Sie? nd durch direkten Bezug erren- Kleiderstoffen iger Wäsche, Ausstat- NEE ings- Artikel jeder Art d sparen? Sie mittelst Postkarte ng unserer prachtvollen ankol Katalog gra Nr. 77. Augsbur eimer& Cie. bart! 8 Ja und Schadn falle nicht rischen Be in den sich immer mehr bar chsmittel herein, denn fo Einzige, wad es zur Ha erhält, wer das berühmte rei ist da ausgeschlossen.m erzwingen, wenn es ift mein Mittel geradezu it Gelehrte, die es ange e bon Dantjagungen und Nichterfolg Betrag zurild. Irztliche Anweisungen on 2 Dosen gratis. Berjand oratorium, Gelsenkirche onnement@ prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. #thebellegen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Sotfenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. ind zollfr Donnerstag, den 31. März 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz hefsen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. font 16 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernſprechausluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Karfreitagsftimmung. Wieder jährt sich der Tag, da einst auf der Schädelstätte Sas Dulderhaupt des Welterlösers am Kreuze erblassend sich meigte. Ueberall in der Christenheit, bei den Protestanten, denen der Karfreitag als höchster Feiertag gilt, wie bei den Statho liken, die ihn nicht außergewöhnlich feiern, gilt der GeDichtmistag des Todes des Heilandes als ein Tag stiller Sammlung und ernster Einkehr. Wir Deutsche zumal, die wir bieten Ihnen von mir in den Tagen der Ostern zugleich das Fest der Aufcht erhalten werden, erstehnung der Natur festlich begehen, fühlen uns in dieser Zeit aran, dass auch Sie ve e viele Tausende tr efern: - bewährten rke Edelwe ohmenden Vertretung, it med Firma mit bezlehen; d erkennt, we alle Ersatz jeder Fahrrad- Reparate elcher Marke und lles Nähere erfahren S cher umsonst und per elchen Standes, versat sch- Wartenberg allen Orten gesucht Glühlicht ng. 100n besonders eigenen Gefühlen ergriffen. Berden und Vergehen, Vergehen und Werden, dies ewige Grundgesetz des Weltalls ist es, das uns in dieser Zeit des rihlingsanfangs, an der Grenzscheide zwischen winterllichern. Tode und lenzlichem Erwachen der Welt, vornehmlich or as geiſtige Auge tritt. Und wenn uns dieſe in der Ohne Strum Explosionssicherl lersparnis. egen Nachnahme. sch, sserstrasse ässig! Natur waltenden vernichtenden und belebenden Kräfte recht zum Bewußtsein kommen, so entsteht in uns die rechte Karfreitagsstimmung, die Stimmung, die unser ganzes Dasein michhumggebend beherrschen sollte. me Oekonom. find. Sield Buche zt im Hause gebräuchlichst Tierheilmittel. Just bei Geflügel, Dosen à 50 brauchen. 1 Ltr.- FL1Mk., Zirwahr, Karfreitagsstimmung ist die rechte Stimmung für die Gestaltung unseres Lebens. Nicht stumm verzagenide Resignation ist es, die der Gedächtnistag von Golgatha in uns auslöst, wenn wir gesund empfinden. Es ist die ernste männliche Stimmung, die in der Ergebung in den umabänderlichen Ratschluß der Vorsehung und zugleich im Vertrauen auf die Vorsehung sich ausspricht. In die Klagen um deen Martertod des Weltenerlösers flingt am Karfreitag bernehmlich schon der Jubelflang der Osterglocken hinein: Die Zuversicht der Wiedergeburt alles dessen, was unvergänglich ist an der Schöpfung Gottes, mildert die Trauer über die Vergänglichkeit des rdischen in ihr. Diese Ergebung in den Willen der Gottheit, die unserem Leben and Tun nach ihrem Ermessen Schranken sezt, und dieses aubersichtliche Vertrauen auf die Gnade der Gottheit, das müssen die beiden Pole sein, um die sich die Achse unserer Weltanschauung dreht. Und zu solcher Weltbetrachtung gibt ider Sarfreitag mit seiner ernsten Bedeutung uns besonderen Anlaß. An amtlicher Stelle sieht man aus dem Umstand, daß Major v. Glasenapp jetzt Omifokorero anscheinend ohne Schwertstreich besetzt hat, daß der beim Anmarsch auf Omifoforero erlittene schwere Verlust durch ungenügende Vorsicht herbeigeführt, nicht aber als ein wirklicher militärischer Erfolg der Herero anzusehen ist. Es ist angesichts dieser zweifelsohne zutreffenden Auffassung doppelt interessant, zu hören, was schon 1893, beim Kampf gegen die Witboois, ein kriegs- und landeskundiger Eingeborener einem deutschen Offizier über die notwendige Taktik in Südafrika riet. In Doves Buch: Kriegs- und Friedensbilder aus der ersten deutschen Kolonie" wird darüber mitgeteilt: ,, Herr Leutnant," sagte der Eingeborene, Sie haben gute Soldaten, und diese leisten mehr als die englischen Truppen am Kap. Dies Land ist aber nicht Deutschland, dies ist ein Schelmenland, und hier kann man nicht genug Vorsicht anwenden. Ich sehe, daß die Gewehre dort zusammengestellt sind, und das ist nicht richtig. In einem Schelmenlande wie diesem muß man selbst im Frieden sein Gewehr stets bei der Hand haben, im Orlog( Krieg) aber soll der Soldat, der im Lager sitzt und in der einen Hand seinen Becher Kaffee hält, in der anderen das geladene Gewehr halten. Und wenn er schlafen geht, so soll er sich nicht niederlegen, ohne sein Gewehr neben sich zu haben. In diesem Lande