ten Rai. 8 10 Uhr gerie ne mburg. igerinnen, stellung. O Pia älfte. ung ein schon Delcher rechen mlich biele Unfug d sich Kind B. Ste Aleine g den Freude Der ■ Nüdanden. te ver. Probeise ver Werte n, mant O oder an von ne Porſfer gut und beberech rwendet Mehl, 1 dessen n einen ger und weicheren welcher hr Flüs Gebad nötigt, Menge Dor etwa hält hat, mit 4 Salz und cibt ihn laffener eröfteter urch die sgefühlt edet diegibt fie, d) auf. Nr. 103. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, bie Kreise Weglar and Marburg 10 Pfg. sonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Mittwoch, den 3. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfd cint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Zur Marokkofrage. Nun hat auch der britische Gesandte in Tanger, Mr. Lowther, das Wort in den marokkanischen Verwickelungen ergriffen. Er wurde vor kurzem erst nach Tanger entsandt mit der Bestimmung, dem Sultan in Fez erst im Herbst sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Neuerdings erging die Weisung an ihn, spätestens schon in drei Wochen die Reise nach Fez anzutreten. In Frankreich deutete man dieses Vorgehen Großbritanniens natürlich in dem Sinne, daß man eine englische Unterstüßung Frankreichs in der Meinungsverschiedenheit mit Deutschland folgerte. - Mr. Gerald Lowther sagte dem Korrespondenten des „ Temps" in Tanger, die Beschleunigung seiner Reise nach Jez zum Sultan habe unter den gegenwärtigen Umständen nicht nur die Erfüllung von Etikettevorschriften zum Zweck, sie sei auch durd) jene Klausel des englisch- französischen Abfommens veranlaßt, durch die sich die beiden Regierungen verpflichtet haben, sich gegenseitige Unterstützung bei der Durchführung des Abkommens zu leisten. Die dem Sultan von Frankreich unterbreiteten Vorschläge verlegten feineswegs die Interessen dritter Staaten und würden dem Lande ermöglichen, sich allmählich ohne Erschütterung zu entwickeln. Deutschland kann mit wirklich diesen Erklärungen einverstanden sein, wenn seine berechtigten Interessen nicht gefährdet sind, die es sicherlich unbeschadet der englischen Dazwischenkunft zu wahren wissen wird. Die Reichsregierung geht überhaupt in der Sache mit aller wünschenswerten Energie vor. Der Pariser Temps" hatte die Nachricht über die an Frankreich gewährten Hafenkonzessionen in Tripolis dazu benutzt, Verdächtigungen gegen Deutschland auszustreuen. Die tripolitanische Hafengeschichte sollte nach der Behauptung des Tempa" von deutscher Seite verbreitet sein, um in Italien Mißtrauen gegen die französische Politik zu erregen. Darauf wird in einem rheinländischen Blatt eine Erklärung veröffentlicht, die offenbar auf amtliche Quellen zurückzuführen ist und in der es heißt: ,, Es ist kaum nötig, darauf hinzuweisen, daß hieran fein wahres Wort ist, und daß Deutschland mit dieser ganzen tripolitanischen Angelegenheit nicht das geringste zu tun hat. Solche un ehrliche Ausstreuungen fönnen höchstens den Verdacht bestärken, daß Frankreichs Vorgehen in der marokkanischen Frage doch nicht so harmlos ist, wie es die französischen Offiziösen manchmal darzustellen belieben. Eine gute Sache braucht man nicht mit so schlechten Mitteln zu vertreten." Diese fräftige Abfertigung erinnert an die berühmten falten Wasserstrahlen, die der erste Kanz-Ier des deutschen Reiches bei Gelegenheit in die brodelnde Siedchitze der Deutschenfresserei nach Paris zu senden wußte. Jedenfalls wird dadurch auf das nachdrücklichste gezeigt, daß man in Berlin mit aller Entschiedenheit auf dem einmal für richtig erkannten Weg fortzuschreiten gedenkt und sich dabei weder von französischen noch englischen Machenschaften abhalten lassen wird. Die ruffifche revolutionäre Bewegung. Aus Anlaß des Blutbades in Warschau wird uns von einem Kenner der russischen Verhältnisse geschrieben: An den russischen Osterfeiertagen, 30. April und 1. Mai, ertvarlete man im ganzen europäischen Rußland Gewaltszenen. Nicht den Ausbruch einer elementaren Volksbewegung befürchtete man, sondern die ebrigkeitlich, richtiger: die polizeilich organisierte und geleitete Erhebung des Pöbels gegen die Gebildeten, einen Raubzug der Besitlosen gegen die Bejizenden. Die russische Regierung, so erzählte man in Rußland selbst ganz offen, und es wurde dort auch allgemein geglaubt, wisse gegen die störrige Intelligenz" kein besseres und überhaupt kein anderes Mittel, als die Erregung von Furcht vor der zügellosen Masse. Wenn diese in all ihrem Schrecken sich zeige, werde die Intelligenz fügsamer werden und die autokratische Regierung als Retterin aus der Not mit erneuter Achtung begrüßen. Das ist eine Politik der Verzweiflung; aber es hat beinahe den Anschein, als ob die Möglichkeit einer anderen Politik zurzeit nicht vorhanden wäre. Was irgend zur russischen Intelligenz gehört, schreit nach Verfassung und Volksvertretung. Die Advo katen kommen aus ganz Rußland zusammen, um juristische und Standesfragen zu besprechen, und ihr erster Ruf ist nach Verfassung und Volksvertretung. Der allrussische Professorentag vereinigt sich, und die gelehrten Herren, die doch alle schon über die Jahre des Sturms und Drangs hinaus find, schreien nach Verfassung und Volksvertretung. Der Aerztekongreß tagt, und nicht nach Krankenhäusern verlangt er, nicht nach hygienischen Einrichtungen, sondern nach VerVon den Advokaten kann fassung und Volksvertretung. man annehmen, daß die Gewohnheiten ihres Berufs sie zu geborenen Parlamentsfreunden machen. Von den Gelehrten fann man glauben, daß ihre Ansichten durch theoretische Erwägungen bestimmt seien. Aber die Aerzte sind in aller Welt die unpolitischsten Lebewesen, die wohl als Individuen, doch nie von Standeswegen sich um politische Dinge gefümmert haben. Wenn schon ein Aerztefongreß sich für Verfassung und Volksvertretung einsegt, so ist kein Zweifel, daß in Rußland ohne Ausnahme die gesamte Intelligenz dieser Richtung angehört. Was kann aber die Regierung tun, so lange der Zar am selbstherrscherlichen Regiment festhält? Sie darf keine durchgreifenden Reformen vornehmen sie hat nicht die Macht, die Träger der Verfassungsso bleibt ihr nichts übrig, als forderung niederzuwerfen der Versuch, die Intelligenz durch die Furcht vor dem Mob den eigenen Forderungen abwendig zu machen. auch Königliche Grenzjäger genarrt haben. Ich bin ein Der Eselsmüller und die Falschmünzer. geringer, ehrlicher Müller und komme das ganze Jahr nicht hinaus, höchstens einmal auf den Sassenburger Pfingstmarkt. Meine Mühle wirft soviel nicht ab, daß ich Reisen bis Hüsten oder Neheim in Westfalen unternehmen kann." 19) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Der Eselsmüller sah den Kreisrichter und den Gendarmen Eigenbrod, die gekommen waren, ihn zu berhaften, von oben bis unten an. „ Wir wollen eine Haussuchung in Eurer Mühle abhalten und Euch selbst verhaften," wiederholte der Gendarm kurz, da er offenbar glaubte, der Eselsmüller habe ihn nicht verstanden.