idt weg 83 -Artikel י Altmessing Bestecke ualitäten! zug! reine, flaschenreife elne von 60 Pfg. an. in Flasche von 100 Pfg. an 5 Liter und Kisten von en an wächter besitzer. eim a. Rhein. befindet sich:= nzlich neubearbeitete mehrte Auflage, ersationsdes Lexiko gebinden su je 10 Mal eliefert jede Buchhandlung nstituts in Leipzig und W Blickensderfe chreibmaschin Vollkommenstes, vielfach patenticles preisgekröntes System; vielseitigst züge und Neuerungen; größte Ed und Dauerhaftigkeit.- Fatalog fr Preis Mk. 175. u. 225 Groyen& Richtmann, Fal ter strasse 26 Hüte Ques zen. das Neveste! Nr. 284. Balerttonspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberbeffen, bie Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Big. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Mebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanichink Nr. 362. Montag den 4. Dezember 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Vfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Der Unterstützungswohnfitz. Wo der Mensch geboren ist und seinen Wohnsiz hat, da hat er auch Anspruch auf Unterstügung im Falle wirtschaftlicher Vlot. Das ist ein natürliches Verhältnis, das mohl allgemein anerkannt wird. Wer aber ist unterstützungspflichtig, wenn der Unterstützungsbedürftige nicht da wohnt, wo er geboren ist? Diese Frage ist schwer zu beantworten, und es wird faum gelingen, eine Antwort zu finden, die danernd befriedigt. Denn die Verhältnisse selbst sind in stetem Fluß; und was heute als ausreichend und gut an= gesehen wird, das kann nach kurzer Zeit schon den unverkenn= baren Stempel der Unzulänglichkeit an sich tragen. Nach dem geltenden Recht verliert man seinen Unterfügungswohnz erst durch zweijährigen ununterbrochenen Abwesenheit nach zurückgelegtem 18. Lebensjahr. Der Geburtsort oder der vorige Unterstüßungswohnsitz wird seiner Unterstützungsverpflichtung erst dann ledig, wenn der Betreffende zwei Jahre ununterbrochen an anderen Orten gewohnt hat, nachdem er 18 Jahre alt geworden war. Die feitherigen Erfahrungen haben gezeigt, daß diese Umgrenzung der Unterstüßungspflicht von recht ungleicher Willung war, daß sie manche Orte, und gerade die größten und wohlhabendsten, zum Schaden der kleinen und minder wohlhabenden, bevorzugte. Das hatte man ungefähr schon vor zwei Jahren erkannt, als man die Novelle zum Unterstüßungswobnißzgesetz beriet. Bereits damals hegte man lebhafte Beden'en, ob die Bestimmungen des Gesetzes vom 12. März 1894 über den Unterstützungswohnsitz die Heimatgemeinden nicht in unzureichendem Maße entlaste. Inzwischen haben weitere Beobachtungen ergeben, daß jene Bedenken vollauf berechtigt gewesen sind oder mittlerweile Berechtigung gewonnen haben. Innerhalb der Bevölkerung des Reichs findet fortgesetzt eine Verschiebung statt, die im großen und ganzen die gleiche Richtung beibehält: hier eine Abwanderung, dort eine Zuwanderung. Es sind ganz bestimmte Gebiete- Ostpreußen, Westpreußen, Posen, Pommern, MecklenburgSchwerin die von ihrer Geburtenvermehrung immer abgeben, und wiederum ganz bestimmte Gebiete, namentlich Großstädte Berlin, Hamburg, Bremen, Lübeck, Rheinland, Westfalen, Königreich Sachsen die sich durch Zuzug über das Maß ihres Geburtszuwachses hinaus vermehren. Es liegt auf der Hand, daß die erſterwähnten Gebiete durch die Bestimmungen des Unterstüßungswohnsißgesetzes insofern be= nachteiligt sind, als ihnen die Verpflichtung obliegt, für ihre Abzüglinge, deren Abzug sie bedauern, ohne ihn hindern zu fönnen, in Krankheitsfällen noch zwei Jahre lang und überhaupt so lange zu sorgen, als diese Abzüglinge nicht über 18 Jahre alt sind und danach durch ununterbrochene zweijährige Abwesenheit einen neuen Unterstügungswohnsitz erlangt haben. Manchmal find auch die Gemeinden benachteiligt, in denen die Abzüglinge als Zuzüglinge erscheinen, in denen sie sich neu niederlassen, aber nicht, um dort zu arbeiten, sondern um in der benachbarten Großstadt Arbeit zu suchen. In den sogen. Vorortgemeinden ist das feine feltene Erscheinung. In solchem Falle gibt es zwei Leidtragende: die Heimatsgemeinde, de für den Eingeborenen durch Gewährung von Unterricht ufm. recht erhebliche Zuwendungen nemacht hat, während sie und ihn ziehen lassen muß, wenn er steuerfähig geworden die neue Unterstüßungsgemeinde, die die Unterstüßungspflicht auf sich nehmen muß, ohne von dem Zögling den vollen materiellen Vorteil zu haben, der sonst aus dem Zunehnien der erwachsenen Einwohnerschaft hervorgeht. In Erwägung dieser Verhältnisse haben die Verbündeten Regierungen dem Reichstag eine neue Abänderung des Unterstüßungswohnsitzgesetzes vorgeschlagen. Die Aenderung besteht in der Hauptsache darin, daß die Heimatsgemeinde von der Unterstüßungspflicht frei sein soll, wenn der Abzügling nach zurückgelegtem sechszehnten( statt achtzehnten) Lebensjahr ein Jahr lang( statt zwei Jahre) ununterbrochen abwesend gewesen ist. Außerdem wird durch die Novelle den Ortsarmenverbänden des Dienst- oder Arbeitsorts er= weiterte Verpflichtung auferlegt. Während bisher der Ortsarmenverband des Dienst- oder Arbeitsortes die Aufwendungen für Krankenpflege 26 Wochen lang zumeist nur zu verauslagen hatte, werden sie ihm jetzt endgiltig auferlegt. Die Begründung der Novelle sagt ungefähr das, was wir oben ausgeführt haben. Von besonderem Interesse ist die weitere Angabe der Motive, die von der ungleichen Verteilung von Arbeitsfähigen und Arbeitsunfähigen auf Stadt und Land handelt: Geht man von der Annahme aus, daß die im Alter von 18 bis 60 Jahren stehenden Personen für den Unterhalt der Kinder und der( über siebzigjährigen) Greise einzustehen und zum Unterhalt der zwischen 14 und 18 Jahre alten Kinder sowie der zwischen 60 und 70 Jahren stehenden Personen die Hälfte beizusteuern haben, so ergibt sich unter Außerachtlassung der Militärpersonen- daß in den Städten 100 Arbeitsfähige( von 18 bis 60 Jahre alt) mit 71,69 Nichtarbeitsfähigen, auf dem Lande dagegen 100 Arbeitsfähige mit 96,45 Nichtarbeitsfähigen belastet sind. Die beiden Extreme bilden Berlin und Ostpreußen: in Berlin ist die Belastung mit 50,54 am geringsten, in Ostpreußen mit 108,79 am höchsten. Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß die kleineren Städte in dieser Hinsicht den Landgemeinden gleich oder doch sehr nahestehen. Die Großstadt hat eben eine starke Anziehungskraft, die bisher immer nur zugenommen hat. Mag hier und bei dieser Gelegenheit unerörtert bleiben, ob und weshalb das etwa be= dauerlich ist. Wir wollen blos mit der Tatsache selbst rechnen, ohne sie in irgend einem Sinne zu fritisieren. Aber schon die bloße Tatsache gestattet die Folgerung, daß die Großstädte, die die Bevölkerung des flachen Landes und der fleinen Stadtgemeinden an sich ziehen, auch die Armenkosten für ihre Zuzüglinge voll bezahlen und nicht noch einen Zuschuß von den Gemeinden verlangen, zu deren Schaden sie ihre Anziehungskraft ausüben. Eine solche Zumutung wäre unbillig. Es soll übrigens nicht verschwiegen sein, daß die unbillige Forderung nicht von den Städten aufgestellt worden ist. Die Reichsgesetzgebung hat ihnen den Vorzug gewährt, ohne daß sie ihn beansprucht hätten; sie werden ihn jetzt ohne den Versuch einer Einrede fahren lassen. ( Eig. Bericht.) Trübe Husfichten. Petersburg, 2. Dezember. Die Garden werden unsicher, und die Kosaken sollen zum Schutz des Zarentums aufgeboten werden. In dieser auch Gymnasialtlassen im heutigen Sinne mitumfaßte, unterBotschaft spiegelt die Lage sich wieder. Sie läßt sich so trübe an, daß man das Gefühl nicht los wird, die Katastrophe slehe nunmehr bevor. Der erst russische Zug will sich geltend machen: Noh jede große Umwälzung im Leben des russischen Volkes hat schließlich auch im Hause Romanow ein Opfer gefordert. Die Wage der russischen Volksleidenschaft beendet auch immer ant lezzen Ende am Zarenthron. Wird der schwankende Nikolaus der Mann sein, der Flutwelle Rand zu halten?