-Verein mittlung sweg 56,1 Coltsbad) Nachweis und Zimmer Warterinnen, fchfrauen. ben Kauf Verkäufer en, Raffiere beamtinnen Enderfräulein Besellschafte mäßige Ge 20 M. an puntin en. 5 a. b. Gr. ies in pril Thi Sen ts. lle fie αξ Ant nen Tid än Don m ppe men ge daefen 3- nen ter ubl chee be abt la πά e, ug upt acher alter in vitt- fo Tief arme üden e er 7 an allen lärt jekt nad tel. inte meeriegt Us" eater uch!" Beit!" Nr. 205. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 1. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Sedan. Fünfunddreißig Jahre sind seit dem großen Tage ver. gangen, der den Deutschen die jubelnde Gewißheit gab, daß der Traum ganzer Geschlechterfolgen sich nun verwirklichen werde, daß sie ein Volk sein dürften, zu gleichem Wollen und zu gleicher Abwehr geeint. Vierundsechszig Jahre zuvor hatte Franz von Oesterreich die deutsche Kaiserkrone niedergelegt, die schon längst kein Machtzeichen und nun auch kein Schmuck mehr war. In anderthalbhundertjährigem Ringen, das Richelieu planvoll eingeleitet, war das Haus Habsburg, das niemals auf Verschmelzung und innere Einigung seiner Länder bedacht gewesen, Schritt für Schritt vor dem damals einzigen wahrhaftigen Einheitsstaat des Hauses Bourbon zurückgewichen, und zumeist hatte das Deutsche Reich den Breis zahlen müssen. Es war nur konsequent, daß die französischen Gewalthaber mit allen Mitteln danach strebten, Deutschland von dem Wege abzuhalten, den Frankreich selbst zu seinem Heil gegangen war, von dem Weg der nationalen Einigung. Frankreichs friegerische Ueberlegenheit beruhte darauf, daß die Glieder des Deutschen Reichs sich ihrer Zufammengehörigkeit nicht erinnerten. Es bedurfte langer und schicksalsschwerer Erfahrungen, um in Deutschland bei Fürsten und Volf das nationale Bewußtsein zu wecken, das unter dem territorialen und dynastischen Bewußtsein schlummerte. Allmählich, ganz allmählich wachte es auf, wurde stark und stärker; und als im Jahre 1870 Louis Napoleon den Versuch ernquerte, auf Deutschlands Kosten Frankreichs Ruhinbegierde zu nähren da war das deutsche Reichsbewußtsein in allen Gliedern des deutschen Volkes lebendig, bei hoch und niedrig, bei arm und reich. Es brauste wirklich wie Donnerhall, wie Schwertgeflirr und Wogenprall" durch die deutschen Lande. In schneller Folge ging es von Sieg zu Sieg, oft in schwerem Ringen. Der Sieg bon Sedan war nicht der schwerste und nicht der größte, er war eigentlich mehr die Ernte voriger Siege. Auch die Gefangennahme Raiser Napoleons, der weder Regent Frankreich noch Oberbefehlshaber der Armee war, konnte als etwas besonders Auszeichnendes nicht gelten. Und doch stand plötzlich und unerschütterlich fest: bei Sedan wurde das deutsche Kaisertum neu geboren! Darum feiern wohl die einzelnen Regimenter die Gedenktage der Schlachten, an denen sie teilgenommen, und die Veteranen in den Kriegervereinen feiern sie mit; aber den Tag von Sedan feiert das Deutsche Reich, das ganze Volk, als des Reiches Geburtstag. Die feierliche Proklamation, von den deutschen Fürsten angeregt, erfolgte erst am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal zu Versailles, doch die nicht minder feierliche Proklamation im Herzen des Volkes war am Tag von Sedan vorausgegangen. Als König Wilhelin I. der Königin Augusta in frommer Bescheidenheit die Meldung zugehen ließ: Welche Wendung durch Gottes Fügung!", da fühlte er bereits die Kaiserkrone auf seinem gefalbten Haupt und fügte sich in die neue Würde, gegen die er sich bis dahin mehr ablehnend verhalten hatte. von Man hat hier und da wohl gesagt, daß die Sedanfeier minder laut sein, vielleicht ganz aufhören möchte, aus Rücksicht auf Frankreich, das die Erinnerung an seine Niederlage, namentlich die jubelnde Erinnerung, peinlich und beinahe als eine Kränkung empfinden müßte. Wir sind uns bewußt, nicht rücksichtslos gegenüber den Gefühlen anderer 311 sein, wenn wir auch nicht der übertreibenden Rücksichtnahme das Wort reden wollen, die bis zur Selbstvergessenheit und bis zur Hintansetzung der eigenen Würde geht. Hier aber ist durch besondere Fügung gar nicht von Sieg und Niederlage die Rede. Daß wir bei Sedan gesiegt und das Fazit früherer Siege gezogen haben, kommt für unsere Feier kaum in Betracht, jedenfalls nicht in vorderster Reihe. In dem Sinne, in dem wir den Sedantag als nationalen Feiertag begehen, könnten die Franzosen selbst daran teilnehmen in ihrem Kreise und in ihrer Art. Ihnen war der 15. August, der Napoleonstag, als nationaler Feiertag aufgezwungen gewesen- jezt könnten sie den Sedantag als den Tag ihrer Befreiung vom napoleonischen Joch feiern. Der Sedantag hat sie frei gemacht oder, wenn die Franzosen das lieber hören mögen: durch den Sedantag haben sie sich befreien können. Sie freuen sich heute noch dieser Freiheit - warum sollten sie sich sträuben, den Geburtstag ihrer dritten Republik festlich zu begehen! warum sollte ihnen peinlich sein, den Tag, der ihnen die Freiheit gebracht, auch bon uns ausgezeichnet zu sehen! Sedantag- des Reiches Geburtstag. - Wem ein deutsches Herz im Busen schlägt, wer deutsch empfindet, der jubelt an des Deutschen Reiches Geburtstag. Nach dem Friedensschluss. Allmählich tritt an die Stelle der Ueberraschung, die der plögliche und anscheinend für Rußland so günstige Friedensschluß hervorrief, die ruhigere Erwägung. Sie tut allerdings der rückhaltlofen Befriedigung über die Beendigung des schrecklichen Krieges keinen Abbruch. Das zeigt sid; auch in den zahlreichen, aus aller Welt von Staatsoberhäuptern und sonstigen hervorragenden Persönlichkeiten an den Präsidenten Roosevelt eingelaufenen Glückwunschdepeschen. Der deutsche Kaiser und der Frieden. Kaiser Wilhelm sandte an Roosevelt sofort nach dem Bekanntwerden des Abschlusses eine Depesche, in der es heißt: Ich bin hocherfreut und spreche Ihnen meine aufrichtigsten Glückwünsche zu dem großen Erfolge aus, der Ihren unermüdlichen Anstrengungen zu verdanken ist. Die ganze Menschheit muß sich vereinen und wird dies auch tun, um Ihnen für die große Wohltat, die Sie ihr erwiesen haben, zu danken." Darauf antwortete Präsident Roosevelt:„ Ich danke Euerer Majestät herzlichst für Ihre Glückwünsche und möchte diese Gelegenheit ergreifen, um meine tiefgefühlte Würdigung der Art und Weise auszudrücken, in der Euere Majestät in jedem Stadium bei der Bemühung, Frieden im Osten zustande zu bringen, mitgewirkt haben. Es ist eine sehr große Freude gewesen, mit Euerer Majestät zu diesem Ziele zu arbeiten." Mit diesem Telegrammwechsel sind wohl am besten die albernen Erfindungen widerlegt, mit denen vor einiger Zeit die Haltung Deutschlands zu verdächtigen gesucht