gegen Defterreicher ten, nur von einer ng. Plöglich befand or einem feindlichen er Ordonnanz, den jelber einen blauen, auf den Gedanken, bemerkt hatten und fischen General bal tung benügend, tif en Obersten herbei nftem Degen. Det adte den Zügel des von der Ordonnanz find mein Gefange te den französischen Die Lat war ge ußten, was sich er. ebes. nd trieb ein Wildabgerichtet hatte, nd dem Tiere beone des Anlodens loden, zum Weg urde abgefaßt und t zu haben. Sein vor den Richter gengszeuge zu dienen. in Hund. Aufen es sich zeigen, daß m hatte der Hund, fremd tat, dies ge Baus nach der Türe nzusehen, entsprang. Entlastungszeugen, 1. Zeugen, die der indeffen wenige beherrschten Wildden Rebieren jagen, Tier seinen Herrn ehr zu retten. Lifung in einer ein linspektor, als er ließ, einen fleinen, etwas besser las, Wange, und sagte: st du?"- Sechs Der Lehrer machte ar in bezug auf das vie förperlich, war on zum viertenmal n machen; er war es Schulinspektors Maus, ich gratuSchterchen:„ Dant gelernt?" macht Ihr denn Cheaterspielen?!" Jen Gauen. schauen. Land. uf das beste, te. nes Strand. hegen; es entgegen; vand. ¿ ummer.) ΛΑΓΓΕΣ Zusatz 16 mal prämiirt. feinstem Geschmack und schönster Farbe, daher sparsanster im Gebrauch. Stadt- Cheate Giessen. ir.: Hermann Steingo Dienstag, den 31. Otto Cheater- Verein Vorstellung. Nr. 257 Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz OberSeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschlak Nr. 362. Mittwoch, den 1. November 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutsch- amerikanischer Handelsvertrag - Ein Interview mit dem Fürsten Bülow. Der Reichskanzler Fürst Bülow hat dem Berliner Vertreter des amerikanischen Presse- Verbandes, Herrn Elmer Roberts, eine Unterredung gewährt, in der er den Standpunkt des Deutschen Reiches zu dem Handelsvertrage mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika darlegte. Der Reichskanzler wies zunächst darauf hin, daß der alte Bolltarif von 1879 mit Rücksicht auf die deutsche Landwirtschaft habe abgeändert werden müssen. Diese im Tarif von 1902 zum Ausdruck gebrachte Tendenz sei dem Abschlusse neuer Handelsverträge durchaus friedlich, wie sich aus dem Abschlusse einer Reihe neuer Handelsverträge ergebe. Das deutsche Handelsabkommen mit Amerika vom Jahre 1900 ist, wie der Reichskanzler weiter ausführte, ausdrücklich auf die alten Zollsäge gestellt. Daher verliert mit dem 1. Januar 1906, dem Tage des Inkrafttretens der neuen Zollsätze, das Abkommen seine Grundlage, und es muß geründigt werden. Selbstverständlich habe die deutsche Regierung den aufrichtigen Wunsch, mit der Wegierung der Vereinigten Staaten zu einer neuen Verständigung zu gelangen. Der Botschafter Speck von Sternburg, der in den nächsten Tagen auf seinen Posten in Washington zurückfehrt, wird, wie Fürst Bülow erklärte, der amerikanischen Regierung entsprechende Vorschläge vorlegen. Ueber die Tendenz dieser Vorschläge ließ sich der Reichskanzler wie folgt vernehmen: Unsere Anträge werden sich in einem nach unserer Ansicht durchaus erfüllbaren Rahmen halten, und wir werden sicherlich mit keiner Forderung an die amerikanische Regierung herantreten, die ein Lebensinteresse des dortigen Wirtschaftsorganismus verlegt. Mir scheint, daß die Interessenten auf beiden Seiten bald ihre Wünsche zu hoch spannen, bald in ihren Befür.htungen zu weit gehen. Die beiden Regierungen sind cher in der Lage, das Mögliche und Erreichbare abzumessen. Wir glauben daher zubersichtlich, daß sich zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Standpunkte durch Entgegenkommen von beiden Seiten ein gerechter und billiger Ausgleich finden lassen wird. Für die zweckmäßigste Förderung des Werkes schlug Fürst Bülow einen offenen Meinungsaustausch zwischen solchen Männern beider Länder vor, die auf dem Gebiete der Zoll- und Tariffragen hervorragend erfahren sind. Eine freundliche Aussprache und ein Kennenlernen des Standpunktes des anderen Teils wirkt, wie Fürst Bülow mit Recht bemerkte, immer versöhnlich und förderlich. Vielleicht würde man auf diese Weise am sichersten und schnellsten zu einer Verständigung gelangen. Mit der nochmaligen Versicherung, daß er diese Verständigung aufrichtig wünsche, schloß der Reichskanzler seine Darlegungen. Der Zar giebt nach! kland soll eine Verfassung nach westeuropäischem Muster erhalten. Das ist der kurze Sinn des Manifests, das Bar Nikolaus II. der drohenden Revolution als Be Theater- Verein Gießen. Der Graf von Charolais. Trauerspiel in 5 Aften von Richard Beer- Hofmann. Schwer ist der Tritt des Grafen von Charolais und sein Weg bestimmt. Er weicht nicht ab und wenn er durch Dornenschläge und freudlose Lebenswüsten geht, er muß ihn geyen, er muß, er fann nicht anders, alle praktischen Beftimmungsgründe treten zurück, ihn bestimmt nur der fategorische Imperativ und das macht ihn groß und erhaben, erfüßt aber auch sein Leben mit tiefer Tragit. sänftigungsmittel entgegenhält. Der explosive Ausbruch des Volksverlangens, der in den letzten Tagen das Zarenreich in seinen Grundvesten erzittern ließ, hat den passiven und aktiven Widerstand gegen die Gewährung zeitgemäßer Reformen am Kaiserhofe hinweggefegt. Ob allerdings die entfesselte Leidenschaft der Massen und die Wünsche der extremen Intellektuellen sich ganz zufrieden geben werden mit diesem späten Einlenken, muß abgewartet werden. Die Meinungen und Auffassungen über die Wirkung des Mani festes sind geteilt, obwohl in den drei Leitsätzen, im Geren satz zu den bisherigen Maßnahmen, viel, recht vie! ver sprochen wird. Das Manifest. Es heißt nach der üblichen Einleitung, in der ein ic blick auf die Ereignisse geworfen und der Schmerz des Volkes als der Schmerz des Herrschers bezeichnet wird, in dem Manifest wörtlich: Wir legen der Regierung die Pflicht auf, wie folgt unseren unbeugsamen Willen zu erfüllen: 1. der Bevölkerung die unerschütterlichen Grundlagen der bürgerlichen Freiheit zu verleihen, die gegründet ist auf die Unverlezlichkeit der Personen, die Freiheit des Gewissens, der Rede, der Versammlungen und Vereinigungen; 2. ohne die früher angeordneten Wahlen für die Reichsduma cuf zuschieben, zur Teilnahme an der Duma in dem Maze, als es die Kürze der bis zur Einberufung der Duma roch ablaufenden Zeit gestattet, die Klassen der Bevölkerung zu berufen, welche jetzt der Wahlrechte völlig entbehren, wobei sodann die weitere Entwickelung des Grundsaves des allgemeinen Wahlrechts der neuerdings begründeten gesetzgeberischen Ordnung der Dinge überlassen wird, d 3. als unerschütterliche Regel aufzustellen, daß kein set in Kraft treten