awette Bimmer bon dem meinen hatte Berdant inne, der alfo wie ich noch auf பார் ein wenig Luft schöpfen Wenn Kinder Iniel haben, wissen Jahre Srfolg?" at einen ht hat?" tändiges n Armen Besprächs hnen." at hated Berliner Nr. 153. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberbelfen, die Kreise Weßlar and Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 3. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen bierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Revolten in Russland. An den verschiedensten Stellen im weiten 3arenreiche erhebt die Revolution ihr Haupt. Die Bande der Ordnung lösen sich, und das ganze Gefüge des Staates erscheint be= droht. Immer deutlicher macht sich ein planmäßiges Vorgehen geltend. Auf Odessa, von wo die Bewegung einen besonderen Anstoß erhielt, richtet sich fortgesetzt das Interesse. Was ging in Odessa vor? Tagelang haben die russischen Regierungsfreise unter dem Banne dieser Frage gestanden, und tatsächlich konnte ihnen von dort die Entscheidung über ihr Sein oder Nichtsein kommen. Aus Petersburg wird uns vom 1. Juli gemeldet: Eine Aufregung, die bis zur Verzweiflung sich steigerte, begann aller Kreise sich zu bemächtigen. Bis zum frühen Nachmittag wußte man absolut nicht, was eigentlich in der großen Handels- und Marinestadt am Schwar zen Meer vorgegangen war. Die Regierung behandelt alles mit äußerster Geheimniskrämerei. Sicher ist nur, daß auch das Begräbnis des Matrosen Omeltschuf nicht ohne blutige Zusammenstöße abgegangen ist und daß dafür der Knäs Potemkin" scharfe Schüsse auf die Stadt abgegeben hat, sowie ferner, daß eine wahre Flucht der be sitzenden Klassen in Odessa eingerissen und aller Arbeits: betrieb vollständig gestört ist. Was sonst an Nachrichten von dort angelangt ist, steht untereinander im denkbar schärfsten Widerspruch. Nach der einen Gruppe der Mel. dungen haben sich die meuterischen Matrosen des„ Knäs Potemkin" dem Schwarzen Meer- Geschwader ohne wei teres ergeben, als dasselbe das revolutionierende Schiff umzingelte und die Kanonen darauf richtete, bereit, es in Grund und Voden zu schießen. Ganz anders lautet da gegen eine weitere Nachricht, derzufolge der Knäs Potemkin" sich nach wie vor im Besitz der Menterer befinde und daß cin zweites großes Kriegsschiff, der„ Georgi Pobjedonoszew", sich jenen angeschlossen habe. Die Offi ziere seien von den eigenen Matrosen in Ketten gelegt. Die menterischen Schiffe sollen bereit sein, einen Angriff der übrigen Panzer abzuwehren. Es wird sogar behaup tet, daß immer mehr Schiffe zu den Aufständischen über. gehen. Kein Mensch weiß natürlich mit diesen vollen. deten Widersprüchen etwas anzufangen, und es ist nur allzu begreiflich, daß daraus die schlimmsten Befürchtun gen entstehen und eine wahre Banik auszubrechen droht. In der ganzen Küstenlandschaft des Schwarzen Meeres ist der Kriegszustand verhängt, und bald wird es soweit gekommen sein, daß dieser Ausnahmezustand im Zarenreiche die Regel bildet. Daß eine Revolte in Kronstadt ausgebrochen sei, wird insoweit in Abrede gestellt, als es sich nicht um Matrosen, sondern um mehrere Hundert Kohlenzieher handle, die einen Marineoffizier mißhandelten. Schlimme Dinge werden aus dem Innern des Rarenreiches gemeldet, und sie beweisen, daß auch dort bereits die Empörung sich mehr und mehr unter der Armee ausbreitet. Blutige Vorkommnisse in Kursf. Aus einem Rer: contre auf dem Bahnhofe der Stadt Kursk, der Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements, entstand Mord und Blutvergießen. Es wird uns darüber berichtet: Auf dem Bahnhofe zu Kursk befahl ein Offizier die Festnahme eines betrunkenen Soldaten, und als dieser unverschämte Antworten gab, zog der Offizier den Säbel und stieß den Soldaten nieder. Die Volksmenge stürzte sich auf den Offizier, der in seinen Wagen flüchtete. Dieser wurde mit Steinen und Balken bombardiert, während der Offizier mehrere Revolverschüsse abgab. Mit Mühe gelang es, seine Familie aus dem Wagen zu retten; die Menge begoß den Wagen mit Petroleum und steckte ihn in Brand. Der Offizier kam in den Flammen um. Eine Dragonerschwadron zerstreute die Menge. Auch im russischen Offizierkorps geht der Geist der Rebolution um, und alle Grade beginnen sich ihm zu ergeben. Verhaftung meuternder Offiziere. In der Grenzfestung Kowno wurden auf eine anonyme Anzeige hin bei einer Anzahl Offiziere eine Haussuchung abgehalten und die Entdeckung gemacht, daß sie revolutionären Vereinen angehören, die dazu bestimmt sind, die Soldaten gegen die Regierung aufzuwiegeln. Verhafteten ist ein General und ein Oberst. Unter den Wenn es nicht gelingt, den Geist, der hier sich zeigt, einzudämmen, dann ist der Zusammenbruch unvermeidlich. Wer find die Kevolutionäre? - Ein Beitrag zur Gärung im Zarenreich. Man schreibt uns: Was im heiligen Rußland vergeht, das dürfen die Nussen nicht ohne weiteres erfahren, die nicht bloß unmündig, sondern auch wenn der Ausdruck gestattet ist unohrig sind, wenigstens dafür angesehen und gehalten werden. Sie haben freilich einen Mund, aber zum Sprechen bedürfen sie besonderer Erlaubnis; sie haben freilich Ohren, aber es darf ihnen nur zu Ohren kommen, was eine hohe Obrigkeit als dazu geeignet abgestempelt hat. Die Zensur gilt nicht bloß den Gesinnungen, sie gilt ebenso den Tatsachen gegenüber. Den Zeitungen werden unbequeme Erörterungen bei Strafe der Unterdrückung verboten; sie werden gleichermaßen gehindert, tatsächliche Mitteilungen zu veröffentlichen, die als unbequem empfunden werden. Den auswärtigen Zeitungen kann die Zensur freilich nichts berbieten, aber in der Zensurschwärze hat sie ein ausfömmliches Hilfsmittel. Auf diese Weise wäre die Möglichkeit, sich aus Blättern zu unterrichten, die die Wahrheit sagen dürfen, völlig abgeschnitten, wenn nicht das System der Privilegien" einen Ausweg böte. Wer einen getvissen Rang einnimmt und durch seine gesellschaftliche Stellung Gewähr dafür bietet, daß er mit den bestehenden Verhältnissen zufrieden und gegen das Gift des politischen Mißbergnügens gefeit ist, der hat das Privilegium, auswärtige Blätter mit Umgchung der Zensur zu erhalten. Diesen Beborzugten, nimmt man an, schadet die Kenntnis der Wahrheit nichts. Natürlich behalten die„ Privilegierten" nicht für sich, was sie lesen. Mündlich wird es weiter getragen, mit erstaunlicher Schnelligkeit und ebenso erstaunlicher Entstellung. So