9. vorm. 10 Uhr agd auf weitere blcher dahier ie Bahnitation 5. enbach. er Fürstl. ich. m.9% Uhr a et 2 Nm. W pel: 172 m. 1. Gichen, 6 fm. 17 m. Gidhen, Buchen dabei 00 Fortwellen), cm Durchm.) m. Fitm. Wagner = 10,11. == 3,80 m. neu angelegten borm. 9% thr er: Knüppel Birken; Stöde: m: 4880 Buchen pticneife), 148 rtlaubholz, 900 49,40 Fitm.( all 02 Fitm. Schnittpuuft del Waldstraße Koln ang. werden aus den nstall, Wirberger Steinfaute, Sohl Itershainer Wald ert: Stämme: = 1,32 Fitm., )= 2,45 Fitm 1)= 1,51 Fitr m.)= 14 F archm.)= 4 F hm.- 2,65 F com.)= 1 F m)= 4,55 F III. AL.( 30 68 Fichten IV. tm., 176 Fidia 45 Fftm., 16 tittendurchm.) Nr. 29. Insertionspreis: Die einfpaltige Betitzeile für ganz Obereffen, die Kreife Weglar amb Marburg 10.fg. sonft 15 Big. Reklamen bie Petitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Freitag, den 3. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteijährl. Mr. 1.50. Grattebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( tüglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Was Indizien wert find. ( Von unserem Gerichtsberichterstatter.) In Lichtenberg Lei Berlin wurde am Sonntagmorgen ein Dienstmädchen in seiner Kammer ermordet aufgefunden. Die Polizei sette auf die Entdeckung des Mörders einen Preis von tausend Mark aus. Daß ein Raubmord vorliege, galt als feststehend, denn das Sparkassenbuch des Mädchens fehlte. Die Polizei mußte wohl meinen, daß der Mörder sich nicht habe mit Kleinigkeiten abgeben wollen, da er berschmäht hatte, 12 Mark Bargeld, die offen dalagen, und geringwertige Schmucksachen mitzunehmen, die immerhin leicht einzuschmelzen und zu verkaufen waren. Man suchte den Raubmörder in dem Verkehrskreis der Ermordeten, namentlich unter den Gartenarbeitern ihres Dienstherrn. Und man fand den Mörder mit erfreulicher Schnelligkeit. Die Polizei freilich war daran unschuldig. Der Dienstherr war der von seinem Instinkt geleitete Detektiv gewesen, und die Polizei begnügte sich mit dem Verdienste, diesem Instinkt des Unzünftigen bereitwillig gefolgt zu sein. Der Dienstherr hatte nämlich gleich Verdacht auf einen seiner Gartenarbeiter, einen übelbeleumundeten, wiederholt borbestraften, gewalttätigen und dem Trunk ergebenen Menschen. Der Verdacht wurde durch das gedrückte Benehmen des Burschen verstärkt, der nur widerwillig und zögernd herbeikam, als der Dienstherr die Arbeiter alle zusammenrief. Er wusch und rieb scheu an seinen Beinkleidern, die überall, auch auf dem hinteren Teil, verdächtige Flecken zeigten. Auf Fragen der Arbeitsgenossen über seinen Verbleib während der Mordnacht hatte er unstimmige Auskünfte gegeben. 3war leugnete er der herbeigerufenen Polizei gegenüber, die ihm den Mord auf den Kopf zusagte; aber sein scheues Geficht fam einem Geständnis gleich. Als er die Blutflecken auf seinen Beinkleidern durch Nasenbluten, eine frische Wunde an der Stirn durch eine Stoßverletzung erklären wollte, galt er für überführt, da in der Regel Nasenbluten Beinkleider nicht am rückwärtigen Teil verunreinigt. Man atmete auf: die Mordtat fand sichere Sühne. Vierundzwanzig Stunden später hatte sich das Bild vollständig verschoben: Der überführte Mörder war aus der Haft entlassen, seine Nichtbeteiligung an dem Mord stand außer Bweifel. Zunächst war als unstreitig ermittelt worden, daß der Verdächtigte in der Mordnacht sinnlos betrunken gewesen, daß er in der Trunkenheit sich Stirn und Nase verlegt, daß diese Verlegungen eine Blutlache vor seinem Bett beranlaßt hatten, in die er stürzte, als er aus dem Bett fiel. Er war am Montag noch nicht ausgenüchtert. Sein scheues Verhalten erklärt sich aus seinem anhaltenden Haarweh" für diesen Zustand gibt es auch minder salonfähige Bezeichnungen und eben dieselbe Ursache macht seine AbWeißtannen II. A neigung gegen jede Ortsveränderung am Montag begreiflich. I. AL.( 11-14 cm. Btannen I. Al.( 11 tm. Uhr im Diftrift Nr. 1204. Nuc wird bei der Ver en des zur Ver lau unterftriden Holzquantitäten ftellt 5. berg. ert Stuhl , Neustadt 23. zu billigften Breijen: fenfrütte züglicher Robart Bauertraut, u. Effig- Gurten müfenndeln, Eiernudelen, Maccaroni, . Obft 2c. 2c. Freibant Morgen che 45 Bfennig inefleisch 45 P Hoher Nebenverdien Trieb leicht bert. Arti Mer, Jveragehofen- Erfur - In seinem unklaren Zustand war er vielleicht auch durch die Blicke bedrückt und eingeschüchtert, die von einem Verdacht gegen ihn sprachen; und das Bewußtsein, blutbefleckte Beinfleider zu haben, nahm ihm den Rest von Zuversicht. Das alles fann vorkommen. Ein ländlicher Gärtnereibefizer braucht nicht den Scharfblick eines berufsmäßigen Detektivs zu haben, darf sich in der Nichtung seines Berdachts irren und hat auch das Recht, über seinen Verdacht unvorsichtige Reden zu Dritten zu führen, unter denen vielLeicht der wirkliche Mörder war, dem er so Gelegenheit bot, den Verdacht auf falscher Fährte zu halten. Es zeigte sich aber noch etwas anderes: das angeblich geraubte Sparkassenbuch fand sich, in Bapier eingeschlagen, mit anderen Sachen in dem Korb der Ermordeten, den man also recht oberflächlich durchsucht haben muß. Diese oberflächliche Durchsuchung war der erste Fehler. Der zweite, faum minder schwere, bestand darin, daß man aus dem vermeintlichen Fehlen des Sparkassenbuchs auf einen Raubmord geschlossen hatte. Ein Sparkassenbuch ist ein redyt ungeeignetes Raubobjekt. Es ist allgemein bekannt, daß ohne vorgängige Kündigung eine Auszahlung nur bis 100 Mart erfolat. Wer aber um 100 Marf mordet, läßt nicht 12 Mark Bargeld, auch nicht eine goldene Uhr liegen. Der Mörder mußte überdies unwahrscheinlich dumm sein, in der Nacht zum Sonntag ein Svarfassenbuch an sich zu nehmen, das er nicht vor Montag, also erst über 24 Stunden nach Bekanntwerden des Mordes, präsentieren konnte. Mit dem Raubmord also war es nichts. Das konnte man bei einiger Aufmerksamkeit sofort wissen und bei sorgfamer Durchsuchung des erwähnten Korbes alsbald so unzweifelhaft feststellen, wie es nach 48 Stunden oder später festgestellt worden ist. Dann wäre nicht kostbare und wahrScheinlich unwiderbringliche Zeit bei dem Suchen auf falscher Fährte berloren gegangen. Der Fall ist lehrreich. Er zeigt die Zweifelhaftigkeit des Wertes von Indizien und von Verbachtsumständen. Sogar Blutflecken auf der Kehrseite von Beinkleidern können wirklich vom Nasenbluten herrühren. Der Krieg in Oftafien. Auch auf russischer Seite wird jetzt zugegeben, daß der Borstoß General Kuropatkins nicht nur resultatlos verlaufen ist, sondern auch für die Russen schwere Nachteile im Gefolge gehabt hat. Von englischer Seite wird behauptet, daß der japanische Gegenvorstoß