„ Macht also keine Umschweife, Es. Ismüller." " Genug, Herr Gendarm", fiel der Eselsmüller jetzt ein, meine Mühle gehört nach letzter Entscheidung zu dem Landratsamt Frankenburg, deshalb bitte ich, mir nochmals klar zu machen, was Fürstlich. Beamte hier zu suchen haben. Die Herren müssen sich aber kurz fassen, denn mein Gedächtnis fängt an, schwach zu werden, lange Reden ertrage ich nicht." Der Müller sah in diesem Augenblick recht dumm aus, sodaß der Kreisrichter und sein erfahrener Eigen brod zweifelhaft wurden, ob eine Haussuchung nötig sei. Ehrerbietig stand der Eselsmüller da, seine Zipfelmüße unter dem Arm. „ Hört mal, Müller," sprach jetzt der Kreisrichter, Eure Berstellung hat feinen Wect. Wir wissen, daß Ihr der Leiter der ganzen Falschmünzerbande seid. Ihr seid einer der geriebensten Burschen. Seid Ihr nicht derselbe, welcher die Grenzjäger so jämmerlich abgeführt hat?" Ein Zucken des Spottes ging durch des Eselsmüllers Gesicht, dann aber erwiderte er ganz treuherzig: „ Herr Vetter Kreisrichter, ich habe von Mahlgästen in meiner Mühle erzählen hören, daß einer dort aus dem Filsschen Grunde, bei den Eisenhammern soll er wohnen, fich als den Eselsmüller ausgegeben hat. Derselbe soll Der Streisrichter wußte nicht wie ihm geschah. Dieses ehrliche Eselsmüllergesicht sollte, wie erzählt wurde, einem abgefeimten Burschen, ja einem Schurken gehören, den keine Behörde zu fassen vermochte? „ Eselsmüller," sprach er, es liegen gegen Euch schwere Anklagen vor, deshalb müssen wir Euer Haus durchsuchen. Kein Naum darf uns ungeöffnet bleiben. Wir werden dann sehen, ob Ihr ehrlich seid oder der, als welcher Ihr beschuldigt werdet." „ Herr Vetter Kreisrichter, Ihr könnt die ganze Mühle in allen Winkeln vom Dache bis zum Keller untersuchen, verschlossen ist nichts. Doch, Vetter Kreisrichter, meine Mühle, Ihr wißt es ja schon, gehört in das Landratsamt Frankenburg." Der Kreisrichter stuzte über diese Einwendung. Einen Augenblick dachte er, der Eselsmüller ist doch der Schurke, den wir suchen. Ec gab Eigenbrod einen Wink und beide traten in den Hausgang. Dort sagte der Kreisrichter gedämpft zu seinem Begleiter: Aufgepaßt, ich traue nur halb." " Wird geschehen, Herr Kreisrichter," gab Eigenbrod ebenso gedämpft zurück. Dieser Augenblick hatte dem Eselsmüller genügt, seinem stummen Mahlknappen ein Zeichen zu geben. Derselbe eilte sofort in die Mühle. Neben dem Mahlfasten war eine Falltür angebracht, welche losgelegt wurde, sobald Hochwasser in die Mühle eindrang. Sie verschloß einen Durchlaß, der in den tiefer gelegenen Mühlgraben, abwärts der Mühle, mündete. Die Einhänge wurden von dem stummen Mahlknappen gelöst. Der Eselsmühlenbach rauschte darunter her, der Nuhne zu. Hier war der lange Haase ertrunken. Das Befürchtete ist nicht eingetreten, die angekündigten Unruhen sind ausgeblieben. Damit ist keineswegs bewiesen, daß die Befürchtungen unbegründet waren. Weit eher ist anzunehmen, daß man auf der anderen Seite auf den Versuch, der nur glüden konnte, wenn er überraschend kam, Verzicht leistete, gerade weil man gesehen, daß man sich darauf vorbereitet hatte. Dazu kam noch der weitere Umstand, daß inan in nicht kleinen Gebiten des westlichen Rußland innerhalb der Kreise der Intelligenz und der Besitzenden ohnehin auf alles gefaßt ist, auf eine furchtbare Bauernbewegung, die nicht von der Regierung kommandiert ist. In den baltischen Provinzen magen sich die Gutsbesitzer schon lange nicht mehr ohne Schußbegleitung in ihre eigenen Wälder; es wäre ihnen am Ende schon Schlimmeres begegnet, wenn die esthischen und lettischen Bauern die russische Regierung nicht noch mehr, viel mehr haßten als den Grundherrn, mit dem sie sich zur Not verständigen können. In Russisch- Polen allein, d. i. in den beiden Großstädten Warschau und Lodz, ist es zu offenen Konflikten, zum Straßenkampf gekommen, bei dem über hundert Personen zu Tode kamen, mehrere Hundert verwundet wurden. Hier hat die russische Regierung die Macht, die Träger der Verfassungsforderung niederzuwerfen, und hier ist ihr jeder Vorwand recht, von der Macht Gebrauch zu machen. In Russisch- Polen steht heute noch der Kern des russischen Heeres, den man nicht nach Ostasien zu schicken wagt, weil man ihn im Lande nötig hat. Hier bewährt sich auch das russische Heer-- allerdings einem ungeordneten und nicht regelrecht bewaffneten Feind gegenüber. Daß der Straßenkampf in Warschau und Lodz unvermeidlich gewesen wäre, wird man nicht behaupten können. In Warschau hatten 5000 Arbeiter mit Frauen und Kindern einen Umzug veranstaltet. Daß sie rote Fahnen vorantragen ließen, daß sie revolutionäre Lieder sangen, war gewiß nicht in der Ordnung. Aber die Ordnung herrscht schon lange nicht in Warschau. Solche Umzüge kommen alltäglich vor, ohne daß Polizei oder Militär einschreiten. Warum sollte das am Ostermontag anders sein? Die Arbeiter waren bis zum Witkowskyplak gekommen. Einer Patrouille GardeUlanen gaben sie willig Raum. Die Patrouille nahm Aufstellung und machte einen Angriff auf die Menge, als Militär bon der Marschalkowskastraße her anrückte und feuerte. Aehnlich ging es in der Jerusalemstraße zu, nur mit dem Unterschied, daß hier die Arbeiter das Feuer erwiderten. Am Abend herrschte Totenstille. Man müßte aber sehr optimistisch sein, wollte man glauben, daß diese Friedhofsruhe andauern wird. Die Straßen still zu machen, reicht das russische Militär schon aus die Revolution aus den russischen Köpfen zu bringen, dazu ist keine Macht imitande. Ueber die blutigen Vorkommniffe in Warfchau werden eine Menge Einzelheiten gemeldet, welche die Szenen ,, So, nun frisch ans Werk," wendete sich der Kreisrichter an den Eselsmüller und gleich darauf ging es die Treppen hinauf bis zum Boden unter dem Stroh. dache, dann zurüd bis in die Mahlstube. Man fand nicht im Geringsten etwas Verdächtiges. In der Küche gab es beinahe Bsenhiebe. Die