werden breite Schichten der Bevölkerung mit Märchen gefüttert, die aus der Quelle der Wahrheit fließen, aber recht starke unkontrollierte Zusäße enthalten. Was in Lodz und Warschau geschehen, was sich jetzt in Odessa ereignet hat, das wissen wir ganz genau, obwohl es in feiner russischen Zeitung gestanden, und noch weit mehr was freilich nicht wahr zu sein braucht. Dafür ist uns wiederum bekannt, was die auswärtigen Zeitungen so leicht nicht erfahren können, weil es in den russischen Blättern feinen Widerhall findet: daß die russische Gesellschaft durch und durch revolutioniert ist. Wenn junge Leute radikalen Anschauungen huldigen, wenn katilinarie Eristenzen, die ihre Sache auf nichts gestellt haben, mit dem Gedanken einer Schreckensherrschaft spielen und zu Ernerimenten bereit sind, bei denen sie nur gewinnen können, weil sie nichts zu verlieren haben, so sind das Erscheinungen, die man schon überall angetroffen hat. Die Jugend neigt eben aus Mangel an Erfahrung zum Radikalismus, und die Catilinarier sind zu allen Zeiten dieselben gewesen. Sier aber kann man Taa für Tag Männer von Rang und Besitz und durchaus gemäßigter Gesinnung, die sich ein gan zes Leben hindurch bewährt hat, versichern hören, daß sie in der Errichtung von Barrikaden ein notwendiges Heilmittel sehen, und daß sie bereit sind, ohne Rücksicht auf Frau und Kinder, selbst auf die Barrikade zu gehen. Das kennzeichnet eine ganz einzigartige Stimmung aussichtsloser Verzweiflung auch dann, wenn man an der Ausführung der heroischen Versicherung sich noch einige Zweifel erlaubt. Daß solche Gedanken in den„ sattesten" reisen gehegt werden, deren persönliches Behagen in feinem Punkt in Frage ge stellt ist, läßt Rückschlüsse auf die Stimmung in beamteten intelligenz"-Kreisen zu, auch unter den Offizieren. Die Marine galt in dieser Beziehung schon immer für angekrän felt. Und mit Grund. Sie hatte die schlimmste Korruption mit ihren bösartigsten Wirkungen greifbar vor Augen, und das hat die monarchische Gesinnung bei ihr nahezu ausge rottet. Die Meuterei auf dem„ Knäs Potemkin" hat des. halb in Petersburg auch gar kein Erstaunen hervorgerufen. Weit eher hat man sich gewundert, daß bloß 8 Offiziere mit den Meuterern gemeinsame Sache gemacht haben. Der Krieg in Oftafien. Spärliche Nachrichten kommen jetzt von den Operationsfeldern in der Mandschurei. Möglicherweise üben auch schon der erwartete Waffenstillstand oder die begonnenen Friedensverhandlungen ihren Einfluß aus. In Amerifa will man bestimmt wissen, daß Verhandlungen wegen eines Waffenstillstandes in der Mandschurei im Gange sind. Man glaube, daß die Waffenruhe von Lenewitsch und Orama vereinbart werde. Von russischer Seite soll der Botschafter in Rom, Murawiew als Bevollmächtigter für den Friedenskongreß bestimmt worden sein. Ein Angriff auf Wladivostok wird allerdings auch in den Bereich der Möglichkeit gezogen. So sollen sich die 6. und 7. japanische Armee unter den Generalen Takahira und Afiama bei Ninguta auf halbem Weg zwischen Kirm und Wladiwostof vereinigt haben, um Wladiwostok zu belagern. Aus dem jcpanischen Hauptquartier wird berichtet, newitsch empfange Verstärkungen, es scheine aber nicht, daß er die Offensive zu ergreifen beabsichtige. Mit dieser Vermutung wird man nach dem bisherigen Verlauf der Dinge wahrscheinlich recht behalten. Zur See schneidet Rußiand fortgesetzt schlecht ab. Neuerdings isi wieder ein russischer Dampfer außer Aktion gesetzt. Der russische Hilfskreuzer Terek" ist in Batavia abgerüstet worden, da er wegen Arbeitsverweigerung der Kulis nicht imstande war, in Tandjong Prick die nötigen Sohlen innerhalb der vorgeschriebenen zeit zu nehmen. Bor furzem hat dieser Kreuzer sich noch den Streich geleistet, den dänischen Dampfer Prinzeß Marie" zu versenken. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Die Unterhandlungen in der Marokkofrage zwischen dem deutschen Botschafter Radolin und dem Ministerpräjidenten Rouvier in Paris nehmen zufriedenstellenden Fortgang. Rouvier dürfte in den nächsten Tagen eine Zirkularnote an Frankreichs Vertreter im Auslande erlassen, in der auf Grund des Notenaustausches mit dem Reichskanzler Bülow und der nachfolgenden mündlichen Erörterungen die Stellung Frankreichs zum Konferenzprojekte genau gefennzeichnet werden soll. Dem deutschen Botschafter wurde bereits eine neue Note Frankreichs überreicht, worin Frankreich formell den Entschluß mitteilt, an der internationalen Maroffofonferenz teilzunehmen, vorausgesetzt, daß die in der Konferenz vorzulegenden Verhandlungspunkte von beiden Regierungen schriftlich niedergelegt werden entsprechend den bisher geführten mündlichen Verhandlungen. -- Die Verarbeiten für eine Reform der Arbeiter- Versicherungsgesetze sind seit längerer Zeit im Gange, find aber noch nicht so weit gediehen, daß an die Einbringung eines Gesetzes in der nächsten Reichstagssession gedacht werden kann. Ob die Zusammenlegung der Alters-, Invaliden- und Krankenfassen- Gesetzgebung zur Tatsache werden wird, steht noch dahin. Jedenfalls wird eine gründliche Reform der Krankenversicherung geplant. Der Lotterievertrag mit Preußen wurde von dem reußischen Landtag in Gera genehmigt. Damit ist der seit längerer Zeit in der Schwebe befindliche Vertrag zum Abschluß gekommen. * Der nächste Weltpostkongreß wird sich mit grundlegenden Reformen zu beschäftigen haben. Die Schweizer Bostverwaltung will beantragen, daß das zulässige Gewicht eines einfachen Briefes im internationalen Verkehr von 15 auf 20 Gramm erhöht und die Tare für Geschäftspapiere von 25 auf 10 Centimes ermäßigt werden soll. Für nicht genügend frei gemachte Briefe soll nur der einfache, nicht der doppelte Betrag der fehlenden Freimarken erhoben werden. * Die Kammer der Abgeordneten in Stuttgart hat den Entwurf der Verfassungsreform für Württemberg einer Kommission überwiesen. Damit dürfte das Zustandekommen der Reform gesichert sein. * Gegen die vorgeschlagene Einführung der Schiffahrtsabgaben auf deutschen Flüssen beabsichtigt die sächsische Regierung Stellung zu nehmen. Auch mehrere süddeutsche Regierungen steken dem Plan dem Vernehmen nach ablehnend gegenüber. Oefterreich- Ungarn Im Wiener Abgeordnetenhause erklärte der Ministerpräsident bei der Beratung des Handelsvertrages mit Deutschland, die Regierung werde alles unternehmen, um die handelspolitische Aktionsfähigkeit Desterreichs