mit dem Ziel, den rechten Flügel der Russen unter General Griepenberg abzudrängen, weiter fortgesetzt wird und große Aussicht auf Erfolg habe. Nach anderen Darstellungen haben beide Teile unter großen Opfern ihre neuen Positionen behauptet. Von russischer Seite werden noch interessante Einzelheiten über die fünftägige Schlacht berichtet, die zeigen, mit welchen großen Schwierigkeiten die beiden Parteien zu fämpfen hatten. Die gewöhnlichen Geschütze erwiesen sich zur Zerstörung von Verschanzungen wirkungslos, nur Melinitbomben konnten den gefrorenen Boden sprengen. Hierzu trat die furchtbare Kälte. Die Aerzte konnten die Verwundeten nicht verbinden, weil ihnen die Finger erstarrten. Verwundete, die nicht sofort aufgenommen wurden, fand man nach ein oder zwei Stunden erfroren. Viele erfroren beim Transport, daher die hohe Verlustziffer. Man nimmt an, daß infolge der furchtbaren Erfahrungen, die man jetzt gemacht hat, die kriegerischen Aktionen ruhen werden, bis milderes Wetter eintritt, etwa bis Mitte März. Die Gesamtverluste der Armee Okus, also des linken japanischen Flügels, werden nach einer soeben veröffentlichten Aufstellung seit Beginn des Krieges bis zur Mitte Dezember vorigen Jahres folgendermaßen beziffert: In den Hofpitälern starben vom 6. Mai an bis zum 1. Dezember von 24 642 eingelieferten Patienten mur 40(?!), 193 waren an Typhus, 342 an Dysenterie und 5070 an Beriberi erkrankt. Gefallen sind von Okus Truppen in der Zeit vom 6. Mai bis zum 19. Dezember 210 Offiziere und 4917 Mann, verwundet 743 Offiziere und 20 337 Mann. Die Verhältnisse in den japanischen Lazaretten haben sich, wenn kein Fehler in der Depesche vorliegt, wenigstens bei dieser Armee, als wunderbar günstig bewiesen. Die Lage in Wladiwostok. In Anbetracht der ernsten Lage, in der sich gegenwärtig die Festung Wladimostok befindet, haben sämtliche Bewohner der Stadt eine Erklärung darüber abgeben müssen, ob sie in Wladivostok bleiben und für den Fall einer Belagerung freiwillig als Kämpfer oder sonst in den öffentlichen Dienst treten wollen. Alle übrigen Bewohner müssen sich bereit halten, bei der ersten Aufforderung die Stadt zu verlassen. Das Knabengymnasium ist geschlossen; die Mehrzahl der Schüler wird auf Kronskosten nach Nertschinsk zum Besuch des dortigen Gymnasiums befördert. Das Orientalische Institut wird nach Werchundinsk überführt, wo bereits für die Unterbringung von 120 Studenten und 10 Professoren gesorgt ist. Der Zar und die Arbeiter. Die große Staatsaktion in Zarskoje- Sselo hat stattge= funden. Der Zar hat eine Deputation der Petersburger Arbeiterschaft empfangen und eine Ansprache an sie gehalten. Was aber vor dem fatalen 22. Januar auf das ganze Land eine beruhigende Wirkung ausgeübt hätte, ist jetzt nur geeignet, neues Del ins Feuer zu gießen. Allgemein hält man in liberalen russischen Kreisen die angeblichen Arbeitervertreter für bloße Statisten der Regierung, die die Wirkungen der blutigen Tragödie nun in einem poffenhaften Satyrspiel aufheben sollten. Diese Stimmung spiegelt sich wieder in dem folgenden Bericht aus der russischen Hauptstadt mit der bezeichnenden Ueberschrift Es bleibt beim Alten. Petersburg, 2. Februar. Der Empfang der Arbeiterdeputation durch den Zaren hat eine Klärung gebracht, aber keineswegs die gewünschte. Es war eine Komödie, von der Großfürstenpartei und ihren Organen veranstaltet, und Zar Nikolaus II. hat sich dazu hergeben müssen, in dieser Komödie mitzuwirken. Jetzt ist es auch verständlich, daß Fürst Swiatopolk- Mirsky auf seiner Entlassung bestand und die Grenzlinien der Verantwortung genau gezogen wissen wollte. Die Arbeiter deputation war von dem Diktator von Petersburg, Generalgouverneur Trepow, ausgesucht worden. Aus jeder der großen Petersburger Fabriken hatte er einen Arbeiter gewählt, der bereit war, eine Statistenrolle in der kläglichen Staatskomödie zu spielen. Ueber dreißig solcher Figuranten waren zusammengeholt, angemessen gekleidet und nach Zarskoje Sielo zum Baren gebracht worden, der wahrscheinlich wirkliche Vertreter der Petersburger Arbeiterschaft vor sich zu haben glaubte, und an die Versammelten eine Ansprache richtete. Diese Ansprache erklärt das Vorgehen der Regierung am blutigen Sonntag für gerechtfertigt, das Verhalten der Arbeiter für aufrührerisch und verspricht nur deshalb Verzeihen, weil die Arbeiter verführt worden seien. Der Zar verlangt Gehorsam und immer wieder Gehorsam; an Fürsorge für die Arbeiter werde es später nicht fehlen. Damit iſt feſtgestellt, daß der Bar in keinem Bunft nachzugeben denkt, daß er an dem unbeschränkten autokratischen Regiment unbedingt festhalten will, daß der Einfluß der Großfürsten, namentlich des Großfürsten Sergei, der früher Generalgouberneur von Moskau gewesen, genau so maßgebend ist wie je zuvor. Die Reformvorschläge alle, selbst die gemäßigsten, dürfen als zurückgewiesen angesehen werden. Das Säbelregiment ist auch insofern ausdrücklich bestätigt worden, als dem Diktator von Petersburg alle Befugnisse des Ministers des Innern übertragen sind. Tap Bar, Zarin und Zarin Mutter den Hinterbliebenen der Opfer des blutigen Sonntags ihr Beileid ausgesprochen und ihnen 50 000 Rubel gespendet haben, macht ihrem Herzen alle Ehre. Doch die tiefe Mißstimmung der Intellek tuellen" Rußlands wird dadurch so wenig beseitigt, wie eine Zufriedenheit der Arbeiterschaft dadurch geschaffen, daß diese in Petersburg zur Arbeit zurückzukehren angefangen hat. Tie Fabrikbesißer haben ihnen übrigens den Entschluß zur Rückkehr erleichtert, indem sie manche Forderung, die sie borher abgelehnt hatten, bewilligten. Ob sie dabei lediglich eigener billiger Erwägung gefolgt sind oder einem Drang nachgegeben haben, der nicht von innen kam, läßt sich im Augenblick nicht feststellen. Leider ist es wenig wahrscheinich, daß die jeßigen Gewalthaber eine ähnliche Milde wie die Fabrikbesizer an den Tag legen werden. Generalgouverneur Trepow hat allem Anschein nach von seinen großfürstlichen Hintermännern den Befehl, die ganze Ausstands- und Aufstandsbewegung als das Werk des Auslandes, namentlich Englands und Japans, hinzustellen, als ein hoch- und landesverräterisches Unternehmen, das im Dienst und gegen Bezahlung des Feindes begonnen torden. Die ins Gefängnis geworfenen Vertueter der Intelligenz, die ein freies Wort gewagt haben Marim Gorki darunter unterliegen, wie General Trepom sagt, dem Gesetz d. h. dem Ausnahmegeset, das eine andere als die Todesstrafe kaum fennt. Ob hier eine bloße Drehung vorliegt, oder ob die Trohung ernst gemeint ist, läßt sich zur Stunde noch nicht erkennen, doch sind schlimme Befürchtungen