0. euzplatz anges on n. gelischen Kirche 1904, und die Rechnung g für 1902/05 Itegen in Südanlage 8, acht Tap fen. er 1905. ttirgenvorftand. nn. die mit ihnen die ge erade bei dieser Wahl Offene und heimliche Widerstand erhebt die ehrung der Rechte der für das direkte, lrecht und dem Mis der Bevölkerungsziffer vergeben werden; reißumlagen, gerechte Der Steuerpflichtige von emeindeaufgaben immer en Selbstverwaltung in Industrie, des Handels den Arbeiten im Dienste fich von dieser abhängig friedenheit bemüht, und m Volfe und essen. Nr. 260 Zweites Blatt. Jasertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbeffen, bie Kreife Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Pfg. Rebaftion u. Haupterpedition: teßen, Selterweg 83. Fernsprechanichink Nr. 362. Samstag, den 4. November 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblafen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Londons neuefter Ehrenbürger. William Booth, der„ General" der Heilsarmee. Während in Deutschland das Wohlwollen für die Bestrebungen der„ Heilsarmee" infolge der nicht einwandsfrei widerlegten Behauptungen über innere Schäden der Vereinigung etwas im Schwinden begriffen ist, scheint in England die immerhin ziemlich sonderbare militärischreligiöse Organisation gerade in letzter Zeit sehr an Ansehen gewonnen zu haben. Beweis dafür ist die Ernennung des betagten Führers der Heilsarmee, des 80jährigen ehemaligen Methodistenpredigers William Booth, zuni Ehrenbürger der Londoner City. Es ist das keine alltägliche Ehrung. Wer zum Ehrenbürger oder Freimann" der City in London avanciert, muß eine genau vorgeschriebene Erklärung abgeben. Darin verpflichtet sich der in den City- Bürgerſtand Aufzunehmende für seine Person, den Frieden aufrechtzuerhalten und keine Ruhestörungen zu begehen. Zu nächtlichen Skandalszenen und sonstigem ruhestörenden Lärm ist Herr Booth nun wohl die letzte Person Große Heiterkeit entstand denn auch in der zu dem feierlichen Akt des Gelöbnisses erschienenen Versammlung, als der„ General" versprach, keinerlei„ Ruheſtörungen und Aufruhr" zu erregen. Mehr wie tausend seiner Offiziere hatten den obersten Feldherrn vorher vom Hauptquartier der Heilsarmee in Queen Victoria Street zur Guildhall geleitet. Natürlich fehlten in dem Aufzug auch die schmetternden und schallenden Marschweisen nicht, deren sich die Salutisten zur Erhöhung ihres religiösen Eifers zu bedienen pflegen. Mit Jubel wurde Booth von den die Guildhall umdrängenden Menschenmassen, mit Zuruf und Begrüßung von den in der Halle versammelten Honoratioren empfangen. Der Schriftführer der City verlas den Beschluß der City- Weltesten, William Booth, den Begründer und Leiter des großen religiös- philantropischen Unternehmens, bekannt unter dem Namen Heilsarmee, zum Freimann der City zu machen, in Anerkennung seiner ernsten und gewissenhaften Bemühungen für die moralische und soziale Hebung der bedürftigen Klassen, nicht nur des englischen Weltreiches, sondern aller Rassen und Nationen der Welt. Die Begrüßungsrede hielt Sir Joseph Dimsdale. Er sagte, der Name William Booth werde von zahlreichen Generationen ebenso geehrt werden, wie von ungezählten Tausenden unter den heute lebenden Erdenbürgern. Das war vielleicht etwas fräftig ausgedrückt, aber Festredner haben von jeher das Vorrecht, ohne Widerspruch Starte Farben auftragen zu dürfen. Die Männer der City, die Millionenkaufleute der englischen Metropole, find nobel, wenn es sich um das Ansehen des Standes und der Stadt handelt. So pflegen sie den Bürgerbrief sonst in goldener Kassette zu überreichen. Aber William Booth wollte davon nichts wissen. Er begnügte sich mit einem Kasten aus Eichenholz, der aus einem Dachsparren der Guildhall hergestellt war. Dafür überwiesen ihm die Cityherren 100 Pfund Sterling, also 2000 Mark, als Gabe für die Heilsarmee. Das Geld wurde in echtem Heilsarmeestil verwandt. 