sicher zu stellen. Die von der ungarischen Regierung eingegangene Note besage, daß die ungarische Regierung unter Vorbehalt den weiteren handelspolitischen Verhandlungen keine Schwierigkeiten in den Weg stellen werde. Er, der Ministerpräsi dent, erachte hierdurch die handelspolitische Situation fiit gebessert. Man dürfe mit Bestimmtheit erwarten, daß bis zum Ablauf des Termins, das ist bis zum 1. März 1906, für den deutschen Handelsvertrag auch in der anderen Reichshälfte die Möglichkeit der parlamentarischen Erledi gung. gegeben sein wird. Skandinavien. Bei der Auseinanderschung mit Norwegen werden zwei von den durch die schwedische Regierung aufgeſteten Bedingungen für wichtig gehalten, nämlich die der Schaffung einer neutralen Zone an den Grenzen und die Garantie, daß Norwegen bei dem Erztransport über Narvik feinen Exportzoll erhke. Die Gerüchte ven Mobilis.cruncen in Norwegen und Schweden werden offiziell als vollig grundlos bezeichnet. Türkei. ** Ein hartnäckiger Kampf zwischen fretischen Aufständischen und russischen Truppen fand in der Nähe von Platania statt. Der Kampf dauerte viele Stunden. Russische Kanonenboote und ein französischer Torpedojäger unterstützte die Landtruppen, indem sie das Lager der Aufständischen bei Agia Marina bombardierten. Aus Saloniki wird gemeldet, daß bulgarische Komitatschis das griechische Kloster Prodomos bei Nidusta niedergebrannt. Amerika. ** In Newbury ist der Staatssekretär John Hay gestor. ben. Er ist 67 Jahre alt geworden, war aus dem Juristenstande hervorgegangen und leitete acht Jahre lang das Ministerium des Auswärtigen. Preussifcher Landtag. Herrenhaus. RK Berlin, 1. Juli. ( 47. Sigung.) Das Haus ist nur schwach besucht. Von Zizewijagenow berliest zwei Berichte über Rechnungssachen und Staats. einnahmen. Die Berichte werden debattelos durch Erheben bon den Sitzen genehmigt. Präsident Fürst Knyphausen berliest den Tätigkeitsbericht des Herrenhauses für die abgelaufene Session. Reichsbankpräsident Koch spricht dem Fürsten zu un- u. Knyphausen den Dank des Hauses aus für die Geschäftsführung. Darauf schließt der Präsident mit Dankeswerien und dreimaligem Hoch auf den König die Sizung. Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 1. Juli. ( 195. Sigung.) Die Abgeordneten sind in sehr großer Zahl erschienen. Das Ereignis des Tages sind die Eröffnungen des Ministers von Budde über die Reform der Personentarife. Der Minister führt aus, von einer Verteuerung könne keine Rede sein. 15,5 Millionen Ausfall sei der Effekt dieser Reform, und diese würden langsam hercingebracht werden, nicht von der dritten und vierten, sondern von der ersten Klasse. Demgemäß soll auch ein Zuschlag nur für die internationalen Schnellzüge erheben werden, nicht für diejenigen, die nur lokalem Verkehr dienen. Als das Beste der Reform betont Herr von Budde die soziale Seite": Keine schlechten Zugverbindungen, feine schlechten Fahrpläne und feine schlechte Ausstattung der verschiedenen Klassen werden sich zeigen. Die Rückfahrkarten sind aufgehoben worden, weil sie die Quelle und Veranlassung zu Betrügereien bildeten. In Süddeutschland hat die Reform Opfer gefordert, größer als für Preußen, und da mußte man dem Süden entgegenkommen. Die Debatte ergibt die Zustimmung aller Parteien mit Ausnahme des Freisinns. Mit dem Dank an das Präsidium und dem dreimaligen Hoch auf den Monarchen wird die letzte Sigung geschlossen. Schluß der Session. Um 5 Uhr versammeln sich die Landtagsabgeordneten und die Herrenhausmitglieder noch einmal zu einer gemeinsamen furzen Sitzung im Herrenhause. Ministerpräsident Fürst Bülow verliest eine fönigliche Botschaft, durch welche die Session für geschlossen erklärt wird. Mit dreimaligem Hoch auf den Landesherrn gehen die Abgeordneten auseinander. Nab und Fern. † Verkehrsstörungen infolge von Hite. Eine Gluthize brütete dieser Tage über Berlin, und in den großen Städten werden 43 Grad Celsius, die das Barometer stellenweise aufwies, ganz anders verspürt, wie anderswo. Vielfach wurde das Asphalt- Pflaster so weich, daß schwere Gefährte stecken blieben. Die Wagen der Straßenbahn mußten am Opernplatz von Pferden über die Linden gezogen werden, da die dort zur Benutzung gelangenden unterirdischen Stromabnehmer, die sogenannten Pflüge, wegen der unter der hohen Temperatur eingetretenen Dehnung der Schienen nicht mehr in den Kanal der Unterleitung hinuntergelassen werden konnten. Ein ganz eigenartiges Bild bie ten die Hunde, die auf der Straße zum Schutze der Augen gegen das grelle Sonnenlicht blaue Brillen tragen. † Einjährig- Freiwilliger auf Grund von Erfindungen. Dem Sohn eines Bäckers in dem holsteinischen Badeorte Borby ist das Recht zum Dienst als Einjährig- Freiwilliger auf Grund von zwei Erfindungen zuerteilt, die in Deutschland, England, Dänemark, Frankreich und Rußland patentiert sind. Sie betreffen einen selbsttätigen Paketschrank und einen Federhalter mit einer eingeschlossenen Reinigungsvorrichtung für die Schreibfeder. Der junge Erfinder ist als Buchhalter in einem Geschäft angestellt. † Eine elfjährige Selbstmörderin. In Erfurt ging vor ein paar Tagen die elfjährige Tochter eines Witwers ins Wasser. Der Vater der Kleinen, ein Handelsmann, der sich viel auf Reisen befand, ließ seine Haushälterin an dem Kinde Mutterstelle vertreten. Das unmenschliche Weib mißhandelte das ihr onvertraute Wesen in so schrecklicher Weise, daß das Mädchen das Leben nicht mehr ertragen konnte. † Tod durch Eisenbahnunfail. Auf der Station Dirschau fuhr Ende voriger Woche ein Rangierzug im Nebel gegen den Prellbock. Die Maschine stürzte die hohe Böschung hinab und begrub unter sich den Lokomotivführer und Heizer. Der Heizer starb auf dem Wege nach dem Krankenhause. Der Lokomotivführer, dem die Brust verbrüht und beide Beine gebrochen wurden, liegt hoffnungslos dar nieder. Teilnehmer fiel, über und über zerstochen, in Ohnmacht, andere bekamen Brechanfälle. Einer der Geistlichen konnte sich nur dadurch vor den rasenden Insekten retten, daß er ins Wasser flüchtete. Endlich gelang es einem Imker, die Bienen zu beruhigen. † Der Blitz als Mörder. Bei Machtolsheim im Württem bergischen wurden zwei Frauen, die auf der Landstraße 200 Meter voneinander entfernt gingen, von einem und dem selben Blize getroffen und auf der Stelle getötet.