der schlauen Feinde und der Ueberfälle sollten Sie und alle die Herren, die von Europa herüberkommen, sich doch auch ein wenig nach unseren Erfahrungen richten." Karfreitagsstimmung als Lebensstimmung für unser Wolf, für die einzelnen unter uns! Das muß die Losung meiner Specialpräparate gratis caller iderer sein, die es ehrlich mit ihrem Vaterlande meinen. ein Mittel z.Hervorrufung grossist, als legte der Todfeind aller kraftvollen Betätigung iefervertilgungsmittel bei Gei ein müder, markloser Pessimismus, seine lähmende Hand über das Volk der Deutschen. Diesen Feind gilt es zu bebeste Viehwaschessenz gestämpfen. Unser Volk muß wieder lernen, das VorüberIgungsmittel, unschädlich gehen de und das Ewige zu erkennen; es darf nicht tatlos - U. Fischwitterung, Fl. Hauern über die Vergänglichkeit alles Irdischen, es soll den Cassa oder per Nachnah Frobert Osterglauben an die siegende, auch den Tod über1902. Diplom 1902 u. Mindende Kraft der Idee sich wahren, ihn wiedergewinnen, mo er verloren ging. Lasset die Toten ihre Toten begraben! Wir Lebenden, die wir in fügsamer Ergebung in den Willen der Vorsehung festhalten den Osterglauben an den lebenSt Prachtkatalog enthigen Kern in unserem Volfe, wir wollen wirken an unserem Abbildungen über Ceile, daß unser Volk erstehe aus den Banden des Inutensilien etc. u. Sie werden sifferentismus zu der Erfüllung der Mission, die ihm von ster Qualität stets am allerbier Vorsehung unter den Völkern beschieden ist. ANN, Cigarren- u. Tabaka eapalrer, Packete à 751 Hamburg 20. Versa all. Wel u. portofrei versendes ke, Shag, Rollen, Kan- Sch , 34. Prov. Sachsen. m. 6. H., Berlin O. 27 Fünftausend Meter" Fer Der Herero- Aufstand. r neue Truppentransport für DeutschSüdwest- Afrika befindet sich bereits auf hoher See: Bestern nachmittag ging der Dampfer, Markgraf" mit 500 Pferden und 130 Mann, heute nacht der Dampfer Entreriros" mit 700 Pferden und 170 Mann Verstärfungen von Hamburg nach der Kolonie ab. ten.) D bon Augen forgt," Tachte der Hauptmann. Nehmen wir unsere Belzel Pelze und dicke Handschube famoren. Wenn es so weiterWir haben übrigens schon viertausend Meter überschriften" Brillant!" rief der Oberleutnant freudig, während sie geht, fönnen wir noch eine Tegen. Strede nach oben zurückteilten sich ihre Beobachtungen mit. Sie entleerten den letzten Sandsack bis zur Hälfte und Bur nochmaligen Inspizierung der Truvven Seitdem sind die Gewehrpyramiden bei der Schußtruppe verschwunden, und jeder Soldat trägt seitdem die Waffe stets bei sich. Wie außerordentlich geboten aber die äußerste Vorsicht ist, zeigt der beklagenswerte Vorfall von Owifokorero. gestern vormittag der preußische Kriegsminister Einem in Hamburg ein. Zur Berabschiedung waren bei der Einschiffung der Truppen noch erschienen vom Hamburger Senat der Bürgermeister Dr. Moendeberg und der Senator Dr. v. Melle; außerdem der Kommandeur des Armeekorps Generalleutnant v. Bock und Polach und biele andere Offiziere. Der Krieg in Oftalien. Der Vormarsch der Japaner in Nordkorea wird jetzt lebhafter. Nach Meldungen der russischen Telegraphenagentur aus Mukden haben 10 000 Japaner den Tschintschonganfluß überschritten und gegen 5000 Mann sind aus Tschöngdschu nach Norden ausgerückt. Aus dem Aufstandsgebiet liegen einstweilen Meldungen über neue Vorgänge nicht vor. Zur Erläuterung der jüngsten Angaben des Majors v. Glasenapp über die letzten Bewegungen der Hereros Träger nach Andschu gebracht; auch an Pferden hatten die Japaner große Verluste. Dem widerspricht der amtliche japanische Bericht. Dieser meldet nur ganz kurz die Besetzung der Stadt, nachdem die Russen aus ihren Stellungen geworfen waren. Von Verlusten japanischerseits meldet er nur den Tod eines Offiziers und vier Gemeinen. Verwundet feien zwei Offiziere und zehn Gemeine. Bei dem letteren Ort, der auf der Mitte zwischen Andschu und Widschu liegt, hat wirklich ein blutiges Gefecht stattgefunden, über das bereits der folgende offizielle Bericht des Generals Kuropatkin an den Zaren vorliegt, datiert vom 29. März: Der Sperrungsversuch von Port Arthur wurde im japanischen Landtage auf Grund des Berichtes, den Admiral Logo eingeschickt hat, einer Besprechung durch den Admiral Jamamoto unterzogen. Togo räumt in dem Bericht ein, daß es nicht gelungen ist, die Hafeneinfahrt zu sperren. Zwischen den versenkten Dampfern Vahiko" und dem Yoneyama" sei eine Lücke geblieben. Dann schildert Togo seine Verluste und den Heldentod eines japanischen Kapitäns in folgenden Worten: Zwei Offiziere und zwei Mann sind gefallen, neur verwundet. Die übrigen wurden gerettet und von den Schiffen aufgenommen. Der Offizier Sugino wurde, als er die Sprengkörper in Brand setzen wollte, durch einen feindlichen Torpedoschuß getötet. Kapitän Hirosa vermißte ihn beim Ausschiffen der Mannschaft und kehrte dreimal in das Schiff zurück, um ihn zu suchen, mußte aber schließlich davon abstehen, da das Schiff ihm unter den Füßen fortsank. Als er auf Deck erschien, traf ihn eine Granate am Kopfe und zerschmetterte ihn vollständig. Admiral Jamamoto betonte, daß es sehr