5000 Arbeitslose hatte General Booth zu einem Festessen laden lassen. Die Leute waren in hellen Haufen erschienen. Sie ließen sich Speise und Trank natürlich nur Soda- und Fruchtwasser, beileibe keinen Alkohol- wohlschmecken und hörten mit Dankbarkeit den Reden der oberen und unteren Offiziere zu. Booth selber, unermüdlich wie ein Jüngling, meinte, wenn ihm die Regierung Land und Geld zur Verfügung stellen wollte, würde er sich verpflichten, mit allen Trunkenbolden des Landes fertig zu werden. Wieder ein starkes Wort, aber darauf kommt es bei solchen Gelegenheiten, wie gesagt, nicht an. Der gute Wille des greisen Führers ist jedenfalls anzuerkennen, ebenso wie die Erfolge, welche die Heilsarmee auf vielen Gebieten errungen hat. Ob mit der Ausbreitung der Bewegung nicht innere Erkrankungen auftreten oder auftreten müssen, soll dahingestellt bleiben bis zur vollständigen Klärung der in Deutschland neuerdings laut gewordenen Angriffe auf die Heilsarmee. Es gibt in der Geschichte genug Beispiele von dem allmählichen Zerfall heftig auftretender extrem- religiöser oder philantropischer Erscheinungen. Man braucht dabei nicht einmal an die Massensuggestionen des Flagellantentums oder der Kinderfreuzzüge im 13. bis 15. Jahrhundert zu denken, mit denen die Heilsarmee- dee zweifellos einige Berührungspunkte hat, Neue Reformkleider. ( Von unserer ständigen Korrespondentin.] Sobald man die Grenzen Deutschlands überschritten hat, sieht und hört man nichts mehr von der Bewegung, die der Frau eine neue gesundheitsmäßige Tracht verschaffen will. Auf meiner jüngsten sechswöchentlichen Reise ins Aus. land traf ich eine einzige Dame in einem Reformkleide und zwar in Venedig. Aber diese Frau war eine Berlinerin. Die Dame, eine reizende, überaus schlanke Blondine, er. regte überall Bewunderung, und ihr braunes Reformkleid mit einem braunen, am Halse geöffneten spig zulaufenden Sammetsattel zog die Blicke auf sich. Es hatte auch einen ganz besonderen Attraktionspunkt in Gestalt einer vor der Brust befestigten Schleife aus bunt schillerndem Brokatband, deren Enden lang herabflatterten. Diese Dame widerlegt gründlich die viel verbreitete Ansicht, daß man im Auslande die Deutsche als häßlich und plump bezeichnet, und daß man ihr noch geringeren Beifall zollt, wenn sie sich im Reformgewande zeigt. Dieses letzte Argument spielen alle Gegner der Reformtracht aus. Daß sie viele Geaner hat und natur. Chem.Waschanstalt Gebr. Röver, Färberei. Marktplatz 18 Giessen Marktplatz 18 Bedeutendstes Werk dieser Branche in Mitteldeutschland. Drei Kronen- Schokolade,% Kilo Mk. 3.STOLLWERCK Einige Täfelchen gute reine Schokolade, während der Berufsarbeit genoffen, stärken und er= frischen überraschend schnell Körper und Geist. Prima Speisekartoffeln sowie gemaß haben muß, ist selbstredend. Denn erstens stößt alles Neue stets auf Widerstand und zweitens sieht man so viele schlecht sitzende Reformkleider. Die Trägerinnen gehen oft von dem falschen Gedanken aus, daß ein Reformkleid leicht zu schneidern ist, und