ringen Pflege eine Samen, welche man fe recht weit ausfat, and ins warme Bim egangen sind und die B man die fleinen nem gehörig großen flanzen fehr mäßig er am hellen Fenster hen Blätter gebildet geln in fleine Löpfe. forge man, daß die ft gewöhnen, wohin fgehört haben, endan ein etwa 40 bis ferdedung gedingtes honung des Wurzel Infraut reingehalten gossen werden. er Ranke nur höch B man die fleinsten enden Blätter verhohem Wert, und artens ist, soll man cht nicht scheuen. INGL he gefährden, unge Bege ableiten. wir es erleben, dies en Müttern die erste mischt und so lange aus der mütterlichen tet. Ehle dir das Hoffen! nd noch offen. gebietenden, nicht Sharafter, wohl aber Des mit einem Franzosen hie. Ich lobe mir Albions. Man hat finde ich nun gerade Begenteil: die Hälfte anders ausgesprochen Engländer, mas foll e fagen? Da geht's und spricht es wallow erzählt eine des Seminars in rmer, einst besuchte. en Angewohnheiten Untertaffe zu gießen. mer, so daß er schließ men Zee in die Unteraunt auf. Dann jagte , um ihn abzufühlen an der Luft ist, um en Seminare lehren d seine Frau singen machen sich Mut, um J UNUBERTROFFEN Waschen und Putzen WASCHET NAUMANNA SEIFE NAUMANN Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann gett Freitag, den 3. Novembe Anker Abonnement! Gastspiel bon Nr. 259 Jasertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Rr. 362. 191119 Freitag, den 3. November 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Grenzschutz. 3o es Grenzen gibt, da gibt es auch Grenzverletzungen. Noch keinem Staat, der sich nicht insularer Abgeschiedenheit erfreut, ist diese Erfahrung erspart geblieben. Aber so biele Grenzverlegungen, wie an der russischen Grenze, kommen in der ganzen übrigen Welt nicht vor. Das hängi zum guten Teil mit den hohen russischen Eingangszöllen zusammen und mit dem Schmuggel, zu dem sie die Ver. suchung bilden. Der Grenzsoldat ist zur Bekämpfung des Schmuggels da, und er bekämpft ihn nach Kräften. Auch der russische Grenzsoldat. Daß er ab und zu oder auch nicht eben selten mit dem Schmuggler sich verständigt, sich be stechen läßt, tut der Feindschaft keinen Eintrag. Gerade der russische Grenzwächter bleibt in seinem Herzen voll grimmigen Hasses gegen den Schwärzer, der so viel schlauer ist als er. Den Beweis dafür bildet die äußere Form des Abkommens zwischen dem russischen Grenzer und dem russischen Schmuggler. Der Grenzer, der für Geld sich verpflichtet hat, einem Schmuggler an einem bestimmten Tage durch die Finger zu sehen, überläßt dem Schmuggler für den Tag der Verabredung sein Gewehrschloß. Man erkenni daraus, daß Schmuggler und Grenzer in der Ueberzeugung einig sind, der Grenzer würde unbedingt trop Bestechung auf den Schmuggler schießen, wenn er die Mög lichkeit dazu hätte. Einzig die physische Unmöglichkeit kann ihn davon zurückhalten. Die zeitweiligen Verleihungen von Gewehrschlössern kommen nicht selten vor. Die Vorgesezten wissen das und bemühen sich, die Folgen abzuwenden, indem sie tunlichst häufig außer der Reihe Ablösungen eintreten lassen. Der Ablösende ist nicht bestochen und hat sein Gewehrschloß. Er berfolgt den Schmuggler und schießt auf ihn, und in seinem Eifer achtet er nicht darauf, daß die preußische Grenze nahe, vielleicht schon überschritten ist. Das ist der typische, ehrliche Fall, in dem die Grenzberlegung ohne Absicht begangen ist, beinahe aus Pflichtgefühl. Freilich muß die Verlegung gerügt werden. Von deutscher Seite aus wird Beschwerde erhoben, Untersuchung findet statt, und der Schuldige erhält eine demonstrative Rüge. Natürlich wird er gleichzeitig wegen seines bewiesenen Eifers belobt, unter Umständen sogar belohnt. Ebenso natürlich ist, daß er nur das versüßende Lob in der Erinnerung behält und die Rüge vergißt, daß er es fernerhin mit Grenzberlegungen leichter und leichter nimmt. Er wird in dieser Hinsicht i..mer fahrlässiger, und schließlich sett er eine Art Stolz darein, die Rücksicht auf die Grenze absichtsvoll außer Augen zu lassen. Jeẞt ist der uniformierte Grenzfrakehler fertig, der zum Schrecken für einen ganzen Bezirk werden kann. Die Entwickelung ist damit noch nicht abgeschlossen. Der Grenzfrafehler wird von der vorgesezten Behörde nicht mehr belobt, sondern mit recht ernsthaften Verweisen bedacht, in Strafe genommen und verwarnt. Nur die Kame= raden haben Anerkennung für ihn. Und nun wird er unter dem Einfluß kameradschaftlicher Hetzereien bösartig und gemeingefährlich. Er geht direkt auf Grenzberlegungen aus, überschreitet ohne Scheu die Grenze und nimmt dort Amtshandlungen vor, zu denen er nicht die geringste Befugnis besitzt und die offenbare Gewaltshandlungen sind. Er verhaftet auf fremdem Boden und führt die widerrechtlich Gefangenen nach Rußland hinüber. Er weiß, daß Bestrafung seiner wartet, und dafür will er wenigstens etwas haben. Er fühlt sein Mütchen an den Wehrlosen und verübt Erpressungen. Es dauert lange, ehe die Untersuchung beendet ist, und bis dahin kann wer weiß was geschehen. Die russischen Behörden verhalten sich bei Beschwerden durchaus nicht abweisend, gewähren gegebenen Falles auch Entschädigungen, die nicht allzu knapp bemessen sind. Aber ärgerlich bleiben die Geschehnisse immer, und manches Vorfommnis findet überhaupt keine Sühne. Jezt sind wieder zwei junge Deutsche an der oberschlesisch- russischen Grenze auf das übelste behandelt worden. Sie wurden durch Drohungen gezwungen, die russische Grenze zu überschreiten, sich in die Gewalt der russischen Grenzer zu begeben. Sie wurden regelrecht ausgeplündert, ins Gefängnis zu Verbrechern gesteckt und blieben tagelang der Freiheit beraubt. Dann ließ man sie laufen. Bei Myslowig hielt sich der Landrat in der Nähe der Grenze in amtlicher Tätigkeit auf und wurde von russischen Soldaten mit Gefangennahme bebroht. Fast bedauerte man, daß die Drohung nicht wahrgemacht wurde, weil dann die diesseitigen Behörden mit größerer Entschiedenheit und mit Nachdruck eingeschritten Der Fehler liegt im System der russischen Grenzsperre. Es wäre wenig geholfen, wollte man bei uns die gleiche Sperre einführen. Das verbietet sich schon durch die großen Rosten, die weit hinausgehen über den Nuzen, der etwa aus dem verhinderten Schmuggel entstehen könnte. Wir fönnen Rußland auch nicht zwingen, von seinem Grenzbewachungssystem Abstand zu nehmen. Wohl aber wäre es benkbar, daß man Rußland veranlaßt, die Ueberwachung nicht so hart an der Grenze vorzunehmen. Die Schmugglerverfolgung, die zu hindern wir gewiß feinen Anlaß haben, tönnte dagegen unter Ausnahmen gestellt werden. Es wäre Fel. Elfe Jüngling wären. Großh. Hoftheater i. Darmf Unter Mitwirkung der Kaville) hiefigen Infanterie- Regiment Zum 1. Male wiederholt Mamzelle Nitouch Banderville Operette von B benkbar, daß man beispielsweise die Verfolgung des in flagranti ertappten Schmugglers über die Grenze gestattet. Dann wären wenigstens harmlose Personen gegen BelästiJungen gesichert und man sparte auf der anderen Seite die Beschwerden und Vergütigungen. Der Sturm in Russland. h immer ist alles im Schwanken begriffen. Ün