- Bei einem Gewitter, das sich kürzlich über die pommersche Ortschaft Polzin entlud, fuhr der Blitz in die Kirche. Der dori weilende Küster, sowie zwei Kinder wurden erschlagen, meh rere andere Personen wurden gefährlich verletzt. † Selbstmord wegen der Schwiegermutter. Ein Kaufmann aus Wesel reiste dieser Tage nach Witten, um seine dort bei ihrer Schwiegermutter weilende Frau zur Rückkehr in sein Haus zu bewegen. Als die Frau sich weigerte, trank der erboste Mann Lysol und erlag bald darauf seinen VerTegungen. † Bankraub in Wien. Internationale Gauner haben der Wiener Länderbank einen Besuch abgestattet und dabei 20 000 kronen erbeutet. Einer der Täter wurde verhaftet, er trug einen Baß bei sich auf den Namen James Patrid Howard, Privatier aus London. Er hatte nur eine geringe Barschaft bei sich. Sein Komplize ist mit dem Raub entkommen. † Das Unglücks- Fahrzeug. Auf einer Chaussee in der Nähe von Altwasser wurde vor einigen Tagen ein Schlosser. der von der Arbeit nach Hause ging, von einem Automobil überfahren. Der Mann war auf der Stelle tot. † Ein ganzes Dorf abgebrannt. Das Dorf Fang, an der ostpreußisch- russischen Grenze belegen, ist vor kurzem böllin eingeäschert. Es sind dort 348 Häuser niedergebrannt, und über 400 Familien sind obdachlos. † Eine verhängnisvolle Hochzeit. In Schadeck im rusfischen Gouvernement Kalisch wurden bei einer daselbst dieser Tage gefeierten großen Bauernhochzeit 34 Personen durch denaturierten Alkohol vergiftet. Eine Anzahl sind alsbald gestorben, die übrigen liegen hoffnungslos darnieder. † Wütende Bienen. In Alt- Rognitz in der Nähe der böh mischen Stadt Trautenau wurde am Frohnleichnahmstage eine Prozession von Vienen überfallen. Die wütenden Tiere Sprengten den ganzen Zug auseinander, eine Anzahl der Schluss des preufsifchen Parlaments. CB Berlin, 1. Juli. ( Eig. Bericht.) Nach 195 Sigungen des Abgeordnetenhauses, nach 47 Sizungen des Herrenhauses ist der preußische Landtag in gemeinschaftlicher Sitzung beider Kammern geschlossen worden. Die Session ist, wie schon aus der angegebenen Zahl der Sigungen hervorgeht, von ungewöhnlicher Ausdehnung ge= wesen, und beide Häuser haben sich an den gesetzgeberischen Arbeiten mit großem Fleiß beteiligt. Ein wesentlicher Teil der parlamentarischen Aufgaben ist an den Reichstag übergegangen, der deshalb für das öffentliche Interesse in der vordersten Reihe steht. Wenn es aber auch vorzugsweise der Reichstag ist, in dessen Hallen„ um der Menschheit große Gegenstände, um Herrschaft und um Freiheit gestritten wird," so sind die Einzellandtage doch weit von BedeutungsTosigkeit entfernt: ja man fann wahrnehmen, daß ihr Ansehen und ihr Einfluß neuerdings wieder gestiegen ist. Die Politik des Reiches wird manchmal recht merklich von den Einzelstaaten und Einzellandtagen aus bestimmend beeinflußt. Während sonst wohl die Neigung bestand, den Kreis der Reichszuständigkeit zu erweitern, zum mindesten aufzu= füllen, ist gegenwärtig eine andere Strömung bemerklich und ein anderer Wille: der Wille nämlich, die Zuständigkeitsgrenzen der einzelstaatlichen Gesetzgebung und Besteuerung eher auszudehnen, jedenfalls nicht ferner einschränken zu lassen. In zahlreichen Erörterungen zeigte sich das, die, namentlich im Herrenhaus, hinsichtlich der kommenden Reichsfinanzreform und der damit zusammenhängenden Steuerfragen gepflogen wurden. Gegen eine Reichs= erbschafts- und gegen eine Reich sein kommen- ste u er wurde fräftig Einspruch erhoben; und man wird mit der Annahme nicht fehlgehen, daß andere Landtage dem beipflichten werden. Die Feststellung der Uebereinstimmung zwischen Regierung und Landtag, die Berggesetzgebung unter Landestoheit zu halten, bildete den Schlußafford der ganzen zurückliegenden Session, das Siegel auf die nach manchen Disharmonien erneuerte Eintracht. An dieser Eintracht war bei Beginn der Session nicht wenig zu flicken. Die Kanalvorlage, zweimal verworfen, war zum drittenmal wiedergekehrt, iegt in so veränderter Gestalt, daß die Zustimmung erteilt werden konnte. Damit war ein ärgerlicher Konfliktsstoff in befriedigender Weise aus der Welt geschafft, und die versöhnten Barteien fanden den Boden zu gemeinfomer Weiterarbeit geebnet. Das ging ganz gut, bis die Bergwerfsfragen auftauchten, deren innerliche Verwickelung zur Stunde noch nicht ar durchschaut ist. Der gescheiterte Versuch, die Mehrzahl der Hibernia- Aktien von Staats wegen zu erwerben, der dann mit dem Ankauf eines fleineren Teils dieser Aktien endete, hatte eine Verstimmung der Bergwerksbesitzer gegen die Bergwerksverwaltung zurückgelassen. Diese Verstimmung machte sich bei dem Streik im Ruhrgebiet recht lästig bemerklich und trug dazu bei, die Bemühungen der Regierung zur Herbeiführung einer Verständigung zu vereiteln. Daraus wieder entsprang für die Regierung die Notwendigkeit, einseitig gesetzgeberisch vorzugehen. Die Bergarbeiterschutznovelle war das Ergebnis. Daß diese zur Verabschiedung gebracht wurde. cchört zu den dauernden Verdiensten der abgelaufenen Session, die auch sonst auf sozialem Gebiet Hervorragendes geleistet hat. Wir rechnen dazu die Bewilligung von 15 Millionen Mark zu Arbeiterwohnun= gen und die Annahme des von dem Grafen Douglas gestellten Antrags auf Einrichtung eines Volkswohl= fahrtsamts. Geregelt wurden die Lehrerbesoldungen, der Abschluß eines Gebietsaustausches mit Bremen, der der alten Hansastadt freundnachbarlich die Erweiterung ihrer Hafenanlagen ermöglicht. Ein freundlicher Ausklang war es, daß Eisenbahnminister von Budde in der letzten: Sitzung des bgeordnetenhauses die Befürchtungen zerstreuen konnte, die an einige Angaben über die geplante Personentarifreform geknüpft hatten.- Ende gut, alles gut. ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser besuchte von Travemünde aus den Rittergutsbesiker Hauswald auf Rosenhagen, der auch zur Frühstückstafel bei dem Kaiserpaar auf die„ Hohenzollern" geladen wurde. Dort ist auch der Prinz Karl Anton von Hohenzollern eingetroffen, der von seiner Reise auf den ostasiatischen Kriegsschauplatz zurückgekehrt ist. Bei dem Rennen der Schooner- Kreuzer ist der Kaiserpokal zunächst nicht zur Vergebung gelangt, da die in Frage kommenden Fahrzeuge teils Fehler gemacht, teils nicht die genügende Zeit herausgesegelt hatten. Der Kaiser hat das an ihn gelangte Telegramm, das ihm die englische Abordnung zum Studium städtischer Einrichtungen bei ihrer Abreise aus Deutschland zugehen ließ, auf das Freundlichste beantwortet. Feer und flotte. Hus den Parlamenten. - Der Vorsitzende der konservativen Fraktion des preuBischen Abgeordnetenhauses Graf Limburg- Siirum bat sein Landtagsmandat niedergelegt. Sein Reichstagsmandat gedenkt Graf Limburg- Stirum zu behalten. Als Nachfolger im Vorsitz der konservativen Landtagsfraktion wird Gras Wartensleben- Nogäsen genannt. Kunft und Wiffenfchaft. if Shakespeare- Aufführung im Freien. Eine nette Idee hat in London der Theaterunternehmer Patrick Kirwa verwirklicht, indem er den königlichen Botanischen Garten zur Szene einer idyllischen Theateraufführung verwandelte. Auf diesem weichen Rasenteppich, unter dem Dach dichtbelaubter Bäume wurde Shakespeares Sommernachtstraum" aufgeführt Die Wirkung war ganz vortrefflich. Der Großadmiral in der deutschen Flotte. Durch die Ernennung des Chefs der aktiven Schlachtflotte und GeneralInspekteurs der Marine Admirals von Köster zum Großadmiral ist eine neue Charge in der Marine geschaffen worden. Bisher hat die deutsche Marine einen Großadmiral nicht besessen. Der Großadmiral besitzt den Rang eines Generalfeldmarschalls. Die Dienstabzeichen sind zwei gefreuzte Admiralstäbe auf den Achselstücken und eine schmale Goldtresse auf dem Aermelbesatz. Die Flagge des Großadmirals zeigt die gekreuzten Admiralstäbe in der weißen Admiralsflagge mit dem aufrecht stehenden Eisernen Kreuz. mh Neue Rockefeller- Stiftungen. John Rockefeller hat der Unterrichtsverwaltung der Vereinigten Staaten zehn Millionen Dollar, zahlbar am 1. Oktober dieses Jahres, zur Förderung des höheren Unterrichts in den Vereinigten Staaten zur Verfügung gestellt. Die Abschaffung der blanken Säbelscheiden im deutschen Heer. Eine kaiserliche Kabinettsorder bestimmt, daß in Zukunft alle Degen- und Säbelscheiden dunkel gefärbt werden. Es ist damit ein weiterer Schritt in der Nichtung getan, allmählich die weithin sichtbaren Farben und blitzenden Metallteile der Uniform abzuschaffen. - Vermischtes. [ Der größte Bahnhof der Welt.] Der zurzeit im Bau befindliche Zentralbahnhof von Leipzig wird eine Frontlänge von 300 Meter erhalten und damit alle bisherigen Bahnhöfe der Welt überholen. In der Eingangshalle sollen die Fahrkartenausgabe- und die Gepäckannahmestellen nach preußischen und sächsischen Linien getrennt eingerichtet werden. Die Straßenbahn wird dicht an die Bordkante geleitet. Für 222 Droschfen werden Haltestellen eingerichtet. Einzelne Straßen in der Nähe werden um mehrere Meter verbreitert. [ Kneipp- Kuren in alter Zeit.] In einer wissenschaftlichen Gelegenheitsschrift hat Professor Ebstein- Göttingen jüngst eine Vorgängerin der Wasserkur à la Kneipp aus dem 12. Jahrhundert festgestellt. In einem aus jener Zeit stammenden französischen Gedicht, betitelt„ Das Cour machen der Liebenden", findet sich folgender Vers: Ich erhob mich früh am Morgen, Um in ganz nackten Füßen im Tau Mich zu ergößen, ging ich nach einer Wiese, Die Aerzte sagten, daß dies gesund ist. Auch aus dem 13. Jahrhundert sind Verse nachge. wiesen, die beweisen, daß die nassen Promenaden damals schon als Medizin galten. Sie lauten in der Uebersetzung cus dem Französischen: Sie ist von da in ihren Garten gegangen, Mit nackten Füßen geht sie durch den Tau; Mit einem Belze war sie bekleidet, Und einen großen Mantel hatte sie über. Und der Priester usw. ,, Dame," sagte er ,,, guten Tag! Warum sind Sie denn so früh aufgestanden?" ,, Herr," sagte sie, der Tau Sit gut und gesund in dieser Zeit, Und er ist eine sehr große Erleichterung, Das sagen die Aerzte." Denkmalsfeier in Lich. ▲ Lich, 2. Juli. Die Enthüllungsfeier des Denkmals weilend Sr. Durchlaucht des Fürsten Ludwig zu Solms- Hohensolms- Lich fand heute Nachmittag 3 Uhr statt. Der Großherzog, welcher zur Feier erwartet wurde, hatte telegraphisch seine Verhinderung mitgeteilt. Die Großherzogin traf um 230 mit dem Personenzug über Gießen ein und wurde am Bahnhof vom Fürstlichen Paare empfangen und von einer großen Voltsmenge begrüßt. Um 3 Uhr wurde an der Turnhalle der Festzug aufgestellt, an dem sich die Ehrenjungfraueu, das Denkmalfomitee, der Stadtvorstand, die Geistlichen, Lehrer und Bürgermeister des Solms- LicherLandes, die hiesigen Vereine, die Präparanden- Anstalt und die Schulklassen beteiligten. Dann erfolgte der Zug durch die Stadt. Unterdessen hatten sich die roßherzogin, die Fürstliche Familie, Prinz Ludwig, Brinz Reinhardt, Graf Lynar, Graf Dohna, Graf Karl von Solms- Laubach am Dentmal eingefunden und in dem vor dem Denkmal errichteten Baldachin Plaz genommen. Als Vertreter der Regierung wohnte auch Provinzialdirektor Geheimrat Dr. BreidertGießen der Feter bei. Um 32 Uhr traf der Festzug am Denkmal ein. Nach dem gemeinsamen Lied" Ene fefte Burg ist unser Gott" trug der Gesangverein„ Cäcilia" den 121. Psalm vor. Danach hielt Stiftdechant Klingelhöffer die Festrede, worin er das Leben, die Bedeutung und das Wirken des Fürsten Ludwig schildert. Er wurde am 24. Juni 1805 geboren und war von 1828-1880 Fürst. Bei dem Könige Friedrich Wilhelm IV. und späterem Kaiser Wilhelm I. stand er in hohen Ehren. Wegen seiner staatsmännischen Klugheit wurde er oft zu Rate gezogen. 1838 wurde er Mitglied des preußischen Staatsrats, 1861 hielt er bei der Krönung Wilhelm I die Huldigungsrede des Adels. Theologische Herren wie Harnad, Stadt, Stöcker u. a. waren ost seine Gäfte. Er übte große Mildtätigkeit und rief u. a. das hiesige Hospital ins Leben. Redner schließt mit den Worten: Wer den besten seiner Zeit genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten." Fürst Karl übernahm dann das Denkmal mit den Worten:" Ich übernehme dieses Denkmal, das für meinen Großoheim errichtet ist und gebe meiner Freude Ausdruck darüber, daß die Bevölkerung von Lich und dem Solmser Land einen so großen Teil zur Errichtung des Denkmals beigetragen hat. Tas ist ein höchst erfreulich Zeichen dafür, daß das seit Jahrhunderten be stehende Band zwischen meiner Familie und der Bevölkerung der Standesherrschaft auch heute noch besteht und ferner bestehen wird. Ich bitte, das Denkmal zu enthüllen." Die Kapelle der 116er spielte den Ernst Ludwig Marsch. Nach dem Gesang d.„ Wänner quartetts" und dem gemeinschaftlichen Liede Deutschland über Alles" erfolgte der Abmarsch des Feftzugs nach dem Hardtberg, wo bei Konzert und Tanz Volksfest stattfand. Die Herrschaften begaben sich in das Schloß, wohin auch die Pfarrer, Lehrer, Bürgermeister des Solmser Landes, sowie das Festtomitee und der Stadtborfland sum eine bengalifdhe Dentmal bes F Rouer- Berlin her Mannelgröße, fodel flebt. 