- Die Frage aufwerfen, heißt sie beantworten. - Unheimlich dundle Gerüchte von einer Palastrevolution schwirren herum, und daß sie als völlig glaubwürdig behan= delt werden, ist für die herrschende Stimmung außerordent= lich bezeichnend. Auch ein Großfürst soll bei der Verschwörung gegen den Zarrn beteiligt sein. Man denkt unwillkürlich an Wladimir, den starrsten Vertreter des altrussischen Abso= tismus. Dessen Intimus aber heißt Trepom, und ihm hat der Zar das Kommando in seinem Palaste anvertraut. Eine Revolution, die dort ausbräche, wäre also faum im Sinne der freiheitlichen Bewegung zu betrachten, im Gegenteil, sie würde die Gegenrevolution bedeuten, die die Rückkehr zum alten Regime bezweckte. Nun denke man sich zu dieser Katastrophe den Hintergrund, auf dem sie sich abspielen würde. Der Kampf Aller gegen Alle überall. Handel und Wandel lahm gelegt. Der Verfehr unterbrochen. Die Bürger, die Kaufleute, die Be= amten, die Armee alles in furchtbarer Erregung. Die zahlreiche jüdische Bevölkerung allerorten jeden Augenblick mit Tod und Vernichtung bedroht. Eine schreckliche Gereiztheit aller Besitlosen gegen alle Besitzenden. Vollkommene Unsicherheit, wohin man blickt. Selbst die Geld- Reserve in der Reichsbant, der Lebensnerv des russischen Staatswesens, durch Raubversuch bedroht. Aus Sebastopol die Meldung, daß die militärische Emeute niedergeschlagen, dafür aber die revolutionäre Bewegung in der Einwohnerschaft im Wachsen i Das feste Wladiwostok in den Händen der meuternden Soldaten. In Ost und West, in Nord und Süd immer der gleiche Anblick: Zerrüttung und Verwirrung ohne Ende! Wahrlich ein Bild, das auf das Schlimmste deutet. Die Unerträglichkeit der Zustände muß schließlich auch dahin führen, daß jeder Weg, aus ihnen herauszugelangen, als Pfad zu Besserem willkommen geheißen wird. ( 5. Sigung). Deutscher Reichstag. CB. Berlin, 2. Dezember. In der heutigen Sizung gab es eine größree Kolonialdebatte. Nach Erledigung mehrerer Rechnungssachen fam die Vorlage, betreffend den Bau einer Bahn von Lüderißbucht nach Kubub, zur Beratung. Sie wurde zur Annahme empfohlen von dem neuen Leiter unserer Kolonialpolitik Erb prinzen zu Hohenlohe- Langenburg, der sich bei dieser Gelegenheit im Parlamente einführte. Er fand lebhaften Beifall für die warmen Worte der Anerfennung, die er der tapferen Schußtruppe in Südwestdes Bundesafrika widmete. Als zweiter Bertreter Oberst Deim rats sprach unter allgemeiner Spanning. ling, der belanntlich als Kommandeur des zweiten M außen Gefeße vorschreibe und politische und reliöse Barteien Erinnerungsfeier der Landesuniversität. fchied sich die damalige Hochschule nicht von einer Universität, dürften sich nicht wundern, wenn sie auf Widerstand stoßen Mit der Feier des Allerhöchsten Geburtstages unseres Bandesherrn verband die Landesuniversität, wie schon kurz ern ähut, eine Erinnerungsfeier an die vor 300 Jahren erfolgte Eröffnung der Gießener Hochschule( 10. Oktober 1605). Die Feier hielt sich in engeren Grenzen, weil die dritte Säfular feier der alma mater Ludoviciana gegen Ende des Commersemesters 1907 in solenner Weise begangen werden soll, denn erst von 1607 ab führte die Gießener Hochschule den Namen Universität. Redner hat fich doch dieser alte Zustand bis auf die heutige Zeit bei den amerikanischen Universitäten erhalten. nco. Gießen, Ende November. schilderte die Entstehung als eine Folge der politischen und fonfessionellen Birren jener Zeit und schloß hieran eine eingehende Besprechung der äußeren und inneren Umwandlungen, die die Anstalt im Laufe der Jahrhunderte hat erfahren müssen. Dient fie doch heutzutage der freien Forschung und richt mehr der Aufrechterhaltung der Konfession eines Territorialstaates. Er schloß mit einer Erörterung dessen, was auch die heutige Zeit noch ron jener früheren Beit lernen fönne, indem er etwa ausführte, man dürfe nicht meinen, daß uns die Ereignisse des Jahres 1605 nicht belehren könnten. Wenn wir uns für sofortgeschritten hielten, so brauche nur an zweierlei erinnert zu werden, worin die Hochschule von 1605 uns überlegen war. Ihr sei ein Bädagog angegliedert gewesen, d. h. sie habe die Vorbereitung zum Üniversitätsstudium in entscheidender Weise beeinflußt und diese Vorbereitung sei einheitlich gewesen. Alle Stände hätten außerdem die Überzeugung von der Bedeutung der theologischen Studien für das öffentliche Leben und besonders für das geistliche Amt gehabt. Dies werde i ht häufig vermißt. Der Mannesmut, mit dem die Männer jener Tage unberechtigten Verlangen widerstanden hätten, und der Seift der Wahrhaftigkeit, mit der sie für ihre Ueberzeugungen eingetreten seien, sei auch für unsere Beit noch vorbildlich. Aber auch von ihrer Kunst fönne man lernen, sich den Verhältnissen anzupassen und mit fleinen Mitteln eine leistungsfähige Hochschule zu erhalten. Freilich sei noch mehr aus jener Zeit zu lernen, so, daß staatliches Eingreifen in Religion und Kirche den Unfrieden mehrt, nicht aufbaut, sondern zerstört. Und ebensowenig wie die Religion vertrage die Wissenschaft nicht, daß man ihr von Die Feier fand in der festlich geschmückten großen Aula der Universität statt. Die Epißen der Behörden und ein zahlreiches Bublifum aus nichtakademischen Kreisen xahmen außer den Angehörigen der Universität teil. Die Universität Marburg, die 1653 gestiftete Nachfolgerin der althessischen Universität Marburg, aus der heraus die Sießener Hochschule sich entwideite, war durch thren Reftor und die Defane der vier Fakultäten vertreten und auch das humanistische Gymnasium Gießen beteiligte sich durch sein Lehrerfollegium und eine aus Schülern der höheren Klassen bestehenden Schülerdeputation an der Feier, denn das Gymnasium ist aus dem Pädageg entstanden, das damals der Hochschule angegliedert war. Der Festredner, Geh. Kirchenrat Prof. D. Stabe, schilderte in seiner akademischen Festrede die Entstehung des Gymnasium illustre im Jahre 1605, das dann im Jahre 1607 durch fa serliche Ermächtigung den Namen einer Universität annahm, sowie dessen Organisation. Er setzte insbesondere auseinander, daß man sich durch den Namen ymnasium" nicht irreführen lassen dürfe; darin, daß sie würden, wenn von ihnen der Versuch gemacht werde, die Universitäten ihren Zwecken dienstbar zu machen. Die Theologie nüsse die Freiheit ihrer Bewegung behalten, um der Kirche die rechten Dienste leiften zu können. Sie sei das eigentliche Einheitsband der evangelischen Kirche, und ein Gemeinwesen sei umso fräftiger und lebensfähiger, je größere Mannigfaltigkeit es in sich trage. Unsere Rechte müsse lernen, daß Einheit der Kirche nicht Einheit der theologischen Schule bedeute und unsere Linke, daß sich alte Formen und Formeln zwar mit neuem Geist erfüllen ließen, daß es aber zwecklos fei, sie zerbrechen zu wollen. In Ruhe müsse sich vollziehen, was sich doch nicht hindern lasse: der Kampf der Geister um der Menschheit höchste Güter. Redner schloß mit den Worten: In weiser Beachtung, deffen, was seiner Beit not tat, hat ein Ludwig V. die Hochschule gestiftet. Auch seine Nachfolger haben sie geschüßt und in einer zeitgemäßen Entwickelung erhalten. It waltet über ihr ein weitsichtiger, mit dem Denken und Empfinden, mit den Nöten und Sorgen unserer Zeit wohlvertrauter Fürst. Wir dürfen hoffen und vertrauen, daß wir unter seinem Szepter uns rer Arbeit ohne Hemmnisse werden leben fönnen. In ihr bis zum letzten Atemzug ohne Furcht