ang mil mmt es, Sie doch tummte, Novize zu GnaMaujer fertigen Der 1883 Deutende irgend nter der uch feine wie die Jen Erfel des Jab zur erden!" wurde lich hei en," er= fich da = Zeit t beentStoffmmt. aus stellte er neu in das fehlung ufteben. its feit assenden sgebiet henden ch nicht fungen n, als nupfen r, daß ng mit oft er h bei raucht. Fruten): Offizier: Soldat Le Herr Lachen nt vor, o nennt Jejagt?" ann die Fechtfe, wo find?" Na, nu Pig. an VON ter hein. aschinen verbemittel. Sub Juftrierte 30 Big. Brief Döbeln. 000 M fan pünktlig geben. 435 a. b. G beten. Bäue 11 2 Zimmer un e Leute zu ber Bigarrenladen. r sucht liertes Bimme fferten mit Bre 35 an ble 1. Zimmer Nr. 206. Erstes Blatt. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptegpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 2. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfs., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilager: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten Neueste ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das friedenswerk. Die weitere Aufstellung des Friedensvertrages durch den russischen Beauftragten Professor von Martens und den japanischen Rechtsbeirat Dennison in Portsmouth gehi jezt schnell von statten. Sie haben bereits zehn von ben fünfzehn Artikeln fertiggestellt, aus denen der Vertrag bestehen soll. Wie man annimmt, werden sie in ein bis zwei Tagen ihre Arbeit beenden. Man hofft, daß der Vertrag Dienstag oder Mittwoch unterzeichnet werde. Witte bat Komura, das Datum der Unterzeichnung des Friedens. bertrages festzusetzen, da er am 12. September abzureisen trünsche. Die ostchinesische Bahn. Die Bedingungen, unter denen Japan als Besitzer der ofichinesischen Bahn anerkannt wird, besagen, daß Rußland an China 75 Mill. Dollars für Chinas Interessen an der Bahn zahlt, und daß die Frage, wer schließlich Besitzer der Bahn sein wird, zwischen Japan und China geregelt wer den soll. Dem Vernehmen nach sollen, wenn China die Bahnlinie behalten will, die 75 Millionen an Japan gezablt werden, neben der Rückzahlung der von den japanifden Eisenbahnbehörden für den Wiederaufbau der Linic aufgewandten Summe. Die Eisenbahn zwischen Charbin und der sibirischen Grenze und von Charbin südlich bis zur Station Kunatschenzy bleibt in den Händen der Russen. Rußland wie Japan erhalten die Erlaubnis, Wachmannschaften längs der in ihren Händen befindlichen EisenbahnLinien zu unterhalten und Truppen im Falle ernster Unruben zu entsenden. Die Zahl der Truppen soll aber nicht größer sein, als zur Wiederherstellung der Ordnung notreendig ist Japan braucht kein Geld. In einer Unterredung erklärte der japanische Finanzager: Talabira, Japan belive nicht weniger als 35 Millionen Bfund Sterling 3 völlig freien Verfügung in London, Deutschland und den Bereinigten Staaten. Er sähe deshalb feine Nonvendigkeit zur Ausgabe einer neuen Anleihe, da die verfügbaren Hilfsquellen Japans reichlich die mit dem Kriege zusammenhängenden Kosten und die dadurch veran Jagten Rebenausgaben deckten. Es eriſtiere nicht die AbFicht, eine Anleihe aufzunehmen. Man rechnet auch mit der Entschädigung von Rapier für die Gefongenen, die sich auf 150 Millionen Yen belaufen soll. Eine russisch- japanische Entente. Gleich nach dem Bekanntwerden des Friedensschlusses sprach man von einem Geheimvertrag, der eine enge Verbindung zwischen den bisher feindlichen Staaten herbeifüh ren solle. Tatsächlich ist ja in dem Triedensinstrument ein Handelsvertrag in Aussicht genommen, der beiden Ländern nene Absatzquellen eröffnen soll. Qian erklärt die Nachgiebigkeit der Japaner auch aus solhen wirtschaftlichen Beweggründen. Sie hätten eine andaserale Abneigung wie in Frankreich nach 1870 gegen Deutschland scireiden wollen. Dagegen kann von der behaupteten affcubrüderschaft in nächster Zeit wohl kaum die Rede sein. Minister Witte, den man in Petersburg für den zufünftigen Reitsfanzler hält, sagte in einem Interview, eine wuh- japan'sche Entente fönne den größten Nuten bringen und werde sich wohl verwirklichen, aber eine Allianz sei zurzeit unmöglech. Die russische Regierung veröffentlicht eine amtliche Darstellung der Friedensverhandlungen, die sich mit den bisher bekann ten deckt. Der Waffenstillstand. Die japanische Regierung hat auf eine russische Anfrage durch Komura ihre Zustimmung zu einem sofortigen Wassenstillstand erklären lassen. Es sob sich nur noch um die Vcceinbarungen der beiden kommandiere:: den Feldherren han. deln. In Rußland wird der letzte Mobilisationsbeebi aus. geführt, obwohl keine neuen Truppen nach dem seinen Osten entsandt werden. Täglich wird der Waffenstillstand cr: varlet, der den größten Teil der russischen Truppenmischt zurii.fbeordert. Ein fester Bestand von annähernd 300 Cann wird jedoch im fernen Osten Garnison nehmen. Zur Heimbeförderung der Kriegsgefangenen hat die Hauptverwaltung für Seehandel und Seehäfen bereits Vorbereitungen ge troffen. Mißvergnügen in Japan. Die öffentliche