fann ohne Genehmigung der Rei duma und daß den Erwählten des Volkes die Möglich it der wirklichen Teilnahme an der Ueberwachung der 2- seglichkeit der Handlungen der von uns ernannten: e- hörden gewährleistet wird. 21 Wenn das alles erfüllt wird, dann würde bei auf:- tigem guten Willen der Regierenden sich allmählich vielleicht das öffentliche Vertrauen ihnen wieder zuwenden. er wird es so sein? Zu oft ist den schönen Worten die bittere Enttäuschung gefolgt, so daß nur ein glücklicher Optimismus sich unbeschränkt der Hoffnung auf eine bessere Zufunft hingeben kann. Es lebt im russischen Volke troz alledem und alledem erfreulicherweise dieser Optimismus. Eine hoffnungsvolle Stimme. So erhält die Deutsche Reform- Korrespondenz" v- n einem hervorragenden Mitgliede der in Berlin lebenden russischen Kolonie folgende Meinungsäußerung: „ Die russische Revolution ist beendet- Zar Nikolaus II. hat sie durch weise Nachgiebigkeit besiegt. Es war hohe Zeit, daß es geschah. Der Zar, der sich dazu entschlossen, die Räte, die ihm den Entschluß eingegeben, haben sich um Rußland und um die Dynastie der Romanows im höchsten über, der sie in den Bann des Verführers zwingt. Am Raminfeuer tommt es zu einer hochdramatischen und fein finnig gearbeiteten symbolischen Szene: der Chebrecher, der das Feuer schürt, verbrennt sich die Hand. Desiréz ver bindet sie ihm und folgt ihm dann in ein Kupplerhaus. Dort findet der Graf Charolais das Paar. Den Verführer erwürgt er sofort, während er Desirée vom eigenen Vater zum Tode verurteilen läßt. Mit eigener Hand vollzieht die Verurteilte das Verdikt und inachdem Graf Charolats den Sohn der Obhut des erprobten Freundes übergeben hat, ftürzt er hinaus in die Welt- ein haltloser Mann, ein Mann, dem der Glaube an Liebe und Treue zerstört wurde. Maße verdient gemacht. Denn diese Dynastie war in äußerster Gefahr. Das russische Volk trennt sich nur schwer bon der seit Jahrhunderten überlieferten Loyalität gegenüber dem Herrscherhaus- doch die Zeit des Selbstherrschertums war um, war unwiderruflich dahin, und wer sie halten wollte, der wendete den Zorn des Volkes nicht von der alten, überholten Einrichtung ab, sondern gab in deren Träger dem Volkszorn ein neues Ziel. Es ist nirgend gesagt, aber man fann vermuten, mer dem Zaren den guten, den allein möglichen Rat gegeben hat. Pobjedonoszew war es nicht. Der hat sich, wie immer, in Zeiten der Gefahr, feige versteckt und sich für todkra.ik ausgegeben, damit die Volkswut ihn vergesse oder scho:: e. Graf Witte hat den Mut gehabt, dem Zaren zu empfehlen, daß er die Revolution zerbreche, indem er sich an ihre Spitze stelle. Und Zar Nikolaus hat den Mut gehabt, diesem mutigen Rat zu folgen. Vor mehr als sieben Monaten hat Zar Nikolaus, den Einflüsterungen Pobjedonoszews gehorchend, die Einrichtung einer Reichsduma verheißen, die dem Selbstherrschertum feinen Eintrag tun sollte. Die Reichsduma war die Karikatur eines Parlaments. Cie sollte öffentlich nur reden dürfen, wenn sie befragt wurde; sie sollte nichts beschließen, nur raten dürfen, und niemand war gehalten, auf ihren Rat zu hören. Eine Wahlordnung, von Pobjedonoszew und seinen Kreaturen entworfen, ließ nur wenige Wahlprivilegierte bestehen und stellte die Privilegierten unter die Drohung administrativer willkür, wenn sie von ihrem Privileg mißfälligen Gebrauch machten. Zar Nikolaus erkannte, daß man ihn betrogen hatte, als man ihm das Festhalten am selbstherrscherlichen Regiment empfahl, als man ihn verleiten wollte, zu dulden, daß an seinem eigenen fürstlichen Wort gedreht und gedeutelt wurde, bis sein ganzer Zuhalt verschwunden war. Zar Nikolaus hörte endlich auf den Mann, der ihm lange Zeit ein unbequemer Mahner und ein verförperter Widerspruch geworden war. Er tat das Kliigste, was getan werden, das Einzige, was noch retten konnte: er sagte unumwunden dem Absolutismus ab und gab Rußland eine Repräsentativ- Verfassung, dem russischen Volk Grundrechte Das ist ein ungeheurer Fortschritt. Unter den obwaltenden Umständen war es ein großes Wagnis, wenn auch ein notwendiges, und es ist vollkommen geglückt. Das russische Volk hat für das unwiderrufliche Verfassungsgeschenk, das ihm der Zar gemacht, und für den Wert dieses Geschenks volles Verständnis gehabt und sofort ein Gegengeschenk dargebracht, indem es zur Ruhe zurückfehrte, die Ordnung herstellte, sein Vertrauen kundgab. Der Ausstand der Eisenbahner war sofort beendigt. Der Bahnverkehr zwischen Moskau und Petersburg, Moskau und Archangelsk war plöglich wieder im Gange. In Warschaut, wo der Aufruhr in wildester Form geherrscht, war Verbrüderung eingefehri. Gewissensfreiheit, Fedefreiheit, Versammlungsfreiheit, Koalitionsjre it. Unante rfeit der Person hat der Zar den Russen geer, er hat den Russen damit zum Menschen gempor er alles auf dem natürlichen Wege erreicht hätte. Der Dichter hat sich aber anders entschieden und auch so etn Wert geschaffen, daß Anerkennung verdient. Die Handlung geht ständig vorwärts und die einzelnen Szenen find start bewegt und zumeist meisterhafte Feinarbeit von poetischem Hauche umfächelt, ohne in die verflachende und ablenkende Meiningerei zu verfallen. Mit feinem Tattgefühl hat die Regieführung des Direttor Steingoetter es verstanden, den stimmungsvollen Rahmen zu geben. Den Preis des Abends trug Hermann Leffler vom Wiesbadener Hoftheater davon, der den Grafen von Charolais in echt fünstlerischer Weise in einem Guß vorführte. Trotzdem die Rolle mit ihrem schweren und heißen Blute die höchsten Anforderungen, namentlich in der Schattierung der Uebergänge, an den Darsteller stellt, fand er stets den richtigen Ton und Ausdruck. Würdig an seiner Seite ftand Lily Donecker, die in ihrer Desirée ein verständnisvolles, feinnuanziertes Spiel gepaart mit vornehmer Zurückhaltung entfaltete, sodaß das Publikum sie durch Blumen noch besonders ehrte. Den Hauptmann Rochefort zeichnete Otto Steinmann mit kräftigen eindrucksvollen Strichen, nur gab er sich manchmal etwas zu Herrn Hermann Leift, will den Gläubigern seine Freiheit zum Pfande geben technische des einfachen Dramas hinausfällt. Wenn während früh aus. Reinhold Lüttjohanns Philipp war mit Gastspiel беб bom Hoftheater in Wiesbabe Der Graf von Charolais. Trauerspiel in 5 Aften vor Beer Hofmann. Sein Vater, der General von Charolais, ist gestorben, arm gestorben, ja mehr als das: er hat sich, während er dem Lande Provinzen und Frieden gewann, nicht einmal die paar Quadratfuß Erbe erworben, um darin den letzten Schaf zu schlafen, er ist verschuldet und harte Gläubiger schließen seine Leiche in den Schuldturm und verweigern das