Uhr, bei der ft an de d.H. telbar lichen 10 itze. 5 Mk. Mk. & Co. jelle Mählich, Dammitraße Str. 154. Jufertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberBeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 4. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Prozesswut. Die Prozeßivut ist ein deutsches Erbibel. Man kann sie aus noch so edlen Wurzeln herleiten ein Uebel bleibt sie, und daß sie durch Erbschaft überkommen ist, macht sie nur desto schlimmer. Gewiß hat der Kampf ums Recht etwas Ideales, mag der Gegenstand des Rechtsstreits noch so geringwertig sein. Gewiß ist das Rechtsgefühl jeder erhaltenden Pflege würdig, daß man sich nicht daran gewöhne, nur bei großen Dingen die Frage der Gerechtigkeit mit genauer Abwägung prüfen. Aber Eigensinn ist noch lange fein Gerechtigkeitsgefühl; und die Einbildung, daß man ganz allein die nötige Einsicht habe, eine Sache richtig zu beurteilen, ist auch noch fein Beweis dafür, daß man alle Tugenden des Aristides in sich vereinige. zu Der rechte Mann folgt einzig seiner aufrichtigen Ueberzeugung. In eigener Sache aber sell man seinem Urteil mißtrauen, weil man in eigener Sache in einem ganz anderen Sinne parteilich ist. Der Staat hat Richter dafür eingesetzt, daß sie bei Rechtsstreitigkeiten zwischen zwei Bürgern entscheiden, auf wessen Seite nach den Gesezen das Recht ist. Der Richter steht über den Parteien, sein Urteil ist nicht durch persönliches Interesse befangen. Gleichwohl kann er irren. Und in der Voraussetzung dieser Möglichkeit ist ein Instanzenzug eingerichtet. Das Urteil des ersten Richters kann durch einen höheren Richter umgestoßen und umgewandelt werden. Und damit ist es noch nicht genug. Bei einer gewissen Höhe des Streitwertes können die Parteien auch noch das oberste Gericht, das Reichsgericht, anrufen. Sie können, aber sie müssen nicht. Daß von Gesetzes wegen eine neuerlich erst wesentlich erhöhte- Wertgrenze für die Streitgegenstände gezogen worden ist, um deren willen ein Urteil des Reichsgerichts verlangt werden darf, ist schon ein Beweis dafür, daß nach der öffentlichen Moral, der Staatsmoral, die anwendbaren Rechtsmittel in einem leidlichen Verhältnis zu der praktischen, der materiellen Bcdeutung der jeweiligen Rechtsfrage stehen muß. Das Recht, theoretisch genommen, ist genau das gleiche, mag ein Pfennig auf dem Spiele stehen oder ein großes Vermögen. Doch; das Recht bleibt auch in zwei Instanzen gewahrt, und es würde selbst bei einer einzigen Instanz nicht zu schaden fommen. Denn wenn der Richter fehlbar ist, was feinem Zweifel unterliegt, so ist en es in der dritten Instanz nicht viel weniger als in der ersten. Der Staat hat nicht die Möglichkeit, ein objektiv richtiges Urteil immer und überall zu gewährleisten. Das geht über die Grenzen des Menschenmöglichen hinaus. Er kann nur dafür sorgen, daß mit subjektiver Gerechtigkeit geurteilt werde. Und das geschieht in allen Instanzen. " Die Grenzen, die, wie oben erwähnt, die Staatsmoral aufgestellt hat, sollte auch der Einzelne respektieren, indem er bei jedem Streit bedenkt, ob seine Austragung die Kosten mert ist. Wer einen Pfennig sucht und dabei eine Kerze berbrennt, ist ein Narr. Wer einen Prozeß führt, dessen Aufwendungen an Zeit und Geld außer Verhältnis zum Prozeßgegenstand stehen, ist nicht minder ein Narr. Er beruft sich vergeblich auf sein Gerechtigkeitsgefühl", das keine Kränkung bertrage. Eigensinnig ist er, nichts als eigensinnig und beschränkt, ein Feind seiner selbst, ein Feind seiner Frau und seiner Kinder. Denn von seinem Gerech= tigkeitsgefühl ist gar nicht die Rede. Er mag nach seiner Ueberzeugung Recht haben, und in seiner Überzeugung darf er es auch behalten. Das ist aber kein Grund, um einer Bagatelle willen eine Anzahl gelehrter Richter in Anspruch zu nehmen, Anwälte zu besolden, Kosten zu häufen. Der Bauer, der sich durch seine Prozeßwut ruiniert, ist eine typische Figur. Und solche Bauern gibt es nicht weniger in den Städten. Man sollte sie unter Kuratel stellen. Damit wäre ihnen und den Ihrigen am besten geholfen, man sparte ihnen Summer und Schaden. Man soll immer so handeln, daß man überzeugt sein darf, Recht zu haben. Man braucht aber keineswegs immer Recht zu behalten. Man soll immer daran denken, daß man im Irrtum sein kann, namentlich wo das eigene Interesse das Urteil beeinflußt. Es ist eine maßlose Ueberheblichfeit, wenn man sich allein unter allen Umständen das richtige Urteil and die richtige Erkenntnis zutraut und den Irr. tum immer auf der Seite des Andern voraussetzt. Solche Ueberheblichkeit, die nicht bewußt zu sein braucht, ist die Voraussetzung und die geistige, moralische Unterlage der Prozeßwut. Wer das bedenkt, wird seiner Neigung zur Prozeßwut beizeiten Zügel anlegen. Maroki Unser Berliner BC.- Mitarbeiter schreibt uns: Marok. fanische Kultur ist von europäischer viel weiter entfernt, als rein geographisch gerechtfertigt wäre. Einst haben die Maurin als Herren Spaniens hohe Blüte und Entwickelung in die pyrenäische Halbinsel getragen aber bei ihrem ergwungenen Rückzug haben sie nichts davon nach Afrika gerettet. Die vormaligen Beherrscher des südwestlichen Europa verloren völlig ihre staatenbildende Kraft, als sie sich nun zum dunklen Erdteil wandten, an dessen nördlichem Saun sie sich als Raubgenossenschaften niederließen. Mit ihren schnellen Schiffen bedrohten sie alles jahrende Gut auf dem mittelländischen Meer, und die reiche Beute, die sie erlangten, überhob sie der Notwendigkeit, bei sich zu Haus Einrichtungen zu treffen, die nach unseren Vorstellungen für einen Staat unentbehrlich sind. Die Zeit der afrikanischen Piraten ist längst vorüber, doch zu Lande ist im Norden Afrifas bis in unsere Tage hinein die Räuberei die Grundlage der gesellschaftlichen Beziehungen geblieben. Ganz allmählich erst hat das Eindringen europäischer Elemente, die sich auf den Schutz der Heimat verlassen durften, einen Wandel zum besseren bewirft. Am langsamsten war der Fortschritt in Marokko. Nicht weil der Scherif von Maroffo gar so mächtig gewesen wäre. Im Gegenteil: weil seine Untertanen seine Macht nicht weiter anerkannten, als sie sie unmittelbar spürten. Wenn jetzt der Sultan von Marotto in seinem Lande sich sicherer fühlt. so dankt er das in erster Reihe den europäischen Mächten, die sein Ansehen stärken mußten, damit nur überhaupt eine Autorität vorhanden sei, mit der sie berhandeln konnten und deren Abmachungen einige Dauer versprachen. Der Sultan von Marokko hat diese Gunst der Verhältnisse mit außerordentlicher Schlauheit für sich zu nüßen verstanden. Er hat sich mit überraschender Gewandtheit in das diplomatische Spiel hineingefunden und weiß ganz vortrefflich, die widerstreitenden Interessen der Mächte gegeneinander auszuspielen. Daß das englisch- französische Abkommen von 1904 Deutschlands Rechte beeinträchtigte, hat man in Jez