eater Giessen Rr. 232. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Obereffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 Pfg. mann Steingoetter. des Abonnements. bonnement ausgegeben, das entage lautet, nämlich auf Sonntag. Für jeden diefer entsblods für 16 Vorstell auf bestimmte Pläge lauten arte für den betreffenden Tag tauscht zu werden brauchen. Ichen Abonnementsblods für enstag, Freitag oder Sonntag eftellt, er beträgt: in I. Parkett Mt. 15in II. 11 10,- eine seiner Abonnements uchen, so fann er das be: r morgens des Aufführungs Staffe zurückgeben und für fg. einen Gutschein in Em er fich an einem beliebigen Stage ein Tagesbillet etn die Abonnementsbillets Umständen statt. ereins erhalten auf diese dem noch 8%, Ermäßigung. Abonnements werden noch eben, die zur beliebigen Be mentsvoritellung berechtigen. mentsfarten bis 10 Uhr bor age an der Kasse des Vorver fe gegen ein Tagesbillet um Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 3. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 ta's Haus gebrad Pfs.. Durch die Vost bezogen vierteljährl. P 1.0. Cretiebeilegen: Obecheff he amilienzeitung( 6) und die Gießener Seifenbleiwöchen le Tas att ad eant an eagen nachmitty Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) ib albio of loff tim Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberseifen. Der Elektrizitätskampf in Berlin. Die gestern fortgesetzten Besprechungen zwischen den Vertretern der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, der Aktiengesellschaft Siemens u. Halske, der Siemens- Schuckertfür diese Abonnements beträgt Werke und den Arbeiterausschüssen haben zu einem voll: in I. Parkett Mt. 20.in II. Barkett 11 eraebuna. 15.Während seiner dreißig Berlin um 90 000 Ginstieg auf 4000. Er hatte t zu bauen. Er ließ sich zu Zeit Verzeichnisse von e Mittel zu Häuserbauten diese Verzeichnisse unterbauen, sie mochten wollen Marschall einmal wagte, verden, fand er sich selbst, auf der Liste. Ob das Sumpf war, war dem Geheimrat v. Nüßler ein auen, in welchem Starpjen Aufhebung des Befehls entschied ,,, er habe einen onder Raisonnement auf Friedrichstadt ein Haus tät Allerhöchste Ungnade das Haus gebaut. Keller 000 Fischreste aus der Suppe t fie sehr fein, tut dann Kasserolle, fanie eine ie gar, gibt zwei Löffel ft und das Fleisch dazu Man gibt ihn abwech fel und beftreut die Obergericht.) Man streicht 8 Löffel geriebene Sardellen in reichlich te Bratenreste, etwas e Kräuter und etwas Lockere Farce davon. eine recht dicke Schicht it Butter und läßt sie e : ,, Sag' mal, du rauchst iner Gesundheit schaden." ten meine beiden Brüde öhnt, und nun ruht do Herr Doktor, eben haben en das Küssen gesprochen, wollen Sie von mir einen btes Mädchen, scheue ich das ich mir wunderschön zu große Villa in Thi Blumen am Fenster und e, wo allerhand C gut fönnte man diese 3h werde Alabier n!"- Soul: Dann llen und eben Sie das it night pielt werden gern, Be Herrn; Speisekammer, rger und Jammer, mag dies wohl sein! Rummer.) ft und den Wein, ständigen Mißerfolg geführt. Der Magistratsrat v. Schulz, der die Verhandlungen mit eifriger Hingabe leitete, bezeich nete die Einigungsversuche als vorläufig gescheitert und vertagte die Besprechungen auf unbestimmte Zeit. Damit ist die Fortdauer des Streiks und die Riesen- Aussperrung Tatsuche. Zum Teil wurden die Arbeiter schon mit Schluß der lepten Woche entlassen, im ganzen etwa 33 000. Es ist noch nicht abzusehen, wie weit freiwillige und gezwungene Arbeitsniederlegungen diese Zahl vergrößern werden. Der Abbruch der Verhandlungen. Die Arbeiter hatten in einer Vorbesprechung betont, sie fönnten nur dann Vorschläge zur Einigung machen, wenn die Berfe bereit seien, über die vor Ausbruch des Streits gewährten Zugeständnisse hinauszugehen. Darauf gaben die Vertreter der Firmen eine Erklärung ab, daß über die vor Ausbruch des Streits eingeräumten Zugeständnisse bei den Lohnfäßen nicht hinausgegangen werden fönne, da keinerlei neue Gesichtspunkte beigebracht seien. Berlin ohne Kraft und Licht? Ein Teil der Arbeiter bei den Berliner Elektrizitäts. merken, den Quellen für die Beleuchtung der Stadt und den Bedarf an elektrischer Kraft, hat beschlossen, die streifenden und ausgesperrten Arbeiter durch Arbeitsniederlegung zu unterstützen. Die Wirkungen dieses Beschlusses machten sich gestern schon geltend, obwohl vorläufig nur ein kleiner Teil der Heizer und Maschinisten feierte. Einschränkung des Straßenbahnbetriebs. Der elektrische Bahnbetrieb mußte bereits reduziert werden. Die Einsagwagen der Großen Berliner StraßenbahnGesellschaft haben den Verkehr eingestellt. Die Wagen einBelner Linien fahren in doppelt so langen Zwischenräumen wie in normalen Zeiten. Bis Montag mittag hatte die Straßenbahn den Betrieb infolge der schwächeren Stromzuführung um ein Viertel eingeschränkt. Diesen Ausfall machte die Verwaltung dadurch wett, daß sie auch auf den Linien, auf denen es sonst nicht üblich ist, mit polizeificher Erlaubnis Anhängewagen einstellte. Im Straßenbilde machte sich der verminderte Betrieb recht bemerkbar, und der Fahrplan fonnte nicht aufrecht gehalten werden. Die Anjammlungen von Fahrgästen an den Haltestellen waren stärker als sonst. Abwehrmaßregeln. Die Elektrizitätswerke teilen mit, daß der Betrics der Straßenbahn aufrecht erhalten und die Straßenbeleuch tung feine Unterbrechung erleiden wird. Vorläufig, treten die Beamten und Meister der Werke als Ersatleute ein, auch ist von der Abkommandierung von Militär die Rede. Die Rückkehr des militärs aus dem Manöver, die erst für nächsten Sonnabend in Aussicht stand, ist insofern beschleunigt worden als infolge höherer Anweisung das 2. Garde- Ulanen- Regiment und die zweite Abteilung des 1 Garde- Feld- Artillerie- Regiments Order, erhalten haben, ofort nach Berlin zurückzukehren. Die Ankunft erfolgte im der legten Nacht mit der Eisenbahn. Die Elektrizitätsfirmen suchen durch Inserate und Befanntmachungen geeignete Kräfte als Maschinisten und Hei 50 Feuerwehrleute sind bereits zur Hilfeleistung nach den verschiedenen Kraftstationen der Elektrizitätswerte entandt. er. 95110 Der Umfang der Arbeitsniederlegung. Im ganzen feierten gestern vielleicht 40 000 Arbeiter. Bon den 1000 Arbeitern der für Kraft und Licht sorgenden Elektrizitätswerke sind drei Viertel in den Wusstand gereten. Um den Generalstreif wirksam durchführen zu fönhen, hat die Streifleitung beschlossen, daß alle Streifenden, uch die nichtorganisierten, vom Zentralstreiffomitee Untertübungen erhalten sollen. Die Zahl der feiernden Arbeiter pird sich voraussichtlich in den nächsten Tagen noch vertärfen, so daß sich dann die Zahl der Ausständischen bis auf 30 000 erhöhen wird. Der Arbeitskampf hat die Bedeutung iner Stataftror' für Stadt. Werke und Arbeiterschaft, wenn er richt alsbald beigelegt wird. Der englisch- japanifche Vertrag. Der englisch- japanische Vertrag vom 12. Auguſt d. J. bildet fortgesezt den Gegenstand lebhafter Erörterungen in der Presse aller Völker. Man stimmt darin überein, daß der Abschluß des Vertrages zunächst England großen Vorteil gebracht und seine Stellung in Ostajien gebessert, d. H. mehr als bisher gegen mögliche Angriffe gesichert hat. Man ist sich ferner darüber im klaren, daß durch jenen Vertrag Rußland aus der führenden Stellung in Ostasien zugunsten Japans verdrängt ist. Wenn französische Blätter die Meinung vertreten, daß der Vertrag sich mehr noch gegen Deutschland als gegen Rußland richte, so sprechen sie das nur der Londoner„ Times" nach, die das gern glauben machen möchte, weil die englische Regierung immer noch die merkwürdige Hoffnung hegt, Frankreich und seinen russischen Verbündeten gegen Deutschland aufzuhezen. Schon in Portsmouth ist man mit solchem Versuch an den jezigen Grafen Witte herangetreten, und Männer der amerikanischen Großjinanz haben den Versuch durch Anerbietungen unterstützt, die sie selbst jedenfalls für sehr verlockend hielten. Der russische Staatsmann hätte viel weniger flug sein müssen als er ist, er hätte beschränkt sein müssen wie ein Redakteur des Pariser Figaro", um nicht zu erkennen, daß es für Rußland unter den gegenwärtigen Verhältnissen Heil einzig in vertrauensvoller Anlehnung an Teutschland geben kann. Für jeden Kenner der asiatischen Dinge, also in erster Reihe für Herrn von Witte, ist es außer Zweifel, daß in der Rivalität um den asiatischen Einfluß gegenwärtig England einen Vorsprung