hung. aß die zur Zeit hier größere Ausdehnung gende Aufforderung gen, da wahrscheinlid ut durch letztere statten zu lassen. en sind uns alsbald iche Beobachtung des hrichtigung, sobald n werden. Sießen. d. Licherstraße. nachm. 3 hr rtsgericht den und Wolfstraße 20 1/10= 585 qm, ießhaus, öffentlich Gießen. ung. Onete Sperre der Stein wird hiermit aufgehoben. Sicken. ie hält in fid Sit hier bon Der Comoedie d lächerliches Ssentiren eine Bitterfeit. schön Ballett olcher Schau Wen im Fecht angefangen Vollstüchen he Besucherin Küche. Die hund fragte re. und öffnete 1 Lippen der nke stand ein öchin, daß sie unterhielte, niemals ge e näher ge es mit dem atte, der in enauen Be üche liefern Siumen, im zu halten. gt und mit lindert den ist es auch, und Salz zu zu schlagen. en, erneuert r für BrandLeinöl, 40 gelbes Wachs fie ablaufen e aufbewahrt. Bilafter auf en gleich an, ihn machte! em Ort eine richten. Hobel, crzählung nichts zwifchen einem aus dem Römer echen. au in Ohnmacht Aftion. Rummer, Nr. 181. sertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberBen, bie Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. sonft 15 Pfg. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Mebattion u. Haupterpebition: Gießen, Gettersweg 88. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Freitag, den 4. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfa., in's Hand gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vterteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( tägit) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bluff. Der Präsident des russischen Ministerkomitees Herr von Witte, der namens des Zaren die Friedensverhandlungen mit Japan auf amerikanischem Boden führen s- 1, ist am Mittwoch Abend in Newyork eingetroffen und auf der Quarantänestation in landesüblicher Weise von den Reportern begrüßt worden. Der russische Staatsmann, der sonst ausgezeichnet zu schweigen versteht, hielt den Versuch für aussichtslos, sich stumm den fragenden Journaliſten zu entziehen. Geschickter als die Generale Kuropatkin und Linewitsch, kam er den Reporterangriffen zuvor, indem er freiwillig enthüllte, was freilich kein Geheimnis mehr war, da er ungefähr dasselbe schon in Cherbourg den französischen Reportern gesagt hatte. Aber auch mit der Wiederholung waren die amerikanischen Berichterstatter zufrieden, die sich wohl oder übel mit der Feststellung der Tatsache begnügen mußten, daß in den Anschauungen, zu denen sich Herr von Witte bekannt, zwischen Cherbourg und Newyork eine Aenderung nicht eingetreten ist. Man hat auch keine Ursache, daran zu zweifeln, daß Herr von Witte wirklich von dem überzeugt ist, was er vor Antritt und bei Abschluß seiner jüngsten Seereise bezeugt hat: man dürfe Rußland, trop der japanischen Siege, nicht als quantité négligeable, als einen gar nicht ernsthaft in Rechnung zu stellenden Faktor ansehen; Rußland sei auch nach den japanischen Siegen ein zu fürchtender Feind und verfüge über verborgene Kräfte, deren Umfang die Welt nicht fenne. In einem Punkte jedoch hat Herr von Witte seine Cherbourger Aeußerungen nicht wiederholt. Er hat sich nicht zum zweitenmale für den bloßen Referenten des Zaren ausgegeben, dessen einzige Aufgabe darin bestehe, die Friedensbedingungen der Japaner seinem faiserlichen Herrn zu Ohren zu bringen und danach die Entschließungen des Zaren einzuholen; er hat nicht zum zweitenmal behauptet, daß er eigentliche Vollmachten überhaupt nicht befize. Denn darauf war von japanischer Seite bereits die Anticort erfolgt: Friedensverhandlungen seien nur mit einem Manne möglich, der auch das Recht und die unbestreitbare Vollmacht besize, Vorschläge zu machen und Vorschläge anzunehmen( nicht bloß entgegenzunehmen) und Frieden zu schließen; der nicht mit ausreichenden Vollmachten versehene Delegierte könne als Friedensunterhändler nicht betrachtet und nicht behandelt werden. Herr von Witte hat auch schwerlich sich zu der bescheidenen Rolle eines Couriers des Zaren hergegeben. Zur Uebermittelung der japanischen Friedensvorschläge hätte am Ende die gewöhnliche Post ausgereicht. Wenn Rußland seinen einzigen Staatsmann von Namen ausschickte, so mußte schon eine Aufgabe höheren Ranges im Spiele sein. Ueberdies hatten die Japaner im Vorhinein erklärt, daß sie auf bloße Friedensunterhaltungen sich nicht einlassen würden und höchstens gestatteten, daß der Bevollmächtigte vor endgültigem Abschluß seinen Souverän befrage. Freilich ist nicht zu verkennen, daß es besondere Schwierigkeiten haben mußte, den russischen Friedensunterhändler mit Vollmachten zu versehen, da auch nicht in Andeutungen vorlag, was die Japaner als Friedenspreis verlangen würden. Man war in Rußland ganz und gar auf Vermutungen angewiesen, und das macht es erklärlich, daß Herr von Witte wenigstens den Versuch eines Bluffs" machte. Er mußte den Mund etwas voll nehmen, um die Japaner ein wenig einzuschüchtern und von übertriebenen Forderungen abzuschrecken. Viel wird damit nur in Ausnahmefällen erreicht: Dem ersten Napoleon ist es einige Male gelungen, durch wütende Gebärden und grobe Worte den ohnehin Besiegten noch mehr abzujagen, als diese herzugeben anfänglich gewillt waren. Aber Herr von Witte ist kein Napoleon, und die Japaner sind nicht besiegt. Im Gegenteil. Und wenn der russische Delegierte den starken Mann spielen mill, so macht sich das nach einer anderthalb= jährigen Reihe von Niederlagen nicht sehr gut. Auch der Sinweis auf die verborgenen Kräfte Rußlands hat nichts in ponierendes in dem Munde gerade des Mannes, der sein Ansehen ausschließlich der Kunst verdankt, die Geldkräfte des Auslandes in russische Dienste zu stellen. Alles in allem: es ist nicht gerade zu verwundern, daß der Begleiter des japanischen Friedensdelegierten Komura, Herr Sato, die Witteschen Auslassungen ziemlich respekilos als„ Bluff", als verfehlten Verblüssungsversuch hingestellt hat. Es verdient übrigens hervergehoben zu werden, daß die Japaner auch in den Aeußerlichkeiten, in den Formen sich den Russen weit überlegen gezeigt haben. Der Vertreter des Baren steht den Reporterit selbst Rede; der japanische Telegierte Komura bleibt persönlich unnahbar, für die kleinen Indiskretionen hat er seinen Sato mit. Und Sato ist ungewöhnlich geschickt. Er weiß die amerikanische Journalistik an der richtigen Stelle zu packen, um ihre Sympathien sicher zu gewinnen. Die japanischen Forderungen, so sagte er den amerikanischen Berichterstattern, entsprechen den Wünschen des japanischen Volkes, die verfassungsmäßig berücksichtigt werden müssen; die russischen Vertreter aber sind Vertreter einer Regierung, die das eigene Volt über die Vorgänge auf dern Kriegsschauplatz täuscht und die Ansichten des eigenen Bolkes mißachtet! Präsident Roosevelt ist mit den japanischen Friedensbe dingungen, wenigstens mit ihren Umrissen, bekannt gemacht worden. Man sagt, er halte sie für zu schwer, als daß ihre Annahme von russischer Seite wahrscheinlich wäre. Die amerikanische Presse ist auch plöglich hinsichtlich der Aussichten der Friedensverhandlungen recht pessimistisch geworden. Dazu wäre aller Anlaß gegeben, wenn man für buchstäbliche Wahrheit halten müßte, was die Herren von Witte und Sato dem berufsmäßig unverschwiegenen Busen der amerifanischen Reporter anvertrauen. Das muß man aber keineswegs. Herr Sato hat ganz Recht, wenn er von russischem„ Bluff" spricht. Doch der japanische Bluff" ist nicht kleiner. Und die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß die Herren von Witte und Sato bloß der