empelfabrik ttenstr.16 el jed. Art billigst und Portemonnaies 2.25 Stempel v. 20 Pf. Yan. Westerb.gr... 8. den aus den 1, Wirberger Caute, Sohl hainer Wald Stämme: 1,32 Fitm., 2,45 Fitm. 1,51 Fitm. = 14 Fitm )= 4 Fitm 2,65 Fitm = 1 Fitm., 4,55 Fitm, A.( 30 bis hten IV. Al. 76 Fichten Fitm., 16 cdm.) 11-14 cm I. AI. tannen IL im Diftrit 1204. Nur 3 ten Güter mögenswer unadft bor Differmager C.) ist ber 1 seine bei emeinschafi Anteilsrecht 10 000 ME ein, so be: en mütter von ihner Nehmer Anteil der Anteil, der ig, schnell hat feinen egte Güter gisch, da ja tlichen Ab berftorbe Frage ob verstorbenen ftand, zu ausgeschloffen men wir mun und 8 war n fortgesetter erlaffung von B. allein und en ist und in in dürftigen ne Bitive be B. Millionen Pfennig! An auch nicht etwa Anteil, der in arüber verfügt De der Kinder feine Witwe inen Anteil an in verschiedener der durch Vereinfach dadurch die Berzichts Amisgericht mündlich abDann muß ichtlich oder lärung bei a noch der ten oder der Dem Verzicht nlingen Mit eine zur beffe ng. Der Ber gt erft mit der Denn das Gericht er wegen Unbe geftriebene Mit burch einen Ver überlebenden Che Abtömmlingen ge vor einem Amts genügt nicht, daj ht hat die gleichen des Berzicht ohne Ben und dann nur beift alfo nach dem nden den anderen Dabei ist es gleich aber hat oder nicht inder hat, fo, ale dhe nicht vorbanden fung von Kindern en eine Abfindung gegeben wird. Diee egten Gütergemein lebenden Ehegatten mmlingen getroffen die spätere Zeilung ut gewährte Abfin leid beftimmt wer Der gemeinfchaftlichen ig bag mit biefem rb, weil fonft später Nr. 27. Jasertionspreis: Die einfpaltige Betitzeile für ganz OberBeffen, die Sieffe Weylar und Marburg 10.8fg. sonft 15 Big. Reklamen bie Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Rebattion u. Haapterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Mittwoch, den 1. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattebetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Indemnitäts- frage. ( Von unserem parlamentarischen Berichterstatter.) Das Plenum des deutschen Reichstages hat mit germgeren Schwierigkeiten, als sie in der Budgetkommission hervor= getreten sind, schließlich die Regierungsforderung für Südwestafrika genehmigt und Indemnität erteilt. Die grundfäßlichen Gegner unserer Kolonialpolitik und unseres Kolonialsystems haben, wie unschwer vorauszusehen war, selbstverständlich die Gelegenheit benutzt, um der Kolonialverwaltung ihre vermeintlichen Sünden vorzuhalten. Der Kolonialdirektor Dr. Stübel hat im allgemeinen mit viel persönlicher Würde und auch mit gutem Erfolg die Angriffe gegen sein Amt und seine Untergebenen abgewehrt. Erfolg wurde ihm quittiert in Form einer Genehmigung der von dem Reichskanzler nachgesuchten Indemnität für die bereits geleisteten Ausgaben. Damit ist ein ernster Konfliktsstoff zwischen Regierung und Parlament aus der Welt geschafft und zugleich auch den Interessen unserer Kolonien in bester Weise Rechnung getragen. Der Denn daran ist von vornherein festzuhalten, daß die Reichsregierung die Ausgaben für Südwestafrika nur deshalb bereits bewilligte und auch effektuierte, ehe der Reichstag über die Anforderung noch sein Votum abgegeben hatte, um hierdurch während der Kriegsoperationen Zeitverluste zu vermeiden, nicht aber um das Budgetrecht des Reichstages zu ignorieren und in kränkender Weise die Rechte des Parlaments zu verletzen. Das Parlament nahm übrigens auch nur an den Ausgaben für die Beschleunigung bereits geplanter Bahnanlagen und für die Vorarbeiten neuer Bahnprojekte Anstoß, weil sie in diesen keinen direkten Zusammenhang mit den Kriegsoperationen anzuerkennen vermochte. Diese Auffassung ist indes nur zum Teil richtig. Die Beschleunigung der Bahn der Stawigesellschaft und ihre Durchführung bis Omaruru steht zweifellos in einem ursächlichen Zusammenhang mit den Kriegsoperationen und dem Kriegszweck. Dank der Taktik unserer Truppen wurden ja allerdings die Operationen am Waterberg früher beendigt, als selbst die genauesten Kenner der afrikanischen Verhältnisse vorauszusehen vermochten. Wenn dies der Fall war, so ist uns bereits die kurze Strecke der Otawibahn sehr zu statten ge= fommen. Der Kriegszweck aber geht erst jetzt seiner Erfüllung entgegen. Denn er läuft darauf hinaus, das Gebiet der Kolonie, wie der Kolonialdirektor auch in der legten Reichstagsverhandlung erklärte, mit seinen reichen Erzlagern und seiner natürlichen Fruchtbarkeit auszubeuten. Um aber dieses Ziel zu erreichen, ist es unbedingt nötig, daß unser Verkehr und auch die Anlegung von Garnisonen einen Stüßpunkt in einer Eisenbahn erhält, und je früher die Arbeiten hierfür begonnen werden, um so mehr dürfen wir auf einen Erfolg dieses Unternehmens rechnen. Die Vorarbeiten für den Bau einer Eisenbahn von Windhuk nach Der Eselsmüller und die Falschmünzer. 2) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Einen Brügel hatte Heiner feinen, deshalb nahm er die Säbelscheide. Kaum hatte der Esel einige Hiebe bekommen, so stand er wie ein unschuldig Lämmlein. Sieh'st Du Bursche, vergeblich war der Heiner nicht bald zwanzig Jahre bet den Ulanen. Er weiß wie man solch Asevteh zahm macht.". Doch als Heiner wieder anfing zu ziehen, ging's auf's neue rückwärts. Der Eselsmüller lag ganz in der Nähe in Laub und unter Buschwerk versteckt. Er hatte das ganze Selbstgespräch des Grünrocks gehört. Rehobot aber fallen unmittelbar in den Kriegszweck hinein, denn nach ihrer Erledigung fönnte sofort der Bau durch unsere Pioniertruppen begonnen werden. Das aber würde ganz wesentlich die Operation gegen die Witbois fördern. Die Frage ist nun, ob die Regierung nach formalen Gesichtspunkten verfahren sollte und den Reichstag hätte zusammenberufen müssen, um die für notwendig und dringlich erachteten Ausgaben bewilligen und dadurch den Gang der Entwickelung verlangsamen zu lassen, oder ob der Status in Südwestafrika jede Verlangsamung ausschloß. Dieser Fall scheint uns vorzuliegen und infolgedessen hat die Reichsregierung dem Interesse der Wohlfahrt unserer Kolonie, unserer Ansiedlung und unserer Truppen mehr durch ungesäumte nangriffnahme der notwendigen Arbeiten gedient, als wenn sie erst den Reichstag zusammenberufen und dessen Entscheidung herbeigeführt hätte. Das Mitbestimmungsrecht des Parlaments bei den Ausgaben des Reiches schließt die Verantwortlichkeit der Regierung für die sachgenöße und den Verhältnissen entsprechende Wahrnehmung unscrer Interessen nicht aus. Eine Regierung, die aus formalen Gründen notwendige Arbeiten versäumen würde, nur, um das Budgetrecht des Reichstags zu respektieren, würde er.tschieden nicht im Geiſte unserer Verfassung