wurde, Depeschenived fel fand auch statt zwischen Roosevelt, dem König von England und dem französischen Präsidenten Loubet. Die Benachrichtigung des Zaren durch Witte. Minister Witte, der heute unbedingt als Rußlands bester Mann gelten kann, gab dem Kaiser durch ein Telegramm Kenntnis von dem abgeschlossenen Frieden. Witte sagt: " Japan hat Eurer Majestät Forderungen betreffend die Friedensbedingungen angenommen, und so wird der Friede dank Eurer Majestät weisen und festen Entscheidungen hergestellt werden, und dies in genauer Uebereinstimmung mit den Anweisungen Eurer Majestät. Rußland wird im fernen Osten die Großmacht bleiben, die es bisher gewesen ist und für immer sein wird. Wir haben auf die Ausführung der Befehle Eurer Majestät alle unsere Geisteskraft und unser russisches Herz gewandt und bitten, uns barmherzig zu verzeihen, daß wir nicht mehr zu tun vermochten." Das Flehen um Verzeihung ist nur als eine höfische Formel zu betrachten. In Wirklichkeit hat der russische Hof alle Veranlassung, dem Minister Witte dankbar zu sein und das nicht wenig, er hat mehr erreicht, als man nur ahnen konnte. Der Zar hat denn auch seinem Unterhändler eine Beglückwünschung nach Portsmouth gesandt. Russische Stimmungen. Im ganzen Lande hat das Zustandekommen des Friedens freudigen Eindruck hervorgerufen, wie aus Petersburg, Moskau, Nishni- Nowgorod, Kiew und anderen Hauptstädten gemeldet wird. Die Blätter äußern sich nach Lage der Dinge zwar niedergeschlagen, aber doch zustim mend. Mehr wäre nach den ungeheuren Mißerfolgen auf dem Schlachtfelde nicht zu erreichen gewesen. Allein die „ Nowoje Wremja", das Blatt der Korruptions- und Kriegspartei, verliert auch jetzt noch nicht den Ton albernen Hochmuts und dünkelhafter Anmaßung. Sie bedauert den Friedensschluß und wünscht, daß weitergefämpft worden wäre. Dieser Frieden könne nur ein zeitweiliger sein. In den russischen Handelszentren wird vom Friedensschluß ein Aufschwung des Handels erwartet. An der Moskauer Börse stiegen Privat- wie Stortsfonds. In Odessa erhofft man eine schnelle Entwickel..... der Handelsbeziehungen zu dem fernen Osten. In Nishni- Nowgorod wurde unter dem Eindruck der Friedensmeldung eine Belebung der Messe verspürt. Die weiteren Verhandlungen. Die mit der Abfassung des Friedensvertrages beauftragten Herren Professor von Mertens und Mr. Dennison haben in Portsmouth bereits begonnen mit der Redigierung des Friedensvertrages. Erst nach der Vollendung wird der gestern in großen Zügen besprochene Handelsvertrag er örtert werden. In Korea erhält Rußland keine Meistbegünstigung. Die Festsetzungen werden noch längere Wochen in Anspruch nehmen. Ein Waffenstill stand ist bisher noch nicht abgeschlossen, im Gegenteil, von der Front wird von einer Anzahl kleinerer Gefechte berichtet. Doch hat der Zar bereits den Befehl gegeben, die in Zarskoje Selo eingerückten Reservisten sofort zu entlassen. In sichtlich fröhlicher Stimmung teilte der Zar den Offizieren mit, daß der Friede geschlossen sei und daß auch Lenewitsch und Oyama sich bezüglich eines Waffenstillstandes geeinigt haben. Ueber die zukünftigen Beziehungen zwischen Rußland und Japan macht Baron Rosen eine bedeutsame Erklärung. Er betonte, wir werden jetzt engste Beziehungen mit Japan kultivieren in der Hoffnung, späterhin England aus der Alliance mit Japan zu verdrängen. Wie verlautet, ist der Paragraph betreffend die Handelsbeziehungen beider Länder in dem Friedensvertrage nur provisorisch. Beide Länder beabsichtigen, später einen besonderen Spezial- Handelsvertrag abzuschließen. Als Beweggrund für den unerwar teten Entschluß Japans zum Frieden wird die drohende Mißernte dieses Jahres angeführt. Die japanische Reisernte wird dieses Jahr wegen der Ungunst des Wetters nach bisheriger Schätzung um 20 v. H., das sind 80 Millionen Yen, unter dem Durchschnitt ausfallen. Auch bei der Seidenproduktion wird eine wesentliche Einbuße befürchtet. Zur Hauptsache wird aber wohl die finanzielle Erschöpfung maßgebend gewesen sein. Kriegskoften- Entschädigung. Unser CB Mitarbeiter hat mit einem deutschen Staatsmann eine Unterredung gehabt, deren Gegenstand das russisch- japanische Friedensübereinkommen, spezie!! die Frage der Kriegskosten- Entschädigung, war. Wir geben die Aeußerungen des Staatsmannes im folgenden wieder: Die Festsetzung von Friedensbedingungen ist immer eine Machtfrage, keine Rechtsfrage. Hat jemand den Feind niedergezwungen, so kann er ihm soviel Zahlungen auferlegen, als dieser irgend zu leisten vermag. Der in seiner Widerstandskraft Gebrochene muß sich eben alles gefallen lassen. Wenn aber die Voraussetzung nicht zutrifft, so muß sich auch der siegreiche Teil die Frage verlegen, ob es klug und lohnend ist, auf einer Bedingung zu bestehen, die der andere Teil abzulehnen den Willen und die Krast hat, ob sich ihm das Wagnis empfiehlt, das Kriegsglück, das sehr wandelbar ist, noch einmal zu versuchen. Die Kriegskontribution aber, die im Grunde nur ein anderer Name für die Kriegsfoster entschädigung ist, stellt lediglich die moderne und zivilisier.e Form des Ersages für das alte, barbarische Plünde rungsrecht dar. Schon in den ältesten Zeiten kam es ber, daß ein milder Eroberer sich das Plünderungsrecht ab. kaufen ließ, das auf der Vorstellung beruhte, daß im friegsmzig eingenommenen Lande alles Besitztum auf den Sic jer übergegangen sei. Die Befreiung des Privatbesizes bom Kricgsrecht ist noch nicht gar so alt, und auch jetzt noch nicht unbedingt. Der Eroberer, requiriert", was er brauchen kann, und stellt nur Empfangsbescheinigungen aus, deren Honorierung dem besiegten Staat überlassen bleibt. Einer eroberten Stadt, nicht ihren einzelnen Bürgern, wird eine Kontribution auferlegt; doch die Stadt muß schließlich, wenn sie die verlangte Summe nicht bar verfügbar hat, das Geld durch Bürgschaften ihrer reichen Bewohner aufbringen. Zu solcher Kontributionsforderung nun hatte Japan sozusagen kein Recht, denn es fehlte die materielle Unterlage einer Eroberung fremder Gebietsteile. Aus Port Arthur und Dalny fonnte Japan nichts nehmen, auch nichts aus dem südlichen Teil der Insel Sachalin, denn diese Gebiete wollte es behalten, und eigenes Land schatt man natürlich nicht. Aus dem nördlichen Sachalin war nichts zu holen, und anderes russisches Land war nicht in japanischen Besik gelangt. Die Forderung der Kriegskostenentschädigung war somit Nußland gegenüber eine Zumutung des Zugeständnisses, daß Rußland wehrlos geworden sei, und es begreift sich, daß Nußland solcher Zumutung sich nicht fügen mochte. Dazu durfte es sich nur entschließen, wenn es keine Hoffnung hatie, den Feldzug mit irgend einer Aussicht auf Erfolg