erlangt und ihn sich gesichert hat, indem es Japan gewissermaßen als seine asiatische Leibwache engagierte und dafür die Verpflichtung übernahm, Japan gegen jeden ungerechtfertigten Angriff Hilfe zu leisten. Was etwa in geheimen Stipulationen ausgemacht ist, entzieht sich natürlich der Erörterung. Man kann es den Engländern nicht verdenken, daß sie das Mögliche tun, von ihrem indischen Besiße Angriffe fern zu halten. Sie sind dazu aus eigener Kraft nicht imstande. Es ist unfraglich ihr gutes Recht, sich einen Bundesgenossen zu gewinnen, der die ihnen fehlende Landmacht zu ihrer Verfügung hält. Daß sie gerade den Japaner sich hierzu ausersehen haben, wird man ihnen zuerst und am nachhaltigsten in England selbst verübeln. Denn der Engländer ist im Durch= schnitt ein Gentlemen, der es peinlich und als eine Herabsetzung seiner Würde empfindet, daß er sich gleichsam unter den Schutz der gelben Rasse" begeben soll. Dem englischen Stolz kann ein solches Verhältnis nicht zusagen, und das wird bei den nächsten Parlamentswahlen vermutlich so zum Ausdruck kommen, daß die Herren Balfour und Chamberlain Gelegenheit erhalten werden, das Werf ihrer Regierungsfunst sich einmal vom Standpunkt der Regierten aus anzuschen. Dadurch wird freilich der Vertrag nicht aus der Welt geschafft. Seine Beseitigung muß die Arbeit der- Japaner sein, die natürlich nicht doran denken, die schweren Opfer, die der Krieg ihnen auferlegt hat, um der Engländer willen auf sich zu nehmen. Mit andern Worten: die Japaner denken nicht daran, die Vormachtstellung in Ostasien einzig und allein deshalb errungen zu haben, damit die Engländer in Indien sich sicher fühlen und in Asien sich noch weiter ausbreiten können als bisher. Denn das nächste Ziel der eng lischen Politik ist darauf gerichtet, in Südasien die alleinige Herrschaft zu gewinnen, das in Siam sich bildende französische Kolonialreich aufzulösen, Afghanistan und Persien dem ausschließlichen englischen Einfluß zu unterwerfen. Die Japaner müßten von recht eigentümlicher Gemütsverfassung sein, wollten sie eine Befriedigung ihres Ehrgeizes darin erblicken, daß hunderttausende ihrer Landsleute auf den mandschurischen Schlachtfeldern gefallen sind, für die Engländer diesen Erfolg zu gewinnen. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Japaner eigene Absichten haben und daß sie richt dauernd gewillt sein werden, die gehorsame asiatische Libwache Englands abzugeben. Die Leibmache könnte unter Umständen recht unbequem werden, nämlich den Eng ländern selbst, die ihrem guten Willen fast völlig überant. wortet sind. Einstweilen ist es so weit noch lange nicht. Einstweilen ist die englische Regierung darüber aus, durch Befestigungen bei Singapore sich die Herrschaft über den Hauptweg nach Ostasien zu sichern. Es handelt sich aber auch nicht um Tagespolitik die nur bis morgen und übermorgen rechnet. Der er lisch- japanische Vertrag wird seine Konsequenzen haben, für die Vertragschließenden selbst und für die anderen. Die Vertragschließenden werden auf die Dauer faum so ai te und vertrauensvolle Freunde bleiben, wie es jetzt den Anschein hat. Die Flitterwochen dieser nenester volitischen Che werden schnell vorübergehen. Was aber die anderer betrifft, so brauchen sie sich nicht zu überſtürzen, etwa sofort einen Gegenbund zu schließen. Es genügt, daß sie einander nähergerückt sind, daß sie ihre gegenseitigen fleinen Misstimmungen vergessen und die Ueberzeugung gemonnen haben, aufeinander angewiesen zu sein. Das Weifere ergiebt sich ganz von selbst. Danach handelt man, ohne viel zu reden. Vielleicht findet sich nach einiger Zeit, daß der englisch- japanische Vertrag ein so übermäßiges Glück für Gancewejen ist, daß die Medaille eine unerquickliche Steyrjeite bat. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Die Novelle zum preußischen Einkommensteuergesetz soll dem Vernehmen nach dem Landtage alsbald nach seinem Zusammentritt zugehen. Wahrscheinlich soll sich auch eine Novelle über die Wahlkreiseinteilung und die Aenderung des Wahlverfahrens anschließen. Der Abgeordnete Bruhn beabsichtigt, ein neues antisemitisches Wochenblatt in Berlin herauszugeben, nachdem er von der Leitung der Staatsbürger- Zeitung" zurückgetreten ist. Das neue Organ soll den Titel„ Die Wahrheit" tragen und an jedem Mittwoch erscheinen. * Der Postdampfer Eleonore Woermann" mit den von der Studienreise nach Togo und Kamerun zurückkehrenden Reichstagsabgeordneten an Bord ist im Hamburger Hafen wieder eingetroffen. Alle Mitglieder befinden sich in bester Gesundheit. Sie äußerten sich befriedigt über den Verlauf der Reise. * Die hessische Kommunalstener- Reform kann als vor. läufig gescheitert angesehen werden. Der Finanzausschuß der ersten hessischen Kammer hat mit großer Majorität be schlossen, die Gesetzesvorlage über die Steuerreform abzu lehnen und an die Regierung zurückzuweisen. Ein Mandat im sächsischen Landtag haben die Sozialdemeraten errungen. Im 37. ländlichen Wahlkreis wurde der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Goldstein mit 52 gegen den konservativen Mühlenbesitzer Modes, der 44 Stimmen er ielt, in den Landtag gewählt. Mitte der neunziger Jayre wurden die Sozialdemokraten durch die Aenderung des Wahlgesetzes aus dem Landtag entfernt. Bisher gelang es ihnen nicht, wieder einen Sitz zu erhalten. Russland. ** - In der Eisenfabrik Ostrowiec bei Warschau ist ein großer Dynamit- Diebstahl verübt worden. Es sind dort 180 Pfund samt Kapseln entwendet worden. Die Tat wurde von einem bewaffneten Haufen unter Anwendung von Gewalt verübt worden. In Eriwan fam es zwischen Armeniern und Tataren zu neuen Zusammenstößen, bei denen zahlreiche Personen getötet wurden. Der Gouverneur stellte an der Spitze zahlreicher Truppen die Ordnung wieder her. Oefterreich- Ungarn ** In Brünn fam es anläßlich eines Volkstages der Deutschen Mährens zu schweren Stroßenunruhen. Während eines Fackelzuges griffen die Tschechen die Deutschen an und eröffneten ein Steinbombardement, wodurch an zahlreichen Gebäuden die Fenster zertrümmert und verschiedene Perjonen verlegt wurden, darunter der Vizebürgermeister Nohrer und sein Sohn. In der Nacht wiederholten sich die Ausschreitungen. Zahlreiche Verwundete suchten die Rettungsstationen auf. Im allgemeinen Strankenhaus wurden sechs erheblich Verletzte aufgenommen. In verschiedenen Stadtteilen fanden Zusammenstöße statt, welche miteinander gar nicht im Zusammenhang standen. Professor Hellmer wurde in seinem im zweiten Stockwerk der technischen Hochschule gelegenen Arbeitszimmer durch einen Steinwurf am Auge verlegt. Die Wut der Tschechen richtete sich namentlich deshalb gegen die Deutschen, weil sie gegen die Errichtung einer tschechischen Universität in Brünn protestierten. Auch in Prag wurden Angriffe auf von Deutschen bewohnte Gebäude unternommen, da ein national- tschechisches Meeting durch die Polizei verboten worden war. frankreich. ** Der Minister der Landwirtschaft Ruau gab eine Er flärung über die Haltung Frankreichs im Marokkokonflikt ab. Ruau hielt bei der Einweihung einer landwirtschaft. lichen Schule eine Rede, in welcher er ausführte, daß Frankreich nach 1870 einen bedeutenden Aufschwung genommen habe. Er schloß daran an, daß Frankreich bei einem fürz. lichen Anlasse hinsichtlich der äußeren Politif gezeigt habe, daß, wenn es auch Freundschaften besitzt, es doch keine ge heimen Verträge habe. Rouvier habe die angemessene Sprache gefunden und habe gezeigt, daß das Einvernehmen, welches er geschaffen habe, auf lange Zeit hinaus den Frieden zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern hergestellt habe. Mit einer solchen Bekundung der Friedensliebe der französischen Regierung fann man in Deutschland zu. frieden sein. England. ** Die britische Marine- Verwaltung beabsichtigt, die Hafenstadt Dover zu einer befestigten Flottenstation auszubauen. Innerhalb achtzehn Monaten wird die große südliche Mole fertig und der Hafen dadurch vollständig gegen See geschützt sein und auch den darin liegenden Flotten Schutz gegen Torpedoangriffe gewähren. Sobald der Hafen vollendet ist, werden die in Chatham, Portsmouth und Plymouth stationierten Reservedivisionen nach Dover übersiedeln und eine gemeinsame Flotte bilden. Türkei. ** Die Pforte bezeigt wenig Lust, den Reformvorschlägen der Mächte für Mazedonien Folge zu leisten. In einer dem österreichisch- ungarischen Botschafter zugesandten Note