Nr. 152. Erites Blatt. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 1. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle omtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Licht und Schatten. [ Politische Wochenschau.] Die Leitung der deutschen Politik ist allezeit bemüht gewesen, freundliche Beziehungen zu allen Mächten zu unterhalten. Sie konnte das, weil sie von keiner etwas unbilliges wünschte. Wenn Trübungen vorfamen, war nicht auf ihrer Seite die Schuld. Möglich, daß es hier oder da einen ungeschickten Staatsmann gab, der in der allseitigen Freundwilligkeit ein Zeichen von Schwäche sehen zu dürfen glaubte und darin eine Aufforderung erblickte, die vermeintliche Schwäche eingensüchtig auszunügen. Trat ein solcher Fall ein, so mußte dem Kurzsichtigen freilich nachdrückliche Belehrung zuteil werden. Ohne Groll, ohne Uebereifer, ohne Erregung, aber eindringlich, so daß der Belehrte die Lektion nicht wiederholt wissen mochte. Die deutsche Politik wandelte im Licht; ihre Wege wie ihre Ziele lagen vor aller Augen offen da. Und wenn von anderer Seite versucht wurde, durch dunkle Machenschaften die deutschen Wege zu kreuzen, die deutschen Ziele zu versperren, so wurde schnell in das Dunfel hineingeleuchtet, und die Schatten verschwanden und die Nachtvögel flatterten aufgescheucht davon, wie etwa Herr Delcassé, der sieben Jahre lang die französische Politik bestimmt hat und in wenigen Monaten so vergessen sein wird, als wäre er nie gewesen. Wohltätig hüllt Schatten ihn ein. Mildes Vergessen wird ihn decken, da das Unglück nicht eingetreten ist, das er leichtfertig heraufzubeschwören im Begriff gewesen. Als vor etwa dreieinhalben Monat Kaiser Wilhelm seine jüngste Mittelmeerreise von Bremen aus antrat, beleuchtete er warnend und mahnend in einer Rede die Weltlage. Seine Warnung ist verstanden, seine Mahnung gehört worden, und aufatmend haben die französischen Bolififer sich von einem verderblichen Abenteuer abgewandt. Von Marokko wird noch eine ganze Weile die Rede sein; aber nicht als einer Gefahr, sondern als einem Vereinigungspunkt, der alle Beteiligten zu gemeinsamer Wahrung ihrer Interessen zusammenruft. Und darin besteht der große Gewinn der deutschen Licht- Politik, die man auch eine Wahrheits- Politik nennen könnte, daß man auch anderwärts lernen wird, nicht auf Sondervorteile bedacht zu sein, vielmehr in der Berücksichtigung der gerechten Ansprüche aller das Mittel zur Befriedigung aller zu finden. Jedes andere Bestreben schafft Mißvergnügte und Feinde des Bestehenden. Das aber zu verhüten ist die Aufgabe jeder wahrhaft gesunden und konservativen Politik. Es ist nicht angängig, daß alle jederzeit über aues dasselbe denken und die gleiche Meinung haben. Auch ist nicht zu verlangen, daß der, dessen Ansicht nicht zur Geltung gefemmen, nun plößlich sich befeyre. Auch nach entschiedenem Streit bleiben die Meinungsverschiedenheiten bestehen. Aber der Streit soll aufhören, sobald die Entscheidung gefallen, und Mehrheit wie Minderheit sollen sich beeifern, auf der durch die getroffene Entscheidung geschaffenen Grundlage das allgemeine Beste zu fördern. In Preußen ist hierfür eben ein Beispiel gegeben und eine neue Gelegenheit geboten worden. Das Herrenhaus hat das Beispiel gegeben, indem es gegen die innere Neigung seiner Mehrheit das Gesetz über den Bergarbeiterschuk guthieß. Es wollte ein Ver. sprechen, das die Regierung gegeben, nicht uneingelöst lassen. auch wo Inhalt und Art des Versprechens ihm nicht eigentlich zusagte. Allerhand Schatten hatten sich zwischen Regierung und Herrenhaus gedrängt; aber sie wichen vor dem Licht der Verständigung, deren Grundlage in dem beiderseits betonten Grundsatz zu finden ist, die Berggesetzgebung nicht aus der Zuständigkeit der Einzellandtage an die Zuständigkeit des Reichstages auszuliefern. Die deutsche Flotte hat einen zwar nur äußerlichen, aber doch recht bedeutungsvollen Ausbau erfahren. Die Ernennung des Admirals von Köster zum Großadmiral führ zum erstenmal den Rang eines Feldmarschalls in die Marine ein. Damit ist eine Gleichstellung vollzogen, die man in weiten Arsen freudig begrüßen wird, nicht zunt wenigsten natürlich in der Flotte selbst. Helles Licht fällt durch die Ernennung auf die Flottenpläne, auf deren Verfolgung feine Einschüchterungsversuche, die übrigens nur von unlegi timierter und unverantwortlicher Seite gekommen sind, von Einfluß sein können. Der schwedisch- norwegische 