icherheit herrscht auf allen Gebieten, und selbst die Opti misten sind der Meinung, daß noch Wochen vergehen mer den, bis Ruhe und Ordnung wieder eintritt. Das Ende des Streiks. Viel wäre ja gewonnen, wenn wenigstens die Beschäfti jung in größerem Maße wieder aufgenommen würde. Aus Petersburg wird gemeldet, daß das Streikkomitee be schlossen habe, heute mittag um 12 Uhr den Streik zu be enden. Findet dieser Beschluß Nachahmung, so würde barin der erste Schritt zur Festigung der Verhältnisse zu jinden sein. Besonders wäre es von allgemeinem Nuzen über Rußlands Grenzen hinaus, wenn der Eisenbahn- und Postverkehr wieder zur Regelmäßigkeit zurückgeführt kerfen könnte. Inzwischen freilich ist noch immer über die Fortdauer der Unruhen zu berichten, und es sind böse Komplikationen hinzugetreten, die zur Verschlimmerung der ganzen Lage leicht beitragen können. In einer ganzen Reihe von ProvinzStädten herrscht völlige Anarchie, der Pöbel übt seine Herrschaft aus, und es fehlt auch nicht an Anzeichen, daß Polizeibeamte ihre Hand dabei im Spiele haben und die niedrigen Instinkte gewisser Elemente des Volkes zu entfesseln bemüht sind. Zwischen diesen einerseits und Studenten und Arbeitern andererseits ist es mehrfach zu Rämpfen gekommen, die dann wieder von der Polizei als Anlaß genommen wurden, gegen Bürger und Arbeiter oszubrechen. In manchen Städten haben die Bürger eine Miliz gebildet und sich bewaffnet, um ihr und der Ihrigen Leben und Habe vor der Plünderung des Pöbels zu ichüßen. Zu Straßenfämpfen und blutigen Vorkommnissen Jeben fortgesetzt die Versuche Veranlassung, die politischen Befangenen zu befreien. Auch das Verlangen nach einer allgemeinen Amnestie wird unter Hinweis auf die Verfassungs- Proklamation immer aufs neue laut. Daß das Verlangen nach Garantien zur Durchführung der verhei e- nen Reformen nicht unberechtigt ist, beweist auch das Verhalten des Generalgouverneurs in Kiew, der einer um Einstellung der Gewalttaten des Militärs bittenden städtischen Deputation erklärte, er habe das Manifest des Zaren nicht erhalten, und Kanonen auf die ihrer Freude Ausdruck Jebende Menge richten ließ. Neue Juden- Verfolgungen. Der entfesselte Mob hat wieder seine Wut vielfach gegen die Juden gekehrt. In vielen Provinzorten sind die JudenViertel von bewaffneten und betrunkenen Banden über fallen, verhichtet und ausgeraubt und die unglücklichen Bewohner ohne Unterschied des Alters und des Geschlechts getötet worden. Aus Rostow, Odessa, Kiew, Nowgorod, Chereson und anderen Städten werden derartige blutige Greuel gemeldet, denen das Militär untätig zusah. we..n es sich nicht gar an den Plünderungen beteiligte. Der Abfall Finnlands. Auch die lange vorbereitete Revolution in Finnland gelangt zum Durchbruch. Sie beginnt ebenfalls mit einem' allgemeinen Streit. Schon ist die telegraphische und die Seeverbindung nach Finnland unterbrochen. Dringend verlangt der Senat die Aufhebung der Diktatur und die Berufung des Landtags. Ueberall im Lande bilden sich Bürgergarden, die sich mit den der Gendarmerie abgenommenen Waffen versehen. Die Entfernung der russischen Gendarmen bildet eine Hauptforderung der Finnländer, und vielfach ist diesem Verlangen tatsächlich entsprochen worden. So wird aus Tornea gemeldet: Bei dem Gendarmeriechef Grafen Ramenski fand sich eine aus 40 Personen bestehende Abordnung ein, die ihn zur Auslieferung der Waffen der Gendarmen aufforderte. Nach kurzer Verhandlung erklärte sich der Chef hiermit einverstanden, worauf alle Waffen der Gendarmen der Abordnung übergeben wurden. Die Gendarmen erhielten außerdem Befehl, auf drei Tage die Stadt zu verlass Auf dieselbe Weise wurde mit der Gendarmerie in Ste verfahren. Soziales Leben. Der drohende Generalstreik in Desterreich. Die Eisen bahn- Organisation in Wien beschloß, Delegierte nach dem böhmischen Streifgebiet zu entsenden, um darüber zu entscheiden, ob es behufs Durchführung der Forderungen der reifenden Eisenbahner notwendig sei, den passiven Widerstand auf allen österreichischen Bahnen durchzu führen. Auch der sozialdemokratische Parteitag beschloß nach einem Referat Dr. Adlers, daß nötigenfalls zur Crreichung des allgemeinen Wahlrechts der Generalstreik durch. zuführen sei. Hof und Gesellschaft. Der König von Griechenland wurde bei seiner Ankunft in Berlin vom Kaiser mit großem Gefolge empfangen und in das Neue Palais bei Potsdam geleitet. Dort fand ein Galadiner statt. Der Kaiser trug griechische, der König deutsche Marine- Uniform. Im Verlauf des Mahls tranfen die Monarchen einander zu und stießen dabei mit den Gläsern über die Tafel hinüber an. Heer und flotte. Ausbau der deutschen Marine. Nach einer halbamtlichen Mitteilung wird das Deplacement der durch den Marineetat von 1906 anzufordernden Linienschiffe und Banzerfreuzer so groß und ihre Armierung so stark sein, daß diese Schiffe den neuesten Projekten anderer Staaten aleichkommer Politifche Rundschau. dal Deutsches Reich. Der neue deutsche Gesandte für Marokko Dr. Rosen is mit seiner Familie von Genua auf dem Dampfer des Nord deutschen Lloyd Königin Luise" nach Tanger abgereist Der Tampfer, der von Genua über Neapel und Gibraltai nach Newyork fährt, wird auf dieser Reise Tanger an laufen. * Die demnächst zu erwartende Novelle zum Strafgeset buch soll auch eine Erweiterung der Bestimmungen über den sog. Mundranb bringen. Unter den Begriff des Mund. raubes, der mit geringen Strafen bedroht ist, fällt bisher nur die Entwendung von Nahrungs- und Genußmitteln in geringer Menge oder von unbedeutendem Werte zum als baldigen Verbrauch. Es wird Ausdehnung auch auf di Wegnahme von Heizungsmitteln oder anderen Ge genständen des gewöhnlichen Gebrauchs beabsichtigt. Ver anlaßt wurde die Erweiterung durch manche Fälle, in dene die Aneignung geringer Mengen Holz, Kohlen u. dergl als schwere Diebstähle unverhältnismäßig hoch bestraft wur den. Vorerst veranstaltet die Reichsregierung noch eine Um frage bei den Bundesregierungen, ob die Interessen der In dustrie es zulassen, den Rechtsschutz für die Vorräte von zu gerichtetem Holz und von Kohlen und anderem Feuerungs material zu vermindern, ferner ob die Erweiterung nur au Heizungsmaterial oder auch auf andere Verbrauchsgegen stände, z. B. Beleuchtungsmittel, auszudehnen sei. * In Gotha fand eine Konferenz von Vertretern del Staatsministeriums mit den Landräten und Bürgermeistern des Herzogtums statt, um über Abhilfe gegenüber der Fleischteuerung zu beraten. Das gothaische Ministerium hat im Inlande und in Dänemark Erkundigungen über die Bezugspreise angestellt und ist bereit, unter gewissen Be dingungen einen Teil der Unkosten auf die Staatskasse zu übernehmen. Die Gemeindebehörden hätten zu erwägen, ob sie durch Bezug von Schlachtvieh und Fleisch für Rech. nung der Gemeinde und durch zeitweisen Verzicht auf ge wisse Gebühren auf die Verbilligung hinwirken wollten. Die Gemeindevertreter waren der Ansicht, daß von der Uebernahme der Unkosten auf Staats- und Gemeindekasse mur dann die Rede sein könne, wenn die übernommenen Kosten den Konsumenten voll zu gute