nicht ohne Grund. In dieser Stunde herrscht die Reaktion, die russische Reaktion, und die Staatsmänner, die reformfreundliche Gesinnung hegen, sind zur Untätigkeit verurteilt. Heute wird die Gouvernements- Adelsversammlung eröffnet, die in zwei Parteien getrennt ist. Die eine will die Autokratie unbeschränkt erhalten; ein entsprechender Antrag zählt 122 Unterschriften. Die andere wünscht die Anfänge einer Volfsvertretung. Dabei erkennt sie an, daß es vorbereitender Arbeiten hierzu bedürfe. Sie möchte deshalb den Zaren bitten, daß er eine Zeit beſtimme, innerhalb deren die Volksvertretung geschaffen werden solle. In der Ansprache des Zaren an die Arbeiter ist der Hinweis auf den Krieg bemerkenswert. Dieser Hinweis beſtätigt, daß der Zar an einen Friedensschluß ohne vorherigen Sieg, also jedenfalls an einen nahen Friedensschluß, nicht denkt. Freilich sind auch Gerüchte im Umlauf, daß ein Umschwung unmittelbar bevorstehe: General Trepow solle nach der Mandschurei geschickt, binnen zehn Tagen eine repräsentative Kammer geschaffen werden. Leider ist das müßiges Geschwäß, das dadurch nicht glaubhafter wird, daß man den Präsidenten des Ministerkomitees Sergei Julitsch Witte als den Anreger der Reform nennt und an Einzelheiten noch anführt: den Waisen und Verlegten des blutigen Sonntags solle eine Pension gegeben werden, friedliche Maßnahmen sollten die Ordnung wiederherstellen, das Volk solle auf« gefordert werden, mit der Regierung zusammenzuarbeiten. Das sind, wie gesagt, Märchen, und noch dazu schlecht erfundene. * Die Arbeiterunruhen, die an manchen Orten des russischen Westens eine Eindämmung erfahren, sind dafür an anderen Pläßen neu aufgeflammt. Bis Mittwoch war es in der Nähe der oberschlesischen Grenze ganz still, früh wurde in den Fabriken von Sosnowice noch gearbeitet plötzlich wurde das Zeichen zur Arbeitseinstellung gegeben. Wo diese nicht freiwillig eintrat, wurde sie von umherziehenden starken Trupps erzwungen, auch unter gewaltsamer Abstellung der Maschinen. Der Polizeiwachtmeister wurde auf den Umzügen mitgeführt, doch kam es sonst nicht zu Gewalttätigkeiten. Die Laden wurden geschlossen. Ein Kosakenregiment rückte ein. Die rusfischen Grenzbehörden teilten den preußischen Grenzbehörden mit, daß das russische Publikum in dem Glauben sei, preuBische Soldaten würden kommen. Daraus sei der Gedanke entstanden, die kurz vor Sosnowice befindliche Eisenbahnbrücke zu zerstören, um die Preußen aufzuhalten. Das Kattowizer Landratsamt verfügte infolgedessen die Sperrung der Brücke und verlegte Gendarmerieposten dorthin. Am Donnerstag war bis Mittag in Sosnowice alles ruhig. Im Süden Rußlands, in Odessa, ist es wieder zu einem politischen Mordversuch gekommen. Am Mittwochvormittag 10 Uhr feuerte ein Mann in Arbeitertracht auf den Polizeichef Golovine, der ungefährlich ins Schulterblatt ge troffen wurde. Der Täter ist verhaftet. t Fürst Mirskys Nachfolger. Rußland hat einen neuen Minister des Innern, das heißt einen neuen Titularminister, denn wirklicher Minister des Innern ist einstweilen der Diktator General Trepow. Doch ist die Ernennung von symptomatischer Bedeutung. Der neu in das leere Amt Berufene ist das seitherige Reichsratsmitglied Alexander Grigorjewitsch Bulygin, der bisher Gehilfe des Großfürsten Sergei während dessen Moskauer Generalgouverneurschaft gewesen. Der Empfehlung des Großfürsten Sergei soll auch die Ernennung Bulygins zuzuschreiben sein, der sich noch in Moskau aufhält, um dort die Geschäfte abschließend zu ordnen. Diese Ernennung bestätigt die Auffassung unseres Petersburger Korrespondenten von den angeblichen russischen Reformplänen. Die Politik. In einer Sigung des preußischen Landes- DekonomieKollegiums äußerte fich Landwirtschaftsminister v. Podbielski über die nenen Handelsverträge. Er wies darauf hin, daß die Landwirtschaft mit den Säßen des neuen Tarifs durchaus zufrieden sein könne. Die Zollsäte für Ochsen, Kühe und Schweine feien um 100 bis 150 Prozent in die Höhe gegangen. In der Viehseuchenangelegenheit sei die jetzt vorgesehene Präventivsperre weit wirksamer als die bisherige Repressivsperre. Zum Schluß riet der Landwirtschaftsminister zu vermehrter Tätigkeit auf dem Gebiet der Viehzucht, namentlich der Schweinezucht. amentlich * Ueber den Stand des Bergarbeiterstreiks schreibt man uns: Der Streit hat den Bergarbeitern jetzt schon einen Gewinn gebracht: die Einigung zwischen ihren verschiedenen Verbänden, dem christlichen und dem alten Bergarbeiterverband. In allen Fachangelegenheiten wollen die beiden Verbände jetzt gemeinsam vorgehen. Zunächst nehmen sie die Unterstützungen gemeinsam entgegen, die bis Ende Januar mehr als dreiviertel Millionen betrugen. Das ist eine stattliche Summe, aber noch nicht die Hälfte des Bedarfs einer Woche. Die Besizer der Zechen Mont Cenis bei Herne haben ein jedenfalls lobenswertes Mittel gefunden, die Arbeitswilligen zu ermutigen: sie haben jedem verheirateten Bergarbeiter 15, jedem unverheirateten 10 Mark geschenkt. - Eine der meistgefürchteten üblen Folgen der Arbeitseinstellung ist auf der Zeche Bruchstraße bei Langendreer einIn getreten: starfer Wasserzufluß und Grubenbrüche. Oberschlesien hat der Ausstand um sich gegriffen. In Zabrze Hat der Vorsitzende der Direktion der fiskalischen Bergwerke die Bewilligung des größten Teils der Arbeiterforderungen in unmittelbare Aussicht gestellt. Zu den Forderungen gehören: achtstündige Arbeitszeit, Lohnerhöhung, mehr Freifohlen und Anstellung von Kontrolleuren zur Grubenrevision. Diesen Forderungen haben sich auch die Bergleute in anderen Gruben angeschlossen, ohne die Arbeit einzustellen. Im westfälischen Bezirk, namentlich in Essen, wird darüber geklagt, daß die belgische Ersazkohle zwar sehr teuer, aber für die vorhandenen Feuerungsanlagen sehr wenig geeignet jei. Amerika. Hofloge nahmen mehrere Offiziere Platz, die Staatssekretäre und die preußischen Minister waren fast vollzählig erschienen, ja, sogar die Abgeordneten hatten sich in größerer Zahl als sonst eingefunden, so daß Optimisten das Haus wohl hätten für beschlußfähig halten können. Es war also für einen Redner, der etwa auf äußeren Erfolg Wert legte, ein günstiger Resonanzboden gegeben. Allein Graf Bü- Io w wollte heute offenbar keine oratorischen Lorbeeren ernten, sondern er ging darauf aus, zu überreden und zu überzeugen. Nach dem Verhalten der Rechten während seiner Ausführungen scheint ihm das gelungen zu sein. An diese, will sagen an die Agrarier, wandte sich der Kanzler während seiner fünfviertelstündigen Rede fast ausschließlich. Denn von ihrer Stellungnahme konnte möglicherweise das Schicksal