658 Uhr wieder und Frankfurt Die Jubeljei Shömt h wohl andere a baß die alte Fefte fiert. warten, als ba werde. Gießen und wohlbegründ wunderlich, daß 1885 der Stadt Allerdings fpielen gebende Momente Bilde ben fteuert fchaft Gießens be Vorarbeit nicht b ficher fein. Den fofort am Samst den er in der weiteften Einladu Tischen und froh weifen der Banau und heitere und Den Borfiz führt Feftgäfte autbra Breidert führ hältnis zwischen Die Stimmung d Rab geherrscht h vereine in das G So sprach er die die besten Rad bonnernd aufger Dann erhob fich Löttgen, und warmen Worte. Schichte des Berei ins Leben getre ergangen waren, Eportsfreunde gründeten den Be boll weiter entwic der zwanzig Jahr hat der Berein m hat er eine Beit auf den Radsport zutage fein Brid die soziale Lage andererfeits jom weiteften Kreifen daß der Radfahr Reigen- und Kun Höhe, daß es Schönfte aber ift To redt eigentlic und Förderer d Redner die Feftg All Heil auf den Braufend brachi fpielte die Ration den ersten Berk. wünschte, da der der Stadtverwalt lernen. Heffens hervor, die es Die Radfahrerver erft in die breite Stin Hoch gilt mann bringt bie und weift auf bi wilden Turner figende des Ga Stift Frankf und wünscht de General- Jospet des Radfahrer Des Rommers fabit fich befi einen hübid durch Wies Glückwünsche Fröhlichkeit Leitung ihres 0000000 Für wiefenen Der Feier Jubiläums unferen h K e preuat sein dat ge= chfolger ♪ Graj Idee a beren zur ndelte. dicht nachts Tid hat der n Milres, zur einigten nt Bau Front herigen Le follen Len nadj tet wer geleitet. t. Eineter ber jenschaft Söttingen ripp aus ner Zeif Cour nachge. damale Serjegung ?" Juli. . Durch me- Lid herzog, feine af um de am einer an der Ehren d, die Licher It und durch n, die Graf ch am chteten ierung dertenfmal rg ift 121. r die 5 dag zam Fürst. Kaiser Staats1838 gielt er Abels. zu. a. feit und fließt g getan, m bann e diefes nb gebe ng bon zur Er Бофт ten beWölferung iner be 1." Die . Nach einfchaft bmarfch Bert und en fich in germeifter wer Stabt - vorstand zum Bankett eigeladen waren. Um 10 Uhr fand eine bengalische Beleuchtung des Denfmals statt. Das Denkmal des Fürsten Ludwig ist von dem Bildhauer Emil Kauer- Berlin hergestellt und bildet ein Standtbild in 1/ 2facher Mannesgröße, das auf einem ca. 3 m hohen Sandsteinsockel Die Großherzogin verließ abends 655 Uhr wieber die Stabt und fuhr per Bahn über Gießen und Frankfurt nach Darmstdt zurück. Die Jubelfeier des Gießener Radfahrervereins von 1885. G. H. Gießen, 1. Juli. ,, Strömt herbei, ihr Völkerscharen", was wollte man wohl anderes aus dem( Rufe vernehmen, wenn er ergeht, daß die alte wald- und hügelumkränzte Lahnstadt Gießen Feste fiert. Und was wollte man denn auch weiter ereinen fräftigen Salamander, der von ganz guter Schulung zeugte und der Vorsißende der Werkmeister- Bereinigung, Sufft, bebiente sich bei seinen Grüßen der gebundenen Rede. Nachdem dann der Fußballklub durch seinen Vorsitzenden in recht humoristischer Weise gegen das Gewohnheitstrinken als einen gefährlichen Feind des Sports hatte Front machen lassen, endigten die Begrüßungsan sprachen, die teils in ernster und teils launiger Weise erfolgten. Ein besondere Attraktion war aber noch nach: Das Auftreten Karl Weidigs, der als Salonhumorist in Gießen sich etnes ausgezeichneten Rufes erfreut. Unter stürmischem Lacherfolg trug er den Möbel- Streit" und das „ Radfahrer- Kouplet" vor und produzierte sich alsdann auch noch als Blizdichter. Er ließ sich verschiedene Stichwörter nennen und verwandte diese dann in einer Szene des Nachtasy's", das ihm gleichfalls genannt worden war. Das Bublifum gab sich aber immer noch nicht zufrieden und so " Auf dem Sportplag. Man mag nun sagen, was man will, Tatsache aber bleibt, daß Gießen eine sehr sportliebende Bebölkerung hat. Das erhellt wieder einmal klar aus während des Rennens und namentlich aus der großen der zahlreichen Anteilnahme an das up and down Aufmerksamkeit, mit dem die Schul, kunst., ReigenHerrenniederrad- Schulreigen beteiligten sich der Velocipedund Gruppenfahren verfolgt wurden. An dem AchterClub Darmstadt, der festgebende Verein, der RadfahrerVerein Schierstein und der Radfahrer- Verein Herborn. Das Publikum unterhielt sich auf das beste dabei und spendete reichen Beifall, den die schwierigen Stellungen und Gruppen des Reigens auch vollauf verdienten. Bei dem Hauptfahren starteten im ersten Lauf Zeber, Kronenberg und Mayer. Resultat: 1. Stronenberg mit 8 Minuten, 2. Zeber mit 8 Minuten 5 Sekunden. lichung" entschließen. Der Vorsitzende des festgebenden Vereins dankte für alle freundlichen Wünsche, die der zweiter. Bet dem Motorradrennen mit Maschinen Abend ebracht, insbesondere für den Fahnennagel und den über 2 PS. fiegte Karrer- Frankfurt, bet dem Rennen Trinkbecher. Nach Erledigung des cffiziellen Teiles blieben mit Maschinen unter 21/2 PS. ging Höß- Gießen als 1. und die Anwesenden noch eine ganze Weile in der denkbar beften gel- Gießen als zweiter hervor. Die Rennen zeigten ein sehr wechselndes Kampfglück. Während so die VorStimmung beieinander. Sehr viel zu dem guten Gelingen des Abends toug auch die Ulanen Kapelle bei. Der Musik. Bänge auf der Rennbahn das ganze Interesse in Anspruch direktor Urbach erwies sich wieder als der geschickte, umfichtige Dirigent und Orchester künstler. Die Halle war mit Flaggentuch reich drap ert. Sonntag, den 2. Juli. warten, als daß ihm allerorts bereitwilligst Folge geleistet mußte er sich zu der Zugabe der Warenhäuser- ,, Verherr- Beim zweiten Lauf wurde Kellner erster und G. Kehr werde. Gießen genießt als Feststadt einen althergebrachten und wohlbegründeten Ruf, und so ist& absolut nicht ver wunderlich, daß die Ehrentage des Radfahrervereins von 1885 der Stadt einen so starken Fremdenstrom zuführen. Allerdings spielen ja auch noch andere und recht ausschlag. gebende Momente mit, aber den Rahmen zu dem festlichen Bilde den steuert die gaſtfreie und festesfrohe Bewohner schaft Gießens bei. Und wenn ein Verein es an der nötigen Vorarbeit nicht hat fehlen lasser, so darf er seines Erfolges sicher sein. Den Beweis erhielt der Radfahrerverein von 1885 sofort am Samstag auf seinem Kommers, den er in der Turnhalle veranstaltete und zu dem die weitesten Einladungen ergangen waren. Bei dicht besetzten Tischen und frohester Laune ging er vor sich, flotte Mufitweisen der Hanauer Ulanen Kopelle, frisch gesungene Lieder, und heitere und ernste Ansprachen wechselten miteinander. Den Vorsitz führte Architekt Huhn, der ein Hoch auf die Festgäste aue brachte. Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert führte aus, daß er stets für ein gutes Verhältnis zwischen Behörden und Radfahrern eingetreten sei. Die Stimmung der Bevölkerung, die anfänglich wider das Rad geherrscht habe, sei im Laufe der 3 it dank der Sportvereine in das Gegenteil umgeschlagen. In wenigen Jahren, so sprach er die Hoffnung aus, werden sich ringsum Gießen die besten Radfahrerwege ziehen. Sein Hoch wurde donnernd aufgenommmen. Feurige Musifstücke folgten. Dann erhob sich der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Dann erhob sich der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Löttgen, und dankte dem Provinzialdirektor für seine warmen Worte. Mit furzen Strichen zeichnete er die Geschichte des Vereins. Der Verein ist am 1. April 1885 ins Leben getreten. Nachdem im März die Einladungen ergangen waren, traten am genannten Tage etliche zwanzig Sportsfreunde im„ Frankfurter Hof" zusammen und gründeten den Verein definitiv. Seitdem hat er sich kraftvoll weiter entwickelt, zehn Vorsitzende haben ihn während der zwanzig Jahre geleitet und bei sportlichen Veranstaltungen hat der Verein mehrere Preise errungen. Auch eine Bahn hat er eine Beit lang besessen. Sodann ging der Redner auf den Radsport im allgemeinen ein. Das Rad ist heut= zutage fein Privileg der begüterten Klassen mehr, sondern die soziale Lage hat sich soweit gehoben und die Preise sind andererseits soweit zurückgegangen, daß das Rad in den weitesten Kreisen heimisch geworden ist. Die Behauptung, daß der Radfahrsport zurückgegangen sei, ist irrig. Das Reigen- und Kunstfahren steht gegenwärtig auf einer solchen Höhe, daß es schwerlich noch zu überbieten ist. Das Schönste aber ist der Wandersport. Das Rad seßt uns erst so recht eigentlich in die Lage, unser Heimatland fennen zu lernen. Hessens Fürsten seien von jeher ifrige Anhänger und Förderer des Sports gewesen. Darum ersuchte der Redner die Festgäste, sich zu erheben und in ein dreifaches All Heil auf den Kaiser und den Großherzog einzustimmen. Brausend brach sich der Ruf an den Wänden, die Musit spielte die Nationalhymne und sämtliche Anwesenden sangen den ersten Verz. Beigeordneter Curschmann beglückwünschte, da der Oberbürgermeister verhindert war, namens der Stadtverwaltung. Er hebt die Verdienste des Rades hervor, die es sich in gesundheitlicher Hinsicht erworben. Die Radfahrervereine aber sind diejenigen, die den Eport erst in die breitesten Schichten des Wolfes getragen haben. Sein Hoch gilt dem Radsport. Rechtsanwalt Kaufmann bringt die Wünsche dr Gießener Turnerschaft dar und weist auf die Aehnlichkeit und die guten Beziehungen zwischen Turnerei und Radsport hin.- Der Vorfißende des Gaues 9 des Deutschen Radfahrer- Bundes Stift Frankfurt hebt Gießens Ruf als Feststadt hervor und wünscht dem Radsport ferneres Blühen und Gedeihen. General Inspektor Krieb bedauert, daß so viele Mitglieder des Radfahrervereins Wanderer" Gießen an der Teilnahme des Kommers verhindert stnd, da sie auf einer Gauwanderfahrt sich befinden. Der Schüßenverein ließ durch Geiße einen hübschen Fahnennagel und der Verein" Frohsinn" durch Wiesner einen prächtigen Becher überreichen. Die Glückwünsche des Liederki anz stattete Frudig ab und die Fröhlichkeit rieb dem Radfahrerverein von 1885 unter Leitung ihres Vorsitzenden des Bureauvorstehers Boe& - Für die uns von allen Seiten erwiesenen Aufmerksamkeiten gelegentlich der Feier unseres 25jährigen GeschäftsJubiläums sagen auf diesem Wege Allen unseren herzlichen Dank. 100000 Karl Huhn u. Frau. Hoflohukutscherei. - Frühkonzert und Festessen. überall die Fahnen auf und regungslos hängen sie in Sonntag Hauptfesttag! Schwerfällig rollen der von keinem frischen Hauche durchwehten Luft. Ging der Samstag unter Gewittererscheinungen zu Ende und berhießen einige ftwer niederfallende Regentropfen etwas Kühlung, so sandte die Sonne heute wahre Glutmassen auf die Erde. Sie meinte es gut, fast zu gut. Aber das darf rechte Sportsmen nicht abhalten. Früh morgens rief schon der Weckruf die hiesigen Radler auf ihren Posten und bald darauf trafen auch die ersten Bäste ein und wurden auf das freundlichste empfangen. Als das Frühkonzert im„ Neuen Saalbau" begann, waren bereits ganze Scharen, unter denen auch Radlerinnen sich befanden, angelangt und immer trafen noch mehr ein, zu Rad und per Bahn. Gegen 12 Trinksprüche und flotte Weisen der Ullanen- Kapelle Uhr begab man sich zum Festessen, das durch frohe noch besonders gewürzt wurde, trotzdem Küche und Keller des Hotelier Schrödel schon das nötige getan hatten. Stift- Frankfurt, der Vosigende des 9. Gaues des deutschen Radfahrer- Bundes richtet in herzlicher Weise die Grüße des Gaues aus und ebenso herzlich war auch der Dank des Gießener Radfahrervereins von 1885. Manches treffende, kernige Wort fiel noch und fand ungeteilteste zustimmung, bis die in angeregtester Weise verlaufene Festtafel aufgehoben wurde, um den Korso aufzustellen. Der Preiskorso. Bald nach 2 Uhr begannen sich am Ludwigsplatz die ersten Zuschauer anzusammeln, die in den nächsten die ersten Zuschauer anzusammeln, die in den nächsten Viertelstunden zu wahren Massen anwuchsen und die Viertelstunden zu wahren Massen anwuchsen und die ganze Gartenstraße, sowie Teile der Neuenbäue, Südanlage und Oftanlage besetzten. 