taube Haushälterin fühlte sich durch eine Durchsuchung ihrer Küche in ihren Rechten tief gefcänft. Stampfbereit stand sie da mit dem langen Reiserbesen und nur des Eselsmüller Zeichensprache hielt sie von dem Zuschlagen ab. Sternein war furz vorher in den Wald gegangen. Jetzt kam er zurück und trieb die Esel in den Mühlstall. Um die beiden Fremden kümmerte er sich nicht, obwohl er beide sehr gut fannte. Vielleicht wollten sie mit dem Müller ein Geschäft abschließen oder sprachen auf ihrer Reise nach Br... kirchen einmal flüchtig vor. Der Müller würde fertig mit ihnen, das wußte er, es mochte ihr Weg sein, wie er wollte. Kernein stand gerade vor dem Mühlgang, als er einen Schrei hörte und gleich darauf einen zweiten, dann ein starkes Plätschern und Prusten. Er eilte sofort an den Mühlbach und sah den Kreisrichter und den Gendarmen Eigenbrod ohne Kopfbedeckung im Wasser liegen. Beide machten vergeblich Rettungsversuche, sie trieben gerade unter dem Wasserrade des Mühlganges. Schnell holte Kernein Haken herbei und zog den alten Eigenbrod, der ihm am nächsten war, zuerst ans Ufer. Unterdessen war auch der Eselsmüller herbeigeeilt und beiden gelaug es darauf, auch den Kreisrichter aus dem starken Getriebe herauszufischen. Der Schrecken und das unfreiwillige Bad wirkten auf den Kreisrichter übel ein. Am ganzen Körper zitternd mußte er vom Eselsmüller und Kernein in die Mühle getragen werden. Dort wurde er entkleidet und in ein für ihn erwärmtes Bett gesteckt. Der Eselsmüller zeigte sich jetzt als Samariter. Mitleidig verabfolgte er den beiden Gebadeten zur Stärkung und Erwärmung einen tüchtigen Schluck des verpönten„ Nordhäusers". ( Fortsetzung folgt.) weit schrecklicher erscheinen lassen, als wie es nach den ersten dürftigen Nachrichten den Anschein hatte. Mehr als 150 getötete Personen wurden alsbald refognosziert. Die wirkliche Zahl der Opfer ist allem Anschein nach weit größer. Nuch sind die Unruhen durchaus nicht abgeschlossen. Weitere Zusammenstöße zwischen Militär und Volk werden befürchtet. Die Bevölkerung befindet sich in stärkster Aufregung. Die ganze Stadt wimmelte am Ostermontag von Soldaten und glich einer eroberten Festung. Alle öffentlichen Gebäude, alle Straßen und Plätze waren durch Truppen besetzt. Die Bürgerschaft glaubte an keine Gefahr und begab sich mit Frauen und Kindern auf die Straße, um die Soldaten anzusehen. Auf einen Zwischenfall zwischen einem Studenten und einem Polizisten eröffnete die Infanterie das Feuer und erschoß einen harmlosen Handwerker. Daraufhin gerieten die Massen in Erregung, Kavallerie ritt an, hieb Weiber und Kinder nieder, und die Fußtruppen eröffneten ein anhaltendes Kleingewehrfeuer auf die wehrlosen Menschen. Säbel und Bajonett. Am Nachmittag begann das Massaker aufs neue. Bei dem einen Zusammenstoß in der Jerusalemsstraße gaben die Soldaten nicht nur Salven ab, sondern schlugen auch mit den Gewehrkolben und gebrauchten Bajonette und Säbel. Viele Frauen und Kinder wurden verletzt. Im Hospital starben zehn Personen. Soldaten drangen in die Höfe ein und mißhandelten Personen, die sich dort verbargen. Abends 9 Uhr wurde eine Bombe gegenüber dem Wiener Bahnhofe in eine vorüberreitende Patrouille geschleudert. Drei Kosaken und ein Schumann wurden schwer verlegt, außerdem sechs Passanten, darunter drei Frauen. Durch Schüsse, die die Truppen dabei abgaben, wurden ebenfalls mehrere Personen verwundet. Bei einem Zusamnenstoß an anderer Stelle töteten Husaren vier Personen. Abends drang eine Volksmenge in eine Kronbranntweinniederlage in der Vorstadt Praga ein. Darauf gaben Truppen zwei Salven ab, wobei vier Personen getötet wurden.. Die Spitäler wurden von den Angehörigen der Verlegten unter herzzerreißendem Jammern umdrängt. Man sah Verwundete mit durch Kolbenschläge zerschmetterten Schädeln und zerstörtem Gesicht einliefern. Die Polizisten drängten die weinenden Frauen mit mutenhieben zurück. Das Blutbad kann sich in jedem Augenblick erneuern. Als Folge der Straßenfämpfe hat der allgemeine Arbeiterausstand in Warschau und Lodz begonnen. Auf Polizeibeamte wurden in Lodz abends mehrere Revolverschüsse abgegeben, wobei eine Arbeiterfrau und drei Kinder Verlegungen erhielten. Weitere Zusammenstöße. Auch aus anderen Städten kommen niederdrückende Berichte. In Kalisch wurde durch schießende Dragoner eine Frau getötet. In Lodz schossen Dragoner auf ein Haus, hinter das sich ein Bombenwerfer geflüchtet hatte. Drei Zeichen blieben auf dem Plate. An anderer Stelle wurde cine aus dem Fenster schauende Frau erschossen. In Minst erfolgte beim Polizeiamt eine Explosion. Aus der Volksmenge wurde auf die feuernden Kosaken geschossen. In der Kathedrale zu Baku, woselbst der Generalgouverneur und der Senator Kaminski anwesend waren, entstand, als der Nuf: Nieder mit der Selbstherrschaft!" erschallte und Proflamationen umher flatterten, eine Panif. Die Polizei verhaftete einen Zögling der Marineschule als Verbreiter der Proklamationen. Der Krieg in Oftafien. Alle Nachrichten über den Verbleib Roschdjestwenskys haben sich als trügerisch erwiesen. Seine angebliche Fahr! nach den Philippinen hat sich nicht bewahrheitet, ebensowenig ist es erwiesen, daß Schiffe seines Geschwaders bei der Insel Hainan vor Anker gegangen sind. Man nimmt in Petersburg wohl mit Recht an, daß alle diese Nachrichten aus Täuschung berechnet waren. Das einzige, was man weiß, ist, daß Roschdjestwensky wie auch Nebogatow im chinesischen Meere sich befinden. Der lettere hat bereits am 29. April die Höhe von Singapore passiert. Typhon im chinesischen Meer. Das furchtbare Unwetter, das zurzeit in diesen Regionen herrscht, kommt den russischen Admiralen für die Verschleierung ihrer Bewegungen sehr zu statten, gefährdet aber andererseits die Sicherheit ihrer Schiffe in hohem Grade. Wie das Wetterbureau in Hongkong meldet, tobt ein ungewöhnlich heftiger Typhon im ganzen chinesischen Meer. Der Wirbelsturm komint aus nordwestlicher Richtung und bewegt sich zwischen der Insel Luzon und den Paracel- Inseln in westlicher Richtung der Küste von Annam zu. Vielleicht ist das stürmische Wetter auch der eigentliche Grund, weshalb sich Logos Flotte noch gar nicht sehen ließ. Seine Schiffe werden hinter den Inseln sicheren Schutz gesucht haben. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß der deutsche Kreuzer„ Fürst Bismarck" auf der Höhe von Tsingtau eine Anzahl drahtloser Telegramme auffing, die in unverständlichen Chiffern abgefaßt waren und augenscheinlich von fremden Kriegsschiffen herrührten. Die Dolitik. Der Entwurf zu einer Reichserbschaftsstener soll bereits den zuständigen Ministerien vorliegen. Der Ertrag der vorgeschlagenen Besteuerung wird auf hundert Millionen Mark berechnet, da auch die Erbanfälle an Kinder nach elsaẞ- lothringischem Muster mit einbegriffen sind. An die Bundesstaaten, die bereits jetzt Erbschaftssteuern erheben und auf diese verzichten müßten, soll eine jährliche Entschädigung gezahlt werden. Für diese Entschädigungen sind etwas über zwanzig Millionen in Abzug zu bringen, so daß rund achtzig Millionen zur Verfügung des Reiches blieben. frankreich. * Aus Anlaß der Maifeier tam es anläßlich einer Versammlung des Allgemeinen Arbeiterverbandes in der Arbeiterbörse zu Paris zu einem heftigen Zusammenstoß mit der Polizei, wobei ein Dußend Verhaftungen vorgenommen wurden. In St. Etienne entstanden Tätlichkeiten. Zwei Polizeibeamte und drei Arbeiter trugen erhebliche Verletzungen davon. In der Verschwörungsangelegenheit Tamburini wurde die Untersuchung geschlossen und die Angeschuldigten dem Zuchtpolizeigericht überwiesen. Sie sollen sich wegen Verschwörung und Ansammlung von Kriegsmaterial verantworter Marokko. 3u ernsten Mißhelligkeiten führen die Anmaßungen des Eyräubers Raisuli. Der Gouverneur von Tanger und Raisuli sind in einen Kompetenzfonflikt über die Ausübung der Gerichtsbarkeit in der Umgebung der Stadt geraten. Raisuli ist bereits offiziell aufgefordert worden, die Gegend zu räumen, er weigert sich aber und droht, jedem Versuch, seine Gerechtsame zu mindern, mit Waffengewalt entgegenzutreten. Er steht mit seinen Leuten und vielen Angehörigen anderer Tribus in Benisuar, vier Wegstunden von Tanger. Man fürchtet, falls der Konflikt nicht bald gelöst wird, die schlimmsten Folgen von diesem Zwist. Oefterreich- Ungarn. Seine Demission hat der Eisenbahnminister Dr. Wittek eingereicht. Das Entlassungsgesuch ist vom Kaiser Franz Josef genehmigt und Sektionschef Dr. Wrba mit der Leitung der Geschäfte betraut word BaiRan- Staaten. Eine aus 80 Mann bestehende bulgarische Vande überfiel das Städtchen Kliszuda, um Rache für das von Griechen in Zagoritschani angerichtete Blutbad zu nehmen. 60 Griechen, darunter zahlreiche Teilnehmer an dem Ueberfall in Zagoritschani, wurden niedergemacht. Türkei. V In Konstantinopel fam es am griechischen Osterfest zu blutigen Straßenszenen. Aus der Menge wurden anläß ich der Prozession mehrere scharfe Schüsse abgegeben. Eine nzahl Personen trugen schwere Verlegungen davon. Französische Marinesoldaten erschossen einen Türfen. Die Uebeltäter entfamen. Soziales Leben. [] Ctiftung für Angestellte und Arbeiter. Der Get, me Kommerzienrat Niedieck stiftete anläßlich des 50jährigen Bestehens seiner Sammetfabrik in Lobberich 50 do Mark für Angestellte und Arbeiter. [] Eisenbahnerausstand in Breslau. Die Wagenpuyer ics Hauptbahnhofs traten in den Ausstand, da die Eisenbahndirektion ihre Lohnforderungen nicht arnahm. Gin ruffifcher Riefenkanal. Verbindung zwischen Baltischem und Schwarzem Meer.- Seit langen Jahren schwebt das Projekt, durch einen vom Finnischen Meerbusen ausgehenden Kanal das Schwarze Meer mit der Ostsee zu verbinden und dadurch sowohl dem russischen Handel wie der russischen Seemacht neue Wege zu öffnen. Neuerdings beschäftigt man sich in Petersburg wieder lebhaft mit dieser Idee, obwohl die augenblickliche prefäre Lage des russischen Reiches wenig gute Voraussetzungen für große Unternehmungen zeitigt. Immerhin ist die Ausführung in ziemlich greifbare Möglichkeit gerückt, da ausländisches Kapital sich zur Verfügung stellt. Dem Zaren wurde vor einigen Tagen vom Finanzminister der Vorschlag unterbreitet, die Kommission zu ernennen, welche sich mit der endgültigen Lösung der Frage beschäftigen soll. Die praktische Ausführung des Kanals übernimmt der belgische Ingenieur Graf Gustav Defoß, dem zu diesem Zwecke eine Milliarde Franken zur Verfügung stehen. Der Kanal foll 1600 Kilometer lang sein. Elektrische Beleuchtung wird den Verkehr auf dem Kanal auch bei Nacht ermöglichen. Eine Schnelligkeit von 8 Knoten per Stunde ist in Aussicht genommen, so daß ein großes Schiff vom Schwarzen Meer bis zum Baltischen etwa fünf Tage Fahrzeit brauchen wird. Der Finanzminister hebt folgende Vorteile hervor: Der Kanal wird auf dem Konzessionswege mit einem bereitstehenden ausländischen Kapital ohne Garantie der russischen Regierung gebaut. Die Summe von 7 Millionen Rubel, die jetzt alljährlich von der russischen Regierung für die Unterstützung der Schiffahrt auf den Flüssen Dnjepr und Dwina ausgegeben werden, kommen in Wegfall. Das Staatsbudget erhält 10 Prozent von dem Einkommen der Gesellschaft, die auf einen Gewinn von mindestens 150 Millionen Franken rechnet. Die Durchführung des Kanals zwischen Dwina und Dnjepr wird das Austrocknen der dortigen großen Sümpfe fördern. Der Verkehr auf dem neuen Wasserwege kommt den am Kanal liegenden Gouvernements zu gute. In bezug auf den Getreideerport wird Rußland auf dem europäischen Markt konkurrenzlos fein; ebenso für Naphthaprodukte und Kohle für die Baltische Flotte. Der Kanal wird eine große Bedeutung für den internationalen Transitverkehr von Schiffen haben, die von Suez, Aegypten, Griechenland und der Türkei nach NordEuropa und umgekehrt fahren und wird den strategischen Seewert Rußlands heben. Die russische Schwarze Meerund die Baltische Flotte werden die Möglichkeit haben, sich je nach Bedarf von einem Hafen in den anderen zu bewegen, und eine Sperrung des Bosporus oder Gibraltars wird nunmehr feinen Einfluß auf die Lage der russischen Flotte ausüben. Es muß abgewartet werden, ob in absehbarer Zeit die Verwirklichung des Projekts in die Hand genommen wird; auf alle Fälle handelt es sich um einen Plan, der für die russische Fortentwickelung von allergrößter Tragweite iderden kann. Nab und fern. Gine nene rheinische Großstadt. Die Stadtverordneten bon Duisburg und Ruhrort beschlossen die Vereinigung der Stadt Ruhrort mit Duisburg. Einschließlich der Stadt Meiderich, die ebenfalls angeschlossen wird, entsteht dadurch ein neues großes Gemeinwesen von mehr als 7100 Heftar Flächeninhalt mit 186 000 Einwohnern Es schließt die größten Binnenhafenanlagen Deutschlands in sich. 100 000 Mart Sühnegeld für anonyme Briefe, in denen sie aufs schmählichste angegriffen