sofort eingesehen und demgemäß an Deutschland Anlehrung gesucht. Das überschneidige Vorgehen Frankreichs ließ auch gar kein Mißverständnis aufkommen. Das französische Verbot der Waffeneinfuhr auf dem Wege Namours Zaller- Marnia nach Marokko bestimmte den Sultan, dem deutschen Gesandten Grafen Tattenbach, den Bau eines neuen Hafens in Borisaida durch deutsche Unternehmer anzubieten. Das Anerbieten wurde aber schleunig zurückgezogen, als Frankreich das Einfuhrverbot aufhob. Dieses Vorgehen ist für die Schlauheit der marokkanischen Politik bezeichnend. Ueberflüssig zu sagen, daß man an leitender Stelle in Berlin Art und Wert Marokkos kennt, daß man sich daher dort nicht um der schönen Augen des Scherifs willen für dessen Unabhängigkeit begeistert. Die Abhängigkeit soll nur keine ausschließliche Oberherrschaft Frankreichs werden. Das festzustellen ist die Aufgabe der Marokko- Konferenz, in deren Berufung Frankreich nach einigem Zögern gewilligt hat. Nach den Vorbesprechungen soll Frankreich an der maroffanischen Grenze die aus diesem Grenzverhält nis natürlich resultierenden Vorrechte genießen, die genaue Umschreibung erfahren werden, soll ferner die Souveränität des Sultans und die Unverleglichkeit seines Gebietes allgemeine Anerkennung finden. Das ist deutlich und verständlich. Nicht ganz so verständlich ist die angebliche vorläufige Abmachung, daß das französisch- englische und das französisch- spanische Abkommen keinen Eintrag erfahren sol len. Diese Bestimmung ist wohl richtig dahin aufzufassen, daß die kommende Marokko- Konferenz eine authentische Erflärung der früheren Verabredungen bringen wird. Wäre das nicht, so bliebe die Aufgabe der neuen Konferenz mehr als fragwürdig. Die Meuterei der ruffifchen flotte. Der Knäs Potemkin", der Panzer, der das Signal zu der aufständischen Bewegung innerhalb der russischen Flotte gegeben hat, liegt noch im Hafen der rumänischen Küstenstadt Küstendsche, das zweite Meuterschiff, der„ Gorgi Podjedonoszeff" hat sich bereit erklärt, sich der Schwarzen MeerFlotte wieder anzuschließen. Diese selbst aber ist von Odessa nach Sebastopol wieder abgefahren, ohne etwas Ernstliches ausgerichtet zu haben. Die Abrüstung der Schwarzen Meer- Flotte. Der in der Geschichte aller Kriegsmarinen ganz unerhörte Vorgang bor Odessa erklärt sich dadurch, daß auf den Resten der russchen Flotte, die noch in den heimischen Häfen sich befinden, der weniger gute Teil der Bemannung ber blieben ist. Alle besseren und brauchbareren Elemente sind mit Roschdjestwensky und Nebogatom in die Ferne gezogen und ruhen auf dem Boden des Meeres oder befinden sich in japanischer Gefangenschaft. So hat man sich denn zu einem Schritt entschließen müssen, der im Grunde einer Abdankung gleichkommt. Es wird uns darüber aus Sewastopol berichtet: " Das Schwarze Meer- Geschwader fehrte underrichteter Dinge bon Odessa hierher zurück, ohne den mit ihm von hier ausgelaufenen Gorji Pobjedonoszeff". Unter Vorfit des Admirals Krieger fand eine Beratung der Schiffskommandanten statt. Alle Offiziere und Mannschaften, die darum nachsuchten, erhielten Erlaubnis, an Land zu gehen. Alle Reservisten der Jahresklassen 1886 bis 1899, das heißt der größte Teil der Besakung, wurden auf zwei Monate in die Heimat beurlaubt. Der Panzer Ratharina II" wurde zugleich abgerüstet. " Der Inhalt dieser Meldung macht das kühne Auftreten des„ Knäs Potemkin" begreiflich, der einem ganzen Geschwader, bestehend aus 4 Panzerschiffen, einem Kreuzer und mehreren Torpedobooten Trot bot und den Befehlen des Admirals mit offenbarem Sohn begegnete. ,, Wir bleiben hier!" Als Admiral Krieger mit seinem stattlichen Geschwader auf der Rhede von Odessa angekommen war, gab er dem ,, Knäs Potemkin" den Befehl, sich seinen Schiffen anzuschließen. Die höhnische Antwort lautete:„ Wir bitten den Oberbefehlshaber an Bord zu kommen." Als der begreiflicherweise diese Bitte" ignorierte, fuhr der„ Potemkin", flar zum Gefecht, mit Volldampf dicht an dem ganzen Geschwader vorbei, und zwar in einer so geringen Entfernung, daß man den Kommandanten des meuternden Schiffes erfannte, einen Mann in bürgerlicher Kleidung mit dichtem Bart. Auch andere Leute in Zivilkleidung will man von dem Geschwader aus an Bord des„ Potemkin" gesehen haben. Kein Schuß fiel auf die Meuterer, die stolz und ungehindert vorbeidampften. Admiral Krieger begnügte sich, das Signal zu geben:„ Wir fahren nach Sebastopol." Die Antwort lautete zuerst vom Potemkin" und dann aus Kriegers eigenem Geschwader von dem„ Gorji Pobjedonoszeff" furz und bündig: Wir bleiben hier!" Und Kriegers Geschwader machte Kehrt und fuhr nach Sewastopol, von wo es gekommen war. Pobjedonoszeffs" Umkehr. Ein leiser Trost ist den Marinebehörden geblieben, insofern auf dem zweiten Meuterschiff doch wohl Bedenken über die weiteren Folgen aufgekommen sind. Aus Odessa wird uns darüber gemeldet: Der Panzer Gorji Pobjedonoszeff" setzte alle Offiziere an Land. Dann aber brachen Streitigkeiten unter der Mannschaft aus. Die Partei, die für Rückkehr zum Geschwader war, wuchs an. Die russische Flagge wurde wieder gehißt, die Bemannung lieferte die Geschützverschlüsse ab und erklärte sich bereit, die Offiziere wieder an Bord zu nehmen. Es mag wohl Mangel an Vorräten gewesen sein, der die auffässige Mannschaft zur Umkehr veranlaßt hat. Der„ Potemkin" in Rumänien. Dem ,, Knäs Potemkin" geht es an der rumänischen Küste nicht allzu gut. Aus Bukarest liegt uns darüber folgende Meldung vor: Nachdem der„ Knäs Potemkin" auf der Reede von Küstendsche vor Anker gegangen war, begab sich der HafenKapitän an Bord des Schiffes und verlangte, daß es den Hafen verlasse. Auf dem Schiffe befanden sich keine Offi. ziere, aber 700 Matrosen, die Lebensmittel und Kohlen verlangten. Die Behörden schlugen auf Anweisung aus Bukarest hin das Verlangen ab und forderten die Matrosen auf, das Schiff ohne Waffen zu verlassen, mit der Mitteilung, daß sie auf rumänischem Boden als ausländische Deserteure behandelt werden würden. Für den Fall, daß sie sich nicht unterwürfen und eine feindselige Handlung gegen die Stadt unternähmen, seien die rumänischen Kriegsschiffe mit Befehl versehen, Gewalt anzuwenden. Inzwischen nimmt die Meuterei der russischen Flotte ihren Fortgang. Auch von der Ostseeküste wird wieder von ähnlichen Vorgängen berichtet. Im Petersburger Seehafen ist ein Ausstand der Hafenarbeiter aller Art eingetreten, und ein Gerücht will wissen, daß von Kroustadt ein Linienschiff ohne Offiziere in See gegangen sei. Angeregt durch die revolutionären Regungen in Marinekreisen ist auch die gesamte Arbeiterschaft im Zarenreiche wieder in stärkere Bewegung gekommen. Von überallher wird von Versammlungen und Ausschreitungen berichtet. Die russische Regierung hat den Grafen Jgnation mit außer ordentlichen Vollmachten nach Odessa abgesandt, um dort die Ordnung wieder herzustellen. Der Krieg in Oftalien. Die unerhörten Vorgänge in der russischen Marine haben bie Aufmerksamkeit einen Augenblick von den Schlachtfeldern der Mandschurei abgelenkt. Wenn nun auch in den legten Tagen feine bedeutsamen Entscheidungen fielen, so sind die Operationen doch nicht zum Stillstand gekommen. Alles bautet vielmehr auf einen bevorstehenden Angriff der Japaner auf Wladiwostok hin. Die Japaner wollen anscheinend vom Nordosten Koreas aus gegen Wladiwostok vorgeben. 