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Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Oberheffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 1. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen bierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Steuerreformen. Seitdem Finanzminister Dr. v. Miquel die preußische Ginkommensteuer umgestaltet hat, ist von eigentlichen Steuerreformen nicht mehr die Rede gewesen, nicht in Preußen und nicht im Reich. Zwar hat es an Vorschlägen zur Umwandlung, d. h. Erhöhung, bestehender und zur Einführung neuer Steuern nicht gefehlt; doch dabei handelte es sich immer nur um Beschaffung der Deckung für einen augenblicklichen Bedarf oder für dauernde bestimmte Mehrausgaben. An einen eigentlichen Umbau oder Ausbau des Systems hat man nicht gedacht. Erst in neuester Zeit ist man hierauf verfallen. Die Ursache liegt wahrscheinlich darin, daß die Mehreinnahmen, die aus den Erträgen des erhöhten neuen Zolltarifs vom kommenden Jahr an zu erwarten sind, zu vermehrten Ueberweisungen an die Einzelstaaten nicht führen, daß sie im Gegenteil kaum ausreichen werden, den sich steiaernden eigenen Ausgaben des Reichs zu genügen. So müssen Staaten und vielfach auch Städte darauf bedacht sein, sich vorzubreiten, daß sie ihrem erhöhten Bedarf selbst begegnen können. In den großen Städten, namentlich in Berlin, hat man die Einführung von Lustbarkeitssteuern ins Auge gefaßt. Von jedem Theaterbillet soll eine Abgabe entrichtet werden, die einen ungefähr gleichen Anteil vom Preis des Billets, etwa 10 Prozent, ausmachen soll. Selbstverständlich sind die Theaterdirektoren Gegner einer solchen Steuer, und sie mögen von ihrem Standpunkt aus dazu ganz berechtigt sein. Eine Theaterbilletsteuer besteht aber in Paris, ohne daß die Theater darunter dauernd gelitten hätten, sie besteht ebenso in Frankfurt am Main, dessen Bühnen wohl gedeihen und sich großer Blüte erfreuen. Die Theaterdirektoren haben dober wenig Aussicht, mit ihrem Einspruch durchzudringen. Ist der städtische Bedarf da, so wird die Steuer fommen und nach einiger Zeit, wird man sich an sie gewöhnt haben, wie das noch überall der Fall gewesen ist. In Preußen sind die Staatsfinanzen in erfreulichstem Stand. Doch ein kluger Finanzminister baut vor und denkt in guten Zeiten daran, daß weniger gute kommen können. Freiherr v. Rheinbaben braucht zunächst nicht mehreinnahmen ins Auge zu fassen, denn er bedarf ihrer noch nicht. Er darf sogar an Steuernachlässe herangehen. Er will deshalb den kinderreichen Haushaltungsvorständen Ermäßigungen der Einkommensteuer gewähren in größerem Umfang als bisher schon- und will diese Ermäßigungen gelten lassen, bis die Kinder selbständig geworden, während seither die unverkürzte Steuerpflicht eintrat, sobald die Kinder das 14. Lebensjahr überschritten hatten. Gleichzeitig aber verlangt der Finanzminister, daß die Progression der Einkommensteuer über das bisherige Höchstmaß 4 Prozent bei einem Jahreseinkommen von mehr als 100 000 Mark hinaus und bis zu der Grenze von 5 Prozent weitergeführt merden soll. Gleichzeitig soll den Aktiengesellschaften die Bergünstigung entzogen werden, nach der ihre Einnahmen bis zur Höhe von 3½ Prozent ihres Kapitals einkommenSteuerfrei sind. Von einer Vergünstigung kann hierbei eigentlich kaum die Rede sein, eher um Vermeidung einer Doppelbesteuerung, denn der Aftienbesizer muß den Aktienertrag als sein Einkommen doch versteuern. Allerdings bleiben die Aktien, die in ausländischem Besitz sind, steuer frei. Noch nicht bis zu einem festen Plan gediehen, aber in entferntere Aussicht genommen ist der Gedanke einer Reform der Erbschaftssteuer. Hier bedeutet die Reform beides: Neueinführung und Erhöhung. Man wird sich wahrscheinlich entschließen, für die Erbschaften zwischen Eltern und Kindern, die bisher steuerfrei waren wenigstens in Preußen und den meisten deutschen Einzelstaaten eine Steuer einzuführen, und für die Erbschaften von entfernteren Verwandten und von Blutsfremden die Steuersäße zu erhöhen. Zu erschrecken braucht man vor diesen Steuerrcformen nicht. Wen sie treffen, der hat entweder einen gut gepolsterten Geldschrank, oder er bekommt ihn. Der Zickzackkurs in Russland. rückwärts! nicht von der Stelle! Borwärts! Das sind die Kommandorufe, die von Petersburg aus in regelmäßiger Wiederkehr ertönen. Jedem Befehl folgt ein Gegenbefehl, jeder Maßnahme eine Gegenmaßnahme, und mit ungeheurer Geschäftigkeit wird nichts getan. Marim Gorki frei und - interniert. Der Schriftsteller Marim Gorki, an dessen Geschick die ganze Kulturwelt besorgten Anteil nahm, ist gegen eine Raution von 10 000 Rubel aus dem Gefängnis der Peter PaulsFestung entlassen, aber nicht auf freien Fuß gefeßt, sondern nach Riga verbracht worden, das er nicht verlassen darf. Immerhin ist das eine Wendung zum Besseren in dem Zustand Gorkis, die man überall mit Dank anerkennen wird. Fürst Golygin gerechtfertigt. Die Moskauer Stadtverwaltung hatte, wie man weiß, ihr Oberhaupt, den Fürsten Golykin, der mutig für freiheitliche Entwickelung der Selbstverwaltung eingetreten war, im Stich gelassen und ihn einer Anklage wegen Ueberschreitung seiner Befugnisse ausgeliefert. Diese Ueberschreitung sollte er begangen haben, weil er die Beratung der bekannten Resolution in der Duma zugelassen. Jetzt hat die Moskauer Behörde für städtische Angelegenheiten unter dem Vorsitz des Stadthauptmanns ihr Urteil dahin abgegeben, daß die Handlungsweise des Fürsten Golygin völlig forreft gewesen. Der Tod des Großfürsten Sergius scheint dieses Urteil hervorgerufen zu haben. Graf Ignatiew ist wieder da. Großfürst Sergius ist in der Tat fort. Aber sein Geist lebt weiter und wirkt durch seine Vertrauten von ehedem. Nicht bloß ist Bolygyn, sein Gehilfe in den Moskauer Tagen, Minister des Innern, sondern auch Graf Aleris Ignatiem, der vor 19 Jahren Fürst von Bulgarien werden sollte, und damals schon den charakterisierenden Beinamen eines Vaters der Lüge" führte, ist wieder in den Vordergrund ge= treten. Er ist zum Vorsitzenden der Kommission ernannt, deren Aufgabe es ist, die für den Schutz der staatlichen Ordnung zum Teil von ihm selbst erlassenen Ausnahmegefeße zu revidieren. Jermolows Verfassungs- Projekt. Die Meldung, daß der russische Landwirtschaftsminister Jermolow dem Zaren in einer Denkschrift die Einführung einer Konstitution und die Berufung einer Versammlung von Volksvertretern empfohlen habe und vom Zaren beauftragt worden sei, ein entsprechendes Manifest zu entwerfen, ist dazu angetan, außerhalb Rußlands einiges Staunen