fortzusetzen. So lagen aber die Dinge anscheinend nicht. General Lenewitsch hatte die Armee, die er geschlagen und zerstreut übernommen, wieder gesammelt, er hatte sie in ruhigem Zuwarten erheblich verstärkt und ihr numerische Ueberlegen. heit über das Heer des Feldmarschalls Oyama verschafft, die immer mehr zunahm. Es ist kein Geheimnis mehr, daß Onama cinen entscheidenden Angriff ohne weiteren Verzug wagen mußte, um die entschwindende Superiorität zurückzugewinnen, wenn nicht der Friedensschluß den militärischen Aktionen ein Ende bereitete. Die Japaner haben den Friedensschluß vorgezogen, und das war sehr klug von ihnen. Sie haben damii nur auf den Kriegskostenersatz durch Rußland, nicht auf den Kriegskostenersatz überhaupt verzichtet, Denn erobertes Land haben sie als Faustpfand in Bejit, allerdings nicht russisches, sondern chinesisches Land: die Mandschurei. Niemand kann sie zwingen, dieses Land, das sie erobert haben, ohne Ersatz der Kosten an China zurückzugeben. Daß China nicht die Kraft, den Mut oder den Willen gehabt hat, die Mandschurei selbst zurückzunehmen, schmälert zum mindesten seinen Besigtitel, der ohne Japans Zustimmung nicht wiederhergestellt werden fann; und Japan, das keine Verpflichtung hat, für China Kriege zu führen, ist nach Kriegsrecht befugt, seine Zustimmung von seiner billigen Entschädigung abhängig zu machen. Wenn man die Dinge unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, wird man sich nicht wundern, weder über die entschlossene Festigfeit, mit der Nußland die Kriegskostenzahlung ablehnte, noch über die Nachgiebigkeit der Japaner, die weit wenig: sentimental als flug berechnet war. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Die französische Erwiderung auf die deutsche Note in der Marokko- Angelegenheit ist dem deutschen Botschafter Radolin in Paris gestern übergeben worden. Alle kleinen Meinungsverschiedenheiten sind jetzt behoben, insbesondere die Frage über die Art der Verhinderung des Waffenschmuggels zur See sowie über die Organisation und die Leitung der Polizeiwache in dem Küstengebiete. Demnach bleibt nun noch der Punft über den Ort der Konferenz zu erledi gen, da gegen den deutschen Vorschlag Tanger von französischer Seite verschiedene Gründe angeführt werden. Der Sultan von Marokko hat inzwischen den algerischen Hauptmann Bu Mzian freigelassen und der französischen Gesandtschaft übergeben. Man glaubt in Paris, daß auf des deutschen Gesandten Tattenbachs Rat bin sich der Sultan ent schloß, dem Gesandten Taillandier einen Beweis seiner Wertschätzung zu geben, indem er den aus der Haft entlassenen Bu Mzian zur Verfügung des französischen Gesandten und nicht des französischen Konsuls stellte. Immerhin hält man mit der Freilassung den Zwischenfall noch nicht für er ledigt, da die prinzipielle Frage nicht geregelt ist. 790 * Die Reichsregierung beabsichtigt mit Schweden einen Vertrag zur Regelung der Handels- und Schiffahrtsbezieh ungen abzuschließen. Zur Abfassung der Bestimmungen hat der König von Schweden bereits die Kommissionsmit glieder ernannt. Die ein * Gestern morgen 9 Uhr sollte die Abfahrt des englischen Geschwaders aus Swinemünde erfolgen. Sie ist aber verschoben worden, da die an Land befindlichen Barkassen, welche die englischen Mannschaften nach Swinemünde ge bracht haben, wegen des hohen Seeganges nicht zu dem Ge schwader zurückkehren konnten. In den Straßen von Swine münde sah man noch zahlreiche englische Seeleute. Torpedobootszerstörer lagen noch im Hafen. Zahlreiche dienstfreie englische Offiziere haben ihren Urlaub dazu be nußt, um Stettin und Berlin zu besuchen. Dem englischen Vizekonsul Rose in Swinemünde ist vom Höchstkommandie. renden der englischen Kanalflotte, Admiral Wilson, Schreiben zugegangen, in dem es heißt:„ Ich bitte Sie, Herrn Landrat von Bötticher, Herrn Bürgermeister von Gräzel, Herrn Stadtverordnetenvorsteher Schiemann, allen Magistratsmitgliedern und Stadtverordneten, sowie dem Herrn Kommandanten meinen aufrichtigen Dank zu über mitteln für die herzliche Bewillkommnung und Gastfreund schaft, welche den Offizieren und Mannschaften der Kanal flotte während unseres Aufenthaltes in Ihrem Hafen er. wiesen wurden, und wollen Sie selbst meinen Dank für die große Unterstüßung, die Sie mir haben angedeihen lassen, entgegennehmen." Am Strande beobachtete eine große Anzahl Badegäste die englische Flotte, deren Schiffe wegen des hohen Seeganges fortwährend Stellungswechsel vornehmen. * Wie bekannt wird, dürfte der Abgeordnete Eugen Richter schwerlich in diesem Winter an den parlamenta rischen Arbeiten teilnehmen können, da er an einer langwierigen Augenkrankheit leidet. * * Der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. regt eine allgemeine Aktion gegen die Fleischteuerung an. Er hat sich an alle größeren preußischen Städte gewendet mit der Frage, ob sie bereit seien, gemeinsame Maßnahmen zur Linderung der Teuerung zu treffen. England. ** Als Hauptpunkt des neuen englisch- japanischen Vertrages gilt die Vereinbarung, den jetzigen Zustand der Dinge in Asien aufrecht zu erhalten. Zu diesem Zwecke wollen die beiden Mächte einander Hilfe und Beistand leisten. Soziales Leben. Das Ende des Bauarbeiterkampfes in Rheinland- Westfalen. Voraussichtlich wird die Arbeit am Montag, den 4. September, überall wieder aufgenommen, nachdem die Vertreter von Arbeitgebern und-nehmern das Friedensprotofoll und den Arbeitsvertrag angenommen haben. Die Hauptbestimmungen dieses Vertrages sind folgende:„ Die normale Arbeitszeit beträgt zehn Stunden. Wo sie indessen zurzeit länger ist, soll sie vom nächsten Jahre ab verkürzt werden. Ueberstunden, sowie Nachtarbeit und Sonntagsarbeit dürfen nur in dringenden Fällen gemacht werden. Der Stundenlohn für Maurer und Ziminerer wird in den einzelnen Gebieten für die Zeit vom 4. September 1905 bis zum 1. Mai 1908 nach bestimmten Tarifen zwischen 42 und 52 Pf. feſtgestellt." Hof und Gesellschaft. Dem jungen Prinzen Friedrich Leopold von Preußen ist der Schwarze Adler- Orden verliehen worden. Der chilenische Gesandte in Berlin, Francisko Antonio Pinto, ist nach längerem Krankenlager gestorben. Heer und flotte. Jäger zu Pferde. Der rosa Kollerbesatz und rote Einfassung der Achselklappen werden nur bei dem 2. Regiment in Langensalza eingeführt. Das 1. Regiment, LeibjägerRegiment zu Pferde, Posen, hat grüne, weißgemusterte Kollerborte und weiße Schulterklappen- Umrandung, das 3. Regiment in Kolmar gelbgemusterte Kollerborte und gelbe Schulterklappen- Umrandung. Die Nummern auf den Schulterklappen der drei Regimenter sind arabisch: 2. 