handeln. In folher Fragen muß gegen einander abgewogen werden, welches Interesse das dringlichere ui, und die Beantwortung dieser Frage ist im vorliegenden Falle nicht schwer. Sonach war der Beschluß des Reichstags durchaus sachgemäß. Der Krieg in Oftalien. Das völlige Mißlingen des russischen Umgehungsverluche gegen den linken japanischen Flügel steht jetzt außer allem Zweifel. Die Verfolgung der Russen durch die Japaner ist nach dem nachstehenden Telegramm aus London bereits auf der ganzen Linie aufgenommen worden: Nachdem die Japaner die Russen über den Hunho getrieben hatten, septen sie die Beschießung des Feindes auf der ganzen Linie vom 28. Januar nachmittags bis 29. Januar mittags fort. Die Russen antworten nur schwach. Die Japaner suchen jezt Kuropatkins rechte Flanke zu überflügeln. Ueber die Einzelheiten des mißlungenen russischen Vorstoßes verlautet noch aus japanischer Quelle: Mischtschenkos Versuch, den japanischen linken Flügel zu umgehen und dessen Vormarsch aufzuhalten, mißlang und endete mit einem raschen Rückzug gegen den Liaho. Griepenberg wurde auf dem rechten Ufer des Hunho von Oku, der durch Nogis Trupen verstärkt ward, heftig bedrängt und ging unter blutigen Nachhutkämpfen eiliaft auf Schalinvu zurück. KuroDer Erfolg war ein urkomischer. Der Esel fing sofort an zu Bocken. Hinten schlug er aus, vorn sprang er wie ein Ziegenbock in die Höh'. Heiner packte die Verzweiflung. Sattel hatte er feinen unter sich. Die Sporen fonnte er dem Esel nicht einsehen, denn seine Beine reichten ja bis fast zur Erde. Doch er wollte es wagen, aber im selbigen Augenbide, als er die Beine hoch zog, flog er über des Esels Kopf hinweg zum Graben hinein. Der Esel aber trabte ruhig weiter und dem Käuzchens Nufe folgend, lief er zum Walde in den Schlangenwindungen zurück. Heiner erhob sich mühsam, er hatte doch. wie er meinte, einen verteufelten Sprung getan. Seine Hüften haltend, wollte er zu seinem Pferde; doch was sah er? Nirgends war etwas von seinem Schimmel zu erblicken. ,, Auch das noch, mein Pferd fort?" Nun wohin patkins Bemühen, den Rückzug Griepenbergs durch Entsendung von Verstärkungen zum Stehen zu bringen, mißlang. Oku verfolgt die Truppen Griepenbergs energisch. Von russischer Seite wird bisher zugegeben, daß die umfassenden Kavallerietewegungen von den Japanern zum Stillstand gebracht worden. Ebenso werden die russischen Verluste in Höhe von 10 000 Mann bestätigt.. Doch heißt es in Petersburger Depeschen, daß die Verluste der Japaner noch größer sein sollen. Was Kuropatkin sonst noch meldet, ist nur eine breitere und recht uninteressante Wiederholung bereits bekannter Vorgänge. Die Unruhen in Russland. Wenn an einer Stelle des weiten russischen Reiches die Flamme des Aufruhrs gedämpft ist, glüht sie alsbald an anderer Stelle wieder empor. Was in Petersburg am„, blutigen Sonntag" begann, hat sich in Warschau in gleicher Weise wiederholt. Schon seit mehreren Tagen hatte die Gärung in Warschau einen besonders starken Grad angenommen, so daß das Militär verstärkt und der Belagerungszustand verhängt wurde. Dadurch ist aber wohl die Volksmenge nur noch mehr gereizt worden, denn als der Mob anfing, Unfug zu treiben, setzten sich die streikenden Arbeiter in Bewegung. Schreckensszenen in Warschau. Es kam zu blutigen Zusammenstößen. An verschiedenen Stellen gab das Militär Salven auf die Menge ab. Die Zahl der Getöteten und Verwundeten wird auf 500 angegeben. Trotzdem wuchsen die Volkshaufen immer mehr an, und sie gehen ihrerseits gegen die Soldaten vor, die sich durch Schüsse und Messerstiche bedroht sehen. Eine Art wahnsinnigen Hanges zu Aufregung und Abenteuern, vielleicht auch eine Ekstase des Selbstaufopferns macht sich geltend. Namentlich junge Mädchen stürzen sich an die gefährlichsten Stellen, als suchten sie den Untergang. In den Häusern fehlt es an Nahrungsmitteln. Der Hunger treibt die Bewohner auf die Straßen. Neue Verhaftungen. Die Verhaftungen unter den Intelligenten nehmen ihren Fortgang. Sie erfolgen meistens bei Nachtzeit. So wurden in Kiew zwei der hervorragendsten Professoren, Fürst Trubetkoi und Scheljesnow, verhaftet. Die Herero im englifchen Hfyl. Die überlebenden Herero bieten alles auf, die englische Grenze zu erreichen. Ihre Erwartung, daß sie dort in Sicherheit seien, hat sie nicht getäuscht. Die Engländer betrachten die Räuber und Mordbrenner als„ kriegführende wahr ich Heiner heiße und mein Ernst Pastor in Dings- da ist." ,, Au," schrie er dann. Im Eifer hatte er seine schwieltgen Füße vergessen, deshalb war er ja Berittener. Nicht eine Wegstunde konnte er gehen wegen seinen elendigen Schwielen an den Füßen. Nun es war auch schlimm. Andere Menschen haben wohl Hühneraugen an den Füßen, Heiner aber hatte, wie er spötisch sagte, einen Feuerspeienden Berg" unter jeder Fußsohle. Ja hätte er sie wegfluchen können, dann wären sie schon längst fort. Seine arme, aber sehr gebildete und fromme Frau wollte ihm das Fluchen abgewöhnen. Aber o weh! Da hatte sie sich doch geirrt. Desto schlimmer quollen die Fluche aus seinem Munde. Doch znrück; wo war sein Gaul? Hatte denn der Teufel in dieser Gegend sein Spiel! Er war Protestant, hier alles stockkatholisch. Sollte dieses die Ursache sein? ,, Elender Wicht, mein Grautier ist flüger als Du, würde es wohl seinen Weg genommen haben? Weder Dann, nun denn nehme ich den Kampf auf mit allen warts ab, wer der größte Esel ist." So sprach leise der Eselsmüller. Er hätte laut auflachen mögen, als er die ohnmächtige Wut des Grenzjägers sah. Ja, sein Grautier hatte er gut gelernt. Dem Heiner fiel ein, er habe einmal irgendwo gehört, ein Esel ließe sich von einem Fremden nur regieren wenn sich derselbe darauf setze. Jezt probte er dieses. Der Esel hielt still und schien froh zu sein den fönigItchen Grenzjäger Heiner tragen zu dürfen. Denn munter trabte er dem Ausgange des Waldes zu, wohin ihn Heiner regierte. ,, hätte ich mich doch gleich druff gesetzt," sprach Heiner laut zu sich selbst. Muß mich der Teufel reiten, daß ich mich so lange mit' nen Esel rum balge." , Haft's gut gemacht, Herr Grenzaufseher Heiner, soweit wollte ich Dich haben. Jezt fißt Du ausge. zeichnet, nun gute Reise, Grünrod," sprach im nächsten Augenblick der wieder langsam hervorgekommene Eselsmüller. Hohnlachend schaalzte er nur mit seiner Zunge und ließ dann einen Uhuruf erschallen. auf der ziemlich geraden Landstraße, noch im Felde sah er eine Spur. Er fluchte alles heraus, was er aus seiner Soldatenzeit noch wußte. Aber es half nicht's, sein Pferd kam deshalb doch nicht herbei. Der verdammte Eselsmüller, dieser Eselstreiber, der Vagabund und Spizbube, ja wer weiß was der Halunke noch alles ist, der allein war an seinem Unglück schuld. Blamiert hatte er, der Königliche Grenzbeamte, sich in der ganzen Gegend. Er, der stolze Heiner, den man gerade deshalb hierher versetzt hatte, weil alle seine Vorgänger sich unfähig erwiesen, wie er meinte. Nun hatte dieser Kerl mit seiner Zippelmüße ihm den Streich gespielt. Der leibhaftige Satan, von dem sein Ernst predigte, mußte mit dem Eselsmüller im Bunde sein, sonst fonnte ihm dieser Streich nicht gelingen, ihn den alten erprobten Heiner zu überlisten. " Doch Kerl", schrie er laut ,,, Dich mit samt dem Teufel treibe ich noch aus meinem Grenzbezirke, so Teufeln. Halt, mein Ernst muß mit, der wird diese Dickköpfe schon belehren.