und fehlgehende Kommentare hervorzurufen. Man wundert sich, daß in einer so eminent politischen Frage, wie die der Einführung einer Verfassung es ist, gerade ein unpolitiſcher Fachminister entscheidenden Einfluß üben soll. Man übersieht dabei, daß in Rußland die Verfassungsfrage in vorderster Reihe eine Bauern- und somit eine Landwirtschaftsfrage ist. Mehr als alle Ausstände und selbst als die Aufstände in den Städten fürchtet man in Rußland die Ausdehnung der Bewegung auf das flache Land, wo der Landhunger der Bauern gefährlich werden und zu den schlimmsten Erzessen führen kann. Was Jermolom plant, ist noch nicht bekannt gegeben worden. Vermutungen darüber aufzustellen, ist nicht am Plazze. Bezeichnend aber für die Bescheidenheit, an die man in Rußland sich gewöhnt hat, ist es, daß man in dem bloßen Auftrag zur Ausarbeitung eines Manifests, dessen Inhalt niemand kennt, einen Anlaß zu großen Hoffnungen erblickt. Ein neuer Kosaken- Hetman. Nachdem im Kaukasus die revolutionäre Bewegung um sich gegriffen und fast jede Staatsautorität beseitigt hat, ist man zu dem Entschluß gekommen, den donischen Kosaken einen neuen Hetman zu geben, den Generaladjutanten Marimowitsch, der aber nicht sofort nach dem Kaukasus abgeht, sondern sich zunächst dem Zaren vorstellen soll. Anarchie in Baku? Dabei ist kein Augenblick zu verlieren, da in Baku die schlimmsten Zustände herrschen. Das ist der Fall, selbst wenn die Gerüchte übertrieben oder gar unwahr sind, nach denen der ganze Kaukasus revolutioniert, alle öffentlichen Gebäude in Bafu in die Luft gesprengt sein sollen. Ermordung von Offizieren in Warschau. Im Westen sieht es, wenn man den umlaufenden Erzählungen glauben darf, nicht viel besser aus als im Süden Rußlands. Im Sächsischen Garten in Warschau, einem vornehmeren Vergnügungsplaße, soll man zwei Offiziere aufgehängt gefunden haben. Das erinnert an die Traditionen der polnischen Insurrektion vom Jahre 1863. Ein gepanzertes Automobil für den Zaren. Unter solchen Umständen klingt es nicht einmal unwahrscheinlich, daß für den Zaren ein gepanzertes Automobil angeschafft worden sei, das ihm bei Fahrten zwischen Zarskoje Selo und Petersburg dienen soll. Ein Großfürst Unterrichtsminister. Damit man nicht glaube, daß die Großfürstenpartei etwa völlig überwunden sei, soll ein Großfürst Konstantin an Stelle des Generals Glasow Unterrichtsminister werden. Glasow wird jetzt für die Universitätsunruhen verantwortlich gemacht. Das ist der augenblicklich in Rußland befolgte Kurs, ein wirklicher Zickzack- Kurs. Der Krieg in Oftafien. Gs unterliegt feinem Zweifel mehr, daß sich am Schaho und Hunho eine große Aktion entsponnen hat, die ganz den Anschein hat, als könnte sie dem Feldzug eine entscheidende Wendung geben. Daß die japanische Offensive weiter vorvärts gedrungen ist, geht aus allen bisher vorliegenden Nachrichten hervor. Doch sind diese zu ungenau oder stammen aus zu wenig verläßlicher Quelle, als daß man sich ein flares Bild der Sachlage machen könnte. Die Situation bei Mukden vird auch in Petersburg selbst für sehr ernst gehalten. Man glaubt, daß Kuropatkin gezwungen sein werde, seine StellunJen aufzugeben und sich auf Tielin zurückzuziehen. Von einem englischen Kriegskorrespondenten wird die augenblickliche strategische Lage folgendermaßen geschildert: Die japanischen Truppen besetzten alle Stellungen, die sie brauchen, um die bevorstehende Schlacht vorzubereiten. Nogi operiert gegen Tieling. Den Hauptkampf führte bisher Kuroki, der starke Abteilungen vorschob, um Kuropatkin von Wladiwostok abzuschneiden. Während Nogi einen Rückzug der Russen auf Charbin zu verhindern sucht. Das eingetretene Tauwetter erschwert die Operationen. Daß die Japaner auf der ganzen russischen Front angegriffen haben, wird von Kuropatkin bestätigt. Auf dem östlichen russischen Flügel, wo Kuroki, weit nach Norden vorstoßend, die russische Rückenstellung an der Eisenbahnlinie bedroht, ist nach chinesischen Mitteilungen der Kampf am heftigsten. Eine Hauptrolle spielen die schweren Geschütze der Japaner, die von Port Arthur herbeigeschafft worden sind. Shre elfzölligen Geschosse richten weit hinter den russischen Linien und in Mukden selbst großen Schaden an. Nachklänge von der Belagerung Port Arthurs füllen jetzt, wo die Ankunft Stössels in Petersburg unmittelbar bevorsteht, die russischen Blätter. Während Stössel es bisher vermieden hat, sich russischen Journalisten gegenüber über die Vorgänge bei der Belagerung auszusprechen, hat jein ihm vorausgereister Generalstabschef Neiß dies in ausgiebigem Maße getan. Er wies energisch die Behauptung zurück, daß Port Arthur sich noch länger hätte halten können. Es seien nur noch 4000 Mann kampffähig gewesen, die Munition jei ausgegangen. Pert Arthur sei ein altes ArtillerieMuseum gewesen, aber kein Arsenal. Man hätte sich an der Rücke in der Verteidigungslinie sogar mit Nachbildungen von Beschützen behelfen müssen. General Stössel sei die Seele der Verteidigung gewesen. Die Flotte hatte ihn in seinen Plänen nicht unterstützt. Die Admirale vären unfähig gewesen, den Feind in offener Schlacht zu bekämpfen. Withöft und Fürst Üchtomskij hätten dies übrigens auch zugegeben. Sie erklärten: Wir sind keine Seehelden. Es fehlte ihnen eben alle nötige praktische Schulung. Die Kosten des Huller Schiedsgerichts. Ein englisches Blatt bringt eine Berechnung der Kosten, die durch die Untersuchung des Nordseevorfalles erwachsen. Diese Kosten sind nach dem Abkommen über die Untersuchung von England und Rußland zu gleichen Teilen zu tragen. Dabei bezahlte England die Kosten für die Ueberführung seiner Zeugen nach Paris und Rußland diejenigen für die Reise der russischen Zeugen. Die Kosten der Kommission selbst werden durch den Generalsekretär der Kommission festgestellt werden. Man schätzt sie auf täglich 8-10 000 Mark. Dabei sind nicht mitgerechnet die Kosten für die russischen und englischen Juristen, die bei den Verhandlungen zugegen waren. Die Gesamtrechnung wird demnach ungefähr 600 000 Mark betragen. Wie hoch die Entschädigungsansprüche der Huller Fischer bemessen werden, ist bisher nicht bekannt. * Der Schauplatz aer neuen Kämpfe. Berlin, 28. Februar. Ein neues erbittertes Ringen ist seit dem 23. Februar um die Pässe am Schaho im Gange und kann sich leicht zu einer entscheidenden Schlacht gestalten. Seit einiger Zeit bereits hatten russische Streifforps versucht, gegen die Flanke des am oberen Taitseho stehenden japanischen Flügels vorzugehen, und auf der Straße, die weiter westlich von Fuschun am Hunho über das Talingebirge