lehnt die türkische Regierung es ab, die Behörden in Mazedonien zur Anerkennung der fremden Finanzdelegierten anzuwei sen, und bittet, von der Entsendung als zwecklos abzusel, en. Die von den Mächten projektierten Maßnahmen griffen in die interne Verwaltung und in die Souveränitätsrechte ein, meldje die Müchte wiederholt zu respektieren versprochen hätten. Der Dienst der Ottomanbank, welche auf Wunsch der Mächte mit den Geschäften betraut sei, funktioniere aut und bis jetzt sei keine Störung zu befürchten. Amerika. ** Bei einer Reise von Oysterbai nach Washington kam Präsident Roosevelt mit seiner Familie in Lebensgefahr. Infolge Achsenbruches wurde der Salonwagen des Präsibenten 100 Meter weit neben den Schienen hergeschleppt. Der Sohn und die Gattin des Präsidenten erlitten leid; te Hautabschürfungen, während die übrigen Familienmitglieder mit dem bloßen Schrecken davonkamen. Soziales Leben. Arbeitsnachweise. Die diesjährige VerbandsversammTung und Arbeitsnachweiskonferenz des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise findet vom 9. bis 11. November 1905 in Wiesbaden statt. Das Hauptthema bildet die Frage des gewerbsmäßigen Arbeitsnachweises. Bewegung in der sächsisch- thüringischen Textil- Industrie. Troß des kürzlich beigelegten Streits gärt es im Textilgewerbe weiter. Der Verband der sächsisch- thüringischen Webereien veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt, die Arbeiter hätten die Verantwortung für einen etwa entstehenden aussichtslosen Kampf selbst zu tragen, da sie die neuen Lohntarise trog weitgehender Zugeständnisse abgelehnt hätten. Die Lage des Weltmarktes und die Lebensfähigkeit der Industrie schrieben den Fabrikanten ihre Stellung vor. Nennstürdiger Arbeitstag auf füddeutschen Eisenbahnen. Die Eisenbahnverwaltung Württembergs hat mit dem 2. Oktober die neunstündige Arbeitszeit eingeführt. In. Baden soll man beabsichtigen, diesem Beispiel zu folgen. In Bayern besteht die neunstündige Arbeitszeit im Bahnbetriebe schon. Hof und Gesellschaft. ** In Nominten weilte bei dem Kaiser die letzten Tage der Landwirtschaftsminister von Podbielski zu Gaste. Er nahm auch an der vom Kaiserpaar und der Prinzessin Victoria Luise veranstalteten Bewirtung der Insassen des Kinderheims mit Kaffee und Kuchen teil und wohnte der Besichtigung des neu erbauten Johanniter- Krankenhauses bei. Die Kaiserin hat der Lehrerin an der allgemeinen Deutschen Schule in Antwerpen, Fräulein Mathilde Gerhardt, das silberne Frauen- Verdienstkreuz am weißen Bande berliehen. Der deutsche Kronprinz ist von Homburg v. d. H., wo er seine dort noch weilende Gemahlin besucht hatte, im Dambachshaus bei Thale eingetroffen, um dort der Jagd obzuliegen. Morgen reist der Kronprinz nach Kreuth und trifft auf der Reise mit seiner Gemahlin in München zu ſammen. ** Die Königin Wilhelmine der Niederlande und der Prinzgemahl haben sich zu fünfwöchigem Aufenthalte nach Mecklenburg begeben. fortfchrittlicher Frauentag. ( Eigener Bericht.) Berlin, 2. Oktober. Die radikalen Frauenrechtlerinnen haben heute hier ihren Kongreß. Es ist die dritte Jahresversammlung des Verbandes fortschrittlicher Frauenvereine. Der große Saal des Architektenhauses ist überfüllt; aus allen Teilen des Reiches sind die Mitglieder herbeigeeilt. Auch das„ starke Geschlecht" ist, wenn auch in wenigen Exemplaren vertreten. Unter den anwesenden Damen sieht man die bekannten weib lichen Doktoren Anita Augspurg, Käthe Schirmacher, Helene Stoecker, sowie die Veteranin der Frauenbewegung, Frau Lina Morgenstern; unter den Herren fallen besonders der Abgeordnete v. Gerlach und Graf Hoensbroech auf. Fau Schulrat Minna Cauer führt den Vorsiz. Gleich in der Einleitung fündigt sie an, daß der heutige„ Tag" eine Kampftagung sein solle und sein werde.„ Wir wollen," so sagt die Vorsitzende,„ wir wollen Politik, wir wollen Sozialreform, wir wollen in einem gewissen Sinne sogar die soziale Revolution. Denn wir wollen eine Umbildung und Umwälzung der Geister von Grund aus." An der Spize der heutigen Tagesordnung steht Die Reform der Ehe. Zu diesem Gegenstand wird eine Erklärung des Frl Dr. Augspurg berlesen. Diese hatte in der Zeitschrift " Frauenbewegung" einen offenen Brief veröffentlicht, der nun mißverstanden worden sei. Es würde behauptet, das sie die ,, freie Liebe" gefordert habe; das ist unrichtig: sie habe nur für die„ freie Ehe" plaidiert im Sinne des römischen Rechts:„ Ehe ist die Verbindung von Mann und Frau zu völliger Lebensgemeinschaft und Gemeinsamkeit des gött lichen und menschlichen Rechtes." In diesem Sinne rufe sie alle, die den Kampf mit der Gesetzgebung aufnehmen inüßten, um Besserung in diesem Sinne zu erzielen, zur opferwilligen Tat auf. Das Referat über diesen ersten Punkt hat die Volks: schullehrerin Marie Lischnewska- Spandau übernommen. Rednerin erklärte für das Hauptobjeft der Frauenbewegung nicht das junge Mädchen, sondern das Gros des weiblichen Geschlechts, die Ehefrau. Sie glaubt, daß die Ehefrau nur dann den gebührenden Plaz in der Ete einnehmen könne, wenn sie mitverdiene. Sie ist deshalb gegen den Ausschluß der Frau aus der Fabrik, wünscht vielmehr, daß die Frau im Hause entlastet werde. Diese Entlastung scheint ihr ähn lich wie der Sozialdemokratin Lilly Braun durch Einrich tung von Zentralfüchen, Zentralwaschanstalten u. s. 1. möglich. Sehr lebhaft geht es im Saale her während des Vortrags der Korreferentin, Frl. Dr. Käthe Schirmacher- Paris. Diese wandte sich in teilweise recht scharfen Ausdrücken gegen Frl. Lischnewska, deren Ansichten sie als theoretisch unrichtig, praktisch undurchführbar und verhängnisvoll für das ganze Familienleben bezeichnete. Was sie gesagt habe, seien Utopien aus den Anfängen der Sozialdemokratie, die diese selbst heute in allen Teilen verwerfe. Die im Hause tätige Frau sei es, welche das Haus, die Familie geschaffen habe, nicht die außerhalb des Hauses erwerbstätige Frau. Sie nehme gegenüber Hrl. Lischnewska die etwa 80 Prozent der Frauen in Schutz, die jeden Tag Millionen von Suppen fochten( Gelächter), täglich Millionen Betten machten( Ernutes Gelächter) und in jeder Minute der Welt 70 Kinder schenkten.( Stürmischer Beifall und Zischen.) Wer da zische, verkenne die gewaltigen Leistungen, die auch in dieser Arbei lägen. Ohne die geduldige Mitarbeit der Hausfrau un Mutter hätten wir nicht unsere hohe intensive Kultur, und unsere Männer hätten niemals in dieser Kultur so viele Erfolge erzielen können, wenn ihnen die Hausfrau gefehlt hätte.( Stürmischer Beifall und Widerspruch.) Es sei ein großer Fehler, der Hausarbeit der Frau jeden Wert ab. zusprechen. Sie habe auch materiell denselben Wert wie die mit flingendem Lohn bezahlte der außerhalb des Hauses ar beitenden Frau. Gerade die Hausfrau leiste eine nationale Produktion ersten Ranges, und deshalb sollte für sie eine ent sprechende Bezahlung gefordert werden, damit die Frau den Wert ihrer Arbeit schätzen und der Mann sie verstehen lerne. ( Beifall.) Das Ideal des Fri. Lischnewska sei das Ge: nossenschaftshaus, die Mietskaserne, über die Gott sei Danl das Urteil gesprochen sei und vor der sich heute jeder be: freuzige.( Beifall und Widerspruch.) Ebenso danke sie für die gemeinsame Küche. Weshalb heirateten so viele Jung: gesellen schließlich noch im höchsten Alter? Weil sie der Restaurationsfüche müde seien, wenn man von dieser Sorte Menschen auch sagen müsse, daß sie nicht mit Rosenketten, sondern nur mit Bratwürsten an den Venuswagen zu spannen seien.( Große Heiterkeit, Beifall und Widerspruch.) Was soll ferner aus dem Arbeitsmarkt werden, wenn die 12 Mill. Hausfrauen auch noch auf ihm erscheinen? Sie erinnere an die großen Mütter, des Altertums, die nicht hinter dem Ladentisch gestanden hätten. Auch die Frau Nat Goethe sei cine Nur- Hausfrau" gewesen, und ihre Kinder seien trop. dem nicht schlecht gefahren. Beifall und Zischen begleiteten die Rednerin, als sie von der Tribüne auf ihren Platz schritt. In der hierauf folgenden Debatte gewannen und behielten die Anhänger des Frl. Dr. Schirmacher die Oberhand. Nicht ohne Eindruck blieb es, als die letzte Diskussionsrednerin, die greise Lina Morgenstern, erklärte, daß sie alles in ihrem langen Leben nur mit Hilfe ihres Mannes erreicht habe und deshalb an der Zufammen- und gemeinsamen Arbeit des Mannes und der Frau festhalten müsse. lab und Fern † Herbststürme. Aus verschiedenen Gegenden wird über Sürme berichtet, die mancherlei Unheil im Gefolge gehabt haben. An der Küste von Ostende wurde ein Kaimauer in einer Länge von 600 Metern zerstört. Auf See hat es viele Unglücksfälle gegeben.