- ,, Au, Au," schrie er aufs neue ,,, die verd..... Knoten da unter meinen Füßen. Herr Gott sei mir gnädig, wo ist mein Gaul? Wäre mein Gaul da, dann holte alle Eselsmüller ein heiliges D.... wetter. Doch was fasele ich. Der Gaul muß herbei und sollte ich ganz Hüften und Neheim zum Einfangen aufbieten. Der Eselsmüller war ihm heimlich ohne Zipfelmüze gefolgt und hatte auch das Selbstgespräch" des Heiner gehört. Er hatte laut aufjauchzen mögen, doch er wollte seine offene Freude sparen bis später. Er hatte das Pferd in rasendem Galopp über Neheim laufen sehen. Die Steichbügel machten es immer wilder, weil sie ihm stets wider den Leib schlugen. Heiner ging bis auf die Heerstraße, dann konnte er nicht weiter. Fluchend setzte er sich unter einen Vogelbeerbaum und wünschte nur einen halben„ Ohrt" ( 2 Liter) Schnapps, oder daß ihn der Teufel hole. ( Fortsetzung folgt.) Bartei" und gewähren ihnen Unterschlupf in ihren Befizungen. Während bisher mit einigem Zögern zugestanden war, daß kleinere Trupps auf englisches Gebiet übergetreten seien, sind diese Trupps nun allmählich zu einer recht ansehnlichen Menge angewachsen. 1800 Herero auf englischem Boden. Auch Samuel Herero ist es gelungen, dem Strick, der seiner nach Gebühr und Verdienst im deutschen Heerlager wartet, zu entgehen, und auch ihn hat man auf englischer Seite aufgenommen und gewährt ihm Sicherheit. Ein Bericht des deutschen Generalkonsuls in Kapstadt übermittelt eine Aufmachung des englischen High Commissioners, also einer gewiß wohlunterrichteten Persönlichkeit, die besagt: Ende November betrug die Zahl der in die Nähe des Ngami- Sees geflüchteten Herero einschließlich Frauen und Kinder rund 1800. Außer dem Häuptling Samuel Maharero und seinem Sohn Friedrich Maharero befanden sich zu obigem Zeitpunkte auf englischem Gebiete ferner: Nikodemus, angeblich der Häuptling der zu den Herero gehörenden Owabangerus, sowie die Kapitäne Johannes und Tjetjo. Ob die Engländer für das gewährte Gastrecht von den schwarzen Herrschaften biel Dank und Freude ernten werden, bleibt abzuivarten. Kein Ovambo- Aufstand. Die Erfolge der Unserigen in Südwestafrika haben auch schon den Erfolg gehabt, daß die Stämme, die bisher noch nicht in den Aufstand einbezogen waren, Bedenken tragen, sich gegen die Deutschen aufzulehnen. So versichert der Ovambohäuptling Nehale, daß alle Gerüchte, als ob er gegen die deutschen Truppen vorgehen wolle, unzutreffend feien. Die Tatsache, daß Nehale seine waffenfähige Mannsd, aft beisammenhält, möchte er jetzt damit erklären, daß er eine Straferpedition der Deutschen befürchte. Bomben- Attentate in Paris. Die in Rußland lodernde Flamme hat auch nach anderen, räumlich weit abliegenden Gegenden übergegriffen. Besonders in dem ,, berbündeten" Frankreich haben die revolutionären Zuckungen im Zarenreiche eine Erregung verursacht, die bereits zu Bombenattentaten führte, bei deren einem vier Personen schwer verwundet wurden. Der Hergang wird folgendermaßen geschildert: Wie an vielen anderen Orten, hatten auch in Paris die antirussischen Elemente eine Versammlung vorbereitet, um gegen die Vorgänge in Petersburg zu protestieren. Die Versammlung war sehr stark besucht. An 6000 Personen waren anwesend. In Frankreich besteht die ausgesprochene Gegnerschaft wider das Zarentum in den sozialistischen Kreisen, und deren Führer haranguierten ihre Anhänger, indem sie der Erwartung Ausdruck gaben, daß nun bald in Rußland die soziale Demokratie ans Ruder kommen werde. Kaum war die Versammlung beendet und die Führer, die Deputierten Jaurès, Pressensé und Vaillant, hatten das Lokal verlassen, als 33815 eine schwere Explosion Das neue Ministèrium Rouvier wird alles aufbieten müssen, um derartige Anschläge zu verhindern. Ein Bom benattentat, das eine große Anzahl von Opfern erforderte, könnte Herrn Rouvier leicht verhängnisvoll werden. Die Politik. Eine Konferenz zur Regelung der Arbeitsverhältnisse im Fischindustriellen- Betriebe ist unter Vorsitz des Beirats für Arbeiterstatistik, Präsidenten van der Borght, im Dienstgebäude des Statistischen Amts zu Berlin abgehalten. Es waren 30 Arbeitgeber und 31 Arbeitnehmer, unter letzteren auch Frauen, erschienen. Die Wünsche der Industriellen betrafen besonders die Berücksichtigung der eigenartigen Lage des Gewerbes in Bezug auf die Arbeitszeit für Frauen. Es wurde geltend gemacht, daß eine fest geregelte Arbeitszeit für Frauen, wie sie in anderen Betrieben eingeführt ist, in der Fischindustrie infolge der Unregelmäßigkeit der Fänge nicht durchzuführen ist. Die Regierung ist geneigt, den Wünschen der Industriellen entgegenzukommen und Ausnahmebestimmungen einzuführen, die im Interesse der Betriebe wie der Arbeitnehmer liegen. Als Fabrikbetriebe im Sinne des Gesetzes sind nach dem Ergebnis der Beratungen nur solche Fischräuchereien, Marinieranstalten und Bratereien anzusehen, die mindestens 20 Personen beschäftigen. ertönte und in der bestürzten Menge eine große Verwirrung entstand. Gegen das Haus Nr. 13 in der Avenue de la Republique war eine Bombe geschleudert. Sie fiel mitten unter eine Gruppe Polizisten und republikanischer Garden, die dort zur Ueberwachung der Versammlung Aufstellung erhalten hatten. Vier Personen, zwei Frauen und zwei Polizisten, trugen nicht unerhebliche Verwundungen davon, einem Nationalgardisten wurde das Gewehr zertrümmert. Große Verwüstungen waren ferner im Nebenhause angerichtet, in dessen Erdgeschoß eine Wirtschaft sich befindet. Dort waren sämtliche Fensterscheiben und Spiegel zertrümmert. Es ist geradezu als ein Wunder anzusehen, daß der Anschlag nicht weit größere Verheerungen angerichtet hat. Die Bombe war mit Schuhnägeln und alten Eisenstücken gefüllt, und die Ladung wurde bis auf 30 Meter hin umhergestreut. Anarchiftenfurcht in Daris. Eine Erklärung, wie es zu diesen furchtbaren Vorgängen gekommen, ergiebt der folgende Bericht, der zugleich die Gefahr erkennen läßt, in der sich Paris infolge des massenhafen Zuströmens russischer