fämen. Sie ver. sprachen, zu untersuchen, ob Fleischer oder Kaufleute durch Vermittelung der Gemeindebehörden den Ankauf von Schlachtvieh und Fleisch übernehmen und zu entsprechend billigeren Säßen abgeben wollen. Für die in Thüringen Herrschende Teuerung ist der Umstand bezeichnend, daß infolge der höheren Roggenpreise und des durch die Fleischnot gesteigerten Brotkonsums sämtliche Bäcker in Erfurt eine allgemeine Erhöhung der Brotpreise beschlossen haben. Die Einberufung des deutschen Städtetages nach Berlin findet wahrscheinlich zum 27. November statt. - Ein Aft deutscher Höflichkeit gegen England ist geeignet, die durch Delcassés Intriguen unzweifelhaft hervorgerufene Spannung zu vermindern. Die deutsche Regierung hat ihre zwischen Petersburg und Kiel verfehrende Torpedozerstörerflottille auch der britischen Regierung für etwaigen Depeschendienst zur Verfügung gestellt, und das Foreign Die TorOffice hat das Anerbieten angenommen. pedoflottille S. 120 bis 124 erhielt in Memel den Befr Die Fahrt fortzusetzen und dampfte nach furzem Aufen nach Petersburg ab; der Turbinenkreuzer Lübeck" solgte. An Bord befindet sich der deutsche Militär- Attachee Hinze. Oefterreich- Ungarn ** Eine große Kundgebung zugunsten des allgemeinen Wahlrechts führte zu Unruhen in Prag. Die Demonstration war von sozialdemokratischer Scite veranlaßt. Mehr wic 2000 Personen zogen vor i deutsche Kasino, stießen dort Schmährufe gegen die denten Abgeordneten aus und warfen die Fenster ein. Die Polizei zerstreute die Teilnehmer und nahm mehrere Verbaitunaen vor. England. ** Ueber den mehrfach besprochenen Ankauf von Kohlen. feldern in Wales durch ein deutsches Syndikat bringt der ,, Standard" jekt nähere Mitteilungen, deren Bestätigung allerdings abzuwarten bleibt. Nach dem Blatte ist eine Gesellschaft in der Bildung begriffen, die den größten Teil der Felder ankaufen will. Der in Deutschland bereits gezeichnete und bar bezahlte Betrag sei 150 000 Pfund Sterling, während ein weiterer Betrag von 150 000 Pfund Sterling gezeichnet und teilweise bezahlt sei. Das Gesamtfapital betrage 600 000 Pfund Sterling. Für die zur Ausgabe in England bestimmten 200 000 Pfund Sterling terde am 3. November zur Zeichnung aufgefordert werden. Die übrig bleibenden 100 000 Pfund Sterling werden in Reserve gehalten. Nach Schätzungen von Sachver Ständigen seien auf dem Besitz der Gesellschaft 298 bis 400 Millionen Tons Kohle vorhanden, wovon mindestens ein Drittel rauchschwache Kohle bester Sorte sei. Türkei. Die aufständische Bewegung in Kreta scheint für dieses Jahr beendet zu sein. Die drei tretischen Chefs Veliselos, Manos und Funis zeigen den Generalkonsuln der vier Schutzmächte an, daß sie bereit seien, die Waffen niederzulegen. Damit betrachtet man die Insurrektion allgemein als beendet. Wahrscheinlich wird man den Insurgenten eine Amnestie bewilligen. Wenn dann der böse Winter vorbei ist, können sie von neuem die einstweilen in die Ecke gehängten Waffen in die Hand nehmen für Freiheit und Recht". Afien. ** Der Entschluß des deutschen Kaisers zur Zurückziehung der Besatzungen aus Tschili hat England zur Nachahmung veranlaßt. Der englische Gesandte in Peking t angewiesen, über die Modalitäten der Zurückziehung der fremden Truppen sich mit seinen Kollegen und den Truppenführern zu beraten. Im Gegensatz zu der durch die TruppenBurickziehungen bekundeten Beruhigung des Landes steht die Nachricht, daß fünf amerikanische Missionare, zwei Männer, zwei Frauen und ein Kind am 28. Oktober von Chinesen in Lienschang getötet worden seien. Bestätigt ist die Meldung allerdings nicht, obwohl gerade die Amerikaner sich besonderer Unbeliebtheit in China erfreuen. Der Boykott der amerikanischen Waren wegen der Einwanderungsgesetze gegen die Chinesen steht noch in voller Blüte. ** verständlich, daß die Kenntnisse, die sie sich in der Behandlung der Kranken erwarben, jetzt, nach Beendigung des Krieges, einen bleibenden Einfluß haben werden. Gegenwärtig wird sich wohl kaum eine japanische Frau finden, die nicht dieser oder jener patriotischen Gesellschaft angehörte. Gleich im Beginn des Krieges sind solche Vereinigungen überall wie Pilze aufgeschossen. Eine Verordnung des Kaisers von Japan ordnet die Freigabe der fremden Handelsschiffe an, die nach dem 5. September wegen Verdachts der Führung mit Kriegskonterbande von den Japanern beschlagnahmt wurden. Kunft und Wissenschaft. Als erste ist zu nennen die sogenannte„ Soldaten- Willfomm- Gesellschaft", die in jeder Stadt und in jedem Dorj festen Boden gewann. Wenn der Vater oder der Sohn einer Familie zur Front gerufen wurde, begleiteten ihn die Mitglieder dieser Gesellschaft zum Bahnhof oder zum Lan dungsplatz. Wenn eine Truppenmasse den Garnisonsori verließ, wurde ganze Stadt dekoriert. Große Hütten wurden in der Nähe des Bahnhofes errichtet; hier wurden die Soldaten mit Erfrischungen versehen, die von den ersten Damen der Stadt dargereicht wurden. Es ist zu bemerken, daß die Frauen bei dieser Gelegenheit keinen Unterschied zwischen höher und niedriger stehenden Soldaten machten. Man konnte solche Schauspiele immer und immer wieder beobachten. Die Arbeit, die die Frauen dabei leisteten, war bisweilen sehr ermüdend. So ist es zur Zeit der großen Truppennachschübe wiederholt vorgekommen, daß alle zwei Stunden ein Militärzug abfuhr, und bei jeder Abfahrt waren die liebenswürdigen Spenderinnen zugegen, um die Soldaten zu bewirten. TG Ein Denkmal für Theodor Körner in Desterreich Am Sonntag wurde im Wiener Bezirk Döbling ein Denk mal des Sängers der deutschen Freiheitskriege zum An denken an den Aufenthalt Körners in Döbling eröffner Der Feier wohnten hohe staatliche und kommunale Beamte viele Schriftsteller, Künstler und Vereine bei. Anspracher hielten Statthalter Graf von Kielmannsegg und Bürger meister Dr. Lueger. Vermischtes. Für d banstraße ein, da bo tem Wetter borliege en Georgi wird der igen Prüfung in der worten Mängel derfelb fen find. dmannstraße hat Re boten. Die Versamml Der Graben zwifcher rger'schen Anwesen erfauft worden. Die poren gegangen, desh Form wegen die Zuf eeholt werden. Geschi † Ein Herzog auf Aktien. In London hat sich eine Aktiengesellschaft zu dem Zwecke gebildet, den jezigen Herzog von Portland seines Titels und seines Riesenvermögens zu entkleiden und beides einem Herrn G. H. Druce zu verschaf= fen. Letterer ist der Großsohn von Thomas Charles Druce, dem Besitzer des Bakerstrut- Bazars, und behauptet, dieser sei eigentlich der fünfte Herzog von Portland gewesen, habe aber in einer erzentrischen Laune den Namen Druce angenommen, den Bazar eingerichtet und sich von seiner Familie losgesagt, so daß er für diese verschollen gewesen sei. Die Aktiengesellschaft hat ein Kapital von 11 000 Pfund Sterling in Ein- Pfund- Aktien, der Inhaber einer Aktie ist aber zu 100 Pfund berechtigt, wenn Druce in seinem Prozesse gegen den jetzigen Herzog von Portland erfolgreich ist. Aehnliche Menschenfreundlichkeiten sah man bei Ankunst der Verwundetenzüge. Es waren da wieder die Frauen der patriotischen Gesellschaft, die die