Meinung in Japan äußert sich vorläufig man als ungünstig und nicht ausreichend bezeichnet. Auf Sie Nachricht vom Frieden wurde auf dem Gebönde der Zeitung Hochi" in Tokio die Fahne auf Halbmost achitt. Az Blätter mit Ausnahme des„ Kokuarin" beschlossen, auf bren Redaktionen die Fahnen auf Halbmail zu hissen, sobald die amtliche Bekanntmachung vom Friedensschluß eriolge. Grai Katsura und Marquis to erhalten zahlreide Denfidanten zugesandt, in denen gegen die Friedensbedingungen Widerspruch erhoben wird. Das Fehlen jeder Freudenbezen gura ist das hervortretendste Merkmal für die Aufnahme der grie densnachricht durch das japanische Volk. Die nationalisti schen und radikalen Preßorgane fordern zum offenen Breit gegen den Friedensschluß auf, alle übrigen Blatter ouer den Regierungsorganen bringen Artikel, in denen fick tie. dergeschlagenheit und Enttäuschung zeigt. Troy diefer äußerlichen Erregung, die durch das hochgespannte Nationalgeiübl erklärlich und zum Teil vielleicht auch auf politische Stim. mungsmache zurückzuführen ist, braucht man in allgemeinen nicht daran zu zweifeln, daß das japanische Volk in seiner breiten Masse den Frieden aufrichtig begrüßt. Der Krieg hat ungezählte Familien, die sich bisher eines stillee Glücks erfreuten, ruiniert. Sie werden der Rückkehr geordneter Zustände sicher nicht gram sein. Politische Rundschau Deutsches Reich. Zu den Stenerentwürfen der Reichsfinanzreform soll, vie neuerdings verlautet, nun doch eine Tabaksteuervorlage jehören, die aber nur bestimmt sein soll, den Lurusverbrauch stärker heranzuziehen, namentlich den Zigarettentabak * Eine Acnderung auf dem Gebiete der Reichspostmarken steht bevor. Es soll mehr noch wie bisher den Versuchen zur Fälschung entgegengetreten werden. Schon seit einiger Zeit ind Versuche im Gange, Postwertzeichen auf Papier mit Wasserzeichen herzustellen. Diese Versuche sollen sehr gute Resultate ergeben haben. Am 1. Oktober steht ferner die Ausgabe neuer Postwertzeichen für Deutsch- China und Kiautschon in Aussicht. Die Aenderung wird darin bestehen, daß in Stelle der bisherigen Wertangabe in Mark und Pfennig die dem chinesischen Münzsystem näherstehende Bewertung nach Dollars und Cents tritt. - * In Mannheim findet vom 5. bis 7. Dezember eine vom Reichsamt des Innern einberufene Konferenz über die Neuregelung der Binnenschiffahrtsstatistik statt. An der Konferenz werden Vertreter der statistischen Aemter und Schiffahrtsgesellschaften aus verschiedenen Teilen Deutschlands sowie andere Interessenten teilnehmen. * Wegen der Meldungen über einzelne Cholerafälle hatte man es in Frage gezogen, ob das englische Ostseegeschwader nach Neufahrwasser, dem Hafen von Danzig, ginge. Die Zweifel sind ungerechtfertigte gewesen, denn gestern ist die englische Flotte bereits in Neufahrwasser eingelaufen. Das einfahrende Geschwader bestand aus zehn Panzerschiffen, rei Kreuzern und vier Torpedobootzerstörern. Um 10 Uhr morgens wurde Anker geworfen. Gleichzeitig wurde die Deutsche Flagge auf dem Flaggschiff gehißt und mit 21 Schuß salutiert. Unmittelbar darauf erwiderte die Strandbatterie den Salut. Auf der Mole hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefunden. Gegen 11% Uhr ging Admiral Sir Arthur Wilson mit seinem Flaggleutnant an Land, und beide begaben sich zunächst zur kaiserlichen Werft, wo sie dem Oberwerftdirektor einen Besuch abstatteten; dann juhren sie im Automobil des Oberwerftdirektors zum Kommandierenden General, zum Oberpräsidenten, zum Oberbürgermeister, sowie zum Stadtkommandanten. die eng lische Torpedoboots flottille, bestehend aus sieben Torpedo. bootszerstörern und dem Kreuzer Sapphire" ist gestern Jegen 10% Uhr auf der Reede von Glücksburg eingetroffen. Das deutsche Torpedo- Schulschiff„ Blücher" falutierte die Flagge des Konteradmirals Winsloe. Der Salut wurde on der„ Sapphire" erwidert. Das Geschwader ging vor Der Marinestation Mörwick am Eingange des Flensburger ŏafens zu Anker. * Neue Bestimmungen für die Schutzgebiete Afrikas und der Südsee werden dur) eine kaiserliche Verfügung getroffen. Die Verordnung ändert vom 1. Oktober die Zwangs- und Strafbefugnisse der Verwaltungsbehörden. Tie früheren für Südwestafrika und die Marschall- Inseln erlassenen Verordnungen treten außer Kraft. Ferner wird eine faiserliche Bergverordnung für Deutsch- Südwestafrika im 1. Januar 1906 in Kraft gesetzt. frankreich. ** Die Regierung hält den Zwist mit Marokko wegen der Berhaftung des algerischen Kapitäns mit dessen Freilassung nicht für erledigt. Das Ministerium des Auswärtigen ist der Ansicht, daß die Freilassung nur aus Entgegenkommen nicht Jenüge. Wenn der Sultan unverzügliche Entschuldigung und Entschädigung verweigere, werde der Gesandte TaillanDier Fez verlassen, und es würden Maßregeln getroffen werden, um den Sultan gefügig zu machen. Der Befehl, mehcere Kriegsschiffe für eine Flottendemonstration bereit zu halten, ist erneuert worden. Türkei. ** Die Regierung hält den Aufstand in