Flüchtlinge befindet: Paris, 31. Januar. ** * Die Genehmigung der Handelsverträge durch den Bundesrat ist erfolgt. In einer unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Grafen Posadowsky abgehaltenen Sizung wurden die sämtlichen sieben Verträge angenommen. Amerika. Der Präsident der Vereinigten Staaten versäumt keine Gelegenheit, um sich populär zu machen. Seine neuesten Ansprachen zeigen Roosevelt als Friedensfreund und Gesetzgeber. Vor den Schiffsfähnrichen der Marine- Akademie trat er in warmen Worten für die Schiedsgerichtsverträge ein, ermahnte aber auch die Akademiker, gut schießen zu lernen, denn in den modernen Kämpfen zur See seien die Besiegten nicht aus Mangel an Mut, sondern aus Mangel an Vorbereitungen oder aus Mangel an Verteidigungsmaßregeln unterlegen. In einer Botschaft an den Kongreß triti Roosevelt für eine Statistik der Ehescheidungen als Grundlage für einen Ausbau der Gesetzgebung auf diesem Gebiete ein. Die Ehescheidungsgesetze seien zu lar und würden in einzelnen Staaten mangelhaft gehandhabt, worunter die Achtung vor der Heiligkeit der Ehe leide. Mit einem Schlage stehen wir wieder mitten in der Bombenfurcht. Und das hat mit seinen revolutionären Zuckungen das Zarenreich vollbracht. Denn die Kunde von den Ausbrüchen in Petersburg, Moskau und Warschau ist es, die unsere Anarchisten dazu angetrieben hat, ihr schreckliches Handwerk wieder aufzunehmen. Deutfcher Reichstag. ( 130. Sigung.) Nab und fern. Zur Verm Der Einz herzogs, der Br Lich in die feftlic borgefehenen Weif Salonwagen bef Bahnhofsballe ein funden, wie fchon Inf. Regts. Nr. des Herrn Hau gefeßten, der Preußen, Bring † Der Verbleib der Charcotschen Südpolarexpedition ist bisher noch immer nicht aufgeklärt. Die Korvette„ uruguny", die am 10. Dezember mit den Beamten der neuen meteorologischen Station nach den Süd- Orkney- Inseln abgegangen und beauftragt war, dabei nach der Charcotschen Südpolarerpedition zu forschen, ist in Punta Arenas eingetroffen. Von dort meldet der Befehlshaber, er habe die ganze Bransfieldstraße und den Belgischen Kanal durchfahren und sei bis zum 61,57 Grad westlicher Länge gelangt, ohne etwas über die Expedition zu erfahren. Ebensowenig sei etwas von ihr auf den Inseln Deception und Winkie zu hören gewesen, wo Charcot nach der bei seiner Abfahrt von Buenos Aires getroffenen Vereinbarung die letzten Nachrichten hinterlassen wollte. Vermutlich sei Charcot genötigt gewesen, einen anderen Weg einzuschlagen. Von der Exgroßherzogin Melitta von Hessen erzählt man sich in Koburg eine romantische Geschichte. Sie soll, als sie die Verlobung ihres einstigen Gemahls erfuhr, die vier ihr von ihm geschenkten herrlichen Schimmel kurzerhand haben erschießen lassen, ja nach einer Version selbst erschossen haben. In Koburger Hoffreisen wird diesem Gerücht allerdings energisch widersprochen. Ein heimtückischer Anschlag auf eine Hofschauspielerin wurde in München verübt. Kurz vor der Vorstellung erhielt die Hofschauspielerin Reubke durch einen Dienstmann ein Packet. Als sie es öffnete, züngelte ihr eine giftige Natter entgegen. Die Schauspielerin rettete sich nur durch schnelles Beiseitespringen. Der Absender des Packets ist bis jetzt unbekannt. Ein falscher Geistlicher ist in Aachen verhaftet worden. Er entpuppte sich als ein mehrfach vorbestrafter Dienstknecht namens Mack. In seinem Besize befanden sich 1000 Mark, die er sich zusammengebettelt hatte. Der Schwindler trug Ordenshabit, Brille und Sandalen. Das Opfer der Giftmischerin v. Häusler, Diarie Wagner, die bekanntlich seinerzeit von der Stiftsvorsteherin des Marimilian- Stiftes vergiftet worden war, liegt in einem Münchener Krankenhaus links der Far im Sterben. Sie hat sich seit dem Attentat nicht wieder erholt. Staditommand Staatsminifter Großherzo laffende Braut grüßung der tommpagnie p Maria spielte folge die Fro Fürftenhymne marich. Dem 3u Golms fowie die Game und Dorothe Reifeleid mit ein gaben fich dann bon der nach Lau Menschenmenge erften bierspännig Pferdegefchirre und der von z Großherzog und Aweiten Wagen und Fürft un und Prinzes beiden Schm das Gefolge tombinierten unter Komm b. Antony fe Schwadron di Fahrt an der Ehrenpforte an an der Spige begrüßte. Auf dankte der Gr währenden I haltenden Men Die Genickstarre in Oberschlesien nimmt immer größere Ausdehnung an. Bisher sind neun Orte des oberschlesischen Industriereviers von der Epidemie befallen. Königshütte hat 59 Erkrankungen und 30 Sterbefälle. CB Berlin, 31. Januar. Bei der heute fortgesetzten zweiten Beratung des Na ch= frags für Südwestafrika entspann sich eine längere Diskussion über die Forderung von 1,75 Millionen Mark zur Beschleunigung des Baues der Otavibahn bis Omaruru. Uber diesen Posten ist bekanntlich schon in der Budgetkommission ein heftiger Meinungsstreit entstanden, da die Summe zum großen Teil bereits verausgabt ist. Nachdem die Regierung deshalb die Indemnität nachgesucht hat, wurde von der Kommission die Annahme beschlossen, aber mit folgendem Vermerf:„ Soweit aus dieser Summe Ausgaben Lestritten worden sind, welche nicht lediglich durch die Mehrkosten der Beschleunigung des Baues verursacht sind, sondern zu dauernden Anlagen verwendet wurden, sind dieselben zurückzuerstatten." Im Plenum sprachen sich nun heute auch die meisten Redner für die Bewilligung der Forderung aus, aber nicht einer war, der nicht das Vorgehen der Regierung getadelt hätte. Es wurde ihr zum Vorwurf gemacht, daß sie einen Vertrag mit der Otavigesellschaft resp. mit der Firma Koppel abgeschlossen hat, ohne den Reichstag vorher zu befragen, es wird ihr aber weiter und vor allem zum Vorwurf gemacht, daß sie bei Abschluß des Vertrages die Interessen des Reiches nicht genügend wahrgenommen habe, daß der Vorteil allein auf seiten der Firma zu finden sei. Kolonialdirektor Dr. Stübel bestritt zwar, daß dieser Tadel berechtigt sei, aber er überzeugte niemand; im besten Falle waren die Abgeordneten bereit, der Kolonialverwaltung den guten Glauben zuzuerkennen. Aus diesem Grunde, der ja auch ausschlaggebend für die Neigung der Mehrheit ist, die InSemmität zu gewähren, wurde schließlich die viel umstrittene Forderung genehmigt. Ein zweiter Punkt, der längere Erörterungen hervorrief, war die Entschädigungsfrage. Die Regierung verlangt zur Hilfeleistung aus Anlaß von Verlusten infolge des Eingeborenenaufstandes" 5 Millionen Mart. Die Budgetkommission beantragt, nur 3 Millionen zu bewilligen und zwar für die durch die verschiedenen Aufstände im ganzen Schutzgebiet geschädigten Ansiedler. Der Abgeordnete Potthoff schließlich beantragt, die 3 Millionen zu genehmigen, aber nur für die durch den Hereroaufstand Geschädigten. Kolonialdirektor