daß sie es sich trotz ungeübter Hände jelbst anfertigen können. Dadurch entstehen dann die vielen jack- und schlafrockähnlichen Kleider, welche ihre Trägerinnen entstellen. Für einen großen Teil der Frauen bedeutet die Befreiung von dem festen Fischbein wieder eine Erleichterung, vielleicht eine Erhaltung ihrer Gesundheit. Darum ist es mit Befriedigung zu begrüßen, wenn die Förderer dieser Bewegung immer wieder neue Anregung zur Verbesserung und Verschönerung der künstlerischen Kleidung durch Herbeiführung von Ausstellungen bieten. Der deutsche Verein für Volkshygiene hat gegenwärtig in Berlin im Architektenhause eine solche Ausstellung arrangiert. Aus allen Teilen Deutschlands sind beachtensmerte Kleider eingegangen. Ein prünefarbenes Tuchkleid muß jedem Beschauer gefallen. Der in Falten gelegte Sattel der Taille wird vorn und im Rücken begrenzt von zwei Reihen im Zickzac aufgesetzten prünefarbenen Taffetblenden. Diese Blendengarnierung wiederholt sich auf dem Schlepprock, auf den Manschetten des Puffärmels. Zu diesent Kostüm gehört ein kleiner Hut aus prünefarbenem Sammet. Die hintere Krempe ist aufgeschlagen und mit einer mattlila Seidenrosette von beträchtlicher Größe mit daran sich anlehnenden fein abschattierten rosa Rosen verziert. Der Kopf des Hutes zeigt als einzigen Schmud rosa und rötliche Rosen. Die Beschreibung dieses Anzuges beweist, daß man redlich bemüht ist, an die herrschende Mode, soweit es die Tendenz der Reformtracht verträgt, sich anzulehner, und daß man Farbensinn besißt. Das Hauptkönnen entfalten die Erfinderinnen in der Anbringung von wertvollen, in ihren Mustern und Farben fesselnden Stidereien, mit denen die Gewänder besetzt werden. So hat Grete Hart eine Jade aus in Falten gelegtem, rehfarbenen Tuch ausgestellt, die vorn und rückwärts einen Sattel aus bunter Weberei hat. Diese feintönige in Hellblau gehaltene Weberei ist von Fräulein G. Witte entworfen und angefertigt worden. In diesem Sinne zeichnen sich auch die Toiletten der Frau Bürgermeister Reide aus, welche alle ihre Kleider selbst zeichnet. Ausgestellt ist unter anderm ein hellgraues Crêpe de Chine- Gewand, dessen blusige Taille à la Konigin Luise unter der Brust mit einer eigenartigen Goldspize bedie spannt ist. Darin sind an verschiedenen Stellen Goldspite geht auch über die Schultern und bildet einen dreiedigen Ausschnitt- goldene Broschen mit großen blauen Steinen befestigt. Auch der berühmten Schauspielerein Luise Dumonts Kleid ist aus Wiesbaden zur Ausstellung gesandt worden. Es ist ein weißes, plissiertes Crêpe de Chine- Kleid, dessen vierediger Sattel born und hinten mit rosa Bändern bespannt ist. Diese Bänder sind an den bier Seiten mehrmals verflochten und hängen dann bis auf den Gaum herab. - Keine Trunksucht mehr. Eine Probe von dem wunderbaren Cozapulver wird gratis geschickt. Kann in Kaffee, Thee, Essen oder Spirituosen gegeben werden, ohne dass der Trinker es zu wissen braucht. COZAPULVER ist mehr wert wie alle Reden der Welt über Enthaltsamkeit, denn es erzielt die wunderbare Wirkung, dass die Spirituosen dem Trinker widrig vorkommen. COZA wirkt so still und sicher, dass Frau, Schwester oder Tochter ihm dasselbe ohne sein Mitwissen geben kann und ohne dass er zu wissen braucht, was seine Besserung verursacht hat. COZA hat Tausende von Familien wieder versöhnt, hat von Schande und Unehre Tausende von Männern gerettet, welche nachher kräftige Mitbürger und tüchtige Geschäftsleute geworden sind. Es hat manchen jungen Mann auf den rechten Weg zum Glück geführt und das Leben. vieler Menschen um mehrere Jahre verlängert. Das Institut, welches das echte COZAPULVER besitzt, sendet Es wird als anz unschädlich garantiert. Feinste Salatkartoffeln an diejenigen, die es verlangen, eine Probe gratis. liefert billigst J. Hankel, Gießen, Schloßgaffe. Zwetschenmus Birnenmus eigener Bereitung empfiehlt in vorzüglicher Qualität Emil Fischbach, Gießen. No. GRATIS PROBF. 