mall Tel. 83. PilsenerPreise. Originalität. Gießen lung bei Feidel. - Vorstand. ier er .. , sobald sich bt. Der Arzt nd Gewissen ich, den Vor: tet von ihm an, daß der gen Schaden Szur großen es VertragsIrztes ist em Derselbe darf am allermit Verspre Sie wieder n und ganz Der sich gefolge seines mehr geneigt, Richter wird ndpunkte des is entgegen Schutz eines Jebenen Gut pidend, weil seine Praris n. Der Voreine Drohung at. ,, Wenn ich - selbst anzuer Alage nicht Standes die Frage zu beUeberberanteren Aussicht, gefchleift, von nd verdächtigt en. Ich kenne habene Name legenheit einich um einen elfäule, nadj eingetreten mit Sicher tattgefunden enz fagt, do I in jeina if eine baldige jte, ließ der erfazansprüche das Privatver Iben zu befrie der dem Arzt te. 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Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Aufnahme eines Anlehens. Die Provinzialhauptstadt Gießen beabsichtigt die Aufnahme eines 312% Anlehens von 3000000 Mart zur Bestreitung außerordentlicher Ausgaben. Nähere Auskunft über die dafür festgestellten Bedingungen sowie über die Verhältnisse der Stadt Gießen wird von der unterzeichneten Behörde erteilt. Angebote für Uebernahme dieses Anlehens sind bis spätestens Freitag, den 10. März, vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen. Gießen, den 2. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Der Kampf gegen die Schmiergelder. Das Zentrum beabsichtigt, im Reichstag einen Gesetzentwurf zur Beseitigung des Schmiergelderunwesens einzubringen. Nach der Ankündigung des Abgeordneten Trimborn will der Entwurf die aktive ebenso wie die passive Bestechung unter Strafe stellen, das Bestechen sowohl wie das Sichbestechenlassen. In allen unmittelbar beteiligten Kreisen und weit darüber hinaus, überall nämlich, wo man den Wunsch hat, eine Quelle moralischer Vergiftung verstopft zu sehen, wird man die Trimbornsche Ankündigung mit Freude begrüßen. Schon vor längerer Zeit ist öffentlich von diesem Gegenstand die Rede gewesen. Damals waren es die Buchdruckereibesizer, die sich über die eingerissene Unfitte beschwerten, daß die Maschinenfabrikanten den Angestellten der Druckereien bei Abnahme von Maschinen eine Provision" bezahlten. Eine Brovision" wird für eine Mühewaltung entrichtet, die im Intereffe des Bezahlenden erfolgt ist. in vorliegenden Fall aber hat der Empfänger der Provision nur das Interesse jeines Chefs wahrzunehmen, fein anderes. Er läßt sich also im besten Fall eine Provision ohne Gegenleistung geben, im ungünstigeren Fall für eine positive Pflichtverletzung. Was in den Druckereien geschieht, das geschieht wohl auch in anderen Betrieben, und nicht bloß da, wo es sich um die Abnahme von Maschinen handelt. Selbstverständlich muß der Verkäufer, der die Provision hergibt, einen entsprechenden Aufschlag auf den Preis machen; der Aufschlag wird, wo es irgend angeht, noch etwas höher sein, denn der Geschäftsmann hat überall den berechtigten Wunsch, nicht bloß seine Auslagen wieder zu bekommen. Wollte er sich damit begnügen, brauchte er keine Geschäfte zu machen. Ebenso selbstverständlich ist, daß der Abnehmer, der, ohne es zu wissen, die ungerechtfertigte Provision in dem bedungenen Preis ersetzen muß, darauf bedacht sein wird, nach diesen gesteigerten Selbstkosten auch den Preis feines Fabrikats höher zu bemessen. So ist es am letzten Ende der Konsument, der die Provision natürlich): mit mehrfachen Zuschlägen zu bezahlen hat. Das ist ein wirtschaftlicher Schaden, der unter Umständen ganz beträchtliche Höhe erreichen kann, in der Regel Freilich fich in mäßigen Grenzen halten wird. Weit bedenklicher ist die sittliche Schädigung, die die an der Bestechung beteiligten Parteien unbedingt erleiden. Wer Bestechungen nimmt, gewöhnt sich an unredlichen Erwerb, und auch wer Bestechungen gibt, verliert den rechten sittlichen Maßstab; er lernt mit unzulässigen und verwerflichen Motiven operieren. Trene und Glauben werden damit aus dem kaufmännischen Verkehr bertrieben, dem Gewerbe wird damit die Ehre genommen. Solche Erscheinung ist um so beklagenswerter, als der einzelne kaum in der Lage ist, sich des Mißbrauchs ohne eigenen empfindlichen Schaden zu enthalten, wenn er sieht, daß der Konkurrent jenen Mißbrauch übt. Man soll sich deshalb nicht pharisäisch brüsten gegenüber denen, die sich gewiß nur mit Widerwillen dem schlimmen Vorbild angepaßt, das böse Beispiel befolgt, die sich nur einer Art von Zwang gefügt haben. Allgemein aber wird der Dank dafür sein, daß man sich bemüht, auf gesetzgeberischem Weg einem erkannten Uebel zu steuern. Daß dies auf dem Weg eines Sondergesetzes geschieht. fann fein Bedenken erregen. Das Gesetz gegen den unĭauteren Wettbewerb ist auch ein Sondergefeß, und hat gute Wirfungen schon gezeitigt, wird fie in noch höherem Maß zeitigen, ie mehr die Rechtsprechung lernen wird, Praxis und Theorie in Einklang zu bringen. Bestechung ist ein Grundübel, eine schleichende, fressende Krankheit, die auf die Dauer den robustesten Körper untergräbt. Wir haben an Rußland das abschreckende Beispiel bor uns. Wir wollen keine russischen Verhältnisse bei uns aufkommen lassen. Wer in diesem Sinne sich müht, der macht sich verdient. Die Kaufmannschaft selbst wird in der vordersten Reihe derer stehen, die herzlichen Dank für den Versuch wissen, die Ausrottung eines gefährlichen Uebels in die Wege zu leiten. Der Krieg in Oftalien. In London erhalten sich hartnäckig die Gerüchte, daß den Russen bei Tsinhötschöng cine so gefährliche Niederlage beisebracht worden sei, daß Kuropatkin nichts anderes überbleiben werde, als eiligst den Rückzug über Charbin anzuSie Mandschurei cänzlich zu räumen. Dann vürde die Kraft der japanischen fensive gebrochen sein, da ie die Russen nicht weiter verfolgen könnten, um ihre Verbindung mit der Küste nicht zu verliere. Die tatsächlichen Berichte vom Kriegsschauplatz lassen die Rage für die Kuffen aber bisher durchaus nicht so verzweifelt erscheinen. Zwar ist ein weiteres Vordringen der Javaner an einzelnen Punkten der ausgedehnten Front nicht zu verkennen, im großen und ganzen aber leisten die Russen verzweifelten Widerstand und haben die japanischen Angriffe vielfach wiederholt zurückgewiesen. Ueber die Kämpfe auf dem östlichen Flügel wird von russischer Seite weiter folgendes aus Sachetun vom 2. März gemeldet: Auf dem linken Flügel wogte gestern nacht ein hartnädiger Kampf. Die Oftabteilung in der Ortschaft Kudiasa wies heftige Angriffe der Japaner zurück und behauptete ihre Stellung dank dem Vorgehen einer Hilfskolonne, welche die Japaner von der Westseite angriff. Nachdem sie jedoch zwei Pässe besetzt hatte, wurde die KoIonne von den Japanern stark bedrängt und erlitt große Verluste. Die russische Vorhut wurde in der Nähe von Ubenupusa dreimal von den Japanern angegriffen und zwar um 11, 12 und 3 Uhr nachts, sie schlug aber die Angriffe zurück. Weiter nach Westen hin griffen die Japaner in der Nacht um 3 Uhr den Houtuimpaß an. Einige Angriffe wurden zurückgeschlagen. Morgens gegen 9 Uhr hörte der Kampf auf. Die russische Vorhut zog sich aus den von der japanischen Artillerie zerstörten zwei Vorbefestigungen nach den zunächst dahinter liegenden, mehr befestigten