der Verträge abhängen, die die nichtagrarischen bürgerlichen Abgeordneten sicherlich annehmen, die Sozialdemofraten aber ebenso sicher ablehnen werden. Graf Bülow argumentierte etwa folgendermaßen: Industrie, Handel und Landwirtschaft sind gleichwertige und gleichwichtige Faktoren in unserem Wirtschaftsleben. Für die Landwirtschaft ist aber nicht in gleichem Maße gesorgt worden, wie für Handel und Industrie. Diese sind unter den bestehenden Verträgen aufgeblüht, jene befindet sich in einer kritischen Lage; sie ist Anfang der neunziger Jahre zu kurz gekommen. Deshalb muß man ihr jeßt geben, was ihr damals genommen wurde: erhöhten Schutz der landwirtschaftlichen Produkte, Erhöhung dieses Schutzes, soweit es die Rücksicht auf die Industrie und auf die Konsumenten gestatten. Der Kanzler bemühte sich durch Anführung zahlreicher Details zu erweisen, daß unsere Regierung für alle unsere Erwerbsstände erreicht hat, was irgend zu erreichen war, daß die Industrie nicht geschädigt werde, die Landwirtschaft aber Vorteile erhalte. Wiederkait kam er darauf zurück, daß die neuen Handelsverträge landwirtschaftsfreundlich seien, daß zwar auch das Deutsche Reich habe Zugeständnisse machen müssen, daß aber die Konzessionen, die es für sich bei den anderen Staaten durchgesetzt habe, schwerer wiegen. Graf Bülow, der bekanntlich mehrere Tage unpäßlich war, sprach nicht mit der gewohnten Leichtigkeit, seine Stimme tönte nicht so klar, wie sonst, und seltener ließ er humoristische Wendungen einfließen. Daher war seine Rede äußerlich nicht besonders wirksam, aber sie war offenbar zweckmäßig. Ihr Inhalt gefiel den Agrariern, und so spendeten am Schluß Rechte, Zentrum und Nationalliberale, also die Zolltarifmehrheit, lebhaften Beifall. Der Versuch des Abg. Singer, sich zur Geschäftsordnung über die Erklärung des Kanzlers zu äußern, schlug fehl; Graf Bülow hatte vor Eintritt in die Tagesordnung das Wort erhalten, dies Vorrecht genießen aber die Mitglieder des Hauses nicht. So trat das Haus denn in die Tagesordnung ein. Der Nachtragsetat für Südwestafrika wurde in zweiter Lesung zu Ende beraten und ohne wesentliche Diskussion nach den Beschlüssen der Budgetkommission angenommen. Dann folgte der Etat für das Reichsamt des Innern, zu dem mehrere Resolutionen mit Bezug auf die Lage der Bergarbeiter und den Bergarbeiterstreik im Ruhrrevier eingebracht sind. Hicrüber wurde zunächst eine gesonderte Debatte mit einer längeren Rede des sozialdemokratischen Abg. Sachse eröffnet. Ernste Dinge bereiten sich am Nordrande des süd. amerikanischen Kontinents vor. Eine Revolution in Vene zuela wird für Ende März als spätesten Termin angekündigt. Derartige Zwischenfälle sind in dem unglücklichen Lande nichts Neues. Allein diesmal zieht die unsichere Lage die übrige Welt stärker in Mitleidenschaft, da etwa dort angelegtes Kapital aufs Aeußerste gefährdet erscheint. Die Notwendig. feit eines Eingreifens der Mächte erscheint wieder einmal näher gerückt. Präsident Castro hat es verstanden, alle Stände gegen sich aufzubringen. Infolge seiner Gewalt politik sind die Kaufleute und die Ackerbauer in gleicher Weise ruiniert und die Ausländer müssen sehen, wie ihrem Erwerb Abbruch getan wird. Er hat das ganze Land mit Ausnahme seiner Kreaturen und des Raubgesindels, das seine Truppen bilden, gegen sich und seine jüngst vollzogene Wieder. wahl konnte nur durch die Bajonnette erfolgen. Die allgemeine Unzufriedenheit hat General Paredes benutzt, um sich an die Spitze der aufrührerischen Bewegung zu schwingen. Er ist zunächst nach Newyork gegangen, um dort die Revolution vorzubereiten und Waffen und Munition zu kaufen. Inzwischen hat er dem Volk von Venezuela die Umwälzung Venezuelisch angesagt und auch den Ort des Losbruchs Guyana genau bezeichnet. Bewegungen, die vorher so bombastisch angekündigt, haben selten Erfolg, am wenigsten gegenüber Castro, der bislang noch jede gegen ihn gerichtete Regung mit seiner brutalen Energie niedergeschmettert hat ** - Hof und Gesellschaft. Da das Befinden des Prinzen Eitel Friedrich eine entschiedene Wendung zum Besseren genommen hat, wird der Kronprinz eine längere Reise nach Italien antreten. Der Kronprinz reist incognito. Die Rückkehr nach Potsdam erfolgt Ende dieses Monats. *** Auf kaiserliche Anordnung wird Prinz Adal. bert auf seiner Heimreise aus Ostasien auch den Gewässern von Deutsch- Ostafrika einen Besuch abstatten und die Haupt. häfen unserer dortigen Kolonie aufsuchen. Eine Verlänge häfen unserer dortigen Kolonie anlaufen. Eine Verlängerung der Reisedauer findet durch diese Aenderung der Route nicht statt. Prinz Adalbert ist an Bord des Kreuzers " Hertha" bei den Saychellen- Inseln nordöstlich von Madagastar angekommen. Fzer und flotte. General der Kavallerie v. Alvensleben †. Auf Schloß Stöckmühl in Württemberg verstarb der General der KavalIerie z. D. Gustav v. Alvensleben im 78. Lebensjahre. Der Verstorbene zeichnete sich bei den Düppeler Schanzen, bei Münchengrät, Gitschin und Königsgräß und später im Kriege gegen Frankreich als Führer der 15. Ulanen bei Epenay, wo er verwundet wurde, Gravelotte und Laon aus. Er erhielt das Eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse und den Orden pour le mérite. Deutfcher Reichstag. ( 131. Situng.) CB. Berlin, 1. Februar, Die Anfündigung, daß der Reichskanzler in Person die gestern vom Bundesrat genehmigten Handelsver= träge einbringen würde, hatte dem Reichstag heute ungewöhnlich starken Besuch zugeführt. Alle Tribünen, die Bundesrats- und die Diplomatenloge waren dicht befebt. in for Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Brückenbau über die Gleise beschäftigt waren, brachen mit einer hölzernen Stuhlung durch und fielen auf die 5 Meter tief darunter gelegenen Schienen. Sie wurden alle vier schwer verletzt. Unfer Dar Blei fchwe und Plägen b fon in frühe Menfchen bebe etwas auf un rollen, doch Roften, da fie das hohe Ein zweiter Anschlag auf die Hofschauspielerin Reubke ist in München gemacht worden. Während ihr das erstemal kurz vor der Vorstellung ein Paket mit einer Giftschlange übersandt worden war, kam diesmal, und zwar durch denselben Dienstmann, eine größere Kiste, die nun aber von Theaterangestellten geöffnet wurde. Der Deckel schnellte mit ungeheurer Gewalt empor, das war der ganze Effekt der eigenartigen Höllenmaschine", deren Mechanismus aus 8 großen Sprung federn bestand. Nach Aussage des Dienstmannes sind ihm beide Aufträge von einer Dame erteilt worden. Wenn das Ganze nur nicht schließlich auf einen neuen Reflametrick hinausläuft, der aber seiner Erfinderin wenig Freude bringen dürfte. Die Lichtenberger