schwierig sei, Port Arthur zu sperren und daß der Plan noch weit von der Durchführung entfernt sei. Seit der Ankunft des Vizeadmirals Mafaroff sei offenbar der kriegerische Geist in Bort Arthur wieder aufgelebt. Er hoffe, daß die Russen den Hafen verlassen und die japanische Flotte angreifen werden. Aus Soul kommen Nachrichten, die befürchten lassen, daß der Fremdenhaß in Korea zu gefährlichem Ausbruch kommt. Ueberall, wo die japanischen Bajonette nicht hinreichen, herrscht Anarchie. Die Hauptstraße zwischen Söul und Pingjang wimmelt von Räubern. Die russenfreundlichen Tonghafs haben allen Ausländern und den Christen den Tod geschworen. Auch werden ernstliche Besorgnisse darüber laut, ob für den Fall, daß die japanischen Truppen Niederlagen erleiden, das vorzügliche japanische Offizierkorps imstande sein wird, die vielen zweifelhaften Elemente, die als Kulis mit dem Armeetroß nach Korea kommen, im Baume halten zu können. Solche Feulis haben z. B. in Söul den im koreanischen Zollamt angestellten Deutschen Henschel überfallen und mit Knüppeln lebensgefährlich verlegt. Ich habe die Ehre, Euere Majestät alleruntertänigst von nachfolgender Meldung des Generals Mischtschenko vom gestrigen Tage 10 Uhr abends zu benachrichtigen: Nachdem ich erfahren hatte, daß sich vier feindliche Schwadronen 5 Werft jenseits Tschöngdschu befänden, marschierten wir am 27. d. M. auf Kasson zu und trafen am 28. d. M. 10½ Uhr früh in Tschöngdschu ein. Sobald unsere Vorposten sich der Stadt näherten, eröffneten die Feinde unter dem Schutze der Mauern das Feuer. Zwei Schwadronen saßen sofort ab und besetzten eine an die Stadt anstoßende Höhe, von wo aus sie in einer Entfernung von 600 Schritt den Kampf aufnahmen. In der Stadt befanden sich in einem Hinterhalt etwa eine Kompagnie Infanterie und eine Schwadron Kavallerie. Unsere, noch um 3 Kompagnien verstärkten Mannschaften eröffneten einkreuzfeuer auf die Japaner. Trotz dieses Umstandes und der von uns eingenommenen Stellung leisteten die Japaner tapferen Widerstand und stellten erst nach halbstündigem Kampfe das Feuer ein, um sich in die Häuser zurückzuziehen. An zwei Stellen wurde die Fahne des Roten Kreuzes gehißt. Bald darauf rückten auf der Straße von Sasan zwei Schwadronen Japaner in voller Karriere heran, denen es gelang, in die Stadt hineinzukommen, eine dritte zog sich unter den Salven unserer Leute in Unordnung zurück. Man sah Menschen und Pferde stürzen. Während einer Stunde feuerten unsere Truppen noch auf die in der Stadt befindlichen Japaner und verhinderten sie, die Häuser zu verlassen, um aufs neue auf uns zu feuern. General Mischtschenko mußte sich dann vor anrückenden Verstärkungen zurückziehen, was in voller Ordnung geschah. Nach seiner Angabe gab es folgende dien noch einige Mitteilungen über die in der Meldung lafenapps erwähnten Ortschaften katumba und Otationgea ma gemacht, wohin die Hereros aus OwiFotor ero sich zurückgezogen haben. Okatumba liegt etwa Belm. südlich von Owifokorero am oberen Swakop, an Dem sich, wie bereits unter dem 25. ds. telegraphiert wurde, größere Massen von Herero sammeln. Okatjongeama liegt Alm. westlich von Owikokorero. Nach Okatjongeama und adh Okatumba führen alte Treckpfade", und Okatjongeama i wieder mit Ofatumba durch einen Treckpfad nach dem Süden verbunden. Aller Voraussicht nach wird der zunächſt ad Ofatjongeama abgezogene Hererotrupp von dort auf Bem nach Süden führenden Treckpfade die Vereinigung mit Den oam Swakop stehenden Hereros suchen. Verluste an Toten und Verwundeten Am koreanischen Hof haben die Japaner die Russenfreunde gänzlich aus dem Felde geschlagen. Der koreanische Prinz Pat sandte wegen der strengen Beaufsichtigung der Japaner im Küstengebiet und in der Mandschurei einige Koreaner nach Tschifu als Spione und Kundschafter ab. Die Aufsicht über die Koreaner wurde daher verschärft. auf russischer Seite. Es wurden drei Offiziere schwer verwundet und einer leichter verwundet. Von den Kosaken sind Der drei gefallen und 12 verwundet, darunter 5 schwer. eine der verwundeten Offiziere, Kapitän Stepanow, ist nach einem späteren Bericht Kuropatkins seinen Wunden erlegen. Nach Erzählungen von Einwohnern der Stadt Tschöngdschu, die Kuropatkin übermittelt, haben die Japaner über 100 Tote gebabt und 100 Verwundete wurden durch 500 foreanische Die Politik. Wie erinnerlich, hat sich in Bromberg ein aus Personen aller Stände zusammengesettes Komitee gebildet zur Vorbereitung der Gründung eines deutschen Nationalschatzes für die Ostmark behufs Förderung des Deutschtums, speziell des Handwerks, der Kleingewerbetreibenden und des Kleingrundbesizes. In konservativen Kreisen Posens ist man mit dieser Gründung nicht einverstanden. Der Kampf gegen das Polentum müsse, so wird eingewendet, von der Stadt Posen aus geleitet werden, wo die polnische Propaganda ihren Sitz habe. In Posen sei schon längst der Anfang auf diesem Gebiete gemacht, und lediglich aus taktischen Gründen sei Zurückhaltung geübt worden. Anfang Mai wird in Posen eine Besprechung deutscher Männer aller Stände und Berufe aus den