3 wist, der beinahe beendet und durch ruhiges Auseinandergehen abgeschlossen schien, hat sich wieder etwas verschärft. In Schweden will eine Partei den Lurus einer Art Mobilmachung aufwenden, um die Unionsfahne doch nicht ohne allen kriegerischen Lärm zu begraben. Man wird sich am Ende mit einigem rednerischen Gewehrfeuer begnügen. Das ist jedenfalls we lächerlich. Es ist mit Sicher niger kostspielig und weniger heit zu erwarten, daß die friedliebenden Elemente die Oberhand behalten werden, besonders da zu diesen in erster Reihe der staatsfluge König Oskar gehört. In Ungarn ist es einstweilen so schlimm noch nicht ge. kommen, wie die Szenen bei der Vertagung des Abgeord netenhauses befürchten ließen. Man liebt in Ungarn die " große Geste", die man für schön, und das tönende Wort, das man für eindrucksvoll hält. Saiser Franz Josef, der seine Ungarn fennt, hat die Dinge weniger schaver genommen und läßt den Baron Jejervary mit den Führern des vertagten Abaeordnetenhauses weiter verhandeln. Vielleicht rechnet man auf flügere Nachgiebigkeit, wenn die Gefahr einer wirt. schaftlichen Vereinsamung Ungarns zeitlich näher gerückt sein wird. Nur im Verein mit Desterreich kann Ungarn zum Handelsvertrag mit Deutschland kommen, sonst findet ungarisches Getreide an der deutschen Grenze die Schranke des autonomen Tarifs, der unter Umständen auch noch einer Erhöhung fähig ist. Aus Rußland kein Licht, nur düsterer Schatten. Im fernen Osten Asiens der Krieg, der andauernd mit Unglüd geführt wird, im europäischen Gebiet Revolution, in Heer und Marine Unsicherheit und Gehorsamsverweigerung bis zum offenen Aufstand wie in Odessa. Vizeadmiral Nebogatom soll vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Man wird nicht den Mut haben, ihn zu verurteilen. Auch ist er nicht schuldiger als irgend ein anderer. Und die Friedensverhandlungen mit Japan? Es gibt nicht mehr viele, die an ihren Ernst glauben, recht viele dagegen, die der Ansicht sind, den Bevollmächtigten werde bald der Bevollmächtigende fehlen. Die Schreckenstage in Russland. Es macht immer mehr den Eindruck, daß die Meuterei der Matrosen, die in Odessa begann und in Libau fortgesetzt wurde, auf eine Revolutionierung der ganzen russischen Flotte zurückzuführen ist. Die Regierung ist sogar der Ansicht, daß die Meutercien gemeinschaftlich mit der revolutionären Organisation im Lande vorbereitet worden sind. Die Lage in Odessa war gestern vor Eintreffen des Sebastopol- Geschwaders trostlos, dem Pöbel und der Anarchie preisgegeben. Ein über London hierher gelangtes Telegramm aus Odessa besagt: Die Stadt befindet sich in den Händen der Revolutionäre, und der Pöbel beherrscht die Stadt. Viele Läden und Warenhäuser wurden geplündert, und der Dampfer der Freiwilligen Flotte Saratow" wurde niedergebrannt. Das Schlachtschiff„ Potemkin" feuerte noch gestern auf die Stadt. Eine weitere Meldung weiß von einem Straßeniampf in Odessa zu berichten. Danach soll eine Menge von 12 000 Personen die Truppen angegriffen haben, worauf diese Feuer gaben und mehrere hundert Personen niederstreckten. Die Spitäler sind mit Verwundeten überfüllt. Die Zustände sind so schlimmt geworden, daß die in Odessa residierenden Konsuln sich an ihre Regierungen mit der Bitte gewandt haben, Kriegsschiffe zum Schutz der fremden Staatsangehörigen zu entsenden. Die Beerdigung Omeltschuks. Wie sehr die Macht der Aufrührer unter der Führung der Mannschaft des„ Knäs Potemkin" schon gewachsen ist, hat die feierliche Beerdigung des zu einem Märtyrer gestempelten Matrosen Omeltschuf bewiesen, dessen Tod zu der Meuterei den Anlaß gab. Der Sarg wurde von acht Matrojen, Kameraden des Verstorbenen, getragen. Voran ging bie Geistlichkeit; eine zahllose Menge folgte dem Sarge; auf bem Wege, den der Zug nahm, sah man weder Polizei noch Militär. Für diese Anordnung weiß die Bevölkerung dem Plazkommandanten Dank. Kosaken als Revolutionäre. Während bislang die Kosaken als die festesten Stützen der Regierungsgewalt galten, ist selbst in die Reihen dieser Truppen der meuterische Geist eingedrungen. Es wird dacüber aus Odessa berichtet: Als die Menge sich zu einer regierungsfeindlichen Straßenkundgebung anschichte, ersuchte der Kommandicrende der Wachtmannschaft den Offizier einer vorüberreitenden Kosafen- Patrouille, die Menge auseinander_zu treiben. Der Offizier und seine Kosaken weigerten sich, bewaffnet gegen Wehrlose einzuschreiten, sie