Unglücklichen in die Hospitäler begleiteten. Hier wurden die Kranken nicht von den Professionswärterinnen bewacht, sondern von vornehmen Damen, die ieden Tag hingingen, um den Leuten Trost zu spenden, für ie Briefe an die Angehörigen zu schreiben, ihre Krankenbetten mit Blumen zu schmücken u. s. w. Jeder franke Soldat im Hospital hatte am Kopfende seines Bettes einen Zweig margrün, ferner einige Blumen in einer Vase, ein Bild, nicht selten Photographien seiner Familie oder eines berühmt gewordenen Offiziers. Ueberall verriet sich die hel nde Hand der sympathischen japanischen Frau. Und noch die letzte Szene: Der kleine Sarg, der die sterblichen Ueberreste des für sein Vaterland gefallenen Soldaten birgt, ist angekommen und wird der Familie übergeben. Ein imposantes Leichenbegängnis wird angeordnet, denn dies ist für die Angehörigen ein Ehrentag. Die Uniform des Helden ist oben auf den Sarg gelegt; eine Musik spielt einen Trauermarsch. Eine große Volksmenge aus allen Ständen erweist dem Verblichenen durch große und schöne Blumenspenden die letzte Ehre. Von neuem kann man hier die Frauen des Ortes in hervorragender Weise vertreten Jehen, alle mit den Medaillen der patriotischen Gesellschaft geschmückt. Der Krieg bot also der japanischen Frau willfommene Gelegenheit, sich aus dem alten Drucke herauszuarbeiten, und diese Gelegenheit scheint sie in vollem Maße wahrgenommen zu haben. Ob sie sich jetzt nach Beendigung des Krieges wieder als untergeordnetes Wesen hergeben wird? Wir glauben, diese Frage verneinen zu dürfen. Selbstverständlich werden die Aufgaben, die ihr durch den Krieg gestellt wurden, bald ein Ende nehmen. An ihre Stelle werden aber andere Pflichten und Aufgaben treten und man darf hoffen, daß die javanische Frau auch diese 311 Nuk und Frommen ihres Vaterlandes erfüllen und lösen wird. § Ein zwölfjähriger Mörder. Vor dem Schwurgericht des Ain- Departements in Frankreich erschienen der zwölfjährige Schafhirt Pierre Genty und die 40jährige Bäuerin Poncet unter der Anklage die fünfjährige Tochter der lezteren ermordet. beziehungsweise die Mordtat angestiftet zu haben. Die Poncet hatte ihr fünfjähriges Mädchen dermaßen vernachlässigt, daß es oft tagelang im Freien her. umstreifte und die Nächte in irgend einer Scheune zu. brachte. Das gefühllose Weib fand, daß das bedauerns. werte Kind denn doch noch eine zu große Last bilde, und bot deshalb dem jungen Schafhirten fünf Francs dafür an, daß er das Mäochen töte. Genty nahm das Kind mit und ertränkte es in einer Pfütze. Vor dem Schwurgericht schien Genty sich des begangenen Verbrechens gar nicht bewußt zu sein. Die Zeugenaussagen waren so belastend, daß die Poncet schuldig gesprochen und zu acht Jahren Zuchthaus berurteilt wurde. Der junge Schafhirt wurde zwar freigesprochen, wird aber bis zu seinem 20. Lebensjahre in einer Zuchtanstalt untergebracht werden. Japanische frauen. ( Von einent in Japan lebenden Europäer.) „ Er soll dein Herr sein". Die Wirkungen des Krieges Aufklärung durch die Zeitungen. Das Rote Kreuz". Die Soldaten- Willkomm- Gesellschaft. Patriotische uus soziale Arbeit. Aufgaben des Friedens und dancend Hebung der Frauenwelt. - - Nah und Fern. † Im Abzugskanal fortgeschwemmt. Als fünf Arbeiter in London in einem Abzugskanal beschäftigt waren, stürzte plötzlich durch ein Zuflußrohr von oben das auf der Straße pann fich auch übe angesammelte Regenwasser herab. Alle fünf Arbeiter wurden fortgerissen. Einer hielt zwei Kameraden über Wasser, mußte sie aber fahren lassen und wurde von einem Kameraden gerettet, dem es gelungen war, an einer Treppe Halt zu finden. Auch der fünfte wurde gegen eine Zugangstreppe getrieben. Die Suche nach den beiden Fortgeschwemmten blieb erfolglos. † Gruben Explosion. In der Zeche Zentrum bei Bochum fand infolge eines Sprengschusses eine Kohlenstaub- Explosion statt. Vier Bergleute wurden dabei verletzt. † Decken- Einsturz in einer Kirche. In der Kirche in Chemazé im französischen Departement Mayenne stürzte während der Messe ein Teil des Deckengewölbes des Chors ein. Die Sänger, sowie mehrere andere auf dem Chor befindliche Personen wurden schwer verlegt. † Zum Schutz der Vogelwelt. Im Herzogtum Gotha haben sich elftausend Damen verpflichtet, die Verwendung bon Vogelbälgen und Federn für Schmucksachen nicht nur selber zu vermeiden, sondern auch in dieser Richtung aufklärend zu wirken. Ausgenommen sollen nur Straußfedern und Federn von Haus- und Jagdgeflügel sein. Das Leben der japanischen Frau war und ist teilweise jezt noch nur ein ununterbrochenes Dienen. Ob Tochter, Mutter oder Gattin, ihre erste Pflicht ist unbedingter Ge horsam gegenüber den Eltern, dem Manne oder dem älteren Bruder. Obwohl die Ausübung dieser Pflicht nicht immer allzu streng genommen wurde, war die Frau doch in ihrer geistigen Entwickelung gehemmt. Sie konnte feine wahre Gehilfin und Ratgeberin ihres Mannes werden, da ihre Ratschläge selten als gut befunden und beachtet wurden. Der jüngste Krieg aber übte einen nicht unbedeutenden Ein fluß auf die Stellung der japanischen Frauen aus. In erster Linie sind hier die Familienunterhaltungen über den Krieg in Betracht zu ziehen. Die Zeitungen, die den Frauen vielleicht vorher nie oder nur selten zu Gesicht ge kommen waren, informierten sie jetzt täglich und brachten sie mit Ländern und Dingen in Verbindung, von denen sie bislang selten etwas gehört hatten. † Schiffs- Zusammenstoß. Vor Genua stieß eine Schaluppe des Kreuzers„ Garibaldi" mit dem Dampfer Maria Teresa" zusammen. Die Schaluppe sank; drei Offiziere sind tot, mehrere andere verwundet. † Der Frre im Bankgewölbe. Ein reicher Farmer in Chonoa im amerikanischen Staate Illinois besuchte seinen Schwager, den Kassierer der dortigen Bank. Plößlich zog er in einem Anfall von Tobsucht seinen Revolver und erschoß Jeinen Verwandten. Dann zog er sich unter fortwährendem Schießen in das Bankgewölbe zurück und verbarrikadierte die Tür mit Büchern, Geldsäcken und Banknoten- Bündeln. Man suchte den Frren auszuräuchern, allein vergeblich. Schließlich ergab sich der Mann und konnte nur mit Mühe bor dem Richter Lynch bewahrt werden. † Der Streit der Schuljungen. Zu einem Landwirt in Susigte im Posenschen entsandten die bei ihm mit Kartoffelsammeln beschäftigten Schuljungen eine Deputation mit der Forderung eines erhöhten Lohnes. Als die Forderung nicht bewilligt wurde, erklärte der Sprecher der Abordnung:„ Wir streiken, wir sind im Verbande!" Richtig nahmen die Herren Jungen bei einem anderen Landwirt ihr Sammelwerk wieder auf. Vorher aber hatte einer der jugendlichen Streifer eine Säge entwendet und aus Wut über die Nichtgewährung der Forderung das Gartenstaket des Landwirts zersägt. Aber viel wichtiger als diese passive Empfänglichkeit wa für die Frau der Umstand, daß sie sich am Kriege selbst direkt oder indirekt beteiligen konnte. Die Gesellschaft vom ,, Roten Kreuz" zählt unter ihren Mitgliedern viele Frauen, von denen eine nicht zu unterschätzende Anzahl auf dem Kriegsschauplatz freiwillige Krankenwärterianendienste tat und sich durch ihre Arbeiten