Deffentlichkeit gegenüber ernst bleiben, während sie unter vier Augen einander das heiterste Augurenlächeln zeigen würden, daß der„ Bluff" von beiden Seiten nur ein Blendwerk für die Unbeteilig ten ist, die nicht vor der Zeit merken sollen, daß die scheinbar von einer Verständigung so weit entfernten Gegner schon auf Bündnisnähe aneinander gerückt sind. Das wäre auch ein lusf" allerdings mit anderer Adresse. men. " Politifche Rundfchau. Deutfches Reich. Die verbündeten Regierungen wollen demnächst eine Revision des Vereinszollgesetzes vom 1. Juli 1869 vorneh Die Handelskammern sind ersucht worden, die Wünsche des Handelsstandes in dieser Richtung zu äußern. Von mehreren Handelskammern wird die Bestimmung, daß die Zollbehörde noch innerhalb Jahresfrist von dem Tage an gerechnet, an welchem die Ware in den freien Verkehr gesetzl worden ist, eine Nachforderung an die Zollpflichtigen erheben kann, weil der verlangte und entrichtete Zoll zu niedrig ge wesen sei, als nicht angemessen bezeichnet. Man wünscht die Herabsetzung der Frist auf einen Monat, ferner die gesetzlich festzulegende Verantwortlichkeit der Zollverwaltung für die während des Lagerns etwa entstehenden Schädigun gen durch Witterungseinflüsse infolge mangelhafter Aufbewahrung. * Durch die amtliche Bekanntmachung hat das Berg. arbeiterschuhgesek gesetzliche Kraft erhalten. Es trägt die Bezeichnung: Gesez betreffend die Abänderung einzelner Bestimmungen des Allgemeinen Berggefeßes vom 24. Juni 1865/1892." Datiert ist es vom 14. Juli 1905, in Gefle an Bord der Hohenzollern". Der letzte Paragraph der Novelle bestimmt, daß die erforderlich werdenden Abände rungen der Arbeitsordnungen spätestens drei Monate, die Einrichtung der ständigen Arbeiterausschüsse spätestens bier Monate nach dem Inkrafttreten des Gesetzes erfolgt sein muß. Oefterreich- Ungarn ** Neuerlich wird wieder das Gerücht in Umlauf gesetzt Kaiser Franz Josef wolle abdanken. Ihm bliebe kein an derer Ausweg, da er alle Autorität verlieren müsse, wenn er, seinen früheren Erklärungen entgegen, in die Einführung der ungarischen Kommandosprache willigte, und auf der an deren Seite keine Aussicht sei, das ungarische Parlament zu einem Verzicht auf diese Forderung zu bestimmen. Selbstverständlich wird dem Gerücht widersprochen. Man fügt hinzu, daß der Kaiser nicht an Abdankung noch an Nach geben denke. Inzwischen hat sich die ungarische liberale Par tei einfach aufgelöst. Einstweilen sind etwa 30 Mitglieder ausgetreten, und die übrigen werden folgen. Noch sind sie einer anderen Partei nicht beigetreten, aber das wird sicher. lich geschehen. Die ungarischen Liberalen haben immer eine Art Hammelnatur gehabt und es niemals vertragen, in der Minderheit zu sein. Sie werden von der Mehrheit angezogen, wie das Licht von der Motte: unwiderstehlich, todes: gewaltig. In der oppositionellen Mehrheit werden sie sich freilich auch nicht behaglich fühlen; sie rechnen aber darauf, daß die durch sie verstärkte" Mehrheit nicht oppositionel bleiben, sondern mit der Krone sich vertragen wird. Rufsland. ** Es erhält sich das Gerücht, daß am Geburtstage des Thronfolgers ein Reform- Manifest erscheinen werde. In Peterhof hat unte: Vorsitz des Zaren ein Ministerrat statt gefunden, an dem auch mehrere Großfürsten teilnahmen und der sich mit der Frage der inneren Reformen auf Grund des Bulyginschen: Entwurfs befaßte. Die Disziplin losigkeit in der Armee ist im Wachsen begriffen. In NowoTscherkast weigerte sich ein ganzes Regiment Kosaken, im Innern des Landes Polizeidienste zu leisten, und aus Lodz werden ähnliche Vorgänge gemeldet. Der Polizeimeister von Poltawa hat zwei in seinen Diensten stehende Kosaken entlassen, weil sie in aufrührerischer Weise agitierten. In Cherson verurteilte das Kriegsgericht fünf Soldaten eines Disziplinarbataillons zum Tode durch Erschießen und bier zu Zwangsarbeit. Sie hatten den Kommandeur, einen Hauptmann und einen Feldwebel ihres Bataillons vor der Front durch Bajonettstiche verwundet. Die durch harte Behandlung erbitterten Soldaten hatten gelost, wer von ihnen die verhaßten Vorgesetzten beseitigen solle. Griechenland. ** Große Erregung ist in Athen infolge der Untaten bulgarischer Banden hervorgerufen worden. Diese haben griechische Dörfer heimgesucht, um die Einwohner zu zwingen, sich als Bulgaren in die Volkszählung einzutragen. Eine Bande überfiel das Dorf Ravondo, folterte fünf der angesehensten Einwohner und drohte, das Dorf in Brand zu stecken und alle Einwohner niederzumachen, wenn sich das Dorf nicht als bulgarisch erklären sollte. Fünf angesehene Einwohner wurden fünf Tage später im Dorfe Starziovo ermordet. Türkei. ** Trotz der entschiedenen Warnungen der Schutzmächte fahren die fretensischen Aufständischen fort, ihre Ziele zu verfolgen. In einem Rundschreiben an die Mächte spricht sich die kretensische Kammer für die Annerion durch Griechenland aus und kritisiert heftig die Haltung der vier Generalkonsuln. Der Insurgentenkonvent besorgt fortwährend neue Waffenvorräte, die auf dem Wege des Schmuggels eingeführt werden. 3wei neue Ziege hat Feizi- Pascha über die Araber in Yemen errungen. Die Türken eroberten strategisch wichtige Punkte auf der Route nach Sana. Die Aufständischen sind in voller Flucht. Dringend verdächtig, das Attentat auf den Sultan varübt zu haben, ist eine Armenierin namens Petrow. Sie tam von Griechenland einen Tag vor dem Attentat an und reiste einen Tag später ab. Die Untersuchung ergab, daß die Petrow in einem neuen, von Europa gekommenen Wagen mit Kautschukreifen zum Selamlik fuhr und eine Höllenmaschine in der Rückwand des Wagens verborgen hatte. Alien. ** Die Russen haben sich gezwungen gesehen, im ostasiatischen Kriege abermals einen wichtigen Gebietsstreifen zu räumen. Die ganze Küstenprovinz am Ochotskischen Meer, Rußlands Ausweg in den Stillen Ozean, ist von den Militärbehörden den Japanern preisgegeben worden, da es sich als unmöglich herausgestellt hat, die Küste und die UſfuriMündung zu verteidigen. Die Japaner richten in der Castries- Bucht eine Operationsbasis für 30 000 Mann mit 72 Geschüßen ein, um das untere Amur- Gebiet zu besetzen. Nach einem Ausweise des russischen Marineamtes betragen die Verluste der russischen Marine seit dem Beginn des Krieges 9754 Tote und 16 382 Verwundete. In der legteren Ziffer sind auch die Gefangenen inbegriffen. Unter den Toten befinden sich 1467 Offiziere und 27 Marinearistliche. Amerika. ** China will die Aufenthaltserschwerungen für Chinesen in den Vereinigten Staaten nicht länger dulden. Bekanntlich werden seit einiger Zeit amerikanische Waren in China systematisch boykottiert, wodurch dem Export der Union groBer Schaden entsteht. Jetzt hat die chinesische Regierung den Vereinigten Staaten einen Vertragsentwurf zugestellt, wenach allen Chinesen, ausgenommen Arbeitern, der freie Eintritt und das Niederlassungsrecht auf amerikanischem Gebiete zusteht. Kulis sollen auf Hawai und den Philippinen eingeführt werden. Das Reformprogramm für Marokko. ( Eig. Bericht.) Berlin, 3. Auguſt. Die Marokko- Konferenz wird voraussichtlich im Laufe des Monats September zusammentreten. Ihr Programm ist ungefähr festgestellt, und in furzer Zeit wird auch eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich über die Reformen erzielt sein, die man im Namen Europas dem Sultan von Marokko empfehlen will. Die Ungeduld, die gerade in den letzten Tagen manche Pariser Blätter an den Tag legten, weil angeblich Deutschland die Marokkofrage mit plötzlich nachlassendem Eifer behandelte, ist nur