Yemen für niederjeworfen. Bei der hohen Pforte erwartet man jeden Augenblick die Einnahme der Hauptstadt Sana durch die türkischen Truppen. Alien. ** Auf die Absicht, die japanische Schiffahrt erheblich auszudehnen. deuten größere Schiffsbestellungen in England hin. Die japanische Dampfergesellschaft Nippon Jusen Raisha steht im Begriff, mit den Schiffsbauern am Clyde Berträge für acht neue Dampfer abzuschließen. Die Aufträge befinden sich bereits in den Händen des japanischen Konsuls. Man hält in England auch Nachfrage nach Damp. fern mittleren Tonnengehalts, die man aus zweiter Hand für die japanische Küstenschiffahrt kaufen will. Die in Berlin eingetroffene Antwortnote der französischen Regierung in der Maroffo- Angelegenheit wird auf die gegenwärtig zwischen Deutschland und Frankreich bestehenden guten und angenehmen Beziehungen hingewiesen und die Hoffnung auf ein gedeihliches Ergebnis der Konferenz ausgesprochen, deren baldiger Zusammentritt auch Frankreich erwünscht scheint. Nach Erörterung der technischen Lokalfragen wird noch kurz die Uebereinstimmung der Berliner und Pariser Regierung bezüglich der großen marokkanischen Finanzreform fonstatiert. Die Konferenz wird bei Feststellung der Grundlagen der marokkanischen Staatsbank wie bei den Kreditverhandlungen die ZehnMillionen- Anleihe des Sultans in Deutschland erörtern. Russland. ** Auch die neuesten Ereignisse haben keine Besserung in den inneren Zuständen gebracht. Namentlich am Schwar zen Meer zeitigt die herrschende Görung schlimme Ausbrüche. Am Kaukasus nimmt der Geger: aß zwischen Muhammedanern und Armeniern fortwährend zu. In der Stadt Schuscha und den umliegenden Dörfern ist die Lage kritisch. Die Stadt wird von Tataren, die stark bewaffnet sind, belagert; die Armenier werden von den Tataren niedergemacht. Die telegraphische Verbindung mit Schuscha ist durchschnitten. In Odessa explodierte in der Villa des reichen Industriellen Becker eine Bombe. Frau Becker und ihre zwei Söhne wurden schwer verwundet und die Villa vollständig demoliert. Die Haussuchung erwies, daß in der ,, Villa Becker" cine Bombenfabrit eingerichtet war und daß die beiden Söhne der revolutionären Organisation angehören. Im Laboratorium wurden mehrere Dynamit bomben und einige hundert revolutionäre Broschüren gefunden. Die drei verwundeten Bersonen wurden nach dem Gefängnishospital transportiert.-- In Vetrikau nahm die Menge für ein durch Krosafen mißhandeltes Mädchen Partei. Eine herzukommende Injantcriepatrouille erichoß eine Person und verwundete heben.- In dem Crte Offenhof bei Dorpat wurde ein Polizeibeamter ermordet und gräßlich verstümmelt. In Riga ist es zu neuen Unruhen gekommen. Viele Fabriken streiken. Eof und Gesellschaft. *** Der Kaiser trifft am 7. September in Homburg v. d. H. ein und nimmt am Tage darauf die Parade über das 18. Armeekorps ab. Am 9. September findet die Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals statt. Anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares wollen die preußischen Kriegervereine der Kaiserin ein größeres Kapital überreichen zur Verivendung für die weitere Ausbildung der aus den Kriegertvaisenhäusern zur Entlassung tommenden Zöglinge. Für zahlreiche dieser Böglinge beginnen die Schwierigkeiten dann erst recht, wenn das Waisenhaus die sorgende Hand nicht mehr über sie hält. Sammlungen für den genannten Zweck sind bereits unter den Kriegervereinen im Gange. ** Herzog Karl Eduard von Sachsen- Koburg und Gotha ist zum Besuch bei dem Kaiserpaar in Potsdam eingetroffen. * ** Der Unterstaatssekretär im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe, Lohmann, ist in Großtabarz ( Thüringen), wo er sich zur Kur aufhielt, gestorben. Deer und flotte. Festfahren eines deutschen Kreuzers. Der„ Seeadler" fuhr Donnerstag auf der Fahrt nach Ostafrika außerhalb des Hafens von Labuan auf der Tridentuntiefe fest. Nachdem das Schiff geleichtert war, wurde es mit Hilfe des Dampfers des Norddeutschen Lloyd„ Kedah" wieder flott gemacht und ging unbeschädigt nach Singapur weiter. Soziales Leben. Die Beendigung der Bewegung im rheinisch- westfäli schen Holzbearbeitungsgewerbe. Auf dem Rathause in Essen wurde das Protokoll über den Friedensschluß und der Arbeitsvertrag für das Baugewerbe vom Vorstand des Arbeitgeberbundes und von den Vertretern der beiden Bauarbeiterorganisationen unterzeichnet. Die Arbeit wurde schon gestern zum großen Teil wieder aufgenommen. Es wurde zur Schlichtung zukünftiger Streitigkeiten eine Einigungskommission gewählt. Marktftraße 11 Nab und fern. † Von der Cholera. Die verdächtigen Erkrankungsfälle mehren sich, und zwar nicht nur unter den aus Rußland kom menden Flößern. Auch bei Kindern, die in Kulm und in For don im Krankenhause liegen, ist die Cholera festgestellt wor den. In der Umgegend von Rastenburg sind ebenfalls meh rere Personen unter verdächtigen Erscheinungen erkrankt. Dort handelt es sich um eine mit ihrer Familie aus Bochum über Berlin nach