Mordaffäre ist noch vollkommen in Dunkel gehüllt. Der als Mörder der erschlagenen Dienstmagd Conradt verhaftete Arbeiter August Budach wurde bereits wieder entlassen, da sich die Verdachtsmomente gegen ihn als unhaltbar bewiesen. Das angeblich geraubte Sparkassenbuch fand sich im Zimmer der Ermordeten versteckt vor. ( 130. Sigung.) RK. Berlin, 1. Februar. Die erhebliche Bedeutung des Seuchengesetes für das Land dokumentierte sich bei der heutigen dritten Lesung in der außergewöhnlich starken Beteiligung und Unruhe des Hauses. Während man zunächst, trotz der Bemühungen des Präsidenten, kaum ein Wort verstehen konnte, trat sofort Stille ein, als der Abg. Winckler für die konservative Partei die Erklärung abgab, daß sie die Vorlage ablehne. Das Gesetz greife zu tief in die Kreise der Familie ein und be. laste die Gemeinden zu stark. Vergebens bemühten sich die Minister Studt, Frhr. v. Hammerstein und Frhr. v. Rheinbaben, die Konservativen umzustimmen. Schließlich einigten sich die Minister mit der Mehrheit des Hauses dahin, die Entscheidung über die Vorlage noch einmal aufzu schieben. Der Gang der Debatte schien die Aussicht zu bieten, daß vielleicht das Gesetz nunmehr gegen die Stimmen der Konservativen zur Annahme kommen wird. Das Haus erledigte noch eine Reihe von Petitionen, von denen die bedeutenste, die Bitte um Aufhebung des GemeindesteuerVorrechts der Beamten, der Regierung zur Erwägung überwiesen wurde. Morgen findet keine Sigung statt, übermorgen aber beginnt die zweite Lesung der Kanalvorlage mit einer großen allgemeinen Debatte, die wohl allein schon mehrere Tage in Anspruch nehmen türfte.- Nah und Fern. Gefälschte Bomben. In Paris ist in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch vor dem„ Hotel des deur Mondes" cine Bombe gefunden und mit allen Vorsichtsmaßregeln zur Untersuchung in ein Laboratorium gebracht worden. Die Bombe erwies sich als eine Konservenbüchse, mit zerstoßener Kohle gefüllt. Gine ähnliche Bombe war die in der Avenue Breteuil entdeckte: sie enthielt Asche und Nägel. - Das sind üble Scherze, gerade in jetziger Zeit nicht angebracht. Auf derselben Stufe wie die„ gefälschten Bomben" stehen die erfundenen Attentate", als deren Ziel mit Vorliebe König Alfons von Spanien ausersehen wird. Die jüngste derartige Erfindung sagt, daß der König, die Königin- Mutter und zahlreiche andere Persönlichkeiten im Palast zu Madrid der Erstickung durch giftige Gase nur eben entronnen seien. Ein raffiniertes Komplott habe vorgelegen, ein Ingenieur sei verhaftet. Das Ganze ist eine alberne und frivole Erfindung. Eine Bitte an die Braut des deutschen Kronprinzen richtete ein armes, unglückliches Mädchen in Ahlsdorf bei Hettstedt. Sie bat um Gewährung der Geldmittel zur Beschaffung eines künstlichen Beines. Daraufhin sind dem Mädchen aus der kronprinzlichen Schatulle 100 Mark ausgezahlt worden. * Opfer des Sturmes. Der Kapitän des auf der Reise nach Kopenhagen in Leith angekommenen dänischen Dampfers Kong Inge" berichtet, daß im Isafjord an der Küste- lands im Orfan ein Stutter und drei Boote untergegangen sind, wobei 15 Personen ertranken. Fünf Personen vom Eisenbahnzug überfahren. Ein von Paris nach Bordeaux gehender Schnellzug überfuhr in der Nähe von Etampes 5 Arbeiter, die auf der Strecke beschäftigt waren. Zwei wurden getötet, drei schwer verletzt. Die Hinrichtung der Engelmacherin Wiese. In Hamburg wurde gestern früh das Todesurteil an der fünffachen Kindesmörderin Hebamme Elisabeth Wiese vollstreckt. Die Delinquentin bewahrte bis zum legten Augenblick ihre völlige Ruhe. Sie schlief einige Stunden und wies jeden geistlichen Beistand von sich. Ein Geständnis abzulegen, war sie nicht zu bewegen. Nachdem sie dem Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg überantwortet worden war, wurde sie sofort auf das Brett der Guillotine festgeschnallt, und in wenigen Sekunden war der traurige Akt vollzogen. Der Hinrichtung wohnten der Richter, sowie die verfassungsgemäß notwendigen zwölf Hamburger Bürger bei. Das Haar als Lebensretter. Als dieser Tage eine Hochzeitsgesellschaft in Uselas in der Nähe von Montagnac ( Frankreich) nach Beendigung der Feier wie üblich das Gemach der Brautleute betrat, stürzte der Boden ein, und alle wurden hinabgerissen. Die Braut blieb mit den Haaren an einem Balken hängen, sonst wäre sie zerschmettert worden. Niemand wurde gefährlich verletzt. Einbruch in ein Steueramt. Im Zilaher Steueramt wurde die Kasse erbrochen. Es wurden Wertpapiere im Werte von einer halben Million Kronen sowie 72 000 kronen Bargeld geraubt. Die Brautschaften Marconis existieren nicht. Der nunmehr so vielfach und so vornehm verlobte Erfinder der Telegraphie ohne Draht dementiert alle der Reihe nach. Gegenwärtig erklärt er, seine angebliche Braut Miß O'Brien sei ihm sogar dem Namen nach unbekannt. Der Naturmensch Gustaf Nagel hat jetzt die Ehescheidungsklage gegen seine Frau Meta eingeleitet. Diesmal soll die Trennung endgültig sein, nachdem die Naturehe vor etwa Jahresfrist schon einmal in die Brüche gegangen war. Damals hatte Frau Meta das Eheparadies verlassen, war aber nach kurzer Zeit reuig zurückgekehrt und auch wieder in Gnaden angenommen worden. Spötter behaupten, daß sie bei ihrer mangelhaften Kleidung und dem kalten Essen am ungeheizten häuslichen Herde naturgemäß nicht warm werden kann. Ein schwerer Unfall ereignete sich bei dem Lehrter Sauptbahnhofe in Berlin. Vier Arbeiter, die an einem Paris ohne Licht. Die„ Lichtstadt" Paris ist in Gefahr, zeitweilig die Beleuchtung entbehren zu müssen. Die Arbeiten der Edisonschen Elektrizitätsgesellschaft, die einen großen Teil von Paris mit Licht versorgt, haben den Ausstand beschlossen. Theaterdirektoren und Restaurateure sind hiervon in Kenntnis gesezt und von den Behörden ersucht worden, für geeigneten Erscz zu sorgen. Eine jugendliche Lebensretterin. In der Nähe von Spandau schleuderte der Sturm eine bejahrte Frau, die auf dem Heimwege aus der Stadt in ihr Dorf sich befand, in einen mit Wasser gefüllten Graben. Ein des Weges kommendes Schulmädchen sprang beherzt der hilflosen alten Frau ins Wasser nach, und es gelang der Kleinen, den Kopf der am Ertrinken Befindlichen so lange über Wasser zu halten, bis erwachsene Personen auf die Hilferufe herbeieilten und beide aus ihrer gefährlichen Lage befreiten. wollende Ho Buschauer he 11 Uh Bu ben G Bumeift ne Blay. In Pofgefellfcha Familien, Herren in Militärs, C Bivilbehörden Rammerpri und der Bürg das Bild imme Der Staatsmini bes Großherzo Bringeffin Eleo 12 Uhr. Hochtzeitsing t folgender Reih gann. Die T getriebenen alt unter dem und mit me