Stellungen zurück. Gegen 6 Uhr morgens griffen die Japaner Nanschanpu im Bezirk von Kandisana an, wurden aber zurückgeschlagen. Im Zentrum finden fortgesetzt heftige japanische Angriffe auf den Putilowhügel und seine Umgebung statt. Das Bombardement aus den schweren Geschützen wirst ungeheure Wolken von Staub auf, mit dem sich Rauch und Feuer mischt. Der Hügel sieht wie ein Vulkan aus. Auch auf dem rechten russischen Flügel herrscht lebhafter Geschützkampf. Wer in diesen Kämpfen Sieger bleiben wird, ist vorläufig noch gar nicht abzusehen. Das Glück ist bald auf dieser, bald auf jener Seite. Die Unruben in Rufsland. Petersburg, 2. März. Die Hoffnung, die man an leitender Stelle gehegt hat, es werde nach der Flucht oder der Verhaftung der Führer gelingen, die Arbeiterbewegung einzudämmen und ihrer Herr zu werden, hat sich nicht erfüllt. Gestern sollten die Metallarbeiter in einer Versammlung ihre Delegierten in die Kommission wählen, die unter dem Vorsiz des Senators Schidlowski Arbeiterfragen zu erledigen bestimmt ist. Die Versammlung fand auch statt. Die Wahlen aber wurden nicht vorgenommen. Vielmehr beschlossen die Arbeiter die Aufstellung folgender Forderungen, nach deren Bewilligung die Wahl erst stattfinden würde: die Arbeiter wollen an den Kommissionsberatungen teilnehmen, wenn die Arbeiterdeputierten den übrigen Kommissionsmitgliedern gleichberechtigt, die Verhandlungen öffentlich sind und ohne Zensur zum Druck gelangen, wenn die persönliche Unantastbarkeit der Arbeiterdelegierten gewährleistet wird, die Arbeitervertreter fleinerer Betriebe zu den Kommissionsberatungen zugelassen, alle seit dem 1. Januar verhafteten Arbeiter auf freien Fuß gesetzt werden, und die Zahl der Arbeiterdelegierten hinter der Zahl der sonstigen Kommissionsmitglieder nicht zurücksteht. Bis morgen Mittag wollen die Arbeiter auf eine Zusage warten. Im Fall der Zusage wollen sie dann sofort die Wahlen vornehmen, im Fall der Ablehnung am 4. März den Generalstreik proklamieren. Diese Drohung wird, wenigstens in Moskau, ernst ge= nommen. Dort hat der städtische Ausschuß bereits den Bürgermeister beauftragt, mit dem Präfekten über die zu treffenden Maßnahmen zu beraten. Tatsächlich haben schon 60 000 Arbeiter in dem an der Eisenbahn Mostau- NischmiNowgorod gelegenen Fabrifbezirk Ornowo- Sujewo den Ausstand begonnen, wobei es zu Streitigkeiten kam und mehrere Arbeiter erschlagen wurden. Die Streitigkeiten entstanden dadurch, daß Arbeiter einen Fabrikanten überfielen, der von anderen Arbeitern in Schutz genommen wurde. Auch im Petersburger Stadtteil Wyborg sind 10 000 Arbeiter ausständig. Ebenso haben in den Hartmann- Werken in Lugansk 4000 Arbeiter zu feiern begonnen, während 3000 Arbeiter anderer Fabriken und 500 Ladenverkäufer den Streit erst beabsichtigen. Nicht minder unerfreulich lauten die Nachrichten aus den entfernteren Landesteilen. Ueber das ganze ehemalige Bolen ist der Belagerungszustand verhängt, der Ausstand hat sich bereits auf die Dienstboten ausgedehnt. In Riga wurden die Arbeiter der Zigarrenfabrik von Routhenberg mit Gewalt zum Feiern gezwungen. Die Polizei war machtlos und ließ sich nicht sehen. Der Gouverneur und der Divisionskommandeur haben keine ausreichenden Kräfte zur Verfügung. Man sagt, daß sie ein ganzes Kosakenregiment verlangen, und hofft, daß dieser Forderung entsprochen wird. Namentlich die deutschen Fabrikanten fühlen sich bedroht und beabsichtigen, Frauen und Kinder in die Heimat zu schicken. Auch aus Irkutsk kommen ernste Meldungen. Infolge des Ausstandes auf der Transbaikal- Linie ist die Eisenbahn mit Warensendungen überladen. Die Arbeiter von Irkutsk nehmen drohende Haltung an, Plünderungen sind an der Tagesordnung. Eisenbahnminister Chilkom hat zwar angeordnet, daß man allen Forderungen der Eisenbahnarbeiter nachgeben solle- aber jezt verlangen sie nicht mehr und nicht weniger als die Beendigung des Krieges. Unter solchen Umständen wird das Gerücht geglaubt und lebhaft kommentiert, daß die kaiserliche Jacht Standard", den Befehl erhalten habe, sich zu einer Kreuzfahrt bereit zu machen. Um das Maß voll zu machen, erfährt man von neuen Unterschleifen auf der sibirischen Bahn. Höhere Bahnbeamte haben Eisenbahnwaggons, die sie von Kriegsmaterial einfach entleerten, zu ihrem Nuzen vermietet, wobei sie phantastische Preise verlangten und erhielten. Bezeichnend ist es, daß Gerüchte in Umlauf geseẞt werden die ganz offenbar Reminiszenzen von vor 50 Jahren sind und lediglich den Zweck haben, Mißstimmung zu erwecken und Verbitterung hervorzurufen. Zu diesem Genre gehört die Erzählung, daß ein russischer Edelmann Name und Gut wird angegeben Bauernmädchen an Stelle von Bugtieren benutzt habe. Seine Luruswagen, Schlitten, selbst die Lastwagen habe er von Mädchen ziehen lassen, die unbarmherzig gepeitscht wurden, wenn sie nicht schnell genug waren. In Baku, das stellt sich jetzt heraus, sind die Armenier nicht die unschuldig Angegriffenen gewesen. Sie hatten im Gegenteil sich seit Monaten bemüht, durch ihr Komitee die Berser und Tartaren zu bereden, diese sollten die jetzige schwierige Lage Rußlands benutzen, um im Kaukasus einen allgemeinen Aufstand ins Werk zu sehen. Als Tartaren und Perser sich dessen weigerten, wurden sie von den Armeniern angefallen. Die Opfer der Erzesse werden auf 350 Tote und einige Tausend Verwundete angegeben. Die Dolitik. Die Budgetkommission des Reichstags ist gegenwärtig mit der Beratung des Militäretats beschäftigt. Nach dem bisherigen Gang der Verhandlungen ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß alle Forderungen der Regierung bewilligt werden. Es kommt dabei in Betracht, daß diese Forderungen nur auf Heeresverbesserungen, nicht auf eine Vermehrung des Heeres abzielen. 44 Ueber die Qualifikation zum Handelsrichter soll durch eine Novelle zum§ 113 des Gerichtsverfassungsgesetes eine neue Bestimmung getroffen werden. Während bisher nur solche Personen zu Handelsrichtern ernannt werden konnten, die über 30 Jahre alt, in das Handelsregister eingetragen, in dem betreffenden Handelskammerbezirk wohnhaft, Kaufleute oder Vorsteher einer Aktiengesellschaft sind. soll die Qualifikation jetzt auch solchen Personen zugesprochen werden, die Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder Vorstand einer sonstigen juristischen Person sind. Zur Erhöhung der Lehrergehälter ist von freikonservativer Seite in der Unterrichtskommission des preußischen Abgeordnetenhauses beantragt worden, daß das Dienſteinkommen der Lehrer an Schulen mit weniger als 30 Schülern 1100 Mark Grundgehalt, an den zahlreicher besuchten Schulen 1200 Mark Grundgehalt und überall 130 Marf Alterszulage betragen soll. Der Staatsbeitrag soll um 200 Mark für die kleineren Schulen und die zweiten Lehrer, um 500 Mark für die ersten Lehrer erhöht werden. Oefterreich- Ungarn. Der cisleithanische Handelsminister hat im Budgetausschuß des österreichischen Abgeordnetenhauses die neuen Rereinbarungen mit dem Desterreichischen Lloyd", den Verfehr mit Ostafrika betreffend, zur Annahme empfohlen. Der Minister betonte zur Unterstützung seines Begehrens, daß die deutsche Ostafrika- Linie sich beeilt habe, die Konkurrenzlinie nach Bombay zu eröffnen, um die