Ostpreußen zurückgekehrte Arbeiterfrau na mens Duddey. Die Familie besuchte zunächst den Vater der Frau Duddey, den Gutskämmerer Hellmig in dem Orbe Baaris, und siedelte dann an dem gleichen Tage nach Warnifeim über. Frau Duddey ist in der Nacht vom 30. zum 31. August gestorben. Aerztlicherseits wird angenommen, daß die Familie während der Eisenbahnfahrt auf irgend einer Station verseuchtes Wasser getrunken hat. Auch in einer Vorstadt von Lemberg sind Cholerafälle vorgekommen, die dorthin verschleppt sind. In der Familie eines Flußschiffers, der im Weichselgebiete in brengen gearbeitet hat und erst fürzlich heimgekehrt war, erkrankten drei Personen, davon ist eine genesen, zwei sind gestorben. Zu gleicher Zeit ist ein wandernder Uhrmacher, der in der Familie des Flußschiffers verkehrte, gestorben. † Eine Fabrik abgebrannt. In Bramsche wurde die große Tapetenfabrik von Gebr. Rosch u. Co. ein Opfer der Flammen. Das Etablissement, das zweihundert Arbeiter beschäftigte, brannte vollständig nieder. † Tod durch Fliegenstich. Ein in der Mühle zu Wolters. dorf in Baden angestellter Aufseher ist infolge eines Fliegen stiches gestorben. Durch die Obduction der Leiche wurde festgestellt, daß durch den Stich der Fliege Milzgift auf den Unglücklichen übertragen war, so daß er an Milzbrand sterben mußte. † Mord aus Eifersucht. Ein Schlossermeister in Reichenberg in Böhmen erschoß mit einem Revolver seine frühere Wirtschafterin, eine 47jährige Frau. Der Mörder stellte sich selber dem Staatsanwalt, gab als Motiv seiner Tat Eifersucht an und schloß seine Selbstanklage mit den Wor ten:„ Sie wollte glücklich mit anderen leben, mich jeden Tag verhöhnen, und das ertrug ich nicht." Der Mörder ist ver heiratet, lebt jedoch von seiner Frau getrennt. † Vergiftungen durch Bilze. In Mühlau in Tirol ist der Schloßkaplan Padueni infolge Genusses giftiger Pilze ge sterben, und auch seine Wirtschafterin, die von dem Gerichte gegessen hatte, ist schwer erfrankt. In Weilheim hatten ein Kaufmann und seine Gattin sich ein Gericht Pilze selber gesammelt. Als sie daven aßen, erkrankten beide tödlich. † Unglück beim Marisc- Manöver. An der Küste von Bela stieß bei einen Nachtmanöver das österreichische Torpedoboot 38" mit dem Hochsee- Torpedoboot„ Satellit" zusammen und sank sofort. Von der aus 16 Mann bestehenden Besatzung wurden 9 Mann durch das Hochsee- Torpedo boot gerettet. Sieben stürzten ins Meer, darunter zwei Offiziere und drei Matrosen, die im Laufe der Nacht auch noch gerettet wurden. † Blutige Familien- Tragödie. In Budapest schlug ein Gastwirt seine Ehefrau zweimal mit der Art über den Kopf. Dann schnitt er ihr mit einem Küchenmesser die linke Wange auf und stieß sich das Messer selber in die Brust. Die beiden Eheleute wurden in sterbendem Zustande in das Hospi tal gebracht. Schlechter Geschäftsgang und fortgesetter Ja milienzwist sollen den Mann zu der Schreckenstat veran laẞt haben. † Mord an einem Verteidiger. In Perugia wurde der Advokat Bianchi ermordet aufgefunden. Er hatte seiner zeit den aus dem Chinafeldzug befannten italienischen Leut nant Modegno verteidigt, der beschuldigt war, seine eigen Ehefrau ermordet zu haben. † Bücherdiebstahl im Vatikan. In einem Landhause ir den vatikanischen Gärten wurden Bücher im Werte vor 40 000 Lire entwendet. Der Dieb soll ein Gendarm de: Vatikans sein. † Einsturz eines Zirkus. In Silles in Spanien stürzt ein Zirkus ein, der dort Vorstellungen gab. Bei der Katastrophe wurden zwei Personen getötet und eine groß Anzahl anderer verletzt, darunter achtzehn schwer und sieben tödlich. † Gesunkenes Schiff. An der Küste von Florida ist de Dampfer Peconic" gesunken. Dabei ertranken zwanzig Mann der Besa' † Vom Spremberger Eisenbahnunglück. Bei dem Eisen: bahnunglück von Spremberg sind mehrere Gepäckstücke der Reisenden teils gestohlen, teils ihres Inhalts beraubt worden. Eine Reihe wertvoller Gold- und Silbersachen werde. bermißt. † Vom Altenbekener Tunnel. Für die Arbeiten im eingestürzten Altenbekener Tunnel hat die Eisenbahnbehörde militärische Hilfe erbeten. Ein starkes Kommando der Eisenbahnbrigade wird unter Führung mehrerer Offiziere nach Altenbeken abgehen, um dort bei den ziemlich gefährlichen Abbauarbeiten tätig zu sein. † Ein spätes Geständnis. Vor fünfzehn Jahren war in Schildesche bei Bielefeld ein Bauernsohn Voß verschwunden. Alle Untersuchungen führten nicht zum Ziele. Jetzt hat, bon Gewissensbissen getrieben, der Vater des Verschwundenen einem Nachbar erzählt, der jüngere Bruder, der mit seiner Familie in bitterer Feindschaft lebte, sei eines Nachts bom Militär auf Urlaub gekommen und habe den Bruder mit dem Seitengewehr im Bette erschlagen. Dieser jüngere Bruder ist bald nach seiner Entlassung vom Militär gestorben. † Neue Defraudationen in Paris. Ein dreißigjähriger Beamter einer französischen Bank verstand es, sich 98 000 Francs auf Schecks auszahlen zu lassen, während das Depot einen ganz unbedeutenden Betrag aufweist. Der Betrüger ist