und Tabel auszuharren, sei das Gelöbnis dieser feierlichen Stunde!" Der Festakt bildete eine zwar einfache, aber gerade darum umso eindrucksvollere und würdigere Vorfeier der im Laufe des Sommers 1907 zu begehenden dritten Säfularfeier unserer hessischen Landesuniversität, zu der, wie man hört, die Vorbereitungen im voll.n Gange sind und der men im ganzen Hessenlande und weit über seine Grenzen hinaus mit Epannung entgegensteht. war. Feldregiments an Delt Kämpfen gegen Die Hottentotten im Süden von Südwestafrifa hervorragend beteiligt Er machte um so mehr Eindruck, da seine Rede sich durch Kürze und Klarheit auszeichnete. Die Parteigruppierung gegenüber der Vorlage war nicht ganz dieselbe, die sich sonst neuerdings bei Kolonialfragen ergab; das Zertrum ließ seine Bedenken durch den Abg. Erzberger mit großer Schärfe zum Ausdruck bringen. Indessen scheint es trotzdem feineswegs ausgemacht, daß nicht nach Beratung der Vorlage in der Budgetkommission die Partei zu ihren Freunden zählen wird. Als solche bekannten sich schon die Konservativen und die Nationalliberalen, während Sozialdemokratie und freisinnige Volkspartei Widerspruch erhob. In zwei Punkten aber waren alle einig. Alle Redner machten der Regierung Vorwürfe, daß sie im Frühjahr den Reichstag geschlossen have, anstatt ihm noch diese Vorlage zugehen zu lassen die sich jetzt als dringlich hinstellt, und des weiteren fanden sich alle in dem Dank an die Truppen zusammen, die im Schußgebiet ihr Leben eingesetzt haben. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Die Beruhigung von Deutsch- Südwestafrika schreitet fort. Gouverneur von Lindequist meldet, daß der Widerstand der Hereros gänzlich gebrochen sei. Er habe daher angeordnet, daß bis auf weiteres die militärischen Operationen im Hererolande, insbesondere die Aufhebung von Hererowersten durch Patrouillen einzustellen seien. Mehrere Lager zur Sammlung der noch im Felde befindlichen Eingeborenen unter Aufsicht der Missionen sind errichtet worden. Den Herero ist dies durch eine Proklamation befannt gegeben worden. * Der preußische Eisenbahnminister von Budde hat eine Verfügung erlassen, nach der Eisenbahnangestellten der Genuß von Alfohol im Dienst vollständig verboten wird. Die Mitnahme von Schnaus und schnapsähnlichen Getränken in den Dienst war schon bisher verboten und der Verkauf in den Kantinen und dergl. untersagt. In dem Erlaß heißt es unter Bezugnahme auf schwerwiegende Vorkommnisse der legten Zeit, die bisherigen Maßnahmen hätten nicht verhütet, daß Bedienstete sich durch übermäßigen Alkoholgenuß zur Verrichtung ihrer dienstlichen Obliegenheiten unfähig machten und dadurch Betriebsunfälle schlimmster Art veranlaßten. Es mile daher allen im Betriebsdienste, einschließlich des Fahr-, Rangier- und Bahnbewachungsdienstes tätigen Beamten, Hilfsbeamten und Arbeitern, ferner allen im Bahnsteigschaffner, Portier- und Wächterdienst beschäftigten Bediensteten der Genuß alkoholhaltiger Getränke jeder Art während des Dienstes fortan untersagt werden. Die Durchführung dieses Verbots sei mit Strenge zu überwachen und im Wege der Disziplin, besonders auch durch Zurückziehung aus dem Betriebe, Ausschließung von Anstellung, Gehaltszulagen und Beförderung sicherzustellen. Als Dienst im Sinne dieses Verbots ist auch die Dauer der Dienstbereitschaft im Bahnbereich anzusehen. Bei wiederholter Trunkenheit im Dienst sei stets die Dienstentlassung anzuordnen oder das Disziplinarverfahren auf Dienstentlassung einzuleiten. Die Gelegenheiten zum Genuß alfoholfreier Getränke sollen vermehrt werden. England. ** Der mehrfach angedeutete Rücktritt des bisherigen Ministeriums Balfour dürfte nicht mehr aufzuhalten sein. Im Kabinettsrate haben die Minister beschlossen, lieber zu rudzutreten, als das Parlament aufzulösen. Balfour wird die Demission dem König wahrscheinlich in den nächsten Tagen überreichen. Wenn sie angenommen wird, erwartet man, daß Campbell Bannermann dte Neubildung des Ministeriums übernehmen wird.- Das Komitee für die An= näherung zwischen Deutschland und England hielt eine Versammlung in London ab. Der Vorsitzende Lord Avebury sagte dabei, das größte Interesse für England und Deutschland sei die Aufrechterhaltung des Friedens; jeder, der versuche, Zwietracht zwischen den beiden großen Ländern zu säen, sei eines schweren Verbrechens schuldig und ein Feind Deutschlands sowohl als Englands. Lord Avebury glaubt nicht, daß irgend ein allgemeines Gefühl des Mißtrauens und Uebelwollens gegen Deutschland besteht, und er hofft, daß die Deutschen schließlich die Vorstellung verbannen, Großbritannien sei eifersüchtig oder feindlich. Der Versammlung wohnte der deutsche Botschaftsrat Graf Bernstorff in Vertretung des Botschafters Grafen WolffMetternich bei. Es gelangte ein Beschlußantrag zur Annahme, welcher die feste Ueberzeugung ausspricht, daß weder die wirtschaftlichen noch die politischen Interessen Englands und Deutschlands einander widerstreiten und daß zwischen der Bevölkerung beider Länder Gefühle herzlicher Freundschaft bestehen. Sir John Kennaway, der den Antrag begründete, sprach die Hoffnung aus, daß die Bemühungen des Komitees und anderer den deutschen Kaiser in den Stand setzen würden, das nächste mal zu erklären, daß seine Beziehungen zu Großbritannien nicht allein forrekte, sondern herzliche sind. Spanien. ** Die fatalonische Bewegung hat nun doch zu einer Ministerkrisis geführt. Der König hat die erbetene Entlassung des Kabinetts Montero Rios genehmigt. Moret wurde mit der Nenbildung des Ministeriums beauftragt. Das neue Kabinett wurde alsbald fonstituiert, die neuen Minister leisteten dem Könige den Treueid, und darauf fand ein Ministerrat unter Vorsitz des Königs statt. Balkan- Staaten. Unter Hus den Parlamenten. Statistisches Material zur Flotten- Vorlage. Dem Reichstage ist eine vom Reichsmarineamt bearbeitete Sammlung statistischen Materials zugegangen, das die Entwicklung der deutschen See- Interessen im letzten Jahrzehnt darlegt. Es wird dadurch das Anwachsen dieser Interessen statistisch nachgewiesen und damit die Grundlage für eine zahlenmäßige Würdigung der in Frage kommenden Probleme geboten. Vor allem wird damit die Forderung gestützt, daß die wachsenden See- Interessen auch eines wachsenden Schuzes bedürfen. Heer und flotte. Ein neues Linienschiff vom Stapel gelassen. Auf der Werft des Vulkan" in Stettin ist das für die deutsche Marine dort erbaute Linienschiff Pommern" vom Stapel gelaufen. Die Taufrede hielt der Oberpräsident der Provinz Pommern, Freiherr von Maltzahn. ** Eine Bande von bulgarischen Verschwörern ist neuerdings in türkischen Gebietsteilen verhaftet worden. Infolge von gravierenden Schriftstücken wurden 15 Bulgaren, die die Agitation im Distrikte Serres leiteten, verhaftet. Unter den Verhafteten befinden sich mehrere Professoren, sowie der Sekretär des bulgarischen Metropoliten. den Schriftstücken befindet sich eine Liste der von Sendlingen des bulgarischen Komitees ermordeten Christen sowie ein Verzeichnis von Namen angesehener Personen, deren Ermordung für notwendig erachtet wird, darunter sind der Bischof von Serres, der griechische Konsul und ein Priester genannt. Hof und Gesellschaft. *** Bei der Reise des Kaiser 3 in Oberschlesien hätte ihm leicht ein ernster Unfall zustoßen können. Auf der Strecke Breslau- Brieg entdeckte ein Bahnwärter einen Schienenbruch. Er brachte den Zug, in dem der Kaiser sich befand, zum Halten und reparierte die beschädigte Stelle so, daß der Zug in langsamer Fahrt die Stelle passieren konnte. Der Kaiser traf mit sieben Minuten Verspätung in Brieg ein. Nab und fern. † Automobilwettfahren 1906. Für die Wettfahrt von Automobilen um den Herkomerpreis im Jahre 1906 ist die Strecke Frankfurt a. M.