Dr. Stübel trat entschieden für die Regierungsvorlage ein, aber er hatte jetzt nicht mehr Erfolg als vorher. Im Gegenteil, indem er erflärte, was jetzt nicht bewilligt werde, müsse die Regierung in einem weiteren Nachtragsetat doch fordern, verstärkte er nur die mit Bezug auf diesen Punkt oppositionelle Gesinnung des Zentrums. Dieses und die freisinnige Volkspartei ließen durch ihre Redner, die Abgg. Erzberger und Kopsch, verkünden, daß sie eine Entschädigungspflicht überhaupt nicht anerkennen, daß sie aber bereit seien, in einem gewissen Umfange Notstandsgelder zu gewähren. Herr Kopsch fügte noch hinzu, daß seine Freunde eine Unterstüßung der großen Farmer für unangebracht halten, den kleinen hingegen gern helfen möchten. Zwar Mr. Jaurès will von einer Beteiligung der Anarchisten an dem Anschlage in der Avenue de la République nichts wissen. Er ist der Meinung, daß die russischen Polizeiagenten, die, wie er behauptet, seit Jahren in Frankreich eine bedeutsame Stellung einnehmen in der Besorgnis, diese Position nunmehr zu verlieren, die Bombe geschleudert hätten. Die Polizei ist aber offenbar anderer Meinung. In einer kleinen Staffeeschenke der Avenue de la République, in der sich die Anarchisten versammeln, nahm sie mehrere Verhaftungen vor, darunter die eines ihr seit langer Zeit bekannten Anarchisten, namens François, ferner eines Angestellten einer Zementfabrik, namens Bailly, und des Studenten der Rechte Chevalier. Letterer hatte eine kleine Brandwunde an der Hand, von der er indessen behauptet, daß er sie sich selber beigebracht habe. Das Attentat in der Avenue de la République steht übrigens nicht vereinzelt da, ein Beweis dafür, daß ein planmäßiges Vorgehen im Werke ist. Vor dem Hotel Long, in dem der russische Botschaftssekretär Prinz Trubekkoi wohnt, wurde eine Bombe gefunden, aus der eine Lunte hervorragte. Sie wurde gelöscht und die Bombe zur Untersuchung auf die Polizei geschafft. Dort ergab sich, daß sie mit Glas angefüllt war. Sie hatte die Form einer Flasche und zwei Röhren, von denen die eine von Metall, die andere von Glas war und eine Säure enthielt. Die Bombe war sehr mangelhaft konstruiert; man ist der Meinung, daß sie feinen großen Schaden hätte anrichten können. Immerhin muß auch sie als ein böses Anzeichen betrachtet werden. Die Polizei ist der Meinung, daß der Anschlag aus den Kreisen der russischen Flüchtlinge stammt und daß er eigentlich dem Gebäude der russischen Botschaft gegolten hat. Da aber dieses zu scharf bewacht wurde, trug man die Bombe an die Wohnung des Botschaftssekretärs. Preussifcher Landtag Haus der Abgeordneten. |( 129. Situng.) Eine zähe Natur muß der Eigentümer Kairies zu Skroblienen bei Tilsit haben. Bei dem starken Froste der Weihnachtszeit war der Mann unterwegs in angetrunkenem Zustande liegen geblieben, wobei ihm Hände und Füße erfroren. Anstatt sich zu einem Arzte zu begeben, versuchte er die Heilung durch allerlei Hausmittel. Als die Zehen dabei zu eitern anfingen, entledigte er sich ihrer durch eigenhändiges Abkneifen mit der Zange. Nachdem die„ Stümpfe" verheilt sind, ist der Mann wieder wohl und munter auf den Beinen. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein eigenartiger Vergiftungsprozeß, der seinerzeit großes Aufsehen im ganzen Lande gemacht hat, kam vor dem Schwurgericht in Freiburg zur Aburteilung. Ein jüngerer Landwirt aus Eimeldingen hatte versucht, seinen Schwieger vater dadurch aus dem Leben zu schaffen, daß er in dessen Garten abgefallene Aepfel mit Stecknadeln anbohrte und dann Strychnin einführte. In der Tat las der Schwieger bater die giftigen Aepfel vom Boden auf und erkrankte von deren Genuß; nur der raschen Hilfe eines Arztes verdankt er seine Rettung. Das Schwurgericht verurteilte den Schuldigen zu fünf Jahren Zuchthaus. RK Berlin, 31. Januar. In einer turzen Sigung wurde heute schnell und ohne Zeilnahme des schwach besetzten Hauses die Beratung über den Justiz etat zu Ende geführt und dieser Etat sowie eine Reihe kleiner Nebenetats bewilligt. Der Justizminister Dr. Schönstedt hatte für die vielen vorgetragenen Einzelwünsche immer wieder ein freundliches und Hoffnung spendendes Wort. Nur den Beschwerden des polnischen Abg. Korfanty über angebliche schlechte Behandlung eines polnischen Redakteurs wies er als durchaus unbegründet zurück. Der betreffende Redakteur habe vielmehr durch Bestechung eines Beamten diesen in großes Unglück gestürzt.- Morgen kommt das Ausführungsgesetz zum Reichsseuchengesetz zur dritten Lesung heran. Kunft und Wissenschaft. MP Der Marschkönig als Romanschriftsteller. Herr John Philipp Sousa, der amerikanische Marschkönig“ und Schöpfer der Washington Post, der mit seiner Kapelle zurzeit wieder in London weilt, hat sein literarisches Herz entdeckt. ,, Bei meiner Ankunft im Carlton Hotel fand ich die Korrekturbogen meines neuen Romans vor," erzählte er dem Vertreter eines dortigen Blattes. Dieser Roman in 80 000 Worten enthält Erinnerungen aus meiner Kindheit; er hat seit zehn Monaten meine ganze freie Zeit beansprucht. Der Schauplatz spielt in Washington, aber über den Titel bin ich noch nicht schlüssig geworden." - Vermifchtes. ( Daß drei Brüder drei Schwestern heiraten,] ist ein Fall, der trotz Ben Akiba wohl faum jemals vorgekommen ist. In Buschwinkel bei Liegnig heiratet jetzt, nachdem zwei Brüder Fedke zwei Schwestern Ludke geheiratet haben, der dritte Bruder die dritte Schwester. [ Der Einfluß des Krieges auf den Wildstand in der Mandschurei.] Ein Heimatswechsel der Fasanen hat sich in Ostasien vollzogen. Im Kreise Nertschinst, wo sonst Ja sanenwild nicht angetroffen wurde, haben sie sich im letzten Winter in großen Mengen gezeigt. Man nimmt an, daß sie aus der so unruhig gewordenen Mandschurei geflüchtet sind. Der Nertschinsker Jagdverein hofft, daß der mandschurische Fasan sich im Nertschinsker Gebiet einbürgern werde, und will Maßregeln zum Schutz der Fasanen veranlassen. freundlicht un Valais, den bo Der Zuzu ordentlicher; c Menschenmenge jehen und beg sehr hübsche alles erstaunt Die Ill beit begann, die übrige S es die übliche bie zahllosen gefchloffen hat hübsch mit B Anzahl berid welche einen Poftgebäude w angebrachte mächtigen durch Ludwigsfäule a prächtigen Ga magisches Flam leuchten. Um 7 16 Sundfahrt Johannisfir rachtvoller Lumige fäule m Li hell erlend Holz fein Spebie in Fren habt haften as Serenade an der sich im alten G des Männe Fahr zu G =[ Fürstliche Sängerhonorare.] Der bekannte italie nische Tenor Enrico Caruso hat für seine drei Lieder um fassende Mitwirkung auf einer Soiree des bekannten Multimillionärs Henry Smith, der von einem Londoner Onkel vor einigen Jahren bei 20 