sekten sich vielmehr an die Evite des Zuges. Auf diesen stürzte fich sodann eine Eskadron Gensdarmen, alle Kosaken fielen unter deren Streichen, und unter der Menge wurde ein furchtbares Blutbad angerichtet. Inzwischen sind aus den russischen Ostseehäfen schlimme Nachrichten über die Revolutionierung der Flotte eingetroffen. Straßenkämpfe in Liban. Zu offenem Kampfe zwischen Marine und Landtruppen ist es in Libau gekommen. Es wird darüber von dort gemeldet: Die sechs im Hafen stationierten Matrosen- Kompagnien brachen in die Depots ein, bemächtigten sich der Waffen und der Munition und pflanzten die Fahne der RevoIntion auf. Infanterie, Artillerie und Kosaken nahmen den Kampf mit den aufrührerischen Matrosen auf, und es kam zu regelrechten Kämpfen. Schließlich behielten die Landtruppen die Oberhand und zerstreuten die Menterer. Indessen entkamen diese mit Waffen und Munition. So bieten die russischen Seehäfen das Bild des Schreckens und der Greuel, deren Ende nicht abzusehen sind. Politische Rundschau. Deutfches Reich. * Allem Anschein nach geht die Marokko- Angelegenheit bestredigender Lösung entgegen, wenn auch bis jezt noch kein definitives Resultat erzielt ist. In Paris fand ein Ministerrat statt, der die Erklärungen Rouviers über den günstigen Stand der Verhandlungen mit Deutschland zur Kenntnis nahm. Da die Besprechungen zurzeit noch fortgesetzt werden, liegt es in der Absicht des französischen Ministerpräsidenten, abzuwarten, daß die Verhandlungen eine entscheidende Form angenommen haben, ehe er eine amtliche Mitteilung über die Angelegenheit veröffentlichen läßt. * Der französische Sozialistenführer Jaurès kündigt an, daß er, einer Einladung deutscher Gesinnungsgenossen fol. gend, am 9. Juli in Berlin öffentlich über die Erhaltung des Weltfriedens sprechen werde. Das Auftreten des in Frankreich sehr angesehenen Politikers ist zurzeit deshalb besonders interessant, da Jaurès unablässig für friedliche Verständigung in der Marokkofrage eintritt. Huftralien. ** Im australischen Bundesparlament ist ein Mik trauensvotum gegen die Regierung zur Annahme gelangt, und zwar mit der stattlichen Mehrheit von 42 gegen 25 Stimmen. Den Ausschlag gab die Arbeiterpartei, die mit den Schutzzöllnern gegen den Premierminister Reid und die freihändlerische Partei stimmte. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser hat die Jacht„ Hohenzollern" verlassen und sich auf den„ Meteor" zur Teilnahme an der Wettfahrt von Kiel nach Travemünde begeben. Derthin hat sich die Kaiserin an Bord der Hohenzollern" begeben. Soziales Leben. [] Wohltätige Stiftungen. Der Stadt Berlin ist eine reiche Stiftung zugefallen. Sie führt nach dem Namen des Stifters die Bezeichnung„ Emil Quenfel- Stiftung". Auf der Masse von 665 000 Mark ruhen lebenslängliche Verbindlichkeiten von 22 700 Mark, die übrigen Erträgnisse sollen für arme Waisen verwendet werden. Der Stadtrat Beck in Stendal vermachte sein gesamtes Vermögen von 400 000 Mark zu einer Wohlfahrtsstiftung für Arme und Kranke. [] Arbeiter- Entlassungen. Die Bremer Werft„ Vulkan" in Vegesack hat ihre Arbeiter mit Ausnahme derjenigen, die dem aus Meistern, Vorarbeitern und einigen nichtsozialdemokratischen Arbeitern, zusammengesetten Arbeiterbund angehören, entlassen, da die Differenzen der Kesselschmiede in Geestemünde noch nicht beigelegt sind. Nab und Fern. † Eine neue Großstadt. Die Regierung in Düsseldorf strebt eine Vereinigung der Städte München- Gladbach, Rheydt und Odenkirchen an. Die vereinigten, nebeneinanderliegenden Städte würden alsdann eine Einwohnerzahl von etwa 120 000 haben und unter die Großstädte rangieren. Ob die Vereinigung zustande kommt, ist noch zweifelhaft, denn die Rheydter verspüren wenig Lust, die Selbständigkeit aufzugeben und in Groß- Gladbach aufzugehen. † Mord aus Eifersucht. Auf einem Dampfer, der vor einigen Tagen im Hamburger Hafen von Brasilien anlangte, erstach ein Araber, der einer reisenden Truppe angehörte, seine junge Frau mit einem Dolchmesser. Er hatte sie im Verdacht, daß sie mit einem zu derselben Truppe geDer hörigen jungen Wüstensohne allzu freundlich tue. Mörder wurde der Hamburger Polizei übergeben. † Ein altägyptisches Königsgrab. Ein Engländer, namens Davis, hat ein neues, bislang noch unberührtes K- nigsgrab in Aegypten entdeckt und darüber jetzt eingehende Berichte veröffentlicht. Die Grobfammer enthielt die mannigfachsten Gerätschaften und Kostbarkeiten und wird