- München- Linz- Wien- KlagenfurtInnsbruck- München festgesetzt worden. Die deutschen Automobilvereine werden im nächsten Jahre keine Straßenrennen veranstalten, da die Fabriken zu stark beschäftigt sind, um Rennwagen liefern zu können. † Dampferzusammenstoß auf dem Rhein. Bei Walsum stieß der Rheindampfer Egon 14 mit dem Dampfer Achilles und einem Schiff der Stinnesschen Zechen zusammen, wobei der Egon beschädigt wurde. Drei Kinder stürzten über Bord, zwei ertranken, eins wurde gerettet. Ein über Bord gestürzter Steueraufseher rettete sich selbst. † 103 Jahre alt geworden. Der älteste Stadtverordnete Deutschlands, Gottlieb Schreiber in Eberswalde, ist gestorben. Sch., der Ehrenbürger seiner Vaterstadt war, hat das hohe Alter von 103 Jahren erreicht. † In der Ohnmacht zu Tode gestürzt. Auf dem Bergwerk Neu- Iserlohn bei Lütgendortmund ereignete sich ein betrübender Unglücksfall. Dem Bergmann Borkowitz war bei der Arbeit ein Finger gequetscht worden, weshalb er durch einen Aufseher aus dem Schacht gefahren wurde. Im Förderkorbe wurde B. während des Auffahrens Schmerzen ohnmächtig und stürzte aus dem Korbe in den Schacht, ehe ihn sein Begleiter halten konnte. Der Unglückliche wurde völlig zerschmettert. vor † Unglücksfall bei der Jagd. Bei einer in Berghausen bei Köln abgehaltenen Jagd wollte der Meggermeister Walther, einer der Jäger, mit umgehängtem Gewehr einem Wilde nach über einen Zaun klettern. Dabei entlud sich das Gewehr und der Schuß ging dem Jäger durch den Kopf, sodaß er auf der Stelle tot war. † Aus Notwehr erschossen. In Haimar bei Burgdorf war der Besitzer Ernst mit einem Knecht in Streit geraten, der in Tätlichkeiten überging. Der Knecht zertrümmerte alles erreichbare und stach mit einer Mistgabel durch ein Fenster nach einem Kinde des Ernst. Dieser ergriff darauf sein Gewehr und schoß auf den Knecht, der, in den Unterleib getroffen, tot zusammenbrach. Das Gericht erkannte Notwehr an. † Tragischer Abschluß einer Eifersuchtsszene. Der Kürschnergeselle Graß in Berlin unterhielt ein Verhältnis mit einem Fräulein Labuhn, der er sehr zugetan war, die er aber auch mit Eifersucht plagte. Infolge eines solchen Vorwurfs kant es zwischen den beiden Liebenden zu einem Zanf. G. zog einen Revolver und erschoß das Mädchen in seiner Wohnung. Dann sprang er auf das Fensterbrett, gab einen Schuß auf sich ab und stürzte aus dem Fenster auf die Straße, wo er mit zerschmeiterten Schädel tot liegen blieb. Der herabstürzende Körper hätte beinahe einen Vorübergehenden mitgerissen, wenn dieser nicht zur Seite gesprungen wäre. † Typauserfrankungen. Eine Tyhusepidemie ist in dem Vororte Dotzheim bei Wiesbaden ausgebrochen. Bis jetzt sind etwa 60 Erkrankungsfälle und eine ganze Reihe Todesfälle vorgekommen. Alle Versammlungen und Lustbarfeiten sind bis auf weiteres untersagt worden. Den Soldaten der Garnison Wiesbaden ist der Besuch Doßheims unter Androhung von Arreststrafen verboten worden. Die Ursache der Epideme wird auf das schlechte Trinkwasser sowie auf die schlechten sanitären Verhältnisse des Ortes zurückgeführt. Amtlich wird vor der Venuzung des Wassers der durch den Ort führenden Bäche zu Reinigungszwecken gewarnt. † Entgleisung infolge Felssturzes. Auf der böhmischen Strecke Stratonitz- Wallern ist bei der Station Wintersberg die Lokomotive, der Dienstwagen, ein Personen- und zwei Güterwagen eines Personenzuges entgleist. Bei dem Unfalle erlitt ein Postschaffner eine Gehirnerschütterung und der Bahnme ster eine leine Fußquetschung. Von den Reisenden, wurde niemand verletzt. Die Ursache des Unfalles ist ein kurz vorher auf die Gleise niedergegangener Felssturz. † In den Steinmassen verschüttet. In Toskana waren seit einigen Monaten Abstürze am Garfagnana zu befürchten, sodaß die Bewohner des unter dem Berge liegenden Dorfes Sillano ihre Häuser räumen mußten. Nun ist das drohende Ereignis eingetreten. Ein dumpfes Krachen tündete den Sturz an, dann wälzten sich mit Donnergetöse ungeheure Steinmassen hinab. In wenigen Minuten waren alle Häuser zer= stört; nur die Kirche ragt aus der trostlosen Trümmerstätte auf. Menschen tamen nicht zu Schaden. † Schreckenstat eines Jrsinnigen. Ein geistesfranfer Landarbeiter in Tolna- Nemedi in Ungarn hat in einem Anfalle von Tobsucht seiner Gattin mit einem eisernen Instru= ment den Kopf engerissen und sodann sich mit einem Messer den Hals durchschnitten. Er wurde tot aufgefunden. Die Frau ist lebensgefährlich verlegt. † Dreifacher Raubmord. Die bulgarische Hauptstadt Sofia ist der Schauplatz eines Verbrechens gewesen, das in seiner Scheußlichkeit hervorragt. Dort wurde der Advokat Dimitrow, seine Schwester sowie deren Dienerin in der Wohnung Dimitrows ermordet aufgefunden. Im Verdacht der Täterschaft steht der Kutscher des Ermordeten, ein Serbe, welcher seitdem flüchtig ist. † Völlige Sonntagsruhe. Das Drtsstatut der Stadt Frankfurt a. Main, wonach die völlige, ununterbrochene Sonntagsruhe für Handel und Gewerbe eingeführt werden soll, ist vom Bezirksausschaß in Wiesbaden genehmigt worden + Desterreich in London. Im nächsten Jahre findet eine österreichische Ausstellung in London statt, die eine lebersicht über die Geschichte, Kunst und Gewerbe Desterreichs geben soll. Die österreichische Regierung hat dazu einen Zuschuß von 400 000 m. bewilligt. † Tod infolge vorzeitigen Abspringens vom Zuge Die leidige Unfitte, von einfahrenden Zügen abzuspringen ehe fie zum Halten gebracht sind, hat in Kassel den Lob eines Menschen zur Folge gehabt. Der Schreiner Schaab trat, als der Zug auf der Station Kassel einlief, bevor de Zug hielt, auf die Plattform hinaus. Durch einen Rud des Zuges, vermutlich an einer Kurve, erhielt er plößlich einen Stoß, verlor das Gleichgewicht und stürzte zwischen die Wagen. Durch das Trittbrett festgehalten, wurde der Un glückliche ein Stück fortgeschleift und dann mitten durch gefahren. Die Leiche des Verunglückten wurde in schreckliches Verstümmelung aufgefunden. † Zugzusammenstoß in Bayern. Der Schnellzug Lindau München stieß nachts in der Station Türkenfeld mit einem Güterzug zusammen. Acht Personen wurden verlegt. Der Materialschaden ist bedeutend. † Im Schlafe überfallen. In dem Dorfe Kläden bet Stendal wurde der Aufseher Soltwedel mil seiner Famiie im Schlafe überfallen. Der Täter erschlug mit einem Beile die Ehefrau des Aufsehers, verletzte diesen und seine fünf Kinder lebensgefährlich und entkam, nachdem er die Ueberfallenen und die Wohnung ausgeraubt hatte. † Erschütternde Schreckenstaten zweier Mütter. Schon wieder haben in Berlin zwei Mütter ihre Kinder in entseg licher Weise hingemordet und sich selbst dem Leben entziehen wollen. In einem Falle war ehelicher Zwist und unbegründete Eifersucht der Anlaß. Die Frau eines Uhrmachers Howrit schew war sehr genußsüchtig und quälte ihren Mann, der auskömmlichen Verdienst hatte, mit Launen, die oft zu Streit und Bank führten. Nach einem solchen, in Tätlichkeiten über gegangenen Streit, vergiftete die Frau ihre 2 Kinder, im Alter von fünf und sieben Jahren, in Abwesenheit des Mannes mit Lysol. Das jüngste Kind starb sofort, während das ältere und die Mutter noch lebend, aber schwer verletzt ins Kranken haus geschafft wurden. In dem andern Falle handelt es sich um ein Verbrechen in geistiger Störung. Die 27 jährige Frau des Rohrlegers Bender hatte die fire Idee bekommen, daß sie geistesgestört sei und sich diese Krankheit auf ihr neu geborenes Kind übertragen würde. Alle Versuche, der Wöch nerin diese krankhafte Vorstellung auszureden, waren erfolg los. In einem unbewachten Augenblicke verschaffte sich die