Millionen Dollar geerbt hatte, ein Honorar von 3000 Dollar erhalten. Der berühmte Sänger weilte an dem betreffenden Abend in einem Broadway- Theater, als er sich gegen 10 Uhr erhob und um eine Stunde bat, um einen notwendigen Gang zu besorgen". Noch vor Ende der betrefenden Vorstellung war er wieder da, und war um 12 000 Mark reicher. Auch seine Bezüge von einer hiesigen Phonographengesellschaft, für deren Nechnung er seine Silberstimme in mehrere Schallzylinder hatte erschallen lassen, sind nicht ohne. Der Künstler hatte als guter Geschäftsmann das angebotene Honorar von je 2000 Tollar für vier Zylinder abgewiesen und eine Beteiligung an dem Gewinn beansprucht. Caruso hat kürzlich als seinen Anteil an dem Geschäfte dieses Jahres eine Scheck von 14 000 Dollar( über 56 000 Mark) erhalten. bon Es w chrieben üb durch die haltenen Ret Auffaffung i für und wide wenig fachmän die Sachlage Betriebstechnisch ift bei Berghaulich- 1- gid bon bem Bic brin tehen Mittei rbedition til bette Uru n der neuen -Inseln ab Charcotfchen Arenas ein er habe die I durchfahren elangt, obne nsowenig jei 6 Wintie zu Abfahrt von Tetten Nach arcot genötigt Dejjen erzählt Sie soll, als uhr, die bier el furzerhan elbst erschossen Gerücht allerfichauspielerin Borstellung er Dienstmann = eine giftige ich nur durch adets ist bis ftet worden. after Dienstden fich 1000 Der Schwindler Fuster, Marie tiftsvorsteherin liegt in einem Sterben, Sie It. immer größe oberschlesischen Königshütte r Fairies rken Froste der angetrunkenem und Füße eren, bersuchte er Die Zehen dabei Durch eigenhän Die Stümpfe" munter auf 1. der seinerzei at, kam vor dem Ein jüngerer einen Schwieger daß er in deffen nanbohrte und der Schwieger nd erkrankte bon Arztes verdank teilte den Schul aft. er. Herr John rschkönig" und Kapelle zurzeit es Herz entdeďt and ich die Korerzählte er dem efer Roman in meiner Kindheit; Zeit beansprucht. über den Titel bin heiraten,] ift ein Is vorgefommen t, nachdem zwei atet haben, der sildstand in der anen hat sich in I, wo sonst Fa sie sich im legten m nimmt an, daf ndfchurei geflüchtel ft, daß der man Gebiet einbürgera der Safanen beran er befannte italie ine drei Lieder um es befannten Multiem Londoner Onfel Dollar geerbt hatte n. Der berühmte end in einem Broad erhob und um eine Gang zu beforgen" lung war er wieder Auch feine Bezüge haft, für deren Ned Schallzylinder hatte rfünftler hatte als Sonorar bon je 2000 und eine Beteiligung Sat fürzlich als feinen res eine Sched bon rhalten. Zur Vermählung des Grossherzogs. Darmstadt, 31. Januar 1905. Der Einzug der hohen Brant unseres Großherzogs, der Prinzessin Eleonore von Solms- HohensolmsLich in die feftlich geschmückte Residenz ging heute in der vorgesehenen Weise vor sich. Der Sonderzug, aus einem Salonwagen bestehend, fuhr pünktlich um 4 Uhr in die Bahnhofshalle ein. Daselbst hatten sich zum Empfang eingefunden, wie schon gemeldet: eine fombinierte Kompagnie des Inf. Regts. Nr. 117( Großherzogin) unter dem Kommando des Herrn Hauptmann von Stülpnagel, die direkten Vorgesetzten, der Divisionfommandeur, Prinzessin Heinrich von Breußen, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg der Stadtkommandant und die Regimentsmusik; ferner der Staatsminister Rothe Exc. und ein großer Hofstaat. Der Großherzog begrüßte seine zuerst den Salonwagen ver lassende Braut mit Hand- und Wangenfuß, worauf die BeDie Ehrengrüßung der übrigen Herschaften erfolgte. tommpagnie präsentierte, während die Musit den Präsentier Marsch spielte; hierauf schritt das hohe Brautpaar mit Gefolge die Front der Kompagnie ab, wobei die Musik die Fürstenhymne intonierte; hieran schloß sich einmaliger Parademarsch. Dem Salonwagen waren inzwischen noch der Fürst zu Solms- Hohensolms- Lich und Gemahlin, sowie die Schwestern der Braut: Prinzessinen Marie und Dorothea entstiegen. Die Braut trug ein graues Reiselleid mit einfachem Belzbesatz. Die Herrschaften begaben sich dann durch das Fürstenzimmer nach den Wagen, von der nach Tausenden auf dem Bahnhofsplay versammelten Menschenmenge mit brausenden Hochrufen begrüßt. In dem ersten vierspännigen à la Daumont gefahrenen Wagen, dessen Pferdegeschirre auf dem Rücken die goldene Krone trugen und der von zwei Spizenreitern geführt wurde, saßen der Großherzog und die hohe Braut zu seiner Rechten, im zweiten Wagen folgten Prinzessin Heinrich von Preußen und Fürst und Fürstin zu Solms- Lich, im dritten Prinz und Brinzessin Ludwig von Battenberg und beiden Schwestern der Braut; hieran schloß sich das Gefolge in ca 10 Wagen. die Unter Vortritt der tombinierten Eskadron des Drag. Regiments Nr. 23 unter Kommando des Rittmeister Freih. Westerheller b. Antony sette fich der Wagen, dem ein Teil der Schwadron direkt folgte, in Bewegung, um nach kurzer Fahrt an der Ecke der Reinstraße zu halten, wo eine Ehrenpforte angebaut war, an der der Stadtvorstand, an der Spitze der Oberbürgermeister, die Herrschaften begrüßte. Auf die Ansprache des Oberbürgermeister dankte der Großherzog. Die Fahrt ging unter_fortwährenden Jubelrufender die Straßen dicht besetzt haltenden Menge, während das hohe Brautpaar stets freundlichst und huldvollst dankte, nach dem alten Palais, den vorläufigen Wohnräumen der hohen Braut. Der Zuzug von außerhalb ist heute ein außerordentlicher; alle Straßen wogen von einer dichten Menschenmenge, welche die zukünftige Landesmutter sehen und begrüßen will. Auch über die allgemein sehr hübsche Dekoration der Straßen und Häuser ist alles erstaunt. Die Illumination, welche mit Eintritt der Dunkelheit begann, ist ebenso über alle Straßen ausgedehnt, wie die übrige Schmückung der ganzen Stadt; hauptsächlich find es die üblichen kleinen Illuminationswachs- Lämpchen, welche die zahllosen Fenster, von denen sich wohl kaum eines ausgeschlossen hat, schmücken, das Stadthaus ist auf seinem sehr hübsch mit Blumen 2c. gezierten Balfon mit einer ganzen Anzahl verschiedenartiger Gasbeleuchtungsförper dekoriert, welche einen überaschenden Lichteffekt hervorzaubern; das Postgebäude wirkt sehr gut durch seine hinter allen Fenstern angebrachte Stearinkerzen Beleucheung und die beiden mächtigen durch Gas beleuchteten Reichsadler. Rund um die Ludwigssäule auf dem Louisenplatz sind die Gaskandelaber zu prächtigen Gasfackeln urgewandelt, welche durch ihr magisches Flammenmeer den weiten Plaz fast taghell erleuchten. = Um 7 Uhr unternahmen die hohen Herrschaften eine Rundfahrt durch die Stadt. Sehr effektvoll wirkte die Johanniskirche, welche beim Herannahen der Herrschaften in prachtvoller bengalischer Beleuchtung erstrahlte, auch die Ludwigssäule war beim Passieren der Wagen durch bengalisches Licht hell erleuchtet. Darmstadt darf auf diese Leistung mit Recht stolz sein und die hohe Braut wird an ihrer neuen Heimat, die in solchem Lichtermeere strahlte, sicherlich ihre Freude gehabt haben. Gegen 9 Uhr fuhren die hohen Herr schaften in das neue Palais zum Thee. Morgen Mittwoch Abend findet die große Serenade der hiesigen 29 vereinigten Gesangvereine statt, an der sich ca. 500 Sänger beteiligen. Die Sänger werden im alten Schloß 4 Lieder nnter der Leitung des Dirigenten des Männergesangvereins„ Humanitas" Herrn Kapellmeister Fahr zu Gehör gebracht. Der Streit im Ruhrrevier.