevölkerung in einen wahren Schreckenszustand versetzt. Die Bevölkerung sucht auf alle mögliche Weise der Verbrecher habhaft zu werden. Jede Nacht streifen bewaffnete Patrouillen die Straßen ab, die jedoch bisher wenig Erfolg gehabt, wohl aber bereits mehrfach harmlose Bewohner, die nächtlich die Straßen passierten, fälschlich als die gesuchten Brandstifter angesehen haben. Auf diese Weise wäre beinahe der Pfarrer des Orts erschossen worden. Die Sicherheitspolizei entwickelt eine eifrige Tätigkeit, die Brände aber hören trotzdem nicht auf. * Bluttaten in der Schweiz. In Bieberstein bei Narau erschoß ein 19jähriger Konditor seine 21jährige Braut und dann sich selbst, weil die Eltern des Mädchens, die sie zu Neujahr besuchten, die Einwilligung zur Heirat des Paares berweigerten. Noch schrecklicher ist eine andere Bluttat, die aus Zürich gemeldet wird. Dort brachte ein Vater seine ganze Familie, bestehend aus Frau und drei Kindern, um und erschoß sich dann selber. In diesem Falle hatten Nahrungssorgen die Tat veranlaßt. A Ein lohnender Raub. In Tarnowitz brachen zur Nachtzeit drei vermummte Männer in das Haus des Gastwirts Kopplowitz ein. Sie gelangten in das Schlafzimmer der Eheleute, schnürten ihnen die Gurgel zu und mißhandelten fie unter der Aufforderung, ihr Geld herauszugeben. Kopplowig, der fortgesett Schläge mit einem stumpfen Gegenstande auf den Kopf erhielt, gab in der Todesangst den Schlüssel zu seinem Kassenschrank heraus; die Räuber fanden dort die Summe von 17 000 Mark. Sie ließen darauf ihr Opfer in bedenklichem Zustande liegen und flohen mit ihrer Beute davon. Ein der Teilnahme an der Raubtat verdächtiger Mensch wurde verhaftet. Kunft und Wissenschaft. LM Eine neue Art der Trinkwasserreinigung, die sowohl an kleinen Wassermengen wie in großen Sammelbecken angewandt werden kann, wird durch den Engländer Grosvenor beschrieben. Das Mittel zur Reinigung ist blaues Vitriol oder schtvefelsaures Kupfer. Es ist seit langem bekannt, daß das Kupfer für Bakterien tödlich ist, aber seine Anwendung ist imuer durch die Besorgnis verhindert worden, daß der zur Vernichtung solcher Lebewesen nötige Betrag in gleicher Weise auch für den Menschen schädlich sein würde. Nun ist aber durch die Arbeiten des amerikanischen Chemikers Dr. Moore bewiesen worden, daß man Kupfer in einer derart gelösten Form benußen kann, daß es für Menschen und Ziere ganz harmlos wird und doch kräftig genug wirft, um die Keime von Cholera und Typhus sowie auch Mückenlarven und derartige Lebewesen in wenigen Stunden zu töten. Es wird auch behauptet, daß das Verfahren mit gleicher Wirkfamkeit und Sicherheit zur Befreiung der Milch von Keimen berwertet werden kann. Zur Veranschaulichung der Kraft des Kupfers zur Vernichtung von Bakterien wird quch noch erwähnt, daß solche Organismen sich niemals auf Kupfermünzen finden, dagegen in großer Menge auf Silbermünzen. Auch sollen Arbeiter in der Kupferindustrie gegen ansteckende Krankheiten gefeit sein. Der Verfasser stellt endlich noch die Frage, ob es weise gewesen sei, den alten kupfernen Terkessel abzusa, affen, der in der beschriebenen Richtung einen ungeahnten Borzug besessen haben dürfte. Jedenfalls wird man dem neuen Verfahren gegenüber die sorgfältigste Prüfung für notwendig halten, weil es vorläufig so scheinen könnte, als ob man auf diese Weise den Teufel mit Beelzebub vertreiben würde, indem man an die Stelle der von den Bakterien