Unglückliche Lysol und vergiftete damit den Säugling und sich. Das Kind ist bereits gestorben, während die Mutter lebensgefährlich erkrankt darniederliegt. Die Vergiftungs versuche mit diesem Mordgift Lysol fangen nachgerade an un heimlich zu werden, und man möchte wünschen, daß endlich dieses gefährliche Mittel der Erreichbarkeit des Publikums entzogen wird. Die bisherige Bequemlichkeit, Lysol zu ers langen, scheint solche Untaten erheblich zu vermehren, ja geradezu anzuregen, wie früher die Zuckersäure, die dann auch aus dem freien Verkehr entfernt wurde. † Dem Scharfrichter verfallen. Der Bäckergeselle Mogler, der wegen Mordes an seiner Dienstherrschaft und deren Töchterchen zum Tode verurteilt worden war, ist, nach dem der König von Württemberg das Urteil bestätigt hatte, gestern früh hingerichtet worden. Wildere fbayriichen Geb xed immer für e währenden Kampfe Lumpen", wie m neben ernften Se bogeborene Jäge find, hat sogar de In feinem Jagdr † Hunderttausend Francs gestohlen. Ein Geldbrief mit 100 000 Francs, der von der Kreiskasse in St. Gallen an die Hauptkasse in Bern abgesandt war, ist unterwegs seines wertvollen Inhalts beraubt worden. Die Sendung blieb in Winterthur über Nacht, wurde von dort zweimal telegraphisch nach Bern als abgegangen avisiert, fam aber erst am Diens tag Abend in Bern an. Als sie dort geöffnet wurde, ent hielt sie statt der Tausendernoten nur alte Zeitungsnummern. Die eingeleitete Untersuchung hatnoch nicht zur Ermittelung des Täters geführt. † Tageschronik. Bei einer Schießübung in Neufahr wasser wurde der Werstarbeiter Czerwinski von einer Dampfertrosse so unglücklich geschlagen, daß er sofort tot umfiel. Der dreizehnjährige Sohn eines Arbeiters geriet in Laudenbach bei Karlsruhe in den Gang einer im Betriebe befindlichen Dampfmühle und wurde totgedrückt. † Eine Frau ermordet. In Baden bei Wien is Lucrezia Freifrau von Biedermann- Thurona, die Witwe des jüngst verstorbenen Gesellschafters des Wiener Bankhauses Biedermann, ermordet worden. Sie wurde in ihrer Villa mit zertrümmertem Schädel und Würgespuren aufgefunden. Das Motiv der Tat ist noch nicht aufgeklärt. † Tageschronik. Die Teppichfabrik Vorwerk in Barmen ist mit mehreren Webstühlen und den Lagervorräten abge brannt. Der Schaden beträgt über 1 M alion Mark. Dampfer Saint- Donatien, von Bordeaux nach Adelaide, ist seit 6 Monaten verschollen und wahrscheinlich mit Mann und Maus untergegangen. Der Sohn des Zahnlünstlers Olbrecht in Delitch bei Halle, der seinem Vater mit 500 Mar: durchgegangen war, wurde bei Bitterfeld ermordet und beraubt aufgefunden. Von dem Täter fehlt jede Spur. - In Ravensburg ist der Neubau des Hotels Kaiserhof eingestürzt. Ein Vorübergehender ist leicht verlegt, die Arbeiter flüchteten rechtzeitig. == Vermischtes. Ein reichlicher Hochzeitsschmaus. Vierhundert Gäste waren zu einer Hochzeitsfeier geladen, die ein reicher Bauer in dem ungarischen Städchen Hodsag veranstaltete. Die Tafelauswahl war ebenso reichhaltig wie reichlich. Die vierhundert Leutchen verzehrten 130 Kilogramm Schweinebraten, 50 Kilogramm Rindfleisch, 60 gesottene Truthähne, 100 braungebratene Hühner und 25 fette Gänse. Außerdem gab es 11 fnusperig rote Spanferkeln, 22 große, sauer zubereitete Hasen und 8 Kälber. Brod führten sich die Feinschmecker nicht viel zu Gemüte; im Ganzen 130 Laib, es kam also auf jeden blos ein Drittel Laib Brod. Hingegen wurde Backwerk in großen Mengen konsumiert. Das Backwerk wurde aus 250 Kilogramm Mehl, 1500 Stück Eiern, 25 Kilogramm Mandeln, 60 Kilogramm Butter und 30 Kilogramm Cuarttäse bereitet. Als Vorspeise führten die Herren ihren 400 gefegneten Mägen 100 Kilogramm Fische zu. die Speisen den Weg alles Jrdischen leichter zurücklegten, wurden die Kehlen mit 550 Liter Bier geölt. Ferner wurden 10 Hektoliter Wein geleert, d. i. 2% Liter per Persou. Guten Appetit! Danut infunft des Für 3 Abichuß bei itbrigen aber ve wohl über die er denn er mußte Damit die Soff Diefen Hallodris = Die S febrler, Brof. Ge der Sprache der ballen eingesperr hat sich zum Weitajrita bege mitten im Urm Affenprade fei gefunden zu b Sonne, Feuer, Kälte;„ Gofilu Affenprache foll Sprache, aufweife Einzelheiten, die fchaft noch start a = Verkehrt des amerikanische Zigarettenraucher täglich Scharen dachlosen Arbeit Selebten Straße Sigareten in d Bestrafung fiche Geld beigen, Saftitraje ein, dadurch kost un gefeßes ist also die jene Gelege und durchfütter bald selbst in ** Der Landgerichte biret Gymnasialdirekto Aletter von Bab wehr in Friedbe ** Das C Feuerwehren glieder der fre Heinrich Gi und Philipp Präsiden Aller Voraussicht Koffenen Landtage rat Haas zum Reinhart zum z bficht, bei den b eintreten zu laff werden soll. treten, der den Tagung 1899 6 ** m 19 Uhr beginner Ausschusses der Ordnung ftatt: 1. um Eclaubnis zum dr Drtearmenberb Bubbach wegen U Brauer von Breu birbands Frankfurt Bollstadt wegen Rig aus Frankfurt ** Gatleffer an der höheren nn Dora Amend 1. Januar 1906. * Der Berb Senoffenschaften den 16. Dezember Die Denti Bfingsten au Mün Schmidts Kein anderes Fabrikat hat Fordern Sie in Ihrem eigen eine so enorme Prosp Wilh. Jang VIII., K Ortsstatut der Stadt ige, ununterbrochene be eingeführt werden Den genehmigt worden. ringens vom Zuge Bügen abzuspringen, in Kaffel den Zob Der Schreiner Schaab Tel einlief, bevor der Wildererübermut. In Süddeutschland, besonders im bayrischen Gebirge gilt das Wilddieben bei der Bevölkerung noch immer für etwas selbstverständliches, und in dem fortwährenden Kampfe der Jagdaufseher mit den Schlichen der Lumpen", wie man die Wilderer dort unten nennt, fehlt es neben ernsten Szenen nicht an heiteren Vorfällen. Daß selbst bodgeborene Jäger nicht vor dem Wildererübermut sicher find, hat sogar der Prinzregent von Bayern erfahren müssen. Durch einen Rud des in seinem Jagdrevier haben Wilderer unmittelbar vor der ielt er plöglich einer Stürzte zwischen die alten, wurde der Un dann mitten durc wurde in schredliche n. Der Schnellzug Station Türtenfeld mit onen wurden verlegt dem Dorfe Kläden bet el mil feiner Familie im mit einem Beile die und seine fünf Kinder er die Ueberfallenen inkunst des Fürsten das Wildgehege erbrochen und zwei der zum Abschuß bei der Hofjagd bestimmten Wildsauen erlegt, die itbrigen aber verjagt. Der Herr Hofjägermeister wird sich wohi über diesen Lumpenstreich arg den Kopf gefragt haben, denn er mußte in aller Eile frische Stücke heranschaffen, Damit die Hofjagd programmäßig vor sich gehen konnte. Diesen Hallodris von Wilderern ist eben nichts heilig! Die Sprache der Affen. Ein amerikanischer GeTehrier, Prof. Garner, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Sprache der Affen, die er an dem eigentümlichen Verhalten eingesperrter Vierhänder erkannt haben will. Garner hat sich zum Zwecke weiter Studien dieser Sprache nach Westafrifa begeben und will dort in einem eisernen Käfig amitten im Urwald mit einem Grammophon die Laute der Affensprache festhalten. Er behauptet, bisher etwa 200 Worte gefunden zu haben, worunter in unseren Lauten ,, Achru" Sonne, Feuer, Wärme bedeutet, Kutcha" Wasser, Regen, Kälte; Gos lu" Nahrung, die Handlung des Essens. Die Affensprache soll danach mehrere Dialekte, wie die menschliche Sprache, ausweisen. Vorläufig werden allerdings, trotz dieser Einzelheiten, die Entdeckungen Prof. Garners von der Wissenschaft noch start angezweifelt. ======" Verkehrte Wirkung eines Gesetzes. Die Regierung des amerikanischen Staates Indiana hat durch ein Gesez das Zigarettenrauchen auf der Straße verboten. Seitdem kommen täglich Scharen von Landstreichern, Bettlern und andern obdachlosen Arbeitsscheuen in die Städte, stellen sich an