ein Beweis dafür, daß diese Blätter schlecht unterrichtet waren. Herrn Rouvier war die Aufgabe zugefallen, das maroffanische Reformprogramm zu entwerfen; wenn er zu dieser Arbeit Zeit brauchte, so wäre es von Deutschland unfreundlich gewesen, ihn zu drängen. Irgend eine Verzögerung aber, soweit von einer solchen überhaupt gesprochen werden kann, ist nicht auf deutsche Rechnung zu setzen. Herr Rouvier hat gestern seinen Entwurf eines Reformprogramms dem deutschen Botschafter in Paris Fürsten Radolin zuge= stellt. Es wird gern und mit Anerkennung zugegeben, daß dieser Entwurf sich sehr und auf das vorteilhafteste von dem früheren unterscheidet, mit dessen Vorlegung und Vertretung der französische Gesandte Taillandier in Tanger so üblen Eindruck hervorgerufen hat. Die Nouviersche Ausarbeitung hält sich im großen und ganzen in der Richtung und in den Grenzen, die s. 3t. Kaiser Wilhelm vorgezeichnet hat, als er in Tanger sagte, Reformen dürften nur mit Vorsicht und unter sorgfältiger Schonung überlieferter Anschauungen und Einrichtungen eingeführt werden, weil sie sonst mehr Schaden stiften als Segen bringen. Auch hinsichtlich der Wahrung der Selbstständigkeit des Sultans und seines Ansehens enthält der Rouviersche Entwurf Bestimmungen, die nur Billigung verdienen, weil sie die Anerkennung des Sultans als obersten Kriegsherrn in Marokko betonen. Die gegenwärtige Heeresorganisation bleibt einstweilen in der Hauptsache unberührt. eine Aenderung der { fleinsten Organisationen( Kompagnien und Schwadronen) und ihrer soldatischen Erziehung bleibt vorbehalten, damit die Frage der Instrukteure feine Meinungsverschiedenheit hervorrufe. Die von Taillandier empfohlene Mischung von Armee und Polizeikorps ist aufgegeben. Man fordert im Gegenteil eine möglichst genaue Trennung und die Polizeikorps nach Bezirken zu gliedern. Hierüber werden vielleicht in der Konferenz selbst noch neue Vorschläge gemacht werden. Für die Konferenz darf man einen schnellen und ruhigen Verlauf voraussagen, da in allen grundsätzlichen Fragen zwischen Deutschland und Frankreich freundliches Einvernehmen erzielt ist und Frankreich zugestanden hat Herr Rouvier betont das in seinem Programm ausdrücklich- daß die wirtschaftlichen und militärischen Angelegenheiten durch keine Sonderabmachung Marokkos der Einflußnahme der Konferenz vorweg entzogen werden dürfe. Hof und Gefellschaft. ** Der Kaiser traf von Kopenhagen, wo der Abschied unter dem Salut der Geschüße stattfand, in Saßniz ein. Dort verließ der Kaiser die Hohenzollern" und ging auf die Jacht Iduna" über, auf der er nach Swinemünde fuhr. Dort finden in Gegenwart des Kaisers Küstenschießübungen statt, bei denen fünf ausrangierte Torpedoboote, die mit Kork gefüllt werden, als Zielscheibe dienen. Der Schah von Persien hat sich von Pacis nach Ostende begeben. *** In Südafrika ist der Generaloberarzt Dr. Theo= dor Sedlmayr auf einem Ritt von Sandfontein nach Romansdrift in der Gegend, wo der Häuptling Cornelius die Gegend unsicher macht, gefallen. Soziales Leben. Streif in Solingen. Die Solinger Former und Gießereiarbeiter stellten überall da die Arbeit ein, wo die Fabrikanten sich weigerten, die Herstellung von Velberter Fabrikarbeit zu unterlassen. Der Lohnstreit im rheinisch- westfälischen Baugewerbe. Der Streif nimmt unerfreuliche Formen an. An einer Stelle ist es sogar schon zu lärmenden Konflikten gekommen. In Dellwig waren arbeitswillige Maurer von außerhalb angekommen. Etwa 200 Ausständige drangen in den Bahnhofswartesaal, um die Zuziehenden zur Abreise zu bestimmen. Dabei fam es zu sehr geräuschpollen Auftritten. Die Polizei mußte mit blanker Waffe einschreiten, einige Personen wurden verwundet, einige, die für die Anführer galten, verhaftet. Die Aussichten auf gütliche Einigung der im Lohnstreit stehenden Parteien sind nicht die besten. Am Montag hatten die Vertreter der Bauarbeiter die Forderung gestellt, daß vom 1. September d. J. ab die Löhne der Maurer, Zimmerer und Baubilfsarbeiter um 2 Vfg., vom 1. Januar 1906 an bis 1. Mai 1907 um einen weiteren Pfennig pro Stunde erhöht werden sollten. Die Delegierten der rheinisch- westfälischen Bauunternehmer( Arbeitgeberbund) hatte die Gewährung einer Lohnerhöhung schon in diesem Jahre abgelehnt. Darauf ist der Streif ausgebrochen, und die Sechser- Kommission der Bauarbeiter ist von ciner Delegiertenversammlung beauftragt worden, auf einer sofortigen Regelung der Lohnfrage zu bestehen und nicht früher wegen Wiederaufnahme der Arbeit zu verhandeln. In den Kreisen Dortmund, Hörde, Bochum, Gelsenkirchen, Effen, Ruhrort und Recklinghausen solle bei zehnstündiger Arbeitszeit für Maurer und Zimmerer 55 Pfg., für Bauhilfsarbeiter 45 Pfg. Stundenlohn verlangt werden. Es wäre dringend zu wünschen, daß der Arbeitgeberbund das Mögliche versuchte, einen Ausweg zu finden. Die Vorstandsmitglieder des Arbeitgeberbundes, die sich nach BerIin begeben haben, um der Regierung ihre Anschauuncen über den Bauarbeiterstreik vorzutragen, werden sicherlich in dieser Richtung so eindringlich beraten werden, als es ohne Pateiergreifung angängig ist. - Parias der Kunft. - tehen könnten. Ein alter Herr hat einen langen, schlamoigen Schlafrock angetan, eine Kordel schnürt ihm den etwas starken Leib zusammen, eine feuerrote Troddelmütze markiert den Türken. Seine Nase ist ebenso rot. Zwei junge, etwas fleine Berlinerinnen sind als buntgekleidete Stalienerinnen gekommen. Ein zehnjähriger Knabe, mit langen, goldgelben Locken, die über der Stirne furzgeschnitten sind, empfiehlt sich von selbst mit seinem Barett und Samtanzug als schmucker Page. Ein Besuch auf der Modellbörse zu Berlin. Der Patriarch. Ein edler Pole. Dienstmänner und Kümmeltürfen. Frauen des Volkes. Nachwuchs. Berufs- und Gelegenheitsmodell. Jugendliche Schönen. Gestürzte Größe.- Musterung und Engagement. An jedem Montagmorgen versammeln sich in der Vorhalle der Berliner Königlichen Akademie der Künste eine Anzahl von Gestalten, denen man ansieht, daß sie nicht auf den Höhen des Lebens wandeln. Mitten unter die merkwürdigsten Typen eines Dickensschen Romans, die hier zu einem Rendezvous zusammengeströmt sind und alle ihre Absonderlichkeiten mit zur Stelle gebracht haben, glaubt man sich versett! Sie waren nicht alle auf einmal gekommen und hereinmarschiert. Erst einzeln und halbscheu hatten sie die Halle betreten und sich in den Winkeln herumgedrückt, nachher waren sie scharenweise und lärmender erschienen, und zuletzt blieb kaum ein Pläßchen mehr hinter irgend einer mächtigen Säule frei. An Frauen aus dem Volke, wie man sie oft zu dreien vor dem Kellerkaufmann oder dem Grünkramladen stehen sieht, ist kein Mangel. Sie rotten sich auch hier zu Gruppen zusammen, die Tasche am Arm, und tauschen Neuigkeiten aus. Sie erzählen, was dieser oder jener Maler bezahlt, und mit welchen Komplimenten sie Anton von Werner oder Begas beim jüngsten Akt beglückt hat. Hin und wieder watschelt auch eine kugelrunde Martha Schwerdtlein in die Halle und bringt ihr dreizehnjähriges Töchterlein, die Kleine steh: borläufig noch Halbakt, zum Gesicht, zu Armen und Händen. Eben trabt eine ganze Familie herein: Bruder, Schwester und Brüderchen. Der Aelteste ist sechzehn, das Mädchen zwölf, das Kind fünf Jahre alt. Sie stellen sich neben einander in Reih und Glied und warten auf Zuspruch. Da stand an der Schwingetür ein Alter und schaute durch die Scheiben auf die nebelnde Straße hinaus, eine hohe, schlottrig gekleidete Gestalt. Aber welch ein Stopf ragt aus dem ärnilichen Kaftan heraus. Unter winzigen