772 Schneiden Sie diesen Koupon aus und schicken denselben noch heute an das Institut. Briefe sind m. 20 Pfg. zu frank. COZA INSTITUTE Dept. 772 62, Chancery Lane, London, W. O.( England). Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos. Interessant sind die ausgestellten Sandalen, die durch. brochenen Wollstrümpfe, bei denen das Bebenende breit, nicht mehr spit ausläuft, und endlich die mir sehr praktisc erscheinende Schwesterntracht. Emma Reichen fejervarys zweiter Verfuch. ( Eig. Bericht.) Budapest, 30. Oktober. Baron Fejervary läßt sich die Rettung des Staates in Schweiße seines Angesichts angelegen sein. Der alte Haudegen hat sonst in zehn Jahren seines Lebens nicht soviel gesprochen, wie jegt in einem Monat, und das Reden fällt ihm wirklich sauer. Das hört man ihm an. Mit dem Kommandieren ging es weit leichter. Dabei ist es gerade die Kommandosprache, über die er recht unkommandantenhaft sprechen muß. Außerdem hat er zu diplomatisieren, was einem guten General nur selten gelingt, mit halben Worten unzudeuten, Zukunftswinke zu geben, die mit entgegentommendem Verständnis aufgenommen, nicht zergliedert und laut erörtert sein wollen. Die Gegner brauchen sich bloß dumm zu stellen, und er ist aus dem Text gebracht. Denn auf Auslegungen fan. er sich nicht einlassen. Er Harf doch nicht mit dürren Worten sagen:" Wartet in Gottes Namen die paar Jahre ab, die Kaiser Franz Josef noch zu leben hat, und dann macht, was ihr wollt; ihr könnt euch sogar schon darauf vorbereiten." Mit leisen Umschreibungen sagt er es. Baron Fejervary versichert nämlich, daß er Magyar sei, Stockmagyar, wie nur einer, daß er Ungarns wirtschaftliche Selbständigkeit und die Magyarisierung aller nichtmagyarischen Bewohner Ungarns, die Magyarisierung der ganzen ungarischen Armee von Herzen wünsche, auch tatsächlich anbahne bloß drängeln solle man nicht und den guten Kaiser Franz Josef nicht ärgern, der einmal getoisse Vorurteile habe und sie bei seinen hohen Jahren guttoillig nicht aufgeben werde. In einer Ansprache an eine Abordnung der Budapester Wähler hat der Ministerpräsibent sein Programm entwickelt, das ungefähr das Programm eines Jahrhunderts ist, das aller Welt alles verspricht, ringsherum Blumen ausstreut und mit Lockungen üppigster Art ausgestattet ist, wie der gel mit Stacheln. Die Handelsverträge freilich, die müsse man annehmen; es ginge nicht anders, denn bis zum 1. März 1906 sei die Zeit zu furz, ein neues wirtschaftliches System zu improvisieren. Die Geltungsdauer der Verträge reiche bis 1917; das sei ausreichende Zeit, den Bau der wirtschaftlichen SelbStändigkeit Unoarns zu errichten. Die Forderung der unFräulein Olga Theiss, Kreuzplatz 10 empfiehlt sich zur Anfertigung fürstlicher Gebiffe in Gold und Kautschut, Kronen- und Brückenarbeiten. Plomben in Gold, Silber, Schmerzloses Zahnziehen. Kupfer, Zement u. Porzellan Umarbeitung schlecht fihender Gebisse; Reparaturen äußerst schnell u. billig. Schonendste Behandlung.