1500 Russen räumten ihre Stellungen am Tjuntenfluß. Man glaubt allgemein, daß es dort in Kürze zu einer größeren Schlacht kommen werde. Inzwischen haben die Friedensverhandlungen weitere erfreuliche Fortschritte gemacht. Die Bollmachter an die Unterhändler sollen bereits in eingehender Weise erteilt worden sein. Präsident Roosevelt ist zu der Mitteilung ermächtigt worden, daß die russische und die japanische Regierung ihn von der Ernennung ihrer Bevollmächtigten in Kenntnis gesetzt haben, die möglichst bald nach dem 1. August zusammentreten sollen. Die beiderseitigen Bevollmächtigten haben uneingeschränkte Vollmacht erhalten, über den Frieden zu verhandeln und ihn abzuschließen unter Vor aussetzung der Ratifikation durch die beiderseitigen Regieringen. Die Bevollmächtigten Rußlands bei den Friedensverhandlungen in Washington werden Baron von Rosen und Graf Murawiew, diejenigen Japans Baron Romua, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, und der japanische Botschafter in Washington Takahira sein. Möglicherweise werden außer diesen noch einige andere Vertreter ernannt. Rußland scheint sich also jetzt ziemlich gefügig zu zeigen und auch sein Gegner ist dem Frieden nicht abgeneigt. Soll doch die finanzielle Lage Japans keine besonders glänzende sein. Nach einer Erklärung des in London sich aushaltenden japanischen Finanzagenten Tafahaschi, hat Japan noch 50 Millionen Dollars in Newyork und 800 000 Pfund Sterling in London in Reserve, die noch von der letzten Anleihe übrig sind. Außerdem sind die legten Ratenzahlungen der Anleihe zu erwarten, die noch nicht fällig sind. Trotzdem werde Japan nach dem Frieden bedeutend mehr Geld gebrauchen. Es wolle daher eine neue Anleihe im Auslande machen, die 30 Millionen Pfund Sterling betragen und in London, Newyork und dem europäischen Festlande emittiert werden soll. Die Anleihe soll durch die Einnahmen aus dem Tabakmonopol garantiert werden. Rußland sucht man noch immer nach einem Schuldigen fur den unglücklichen Gang der Dinge. Neuerdings gibt man wieder mit erneuter Energie den einst verhimmelten General Stössel als Sündenbock stelle. Das Résultat der körperlichen Züchtigung ist jedoc cin viermonatiges Krankenlager für Hubermann. Später trifft ihn noch einmal dieselbe arauenvolle Strafe: diesmal wird er für die Flucht vom Deportationsort zu 50 Snutenhieken verurteilt. Von solchen Qualen ist die ganze Leidens. geschichte des Angeklagten erfüllt. Den Richtern muß wohl doch angesichts dieser schrecklichen Tatsachen das Gewissen ge. schlagen haben. Sie verurteilten Hubermann zu sechs Jah ren Zwangsarbeit. beschlossen aber, dem Kaiser die Be. gnadigung zu empfehlen. Wann wird das große Rußland aufhören, eine Hölle für seine Kinder zu sein? der öffentlichen Verurteilung preis. In der Zeitung ,, Rasstet" schreibt Michael Martord: Stössel zeigte sic während der Kämpfe nicht ein einzigesmal auf den Positionen, sondern saß in seinem gepanzerten Hause. Während eines Kampfes auf der Kuropatfin- Redoute ließen die Truppen den General Stössel bitten, sie doch persönlich in die Schlacht zu führen. Der General ließ telephonisch sagen, daß er frank sei und daher unendlich bedauere, nicht bei den Truppen sein zu können. Stössel fümmerte sich nicht um die elende Lage der Truppen; die Aermsten gingen hungrig und barfuß umher, während die Indentanturdepots voll Vorrat, Kleidung und Schuhzeug waren. Salzfleisch und Konserven waren in Hülle und Fülle vorhanden. Als Stössel aus Port Arthur fortfuhr, wurde seine Hobe auf 32 Karren verladen, während die gewöhnlichen Sterblichen nur ein bis 6 Pud mitführen durften. Nach der Kapitulation Port Arthurs fand man dort Vorräte, die noch Monate gelangt hätten. Doch alles war schon längst als verbraucht angegeben, und so konnte man es nicht mehr verwenden, aus Furcht vor dem Gericht." Es geht in diesem Falle wie von jeher in der Geschichte- wenn ein unbaltbares System zusammenbricht, sucht man nicht in der Unhaltbarkeit der Dinge die Ursache, sondern wirft die Schuld auf einzelne Persönlichkeiten. Sibirische Schrecken. ( Eig. Bericht.) Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Ein besonderes Ministerium für den Strafvollzug wird in einem Antrag verlangt, den der Abgeordnete Gyßling mit mehreren anderen Volksvertretern im preußischen Abgeordnetenhause eingebracht hat. * Angesichts der Unruhen in Rußland war mehrfach von Truppenverstärkungen an der russischen Grenze die Nede. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt, daß diese Gerüchte jeder Begründung entbehren. * Einen wichtigen Erlaß über das kommunale Sparkassenwesen hat der preußische Minister des Innern dem Magistrat der Stadt Berlin zugehen lassen. Darnach gibt der Minister seine Einwilligung dazu, daß, sobald der Reservefonds der tommunalen Sparkasse 5 vom Hundert der Passiva erreicht hat, die Betriebsüberschüsse und die Zinsen des Reservefonds vereinigt und von der so gebildeten Gesamtsumme nicht mehr als die Hälfte an den Reservefonds abgeführt zu wer den braucht. Hat der Reservefonds 10 v. H. der Passiva erreicht, so können die Zinsen seiner Bestände ganz zu den Infolge dieser neuen Ueberschüssen genommen werden. Anordnung kann die Stadt Berlin über vier Millionen Mr. in Zukunft für allgemeine tominunale Zwecke verwenden. Da der Erlaß selbstverständlich auch grundsätzlich für alle anderen Städte der Monarchie Geltung haben wird, so bedeutet er für alle Kommunen eine wesentliche Reform. Alien. ** Aus Peking kommt die Nachricht, daß die Boxer- Entschädigungsfrage in zufriedenstellender Weise geregelt worden ist. Alle Mächte haben die Note unterzeichnet, nach wel. cher die Vorschläge, die China am 26. Oktober 1904 formuItert hat, angenommen werden, nämlich die Entschädigung als eine Goldschuld anstelle einer Silberschuld zu betrachten. Petersburg, 2. Juli. Die allgemeine Zerseßung, die das Zarenteich in seiner Grundfesten erschüttert, lenkt die Blicke der ganzen Welt auf die inneren Zustände des moskowitischen Staates. Unter anderen Ursachen macht man wohl nicht ganz mit Unrecht die Willkürherrschaft des Beamtentums und die mitleidlose Knechtung und Mißhandlung des Individuums für den be gonnenen Zerfall verantwortlich. Die administrativen Ver schickungen nach dem Schreckenslande Sibirien, die systematische langsame Hinmordung politischer Sträflinge ohne Urteilsspruch, ohne Recht und