in den Hospitälern Lob und Anerkennung erwarb. Man hätte nur sehen sollen, mit welcher Ausdauer und Ruhe diese Frauen auf dem Schlachtfelde die armen Verwundeten pflegten! Es ist nun selbstebäude. Der Referent hierz hidt voraus, daß 3 Ge worben find von einem h da die Angehörigen be bezahlen- auch die Ben Hei Bon Fall zu Fall e Allgemeinen foll man aber Stadtv. Dr. Haber aß im ärztlichen Preisb war, daß wenn der Arzt be oftenlos vornimmt, die Fimmer ftellt. Es find etreten, da hier in Bie Abneigung gege erherrsche, ston weil weitere Geldausgaben te Stadt erforderlich n diesem Sinne einen wollen, damit fich die Der Leiche eher erflärer and zur Beruhigung uch sehr wertsoll für ie Wissenschaft im A immer an Berzinsun ar nicht maßgebend Simmer nach den staa hußte. Die Herren de ebereinkommen mit deflärt, für weniger B aupt fostenlos borz Stadt davon absehen. Beorgi bringt Sta Antrag sofort ein, der Ser Gebührenordnung bendig ift) erft in berden soll. Der heu ochmals an die Frie † Ein ungetreuer Kassierer. In Bochum unterschlug der Kassierer des Verbandeswasserwerkes der Landgemeinden achttaufend Mark und verwettete das veruntreute Geld am Totalisator. Der Kassierer wurde verhaftet. Hus dem Gerichtssaal. § Die Seidenräuber. Im Mai d. Is. wurden aus einem Geschäftshause in Berlin für 40 000 Mark schwarzer und farbiger Seide durch Einbruch entwendet. Als Diebe wurden der Schneider Hermann Ebner, der Kaufmann Albert Schmidt aus Schöneberg, als Hehler der Schneider Franz Langer, der Portier Hermann Pieper und der Partiewarenhändler Leonhard Sünde festgestellt. Die Straf kammer verhandelte jezt gegen die Gesellschaft und verur teilte die Angeklagten Ebner und Schmidt wegen Dieb stahls zu je zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Polizeiaufsicht, Langer wegen ein. facher Hehlerei zu sechs Monaten Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust, Pieper wegen Beihilfe zu drei Monaten Gefängnis. Sünde wurde freigesprochen. † Ein jugendlicher Held. Eine mutige Rettungstat vollbrachte der 13jährige Sohn des Fuhrknechts Blohm zu Käseburg in Oldenburg. In dem hochangeschwollenen Sieltief sah er den Körper eines Kindes treiben. Ohne Zaudern sprang er ins Wasser, schwamm zu dem Kinde und brachte es glücklich ans Ufer. Es stellte sich heraus, daß der tapfere Junge sein eigenes sechsjähriges Brüderchen gerettet hatte. † Am Tage der Diamant- Hochzeit gestorben. In Königswalde in der Neumark wurde das neunzigjährige Ziegler Baadesche Ehepaar an dem Tage, da es seine diamantene Hochzeit feiern wollte, vom Tode ereilt. Das Fest sollte beginnen, Kinder und Kindeskinder waren angelangt. Da wurde die alte Frau von einer Ohnmacht befallen und starb eine halbe Stunde später. Bald darauf war auch ihr greiser Lebensgefährte eine Leiche. † Des Mörders Selbstverrat. In Fieberphantasien hat sich sieben Jahre nach geschehener Tat ein Mörder verraten. In einem Walde bei Oberkaufungen war ein Kuhschweizer des Rittergutes Windhausen als Leiche aufgefunden. Der offenbar Ermordete hatte eine Suh zur Stadt gebracht, das Kaufgeld war geraubt. Alle Nachforschungen nach dem erkrankte ein Täter blieben ergebnislos. Vor kurzem Schmied des genannten Gutes. Im Krankenhause enthüllte Als letter Punkt Sikung der Stadtverordneten Gießens. ma Haas& St Gießen, 2. November 1905. Oberbürgermeister Mecum eröffnet 5 Uhr die Sigung und vertieft zunächst ein Dankschreiben der Direktion der Anstalt für Epileptische in Nieder- Ramstadt, welcher eine städtische Unterstüßung von 100 Rt. zugesprochen worden war für ihre Erweiterung. Gastwirt Peter Berg - ist um Bau- Dispens eingefommen für einen an Stelle seiner alten Nebengebäude projettierten Anbau an sein Wohnhaus, Ede Kaplansgasse und Bahnhofstraße. Jest schon ist das erforderliche Fünftel vom ganzen Grundstück für den Hof nicht vorhanden und der Neubau würde infolge seiner höheren Ausführung noch mehr gegen die Bauordnung verstoßen. Die Stadtverordneten lehnten das Gesuch darum ab. Die Erdarbeiten zum Ausbau der Friedrichst caße, des Wetzlarer Weges und des Mittelweges sind ausgeschrieben gewesen; die eingegangenen Offerten haben aber alle den Boranschlag von 2250 Mt. überschritten. Da durch noch maliges Ausschreiben ein günstigeres Angebot wohl nicht erzielt wird, wie der D.-B. bemerkt, wird dem Mindest fordernden, einem Unternehmer in Kinzenbach, der Buschlag für 2413,50 Mt.( also 163,50. über Boranschlag) erteilt. Bei dem nächsten, 3. Bunft betr. Gesuch um Herstellung gepflasterter Uebergänge in der Stephanstraße ( von Joh. Gg. Pfaff) und in der Marburgerstraße( Birt Karl Jöckel) werden von mehreren Stadtverordneten Klagen über den - schlechten Zustand der Straßen vorgebracht. Stadtv. Leib regt an, daß der jest vorhandene Schmuz( mehr oder weniger durch die Kanalisation und die größere Bautätigkeit in den einzelnen Straßen verursacht) durch städtische Arbeiter öfters abgespült werden müsse. Auf teinem Dorf sei es in dieser Beziehung schlimmer als hier. Auch Stadtv. Schaffstaedt ist für Spülung irmen Gebr. Kaufma fung einer Fetteint Die jetzt bestehende Brund zur Auflösung Bei Erweiterung des üdlicht genommen und lern eine gewünschte Zum Schluß bericht igkeit der in lepter städtisch hat eine gemeinsch chhändlern stattgefun arantie vorgerechnet n foften ein Reingewin gehaltenen Märkten t bungen der einzelnen hhändler zu gewiffen rtaufen sollten, scheiter Fischhändler fi Bechen überhaupt mit ngelegenheit nicht zu t ** Der Großher Ip an dem Wolfg Charakter als Be ** Der Großh antenpflegerin, S Goldene Dienfta ichen. * Zur Landta hlauruf der nationd u. a. bie Verpflicht haft einzutreten, ebe bel, Gewerbe und J und Stadtv. Kirch äußert sich sogar, daß das Passieren elstandes; die be der Straßen zur Zeit geradezu unmöglich ist. Stadtv. den von den Koften d Eichenauer macht auf den schlechten Zustand der Hecke an der Wieseck entlang der Aliceftraße und Stadtv. durch Kabellegung seitens der Boftverwaltung in der der Ausbau der Veri werden bezeichnet die ich Schwachen, und sch er in seinen Fieberphantasien die Mordtat. Er wurde so- Helfrich auf die schlechten Trottoirs aufmerksam, der Gemeindefteuergesetzgebun † Vom Schieferblock erschlagen. In einer Schiefergrube Grünbergerstraße eingetreten ist. Ferner weist noch der retten Wahlrechts.- Stadtv. Löber auf den miserabelen Zustand des Afterwegstu. a. die Forder fort in Haft genommen. bei Martelingen in der Rheinprovinz stürzte ein schwerer Block auf die Arbeiter herab. Zwei wurden getötet, ein anderer ist schwer verletzt. † Durch Kohlengas vergiftet. In Harvstehude wurden der emeritierte Pastor Lieboldt und seine Frau durch eine Kohlengasvergiftung schwer betroffen. Die Gase waren aus einem im Schlafzimmer stehenden Dauerbrand- Ofen entstanden. Als man in das Zimmer eindrang, war der Pastor schon erstickt, die Frau wurde nach vieler Mühe wieder ins Leben zurückgerufen. von der Nordanlage bis Steinstraße hin. D.