- Ueber die italienische Stadt Porto d'Argio ging ein heftiger Zyklon nieder, der Häuser zerstörte, Menschen verletzte und die Eisenbahnlinie besch idigte. In Como kamen zwei Schafhirten durch den Sturm ums Leben. † Brücken- Einsturz. Von der im Bau befindlichen eisernen Brücke über den Neckar bei Heidelberg stürzte der dritte Bogen ein. Menschen sind dabei nicht verunglückt. † Eine Liebestragödie. In Luzern verlegte ein in einem dortigen Gasthofe weilender junger Berliner, der Sohn eines reichen Fabrikanten, seine Geliebte, die Gattin eines Fabrifanten aus Posen, durch einen Revolverschuß lebensgefährlid). Dann gab er auf sich selber einen Schuß ab und erhängte sich schließlich am Türpfosten. † Erdbeben in Süditalien. Auf Sizilien haben sich die Erdstöße wiederholt. Die Ortschaft Mezzaro del Vallo wurde durch ein starkes Erdbeben erschüttert, indessen ging das Ereignis diesmal ob, ohne beträchtlichen Schaden anzurichten. † Cholera und Pest in Rußland. In Warschau sind drei choleraverdächtige Fälle festgestellt worden; in der War. schauer Vorstadt Braga wurde ein Fali der asiatischen Cho. Tera Konstatiert. In Lodz breitet sich die Cholera imnie mehr aus. In der Mandsarei herrscht die Beulempeſt ard sie ist durch Kosaren auch nach Transbeifalien eingeschleppt worden. In Dalai cur sind 20 Föllergekommen, ven dearn zehn tödlich verliefen. Der erste Bestfranke in Dalai- nor war ein von der Station Mandschuria eingetroffener Kosak, der einen Monat lang in der Steppe gelebt hatte. In Aerztekreisen ist deswegen die Annahme aufgetaucht, der Kosak sei durch Murmeltiere infiziert gewesen. unter denen mehrfach Pestepizootie beobachtet worden ist. Der letzte Ausbruch der Pest aus dieser Ursache erfolgte 1902 in der Nordmongolei und raffte über 200 Menschen hin. Die Behörden der an die Mongolei und Mandschurei angrenzenden Kreise sind beauftragt worden, festzustellen, ob unter den Murmeltieren die Pest herrscht. † Von einer Mine in die Luft gesprengt In der Nähe der Schantung- Halbinsel geriet ein japanischer HandelsDampfer auf eine der noch vom Kriege herrührenden, in der See herumtreibenden schwimmenden Minen. Der Dampfer, der eine wertvolle Ladung hatte, flog in die Luft. Fünfzehn Mann der Besatzung famen um das Leben.. Fener in den japanischen Militär- Werkstätten. In den Militär- Werkstätten zu Hiroshima brach ein Brand aus. der lange anbielt und 27 Gebäude vernichtete Man nimmt an. daß das Feuer auf Brandstiftuma zurückzuführen ist. † Wieder ein Eisenbahnunglück. Auf dem Bahnhofe Czernig in Schlesien beachtete ein Personenzug das Haltesignal nicht, fuhr gegen einen Prellblock und zertrümmerte ihn. Die Lokomotive, der Packwagen und vier Personenwagen vierter Klasse stürzten die Böschung hinab. Ein Lokomotivführer und ein Heizer waren tot, ein Zugführer und zwei Reisende sind schwer, eine Reihe anderer Personen leichter verletzt. † Einbrecher im Postamt. Im Hauptpostamt zu Steglitz hatten Polizisten mit einem Einbrecher einen schweren Kampf zu bestehen. Ein Schlosser aus Berlin hatte mit seinem Bruder, dem Postboten Girndt, eine Beraubung des Hauptpestamts in Steglitz geplant, als dort eine größere Summe, gegen 96 000 Mart, im Geldschrank lagerte. Die Brüder zogen einen anderen Postbeamten ins Vertrauen, der scheinbar auf den Plan einging, indessen davon Anzeige erstattete. Infolgedessen wurde der Schlosser, den der Beamte in den Kassenraum eingelassen hatte, bei der Arbeit von der Polizei überrascht. Er setzte sich energisch zur Wehr und zertrümmerte die elektrische Lampe des Polizisten. In der Dunkelheit gab es nun ein schlimmes Durcheinander, mehrere Postbente fielen irrtümlich über den einen Polizisten her, und der Einbrecher wäre entwischt, wenn nicht einer der Kriminalbeamten ihn durch einen Streifschuß, der aber auch einen anderen Beamten an der Hand verwundete, unschädlich gemacht hätte. Der Postbote Girndt, der Schmiere gestanden hatte, war auf den Lärm nach Hause geeilt, wo ihn die Polizei scheinbar in tiefem Schlafe im Bette fand. Er legte aber bald nach seiner Verhaftung ein Geständnis ab. - Asphalt.- 13. Eine Erbin in der Volksschule. In eine Volksschulem Deutschen, Irländer und Polen besucht wird, ist vor kurzem luß die kleine Katharina Macay aufgenommen, die einst ein bule. Vermögen von 50 Millionen Dollars ihr eigen nennen wird. Die junge Erbin hat aber daneben auch eine felh verständige Mutter. Mrs. Clarence Mackay, die einen der in Newyork, die besonders von Kindern der eingewanderter Genehmigung von an Sonntagen. 17. Beitrag zu er Anftalt für Epileptif ** Das Infanterie schönsten Paläste Newyorks und ein kaum minder prächtigeschreiben des Kaifer Landhaus in Long- Island besitzt, erklärte ganz offen, es fit der Büfte des ober stünde den reichen Leuten besser an, ihr Geld für öffentlihe Schulen herzugeben, als immer Privatinstitute zu errichten Ich denke, sagte die Dame, die Hauptsache bleibt doch immer baß Knaben und Mädchen zur Zeit an die Arbeit gewöhm † Ein blutiges enfontre. Als der Rentner Perlet, ei Sohn des früheren Präsidenten des Gothaer Landtages, bo einem militärischen Abschieds- Essen nach Hause ging, hatte einrahmen loffen und i Runfthandlung am Selt ** Samstag, ben verden, mit der sie sich im spätern Leben fortbringen sollem wird das neue Mus e Ar plak burch Dber Bürge bergeben. Die Anfpr auf der Straße in Gotha einen Zusammenstoß mit drei hessischen Geschichtsverein beitern. Perlet eilte in seine Wohnung, bewaffnete sich mi Besichtigung des Museu einem Gewehr und feuerte auf die flüchtenden Arbeiter de vereinigen fich die Teilne Schüsse ab. Die Arbeiter wurden verwundet und mußten des Gesellschaftsvereins. ch in die Klinik begeben. ,, Gegen die guten Sitten". Das neue Kaufmannsgericht in Berlin hat ein beme A Geometer 1. Ria Einwohner Gießens blidt auf fein 100. Leb 1. Oftober 1805 als Gob feit 1841- in Gieße ( Von unserem juristischen Mitarbeiter.) im Bogelsberg geboren fenswertes Urteil gefällt. In einem Berliner Partieware burtstags liefen geftern a geschäft war eine zwanzigjährige Verkäuferin angestellt, dwunschreiben und Telegr ihre Entlassung erhielt, weil sie am Sonntag ausgeblieb ahlreichen Gratulanten aus Sie beanspruchte eine Entlohnung von 40 Wen Jubilar persönlich auff war. monatlich als den beim Engagement verabredeten Betra Der Firmeninhaber behauptete, daß ein Gehalt von n pirettor Geheimrat Dr. Br 25 Mark vereinbart sei, dazu ein Prozent Verkaufsprovisione Abordnung des Sta die sich für eine sechswöchige Frist auf 57 Pfennig bereitgermeister Mecum und nete. Zu einer Beweiserhebung, die die Klägerin dur Borstand des Vereins hatte, kam es nicht, da das Kaufmannsgericht erklärte, da bes Pfarrers Strad von Zuschiebung des Eides an die beklagte Firma angebote den etwa 100 Glüdwün eine Gehaltsvereinbarung von 25 Mart monatlich al aus dem Kirchenbuch b gegen die guten Sitten verstoßend ungülteburtsort Wenborn fell sei und der Klägerin die geforderte Entschädigung von 4 Die Gießener Geometer Mark monatlich als angemessen zugebilligt werden müsse bemerkenswert. Sie schränkt die Vertragsfreiheit ein, aber Die Entscheidung des Kaufmannsgerichts ist ungemein das tut jebe Sozialgeſeggebung. Bertragsfreiheit einer die solchen„ Lumpenlohn" wie einer der Kaufman richter sich ausdrückte zuläßt, keine Träne nacheina Es ist überaus erfreulich, daß das Berliner Kaufmanngericht sich über die Bedenken hinweggesett hat, die m einer Rücksicht auf die Vertragsfreiheit herzuleiten wären und daß es den übermäßigen Lohndruck als unsittlich gefenn zeichnet und demgemäß einen darauf basierenden Vertrag als des Rechtsschutzes unwürdig und ungültig erklärt hat Ein junges Mädchen, das ordentlich gekleidet sein muß fann mit 25 Mark monatlich seinen Lebensunterhalt ni bestreiten, es mag seine Ansprüche noch so sehr herabsezer und sich mit einer Schlafstelle begnügen. Es wird zu einer unordentlichen Lebenswandel förmlich gezwungen. Gin Berliner Kaufmann weiß das, und deshalb verstößt er gege die guten Sitten, wenn er einer Verkäuferin solche Entloh nung anbietet. Selbst 40 Mark monatlich sind für den be scheidensten Unterhalt in der Großstadt kaum ausreichend Ist es nun nicht überaus bedauerlich, daß inge Mädchenz sich einem Beruf zuwenden, der ihnen