Begräbnis. Bergeblich bietet der Sohn, der mit reiner, heißer Kindesliebe am Vater hängt, alles auf, den Leichnam zur Bestattung herauszubekommen, die Gläubiger bleiben ungerührt. Vor dem Parlamentsgerichtshofe macht der Graf bon Charolais den letzten Vorschlag: er, der jung und start und für die Verpflichtungen des Vaters im Schuldturm bürgen. Dieser Opfermut schlägt auf den Präsidenten, er sagt gut für die Forderungen und nimmt den jungen Grafen bon Charolais als Sohn in sein Haus. Drei Jahre verfließen. Als wir den Grafen von Charolais wiedertreffen, hat er die Tochter des Präsidenten, die liebretzende Desirée, als Gattin heimgeführt und ist Vater eines Kindes. Die The ist eine sehr glückliche. Da tritt ein früherer Liebhaber, Philipp Rochfort, ihres Vaters Neffe und Mündel wieder Defiées Leben. Obwohl sie ihn niemals begünstigt hat, ein starter magnetischer Strom von ihm auf sie Mit furchtbarer dramatischer Wucht saust der eherne Schicksalshammer auf den Helden herab und mit eiserner Folgerichtigkeit erfüllt sich das Geschick des Grafen v. Charolais. Groß und gewaltig wächst er an, so gewaltig, daß er dem Dichter die Form zersprengt. Das Stück besteht aus zwei Teilen, die nur lose, wenn auch nicht unmotiviert, miteinander verbunden sind. Dringen wir tiefer ein in das Wert, so ftoßen wir bald auf die charakterischen Merkmale des Doppeldramas, ganz besonders scharf prägt sich aber die doppelte Exposition aus, wo die inhaltliche weit über die diese der erste Atte zuende führt und auch noch die erste Steigerung aufnimmt, geht die andere bis in den zweiten Aft. Hätte Beer- Hofmann die Katastrophe gleich auf das Doppelbrama gespannt, so wäre sein großangelegter Graf von Charolais noch größer und gewaltiger gewesen. Im ersten Teil hätte sich dann das Gegensp.el die Absichten Philipps schärfer herausarbeiten lassen. Kraft genug hätte der Dichter besessen; verschiedene Bartier, über die jetzt ftrupellos der Blaustist gehen darf, wären in ganz anderen Fluß geraten, beispielsweise hätte Beer- Hoffmann Desirées Rekapitulation in der Verführungsszene sparen fönnen, da - der gewohnten Sorgfalt gearbeitet, während Bruno Reimer als Wirt zuweilen etwas Unruhe verriet, im übrigen aber auch gut war. Georg Mendel hatte seinem roten Jhig den Juden Shylot in Ton und Maste zugrunde gelegt und schuf eine sehr lebensvolle Gestalt, während Georg Wittmann den Präsidenten mit einfacheren Mitteln gab. Das Haus spendete dem Werke und der Aufführung den wohlverdienten Beifall, von dem auch ein Teil auf den Theater- Verein fällt, der uns mit dieser hervorerfreulichen dramatischen Arbeit bekannt ragenden und gemacht hat. - G. H. Sehr flug ist es, daß der zarische Ukas, der die Verfassung verkündet, ausdrücklich bestimmt, daß die vorausgesehenen Wahlen zur Reichsduma nicht verzögert, richt aufgeschoben werden sollen. Sonst hätte das Mißtrauen sich regen und die Vermutung aufkommen können, man wolle nur weitere Frist gewinnen, um gar nichts zu tun. Die Reichsduma, die Pobjedone w zu einem blutlosen Schemen machen wollte, ist durch den Ufas des Zaren zu einer gesetzgebenden Körperschaft eingesetzt worden. Kein Gesetz soll in Rußland gelten, das nicht die Billigung der Reichsduma gefunden hätte. Endlich ist der Reichsduma die Kontrolle der gesetzlichen Tätigkeit der Behörden einge räumt. Damit sind die Wünsche des russischen Volkes erfüllt." Wasser in den Wein der Begeisterung gießen demgegenüber andere aus Rußland einlaufende Metdungen, die vorläufig noch kein Abflauen der revolutionären Bewegung erkennen lassen. In Petersburg verbreitete sich in den Abendsfunden die Nachricht vom Erscheinen des Manifestes wie ein Lauffeuer. Das Volk äußerte wenig Dankbarkeit. Die ganze Nacht zog eine große Volksmenge unter Absingung der Marseillaise durch die Straßen. Das Volk hatte sich bei dem Alexandergarten gesammelt und zog über den Newski- Prospekt zu dem bei dem Bezirksgericht belegenen Untersuchungsgefängnis, wo revolutionäre Lie der gesungen wurden. Als es bei der Rückkehr an dem Hause Pobjedonoszews vorüberfam, wurde gepfiffen. An einem Punkte des Newski wurde haltgemacht, um einen Redner anzuhören, der das Manifest einer Kritik unterzog und aus dessen Ansprache neben der Genugtuung über die Zugeständnisse der Regierung, Mißtrauen gegen deren Erfüllung hervorklang. Der Umzug dauerte bis in die bierte Morgenstunde; an der Spize der Prozession fuhr eine Mietsdroschke, in der ein Student mit einer roten Fahne stand. Die Polizei mischte sich nicht ein. Gestern vormittag zogen die Massen wieder mit roten Fahnen durch die Straßen. Eine Kundgebung fand vo der Kasankathedrale statt. Das Publikum salutierte die Fahnen durch Händeklatschen und Tücherschwenken. Die Schuyleute blieben untätig, mehrere Redner, die hestige Ansprachen gehalten hatten, wurden auf den Schultern getragen. Ein Gegenkonp. In den Mittagstunden erschien ein Manifest der sozial demokratischen Partei, in dem darauf hingewiesen wird, daß durch das kaiserliche Manifest der Kampf des Proleta riats nicht zum Stillstand komme. Die Taktik des Proletariats habe zu bestehen in der Ausnutzung der unter feinen Schlägen gewährten Rechte, ferner in der Veranstal tung von Arbeiterversammlungen zur Entscheidung der Tauer des Ausstandes, sowie in der Organisation einer Miliz zur Wahrung der erkämpften Rechte und in der Forderung einer Amnestie.- Pessimistisch äußern sich auch ausländische Korrespondenten in Peters. burg. Sie stellen durchweg fest, daß die Revolutionäre viel mehr verlangen als bürgerliche Freiheiten, beschränktes Wahlrecht und eine gesetzgebende Neichsduma. Sie ver langen nichts weniger als allgemeines Wahlrecht und die Einführung einer beschränkten Monarchie, so daß die souveräne Gewalt in den Händen des Parlaments wäre. Einige Führer erklären den Zaren für regierungsunfähig und fordern seine Absetzung. Witte als Reformator. Schon oben wurde gesagt, daß der erfolgreiche Friedens unterhändler und hervorragendste russische Staatsmann der Gegenwart, Graf Witte, als Vater des Verfassungsmani festes anzusehen ist. Das wird bestätigt durch die Veröffent lichung eines Berichts, den Witte an den Zaren richtete und der diesem die unmittelbare Veranlassung zu seinem Vorgehen gab. In dem Bericht heißt es: Ich glaube, daß die Tätigkeit der öffentlichen Gewalt von den nachfolgenden Grundsägen geleitet sein muß: 1. Gradheit und Aufrichtig keit in der Bestätigung der bürgerlichen Freiheit und Schaffung einer Garantie dafür; 2. Bestrebung, die aus. schließenden Gesetze zu beseitigen; 3. 