-B. Mecum verspricht Abhilfe. Der gegenwärtige Mangel an Lagelöhnern en und geheimen ab der Wahlpflicht ben berfaffungsmäßigen Die Bartei unbedingt fe bringt es mit sich, daß die Straßen nicht wie früherigen baratter ber Boll öfters gespült werden können. Hierin wird er vom Stadtv. Dr. Ebel and Stadtv. Petri unterstützt. Huhn treten für Errichtung des Ueberganges in ber g bleiben follen. Der Lie Drdenstätigkeit n hat sich eine Aftien Den jebigen Herzog Riefenvermögens zu H. Druce zu verschaf homas Charles Druce, und behauptet, diejer hanstraße ein, da dort wirklich ein Bedürfnis bei htem Wetter vorliege. Auf Antrag des Beigeordin Georgi wird der Punkt zurückgestellt, zur noch digen Prüfung in der Baudeputation, da die soeben jorten Mängel derselben wohl nicht alle bekannt geFür den Eckplatz an der Licher- und Sortland gewesen, habe sen sind. - Förderung der Verkehrsverhältnisse, Umgestaltung des Amtsverkündigungswesens, vermehrte soziale Fürsorge für die Arbeiter, freies Koalitionsrecht, Arbeiterkammern, Förderung des Genossenschaftswesens, Sparsamkeit im StaatshausDer Wahlaufruf der Sozialdemokraten halt u. f. m. Zeichen des Verlangens auf steht w. unter dem Namen Druce angendmannstraße hat Rentner Hellmold pro qm 12 Mt. Abschaffung der Erften Kammer und der Forderung eines llen gewesen sei. Die Der Graben zwischen dem Roth'schen und Schaum§ Londorf, 2. November. Gasthofpachtung. Herr R. Ziegler dahier hat den bekannten Buzbacher Gasthof Bum goldenen Löwen" gepachtet. " Zur Vichteuerung. Auf die letzte Erwiderung des Landw. Vereins der wurde, hat uns Obermeister Sack nun folgende Erwiderung sich von seiner Familie boten. Die Versammlung erteilt den Zuschlag dafür. gleichen fautelenfreien Wahlrechts. Die bürgerlichen Parteien, Provinz Oberhessen, welche vorgestern von uns veröffentlicht 11 000 Pfund Sterger'schen Anwesen ist seiner Zeit an Schaumberger Erfte Kammer zurück. Nationalliberale, Zentrumsmänner mit der Bitte um Abdruck eingesandt: er einer Attie ist aber ce in seinem Prozesse and erfolgreich ist. atauft worden. Die Kaufnotel ist aber irgendwo verten gegangen, deshalb mußte nochmals der Form Gine längere Debatte t. As fünf Arbeiter om wegen die Zustimmung der Versammlung einchäftigt waren, stürzte cholt werden. Geschieht. so heißt es, scheuten vor dem prinzipiellen Kampf gegen die und Bauernbündler hätten sich als Anhänger des Zweilammersystems bekannt. Bon nationalliberaler und ultramontaner Seite sei sogar die Geneigtheit ausgesprochen worden, den Wünschen der Ersten Kammer auf Erweiterung en das auf der Straße spann sich auch über den Punkt betr. Gebühren für ihres Budgetrechts teilweise entgegenzukommen. Das alte meraden über Waffer, lle fünf Arbeiter tour. enugung des Sektionszimmer im neuen Friedhofs- liberale Ideal der absoluten gesezgeberischen Souveränität hauptung meinerseits über den vor 14 Tagen und noch de von einem Kameraeiden Fortgeschwemmbäude. Der Referent hierzu, Beigeordnetez Curschmann, des Volkes werde von den bürgerlichen Parteien preisgegeben und nur von der Sozialdemokratie hochgehalten. an einer Treppe Halt hidt voraus, daß 3 Sektionen von Leichen vorgenommen gegen eine Bugangs- orben sind von einem hiesigen Arzte in der Annahme, daß gegen 2 Uhr, fiel der angetrunkene Bergmann August Best verfügbaren Schweine Gebrauch gemacht wird, aber leider bis In der Kirche in Che Mayenne stürzte wäh wölbes des Chors ein. uf dem Chor befind zahlen - ba die Angehörigen der Berstorbenen die Sezierung nicht auch die Benutzung des Zimmers unentgeltlich Von Fall zu Fall erläßt die Stadt die Gebühren, im gemeinen soll man aber an der Gebührenordnung festhalten. Stadtv. Dr. Haberkorn berichtet zur Klarstellung, ß im ärztlichen Kreisverein man bisher der Ansicht treten, da hier in Gießen eine gewisse P. Der böse Alkohol. Vor einigen Tagen, mittags aus Waldgirmes in der Frankfurterstraße zu Gießen von einem mit Möbeln beladenen Wagen. Er wurde nach der Selterstorwache verbracht, wo er sich bald wieder erholte. Außer einem tüchtigen Schlammbade trug er keine Verlegungen davon. -mua stieß eine Scha- ar, daß wenn der Arzt bei weniger Bemittelten die Sektion*** Deutschland und die Vereinigten Staaten Dem Dampfer Maria stenlos vornimmt, die Stadt ebenfalls fostenlos das Nordamerikas bildeten das Thema, über das sich nt; Dr. Victor Pohlmeyer- Berlin auf dem gestrigen Vortrags Abend des Kaufmännischen Vereins und Ortsgewerbe- Vereins Gießen verbreitete. Es gibt fein Land, daß in den letzten Jahren Europas und ganz besonders Deutschlands Aufmerksamkeit so auf sich gelenkt hat, wie die Vereinigten Staaten von Nordamerika, leitete der Referent seinen Vortrag Ein reider Farmer in Abneigung gegen die Leichensecierung llinois besuchte seinen Tn, allein vergeblich. den. Bochum unterschlug der der Landgemeinden beruntreute Geld am Schmidt wegen Dieb. onaten Zuchthaus, fünf icht, Langer wegen ein. Gefängnis und zwei ihilfe zu drei Monaten Bank. Plöglich zeg rherrsche, ston weil die Hinterbliebenen wissen, daß en Revolver und erſchog eitere Geldausgaben neben den Begräbniskosten an hunter fortwährendem e Stadt erforderlich sind. Er habe vor längerer Zeit ein. und td Banknoten- Bündeln. Wollet, amit sich die Hinterbliebenen für eine Sektion er Leiche eher erklären. Dieses set einmal im Interesse tonte nur mit Wrühe sur Beruhigung der Angehörigen ſelbſt wie uch sehr wertvoll für den behandelnden Arzt und für ie Wiſſenſchaft im Allgemeinen. Was das Sektionsmmer an Verzinsung einbringt ist sehr gering, also verhaftet. ir nicht maßgebend, zumal die Stadt ein solches immer nach den staatlichen Vorschriften errichten lassen Chtsfaal. wußte. Die Herren des ärztl. Kreisverein haben sich im 3. wurden aus einer ebereinkommen mit der Direktion der Kliniken bereit 0 Mark schwarzer und lärt, für weniger Bemittelte die Leichensezierung überendet. Als Diebe wur- aupt fostenlos vorzunehmen und da sollte auch die , der Kaufmann Albert tadt davon absehen. Auf Anregnng des Beigeordneten er der Schneider Franz e orgt bringt Stadtv. Dr. Haberkorn den erwähnten eper und der Partie ntrag sofort ein, der aber( weil damit eine Aenderung estgestellt. Die Straf r Gebührenordnung für das Beerdigungswesen notGesellschaft und verur endig ist) erst in einer späteren Sigung beraten erden soll. Der heute vorliegende Punkt wurde darauf hmals an die Friedhofskommission zurüdverwiesen. Als letzter Punkt der T- O. lag ein Gesuch der men Gebr. Kaufmann und P. Möbs um Ueberfung einer Fetteinkaufsstelle im Schlachthaus vor. ie jetzt bestehende Halle ist an die Frankfurter lma Haas& Strauß seit Jahren vergeben. rund zur Auflösung des Vertrages liegt nicht vor. ei Erweiternng des Schlachthauses wird aber darauf icht genommen und vielleicht kann dann den Antrag lern eine gewünschte Fetteinkaufshalle übertragen werden. Bum Schluß berichtete Beig. Curschmann über die itigkeit der in letter Sizung gewählten Kommission für den städtischen Seefischmarkt. - Gastwirt Peter Berg Für einen an Stelle feine: hat eine gemeinschaftliche Sigung mit den Gießener nbau an fein Wohnhaus, händlern stattgefunden, wobei den Firmen auch die age. Jest schon iſt das rantie vorgerechnet worden sei, daß nach Abzug aller Grundstück für den Hof foften ein Reingewinn von 50 Mt. nach den bisher Die stundenlangen Bewürde infolge seiner höheren jehaltenen Märkten rerbleibe. Bauordnung verstoßen. hungen der einzelnen Kommissionsmitglieder, daß die chhändler zu gewissen Preisen und Bedingungen die Fische Besuch darum ab." der Friedrichstraße, des laufen sollten, scheiterten; ja es kam dabei heraus, daß Fischhändler fich dahin geeinigt haben innerhalb ten Stadt ein Abkommen in dieſer ritten. Da burch noch gelegenheit nicht zu treffen. rochen. neten Gießens. 