3." „ 1. Nachschnb für Deutsch- Südwestafrika. Mit den Woer. mann Dampfern„ Eduard Woermann" und" Alexandra Woermann" ging gestern von Hamburg ein Truppen- und Bferdetransport, bestehend aus 70 Offizieren, Sanitätscffizieren und Beamten, 750 Mann und 500 Pferden nach Deutsch- Südwestafrika ab. Die Verabschiedung der Truppen erfolgte mittags in üblicher Weise durch den Blazkomman danten General v. Verjen. Nab und Fern. † Zweitägige Feuersbrunst. Das große Feuer in Berkelsheim in Westfalen ist erst, nachdem es zwei Tage lang gewütet hatte, gelöscht worden. Es sind insgesamt 188 Gebäude, darunter 116 Wohnhäuser, eingeäschert, und zahlreiches Vieh ist verbrannt. Der Schaden beträgt über eine Million, ist aber zum größten Teil durch Versicherung gedeckt. † Ciftmord aus Ehrgefühl. In Braunschweig vergiftete eine Arbeiterfrau ihren dreizehnjährigen Sohn und darauf sich selber. Die Ursache zu der Schreckenstat ist in gefrinftem Ehrgefühl zu suchen, weil der Sohn wegen eines Dicbstahls bestraft war. † Wiedergefundene Kinder. Die in Hamburg entführten Kider des mecklenburgischen Rittergutsbesizers sind wieder. gefunden. Der geisteskranke Dr. Ferres hatte sich die 1500 Mark Adoptions- Gebühren von dem Vater auszahlen lassen ur die Kinder dann bei seiner Schwester in Altona untergebracht. Er hatte ihr 50 Mark als Kostgeld für den ersten Monat bezahlt und ist dann mit dem Rest des Geldes verschwunden. Geisteskranker Mörder. Der junge Lehrer Mengel aus Wiesenfeld, der in Roda die 15jährige Tochter eines Landmirts aus Eifersucht erdolchte, ist außer Verfolgung gesezt worden. Nach der Bekundung der Aerzte, die ihn beobachteten, ist der Mörder bei Begehung der Tat unzurechnungsfähig gewesen. Er wurde aus dem Gefängnis entlassen und seinem Vater in Fürsorge gegeben. † Ein rätselhaftes Liebesdrama. In Bukarest hat sich eine wunderschöne und in der Gesellschaft hochgefeierte 16jährige Dame, die Tochter des Direktors der Tierarzneischule, in Gemeinschaft mit dem Portier dieser Anstalt das Leben genommen. Dieser war ein Zigeuner von 48 Jahren und von wahrhaft abschreckender Häßlichkeit. Er war früher Mädchenhändler gewesen und stand in schlechtem Ruf, bis er vor einiger Zeit den Posten an der Tierarzneischule erhielt. Es erscheint völlig rätselhaft, wie die schöne jimge Dame zu diesem Menschen derartig in Liebe entbrennen konnte, daß sie ließlich mit ihm in den Tod ging. † Der Kaiser und der„ Vulkan". Auf die Mitteilung von der beschlossenen Niederlassung des Stettiner„ Vulfan" in Hamburg hat der Kaiser telegraphisch dem Vorsigenden des Aufsichtsrates, Geh. Kommerzienrat Schlütow den Wunsch ausgesprochen, daß die neue Niederlassung des ,, Bulkan" an der Nordsee dieselben hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete des Schiffsbaues zeigen möge, wie die altbewährte Anstalt an der Oder. † Die Cholera in Westpreußen. Die durch russische Flößer eingeschleppte Cholera hat sich im Nebegebiet ausgebreitet. Bei der in Kulm verstorbenen Frau eines Reifenmachers und bei dem in Neufahrwasser erkrankten Oderkahnschiffer Mierefci ist bakteriologisch Cholera festgestellt worden. In Karolewo( Landkreis Bromberg) ist eine ganze Familie, in Czarnikau sind zwei Personen unter verdächtigen Erscheinungen erkrankt. In Filehne und in Zantoch ist je ein Flößer gestorben. Infolge eines in Landsberg a. W. vorgekommenen Cholerafalles hat der Posener Magistrat eine Warnung an die Posener Bürger gerichtet, Warthewasser zu genießen oder in diesem zu baden. Die städtische Badeanstalt an der Warthe ist geschlossen. Von seiten der ReGierung sind alle Vorkehrungen gegen das weitere Umsichgreifen der Seuche getroffen. Der Schiffs- und Floßverkehr auf der Weichsel, der Brahe, dem Bromberger Kanal und der Netze bis zur Einmündung in die Warthe unterliegt einer gesundheitlichen Ueberwachung. Ueberall sind die umfassendsten Maßregeln zur Bekämpfung der Krankheit angeordnet. Alle bisher festgestellten Fälle betreffen Flößer. die in jüngster Zeit aus Rußland gekommen sind, sowie Versonen, die mit solchen Flößern in unmittelbarer Berührung gestanden haben. † Mörder und Brandstifter. In dem Hause des Glasmachers Linke in Kamenz brach ein Brand aus, der einen Schuppen und den Dachstuhl des Wohnhauses teilweise vernichtete. Die in der Parterrekammer schlafenden sechs Personen, die Ehefrau des Linke, seine Schwiegermutter und seine vier Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren wurden in ihren Betten mit zertrümmertem Schädel gefunden. Linke ist verhaftet worden. † Gefaßter Räuber. In Halle a. S. wurde ein Schlosser Matthe verhaftet, als er ein Fahrrad versetzen wollte. Man fand bei ihm eine goldene und eine silberne Uhr und ein Stück von einer Damenuhrkette. Der Verhaftete mußte zugeben, daß er die goldene Uhr dem Geheimen Oberregierungsrat Dr. von Martiz aus Berlin geraubt habe. Herr von Martig war den Fußweg vom Herentanzplatz nach Thale gegangen. Unterwegs gesellte sich Matthe zu dem alten Herrn. Plötzlich versetzte er diesem einen Faustschlag und entriß ihm die goldene Uhr. † Mord und Selbstmord. In Friedrichshagen hat ein Maler aus Lichtenberg seinen sechsjährigen Sohn und dann sich selber an dem Ast einer Pappel erhängt. † Früher Herbst an der See- Kante. An der Ostseeküste ist das Wetter plößlich recht herbstlich geworden. Der schöne Sommer, der seit Jahrzehnten nicht seinesgleichen hatte, scheint bereits vom Herbst abgelöst zu sein. Im ganzen Ostseegebiet sind schwere Stürme aufgetreten. Das Unwetter hat die Schiffer überrascht und namentlich die Seg ler arg heimgesucht. Es werden viele Schiffsunglücke gemeldet. † Im Schornstein festgeklemmt. In Bargen im Holsteinschen geriet ein Schornsteinfeger- Lehrling in einem engen Schornstein so fest, daß er nicht vorwärts oder rückwärts konnte. Um den jungen Menschen aus seiner Lage zu befreien, mußte man den Schornstein abbrechen. † Waldbrände in Frankreich. Im südlichen Frankreid) haben große Waldbrände gewütet. Im Departement Var sind ausgedehnte Korkeichen- und Fichtenbestände niedergebrannt. Bei La Mole standen um 11 Uhr 1200 Hektar in Flammen. Die Garnison von Toulon und Mannschaften des dortigen Reservegeschwaders wurden zur Hilfeleistung aufgeboten. Ein dritter Brand wird aus der Gegend von Clermont- Ferrand gemeldet; dort wurde das Dorf Landine fast gänzlich eingeäschert. † Ehefranen als Giftmörderin. In Ungarn entdeckte die Gendarmerie durch einen Zufall, daß eine große Anzahl von Frauen sich vereinigt hatte, um ihre Männer langsam durch Gift ums Leben zu bringen, teils weil sie ihrer überdrüssig waren, teils um sie zu beerben. haftet worden, und eine höchst bevor. Es sind viele Frauen versensationelle Affäre steht † Der aufsässige Elefant. Im Zoologischen