Acuglein wölbt sich die mächtige Adlernase; vom Scheitel wallen silberne, sammetweiche, glänzende Locken wohl eine Elle lang über die Schultern hernieder und fließen nach vorn mit dem ebenso silbernen, wellenartig herabrieselnden Barte zusammen. Es ist das Haupt eines alttestamentlichen Propheten auf dem Körper eines Bettlers. Der Alte ist schwerhörig und antwortet auf wiederholte Fragen in gebrochenstem Deutsch. Er ist aus Russisch- Polen. Vielleicht mit verwildertem, weichselzöpfigem Strupphaar nach Berlin gekommen, ist er von irgend einem Maler entdeckt worden und hat gelernt, seine wertvolle Mähne zu striegeln und zu pflegen. Da sind noch mehrere, die es sich haben angelegen sein lassen, Bart und Haare auf das beste herauszuglätten. Da ist ein Pole mit einem Christuskopf, rötlichblond; kein Friseur hat eine prächtigere Perücke auf dem Haubenstock. Andere wieder kehren mit Absicht ein zerzaustes, ungefämmtes Aussehen heraus und bewahren es sich sorgfältig, denn es bringt ihnen Kundschaft, Beschäftigung und Brot. Ein alter Dienstmann hat sich kunstbeslissen zum struppigen Bootsmann herausstaffiert und, um diesen Charakter zu vervollständigen, einen teergetränkten Southwestern" auf den Stopf gestülpt. Viele der Modelle erscheinen schon in Andeutung oder Ausführung des Charakters, in dem sie Aft Die berufsmäßigen Modelle, die den Dienst längst gewöhnt sind, füllen die ganze Mitte der Halle aus. Im Umkreis und in den dunkelsten Ecken drücken sich alle die herum, welche die Not erst fürzlich hierhergetrieben hat: Arbeiter, stellenlose Schauspieler und Kellner, auch Halbstrelche, die eben erst das Asyl entlassen zu haben scheint. Auf den Stufen unter den Säulen warten die jungen Damen, schlanke, zierliche, üppige Gestalten, wohlgekleidet. Manche von ihnen prangt schon längst auf Meisterwerken fonterfeit, die eine oder die andere entzückt bereits als Venus, Nire oder Himmelsengel die Kunstwelt. Ein erschütterndes Bild menschlichen Schicksals bietet ein noch jüngerer Mann, der regelmäßig hier zur Börse kommt, wie er einstmals mit einer anderen Börse in Verbindung gestanden. Er war seines Berufes Kaufmann, mußte aber infolge von Augenleiden seine Stellung aufgeben. Jetzt ist er feit langem erblindet und erwirbt sein Brot mit Modellstehen. Die Aufsicht über diesen„ Markt" führt der Portier der Akademie, ein großer, stattlicher Mann mit grauem Vollbart, selber ein prächtiger Typus für einen Maler. Am Fenster der Loge sigend, hält er über seine Scharen Wacht. Viele der Kommenden ziehen devot den Hut vor ihm, der wie ein General da oben thront und kaum einen Gruß durch Kopfnicken erwidert. Da die Halle sich mehr und mehr gefüllt, erhebt er sich von seinem Ausguck, schreitet majestätisch in den Reihen der Wartenden umher und hält die Passage in der Mitte für die Herren Professoren und Maler frei, die von Zeit zu Zeit durchs Portal kommen und eilfertig barch die Menge gleiten. Die Musterung hat Legonnen, die Engagemen's roll. ziehen sich. Aber wie winzig ist die Schar derer, die a..genommen werden und so Beschäftigung finde.1! Von hundert nur einige, kaum zwanzig; viele, die Verdienst erhofft, an been traurig von dannen mit hungrigen Blicken. Nab und fern. † CiferLahn- Zusammenstoß. In der Nähe von Chemnitz fuhr in der Nat die Lokomotive eines Bauzuges in einen Güterzug hinein. Die Maschine und mehrere Wagen des letteren enigleisten. Menschen kamen nicht zu Schaden. † Explosion auf See. In der Nordsee ging die Hambutger Bart ,, Luisa" infolge einer Explosion unter, die durch ein auf dem Schiffe entstandenes Feuer verursacht war. Die Mannschaft ist gerettet. † Von der russischen Grenze. Auf deutschem Gebiet ist ein Mädchen von einem russischen Grenzsoldaten erschossen. Zwei Mädchen aus dem Gute Doczkow sammelten auf dem Felde diesseits des neutralen Weges Aehren. Ein russischer Grenzsoldat suchte die Mädchen durch Versprechungen über die Grenze zu locken. Als die Mädchen den Lockungen nicht folgten, legte der Soldat an und schoß das eine Mädchen, die achtzehnjährige Tochter eines Knechtes, tot. † Vom Blitz ins Wasser geschleudert. Ganz eigenartige Folgen hatte ein Blitzschlag in der Umgegend von Pilsen. In Albrechtsried wurde ein Landmann, während er Gras mähte, vom Blige getroffen und in den Mühlteich geschleudert, wo er ertranf. † Typhus- Epidemien. Immer neue Typhusher de machen sich bemerkbar. So sind neuerdings in Herford- Soolbach über dreißig Personen erkrankt. Vier Brunnen wurden dort behördlich geschlossen. Auch die Ursache der Epidemie in Posen ist jetzt festgestellt. In die dortige Wasserleitung war Wasser aus der Warthe gepumpt, das dann von den Einwohnern als Trinkwasser benutzt ist. mädchen aus einer hochgehenden Schaufel, in der sie aufrecht stand. Als die Unglückliche am Boden lag, wurde sie von der zurückseusenden Gondel getroffen und ihr der Kopf zerschmettert. Der Tod trat auf der Stelle ein. Zum Glüc war das Mädchen von den Umistehenden daran gehindert worden, das Kind ihrer Herrschaft mit in die Schaukel zu nehmen. † Brand auf einem Donau- Dampfer. Der PassagierDampfer der Donau- Dampfschiffahrts- Gesellschaft„ Tegett hoff" geriet furz vor der Landung in Gran in Brand. Unter den fünfhundert Passagieren drohte eine Panik auszubre chen, doch gelang es dem Kapitän, das brennende Schiff zu landen, so daß die Passagiere ausgeschifft werden konnten Die Matrosen und die Feuerwehr von Gran löschten das Feuer, worauf die Passagiere auf dem„ Tegetthoff" die Fahrt nach Budapest fortseßen konnten. † Bei der Rettung eines Selbstmörders verunglückt. Bei Billden bemerkte ein Bahnwärter kurz vor Eintreffen des Personenzuges einen Mann auf der Strecke, der sich entschieden weigerte, seinen gefährlichen Platz zu verlassen. Der Bahnwärter versuchte Gewalt, und es gelang ihm auch, den Mann von den Schienen zu entfernen. In diesem Augenblick brauste der Zug heran und erfaßte den pflichtgetreuen Bahnwärter, der buchstäblich in Stücke zerrissen wurde. Der Getötete hinterläßt Frau und sieben unversorgte Kinder. Der Selbstmordkandidat ergriff schleunigst die Flucht. † Ein weiblicher Einjähriger. In Ettlingen bei Karls. ruhe machte die Tochter des dortigen Oberamtsrichters an der Realschule das Eramen für den einjährig- freiwilligen Dienst mit. Sie erhielt als einziger der Prüflinge die beste Note Sehr gut". Natürlich hat die junge Dame nich: nötig, von dem redlich erworbenen Zeugnis insofern Ge brauch zu machen, als sie nun auch ein Jahr lang Soldat werden müßte. † Gefaßte Straßenräuber. Die Kieler Straßenräuber bande, die ihre Raubzüge in der Kieler Woche mit dem Ueberfall und der Beraubung des Oberleutnants zur See Arnoldi begann und dann die Nachbargebiete von Kiel heim suchte, ist jetzt in allen ihren Mitgliedern festgenommen. † Das wiedergefundene Vild. Das aus dem Maurits haus im Haag gestohlene Bild von Frans Hals ist jetzt in Antwerpen wiedergefunden. Ein dortiger Kunstmäcen hatte das Gemälde gekauft. Als er durch die Zeitungen vom Diebstahl erfuhr, erstattete er Anzeige, und das kostbare Bild wird wieder an seinen Platz im Haag gelangen Der Landwirt. Die Brobing Die Montag, den Fufigebaube Landrichters Geft Gießen feine bi Rommersienrot eröffnend, ben Beichen bed u Lagetordnung ein flares gewerbeverein floffenen Gef Don 315 auf ift auch no getreten. auf die Pfle dg Wichkhafer als Grünfutter. Man wählt am besten eine Hafersorte, welche sich im Wachstum ähnlich wie die Wicke verhält, den Vorzug verdient Späthafer. Fachmännische Untersuchungen ergaben im grünen Wickhafer