nach dem Taitseho führt, waren russische Abteilungen über den Paß von Tsinhötschöng vorgegangen und hatten dauernd Fühlung mit den Japanern. Dieses Vorgehen der Nussen bedrohte nicht nur die rechte( östliche) Flanke der Japaner, sondern auch deren Verbindung mit ihrer Basis Korea. Das japanische Hauptquartier erkannte die bedrohte Sachlage in voller Klarheit und erwiderte als guter Fechter den Schlag mit der besten Parade: dem Gegenhieb Eine großartig angelegte japanische Offensive hat eingesetzt, mit welchem Erfolge, ist bisher nicht mit voller Gewißheit abzusehen, da die Meldungen nicht genau genug sind. Die Fortschritte der Japaner sind allerdings unverkenn bar: Die Russen hatten eine Stellung südlich von Thinhötschöng auf dem wahrscheinlich nach einem ihrer Offiziere genannten Beresnewhügel beseßt, mußten sie aber vor stärkeren feindlichen Kräften räumen und sich auf Tsinhötschöng zurückziehen. Eine Umfassung von Osten her zwang sie, auch diesen Ort aufzugeben und bei Tsintiaputse, wenn man nach den verstümmelten Namen und den mangelhaften Karten schließen kann, Stellung zu nehmen südlich des Talinpasses. Eine andere japanische Kolonne ging weiter westlich vor, und auch an dem Wanfulinpaß, der über 30 Kilometer östlich der großen Straße und Eisenbahn von Liaojana nach Mukden liegt, erschienen japanische Ab teilungen. Wenn es sich außerdem bewahrheiten sollte, was bisher nur von unzuverlässiger englischer Seite gemeldet wurde, daß eine 40 000 Mann starke japanische Armee his Fafumen, 75 Kilometer nördlich von Mukden und 45 Kilometer westlich von Tielin vorgedrungen ist, würde Kuropatkin auss äußerste gefährdet und vielleicht nicht mehr in der Lage sein, Mukden zur rechten Zeit zu räumen und den Nückzug anzutreten. Das mehrfach erwähnte Tsinhötschöng liegt etwa achtzig Kilometer südöstlich von Mukden an den südlichen Abhängen des Talinrücken. Der Talinrücken zicht vom Taipilingpaß bis Schahö an die Straße Mukden- Liaojang, ist fünf bis zehn Kilometer breit, bis zum Kautulinpaß 450 bis 600 Meter, in den Sätteln mindestens 450 Meter hoch. Im Osten also dort, wo General Kurofi seine Umgebungsbewegung durchgeführt hat ist der Rücken von dichtem Gesträuch bedeckt, welches gegen Westen seltener wird und schließlich ganz aufhört; nur auf den Hängen gibt es noch mageres Strauchwerk. Je weiter gegen Westen, desto breiter und dichter bebaut und bewohnter sind die Täler. Von den südlichen Abzweigungen ist jener Rücken erwähnenswert, welcher beim Stautulinpaß zwanzig Kilometer gegen Süden zieht und sich dann in den Richtungen auf Bönnsiku und Licojang teilt. Der Talin ist an vielen Stellen überschreitbar. Ueber einige und Wanfulin, el über demtulin großer Höhe und Steilheit Artillerie und Train ohne besondere Schwierigkeit fortkommen. Andere werden, wie der Tschaoschanlin, nur von schlechten, für Artillerie nicht brauchbaren Saumpfaden übersetzt. Nach der Negenzeit sind die Wege ganz ausgewaschen und unbrauchbar; viele sind dann nur im Einzelmarsch und für Saumticre passierbar. Die nördlichen Vorläufer enden am breiten Hunhotal, die südlichen reichen ganz an den Taitsebo heran und bilden mit jenen des Schamuschan das Engtal des Flusses. Hier, am Taitseho, liegt auch Tsinhötschöng. Der Platz bietet überaus wichtige strategische Vorteile, denn er liegt am Knotenpunkte mehrerer Straßen, von denen eine nach Mukden, eine andere in westlicher Richtung gegen Liaojang läuft, während eine dritte durch den Ort, von Norden nach Süden ziehend, nach Saimaise führt, Die Dolitik. Das schon seit längerer Zeit zur Debatte stehende Projekt einer den afrikanischen Kontinent durchquerenden Zentralbahn gewinnt festere Gestalt. Die Bahn soll von Darses- Salaam in Deutsch- Ostafrika nach Libreville an der Küste von Französisch- Kongo gehen, also außer dem deutschen und französischen Gebiet den Kongostaat durchschneiden. Zunächst handelt es sich um Klarstellung der staatsrechtlichen Fragen, die bei einem derartigen großen internationalen Werke die Hauptsache ausmachen. Gelingt es, in dieser Beziehung eine Einigung herbeizuführen, so sollen die Einzelheiten der Durchführung gelegentlich der internationalen Kolonial- Konferenz festgestellt werden, die im Laufe des Sommers in Brüssel stattfindet. Falls die Bahnverbindung austande kommen sollte, so würde ein weiterer Schritt zur Erschließung des inneren Afrikas in die Wege geleitet sein. Ueber die Vorgänge beim Tode des von den Witbois ermordeten Hauptmanns v. Burgsdorff hat die in Europa eingetroffene Gattin nähere Aufschlüsse gegeben. Danach ist die Nachricht, daß Hendrik Witboi Herrn. v. Burgsdorff eine förmliche Kriegsansage gesandt habe, als unrichtig anzusehen. Wäre eine solche erfolgt, so hätte der mit den Verhältnissen vertraute Hauptmann seinen Ritt zu Hendrik Witboi, von dem er nicht wieder zurückkehrte, sicher nicht unternommen. Gerade um ihn von einer Kriegserklärung abzuhalten, wagte Burgsdorff den verhängnisvollen Ritt. Auch die Behauptung, daß Herr v. Burgsdorff kurze Zeit bor seinem Tode, also kurz vor Ausbruch des Witboi- Aufstandes, 200 Gewehre mit Munition an Sendrik geliefert habe, weist Frau v. Burgsdorff mit Entschiedenheit zurück. Die Lieferung der Waffen ist ein ganzes Jahr früher erfolgt, damals, als Hendrik als Verbündeter der Deutschen wider die Bendelzwarts zu Felde zog. In der Budgetfommission wurde die erste Rate für den Grunderwerb zwecks Errichtung eines Dienstgebäudes für das Reichsmilitärgericht abgelehnt. Die geforderte Summe betrug 225 000 Mark, der Gesamtpreis soll 1474 200 Mart betragen. Projektiert war ein Gebäude mit Dienstwohnung für den Präsidenten des Reichsmilitärgerichts auf einem in Charlottenburg an der Ecke der Bismarck- und Grolmanstraße ( an der neuen Heerstraße nach Döberitz) belegenen Grundtück. Die Ablehnung erfolgte wegen des sehr hohen Breises für den Baugrund( 189 Mark für den Qu.- Meter). Balkan- Staaten. Ein in der serbischen Stupschtina eingebrachter Gesetzentivurf bezweckt die Erhebung der in Belgrad bestehenden Hochschule zu einer serbischen Universität. Bislang gingen die bildungsbedürftigen jungen Serben ins Ausland, nach der Schweiz, nach Paris oder Berlin, da ihnen eine heimische Universität fehlte. Die Anstalt in Belgrad war ein Mittelding zwischen Gymnasium und Universität. Die aus dem Auslande in die Heimat zurückkehrenden Literaten blieben meist in Belgrad, da ihnen der Aufenthalt in den serbischen Provinzialstädten nicht genügte. Es erscheint daher im Interesse des Staates geboten, eine volle Universität im Lande zu errichten. Dof und Gesellschaft. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen die ausländische cvangelische Geistlichkeit, die zur Einweihung des neuen Domes nach Berlin gekommen war. Die Geistlichen wurden durch die Gesandten ihrer Länder vorgestellt. Der Seaiser sprach zunächst mit dem englischen Bischof von Ripon, begrüßte sodann den Domprobst der norwegischen Stadt Drontheim, sowie die niederländischen, belgischen, österreichischen, russischen Geistlichen. Längere Zeit unterhielt er sich mit dem italienischen Waldenser- Pastor Kolvino und dem Präsidenten der deutschen lutherischen Synode in Amerika, der die Grüße der Deutschen dort drüben überbrachte. Am 12. März vollendet der Prinzregent Luitpold von Bayern sein 84. Lebensjahr. Noch im borigen Jahre nahm der greise Fürst die herkömmliche Parade über die Münchener Garnison an seinem Geburtstage persönlich ab. Diesmal hat er seinen ältesten Sohn, den Prinzen Ludwig. mit seiner Vertretuna beauftragt. Der ** Prinzregent kanit das lange Stehen nicht mehr vertragen, auch das Reiten wird ihm schwer. Auch zur Jagd fährt der Prinzregent im Schlitten oder im Korbwagen und schießt sitzend vom Anstande aus. Deutfcher Reichstag. ( 151. Sigung.) CB Berlin, 28. Februar. Die heutige Sigung begann, wie die gestrige schloß, mit langen akademischen Erörterungen zum Etat für das Reichsamt des Innern über allerhand Fragen, die mit dem Etat nur in einem losen Zusammenhange stehen. Der erste Redner, der konservative Abg. Pauli- Potsdam, ging zwar auf die zwanzig Resolutionen nicht ein, beschäftigte sich aber ausführlich mit der Lage des Handwerks, das besonders unter der Belastung durch die soziale Gesetzgebung, unter der Konkurrenz der Gefängnisarbeit, unter der Lehrlingszüchterei leide. Der Abg. Eickhoff von der freisinnigen Volkspartei begründete eine von ihm in Gemeinschaft mit dem Nationalliberalen Dr. Beumer eingebrachte Resolution, die für Zulassung der Oberrealschulabiturienten zum medizinischen Studium eintritt. Der Staatssekretär des Innern erklärte, daß er persönlich dieser Forderung freundlich gegenüberstehe, die auch von der preußischen Regierung für berechtigt gehalten werde; wie aber der Bundesrat sich dazu stellen würde, wisse er nicht. Graf Posa= dowsky, der dann noch andere im Laufe der Debatte erwähnte Gegenstände berührte, richtete dabei eine bemerkensmerte allgemeine Mahnung an die Abgeordneten. Er bat sie, sich in ihren Wünschen nach immer neuen Statistiken Zurückhaltung aufzuerlegen. Der Bogen dürfe nicht überspannt werden, unter der Last der statistischen Anforderungen verlören die Beamten die Frische für die praktische Verwaltungsarbeit. Nach weiterer Debatte wurde entgegen einem Antrage Miller- Sagan, der morgen einen Schwerinstag ab= gehalten wissen wollte, die heutige Debatte auf morgen vertagt. Preufsifcher Landta Haus oct Avgeoronce.n. ( 150. Sigung.) KR Berlin, 28. Februar. Lebhafter Kampf entbrannte um einen von mehreren Vertretern östlicher Wahlkreise eingebrachten Antrag, die Ost marfen zulagen der Lehrer vom 5. Jahre ab auf 300 Mark zu erhöhen. Die Offiziere in Kampfe für das Deutschtum nannte Abg. Ga mp( frkons.) die Lehrer im Osten; als die Träger der Kultur bezeichnete sie der Abg. Rzesnief( frkons.), daß sie im Interesse der gesamten Bevölkerung, der polnischen wie der deutschen, arbeiten, stellte Dr. Friedberg( natl.) fest; und gegen die Verdäch tigungen, die der polnische Abg. Korfanty gegen die Lehrer im Osten vorbrachte, traten nicht nur die Mitglieder des Hauses, sondern auch Minister Dr. Studt energisch entgegen. Aber die Erhöhung der Zulagen für die Lehrer konnte der Minister doch nicht gutheißen, da sie unendliche Reklamationen aus anderen Beamtenklassen nach sich ziehen würden. Der Antrag wurde denn auch allerdings mit schwacher Mehrheit abgelehnt. Eine andere Episode, die in die sonst recht eintönige Debatte etwas Leben brachte, war die Erwähnung des Kreuznacher Mädchenschul- Lesebuchs und der in ihm vorgenommenen Gedichtveränderungen. Dem Abgeordneten D. Hackenberg gegenüber stellte Ministerialdirektor Dr. Schwarzkopff fest, daß der Minister keine Gedichtveränderungen angeordnet habe, wie er überhaupt grundsätzlich gegen derartige Verstümmelungen sei. Im Kreuznacher Fall habe der Verleger selbständig die Veränderungen vorgenommen, nachdem er die von dem Sachverständigen beanstandeten Stellen erfahren hatte. Der Minister habe einfach ein anderes Lesebuch einführen wollen. Abgelehnt wurde auch ein Antrag, der die Gleichlegung der Ferien in den Volksschulen und höheren Schulen verlangte, nachdem die Regierungsvertreter die Unzweckmäßigkeit dieser Forderung nachgewiesen hatten. Einige mehr persönliche Erklärungen über das Schulkompromiß, das immer wieder zwischenein in den Verhandlungen auftaucht, beschlossen die Sigung. Morgen wieder Fortsetzung des Kultusetats. Nah und fern. Die Gräfin Montignoso des Plagiats beschuldigt. Eine furiose Geschichte ist in den kürzlich veröffentlichten Gedichten der Gräfin Montignoso passiert. Der Schriftsteller und Komponist Alfred Brandt- Caspari aus Leer teilt einem Oldenburger Blatte mit: Das Gedicht Nun geht das Glück zu Ende( abgedruckt im Faksimile auf Seite 26 und 27 der Sammlung) stammt nicht von der Prinzessin Luise, sondern einige trabestierende Umstellungen abgerechnet- von dem Oldenburger Redakteur Biermann. Ich las und komponierte es vor zehn Jahren in Dresden, vor acht Jahren etwa wurde es gedruckt im neunten Hefte meiner Sechsundzwanzig Lieder und Gesänge. Es heißt bei Biermann und mir Abschied im Salon. Das Faksimile beweist, daß die Gräfin ein fremdes Gedicht abgeschrieben hat. Ein Plagiat würde das natürlich nur dann sein, wenn es mit ihrem Wissen als ihre eigene Leistung gedruckt worden wäre. Die Obstruktion der italienischen Bahnbeamten hat zu unhaltsamen Zuständen geführt. Allein vom Bahnhof Rom mußte die Abfahrt von 31 Personen- und Schnellzügen eingestellt werden. Die abgehenden Züge werden nur von menigen Reisenden benutzt. Die Beförderung von Frachtgut ist bis zum 2. März eingestellt. Da der Eisenbahnverkehr mit den Orten der Campagna fast aufgehört hat, wird der Verkehr durch Postkutschen aufrechterhalten. Die Entriistung des Publikums über das Verhalten der Eisenbahner ist ständig im Wachsen und macht sich in Schmähworten und Drohungen Luft. Die Bahnbeamten haben allerorten Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung erstattet. Doch wird ihnen diesmal kein Recht gegeben werden. † Das Geständnis des sterbenden Mörders. Nach fast fünf Jahren ist endlich Licht über den am 22. März 