Garten zu Paris hat der alte Elefant Said seinen Wärter, der den Zaun des Elefantenraumes reinigte, mit dem Rüssel erfaßt und derartig gegen das Gitter geschleudert, daß der Wärter einer schweren Kopfwunde erlag. Said war schon seit mehreren Tagen sehr unruhig gewesen, doch verlachte der Wärter die Warnungen seiner Kameraden mit dem Hinweis darauf, daß Said seinem alten fünfundzwanzigjährigen Freunde nichts tun werde. Aus dem Gerichtsfaal. Gladstone war der Beresford, der Che ( Karl Leer). Die Sntimen Step", die Erbprinzeffin b den fie mit dem zimperlich gilt. 2 alte Rhabarber" fein Trabant, ein E Collings, ift Car unter dem Name den Selden bon fangenamen„ B Gefellschaft einnin einen Spignamen = Zu Fuß u am 30. Auguft wollte in vier Ja Hinderniffe, Sun Jahr in Rüditan berloren. Trop jest feinem Biele § Wiederaufnahme des Lemgoer Brief- Prozesses. Obwohl sich die vom Detmolder Schwurgericht wegen der anonymen Briefe resp. wegen Meineids zu Zuchthaus verurteilte Frau Kracht und strenge Einzelhaft befindet, sind vier neue anonyme Briefe zur Versendung gelangt, die die gleichen Schriftzüge und den gleichen Stil, wie die inkrimierten Briefe aufweisen. Daraufhin hat das Landgericht zu Detmold erkannt, daß der Antrag der Verteidigung, das Verfahren wieder aufzunehmen, berechtigt sei. Die Briefe werden den Sachverständigen Dr. Look- Düsseldorf und Dr. Meier- Berlin vorgelegt, von deren Gutachten die Wieder aufnahme des Prozesses abhängt. Der Grafregent hat im Gnadenwege die Vollstreckung der Zuchthausstrafe an Frau Kracht hinausgeschoben, die nach wie vor in strenger Einzelhaft gehalten wird. § Beleidigung des Kronprinzenpaares. Die Frau des Gärtners Eifert aus Neudorf hatte sich wegen Beleidigung des Kronprinzenpaares vor der Strafkammer in Liegni zu verantworten. Bei der Verhandlung war die Deffent lichkeit ausgeschlossen. Die Angeklagte wurde zu drei Mo. naten Gefängnis verurteilt. § Ein Nachklang zu den Ruhstrat- Prozessen. Minister Ruhstrat hatte im oldenburgischen Landtag den Redakteur Schiveynert vom Residenzboten" einen„ 24jährigen Bengel" genannt. Schwennert sitt wegen Beleidigung des Ministers im Gefängnis, erhob ober durch seinen Anwalt klage wegen Beleidigung gegen Minister Ruhstrat. Das Amtsgericht hatte es seinerzeit abgelehnt, das Verfahren zu eröffnen. Gegen diesen Beschluß war seitens des Verteidigers Schiveynerts, Rechtsanwalts Dr. Herz- Altona, Beschwerde eingelegt worden. Diese Beschwerde hat jetzt das Oldenburger Landgericht gleichfalls verworfen und das Verfahren des dortigen Amtsgerichts für zulässig erklärt. § Das Unglück auf der Zeche Borussia. Die Hinterblie benen der vierzig bei dem Brande auf der Zeche Borussia berunglückten Bergleute beabsichtigen, bei der Staatsanwalt. schaft ein Strafverfahren gegen die Zechenverwaltung zu beantragen. Der Landwirt. gf Der Gemüsegarten im Herbst. In den Gemüsegärten merft man es zurzeit, daß alle für die Landwirtschaft zur Verfügung stehenden Hände mit dem Einbringen des letzten Teiles der Ernte beschäftigt sind. Soweit als tunlich sollte indessen der Garten nicht vernachlässigt werden. Gerade jetzt gehen viele Unfräuter in Samen. Ist dieser aber einmal ausgefallen, so ist sofort der ganze Garten verseucht, und man hat später seine liebe Not, des Unkrautes Herr zu werden. Da wo die Gärten unter Trockenheit zu leiden haben, versuche man die Einbringung von Torfstreu. Kostspielig ist der Versuch nicht. Gemüse und Obst zeigt sich ungemein dankbar, wenn auf diese. Weise die Feuchtigkeit im Boden gebunden wird. Sobald in den mit Gras bestockten Obstgärten der Grummet geschnitten ist, sorge man für Offenlegung der Baumscheiben. Der Komposthaufen ist um. zustechen und mit Kalk zu durchsetzen. Die Kohlgewächse werden bei Eintreten feuchter Witterung in den Morgenstunden mit flüssigem Dünger versehen; desgleichen die aufgegangenen Herbstsaaten von Spinat und Feldsalat. Die Beete von Krauskohl, Butterfohl und Rosenkohl sind wieder. holt zu behacken. Bei der Ernte der mittelfrühen Kartoffelsorten die kranken Knollen sorgfältig auszulesen. Die reifen Scheiben der Sonnenblumen werden getrocknet und der Samen an einem luftigen Orte als Winterfutter für Fie nüglichen Bögel aufbewahrt. Kunft und Wiffenfchaft. MO Sonnenfinsternis. Die Beobachtung der gestrigen totalen Sonnenfinsternis zu Burgos in Spanier durch deutsche, französische und holländische Astronomen ging bei vollkommen klarem Himmel vortrefflich von statten. Schäßenswerte wissenschaftliche Resultate wurden erzit. Der Eindruck des Naturereignisses war überwältigend. Vermischte3. = Der Rächer seines Vaters. Ein italienischer Ingenieur hat nach neunjährigem Suchen den Mörder seines Vaters aufgefunden. Im Jahre 1896 wurde in einem Dorfe der Provinz Benevent ein Advokat ermordet. Ein Schuhmacher, der seit der Mordnacht verschwunden war, wurde in contumaciam zu lebenslänglichem Kerker verurteilt. Der älteste Sohn des Ermordeten, ein vierzehnjäh riger Knabe, machte sich auf die Suche nach dem Mörder, von dem es hieß, daß er sich nach Amerika gewandt haben solle. Neun Jahre lang verfolgte er die Spur durch Nordund Südamerika. Jetzt hat er den Gesuchten im Zuchthaus in Newyork gefunden und Schritte getan, daß der Mörder an Italien ausgeliefert werde. - " Englische Spiznamen. Von der verstorbenen Königin Victoria von England stammt der Brauch, daß die Mit. glieder des hohen Adels daselbst sich lustiger Spitznamen erfreuen. Die Königin nannte ihren ältesten Sohn, den jetzigen König Eduard, mit dem Spitznamen Pucette". Im Bolke nannte man ihn, Teddy Walles", jezt nennt man ihn .The Governor". Sein ältester Sohn, der verstorbene Herzog von Clarence, wurde wegen seiner hohen Kragen und seiner vorstehenden Manschetten Faur- Col et Manchettes" ( Kragen und Manschetten) genannt. Er hieß auch„ Limonade und Rotwein" nach seinem Lieblingsgetränk. Sein Bruder, der Herzog von York, der Admiral der englischen Flotte, ist unter dem Namen" Die Sardine" bekannt. fchöner fräftiger magert. Bei fid denen ihm feine fdeinigt ist. Sein terrier. Falfde Bigenn einer Rinftlergefell Bege dorthin wurd bon einem Wachtm loftimiert, daß der ben wollte und die Die zufällige Beg beamten, der die S Situation ** Uebertr Sofmann zu Gemeindeschule zu ** Erledig zu befegende 1. Langenbergh und Leltordienft v ** Manöv fchreiten die Mand der Kaiserparade. und den beiden pr und tags darauf voraussichtlich auf und Homburg Vilbel ftehend aus den Re burch 3 Galadrons und 1 Komp. des in dem Gelände bezogen in Hohenftei Quartiere. Der S Hätten. Die Mufi Lagen in Gießen. die 116er und eini worden. Da die wohl Notquartier der Generalinspe quartier auf. Bi Roips