solche Entbehrungen zumutet und sie solchen Gefahren aussetzt? Wäre es niet biel flüger von ihnen, sie entschlössen sich dazu, sich dem dienenden Beruf zu widmen? Köchinnen und Hausmädchen werden absolut viel besser bezahlt, haben bessere Wohnung bessere Nahrung, sie genießen den Schutz der Familie, un die Arbeit, die sie zu leisten haben, ist sicher nicht schwere als die Arbeit, die eine Verkäuferin zu leisten hat. Sogar der freie Sonntagnachmittag wird für weibliche Dienstboten mehr und mehr zur Regel. Es ist ja begreiflich, daß ein geftern Abend im Hotel Bergauer hielt die Ansp deutschen Geometer her Wirken und die Verdie Freude der Gäfte e das Wort und bant Der Verein deutscher L Etui und ein namhaftes Geometer 1. Al. einen pr beschreibung des Jubile wohnte dem Fefte bis Jubilars fei noch entno sich seit 1820 dem Geome als Geometer 2 Al. und Von 1831-71 wat e Preußens tätig, dann wi der Brivatproris. Bon dann zog er nach Gi gemeiner Achtung und Be e Turnverein Gi einsjahres feierte der S am Sonntag sein Abt turnen in drei Ab fehr gute Leiftungen brachte ein Schautur sowie der Damenabte den zahlreich erschien der Turnsache aufmer Intereffe erregten abteilung unter Leitu bestehend aus Frei junges Mädchen eine gewisse Scheu hat, in den dienenden Stand einzutreten und auf die Vorrechte des Fräulein" zu verzichten. Aber im Grunde sind diese Vorrechte sehr ein gebildeter Natur, ohne jeden realen und am letzten Ende am Barren. Man me fogar ohne jeden idealen und sittlichen Wert. Die aan, mit welchem Eife dauernde wirtschaftliche Not, die fortgesetzte Sorge um Nah Sache waren und ga rung und Obdach, der bitterste Lebenskampf in seiner robesten Frauen und Mäd Form find gewiß nicht dazu angetan, den inneren Stol zu schwunden sein. Am stählen, das aufrechte Bewußtsein zu erhalten. Das kann ein Preiſe ftatt, wobei der Mädchen im ehrbaren dienenden Stand weit leichter umann 2. Althoff, t sicherer, zu ihrem Heil und zum Nußen des Hausſtandes Rückblick auf das vert dem sie ihre Dienste widmet. Die vielen Frauenvereine, die sich in praktischer Fürsorg der Frauenfrage widmen, sollten ihre Aufmerksamkeit und Tätigkeit nach dieser Richtung lenken, durch eindringliche Be lehrung, durch nachdrückliche Anleitung. Sind erst einig Beispiele vorhanden, so werden diese die beste werbende Kra zeigen und zur Nachahmung führen. Das hier angeführ Urteil des Berliner Kaufmannsgerichts wirft auf die Ver hältnisse namentlich der weiblichen Angestellten im Stau mannsgewerbe ein grelles Licht, denn der behandelte Fall i sicher nicht vereinzelt. Was wäre auch geholfen, wenn de Verkäuferinnen ein Mindestgehalt von 40 Mark monatli gesichert würde? Sie hätten dann immer noch weniger al eine Köchin, eine Wirtschafterin und selbst als ein gute Dienstmädchen, und müßten trotzdem mehr auf ihre kle dung ausgeben. • Lokales. 3. Dltober 1905. edle Turnfache trefflid bermeidliche Länzchen nach Mitternacht zufa P. Ein Grobia gegen 8 Uhr wurde a Häusern entfernt, ein Radfahrer, der ohn gerannt und zu B das Rad padte, um et von dem Radfa worauf fich der gr * In Gieß Ritglieder Tiern haben müffen. * ** Die lette zwangs gegen di Bielowski von der Die Tagesordnung für die nächste Sigung d Journalisten- und Stadtverordneten Versammlung Donnerstag, dem Bersammlung wiede 5. Dttober, nachmittags 4 Uh, ift: 1. Neubau de Rach einem umfang 2. Baugesuch des B. Seip 3 nahm die Versamml Stadttheaters. - dahier für die Roonstraße; hier: Dispens 3. Desgleiden des Georg Bichler für die Balltorstraße; hier vispens. Der Frankfu Berein proteftiert -4. Desgleichen des Rarl Beil für die Marburgerstraße Brugniszwangs ge - 5. Desgleichen der L. Rothenberger Witwe für be bei Beröffentlichung 6. Gesuch des J. Azbach um Pflasterun unterliegen, sollte - Neuenweg. - - 7. Wieder eines Uebergangs in der Marburgerstraße. herstellung der Holzfassade om Frey'schen Hause, Neun Bäue 98. Benugung des Bürgersteige vor dem Kaife hof durch. Harnitel; hier Gesuch um Erlaß der Pad 9. Baufluchtlinie in der Sonnenstraße. 10. Erbauun eines zweiten Unteroffizierwohngebäudes. 11. Unte haltungsarbeiten am Gewerbeschulhaus. - - Befchloffen fein, der als Later haftbar aber fehlt ihm jeb fprechenden Beftimmun die bor die ordentlic Везид haben.a 12. Abgabe vor Breffe für seinen eig Los geblieben ift, b on Kindern der eingewande an aufgenommen, die einst en Dollars ihr eigen nem ule. Genehmigung von Handabgaben. - - 15. Apothekenlen besucht wird, ist vor fuan Sonntagen. 16. Enrichtung der Fortbildungsllsichule. In eine Bollisten Asphalt. 13. Genehmigung von Rechnungen. t aber daneben auch einer Anstalt für Epileptische in Niederramstadt. ind ein taum minder prädgreiben des Kaisers, das ihm bei der Kaiserparade ner Brivatinstitute zu errid nrahmen lassen und in dem Schaufenster der Hirz'schen ie Hauptsache bleibt doch immunsthandlung am Seltersweg für einige Tage ausgestellt. 17. Beitrag zu den Kosten für die Erweiterung Clarence Maday, die einen befigt, erklärte ganz offen sfer an, ihr Geld für öffent ur Zeit an die Arbeit gewo pätern Leben fortbringen joll ten des Gothaer Landtages, b ** Das Infanterie- Regiment 116 hat das Handit der Büfte des obersten Kriegsherrn überreicht wurde, ** Samstag, den 14. Dftober, vormittags 11 Uhr, cb das neue Museum im alten Schloß am Branddeutung gewonnen. Der Verein legt mit aller Entschiedenheit Verwahrung dagegen ein, daß durch dieses moderne Foltermittel die Journalisten zu einer unehrenhaften Handlungsweise gezwungen werden sollen und spricht die Erwartung aus, daß bei der Reform der Strafprozeß ordnung jede Anwendung dieses Gewissenszwanges einfür allemal beseitigt wird. Das erfordert die Preßfreiheit, die durch Verlegung der Anonymität gefährdet wird, nicht minder aber auch das Ansehen der Rechtsprechung, welche b: rch Anwendung des Zwangsmittels selbst schweren Schaden leidet. * Wieviel Kombattanten leben noch? Der Verband deutscher Kriegsveteranen hat an den Reichsfanzler " - Literarisches. - In Mar Hesses Volksbücherei ist soeben wieder eine Reihe neuer Bändchen zur Ausgabe gelangt, die vornehmlich Unterhaltungsschriften umfassen. Von dem beliebten Thüringer Dichter August Trinius ein Band stimmungsvoller Erzählungen aus dem Thüringer Walde, betitelt Wenn die Sonne finft"( Nr. 241-242). Von Lulu Strauß Torney, drei Erzählungen unter dem Titel Hinter Schloß und Riegel", beren legte uns in ein eigenartiges Milieu hinter Gefängnismauern führt ( Nr. 239-240). Als Nr. 244 zwei plattdeutsche Geschichten von Felix Stillfried(„ Wedderfunn'n" und" De Hr von Moitin"). Martin Greif, eine Einführung in seine Lyrik von Laurenz Riesgen" betitelt sich Nr. 237. Nr. 243 bringt uns die einzig vollendete Prosa- Dichtung unserer großen Die Judenbuche". Nr. 238 enthält die Geschichte vom braven Rasperl und dem schönen Annerl" und" Die mehreren Wehmüller und ungarischen Nationalgesichter" von Clemens Brentano. Nr. 245-247 bringt eine Ueberseßung der bekannten englischen ShakespeareFibel: Shakespeares Lebenslauf und Schoffen von Edward Dowden, Professor der englischen Literatur an der Universität zu Dublin, mit einem hier zum erstenmal veröffentlichten M Ms der Rentner Berlet, durch Dber Bürgermeister Mecum in feierlicher Weise eine Petition gerichtet und gebeten, bei der nächsten VoltsEssen nach Hause ging, hatte ergeben. Die Ansprache hält der Vorsitzende des Oberen Zusammenstoß mit drei gischen Geschichtsvereins Prof. Behaghel, an der sich eine zählung ermitteln zu lassen, wieviel Teilnehmer an dem e Wohnung, bewaffnete sich füchtigung des Museums anschließt. Nachmittags 2 Uhr Feldzuge 1870/71 noch om Leben sind. Schätzungsweise Annette v. Droste- Hülshoff: uf die flüchtenden Arbeiter dreinigen sich die Teilnehmer zu einem Festessen im Saale Durden verwundet und mußts Gesellschaftsvereins. A Geometer 1. Klasse Georg Euler der älteste Finwohner Gießen und älteste Geometer Deutschlands, Oftober 1805 als Sohn des Lehrers Euler in Usenborn wird angenommen, daß von 1250000 deutschen Kombattanten des genannten Kriegs noch 550000 am Leben seien. -sch. Abendstern, 2. Oftober. Die für den hiesigen Haltepunkt der Hauptbahn Lollar- Weylar so lange ersehnte Güterverladestelle fann nunmehr benutzt werden. An " uten Sitten". lidt auf fein 100. Lebensjahr zurück. Er wurde am ischen Mitarbeiter Bogelsberg geboren und wohnt bereits 64 Jahre ihrer Anlage wurde während des ver flossenen Sommers ht in Berlin hat