zur Bereicherung der Kenntnisse vom altägyptischen Leber sehr biel beitragen. Auch Gold ist in dem Grabe reichlich gefunden. † Dreizehn Schulmädchen ertrunken. Ein SchülerinnenPensionat am Comersee unternahm fürzlich einen Ausflug auf Barfen. Eins der Fahrzeuge, das mit Schulmädchen dicht besetzt war, schlug um, und dreizehn der Kinder fande trotz aller Bemühungen ihren Tod in den Wellen. † Ein lohnender Diebstahl. In einer Bank in Madrid wurde dieser Tage ein Diebstahl von 200 000 pesetas festgestellt. Ein Angestellter, namens Lamdras, wurde unter dem Verdacht des Diebstahls verhaftet. † Eine Weltreise im Automobil. Der Amerikaner Glid. den, der sich mit seiner Gattin auf einer Reise um die Welt im Automobil befindet, traf fürzlich in Paris ein. Er benuẞt einen 24 HP. Napier- Wagen und hat bereits über 4000 Kilometer zurückgelegt. Er ist in allen Erdteilen gewesen mit Ausnahme von Afrifa, wohin er im Herbst zu fahren gedenkt. † Richter Lynch. In Watskinville in Georgien stürmte eine Anzahl Vermummter das Gefängnis, holte acht Neger und einen Weißen heraus, die wegen Naubmord an einem alten Farmerpaar und der Vergewaltigung einer weißen Frau in Haft saßen. Sie wurden von den Lynchern niedergeschossen. Preufsifcher Landtag. ( 46. Sigung.) Herrenhaus. RK Berlin, 30. Juni. Die heutige Sigung war sehr kurz. Der Präsident berlas den Mitgliederbestand, dann nahm man fir etliche Petitionen an, andere lehnte man ab und war um 4 Uhr fertig. Morgen um 5 Uhr soll die gemeinsame Schlußsigung der beiden Häuser des Landtages stattfinden, vorher aber wird das Herrenhaus um 1 Uhr seine letzte Sizung abhalten. Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 30. Juni. ( 194. Sigung.) In dem noch einmal vor den Ferien zusammengetretenen Hause wurden gegen den Entwurf über die Gebühren der Medizinalbeamten Bedenken laut, man sette ihn daher kurz entschlossen von der Tagesordnung ab. Dafür ward aber das Gesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten angenommen. Das Hochwassergefahrgesetz wird in der Dasselbe Schicksal Fassung des Herrenhauses akzeptiert. haben noch etliche Anträge und Petitionen. Schluß 4 Uhr. Sihung der Stadtverordneten Gießens. ( Schluß.) | ?? Gießen, 29. Juni 1905. Von dem städtischen Graben, welcher neben der E. Rothschen und der Schaumburgschen Hofraite an der Marburgerstraße sich hinzieht; werden 113 qm für 904 Mt. an Schaumberger fäuflich abgetreten und Schaumberger selbst gibt an die Stadt bald nochmal so viel Gelände ab zum Preise vom 8 Mt. pro qm. Zur Verwendung als Etraßenland für die Croße Mühlgasse sind von der Besizung Winn 648,5 qm und für die Weftanlage von dem Körnerschen Garten 14,1 qm erforderlich. Der Quadratmeter wird mit 14,60 Mt. bezahlt. A. Schmidt ist um pachtweise U berlassung eines Grundstücks an der Marburger Straße zwecks Sandgewinnung eingekommen. Der Vertrag wird genehmigt auf 3 Jahre, pro Jahr mit 150 Mt. Die nächsten Punkte: Arbeitsvergebungen an Jäger& Rumpf für die Kläranlagen, Verkauf des in den ausgegrabenen Fundamenten der Klärbecken gewonnenen Sandes an Jäger& Rumpf u. der Hauptvoranschlag des Realgymnasiums und der Realschule für 1906 werden genehmigt. Bei letterem Punt.e wird zwar etwas debattiert gegen und für Erhöhung des Schulgeldes für nichthessische Schüler, eine Erhöhung wurde aber nicht beschlossen.- Dem Diener des isralitischen Gemeindehauses werden für die Reinigung der Räume, in welcher die Vorschulklasse des Symnasiums Unterricht hat, 120 Mt. pro Jahr bewilligt.- Um die Landwirtschaftliche Winterschule im Kreise Gießen - von Solms- Hohenfolms Lich gestiftete wertvolle Ehrenpreis in der Abteilung„ Rabballspiele" ausgefahren wird. Ein Brillant- Feuerwerk wird den offiziellen Teil der Festlichkeit beschließer. Die Ehrenpreise sind in den Schaufenstern der Tapeten handlung von Blödner, Seltersweg, Ecke Blockstraße, ausgeftelt. Wie wir weiter vernehmen, trifft Se. Durchl. Füst Karl von Solms- Hohensoims- Lich im Laufe des Montag Vormittags mit seinen hohen Gäster, die am Sonntag an den Licher Denkmals Enthüllungsfeierlichkeiten teil nehmen, in Gießen ein wird sich Gießen nicht mehr bewerben, da weitere Bedingungen und mehr Räume noch nachträglich seitens des landwirtschaftlichen Vereins gefordert werden. Das Gesuch des Westerwaldklub um Beitritt der Stadt Gießen wird genehmigt. Als Jahresbeitrag werden 10 mt. bewilligt; denselben Betrag soll auch der Vogelsberger Höhenklub