1ebereinstimmung der Tätigkeit aller Regierungsorgane; 4. die Vermeidung von Repressivmaßregeln gegen nicht offenbar die Gesellschaft und den Staat bedrohende Handlungen; 5. Entgegentreten gegen Handlungen, die offenbar die Gesellschaft und den Staat bedrohen, wobei man sich auf die Gesetze und die moralische Gemeinschaft mit der vernünftigen Mehrheit der Gesellschaft stüßen muß." Das klingt recht wohlwollend, aber dennoch ist ein ge wisser Unterton nicht zu verkennen, eine Reservation, die Im Notfalle immer noch eine Tür offen hält, durch die man nach allen Richtungen davongehen kann. Vielleicht ist der gewiegte Diplomat nur zu vorsichtig, um direkt mit der großen Pose des Volkstribuns die Befreiung Rußlands von den bisherigen Zuständen anzufündigen. Ob Witte und sein Verfassungsdekret endlich der Markstein in der Ent wickelung Rußlands werden wird, muß also abgewartel werden. Das gärende Drachengift der Empörung ist vor. läufig durch den Zusatz der Freiheitsversprechungen zum wallenden und brausenden Most geworden, in dem Enthu siasmus und Mißtrauen miteinander kämpfen. Das end. liche Resultat kann heute noch nicht vorausgesehen werden. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Mehrere siegreiche Gefechte in Deutsch- Ostafrika bestanden die deutschen Truppen. Das Bezirksamt Langenburg meldet, daß die Aufständischen aus Upangwe durch AskariAbteilungen unter Feldwebel Franz und Sergeant Pietsch 3er prengt wurden. Hauptmann Nigmann hat mit einer Sabteilung der Kompagnie Fringa die Missionsstation Mbejera erreicht und marschiert jetzt auf Songea. Die Station Iringa meldet, daß für die Missionen im Bezirk keinerlei Gefahr bestehe. Seiten bemängelten Mißstände nicht zu denken. Im einzelnen empfiehlt die Denkschrift u. a. die weitere Ausdehnung der 4. Klasse im Interesse der Minderbemittelten über das Gebiet der preußisch- hessischen Eisenbahngemeinschaft hinaus. Mus Muanza wird gemeldet, de ein Einschreiten gegen afongolo, zwei Stunden von Muanza, notwendig geworden sei. Die ausgesandte Abteilung, bestehend aus 12 Europäern und 24 Askaris stieß auf Widerstand. wobei der Feind 25 Tote hatte. Der Sultan soll auf der Flucht ertrunken sein. Dem preußischen Landeseisenbahnrat hat der Minister bon Budde eine Denkschrift über die geplante Reform der Personen- und Gepäck- Tarife zugehen lassen. In der Denkschrift wird darauf hingewiesen, daß die Tarifreform für das ganze Deutsche Reich einen einheitlich klaren, von jedermann leicht zu übersehenden Tarif schaffen werde. Falls die jetzt sich darbietende Gelegenheit wiederum unbenutzt gelassen werde, so sei im gesamten Gebiet des Deutschen Reichs auf absehbare Zeit an eine Beseitigung der von allen Der japanische Minister des Auswärtigen hat dem deutschen Gesandten Grafen Arco mitgeteilt, daß der Kaiser von Japan der Zurückziehung der Truppen der vereinigten Mächte aus Tschili mit Ausnahme der Gesandtschaftswachen gern zustimmt. Die japanische Regierung ist beauftragt, die Fristen und sonstigen erforderlichen Maßnahmen mit Deutschland und den übrigen beteiligten Mächten zu vereinbaren. Spanien. ** Unter dem Vorsitz des bisherigen Präsidenten Montero Rios ist das neue Ministerkabinett gebildet worden. Es setzt sich wie folgt zusammen: Montero Rios Präsident, Inneres Garcia Prieto, Finanzen Echegaray, Aeußeres Gullon, Handel Romanones, Unterricht Egui Krieg und Marine Weyler, Justiz Puigcerver. Frankreich. ** Die Deputiertenkammer nahm den Gesetzentwurf einer Amnestie mit 534 gegen 3 royalistische Stimmen an. Zwanzig Royalisten enthielten sich der Abstimmung. Dadurch wird allen vom Staatsgerichtshof und den in der bekannten Denunziationsaffäre der Armee Verurteilten Strafnachlaß gewährt. Afien. ** Ein plöglicher Ausbruch des Fremdenhaffes in China gibt die Ursache zu einem amerikanisch- chinesischen Zwischenseinem ein Kanonenboot befehligenden Sohne, Kapitän fall. Der amerikanische Admiral Train befand sich mit Train, auf der Jagd. Dabei schoß er aus Versehen eine chinesische Frau aus einem Dorse in der Nähe von Nanking an. Die Dörfler umringten unverzüglich die Offiziere, nahmen ihnen ihre Flinten weg, schlugen den Admiral nieder und nahmen den Kapitän als Geisel gefangen. Der amerikanische Arzt erklärte die Verletzungen des Weibes für äußerst geringfügig, doch die Chinesen weigerten sich, den Kapitän freizulassen, und griffen die starke, zur Befreiung gesandte amerikanische Eskorte an. Auf beiden Seiten famen Verwundungen vor. Soziales Leben. Pensionsfonds- Stiftung. Der Geheime Kommerzienrat Rudolf Henfell, Seniorchef der Seftfellerei Henkell u. Co. in Mainz, stiftete für die Arbeiter seines Betriebes 50 000 Mark zu einem Pensionsfonds. Der sächsisch- thüringische Textilarbeiter- Ausstand. Der Vorstand des christlichen Arbeitervereins in Greiz ist auf die Seite der Arbeitgeber getreten. Er fordert in einem an die Textilarbeiter von Greiz und Umgebung gerichteten Aufrufe auf, die Arbeit zu den neuen von den Fabrikanten gebotenen Lohnbedingungen aufzunehmen. Der Lohnkampf verschärft sich durch den Beschluß der Vorarbeiter in Meerane, sich mit den bisher Ausgesperrten solidarisch zu erklären und die Arbeit niederzulegen. Bahnarbeiterstreik in Böhmen. Die auf dem Frachtenbahnhof in Pilsen beschäftigten Arbeiter haben sich dem Streif angeschlossen. Dagegen sind die Bodenbacher Eisenbahner bei ihrer Tätigkeit verblieben. Hof und Gesellschaft. *** Der Prinzregeni Luitpold von Bayern hat an läßlich seines Namensfestes zu der im Jahre 1901 errichteter Prinzregent Luitpold- Stiftung" für arme Kinder der Ge meinden Berchtesgaden, Salzberg, Ramsau, Schönau uni Rönigssee eine Zuwendung von 5000 Mark gemacht. Die Stiftung besitzt bereits ein Kapital von 20 000 Mark. Der Kaiser weilte zur Jagd in Liebenberg als Gast des Fürsten zu Eulenburg. Ende November gedenk: der Kaiser als Jagdgast des Fürsten von Pleß in Ober Schlesien einzutreffen. *** Zum Bischof von Eichstätt ist der Abt Leo Mer. gel in Metten vom Prinzregenten von Bayern ernann worden. Nab und fern. † Durch giftige Dünste getötet. In einer chemischen Fabrik in Lübeck waren Arbeiter beim Reinigen eines Tanks, der zur Aufnahme von Schwefelsäure dient, beschäftigt. Zwei der Arbeiter kamen dabei ums Leben. † Durch Leuchtgas gefährdet. In Mülheim am Rhein wurde die Familie eines Klempnermeisters infolge Ein atmens von Leuchtgas bewußtlos aufgefunden. Zwei der Familienmitglieder schweben in Lebensgefahr. † Auf der Lokomotive verbrüht. In Göttingen platte das Siederohr an der Lokomotive des Schnellzuges Frankfurt a. M.