durchschnittlich 16,5 Proz. Trockensubstanz, 2,5 Proz. stickstoffhaltige Stoffe, 0,6 Proz. Rohfett, 6,2 Proz. stickstofffreie Extraftstoffe, 15,5 Proz. Rohfaser, 1,7 Proz. Asche. Das mittlere Nährstoffverhältnis ist 1: 5,2; also fommen auf 1 Teil stickstoffhaltige verdauliche Stoffe 5,2 Teile verdauliche stickstofffreie Bestandteile. Das Nährstoffverhältnis bei blühenden Grünwicken ist 1: 3, bei Futterhafer 1: 7,2; also erweitert sich das Nährstoffverhältnis des Gemenges, je mehr Hafer es enthält. Gerne frißt das Vich vor der Blüte gemähten Wickhafer, welcher ein schmackhaftes, an Nährstoffen reiches Grünfutter darstellt. Indessen reiche man Wickhafer Milchfühen nicht als Hauptfutter; als solches ist es zu wässerig und oft zu reich an Stickstoff. Reichliche Verfütterung von Grünwicken hat ja auch zur Folge, daß Milch, bezw. Butter bitteren Geschmack annehmen; dagegen wirkt Wickhafer als Beifutter auf die Milchgewinnung günstig ein. † Ein Familiendrama. In der Nähe von Lüttringhausen erschoß ein sechzigjähriger Berginvalide seinen Sohn stati seiner Frau, der der Schuß galt. Der Mörder flüchtete in den Wald, wo er nach heftiger Gegenwehr und nachdem er durch einen Schrotschuß kampsunfähig gemacht war, feſtge nommen wurde. † Todessturz aus der Schaukel. In einem Vergnügungs park in Charlottenburg stürzte ein fünfzehnjähriges Dienst Ver.nifchtes. = Eine Rabenmutter. In Berlin wurde die Ehefrau eines Gasarbeiters verhaftet, weil sie das eigene Kind zu Tode geprügelt hatte. Die zwanzigjährige Frau hatte schon früher ihr Söhnchen derartig mißhandelt, daß der Mann, der mit Liebe an dem Kinde hing, es zu seinen Eltern nach Mecklenburg brachte. Als die Frau ihr Unrecht einsah, holte er den Kleinen wieder ins Elternhaus zurück. Dort begannen aber die Mißhandlungen seitens der Mutter von neuem. Die entartete Frau band sogar dem Kinde den Mund zu, damit die Nachbarn das Schreien nicht hören sollten. Plötzlich starb das Kind, und der Arzt, von dem die Rabenmutter den Totenschein einforderte, brachte die Sache zur Anzeige. ===Tausend Mark für verbrannte Haare. Eine Miß in England hatte sich ein Paar moderne Kämme gekauft, die angeblich aus Knochen waren. Sie waren aber aus dem höchst feuergefährlichem Celluloid, und als die Miß einst dem Herdfeuer zu nahe kam, standen die Kämme sofort in Brand und mit ihnen das herrliche Blondhaar ihrer Trägerin. Daraufhin verklagte die Miß die Firma, von der sie die Unglückskämme gekauft hatte. Da sie ausdrücklich nöcherne Stämme verlangt, statt dessen aber Celluloidfämme erhalten hatte, so sprach ihr das Gericht für das verlorene Haar einen Schadenersatz von 1000 Mark zu. - Da = Die Weber" als Vandalen. Im deutschen Volkstheater in Prag, wo sonst nur Operetten und Schwänke aufgeführt werden, unternahm es der Direktor jüngsthin, Hauptmanns Weber" zur Darstellung zu bringen. jeine Truppe nicht ausreichte, half er sich mit kunstbegabten Dilettanten, die er zur Vervollständigung heranzog. Diese aber machten ihre Sache allzu ernsthaft. Denn bei der Ertüemung von Dreißigers Wohnung schlugen sie alles kurz und klein, und die Intervention des Direktors vermochte nicht, von der Bühnenausstattung etwas zu retten. Stühle, Fenster, Kulissen, Sofas, Tische was nur auf der Bühne war, fiel dem Enthusiasmus der freiwilligen Kunstjünger, die sich ganz in die Rolle der erbitterten Weber hineingelebt hatten, zum Opfer. - Reiche Bettler. In Newyork wurden kürzlich sechs Männer verhaftet, die man in dem italienischen Viertel der Stadt beim Betteln ertappt hatte. Es war das ein sehr einträgliches Geschäft. Denn man fand bei dem einen Bettler 2000 Mark in Banknoten und mehrere hundert Mark bares Geld. Ein anderer hatte ein Bankguthaben oon 6000 Mark bei sich, das allen sechs gemeinsam gehörte. Denn diese hatten einen förmlichen Bettler- Truſt abgeschlossen. - Bettvorlagen aus Pferdehäuten. Als König Alfons oon Spanien bei seiner Anwesenheit in Paris einem Bombenattentat sich ausgesetzt sah, fielen zwei Pferde der Rürassier- Eskorte dem Anschlage zum Opfer. Die Kadaver der Tiere hat ein Gerber in Segré angekauft, um die Haut zu Bettvorlagen zu verarbeiten, die er dem spanischen Monarchen zum Andenken an seine glückliche Errettung aus der Gefahr verehren will. fahule, fowie Sonntag lich von 145 Handenen het Sur Berfügung Edulgeld ift ei Unterricht bot wie auch der B Die Gewerbesch 65 Schülern u Der Lehrförper 7 Hülfslehrern erfennung ber noch infoferr Sohn des Ereinermeif Berechtigung junger Mann, befindet fic n Gewerbeverein - Die Heilsarmee in Australien. General Booth, der Leiter der Heilsarmee ist soeben aus Australien zurückgefehrt, wo er 20 000 Morgen Land angekauft hat. Es liegt im südwestlichen Distrikt von Westaustralien, sechzig Kilometer von der Küste, mit der es durch eine Eisenbahn ver bunden ist. Der Kauf ist nach australischer Weise ein bedingungsweiser, das heißt, der Käufer ist gehalten, das Land innerhalb zehn Jahren urbar zu machen. Das ist gerade die Absicht des Generals Booth, der die angekauften LandStrecken für Kolonien der Heilsarmee benußen will, wie sie sich in Amerika bewährt haben. Die Kolonie in Australien wird besonders für das weibliche Geschlecht Anziehungsfraft besitzen, da in Westaustralien auf 150 männliche Perjonen nicht mehr als 100 meibliche Personen kommen und infolgedessen die Heiratsaussichten für die Mädchen außerordentlich günstig sind. berwandte, wa Versamml Diten des B Leitung des rege Tätigkeit e besucht wurden in 16 D - und 2 Vorstan mit dem faufmä Borträge waren gut b bemerkt der Be besteht, doch je rechts zwischen worden. Der Wenn erft ba Gewerbeschule fönnen.- Weiß prüfer bestellt, e Dem Rechnungsf Aus der Rechnu der Berichtsper berzeichnen hat Als Borftands Dörr, der baggemüll Weißbindermei müller neu Beisiger fi Antrag des S borzunehmen, glieder zur Ber Die Sterbefaffe Aus dem reiche Borzüge der Ro lich hervor und Handwerker fid fichert; gegen Bewerbevereins Manne zugute to 200 Rt. annim 1000 Rt. eini aufgenommen. Maschinen Jabre weite mit 1000 teile werde tonnte fie einbringen. Handwerter als Bezuge Genoffenscha fondern auch tommen, au Das Betrie Uebersicht man zu den bermittelt ha Als legte ordnung. An der Univerfita Sonntag im Vorträge in follen auch in Monate verfam falls beibehalter tag eines jeden fchaftlichen Fa Caffel entschied den 13. Auguf δ fel, in der sie aufredit en lag, wurde sie von und ihr der Kopf zerLokales. ** Die Sigungen des Schwurgerichts der Provinz Obertessen für das 3. Quartal 1905 werden Montag, den 25. September, vormittags 91%, Uhr, im Justizgebäude dahier unter dem Vorsiße des Großherzogl. Landrichters Dr. Friedrich ihren Anfang nehmen. telle ein. Zum Glüd enden daran gehindert it in die Schaufel zu rders verunglückt. Bei 3 bor Eintreffen des trede, der sich entschiezu verlassen. Der gelang ihm auch, den In diesem Augente den pflichtgetreuen zerrissen wurde. Der unbersorgte Kinder. migit die Flucht. Saus dem Maurits Frans Sals ist jetzt in ger Kunstmäcen hatte die Zeitungen vom , und das toitbare mag gelangen ählt am besten eine lich wie die Wicke er. Fachmännische thafer durchschnittroz. stickstoffhaltige dstofffreie Ertraftche. Das mittlere men auf 1 Teil stickverdauliche stickstoffltnis bei blühenden : 72; alio erweitert nges, ie mehr Safer der Blüte gemähten n Nährstoffen reiches man Widhafer Milch es ist es zu wässerig he Verfütterung von Milch, bezw. Butter wirkt Widhafer als ſtig ein. wurde die Ehefrau as eigene Kind zu Je Frau hatte schon It, daß der Mann, seinen Eltern nach hr Unrecht einsah, haus zurück. Dort ns der Mutter von car dem Kinde den Schreien nicht hören der Arzt, von dem rderte, brachte die are. Eine Miß in ämme gekauft, die ren aber aus dem als die Miß einſt ie Kämme sofort in Condhaar ihrer Trädie Firma, von der Da sie ausdrücklich jen aber Celluloid- Gericht für das ver1000 Mark zu. Im deutschen Volksn und Schwänke aufDirektor jüngsthin, g zu bringen. Da ich mit kunstbegabten ng heranzog. Diese Denn bei der Erlugen sie alles kurz Direktors vermochte Szu retten. Stühle, nur auf der Bühne illigen Kunstjünger, Weber hineingelebt rden kürzlich sechs enischen Viertel der = war das ein sehr nd bei dem einen nd mehrere hundert te ein Bankguthaben gemeinsam gehörte. Bettler- Truft abge Als König Alfons Paris einem Bom n zwei Pferde der ofer. 