bekommen und damit tritt die Stadt auch diesem als Mitglied bei. Die Herren der Finanzkommission waren gegen die Bewilligung und es bedurfte erst einer längeren Begründung seitens der Stadtv. Gutfleisch und Krumm, damit die Majorität für den Beitritt stimmte. Zum Schluß tam Stadtv. Löber auf das Walzen und Aufreißen unserer Straßen( nun schon zum 3. mal. D. R.) zu sprechen. Kaum seien die Straßen glatt gemacht, kommen wieder andere Arbeiter und machen Hausanschlüsse. Das sei doch zu vermeiden. Die Hausanschlüsse borher gemacht oder mit einer gründlichen Ausbesserung der Straße bis auf später gewartet, das war fast die eine Stimme im Saal, natürlich wenn z. B. Gasrohr- oder Wasserleitungsrohr- Brüche vorkommen, muß selbst eine ganz frisch gewalzte Straße wieder aufgerissen werden. Es wurde sofort in der Versamm lung festgestellt, daß z. B. Stadtv. Wallenfels, bevor die Nordanlage gewalzt wurde, nicht gefragt worden ist, ob er seinen Hausanschluß gemacht haben wolle, und wenige Tage nach dem Walzen ist er gemacht worden. Das sind Mißstände, die mit Recht ein ungünstiges Licht auf unsere Stadtverwaltung zu werfen geeignet sind. Damit war die öffentliche Sigung beendet. Lokales. 30. Junt 1905. ** Da der letzte Tollwutsfall am 1. Mai fonstatiert wurde, so läuft die Sperre, falls nicht weitere Fälle auftreten, am 1. Auguft ab. ** Der Gießener Radfahrer- Verein von 1885 teilt uns heute mit, daß die Meldungen für die aus geschriebenen Ronkurrenzen zu den außergewöhnlichen sport lichen Veranstaltungen vom 1.- 3. Juli derart zahlreich eingelaufen sind, daß es unmöglich ist, sie an dieser Stelle zu beröffentlichen. Der Verein hat diese daher in übersicht licher Weise in das offizielle Festprogramm aufgenommen, das überall fäuflich erhältlich ist und den Festbesuchern zur besseren Orientierung angelegentlichst empfohlen werden kann. Besonders reich an sportlichen Veranstaltungen ist der Montag Nachmittag, an welchem auch der von hohem Protektor des Festes Sr. Durchlaucht des Fürsten Karl Der Korso des Gießener Radfahrer- Vereins 1885 passiert folgende Straßen der Stadt: Von dem Aufstellungsort( Ludwige plaß und die angrenzenden Straßen) durch die Gartenstraße, Oftanlage, Landgrafenstraße, Braugasse, Walltorstraße nach dem Torhaus zu, Nordanlage, Schillerstraße, Afterweg, Lindenplay, Kirchenplay, Mäusburg, Seltersweg, Südanlage, Neuenbäue, Markt. plaz, Marktstraße, Bahnhofstraße, Schanzenstraße, Westanlage zur Gala- Auffahrt am Oswaldsgarten und von da nach dem Festplay. Die Einwohnerschaft wird nochmals bringend gebeten, ihre Häuser festlich zu schmücken und zu beflaggen, besonders in den Straßen, die der Korso passiert. * Der Lehrerturnverein für Hessen hält am 23. September feine Hauptversammlung in Gießen ab. § Grünberg, 1. Juli. Die Tagesordnung für die heute Abend abzuhaltene Sihung des Gemeinderats lautet: 1. Errichtung einer landw. Winterschule im Kreise Gießen. 2. Außerordentl che Holzfällung. 3. Aufnahme von Gelände in den Waldverband. ** Leihgestern, 30. Juni. Sonntag feiert unser Kriegerverein" Hassia" sein Kriegerfest. ? Lich, 30. Juni. Denkmals- Enthüllung Sonntag wird hier das Denkmal des verewigten Fürsten Ludwig enthüllt werden. U. a. ist ein großer Festzug vorgesehen, der in den ersten Nachmittagsstunden aufgestellt wird und an dem fämtliche Vereine und Schulkinder, der Schulvorstand, Ehrenjungfrauen und Bürger sich beteiligen werden. Die Festrede hält Stiftsdechant Klingelhöffer. Das Denkmal ist als Standbild errichtet. + Holzappel, 30. Juni. Tötlicher Biß. Der Arzt Dr. Feiber von hier ist an den Folgen des Bisses eines tollen Hundes verstorben, trotzdem er sofort Gegenmaßregeln getroffen hatte. ? Marburg, 30. Juni. Die vor einigen Wochen hier gegründete Sanitätskolonne hat ihren Unterrichtskursus gegründete Sanitätsfoloune hat ihren Unterrichtsfurfus beendet. ?? Alsfeld, 30. Juni. Ganturusest. Die Vor. bereitungen sind erledigt und in festlicher Stimmung erwartet unsere Stadt die Sonntag am Gauturnfest teilnehmenden Turner. Die eingelaufenen Anmeldungen sind sehr zahlreich, sodaß hier ein reges, frisches, frohes Turnertreiben sich entfalten wird. Freiwilligen Feuerwehren! geschaffen. Die Ausbreitung der elektrischen Anlagen häufte ebenfalls die Gefahr. Und wo muß überall die Fuerwehr helfen! Bei Ueberschwemmung, bei Unfällen aller Art, sogar gegen die Zigeunerplage muß sie einschreiten. Man sieht in ihr eben die ständig