eines Selebten Straßenecke auf und blasen die blauen Ringe ihrer Zigaretten in die falte Winterlift, der Verhaftung und Bestrafung sicher zu sein. Da die Fechtbrüder natürlich fein Geld besitzen, tritt wegen frecher Verhöhnung des Gesezes" Haftstraje ein, die den Bettlern sehr angenehm ist, da ihnen dadurch Kost und Logis gewährt wird. Die Folge des Rauchgefeßes ist also eine erhebliche Belastung der städtischen Kassen, die jene Gesegesverleger den Winter über frei beherbergen und durchfüttern müssen. Vermutlich wird das Gesetz nun bald selbst in Rauch aufgehen. weier Mütter. Son Chre Kinder in entfe it dem Leben entziehen Swift und unbegründet Uhrmachers Howrit tälte ihren Mann, der munen, die oft zu Streit n, in Tätlichkeiten über ihre 2 Kinder, im Alter senheit des Mannes mit rt, während das ältere ver verlegt ins Kranten ern Falle handelt es fich ng. Die 27 jährige Frau e Idee bekommen, daß Frankheit auf ihr neu Alle Versuche, der Wöch Szureden, waren erfolg Slide verschaffte sich die mit den Säugling und n, während die Mutter iegt. Die Vergiftungs angen nachgerade an im ewünschen, daß endlich chbarkeit des Publikums emlichkeit, Lysol zu ers Slich zu vermehren, ja udersäure, die dann auch de. Len. Der Bädergeselle ner Dienstherrschaft und ilt worden war, ist, nach Das Urteil bestätigt hatte, estohlen. Ein Geldbrief Areistasse in St. Gallen war, ist unterwegs seines Die Sendung blieb in dort zweimal telegraphisch tam aber erst am Diens dort geöffnet wurde, entr alte Zeitungsnummern. nicht zur Ermittelung Schießübung in Neujahr Czerwinski von einer gen, daß er sofort tot totgedrückt. i Cokales. ** Der Großherzog empfing am 2. Dezember den Bandgerichtsdirektor Praetorius von Gießen, den Gymnasialdirektor Dr. Baur von Laubach, den Kanzleirat Aletter von Bad Nauheim und den Kommandanten der Feuerwehr in Friedberg, Damm. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde durch den Großherzog den Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr zu Heuchelheim Heinrich Gilbert 2., Wilhelm reiling 2. und Philipp Sofmann 5. verliehen. * Präsidentenwahl in der Zweiten Kammer. Aller Voraussicht nach werden die Präsidenten des veroffenen Landtages wieder gewählt werden, nämlich Scheim. cat Haas zum Präsidenter, Dr. Schmitt zum est n und Meinhart zum zweiten Biz p.äsidenten. Ind ssen besteht die Absicht, bei den beiden Schriftführern insofern eine Aenderung eintreten zu lass n, als der Abg. Ulrich nicht wieber gewählt werden soll. an seine Stelle türfte der Abg. Brauer treten, der den Poften eines Schriftführers bereits in der Tagung 1899 bis 1902 versehen hat. * ** Am Mittwoch, dem 6. Dezember, vormittags 19 Uhr beginnend, findet eine Sihung des Provinzialusschusses der Proving Oberheffen mit folgender Tages. Ordrung statt: 1. Sesuch des Karl Philipp zu Baßenborn um Eclaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft 2. Klage - eines Arbeiters geriet Gang einer im Betrieb n Babett bei Wien bus Drtsarmenverbandz Mainz gegen den Ortsarmenverband Thurona, die Witwe de Bubach wegen Unterstüßung der Familie des Franz Joh. 3. Klage des Dctiarmen, des Wiener Bankhause Bräuer von Preußis- Eylau wurde in ihrer Viberbands Frankfurt a/. gegen die Oatstrankenkasse Niederfirgeſpuren aufgefunden östadt wegen Usterſtüßung des Adam Jakob Ludwig Rig aus Frankfurt a/ M. fgeflärt. rit Vorwerk in Bar en Lagervorräten abge Mllion Mart ** - Eatlassen wurde aus dem Schuldienste die Lehrerin am der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen Dora amend auf ihr Nachsuchen, mit Wirkung vom on Bordeaur nach Abe 1. Januar 1906. und wahrscheinlich mit Olbrecht in Deligch bet durchgegangen war, aubt aufgefunden. Von au des Hotels Kaiferbof it leicht verlegt, die Ar Cs. schmaus. Vierhundert geladen, die ein reider en Sodfag veranitatete 30 Kilogramm weine 60 gefottene uthähne, jette Gänse Außerdem altig wie reichlid Die eln, 22 große, fauer zu od führten fich die FeinGanzen 130 Laib, es fam Brod. Hingegen wurde miert. Das Badwert 0 Stüd Giern, 25 Kilo ter und 30 Kilogramm hrten die Herren ihren m Fische zu. Danut n leichter zurüdlegten, r geölt. Ferner wurden 2% Liter per Perfou * Der Berbund der heff. landwirtschaftlichen Genossenschaften hält sinen 43. Verbandstag Samstag, dem 16. Dezember in Darmstadt im städtischen Saalbau ab. * Die deutsche Lehrerversammlung 1906 wird Pfingsten zu München abgeholten. Schmidts Patent- Waschmaschine feiert einen neuen Triumph infolge der durch ihre Neuherstellung aus Eisen erreichten höchsten Vollkommenheit. Die Maschine Modell 1904 führt den Namen ,, Die Eiserne" und wird unter 2jähriger Garantie geliefert. Vorzüge: Bottich mit Zubehör, also auch der Antriebskörper aus la. Stahlblech gestanzt u. im Vollbade extra stark und sauber verzinkt, daher dauernd dicht und haltbar. Kein Verrosten von Metallteilen mehr. Der Waschprozess vollzieht sich auf der filza tigen Holzfaser der an den Innenflächen des Metallbottichs riffelartig angeordneten starken Holzstäbe. Unerreicht und unverwüstlich! 160 000 Waschmaschinen geliefert. Kein anderes Fabrikat hat so allgemeine Anerkennung und eine so enorme Verbreitung gefunden. Fordern Sie in Ihrem eigenen Interesse gratis und franko Prospekte von Wilh. Jung VIII., KI.- Linden bei Giessen. | tt. Stadttheater Gießen. Wegen R pertoireschwierig feiten muß die Premiere„ Die Brüder von St. Bernhard" verschoben werden. Es findet statt dessen morgen Dienstag, den 5. Dezember, als 4. Voltsvorstellung die ligte Aufführung von„ Maria Stuart" statt, auf die hiermit ausdrücklich hingewiesen sei. Die Premi re Die Brüder von St. Bernhard" findet bestimmt an einem Dienstagsabonnementabend statt. - *** Die gestern vom Stadttheater Gießen gegebene Kinder Vorstellung, die eine Aufführung des Märchens bom Roifäppchen brachte, hatte einen sehr guten Besuch ge= funden. Die Darstellung war eine wirkungsvolle, sodaß die jungen Herrschaften mit dem Beifall nicht geizte. *** Auf dem 4. öffentlichen Vortrags- Abend des Kaufmännischen und des D.tsgewerbevereins Gießen, der heute im Saale des Gesellschaftsvereins gehalten wird, wird Professor Dr. Krüger über„ Die Entstehung der Evangelien- Literatur" sprechen. Der deutsche Städtetag nahm in Sachen der Fleischtenerung folgende Resolution an: Die 3. 8. in Deutschland ganz außergewöhnliche Höhe der Fleischpreise, unter der alle klassen des Volkes, besonders aber die minderbemittelte Bevölkerung der Städte schwer leidet, ist darauf zurückzuführen, daß die inländische Vichproduktion dem starken Wachstum der Bevölkerung gegenüber den inländischen Bedarf an Fleischnahrung nicht becken tann. Der Zwischenhandel ist daran nicht schuld. Die unmittelbare Versorgung der Städte mit Fleisch durch die städtischen Verwaltungen verspricht keine Besserung der Verhältnisse. Der deutsche Städtetag erachtet.iagegen als geeignete Mittel gegen die Fleissteuerung: die möglichst ungehinderte Einfuhr lebenden Viehes aus dem Auslande unter voller Wahrung der Schutzmaßregeln gegen Seucheneinschleppung zur Abslachtung in öffentlichen Schlachthäusern, die Einfuhr ausgeslachteten Fleisches aus dem Auslande unter Beseitigung aller sanitär nicht unbedingt gebotenen Erschwerungsmaßregeln, die Einfuhr ausländischen Büchsenfleisches und Sonstiger Fleischbauerwaren, endlich die Ermäßigung der Boll- und Eisenbahntarife für Futtermittel in Zeiten be stehender Fleischnot. Zum Schluß erklärt der deutsche Städtetag, daß die Behandlung der Fleischteuerungsfrage durch die maßgebenden Instanzen des Reichs und einzelner Bundesstaaten die berechtigten Interessen der städtischen Be bölferung schwer schädigt. - Rh. M. V. Zur Ürgeschichte des Westerwalded. Im