Gesez, haben von jeher die Entrüstung der zivilisierten Bewohner Westeuropas hervor gerufen. Wenn sich jetzt die Folgen jahrhundertelanger Mißwirtschaft in so schrecklicher Weise zeigen, kann man den Gedanken an die rächende Hand der Nemesis wirklich nicht unterdrücken. Einen besonders drastischen Beweis für die unmenschliche Behandlung der nach Sibirien Verbannten boi bor einigen Tagen wieder ein hier verhandelter Prozeß, der ein scharfes Licht warf auf die Schändlichkeiten, die auf si= birischem Boden möglich geworden sind. Angeklagt war ein sibirischer Sträfling, namens Hubermann, weil er aus seinem Deportationsort in Sachalin entflohen war. Hubermann war vor etwa zehn Jahren nach Sibirien verbannt worden, weil er sich als Soldat geweigert hatte, auf politische Demonstranten zu schießen. Er ist wiederholt aus Sibirien geflüchtet und schließlich zu Zwangsarbeit und Knutenhieben verurteilt worden. Nach Abbüßung der Zwangsarbeit flüchtete er wieder und wurde nach monatelangem Umherirren endlich wieder in Petersburg verhaftet. Hubermann hat im Eril Memoiren über die Verhältnisse auf Sachalin geschrieben, die in lebensvollen Farben die Willkür der Beamten schildern. Besonders interessant ist die Geschichte, die er erzählt, wie Sträflinge, die eine Partie Winterkleider erhalten sollten, sie aber nicht erhalten hatten, weil das Geld dafür eine anderweitige Verwendung gefunden hatte, d. h. in die Taschen der Beamten geflossen war, für Aneignung von Kronseigentum" mit Sinutenhieben traftiert wurden, da man ja offizielle Schuldige für die fehlenden Sachen haben mußte, wie sich dann die Sträflinge aufbäumten und als„ Empörer" nunmehr noch härter, sogar mit dem Tode gestraft wurden. Hubermann flüchtet in die Scimat, um hier seine Enthüllungen den großen Herren" in Petersburg vorzulegen und um seine Familie wiederzusehen. Hier stellte man ihn vor Gericht. Er ist ein junger Mann anfangs der Dreißig, aber, da die Gefängnisluft nicht jung erhält, scheint er in seinem Aeußeren wohl um zehn Jahre älter, als er es wirklich ist. Seine Augen haben bereits das flackernde Licht, das die nahende Auflösung des Intellekts, den Wahnsinn, andeutet: die Natur hat bereits dafür gesorgt, daß hier weiteren Leiden ein Ende gemacht wird. Hubermann sieht sich bereits als einen Retter des Staates an und versenkt sich ganz in Phantasien. Aus den Verhandlungen erfährt man auch von den physischen Leiden, die Hubermann zu all der jahrelangen Seelenqual zu erleiden hatte. Bei der Zwangsarbeit hört Hubermann eines Tages von einer ungerechten Strafe, der ein Sträfing unterzogen wurde, und beschließt sofort, für diesen Gemaßregelten einzutreten. Er verläßt eigenmächtig die Arbeit und eilt nach einem vier Werft entfernten Ort, um der Obrigkeit eine Klageschrift einzureichen. Für ein solches Vorgehen wird der Zwangssträfling Hubermann zu 27 Knutenhieben verurteilt. Von Schauder vor der entsetzlichen Strafe ergriffen, mendet er sich an den Arzt am Deportationsort. Dieser versteht es jedoch in listiger Weise ihn zu bereden. sich dieser Züchtigung zu unterziehen: sie sei im Grunde co nommen nicht so schwer zu überstehen, als man es sich vorHof und Gesellschaft. † Pulver- Explosion infolge der Hitze. Den umfassendsten Schaden hat die zurzeit überall herrschende Hitze Ende vori ger Woche in der Gegend von sena angerichtet. Auf der Zementfabrik Goeschwitz explodierte das Pulvermagazin infolge von Zersehung des Pulvers durch die große Hize. In dem Raum lagerten 40 Zentner Pulver. Fast alle Fensterscheiben im Orte wurden zertrümmert, an vielen Ge bäuden wurden die Dächer abgedeckt. Bis in die umliegen den Dörfer wurden Steine bis zu 60 Pfund im Gewicht ge schleudert, die dort durch die Dächer hindurchschlugen. E muß geradezu als ein Wunder erscheinen, daß nur ein Mann Berlegungen davongetragen hat. * Der Kaiser hat von Travemünde aus auf dem Meteor" eine mehrtägige Seefahrt durch den westlichen Teil der Ostsee an der holsteinischen Küste entlang angetreten. An den weiteren Jacht- Wettfahrten nimmt der Kaiser nicht mehr teil. Die Kaiserin unternimmt Kreuzertouren in der Ostsee an Bord der„ Iduna". In ihrer Begleitung befindet sich auch die kleine Prinzessin Victoria Luise, die Sonntag abend in Travemünde ankam. Anläßlich des Todes des amerikanischen Staatssekretärs Hay hat der Kaiser dem Präsidenten Roosevelt durch den deutschen Botschaf. ter in Washington sein Beileid aussprechen lassen. Soziales Leben. [] Bauarbeiterstreik. In Danzig sind über 500 Bauarbeiter in den Ausstand getreten. Sie verlangen statt des bisherigen Stundenlohnes von 28 Pfennig für Erdarbeiter 30 und für Salf- und Steinträger 35 Pfennig. Dem Streif haben sich auch die Schneidemühlenarbeiter und die Tischler und Zimmerleute der Firma Körner in Langfuhr angeschlossen. † Feueranzünden mit Petroleum. Immer wieder hör man von schrecklichen Unglücksfällen, die dadurch entstehen, daß Petroleum auf die Kohlen gegossen wird, die man zur Glut entfachen will. So verbrannte durch ihre Unvorsich tigkeit vor einigen Tagen in Volmarstein eine Frau. Um das kleine Kind, das sie auf dem Arm trug, vor den Flammen zu retten, warf sie es durch das Fenster, und infolge des Sturzes kam auch das kleine Wesen ums Leben. † Kindermord im Wutanfall. In der Nähe von Köln war ein fünfjähriges Kind mit zerschmettertem Schädel aufgefunden. Es ist jetzt gelungen, den Mörder in einem jungen Burschen zu entdecken. Er hatte mit seinen Brüdern Streit gehabt, die ihn wegen seiner Arbeitsscheu tadelten. Aus Wu darüber riß er aus einer Schar harmlos spielender Kinder eines heraus, zerschmetterte den Schädel mit einem Stein und warf den kleinen Leichnam in einen Wassertümpel. † Selbstmord mittelst Kanone. In Neudeck in Böhmen verübte dieser Tage ein Arbeiter auf eine höchste ungewöhnliche Weise Selbstmord. Er lud einen kleinen Mörser, legte sich mit dem Gesicht vor die Mündung und schoß sich eine Ladung in den Mund. Der Selbstmörder war fürchterlich zigerichtet. [] Deutscher Samaritertag. In Kiel fand unter zahl: reicher Beteiligung der 7. Deutsche Samaritertag statt. Bei den Verhandlungen war als Gast Prinzessin Heinrich von Preußen erschienen. Von der Universität Kiel hatten sich zahlreiche Professoren eingefunden. Die Eröffnungsrede hielt Generaloberarzt Dr. Düma. Für die kgl. preußische Staatsregierung und für den Kultusminister Studt sprach Oberpräsident Freiherr von Wilmowsky Worte der BegrüBung. Geheimrat Erzellenz von Bergmann- Berlin sprach über das Thema:„ Der Arzt und seine Gehilfen". Der Redner ging von der Entwickelung der Naturwissenschaften aus, an der die Medizin in hervorragender Weise partizipiere. Der Arzt muß das Wesen der Krankheit erkennen und Schmerzen lindern. Leider könne er dies heute immer noch nicht überall mit Erfolg tun. In seinem Kampfe gegen die Krankheit brauche er Hilfe und Unterstützung