Einschränkung des österreichischen Ostafrikadienstes auf die frühere Anzahl von Fahrten zu erzwingen. Amerika. A In Columbien hat der Präsident General Reves eine nene Verfassung oriroyiert. Er hat einer Notablenversammlung erklärt, daß er mit dem Kongreß nicht regieren könne und sich deshalb zum Diktator aufgeworfen habe. Die wahrscheinliche Folge wird ein Bürgerkrieg und danach eine Einmischung der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Skandinavien. Nach dem Rücktritt des norwegischen Ministeriums Hagerup hat sich der Kronprinz- Regent von Norwegen mit einer ergreifenden Ansprache an den Präsidenten des Spezialfomitees des Storthing gewendet, dem die Erledigung der schwebenden Konsulatsfrage obliegt. Der Kronpring- Regent weist darauf hin, daß Schweden und Norwegen nur bei festem Zusammenhalten darauf rechnen könnten, im europäischen Staatenverband ihr bisheriges Gewicht zu wahren. Er fordert zu neuen Verhandlungen über die Konsulatsfrage auf breiterer Grundlage auf, und bitte: die Mitglieder des Spezialkomitees, sich die Konsequenzen ihrer Entschließungen vor Augen zu halten. Der Kronprinz- Regent schicht mit den Worten: Gott gebe Ihnen und uns allen die Weisheit, daß wir den Weg betreten, der zum wahren Wohl des Waterlandes und des ganzen Nordens führt." Deutfcher Reichstag. ( 153. Sizung.) CB Berlin, 2. März. Bei der heute fortgesezten zweiten Beratung des Etats für das Reichsamt des Innern hielt zuerst der sozialdemokratische Abg. Fräsdorf eine mehr als anderthalbstündige Rede. Er beschäftigte sich in der Hauptsache mit dem Krankenkassenwesen, bekämpfte die freie Arztwahl und tadelte das Eingreifen der sächsischen Behörde in den Leipziger Aerztestreif. Demgegenüber segte der sächsische Ministerialdirektor Fischer auseinander, warum die Regierung ein Eingreifen für notwendig gehalten hat. Nachdem jodann der Abg. Erzberger sich zum zweitenmal in längeren Ausführungen großenteils polemischer Natur gegen die Sozialdemokraten ergangen hatte, äußerte sich der Staatssekretär des Innern in sehr bemerkenswerter Weise über unsere Sozialpolitik. Er nahm das gestern vom Abgeordneten Trimborn gebrauchte Bild vom Lokomotivführer auf und meinte, diesem liege allerdings die Leitung der Maschine ob, die Schnelligkeit der Fahrt aber werde durch die Schwere der Last bedingt, die zu befördern sei. Unsere sozialpolitische Maschine ist aber, so führte Graf Posadomsky aus, bedeutend überlastet, wofür auch die gegen= wärtigen Debatten am Reichstag einen Beweis lieferten. Wenn sich die Abgeordneten etwas mehr Zurückhaltung auferlegen wollten, so würde die Fahrt beschleunigt werden Fönnen. Zurzeit hat sich unsere Versicherungsgesetzgebung zu einem wahren Koloß ausgewachsen, die Beamten wissen faum mehr ein noch aus. Heute würde niemand mehr daran denken, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Altersund Invalidenversicherung gesondert zu organisieren. Die Verhältnisse drängen mehr und mehr dazu, die drei Versicherungsarten auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen. Das erfordert wieder eine gewaltige gesetzgeberische Arbeit, die nur wird geleistet werden können, wenn der Reichstag so viel Vertrauen zur Regierung hat, daß er sich mit der Jeſtschung der Grundzüge begnügt und die Ausführung im einzelnen der Regierung überläßt. An diese Skizzierung eines sozialpolitischen Programms in großen Zügen, die im Hause mit großer Aufmerksamkeit angehört und vielfach mit Beifall begleitet wurde, knüpfte der Staatssekretär noch einige Bemerkungen über Einzelheiten, die im Laufe der Debatte zur Sprache gebracht waren. Er teilte u. a. mit, daß die Regierung sich noch nicht entschieden habe, ob die Krankenversicherung der ländlichen Arbeiter und Dienstboten landesgeseglich oder reichsgeseßlich zu regeln sei, daß aber ein bezüglicher Gesebentwurf nach beiden Richtungen hin in Vorbereitung sei. Nachdem noch einige Abgeordnete gesprochen hatten, vertagte sich das Haus auf morgen. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 152. Sigung.) RK Berlin, 2. März. Da die gestrige( äußerst schwach besuchte) Abendsizung den größten Teil der zum Universitätsetat vorzubringenden Einzelwünsche absorbiert hatte, gehörte die heutige Sigung dem höheren Schulwesen. In einer längeren und fehr beifällig aufgenommenen Rede trat der Abg. v. Schenfendorff für den weiteren Ausbau der Reformschulen und für die körperliche Ausbildung der Schüler durch Turnen und Jugendspiele ein. Ministerialdirektor Dr. Althoff erkannte die großen Verdienste dieses Abgeordneten auf den beiden Gebieten an, ein anderer Kommissar gab näheren Aufschluß über die Stellung der Regierung zur Reformschule, an deren Weiterbildung stetig, wenn auch mit Vorsicht, gearbeitet wird. Von prinzipieller Bedeutung war auch die Antwort des Ministers Dr. Studt auf eine Frage des Zentrumsabgeordneten Roeren: die Regierung sei gegen die konfessionellen höheren Schulen und wünsche die noch bestehenden zu beseitigen. Für größere Freiheit auf den Schulen trat der Abg. Gamp( frkons.) ein; wenn zu rigoros das Biertrinfen und Zigarrenrauchen verboten werde, so reize man die Schüler zur Teilnahme an den verbotenen Verbindungen. Der Minister verurteilte scharf diese Verbindungen, die sehr schlimme Erscheinungen zutage förderten, erkannte aber an, daß der Uebergang aus dem Schulzwang in die Universitätsfreiheit ein sehr plötzlicher sei, der zu Bedenken Anlaß gebe. Zwischenein wurden noch Einzelfragen wie die Einführung des Stenographieunterrichts, die Besserstelluung der Lehrer in Bezug auf die Wartezeit, und anderes erörtert, ohne daß das mäßig besette Haus besonderen Anteil daran genommen hätte. Da nun heute nach dem festgelegten Plan der Kultusetat eigentlich erledigt sein sollte, in Wirklichkeit aber noch große Teile der Beschlußfassung harren, mußte wieder eine Abendfizung angesetzt werden Die Enthüllungen über Plötzen fee. ( Von unserem Gerichtsberichterstatter.) Berlin, 2. März. Vor der vierten Straffammer begann heute der große Prozeß gegen Kaliski und Genossen. Angeklagt sind die Nedakteure des„ Vorwärts" Julius Kaliski und Paul Büttner, der Redakteur der Zeit am Montag" Karl Schneidt und der Journalist Ahrens. Sie sollen durch eine Reihe von Artifeln in den beiden genannten Blättern die Beamten der großen Strafanstalt Plößensee beleidigt haben. In diesen Artikeln, wurden die Zustände in den Arbeitsräumen und Arrestzellen, die Verwaltung des Gefängnisses und die Verpflegung sowie die Behandlung der zu Disziplinarſtrafen Verurteilten in heftigster Weise kritisiert. Namentlich über den letzten Punkt wurden haarsträubende Dinge berichtet. Notorisch Schwerkranke sollten zu schweren Disziplinarstrafen verurteilt worden sein. Der eine Anstaltsarzt hätte unter den Gefangenen den Spitznamen„ Unbedenklich" gehabt, weil er nie Bedenken getragen habe, die Unbedenklichkeit solcher Strafen, wie Entziehung der warmen Mittagskost auf längere Zeit, verschärften Arrest usw., ohne weiteres zu bescheinigen. Eine geradezu schauderhafte Darstellung war vom Angeflagten Schneidt über die Behandlung eines wegen Uhrendiebstahls zu einem Jahr Gefängnis verurteilten russischen Juden Skläroff alias Habermann gegeben und zwar unter