1900 im Walde bei Schmöckwitz an der Schifferfrau Graznick verübten Mord verbreitet worden. Der damals als der Tat berdächtig für kurze Zeit verhaftet gewesene Schlächtergeselle Teichmann hat jetzt auf dem Totenbette eingestanden, daß er wirklich der Mörder war. Er hatte die Frau vergewaltigt und dann ihrer geringen Barschaft beraubt. Ein schweres Verbrechen wurde bei Waldhut entdeckt. Dort wurde die Leiche der sechzehnjährigen Karoline Reinholdt mit mehreren Stichwunden aufgefunden. Es liegt zweifellos ein Lustmord vor. Es wurden bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen. * Englischer Neid gegen die„ Kieler Woche". Der großartige Aufschwung des deutschen Segelsports, der in der ,, Kieler Woche" seinen prägnanten Ausdruck findet, hat bei den Engländern böses Blut gemacht. Mehrere bedeutende Jachtklubs haben sich zusammengetan und für dieselbe Zeit, wo die Kieler Woche beginnt, den 22. Juni, eine große internationale Seeregatta angesetzt, die bei Cowes beginnen und am Clyde endigen soll. Als Preis ist ein Pokal im Werte von 2250 Mark bestimmt. Gin ärztliches Gutachten über die Prinzessin Luise von Koburg ist jetzt von den Pariser Professoren Magner und Die Sigung baas eröffnet. D mit Rap. 10, Staa Gnauth besprich beffifchen Ludwige beiträgen. Er ert non Benfione beiträ baues im Obent Garnier erstattet worden. Die Prinzessin sei so weit zurech- Abg. Heidenre ihrer auf 6000 Francs bemessenen Monatsbezüge überlassen Erwerbe quellen z nungsfähig, daß man ihr imbedenklich die Selbstverwaltung könne. Ihre Unüberlegtheit umd Verschwendungssucht hätten starf nachgelassen. Der Ueberfall auf einen Berliner Kassenboten scheint die Tat eines Wahnsinnigen zu sein. Der Verhaftete ist der 32 Jahre alte Bauunternehmer Georg Jahn aus Fürstenwalde, ein vermögender Mann. Er bestritt bisher die Tat; doch gilt er als überführt. Den Beweggrund kann man nur in geistiger Störung suchen. Bahnhofsverhält torgefommenen plädiert für die während Abg. Alefeld und ein befürwortet. Eir Geffen fei bring Spricht den Frac Abg. Stöpler amla- Slip in während der Ab pifchen Friedberg die Errichtung ein Ein Eisenbahnunfall, der leicht von verhängnisvollen Folgen häite begleitet sein können, fand bei Blumau ( Tirol) statt. Infolge Steinsturzes entgleisten sämtliche Wagen des Expreßzuges Berlin- Neapel. Wunderbarerweise wurde aber niemand vom Zugpersonal und von den Reisenden verlegt. Der Expreßzug Cannes- Wien stieß mit einem Güterzug auf dem Bahnhofe in Rogondo zusammen. Die Lokomotive stürzte um, drei Waggons des Güterzuges wurden zertrümmert. Auch hier blieben aber Personal und Reisende unbeschädigt. Vermifchtes. =[ Die Opfer der russischen Revolutionäre.] Ein Petersburger Blatt stellt anläßlich des Attentats auf den Großfürsten Sergius eine Liste der von den russischen Revolutionären seit 25 Jahren ermordeten hohen Beamten und Fürstlichkeiten auf: 16. August 1878 General Mesenzew, Chef der geheimen Polizei. 22. Februar 1879 Fürst Krapotkin, Polizeichef in Charkow. 13. März 1881 Kaiser Alexander II. 30. März 1882 General Strelnikow, Staatsanwalt in Odessa. 27. Dezember 1883 Sudeikin. Chef der geheimen Polizei und sein Neffe Sadowski. 11. Januar 1890 Hauptmann Solotuschin, Chef der Moskauer geheimen Polizei. 27. Februar 1902 Bogoljepow, Minister der Volksaufklärung. 15. April 1902 Sipjagin, Minister des Innern. 19. Mai 1903 General Bogdonowisch, Gouverneur von Ufa. 17. Juli 1904 Plehwe, Minister des Innern. 17. Juli 1904 Andrejew, VizeGouverneur von Jelisawetpol. 1. August 1904 Oberst Boguslawski, Haupt- Administrator des Distrikts Sormalin im Kaukasus. 17. Februar 1905 Großfürst Sergei. Die Ermordung des General- Gouverneurs von Finnland, Bobrikom, und des finnländischen Senats prokurators Johnsson ist nicht auf dasjenige der russischen Revolutionäre zu setzen. Dagegen haben diese in den letzten Jahren noch eine ganze Anzahl Attentate ausgeführt, die gar nicht oder nur zum Teil erfolgreich waren: so auf Pobjedonoszew, auf den Genetal Wahl in Wilna, den Fürsten Obolenski in Charkow, den Fürsten Galizin, Generalgouverneur des Kaukasus, den Polizeimeister Metlenko in Bjelostok und Baron Korff. - [ Das Geschenk der St. Louiser Möbelfabrikanten für das Hohenzollernmuseum] in Berlin wurde dem Reichskommissar Lewald feierlich überreicht. Es ist ein Spazierſtock, der zur Erinnerung an die Weltausstellung dienen soll. Der Stock ist von dem Holzschnitzer Bahner aus Material hergestellt, das von dem ersten bei den Vorarbeiten für die große Weltmesse auf dem Ausstellungsgelände gefällten, ( Wildkirschen-) Baume stammt. Er zeigt die vortrefflich ausgeführten Bildnisse des heiligen Ludwig, dem die Weltausstellungsstadt ihren Namen verdankt, Friedrichs des Großen, Georg Washingtons und des Ausstellungspräsidenten Francis. - [ Schlechte Zähne.] Von den Nürnberger Schulfindern haben nur 0,56 Prozent gesunde Zähne. Es sind 4576 Anaben und 4981 Mädchen schulärztlich untersucht worden. Schlechte Pflege vor allem, dann aber auch mangelhafte Ernährung wurde als Ursache dieses betrübenden Gesundheitsstandes erkannt. - [ Ein kleiner Schlankopf.] Aus Mittelfranken wird folgendes hübsche Schulerlebnis mitgeteilt: In Ermazzhofen hatte der Lehrer angeordnet, daß die kleinen Schüler am Montag früh in der Schule frische Taschentlicher vorzeigen müssen; er hatte seine leicht begreiflichen Gründe dazu. Da bringt nun ein Junge ein altes und ein frisches Sacktücherl zum Vorschein. Auf die Frage des Herrn Lehrers, was es denn mit dem alten Taschentuche für eine Bewandtnis habe, antwortete der kleine Knirps, dem der Unterschied von„ Sie" und„ Du" bisher nicht beizubringen war, schlagfertig:„ Dös weis i dir, unn da nei schneuz i mi, vasteast?" Kunft und Wiffenfchaft. PS Gin neues Krebsheilmittel will der italienische Arzt Depace ce aus Lecce entdeckt haben. Er fand das neue Mittel rein zufällig, als er einer Patientin wegen eines anderen Leidens Injektionen mit Chinin und gewissen anderen Subſtanzen machte, die er vorläufig noch geheim hält. In der Gesellschaft der römischen Spitalärzte wurde dem neuen Verfahren ein günstiges Prognostikum gestellt. FP Die Bekämpfung des Zwergwuchses. Der Wiener Prof. v. Wagner erprobt derzeit die Wirksamkeit der bekannten Schilddrüsentabletten bei Kretinismus. In seiner letzten flinischen Vorlesung führte er seinen Hörern eine 27jährige Patientin vor, welche ein hervorragendes Symptom des Kretinismus, nämlich Zwergwuchs, aufwies. Die Patientin hatte trotz ihres Alters kaum die Größe eines zehnjährigen Kindes erreicht. Bei ihrer im September