- Prompte Bedienung. Sprechstunden von 9 bis 6 Uhr. Billige Preise. 1 - Casseler Schirm fabrik 2 Th. Budde& Co. Gießen, Seltersweg 9 iqlo empfehlen ihre bewährten Qualitäten in Regenschirmen für Damen, Herren und Kinder zu bekannt billigen Preisen. Stets das Neueste! 96 jun& ld mod noglöd der ned( boljud Inmid Nur 8 Tage gültig! Umsonst Mit Namen in Goldschrift 10 Pfg. mehr erhält jeder, dem unsere Ware bisher noch nicht beannt ist, ein Probestüc Rasiermesser Nr. 50 mit Etui 2 natürliche Grösse 9111 ( 5 Jahre Garantie). Zur Ueberzeugung der Qualität unserer Ware, wer so Pfg. für Porto und Verpackung einjendet. Reeller Wert mehr wie doppelt. GEBRUDER BE GRAFRA O Als Probe versenden wir nur ein Stück. Hauptkatalog, enthält große Auswahl in Herren- und Damen- Uhr- und Halstetten, Broschen, Ringen, Taschenuhren, Regulateure, Wecker, Portemonnais, Pfeifen, Spazierstöcke, Fernrohre, Felbstecher, Schuß- und Stichwaffen, Wagen, Sensen, Reben- und Gartenscheeren, Gärtnermesser, Brod, Schlacht, Gemüse-, Hack- und Wiegemesser, Taschenmesser, Rastrmesser, Tafelmesser und Gabeln, Damen-, Haar- und Schneiderscheeren, Haarmaschinen, Rafirutensilien, Mufitinftrumente, Schmuck- und Haushaltungs- Gegenstände, Kinderspielwaren und Christbaumschmuck, versenden wir gratis und franto, ohne Kaufzwang. garijmen sommano0jprade muje man fallen lassen, nicht weil sie zu weit gehe, sondern weil sie in ihrer Bescheidenheit des magyarischen Volkes unwürdig sei. Er, der Minister: präsident Baron Fejervary, trage weit höheres Verlangen. Habe er doch die magyarische Ausbildung der gesamten Mannschaften, auch der nichtmagyarischen, angeordnet. Außerdem habe er die Rückversezung der ungarischen Offiziere bereits beginnen lassen. In den Offizier- Unterrichtsanstalten werde der Unterricht meist in ungarischer Sprache erteilt, werden die Prüfungen in ungarischer Sprache abgehalten. Ueber die Frage der besonderen Abzeichen werde man in einer Kommission unschwer zur Verständigung kommen. Ucberdies sei er auf die materielle Wohlfahrt aller derer bedacht, die zum Staat als Beamte in irgendwelcher Beziehung stünden. Er wolle eine Kreditanstalt errichten, die die Schulden aller staatlichen, städtischen und Eisenbahnbeamten zu ,, konvertieren" die Aufgabe haben würde. Man beachte das Wort„ konvertieren". Es ist reizend in all seiner Unverständlichkeit und unverbindlichkeit. Mag sich jeder darunter denken, was ihm am schönsten scheint. Den Gemeinde- und Kreisnotaren verspricht Fejervarys Programm eine besondere Verbesserung ihrer materiellen Lage, den Städten eine so fräftige Unterstüßung, daß sie an eine Herabsetzung der Kommunalsteuern gehen können. Der Bauer geht natürlich auch nicht leer aus. Ihm verheißt das Programm großangelegte Parzellierungen und langfristige Domänenverpachtung. Der Sozialdemokratie endlich wird das allgemeine und gleiche Wahlrecht in den Schoß geworfen. So hat Herr Baron Fejervary gleich dem Mädchen aus der Fremde jedem eine Gabe ausgeteilt, dem Früchte, jenem Blumen, und jeder ist beschenkt nach Haus gegangen. Und doch ist, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, jedermann unzufrieden. Man traut ihm nicht, man glaubt ihm fein Wort, gerade weil er allzuviel versprochen hat. Seine Versprechungen schweben in der Luft, ihre Erfüllung hängt nicht von ihm ab, sondern von Umständen, deren er nicht Herr ist, deren Herr zu werden er auch nicht das Geschick hat. Zunächst hat er kaum Aussicht, mit der oppositionellen Koalition