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Die Bereinstätigkeit erstreckte sich hauptsächlich auf die Pflege und Aufsicht der Gewerbe- und Sonntageschule, sowie die Durchführung der Gewerbeordnung. Die Sonntagsschule wurde im vorigen Jahre durchschnitt. lich von 145 Schülern besucht, was in Anbetracht der vorhandenen Lehrkräfte und den Darbietungen, die den Schülern zur Verfügung stehen, immer noch viel zu gering ist. Das Schulgeld ist ein sehr mäßiges. Einen intensiven technischen Unterricht boten die Handwerker- Tagesschulen, wie auch der Bericht über ihre Ausstellung in Nidda dartat. Die Gewerbeschule in Gießen wurde im letzten Winter von 65 Schülern und im Sommer von 15 Schülern besucht. Der Lehrkörper besteht aus dem Hauptlehrer Traber und 7 Hülfslehrern, deren unermüdliche Tätigkeit die größte Anerkennung verdient. Die Erfolge der Schule werden auch noch insofern augenfällig, als zwei ihrer Schüler, der Sohn des Schreinermeisters Lenz und der Sohn des chreinermeisters Hahn auf Grund ihrer Ausbildung die Berechtigung zum Einjährigen erhalten haben; ein dritter junger Mann, der Sohn des Weißbindermeisters Schmidt, befindet sich noch in der Prüfung. Die Tätigkeit, die der Gewerbeverein auf Durchführung der Gewerbeordnung verwandte, war eine sehr umfangreiche. Die Bezirks Versammlungen, die abwechselnd in den verschiedenen Diten des Bezirts abgehalten werden, haben unter der Leitung des Weißbindermeisters L. Petrie gleichsfalls eine rege Tätigkeit entfaltet. Sie waren durchschnittlich recht gut besucht. Die Angelegenheiten des Ortsgewerbevereins wurden in 1 Hauptversammlung, 6 Monatsversammlungen und 2 Vorstandssizungen erledigt. Die in Gemeinschaft mit dem faufmännischen Vereine im letzten Winter veranstalteten Vorträge wissenschaftlichen und unterhaltenden Inhalts waren gut besucht. Inbetreff des Gewerbebauses bemerkt der Bericht, daß ein endgültiger Abschluß noch nicht besteht, doch sei inzwischen ein Vertrag bezügl. des Erbbaurechts zwischen der Stadt und dem Gewerbeverein ausgearbeitet worden. Der Vertrag bedarf aber noch einiger Henderungen. Wenn erst das Gewerbehaus errichtet ist, wird auch die Gewerbeschule größeren Anforderungen gerecht werden. fönnen. Weißbindermeister L. Petri, der als Rechnungsprüfer bestellt, erstattete die Rechnungsablage und beantragte, dem Rechnungsführer Entlastung zu erteilen, was geschah. Aus der Rechnungslegung geht hervor, daß der Verein in der Berichtsperiode einen Ueberschuß von 62,67 Mt. zu berzeichnen hat und sein Bermögen 19 732,60 Mt. beträgt. Als Vorstandsmitglieder wurden der Schlossermeister Martin Dörr, der Spenglermeister Faber, der Cymnasiallehrer Haggemüller, der Uhrmacher Schmidt und der Weißbindermeister Louis Petri wieder- und Dr. Kraus müller neu gewählt. Inbezug auf die Wahl der Beisizer für die Gesellenprüfungen geht ein Antrag des Hauptlehrers Traber durch, teine Neuwahlen - - - Feier des 70jährigen Bestehens des Vereins( 1908) furz gestreift war, wurde die Versammlung, die in sehr anregender Verhandlung eine außerordentlich reiche Tagesordnung erledigte, vom Vorsitzenden geschlossen. *** Preisschießen. Gestern Nachmittag hielt das 1. Bataillon des Inf. Reg. Nr 116, Kaiser Wilhelm II., ein Preisschießen ab. *** Gravelotte- Feier. Am verft. Mittwoch Abend hatten sich wieder wie alljährlich die Vorstandsdeputationen der Gießener Hassic- Vereine zusammengefunden, um über die diesjährige Gravelotte St. Privat- Gedenkfeier zu beraten. Man gelangte ſchließlich zu dem einstimmigen Beschluß, diese am 20. Auguſt mit Kirchgang, Niederlegung von Kränzen am Kriegerdenkmal und Friedhof, sowie Gräberschmückung wie in früheren Jahren zu veranstalten. Es nehmen alle 7 Vereine an der Gedenkfeier teil. * ** Turner- Waldfeft. Der Turnverein Gießen veranstaltet Sonntag an der 1. Schneise der Lcherstraße ein großes Waldfest. Wenn das Wetter ein Einſehen hat, so wird sich da zweifellos das muntere Leben entfalien, das man Konzert und Kinderspiele. Der Abmarsch erfolgt 3 Uhr = Unfall. Gestern stürzte der Motorfahrer Technifer Meyer bei einer Uebungsfahrt auf der Rennbahn an der Hardt zu Gießen und mußte mittelst Wagen nach der Klinik verbracht werden. Er hat ein klaffende Kopfwunde davonvon den Turnern gewohnt ist. Vorgesehen sind u. a. vom Ludwigsplatz. - getragen. bb. Ein Rad verloren. Ein Omnibuswa, en verlor gestern Abend im Seltersweg ein Rad und legte sich auf die Seite. In etwa einer halben Stunde war der Schaden wieder repariert und die Fahrt fonnte weiter gehen. ** Die Kriegervereine auf der Kaiser parade. An der Kaiserparade bei Homburg nehmen 4000 Mitglieder der„ Hassia" und 6000 Mitglieder preußischer Kriegervereine teil. * *** Das Goldene Rad von Gießen. Die von dem Publikum zu gewinnenden Ehrenpreise sind nicht, wie es gestern hieß, in der Nollschen Schreibmaterialienhandlung ausgestellt, sondern in den Schaufenstern des Kaufmanns Louis Kaz auf der Mäusburg. *** Wir erhalten zu unserer gestrigen Notiz wie man Warzen nicht heilen soll nachstehende Anschrift: Wie man Warzen nicht heilen soll, haben Sie in Ihrem geschäßten Blatte vom gestrigen Tage Ihren Lesern mit geteilt; Ihre Leser werden Ihnen jedenfalls dankbar sein für einen Wint, wie man die Warzen heilen kann. Man nimmt Weinessig und ein Stück Kreide; lettere schabt man zu Pulver und gießt den Weinessig darauf, sodaß die Masse breiig wird. Alsdann gibt man diesen Brei auf jede einzelne Warze bevor man zu Bett geht. Der Bret trocknet ziemlich schnell und ist am anderen Morgen, weil man die Warzen nicht zu verbinden braucht, verschwunden. Ungefähr 8 Tage später, nachdem man stets frischen Brei Abends auf die Warzen gegeben hat, sind diese verschwunden. Einsender dieses hat durch das Mittel an sich selber und anderen die besten Erfolge wahrgenommen. * Die findige Poft. Als Beweis der Findigkeit der Post liegt der Frantf. 