waren, erhielten zwei Baseler Aerzte von dem schuldigen Briefschreiber, einem auf ihre Erfolge neidischen Kollegen. Dieser, der bisher sehr geachtet war und eine lohnende Praris besaß, fühlte sich durch die Rivalen beeinträchtigt und suchte sie dadurch zu berdrängen, daß er gegen sie in anonymen Schreiben an verschiedene angesehene Persönlichkeiten die schwersten Anschuldigungen erhob. Die Beleidigten faßten Verdacht gegen ihn. und um sich Gewißheit zu verschaffen, spielten sie ihm durch einen angeblichen Geschäftsreisenden numerier e Kuverts in die Hände. Die Ueberlistung gelang. Weitere anonyme Briefe, welche Dr. med. No unter anderm auch an den Untersuchungsrichter versandte, steckten in solchen Kuverts, und nun war jeder Zweifel gehoben. Es erfolgte gerichtliche Klage. Dank einer einflußreichen Vermit clung wurde jedoch die Untersuchung niedergeschlagen, und es fam ein Vergleich zustande, wonach der anonyme Briesschreiber Dr. No... sich verpflichtete, 100 000 Franfen Sühnegeld für mohltätige Zwecke zu zahlen, und einen Revers unterzeich nete, in welchem er den angeschuldigten Kollegen volle Cenugtuung erteilte. folde Schallgefa Deutschland ware felden und in treffen. [ Gegen die brifftadt Sudder Beit befchloffen, maten erreicht, Mart) zu zahle wachungsdienst dem städtischen lung macht, mo dann die Elte instruieren. Frauen befuch Ernährung u spizieren die find. Die St anstalt, die di Tages aufnim finder unter A Ein schlimmer Stiefsohn. In Köln geriet ein dreißig jähriger Tagelöhner Theißen auf der Straße mit seinen Stiefeltern in Streit, als diese von der Kommunion ihrer Enkelfinder nach Hause gingen. Der rohe Bursche brachte mit einem Revolver Vater und Mutter tödliche Schüsse bei. Er entfloh dann, wurde aber in seiner Wohnung versteckt aufgefunden und festgenommen. 7. Das Ende eines Cones Zafunins. Im Meere Lei Rizza ertränkte sich Graf Bakunin, der Sohn des bekannten russischen Anarchisten. Bakunin, der mit Frau und drei Kindern in Nizza wohnte, soll große Spielverluste erlitten haben. Gin Spielernest ausgehoben. In Hannover wurde von der Polizei in einem Restaurant eine aus Kaufleuten und Gewerbetreibenden bestehende Spielergesellschaft aufgehoben. Das auf dem Tische liegende Geld, 596 Mark, wurde beschlagnahint. 23 Personen wurden der Staatsanwaltschaft angezeigt. Einen seltsamen Selbstmord verübte der Schlosser Lohmann in Berlingerode. Er setzte sich in den Kübel des Dorfbrunnens, fuhr damit in die Tiefe und ertrank, ehe mehrere dabeistehende Frauen etwas zu seiner Rettung tun fonnten. Elus dem Gerichtsfaal. § Das große Brandunglück im Breslauer Stadttheater, das sich am 10. Januar 1902 während der Balletpantomime „ Der Kinder Weihnachtstraum" ereignete und bei dem eine Tänzerin ums Leben kam und mehrere andere verletzt wurden, beschäftigte gestern die Breslauer Straffammer. Beide Angeklagte, der Direktor des Breslauer Stadttheaters Dr. Theodor Loewe und der Beleuchtungsinspektor Münder, die sich wegen fahrlässiger Tötung bezw. fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten hatten, wurden dem Antrage des Staatsanwalts entsprechend freigesprochen. § Der Mord im Sendlinger Walde. Das des Mordes an der Kellnerin Centa Flach angeklagte Ehepaar Huber, das sich jetzt vor den Münchener Geschworenen zu verantworten hat, leugnet hartnäckig weiter jede Schuld. Die Verdachtsmomente werden aber durch die Verhandlung ständig ver= stärft. Die angeklagte Frau Huber tug am ersten Ver= handlungstage den mit Straußenfedern gezierten eleganten Hut der Ermordeten. In dem Koffer des Ehemannes wurde ein der Loten gehöriges Lederiäschchen gesunden. Der Angeflagte gibt an, irgend ein unbekannter Feind müsse es ihm hineingesteckt haben. Die Aussage des Kreisarzies Wenzel, der als erster die Leiche besichtigte, läßt es als ziemlich sicher erscheinen, daß der Mord nicht im Walde verübt, sondern daß die Leiche dorthin verschleppt worden ist. Im Haare der Ermordeten fanden sich Birkenblätter, während am Fundort der Leiche nur Fichten stehen. Nachdem die Angeklagten ihr Opfer in ihrer Wohnung ermordet und beraubt hatten, war es ihnen ein leichtes, die Leiche in eine Kiste zu verpacken, da die Ermordete nur von kleiner Statur war. In dieser Kiste schleppte dann der Ehemann Huber die Tote nach dem späteren Fundort. Kunft und Wissenschaft. Ein Wieland- Museum. Der Altertumsverein in Biberach hat das Gartenhaus Wielands angekauft, um dort ein Wielandmuseum zu errichten. Es sind wertvolle Stiftungen für das Museum in Aussicht gestellt worden, namentlich von lebenden Nachkommen des Dichters. LG Nener Trabant des Saturn. Der Vorsteher der Sternwarte des Norvard College in Cambridge( Massachusetts) hat den zehnten Mond des Saturn entdeckt. Die Umlaufszeit dieses Begleiters beträgt 21 Tage. LG Der Streit um die Newyorker Parsifalaufführungen ist zu Ende. Frau Cosima Wagner hat den Protest gegen den Theaterdirektor Comied, dem sie das Recht, den Parsifal in Amerika aufzuführen, abstritt, als aussichtslos eingestellt. RC Ueber den Zusammenhang von Gallensteinen und Krebs hat Dr. Slade vom Londoner Krankenhaus sehr gründliche Untersuchungen veröffentlicht, deren Ergebnisse geradezu überraschend sind. Im ganzen bespricht der Arzt 33 Fälle von Gallensteinen, deren Vorhandensein in 17 dieser Fälle vor dem Ableben des Kranken nicht erkannt worden war. Bei all diesen 17 Fällen war mit dem bloßen Auge das Bestehen einer krebsartigen Wucherung nicht nachweisbar, während sie bei einem durch mikroskopische Untersuchung festgestellt wurde. Bei den übrigen 16 Fällen aber waren die Merkmale des Krebses deutlich vorhanden. Slade zieht aus seinen Erfahrungen den Schluß, daß in etwa einem Drittel aller Erfrankungen an Gallensteinen auch Krebs vorhanden ist, und sogar in mehr als der Hälfte aller Fälle, bei denen sich die Eristenz von Gallensteinen schon während des Lebens durch bestimmte Kennzeichen bemerkbar macht. Es läßt sich auch denken, daß der Reiz, der von den Steinen ausgeübt wird, der Entwickelung krebsartiger Wucherungen außerordentlich günstig ist. Die praktische Tragweite dieser Tatsachen ergibt sich von selbst. Die modernen Chirurgen können die Gallenblase ohne Schaden für den Organismus vollständig beseitigen, und dies wäre beim Auftreten von Gallensteinen danach das beite Mittel, einer späteren Entstehung von Krebs vorzubeugen. ← Verinifcbtes. Dr. [ Schaligefäßen Kirchen.] In der Strandby- Kira, e Lei Lögstör in Fütland fand man kürzlich eine Reihe großer in die Maner eingelassener irdener Töpfe, die die Deffnung der Kirche zuwenden. Diese Töpfe waren dazu bestimmt, den Gemeindegesang zu verbessern und den Laut zu verstärfen. Die gewünschte Wirkung wird allerdings nicht erreicht, da nur einzelne Töne verstärkt werden und dadurch der Gefana eher verschlechtert wird. Uebrigens findet man ** Hundef manns Web die, in der v standen: nid er dient zum nahrung ent hat dem Dich Jaffen dabinge falls ist ber yung allger otgericht, das genden Hunge Nein, der Sun mittel geword bejdjau als of jingjien Vie ist angegebe als 1762 S worden sind malitäten b tistik. 