Jahre 1902 erregte die Entdeckung einer Ansiedelung aus der sogenannten Hallstädter Periode bei Neuhäusel durch den hessischen Minifteriairat W. Soldan großes Aufsehen. In Massen und dichtgedrängt fand er im Bimesteinfand die Löcher, in denen Pfosten der fleinen Hütten gestanden hatten, dazwischen feste" Tennen", die er als Feuerstellen und in einigen Fällen als Wafferbehälter deutete, und um das Ganze Refte von Verhauen. Ec schloß darauf auf eine dichte Befiebelung des Westerwaldes schon einige bundert Jahre vor unferer Beitrechnung. In dem Jahrgang 58 des Jahrbuches des nassauischen Vereins für Naturkunde geht Herr Oberförster Behlen in Haiger mit dieser alten Kultur schwer ins Gericht. Er sieht in den Pfostenlöchern, welche sämtlich durch den Sand bis auf den steinigen Ton gehen, nur die Höhlungen von Fichtenstämmchen, die bei dem großen Ausbruch des Krufter Ofens am Laacher See verbrannt wurden, in den Tennen, vom Wind umgebrochene Stämme, die einen Teil des Tonbodens zwischen ihren Wurzeln an die Oberflähe bragten, in den sogenannten Bugkanälchen der Feuerin die ausgefaulten Wurzeln der gefallenen Stämme. Aehnliche Baum öcher fanden sich an vielen Stellen im Neuwieder B.cken und am Abhang des Westerwaldes, wo Bimsstein hoch genug gefallen ist, um die Bäume zu töten und die Stümpfe nachher vor der Verwitterung zu schüßen. Dr. Kobelt. X Friedberg 3. Dezember. Die von langer Hind seitens des Ernst Ludwigs- Vereins vorbereitete Ausstellung der preisgekrönten und angekauften Entwürfe zur Er. richtung billiger Wohnungen wurde heute Mittag durch Kreisrat Fy eröffnet. Das Acrangement iſt ſehr über sichtlich geordnet in den Räumen unserer Gewerbeschule untergebracht. Die Dauer der Ausstellung ist auf 10-14 Tage bemessen. + Friedberg, 3. Dezember. Freitag- Nachmittag ge leitete ein großes Gefolge den Ehrensekretär des MaintalSängerbundes Taubstummenlehrer Schneider zur letzten Ruhe. Er dirigierte lange Jahre den ältesten Friedberger Gesangverein, den„ Liederkranz". * Bad Nauheim, 3. Dezember. Die Stadt hat die im Jahre 1732 durch den Grafen Rinbardt von Hanau Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 5. Dezember 4. Volksvorstellung Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Fr. v. Schiller. Prima Speisekartoffeln Sowte Ein praktisches Geschenk für Reiter, Radfahrer und Fußgänger. Man fordere, Hände frei" elektr. Taschenlaterne mit umlegbarer Anhängevorrichtung. Im Manöver 1905,, borzüglich be= währt", in 6 Größen mit Naßoder Trockenbatterie ausgerüstet, von Mt. an. Wenn im Handel nicht zu haben, bann beim Ron ſtrukteur ber Laterne Guſtav Remus, Halle a. S., Friedrichſtrake 53, I. Ein Juwel ist ein zartes, reines Gesicht, erbaute Reinhardtekirche fäuft& von der( vangelischen Gemeinde erworben. Die vorhandenen Räume sollen die städtische Altertums- Sammlung aufnehmen bis zur E- bauung einer russischen Kirch: dienen si: aber dem Gottesdienste uns rec zahlreichen russischen Ku gäst. ** Bad Nauheim, 3. Dezember. Städtischerseits ist die Errichtung eines Monumentalbrunnens auf dem Alic plet ins Aussicht genommen. Der von Oberbaurat Hofmann Darmstatt gemachte Entwurf wird am 9. Dezember der Stadtverwaltung vorgelegt werden. ** Buzbach, 4. Dezember. Hier ist ein Lehrlings. heim eröffnet worden. * Büdingen, 3 Dezember. Ortebeleuchtung. Bon der Errichtung eines Elektrizitätswertes ist man hier wieder abgekommen. Voraussichtlich fommt Gasbeleuchtung zuc Einführung, wenn die Gemeinde sich nicht entschließt, der projeftierten Lichtzentrale bei Lißberg sich anzuschließen. Mainz, 3. Dezember. Einen richtigen Lehrbuben: ftreich machte gieser Tage ein Spenglerlehrling in Mainz. Eine Milchfrau stellte ihre zwei Blechfannen mit Milch in einen Hausgang, während sie ihre Kunds haft besorgte. Der Lehrling einer in demselben Hause befi adlichen Spenglerei nahm nun einen Lötkolben und lötete die zwei Kannen zu, fodaß die Frau sie nicht mehr aufbrachte und deshalb eta großes Geschrei erhob. Der Meister eilte herbei und öffnete die Kannen wieder. Dann erfolgte bas Nachspiel für den wizigen Lehrling. * Oberlemp, 20. November. Bei der in unserer e martung abgehaltenen Treibjagd wurden 19 Rehe und 11 Hasen zur Strecke gebracht. 18 Rehböde waren schon auf dem Aufstand erlegt worden. Glessner faabwirtschaftlicher Wetterbient. Borausfistlige Wtterung in Hessen für Dienstag, ben 5 Dezember. Meist woltig, vereinzelt noch geringe den 5 Dezember. Schneefälle, Frost. ( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratente! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Oeffentlicher Dank dem Herrn Franz Wilhelm. Apotheker, F. u. t. HofHeferant in Neunkirchen, Niederösterreich, Efinder des antirheumatischen und antiarthritischen Blutreinigungs Tees. Blutreinigend für Sicht und Rheumatismu8. Wenn ich hier in die Deffentlichkeit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigsten Dank auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungstee in meinem schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete und sodann, um auch andere, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich weder Heil= mittel, noch der Gebrauch der Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen langem Gebrauch oben genannten Tees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jetzt, nachdem ich schon seit 6 Wochen keinen Tee mehr trinke, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Butschin- Streitfeld, Oberstleutnants- Gattin. Preis: 1 Paket Mk, 2.-, 1/2 Paket Mk. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Wallnußschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngitblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.50, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Caruywurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 3.50, Shinarinde 3 50, Eryngitwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißer Senf 3 50, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten Nicht und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. ,, Vorsicht beim Einkauf". Man weise minderwertige Nachahmungen entschieden zurück und beachte Namen und die Schuhmarken des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. Zur Alle Sorten Weihnachts- a. gesalzene därme, Bäckerei empfiehlt prima Blütenmehl Zucker Vegetaline Butten, Rinds- u. Kalbsblasen empfehlen billigſt. Jul. Rosenthal& Co., Neue Krofdorferstrafe. Backpulver( Cavalier Crême n. f. w. rofiges, jugendfrisches Aussehen, in bekannter Güte u. bei billigsten weiße, fammetweiche Haut und Preisen. blendend schöner Teint. Alles bies Wilhelm Jung 8., wird erreicht durch: Stedenpferd. Lilienmilch- Seife Feinste Salatkartoffeln v. Bergmann& Co., Radebeul liefert billig t J. Hankel, Gießen, Schloßgasse. b. mit Shugmarke: Steckenpferd. à Stück 50 Pfg. bei: Carl Haberkorn Nachfl. Grünberg. Kl.