Hülfsbereite, wohlorganisierte Hülfsmannschaft. So tonnte es nicht ausbleiben, daß unseren Fuerwehrmännern von Seiten ihrer Mitbürger Achtung und Anerkennung gezollt wurde. Jeber einsichtige Mann muß ihr uneigennüßiges Wrken hoch einschäßen, Staat und Gemeinde haben auch ihr Wohlwollen vielfach bewiesen und beweisen es ständig, indem sie nicht ruhen, unsere Wehren mit den neuesten Geräten auszustatten, deren Fabrikation ein sehr beachtenswerter Industriezweig geworden ist Wenn Schiller in seiner„ Glocke" resigniert die Worte ausspricht: Hoffnungslos weicht der Mensch der Götterstärke, müßtg steht er seine Werke und bewundernd untergeb'en", so fonnte das noch bis in die 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts gelten. Heute gilt es zum Glück nicht mehr; es sind bessere Zeiten gekommen! Unsere Generation hat gar keine Ahnung von dem wilden kopflosen Hin und Her auf einem Brandplatz von dazumal. Ades schrie und gestikulierte durcheinander, Meister und Gesellen des ehrsamen Bauhandwerks eilten mit ihrem Handwerkszeug zur Brandstätte, schwerfällige Sprißen und Leiterr, mächtige Haken wurden herbeigeschleift, lange Feuereimerreihen gebildet, Tore und öffentliche Gebäude mit Wachmannschaften besetzt und wenn der Wind ein Einsehen hatte, so zerstörte das Feuer in wenigen Stunden das entzündete Haus, ohne gerade eine ganze Straßenflucht mit ihren Fachwertbauten niederzulegen. Wehe aber, wenn ein Sturm das entfesselte Element von Haus zu Haus trieb! Das Feuerwehrwesen ist wie gesagt in ständiger Ent wicklung begriffen. Belege dafür, wie groß der Fortschritt ist, bringen vollgültig die von Zeit zu Bett veranstalteten Ausstellungen. Ein Blick in die Zukunft erschließt ein ganz neues Feld. Nachdem die Elektrizität bereits vielfach in den Dienst der Sache gestellt ist, wird die Chemie ihr näher treten und die Frage, zum Löschen des Feuers anstatt Wosser chemische Präparate zu benußen, ist oft zur Ec örterung gekommen. Die Feuerwehrleute repräsentieren bas gesunde national empfindende Bürgertum, das stets auf Zucht und Sitte hält, Es ist nicht zu verkennen, daß der Dienst in einer Feuerwehr ein vortreffliches Mittel zur förperlichen Ausbildung ihrer Mitglieder ist. Nicht weniger ist es aber auch eine Schule des Charakters und des idealen Tentens. Mögen den Einzelnen auch hier und da äußerliche Gründe veranlasser, einer Wehr beizutreten: Die Feuerwehr selbst ist durchdrungen von dem Geist reiner Menschenliebe. Ohne Bedenken nimmt der Feuerwehrmann den Kampf mit dem Elemente auf, wenn die Gefahr ruft, Leben und Gesundheit aufs Spiel Bend. Weder Vermögen noch Stellung sind moßgebend für seine Wertschäzung unte. den Kameraden; lediglich nach seiner Tüchtigkeit wird sein Wert bemessen. Kann es eine bessere Schule für das Leben geben, als das freiwillige Sichfügen in eine straffe Dizzip.in. Der Wehrmann muß lernen, sich unbedingt unterzuordnen, seinen Dienst auf die Minute zu erfüllen und treue Kameradschaft. lichkeit jederzeit zu halten, und so muß es ihn mit Stolz erfüllen, Mitglied einer solchen Vereinigung tüchtiger Männer zu se.n. Kein Wunder also, daß der Menschengeist darauf sann, die vorhandenen Geräte zu verbessern und sie zu einem wirksameren Kampfmittel gegen die Flammen auszugestalten. War das nun 3. T. gelungen, so mußten auch Löschmannschaften für diese neuen Hülfsmittel, die ja nicht mehr ein tägliches Handwerkzeug waren, geschaffen werden, die sich mit ihren Vorzügen und Eigenartigkeiten vertraut machten. Die alten Feuerlöschordnungen sahen das nicht vor und so begann vor ima 70 Jahren eine lebhafte Bewegung in vielen Diten Deutschlands, die herzhafte und tatkräftige Männer, Bürger und Bürgerföhne, zusammenführte. Sie bildeten freiwillige Feuerwehren, organisierten sich in einer straffen| Gliederung, wählten ihren Hauptmann und suchten durch regemäßige Uebungen ihre Gewandtheit und Geschicklichkeit in der Löscharbeit zu steigern. Uniform und Gradabzeichen wurden naturgemäß bald unentbehrliche Bestandteile der freiwilligen Feuerwehren. Im Großherzogtum Hessen gab es zu Ende 40er Jahre drei Wehren, in den 50er Jahren wurden 6 und in den 60er Jahren 14 heute noch bestehende Feuerwehren begründet. Einen wesentlichen Ausschwung brachten die großen Kriegsjahre; wir finden in den 70er Jahren 59 freiwillige Feuerwehren verzeichnet. Heute hat Hessen rund 300 freiwillige Feuerwehren. Die Einigung Deutschlands hob den deutschen Bürgersinn und sie hat