samüdt. bon Prev des Kaise fehr bedaue Friedrich an hoffe, daß der Trauer einziehe. E Hurra, wora feiner Frau fi bat, der Do Das fein. Er ha der Feier teil Brücken- Einsturz in Petersburg. Die über die Fontanke führende ägyptische Hängebrücke stürzte zusammen. Unglück geschah in dem Augenblick, als eine Abteilung Dragoner über die Brücke ritt. Gegen dreißig Reiter stürzten ins Wasser, konnten sich indessen mit ihren Pferden retten. Tages- Chronik. Schwere Stürme haben auf der Ostsee und an der Küste großen Schaden angerichtet. - Die Arbeiter der Edisonschen Elektrizitätswerke in Paris sind in den Ausstand getreten, durch den die Stadt des Lichtes beraubt wird. - Bei einem ländlichen Tanzvergnügen in der Nähe von Erfurt wurde ein junger Kaufmann von einem Musikanten durch Fußtritte in den Unterleib getötet. Aus dem Gerichtsfaal. § Die Posener Giftmörderin zum Tode verurteilt. Das Posener Schwurgericht verurteilte nach achttägiger Verhandlung die Besizersfrau Pelagia Pawlak wegen Gattenmordes zum Tode, deren Geliebten Kostenski wegen unterlassener Anzeige zu drei Jahren Gefängnis, und die Dienstmagd Juda wegen Beihilfe zum Morde zu vier Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Frau Pawlak bestritt bis zum Schluß jede Schuld an dem Tode ihres Mannes und gab nur zu, daß sie ein giftiges Pulver zur Vertilgung von Schwaben besessen habe. Doch ließ die Beweisaufnahme weder an ihrer, noch an der Schuld der Juda einen Zweifel. 1 Vermischtes. [ Eine sechsundsiebzigjährige Braut] hat sich dieser Tage in Lemberg mit einem vierundzwanzigjährigen Manne trauen lassen. Die Braut hat dem jungen Bräutigam ihr Vermögen von zwanzigtausend Kronen testamentarisch vermacht. Das war wohl keine Liebesbeirat! [ Ein Riefenunternehmen] plant zurzeit die italienische Regierung: eine Wasserleitung durch Apulien, deren Kosten auf 135 Millionen Franken veranschlagt sind. Die Versteigerung der Konzession wird am 3. Mai d. I. stattfinden: die zu hinterlegende Kaution beträgt 6 Millionen. handelt sich hier vielleicht um die größte Ausschreibung, die seit Bestand der Menschheit stattgefunden hat. Es alles zum Be zeit feft zu Ra faches Hurra Jammlung ebe Kurz no der Tafel un wit Spigenre Palais, wo fattfand. To Sie Der brigen 25 000 2000 au und Nr. 727 ** Gie berabreicht 72 im Januar gegen 269 Der Besuch Schwimmb 11 Wannenbäde Dampf 167 Männer, Brauseba Die Perf das Bad von ** Son Stein's Garter ans versichert, find. Subiche Szenen werden brachen mit f die 5 Meter dem alle vier elerin Reubfe das erstemal Giftschlange ar durch den un aber von Ischnellte mit ze Effekt der nismus aus e des Dienst e erteilt wor feinen neuen inderin wenig bollkommen in genen Dienst. Dach wurde be momente gega eraubte Sh n berstedt for. er Nacht vom Deur Mondes" naßregeln zur worden. Di dhje, mit ger e war die in e und Nägel. Beit nicht an„ gefälschten deren Ziel erfehen wird. er Stonig, tie onlichkeiten im Gafe nur eben It habe borge Ganze ist eine eje. In Ham der fünffachen vollstreckt. Die olid ihre böllige jeden geistlichen war sie nicht Engelhardt aus De fie fofort auf nd in wenigen Der Hinrid tung gemäß notwen gt die Ehejchei eitet. Diesmal ie Naturehe bor gegangen war. berlassen, war nd auch wieder behaupten, daj m falten Effen iz nicht warm ris ist in Gemüssen. Die aft, die einen ben den Aus taurateure fin ehörden erfu der Nähe te Frau, die f sich befand, i des Weges fon hilflojen altu leinen, den So über Waffer Hilferufe herb ge befreiten. iber die Fontants sufammen. Da Abteilung Dra Reiter stürztes Pferden retten 7 auf der Diffe et. zitätswerfe in den die Stad der Nähe von 1. Mufifanteg verurteilt. 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Die kleine Hoftirche füllt sich mit Gästen. Zu den Emporen sind nur wenige Karten ausgegeben. Bumeist nehmen Damen in geschmackvollen hellen Roben Platz. In dem Hauptraum der Kirche versammelt sich die Hofgesellschaft und die Mitglieder der standesherrlichen Familien, Damen im blizenden und funkelnden Schmuck und Herren in Uniformen oder Amtstrachten: hessische Minister, Militärs, Gesande fcemder Höfe, sowie die Spitzen der Bivilbehörden. Zu den Geladenen gehörten u. a. auch die Rammerpräsidenten, der Oberbürgermeister von Darmstadt und der Bürgermeister Heller von Lich. Während das Bild immer fesselnder und interessanter wurde, vollzog der Staatsminister Rothe im Fahnensaal die Ziviltrauung des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen mit der Prinzessin Eleonore zu Solms- Hohenfolms- Lich. 12 Uhr. In der Kirche herrscht völlige Stille. Der Hochtzeitszug tritt unter Führung des Beremonienmeister in folgender Reihenfolge ein: Prinzessin Marie zu SolmsBrinz Reinhard z. Solms- Lich Brinzessin Heinrich Brinz Friedrich Carl v. Hessen Prinzessin Reinhard z. S.- Lich Brinzessin Dorothea Solms- Lich Burggraf Dohna Brinzessin Maria Solms- Lich Graf zu Lynar Gräfin z. Dohna Hofdamen Altar Der Die Großherzog Großherzogin Kammerherren Hohensolms Lich mit der jüngeren Schwester der Braut, Brinzessin Dorothea und der Burggraf zu Donah, dann folgen Graf zu Lynar, der die Gräfin Dohna führt, Prinz Ludwig von Battenberg mit der Gräfin zu Lynar, Prinz Chlodwig von Hessen mit Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Prinz Friedrich Karl von Hessen mit Brinzessin Hessen, Prinz Friedrich Karl von Hessen mit Prinzessin Reinhard zu Solms- Hohensolms- Lich, Prinz Heinrich von Preußen mit der Fürstin zu Solms- Hohensolms- Lich und dann der Großherzog, den seine beiden Schwestern Brinzessin Ludwig von Battenberg und die Prinzessin Seinrich von Preußen geleiten, und die Prinzessin Braut, geführt von ihren Brüdern, dem Fürsten zu Solms- Lich und den Prinzen Reinhard zu Solms- Hohensolms Lich. Auf der Stufe des Altars, der rundum ebenso solms- Lich. wie die Kanzel und die ganze Kirche, mit Myrrthen, Nelken, Flieder, Lorbeer 2c. hübsch gemückt war, hatte Prälat Walz, der erste evang. Geistliche des Großherzogtums, zu seiner Seite Stifts de chant Klingerhöfer aus Lich und Pfarrer Schröder aus Hohensolms, am Fuße des Altars der Oberhofprediger Ehrhardt Platz genommen. Während des Einzuges ertönte ein Orgelpräludium, worauf der gemischte ca. 60 Personen starke Hoftheaterchor unter Leitung des Hofchordirektors Anörzers eine Komposition v. W. de Haan:" Wo du hingehst" vortrug. Der Predigt des Prälaten lag der Psalm 121 zu Grunde. Nach einem Gebet aus der Heiligen Schrift überreichte der Oberhofprediger auf einem goldenen Teller die beiden Trauringe, worauf unter Drgeltlang die Einsegnung durch den Prälaten erfolgte, gleichzeitig ertönten von dem Exerzierplatz 101 Kanonenschüsse. Mit