mit seinem Staube flüchtig. † Verhaftete Einbrecher. Die Pariser Polizei hat die Mörder, die den Nachtwächter in der Goldwarenfabrik Crossac ermordet und für 60 000 Francs Goldwaren geraubt hatten, ermittelt und zwei bereits verhaftet. Es sind zwei junge Burschen im Alter von 18 und 19 Jahren aus anständigen Bürgerfamilien. Der dritte Täter, ein junger Mann von 18 Jahren, ist noch nicht gefunden. Er war früher in dem Geschäft beschäftigt und ist der Anstifter der Mordtat. Hus dem Gerichtsfaat. § Der Streit um das Kind. Die geschiedene Gattin des Professors von Lenbach, die sich mit dem Prof Dr. Schweninger wieder verheiratet hat, hatte gegen die Witwe des Künstlers einen Prozeß auf Herausgabe ihres erſtehelichen Kindes, Marion, angestrengt. Das Landgericht München hatte der Klage stattgegeben. Auch in der Berufungsinstanz ist Frau v. Lenbach jetzt zur Herausgabe des Kindes verurteilt worden. § Verurteilung französischer Kolonialbeamter. Die Grausamkeiten in Französisch- Kongo, die von den Beamten Hans und Toque an Eingeborenen begangen wurden, erregten bei ihrem Bekanntwerden vor einiger Zeit allgemeine Entrüstung. Jetzt sind die beiden Unmenschen vor dem Gerichtshofe in Brazzaville abgeurteilt worden. Sie erhielten je fünf Jahre Kerker. Vermischtes. = Aus Angst die Sprache wiedergewonnen. Die Frau eines Kaufmannes in einer holsteinischen Ortschaft hatte durch einen Blißschlag die Sprache verloren. Um einen Spezialisten zu konsultieren, reiste die Frau in Begleitung ihres Mannes nach Kiel. Im Wartesaal des Bahnhofs fragte sie der Mann, ob sie eine Erfrischung wünsche, und die Frau antwortete mit einem kräftigen Ja!" Die Angst vor der bevorstehenden Untersuchung hatte ihr die Sprache wiedergegeben. Unfreiwilliger Humor. In einer ländlichen Ortschaft in der Provinz Sachsen wurde der von dem Schweineversicherungsverein gefaßte Beschluß, der die Mitgliedschaft auf die einheimischen Besitzer des Borstenviehs beschränkte, durch den Ausrufer wie folgt bekannt gegeben:" In der gestrigen Schweineversammlung wurde beschlossen, auswärtige Schweine nicht mehr in den Verein aufzunehmen!" § Sonderbare Feuerwehrleute. Vierzehn Mitglieder der Feuerwehr zu Thalheim im Erzgebirge standen vor dem Schöffengericht. Sie hatten bei ihrer Rettungsarbeit aus der brennenden Niederlage eines Handelsmannes Klei dungsstücke, Tücher u. a. gestohlen. Auch ein Faß Wein mor verschwunden, über dessen Verbleib nichts bekannt ist. Die braven Wehrmänner erhielten Gefängnisstrafen von 10 Tagen bis zu einem Monat und 5 Tagen, § Der Geheimbundprozeß in Gleiwik. Den Angeklagten in dem beim Landgericht in Gleiwig anhängig gemachten polnischen Geheimbundprozeß ist den Angeklagten zugegangen. Außer dem verhafteten Agitator Johann Wycisk aus Zabrze sind noch 23 Personen, darunter Frauen, Mädchen und Lehrlinge, angeschuldigt. werden kann. " Lokales. 2. September 1905. *** Manöver. Die Brigade Manöver werden heute zu Ende geführt und die Divisions Manöver nehmen Montag ihren Anfang. Die 49. Infanterie- Brigade, der auch unsere 116er angehören, manövriert heute im Gelände von Kronstein, Eppstein und Wehen. Die gestrigen Uebungen wickelten sich in Gegenwart des Generalinspekteurs v. Lindequist und des kommandierenden Generals des 18. Korps- v. Eichhorn ab. Kaiserparade. Von zuständiger Seite gehen uns einige Mitteilungen zu, mit deren Bekanntgabe allen denjenigen gedient sein wird, welche am 5. Sept. der Kaiserparade als Buschauer beiwohnen. Vor allem ist die vielfach aufgeworfene Frage zu beantworten, welche besonders die Damen beschäftigt: Was ziehe ich an?" Hierzu sei gesagt, daß für Herren sowohl als auch für Damen Promenadenanzug sich empfiehlt. Schwarzer Anzug ist möglichst zu vermeiden, ebenso Cylinder und aroße Federhüte. Da Restaus ration nicht vorhanden, empfiehlt es sich, das nötige in einem Körbchen mitzunehmen, das unter dem Sitz abgeftelt Ein frühes Hinausfahren ist angeraten, da unterwegs bei solchem Riesenverkehr erfahrungsgemäß immer Stockungen eintreten. Die Pläße auf der offiziellen Tribüne müssen bis 349 Uhr eingenommen sein, die Berade beginnt um 9 Uhr. Das Rauchen auf der Tribüne ist wegen der Feuersgefahr polizeilich verboten. Die auf der Tribüne ftationierten Unteroffiziere haben daselbst die Ordnung zu überwachen, vor allem auch das Stehen in den Gängen oder gar auf den Bänken zu verbieten, da die Tribüne nur nummerierte Sigpläge hat. Die Parade dauert ca. 32 Stunden und schließt mit dem zweiten Vorbeimarsch. Danach pflegt der Kaiser die Generalität und die Kommandeure vor der Tribüne um sich zu versammeln zur Abhaltung der Kritik, welche etwa 10 Minuten in Anspruch nimmt. Vor dem Abritt des Kaisers darf fein Wagen wegfahren. Ueber das Paradebild sind wir in der Lage folgende Details mitzuteilen. Der Kaiser nimmt mit der Kaiserin und dem Gefolge vor der Tribüne Aufstellung. Die an der Parade teilnehmenden Truppen stehen in zwei Treffen. Das erfte Treffen umfaßt die Infanterie, die Fußartillerie, die Maschinengewehrabteilung, die Pioniere, die Unteroffizierschule Biebrich und die Telegraphen- Abteilung. Im zweiten Treffen stehen die Kavallerie, die Artillerie und der Train. Der Vorbeimarsch erfolgt von Südwest nach Nordost und zwar der des ersten Treffen in folgender Reihenfolge: 1. Leibgendarmerie. 