Anführung amtlicher Belege. Der Gefangene war nach der Behauptung Schneidts bereits bei seiner Einlieferung irrinnig. Er soll aber vom Aufseher als Arbeitsscheuer betrachtet worden sein, worauf die Ueberweisung des Falles an den Anstalts- Polizei- Inspektor Binding und den Anstaltsarzt Dr. Pfleger erfolgte. Skläroff erhielt als Arbeitsscheuer, so erzählte die Zeit am Montag", erst eine lange Reihe schwerer Disziplinarstrafen, bis er endlich zur Beobachtung ins Lazarett kam. Als man Skläroff überführen wollte, lag er auf dem Asphaltboden der Zelle und vermochte sich nicht mehr aufzurichten. Der Aufseher, welcher die Ueberführung des Mannes zu bewerkstelligen hatte, holte sich hierzu zwei Kalfaktoren herbei. Diese richteten Skläroff auf, und einer steckte seinen Kopf zwischen dessen Beinen hindurch. Sfläroff aber war bereits zu entkräftet, um auf den Schultern des Kalfaktors reiten zu können. Als er hintenüberschlug, packte der zweite Kalfaktor ihn im Genick und brachte ihn dadurch in eine horizontale Lage. Dann zogen sie in Begleitung des Beamten mit dem armen Menschen, der nur noch ein Gerippe war, und dessen Kopf und Arme kraftlos hin- und herbaumelten, über mehrere Höfe hin ins Lazarett. Und dieser armselige franke Mensch, der dann schließlich der Irrenanstalt in Eberswalde übergeben wurde, hatte 60 Tage strengen Arrestes als arbeitsschen verbüßen müssen." Das Material, das dieser Darstellung zu Grunde lag, soq der Angeklagte Ahrens geliefert haben, der als Strafgefangener lange Zeit in der Kanzlei des Gefängnisses beschäftigt war und sich Aufzeichnungen gemacht haben will. Ahrens hat ein böses Strafregister. Er ist mehrfach wegen Diebstahls bestraft worden, auch schon mit Zuchthaus. Die Folge jener Artikel war eine Anklage unter dem Rubrum„ Schneidt und Genossen", die jedoch in der Folge in„ Kaliski und Genossen" umgeändert wurde, um, wie der ,, Vorwärts" behauptete, eine Haupt- und Staatsaktion gegen ihn daraus zu machen und die Sache vor eine andere Straffammer zu bringen. Diese Behauptung stellten auch heute die Verteidiger, die Rechtsanwälte Heine, Liebknecht, Halpert und Löwenstein auf. Sie behaupten, daß das von der Staatsanwaltschaft eingeschlagene Verfahren, durch das die Sache nicht vor die 7. und 9. Kammer, sondern vor die 3. bezw. 4. Kammer kommen mußte, die Strafprozeßordnung und die preußische Verfassung verlege. Die Staatsanwaltschaft erklärt, daß sie den Protest der Angeklagten gegen die 4. Straffammer nicht begreifen könne. Heftige Kritiken des Rechtsanwalts Halpert, die ein tiefes Mißtrauen gegen die Beweggründe der Staatsanwaltschaft und die Objektivität der 4. Kammer verraten, führen zu einem Zusammenstoß zwischen ihm und dem Vorsigenden, Landgerichtsdirektor Oppermann. Das Gericht beschließt daraufhin seine Zuständigkeit und betont, es habe keinerlei Verpflichtungen, die Voraussetzungen, von denen die Anklagebehörde ausgegangen sei, nachzuprüfen. Die eigentliche Verhandlung ist heute nur kurz. Die Angeklagten erklären sich sämtlich für nichtschuldig. Von der Verteidigung sind eine Menge neuer Beweisanträge eingegangen, die der erste Staatsanwalt Schönian zuzulassen bittet, soweit sie irgend mit der Sache in Verbindung ständen. Die Gefängnisverwaltung habe nichts zu verheimlichen. Hierauf werden mehrere von der Verteidigung geladene Sachverständige vom Gericht abgelehnt und die weiteren Verhandlungen auf Donnerstag früh vertagt. Nah und Fern. Eine furchtbare Bergwerkskatastrophe ereignete sich auf dem zur Preußengrube bei Miechowitz( Oberschlesien) gehörigen Jelfa- Schacht. Die Arbeiterbühne der 320 Meter- Sohle stürzte auf die 370 Meter- Sohle hinab. Alle darauf befindlichen Arbeiter, 20 an der Zahl, wurden in die Tiefe gerissen. 16 Berglente sind dabei ums Leben gekommen. Sie wurden, da die Wasserhaltungsmaschine durch Steinmassen zertrümmert wurde, teils erschlagen oder ertranfen. Die übrigen vier sind gerettet. Die Grube gehört dem Grafen TieleWinkler. Nach einer anderen Darstellung sind nur 15 Mann getötet, 4 schwer und einer leicht verletzt worden. Drei Berglente retteten sich durch Anklammern an den Förderkorb. Das Unglück wurde durch Bruch schwimmenden Gebirges verursacht. Außerdem sind auf der Preußengrube durch herabstürzende Gesteinsmassen zwei Arbeiter verunglückt, von denen einer tot, einer schwer verleẞt ist. Eine 14jährige Kindesmörderin wurde in Hamburg verhaftet. Kurz nach ihr verfiel ihr Verführer, ein 42jähriger verheirateter Mann, der selbst Vater mehrerer Kinder ist, demselben Schicksal. Er hatte das Mädchen durch Geschenke an sich gelockt und allmählich seinen Wünschen gefügig gemacht. A Die Prophezeiungen des Luftschiffers. Santos Dumas, der bekannte Luftschiffer aus Brasilien kündigt eine vollständige Umwälzung aller Verhältnisse infolge seiner Erfindungen an. In Zukunft sollen die Schlachten hoch oben in den Wolfen geschlagen werden. Seine Luftkriegsschiffe sollen 220 Meter lang sein und 30 Schiffsschrauben haben, mittelst denen sie 60 Meilen in der Stunde zurücklegen fönnen. Herr Santos, der sich schon als Herr der Lüfte träumt, will auch eine Vergüngungsyacht konstruieren, mit der er den Nordpol besuchen will. O Die Ermordung einer Milliardärin wird aus Honolulu gemeldet. Mrs. Stanford, eine der reichsten. Frauen der Welt, soll durch vergiftetes Sodawasser ums Leben gebracht worden sein. Das Sodawasser stammt aus San Franzisko, und es stellte sich heraus, daß Versuche, Mrs. Stanford zu bergiften, bereits vor ihrer Abreise aus San Franzisko, am 20. Januar, gemacht wurden. Mrs. Stanford hatte mehr als 120 Millionen Mark für wohltätige Zwecke gegeben, u. a. auch eine Universität gegründet. = [ Ein Luf fchen Regierung des neuen Luff behauptet, daß rate wahre G findung feien. Regierung das Swede ein unf Die Anschläge auf italienische Eisenbahnzüge mehren sich. Die Eisenbahnbeamten, die zuerst nur in Obstruktion machten, gehen jetzt zu direkten Attentaten auf die Züge über. So waren bei dem Nachtschnellzuge von Rom nach Florenz und den Frühschnellzügen von Rom nach Neapel und Turin die Luftbremsen zerschnitten. Das Bubenstück, das unermeßlichen Schaden hätte anrichten können, würde noch gerade vor Abfahrt der Züge entdeckt. Tages- Chronik. Der älteste Mann in Tirol, namens Jakob Pichler, genannt Högger Jaggeln, ist im Alter von 104 Jahren gestorben. - Die Fährschiffe zwischen Warnemünde und Gjedser( in Dänemark) sollen wegen der Zunahme des Güterverkehrs verlängert und teilweise mit zwei Geleisen versehen werden. In Westerbeck bei Flensburg kam der Hufner Kleindieck bei dem Versuche, sein Vieh aus dem in Brand geratenen Stalle zu retten, ums Leben. Hus dem Gerichtsfaal. § Abenteurerin und Verschwenderin. Vor der Straffammer in Berlin stand eine Schwindlerin Frieda Arnold, die aus gutem Hause stammend, jetzt durch ihren unbezwinglichen Hang zur Abenteurerei und Verschwendungssucht sich dem Gefängnis ausgeliefert sieht. Sie wußte eine Baronin b. N. in Charlottenburg so zu umstricken, daß diese der Arnold fast ihr ganzes Vermögen opferte. 