besonders auf das freiwillige Feuerwehr Jesen eine nachhaltig günstige Wirkung ausgeübt. Die hessischen freiwilligen Feuerwehren haben sich zu einem Verband zusammengeschlossen und unablässig wird an der Weiterbildung durch Wort und Schrift, durch Vorträge, Unweisungen und eine eigene Feuerw.hrzeitung für die weitere Ausbildung der Feuerwehr gewieft. fortschreitende Kultur hat aber auch die Anforderungen an die Feuerwehren erheblich gesteigert. Anstatt der kleinstädtischen Häuser sind Riesenbauten aufgeführt, die Industrie hat eine Reihe neuer Gewerbe und damit neue Feuersgefahr Die Auf dem Tun der freiwilligen Feuerwehren wird immer ein Segen ruhen. Das schlichte Heldentum, das nicht in äußerer Anerkennung, wohl aber in opferwilliger Ausübung einer oft schwierigen Pfl cht zu Gunsten des Nächsten feine einzige Aufgabe, sein Ideal findet, muß jeden Wohlmeinenden erheben. Und so wollen wir hoffen, das unsere Braven an den Festtagen, die uns bevorstehen, in dem Jubel der ganzen Bevölkerung ein Weniges von der Dankbarkeit empfinden, die ihnen unter allen Umständen gebührt. Unseren Gießener Mitbürgern wird es eine Ehre sein, demnächst die Wehrmänner Hessens begrüßen zu können un5 ihnen auch gastlich die Tore ihres Hauses für die Festtage zu öffnen. K. Batholische Gemeinde. Samstag, den 1. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 2. Juli. 3. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. " 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Marktberigte. Siekes, 1. Juli. Auf dem heutigen Wochenmartt fofteten Butter pe Bfb. 100-1.15 Mt., Hühnereier per Stück 6-7 Pfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbjen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-72 f, Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 70-80 Big. Schweine fleisch gesalzen per Bfund 0.84 Big., Kalbfleisch per Pfd. 70-80 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-16 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.50 b. 800 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 30-35 Pfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marftzen von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 2 Juli. Gewitter mit Regenfällen, etwas fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentel): Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen Gegründet 1888. Jean Dern& Co. Giessen Telephon No. 21. Inh. Oskar Gutmann. Westanlage 31. Kanalisations- Artikel für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Baumaterialien für Hoch- und Tiefbau. das All 92 000 Filia belpalgerste Gie 1 häufte uerwehr er Art, Man anifierte en, daß Ritbürger infightige , Staat bewiesen unfere deren eig ge Jer Ents Fortschritt nstalteten ein ganz elfach in emie ihr 8 anstatt zur Er national itte hält, r Feuer bildung auch eine Mögen inde ver felbft ift e. 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Js. auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Heuchelheim bei Gießen: 1. das Hauptgeldausgleichungsverzeichnis nebft Nachtrag, 2. zwei Geldausgleichungsverzeichnisse über zuviel oder zuwenig erhaltenes Gelände, 3. das Geldausgleichungsverzeichnis infolge nachträglich borgenommener Meliorationen, 4. das Verzeichnis über Entschädigungen, 5. zwei Abschäßungsverzeichnisse der Obstbäume, 6. das Geldausgleichungsverzeichnis über zuviel oder zuwenig erhaltenen Obstbaumwertes, 7. das Verzeichnis der Pachtentschädigungen pro 1904, 8. das Verzeichnis der Bachentschädigungen infolge Neubau und Erweiterung der Rodheimer, Krofdorfer- und Bleibergstraße. Einwendungen hiergegen, sind bei Meidung des Ausschlusses, innerhalb der oben angegeben Offenlegungsfristen bei den Großh. Bürgermeistereien Gießen, bezw. Heuchelheim bei Gießen schriftlich einzureichen. Friedberg, den 26. Juni 1905. Der Gr. Feldbereinigungs- Kommiffär. gez. Spamer, Kreisamtmann. Carl Stückrath- Möbelfabrik Giessen, Asterweg 47. Möbel - Allerbilligste Preise. Einfachste wie reiche GRO SUFT LUDWIC GROTE PARISMEDABLE 1879 8 Ederstrasse 8. Geschäftsgründung 1868. Dekorationen Wohnungs- Einrichtungen solldoster Ausführung in grosser Auswahl stets Vorrätig. Teppiche Gardinen - - Linoleum Streng reelle Bedienung. Bettfedern - Fertige Betten Franke- Lieferung. Eigene Tischler-, Polster-, und Dekorationswerkstätten für Neu- Anfertigung, Aufarbeitung, Anbringen von Gardinen etc. etc. 00000000 000000000000000000000000000 Achtung! Gelegenheitskauf Achtung! Durch Ankauf eines grösseren Lager- Posten sind wir im Stande nachstehende Artikel zu aussergewöhnlich billigen Preisen abzugeben. Damen- Taghemden. Hemdentuch mit Spitze Mk. 0.95, 1.20, 1.40 do. do. 1.50, 1.65, 1.78 29 do. mit Maschinen- Feston 1.13, 1.45 do. Schulterschluss m. Masch. Feston do. Maschinen ausgebogt 22 1.55 1.78 unterworfen. دو Damen- Beinkleider. Hemdentuch Masch. ausgebogt. do. mit Stickerei ger. 