2. Inf. Reg. Nr. 87, Garn. Mainz. 3. Н " 88, " - 4. Füs. Reg. Nr. 80, Wiesbaden, 3. Bat. Homburg v. d. H. 5. Inf. Reg. Nr. 81, Garn. Frankfurt a. M. 6. " 166, Н " Hanau. 7. Leibgarde- Inf. Reg. Nr. 115, Garn. Darmstadt. 8. Inf. Reg. Raiser Wilhelm Nr. 116, Gießen. 9. Inf. Reg. Nr. 168, 2. Bat. Offenbach, 1. Bugbay. 10. Inf. Leibreg. Großherzogin Nr. 117, Mainz. 11. Inf. Reg. Nr. 118, Garn. Worms. 12. Bab. Leib- Gren.- Reg. Nr. 109, Karlsruhe. 18. Unteroffizier- Schule Biebrich. 19. Fuß Art. Reg. Nr. 3, Garn. Mainz. 20. Pion.- Bat. Nr. 21, Garn. Mainz. 21. Telegr. Abt., 18. Armee- Rorps. Das zweite Treffen defiliert folgendermaßen: 1. Garde- Drag. Reg. Nr. 23, Garn. Darmstadt. 2. Leib24, " " 1 " 3. Bad. Leib- Drag.- Reg. Nr. 20, Karlsruhe. 4. Bab. Drag. Regt. Nr. 21, Garn. Bruchsal. 5. Bayr. Ul. Reg. Kaiser Wilhelm II. Nr. 1, Bamberg. König Nr. 2, Garn. Ansbach. 6. " 7. Drag. Reg. 6, Garn. Mainz. 8. Ul.- Reg. Nr. 6, Garn. Hanau. 9. Schles. Drag.-Reg. Nr. 15, Garn. Hagenau. 10. Nass. Feld. Art. Reg. Dcanien Nr. 27, Mainz 11. Frantfurt Nr. 63, Frankfurt. 12. Heff. Feld- Reg. Nr. 25, Garn. Darmstadt. 13. 15. " 61, " 14. Bad. Feld. Art. Reg. Nr. 14, Garn. Karlsruhe. 50, 16. Ruths. F.-A.-R.( Reit. Abt) Nr. 11, Frizlar. 17. Train- Bat. Nr. 18, Garn. Darmstadt. * Veteranen- Zusammenkunft. Die Angehörigen der 7. Komp. des 2. Großh. Inf. Reg. Nr. 116, welche den Feldzug von 1870/71 mitgemacht haben, hatten der " Darmst. 8tg." zufolge auf Sonntag, den 10. September, eine Zusammenkunft in Bußbach vereinbart. Der Kaisermanöver wegen soll nun die geplante Versammlung erst Sonntag, den 17. September, nachmittags 3 Uhr stattfinden. Rohrbach und Düb die je eine fornge einäfferten. * Dresden, Firma vorm. Sei Samstag ben gang entlaffen werde, f nicht wieder aufge Aus Gegen ein U Staatsanwaltschaf Georg Alfred Di der Beleidigung e hatte. Das Beru ftrafe. Landwi Jahre 1902 wegen berlegung zu einer Infolge Wiederaufn predung ein und beffen Ehefrau fchiedenes aus ihrer fie das Stoffengerid halte. Auf ihre Theodor Schöttel Strafbefehl weil er Grundfiid abgegra es bei der Strafe, Straffammer fam Don Grünberg weil er feine Hun den von ihnen bef Berufung ließ de Bolizeiverordnung Tiere nicht feftge 10 Mt. Geldftrafe ** Von Seiten einiger Gastwirtsverbände wird der Busammenschluß aller Verbände und Vereinigungen zu einem Reichsverband der Gastwirte angestrebt. *** Fleischteuerung. Heute tritt der Vorstand des hessischen Städtetages in Hersfeld zu einer Sigung zusammen, um über die Aufhebung der Grenzsperre für Schlachtvieh zu beraten. * ** Nene Mineralquellen. In letzter Zeit sind bei Selters an der Linie Stockheim- Gedern zwei neue Mineralquellen freigelegt worden, die man Benediktussprudel und Klosterbrunnen benannt hat. Während letzterer eine Sole ist, gleicht der Benediktussprudel hinsichtlich seiner Busammensetzung dem von Kissingen. Da die Quellen sehr anmutig liegen, geht man mit dem Plane um, an ihnen eine Trint- und Badekur einzurichten. In Gießen ist bereits eine Gewerkschaft„ S: lters" in der Bildung begriffen, die dem Projekte näher treten will. * Neue Marken. Am 1. Oftober steht die Ausgabe neuer Postwertzeichen für Deutsch- China und Kiautschou in Aussicht. Die Aenderung wird darin bestehen, daß an Stelle der bisherigen Wertangabe in Mark und Pfennig die bem chinesischen Münzsystem näherstehende Bewertung nach Dollar und Cent tritt. Es steht überhaupt eine große Umwälzung auf dem Gebiete der deutschen Reichs- und Kolonialpostwertzeichen bevor, insofern in der Reichsdruckerei Versuche mit dem Druck der Marken auf Wasserzeichenpapier borgenommen werden sollen. Seit den ältesten preußischen Marken, die vor mehr als 50 Jahren in Gebrauch waren und als Wasserzeichen einen Eichenfranz hatten, sind auf den Freimarken der preußischen, norddeutschen und Reichspoftverwaltung Wasserzeichen, ein gutes Mittel gegen Nachahmungen und Fälschungen, nicht mehr zur Anwendung gekommen. *** Gießener Volksbad. Im August wurden verabreicht 10170 Bäder gegen 15753 im Juli 1905 und 10513 im August 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 328 Bäder gegen 508 im Juli 1905 und 339 im August 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4633 Männer, darunter 721 zu 10 Pfg. 1702 Frauen, 401 " Wannenbäder: 1. Kl. 260 Männer, 157 Frauen" 2. RI. 640 551 10 " Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 132 Männer, 36 Frauen. Brausebäder 1689 Männer, 370 Frauen. Die Personenwage wurde von 320 Personen benußt, das Bad von 11 Personen besichtigt. ?? Reiskirchen, 1. September. Unglück. Beim Einsteigen in den Zug wurde einem kleinen Kinde auf hiesiger Station durch die