- Hamburg. Das Lokomotiv- Personal wurde schrecklich verbrüht. Der Zug erlitt eine Verspätung von einer Stunde. † Gerüst- Einsturz. Auf einem Neubau in der Luruper Chaussee in Altona stürzte ein hohes, schweres Baugerüst ein. Drei Arbeiter wurden unter den Trümmern be. graben. Mit vieler Mühe gelang es der Feuerwehr, die Verschütteten ans Tageslicht zu bringen. Sie sind lebens. gefährlich verletzt. † Aus Versehen erschossen? In Pforzheim geriet ein Mechaniker mit seiner jungen Frau in einen unbedeutsamen Wortwechsel, in deren Verlauf er sie mit einem Gewehr ängstigte. Plöglich ging der Schuß los, und die Kugel drang der Frau in die Lunge, so daß der Tod sofort eintrat Der Mann behauptet, nicht gewußt zu haben, daß das Ge wehr geladen war. Er wurde festgenommen. Schweizer, abzumachen. Er hat sich in die Rekrutenliste einschreiben lassen und übt mit seinen Kameraden lang samen Schritt und Gewehrübungen. Jüngst fam er in einer Bluse zum Dienst, von der ihm seine Kameraden di Knöpfe abgeschnitten hatten, um ein Andenken an den frühe ren Erzherzog zu haben. † Einst Erzherzog, jekt Rekrut. Leopold Wölfling, det dereinstige österreichische Erzherzog Leopold Salvator, jezi ger Schweizer Bürger, hat als solcher auch die Verpflich tung, als Soldat seine Waffenübungen, wie jeder andere † Erdbeben in Desterreich. In Kaltenbach im Zillerthalt wurde in der Nacht ein heftiger Erdstoß gespürt. Die Fen ster klirrten, und die Stubenvögel flatterten auf. Die Er scheinung war von einem leichten Rollen begleitet. † An Tollwut gestorben. In Dürnstein in Nieder- Desterreich starb ein junges Mädchen infolge Tobsucht. Vor einem Jahre war sie von einem fleinen Spitzhunde, den sie streichelte, in die Lippen gebissen worden. Niemand hatte der geringfügigen Verlegung geachtet. Nach Jahresfrist brach plötzlich bei dem Mädchen die Wutkrankheit aus. Die Unglückliche mußte unsägliche Schmerzen leiden und konnte in ihren Tobsuchtsanfällen kaum gebändigt werden. Am bierten Tage der Krankheit erlöste der Tod die Bedauerns. werte von ihren Leiden. armftabt erschienen w fauftellen. ** tt. Stadttheate elungen Fräulein Elf ftabt für ein zweite nädften Freitag ein Ritou dhe ftattfinber Zur F Minifteriums über bi Tage durch das A innung Gießen und Gießen als Sachverf protofollarisch nieberg meister des Verb Seffen und Naffau ben fammen, um zu fchaftsrats Stellung darauf zurüd ** Bur Haa Die Großh. Bürger demnächst Erhebungen Bullen, Rühe, Rinde nach den im Jahre 19 Biebbefibern and eigen zum Schlachten beräuß diefer Erhebungen wer Innern weiter verarbei Zahl der nach dem Ge berfidherung zu verficher ** Der Vorrat 1100 Stück Großvich, Behandelt wurden 2. Qual. 350-425 meltfübe 230-280 S fette Rinder 1. Dual 3. Dual. 58-62 M † Kampf im Eisenbahn- Kupee. Im Schnellzuge von Rom nach Albano brach in einem Abteil der dritten Klasse ein Streit zwischen Reisenden aus. Das Messer spielte da bei seine Rolle, und eine Person wurde durch einen Stich ins Herz getötet, sechs andere wurden verwundet. Auch ein Gendarm, der Ruhe schaffen wollte, erhielt eine schwere Verlegimg. † Artisten- Unglück. In einem Lokale in Brixton in Eng land trat ein Leipziger Artist in einer Truppe auf. Er kletterte an einer Stange zur Decke hinauf, um elektrisch Lampen abzunehmen. Als er das elektrische Kabel anfaßte erhielt er plötzlich einen Schlag der 220 Volt starken Leitung. Er konnte sich nicht selbst befreien, sondern mußte herab gerissen werden und fiel dabei herunter. Außer schweren Verlegungen erlitt er einen Rippenbruch. Trotz der sorg fältigsten Pflege ist er im Krankenhause gestorben. † Durch eine Hängelampe verbrannt. Im Dorfe Wolfa in Galizien rissen die drei Kinder eines Bauern, die allein im Hause waren, die Hängelampe herunter. Die Flammen ergriffen die Kleider der Kinder, und alle drei verbrannten. Als der Vater auf dem Felde die Flammen sah, eilte er nach dem brennenden Hause, fand aber die Kinder bereits ver brannt. Er erlitt selber schwere Wunden. † Amerikanische Bankräuber. In Ridgeville im Staate Indiana haben Räuber eine Tat vollbracht, wie sie eben nur in Amerifa vorkommen kann. Sieben Desperados über wältigten den Dorfgendarm, besezten die Bank, sprengten den Geldschrank mit Dynamit und erbeuteten über 30 000 Mark. Die Beamten, die auf die Explosion erwachten, wurden erschossen. Dann hielten sie das ganze Dorf in Schach und schossen jeden nieder, der sich auf der Straße zeigte. Ein Bankbeamter, dem es gelang, zu entkommen, schlug Feuerlärm und schaltete das elektrische Licht ein. Darauf kamen die Bewohner zusammen und schlossen die Räuber ein. Es fand ein richtiges Gefecht statt, wobei die Desperados die elektrischen Lampen ausschossen. Man glaubt, daß bei dem Rückzugsgefecht wenigstens zwei Räuber verwundet wurden, aber es scheint wenig Aussicht zu sein, die ganze Bande gefangen zu nehmen. † Neue Eisenbahnentgleisungen. In der Nähe von Kansas City in Amerika entgleiste infolge Schienenbruches ein Bug der Atchison- Topeka- Santa Fé- Eisenbahn, der mit einer Geschwindigkeit von 60 Meilen in der Stunde daherraste. Dreizehn Personen kamen bei dem Unfalle ums Leben, 25 wurden verlegt. Weit weniger schlimm ging eine Zug. entgleisung bei der Station Bockau in Sachsen ab, wo der Personenzug Adorf- Chemnitz aus den Schienen sprang. Dort trugen nur einige Passagiere und Bahnbeamte leichte Ver. Jegungen davon. = Vermischtes. Dito dito. In den Londoner Geschäften haben dt. Angestellten infolge der weiten Entfernungen mit dem Erscheinen im Geschäft etwas Spielraum. In einem großen Schiffsgeschäfte müssen alle, die zu spät kommen, in einem Buche die Ursache ihrer Unpünktlichkeit eintragen. Der erste der Zuspätkommenden beginnt nun meistens mit den Worten: Zugverspätung"," Omnibuspferd gestürzt" oder wie der Fall gerade liegen mag, und die anderen seben dann darunter ebenso regelmäßig ein„ Dito". Und so gewöhnt sind sie an diesen formellen Eintrag, daß sie sich kaum je die Mühe nehmen, nachzusehen, was für eine Entschuldigung am Kopfe der Liste steht. Eines Morgens nun schrieb der erste Anfömmling gewissenhaft die Worte nieder: Frau befam Zwillinge", und zu seinem äußersten Erstaunen fand der Chef diese außerordentliche Entschuldigung die ganze Liste abwärts prompt„ geditot". - Eine Fleischteuerung aus Irrtum. In St. Mary in angetrieben verzeichnet. Infolge dieses geringen Auftriebs Desterreich waren an der Markttafel nur 2619 Kälber als gingen die Viehpreise beträchtlich in die Höhe, Schlächt und Gastwirte mußten sich bequemen, diese Preise zu bezahlen. Eine Zeit danach berichtigte das Marktamt, daß in Wirklichkeit 3619 Kälber, also eintausend mehr angetrieben seien. Nun mußten die Verkäufer mit den Preisen herabgehen, und infolgedessen entstand unter den Käufern, die schon Vieh eingekauft hatten, starker Unmut. In dem Tumult wurde die Markttafel zertrümmert. Stiftung für ein Schwimmbad. Der Stadt Mannheim hat der dort verstorbene Stadtrat Herschel die Summe von 500 000 Mark zur Errichtung eines Hallen- Schwimmbades vermacht. Lokales. 