und die werde ihm von den Samaritern gewährt. Außer dieser Unterstützung des Arztes in der Heilkunst liege die Tätigkeit der Samariter in den Rettungswerfen bei Unglücksfällen. Dr. Roediger- Frankfurt a. M. sprach über„ Rettungsschwimmen". Er verbreitete sich ausführlicher über das Nettungswesen auf dem Wasser, um Ertrinkende zu retten. Er trat für den obligatorischen Unterricht im Rettungswesen ein, wodurch Tausende von Unglücksfällen vermieden werden könnten. Professor Dr. George Meyer- Berlin behandelte das Thema der Zentralisation im Rettungswesen". Es sprachen noch Sanitätsrat Dr. Vogel- Eisleben über das ,, Samariterwesen im Bergbau", der eine Organisation des Rettungswesens für jedes einzelne Bergwerf verlangte, und Dr. med. Soltsien- Altona, der sich in kritischen Ausführungen über Krankentransport und Wagen" verbreitete. Der nächste Samaritertag soll 1907 in Frankfurt a. M. stattfinden. Nab und Fern. † Furchtbares Grubenunglück. In den russischen Kohlengruben von Makejowka wurden durch eine Explosion schlagender Wetter die Gruben in Brand gesetzt. 450 Berglente sind bei der Katastrophe ums Leben gekommen. 2.8 13. 15. 16. 18. " 20. Bei dem E 1. Preis Balth 131 3. " 4." Quito Brand 5. Brrid Rail Wilhel 6. M 8. Englb " 288be 13.. 14. D. B " 15." 17." 8. 8 Bilbel 19. M Will 20., Ludwig 20 Beinrid " Albert 21." 23.# B. To R. Gl " 21. W. Het J. Ste 31. W. Ed " 33. Wilh. " † Blitzschläge in Kirchen. An der Katharinenkirche zu Danzig ist der aus dem Jahre 1634 stammende berühmte Glockenturm mit dem uralten riesigen Glockenspiel, das zweimal täglich gespielt wurde, durch einen Blizz getroffen und gänzlich zerstört worden. Die Glocken schmolzen und stürz ten herunter. Nur mit Mühe gelang es der Feuerwehr, die übrigen Teile des aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts. stammenden Gotteshauses zu retten. In Hannover ist die Bennigsen- Kirche ebenfalls vom Blik getroffen und niedergebrannt. † Alt und jung. In Berlin hatte ein dem Arbeiterstande angehöriger vierzigjähriger Witmer eine zwanzigjährige Arbeiterin geheiratet. Die junge Frau gab dem viel älteren Manne gegründete Gelegenheit zur Eifersucht. Als sie am letzten Sonntag wieder einmal von der Teilnahme an einer sogenannten Mondscheinfahrt nach Hause kam und dem Mann noch obendrein von ihrem Freunde spöttische Grüße überbrachte, wies der Mann ihr die Tür, und als sie nicht fortging, stieß er ihr sein Messer in die Bricht. Die Frau liegt, auf den Tod getroffen, im Krankenhause. Der Mann ist verhaftet. † Die Schreckenstat eines Jrrsinnigen. Auf dem Gute Friedrichshof bei Neustettin brach vorgestern bei einem Tagelöhner plötzlich Irrsinn aus. Er erdrosselte seine Frau und seine zwei Kinder und brachte sich dann selber ums Leben. Aus dem Gerichtsfaal. § Abermal der Bachsteinprozeß. Die vom Gerichtsherrn eingelegte Revision gegen das Ürteil, das den Divisionspfarrer Bachstein von der Anklage der Gotteslästerung freisprach, ist jetzt wieder zurückgezogen werden. Das § Die Anklage wegen der„ Diesseits"-Depesche. Landgericht Detmold hat im Diesseits- Prozeß die Ableh nung des Gerichts von Lage durch den angeklagten Redak. teur Neumann von der„ Lippeschen Landeszeitung" wegen Befangenheit als unbegründet zurückgewiesen. § Frau Odilons Ehe- Scheidung. Vor dem österreichischen Gericht schwebt ein Verfahren wegen ungültigkeitserklärung der zweiten Ehe der Schauspielerin Helene Odilon mit Herrn Rakowski von Nagy- Rako, der unheilbar in einer Frrenanstalt sich befindet. Die erste Ehe der Frau Odilon mit Herrn Girardi ist nach katholischem Nitus geschlossen, und da Girardi noch lebt. so wird die Gültigkeit der zweiten Che für Desterreich wegen des Ehehindernisses der ersten Ehe angefochten. Der Landwirt. Die Jubeljeie be Heute Morgen fifcherer Luftzug, b bie Rabler erft p jammeln fie fich ded fuge in Gießens paren der Schiffen wanglojefter Benje Beit, bis der Heim ich zum Früptonze 3 Uhr wurde der S bau" aus feinen Um Bublifum die Straß am Sonntag- de fich ja an den Arbe deftoweniger fein nicht weniger berglid Weg nach dem po nach der Licherstraße den Fürften Karl ve hohen Gästen zue Herrschaften im Bi begrüßt. Die Rable den Fürfen nach de fatifand. In der Bring Reinhardt und jowie einige Hofdame die sportlichen fonderen Eindruck au Ballspiele, die zwisch wurden. Beide Wa mit zaher Ausdauer. WeBlar die Fa uf den vom Fürfte ftrittenen Egrenpce ahren über 2000 m Erster und der Dor. Sieger im wurde Walter Maith mann. Im Motorre Gegen Erfter. Das Beglarer Bereins rie erliegen die hohen urde das Bichen zu is des Fürsten Splarer Manidafter anjaftsfahren, d ger- Bereins von 1 en angeführten Renn hm Okulierte Obstbäume. Nach der Okulation werden einige Triebe und Zweige der Unterlage über dem eingesezten Auge auf zehn bis fünfzehn Zentimeter abgeschnitten oder eingeknickt. Ferner ist die festgetretene Erde um den Stamm aufzulockern, damit die Feuchtigkeit eindringen kann. Die eingesetzten Augen werden vorteilhaft mit einem großen Blatt oder einer Papierdüte, die nach urten offen ist, umgeben. Nach acht bis zehn Tagen werden die Augen angewachsen sein, was man dadurch erkennt, daß das kleinne Blattstielchen des Edelauges dürr ist und bei der geringsten Berührung abfällt. Ist dagegen dieses Stielchen welk und zähe, ohne bei der Berührung abzufallen, so ist die Okulation mißlungen und muß nochmals vorgenom men werden. Ist die Okulation als gelungen anzusehen, so wird der Verband etwas gelockert, aber noch nicht ganz entfernt. Sind die Triebe der jungen Okulation schon lang, jedoch noch sehr saftreich und daher leicht gebrechlich, so werden sie an den Stamm oder Zweig, worauf sie veredelt wor den, lose angebunden, um Schutz gegen Winde zu erhalten. Sind sie später genügend erstarkt, so werden die stehen gebliebenen Zapfen abgeschnitten. Das Gauturnfest des Gaues Hessen in Alsfeld am 1.- 3. Juli war vom prachtvollsten Wetter begünstigt und verlief gu aller vollsten Zufriedenheit. Das Wohlwollen und Entgegen tommen der Behörden und Bürgerschaft, das der Turnsache und den Turnern entgegengebracht wurde, war mustergiltig und bleibt allen Turnern in dankbarer Erinnerung. Wenn auch die große Hige das Turnen zeitweise sehr beeinträchtigte und durch sie die 3. Gruppe bei den Stabübungen abgest werden mußte, so wurden doch schöne und sehr erfreuliche Gesamtresultate erzielt. E erhielten bei dem Musterriegenturnen folgende Vereine Auszeichungen: 1. Preis T.V. Buzbach mit 2. " " Alsfeld 34 75 Punkten 34.00 " 5. " " Alsfeld( Bögl) mit 30 66 6. " " Cießen 29 80 " " 7. Launsbach 29.75 " " " " 9. Muschenheim 29.58 " " " 11. ,, M.