- Linden b. Gießen, Telephon 402. Freibant. Heute und Morgen: Kubfleisch 40 Pig. ist das beste Putzmitte! für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! Lässt keine Mässe durch und macht das alltägliche Putzen der Sohuhe unnötig! In Dosen à 10 und 20 Pfennig überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Filialen: Frankfurt a. M., Köln a. R., Bonna R., Darmstadt, Freiburg i. B., Nürnberg, Würzburg, Kassel, Essen a. R., Ulm a. D, Offenbach a.M Geschäfts- Eröffnung LOUIS LYPSTADT& Co., GIESSEN Cigaretten- Fabrik. P. P. Unterzeichnete beehren sich hiermit anzuzeigen, dass sie mit Heutigem am hiessigen Platze Seltersweg Nr. 5 ein Spezial- Geschäft orientalischer Cigaretten und Tabake Ruf geniesst. erster Hotels. eröffnet haben. Wir führen ausschliesslich unser eigenes Fabrikat, welches durch seine unübertroffene Qualität einen hervorragenden Wir sind ferner langjährige Lieferanten hoher und höchster Kreise, sowie auch zahlreicher Offizier- Casinos, Privat- Clubs und Unser Fabrikat, welches aus den feinsten Tabaken russischer und türkischer Provenienz in sorgfältigster Bearbeitung( Handarbeit) hergestellt wird, zeichnet sich hauptsächlich aus durch milden Geschmack und vorzügliches natürliches Aroma, ebenso unterhalten wir ein permanentes Lager frisch geschnittener Tabake neuester Ernte. Indem wir noch bemerken, dass unsere hiesige Filiale von einem langjährigen technischen Angestellten unserer Fabrik geleitet wird, der in der Lage ist, persönlichen Spezial- Wünschen stets Rechnung tragen zu können, zeichnen wir mit der höfl. Bitte, unserem neuen Unternehmen geneigte Aufmerksamkeit schenken zu wollen. Hochachtungsvoll Louis Lypstadt& Co. Filialen: Frankfurt a. M, Köln a. R., Bonn a. R., Darmstadt, Freiburg i. B., Nürnberg, Würzburg, Kassel, Essen a.R., Ulm a.D., Offenbach a.M. Mr. 183 10 Drud und ( 33. Forti War bem Begin fein, mein Geficht ja Stein von gewiß nicht mit Mienen ftellten, hatt bereits eine die man lieb nicht mit so ift eine die ich um begrüße. unwürdige auf rnft verlieren Valen nadh feine frampfhaft berechtigt, jeine gege und nicht gewiffen Lebe und wann es doa, be Day Vermeidun Gewiß, da daß ich nic werde Ihr aufrichtiger Valen füssen. ich, und w unzweifelha statten Sie fcheulichen N Giessener Konzert- Verein G. F. F. Mittwoch, den 6. Dezember 1905 Anfang abends 6 Ubr pünktlich mit einer Ende gegen 8 Uhr Hauptprobe Dienstag, den 5. Dezember, abends 6 Uhr in der Stadtkirche Bekanntmachung. In der Zeit vom 25. Novbr. bis 2. Dezember wurde Montag, den 4. Dezbr., in hiesiger Stadt abends 82 Uhr, Monats= Versammlung bei Kamerad Wiegand. u. Wegen verschiebenen Mitteilungen ist erwünscht. Drittes Konzert Erstes Chor- Konzert vollzähliges Erscheinen 25252525252525252525252 Gedächtnisfeier für Wolfgang Amadeus Mozart geb. am 27. Januar 1756, gest. am 5. Dezember 1791, 2525252 1. Maurische Tranermusik in C- moll für Orchester. 2. Requiem in D- moll für Solostimmen, Chor und Orchester. Dirigent: Herr Grossh. Universitäts- Musikdirektor G. Trautmann. Solisten: Das Frankfurter Vokalquartett. Orgel: Herr Organist Otto Gerlach. Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereinsorchester( die Kapelle des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Grossh. Hess.) No, 116), verstärkt durch auswärtige Kräfte. Des Kommando. gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Cent nar- Medaille; verloren 1 goldene Brosche mit Perleneinsak, Siegelring mit rotem Stein und 1 Port monnaie mit 12 Mark Inhalt. Entluufen ist: 1 schwarzer Deckel( männlich). Bugelaufen ist: 1 schottischer Schäferhund, rotbrau mit weißem Hals. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns gelten Diese Versammlung fann bei Harnickel, wegen bereits ander= weitige Vergebung des Lokals kort- zu machen. selbst nicht stattfinden. I. Platz Mk. 4.( Am Altar), II. Platz Mk. 3.-( Linke und rechte Emporbühne, Eintrittskarten vordere Reihen im Schiff), III. Platz Mk. 2.50( Hintere Reihen im Schiff), unnummeriert Mk. 2.-, Studentenkarten Mk. 1.-. Text sowie Konzertführer à 10 Pfg. in der MusikalienHandlung des Herrn Ernst Challier( Rudolph's Nachf.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und vom 5. Dezember ab bei Herrn Zigarrenhändler Louis Lind, gegenüber der Stadtkirche. Zur Hauptprobe Mk. 1.-, Studentenkarten Mk. 1.-, Schülerkarten Mk.-.50. Oeffnung der Kirche 5 Uhr. Gültigkeit haben blaue und rote Karten, ungiltig sind gelbe und rotweisse Karten. Das vierte Konzert( Erster Kammermusik- Abend) findet am Sonntag den 17. Dezember statt. Gast Fräulein Louise Schmidt( Sopran), Berlin. - Warenhaus E. Seuling Wetzsteinstr. 45 GIESSEN Wetzsteinstr. 45 Große Auswahl sämtlicher Kinder- Spielwaren. Gekleidete Puppen von 5 Pfg. an. Lichter, Lichterhalter, Christbaumschmuck. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos, Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinand Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Erste, älteste, grösste, verbreitetste, welthekannte Nähmaschinen- u FahrradGrossfirma M Jacobsohn. ücht., solider, sauberer Hansbursche, nicht unt. 20 Jahren auch für Pfeid, nur für dauernde Stellung gesucht. Reflektanten wollen sich sofort Seltersweg 65. melden. CAREER 45MK ERLIN N. 24, Linienstr. 126. Lieferant v. Post-, Preuss. Staats- n.Reichseisenbahn- Beamtenverein. Lebrer-, Militär-, Kriegervereinen ganz Deutschl., versendet die neueste deutsche ocharmige SingerNähmaschine Schneiderei, .Krone" für alle Arten 40, 45, 48, 50 Mark, 4wöchentl. Berühmte erstklassige MarProbezeit, 5 Jahre Garantie. ken, Wasch- Maschinen- RollMangel billig- t Militaria- Zollerräder für höchste Ansprüche in Militärkreisen eingeführt, Petroleum u. jedes andere Zimmer, einzig in sein. Helzöfen, garantiert geruchlos, f. Salon Art, ohne Abzugsrohre. Koch- Kohlen- Ofen ohne Abzugsrohre, sehr praktisch zum kochen, braten heizen, Austrocknen von Neubauten. Rheumatismusn. Gist- Kranken, teilt unentgeltlich mit, was ihrer lieben Mutter nach jahrelangen gräßlichen Schmerzen sofort Linderung u. nach kurzer Zeit vollständige Heilung brachte. Marie Grünaner, München, Pilgersheimerstr.2 II Gießen, den 2. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Sießen. Arbeitsvergebung. Inn Die bei Erbauung einer Dampfwaschanstalt Bad Nauheim vorkommenden Arbeiten des Ausbaues" werden hiermit auf Grund des Ministeri Erlasses vom 16. Juni 1893 zum öffentlichen Wette werb ausgeschrieben. 1. Wandplättchenlieferung: 677 qm II. 25 Porzellanplättchen zu liefern; 2. Glaserarbeit: 118 Holzfenster zu liefern, 222 qm eiserne Fenster zu b glasen; 3. Weißbinderarbeit: 2400 qm glatten Wand pub, 1200 qm glatten Deckenputz auf Betongewö 142 qm desgleichen auf Holzbalkendecke, 154 qm de auf Drahtziegeln, 1567 qm äußerer Puzz und die ftriche 2c.; 4. Schreinerarbeit: 6 Eingangstüren, innere Türen, 15 qm Glasabschlüsse 2c.; 5. Elaffe arbeit: 900 kg eiserne Türrahmen, 80 Isdm. schmie eisernes Treppen- und Galeriegeländer, Beschlag oben genannten Türen; 6. Tapezierarbeit: 170 St ( Rollen) Tapeten aufzuziehen, 389 qm Linoleumbelag liefern 2c. 2 einfach möbl. Zimmer per sof. billig zu vermieten. Näh. Gießen, Marktstraße 11. Pläne, Bedingungen und Angebotsformulare auf unserem Amt einzusehen, die beiden letzteren wer gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. zuerst gefeher fehre als ein Sie fönnen ahnen; den Ihre Schwe „ Es ist ich dante J ich noch nich befolgen. wie wenig auch sein mi willig und u Schwacher g Ausgleich der eines vergifter tatsächliches Regel nicht hilfe darin, d Freie Eisenba Reich, dann Das Aushilfsn blieb nicht einn Erscheinungen fabigfeit des R bandvoll Abge Brenzenlos bi Prreicht, durft 32 Mehrheit ab Such führte bes Reichstag ber Debatten. Beseitigung n Der Vorschlag der geltenden Mehrheit, d. i. fchlußfähigen f wesen, wenn m noch weit schlim bon 100 Abge so beherrschte formell die Deba So liegen die Diäten, das sept Reichsboten zur B Buwohnen, da es Angebote sind verschlossen, porto- und bestellgeld anzunehmen, die Ge mit entsprechender Aufschrift versehen längstens zum 18. Dezember, vormittags 11 Uhr bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, wo deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewe stattfindet. Zuschlagsfrist 9 Wochen. Bad Nauheim, den 24. November 1905. Baubehörde für die Neubauten in Bad Nauhe I o st. nationalliberale Ant Scheint das Vertraue liegt, wenigstens nic den Fleiß der Reich Biebung der Zagegel wegs die Vermutung fich den Bezug he im Reichstagsfi