66 000 Mark sind der Dame in kurzer Zeit von der Arnold abgenommen. Diese hatte sogar einen richtigen jungen Grafen auf einem Wohltätigkeitsfeste der Fürstin Lwoff derartig bezaubert, daß er sie fast geheiratet hätte. Die im allgemeinen geständige Angeklagte wurde zu einem Jahr sechs Monaten und einer Woche Gefängnis verurteilt. § Der Landgerichtsdirektor und seine Erpresser. Vor dem Landgericht in Berlin standen der Handelsmann Lächel, der Schreiber Günz und der Kaufmann Heuer unter der Anklage, den Breslauer Landgerichtsdirektor Hasse fortgesetzt mit Erpressungen verfolgt zu haben, bis dieser in der Verzweiflung im Dezember vorigen Jahres vor der Hedwigsfirche zu Berlin einen Revolverschuß auf Lächel abfeuerte. Die Verhandlung erfolgte unter Ausschluß der Deffentlichfeit. Lächel wurde zu 5 Jahren, Heuer zu 4 Jahren 9 Monaten und Günz zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Landwirt. =[ Gine Hol mittelfränkische nennt sich der König und Fü Einladungen - [ Lache Elberfeld ber im Betrage burg anfäffi Der Erblaffe fechten. [ Der hat fürzlich gemacht. D und trot al Zwei Tage eine Aundin diefer lag wo Sache leicht felbft den Te Finger gefalle er eine feltiam mit diefem in burde dann mit erft fam er wie =[ Das Fe ten Laune nach namens Birjo chen und Ghef Jahrestag fei zu begehen. Nachbildunge Gästen befa Scheidung n Wege sind, t om Zur Erzielung recht früher Karotten wählt man möglichst sandigen Boden in sonniger Lage, der ein Jahr vorher stark gedüngt sein muß, also viel verrotteten Dünger enthält, und der im Herbst und Winter vor der Aussaat recht reichlich mit Hauche oder flüssigen Erkrementen getränkt worden ist. Die Aussaat, recht dünn, nimmt man so früh wir irgend möglich vor, sobald der Boden trocken ist, und zwar wähle man die echte, frühe, holländische Karotte. Der Boden wird nach dem Bedecken der Saat mit einem Brett festgeschlagen und feucht gehalten. Sobald die Pflänzchen sichtbar werden, lockert man den Boden; nie darf er eine Kruste behalten. Zu dicht aufgegangene Saat verzieht man, außerdem halte man die Beete rein von Unkraut. Vermilchtes. [ Der letzte Herzog von Anhalt- Bernburg] wurde am 2. März vor hundert Jahren zu Ballenstedt geboren. Er war der Sohn des damaligen Fürsten, späteren Herzogs Alerius Friedrich Christian von Bernburg, dem er am 24. März 1834 in der Regierung folgte. Bald darauf, am 30. Oftober 1834, vermählte er sich mit Prinzeß Friederike von Holstein und nahm sie, da er mit einem nervösen 2c. Leiden behaftet war, zur Mitregentin an. Nach seinem Tode, der am 19. August 1863 auf Schloß Hoym erfolgte, fiel Bernburg an Anhalt- Dessau. - =[ Die erste Studentinnenverbindung] an deutschen Universitäten hat sich zu Freiburg im Breisgau beim akademischen Senat angemeldet. Sie zählt 16 Mitglieder, und zwar ausschließlich immatrikulierte Studentinnen. Erste Chargierte des Vereins ist Frl. stud. med. Eva Morit aus Riga, von der in den Berichten eigens hervorgehoben wird, daß sie eine hübsche junge Dame ist. Der Verein will durch den organisierten Zusammenschluß der Mitglieder die gemeinsamen Interessen wahrnehmen und fördern. - [ Die Amtstracht des Berliner Dompförtners] wird eine Art heliotropfarbenen Radmantels in italienischem Geschmack bilden. Das mit einer weißen Perücke bedeckte Haupt trägt einen Dreimaster, die Fußbekleidung besteht aus Schnallenschuhen. Den gewaltigen Stab krönt ein auf einer Kugel befindliches Kreuz. - =[ Ein sonderbarer Schneiderlehrling.] Wie aus München gemeldet wird, hat der Geheime Hofrat von Eyth, der als Techniker und Schriftsteller, sowie als Begründer der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft bekannt ist, kürzlich bei einem Schneidermeister in Ulm a. d. D. eine mehrwöchige Lehrzeit durchgemacht. Beim Eintritt bedang sich der Geheime Hofrat aus, daß er genau behandelt würde wie ein anderer Lehrling; nur vom Bierholen, Kinderwarten und Prügeln wollte er befreit sein. =[ Die Uhren der englischen Fischer.] Die Untersuchung über die Huller Schießaffäre hat zu der Feststellung der Tatsache geführt, daß sämtliche Uhren der englischen Fischerdampfer genau um eine Stunde vorgehen. Nach den Gründen gefragt, erklärten Fischer, das geschähe, damit die Jischer ihren Fang rechtzeitig auf das Marktboot brächten und die Fische nicht zu spät nach Hull zu den Märkten kämen. Man fragte auch den Flottenführer unter dem Hinweis, daß es doch gar keinen Zweck habe, die Uhren eine Stunde vorzurichten, wenn die Fischer davon wüßten. Er erklärte aber, das sei ein alter Brauch, und nur wer die Eigenart der Fischer kenne, verstehe, welchen Einfluß dieser Brauch habe. Aehnliches kann man übrigens in Deutschland auf dem Lande beobachten, und auch manche Hausfrau in der Stadt huldigt der alten Gewohnheit, die Uhr etwas vorgehen zu lassen. Es ist eine Art Autosuggestion, die zur Eile antreibt, trotzdem man genau weiß, daß noch Zeit genug übrig ist. die ersehnten haben. Gen junges Chepa feit seiner bo noch nicht eine Der Scheidung Den Anwesende der Tafel nahn gefchiedene Ga der troßdem de wurden dreizeh gebracht. Ma großartige Wi physischem Weg ihre Töchter a = [ Gine fu Forscher, der zählt von einer des Emirs bor imando ploglid gefchmetter di zum erstenme erflären und Wenn man a dieses Luft Runststüd st durch die Nu oft die vielen schan durchwo trodenen Ufe um das Wass Lassen; nach des Feindes n nats jahen den zu und glaubte ausschließlich d Sie ahmten de auch heute noc begriffen zu h Boranidlag Bräfiden Sigung um Debatte ne minifter& Dr. Fre Berichterft Hierauf fo Adelung mehrung d arbeiterfchu ausführlich ernftlich be zu finden, weiteren wird das nach Debatt lebigt, das Eine Anzah fände wird Die Regierun Großherzogtum in Lamperthein Bertagung auf Sihung d Dr. Binge Bauplah neben ein Wohnhaus Mrs. Stanford zu San Franzisto, am anford hatte mehr e 3wede gegeben, nbahnzüge mehren nur in Obstruttion auf die Züge über Nom nach Florenz Neapel und Turin stück, das unermeß de noch gerade bor in Tirol, namens , ist im Alter vo de und Gjedser( i des Güterverfehr en bersehen werden der Hufner Klein Dem in Brand ge Taal. For der Straffam rieda Arnold, die unbezwinglichen gssucht sich dem eine Baronin ß diese der Ar000 Mark find enommen. Dieje auf einem Wohl bezaubert, daj meinen geitändige Monaten und einer Srpresser. Vor den elsmann Lächel, de er unter der An r Hasse fortgese dieser in der Ver vor der Hedwigs flächel abfeuerte uß der Deffentlich u 4 Jahren 9 Mo berurteilt. en wählt man möj der ein Jahr vor otteten Dinger en r der Aussaat recht Frementen getränk immt man so früh en troden ist, und sche Karotte. Der mit einem Brett d die Pflänzchen nie darf er eine Saat berzieht man, Intraut. Bernburg] wurde Ballenstedt geboren. n, späteren Herzogs rg, dem er am 24. Bald darauf, am Prinzeß Friederike einem nerbösen 2c. an. Nach seinem hloß Hoym erfolgte, g] an deutschen Uni sgau beim akademi 16 Mitglieder, und tudentinnen. Erste med. Eva Mori gens hervorgehoben Der Verein will der Mitglieder die fördern. rtners] wird eine nischem Geschmac deckte Haupt trägt eht aus Schnallen in auf einer fuel g.] Wie aus MünSofrat don Eyth, der als Begründer der fannt ist, fürzlich bei 2. eine mehrwöchige bedang sich der Ge ndelt würde wie ein Kinderwarten und r.] Die Unterfudung Feststellung der Tat er englischen Fischer jen. Nach den Grün ähe, damit die Fischer boot brächten und die Närften fämen. Man