- T. V. Gießen 29 00 " " Borten verteilt. F burden als Rundf met. Beglar faidien es, als berhaupt fein Ende midt, fie waren ja worben. Nach D an gab fich bem bas Raroufiel allen Seiten u Lämmer vor, und mehr und heran... B und zifhend Weißbinder gesucht 6. Lower, We Gießen, Kircher Wagnerg gejut. Heinric Wagnermeifter, mit 3: Bimmerwohnun atl. auch getrennt, i Kleiner La Gieben, Ne 1-2 möbl. 3 Ja bermieten. Gießen, Marft Den umfaffenditen e Size Ende vori erichtet. Auf der Bulbermagazin durch die große Pulver. Fast alle ert, an vielen Ge in die umliegen nd im Gewicht ge urchschlugen G ß nur ein Mann er wieder hörl durch entstehen, rd, die man zut ihre Unvorsich eine Frau. Um BUSSO 13. " T..V. Lich 28.33 " " 15. и " Großen- Linden 26.50 " " 16. " " Gambach 26 00 " " 18. 20. " " P Langsdorf Grünberg " 25.85 25.35 " " " Bei dem Einzelwetturnen errangen in der Oberstufe: sofort mehrere rote, blaue, gelbe und grüne folgen und am Abendhimmel leuchtende Linien beschreiben. Und während so die Raketen emporfnattern und fich in Goldregen oder bunte Leuchtkugeln auflösen, sausen unten die Feuerräder um ihre Achsen, verändern sich und streuen einen blendenden Lichtstaub aus, bis die Jubelz ff r 20 des Vereins erscheint. Von allen Seiten winden sich jetzt zischend und pfeifend 1. Preis Balthaser Dort- Großen- Bused mit 59% Punkten feurige Schlangen in die Lust, der Goldregen verdichtet sich 3. " 1 4. " Guido Thringer- Alsfeld Heinrich Hamel T. V.- Gießen In der Unterstufe: 5. Preis Karl Noll T.- V.- Gießen Wilhelm Menges- Leihgeftern Englb. Birt M.- T..B.- Gießen, Wilhelm Volk- Großen- Linden, D. Pfeiffer Launsbach H. Baumann T.- V.- Gießen Wilhelm Frank Lollar " 56% " 55% " " mit 59% " 59 6. " " " 8. 583/6 " " , vor den Flam 5536 13. " 15 Leben. fter, und infolge 5516 14. " " 15. 545/6 " " he von Köln war " 17. 5416 ต " Schädel aufge " 535/6 19. 20. 20. " " " 532/6 " H " 532/6 " " " 21. 5316 " " " 522/6 23. " " " einen Wasser26. " 27. " R. Glagow T. V. Gießen B. Heyer Krofdorf 51% " " 5136 " " 30. " 31. 33. " J. Steinmüller- M.- T.B.- Rodheim 505/ W. Schneider- Großen- Buseck mit 50% Wilh. Lehr- Daubringen " " 50 " " in einem jungen Brüdern Streit tadelten. Aus spielender Kinhädel mit einem Sed in Böhmen chste ungewöhnMörser, legte schoß sich eine var fürchterlich fischen KohlenExplosion schla450 Berglente en. arinenkirche zu ende berühmte spiel, das zweigetroffen und zen und stürz Feuerwehr, die Jahrhunderts Hannover ist offen und nieal. Gerichtsherrn den DivisionsBlästerung freiDepesche. Das Seß die Ableh flagten Redaf eitung" wegen österreichischen gkeitserklärung ilon mit Herrn einer Frren au Odilon mit Jeschlossen, und er zweiten Che der ersten Ehe ation werden er dem eintimeter abge getretene Erde uchtigkeit ein Den borteilhaft düte, die nach Tagen werden h erkennt, daß rr ist und bei m dieses Stiel abzufallen, so als vorgenom en anzusehen, och nicht ganz on schon lang chlich, so wer beredelt wor e zu erhalten. Die stehen Deffen in li t und verlief zu en und Entgegen ber Turnfache und ftergiltig und bleib Wenn auch di Seeinträchtigte un Sübungen abgef and fehr erfreuliche turnen folgende 34 75 Bunften 34.00 30 66 29.80 29.75 29.58 29.00 " " и " " Wilh. Heß T. V.- Gießen Ludwig Grüß- Daubringen Heinrich Kmend- Krofdorf Albert Seib T.- V.- Gießen W. Tödt M.- T.- B.- Gießen Die Jubelseier des Gießener Radfahrer= vereins von 1885. Die - G. H. Gießen, 3. Juli. Heute Morgen, am dritten Festtag, weht ein etwas frischerer Luftzug, der angenehm empfunden wird. Trotzdem die Radler erst spät der Ruhe teilhaftig geworden sind, sammeln sie sich doch schon rechtzeitig wieder, um die Ausflüge in Gießens Umgebung anzutreten. Als Zielpunkte waren der Schiffenberg und der Forstgarten gesteckt. In zwanglosester Weise verweilten die Ausflügler dort längere Zeit, bis der Heimweg wieder angetreten wurde und man sich zum Frühtonzert in das Hotel Schüß begab. Gegen 3 Uhr wurde der Korso geordnet, der vom„ Neuen Saalbau" aus seinen Umzug durch die Stadt nahm. Wenn das Publikum die Straßen auch nicht mehr so dicht besetzte als am Sonntag der größte Teil der Bevölkerung befand fich ja an den Arbeitsstätten so haite der Korso nichtsdestoweniger sein Spalier und die All Heil Rnfe waren nicht weniger herzlich gemeint. Während so der Korso seinen Weg nach dem Sportp.ag einschlug, eilten mehrere Kadler nach der Licherstraße, den Proteftor des Festes, Se. Durchl. den Fürsten Karl von Solms- Hohensolms- Lich nebst seinen hohen Gästen zu empfangen. Gegen 4 Uhr nahten die Herrschaften im Vierspänner und wurden auf Radlerart begrüßt. Die Radler bildeten eine Eskorte und geleiteten den Fürsten nach dem Fespaß, wo der offizielle Empfang stattfand. In der Begleitung des Fürsten befanden sich Brinz Reinhardt und Prinzessin Dorothea von Solms- Lich jowie einige Hofdamen. Sofort nach der Begrüßung wurden sportlichen Veranstaltungen aufgenommen. Be= sonderen Eindruck auf den hohen Besuch machten die RadBallspiele, die zwischen Weglar und Darmstadt ausgefochten wurden. Beide Mannschaften spielten äußerst gewandt und mit zäher Ausdauer. Der Erfolg trat auf beide Seiten, bis Weglar die Führung ergriff und als Steger Beschlag auf den vom Fürsten Karl von Solms- Lich gestifteten heiß umstrittenen Ehrenpreis legte. Aus dem Vereinsmannschafts. fahren über 2000 m ging der Radfahrer- Club Germania"> als Erster und der Radfahrer Verein Wetzlar als Zweiter hervor. Sieger im Vereinsfahren des festgebenden Vereins wurde Walter Matthes, ihm folgten Th. Eigel und Ad. Hollmann. Im Motorrennen wurde beide Male Albert HößGießen Erster. Das Kunstfahren einiger Mitglieder des Weglarer Vereins rief lauten Beifall hervor. Gegen 7 Uhr berließen die hohen Gäste das Fest wieder. Bald nach 8 Uhr wurde das Zeichen zur Preisverteilung gegeben. Den Ehrenpreis des Fürsten von Lich fiel, wie schon erwähnt, den Weglarer Manschaften zu, nnd die Preise für das Vereinsmannschaftsfahren, das Vereinsfahren des Gießener Radfahrer- Vereins von 1885 und die Motorradrennen wurden den angeführten Rennresultaten entsprechend unter anerkennenden Worten verteilt. Friz Lang und Auguft Schirmers- Weglar wurden als Kunstfahrer du.ch hübsche Ehrenpreise ausgezeichnet. Bezlar hat überhaupt am besten abgeschnitten, fast schien es, als wollten seine Preise und Ehrenpreise überhaupt kein Ende nehmen. Aber neidlos wurden sie überreicht, sie waren ja in ehrlichen Kämpfen und heißer Arbeit erworben. Nach der Preisverteilung szte der Ball ein und man gab sich dem Vergnügen voll hin. Hoch oben drehte| sich das Karoussel und immer mehr Menschen stiegen von allen Seiten zur Terrasse hinauf. Langsam schritt der Lämmer vor, der matte Sommerabendhimmel verblaßte mehr und mehr und leise troch die Dunkelheit von den Hügeln heran... Blöglich erfolgt ein Knall die Musik schweigt und zischend und prasselnd steigt eine Rakete auf, der Weißbindergehilfen gesucht. E. Löwer, Weißbindermstr. Gießen, Kirchenplatz 2. Wagnergeselle gesucht. - " Bildhauer für Grabsteinarbeit sofort für dauernd gesucht. Heinrich Mühlich, Franz Hebel, Wagnermeister, Dammstraße. Gießen, Grünbergerstr. 