1. November 1905. treffen am 6. November zum Besuch des Großherzoglichen ** Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen Paares in Darmstadt ein. ** Preise für Schweine Wochen alt 50-86 leichte Springer 100A Klein- Linden wirts Hinterlang fo verfammlung ftatt für den Wahlkreis Gießen, fein Program K. Klein- Linde Sonntag flattgefunde einer der Augenzeugen Gotteshauses, der de und bis auf den heut Lenz 1. Er war d und hat ein Alter vor ein fehr friedliebender fonfervativen Partei a jeglichen religiöfen Barte aller Barteien in anwesend. Möge ihm * Lollar. Die Sammlung für die a Bezlar, dem Portland beschäftigten Kontrol Termin abgehalten. das Bezirkskommando Lollar beschäftigten einen besonderen Term * Basbad. Da im nächsten Jahre hie gefeiert. Ein historis Feffpiel mit Darstellu fowie eine Ausstellung Anschauung bringen fol dem fog. Büttenberg noch sehr große Verbre lebhaften Freude über Helten alle Förderung d Beibgestern, der f chon sehr verdient Bereins für hessische B ge gaben dankenswerte An anstaltungen. Als Kreisrat Fey, als Stel und Bürgermeister Aud gefchäftsführenden Aus Butzbach. De befahren. Bezahlt w Enlegjgweine 130Bet Es wird hier bracht, daß wieder e Ses Sparkassebezir bon 5 zu 5 Jahren f erhalten, welche bei de und sich darüber, sowi riffe ausweisen fönnen jahre fann nur dann berden, wenn der Dien Die Sigungen des Schwurgerichts der brudh erheben zu fönner Militär, durch Auflösun Gründung eines eigenen Es werden hiernach nach diesen Bedingungen age der Dienstbücher, e ber gute Führung, fo buchs( die Angabe der Falls) bei unserer Staffe Wohnorts bis zum 15. Gießen, den 30. Provinz Oberhessen für das 4. Duartal werden Montag, den 4. Dezember unter dem Vorfize des Landgerichtsrats Schmeckenbeche: ihren Anfang nehmen. * Zur Landtagswahl. In der gestrigen Verbezirks Eberstadt- Pfungstadt Gernsheim, zu der sammlung der Vertrauensmänner des 10. Landtagswahlauch der seitherige Abgeordnete Geh. Regierungsrat paas U Bez armstadt erschienen war, wurde beschlossen, Ha as wieder id in die Refrutenliste fzustellen. inen Kameraden Lang n. Singit fam er in m feine Kameraden die Andenken an den frühe altenbach im Zillerthalt stop gespürt. Die Fen tt. Stadttheater Gießen. Es ist der Direktion elungen Fräulein Else Jüngling vom Hoftheater in Darmtabt für ein zweites Gastspiel zu gewinnen, so daß am nächsten Freitag eine Wiederholung von Mamzelle Ritouche stattfinden kann. ** Latterten auf. Die Gr. Ministeriums über die Ursachen der hohen Preise sind dieser Zur Fleischnot. Zwecks Feststellung des Follen begleitet. nitein in Nieder- Defter Tage durch das Kreisamt der Obermeister der Mezger innung Gießen und ein Vertreter der Schweinehändler von Sämtliche Ober* Groß- Umstadt. Der dreihundertjährige Gedenktag der Einweihung des städtischen Rathauses wird unte. größeren Festlichkeiten begangen werden. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 31. Ottober 1905. Die Ehefrau des Kellners August Kersten in Gießen hat sich mit einem Bewohner ihres Hauses gezantt und zur Hand befindliches | wäre die Behauptung derjenigen berechtigt, welche sagen, daß die Megger bei aufsteigenden Konjunkturen den Viehpreisen mit den Fleischpreisen vorauseilen, bei absteigenden zurückbleiben. Reinesfalls fann aber diesen Tatsachen, wonach bei einer Fleischerhöhung von 20 Mt., die Landwirtschaft 4-5, der Handel und die Metzger 15-16 Mt. beanspruchen, die Behauptung aufrecht erhalten werden, daß die Landwirtschaft der Fleischverteurer sei. Schwein preise die auf dem Lande bezahlt werden, nicht Sollte der Herr Obermeister Sad bezüglich der genau informiert sein, so sind wir bereit, ihm auch diesbee Lobsucht. Vor einem Gießen als Sachverständige gehört und ihre Auslassungen Nachtgeschirr ergriffen, das sie nach ihrem Gegner schleuderte. züglich mit genauen Angaben zu dienen. Spitzhunde, den sie protokollarisch niedergelegt worden. - Der Wurf ging fehl und traf eine Korridorscheibe die in Trümmer ging. Auf Anzeige wurde sie durch das Schöffenurteilt. Ihrer hiergegen eingelegten Berufung wurde stattgeg ben und auf 5 Mt. Geldstrafe erkannt. orden. Niemand hatte meister des Verbandes der Fleischer Innungen beider tet. Nach Jahresfrist Hessen und Nassau tamen am Freitag in Darmstadt zuButfrankheit aus. Die fammen, um zu den Auslassungen des hessischen Landwirt gericht wegen Sachbeschädigung zu 6 Tagen Gefängnis ver rzen leiden und konnte schaftsrats Stellung zu nehmen. Wir kommen morgen näher bändigt werden. Am darauf zurück. r Tod die Bedauerns. ** Zur#aatlichen Schlachtviehversicherung. Die Großh. Bürgermeistereien sind beauftragt worden, Sm Schnellzuge von demnächst Erhebungen darüber anzustellen, wie viel Dchsen, teil der dritten Klasse Bullen, Kühe, Rinder und Stiere( über 3 Monate alt) Das Meffer spielte da urde durch einen Stich den verwundet. Aud nach den im Jahre 1904 gemachten Erfahrungen von den Biehbefizern ans eigenem Bestande durchschnittlich jährlich te, erhielt eine schwer zum Schlachten veräußert worden sind. ale in Brixton in Eng Innern weiter verarbeitet, um einen Ueberblick über die einer Truppe auf.& Zahl der nach dem Gesch über die staatliche Schlachtvieh hinauf, um elektrijd versicherung zu versichernden Tiere zu gewinnen. Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden vom Großh. Ministerium des eftrische Rabel anfaßte uje gestorben. ** Der Vorrat auf dem letzten Viehmarkt war: Ab20 Volt starken Leitung 1100 Stück Großvieh, 150 Kälber und 1000 Schweine. sondern mußte herab Gehandelt wurden Milchkühe 1. Dual. 470-550 Mt., unter. Außer idperen 2. Qual. 350-425 Mt., 3. Qual. 280-330 t. bruch. Trop der jorg melttühe 230-280 Mt. pro Stück. Verkauft wurden junge ant. Im Dorfe Wolfa 3. Qual. 58-62 Mt. pro 3Zentner Schlachtgewicht.. nes Bauern, die allein Breise für Schweine stellten sich pro Paar: Ferkel 6-8 runter. Die Flammen Bochen alt 50-86 Mt., bis 12 Wochen alt 63-72 Rt., alle drei verbrannten. men fah, eilte er nad e Kinder bereits ber nden. Ridgeville im Staate bracht, wie fie eben nur ben Desperados über 1. Dual. 72-74 Mt., 2 Dual. 64-68 Mt., - Zur Frage der Fleischteuerung. Der Obermeister der Gießener Fleischer innung, Herr Ernst Ludwig Sack, bringt in Nr. 255 des Gießener Anzeigers" auf die von der Geſchäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen veröffent lichten Ermittelungen über den Bestand von Schlachtschweinen in verschiedenen Orten der Provinz Oberhessen" einen Artikel, der zwar viele Worte enthält, auf die Sache aber nicht eingeht. Die Ermittelungen des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen werden hier mit der Wiederholung der Behauptung der Fleischerinnung Gießen abgetan, daß auf ein Inserat, betr. die Lieferung von 100 Schweinen, nur ein Angebot von zwei Schweinen eingegangen sei. Wir haben schon früher die Gründe mitgeteilt, warum das fragl. Inserat teinen Erfolg haben konnte und sind der Die tendenziösen Behauptungen des Herrn Obermeisters Sack, wonach die Landwirtschaft die Schuld für die ungenügende Menge an Schlachtvieh und für die hohen Fleischpreise trägt, müssen dazu führen, daß die Landwirtschaft zu erwägen hat, ob sie nicht auf anderem Wege die Konsumenten mit billigerem Fleische versorgen fann, wie dies jetzt der Handel und die Meßger tun. Ob dieser Ent wickelungsgang, der seither von der Landwirtschaft nicht lassen wir dahingestellt. unterstützt worden ist, den Meßgern besonders erwünscht ist, landw. Verein für die Proving Oberheffen bie sogenannte Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß der Fleischteuerungsfrage in seiner Genralversammlung am Fleischteuerungsfrage in 9. November in Gießen besprechen wird, und laden wir Herrn Obermeister Sad zu Gießen zu dieser Besprechung hiermit freundlichst ein. Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Wtterus in Hessen für Donnerstag, den 2. November. Wolkig, Temperatur wenig verändert. ( Näheres durch die Gießener Die Ansicht, baß auch die Meßgerinnung bies voraussehen Neuerdings wieder Neberschläge, windig. leichte Springer 100-120 mt., schwere Tiere 130-170 Mt. A Klein- Linden, 31. Oftober. Im Caale des Gast. wirts Hinterlang fand Sonntag- Abend eine Wählerversammlung statt, in der der sozialdemokratische Randidat für den Wahlkreis Gießen- Land, Redakteur Vettersn die Bank, sprengten Gießen, sein Programm entwickelte. erbeuteten über 30 000 Explosion erwachten, ie das ganze Dorf in er fich auf der Straße gelang, zu entkommen, elektrise Licht ein. men und schlossen die Gefecht statt, wobei die en ausschossen. Man wenigstens zwei Räunt wenig Aussicht zu men. n der Nähe von Kan Schienenbruches ein jenbahn, der mit einer Stunde daherraste. Infalle ums Leben, 25 hlimm ging eine Zug. hlimm ging eine Bug in Sachsen ab, wo der Schienen sprang. Dort Bahnbeamte leichte Ver S. Geschäften haben de ernungen mit dem Erum. In einem großen pät kommen, in einem hkeit eintragen. Der nun meiſtens mit den uspferd gestürzt" oder die anderen seben dann to". Und so gewöhnt daß fie fich kaum je ür eine Entschuldigung orgens nun schrieb der orte nieder: Frau be rften Erstaunen fand huldigung die ganze K. Klein- Linden. Todesfall. An unserm am Sonntag stattgefundenen Kirchweihfest verschied am Abend einer der Augenzeugen der damaligen Einweihung des neuen Gotteshauses, der damals in den Kirchenvorstand gewählte und bis auf den heutigen Tag im Amte gebliebene Philipp Lenz 1. Er war der älteste Einwohner von Klein- Linden und hat ein Alter von 81 Jahren erreicht. Der Entschlafene, ein sehr friedliebender Einwohner, gehörte der gemäßigten fonservativen Partei an und zeigte sich stets als ein Feind jeglichen religiösen Parteiwesens; deshalb waren auch Mitglieder aller Barteien in dem zahlreichen Leichenbegängnisse anwesend. Möge ihm die Erie leicht sein! * Lollar. Die diesjährige Herbst- Kontrol- Vers sammlung für die auf den Buderusschen Eisenwerken zu Beglar, dem Portland- Bement- Werk und der Karolinenhütte beschäftigten Rontrofpflichtigen wird ein besonderer Termin abgehalten. Wäre es nicht praftisch, wenn auch das Bezirkskommando Gießen für die auf dem Eisenwert Lollar beschäftigten Mannschaften des Beurlaubtenstandes einen besonderen Termin ansette. * Butzbach. Das hessische Volkstrachtenfeft, das int nächsten Jahre hier stattfindet, wird in großem Rahmen gefeiert. Ein historischer Festzug mit Trachtengruppen, ein Festspiel mit Darstellung von Bollesitten und Gebräuchen, fowie eine Ausstellung, die das hessische Bauernhaus zur Anschauung bringen soll, werden arangiert. Die Herren von dem sog." Hüttenberg", in dem namentlich die alten Trachten noch sehr große Verbreitung haben, gaben besonders ihrer lebhaften Freude über die Veranstaltung Ausdruck und ftellten alle Förderung derselben in Aussicht. Defan Straceihgestern, der fich um Erhaltung der alten Trachten ſchon sehr verdient gemacht hat, und der Vorfißende des Vereins für hessische Volkskunde Prof. Strack zu Gießen gaben dankenswerte Anregungen für die verschiedenen Beranstaltungen. Als Vorsitzender des Komitees wurde Kreisrat Fey, als Stellvertreter die Herren Defan Strack und Bürgermeister Küchel- Buzzbach gewählt. Den Vorsitz im m. In St. Mary in geschäftsführenden Ausschuß erhielt Prof. Bamser. nur 2619 Kälber als jes geringen Auftriebs n die Höhe, Schläch diese Preise zu bezah Das Marktamt, daß in ufend mehr angetrieben mit den Preisen herabnter den Käufern, die * Buzzbach. Der letzte Schweinemarkt war gut befahren. Bezahlt wurden für Fertel 40-60 Mt., für Enlegschweine 130-160 Rt. pro Paar. Bekanntmachung. Unmut. In dem Tu- bracht, daß wieder eine Prämiierung von Dienstboten ert. D. Der Stadt Mantat Herschel die Summe eines Hallen- Schwimm 1. Rovember 1905, Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gedes Sparkassebezirks stattfinden soll. Prämien können bon 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Dienstjahre fann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch inrich von Brenken Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. bes Großherzoglichen Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben Anmußte. Zu allem Ueberflusse haben wir nun aber die Ecmittelungen durchgeführt, deren Ergebnis zum Teile veröffentlicht worden ist. Der Vollständigkeit wegen wiederholen wir jetzt das gesamte Resultat, welches dahingeht, baß in 147 Orten der Provinz Oberhessen sofort 2279 und bis zum 1. Dezember 4078 Maftschweine abgegeben werden fönnen. Da Herr Obermeister Sack unsere Ermittelungen fönnen. mit der ironischen Bemerkung abtun zu fönnen glaubt,„ daß man mit Zahlen die Bevölkerung nicht satt machen fönne", so fragen wir Herrn Sack, ob er den Versuch gemacht hat, festzustellen, daß die vom Verein festgestellten Tatsachen nicht richtig sind. Hat er diesen Versuch nicht gemacht, und kann er den Gegenbeweis nicht erbringen, so ist die Behauptung der Gießener Megger, daß nicht genügend schlachtreife