zuschlagende Coupeetür eine Hand vollständig zerquetscht. ** Laubach, 1. September. Gaszentrale. Der Süddeutschen Gasgesellschaft ist behördlicherseits die Konzession erteilt worden in, Laubach die geplante Gaszentrale zu errichten. Es wird jezt unverzüglich mit der Errichtung begonnen werden. ? Hungen, 1. September. Im Defanate Hungen sollen 2 Gemeindeschwestern für Krankenpflege angestellt werden. Die Defanatskasse übernimmt erforderlichen Falles die Ausbildungskosten. * Hungen, 1. September. Fohlenweide Tiergarten. Wegen der außergewöhnlichen Dürre und des ungünstigen Futterstandes auf den Weideschlägen ist der Schluß der diesjährigen Weideperiode bereits am 16. September. § Bad Nauheim, 1. September. Diebische Mengergefellen. Hier sind zwei Meßgerges llen verhaftet worden, die längere Zeit hindurch bedeutende Fleischdiebstähle verübten. X Biedenkopf, 1. September. Der Geigendieb als Händler. In Breidenstein entwendete ein Handwerksbursche dem Lehrer die Geige und verkaufte sie hier für 35 Pfg. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.40-3 80 mt., Stroh 2.30-2.40 Mt. 13. Bad. Gren.- Reg. Kaiser Wilhelm I, Nr. 110, Garn. Alles per 50 kilo. Mannheim, 2. Bat. Heidelberg. 14. Inf. Reg. Nr. 25, Garn. Rastatt. 15. 111, 16. Maschinengewehr- Abt." Nc. 2," Garn. Bitsch. 17. 3, " " " § Mainz, 1. September. Defizit der Krankenkasse. Die Rechnung der hiesigen Ortskrantenfasse für das letzte Jahr schließt mit einem Defizit von 43 000 t. ab. ? Rohrbach, 1. September. Blikschläge. Vor einigen Tagen zog über unsere Gegend ein heftiges Gewitter. In StandesamtAm 22. Au Tochter, Ottilie M Karl Emil Köhler Otto Kühne ein S Heinrich Arend ein Langsdorf ein Sohn Ripper eine Tochter, Sohn. Steinhauer Kutscher Adam Debu Regler eine Tochter, Jofeph Souer be la Giessen Vere Rest fäuflich erworb bin daher in de langen Jahren, Mit Zimmer 1 Montag, den ab werden im Bürger in Quantitäten bo Pfennig für das S Gießen, den Gr. A Sur Erbauun in Gießen werd 1893 biermit öffer unter Bugrundele A. E Los I. Ca. 60 12 Nietf B. Boos II. 21 Arbeits Los III. 96 Drehtü Angebotsunterlage Frankfurterstraße ( teine Beichnungen) bo Offerten, mit ent Samstag, den 16. dem Eröffnungstermin, Buflagefrift 14 Gießen, den 1. Grokh. Baube New En: Habt. I. Bamberg. Bach. aing Frantfurt. t. Bruhe. riglar. Der Kaiser mmlung erft Rohrbach und Dübelsheim fuhren zwei Blitzschläge herab, die je eine forngefüllte Scheune in Brand setzten und einäscherten. * Dresden, 1. September. Aussperrung. Die Firma vorm. Seidel& Naumann gab bekannt, daß sie Samstag den ganzen Betrieb schließen und sämtliche Arbeiter entlassen werde, falls die ausständigen Schlosser die Arbeit nicht wieder aufgenommen haben. Aus dem Gerichtssaal. Straftammer. Aufgebote. Am 25. Auguft. Hermann Gläser, Stationsdiätar in Hattersheim mit Anna Hörster dahier. 26. Otto Karl Konrad Wilhelm Röhmig, Maler dahier mit Hedwig Marie Theodore Behnke in Buchhole Martin, Lokomotivheizer dahier mit Minna Elisabethe Katharina Dreg in Homberg. 28. Martin Christian Struth, Schreiner dahier mit Cäcilie Margarete Deckenbach in Offenbach. Franz Bruno Heilmann, Kaufmann dahier mit Marie Duseberg in Lauterbach. 29. Ludwig Müller, Maschinenschlosser dahier mit Anna Hahn hierselbst. Johannes Laufer, Fahrer in Rödelheim mit Margarete Hussel dahier. Friedrich Wilhelm Diefholz, Schriftseger dahier mit Margarete Daubert in Grünberg. Wilhelm Heinrich Moeser, Bank- Borstandsbeamte dahier mit Toni Frieda Marie dahier mit Luise Friederike Elisabethe Faber hierselbst. Heinrich Sommer, Postbote dahier mit Anna Schade in Frankfurt a. M. ,, Steht fest auf ihren Beinchen." Vor nicht zu langer Zeit waren Herr und Frau Schröder um die Gesundheit ihres kleinen Töchterchens Gertrud sehr besorgt. Sie hörten zu der Zeit von Scotts Emulsion, machten einen Versuch und nach kurzer Zeit, obschon die kleine Gertrud damals noch nicht ein Jahr alt war, stand sie fest auf ihren Beinchen und gab sich Mühe zu laufen. Gießen, den 1. September 1905. Gegen ein Urteil des Schöffengerichts Vilbel hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, weil es den Küfer Schumann in Herborn. 30. Christian Rint, Schneider wenigen Flaschen so, daß wir große Freude an ihr haben. Ste Georg Alfred Dietrich von der gegen ihn erhobenen Anklage der Beleidigung eines Feuerwehrkommandanten freigesprochen hatte. Das Berufungsgericht erkannte auf 20 t. GeldLandwirt Konrad Weller von Maar war im ftrafe. Jahre 1902 wegen einer einem Mädchen zugefügten Körperberlegung zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. - Gestorbene. Am 25. August. Auguste Velke, 2 Mte. alt, Tochter Rudolf Walter 83 Jahre alt, Rentnerin dahier. 