vorigen Jahres erfolgten Aufnahme in die Klinik maß sie bloß 116 Zentimeter Körperlänge. Die Patientin war nun einer Kur mit Schilddrüsentabletten unterzogen worden und trotz der kurzen Dauer der Behandlung hat sie bereits 3½ Zentimeter an Körperlänge gewonnen. Unter der Behandlung wurde auch ihr Temperament lebhafter, sie wurde geistig viel regsamer und ihre Auffassungsfähigkeit hat zugenommen. Auch dieser Jall beweist nur die Richtigkeit des von Professor Wagner propagierten Verfahrens bei der Behandlung dieser schweren Krankheit. Fahrgelegenheit für fagt eine Berbeffer zu, wenn man m Bensheim im flare ftelle Dienheim wer des Abg. Dann Direttion in Frant nadh Nebenbahnen Wichtigkeit des E teinem anderen Finanzminifter üffe man eben mfände zubill Mutwoch Morge > Das Gießen gibt d folgendes bekannt: 1. Die Aus angen und Paß 25. März d. Js. 2. Die bis jet brachten Wohnung fel bwebel zu meld 25. März d. J. notiz erhalten hat, lich seinem Bezirk nicht mehr gültig die weißen Baßn Saaften felbft orderungen, bez diesem Lage in Die Au bareine der V Ausstellung in beendet und z preußischen Zud ur Stonfurrenz fandt werden. ( S) Achtun Sanauer Bra Stengel, der eine Brief gerichtet, de Der Direktor füh Brauereibefizer an aftungsboll" unter enem Antwortschre b, ihm seien of Lig feitsformen nic trengte der Brauer Dorettor an, währ Gogoblunger lagte. Das S Beleidigung be Sprach dagegen es Achtungs Beleidigung " 31 als Berufungs r Grünbe Berein zur He unübert koohen, bra NUR ANTI 25 T Anibertroffen C.Naumann oche". Der groß orts, der in der icf findet, hat bei ehrere bedeutende eine große interHessischer Landtag. Darmstadt, den 28. Februar. Die Sigung wird um 111 Uhr durch den Präsidenten zeitig zum Schuge aller nützlichen Sing- und Nußbögel in Feld und Wald gebildet. Die erste Aufgabe des Vereins muß es unseres Erachtens sein, dafür zu sorgen, daß für die Zukunft die so sehr nüßlichen für dieselbe Zeit, Haas eröffnet. Die Beratung des Hauptvoranschlags wird Metsen nicht mutwillig weggeschossen werden. ves beginnen und Bofal im Werte mit Kap. 10, Staatseisenbahnen, fortgesetzt. Finanzminister Gnauth bespricht die Petition der Beamten der früheren hessischen Ludwigsbahn um Befreiung von den Pensions§ Grünberg. Der hiesige Ortsgewerbeverein beschloß in einer am Sonntag abgehaltenen Versammlung, in der Prof. Brockmann- Offenbach über„ Gasinzessin Luise von beiträgen. Er erklärt sich bereit, das Gesuch um Befreiung oder elektrische Beleuchtung" referierte und auch Verren Magner und von Pensionsbeiträgen an maßgebender Stelle zu unterstüßen. treter der Firma Siemens& Schuckert das Wort erjei jo weit zurech. Abg. Heidenreich wünscht die Förderung des Eisenbahn- griffen, beim Gemeinderat ein Elektrizitätswerk, Selbstverwaltung baues im Odenwald, um der ärmeren Bevölkerung bessere dessen Kosten sich auf 60-70 000 Mt. belaufen dürften, bezüge überlassen Erwerbe quellen zuzuführen. Abg. Frenay wünscht bessere dungssucht hätten Bahnhofsverhältnisse für Bentheim und weist auf die dort affenboten scheint Verhaftete ist der hn aus Fürstent bisher die Tat; nd fann man nur verhängnisvollen Wunderbar nal und von zu beantragen. auch die übrigen Bauwerke. Vom Bahnhof HeldenbergenWindecken wird die neue Linie in starker Kurve durch eine große Unterführung unter der Bahn Hanau- Friedberg und der parallel laufenden Chouffee in die Windecker Wiesen über die Nidder, die Straße Heldenbergen- Windecken und weiter unter dem Nidderfeld nochmals über die Nidder geführt. Hierzu sind zwei Flutbrücken und eine Straßenbrücke erforderlich, welche ca. 10 Meter Höhe und eine Spannweite bis zu 33 Meter erhalten. Die Pfeiler der Brücken sind schon größtenteils fundiert. Die Kosten der Vilbel- Stock heimer Bahn belaufen sich ohne Oberbau auf 600 000 mt. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. w Aus der Bürgermeisterei Azbach- Launsbach, 28. Febr. Am vorigen Sonntag traf eine große Zigeunerbande von Wetzlar kommend unter Gendarmeriebegleitung in DuGießen, den 28. Februar 1905. tenhofen ein, um über die angrenzende Hessische Grenze befördert zu werden. Allein, die hessische Polizei mag wohl Strauch zu Gießeu dem Damenschneider Kurz ein paar Gelegentlich eines Umzugs hat der Schreiner Karl schon vorher von der reisenden Horde Kenntnis erhalten haben Stiefel gestohlen. Er wurde mit Rücksicht auf seine vielen und so wurde ihr der Uebeitritt nach Hessen verwehrt. Vorstrafen zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Wegen Die braunen Gesellen wurden daher aa geftrigen Montage Hausfriedensbruchs wurde die Witwe Lina Burk von teils über Kinzenbach, teils über Dorlar nach Krof- Wingershausen durch das Schöffengericht Schotten zu einer Bestimmung über ihre Reise getroffen werden sollte. Ueberall fanden dieselben allseitige Bewunderung, zumal sie in ihrer Begleitung wohl eben so viele Bären mit sich führten als Personen. Man tonnte allein elf Bären zählen, während der Troß von Frauen und Kindern in Wagen nachgefahren wurde. Da ihnen bei ihrer Durchreise das sonst so gewohnte Betteln strengstens untersagt war, so hatte man natürlich auch überall in den Dörfern für ihre Verpflegung zu sorgen. Jedoch mußte ihr Erscheinen in solch dürftiger Kleidung, vor allem aber unter solch abnormen Witterungsverhältnissen Mitleid erregen. Wie wir hören, wurde die Reisegesellschaft von Krofdorf aus bei Wißmar über die Grenze des Kreises Wizlar befördert. vorgekommenen Eisenbahnunfälle hin. Abg. Molthan plädiert für die Errichtung einer Haltestelle in Dienheim, während Abg. Reh die Ausführung der Vahn HersfeldAlsfeld und eine weitere Linie Alsfeld- Ulrichstein befürwortet. Eine Besserung der Fahrplanrerhältnisse in Oberheffen sei dringend wünschenswert. Abg. Pennrich bend bei Bluma Abg. Stöpler wünscht die U bernahme der Strecke Niederspricht den Frachttarif der hessisch- preußischen Gemeinschaft. leisten familie aula- Schlig in die preußisch- hessische Eisenbahngemeinschaft, dorf befördert, woselbst auf dem Bürgermeisteramt weitere während der Abg. Dann auf die Bummelei der Züge zwischen Friedberg und Nidda hinweist. Abg. Ort wünscht die Errichtung einer Haltestelle zu Dietesheim und bessere nen. Die Fahrgelegenheit für die Arbeiter. Finanzminister nauth jagt eine Berbesserung der Bahnhofsverhältnisse in Bensheim zu, wenn man mit der Einführung der Bahn LindenfelsBensheim im flaren sei. Auch die Errichtung einer Haltestelle Dienheim werde man in Erwägung ziehen. Die Klagen des Abg. Dann werde er bei der preußischen Eisenbahndirektion in Frankfurt energisch unterstützen. Mit Wünschen nach Nebenbahnen müsse sich das Haus gedulden; was die Wichtigkeit des Eisenbahnnezes betreffe, so werde Hessen von feinem anderen deutschen Staate übertroffen. Wenn er als Finanzminister nicht alle Eisenbahnschmerzen heilen könne, so müsse man eben angesichts der hessischen Finanzlage mildernde Umstände zubilligen. Darauf vertagt sich das Haus bis eral Strelnikow, Mutwoch Morgen. it einem Güter erzuges wurden onal und Reinäre.] Gin Pe ts auf den Groß ischen Revolutio Beamten und eneral Mesenzen, 1879 Fürst Stra ärz 1881 Staiser r 1883 Sudeikin, fe Sadowski. 