Dem Hinweis, daß es cine Stunde borzu W en. Er erklärte aber, die Eigenart der Fi diefer Brauch habe. Deutschland auf dem ausfrau in der Stadt hr etwas vorgehen zu die zur Gile antreibt it genug übrig ift. [ Ein Luftautomobil] ist von einem Ungarn der deutsehen Regierung zum Kauf angeboten worden. Der Erfinder des neuen Luftfahrzeuges, seines Zeichens Porträtmaler, behauptet, daß die Zeppelinschen und Lilienthalschen Apparate wahre Spielzeuge" im Vergleich mit der neuen Erfindung seien. Er hegt die feste Hoffnung, daß die deutsche Regierung das Patent, dessen Wert besonders für friegerisch Zwecke ein unschäßbares sei, anfaufen werde. - [ Gine hohe Hochzeitsgesellschaft] wird sich demnächst im mittelfränkischen Städtchen Eichstätt versammeln. Kaiser mennt sich der Bräutigam, seine Beistände führen die Namen König und Fürst, während noch zwei Könige und ein Herzog Einladungen zum Feste erhalten haben. - [ Lachende und weinende Erben.] Eine kürzlich zu Elberfeld verstorbene Witwe hat ihr gesamtes Vermögen im Betrage von drei Millionen Mark einem in Charlottenburg ansässigen Rechtsanwalt vermacht. Die Verwandten der Erblasserin wollen die Gültigkeit des Testaments anfechten. ===[ Der wandernde Trauring.] Eine sonderbare Reise hat fürzlich der Trauring eines Tilsiter Bäckermeisters durchgemacht. Der Meister vermißte eines Morgens den Ring, und trotz allen Suchens konnte er nicht gefunden werden. Zwei Tage später meldete sich nun bei dem Bäckermeister eine Kundin, hielt ihm eine Brotscheibe entgegen und-in dieser lag wohlgebettet der vermißte Trauring. Jetzt war die Sache leicht aufgeklärt. Der Bäckermeister arbeitete nachts selbst den Teig durch, und hierbei war ihm der Ring vom Finger gefallen und in den Teig geraten. Und nun machte er eine seltsame Wanderung durch: er gelangte in das Brot, mit diesem in den Ofen, machte den ganzen Backprozeß mit, wurde dann mit dem Brot an die Kundin verkauft, und hier erst kam er wieder an das Tageslicht. - =[ Das Festmahl der Geschiedenen.] Einer extravaganten Laune nachgebend, lud jüngst ein Newyorker Millionär namens Birson eine ganze Anzahl geschiedener Ehemännchen und Ehefrauen zu einem Festmahl ein, um den zehnten Jahrestag seiner eigenen glücklichen Ehescheidung würdig zu begehen. Die Festtafel war in geschmackvoller Weise mit Nachbildungen gebrochener Herzen geschmückt. Unter den Gästen befanden sich auch mehrere Herrschaften, die die Scheidung noch nicht vollbracht haben, aber auf dem besten Wege sind, von ihm" oder von ihr" loszukommen, da sie die ersehnten Scheidungsprozesse bereits anhängig gemacht haben. Gewissermaßen als warnendes Beispiel war ein junges Ehepaar zur Stelle, das sich nicht ausstehen kann und seit seiner vor einigen Monaten erfolgten Eheschließung noch nicht eine frohe Stunde gehabt hat. Auf den Termin der Scheidung dieses sauertöpfischen Ehepaares wurden von den Anwesenden Wetten abgeschlossen. Den Ehrenplay an der Tafel nahm ein jovialer Herr ein, den jüngst seine liebe geschiedene Gattin zum achtenmal hat pfänden lassen, und der trotzdem den Humor nicht verliert. Während des Essens wurden dreizehn Trinksprüche auf die Schwiegermütter ausgebracht. Man verspricht sich von der Unglückszahl eine großartige Wirkung und hofft, gewissermaßen auf metaphysischem Wege die Vernichtung der würdigen Damen, die ihre Töchter an den Mann schwindeln, zu erreichen. - [ Eine kuriose militärische Uebung.] Ein französischer Forscher, der soeben aus Mittelasien zurückgekehrt ist, erzählt von einer furiosen militärischen Uebung der Soldaten des Emirs von Buchara: die Krieger werfen sich auf Kommando plötzlich auf die Erde und strecken unter Trompetengeschmetter die Beine in die Luft. Der Fremde, der das zum erstenmal sieht, kann sich den Zweck der Uebung nicht erklären und glaubt es mit Verrückten zu tun zu haben. Wenn man aber näher forscht, hat man die tiefere Bedeutung dieses„ Luftstrampelns" bald heraus. Das akrobatische Kunststück stammt aus der Zeit der Eroberung Bucharas durch die Russen. Die russischen Soldaten mußten damals oft die vielen Arme und Verzweigungen des Flusses Serafschan durchwaten; wenn dann die Flußgänger" wieder am trockenen Ufer waren, legten sie sich zuerst auf die Erde, um das Wasser aus den schweren Stiefeln herauslaufen zu lassen; nach dieser Operation nahmen sie die Verfolgung des Feindes mit neuem Gifer auf. Die Soldaten des Chanats sahen dem Treiben der Russen mit wachsendem Staunen zu und glaubten fest und bestimmt, daß Rußland seine Siege ausschließlich dem Beineschlenkern seiner Soldaten verdanke. Sie ahmten deshalb die Uebung sofort nach und machen sie auch heute noch, ohne je ihren Sinn und ihre Bedeutung begriffen zu haben. Hessischer Landtag. " Darmstadt, den 2. März. Bräsident Saas eröffnet nach der Darmst. Ztg." die Sigung um 9 Uhr. Die Beratung über Kapitel 10 des Boranschlags, Staateeisenbahnen, wird fortgesetzt. An der Debatte nehmen weiter teil Abg. Reinhardt, Finanzminister nauth, die Abgeordneten Pitthan, Wolf, Dr. Frenay, Bähr und Abg. Molthan, letzterer als Berichterstatter. Hierauf wird das Kapitel genehmigt. Hierauf folgt Kapitel 81, Gewerbeaufsicht, bei dem die Abgg. Adelung, Dr. Frenay und Orb Wünsche auf Vermehrung der Gewerbeaufsichtsbeamteu, Einbeziehung des Bauarbeiterschutzes usw. fordern. Geheimrat Braun legt in ausführlicher Weise die Stellungnahme der Regierung, die ernstlich bemüht sei, auf diesem Gebiete die richtige Mitte zu finden, zu den angeregten, wichtigen Fragen dar. Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Orb und Adelung wird das Kapitel bewilligt. Kapitel 115, Benfionen, wird nach Debatte bewilligt. Damit ist die Budgetberatung erlebigt, das Finanzgesetz wird morgen verabschiedet werden. Eine Anzahl zur vorläufigen Beratung stehender Gegenstände wird zumeist den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Die Regierungsvorlage, den Geländeaustausch zwischen dem Großherzogtum Landeseigentum und Adam Seelinger 9 in Lampertheim betreffend, wird genehmigt. Hierauf tritt Bertagung auf Freitag Vormittag ein. - Sihung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, 2. März 1905. Dr. Zinßer hat von der Evang. Kirchengemeinde einen Bauplatz neben der Johanneskirche gekauft und will nun ein Wohnhaus mit 20 m Entfernung von der Kirche er- ) Allendorf bei Gießen, 2. März. In aller Kürze ift hier Bürgermeister wahl. Der jezige Bürgermeister 2. Volt ist schon seit 27 Jahren Ortsoberhaupt und hat sich das Vertrauen der ganzen Gemeinde erworben, sodaß er jedesmal einstimmig wiedergewählt wurde. Auch diesmal ist kein Gegenkandidat aufgestellt. -? Hungen, 2. März. Vor einigen Tagen ist hter unter zahlreicher Beteiligung eine gemeinnüßige Baugenossenschaft gegründet worden. Zum Borsigenden des Aufsichtsratsrats wurde Dekan Hainer gewählt. Auch die Gemeindevertretung ist durch den Bürgermeister Fendt und den Beigeordneten Jockel in dem Aufsichtsrat vertreten. Die Genossenschaft, welche ganz im Rahmen des hessischen Wohnungsfürsorgegeseges tätig sein will, wird zur Hebung des Wohnungswesens hierselbst viel beitragen fönnen. § Aus dem Wettertal. Auf eine Anfrage des Abgeordnetnen Windecker in der Zweiten Rammer antwortete der Finanzminister