Provinzen Posen und Westpreußen, wie aus Oberschlesien stattfinden, in der unter Teilnahme der großen nationalen Vereinigungen über die Bildung des deutschen Wehrschatzes Beschluß gefaßt werden soll. A zur Statistik der Auswanderung wird jetzt bekannt, daß im vorigen Jahre 36 310 Deutsche über See ausgewandert sind. Von diesen haben 27 614 ihren Weg über deutsche Häfen genommen. Zu diesen 27 614 fommen 268 227 Fremde, so daß die Gesamtzahl der über deutsche Häfen beförderten Auswanderer im Jahre 1903 295 841 betrug. Das Hauptziel der Auswanderung waren die Vereinigten Staaten von Amerika. * Die preußische Regierung plant eine Reform des Taxwesens für städtische Grundstücke. In Städten unter 30 000 Seelen sollen in der Regel„ Tarämter" eingerichtet werden. In größeren Städten sollen vereidigte Taratoren das Targeschäft übernehmen; sie sollen Kaution stellen und dergleichen mehr. Einstweilen handelt es sich um bloße Vorschläge der Regierung, die gegenwärtig den Provinzialbehörden zur Begutachtung vorliegen. " Italien. Zu der wieldung eines englischen Blattes über eine Verschwörung gegen das Leben des Papstes teilt ein römisches Blatt mit: Vor ungefähr 14 Tagen wurde ein Kardinal benachrichtigt, daß in Südamerika eine Verschwö- rung angezettelt worden sei, um den Papst zu töten. Der Kardinal setzte den Papst und die italienische Polizei davon in Kenntnis. Die italienische Regierung entfaltet die lebhafteste Wachsamkeit in der Umgebung des Vatikans; der Polizei in Genua hat sie befohlen, die mit transatlantischen Dampfern ankommenden Reisenden in der schärfsten Weise zu überwachen. Gleichwohl stellt die italienische Polizeibehörde das Gericht von einer Verschwörung in Abrede. Türkei. Wenn Herr Boris Sarasow nicht schon von Natur eitel wäre, er könnte es werden, wenn er sieht, wiewiel er bei den Türken gilt. In Saloniki ging dieser Tage das Gerücht, Sarafow weile in der Stadt. Flugs setzten die türfischen Behörden auf seine Ergreifung, ob lebend oder tot, einen Preis von 2000 türkischen Pfund, etwa 40 000 Mark. In großer Anzahl wurden Photographien von ihm an die Polizeiorgane verteilt! Erwischt hat man ihn natürlich nicht. Aber vielleicht war er auch gar nicht in der Stadt. * Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hat von Gatëa aus an Bord der Hohenzollern" die Fahrt nach Messina fortgesetzt. * ** Die Kaiserin, deren Gesundheitszustand sich in den letzten Tagen sehr gebessert hat, wird am 8. April die jüngeren faiserlichen Prinzen nach Plön zurückbegleiten und im Anschluß daran ihrem Schwager, dem Herzog von Schleswig- Holstein, einen auf etwa 14 Tage berechneten Besuch im Schloß Grünholz abſtatten, um später längeren Aufenthalt in Homburg v. d. H. zu nehmen. Von der Mittelmeerreise ist endgültig Abstand genommen. Die Postordnung vom 20. März 1900 hat laut Verfügung des Reichskanzlers mehrere Aenderungen erfahren, welche am 1. April 1. Is. in Kraft treten. Sie wird in folgenden Punkten geändert: 1.§ 18. Postaufträge zur Einziehung von Geldbeträgen und zur Einholung von Wechselafzepten." a) Der zweite Satz des zweiten Abs. unter IX erhält nachstehende Fassung: Die siebentägige Lagerfriß wird von dem Tage gerechnet, welcher auf den Tag der ersten Vorzeigung oder des ersten Versuchs der Vorzeigung folgt. b) In demselben Abs. ist statt des vierten Satzes zu setzen: Bleibt diese Vorzeigung oder der Versuch der Vorzeigung erfolglos, so wird der Postauftrag bis zum Schlusse der Schalterdienststunden an dem betreffenden Tage bei der Postanstalt zur Einlösung bereit gehalten. Verweigert der Zahlungspflichtige oder dessen Bevollmächtigter bei der zweiten Vorzeigung die Einlösung, so wird der Postauftrag sofort zurückgesandt; ebenso findet sofortige Rücksendung statt, wenn bereits bei der ersten Vorzeigung Zahlung verweigert wird. c) Der zweite Satz des Abs. XV hat, wie folgt, zu lauten: Für die Berechnung der siebentägigen Lagerfrist und für das Verfahren bei der zweiten Vorzeigung gelten die Bestimmungen unter IX. d) Der Text der ersten drei Säße im Abs. XVIII erhält nachstehende Fassung: Postaufträge mit dem Vermerk„ Sofort zurück" oder" Sofort an N. in N." oder" Sofort zum Protest" werden nach der ersten vergeblichen Borzeigung oder nach dem ersten vergeblich gebliebenen Versuche der Vorzeigung bis zum Schlusse der Schalterdienststunden an dem betreffenden Tage bet der Postanstalt zur Einlösung oder Erteilung der Annahmeerklärung bereit gehalten. Wird bei der Vorzeigung die Einlösung oder Erteilung der Annahmeerklärung verweigert, oder ist am Tage der Borzeigung der auf dem Postauftragformular angegebene Tag( IV) bereits verstrichen, so werden die Poftaufträge sofort zurüuck- oder weitergesandt. 2.