*) Eine kritische Betrachtung von R. Goebel, Dipl.- Berg- Ingenieur zu Gießen. Es wird in diesen Tagen soviel gesprochen und geschrieben über dieses Thema, daß es fast scheint, es herrsche durch die vielen Preßstimmen und die im Reichstage gehaltenen Reden eine allseitig geklärte und völlig objektive Auffassung über alle Punkte des Streits. Man gibt Urteile für und wider die Arbeitgeber und nehmer ab, die oft sehr wenig fachmännische Kenntnis an den Tag legen. Zu einem die Sachlage beherrschenden Urteile ist eine Kenntnis der betriebstechnischen Momente aber unbedingt erforderlich. Es ist bei dem großen Gebiete der ineinandergreifenden bergbaulich sozialen Frage eine fachmännische Kenntnis nun nicht von dem Privatmann zu verlangen und deshalb sollen " Wic bringen diesen Artikel nur der darin enthaltenen technischen Mitteilungen wegen. diese Zeilen versuchen, auch dem Laien ein möglichst flares| Bild dieser Bewegung, deren Ursachen und Wirkungen auf sozialem Gebiete zu geben, sodaß er an der Hand dieser Darstellungen sich selbst ein eigenes Bild geben und eine Kritik bilden fann. Alle nachstehenden Erwägungen, die sich speziell auf Arbeitnehmer beziehen, sind durch persönlichen Verkehr mit diesen gezeitigt und darum völlig aus dem Leben gegriffen und objektiv gehalten. Ich b. tone dies ausdrücklich. Bei allen Streitigkeiten fällt eine merkwürdige Tatsache auf, daß bezüglich der Lohnfrage so gut wie nichts diskutiert wird. Man kann sich auch sofort bei Betrachtung der Statistik davon überzeugen, daß die gezahlten Löhne im Steinkohlenbergbau des Ruhrgebiets die denkbar höchsten sind. *) Aufgestellt von Professor Heise- Berlin. கசும் 1900 3,12 3,00 4,18 3,59 3,85 1895 2,46 2,43 3,18 3,27 2,85 1890 2,37 2,45 3,49 3,79 3,01 2,50 3,06 59 3 Bei 9,7% 8 31,0,12 : 10 Bei 47,3% 8 11 1901 3,10 2,92 4,07 3,54 3,78 3,06 1902 2,97 2,73 3,82 3,57 3,71 2,94 " 57,3 " 10,1 ,,: 8 31,912 58,0,10 31,2 ,,: 12 11,5 8 : 10 " 34 6 " " " 65,1 8 0,2: 12 52,5 10 8-9 10 8-9 0,112 67,98 0,3: 12 32,0,10 8-9 6 9 9,5 9 9,4 9,3 2,33 นอน ajpo gunmao изрпад = 100 изфок Löhne der Bergleute auf 1 Schicht im Kohlenbergbau*) BraunHallenser Schichtdauer der unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergarbeiter. fohlenberg Oberschlesien Niederschlesien bau gunu -1306 чэрпад -100 uǝlpv Ein Häuer( Bergarbeiter, der die Kohle loshaut) fteht sich in 8 Stunden- Schicht auf täglich 8-9 Mt., im Durch schnitt auf 5-6 Mt. Bieht man die Kosten für Sprengmaterial c. ab, so ergibt sich der in der Tabelle angegebene Betrag. Ein Verdienst von 150-180 mt. ift dort an der Tagesordnung, es gehen die Verdienste aber noch höher, je nachdem das Gedinge, wie bei forciertem Betrieb, z. B. Auffahrung eines Wetterquerschlages, Verdämmung, Stapelausbau, Gegenortsbetrieb und erhöhte Produktion infolge guter Konjunktur. Es sei hier gleich der Meinung entgegen getreten, daß von Seiten der Werksbeamten Ueberstunden von den Bergleuten zu machen verlangt werden. Ein Steiger weiß sehr wohl, daß er sich hierbei straffällig machen würde; er fragt deshalb ausdrücklich von Fall zu Fall, ob der Betreffende die Arbeit ausnahmsweise ausführen will. Wird dies verneint, so gibt es Arbeitswillige genug, die einen Nebenverdienst gerne mitnehmen und die verlangte Arbeit ausführen. ( Fortsetzung folgt.) Lokales. 1. Februar 1905 ** Die zweite Kammer wird am Dienstag den 7. Februar, zu ihrer 84. Sigung zusammentreten. Hauptgegenstand der Beratung ist die Regierungsvorlage über den Hauptvoranschlag der Staats- Einnahmen und-Ausgaben für 1905. K Der Erste Ausschuß der Kammer legt in dem Staatsvoranschlage der Regierung nahe, eine Verstaatlichung der Mobiliarversicherung näher zu treten, weil sich die Feuerversicherungsgesellschaften weigern, besonders feuergefährliche Betriebe aufzunehmen. K In dem Staats- Hauptvoranschlage sind 14 neue Lehrerstellen vorgesehen, 12 für Oberlehrer und 2 für seminaristisch gebildete Lehrer. Die neuen Stellen verteilen sich auf Friedberg, Gießen, Darmstadt, Mainz, Worms und Offenbach. *** Wie uns die Staatsanwaltschaft mitteilt, trifft das umlaufende Gerücht von der in den nächsten Tagen zu er folgenden Ueberführung Huddes nach Köln nicht zu, doch würden dort Ermittelungen in Sachen des Prozesses Hudde gemacht. Hudde leugnet nach wie vor. ** Der Herbergsverband für das Großherzogtum Hessen und Hessen- Nassau, der 21 Herbergen zur Heimat umfaßt, hielt dieser Tage in Frankfurt eine Jahresversammlung ab. P Wie uns mitgeteilt wird, unterbleibt in vielen Fällen die polizeilich vorgeschriebene Anmeldung der Kinder, welche in gewerblichen Betrieben, in Werkstätten, bet öffentlichen theatralischen Vorstellungen und öffentlichen Schaustellungen beschäftigt werden. Zu solcher Anmeldung sind nicht allein die Arbeitgeber, welche fremde Kinder beschäftigen, verpflichtet, sondern auch die Eltern, welche ihre Kinder beim Austragen von Waren, Milch, Zeitungen 2c. für dritte Personen helfen lassen. Alle Arbeitgeber, welche beabsichtigen, fremde Kinder zu beschäftigen und alle Eltern, welche ihre Kinder beim Austragen von Milch, 3- itungen 2c. für Dritte verwenden, mögen die vorgeschriebene Anmeldung und Lösung einer Arbeitskarte nicht unterlassen, um sich vor Strafe zu schüßen. Gleichzeitig verweisen wir auf die amtliche Bekanntmachung des Großherzl. Polizetamts und machen darauf aufmerksam, daß demnächst eine Revision stattfinden wird. § Marburg, 1. Februar. Der Achtuhr Ladenschluß, der hier zuerst auf soviel Widerstand stieß, dürfte bald für alle Branchen eingeführt werden, da einige Geschäftszweige, für die er verordnet worden ist, recht gute Erfahrungen mit ihm gemacht haben. ** Frankfurt, 31. Jan. Ter Mitteldeutsche- Viehhändler- 2 erein hielt am Sonntag hier eine Versammlung betr. V teh markts- Bant ab, in der der Vorsitzende Gutenstein ein friedliches Zusammengehen mit der Bank als das einzige Richtige bezeichnete. Die Versammlung beschloß nach längerer Debatte, daß ein völliges Zusammengehen der Händler mit der Bank jedoch nur dann angängig set, wenn diese von dem Anund Verkauf von Vieh Abstand nehme. Der Aufsichtsrat der Bank soll sich bereits zu dieser Maßnahme entschlossen haben. K Frankfurt a. M.. 31. Jan.