drohenden Gefahr die einer Vergiftung durch Kupferbitriol fetzt. - Vermischtes. [ Das Geschenk der preußischen Städte für die Hochzeit des Kronprinzen.] Das von dem preußischen Städtetag ernannte Komitee, dem es übertragen worden ist, das Geschenk für die bevorstehende Hochzeit des Kronprinzen zu bestimmen, ist eifrig an der Arbeit. Es ist eine silberne Tafelausstattung für 50 Personen als Hochzeitsgabe in Aussicht genommen, deren Kosten etwa 500 000 Mark betragen dürften. Die sämtlichen preußischen Städte haben nach der legten Volkszählung( 1900) 14 847 846 Ginwohner. Es wird beabfichtigt, die entstehenden Kosten unter diejenigen Städte, welche sich an der Gabe beteiligen, nach Verhältnis der Einwohnerzahl zu verteilen. Der Beitrag wird sich also, falls alle Städte teilnehmen, auf rund 3,38 Mark für hundert Einwohner berechnen und auch bei nicht allseitiger Beteili gung voraussichtlich 5 Mark für hundert Einwohner nicht überschreiten. Sträflingsrevolte. In dem Gefängnis von Filsom in Kalifornien versuchten 300 Sträflinge insgesamt auszubrechen. Sie arbeiteten in den Steinbrüchen und stürzten fich plötzlich auf ein hierzu gegebenes Zeichen mit ihrem Handwerkszeug auf die Wachen, doch eilten andere Wachmannschaften herbei, welche Feuer auf die Sträflinge gaben, twobei sieben derselben ihren Tod fanden. Die übrigen Sträflinge ergaben sich und wurden nach dem Gefängnis aurückgebracht. Ein Gefangenwärter wurde getötet, ein anderer so schwer verwundet, daß sein Ableben zu erwarten ist. Lokales. 5. Januar 1905 Der Nachdruck unserer mit besonderen Beichen versehenen Original- Artikel ist nur mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.) P ** Der Großherzog empfing u. a. am 4. Januar den Oberlehrer Freund- Alsfeld, den Kreisbauinspektor Cellarius Alsfeld, die Prefessoren Heß und Dr. Bostroem von Gießen, den Landgerichtsdirektor Dornseiff Darmstadt und den Professor Rehmeyr Friedberg. B ** Der Veterinärarzt August Hofmann aus Alsfeld ist zum veterinärärztlichen Hilfsarbeiter bet der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege im Großherzoglichen Ministeriums ernannt worden. K. In dem Landtagswahlkreis Schotten- Laubach- Gedern, den der verstorbene bauernbündlerische Abgeordnete Weidner- Herchenhain vertrat, sind von nationalliberaler Seite Oberförster Weber- Ronrabsdorf, eine im Vogelsberg sehr bekannte Persönlicheit, und vom Bauernbund Bürgermeister Wettenheimer Eichelsachsen als Kandidaten aufgestellt. -r- Professor Dr. Johann Georg Pflug, welcher, wie bereits gestern berichtet, infolge Krankheit seinem Leben ein schnelles Ende machte, wurde am 12. März 1835 in Baireuth geboren. Ueber seinen Lebenslauf wird uns von informierter Seite Folgendes geschrieben: Von 1853 bis 1856 studierte Pflug Tierheilkunde an der Tierarzneischule in München, besuchte von Sommer 1866 bis Winter 1867/68 naturwissenschaftliche und medizinische Vorlesungen und Kurse an der Universität Würzburg, und wurde 1868 von der medizinischen Fakultät der Universität Gießen zum Dr. med. vet. honoris causa ernannt. 