7. Kleiner Laden mit 3- Zimmerwohnung im 1. St. Schloßgasse 15 evtl. auch getrennt, fof. bezie bar. 3-3immer Wohnung an ruhige Gießen, Neustadt 1, p. 1-2 möbl. Zimmer ¡ ju bermieten. Familie zu vermieten. Näheres Lindenblak Nr. 3. Ein tücht. Hausbursche Gießen, Marktstraße 11. gesucht. Hotel Prinz Heinrich und steigt in gewaltigen Fontänen auf, während die ganze Umgebung von Gefnatter und Geprassel erfüllt ist. Allmählich erlosch die Ziffer und die Raketen fuhren immer bereinzelter empor, bis auch die leßte zerplaßte. Das Feuerwerk war zu Ende. Die Ballmusik fiel wieder ein, die Paare umschlangen sich und wirbelten noch stundenlang im Tanze herum. ** - Lokales. 4. Jult 1905. Erledigt sind an der Gemeindeschule zu Bad Nauheim zwei Lehrerstellen, von denen die eine mit einem evangelischen, die andere mit einem fatholischen Lehrer zu besetzen ist. Mit letzterer Stelle ist Organisten dienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besezende 1. Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Villingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Fürsten zu Solms- Braunfels steht das Präsentationsrecht zu ihr zu. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besezende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wieseck. - s Lotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6 Hessisch- Thüringischen Staalslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 10 000 mt. auf die 80 388, 1000 auf die N. 2759, 61 840, 64 233, 74 722, Nr. 30 594( nach Grünberg, Jöckel), 2000 auf die Nr. und 81657. ** Bei den dem Kaisermandver vorausgehenden Divisionsmanövern wird die 21. Division in der Zeit bom 4. bis 6. September in dem Gelände bei Usingen und Zangenschwalbach, Wehen und Kirberg manövrieren. Homberg v. d. H., die 25. Division in dem Gelände bei * Zu dem Gefeßentwurf, betr. die Räumungsfristen bei der Wohnungsmiete, hat der zweite Ausschuß der Zweiten Kammer beantragt Annahme des einzigen Artikels in folgender Fassung: Eine Gemeinde, auf welche die Städteordnung Anwendung findet, kann durch Ortsstatut Vorschriften über die Fristen erlassen, bis zu deren Ablauf gemietete Wohnungsräume im Falle der Beendigung des Mietsverhältnisses zu räumen sind. *** Jugendlicher Sünder. Kürzlich tamen einer Frau am Schiffenbergerweg 40 Mt. abhanden. Sofort Resultat, daß ein 11jähriger Bursche die Summe entwendet. angestellte Ermittelungen führten zu dem überraschenden L Radfahrunglück. Gestern Abend gegen 1/28 Uhr gnüngen, zusammen mit einem Kinde auf einem Rad zu erlaubte sich ein Radfahrer in Gießen das zweifelhafte Verfahren. Eine Zeitlang ging die Sache ganz gut. Plößlich geriet jedoch das Kind unglücklicherweise mit seinen Beinen zwischen die Speichen des Vorderades. Die Folge davon war, daß das Rad umschlag und beide zu Fall famen. Die Sache lief jedoch insofern noch glücklich ab, als die Fahrer mit einigen Schrammen davon gekommen zu sein scheinen. ** * Gießener Volksbad. Im Juni wurden berabreicht 12777 Bäder gegen 11891 im Mai 1905 und 13107 im Juni 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 426 Bäder gegen 384 im Mai 1905 und 437 im Juni 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 6057 Männer, darunter 787 zu 10 Pfg. 2018 Frauen, " " 412 10 " " Wannenbäder: 1. Kl. 308 Männer, 166 Frauen 2. l. 812 627 Brausebäder 2126 Männer, 508 Frauen. Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 122 Männer, 33 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benut, das Bad von 4 Personen besichtigt. > Schotten. Lebensrettung. Der Sohn des Kreitsamtgehilfen S. wäre in der lezen Woche beim Baden ertrunten, wenn nicht unser Pfarrverwalter Emmel, unter Gefahr seines eigenen Lebens denselben gerettet hätte. Der Retter erfaßte den Jungen, als er am Versinken war und schwamm ans Ufer. Dies war die leßte schöne Tat, welcher der hier sehr beliebte Geistliche vor seinem Wegzuge nach Wendelsheim, vollbrachte. ? Altenschlirf, 3. Juli. Neuer Lehrer. Dem Schulamte aspiranten Heinrich Belling. Geilshausen ist eine Lehrerstelle an unserer Gemeindeschule übertragen worden. * Bad- Na geim, 1. Juli. Bis zum 29. Juni sind 1208 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5763 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 29 Juni 146 382 abgegeben. § Homberg, 3. Juli. Der Veterinärarzt Auguft Softmann aus Alsfeld ist vom Großherzog zum Assistenz== Im Erscheinen befindet sich:= O Sechste, gänzlich neubearbeitete Meyers 11,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karten. und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. 148,000 Arked b. Verweisungon. Lexikon 30 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark. Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung.- Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. veterinärarzt mit dem Wohnsitz zu Hemberg a. D. ernannt worden. + Offenbach, 3. Juli. Wahlkandidat. Die wahlkreis den Fabritarbeiter Rink Urberach aufgestellt. Der Sozialdemokraten haben für den 13. hessischen Landtags. Wahlkreis gehörte bislang dem Zentrum. - Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. hausen wurde durch das Schöffengericht Homberg wegen Gießen, den 30. Juni 1905. Körperverlegung zu 7 Bochen Gefängnis verurteilt. Der Taglöhner Heinrich Bahrt 5. von Rüddingshatte auf dem Heimweg von einer Holzversteigerung, we viel getrunken worden war, dem Adam Schleich, nach einem Wortwechsel, mit einem Stock eine Wunde am Kopfe beigebracht. Seiner dagegen eingelegten Berufung wurde teilweise stattgegeben und die Strafe auf 4 Wochen herabgefeßt. Der Kaufmann Richard Binßer aus Schlip war wegen Vergehens gegen die Kontureordnung angeflagt. Da einige der Geschäftebücher fehlten, fonnte der Sach verständige sein Gutachten nur unvollständig abgeben. Die Sache mußte ausgesetzt werden. Zum Schlusse zog der Weißbinder Konrad Keil 2. von Hattenrod, die von ihm gegen ein Urteil des Schöffengerichts Lich eingelegte Berufung zurück. Er war wegen Rörperverlegung zum Nachteil des Heinrich Stein 3. zu 6 Wochen Gefängnis berurteilt worden. Marktberigte. Stehes, 4. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butte: per fb. 100-1.15 Mt., Hühnereier per Stüd 6-7 Pfg., Entenete: St. 6-7 fs., Käje per St. 6-8 Bfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pfg Erbjen per Liter 21 g., Linjen per Etter 32 fg., Tauben per Paai kt. 0.80-1.00, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-72 fs., Rindfletsch per fd. 62-68 1g. per Pfo. Schweineflcija 70-80 18. Sowein fletsch gejalzen per funb 0.84 18., Kalbfleisch pet fb. 70-80 Pfg. Hammelflets per Pfd. 50-76 fg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.50b 8 00 Dir., Zwiebeln per St. Wit. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bt. pe Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 M. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 30-35 Pfg. Mulch per Liter 20. P1g. Dauer der Warttzet von 7 Uhr morgens bis 1 Uhi nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen boi Beginn der Martizeti überhaupt nici, und während der erster drei Stunden der Martizeti im uniberziehen fetlgeboten werden. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 3. Juli 1905. Ochsen Kälber Schweine do. Höchste Schlachtviehpreise in Frank, urt a. M. Fleischpreise in Gießen 50 kg Schlachtgewicht 74-75 M./ kg 70-80 Pf. 1/3 84-88 Pf. do. 70-74 70-00 " " " И Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. 18.65 M. 16.30 " " W do. 70-80 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52.1 Schwarzbr. do. 48 Frankfurt a. M., 3. Juli. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mit 00.00-00.00, furhessischer Wit. 00.00-10.00 Roggen, hiesiger Mr. C0.00-00.00, russischer Wit. 15.75-16.00 Gerste, hiesige Wt. 00.00 bis 00.00, Pfälzer Mt. 00.00 bis 00.00, fränkischer Wit. 60.00.- 10.00, Riedgerste Wit. O0.00 bis 00.00 Safer, hiesiger und Wetterauer Wit. 15.50-16.00, tur hessischer Wit. 15.25-16.00, bayerucher Wit. 15.40-16.00, Mais, Mixed Mt. 11.90-12.25. Alles pro 100 kilo ab hier. Mehl wesentlich höher. Es notterten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, f. 26.75-27.75, feinere Marken Wit. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Wit. 24.75 bis 25.25, feinere Marten Mt. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Warten Wit. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Wt. 19.00-19.60 feinere Marfin Mf. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, f. 22. btø 23.25, do. 1 Mr. 20.25-20.75, do. 2 Wit. 16-17 00. Weizenschalen Mt. 5.00-5.25, Weizentleie Wit. 5.00--5.25, Roggenkleie mt. 5.80-6.00, Weizenfuttermehl Mt. 6.50-7.50. Siegener landwirtschaftlicher Wettersten. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 5. Juli. Zeitweise wolfig, Temperatur nur wenig niedriger. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentel!: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib in Gießen A Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CE, G zu besichtigen. C Beste Bezugsquelle. Muster umgehend. Z DOG Wer vieles bringt, Wird Jedem etwas bringen, dies ist der Wahlspruch der Postkarten- Centrale Gießen Sonnenstrasse 5 Reiche Auswahl in Gieken. Pariser Künstlerkarten à Stück 10, 15, 20 und 25 Pfg. Günstig für Wiederverkäufer! DOGOO e Giessen. Feier des 50jährigen Bestehens der beiden Steins Garten Freiwilligen Feuerwehren in Giessen. An verehrliche Einwohnerschaft! In den Tagen vom 15. bis 17. Juli begehen die hiesigen beiden Feuerwehren die Jubelfeier des 50jährigen Bestehens und werden zu dem Feste zahlreiche Wehren von Nah und Fern kommen. Dem Wohnungsausschusse ist die Pflicht auferlegt worden für die auswärtigen Feuerwehrleute zu beschaffen. Quartiere Wir richten daher an die verehrliche Einwohnerschaft die Bitte, freie Quartiere zur Verfügung zu stellen, oder, soweit dies nicht möglich ist, uns zur Beschaffung von bezahlten Quartieren in den Gasthäusern mit Geldspenden zu unterstützen. Die Herren des Wohnungsausschusses werden sich dieser Tage die Ehre geben, mit Einzeichnungslisten ihre Aufwartung zu machen und geben wir uns der angenehmen Hoffnung hin, daß die bekannte Gießener Gastfreundschaft sich wieder glänzend bewährt, umsomehr als es gilt, sie denen zu beweisen, welche sich den Schuß von Hab und Gut seiner Mitmenschen zur Aufgabe gestellt haben. Der Geschäftsführende Ausschuss: Fr. Helm, I. Vorsitzender. Der Wohnungs- Ausschuss: Hamburger En gros- Lager Unser Geschäftslokal befindet sich jetzt Mäusburg 10. Alex. Salomon& Co. Giessen. Praktiziere jetzt im Neubau Plockstrasse 7 Nähe Seltersweg neben Herrn J. Bach, Luxuswarengeschäft. Schwalm, Zahnarzt. 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Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen können in unserem Amtslofal eingesehen, Angebotsformulare dorther gegen Selbstfostenpreis bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift find bis zum Eröffnungstermin, Samstag, den 15. Juli, vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. - Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung der Gebäude der Stadtmädchenschule erforderlichen sollen Schreiner und Weißbinderarbeiten Samstag, den 8. Juli d. Js, vormittage 10 Uhr, öffentlich bergeben werden. Rr. 155. Jufertion pre fen, bie reif Refl Rebattion A Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 1. Jult 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung der Gebäude der Stadtfnabenschule erforderlichen sollen Terrazzo und Weißbinderarbeiten Montag, den 10. Juli d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Buschlagsfrist, 14 Tage. - Gießen, den 3. Juli 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Verdingung. Die Pflaster und Chauffierarbeiten für den Ausbau der Noonstraße zwischen Moltkestraße und Großa Steinweg sollen Dienstas, den 11. Juli d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen währenb der Dienstunden bei uns zur Einsicht auf. Angebo auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis offene Füsse zum borgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoefett, Venet. Terp., Kampferpflaster, Perubalsam je 5, Eigelb 30, Chrysarobin 0,5 Zu haben in den Apotheken. bes. in d. Hisch- Apotheke und in der Universitäts: Apotheke. Buschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 3. Jult 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. LL für D Beltech Die Handelsfan rifche Regierung Bundesrat Mahm unwejen im te regung bringen. Gegenstandes im S delsvertretungen Die Weißbinderarbeit zur Unterhaltung der Ge bäude der höheren nnd erweiterten Mädchenschule soll Samstag, den 8. Juli d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der 1 Pferdefnecht, daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an 4 Pflasterer werden sofort eingestellt. J. Hoffmann, Eteinstraße 49. Gießen. uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. - Gießen, den 1. Juli 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Sa nachnia ain Wir. 153 Obe Band wab Bes Es war ein einen Fenster meister Lemble herniederriefelnd dumm, daß es fich alles das g freilich, Schützen mal zusammen, Sie nahm a Tischchen stand, Stückchen von d altmodischen go fie wieder zum on dem grauwol Straße zu jeben pugten Menschen ziehen mußten, wollten; nicht e denn in folchem nach Rochow war zu ärgerlich! ganze Wohnung ringefauft, nun fo bier, mit dem fie herunter reden to Sie rüdte di umzubliden, und noch immer jug Rafe und den doch bei ihr, fo mit der Strid dem noch imm ließ das Aug Es war e aber doch be Die Garnitu Plüscheinfaffu ecrüfarbenen und sogar man in der et Die alte jawarzen Rafa ferzengrader H Beißt du, Sohn, der auf Buche las. 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