( Seu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,20-3,60 Mt., Stroh 1,90-2,20 Mt. Alles per 50 Kilo. Tendenz flau. ** Darmstadt, 31. Jan. Heute Nachmittag fand der feierliche Einzug des hohen Brautpaares in unsere Stadt, deren prächtiges und reiches Festgewand auch äußerlich die herzliche und freudige Anteilnahme ihrer Bevölkerung an dem bedeutungsvollen Abschnitt im Leben unseres hohen LandesHerrn befundet, statt. K Mainz, 31. Jan. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung fam es bei dem Antrage, einen Kredit für das Hohzeitsgeschenk des Großherzogs zu bewilligen, zu einer lebhaften Auseinandersehung. Gefordert wurden 8930 Mart als Beitrag der Stadt Mainz zu dem von den theinhessischen Städten als Hochzeitsgeschenk gestifteten Bild der Braut des Großherzogs, das von Professor Kaulbach in München gemalt worden und 15000 Mart foften soll. 2 Vertreter der sozialdemokratischen Partei, Seel und L.-A. Adelung sprachen sich gegen die Bewillung des Kredits aus. Wenn sie selbst wie die ganze hessische Arbeiterschaft, so führten sie aus, für die Person des Großherzogs volle Hochachtung hegten, so fönnten sie sich doch mit einem Geschent aus allgemeinen Mitteln nicht einverstanden erklärte. Man solle das Geld für gemeinnüßige- und Aimen- Zwecke verwenden. Mit großer Majorität beschloß die Versammlung, den geforderten Kredit zu bewilligen, worauf Ob ibürgermeister Dr. Gaßner und Stadtverordneter Ring zusammen 3000 Mt. aus Mitteln, die ihren für Wohltätigkeitszwede zur Verfügung gestellt worden sind, angewiesen, um sie am Vermählun stage des Großherzogs am 2. Februar, an die Armen der Stadt Mainz zu verteilen. K Mainz, 31. Jan. Die Stadt wird demnächst eine Anleihe von 6 Millionen Mt. zu 3½½ Prozent aufnehmen. Geschäftliches. *** Das echte Köstritzer Schwarzbier ist seit dem 17. Jahrhundert als ein vorzügliches Stärkungesmittel für Blutarme und Geschwächte bekannt. Es wird gebraut nach einer uralten englischen Porter vorschrift. Es verdankt seine weite Verbreitung hauptsächlich seiner besonders zweckmäßigen Busammens Bung bei mäßigem Alkoholgehalt enthält es sehr viel Walz und sog. Extraftstoffe, die den Stoffumfaß in hohem Grade fördern. In neuerer Zeit wird es auch vielfach in Lungen- Heilanstalten angewandt, wo man die Schädlichkeit der früher beliebten Verabreichung großer Mengen von schweren Weinen und Spirituosen erfannt hat und das echte köftrißer Schwarzbier als einen sehr zweckmäßigen Ersatz derselben verwertet. Unter Verabreichung vom echtem Köstrißer Schwarzbier sind hohe Gewichtszunahmen bei Schwindsüchtigen, wie bei anderen schwächenden Krankheiten erzielt worden. Der Verwendung von echtem Köftrißer Schwarzbier bei Kranken ist auch deshalb ein hoher Wert berzulegen, weil daselbe wegen seines angenehmen Geschmacks selbst von empfindlichen Kranten gern genommen wird. Man wolle das Köstrißer Schwarzbier nicht verwechseln mit andern Nachahmungen, sondern verlange stets das echte Köstrizer Schwarzbier. Giegener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnertag, den 2. Februar. Rheinhessen und Starkenburg zeitweise heiter ohne Niederschläge, Oberhessen meist trüb, noch geringe Niederschläge. Allenthalben etwas tälter. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gießen. Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Gießen Telephon Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. Ton- und Mosaik- Fußbodenplatten, glaßterte Wandplatten. Alleinverkauf der echten Mettlacher Platten. Besichtig. uns. Ausstellungsräume u. Musterküche gern gestattet. Größt. Lager am Platze in Baumaterialien f. Hoch- u. Tiefbau. Total- Ausverkauf! Total- Ausverkauf! Um mein Lager bis 1. 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Februar, abends 7 Nhr im hiesigen Stadttheater eine Festvorstellung mit folgendem Programm statt: 1. Jubelouverture von Carl Maria v. Weber, 2. Prolog, gedichtet von Alfred Bock, gesprochen von Frln. Josefine Rottmann vom Frankfurter Schauspielhause, 3. Lebendes Bild: Huldigung an das neuvermählte Baar, 4. Anna von Hessen, ein tragisches Spiel in 5 Aufzügen von Theodor Birt. Wir bitten unsere Mitbürger um recht zahlreichen Besuch der Vorstellung und frühzeitige Entnahme der Eintrittskarten bei Herrn Challier. Gießen, 31. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wir sind genötigt. darauf hinzuweisen, daß nach § 10 des Kinderschutzgesetzes Anzeige bei uns zu erstatten ist, bevor ein Kind in irgend einem Betrieb beschäftigt wird. Diese Anzeige ist auch zu erstatten, wenn Kinder ihren Eltern beim Ansiragen von Waren, Milch. Zeitungen etc. für dritte Personen helfen. Die Unterlassung der Meldung und Lösung einer Arbeitsfarte zieht Bestrafungen nach sich. Gießen, den 29. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Holzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 8. Febrnar im Revier Arusburg, nach Zusammenkunft 10 Uhr vormittags am Steinbruch, werden aus den Distrikten Nußgarten, Saifa und Colnhäuserköpfe versteigert: Scheiter: 40 Nm. Buche, Prügel: 230 Rm. Buche, 54 Eiche, 9 Nadel, Stöcke: 6 Rm. Buche, Stammreiser: 830 Buche, 450 Eiche, 30 BuchenNetfer. Donnerstag, den 9. Februar im Revier Felnheim nach Zusammenfunft 10 Uhr vorm. am Pflanzgarten aus den Distriften Scheibel, Tannengarten, Tisch und Hinterwald: Scheiter: 283 Rm. Buche, 4 Eiche, 1 Werkscheit II. I. Prügel: 155 Rm. Buche, 58 Eiche( Ast u. Stamm), Stöcke: 62 Rm. Buche, 35 Eiche, Stammreiser: 355 Buche, 85 Eiche. Ferner 4,5 Rm. Eschenprügel, 9 Mtr. Ig., 2 Eschenstämme 0,27 Fftm., 17 Fichtenftämme 5 Fstm, 39 Fichtenstangen I., 27 II. und 5 III. KI. 5,4 Fstm. == Vergebung von Wasserleitungsarbeiten. Die sämtlichen, zur Herstellung einer Quellwasserleitung für die Gemeinde Trohe bei Gießen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege vergeben werden Schriftliche Angebote sind bis Montag, den 6. Februar 1. Js. vormittags 9 Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Trohe abzugeben, wo alsdann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bewerber stattfindet. Die Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten( Landgraf Philipp- Platz 3) zur Einsicht offen und es können dort Angebotsformulare gegen Erstattung der Selbstkosten entgegen genommen werden. Gießen, den 17. Januar 1905. Der Großh. Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten w. backen 50% Ersparnis gegen Butter! Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel jr. Giessen. Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. 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