dem von Oberhofprediger Ehrhardt gesprochenen Schlußgebet, Vaterunser und Segen schloß der Heilige Aft, nach welchem sich die Herrschaften in den Kaisersal begaben, wo um 1 Uhr die Hochzeitstafel beBrinzessin Ludwig von Battenberg Fürst zu Solms- Hohensolms- Lich Fürstin z. Solms- Hohensolms- Lich Brinz Heinrich von Preußen Prinzessin Friedr. Carl v. Hessen Prinz Chlodwig von Hessen Gräfin zu Lynar Brinzessin Ludw. v. Battenberg apbga2 nag qui un lo : abolad gann. Die Tafel selbst war prachtvoll mit dem kunstvoll getriebenen altdeutschen Stücken des hessischen Silberschates, unter dem einzelne, Stücke von 100000 Mt. Mert sind und mit weißen Blumen und kleinen Myrrtenbäumchen geschmückt. Bei der Festtafel erhob sich Prinz Heinrich von Preußen und brachte dem Hochzeitspaare im Namen des Kaisers die herzlichsten Glückwünsche. S. M. habe sehr bedauert, durch die Krankheit seines Sohnes Etel Friedrich an dem Feste nicht teilnehmen zu können. Er hoffe, daß mit dem neuvermählten Paare nach den Tagen der Trauer Glück und Segen in das schöne Hessenland einziehe. Er brachte dem Hochzeitspaare ein dreifaches Hurra, worauf sich der Großherzog auch im Namen seiner Frau für die Glückwünsche bedankte, und den Prinzen bat, der Dolmetsch seiner Gefühle an Seine Majestät zu sein. Er habe mit Sr. Majestät dessen Verhinderung an der Feier teilzunehmen sehr beklagt, hoffe aber, daß sich alles zum Besten wende, das treue Hessenland werde allzeit fest zu Kaiser und Rich stehen. Er bringt ein dreifaches Hurra auf Se. Majestät aus, in das die Festversammlung ebenfalls freudig einstimmte. - Kurz nach 3 Uhr erhob sich das Hochzeitspaar von der Tafel und fuhr im sechsspännigen offenen Halbverdeck mit Spizenreitern im Schritt vom Schloß nach dem alten Palais, wo die Verabschiedung von den Anverwandten stattfand. Tausende begrüßten das junge Baar auf dem Lokales. 3. Februar 1905. Wie uns aus Darmstadt gedrahtet wird, fielen bei ber heutigen Ziehung der 5. Hessisch- Thüringischen Lotterie 25 000 t. auf c. 79 454, 5000 mt. auf Nr. 88 513, 2000 Mt. auf Nr. 29 068 und 1000 Mt. auf Nr. 20 976 und Nr. 72738. * Geladene Gäste Auf der Gallerie: Hoftheater- Chor 2c. Wege dahin, wie von dort später zur Bahn, wo um 4 Uhr die Abfahrt nach Romrod mit Sonderzug erfolgte. Der Aufenthalt im Romrod soll 14 Tage dauern. Auf das von beiden Freiwilligen Feuer wehr- Corps an Se. Königl. Hoheit abgesandte Glückwunsch Telegramm ist noch gestern Nachmittag an Herrn Branddirektor Traber folgende Antwort eingegangen: Für die herzlichen Glückwünsche besten Dank. Ernst Ludwig, Elonore. * * * Weiter sandte der Kriegerverein Gießen folgende telegraphische Gratulation ab: per Sr. Königlichen Hoheit Großherzog Ernst Ludwig Darmstadt! OE Ew. Königlichen Hoheit sowie hoher Gemahlin sendet zur Bermählung die alleruntertänigsten Glückwünsche. Kriegerverein Gießen. Bommersheim, Vorsitzender. Daraufhin hat furz nach 3 Uhr Herr Bommersheim Draht nachstehende Antwort erhalten: Vielen Dank für die freundlichen Glückwünsche. Ernst Ludwig, Elonore. und deshalb empfehlen wir allen Freunden toller Karnevals laune den Besuch dieses Arrangements. - Zum Bahnprojekt Gießen Wieseck- Altenbufec- Großen- Bused und Beuern. Es wird uns darüber folgendes geschrieben: Die Bewohner der Gemeinden Beuern und Altenbuseck leiden zur Zeit, an einem fortgesetzten wirtschaftlichen Rückgang, trotzdem die in der Gemarkung Altenbuseck vorhandenen Tonund Basaltsteinlager einen ganz bedeutenden Aufschwung gewährleisten könnten, sobald der Anschluß einer Bahnberbindung es möglich machen würde. Die Ortsvor stände der Gemeinden Beuern und Altenbuseck haben am 22. v. Mts. bezüglich Ausbaues einer normalspurigen ** Gießener Voltsbad. Im Januar wurden perabreicht 7274 Bäder gegen 8349 im Dezember und 7421 im Januar 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 235 Bäder gegen 269 im Dezember und 250 im Januar 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3792 Männer, darunter 598 zu 10 Pfg. Bahn einstimmig den Beschluß gefaßt:„ In aller 17 60 10 W " 647 Frauen, Wannenbäder: 1. Kl. 248 Männer, 73 Frauen 2. l. 592 396 " Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen Brausebäder 1142 Männer, 189 Frauen. Die Personenwage wurde von 160 Personen benutzt, das Bad von 8 Personen besichtigt. 167 Männer, 28 Frauen. ** * Sonntag Abend veranstaltet die Contentia in Stein's Garten einen Masten ball, für den, wie man uns versichert, ganz besondere Ueberraschungen vorgesehen find. Hübsche Einzelmasten nnd wirkungsvolle Gruppen Szenen werden ein buntes, abwechselungsreiches Bild entfalten - gegenüber berhalten, welches sie durch ihr Nichterscheinen flar an den Tag legte. Die Einwohner der Gemeinden Beuern und Altenbuseck verstehen nicht, warum die Bürgermeisterei Wieseck fich so rückschrittlich verhält, indem doch jetzt schon erwiesen ist, daß Beuern allein im Vorjahr nur an Mauersteinen aus einem Bruche 300 Waggon per Bahn ab Großen- Buseck nach Gießen versandt hat, abgesehen von den in dortiger Gemarkung befindlichen bier Lungsteinbrüchen angefertigten Hausteine, die bis jetzt noch immer per Achse gefahren werden, und dort in der Gemeinde befindlichen industriellen Erwerbsquellen welche bestimmt die Rentabilität, einer Bahn erhöhen würden.- In Wiesec selbst sollen doch jetzt schon jährlich ca. 150 Waggon Ofer und Formsand, ab per Bahn Gießen versandt werden; auch befinden sich dort mehrere Cigarrenfabriken, die Bramm'sche Druckerei und dergl. mehr, welche jedenfalls zur Rentabilität einer Bahn mitbeitragen würden. Auch ist der Personenverkehr der Gemeinden Altenbuseck, Trohe und Beuern nicht zu unterschäßen, da gegenwärtig schon weit über 200 Arbeiter die Bahn Rödgen- Gießen täglich benutzen, derselbe würde sich gewiß um's doppelte erhöhen, sobald die in Frage stehende Bahn ausgebaut würde. Hoffentlich wird bet der in Gießen abzuhaltendem Interessentenversammlung das Bahnprojekt Gießen allgemeinen Anklang finden und den erwünschen Erfolg bringen. §§ Vom Lande, 1. Feb. Der Spiritus wird teuerer, das Petroleum billiger. Das Liter Petroleum, das seither im einzelnen 20 Pfg. gekostet, ist auf 18 Bfg. herabgegangen gegen 22 fg. im vorigen Jahre. Darüber freuen sich unsere Hausfrauen mehr, als wenn die Preisverschiebung umgekehrt wäre. Allerdings liegt die Berteuerung feinesfalls an den Wirten, die ohnehin bei diesen Preisen sehr wenig verdienen, sondern lediglich am Spiritusring. r Grünblrg, 3 Februar. Der Gemeinderat hält morgen, Samstag, abends 7 Uhr eine Sigung mit folgender Tagesordnung ab: Begutachtung des Voranschlags. ch Klein- Linden. In seiner am Mittwoch abgehaltenen Generalversammlung beschloß der Konsum- Verein 7% Dividende unter seinen 117 Mitgliedern zu verteilen. Der Umsatz des legten Jahres belief sich auf 39 000 Mt., der Reingewinn auf 2422 Mt. K Aus Nassau, 2. Feb. In Brandoberndorf wurde der Apothekenbesißer Bergmann gestern früh in seiner Wohnung tot aufgefunden. K Bingen, 2. Feb. Der unter dem Namen Hoch in New York verhaftete Blaubart", der eine ganze Anzahl Frauen nach einander geheiratet und dann vergiftet haben soll, wurde als ein gewisser Schmidt aus dem benachbarten Horrweiler erkannt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. 