8tg." ein Brief aus Oftende vor, dessen Adresse nur lautet:„ Mr. Willibald von Brentano, große Backenheimerstraße". Die Post in Ostende scheint aus der„ Bockenheimerstraße" ganz richtig auf den Bestimmungsort geschlossen zu haben. *** Gabelsberger Stenographer. Der zur Zeit berger Stenographen wälte Oberlehrer Pfaff- Darmstadt in Braunschweig tagende Stenographentag deutscher Gabelszum Bundesvorsitzenden und Dr. Piz Alsfeld zu seinem Stellvertreter. Manöver- Post. Die Postbehörde macht im vorzunehmen, weil den Prüfungsausschüssen genügend Mit- Hinblick auf die bevorstehenden größeren Herbstübungen der glieder zur Verfügung stehen. Die Berichterstattung über die Sterbekasse hatte Schreinermeister Haas übernommen. Aus dem reichen Material, das er vorlegfe, gingen die Borzüge der Kasse gegen andere Lebensversicherungen deut lich hervor und es ist deshalb nur zu wünschen, daß jeder Handwerker sich die Vortetle dieser Kasse durch Beitritt fichert; gegenwärtig gehören ihr 107 Mitglieder des Gießener Gewerbevereins an. Ein Vorteil, der namentlich dem kleinen Manne zugute fommt, ft, daß die Kasse schon Versicherungen von 200 Mt. annimmt, währen die Lebensversicherungen erst mit 1000 t. einseßen. Ebenfalls werden Ehefrauen in die Kasse aufgenommen. Die hessische Bezugs- Genossenschaft für Maschinen und Handwertszeuge hat sich auch im legten Jahre weiter entwickelt. Der Gewerbeverein Gießen ist mit 1000 Rt. an ihr beteiligt. Die von ihr gebotenen Vor. teile werden in immer weiteren Kreisen anerkannt. So fonnte sie in wenigen Monaten für 75 000 Mt. Aufträge einbringen. In erster Linie kommt sie den treditsuchenden Handwerkern entgegen, aber auch für denjenigen, der sie nur als Bezugsquelle benußt, liegen die Vorteile klar. Genossenschaft hat nicht nur ihre Existenzberechtigung, sondern auch ihre Existenzfähigkeit dargetan. Sie wird dahinfommen, aus eigenen Mitteln einen Betrieb zu eröffnen. Das Betriebskapital soll auf 100 000 t. erhöht werden. Uebersicht man die Wirkungen der Genossenschaft, so gelangt man zu dem Schlusse, daß sie kleinen Handwerkern Waschinen bermittelt hat, die diese sich sonst nicht hätten anschaffen können. - Die Die Als letter Punkt stand Verschiedenes" auf der Tagesordnung. An den Verein ist eine Einladung auf Besichtigung der Universitäts- Bibliothek ergangen. Als Tag wurde ein Sonntag im September in Aussicht genommen. Vorträge in Gemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein sollen auch in diesem Winter veranstaltet werden. Monatsversammlungen werden im kommenden Winter gleichfalls beibehalten werden. Als Tag wurde der erste Dienstag eines jeden Monats bestimmt. Bezüglich einer gemeinschaftlichen Fahrt zu den Ausstellungen nach Cöln oder Cassel entschied man sich für erstere und setzte dazu Sonntag, den 13. Auguft an. Nachdem sodann noch die eventuelle - Truppen darauf aufmerksam, daß es für die regelmäßige Beförderung und pünktliche Zustellung der an die Offiziere sendungen durchaus erforderlich ist, in den Aufschriften der und Mannschaften der Manövertruppen gerichteten PostSendungen außer dem Namen und dem Dienstgrade des Empfängers auch den Truppenteil( Regiment, Kompagnie Eskadron, Batterie 2c.) sowie den ständigen Garnisonsort anzugeben. *** Eine seltsame Zahl ist 142 857. Denn mit den Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6 multipliziert, ist das Resultat jedesmal dieselbe Zahl, nur mit dem Unterschiede, daß die 3ahlen in anderer Reihenfolge stehen. Wird sie dagegen mit 7 multipliziert, so erhält man als Summe lauter Neunen: 142 8571= 142 857 142857.2= 285714 142 857.3= 428 571 142 857.4= 571 428 142857.5= 714285 142857.6= 857 142 142857.7= 999 999 Wird mit 8 multipliziert, so erhält man 1 142 856. Addiert man nun die voranstehende Eins zu der ganzen Summe, so hat man wieder die Originalzahl in richtiger Reihenfolge. ?? Klein- Linden, 3. August. Wackere Kamerabschaft. Von den in den letzten Tagen der verflossenen Woche hier einquartierten Dragonern des 24. Regiments wird noch folgendes Bravourstück schneller Entschlossenheit und treuer Kameradschaft bekannt. Drei Dragoner nahmen in der Lahn ein Bad. Der eine des Schwimmens unkundig geriet an eine gefährliche Stelle und sant sofort unter. Als sein Kamerad, der ein ausgezeichneter Schwimmer ist, dies gewahrte, sprang er sofort vom Ufer aus, wo er sich schon teilweise angekleidet, dem Ertrinkenden nach und rettete den schon Bewußtlosen glücklich ans Land. Die angestellten Wiederbelebungsversuche hatten den gewünschten Erfolg. = Kriegerverein beschloß in seiner letzten Sizung, auf einem Klein- Linden. Scheibenkand. Der hiesige geeigneten Terrain hinter der Burg einen Scheibenstand zu errichten. Auf der hiesigen Dampfziegelei wird gegenwärtig eine äußerst ch Kinzenbach, 3. Auguft. Schwierige Reparatur. interessante, aber gefahrvolle Arbeit zur Ausführung gebracht. Es gilt, den am Sonntag, 16. Juli durch Blitzschaden start beschädigten Stamin einigermaßen auszubessern, damit der Betrieb des Werkes bis zum Herbst aufrecht erhalten bleiben fann. Zu der Reparatur sind zunächst etwa 40 Bentner Bondeisen in der Stärke von Wagenreifen erforderlich ge= wesen, welche um den Kamin gelegt werden. Da der Zugang von innen nicht mehr möglich ist, so muß diese Riesenarbeit von außen ausgeführt werden. nesen Kirche. Durch die am 1. April 1903 erfolgte -ch Wetzlar, 3. August. Grundsteinlegung der Eingemeindung der Landgemeinde Nieder- Girmes ist auch für unsere Stadt die Erbauung einer weiteren Kirche zur Notwendigkeit geworden. Nachdem durch Verfügung vom 12. Oftober 1903 fich der Regierungspräsident zu Coblenz mit der Wahl des Bauplages für die neue Kirche Weglar- Nieder- Girmes einverstanden erklärte, sind die Vorbedingungen nunmehr soweit gediehen, daß am nächsten Sonntag, morgens 11 Uhr, die Grundsteinlegung erfolgen fann. Das nach Plänen des Kirchenbaumeisters Hofmann- Herborn zur Ausführung fommende Gotteshaus wird in den sogenannten Luftgärten" auf Gemeindegelände errichtet und ist für 600 Sigpläge berechnet. ? Walldorf, 3. Auguft. Abgestürzt. Mittwoch Abend standen auf dem Balkon eines Neubaues zwei löfte sich die Baltorplatte und beide stürzten aufs Pflaster. Maurerlehrlinge, um ein Schild anzubringen. Blößlich während der 18jährige Wilhelm Jordan- Walldorf schwere innere Verlegungen erlitt, fam der andere mit leichteren Hautabschürfungen und Quetschungen davon. Landwirt Schmidt hat sich aus drückenden Lebenssorgen § Münster, 3. August. Frau Sorge. Der 79jährige ertrunten. *-* Elbenrod, 3. August. Das Grundbuch und Berggrundbuch für die Gemarkung Elbenrod ist von 20. Auguft als angelegt anzusehen. ?? Obermeisen, 3. Auguft. Grubenftilllegung. Die Roteifensteingrube, auf der durchschnittlich 130 Arbeiter beschäftigt wurden, hat ihren Betrieb eingestellt. Gebäude und Produktionsmittel sind bereits verkauft. Bahn-ch. Aus dem Hinterlandkreise, 3. Auguft. bau Oberscheld.Biedenkopf. Der Landrat von Heimburg hat auf Samstag, 12. August, nachmittags 21 Uhr abermals eine Versammlung nach Gönnern anberaumt. Diesmal gilt es, die Geländestellung zu der projektierten Bahn, die das Dilltal mit dem oberen Lahntal verbinden soll, zwischen den beteiligten Gemeinden des Kreises Biebentopf eingehend zu besprechen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 7. Sonntag nach Trinitatis, den 6. August. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Bugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Ed. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Katholische Gemeinde. Samstag, den 5. Auguft. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 6. August. 8. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag den 5. August. Meist wolkig, Gewitter und Regenfälle, nu wenig fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: WIbin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibi in Gießen. A C Verlangen Sie Muster unsersr neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie, Zürich N G Wo gehen wir am Sonntag hin? Contentia. Auf den Sportplatz a. d. Hardt! zu dem Kampf um das Goldne Rad von Gießen. 1000 Mark bar. 3 Fliegerrennen. - Motorrennen. Breise der Plätze: An der Kasse: Tribüne Mt. 2.