§ 19. Bostnachnahmesendungen." Unter IV ist als fünftiger erster bis dritter Abs. einzuschalten: Offene Karten mit Nachnahme( Postkarten und Drucksachenfarten) ausgenommen foiche mit dem Vermert„ Durch Eilboten" oder„ Postlagernd" werden an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen nicht zur Einlösung vorgezeigt, sofern nicht der Absender durch einen Vermert auf der Vorderseite der Karte ein anderes ausdrücklich bestimmt hat. Zweite Vorzeigungen von Nachnahmesendungen nach Ablauf der etwa verlangten Einlösungsfrist finden an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen überhaupt nicht statt. Soweit Vorzeigungen an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen bestimmungsmäßig unterblieben sind, werden solche Tage bei Berechnung der Einlösungsfrist nicht mitgezählt. 3.§ 21. Telegraphische Bostanweisungen." Im abs. VI ist am Schlusse des ersten Saßes zu streichen(§ 22)". 4.§ 22. Durch Gilboten zu bestellende Sendungen." a) Die Abs. I und II erhalten folgende Fassung: 1. Auf Verinngen des Absenders fönnen Postsendungen dem Empfänger durch besonderen Boten zugestellt werden( Gilbestellung). Das Verlangen der Eubestellung muß durch den vom Absender durch unterstreichung hervorzuhebenden Vermerk „ Durch Gilboten" ausgedrückt werden. Bezeich uungen wie„ Dringend, Gilig" 2c. sind zur Kundgebung des Verlangens der Eilbestellung nicht ausreichend. Wegen der Zulässigkeit des Verlangens der Eilbestellung durch den Empfänger siehe unter XII. II. Die Zustellung von Eilsendungen erfolgt in der Regel sogleich nach der Ankunft bei der Bestimmungs- Bostanstalt. Während der Nachtstunden von 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh findet jedoch keine Eilbestellung statt; nur wenn der Absender dem Vermerk„ Durch Eilboten" auf der Adresse hinzugefügt hat auch nachts", wird die Eilbestellung auch während dieser Nachtstunden ausgeführt. b) Im Abs. V ist statt der beiden leßten Säße zu setzen: Die oberste Postbehörde ist indes berechtigt, die bezeichneten Gewichts- und Wertgrenzen für bestimmte Drte dauernd oder vorübergehend zu er= weitern und die unter VI festgesetzten Gebühren entsprechend zu erhöhen; ebenso fann die Postbehörde, soweit es sich um Sendungen mit Wertangabe, Bostanweisungen oder Batete handelt, die vom Absender etwa gewünschte Nacht- Eilbestellung beschränken. Die Gießener Theaternenbaufrage hat sich über Nacht zu einer Theaterabreißfrage entwickelt. Nachdem die Herren Gebr. Schwan als die Besitzer des Gießener Festsaales, in welchem das Theater spielt, schon im vergangenen Herbst mit einem Polizeibefehl bedacht waren, ist diesen jetzt ein zweiter Polizeibefehl betr. Feuersicherheit im Stadt- Theater gefolgt, der wie der erste vom Herrn Oberbürgermeister Mecum und ebenso wie jener ohne vorherige Anhörung der städtischen Theater- Kommission oder des Theater- Vereins erlassen ist. Da auch dieses Mal nur der Schwan'sche Saal einen Polizeibefehl erhielt, also vermutet werden muß, daß es lediglich dessen Benutzung als Theatersaal ist, was ihn der fortwährenden polizeilichen Aufmerksamkeit aussetzt, und da die von den Befibern verlangten Aufwendungen sehr bedeutende sind, so haben die Besitzer beschlossen, den Bühnenraum abzureißen, resp. denselben zu einer Vergrößerung des Saales zu verwenden, falls nicht der neue Polizeibefehl zurückgenommen wird. Herr Oberbürgermeister Mecum scheint hierzu aber nicht bereit zu sein, denn er hat bereits angeordnet, daß die der Stadt gehörigen Dekorationen aus dem Coulissenraum entfernt werden. Der Abbruch soll unmittelbar nach den Feiertagen erfolgen. Der Vorstand des Theatervereins ist bereits gestern Abend zusammen getreten, um über Mittel und Wege zu beraten, wie der drohenden Gefahr, daß wir in den nächsten Wintern das Theater entbehren müssen, begegnet werden kann. Die Besitzer des Theatersaales haben ihre Opferwilligkeit durch bereitwilliges Eingehen auf die Wünsche des Theatervereins oft genug bewiesen; wenn ihnen angesichts des geplanten Neubaues die jetzt verlangten Opfer zu groß erscheinen, wer kann es ihnen übel nehmen? Aber vielleicht wären sie trotzdem noch zu gewissen Leistungen bereit gewesen, wenn man hier verfahren hätte wie in der Reichshauptstadt, wo Vertreter des Polizeipräsidiums mit den Theaterbesitzern schon seit Wochen gemeinsame Beratungen pflegen, wie die Feuersicherheit der Theater verbessert werden wie die Feuersicherheit der Theater verbessert werden fann. Darüber dürfte wohl allgemeine Einigkeit bestehen, daß eine solche Schädigung der städt. Interessen, wie sie die Sistierung der Theater- Vorstellungen bedeuten würde, unter allen Umständen vermieden werden muß. Alle vom Vorstand des Gießener Theatervereius in dieser Richtung zu unternehmenden Schritte werden in Der Stadtverordneten- Versammlung sicher die wärmste Unterstüßung finden. Lokales. 