2. November 1905. eröffnet 5 Uhr bis Dantigreiben der Direktion Nieder- Ramstadt, welcher 100 Mt. zugeprochen weges find ausgeschrieben geres Angebot wohl nicht merkt, wird dem Mindefi in Rinzenbach, ber 163,50. über Bor ten, 3. Bunft betr. Grsuch Lokales. 3. November 1905. * Der Großherzog hat den Oberlehrer Dr. Eduard ein guter Kenner Ameritas den Ausspruch tat, daß Deutschland und die Bereinigten Staaten bei dem Venezuela Konflift vor einem Ariege geftanden, dessen Ausbruch nur durch den Präsidenten Roosevelt verhindert worden sei. Zwischen beiden Mächten weben sich so viele und so verschiedene Beziehungen, daß wir es mit gemischten Empfindungen, mit Furcht und Hoffnung betrachten. Amerika ist das Land der Riesenarbeit, ungeheure Reichtümer stapeln sich in ihm auf, die um so schneller anwachsen, als Natur und Verhältnisse verschwenderisch ihr großes Füllhorn über den Amerikaner ausleeren. Die Schäße sind so ungemessene, daß Amerika dadurch vollständig unabhängig von anderen Ländern mird, ohne daß diese sich seiner entraten fönnen. Obwohl es in erster Linie Agrar- Staat ist, sein wirtschaftliches Leben sich auf der breiten Grundlage der alten Welt, dem Ackerbau aufbaut, so hat es doch dank seiner hohen Bollmauern eine Industrie geschaffen, die auf dem Welt markte Schritt für Schritt dem Auslande den Boden abgewinnt. In der Kohlen-, Petroleum, Eisen-, Stupfer, Blei, Bint-, Quecksilber-, Silber- und Gold- Produktion find die Vereinigten Staaten schon heute in die vorderste Reihe gerückt. Ungeheuer sind auch die Quantitäten an 8ement, Glas und Leder, die Amerika alljährlich auf den Markt wirft. Al' dieses wirkte zusammen und schuf das starte nationale Bewußtsein des Nordamerikaners, der gegenwärtig so von der Kraft seiner Nation durchdrungen ist, daß ihm nichts mehr unerreichbar erscheint. Seit Amerika die spanische Flotte vernichtete und neue Gebiete unter sein Sternenbanner stellte, hat jenseits des Atlantischen Meeres eine stetige, zielbewußte Expansionspolitik eingesetzt und fein Geringerer als Präsident Roosevelt ist der hervorragendste Repräsentant des amerikanischen Imperialismus. Indes, es ist dafür gesorgt, daß auch in Amerita die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Sehr heftiges Kopfzerbrechen verursacht den Amerikanern namentlich die Arbeiterfrage. Die Arbeiter haben sich zu großen, rein gewerkschaftlichen Organisationen zusammengeschlossen, die nach dem Wahlspruch handeln, hilf bir selbst! Das eigentliche Krebsgeschwür am amerikanischen Körper ist aber die Negerfrage, die täglich mit allen Begleiterscheinungen der Rassenverheßung an ihr Dasein erinnert. So sind auch in Amerika ablenkende Kräfte vorhanden und wenn wir Deutschen unser Rüstzeug betrachten, so brauchen wir nicht zu fürchten, bei dem Konkurrenztampf ins Hinter. treffen zu geraten. Eine scharf geschliffene Waffe ist vor allen aber unsere Boltsbildung. Wahren und mehren wir sie daher, lassen wir aber vor allen Dingen ihre große Pflanzstätte, die deutsche Volksschule, nicht zum Spielball politischer und fonfessioneller Parteien werden! Zum Schlusse wies Dr. Bohlmeyer auf ein Bündis der großen einigten Staaten von Nord- Amerika hin. Zwar ist dieses Bündnis Zukunftsmusit, aber es wäre das natürliche Band, daß diese Böller verbände, deren jedes Schöpferkraft genug besaß, eine eigene mächtige Kultur zu schaffen, und einst wird dieses Völkerband geknüpft werden, wenn erst aus den Wolfenballen des Slavizmus oder Asiatismus der Wetterfunken die Konftellation am politischen Himmel beleuchtend zuckt. - ange in der Stephanftrabe 1p an dem Wolfgang- Ernst- Symnasium zu Büdingen germanischen Rationen Deutschland, England und die VerRarburgerstraße( Birt Rail Charakter als Professor" erteilt. Stadtverordneten Klagen ber Straßen an, daß ber jest vorhandene bie Ranalisation und bie ** Der Großherzog hat zum 1. November der mfenpflegerin, Schwester Agnes Muelenz zu Gießen Goldene Dienstauszeichnungskreuz für Krankenpflege ehen. * Zur Landtagswahl. Nunmehr ist auch der der BeStadt. den von den Kosten der Boltsschulen wird ge.oünscht, - anch bie angenehm flare, deutliche Aussprache und die verftändnisvolle Schattierung Dr. Pohlmeyers. zelnen Straßen verursacht laufruf der nationaliberalen Partei erschienen. Er be Die stattliche Hörerschaft, die sich im Kaufmännischen Vereinsdieser Beziehung schlimmet haft einzutreten, ebenso wie auch die Förderung von rückhaltlosen Beifall aus. Besondere Anerkennung verdient abgespült werden müsse. u. a. die Verpflichtung, für die Interessen der Land- hause eingefunden hatte, zeichnete den Vortragenden durch ffftaebt ift für Spülung del, Gewerbe und Industrie und die Kräftigung des flechten Bufland der Heder der Ausbau der Verkehrswege. Als bedeutsame AufTrottoirs aufmertfam, der emeindesteuergesetzgebung unter Entlastung der wirtBoftverwaltung in der ich Schwachen, und schließlich das Wahlgefeß im Sinne ft. Ferner weist noch der retten Wahlrechts. unmöglich ift. Aliceftraße und Stadtv. werden bezeichnet die Revision der Verwaltungsgeseße, - Der Wahlaufruf des Zentrums *** Gießener Bolksbad. Im Oktober wurden verabreicht 8399 Bäder gegen 9371 im September 1905 und 9618 im Oktober 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 271 Bäber gegen 312 im September 1905 und 310 im Oktober 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: " Zur Erwiderung des Artikels des hiesigen landw. Vereins auf meine Ausführungen am 25. Oftober werde ich gern der freundlichen Einladung Folge leisten und meine angeblich tendenz ösen Behauptungen flar legen. Es wird alsdann außer Zweifel sein, daß die Wiederholung der Be gegenwärtig in hiesiger Gegend bestehenden Mangel an Schlachtreifen Schmeinen für uns Meßger noch nicht abgetan ist und von der Zusammenstellung des landw. Vereins der zur Stunde teinen Erfolg gehabt hat. Die Gießener Megger würden es mit Freude begrüßen wenn die Umgegend recht biele Schweine zu dem angeblichen Preis für 67 Pfg. aufzuweisen hätten, es wäre dann nicht nötig gewesen, auswärtige Handelsfirmen anzurufen, um aus der Kalamität zu fommen. Der Beweis fann erbracht werden, daß von Seiten der Metzger 78, 79 und sogar 80 Pfg. per Pfund Schlachtgewicht geboten wurden, aber unverrichteter Dinge heimkehren mußten. Was die Angelegenheit des Landwirts August Theiß bon Stockhausen anbetrifft, bin ich keine Auskunftsperson für denselben mehr, derselbe hat laut meines Schlachtbuches am 13. Mai 1904 die letzten 5 Schweine bei mir angefragt betreffe der Preise und dann anderwärts verkauft. Wenn Herr Theis nur von mir hören will, so weise ich denselben auf die öffentlichen Bekanntmachungen, welche ja anfangs jeder Woche in sämtlichen Ortschaften publiziert werden, hin. Bahlenmaterial stellt sich wunderschön zusammen, in der Proris ist es aber in Wirklichkeit anders, der Interessent weiß auch die Gelegenheit seines immer mehr zum Gewinn führenden Wartens der abzuseßenden Ware auszunuzen. Was die Preisangelegenheit betrifft so ist es leicht, solche Differenzen durch Schlachtbücher nachzweisen, es wird von beiderseitigem Interesse sein, die Konjunkturen zu hören, auch danke ich der Geschäftsstelle über die Informierung der Preise auf dem Lande. Da ich meistens vom Landwirt direkt taufe und sogar einen Landwirt seit Beginn dieses Jahres zum Einkauf in meinem Namen engagiert habe, wird dieser wie ich selbst genügend informiert sein. E. Ludwig Sad, Obermeister der Fleischer- Innung. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 20. Sonntag nach Trinitatis, den 5. November. Reformationsfest. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Swabe. Pfarrer D. Schloffer. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 8 Uhr: Vereinigung der fonfirmierten männl. Mittwoch, den 8. November, abends 6 Uhr, Bereinigung Jugend der Matthäusgemeinde. der Donnerstag, den 10. Rovember, abends 8 Uhr, im konfirmierten weibl. Jugend der Markusgemeinde. Matthäussaal, Kirchstraße 9. Bibelstunde. Offenbarung Johannis. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Bfarrassistent Sattler. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und bie Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die ustavAdolf- Stiftung. Montag, den 6. November, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Pfarrassistent Sattler. Batholische Gemeinde. Samstag, den 4. November. Rachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hi. Beichte. Sontnag, den 5. November. 21. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. " um 7.00 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. belen Baftand des Afterwegs( t u. a. die Forderung des allgemeinen, gleichen, Schwimmbad: 4534 Männer, darunter 722 zu 10 Pfg. Vorm. um 8 Uhr: die zweite heil. Messe. Araße hin. D.-B. Mecum ärtige gelöhnern Straßen nicht wie früher n. Hierin wird er bom J Stadtb. Dr. Ebel and bes lleberganges in bec en und geheimen Wahlrechts und tritt für die Einng der Wahlpflicht und der Proportionalwahl ein. ben berfassungsmäßigen Zuständen bei den Kammern oie Bartei unbedingt festgehalten wissen, ebenso an dem lichen Charakter der Boltsschule, die in ihrer jezigen Berg bleiben sollen. Der Aufruf fordert ferner Aufhebung ie Drdenstätigkeit einschränkenden Bestimmungen, " 402 199 10 M и 956 Frauen, Wannenbäder: 1. Al. 226 Männer, 99 Frauen 2. RI. 514 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 136 Männer, 41 Frauen. Die Bersonenwage wurde von 220 Personen benut, das Bad von 10 Bersonen besichtigt. Vorm. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Bredigt. Rachmittags um 5.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. Fette schlachtreife Schweine gesucht. Stadt- Cheater Giessen. Da uns nicht mit angeblich vorhandenen, sondern nur mit wirklich nach hiesiger Gegend zu verkaufenden Schweinen gedient sein kann, so bitte ich unter Dir.: Hermann Steingoetter. Bezugnahme auf die in dem vorgestrigen sogenannten aufklärenden Artikel ge- Freitag, den 3. November machten Angaben des oberhessischen landwirtschaftlichen Verein wiederholt um Angebote von fetten, schlachtreifen Schweinen zu den vom obigen Verein angegebenen Preisen. E. Ludwig Sad, Obermeister der Fleischer- Innung zu Gießen. Anker Abonnement! Gastspiel bon Frl. Else Jüngling v. Großh. Hoftheater i. Darmstadt. Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments. Zum 1. Male wiederholt. „ Contentia" Giessen. Daubringen! Mamzelle Nitouche. Samstag, den 4. November a. c., abends 8 Uhr findet im Saale der Turnhalle unser diesjähriges Winter- Vergnügen berbunden mit Ball statt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Eintritt nur gegen Vorzeigung von Einlaßkarten gestattet. Sonntag, den 5. November a. c. Wir bringen unser werten Vanderville Operette von Hervé. Spinnstubenkameradin Maria Walter zu ihrem 20. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch, daß es in der Vorstadt schallt und bei der Annetaretseller widerhalt. Dieses Späßchen kostet dich kein Fäßchen, aber ein paar Humpen kannst Du uns spendieren, da wir Dir fo herzlich gratulieren. Ausflug nach dem Windhof( großer Saal). Deine durftigen Kameraden ber Zur Herbstpflanzung: Kräftig entwickelte Zwetschenbäume werden abgegeben, so lange der Vorrat reicht. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. Postkarten- Centrale Sonnenstraße 5 Gießen empfiehlt: Seltersweg 14 Stadt- Ansichten, Blumen-, Serien-, Witzkarten, Künstlerkarten. Das eigene Porträt auf der Postkarte 6 Stück 90 Pfg. 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Mts. ft gefundene Versteigerung dieser beiden Wegbauarbeit nicht genehmigt worden ist. Gießen, den 30. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Fuhrleistungen Die beim städtischen Elektricitätswerk in den triebsjahren 1905 und 1906 erforderlich werdenden Fuhren sollen öffentlich vergeben werden. Bedingungen lieg in unserm Amtszimmer, Neumühle zur Einsicht aus. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen fi bis zum 11. d. Mts. bet uns einzureichen. Reklamen b Feralp Rebattion u. Haupter für Obe Enthält alle Politif ** Der Kaiser jagd in Löberig teil. Die von der Der Verhandlungen i Städt. Elektricitäts- Wert Gieß bertrag beauftragter Stolte. Bekanntmachung. gelangt. * Wie fühn einze weftafrila noch im Poft für Warmbad verlorene Beft umfe Schließlich 29 Septe Stephanftraße von der Bleichstraße bis Goethestraß Die unterm 28. August 1905 angeordnete Sperre Meldung aus Bind wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 1. November 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die Stelle eines Schäfers bei der Stadt Grün berg ist am 1. Januar 1906 anderweitig zu beseger Lufttragende wollen unter Vorlage von Zeugnissen be der unterzeichneten Stelle fich bis zum 1. Dezember 1. melden. Grünberg, am 18. Oktober 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer, ឆ ** Die Agitati heftige Formen a Demonftration zu Polizei, bei dem viel baß die Arene be habe, das allgemein einzuführen, wird a Kaum eine W als die Anebelung gefchaffen werden. Amtlich wird Kommissionsgeschäft zu 3% an 1. Stelle bei Nur 8 Tage gültig! Umsons fenen Zirhularbor empfiehlt sich zum An- und Verkauf von Immobilien jeder Art. Wohnungs- Nachweis. Prompte, diskrete Bedienung. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz Beste und billigste Bezugsquelle nur anerkannt hervorragendster Cigarrenfabrikate, Cigarretten, Tabake. Kleine Wirtschaft auch auf dem Land von kautionsfähigen Leuten zu bachten gesucht. Offerten unter B. 300 a. d. Expedition d. Bl. erbeten. 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