Gnauth, daß die Regierung in jeder Hinsicht für das Projekt der Wettertalbahn eintreten werde, von Seiten der Betriebsgemeinschaft würden teine Einwendungen gegen das Projekt erhoben. richten. Stadtv. Huhn ist der festen Ueberzeugung, daß Gendarmerie aus Gießen bei verschiedenen Einwohnern 20 m zu wenig find; der schöne Eindruck der Kirche und Haussuchung wegen Wilddieberei statt. Bei einem ihre Umgebung würde beeinträchtigt. Die Majorität ftimmt Wirt und Megger W. M. wurde ein ganzes Arsenal geaber der nachgesuchen Bauerlaubnis zu. Das alte Gefunden und beschlagnahmt. Das Beweismaterial ist so erbäude Ecke Braugasse und Landgraf Philipp- Plat, in welchem drückend, daß M. von der Gendarmerie verhaftet und nach bisher die Wirtschaft 8um Habertasten" betrieben Gießen abgeführt wurde. wurde, wird von der Eigentümerin, der Brauerei Ihring, niedergeriffen, um einem Neubau Platz zu machen. Die Front des Neubaues an der Braugasse beträgt statt 8 m nur 7,70 m und dann soll an der Ecke noch ein Erter angebracht werden, für beide Fälle ift Dispens nötig, der auch bewilligt wird. Hier ergreift Stadtv. Löber das Wort und beschwert fich in recht scharfer Weise über die ganze miserablen Zustände auf dem Landgraf Philipp Play. Wenn der Eigen tümer, der Staat, hier nichts macht, dann sollte doch die Stadt wenigstens etwas tun, damit die Bewohner den Platz mit einigermaßen trockenen Fußes passieren fönnen. Auch die Stadtv. Loos und Kirch sprechen für Abhülfe, zumal durch den Abbruch des Haberfasten die Passage noch viel schwieriger und schmutziger ist als seither. D.- 8. Mecum verspricht Abhülfe. Beigeordneter Georgi fommt dann auf die durch Ausführung der Hausanschlüsse sich nötig machende Straßensperrung zu sprechen und gibt bekannt, daß lezzthin im Asterweg wegen einem Hausanschluß wieder die ganze Straße gesperrt gewesen sei. Er habe persönlich sich das Schild angesehen und da habe auf der einen Seite gestanden: Polizeilich gesperrt" und auf der anderen Seite H. W. Rinn". Dieser Mißbrauch oder vielmehr Unfug, wie sich der Beigeordnete Georgt ausdrückte, mit diesen Straßenschildern möchte er hiermit öffentlich gerügt sehen. Nachdem wird in der Tagesordnung fortgefahren. Das Baugesuch des Johs. Prang für die Hammstraße wird abgelehnt, da B. eine zu große Front mit Fachwerk ausfüllen will. - Den beiden Firmen Büttner& Damm und H. W. Rinn wird genehmigt, im Neustädter Feld nahe der Launsbacher Gemarkung je ein Backsteinmacherhäuschen für ihre Zwecke zu errichten.- Dem Grabsteingeschäft Hewel ist s. 3t. die Lagerung der Grabsteine in dem Vorgarten nur soweit gestattet worden, daß der Charakter als Biergarten nicht berloren gehe. Hewel hat dagegen verstoßen und erfolgt darum zunächst zurückziehung der Genehmigung. Es soll ihm später gestattet werden, nur eine bestimmte Zahl der Steine auszustellen. ( Schluß folgt.) Lokales. " 3. März 1905. A Die Schwurgerichtsverhandlungen im 1. Quartal 1905 umfassen nur 3 Fälle. Es wird verhandelt am Montag, den 6. März gegen Witwe Anna Maria Taiz aus Jlbershausen wegen Meineid; am Dienstag, den 7. März gegen Paul Bert aus Schlitz wegen Sittlichkeitsverbrechen und am Mittwoch, den 8. März gegen Christian Faust aus Wellershausen wegen Meineid. ** Die Meldungen zu der im Sommersemester stattfindenden juristischen Fakultätsprüfung sind mit den vorgeschriebenen Belegen bis spätestens zum 20. April bei dem Defan der Juriftenfakultät, Dr. Biermann in Gießen einzureichen. □ Fenerwehr- Jubiläum Gießen. Der Ge= schäftsführende Ausschuß hat gestern Abend bet Kamerad Arnold im„ Schipkapaß" setne erste Sigung gehabt, der auch Oberbürgermeister Mecum und Kommerzienrat Gail mit beiwohnten. Auf Ersuchen der zwei genannten Herren ist an Stelle des als 1. Vorfizender zurückgetretenen Branddirektor Traber der Stadtverordnete und Weinhändler Helm in diesen Posten eingetreten. Nach Einsichtnahme in das vom vorbereitenden Ausschuß gesammelte Material wurden die einzelnen Grund- und Hauptzüge des Festes besprochen und den Vorsitzenden der Einzel- Ausschüsse gleich die erforderlichen Anweisungen gegeben. fleine Verschiebung in der Besetzung mehrerer Aemter mußte noch vorgenommen werden, doch auch hierin war jedesmal schnell der richtige Mann gefunden. Als Festtage wurden der 15., 16. und 17. Juli bestimmt; als Festplag entschloß man sich definitiv für Os. waldsgarten mit Hinzunahme des alten Schweinemarkt. und des Viehmarktplages. Auf leßtgenanntem Plage sollen die lebungen der beiden Wehren abgehalten werden. Diese Abteilung des Festes wird der neu gebildete technische Feuerwehr- Ausschuß zu leiten haben. Eine Ausstellung in Mainz wird von 7 Rindvich-, 3 Schweine§ Die im Herbst stattfindende landwirtschaftliche und 5 Ziegenzucht- Vereinen beschickt werden. *** Zentral- Zuchtvichmarkt. Der landwirtschaftliche Provinzialzuchtverein der Provinz Oberhessen beauftragte einen Ausschuß, die für den zu errichtenden Zentral- Zuchtbichmarkt in Frage kommenden Bläze Gießen und Bußbach einer Besichtigung zu unterziehen. Nach dem Ausfall dieser Besichtigung soll alsdann die Entscheidung getroffen werden. ** Gießener Boltsbad. Im Frebruar wurden verabreicht 7515 Bäder gegen 7274 im Januar 1905 und 7619 Frebruar 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 268 Bäder gegen 235 im Januar 1905 und 311 im Februar 1904. " 曾 Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4013 Männer, darunter 691 zu 10 Bfg. 634 Frauen, 74" 10 H Wannenbäder: 1. Kl. 247 Männer, 52 Frauen 364 2. 1. 591 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 182 Männer, 22 Frauen. " M H Brausebäder 1226 Männer, 184 Frauen. Die Personenwage wurde von 160 Personen benußt. > Wieseck, 3. März. Gestern fand hier durch die Staatsanwaltschaft, den Untersuchungsrichter und die Brief- und Fragetaften der Redaktion. Elvira und Baula. Wir machen Ihnen unser Rompliment als Druckfehlerteufel- Austreiberinnen. Sie haben ganz recht: Mädchen sind gleichfalls Kinder. Es ist eben Faschingszeit und da trägt mancher ein besonderes Gesicht. Freundlichen Gruß. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 3. März. Metst ttüb, windig, fälter, Niederschläge ( meist Schnee). ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag Estomihi, den 5. März. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Drews. Vormittags 11 Uhr: Kinderfirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 64 Uhr: Geistliche Musikaufführung des Evang. Kirchengesangvereins. Montag, den 6. März, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Mittwoch, den 8. März, abends 6 Uhr I. Passionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. Sonntag, den 12. März, wird Herr Missionar Flad aus Frankfurt im Abendgottesdienst predigen. Ja Anschluß daran soll im Gemeindehaus, Kirchstr. 9, eine Versammlung zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Baseler Halbbazentollette stattfinden, zu der alle Sammler und Sammlerinnen, Geber und Freunde der Halbbazenkollekte eingeladen werden. In der Johannesfirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Repentent Lic. Fuchs. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Montag, den 6. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde, Liebigstraße 56. Text: Ephef. 