31. März 1904. ** Auf dem Gießener Braunsteinbergwerf Fernie wird gegenwärtig eine elektrische Tunnelbahn zum Transport des Erzes erbaut. Kürzlich wurde das ca. 800 Meter lange Tunnel vollendet. Die Tunnelbahn wird das Erz an die oberhessische Bahn in der Nähe der Gail'schen Ziegelei befördern; fie fährt 800 Meter unterirdisch und ca. 500 Meter oberirdisch. Im Herbst soll sie in Betrieb gesetzt werden. Alsdann kommt die bisherige Drahtseilbahn nach der Main- Weser- Bahn in Wegfall. * Ein Segen der Menschheit sind die Krankepflege- Anstalten vom Roten Kreuz. Eine Pflicht der Dankbarkeit ist es daher, dieselben zu unterstützen. Nicht schwere petuniäre Opfer sind dazu nöttg, nein, eine Mart schon genügt, um ein Los der Großen Wohltätigkeits- Geld- Lotterie" zu erwerben. Da die Biehung bereits am 11. u. 12. April 1904 garantiert stattfindet, so ist baldigster Ankauf dieser Lose à 1 Mr., 11 Stück für 10 Mt. zu empfehlen. Lose sind zu haben bei der General- Agentur: I. Stürmer, Straßburg i. E., Langstraße 107 und allen bekannten Lose- Vertausstellen. Die Inserate besagen Näheres. * zu welcher Stunde hat man am Umzugstage eine Wohnung zuräumen? Das Reichsgericht hat darüber folgendermaßen entschieden: Wohnungen bis zu einem Mietzing von 400 Mt. müssen bis zum ersten Werktage im Quartal, mittags 12 Uhr, geräumt sein, desgleichen Wohnungen bis zu 1000 Mt. Miete bis zum ersten Tage | im Quartal abende und die Wohnungen über 1000 bis zum zweiten Tage im Quartal mittags 12 Uhr. jede durch Verzögerung entstehenden Schäden haftet u der betr. Vermieter, dann aber der Mieter, der nicht di zeitig seine Wohnung verläßt. ** Ob das Tanzen nach einem Musitout maten als eine öffentliche Tanzbelustigun angesehen werden tann und deshalb der Anub pflicht unterliegt, darüber hat das Marburger Landgericht einigen Tagen entschieden. Im Saale des Gastwirts Frie Klintel zu Odenhausen vergnügten sich am Son den 27. September junge Burschen und Mädchen mit T indem sie auf ihre Kosten den Musik- Automaten sp ließen. Gegen ein wegen unerlaubter Tanzmusit dem zugestelltes Strafmandat beantragt er gerichtliche Entscheid und erzielte auch beim Schöffengericht in Fronhausen Fre sprechung. In der Berufungsinstanz beim Landge gab der Wirt an, daß er die Tanzbelustigung nicht ve staltet habe, denn er sei in einem ganz anderen 8im gewesen und hätte nicht gewußt, daß die jungen Leute Saal tanzten. Aus diesem Grunde erfolgte auch seine sprechuna. Das Tanzen nach einem Musit- Automaten einem öffentlichen Lokale mit Wissen des Birt ist also anmeldepflichtig. ** In Dieburg hatten sich dieser Tage u. A. 12 Burschen aus Gundernhausen zur Musterung zu stel | Alle 12 gaben an, an startem Herzklopfen zu leiden, aus der Fall war. Trotzdem wurden alle 12 für taug erklärt. Der Musterungsbehörde war nämlich an mitgeteilt worden, daß die 12 Drückeberger etwas" e nommen hätten. + Wetlar. Gestern, am 30. März, ist Herr Leh Sulzbacher nach vierzigjähriger Tätigkeit aus fein Lehramt an der hiesigen höheren Mädchenschule ausgeschied um in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. - A Grünberg. Unser Bahnhofsgebäude einem Umbau unterzogen werden, welcher zu etwa 5000 veranschlagt ist. Der Wartesaal 1. u. 2. Klasse wird einen Dienstraum verwandelt, während das Gebäude einz Anbau erhält. Das Bundesfest des Layn tal sängerbundes ist auf den 9.- 11. Juli festgesetzt. Br bunden damit feiert unser Gesangverein sein 60 jähriges Stiftungsfest. Die Vorbereitungen zu dem Feste find im Gang; zum Festplatz ist der Gallusmarktplatz usersehen in Niederweisel. Herr Lehrer Hartmanns henn rävenwiesbach( in geb. Brandoberndorfer) wurde nach hier versetzt. * * Gestern Abend hielt unter Vorsiz des Herrn Bürger meisters 3 immer das Comité für Erbauung eine! Luftkurortes, eine Sigung ab. Nach lebhafter Debatt wurde ein Antrag des Herrn Notar Beilstein angenommen In der Stadt Grünberg und ev. Umgegend( lettere hat auch Interesse daran) eine Liste zirkulieren zu lassen wegen Einzeichnung eines Betrages, resp. Uebernahme eines Antei scheines usw. Es soll deshalb diese Form angewendet werden um zu sehen, ob tatsächlich ein Interesse für die Stadt in dieser Angelegenheit befundet wird. Die Herren Fabrikant Schmidt und G. Rohleder sind beauftragt, diesen Be schluß in's Leben umzusetzen. Herr Notar Beilstein wird die Lifte aufstellen. Als ein Schritt weiter. Marktberichte. Gießes, 31. März Auf dem heutigen Wochenmarit lofteten Butter per Pfd 1.00-1.10 r., Hitgnereter 2 Stitd 12-14 Pfg., Enteneler St. 8 Big., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käfematte 2 St. 5-6 fg, rosen per Biter 21 Pf., Linen per Liter 32 Bfg., Tauben per Ban tüd C.80-1.70, Enien per Std 1.70–2.20, Gänie per 36. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch ver Pfb. 68-78 g., Rindfleisc per Pid. 62-68 Bfa. Schweinefleisch) per fb. 60-72 fg. Schweine fleisch gelatzen per Pfund 0.76 Big., Kalbfleisch per fd. 62-74 Big, Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mr.. Zwiebeln ver 3t. Mr. 7.00-10.00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Willch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktjet von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Un herziehen feilgeboten werden. T. 0.80-1.00, hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, ter Frankfurt a. M., 28. März. Fruchtmarkt, notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mf. 17.75-17.90, furhessischer Mt. 17.75-17.90, norddeutsch. M - Kansas Mr. Roggen, hiesiger Mr. 13.75 bid bis 14.00, russischer Mr. 14.40-14.75. Amerikaner Mr. 15.30, Gerste, hiesige Mr. 14.50 bis 14.90, Pfälzer, Mr. 14.60 bi 15.25, fränkische Mr. 14 