28 Wilhelm Schweizer, Duisburg bei Bonn, Robelstraße 3, den 12. April 1905. Unser Töchtercben Gertrud mar in den ersten Monaten ein Durchfall und Erbrechen gesellte und kam dadurch so herunter, daß gesundes kräftiges Kind, bekam jedoch plötzlich Husten, wozu sich wir alle Tage für ihr Leben fürchteten. Zu dieser Zeit hörten wir von Scotts Emulsion und versuchten sie bei unserer Kleinen. Die gute Wirkung zeigte sich sehr bald; das Kind fing wieder an, Nahrung bei sich zu behalten, bekam Appetit und kräftige sich nach wird mit jeden Tag dider und fräftiger, hat fünf Zähnchen ohne Schwierigkeiten bekommen und sieht fest auf ihren Beinchen. Troydem sie noch nicht ganz ein Jahr alt ist, gibt sie sich schon Mühe, zu laufen. ( aez.) Johann Schröder nebst Frau. Scotts Emulsion ist nicht nur ein gutes Nähr mittel, sondern kräftigt das ganze Körpersystem, regt den Appetit an und bewirkt, daß selbst gewöhnliche schwächliche Erwachsene jeden Alters ist dieser Umstand von hohem Wert, zumal Scotts Emulsion durchaus angenehm schmeckt und die Verdauung nicht im geringsten belästigt. Angehörigen Infolge Wiederaufnahme des Verfahrens trat heute Frei Wittkopp, 8 Mte. alt, Sohn des Bahnarbeiters Dito Nahrung erhöhten Nugen bringt. Für Kinder oder 116, welche sprechung ein.- Ludwig Weißel von Groß- Eichen und dessen Ehefrau sollen einer Frau zu Altenhain berSeptember, schiedenes aus ihrer Wohnung mitgenommen haben, wofür fie das Schöffengericht zu je 14 Tage Gefängnis verurteilt hatte. Auf ihre Berufung erfolgte Freisprechung. Theodor Schöttel von Nieder Moos erhielt einen Strafbefehl weil er einem Nachbar das Wasser von seinem Grundstück abgegraben hätte. Das Schöffengericht beließ es bei der Strafe, wegegen er Berufung einlegte. Die Christian Meier ftattfinden. wird der en zu einem Borstand des Strastammer tam zur Freisprechung. g zusammen, Schlachtbieh Beit sind zwei neue biftusfprudel epterer eine feiner Bu Quellen febr , an ihne Bießen ift g begriffen, Die Ausgabe autfchou in n, daß an Pfennig die ertung nach = große Um nd Kolonial uderei Ver zeichenpapier preußischen uch waren find auf nd Reichs egen Nach Anwendung ft wurden 1905 und o Tag 328 uguft 1904. ilt: 10 Bfg. 10 M zusammen en benußt, Beim Ein fhiefiger and voll ale. Der seits die Baszentrale Errichtung ate Sung Cenpflege an erforderlichen Tiergarten. ungünftiges Schluß der ember. De Megger aftet worden, ble berübten. endieb als Handwerkshier für- - von Grünberg ward zu einer Woche Haft verurteilt, weil er seine Hunde dadurch gequält hatte, daß er sich auf den von ihnen bespannten Wagen gesetzt hätte. Auf seine Berufung ließ das Gericht nur wegen Uebertretung der Bolizeiverordnung Verurteilung eintreten, da ein Quälen der Tiere nicht festgestellt wurde. Das Urteil lautete auf 10 Mt. Geldstrafe. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Am 22. Auguft. Briefträger Carl Gümbel eine Tochter, Ottilie Maria Elisabeth. 23. Graveur Johannes Karl Emil Köhler ein Sohn, Hans. 24. Sergeanten alfred Otto Kühne ein Sohn, Alfred Heinrich. Postboten August Heinrich Arend ein Sohn, Wilhelm. 25. Friseur Adolf Langsdorf ein Sohn, Ernst Adolf. 26. Maurer Wilhelm Kipper eine Tochter, Emilie. Kaufmann Hubert Heinz ein Sohn. Steinhauermeister Jacob Azbach eine Tochter. Kutscher Adam Debus eine Tochter. 27. Metzger August Keßler eine Tochter, Jenny. 31. Kaufmann Henry Marie Joseph Houër de la Brousse ein Sohn, Erich Wilhelm. Wittopp dahier. 26. Erneftine Günther, geb. Steinfurt, 4 Jahre alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Schweißer dahier. Rudolf Karl Heinz, 2 Jahre alt, Sohn des Kutschers Karl Heinz dahier. 31. Marie Seibert, 75 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 1. Sepember. Anna Philippine Eisenbrandt, 8 Mte. alt, Tochter des Fabrikarbeiters Georg Eisenbrandt dahier. Werftberigte. ise, 2. Sepbr. Auf dem beutigen Wochenmarkt fosteten Buttes per fb 115-1.20 R., Hübnere'er per Stüd 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 fa. Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar . 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd 00-00 Pfa., Ochsenfleisch per fb. 72-82 fe, Rindfleisch per fb. 70-72 fg. per fb. Schweinefleisch 76-86 Big. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.90 Pfa.. Kalbfleisch per Pfd. 70-80 fg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.00-8 00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. p Stüd, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 m.. 3wetschen ver Zentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Bfg Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 st nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Worktzeit überhaupt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umberzieben fellgeboten werden. Sießener lambwirts haftlicher Wetterbian Voraussichtliche Biterung in Hessen für Sonntag, den 3. September. Wolkig, fühl und geringer Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteti: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen Scotts Emulfion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schußmarte( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scort& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. 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