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Die Herren des Wohnungsausschusses werden sich dieser Tage die Ehre geben, mit Einzeichnungslisten ihre Aufwartung zu machen und geben wir uns der angenehmen Hoffnung hin, daß die bekannte Gießener Gastfreundschaft sich wieder glänzend bewährt, umsomehr als es gilt, sie denen zu beweisen, welche sich den Schuß von Hab und Gut seiner Mitmenschen zur Aufgabe gestellt haben. Der Geschäftsführende Ausschuss: Fr. Helm, I. Vorsitzender. Schwalm, Zahnarzt praktiziert jetzt im Neubau Plockstrasse 7 nähe Seltersweg neben Herrn J. Bach, Luxuswarengeschäft. Schwalm, Zahnarzt. Der Wohnungs- Ausschuss: Emil Horst, Vorsitzender. Gießener Turnerschaft. Bekanntmachung. Bei der am 29. Juni 1905 vorgenommenen planmäß gen Verlosung wurden auf 1. Oftober 1905 folgende Schuldver schreibungen der Stadt Gießen zur Rückzahlung bestimmt: a, vom 1890er Anlehen: Lit. A. Nr. 41, 70, 87 und 111 Lit. B. 71, 90, 154, 218, 268 nud 286 ,, 1000" Lit. C. 9, 102, 135, 261, 292, 310, 384, Wir ersuchen unsere verehrlichen Mitglieder, an dem heute Abend in der Turnhalle des Turnvereins stattfindenden Fest- Kommers zur Feier des 20 jährigen Bestehens des Gießener Radfahrervereins 1885 zahlreich teilzunehmen. Der Ausschuß der Gießener Turnerschaft. Fr. Helm. " 430 und 446 Lit. D. 92, 94 und 104 " Lit. E. 24, 74 und 108 " b. vom 1892er Anlehen Lit. F. Nr. 26, 29 und 42 Lit. G. 79 und 95 " " Lit. H. 24, 104 und 106 Lit. I. 30 " Lit. K. 18 " Mr. 15 efertion Waffen, bie St Rebattion für D ( Bon unfe Der gefetg und die Berg Nach lebhafter fchiedenen Bar fentlich Ausfo Rube bringt Der Feldzug Gefeßentwurf g auf dem Blaze hauses hat ibn hat ihn zurüdge den. Er wurd wenn nämlich machten, die er Bu madjen. Berhältnism Biel gelangt, d redts auf Selbitzwed, fon bestimmt, einen Entwurf ausge wefen von Grun dürfnis nicht und und Rali ist der erichloffenen Fel fenden deden zehnmal jo große Am lebbaitejt fousgefes. des Bergarbeiter Gerade hieraus worden. Sie b griffen, ihnen Wasser auf die mit dem der Der Streif war allem Nachdrud vorgeschlagenen des Streifs vom der Streifenden zu 2000 Mt. tem gleidhartigen bon Edwäche un zu 500 Mr. einen Gelegentm ängstigen laffe. 300 " " " 200 " zu 2000 Mt. " 1000 500 " " " " " 200 300 Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennt nis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen und zwar vom 1890er Anlehen: bei der Stadtkasse Gießen und bei der Dresdener Bank Frankfurt a. M. vom 1892er Anlehen: bei der Stadtkasse Gießen und bei den Bankhäusern A. Heichel heim- Gießen, Ephrain Meyer& Sohn Hannover, Meyer& Blaut Kassel und Gebrüder Neustadt- Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende September 1905 aufhört. Gießen, den 29. Juni 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Bauarbeiten. Die äußeren Anstreicherarbeiten verschiedener Gebäude der neuen Kliniken und der psychiatrischen Klinik ( 4 Lose), sowie die Pflaster- und Chauffierungsarbeiten im Gebiet der psychiatrischen Klinik werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses bom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen fönnen in unserem Amtslokal eingesehen, Angebotsformularien dorther gegen Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten mit ent sprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin, Montag, den 10. Juli, vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 14. Juni 1905. Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. daß sie zu einse Weigerung der Berhandlungen Regierung überba Bergwerkabeliger fannten, babe zu arbeiter Ansid Bevor der Ge Bergarbeiter dur rungen formulier Vol betreffend Auf Antrag Jammlung und mit bom 21. Juni 1905 Das Fleild b fomie alles in Schweinen und Bermenbung im e amtlichen Tridine mabrenb ber Ed Für die bas Sollinlan erlaffenen Bor prüfte Trid ine bestellt und be Für die entrichten. Si halbes Schwein wird jufammen erhoben. berordnung wer Bumiber ba eine höbere Str geleges bie Sa mit einer Gelbftr Diefe Bol Gießen, Gr