mit allen einigt. Der fold mittelbar borange Bapfenftreich wird fämtlichen Kapelle 1800 Mann im R Infft am 7. Septe burg ein. Der G nad Friedberg Verlauf der Kaiser auf 9 Uhr angefe bom tommandiere v. Eichhorn empfan Aufstellung, wo i leibung neuer Fab Nach der Fahnen aufgeftelten we Regimenter und die Front der T begibt er fich ar Begrüßung der Offiziere. Nun Treffens im S weise. Vom Raifer, gefolgt Flügel her ab; Stunde in Ansp und Gefolge mi 50 Schritt vor Regiment folgt front, die Kavall der zweite Borbei ber Kavallerie und Vorbeikommen des zu Ende. Die Kai au Wagen nach S fich vor der großer tompagnie und S Homburg zurüd. ** Manöver wältigung des aus am 8. September febra, werden von Borbereitungen get Ausficht genommen Eintreffen zu der Frauen ber Täre steht Garten z11 r, der den iffel erfaßt Der Märter feit meh Der Bärter is darauf, Freunde Tes. Ob der anoaus verur t, sind vier ie die glei intrimier dgericht 311 gung, das Die Briefe fund Dr. e Wieder nt hat im an Frau ger Einzel Frau dea leidigung Liegni Deffent drei Mo Minister Redaktem en Bengel Minister? Flage wegen Amtsgericht eröffnen. Berteidigers Beschwerde Das Olden Verfahren Hinterblie e Borussia atsanwalt. altung 34 emüsegärten rtjchaft zur des letzten inlich sollte 1. Gerade r aber ein n verseucht, tes Herr zu zu leiden Torfftreu. bst zeigt sich ichtigkeit im bestodten man für en ist um hlgewächse Morgendie aufalat. Die id wieder. Kartoffel esen. Die ocknet und ter für Fie geffrigen er durch ging bei on statten. Den erzi t Ifigend ilder Inge order feines de in einem nordet. Ein vunden war, Terfer berur vierzehnjäh dem Mörder, ewandt baben durch Nordim Buchthaus der Mörder en Königin ß die Mit ignamen er in, den jezi cette". nnt man ihn verstorbene Aragen und Mandhettes" auch„ Limo etränt. Gein der englischen ne" befannt Gladstone war der„ Grand Old Man". Lord Charles Beresford, der Chef der Admiralität, heißt„ Charley Tar" ( Karl Teer). Die Gräfin Stefanie Lonyay heißt für ihre Intimen Step", die Fürstin Heinrich von Pleẞ„ Daisy", die Erbprinzessin von Rumänien Missie", ein Spitzname, den sie mit dem Premierminister Balfour teilt, der für zimperlich gilt. Lord Ribblesdale heißt gewöhnlich„ Der alte Rhabarber". Joe Chamberlain ist„ Unser Joe", und sein Trabant, ein kleiner dickbauchiger Knirps namens Jesse Collings, ist„ Sancho Panja" getauft. Lord Roberts ist unter dem Namen„ Bobs" bekannt, und Baden- Powell, den Helden von Ladysmith, bezeichnet man mit seinen Anfangsnamen B. P.". Wer eine Stellung in der englischen Gesellschaft einnimmt, wäre untröstlich, wenn er nicht irgend einen Spiznamen hätte. = Zu Fuß um die Erde. Infolge einer Wette verließ am 30. August 1900 ein Herr Albert Faivret Paris; cr wollte in vier Jahren zu Fuß um die Erde wandern. Schwere Hindernisse, Hunger und Krankheit, brachten ihn um ein Jahr in Rückstand, und die Wette um 35 000 Francs hat er berloren. Trotzdem ist er weiter gewandert und nähert sich jekt seinem Ziele Paris. Als er abmarschierte, war er ein schöner kräftiger Mann, heute ist er fast zum Sclett abcmagert. Bei sich trägt er einen Stapel schwerer Bücer, in denen ihm seine Anwesenheit in allen Erdenwinkeln bescheinigt ist. Sein Begleiter ist ein munterer kleiner Toyterrier. Falsche Zigeuner. In Budapest wurde vor kurzem von einer Künstlergesellschaft ein Zigeunerfest gefeiert. Auf dem Wege dorthin wurde eine Anzahl Künstler mit ihren Frauen bon einem Wachtmanne angehalten. Sie hatten sich so echt Kostümiert, daß der Polizist nicht an die Verkleidung glauben wollte und die ganze ,, Bande" auf die Wache eskortierte. Die zufällige Begegnung mit einem höheren Polizeibeamten, der die Künstler tannte, befreite sie aus der fatalen Situation Lokales. 1. September 1905. ** Uebertragen wurde dem Schullehrer Friedrich Hofmann zu Münzenberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen. ** Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Langenbergheim. Mit der Stelle ist Organistenund Leftordienst verbunden. ** Manöver und Kaiserparade. Immer weiter schreiten die Manöver vor und immer näher fommt der Tag der Kaiserparade. Die Maröver zwischen den beiden hessischen und den beiden preußischen Brigaden enden am 3. Septbr. und tags darauf setzen die Divisionsmanöver ein, die sich boraussichtlich auf dem Gelände zwischen Wiesbaden Okriftel und Homburg Vilbel abspielen. Die 49. Infanterie- Brigade( bestehend aus den Regimentern 115, 116 und 168, verstärkt durch 3 Eskadrons Drag. Regt. 6, das Feld- Art.- Rgt. 25 und 1 Komp. des Pionier- Bat. 21) manövrierten Mittwoch in dem Gelände von Idstein- Hahnstätten. Die Truppen bezogen in Hohenstein, Breidhardt, Michelbach und Umgebung Quartiere. Der Stab des Regiments 116 liegt in Hahnftätten. Die Musit des Regiments befindet sich seit einigen Tagen in Gießen. Für heute, den 1. September, sind für die 116er und einige andere Truppenteile Biwats angeordnet worden. Da die Witterung aber ungünftig ist, werben jedoch wohl Notquartiere bezogen werden müssen. Morgen schlägt der Generalinspekteur Lindequist in Homburg sein Hauptquartier auf. Bis zum 6. September ist das ganze 18. ArmeeKorps mit allen seinen Musit- Kapellen um Homburg vereinigt. Der folgende Tag, welcher der Kaiserparade unmittelbar vorangeht, ist ein allgemeiner Ruhetag. Der große Bapfenstreich wird am Abend nach der Kaiserparade von sämtlichen Kapellen des 18. Korps in einer Stärke von 1800 Mann im Rurgarten ausgeführt. Das Kaiserpaar trifft am 7. September, vormittags gegen 10 Uhr in Homburg ein. Der Großherzog begibt sich am 5. Septbr. nach Friedberg und von dort zur Parade. Ueber den Verlauf der Kaiserparade wird mitgeteilt: Der Beginn ist auf 9 Uhr angefeßt. Der Kaiser wird auf dem Paradefeld bom tommandierenden General des 18. Armee Korps v. Eichhorn empfangen und nimmt zunächst vor der Tribüne Aufstellung, wo in Gegenwart der Generalität die Verleihung neuer Fahnen an einzelne Regimenter stattfindet. Nach der Fahnenweihe, die unter präsentiertem Gewehr der aufgestellten zwei Treffen und Einseßen der Musit aller Regimenter und Bataillone sich vollzieht, reitet der Kaiser die Front der Deputationen der Krieger- Vereine ab. Dann begibt er sich an den rechten Flügel des ersten Treff ns zur Begrüßung der Kaiserin, der Fürstlicht.iten und der fremben Offiziere. Nun beginnt das Abreiten der Front des ersten Treffens im Schritt; die Truppen präsentieren regimenter. weise. Vom linken Flügel des ersten Treffens reitet der Raiser, gefolgt von der Suite, das zweite Treffen vom linken Flügel her ab; das Abreiten der Fronten nimmt eine halbe Stunde in Anspruch. Hierauf reiten der Kaiser, die Kaiserin und Gefolge