1856 wurde Pflug Veterinärpraktifant in Baireuth und dann Bezirkstierarzt in Weyhers, 1861 Bezirkstierarzt in Bischofsheim und Administrator der Fohlenweide Holzberg, 1862 Bezirkstierarzt in Carlstadt mit Lehrauftrag, und 1866 Lehrer an der Veterinäranstalt in Würzburg und Bezirkstierarzt daselbst, zugleich war er auch Seuchenkommissär in Unterfranken und Leiter des Marodedepots zu Würzburg. Am 10. Februar 1868 folgte Pflug einem Rufe als ordentlicher Honorarprofessor für Veterinärmedizin und Direktor der Veterinäranstalt an die Landesuniversität. Am 22. November 1869 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Nach 30jähriger Lehrtätigkeit wurde Bflug am 1. November 1899 auf sein Nachsuchen in den Ruhestand bersetzt. e Stadttheater Gießen. Als 8. Freitag Abonnementsvorstellung geht Morgen Morre's Voltsstück mit Gesang„ Das Nullerl" in Szene. Die bekannte Paraderolle des Null Annerl wird von Herrn Giorgi gegeben und das gesamte Personal ist in dem gern gesehenen Stück be fchäftigt. × Der Werkführer der Müllerschen BigarrenfabrikGießen Johannes Bierau und Frau in Wiesef fonnten vor einigen Tagen ihre Goldene Hochzeit feiern. Das betagte Ehepaar erfreut sich noch einer ausgezeichneten Geistesfrische und körperlichen Rüftigkeit. ** 8um technischen Aufsichtsbeamten der Schmiede ist Wilhelm Horné Berlin ernannt werden. F Graf von Hoensbroech in Frankfurt. ,, Ueber Staat und Kirche in ultramontaner Auffassung" wird der durch seine politischen Schriften rühmlichst bekannte frühere Jesuit Graf von Hoensbroech am 16. Januar in Frankfurt a. M. einen Vortrag halten. Die Veranstaltung, welche vom Verein der national, liberalen Jugend ausgeht, findet in dem an 3000 Menschen fassenden Hippodrom statt; sie wird öffentlich sein und sicherlich sehr zahlreich besucht werden, umſomehr als auch den Frauen der Zutritt zur Versammlung gestattet ist. *** Krofdorf, 5. Jan. Unser Gemeindeförster Lucas hat, wie festgestellt wurde, durch einen Unglücksfall einen schnellen Tod gefunden. Er ist zu Fall gekommen, wobei sich das Gewehr entladen hat und das Geschoß ist ihm von unten nach oben direkt durch den Kopf gegangen. Die Gemeinde verliert in ihm einen sehr gewissenhaften Beamten und ihre Bewohner einen liebenswürdigen und gern gesehenen Mitbürger. Londorf. Lehrer Lenz- Geilshausen, der durch seine volkskundlichen Studien dem Verein für Volkskunde schon manchen weitvollen Beitrag geliefert hat, wird am 7. Jan. in der hier tagenden Bezirkslehrerkonferenz einen Vortrag halten über das Thema: Der Tod nach Sitten und Gebräuchen im Lumdatal. ? Ettingshausen. Vorsicht bei dem Einwerfen der Briefschaften in die ausgehängten Brieffaften! Man fand unter einem solchen eine Karte in den Schnee eingefroren, welche seit Sylvester dort gelegen und an eine bekannte Firma in Grünberg adressiert war. -r Ettingshausen, 4. Jan. Heute früh war beim Füttern im Stalle des Landwirts K. eine Rub los gekommen. Das Tier raste durchs Dorf in das Feld, natürlich Leute ihr nach. Sie hatten das Glück, bevor die Kuh, welche durch den Schnee geblendet war, in den Wald springen fonnte, einzufangen. + Laubach, 4. Januar. Mit Beginn des Jahres hat Graf Karl die gräfliche Standesherrschaft Solms- Laubach angetreten. Graf Karl war bis dahin Deichhauptmann in Helgoland. r Nieder- Ohmen, 4. Januar.