Schweine vorhanden sind, unrichtig, und auch die daraus gezogenen Schlüsse sind unzutreffend. Wir haben aber noch weiteres Material, welches den Beweis erbringen geeignet ift, daß es dem Herrn Sack als Vertreter der Gießener Meßgerinnung nur darum zu tun ist, die Bevölkerung irre zu führen. Um das Gedächtnis des Herrn Sack zu stärken, fragen wir denselben: Wenn die Fleischnot wirklich so groß war und ist, wie er behauptet, warum hat derselbe auf ein Angebot des Herrn August Theis zu Stockhausen zur Lieferung von 3 Schweinen Ende September und von weiteren 2 Schweinen Mitte Oftober überhaupt nicht geantwortet? Wir nehmen an, daß die Not entweder nicht so groß war, wie er behauptet, oder daß die Behauptungen nur einen tendenziösen 8wed hatten. Vorläufig, und so lange uns die Gießener Meßgerinnung nicht das Gegenteil nehmen wir an, beweift, was sie nicht fönnen wird daß der Beweis, wonach genügend Schlachtschweine vor handen sind, von uns erbracht ist. - Was nun die mit Vorliebe in den Vordergrund gestellte Preisfrage anbetrifft, so gipfelt die Behauptung des Herrn Sad darin, daß die Preise innerhalb Jahresfrist um 20 Mt. pro Zentner gestiegen seien. Wir stellen fest, daß um diese Zeit im vorigen Jahre in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach von den Mezgern und Händlern 48-51 Mt. pro Zentner Lebendgewicht bezahlt worden ist. In diesem Jahre, und auch jetzt, werden von den Mezgern 67 Mt. pro Schlachtgewicht, entsprechend etwa 54 Mt. pro Zentner Lebendgewicht und von den Händlern 54-55 Wt. pro 8tr. Lebendgewicht bezahlt, das ist gegen das vorige Jahr eine Preissteigung von 4-5 Mt. Wenn nun obige Behauptung des Herrn Sack, daß eine Preissteigung von 20 Mt. ftattgefunden hat, richtig ist dann fragen wir: Wer erhält die Differenz von ca. 15 Mt.? Steckt dieselbe der Handel ein, dann erfüllt derselbe nicht seine Aufgabe, preisausgleichend auf die von ihm gehandelte Ware zu wirken, fließt dieselbe aber in die Taschen der Metzger, so Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Ca. 200 gnte Erdarbeiter sowie 20 tüchtige = m Borfiße des Land- über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkasse- hohem Lohn( auch Winterarbeit) 4. Duartal werden lage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft finden dauernde Beschäftigung bei aber geftrigen Ber falls) bei unserer Kasse oder der Bürgermeisterei des] 10. Landtagswahl Wohnorts bis zum 15. November 1. J8. zu melden.| buchs( die Angabe der Nummer des Buchs genügt eben- am Bahnbau Hünfeld. fang nehmen. Gernsheim, zu der Regierungsrat paas Gießen, den 30. Oftober 1905. Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Zu melden bei Bauunternehmer Müller, Hünfeld. Schön möbl. Zimmer billig zu vermieten. Licherstraße 7, III. HypothekenKapital in jeder Höhe zu 33% Belethung bis zu 60%. Während der Bauzeit Abschlagszahlung. 65000 Mark Privatgeld sofort an erste Etelle zu verleihen. Näheres durch Heinrich Köth, Gießen, Steinstraße 10. Gebrauchte Bolle mit oder ohne Federn zu kaufen gesucht. Gebr. Kahl. Schöne möbl. 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Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen langem Gebrauch oben genannten Tees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jest, nachdem ich schon seit 6 Wochen keinen Tee mehr trinke, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebeffert. Ich bin fest überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Butschin- Streitfeld, Oberstleutnants- Gattin. 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Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dak die Einlagen bei unserer Kasse mit 31% vet= zin werden, und daß der Zinsenlauf von solchen Einlagen, welche am ersten Geschäftstage eines Monat gemacht werden, bereits am 1. dieses Monats. sonst am 1. des nächsten Monats an beginnt. Bei Nückzabla von Einlagen werden die Zinsen bis zu Ende Snochergehenden Monats vergütet, es sei denn, da; cine solche Rückzahlung am letzten Geschäftstag eines Monats erfolgt, in welchem Falle die Zinse bis zu Ende dieses Monats vergütet werden. Darlehen können in der Stadt Gießen bis zu 60% bewilligt werden, auf dem Lande bis zur Hälfte dr ortsgerichtlichen Taxation. Bei hypothekarisch gcsicherten, sowie bet Darlehen an Gemeinden, sonstig Kommunalverbände und Kirchengemeinden fann, unb.ל schadet des Kündigungsrechts, vereinbart werden, da die Rückzahlung in der Form einer Tilgungsrente odc durch Abschlagszahlungen in Beträgen erfolgt, die auf 100 Mt. abgerundet sind. Gießen, den 26. Oftober 1905. Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Giessener Konzert- Verein ur einige Tage! Sonntag, den 5. November, abends 514 Uhr mit einer Hauptprobe vormittags 11 Uhr in der Turnhalle Steinstrasse 3 - I. Konzert- Erster Orchesterabend Dirigent: Grossherzoglicher Universitäts- Musikdirektor G. Trautmann. Solistin: Teresa Carreno( Klavier), Berlin. Orchester: Das Vereins orchester No. 116 PROGRAMM: Kapelle des Inf- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Grossh. Hess.) verstärkt durch auswärtige Kräfte. } L. van Beethoven ( 1770-1827) 1. Ouverture zu Coriolan»( C- moll) op. 62 2. Fünftes Konzert( Es- dur), Klavier mit Orchester, op. 73 3. Achte Symphonie( F- dur) op. 93 4. Klaviersoli. Eintrittskarten I. Platz Mk. 5., II. Platz Mk. 4.-, III. Platz Mk. 3.-, unnummeriert Mk. 2.50, Studentenkarten Mk. 1.-. Kleine Partitur- Ausgabe sowie Konzertführer sind in der Musikalien- Handlung des Herrn Ernst Challier( Rudolph's Nachf.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Zur Hauptprobe Mk. 1.50, Studentenkarten Mk. 1.-, Schülerkarten Mk.-.50. Oeffnung des Saales 42 Uhr. Gültigkeit haben blaue, rote und rotweisse Karten, ungiltig sind gelbe Karten. Das zweite Konzert( Erster Künstler- Abend) findet am 19. November statt. Gäste: Kammersängerin Frau Erika Wedekind Kammersänger Herr Hans Buff- Giessen 冰冰 Telegramm! Dresden Versteigerung. Donnerstag, den 2. d. Mts. nachmittags 3 Uhr Die Bewohner von Gießen und der Umgegend werden darauf versteigere ich gemäß§ 3: 3 des aufmerksam gemacht, daß die Handelsgesetzbuches in der Ederstraße im Alexander Mayer- 1 schen lager Nachahmung Straßburger Münsteruhr Waggon Abfälle der mit den 12 Apofteln usw. hier im Hotel ,, Zum Einhorn" eingetroffen und seit Dienstag ausgestellt ist. Vorzeigen der Uhr von morgens 10 Uhr ab bis abends 11 Uhr bei jedem Stundenschlag. Eintritt 20 Pfg., Kinder und Militär die Hälfte. Wirtschaft gegen Barzahlung. Der Born, Gerichtsvollzieher, Gießen. Nur einige Tag Nr. 258 Voranzeige! 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