90, Riedgerste Mt. 14.50 bis 15.20, un garische Mr. Hafer, hiesiger Mr. 13.25-14.50, fur bis Hessischer Mr. 13.50-14.50, Württemberger Mr. bayerischer Mr. 13.25-14.75, russischer Wt. 13.75-15.25 Mais, Wired Mr. 11.90–12.25, La Plata Mt. 11.75-12.00, weiter Mats Mt. 11.90-12.20, russischer Mr. 13.50-13.75. Aues pro 100 Kilo ab hier. 2 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: landwirtschl. Knechte, 1 Spengler, 1 Schmied, Schloffer, 1 Tapezier, 2 Holzbildhauer, 6 Schreiner, Schneider, 1 Glaser, mehrere Arbeiter, 2 Hausburschen, 14 Dienstmädchen, 3 Laufmädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Installateure Buchbinder, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 2 Drechsler 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Friseur, 1 Schneider, 2 Schub macher, 2 Glaser, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Kauf mann. Es suchen Arbeit: 1 Schlosser, 1 Jastallateur, 3 Schreiner, 1 Flickerin 1 Kassierer( fautionsfähig), 1 Buchhalter, 2 Fahr burschen, 1 Putzfrau, 3 Bureaugehilfen, 1 Wochen pflegerin. Lehrlinge: 1 Glektrotechniker, 3 Mechaniker, 1 Kaufmann. Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Die auße Freitag im Gaale der gebenft eingelad Erlaß Gießen, Schi werden schnell gemäß repar neu überz Caffe Schirm Gieß Gelters Sä in Metall und Preislage. Die Ueberführun nach auswärts e Carl Zimm Schreiner und Bestattungs Mainzer Cre Neuen B Fahrräd Nähmas Versandt, Repar Carl Gießen. Kird an der Sta Größte C Reparaturw Oberheff Fi 2 Einige Einfac 50 Scheiber Bohnungen über 10000 artal mittags 12 U nden Schäden hafter der Mieter, der ni ach einem Musi iche Tanzbelusi und deshalb der An Marburger Landgeric Saale des Gastwirts F gnügten sich am So en Mufit- Automaten Einladung. Die Vertreter der Vereinsgemeinden werden zu einer außerordentlichen Huuptversammlung welche en und Mädchen mit in Saale der höheren Mädchenschule zu Gießen( Schillerstraße) stattfindet, erFreitag, den 15. April 1. J., nachm. 3 Uhr aubter Tanzmusit dem gebenst eingeladen. gt er gerichtliche Entf ericht in Fronhausen gsinstanz beim Land Tanzbeluftigung nicht inem ganz anderen 8 , daß die jungen Le nde erfolgte auch feine einem Mufit- Automa t Wissen des Bi sich dieser Tage u. zur Musterung zu Herzklopfen zu leiden, Durden alle 12 für to de war nämlich a Orüdeberger etwas" 30. März, ift Herr riger Tätigkeit aus Mädchenschule ausgef Hand zu treten. ahnhofsgebäude welcher zu etwa 5000 11. u. 2. Alaffe b ährend das Gebäude desfest des La -11. Juli festgelegt Tagesordnung: Erlaß einer neuen Satzung für die Spar- und Leihkasse Gießen. Gießen, am 29. März 1904. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Schirme werden schnell und fachgemäß repariert und neu überzogen. 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Fruchtmarkt n, hiesiger und Wetter 75-17,90, norddeutja. - Roggen, hiesiger Mt. 18 Amerikaner M.-90, Pfälzer, Mt. 14.606 Mt. 14.50 bis 15.20, iger Mt. 13.25-14.50, f erger Mt.-- bis Tf. 13.75-15.25 Ma Mt. 11.75-12.00, wei 3.50-13.75. Alles pro 1 Stadt Gießen BürgermeistereiMr. 14. werden: gler, 1 Schmied Jauer, 6 Schreiner citer, 2 Hausburide 1,2 Lauffrauen. 2 Installateure hreiner, 2 Drechsl Schneider, 2 S nd Lackierer, 1 Stauf Schreiner, 1 Flide Buchhalter, 2 Fa ugehilfen, 1 Wo ifer, 3 Medjanifer Schreinermeister und Bestattungskommiffär des Mainzer Crematoriums, Neuen Bäue 15. Fahrräder- und NähmaschinenVersandt, Ersatzteile, Reparaturen Carl Graf Gießen. Kirchenplatz 15. an der Stadtkirche. Größte Spec. Reparaturwerkstatt Oberhessens. LANDER RESSISC PREISRRE- AUSS MEDAILLE 1879 OFFENBAL M. TELLING Wiener. 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Pr. v. 50 000] 881 54066 726[ 400] 55037 852 996 56036 56 345 75 623 727 57374 58508 813[ 1000] 59160 90 235 678 96[ 400] 895 902 60155 72 87 336 37 535 818 62331 63222[ 400] 404 584 639 941 47 64670 65251 550 76 702 66274[ 1000] 87[ 400] 498[ 1000] 681 960 67551 68748 801[ 400] 69242 787 70105 319 71019 923 72483[ 400] 775 903 99 73238 557 74317 422 550[ 400] 662( 1000 u. e. Pr v. 50 000] 767 809 75016 249[ 1000] 455 76387 410 735 854 77852[ 3000] 78025 738 883 79590 80584 81234 455 592 82316 473 83398 951( 400 u. e. Pr. v. 10000] 84014 104 79[ 1000] 85337 86288 867 87041[ 5000] 365[ 1000] 936 88417 23[ 400] 03 868 89366 691 978 90274 571 758 813 91355 76 533[ 1000] 65 903 400 u. e. Pr. v. 10 000] 92188 93597 979[ 400 u. e. Pr. v. 10 000] 94127[ 400] 897 95091 144 562 96422 588 672 97245 98362[ 400] 624 99173 738 917 1400 u. e. Pr. v. 10 000] Nächste Ziehung: 14. Mai 1904. Carl Stückrath, Möbelfabrik 47 Asterweg 47. Geschäftsgründung 1868. 