ein bem feit 1841 in Gießen. Aus Anlaß seines 100. Ge- rüftig gearbeitet, doch war es nicht möglich bis zu dem ge Verkäuferin angefte Ht, bun schschreiben und Telegramme ein. Unter den ungemein massen waren erforderlich, um das hier ziemlich breite BieberTie am Sonntag ausgeblich fireichen Gratulanten aus Gießen, die am gestrigen Tage tal zu überbrücken. Der Gütterschuppen steht dem ebenfalls einem Berliner Partiewaartstags liefen gestern aus allen Teilen Hessens Glück- heutigen Tage alle Arbeiten zu vollenden. Ungeheure Erd- Hesses Volksbücherei sind durch alle Buchhandlungen erhältlich. e Entlohnung von 40 Jubilar persönlich aufsuchten, befanden sich Provinzialagement verabredeten Betr cete, daß ein Gehalt von rettor Geheimrat Dr. Breidert, Bureauvorsteher Sch ffnie, bedeutend erweiterten Stationsgebäude gegenüber und zwischen beiden breitet sich bis zum Gabriel'schen Wert ein ein Prozent Verkaufsprovisie Abordnung des Stadtvorstands bestehend, aus Ober- Schienennek aus, wie man es selbst auf vielen Bahnhöfen bung, die die Klägerin dorstand des Vereins Hessischer Geometer 1. RI. Unter mu vermehrtes Personal erforderlich und dieserhalb sind für das abgelaufenen Boche tam bas inmitten unſeres Dorfes gelegen fener Schulgehöft zur Versteigerung. Dasselbe hat Jahrhunderte hindurch der Gemeinde als Schule gedient und in ihm haben nicht allein fast alle Bewohner Krofdorfs ihre Ausbildung erhalten, sondern sie alle haben hierin auch zu den Füßen einer Lehrerfamilie gefeffen, welche nahezu ein Jahrhundert das Schulamt in hiesiger Gemeinde verwaltete. Im Laufe der Jahre erwies sich diese alte Schule für unsere ſtets anwachsende Gemeinde zu klein und so sind hier zwei weitere Schulgebäude mit je 2 Klassen entstanden. die beklagte Firma angeboten etwa 100 Glückwünschen befand sich auch ein Schreiben nächste Jahr noch Wohngebäude für die Beamten vorgesehen. Kaufmannsgericht erklärte, des Pfarrers Strack von Usenborn, dem der Geburtsauszug Die Güterverladestation fommt ganz besonders den in nächster forderte Entschädigung von Die Gießener Geometer veranstalteten dem Jubilar zu Ehren ten verstoßend ungüßeburtsort Usenborn selbst, das den Jubilar sehr erfreute. Rodheim und weiterhin sehr zu statten. aufmann geriet aufmannsgerichts ist ungem die Vertragsfreiheit ein, Bergauer hielt die Ansprache, überbrachte dem Senior der ng. Man wird einer Fre deutschen Geometer herzliche Glückwünsche und hob das wie einer der Kaufmo ir len und die Verdienste des Jubilars hervor. Zur läßt, feine Träne nadie Freude der Gäfte ergriff der Hundertjährige selbst aß das Berliner Kaufm das Wort und dankte tiefgerührt für die Ehrung. en hinweggefeht hat, die Det Verein deutscher Landmesser übergab dem Jubilar ein freiheit berzuleiten are tu und ein namhaftes Gelbgeschenk, der Verein Hessischer Lohndrud als unfittlichen Geometer 1. RI. einen prächtigen Blumenkorb und eine LebensEn darauf basierender Betr.chreibung des Jubilars mit Widmung. Der Gefeierte dig und ungültig elärt b ordentlich gekleidet sein monte dem Feste bis zu Ende bei. Dem Lebensgang des ch seinen Lebensunterhalt n Jubilars sei noch entnommen, daß er nach seiner Schulzeit prüche noch so sehr herable fich seit 1820 dem Geometerberuf widmete, 1830 die Brüfung begnügen. Es wird zu eimals Geometer 2 RI. und 1832 als Geometer 1. Al. bestand. förmlich gezwungen. Vom 1831-71 war er in 30 Gemeinden Hessens und und deshalb verstößt er gerraußens tätig, dann widmete er sich bis zur Bensionierung ner Berkäuferin solche Entliber Privatpraxis. Von 1831-41 wohnte er in Lollar, rt monatlich find für den banm zog er nach Gießen. Hier erfreut er sich allGroßstadt faum ausreiche gemeiner Achtung und Beliebtheit. dauerlich, daß inge Mas er ihnen solche Entbehru e Turnverein Gießen. Als Abschluß des Verren ausfezt? Wäre es einsjahres feierte der Turnverein Gießen( gegr. 1846) chlössen sich dazu, sich den am Sonntag sein Abturnen. Vormittags fand WettKöchinnen und Hausmät turnen in drei Abteilungen statt, wobei zum Teil zahlt, haben beffere Bohr sehr gute Leistungen erzielt wurden. Der Nachmittag den Schuß der Familie, brachte ein Schauturnen der Turner und 3öglinge, haben, ist sicher nicht schner sowie der Damenabteilung des Vereins, welches von äuferin zu leisten hat. Em der zahlreich erschienenen Mitgliedern und Freunden wird für weibliche Dienst der Turnsache aufmerksam verfolgt wurde. Besonderes Es ist ja begreiflich, dai Jnteresse erregten die Aufführungen der Damen daß e Scheu hat, in den diene abteilung unter Leitung des 1. Turnwarts Pieper, be find dieſe Vorrechte ſehr i beſtehend aus Fret- und Stabübungen, sowie Turnen realen und am legten Enam Barren. Man merkte es den Turnerinnen ordentlich nd fittlichen Wert. Die aan, mit welchem Eifer und welcher Luft fie bei der Die fortgefette Sorge um a Ganhe waren und gar manches Vorurteil über das und Mädchenturnen dürfte hierbet geLebenstampf in seiner robefte frauendie Vorrechte des Fräulein ngetan, den immeren Stoh munden sein. Am Abend fand die Berteilung der in zu erhalten. Das kannu Bretſe ſtatt, wobei der 1. Sprecher des Vereins, Kaufen Stand weit leichter mann L. Althoff, in martigen Worten einen kurzen nm Nußen des Hausstands Rückblick auf das verflossene Vereinsjahr warf und die dle Turnfache trefflich schilderte und pries. Das unie fich in praktischer Für bermeidliche Tänzchen hielt Alt und Jung bis lange nach Mitternacht zusammen. ten ihre Aufmerksamkei enten, durch eindringlic Anleitung. Sind erst ei P. Ein Grobian auf dem Rade. Gestern Abend führen. Das hier angefühäusern entfernt, ein älterer Herr aus Gießen von einem diese die beste werbende gegen 8 Uhr wurde am Wieseckerweg, etwa 100 m von den nnsgerichts wirft auf die Radfahrer, der ohne Laterne und Signal daberfuhr, an. blichen Angestellten im gerannt und zu Boden geworfen. Als der Ueberfahrene ? Aus dem Vogelsberg, 1. Dftober. Zeichwirtschaft. Die Abfischung der ausgedehnten Teiche des Freiherrn v. Riedesel hat 180 Zentner Karpfen, Schleie, Hechte und Hale ergeben. Der Zentner wird mit 50-60 Mt. bezahlt. * Mainz, 2. Oftober. Zur Oberbürgermeisterwahl. Der„ Kl. Presse" wird geschrieben: Mit der Wahl eines neuen Oberbürgermeisters haben es die Stadtverordneten sehr eilig. Der Seniorentonvent der Stadtverordneten hat beschlossen, kommenden Mittwoch der Versammlung die Frage vorzulegen, ob die Wahl ausgeschrieben werden solle. Da aber die Mehrheit der Stadtverordneten in ihren Fraktionssigungen sich bereits für die Wahl des Beigeordneten Dr. Göttelmann entschieden hat, so ist die Frage des Ausschreibens recht müßig, denn wer wird sich für einen Boften melden, der breits im voraus vergeben ist! § Darmstadt, 3. Ditober. Der Prozeß gegen die Offenbacher Kindesranbmörderin Loh hat heute vor dem Schwurgericht Darmstadt begonnen. Die Loß hat Ausgangs Beitrag einfaffieren wollte, mit einer Beugleine erbroffelt. Mai die fleine 11jährige Rosa Lückert, als sie bei ihr einen Man hofft, den Prozeß heute zu Ende zu bringen. Die Beitrag einkassieren wollte, mit einer Beugleine erdrosselt. Angeklagte ist geständig. Marttberiete. Stekea, 3. Oftober. Aus dem heutigen Wochenmarkt fofteten Buttes per fb 1.00-1.15 M., Sühnereler per Städ 7-8 Pfg., Enteneier St 6-7 fg., Käse ter St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Etter 32 fg., Tauben per Paar ART. 0.80-1.00, Hühner per Stüd t. 1.00-1.60, Sahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfb. 00-00 fa., Dsenfleisch per fb. 72-82 Bfa., Rindfleisch per Bfb. 70-72 Bfg. per Bfb. Schweinefleisch 76-86 Big. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.90 Big., Kalbfleisch per Pfb. 70-80 Pfg. Sammelfleisch per Pfb. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.00 0.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-8.00, Wetstraut 10-15 f. pe. Stud, Bentner 6-7 Mr. Mepfel ver Pfund 10-30 Bfg. Zwetschen bei Zentner 6,00.- 7.00, Nüsse 100 Stüd 35-40 Bfg. Milch per Lite 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 ubi nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden ber Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Ochsen Kälber Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch und Brotpreise am 2. Oftober 1905. Höchste Schlachtbiehpreise in Fraut urt a. M. Fleischpreise in Gießen 50 kg Schlachtgewicht 80-85 m./ kg 72-82 Bf. 86-90 f. 74-00 1/2 Schweine bo. " B Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg 18.25-00.00 M. Roggen bo. 15.90-00 00 " do. 70-80 do. 76-86 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f. Schwarzbr. do. 48 " W " E4 Frankfurt a. M., 2. Oftober. Fruchtmarkt. notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer m 17.30-17.40, furhessischer Mr. 17.40-17.50 Roggen, hiesiger mr. 15 50-15.70, russischer Mr. 15.70-16.25 Gerste, hiesige Mt. 17.25 bis 17.70, Pfälzer Mt. 17.50 bis 17.90, fränkischer Mt. 00.00.