23 1hr trafen die ersten Korso- Teilnehmer ein und bezogen ihre Plätze. Während der Korso aufgestellt wurde, hatte das Publifum, soweit es einen glücklichen Standort inne, hinlänglich Muße, die hübschen Blumenarrangements zu bewundern. Gegen 4 Uhr setzte der Preis- Korso zum Umzug durch die Stadt sich in Bewegung. In langer abwechslungsreicher Reihe folgten die verschiedenen Ausschüsse, prächtige Gruppen, Musikabteilungen und die verschiedenen Vereine in ihrem hübschen und einheitlich durchgeführten Schmuck und ihren Bannern, das oftmals Zeuge threr Stege gewesen. Die Vorzüge und Einzelheiten der einzelnen Vereine anzuführen, würde Einzelheiten der einzelnen Vereine anzuführen, würde zu weit führen, denn jeder hatte in origineler Weise zu weit führen, denn jeder hatte in origineler Weise treffliches geleistet, sodaß den Preisrichtern das Amt außerordentlich erschwert wurde. Alle Straßen, die der Korso passierte, waren mit Zuschauern dicht gefüllt und überall wurde den Radlern ein kräftiges All Heil" zugerufen. Den Glanzpunkt Glanzpunkt aber bildete die Auffahrt am Oswaldsgarten. Lange vor Ankunft des Zuges war er von einer dichten Menschenmasse umgeben, die des Schauspiels harrte. Plöglich ertönt Musik und die Augen richten sich auf die Westanlage. Aber man unterscheidet zunächst nichts als harte, weiße Stahlblige. Aber nur einen Augen blick dauert dies, dann tauchen die blumenbekränzten Radler selbst auf und die Auffahrt beginnt. Langsam schlängelt sich der Korso über den Platz hin und die Buschauer haben Gelegenheit, das Gruppenbild von ihm in sich aufzunehmen. Verschiedene Amateure werden eingestellt, um das Ganze festzuhalten. Vom Oswaldsgarten ging die Fahrt nach dem Festplatz an der Hardt zu den sportlichen Veranstaltungen. Nieren- und BlasenLeiden heilt und stärkt die Reinhardsquelles bei Wildungen. Mineralwasserversandt Füllung 1. Klasse. Trintfur, Mineral- und Sonnenbäder. Hunderte Berzte trinken Reinhardtsquelle. - uahmen, entwickelte sich auf der Terrasse ein buntes Treiben. Die weiten, einladenden Räume und der schattige Garten hatten eine ganze Anzahl Festgäste herangezogen, die von oben aus dem Rennen zusah n oder Feuerwehr- Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Weller. sich auf dem Volksfest vergnügten. Die Musik stellte die Abends, als die Rennen beendet waren, wurde das Leben noch intensiver, da sich auch die Radler in das Treiben mischten. Wenn ein Wizbold behauptet, die Radler seien die arms ligsten Geschöpfe der Welt, weil sie sogar die Luft " pumpen müssen" andere Sterbliche pumpen bekanntlich nur Geld und höchstens einmal Bücher, die sie nicht wieder zurückgeben so ist der Spruch sicherlich nicht unanfechtbar, denn das Radlervölfchen vergnügte sich auf das föstlichste. Leben und lebenlassen, das war die Devise. Später ging dann auch noch die Preisverteilung vor sich. Im Korso- Fahren erhielt Darmstadt in Klasse I. liebe" Frankfurt mit 11,30 B. den 1. und Marburg mit mit 1174 P. den Preis. In der II. Kl. errang Wander10.70 P. den 2. Preis. In der III. Kl. erftritt, Germania"- Frankfurt mit 11,02 P. den 1.,„ Germania"-Bockenheim mit 11 P. den 2. und Bllz- Kirchhain den 3. Prets. In der IV. Kl. ging Herborn mit 10,70 als 1, RadfahrerQuartett Frankfurt mit 10,56 P. als 2," Teutonia" Fcff. mit 10,56. als 3., Weidenau mit 10,02 3. als 4. und ,, Ueber Berg und Tal" mit 9,52 P. aus der Konkurrenz hervor. Bei den Schul- und Kunstreigenfahren ging der VelocepedKlub Darmstart als 1. hervor, die Radfahrer Vereine Schierstein und Herborn erhielten Ehrenpreise. Die Preise für die Bahn- und Motorwettfahrten wurden dem Ergebnis entsprechend verteilt. Bei dem Vereinsmannschaftsfahren wurde der Germania" der 1. Preis zuerkannt. Nach der Preisverteilung fuhr der Weglarer Verein in der Festhalle noch einen hübschen, figurenreichen Achter- HerrenntederradKunstreigen. Erst in später Stunde endete der Tag. - 11 Lokales. 3. Jult 1905. ** Vom Vilbeler Gesangswettstreit, welcher gestern fiattgefunden hat, sind zwei Gießener Gesangvereine, der Bauer'sche und der Maschinenbauer- Gesangverein, preisgekrönt zurückgekommen. Beide Vereine fangen in einer Klasse, die Punktzahl beider ist nicht weit auseinander. Der Bauersche Gesangverein errang sich mit 233 Puntten einen ersten und der Maschinenbauer- Gesangberein mit 223 Punkten einen zweiten Preis. Die beiden Lang- Gönser Vereine„ Frosinn" und" Germania" haben sich dort ebenfalls Preise errungen;" Frohsinn" mit 177 Punkten einen 3. und Ehrenpreis und" Germania" mit 188 Punften einen 4. Preis. Den vom Großherzog gestifteten Preis holte sich der Gesangverein„ Germania" von Griesheim. Neueste Nachrichten. Kampf dem Admiral! - ** Entgegen anderen Blättermeldungen erhalten wir heute Morgen durch unser Berliner Bureau folgende Drahtmeldung: Odessa, 3. Juli. Der„ Fürst Potemkin" hat sich noch nicht ergeben. Das Schiff ist vielmehr in See gegangen und anfert an der rumänischen Küste bei Konstanza. Verantwortlich: für die Politik und den Inferatenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beld in Gießen Schwalm, Zahnarzt praktiziert jetzt im Neubau Plockstrasse 7 nähe Seltersweg neben Herrn J. Bach, Luxuswarengeschäft. Schwalm, Zahnarzt. Vom 3. bis 7. Juli d. Js. einschliesslich findet mein diesjähriger Inventur- Ausverkauf statt. Ich gewähre auf sämtliche Artikel 15% Rabatt! 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Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 1. Juli 1905. - Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Kaiser- Parade 18.As.- Cp.8. Sept. b. Homburg v. d. H. Auf Anordnung des Kgl. Gen.- Kommandos wird unmittelbar an der Aufstellung der Majestäten und der Fürstlichen Gäste eine offizielle Zuschauer- Tribüne erbaut. Auf derselben befinden sich nur nummerierte Sitzplätze. Vordertribüne( mit Rücklehne u. Sitzkissen) Mitte à 15 Mk. Seite à 10 Mk., I. Platz à 6 Mk., II. Platz 5, und 4 Mk. Kartenverkauf nach Sitzplan J. Schottenfels& Co. Frankfurt a. M., Bethmannstr. 54( F. 3385). schon heute Versand nur gegen Nachnahme. Stube und Küche evtl. kann noch Zimmer dabei aegeben werden, sofort zu vermieten. Näh. Gießen, Diezftr. 7. Wagnergeselle gesucht. Heinrich Mühlich, Wagnermeister, Dammstraße. Nr. 152 Obe ( Edluf.) 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Er wird Abschiedsbriefchen denten an ihn fei einen Augenblid jeit zwei Tagen. aber sie wird w Barum follte fie iegt fie doch noch Anzeige ihrer Ber Es war ein vollte plaudern, gräne zu haben. melte nur noch ge „ Nigräne Nach zwei Bo Dor- auf Wunsch toch länger gewar ener Person find λοτάρει. go figfeit gefühl ift Ueberzeugung Red darf er es auch beh Bagatelle willen e zu nehmen, Antral Der Bauer, de eine typische Figur ger in den Städt Damit wäre ihne man parte ihnen Man foll im Darf, Recht zu h Hecht zu behal man im Irrtur effe das Urteil feit, wenn ma fige Urteil an hum immer a Ueberheblichte Borauslegung Prozeßmut Projegrout beis Unter Berli fanifde Stultur i rein geographil rin als Herren die pyrenaiibe Bungenen Rid tet. Die vorma berloren völlig un dunklen Gr The fich als au