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Jetzt führen sie einen sorgfältigen Ueberwachungsdienst für die Kinder ein. Jeder Person, die zuerst dem städtischen Arzte von der Geburt eines Kindes Mitteilung macht, wird ein Schilling gezahlt. Der Arzt hat so= dann die Eltern über die erste notwendige Behandlung zu instruieren. Im Gesundheitsdienst der Stadt angestellte Frauen besuchen die Mütter und erteilen Belehrungen über Ernährung und Pflege der Kleinen Dieselben Frauen inspizieren die Fabriken, in denen weibliche Arbeiter angestellt find. Die Stadt errichtet außerdem eine städtische Bewahranstalt, die die Kinder der Arbeiterbevölkerung während des Tages aufnimmt. Die Anstalt liefert ferner für Arbeiterfinder unter einem Jahr die nötige Milch. ** Hundefleisch als Nahrungsmittel. In Gerhart Hauptmanns Weber"-Drama ist eine der eindrucksvollsten Szenen die, in der von einem Hunde- Mahl die Rede ist. Wohl verstanden: nicht der Hund bekommt eine Mahlzeit, sondern er dient zum Mahle, und einem alten Weber, der der Fleischnahrung entwöhnt ist, bekommt er herzlich schlecht. Man hat dem Dichter Uebertreibung zum Vorwurf gemacht. Wir lassen dabinget, ob der Vorwurf berechtigt ist. Jedenfalls ist der Abscheu vor einer Hundemahlzeit nicht mehr sung allgemein. Der Hund ist nicht mehr ein bloßes otgericht, das heimlich verspeist wird und nur dem würgenden Hunger genießbar oder gar schmackhaft erscheint. Nein, der Hund ist ein amtlich anerkanntes Fleischnahrungsmittel geworden, nach allen Regeln der amtlichen Fleischbeschau als ordentliches Schlachttier unterworfen. In dem jüngsten Vierteljahrsheft zur Staftitik des Deutschen Reichs ist angegeben, daß im letzten Quartal 1904 nicht weniger als 1762 Hunde als Schlachttiere angemeldet und untersucht worden sind. Wie viel Hunde ohne solche amtlichen Formalitäten verspeist worden sind, darüber gibt es teine Statistik. Die Heimat der Hunde- Mahlzeit im oben erwähnten Sinne ist Schlesien. Von dort ist der Brauch mit den Sachsengängern und den Wanderarbeitern in andere Provinzen verzogen und wahrscheinlich auf die wandernden Schlesier beschränkt geblieben. Von den 1762 Hunde- Untersuchungen entfielen 320 auf ganz Preußen, 232 auf Schle sien allein. Ostpreußen, Berlin, Pommern, SchleswigColstein, Westfalen, Hessen- Nassau und Hohenzollern haben amtliche Hunde- Schlachtungen im genannten Zeitraum überhaupt nicht geschen, Westpreußen, Posen, Hannover nur ganz bereinzelt, Rheinland 15, Brandenburg 31, Sachsen 37. Am größten ist die Zahl der Hunde- Schlachtungen im Königreich Sachsen. - [ Bismarcks erster Elch.] Auf dem Behrschen Majora Popen bei Windau in Kurland verstarb ein alter Jäger, de Bismarck zum Schuß auf seinen ersten Elch verholfen hat Ferland so hieß der Greis- hat ein Alter von 87 Jahrer erreicht. Er war auf Popen Buschwächter, als Bismarck in September 1857 dort zur Jagd weilte, und wies dem Ge sandten Preußens beim deutschen Bundestag in den ver schiedenen Masten einen vorzüglichen Stand an, so daß der waidgerechte Jäger einen stattlichen Elch zur Strecke bringer fonnte. Bismarck erwähnt dieses Jagderlebnis in einem am 12. September 1857 in Königsberg geschriebenen Briefe, in welchem er seiner Frau mitteilt, daß es ihm bei den Feuer ländern wegen ihrer rührenden Liebenswürdigkeit sehr wohl ergangen ist". Ein Mast im Popenschen Jagdrevier wird noch heute von den Buschwächtern Bismarckmast" genannt. [ Ein Baumwunder] ist in einem Tal bei Auscha in Böhmen zu sehen. Dort steht ungefähr 200 Schritte vom Försterhaus entfernt eine uralte Stopfweide, aus deren Mitte eine jest zwanzigjährige Fichte emporwächst. Außerdem wächst auf der Weide ein kräftiger Hainholunderbaum, der seine Nahrung ebenfalls aus dem in der Weide befindlichen Humus zieht. Alle drei Bäume blühten schon wiederholt gleichzeitig. Jetzt mußte die Nährmutter der beiden Bäume, die unter ihrer Last zu wanken begann, durch kräftige Stangen gestützt werden, da sie den Stürmen nicht mehr Stand zu halten vermochte. iegener lambirthfier Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 4 Mai. Vorwiegend heiter, nach fälterer Nacht tagsüber wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Mr. 14. merkenswerten Leistung unseres Buchhandels. | heit durchzieh n sie knallend die Straßen des Dorfes. Durch| trägt nur eine Mark und macht das Büchlein zu einer bedas Knallen und laute Rufen sollen die Hexen und dergl. böse Geister vertrieben werden. Hier und da hört man auch einen Schuß fallen. Mit dem Schlage 12 Uhr hört das Knallen auf, und die Burschen versammeln sich auf einer Anhöhe bei dem Dite. Es beginnt nun ein neuer Brauch:" Die Lie wird ausgerufen". Lie ist jedenfalls eine volkstümliche Abkürzung für Liebe. Ein besonders gewählter Pursche übernimmt das Ausrufen der Pärchen mit dem Ruf: Hier steh ich auf der Hih( Höhe) und rufe aus die Liz." Ec nennt dann den Namen eines Burschen und liest von einer Liste den Namen seines Mädchens. Unterdessen haben sich die Mädchen hinter den Gärten versammelt, um auf das Ausrufen zu horchen. Hat der Ausrufer sein Werk beendet, dann versammeln sich Mädchen und Burschen und begeben sich zu einem Tänzchen in eine Wirtschaft. Den Sonntag darauf kommen die Burschen wieder zusammen und halten eine Versteigerung der Mädchen ab. Der Hauptzweck ist wohl der, daß etwas Tühtiges zu einem Fasse Bier übrig bleibt. Diejenigen Mädchen, die keine Kaufliebhaber finden, bilden den sogenannten" Bferch", welchen jemand schon für 10 oder 20 Pfennig erhalten fann. Uebrigens ist diese Art von Mädchenhandel" fast in ganz Oberhessen gebräuchlich, findet aber gewöhnlich am Sonntag vor der Kirchweih statt und jeder Käufer muß mit seinem Mädchen am Kirchw ihfest den Ersten