- 00.00, Riedgerste Mr. 17.50 bis 18.00 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 14.75-15.75, furhessischer Mt. 14.75-15 25, bayerischer Mr. 14.75-15.50, Mais, Mireb Mr. 13.40-13.70. Alles pro 100 Kilo ab hier. Mehl wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marten mr. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marten Mr. 26.00-26.50 htefiges Nr. 2, Mr. 23.75-24.25, feinere Marken Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, t. 19.00-19.50 feinere Martin Mt. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, t. 23. bis Wetzen24.25, do. 1 t. 21.00-21.75, do. 2 Mt. 17-18.00. schalen Mt. 4.70-5.00, Weizentleie Mt. 4.90--5.20, Roggenflete mr. 5.75-6.00, Weizenfuttermehl Mr. 6.50-7.50. Notierungen der Frankfurter Bichmarktpreise. Frankfurt a. M., 28. September 1905. Zum Verkauf standen: 466 Dchsen, 51 Bullen, 797 Rühe und Färsen( Stiere und Rinder), 214 Rälber, Biegen, Biegen und Schaflämmer. XVom Westerwald, 1 Oktober. Die Kartoffelernte ist heuer recht ergiebig aufgefallen. Beispielsweise wurden auf einem der von 30 Ruten( 7,5 a) 34 Säcke im annähernden Gewicht von 43 Zentnern geerntet. In sonst guten Kartoffeljahren rechnet man auf die Rute( 25 qm) 418 Schafe nnd Hämmel, 12.11 Schweine, einen Bentner. Aus dem Gerichts[ aal. Schwurgericht. Gießen, 30. September 1905. Wir wir gestern schon furz mitteilten verurteilte, das Schwurgericht am Samstag den Arbeiter Karl Bauer wegen Totschlags zu 10 Jahren Buchthaug. Bauer hat am 11. September in Büdirgen den Landwirt und Fuhrmann Bieber ohne ein Wort mit ihm gewechselt zu haben bei wäre auch geholfen, wenn er von dem Radfahrer einen Schlag oder Stoß ins Gesicht, durch zwei Schüsse aus einem Revolver niedergeschossen. gebalt bon 40 Mark monat worauf sich der grobe Ges lle eifrigft entfernte. trozdem mehr auf ihre Mitglieder Tiernamen: Wolf, Bär, Kaz, Hecht usw. dann immer noch weniger erin und felbft als ein g ales. * In Gießen hat sich ein Berein aufgetan, dessen *** Die letzten Fälle der Anwendung des Zeugniswangs gegen die Presse, besonders gegen den Redakteur Der Frankfurter Journalisten- und Schriftstellers Der Angeklagte, der am 13 April 1879 zu Glashütten geboren ist, war früher in Büdingen beschäftigt und hatte vor ca. 3 Jahren mit dem Sohne des Erschossenen einen Streit. Dann ging er fort und war zuletzt in Worms. Er fehrte zurüd, um, wie er angab, einige Kleidungsstücke zu holen, die sein früherer Wirt in Verwahrung genommen. gegen ihn aufzureizen. Unwahrer Weise behauptete er in der Verhandlung, der Betötete habe ihn im Hof mit einem - - Aus Desterreich: 165 Dchsen, 0 Bullen. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht-| LebensDchien: a. bollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fleischige, nicht ausgewäftete unu ältere ausgemäftete c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. bollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a bolfleischige ausgemäftete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. volfleischige ausgemäßteten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entw delte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Kinder) gewicht Ma 80-85 74-76 68-72 66-68 - 71-73 68-70 52-54 d. mäßig genährte Rühe und Färsen ( Stiere und Rinder) 50-51 e. gering genährte Aühe und Färsen 3. Oftober 1905 Bie lowati von der„ Voltsstimme" veranlaßte den Frankfurter Jn der Wirtschaft an der Schloßgasse traf er mit dem ammlung Donner Bersammlung wieder einmal eingehend damit zu beschäftigen. Als Bieber aufftand, die Wirtschaft zu verlassen, glaubte für die nächste Sigung Journalisten- und Schriftsteller- Verein, sich in seiner legten Erschossenen zusammen, wechselte aber fein Wort mit ihm. Uh, ift: 1. Refbach einem umfangreichen Referat des Redakteurs Giesen Bauer, es geschähe, um seinen Sohn und dessen Freunde Baugefach bes Seip 3. ahm die Versammlung folgende Resolution an: Teil Marburgerft Beugniszwangs gegen die Breffe. Seine Anwendung Bluttat grenze nahe an Mord, daher müsse gegen Bauer ie Balltor bier vispat Berein protestiert gegen die fortgesette Handhabung des Brügel bedroht. Staatsanwalt Reuß bemerkt, die Büdinger gba um flafter unterliegen, sollte durch den§ 20 des Preßgefezes ausbenberger Bitwe für de bei Beröffentlichungen, die der strafrechtlichen Berfolgung die volle Strenge des Geseges in Anwendung gebracht Geschäft gut. Marft geräumt. chargerfrage. 7. Bien geschlossen sein, der den verantwortlichen Redakteur schon fciebfertigen, im besten Mannesalter stehenten FamilienFrey'sden Hause, Meals Täter haftbar macht. Bei Disziplinaruntersuchungen vater, der ihm nie etwas zu Leide getan, einfach niedervier: Diepens- Desgleichen werden. Er habe ohne Grund und ohne Ursache einen ( Stiere und Kinder) gericht M I - Gießener landwirtschaftlicher Betterdienst Boraussichtliche Witterung in Heffen für Mittwoch, den 4 Oftober. Beitwe.se heiter, andauernd fühl, allmäh( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Berantwortli: für die Bolitik und den Inseratenteil: Befuch um Elak ber Brechenden Bestimmungen der Strafprozeßordnung nur auf ins Zuchthaus! Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage liche Aufheiterung. anenficaße.- 10. Erbau die vor die ordentlichen Gerichte gehörenden Strafsachen unter Zubilligung mildernder Umstände. Das Gericht ver11. Bezug haben. Während der Zeugniszwang gegen die urteilte den Angeklagten, der durch den Alkohol sehr herin Gießen. gulhaus.- 12. Abgabe resse für seinen eigentlichen Zwed tatsächlich wirkungs- untergekommen ist, zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe hngebäudes. - los geblieben ist, hat er immer mehr beratorische Bes Ehrverluft. Stadt- Theater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 3. Oktober 1905: Eröffnung der Spielzeit 1905/06 Wohne jetzt Diezstrasse 7, parterre. L.Kratz, Giessen Heilgehilfe und Masseur. Joh. Seibel GIESSEN, Ludwigsplatz Ausser Abonnement! Ausser Abonnement! Prolog. ff. Ouverture. Hierauf in vollständig neuer Ausstattung: empfiehlt stets Südfrüchte frische sowie sämtl. Delikatessen. Der Kaufmann von Venedig. Zar Rettung von Trunksucht Lustspiel von W. Shakespeare. Der Vorverkauf befindet sich wie früher in der Musikalienhandlung von Ernst Challier( Rudolph's Nachfolger). Hier werden auch die Abonnements ausgegeben. Bekanntmachung. versende Anweisung nach 35: Färberei und chemische Wasch- Anstalt Braubach& Fischer, Giessen Neuenweg 4, am Kreuz. Frankfurt a. M., Bibergasse 5 und Oederweg 38. Friedberg i. H. Kaiserstrasse 63. Darmstadt Ernst Ludwigstrasse 17. Mainz Ludwigstrasse 8. LUDW VON HESSEN INDUSTRIE SSISCHE PREIS GEWERBE 18431 MEDAILLE BUTZBACH 1898 AUSSTELLUN Coblenz Firmungsstrasse 4-6. Offenbach a, M, Frankfurterstrasse 36. Butzbach i, H. Fabrik gegründet 1848 Höchste Auszeichnung zuerkannt für vorzügliche Arbeiten. Landwirt! jähriger approbierter Methode Unentbehrlich für jeden zur sofortigen radikalen Be= seitigung mit, auch ohne Vorwissen, zu vollziehen. Keine Berufsstörung. Briefen sind 50 Pfg. in Briefmarken beijufügen. an adressiere: Privat Anstalt Villa Christina Voft Säckingen( Baden). Flechten näss, und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, Karl Graf, Kirchenplatz 15, ist zur Ausführung von Entwässerungsanlagen gemäß§ 16 der Polizeiver offene Füsse ordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzial. hauptstadt Gießen betreffend, vom 1. August 1904, zugelassen worden. Nach§ 16 der genannten Polizeiverordnung dürfen Entwässerungsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer ausgeführt werden. Gießen, den 30. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Montag, den 9. Oktober, findet an Ort und Stelle die Verpachtung des leihfälligen städtischen Geländes statt und zwar: bormittags 9 Uhr beginnend Peinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig: wer bisher vergeblich hefte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE ( rei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Naphtalan je 15, Walras 20, Bonroefett, Venet. Terp., Kampferpflaster, Perubalsam je 5, Eigelb 50, Chrysarebin e,& Zu haben in den Apotheken. bes. in d. Hirsch- Apotheke und in der Universitäts- Apotheke. * g. Blutftod. Timerman Hilfe Samburg Fichteſtr. 