2, 1 ff Pfarrer Euler. Batholische Gemeinde. amstag, den 4. März. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 5. März. Estomihi. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erfte heil. Messe, vor und to derselben Austeilung der heilig. Kommunion. " " 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Am Aschermittwoch wird nach der hl. Messe um 7 Uhr die geweihte Asche ausgeteilt. Mittwoch Abend um 6 Uhr: Fastenandacht. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbathfeier am 4. März 1905. Samstag vormittags: 8.30 Uhr. Samstag Nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 7.00 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr. abends 5.30 Uhr. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Sonntag, Estomihi( 5. März.) predigt 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: 1 Kor. 13. Lied Nr. 290. 2. nachmittags: Defan Wagner. Text: Lugas 18, 31-43. Lied Nr. 278. Gottesdienst in Lumda nachmittags 1/2 Uhr. Altluth. Gemeinde Grünberg. Sonntag Estomihi. Vormittags 10 Uhr: Gottesdienst. Montag 8 Uhr: Abendpredigt Bfarier Lic. Dr. Stier. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell 1b in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe die in Gießen. Nr. 53 Backartikel. Hochprima Weizenmehl Feinstes Kaisermehl Feinstes Blütenmehl Prima Stampfzucker Pfund 13 Bfg. 15 " " 18 " 24 " Hochprima Schweineschmalz Pfund 49 Pfg., bet 5 Pfund 47 Pfg. Feine Tafelmargarine B. 50, 60, 70, 80 Bfg. Feinstes Speiserüböl Biter 53 Pfg. Oetkers Backpulver 10 Back 75 Pfg. Hochfeine Vanille 3 Schotten 20 PfgVersteigerung. Montag, den 6. März, Bekanntmachung. Beim städtischen Armenamte ist zum 1. April d. J. Nachmittage 2½ Ubr die Stelle eines jüngeren Schreibgehilfen neu zu bebersteigere ich gemäß§ 373 des H. G. B." Im Adler" Markt: plag 20 bahter 200 Flaschen Cognat. Versteigerung findet ganz bestimmt statt. Gießen, den 3. März 1905. Setpel, Gerichtsvollzieher. Die beliebten Gießener Pferde- Lose à 1 Mark find in allen durch Plakate fennt lichen Geschäften zu haben. Biebung 23. März 1.' J8. Hauptgewinne 3 Einspänner, seßen. Bewerber wollen ihre Gesuche bis spätestens 15. d. M. auf dem Armenamte, Neuen- Bäue 15, einreichen. Gießen, den 2. März 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann, Beigeordneter. Bekanntmachung. Samstag, den 11. März 1905, na mittags 22 Uhr, sollen bei dem Turmhaus am Brand 1. die städtischen Marktlauben und die muter dem Turmhaus befindlichen Keller für die Zeit bom 1. April 1905 bis Ende März 1906," 2. Die Obstverlaufsplätze am Neueswegertor, am Selterstor, am Neustädtertor, am Oswaldsgarten und Ecke der Westanlage und Bahnhofs: traße auf unbestimmte Zeit öffentlich meistbietend verpachtet 7 Pferde und Fohlen, Fahrräder, werden. Nähmaschinen, Uhren, silberne Gegenstände u. s. w. Richard Buchader, Hauptvertrieb Gieken, Neuen Bäue 11. Daselbst 11 Lose für 10 Mark. Für Lifte u. Vorto 25 Pfg. mehr. Rheinisches Kaufbausteine Bahnhofstraße 26. Giessen Bahnhofstraße 26. Montag, den 6. März, abends pünktlich 8 Uhr im Cafe Leib( Festsaal) öffentlicher Vortrag des Herrn Dr. Julian Marcuse, Arzt, Maunheim: Krankheiten aus den Gewohnheiten und Mißbräuchen des täglichen Lebens. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind zu 80 Pig. abends an der Kasse zu haben, Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Häifte. Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein Gießen. 冰冰 冰冰 冰 Zum neuen Saalbau ( früher: Steins Garten). Sonntag, den 5. März d. Js.: Einmaliges Gastspiel der Beste Gewinnchancen! bei geringem Einsatz! Nächste Ziehung schon 23. März u. folgende Tage d. sehr beliebten günstigen Grossen WohltätigkeitsGeldLotteric d. Krankenpflege- Anstalten v. r.Kreuz, Strassb. i- E. Ziehung in kurzer Zeit 6052 Baargewinne M. ohne Abzug. 70000 1. Hauptg. M. 20000 2. Hauptg. M. 10000 3. Hauptg. M. 5000 6049 Gew. 35000 Los 1 M11 Lose 10 Mk. zus. Port.u.List. 30Pf. versendet das Gen.- Debit J. Stürmer, Strassb.E. Giessen: R. Buchacker, W. Semmler. Ph. Weiler und Gg. Carl Volk. Schnell rocknend Fussbeda Oelfarben nicht nachklebend, Lad Parketwachs, Tiroler Sänger u.Tänzertruppe Parketwachs Lini vom Heede. Nachmittags 4 Uhr. 11 Personen. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Bohne Glätte. sowie alle sonstigen Artikel zum Keine Futternot mehr! Wer den Ertrag seiner Haferernte verdoppeln will, der baue Goldenen Riesen- Frühhafer, allerfrühefter Jult". Es ist das der ertragreichste weiße, produktibfte, ausgiebigste, schwerste Hafer der Welt. Reift am allerfrühesten, ist außerordentlich wetterfest, be= stockt sich ungemein stark, daher ungewöhnlich dünne Aussaat nötig Es wurden schon Resultate bis 60facher Körnerernte erzielt und waren Stroblängen von 1,70 m, ja 2 m teine Seltenheit. 50 kg Mt. 13-, 500 kg Mt. 120.-, Gießen, den 27. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Holzversteigerung. Bei der am 9. d. Mts. in der Wirtschaft der Witwe riedrich Schmidt hierſelbſt ſtattfindenden Holzverfteigerung werden auch aus dem Gemeindewalde Hochel heim versteigert: - ==1 Eichenstamm 1. l.= 3,73 Fftm., 4 2. Kl. 7,21 Fftm. und 33. Kl. 2,02 Fstm. und zwar im Anschluß an Groß- Rechtenbach. Groß- Rechtenbach, 1. März 1905. Kreis Wezlar. Das Bürgermeisteramt. Curn- Verein Giessen. ( Segr. 1846.) Sonntag, den 5. März, in der Tarnhalle: 5 kg= Probefädchen Mit. 1.70. Grosses karnevalist. Muster umsonst. Der Schnelltreiber- oder Monats- Rotklee ist die wichtigfte Futterpflanze, weil durch den Aubau desselben die Sommerstallfütterung rationell eingeführt werden kann, wodurch sich der Ackerbau bedeutend hebt, und der Wohlstand sich überall verbreitet. Vorzüge des Schnelltreiberklees sind, daß er viel schneller wächst, als der Grünflee und der Rotklee und einen länge en, maftigeren Stengel mit breiteren Blättern betommt. Uster Hafer oder Gerste gefäet, giebt er schon im Herbst Futter im Ueberflaß und im da= rauffolgenden Jahre drei volle Ernten, welche alls Dürrfutter eingebracht werden. Als Grünfutter kann man denselben leicht bier- bis fünfmal abmähen, was auch von den Bauern geschieht. 50 kg Mr. 10.-, 5 kg t. 12.1 kg Mt. 2.50. Jeder, der ein Interesse an den neuesten landwirtschaftlichen und Konzert mit reichhaltigem humoristischem Programm. Anfang 4 er nachmittags. Eintritt: Herren 30 Pig, Damen 20 Pfg. Der Vorstand. Freiwillige Sailsche Feuerwehr Gießen. Montag, den 13. März, abends 8½ Uhr bei Kamerad Dreher im Pfau" Haupt- Versammlung. Tages- Ordnung: gärtnerischen Errunaens baiten hat, 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage pro 1904/05 und Entlastung schreibe eine Postkarte und lasse sich des Rechners. 3. Verleihung der Dienstabzeichen für 5, 10, 15, 20 den soeben erschienenen General- und 25jährige Dienstzeit. 4. Feier des 50jährigen Stiftungsfestes. katalog über Samen- und 5. Etwaige Anträge. 6. Verschiedenes. Pflanzen mit 4 Preisandschreiben von der praktischen Dienftanzug. Der Vorstand. Gartenbau- Gesellschaft in Bayern NB. Anträge, nebst deren Begründung sind spätestens 8 Tage vor der Versammlung bei dem I. Hauptmann einzureichen. zu Frauendorf( Post Vilshofen) tommen. Ia. 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