mitten vor die Zuschauertribüne und nehmen 50 Schritt vor ihr Aufstellung. Der Parademarsch beginnt. Regiment folgt auf Regiment, die Infanterie in Rompagnie front, die Kavallerie und Artillerie im Trab. Darauf folgt der zweite Vorbeimarsch der Infanterie in Regimentekolonne, ber Kavallerie und Artillerie im Galopp. Mit dem zweiten Vorbeikommen des Trainbataillons Nr. 18 ist die Parade zu Ende. Die Kaiserin und die Kronprinzessin begeben sich zu Wagen nach Homburg, der Kaiser hält Atritit ab, sezt sich vor der großen Tribüne an die Spiße der Fahnentompagnie und Standarten- Schwadron und reitet nach Homburg zurück. ** Man överzüge. Man schreibt uns: 8ur B wältigung des aus Anlaß der Kaiserparade bei Homburg am 8. September zu erwartenden außergewöhnlichen Verfehrs, werden von der Eisenbahn- Verwaltung umfassende Vorbereitungen getroffen und besondere Einrichtungen in Aussicht genommen. Um den Besuchern das rechtzeitige Eintreffen zu der um 9 Uhr beginnenden Parade zu er§ Dutenhofen, 31. Auguft. Letzten Sonntag hielt hier retcher Freunde ihr Jahresfest ab. die Evangelische Gesellschaft unter Beteiligung zahlmöglichen, werden auf folgenden Strecken Sonderzüge ge- feit erlangen. Um die in der Schule erworbene Turnfahren, die zwischen 53 bis 73/4 Uhr vormittags auf den fertigkeit zu erhalten und zu mehren, wird empfohlen, Bahnhöfen Homburg und Bonames eintreffen. Mainz- die Knaben bei der Schulentlassung zum Eintritt in Homburg, Wiesbaden- Homburg, Friedberg- Homburg, die bestehenden Turnvereine, zumal wenn besondere Usingen Homburg, Limburg- Homburg, Hanau- Bonames, Schülerabteilungen vorhanden sind, anzuregen oder die Gießen Vilbel. Die von den Fernstrecken Mainzschulentlassenen Knaben auf dem Turnplage der Schule Wiesbaden, Limburg und Hanau herrührenden Sonderzüge zu turnerischen lebungen zu versammeln. werden direkt ohne Berührung des Hauptbahnhofes Frankfurt a. M. nach Homburg und Bonames geleitet werden. Zwischen Frankfurt und Bonames verkehren neben den verHärften fahrplanmäßigen Bügen in der Zeit von 531 bis 725 eine Reihe von Ortssonderzügen in nahen Zeitabständen. Dem Bublifum fann nicht dringend genug empfohlen werden, möglichst die früheren Züge zu benutzen, um nicht Gefahr zu laufen, zurückbleiben zu müssen. Für den Sonderzug aus der Richtung Gießen und zurück muß die Station Vilbel als Endpunkt vorgesehen werden wegen der außerordentlichen Inanspruchnahme der Station Bonames für den Verkehr von und nach Frankfurt. Die aus der Richtung Gießen temmenden Besucher der Parade werden ihn ihrem eigenen Interesse die Station Vilbel auch für die fahrplanmäßigeu Bersonenzüge zum Endpunkt auf der Hinreis: und für den Antritt der Rückreise wählen; denn bei dem voraussichtlich ungemein starken Verkehr auf der Station Bonames in der Richtung nach Frankfurt fönnte es leicht vorkommen, daß fie die Rückfahrt mit den auf der Stution Bonames in der Richtung nach Gießen abgehenden fahrplanmäßigen Zügen nicht ermöglichen fönnen. Zur Rückfahrt nach Schluß der Barade fahren Sonderzüge zwischen Bonames und Frankfurt von 12/2 bis etwa 22 Uhr in furzer Folge nach Bedarf; auch für die Rückfahrt von Homburg sind außer der Verstärkung der fahrplanmäßigen Züge namentlich für die späteren Abendstunden Sonderzüge vorgesehen. Am 9. und 10. September werden für den Besuch der Festlichkeiten in Homburg die fahrplanmäßigen Büge durch Vor- und Nachzüge nach Bedarf verstärkt. Die Sonderzüge führen die 2. und 3. Wagenklosse; Fahrpreiserräßigung wird nicht gewährt. Jut Interesse einer möglichst schnellen Abfertigung der Reisenden an den Schaltern in Frankfurt und zur Vermeidung von Stockungen in der Abwickelung des Verkehrs an den Sperren in Frankfurt und Bonames werden in Frankfurt für den 8. September besondere Rückfahrkarten nach Bonames ausgegeben nach Bonames ausgegeben weiß mit grünem Querstrich für die 2., mit braunem Querstrich für die 3. Klasse, gültig für Hin- und Rückfahrt nur am 8. September. Sie berechtigen gleich wie die gewöhnlichen Fahrkarten zur Fahrt berechtigen gleich wie die gewöhnlichen Fahrkarten zur Fahrt mit den fahrplanmäßigen und den Sonderzügen. Ene Durchlochung dieser Karten an den Eperren findet nicht statt. Die Ausgabe dieser Sonderfahrkarten erfolgt schen 2 Tage vorher an den Schaltern des Hauptbahnhofes Frank furt; am 8. September nur an den Reserveschaltern zwischen den Eingängen in die Haupthalle. Die Rückfahrkarten von und Hintergelegenen Stationen Frankfurt Hauptbahnhof ( Richtung Höchst, Mainz, Dornberg, Gr. Gerau, Darmstadt, Hanou pp) nach Homburg erhalten für den 8. September auch Gültigkeit zur Fahrt nach und von Bonames. Das Nähere über den Gang der Sonderzüge wird durch Aushang auf den Stationen und an den Anschlagsäulen bekannt gegeben werden. *** Der Geschäftsgang der Molkereien zeigte nach dem Jahresbericht der Handeskammer Gießen für 1904 feine wesentliche Aenderung gegenüber demjenigen der letzten Jahre. Nur in einzelnen Monaten schwanken die Preise, je nachdem die Jahreszeit und Fütterung ihren Einfluß auf die Milchproduktion ausüben. Von einer Molkerei wird darüber geflagt, daß trop vermehrter Koften bei der Gewinnung und Verarbeitung der Milch die Preise für Milch, Butter und Räse teine fteigende Tendenz annähmen. Hierdurch werde das Erträgnis der Molkereien sehr ungünstig beeinflußt. Der Milchverkauf wird durch die Vorschriften über die Sonntagsruhe start beeinträchtigt. Auch der Entwurf einer Maß- und Gewichtsordnung bringt für die Molkereien einige Härten. Der Eichung der Gefäße für den Milch. handel stehen zwar keine Bedenken entgegen, doch wird eine Eichung der Milchkannen, die nur in bestimmten Größen in Gebrauch sind, als völlig zwecklos bezeichnet, da sie auf dem Transporte erfahrungsgemäß häufig eingedrückt werden, sodaß ihr Inhalt dann nicht mehr mit der Eiche übereinstimmt. Getlagt wird über die unvorsichtige Behandlung der Milchkannen auf dem Eisenbahntransport und über die hohen Bahnfrachten für die Die Eisenbahnverwaltung hat Beförderung ron Milch. zwar für den Milchtransport sogenannte Milch- Abonnements eingeführt, um eine Frachtersparnis und eine monatliche Stundung der Fracht herbeizuführen, doch werden die gebotenen Vorteile dadurch z. T. wieder aufgehoben, daß Absender und Empfänger der Milch beim Ein- und Ausladen der Gefäße behilflich sein müssen, was sowohl für die Molkereien, wie auch für die Milchproduzenten kaum durchführbar ist. Hessischer und Rafsanischer Theologischer Ferienkursas. Der für diesen Herbst in Marburg geplante 2. Ferienkursus mußte, der Darmst. 