überhaupt nur zu einer Verhandlung zu kommen. Die Opposition wird mit ihm nicht paftieren wollen, und dann bleibt ihm einzig der Versuch eines Appells an die Wählerschaft. Die Neuwahlen aber finden auf Grund des alten Wahlgesezes, nicht auf Grund des im Fejervaryschen Programm verheißenen Wahlrechts statt, und das alte Wahlgesetz wird eine Sprengung der Koalition kaum zu lassen. Dann bleibt eben alles, wie es vorher war. Fejerpary kann ein viertes Mal demissionieren und ein fünftes Mal an die iße der ratlosen Regierung berufen werden, worauf fich boriae Spiel miederholen fann: stmolit - Vermischtes. Eine rachsüchtige Ehefrau. Ein Maschinist aus Paris erhielt, während er in Rennes arbeitete, von seiner Ehefrau die Aufforderung, sich sofort das Leben zu nehmen, widrigen falls sie ihn ins Zuchthaus bringen werde, da ihr ein Ver gehen des Mannes bekannt war. Die Frau hatte schon Trauerkleider angelegt und Anzeigen vom Tode des Man nes verschickt, als dieser wieder in Paris eintraf. Die rach süchtige Frau bewirkte tatsächlich die Verhaftung ihres Man nes. Es stellte sich indessen heraus, daß das Vergehen des Mannes nur ein leichtes gewesen war und er mit einigen Monaten Haft davonkommen wird. Eigenhändige Bestellung bei Postsendungen. Im Postverkehr kommt es sehr häufig vor, daß auf Briefen und Postkarten vom Absender der Vermerk., Eigenhändig" angebracht wird, weil man glaubt, daß nun die Sendung gar keinem anderen als nur dem Adressaten ausgehändigt werden dürfe. Das ist aber ein Irrtum. Gewiß werden die Briefbesteller einem solchermaßen ausgesprochenen Wunsche, wenn es sich machen läßt, gern entsprechen, aber berpflichtet dazu sind sie nicht. Ander ist es dagegen bei Einschreibsendungen, Sendungen mit Mertangabe und Bostanweisungen. Hier erfolgt die liche Abgabe auch dann, wenn der Vermerk„ Eigenhändig fehlt. - Vivisektion an Menschen. In Amerika ist aus Uni versitätskreisen der Vorschlag gemacht worden, zum Tode verurteilten Verbrechern solle die Wahl gelassen werden, ob sie hingerichtet oder als Versuchsobjekte für vivisektio. ni e Operationen verwendet werden wollen. Falls sie die ersuche überstehen, sollen sie die Freiheit erhalten. Der in Chicago zum Tode verurteilte Briggs erklärte sich unbedingt für den Tod am Galgen, da die Aussichten, wenn er den Vivisektoren ausgeliefert werde, hoffnungslos seien. John Müller war bereit, sich der Vivisektion zu unterwerfen, weil das, wie er meinte, den Scharfrichter ärgern würde. Ein dritter jedoch will sich aus Gründen der Humanität vivisezieren lassen. Das ist Johann Hoch, der bekannte amerikanische Blaubart, der eine noch nicht genau festgestellte Anzahl Frauen nacheinander geheiratet und um gebracht hat. Hoch erklärte gefühlvoll, das Leben habe doch feinen Wert für ihn, wenn von allen Seiten mit Fingern auf ihn gewiesen werde. Trotzdem bemüht er sich durch seinen Rechtsanwalt in geradezu verzweifelter Weise, einen Aufschub oder gar die Aufhebung seines Todesurteils zu erlangen, cui on De Thompson's Seifenpulver ist Marke Schwan das beste. beste. pe Zu haben in allen besseren Geschäften.ong Alle Sorten Unerreicht Gemüse in Eleganz, Dauerhaftigkeit, Güte und Billigkeit sind die Nähmaschinen von Joh. Fr. Schaaf, Giessen, Wetzsteinstrasse 44. -Magerkeit Schöne, volle Körperformen durch unser orientalisches Kraftpulver, preisgekrönt gold. Medaillen, Paris 1900, Hamburg 1901, Berlin 1903, in 6-8 Wochen bis 30 Pid. Zunahme, garant. unschädl. Aerztl. empf. Streng reell, kein Schwindel. Viele Dankschreib. Preis Kart. m. Gebrauchsanw. 