tanzen. [ Das Rezept, in Amerika Grosgrundbesitzer zu werden] teilt ein englisches Blatt mit. Es erzählt, daß ein Mann namens Miller, der im Jahre 1850 als junger Meggerbursche aus Deutschland auswanderte, jezt über einen Grundbesitz von 14 539 200 Morgen verfügt, d. H. über einen Landbesig, der zweimal größer ist, als das Königreich Belgien, und größer, als die Schweiz, Dänemark oder Griechenland. Derartiger Landmagnaten, die sich die besten Ländereien in den westlichen Staaten angeeignet haben, gibt es viele. Die meisten verschafften sich den Besitz durch Bestechung der Beamten, die mit der Aufnahme des Terrains beschäftigt waren. Das einfachste Mittel, das zur Anwendung gebracht wurde, war, Leute auf die Landanweisungsbureaus zu senden, die das ihnen zugewiesene Land gegen eine geringe Entschädigung an den landhungerigen Magnaten abgaben. Die Regierung glaubte natürlich, Ansiedler zu erhalten, während sie in Wirklichkeit von einzelnen Leute: betrogen wurde, die jetzt Millionen von morgen besitzen und nur gegen schweres Geld an wirkliche Ansiedler Land abgeben. Cokales. 3. Mat 1905. ** Der kommandierende General des 18. Armee Korps v. Eichhorn, Exzellenz, weilt heute zur Besichtigung des 116. Inf- Regts., Kaiser Wilhelm II., in Gießen. A Oberhessische Volksbräuche. In der Walpurgisnacht, oder auch hynnacht genannt, bestehen in Gegenden Oberhessens noch bis heute seltsame Volksbräuche, de aus der ersten chriftlichen Zeit stammen. In vielen Orten werden unheilbringende Heren durch das Zeichen von Kreuzen vertrieben. Noch heute fann man östers am Morgen des 1. Mai drei Kreuze an Haus und Steltüren sehen. Sie sollen die in der Walpurgisnacht ung benden bösen Geister vertreiben.- Ein seltsamer Voltsbrauch besteht run in einigen Orten der Umgegend Grünberge, so z. B. in Saasen. Am Abend des legten April versehen sich die jungen Burschen mit Peitschen und bei eintretender Dunkel-eh Aus dem Biebertal, 2. Mai. Touristenzeit. Nun ist weder die Zeit gekommen wo aus dem Munde froher Bursyen das herrliche Mailied:„ Der Mat ist ge= kommen, die Bäume schlagen aus," ertönt. Alt und jung strömt, die Sorgen und Plagen des alltäglichen Lebens vergessend, hinaus in Gottes freie Natur, um sich an den Schönheiten derselben zu erfreuen. Es lohnt sich in dieser prächtigen Zeit, auch das Biebertal mit seinen romantischen Reizen aufzusuchen. Dabei wolle man nicht versäumen, dem höchsten Buntie unserer Gegend, dem herrlich gelegenen Tünsberg einen Besuch abzustatten. Mit nächstem Sonntag wird auf demselben der Wirtschaftsbetrieb mieber eröffnet werden, melch Einrichtung befanntlich für jeden ersten Sonntag im Monat sowie am Himmelfahrtstag und zweiten Pfingstag von Seiten des Tünsbergvereins getroffen worden ist. -ch Hohensolms, 2. Mai. Die Hoffnung, daß sich die unheimliche Typhus Epidemie in der benachbarten großen Gemeinde nicht weiter ausbreiten werde, hat sich leider nicht bewahrheitet. Es sind nämlich im Laufe der Woche 3 neue Krankheitsfälle bekannt geworden. Dieserhalb hat hat man nach Ausbruch der Krankheit in der Gemeinde selber ein Krankhaus eingerichtet, worin die schwer Erfranften untergebracht werden. Kranke, die noch transport fähig sind, werden aber in die Klinif nach Gießen verbracht. 5 wurden bereits dorthin übergeführt, während zu Erda 3. 8. noch 7 Kranfe interniert sind. Da gerade die ärmeren Familien von der Krankheit betroffen sind, so hat sich ein Romitee gebildet, um diesen Unglücklichen Unterstützungen zu gewähren. K Vom Odenwald, 2. Mai. Hofvrediger a. D. Stöcker Berlin hält am 11. Mai einen Vortrag in Michelstadt über das Thema:„ Christlich Sozial". K Frankfurt a. M., 2. Mai. In Bockenheim starb ein 18jähriger junger Mensch, bei dem der Arzt Genickstarre als Todesursache feststellte. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.20-3.50 Mt. Stroh, 00,0-0,00 Mt. Alles per 50 kilo. Tendenz: Fest. Hus dem Rerichtssaal. Straffemmer. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 2 landw. Taglöhner, 1 Gärtner, 1 Bauschlosser, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner 4 Schreiner, 1 Möbelschreiner, 1 Schneider, mehrere Arbeiter, 6 Hausburschen, 1 Installateur, eine Anzahl Bostaushelfer für Sonntags, 4 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 6 Dienstmädchen, 1 Verkäuferin. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Mechanifer, 2 Buchbinder, 1 Lackierer, 1 Päcker, 2 Echuhmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 1 Installateur, 1 Raufmann, 1 Rellner. Es suchen Arbeit: 1 landw. Knecht, 1 Spengler, 2 Schreiner, 1 Bureauoder Hausdiener, Auslaufer, 1 Kassier- oder Portier 1 Kelner, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Mechanifer, 1 Friseur, 1 Raufmann. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin@lein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Gishon Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weitanlage 31. la. glasierte Steinzeugröhren aller Dimensionen nebst allen Facons. Hof- u. Straßenilnkkaften, Kaminauffäße etc. etc. Aus hartgebrannter, glasierter Tonmasse: Viehkrippen und Schweinetröge. Betreff: Bachschauen im Jahre 1905. Bekanntmachung. In Geweinschaft mit der Großh. Kulturinspektion Gieß n werden wir in diesem Frühjahr folgende Bachschauen abhalten: I. An der Ohm. Am 4. Mai: Gemarkung Meilau, Zusammenkunft: an der Ohm, Grenze gegen Kirschgarten, vorm. 730 Uhr; Gemarkung Nieder Ohmen, Zusammenkunft: an der Ohm, Grenze gegen Merlau, vorm. 830 Uhr; Gemartung Burg Gemünden, Zusammenkunft: an der Ohm, Gemarkungsgrenze gegen Nieder- Ohmen, vorm. 1030 Uhr. Am 5. Mai: Gemarkungen Nieder Gemünden und Bleidenrod, Zusammenkunft: an der Dam, Gemaifur gegrenzen gegen BurgGemünden, vorm. 7 Uh; Gemarkung Homberg mit Wäldershausen, Zusammenfunft: an der Ohm, Gemarkungsgrenze gegen Nieder- Gemünden, vorm. 10 Uhr. II. An der Felda Am 10. Mai: Gemarkung Kestrich, Zusammenkunft: Eintritt er Felda in die Gemarlung, vorm. 9 Uhr; Gemarkung Groß- Felda, Busammenfunft: Grenze gegen Restrich vorm. 11 Uhr; Gemalung Ermenrod, Zusammenkunft: Gemartungsgrenze gegen Groffelta, rachm. 2 Uhr; Gemarkung Hainbach, Busan menfunst: Gemarkungsgrenze gegen Ermeniod, rachm. 