-, 1 Plaz( Sattelplaz) Mt. 1.20, 2. Platz 80 Pfg., 3. Plaz 50 Pfg. Vorverkauf: Tribüne Mf. 1.50, 1. Platz( Sattelplatz) Mt. 1., 2. Platz 70 Pfg., 3. Plaz 40 Pfg. Terrasse bis 7 Uhr abends 20 Pfg. Berkaufsstellen: Café Amend, Konditorei Hettler und Schreibmaterialienhandlung Noll. Feinste Sonntag, den 6. August: Ausflug mit Musik nach dem Stadtwald 2. Schneise links der Licherstraße. Abmarsch bei Mitglied Fehl, Licherstraße Bei ungünstiger Witterung von 5 Uhr ab im Café Leib. Stottern! Einmaliger Kursus in Giessen. Jeder, der stotterfrei singt, ist heilbar! Heilung in kürzester Frist bei Erwachsenen und Kindern, auch bet solchen die mehrfache Kurse ohne Erfolg besuchten. Erfolg garantiert! Untersuchung gratis! Unbemittelte erhalten den Verhältnissen entsprechend Preisermässigung. Anmeldungen werden schriftlich in der Expedition dieser Zeitung, mündlich nur Sonntag, den 6. d. Mts. in den Sprechstunden von 3-6 Uhr nachmittags im„ Hotel Viktoria" entgegengenommen. Die Dir. M. Goetz. Der Vorstand. 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Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermine, Mittwoch, den 9. August 1905, vorm. 10 Uhr, einzureichen. Biehung III. klasse.( 2. Tag.) 3. August 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 134 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 19 43 60 101 36 68 234 69 357 83 84 638 41 58 79 739 87 97[ 200] 852 90 962 76 1085 117 40 82 292 337[ 150] 78 431 53 72 79 98 519 63 73 600 13 877 2013 16 40 151 53 201 361 524 610 12 51 75 709 41 800 82 994 3000 69 245 317 33 402 81 605 38 47 801 25 66 75 4029 204 21 B64 406 15 19 57[ 150] 69 700 927 61 92 5043 53 276 90 483 90 541 50 619 40 905 25 6050 242 64 68 98 859 67 96 405 19 510 23[ 150] 655[ 150] 991[ 200 7181 260 527 36 87 8055 72 86 90 153 95 232 406 55 73 76 86 530 68 700 12 31 40 45 52 836 53 80 933[ 150] 9041 222 34 323 61 502[ 150] 620 43 83 702 855 77 96 911 22 38 58 10020 29 260 61 336 434 47 509 44 81 725 66[ 5000] 83 802 11003 124 204 23 63[ 400] 70 312 66 75 507 93 664 745 61 851 70 98 972 78 12032 120 48 77 207 410 18 84 91 504 46 669 776 77 873 918 13076 122 299 398 474 77 528 32 95 611 39 56 729 45 825 41 915 98 14005 15 100 27 251 86 398 513 52 608 80 99 729 41 73 930 60 15254 87 95 416 67 605 837 940 16025 67 107 19 203 395 408 581 97 631 52 709 91 859 17094 10s 27 51 391 447 53 852 990 92 18078 [ 150] 84 159 228 382 442 579 677 742 76 96 855 87 19095 140 55 846 68 438 78 99[ 150] 572 83 933[ 150] Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 31. Juli 1905. 20040 113 28 92 316 64 96 518 627 711 23 817 66 82 907 21003 79 160 91 274 368 78 414 505 91 759 82 22014 40 92 93 303 39 417 519 22 81 617 769 825 906 14 89 23166 68 251 57 150 324 73 88 484 88 505 67 78 627 74 98 776 80 801 4 24019 33 51 75 290 359 545 60 83 767 861 76 83 97 25202 18 414 56 519 66 683 784 906 60 26244 76 351[ 200] 449 09 558 665 72 93 735 831 82 91 933 27142 77 92 97 316 35 56 88 451 52 628 45 799 813 25 26 45 64 963 80 82 28033 140 449 71 516 23 25 34 601 33 35 75 738 80 83 807 42 922 81 29151 388[ 150] 50 511 813 77 987 30073 180 227 62 65 414 555 81 823 61 31065 193 279 311 12 403 562 772 828 90 92 98 918 20 94 32303 20 78 82 459 75 521 636 916 33022 102 59 72 277 346 67 415 62 626 65 863 92 34054 106 18 53 76 [ 150] 84 98 310 17 26 90 572 84 617 736 46 845 975 82 35015 116 88 213 24 43 65 467 604 65 864 923 25 38 72 36015 129 72 75 316 412 38 39 640 773 825 37019 91 181 220 43 301 2 431 79 95[ 150] 639 93 730 73 886 988 38046 170 206 66 73 85 96 304 19 448 49 549 57 607 30 772 879 927 48 82 89054 74 165 275 870 94 425 29 541 702 9 10 96 928 69 40025 49 55 223 56 96 573 681 767 900 5 41065 87 206 82 327 428 32 592 625 49 700 39 42009 109 11 62 262 340 84 421 504 29 608 43085 120 28 248 54 55 882 472 74 708 88 916 53 62 08 44041 187 88 89 95 823 69 91 530 94 60 888 935 81 777 45000 244 57 66 96 329 42 47 78 483 67 539 60 604 44 50 64 72 46155 215 54 891 451 59 515 29 87 65 708 28 844 94 969 47104 18 48 52 58 211 28 31 384 429 46 631 714 98 893 932 50 66 4-8050 157 68 212 59 77 362 447 97 551 695 771 74 78 910 18 73 49013 82 178 84 95 203 5 332 529 58 687 77 758 64 82 828 61.840 Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Abfuhrtermin bis zum 15. Oftober 1. Js., Zahlungstermin gegen Bürgschaft bis zum 11. November 1905. In demselben Termin kommen 14 Rm. FichtenKnüppel 3 Meter lang, ebenfalls vom Borkenkäfer ange= griffen, zum öffentlichen Ausgebot. Wegen Vorzeigen des Holzes wende man sich an den Forstwart Büttel dahier. Grünberg, am 2. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. 50034 106 234 88 93 312 50 88 411 49 74 83 675 756 98 939 51035 328 432 535 60 771 891 52173 254 80 350 472 752 71 875 964 53062 69[ 150] 300 54 90 438 51 585 707 916 32 81 54010 89 184 298 327 90 467 529 742 869 84 90 998 55063 112 47 92 217 307 438 502 28 716 68 80 871 76 96 980 56026 49 188 91 385 99 435 52 86 546 50 878 84 86 95 930 69 70 80 57061 93 94 147 203 817 49 529 52 639 86 95 779 90 948 5807 276 301 630 849 902 78 5901 23 105 18 225 54[ 150] 62 393 591 623 90 799 95 852 904 17 23 31 86 60042 78 79 120 22 222 850 01 414 95 535 630 48 63 773 97 981 49 53 61033 180 212 23 555 659 345 994 62081 123 98 203[ 200] 49 354 550 226 72 890 920 25 85 68244 330 45 84 420 67 92 1150] 93 621 759 801 18 42 74 908 22 34 64009 82 201 86 78 75 313 35 72 81 428 611 706 50 83 885 88 65068 96 115 46 205 7 317 84 95 404 61 578 627 58 870 997 66064 84 142 79 323 83 428 529 75 653 797 836 911 77 67046 116 52 53 92[ 150] 232 883 415 56 65[ 150] 82 518 46 798 809 15 935 68079 139 62 209 69 306 566 705 8 95 802 4 19 55 69285 74 849 64 408 29 91 575 616 24 96 720 71 851 74 917 70029 31 108 507 674 93 708 89 809 43 924 71081 131 340 45 96 99 465 67 515 39 72 84 98 625 78 714 838 51 64 71 937 72049 66 102 47 308 22 93 519 685 90[ 150] 792 887 945 73015 19 81 85 109 55 87 360 90 404 516 30 609 722 68 808 39 60 74040 142 54 84 92 219 84 51 500 97 627 37[ 1000] 44 51 711 75 77 850 60 949 938 75110 47 291 94 328 430 503[ 1000 21 25 32 728 805[ 150] 23 76048 215 400 51 65 76 99 509 32 88 757 838 79 77016 52 154 243 338 86 524 58 674 734 55 986 88 78004 41 78 124 58 214 35 862 69 603 37 847[ 150] 982 79030 34 204 11 84 56 68 318 81 451 59 540 90 641 56 80 740 86 861 80 92 974 80021 58 66 178 273 78 598 611 71 82 734 96 911 68 74 91 81095 [ 200] 236 847 431 34 557 718 39 46 51 91 883 975 97 82089 203 385 445 506 30 645 48 58 738 864 83 88040 52 141 818 26 93 545 672 730 44 46 51 818 76 86 907 52 70 84043 07 120 77 215 85 55 68 905 75 527 59 64 91 661 96 768 909 63 85008 12 78 108 56 288 54 85 391 407 544 606 76 87 740 98 878 83 968( 25 000 86004 191 858 75 85 89 491[ 1000 u. e. Pr. v. 75.000 557 69 646 50 92 765 66 79 88 869 87 928 58 58 87175 268 855 442 84 93 547 51 663 707 33 809 980 84 88089 154 207 53 821 93 480 516 68 608 777 909 19 82 36 89048 71 92 136 283 334 36 57 62 98 445 46 90 578 80 618 36 46 47 77 727 823 99 939 68 78[ 400] 90098 253 81 338 90 402 71 507 59 666 69 87 782 40 65 868 954 91129 83 315 38 510 70 91 765 92173 211 68 84 825 428 79 94 542 48 613 19 38 58 874 77 937 61 71 81 93024 888 432 587 88 87 706 37 954 80 94086 155 325 31 44[ 150] 468 551 73 620 51 55 725 840 95093 114 42 54 205 76 94 871 410 41 514 61 89 670 715 849 920 86 96216 20 417 65 599 664[ 150] 93 746 97 802 28 910 88 75 285 87 98 404 55 500 695 814 912 960 98070 102 29 36 211 18 847 56 446 543 707 22 36 44 90 840 68 70 97 99066 101 225[ 150] 41 821 85 49 75 413 47 586 686 42 84 763 838 918 Nächste Ziehung: 23. August 1905. 97171 Lose sind zu beziehen durch die Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäue 11. amtlich bestellte Haupt- Kollektur der 6. 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