8tg." zufolge, auf das Jahr 1906 verschoben werden. * Weinerport. Das Großherzogtum gportierte im leßten Jahre 161231 Liter Wein und 34073 Flaschen Champagner, in einem Gesamtwert von 191 843 Mr. * Die turnerische Borbildung der Rekruten hat sich in letzter Zeit vielfach als ungenügend erwiesen. Einige Behörden haben deshalb die Ortsschulinspektoren angewiesen, darauf zu achten, daß die notwendigen Turngeräte überall in brauchbarem Zustande vorhanden sind und fleißig benutzt werden. Bei den Schulrevisionen und Lehrerkonferenzen sollen sie mehr als bisher dem Turnunterricht Beachtung zuwenden und in den Jahresberichten stets ein Urteil über den Betrieb und die Erfolge des Turnunterrichts abgeben. Ferner werden die Lehrer ersucht, dem Turnunterricht ihre ganze Aufmerksamkeit zu widmen und darauf zu achten, daß möglichst alle Schüler das nach den Verhältnissen der Schule erreichbare Mindestmaß turnerischer Fertiggegenwärtig auf dem hiesigen Schloß weilenden fürstlichen ** Braunfels, 31. August. Hoher Besuch. Die Herrschaften statteten Weilburg einen Besuch ab und nahmen mit großen Intereffe das dortige Schloß in Augenschein. -tt Bad- Nauheim, 1. September. Kurhaus Theaters. Sonntag, 3. Sept., nachmittags Spielplan des 4 Uhr, Kindervorstellung:„ Das Märchen vom guten Liesel Freiherrn v. Wolzogen, dazu:„ Endlich allein", Schwank und bösen Gretel". Montag, 4. Sept.: Gastspiel des von Friesch. Mittwoch, 6. Sept.: Monna Vanna", Schauspiel von Maurice Masterlind. Freitag, den 8. Sept.: " Mamselle Nitouche". Samstag, 9. Sept.:„ Charleys Tante", Schwant von Branton Thomas. " § Friedberg, 31. Auguft. Geschenk für das hessische Großherzogepaar. Von dem durch die Sammlung der Frauen und Jungfrauen im Kreise Friedberg eingegangenen Betrag sind seitens des Komitees mehrere Ausstattungsgegenstände für Räume des Friedberger Schlosses beschafft worden. * Friedberg. 31. Auoust. Zur Abnahme des Verfaffungseides vom 4. Quartal 1904, 1. und 2. Quartal 1905, sowie von den Pflichtigen aus den Monaten Juli und August 1905 hat das Großh. Kreisamt Friedberg Termin anberaumt zu Buzbach Samstag, den 16. September 1905, nachmittags 3 Uhr, im Rathause für die Verpflichteten aus den Gemeinden: Bodenrod, Bußbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel. Hausen mit Des, Hoch- Weisel, Kirch- Göns, Langenhain mit Biegenberg, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder- Weisel, Ostheim, Pohl- Göns, Rockenberg und TraisMünzenberg. Zugleich werden in dem Termin von Angehörigen der betreffenden Orte Beschwerden oder Wünsche entgegengenommen. ? Frankfurt, 31. Auguft. 1000 Mt Belohnung. In den letzten Tagen wurde hier in der Eschenheimerstraße ein raffinierter Enbruch in das Schäfersche Goldwaren geschäft verübt und folgende Gegenstände entwendet: 12 goldne Herrenketter, vier goldene Herrenmedaillons, 55 goldene Ringe mit verschiedenen Steinen; 210 Trauringe mit dem Stempel G. Sch, 33 Brillantringe, 32 Medaillons, 40 bis 50 Herrennadeln, 12 goldene Fächerketten, 75 goldene und silberne Herren- und Damenuhren, sowie noch annährend 40 Ringe, im Gesamtwerte von 18000 Mt. Auf die Herbeischaffung der gestohlenen Gegenstände ist eine Belohnung von 1000 Mt. ausgesetzt worden. § Frankfurt, 31. August. Der Milchkrieg abgewandt. In der gestern tagenden Versammlung der Kommissionen der Milchhändler und Landwirte wurde beschlossen, den Milchpreis vom 1. Oftober ab von 20 auf 22 Pfg. zu erhöhen. Für die Händler erhöht sich der Einlaufspreis vom gleichen Tage ab um 1 Pfg. Das Publikum zahlt also wiederum die Zeche. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 11. Sonntag nach Trinitatis, den 3. September. Zugleich Kirchliche Feier des Sedantages. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Siehe Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heil. Abendmahl für Mat häus- und Markusgemeinde. Anmeldungen vorher für beide Gemeinden bei Pfarrer Schwabe, Neuen Bäue 27, erbeten. In der Johannesfirhe. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Bugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Ed. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die Kaiser- WilhelmStiftung zum Besten hilfsbedürftiger Invaliden. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. gt: 2. Cor. 12, 1-11( von den geistlichen Gaben). Batholische Gemeinde. S Samstag, den 2. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. " Sonntag, den 3. September. 12 Sonntag nach Pfingsten. Schußengelfeft. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Rommunion. " „ 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Andacht mit Segen. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, Belbi in Gießen. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beste Selfenah and/ orn! Verwendet Striegerverein Gießen. Engelharde Sonntag, den 3. September 1. Js., von nachm. 4½ Uhr ab auf Textors Hardt Sedan- Feier. Abmarsch mit Musik präcis 4 Uhr von Oswaldsgarten aus. Die Ehrenmitglieder und Mitglieder sämtlicher Gießener MilitärBereine mit ihren Familien sind zu dieser Feier herzlichst eingeladen. Der Vorstand. Versteigerung. Die beliebten Dienstag, den 5. September 1. 38., nachmittags Giessener Giessener Pferde5 Uhr, soll eine große Partie alte Fenster, meistenteils eine dem alten Spritzenhauſe dahier meistbietend versteigert werden. Grünberg, am 30. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Anerkannt sehr leistungsfähig lat die Stahlwarenfabrik und Versandhaus I. Ranges Gebrüder Rauh NEU! NEU! Zeichnung, natürl. Grösse. Natürl. Grösse= 6%, cm hoch, 101, cm breit. 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Die Geschäftsstunden des Standesamts sind vormittags von 8 bis 10 Uhr und nachmittags von 3 bis 4 Uhr. Gießen, den 30. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Die unterm 31. Jult 1905 angeordnete Sperre der Steinstraße zwischen Asterweg und Schottstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 28. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 27. Juli 1905 angeordnete Sperre der Marktstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 31. August 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Sielbau Gießen. Zur Fortsetzung der Stelbauten in der Provinzialhauptstadt Gießen sollen nachstehende Arbeiten einschl. Lieferung der nicht bauseitig beschafften Materialien für die Regensammler W 11 N und T, sowie der Schmutzwassersammler M, O und P am Seltersberg vergeben werden. 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Die öffentliche recht unzufrieden man als ungünstig Rachricht vom Fric Sochi" in Tokio Blätter mit Ausna Redaktionen die F anuliche Bekanntma Katjura und Marq zugesandt, in denen ipruch erhoben wird ist das hervortretend densnachricht durc ichen und radikalen