3 Uhr. Am 11. Mal: Gemarkung Ehringshausen, 3 sammenfunft: macfungsgrenze gegen Hainbach, vorm. 9 Uhr; Gemartung Rülfenrod, Busammenfunft: Gema: fungs grenze gegen Ehringshausen, vorm. 11 Uhr; Ge Gießen, den 2. Mai 1905. Der Sattlerlehring Peter Frank von Groß- Felda war wegen fahrlässiger Brandstiftung unter Anflage gestellt. Als eines Morgens in der Decke der Werkstätte seines Meisters Böck Feuer gemerkt wurde, nahm man an, der Junge habe die Lampe zu nahe an die Decke gebracht, wodurch das Feuer entstanden sei. Das Gericht fonnte sich nicht davon überzeugen, daß der Angeklagte fahrlässig gehandelt habe, insbesondere konnte nicht angenommen werden, daß das Feur durch sein Verhalten entstanden ist.- Wegen Vergehens gegen die Kontursordnung wurde der Fabrikant chemischer Produkte von Röd gen, Heinrich Eugen Höfling zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt. Bei Ausbruch des Konkurses über sein Vermögen, stellte es sich heraus, daß er die Bilanzziehung unterlassen hatte, was ihn auf die Angeklagebank füzitz. Drei 15-17jährige Burschen von Ilbeshausen waren wegen versuchten Sittlichkeitsverbrechen angeklagt. Auf dem Heimwege von der Spinnstube, griffen sie ein Mädchen an, von dem sie aber, als es scheie, ablicßen. Das Gericht faßte die Sache als tätliche Beleidigung auf und verurteilte Heinrich Weißel und Heinrich Löffler zu je einer Woche Ge- Gewässer seitens der Stauanlagen und Triebwerksbesitzer fängnis. Der mitangeklagte Heinrich Gutermuth wurde wegen ungenügenden Beweises freigesp ochen.- Zum Schlusse wurde der Backsteinmacher Gustav Meyer von Ober- Bats wegen widernatürlicher Unzudt zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Meyer, der getftig minderwertig ist, hat sich im angetrunkenen Zustande in einen Ziegenstall be geben, wo er die Tat verübte. Literarisches. Ein kleines Schillerbuch n gebildeter Sprache, auf der Höhe der Schillerfunde st bend und zu enam so billigen Preise, daß der Verbreitung faum eine Sorante gezogen ist, erscheint soeben, gerade zur rechten Brit, von P of. Dr. Ernst Müller in Stuttgart( Leipzig und n Freytag& Tempsky), das von dem Vrfasser ausdrücklich für Soule und Haus" b. stimmt ist. In zwei Hauptabschnitten von je 15 und 11 Kapiteln wird uns in flarer, fesseinder Darstellung mitgeteilt, was über Echillers Leben und über seine Werke wahrhaft Wssenswertes erforscht ist. Der Preis beGemarkung Niccer Gemünden, Zusammenfunst: Gemarfungsgrenze gegen Nülfenred, m itags 12 Uhr. Die Teilnahme an der Bachschau ist jedem Anlieger und Interessenten freigestellt. Wünsche und Einwendungen, welche sich auf die Unterhaltung vorgenannter Fäche beziehen, sowie Beschwerden gegen ein unberechtigtes unstauen der sind uns bei dies r Gelegenheit vorzubringen. Die Großh Bürgermeister der in Betracht kommenden Gemartungen beauftragen wir, vorstehendes in ortsüblicher Weise bekannt zu machen und die Besizer von Stauanlagen und Wassertriebwerken zur Bachschau besonders einzuladen, auch sich selbst mit einem von dem Ortsvorstand zu wählenden Gemeinderate mitglied und dem Feldschüßen zur Schou einzufinden. Alsfeld, den 6 April 1905. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior. Freibank. Heute von 4 Uhr ab Dienstmädchen gesucht. Schweinefleisch 45 Pfc. Chirurgische Klinik. Stebigstraße 58 ist ab 1. Juli eine schöne 5- Zim merwohnung mit allem Zubehör event. mit Bleiche und Gartenanteil preiswert zu vermieten. Schöne möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu verm. Bismarckstraße 17 s. Goethe ftraße 48 p. Schiller- Feier zu Giessen. 1.Dramat.Aufführung Schüler- Vorstellung im Giessener Stadt- Theater veranstaltet von Studierenden der Landes- Universität. Programm: Montag, den 8. Mai, nachm. 4 Uhr. Kein öffentlicher Kartenverkauf. In diesen beiden Vorstellungen kommt der musikalische Teil des Programms in Wegfall. Für alle Vorstellungen gleichlautende Programme 2. Festspiel sind beim Eingang in den Saal erhältlich, und zwar für von Alexander Otto. 3. Ouverture zu ,, Wilhelm Tell" die Hauptvorstellungen zum Preise von 20 Pfg., für die 1. Schillermarsch von G. Meyerbeer. von G. Rossini. Volksvorstellung und für die Schülervorstellung zum 4. Rütli- Szene aus ,, Wilhelm Tell". Preise von 5 Pfennig. 5. Historische Märsche. 6. Wallensteins Lager. Es sind zwei Vorstellungen mit vorstehendem Programm in Aussicht genommen, die eine für Freitag, den 5. Mai, abends 8 Uhr, die andere für Montag, den 8. Mai, abends 8 Uhr. Preise der Eintrittskarten: Loge 8. Mk., Sperrsitz 2.50 Mk., Sperrsitz hintere Reihen 2. Festakt in der Curnballe des Turnvereins Giessen 1.75 Mk.. Die Plätze auf der Estrade und auf der Gallerie( Mittel- Samstag, den 6. Mai, nachm. 5 Uhr. und Seitengallerie) sind zum Preise von 1.- Mk. für die Studierenden reserviert. Der Kartenverkauf hat in der Musikalienhandlung von Ernst Challier bereits am Montag begonnen. Karten für Studierende nur bei Hausverwalter Stork. Keine Abendkasse. Für die Freitags- Vorstellung wird um GesellschaftsAnzug( schwarzer Rock) gebeten. Ausser diessen beiden Vorstellungen finden statt: Volks- Vorstellung Programm. 1. Nänie von F. v. Schiller, für Chor u. Orchester komponiert von H. Goetz. 2. Festrede des Geheimen Hofrates Professor Dr. O. Behaghel. 3. Schlusssatz der 9. Symphonie von L. van Beethoven, über Schillers Ode ,, An die Freude", für Soli, Chor und Orchester. Näheres enthalten die beim Eingang in den Saal für 20 Pfg. erhältlichen Programme. Eintrittskarten für I. Mk., Studierende für 50 Pfennig, nur( also auch für Studierende) in der Musikalienhandlung Ernst Challier. Sonntag, den 7. Mai, abends 8 Uhr. Alle Plätze sind nummeriert. Die Plätze werden nach Preise: Logen 1. Mk., alle übrigen Plätze 50 Pfg. Die Plätze sind sämtlich nummeriert. Verkauf der Karten von Freitag, den 5. Mai ab in der Musikalienhandlung Ernst Challier. der Nummer fortlaufend verkauft. hat bereits begonnen. Der Kartenverkauf Es wird um Gesellschaftsanzug( schwarzer Rock) gebeten. Färberei und chemische Wasch- Anstalt Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung eines Geräte: schuppens für das Tiefbauamt sollen Donnerstag, den 11. Mai d. Js., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden: 1) Glaserarbeit, 2) Schreinerarbeit, 3) Schlosserarbeit, 4) Weißbinderarbeit, 5) Pflaster und Chausierarbeit. Zeichnungen, Arbeitsbes breibung und Bedingungen können bet Angebote auf uns während der Amtsstunden eingesehen werden. Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 2. Mai 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Auf Oswalds Garten Giessen vom 30. 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