5. Sonntag, nach Epiphanias, den 5. Februar. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Montag, den 6. Februar abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weibl. Jugend der Matthäusgemeinde. Nächsten Donnerstag, den 9. Februar, abends 8 Uhr im Markussaal, Kirchstraße 9. Bibelstunde, 1. Cor. Kap. 13. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die LukasAbends 5 Uhr: Stehe Stadtkirche. gemeinde. Pfarrer Euler. Sonntag, Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johannesfirche. Montag, den 6. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. Text: Ephes. 1, 1-6. Pfarrer Euler. Nächstfolgenden Sonntag, den 12. Februar Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde im Abendgottesdienst Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Batholische Gemeinde. Samstag, den 4. Februar. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 6. Februar. 5. Sonntag nach Epihanias. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und to derselben Austeilung der heilig. Kommunion. " 97 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 5. Sonntag, nach Epiphanias( 5. Febr.) predigt 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Kürze, unter Einladung der höheren Verwaltungsbehörde, sowie des Herrn Oberbürgermeisters Mecum 2. und des Stadtverordnetenkollegiums von Gießen, unter Hinzuziehung des Herrn Landtagsabgeordneten Bürgermeisters Leun- Großen- Linden, sowie sämtliche Intereffenten des Nordostvereins von Gießen und der in Betracht kommenden Gemeinden zwecks näherer Besprechnung des in Frage stehenden Bahnprojekts eine Versammlung nach Gießen einzuberufen. Der Bürgermeisteret Wised war zur oben erwähnten Versammlung der Ortsvorstände rechtzeitig Einladung ergangen; dieselbe hat sich jedoch dieser so gangen; dieselbe hat sich jedoch dieser so wichtigen Angelegenheit stiefmütterlich Text: Röm. 13, 8-18. Lied Nr. 274. nachmittags: Defan Wagner. Text: Matth. 8, 23-27. Lied Nr. 162. Gottesdienst in Lumda nachmittags 1½ Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 4. Februar. Zeitweise heiter, fälter und Frost, und vereinzelt im Lande etwas Schnee. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gießen. Giessener Konzertverein Sonntag, den 5. Februar 1905, abends 5% Uhr im grossen Saale des Gesellschafts- Vereins Sechstes Konzert Dritter Künstler- Abend. Ausführende: Frau Emilie Herzog, Königl. Kammersängerin( Berlin). Herr Dr. Otto Neitzel, Pianist( Cöln). PROGRAMM: 1. a) Du bist die Ruh', op. 59 Nr. 3 b) Klärchens Lied, Nachlass Lief. 30 c) Erster Verlust, op. 5 No. 4 d) Die Sterne, op. 96 Nr. 1 e) An die Nachtigall, op. 98 No. 1 2. a) Toccata. b) Sonate, op. 31 No. 2 in D- moll 3. a) Der Knabe und das Immlein( Möricke) b) Frühling über's Jahr( Goethe) c) Elfenlied( Möricke). d) Frage und Antwort( Möricke) e) Nimmersatte Liebe( Möricke) 4. a) ,, Feux follets", Etude b) Au clair de la lune c) Ballade, op. 23 in G- Moll 5. Lieder im Volkston a) Heimlicher Liebe Pein, op. 64 No. 3 b) Arme Minnesänger, op. 25 Nr. 3 c) Liebesgruss aus der Ferne, op. 64 No. 6 d) Schwäbisches Tanzlied Fr. Schubert. Joh. Seb. Bach. L. van Beethoven. H. Wolf. Fr. Liszt L. Brassin Fr. Chopin C. M. v. Weber. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mark 3.00, Sperrsitz im Saal Mark 4.00, Mittelgallerie Mk. 3.50 sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier ( Rudolph Nachf.), und abends an der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Oeffnung des Saales 4 Uhr. Giltigkeit haben blaue, rote und rotweisse Karten, ungiltig sind gelbe Karten, Kriegerverein Giessen Dienstag, den 7. Februar 1905 abends 1/29 Uhr im Vereinslokal( Feidel) Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht, 2. Bericht des Schriftführers, 3. Vorstandswahl, 4. Wahl einer Kassenprüfungskommission, 5. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit von Punkt 3 der Tagesord nung wird um vollzähliges Erscheinen der Mitglieder Der Vorstand. gebeten. Contentia Gießen Samstag, den 11. Februar, punkt 8 Uhr beginnend bei Rahnefeld( Schanzenstraße) statutgemäße Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresabrechnung.- 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Etwa zu stellende Anträge sind It. Statut mindestens 3 Tage vorher schriftlich an den 1. Vorsitzenden einzureichen. Der Vorstand. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwissen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele find in großer Zahl vorhanden. Original Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. SINGER Man beachte die Fabrikmarke. ESINGER TRADE TRADE MANFG.CO MARK Nähmaschinen Für geringen Einsatz! Gr. Gewinnauslichten! Dur 1 mark kostet ein Los der beliebten u. gewinnreichen 44ten Gothaer Geldlotterie 3338 Bargeld- Gew. und eine Prämie mit zus. 48000 Mk. Grösst. Gew. I. günst. Falle 25000 Mk. best. aus einer Prämie v. 15000 MK. und einem Gewinn von 10 000 Mk. u. s. f. Auszahlung ohne j. Abzug. Ziehung bereits am 2. und 3. März 1905 durch die staatl. Lotteriedirektion in Darmstadt. Lose à 1 Mark. Il Lose für 10 Mk. ( Porto u. Liste 25 Pfg.) empfiehlt u. versendet a. unter Nachnahme die Generalagentur Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstr 14. zum UNUBERTROFFEN Waschen und Putzen WASCHET Contentia-* Sonntag, den 5. Februar, abends 8 Uhr beginnend findet unser Maskenball in sämtlichen Räumen des„ neuen Saalbaues" statt. Ohne Einladungskarte teinen Zutritt. Geheimfarten für Mitglieder und deren Angehörige sind beim 1. Vorsitzenden C. Wagner, Ebelstraße 32 und E. Borrmann in Empfang zu nehmen. Vitello Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen' S Bügelkursus. Der Vorstand. bürgt Jhnen für beste Qualität kaufen Sie nur Vitello! Holzversteigerung. Montag, den 6. Februar 1905 soll an Ort und Stelle auf der Kreisstraße Refselbach- GeilshausenBeltershain nachberzeichnetes Werk- und Brennholz öffentlich, loos weise meistbietend versteigert werden. 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