2 Mk. Postanw. oder Nachn. exkl. Porto. Hygienisches Institut D. Franz Steiner& Co. Versandhaus Gebrüder Bell, Gräfrath bei Solingen, Berlin 365, Königgrätzerstr. 78. Stahlwarenfabrik. Gegründet 1876. ΣΟΣΟΣ ΚΟΣΤΟΣ Meiner werten Kundschaft, einem verehrlichen hiesigen und auswärtigem Publikum die ergebene Mitteilung, dass mein Geschäft unter Nr. 575 an das Telephonnetz angeschlossen worden ist. Gleichzeitig empfehle ich mich in allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten und Reparaturen. Spezialität: Einrahmen von Bildern, gerahmte und ungerahmte Bilder in jeder Ausführung und Preislage. Hochachtungsvoll 9000 Schmitt Inh.: Willy Schmitt. Glasermeister. Glessen, Kanzleiberg 7, am Brand, vis à vis vom alten Schloss. Ankauf - bon Verkauf stets frisch, sowie gute Speisekartoffel billigst zu haben bei Frau Hammel Gießen, Gr. Mühlgaffe 6-8. Dankbarkeit awingt mich, gern und unent. geltlich Hals-, Bruit- und Lungenleidenden teglicher Art mitzuteilen, wie ich durch ein einfaches, billiges u. erfolg. retches Naturprodukt DOR meinem qualpollen Belben be freit worden btn. Behrer Baumgartl in Rrammel bet Ausftg( Elbe). Alteisen, Lumpen, Knochen, Kupfer, Messing, Blel, Zink, Zinn etc., Möbeln, Betten, Weißzeug, Gold: Strickmaschinen und Silbersachen, Münzen und Antiquitäten. Louis Rothenberger Gießen, Neuenweg 22. sind das beste Erwerbsmittel. Auch auf Teilzahlung. Illustrierter Brachtfatalog geg. 30 Bfg. Briefm. V. Kirsch, Döbeln. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel Jr. Giessen, Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Wilhelm Dürbeck, Giessen Laden u. Bureau Neuenweg. Lager: Krofdorferstrasse 15 Spezial- Geschäft der Oefen- und Herd- Industrie empfiehlt sloh zur Uebernahme der Heiz- und Koch Einrichtung ganzer Gebäude sowohl * wie zur Lieferung einzelner Oefen und Herde. ❤ Ich unterhalte grosses Lager moderner Oefen für Wohnräume, Säle pp. sowie Landöfen und Landherde für Oekonomiebetrieb. Wasche mit LUHNS Luhns Giebt schönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Rübenschneider, Brockelmühlen Jauchenpumpen empfiehlt billigst Futterschneidmaschinen, Jakob Häuser, Eisenhandlung. Neustadt 56 Gießen Neustadt 56. S terbekasse Mitglieder für des Landesgewerbevereins zu Darm粥 粥 粥 stadt. Bis jetzt sind an die Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder 54740 M. bezahlt. Vermögen 50000 Mt. Billigste Prämien. Alle Ueberschüsse den Mitgliedern. Aufnahmen jederzeit. Lokomobilen 1 ftat. Lanz'sche, 1899 geb., 70 A. 14 qm fl., 18-35 PS., 1 fahrbare, 2-3 PS. unter Garantie billig abzugeben. Karl Haardt, Dillenburg. Joh. Seibel. Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt seine nur prima Colonialwaren zu den billigsten Preisen. UNTER UNS Warum lügen viele Kinder? Junge fo rajd mit einer unwahrheiter Freund „ Sie können nicht verstehen, feben dieser häßlichen Eige Aus den erhielt sich noch lange die Sitte der fich einen Hofpoeten und einen Erzähler Gin Ginidräferungsmittel im alten Irland. reichen 3rländer Beiten der Neben dem lag ihm die Verpflichtung ob, durch 81 halten. Das Amt des Poeten bestand darin, daß er die glorreichen Eaten der Vorfahren in Verse bringen, sie an Festtagen abjingen und damit die Gesellschaft erheitern allerlei Geschichten und Märchen die Langeweile und Melanmilie 31 her. Nr. 259. Samstag, den 4. November. sische Familienz 1905.