33 ( u. meine hier t. D. vat. Neuheit. Geld- Darlehne gibt Selbſtgeb. 5%, ohne un nötige Vorauszahlung. Schneeweiss, Berlin, Invalidenstraße 38. Rückporto. 35 Triebviertel in Gewann 3 zwischen dem Wäldchen und dem Schießhaus, 7 bei dem Philosophenwald, Städt. 125 " 25 " " 11 " 13 bet der Tannc. Nachmittags 3 1hr beginnend: 205 1/10 Flur 27 Nr. 205 6/10 Grabgarten am Langenstein und alten Schlag. Flur 22 Nr. 116 ein Stück Grabgarten am Riegelpfad bei der Ebelstraße. Flur 4 Nr. 348 3/10 361 qm Grabgarten am unterften Riegelpfad. Flur 5 Nr. 172/175 Grabgarten auf der Weißerde, bisher dem Oberpostschaffner Pfaff gehörig. Verschiedene Grundstücke bisher der Aktienbrauerei gehörig, Flur 26 Nr. 78 575 qm Acker im Günthers Graben am Leihgesterner Weg. Flur 17 Nr. 82/86 2272 qm Acker am Hamm bei dem Elektrizitätswert. Flur 17 Nr. 59 1188 qm Adfer am Hamm. 600 Klafter Acker am Wißmarer Weg an der Lahn. Eine Wiese am Schäferbrunnen am Wißmarerweg. Die Zusammenfunft ist vormittags auf der Grünbergerstraße an der Kreuzung mit der Landmannstraße, nachmittags an der Universitäts- Bibliothek in der Keplerstraße. Gießen, den 29. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 23. bis 30 September wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Hundemaulforb und 1 Granatbroche. verloren: 1 Portemonnaie mit 14 Mt. Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 30. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Rat und Hülfe bei eintretenden Krankheiten des landwirtschaftlichen Viehbestandes sowie Belehrung ü. Ankauf u. Zucht 340 Seiten start- Preis 2 Mk. Probeerempl. g. Mt. 1.20 fr. Buchhandig. C. Hundt, Bad Wildungen. Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 8 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, sowie durch jedo Buchhandig. Schreibgehilfe gesucht. Jüngerer gewandter Schreibgehilfe mit guter Schulbildung und schöner für bald gesucht. Im Wohnungsnach- Maschinenschreiben Beslissene und weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Geschäftsstunden von 8-1 und bon 3-6 Uhr Es sind zu vermieten: 2 Wohnung von 7 Zimmern " 2 6 " " 3 " " 3 " " Н 3 3 " f " " 1 2 in der Gabelsberger Stenographie Kundige werden bevorzugt. Meldungen mit Zeugn., Lebenslf. und Bezahlungsansprüchen bis spätest. 10. Oftober an Großh. Kulturinspektion Gießen. Möbl. Zimmer ebentl. mit Bension, per sofort gesucht. Geft. Off. sub. G. W, 2 unmöbl. u. 1 möbliert. Zimmer. an die Erp. d. Blattes erbeten. 2 Zimmer und 1 kleiner Laden. i Werkstätte. Kabinette 3a mieten gesucht: 24 Wohnungen von 1-7 3immern. Freibank. Heute Kubfleisch 54 Pig. Schöne möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu verm. Gießen, Bismarckstraße 17. Mädchen erhalten bei hohem Lohn Frau Sparr, Gießen, Seltersweg 8. gute Stellen Surch Franz Fleck prakt. Heilmagnetiseur und Hypnotist Frankfurt a. M., Zeil 3, II. Sprechstunde 9-12 u. 2-5 Uhr( Wochentags). Erfolgreiche Behandlung von Frauenleiden Organ- und Nervenleiden. Wunderbare Heilerfolge! Referenzen. Chem.Waschanstalt Gebr. Röver. Färberei. Marktplatz 18 Giessen Marktplatz 18 Bedeutendstes Werk dieser Branche in Mitteldeutschland. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Fundierungsarbeiten zum Neubau des Stadtheaters in Gießen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. 1. Erdarbeiten: girta 2000 cbm Ecdbewegung auf der Baustelle, desgleichen einscht. Abfuhr. " 3850 " 2. Maurerarbeiten: girta 1650 cbm Betonstampfung der Fundamentpjal Klintermauerwerk, Bruchsteinmauerwert. If 400 200 " " " Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingung liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer dahie Westanlage 6, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind daselbst erhältlich und mi mit entsprechender Aufschrift versehen an die unterzeide Behörde bis spätestens Samstag, den 14. Oktober, morgens 10 Uhr, eingereicht werden. Buschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 30. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Stadt- Cheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Bedingungen des Abonnements. Es wird ein feftes Abonnement ausgegeben, das auf bestimmte Wochentage lautet, nämlich auf Dienstag, Freitag und Sonntag. Für jeden dieser Tage werden Abonnementsblocks für 16 Vorstell ungen ausgegeben, die auf bestimmte Bläke lauten und zugleich als Einlaßkarte für den betreffenden Tag dienen, also nicht umgetauscht zu werden brauchen. Der Preis eines solchen Abonnementsblocks für 16 Vorstellungen auf Dienstag, Freitag oder Sonntag lautend, ist sehr mäßig gestellt, er beträgt: " " " in Loge Mr. 25.- in I. Parkett Mt. 15in Sperrsitz, 20.- in II. 10.Will ein Abonnent eine seiner Abonnements: vorstellungen nicht besuchen, so fann er das be= treffende Billet bis 10 Uhr morgens des Aufführungstages an die Vorverkaufskaffe zurückgeben und für eine Zahlung von 25 Pfg. einen Gutschein in Em pfang nehmen, für den er sich an einem beliebigen anderen Abonnementstage ein Tagesbillet ein tauschen fann. Eine Aufzahlung auf die Abonnementsbillets findet unter keinen Umständen statt. Mitglieder des Theatervereins erhalten auf diese Abonnementsblocks außerdem noch 8% Ermäßigung. Außer diesen festen Tages- Abonnements werden noch Blocks zu 20 Karten ausgegeben, die zur beliebigen Benußung in einer Abonnementsvorstellung berechtigen. Toch müssen die Abonnementskarten bis 10 Uhr vormittags am Aufführungstage an der Kasse des Vorver taufs oder an der Abendkasse gegen ein Tagesbillet um getauscht werden. Der Preis für diese Abonnements beträgt in Loge Mr. 40.- in I. Parkett Mt. 20.in Sperrfik 30.- in II. Parkett Darmstädter 15. " Pferde- Lotterie. Ziehung am 13. Oktober. 1 Los nur 1 Mar ( Ziehungsliste und Porto 20 Pfg.) 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden und fomplet Geschirr im Werte von ca. Mt. 6000. 1 Reitpferd mit Sattel und Zaum im Werte v. ca. Mt. 200 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. W. v. ca. Mk. 17 17 Pferde oder Fohlen im Gesamtwerte von 535 andere Gewinne im Gesamtwerte von Lose sind zu beziehen durch: ARE. 10 3 Mr. 50 L.F.Ohnacker, Darmstad und alle Loseverkaufsstellen. Zahn- Atelier. Künstliche Zähne und ganze Gebisse Kronen- und Stiftzähne, Zahnziehen vollständig schmerzlos. Plomben in Silber, Emaille und Zement. Garantiert billige Preise. Mr. 232. Ober Drud und Beilag ( 2. Fortfebung.) Im Hintergrund besonders freundlich als wolle er die ber steden. Die Vorde neuer. Die wohlg Bäume, der kleing Borfenstämmen fü zuzuwinfen. Auf Eremitage, welche rajdhur erbaut m Ob ich hinein nächsten Moment gehörten nicht meh Sie hatten fid das Erbbegräbnis Wege, welche dorth frei, da dieser T gestattet war. Sie hatten da auf, die Schw strömte durch die weißem Marmor a oben zu schweben breitete. Die lette schmückt. Den Eng ren modelliert, und schöne Baronesse E In stillem Gebet si Mutter, dann t Wollen wir glei fich fragend die jün warf einen Blick auf laß uns aus der an auf meinen Lieblings Frau Garne beg hatten sie einen fan mit Tannen bepflan Bäume, welche wie lag ein berfallenes „ Entjinnst du d Aufgaben lernten, Ach ja, es lebt Rut mit leijem S liche Neugierde gar näheres erzählen, nun nicht erlebt. „ Eine Freifrau welche bis dahin gej fich fragend an. Nach der halbe das Grab sehr alt je zählige Male als Kin fonnte nur vereinze fennen. pujuminen zu cuno der Metallindustrie gleichfalls auszusper merbslos zu mader rung", jo zu fagen Streif" der Arbeiter 1000 Arbeiter um legung von bedaue Bitätswerte berjorg Teuchtung und die Arbeitsniederlegung fehr hemmen, die unterbrechen. Das nung, die nicht ged Eingreifen von Pi Fall der Not werde leihen. Die Berline den Provinzen herbe und Ingenieure die Feuerung versehen. behrliche Mannschafte Wir gestehen, daß tätsmerte wenig Sorg helfen wissen. Aber ma Arbeitern und ihren& Menschen werden, die d nicht binnen 14 Tagen Biermalhunderttausend fie würden es sich auch Streif und Aussper Gegen ihren Mißbrand Aber den Mißbraud fol Sympathieitreit ist eben fait immer ein Migbrau meiden und müffen aus Roinigen der Zähne ebenfalls billig.= Konrad Stroh Wigmar bei Gießen( Kreis Wetzlar.