( Aus dem Tierleben.) Heute bot sich den Wanderern nach Mörlau zu ein seltenes Schauspiel. An der letzten Hofraite rechts Mörlau- NiederDhmen saßen zehn Hühner zusammengefauert unter der Hce, Schutz vor der grimmigen Kälte suchend. Auf einmal fommt ein Feldhuhn mitten durch den Schnee gelaufen und feßt sich zwischen die Hühner, dann noch eins und so fort bis es acht Stück waren. Die Hühner nahmen es wohl als selbstverständlich an, daß ihre fcierenden Feldschwestern sich bei ihnen erwärmen dürfen. e Nieder- Ofleiden, 4. Januar. Bei der heutigen Betgeordnetenwahl wurde unser seitheriger Beigeordneter Johannes Schmidt II. mit 31 Stimmen wiedergewählt. Seine Mitbürger bekundeten damit wie beliebt er ist und daß man mit seiner Person und seiner Amtsführung auch zufrieden ist. Schaden verursacht In Stumpertenrod zersprangen viele §§ Von der Ohm, 4. Jan. Der Frost hat großen Hydranten der Wasserleitung, in anderen Orten froren die erzernen Pumpenftöcke auf. §§ Aus dem Feldatale, 4. Jan. Sicherem Vernehmen zufolge soll das diesjährige Losholz eine namhafte Ber teuerung erfahren. Das Los soll um 5 Mark höher gestellt werden, sodaß es von 18 Mt. auf 23 Mt., 63. bon 20 Mt. auf 25 Wt. zu stehen kommt. §§ Aus dem Vogelsberg, 4. Jan. Das Liter ordinärer Branntwein ist von 60 Pfennig auf 72 Pfennig gestiegen. Die Ursache dieser Verteuerung soll an der Verteuerung des Spiritus liegen. §§ Ulrichstein, 4. Jan. Dem Postillon Frank von hier wurde ein nettes Nujahrsg schent zu teil. Er erhielt für gutes Fahren vom Reichspostamt eine silberne Ehrenpeitsche im Werte von ca. 50 Mart. Frank fährt bereits 4 Jahre die Poft Uirichstein Ruppertenrod- Mücke. *** Bad Nauheim. Die augenblicklich durch die Presse gehende Mitteilung, der König von England werde im fommenden Sommer die Bäder Nauheims aufsuchen, muß vorsichtig aufgenommen werden, da an zuständiger Stelle davon nichts verlautet. Die Gesamtfrequenz unseres Bades im verflossenen Jahre betrug 24 102 Kurgäste, wovon 17174 Deutsche und 6928 sich über die ganze Erde verteilende Ausländer waren. Die höchste Tagesbäderzahl erreichte der 23. Juli mit 3412. - ** Friedberg, 4. Jan. Der Obstbautechniker Koch von hier beabsichtigt an nachbenannten Orten und Obstbau zu halten: Tagen Vorträge über in Nieder- Ofleiden. Homburg. Ehringshausen. 8. " PP " 9. 1 Н " Maulbach. " " " " " " " 13. " " Freitag, den 6. Jan. Sonntag, Montag, Dienstag, 10. Mittwoch, 11. Donnerstag 12. Freitag, Sonnabend ,,, 14. Sonntag, 15. " " Hainbach. " Elpenrod. Nieder- Gemünden. ,, Burg- Gemünden. Bernsfeld. " Den Vorträgen, die an Wochentagen abends 8 Uhr und an Sonntagen nachmittags 3 Uhr beginnen, schließen sich auf Wunsch am folgenden Morgen praktische Unterweisungen an. Winterliche Spaken- Bitte. R. Sch. Cabanis. Insbesonders, hochverehrter Mensch, Du siehst, die Zeit ist wetterwend'sch, Der Schnee liegt dicht, falt weht der Wind, Das Vöglein darbt mit Weib und Kind. Drum bitt ich auch in diesem Jahr, Du wolleft nehmen unsrer wahr Und spenden, was an Korn und Spelt Von deinem reichen Tische fällt. Jed Krümchen nehmen wir voll Dank, Und sind an 8witfchern und Gesang Dereinst in holder Sommerzeit Zu jedem Gegendienst bereit. Beauftragt vom beschwingten Chor, Trag ich dir dies geziemend vor. Nun öffne Deines Mitleids Schatz! Ergebenst Dein getreuer Spazz. Marktberichte. Stefen 5. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter per Pfb. 085-0.95 t., Hühnereler per Stüd 8-10ẞfg., Enteneter St. 7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Binjen per Liter 32 Pfs., Tauben per Paar Rt. 0.80-1.00, Sühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per Pft. 55-65 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Pfo., Rindfletsch per Bfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 60-72$ ig. Schweine fletsch gesalzen per fund 0.76 Bfg., Walbfleisch per fb. 70-74 Bfg. Hammelfleisch per fb. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kello 6.00 b. 6 50 W., Zwiebeln per 3t. W. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 mt Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten brei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 6. Januar. Meist trüb, doch zeitweise etwas aufklärend, geringe Regen- und Schneeschauer, nach milderer Nacht tagsüber etwas fälter, starfwindig. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet!: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Bieken. 92'000 fm Gebrauch! Filiale: Berlin Blickensderfer Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Ratalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Lelpzigerstr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die tieftraurige Nachricht, dass mein lieber Gatte, unser guter unvergesslicher Vater, Grossvater und Schwiegervater Herr Förster Jos. Lucas in Krofdorf infolge eines Unglücksfalls im Alter von 64 Jahren plötzlich verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N. Frau Förster Lucas Wwe. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 22 Uhr in Krofdorf statt. früher: Neuer Saalbau Gießen Steins Garten. Sonntag, den 8. Januar: Giessener Konzert- Verein Sonntag, den 8. Januar 1905, abends 5 Uhr im grossen Saale des Gesellschafts- Vereins Fünftes Konzert. Zweiter Künstlerabend Ausführende: Franz Ondricek, K.u.K. Kammervirtuose aus Wien( Violine). Josef Famera aus Wien( Klavier). PROGRAMM: 1. Sonate für Violine und Klavier G- dur op. 78 2. Violin- Konzert D- moll op. 8 3. C- dur( Wanderer-) Fantasie( Klavier) op. 15 4. a. Nocturno b. Scherzo für Violine 5. Don Juan- Fantasie( Klavier) Johannes Brahms. Richard Strauss. Franz Schubert. Franz Ondricek. Franz Liszt, H. W. Ernst. 6 Airs Hongrois( Violine). Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mark 2.50( Sperrsitz Mark 3.50) sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier( Rudolph Nachf.), und abends an der Kasse, Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Oeffnung des Saales 4 1/2 Uhr. Giltigkeit haben blaue, gelbe und rotweisse Rarten, ungiltig sind rote Karten, Saalbau zur Linde, Lollar. Nächsten Sonntag, den 8. Januar 1905 abends 8 Uhr ab Grosses Extra- Militär- Konzert Grosses" Militär- Konzert ausgeführt von der gesamten Kapelle des Husaren- Regiments( König Humbert von Jtalien) nr. 13 ... aus mainz.... unter persönlicher Leitung ihres Stabstrompeters Herrn Heinrich. Anfang 4 Uhr. Eintritt 50 der Kapelle des Mainzer Husaren- Regiments( König Humbert von Italien) Nr. 13. Eintrittskarten: im Vorverkauf 1. Platz 50 Pfg., 2. Platz 30 Pfg.; abends an der Kasse 1. Platz 60 Pfg., 2. Platz 40 fg. Pfg.XXXXXXX Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gießen, Frankfurterstraße 7 empfiehlt ächt Münchener Bürgerbräu- Bier Culmbacher Bier "" Löwenbräu99 Tel. 83. Dortmunder Union Pilsenersowie Frankfurter und hiesiges Bier in Flaschen, Gebinden, Selbstschänker( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. Aecht Pilsener Urquell nur in Syphons á 5 Liter. Beinlichste Reinlichkeit der Abfüllung. Für alle Lieferungen Garantie der Originalität. Schweineversicherungs- Verein Dienstag, den 17. Januar 1905, abends 8 Uhr Sick- Boks bei Wirt Sauer, Neustadt Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsbericht. 3. Erledigung etwaiger eingegangener schriftlicher Anträge. 4. Ergänzungswahl. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. Bügelkursus. I Glanzbügeln kann man binnen Wochen gründlich erlernen. Auf Wunsch nachmittag 8. Giessen, Asterweg 43, II. St. Auf Abbruch Der Vorstand. Freibant. Heute und Morgen: Ochsenfleisch 52 Bfg. Rindfleisch 50 fg. Schweinefleisch 45 Bfg. Kalbfleisch 45 Pfa. Zahnklinik Gleken, Bahnhofstraße 63. Wochentags 1-3 Uhr eine Halle zu verkaufen. Unbemittelte unentgeltlich. C. Valentin, Gießen, Schüßenstraße 15. OOOG Ig. Laufbürschchen für einige Stunden des Tages ges. Gieken, Bismarckstraße 14, III. Heizer ( geprüft in Darmstadt von einem Dipl.- Ingeniuer) fucht Stellung Offerten u. N.. 6377 a. d. Exp. d. Bl. erbeten; daselbst wird auch nähere Auskunft erteilt. AIS Cognac HermJosSchutz Marke Refers& C Nachfolger Köln/ Rh Aerzt empfohlen! Mt. Stadt- Cheater Giessen. Direktion: Stein yootter Freitag, den 6. Januar 8. Freitag AbonnementsVorstellung. ' s Nullerl Betr.: Mr. 4. Ober Die Unfallversicherung der in land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen; hier: Fortführung des Umlage- Katasters für 1904. Bekanntmachung. Das Umlagefataster der land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, fortgeführt für 190+, liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 5. Januar bis zum 18. Januar d. 3. auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dieses Katasters, gegen die Aufnahme oder Nichtaufnahme der Nebenbetriebe in das Kataster, gegen Volksstück mit Gesang in 5 Aften deren Veranlagung und gegen die Einschätzung der Betriebsbeamten und Facharbeiter sind innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung vorzubringn. bon Karl Morre Musik nach steyrischen Motiven von Vincenz Bertl. Gaskoks. Gegenwärtige Preise: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mr. Buß- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Br. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, namentlich für engere Ofenschächte geeignet. In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks • Bukkoks Nr. 1 Bukkoks Nr. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks Bußkoks Nr. 1 Bußkoks r. 2 • 1,25 Mr. 1,25 Mr. 1,05 Mr. 1,20 Mr. 1,20 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mr 1,15 Mr. Für Kotsabnehmer, welche zwet and mehr Doppel waggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Infuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner NB. Ausnahmsweise können kleinere Koksmengen ohne bebesondere Vergütung auch an die betr. Lagerplätze ( Keller, Stall 2c.) verbracht werden, sofern die Zufuhr durch das Gaswerk erfolgt. Damen- Schneiderin Flasche mit 1,76 bis. 6. empfiehlt sich bei billigen Preisen. Für saubere und elegante Arbeit wird garantiert. Frl. M. Will Lollar. 1/2 " entsprechend billiger ff Tafelliqueure empfehlen: Louis Lind, Kirchenplay 10 Karl Schwab, Inh.. u L. Tab. Hoflieferant. berechnet. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Gentner Kote ftatt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf der Gaskoks von 1 bis 5 Zentuer eingerichtet, nämlich bei den Herren: H. Schaumberger, Marburgerstraße 22. Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, J. Happel, Neustadt 56, Gießen, den 4. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Betanntmachung. Dend und Ber 119. Serifehan Du sprach welche mit dejje ber Rapitän so I fonnte, weißt& „ Allerdings. febpe, sobald die Eriparniffe zum wenden wollten felbständig, statt 31 betreiben. füßere Hoffnung meinem Stizzen „ Sollte die Aus der Heichelheim'schen Stiftung find am 27. April d. Js. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mr. an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige, christliche Familie oder Person zu vergeben. Anmeld ungen werden von heute an bis 10. Februar 1905 auf unserem Geschäftszimmer, Neuen- Bäue 25, Zimmer 2, entgegen genommen. Gießen, den 3. Januar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Sießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 ist die Lieferung des Brotes für die Stadtarmen neu zu vergeben. Angebote sind bis spätestens 31. d. Mts. beim städtischen Armenamte, Neuenbäue 25, einzureichen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 3. Januar 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Holz- Versteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, 9. Jaunar 1905, vormittags 912 Uhr beginnend, werden im Distrikt Fernewald versteigert: 601 Stück Fichtenstangen mit 22,78 Feftmeter teilweise zu Sparren, Weißbinderstangen und Spalier= latten geeignet. 46 Rmtr. Eichen Scheitholz, Buchen- Scheitholz, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, 3 " Emil Lotz, Kirchenplag 9, 6 " Kiefern- Scheitholz, 2 Emil Bistor Nasiolger, Marktstraße 10, " 1 Birken Scheitholz, 89 " Eichen- Knüppelholz, Georg Schäfer, Licherstraße 2, 3 " Fichten- Knüppelbols, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, 12 " 1 Eichen- Stockholz, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 13. 8 " Daniel Wirth's Nachf.( Theod. Geilfas) 5 Kiefern- Stodholz, Fichten- Stockholz, Weftanlage 51. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Ga stofs jamt Anfuhr wie das Gaswerf und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. л 00 4550 Wellen Eichen- Reifig, 1400 1800 " 300 " " Buchen- Reisig, Nadel- Reifig, Weichholz. Die Zusammenkunft ist an Gießen, den 4. Januar 1905. Gr. Bürgermeisteret Gießen. J. V.: Curschmann. Die Preise unserer Gastoks für die Abnehmer außerhalb der der Strengswiese. Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirücvergütung von 4 Pfennig für den Zentner. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Makulatur hat abzugeben Expedition d. Blattes. zur Ausführun pitän Mezzotti „ Gewiß wi mit den Heir wenig einverst das reizende verhandeln mö hüben und drib „ Seltsam ge im Lauf des let fielen, gewahrte Leben, erhöhte nicht. Papa be Behauptung, da bölligen Verwel dem so wäre, Italien noch we Fall ist. Verst Anabe für deu schwärmte, doch einer Stadt, der Abstammung au natürlich zu find Ben gemeinsame Gewiß find berechtigt und d füllung," berjet Wunsches durd rorismus errei alf durch einen reichen." „ Das heißt, meiner lieben das Todesurteil „ Nein," ent daß es nur eines mernde Tatkraf Hm, woher ch jehe i meidlichen Aufh grenze ist die d noch als die nat bon denen die defekt, ohne Hi eine furze Zeit Schatten aus." fachlich, daß der bit wenn er d dt übergebe Das Bang eine bon Stok nur jagt, daß geichmälert Ueber da wird uns bor Beit und Ort gefamte Garr ift, nad) Tr zu berjamme tpaffe. Sie denen mi - Waffen gefta fen an den S immer nur in estadronsweise mehre zu Pyra treten fie in Re dedung von Tru bom Augenblic Ariegsgefangene Mannschaft ist in dem Feldzu halten haben, g berlassen. Dies Ehren. Ein schöner Laden in der Löwengasse preisw. zu verm Näh. Gießen, Seltersweg 56. Der formell Statt; am 10.3 fiere in der Sta