1. Chef der Mos. 1902 Bogoljepow, I 1902 Sipjagin, General Bogdo uli 1904 Plehwe, Lokales. 1. März 1905. Das Großherzogliche Bezirkskommando Gießen gibt den Mannschaften des Beurlaubtenstandes folgendes bekannt: Andrejew, Vize quit 1904 Oberst 1. Tie Aushändigung der neuen Kriegebrorder: Distrikts Sormalin ungen und Paßnotizen erfolgt in der Zeit vom 10. bis ürft Sergei. Die 25. März d. Js. durch Vermittelung der Bürgermeistereien. on Finnland, Bofurators Johnsson tionäre zu setzen. noch eine ganze t oder nur zum v, auf den Gene autojus, den Po. in Charkow, den on Korff. belfabrikanten f de dem Reichskom: t ein Spazierftod g dienen soll. Der aus Material her orarbeiten für die sgelände gefällten gt die vortrefflich ig, dem die Welt t, Friedrichs des sitellungspräsiden ürnberger Schul e Zähne. Es sind lärztlich untersucht aber auch mangel s betrübenden Ge Pittelfranken wird inen Schüler am -- 2. Die bis jeßt noch nicht zur dienstlichen Kenntnis gebrachten Wohnungsveränderungen sind sofort dem Bezirksfeldwebel zu melden. 3. Jeder Mann, der bis zum 25. März d. Is. abends keine Kriegsbeordernung oder Paßnotiz erhalten hat, meldet dies sofort schriftlich oder mündlich seinem Bezirksfeldwebel.- 4. Die vom 1. April ab nicht mehr gültigen, alten roten Kriegsbeorderungen und die weißen Paßnotizen sind am 1. April durch die Mannschaften selbst zu vernichten, die neuen, gelben Kriegsbes orderungen, bezw. die neuen, weißen Paßnotizen sind an diesem Tage in die Militärpässe einzukleben. ] Die Auswahl der Rinder, mit denen die Zuchtbereine der Vogelsberger Rindotehrasse die Ausstellung in München zu beschicken gedenken, ist jetzt beendet und zwar sollen aus Oberhessen und dem preußischen Zuchtgebiet je ein Stier mit fünfzehn Kühen zur Konkurrenz gegen das bayerische Höhenvieh gefandt werden. 11 (§) Achtungsvoll oder Hochachtungsvoll? Ein Hanauer Brauereibefizer hatte an den Brauereidirektor Stengel, der eine andere Brouerei leitet, einen gesdäftlichen Brief gerichtet, der mit„ Achtungsvoll" unterzeichnet war. Der Direktør fühlte sich beleidigt, weil frühere von dem Brauereibesizer an ihn ergangene Briefe immer mit„ Hochachtungsvoll" unterzeichnet gewesen waren. Er rügte das in einem Antwortschreiben und warf darin dem Brauereibefizer bor, ihm seien offenbar die einfachsten kaufmännischen Höflichkeitsformen nicht bekannt." Wegen dieser Bemerkung ftrengte der Brauereibesißer eine Beleidigungsflage gegen den Direktor an, während dieser auf Grund der Unterlassung des Hochachtungsvoll" gegen ersteren ebenfalls w gen Beleidigung lagte. Das Schöffengericht verurteilte den Direktor wegen Beleidigung des Brauereibesizers zu 50 Mt. Geldstrafe, prach dagegen den Brauereibesizer frei; in der Anwendung dis„ Achtungsvoll" anstatt des Hochachtungsvoll" sei keine Beleidigung zu erblicken. Die Straffammer Hanau erkannte als Berufungsinstanz ebenso. In Ermashofen tücher vorzeigen rinde dazu. Da iches Sacktücherl Lehrers, was es Bewandtnis hal erschied von„ Sie fchlagfertig:„ Do east?" chaft. er italienische Arzt nd das neue Mittel egen eines anderen iffen anderen Gul heim hält. In der rde dem neuen Ver Ut. r Grünberg. Hier hat sich vor einigen Tagen ein Verein zur Hebung der Vogelzucht, aber auch gleich . Der Wiener Prof. feit der bekannten In seiner letzten rern eine 27jährige Symptom des Kreies. Die Patientin eines zehnjährigen ber vorigen Jahres fie bloß 116 Zentinun einer Aur mit und trotz der furreits 3% Zentimeter Behandlung wurde arde geistig viel regzugenommen. Auch bes bon Profeffor Behandlung dieser PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten u. backen NUR 50% Ersparnis gegen Butter! AMTLICH GLÄNZEND BEGUTACHTET: SALUTARIS TOILETTE- FETT- SEIFE NUR unübertroffen für Haut- u Ceintpflege: Rein, mild, sparsam. C. Naumann, Seifen- u. Parfümeriefabrik, Offenbach a.M. " " A Lollar. Im Saalbau zur Linde war am vergangenen Samstag Abend Prinz Karneval mit Schellenkapp und Beitsche eingezogen. Die„ Liedertafel" feierte diesen Einzug durch einen wohlgelungenen Masten ball in Geftalt eirer Kirmes". Viele ,, Budenbefizer" hatten sich eingefunden. Im Panorama fonnte man sogar schon die fertige Lollarer Wasserleitung bewundern." Gesangverein Munter" errang sich ohne Zweifel durch Vortrag seines " Hesselänner" Liedes den ersten Preis auf der ganzen, Kirmes". „ Stadtleut"," Harlekins" und Zigeuner tummelten sich im fröhlichen Gewimmel" zwischen dem Groß der Blaufittel". Um Mitternacht gab's die gefürchtete Rreppelzeitung. Wieviel sie diesmal Unheil angerichtet hat, läßt sich natürlich jetzt noch garnicht absehen. Ueber den Schluß des Festes liegen zweierlei Meldungen vor. Eine offiziöse" spricht von einem Früh- Nachhause- Kommen". Wegen der Mehr deutigkeit dieser Fassung schließen wir uns dem offiziellen" Bericht an, daß erst in später Stunde an den Aufbruch gedacht wurde, nachdem man zu Ehren Seiner Narrheit sämtlichen Künsten, auch der des Gambrinus, ausgiebigft gehuldigt hatte. " " § Elpenrod. In hiesiger Gemartung hat sich zum Zwecke der Ent- und Bewässerung von Grundstücken unter dem Namen„ Wassergenossenschaft im Grund" eine Genossenschaft gebildet. ? Ulrichstein, 28. Febr. Am Sonntag traten hier eine größere Anzahl Interessenten zur Verwirklichung des Eisenbahnprojetts Mücke- Ullrichstein zusammen. Eg wurde eine Deputation gewählt, die demnächst behufs Beschleunigung des Projeftes in Darmstadt vorstellig werden soll. Auch einige Gießener Herren nahmen an der Verſammlung teil. K Frankfurt a. M., 28. Febr. Den Erstickungstod durch Stimmrißenkrampf fand in Abwesenheit der Mutter das 2 Jahre alte Söhnchen der Wittwe Wagenbach. Geldstrafe von 10 Mt. verurteilt. Sie hat trotz Verbots Wilhelm Appel betreten und die Hausbewohner belästigt, die Hofraite, des mit ihr im Prozeß stehenden Landwirts dieses Erkenntnis eingelegte Berufung wurde kostenpflichtig was Anzeige und Bestrafung zur Folge hatte. Ihre gegen zurückgewiesen. hafte Bleichereibefizer Karl Friedrich Bloch von Schlit Der zur Zeit in Worb( Schweiz) wohnhatte sich wegen Betrugs und Vergehens gegen die Konfursordnung zu verantworten. Nachdem er bis Mai 1902 für fich allein eine Bleicherei betrieben hatte, schloß er mit Richard Binßer einen Vertrag, inhaltlich dessen sie sich zu einer offenen Handelsgesellschaft vereinigten. Bloch stellte die Grundstücke, während Binßer das bare Geld ein schoß. Hierbei verschwieg Bloch 20 000 Mt. Schulden und dieses ist der Grund der Anklage. Als nach furzer Zeit der Konkurs über die Firma ausbrach, erfolgte Anzeige. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß bei richtiger Angabe der Vermögensverhältnisse der Vertrag doch zustaude gefommen wäre. Aus der bloßen Verschweigung der Schulden sei ein Betrug nicht zu erblicken. Es erfolgte dieserhalb Freisprechung von der Betrugsanflage. Wegen Unterlassung der Bilanzziehung wurde auf 10 Mr. Geldstrafe exfannt. Ein Urteil des Schöffengerichts Bad- Nauheim, das die Ehefrau des Philipp Stock von Rödgen, wegen Beleidigung der Ehefrau des Heinrich Stock, zu 3 Wochen Gefängnis wegen fortgesigter Beleidigung verurteilt hatte, wurde bestätigt. - Gießener landwirtschaftlicher Wetterbienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 2. März. Meist trüb, Temperatur wenig verändert, mehrfach Niederschläge. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Bartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Gärtner für Privatarbeit, 1 Wagner, 1 Wagen lackierer, 1 Schreiner, 1 Bäcker 2 Glaser, 1 jüngerer Hausbursche, 10 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen 1 Köchin, 1 Laufmädchen, 1 Bureaugehilfe. Es suchen Arbeit: 1 Epengler, 1 Lackierer, 1 Puzfrau, 1 Glaser, 1 Kaufmann, 1 Verkäuferin, 1 Hausbursche, 1 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 Kellner( hier oder auswärts) 1 Diener, Kassierer oder Portier, 1 Kinderfräulein oder Stüge der Hausfrau, 2 Lauffrauen, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet! K Höchst a. M., 28. Febr. Bei der Zwangsversteigerung des Höchfter Brauhauses gaben bei der Tere von 210000 Mt. die Firmen F. W. Gelbert, Malzfabrik in Kaiserslautern, und Malzfabrik Mellrichstadt Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe bas Höchstgebot von 200000 wt. ab. Jede der Firmen hat in dem Konkurse 100000 f. zu fordern. K Bingen, 28. Febr. Zu dem Selbstmord des Direttors Martin aus Ludwigshafen und der ledigen Hedwig Jacobi aus Dessau wird ist mitgeteilt, daß Martin verheiratet und Vater eines Kindes, Hedwig Jacobi die Tochter eines Justizrats in Dessau ist. + Büdesheim. Der Bau der Vilbel- Stock Heimer Bahn schreitet räftig vorwärts. Nachdem vor einigen Tagen von den Arbeitern das sogenannte Durchschlagsfaft gefeiert worden ist, wird nunmehr mit dem vollständigen Ausbau des Tunnels, welcher wohl das swterigste Werk der ganzen Strecke ist, begonnen. Sehr interessant sind Verdingung. Zum 11. März d. J. sollen für die Provinzial. Siechenanstalt in Gießen die fowie die Fleisch und Wurstwaren Bittualien, Badwaren, Milch, Seife und Soba 2c. Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. la. glasierte Steinzeugröhren aller Dimensionen nebst allen Facons. Hot- u. Straßenlinkkaften, Kaminauffäße etc. etc. Aus hartgebrannter, glasierter Tonmasse: Viehkrippen und Schweinetröge. Bekanntmachung. Samstag, den 11. März 1905, nachmittags 22 Uhr. sollen bei dem Turmhaus am Brand 1. die städtischen Marttlauben und die nuter dem Turmhaus befindlichen Keller für die Zeit bom 1. April 1905 bis Ende März 1906, 2. die Obstverkaufe pläne am Neueuwegertor, am Selterstor, am Neustädtertor, am Dewaldsfür die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 vergarten und Ecke der Westanlage und Bahnhofsgeben werden. Straße Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau eingesehen bezw gegen eine Schreibgebühr von auf unbestimmte Zeit öffentlich meistbietend verpachtet 1 Mt. in Empfang genommen werden, woselbst Offerten Gießen, den 27. Februar 1905. werden. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. mit der Aufschrift: ,, Lieferung an Fleisch- und Wurstwaren, oder Viktualien, Backwaren 2c. für die Provinztal- Stechen- Anstalt" versehen, bis zum Eröffnungstermin 11. März, vormittags 10 Uhr, Möbl. Zimmer Hoher Nebenver dienst Verwaltung der Provinzial- Siechenanstalt in der 1. Etage billig zu verm. Gießen, Dommstraße 44. einzureichen find, Oberhessen. d. Vertrieb leicht vert. Artikel. 3. Müller, Jversgehofen- Erfurt. Nr. 51 Erklärung. Mit Rücksicht auf einen Artikel in dieser Zeitung, überschrieben ,, Durchgebrannt", welcher ein Bureau„ Justitia" in Siegen betrifft, erkläre ich, um Verwechselungen vorzubeugen, daß ich mit diesem Bureau nichts zu tun habe. Joh. Cüsters, Inhaber des Inkassobureaus., Justitia" Giessen, Seltersweg 52. Turn- Verein Giessen. ( Gegr. 1846.) Sonntag, den 5. März, in der Turnhalle: Grosses karnevalist. Konzert mit reichhaltigem humoristischem Programm. Anfang 4 Uhr nachmittags. Eintritt: Herren 30 Pig, Damen 20 Pig. DieGeburt eines fräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Ludwig von Münchow und Frau Gyda geb. Larsen. Apenrade, d. 28. Fbr. 1905. Der Vorstand. Fahrräder, erstklassig, direkt Zu dem am 7. und 8. März a. c. hter stattfindenden Viehmarkt empfehle ich den Herren Handelsleuten| von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65. an. Prima Holz- Versteigerung im Bekanntmachung. Das städtische Tiefbauamt, Bürgermeisteretgebäude, Gießener Stadtwald. 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Fortfe Maria ni Sals der Mu auf fie ein; fie ernfter Beforgn nod in andere mit dem fie oft boren wäre, ehe lage feine Bera jid bererbt habe Sier hob M melte: Aber bar- so ma Aber nic aber hast du Sie sprad liche Einvern Nur San für alle Frag fich ein, daß alte Geschicht bereint auf i Wie lang bald sie mit i Frau bon Ende Oktober Redingen. Er hausen erit aus ganzen Famili fiehst, vor Mitt fallen. Wir m unsicherem, ent Sandra stöl In Marias = lichen Ermahn nicht in mißbil Eichen 4 Rm. Nußholz, Buchen: 6,70 m. 1 St. II. l.= 1,70 Fm. 8 III. I. Münchholzhausen. Eichen: 4 St. I. l. 12,00 Fm., 5 II Kl.= 10,41 Fm., 14 III. l.= 9,78 Fm., 12 IV. l.= 2,39 Fm., 13 Stangen I. Klasse und 23 Nm. Nußholz. Bollnkirchen. - = wiefen hätte. Aber der Er den Kopf in d ich fonnte es Großmama i würdest! Das 1 0,75 m., Wäre ich dod einer so troft Schluchate fo mit den zärt „ Wenn i hätte," sagte Etchen: 2 St. 1. Kl.= 5,66 Fm., 4 II. I.= 6,41 Fm., 1 III. KI. 1 IV. I.= 0,09 Fstr., 3 Stangen II. l. und 4 Nm. 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