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Gießen, den 31. März 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Steuerzettel über Staatssteuern und allge: meine Kirchensteuer in den nächsten Tagen den Steuerpflichtigen durch die Schußmannschaft zugestellt werden. Diejenigen Einwohner, welche bis zum 15. April feinen Steuerzettel erhalten haben, ihren Verhältnissen nach aber annehmen müssen, daß sie steuerpflichtig sind, werden hiermit aufgefordert, hiervon alsbald bei Meidung nachteiliger Folgen auf dem BürgermeistereiBureau Zimmer Nr. 15- Anzeige zu erstatten. Gießen, den 30. März 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder. Montag, den 11. April d. Js., vormittags von 10-12 Uhr, findet in der hiesigen Volksschule und zwar in der Stadtknabenschule im Zimmer Nr. 3, in der Stadtmädchenschule im Zimmer Nr. 6, die Aufnahme Der Kinder ftatt, welche bis 1. Mai de. Js. das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Auch können am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30. September ds. s. das 6. Lebensjahr vollendet haben. Diejenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, welche für den Schulbesuch nicht genug herangereift betrachtet werden können, werden für das nächste Schuljahr zurückgestellt. Bei der Anmeldung ist der Impfschein vorzulegen und bet auswärts geborenen Kindern der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, welche von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des diesjährigen Staatssteuerzettels bei dem be-| treffenden Hauptlehrer Antrag zu stellen. Gießen, den 29. März 1904. Für den Schulvorstand: Mecum. Oberbürgermeister. Hahn. Rektor. In Folge Enteignung meiner Beſizung an der Klinikſtraße für die neuen Kliniksbauten, habe ich meine Wohnung nach Plockstraße 12, II L. Rosenbaum& Jacob Giessen Neustadt 79 am Oswaldsgarten. Für Ostern neu eingetroffen: Kinder- Kleidchen Kinder- Schürzen Damen- Schürzen Damen- Röcke in grösster Auswahl zu billigsten Preisen. Bekanntmachung. Wir haben die Zuziehung des praktischen Veterinärarztes Hofmann zu Homberg an Stelle der Großh. Kreisveterinär mit deren Zustimmung ärzte zu Alsfeld und Grünberg - zur Schäßung und Obduktion von zu entschädigenden gefallenen oder getöteten, mit Milzbrand oder Rauschbrand behafteten Pferden, Eseln, Maultieren, Mauleseln, Rindern, Schafen und Ziegen, sowie gefallenen aber getöteten mit Rot lauf behafteten Schweinen, zur anderweitigen Festsetzung der Entschädigungssumme für solche Tiere und zu den vorzunehmenden Rotlaufimpfungen für die Orte Homberg, Deckenbach, Erbenhausen, Höingen, Maulbach, Obero Ofleiden, Appenrod, Büßfeld, Dannenrod, Schadenbach, Haarhausen, Gontershausen, und Nieder- Ofleiden angeordnet und denselben eidlich verpflichtet. In Gemäßheit des Artikel 8 des rubr. Gefeßes ist Herr Veterinärarzt Hofmann von den Bürgermeistereien der genannten Gemeinden, wenn Antrag auf Abschäßung gestellt ist, unverzüglich zu benachrichtigen. Alsfeld, den 29. März 1904. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. Dr. Melior. Die Frühjahrs- KontrolVersammlungen des Kreises Wetzlar werden in diesem Jahre a. A. wie folgt abgehalten: In Groß Rechteubach( Ausgang nach Weylar) am 14. April 1 Uhr nachm. für Hochelheim, Hörnsheim, Lügellinden, Groß- und Klein- Rechtenbach, Volnkirchen, Reiskirchen, Volpertshausen, Weidenhausen. In Niederk een( Ausgang nach Rechtenbach) am 14. April 4 Uhr 30 nachm. für Dornholzhausen, Ebers göns, Niederkleen, Oberfleen. In Wizmar, am Bahnhof( Wirtschaft Brüd) am 15. April 11 Uhr 30 vorm. für Ersatzreserve bon Gleiberg, Krofdorf, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vetzberg, Wißmar. In Wißmar, am Bahnhof( Wirtschaft Brüd) am 15. April 1 Uhr 15 nachmittags für Reserve und Landwehr von Gleiberg, Krofdorf, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vezberg, Wißmar. In Intenhofen, Bahnhof, am 16. April 9 Uhr 45 vorm. für Atbach, Dorlar, Dutenhofen, Kinzenbag, Münchholzhausen. Nach den Kontrolversammlungen werden Fuz messungen vorgenommen. Es haben daher sämtliche Mannschaften mit rein gewaschenen Füßen und reiner Fußbekleidung zu erscheinen. Gesuche um Befreiung können nur in den dringen sten Fällen berücksichtigt werden, dieselben sind bis spätestens den 3. April mit Attesten des Arzts oder der Bürgermeisterei beim Hauptmeldeamt einzu= retchen. Photographische Apparate Objektive, Platten, Roll- Vidil- u. BlockFilms, Papiere u. sonstige Bedarfsartikel. Adolf Bieler, Marktstr. 5. Preisliste gratis und franko. reinigt Gold, Silber, MesCabnkalk- Industrie Grossen- Gamma sing, Email, Marmor, L- Linden- Giessen. Inhaber: Carl Haas junior. Gießen. 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März. 1904. iglich zu benachric emeinden, wenn Ant rarzt Hofmann von Gemäßheit des Artitel nrod, Schadenbach, Ha Dfleiden angeordne Söingen, Maulbach, D die Orte Hombu ere und zu den erweitigen Festlegung de n aber getöteten mit en, Mauleseln, Rinder and oder Rauschbrand on zu entschädigender - mit deren Buftima er Großh. Kreisveter praktischen Veterinära dung. 4. nt Alsfeld. ingen In diesem Jahre a.. Kontrol enhausen. ornholzhausen, C nach Rechtenbad dorf, Launsbach, Odes gs für Reserve unl of( Wirtschaft Brid enhausen, Salzböden Erfahreserbe bon f( Wirtschaft Brit chtenbach, Vollntie Hochelheim, Hörnsher usgang nach Webla mar. Hauptmeldeamt einzu en, diefelben find bis it Atteften des Arztes nur in den dr in gen nen Füßen und reiner Jen daher sämtlich utenhofen, Kinzenba ungen werden Fu , am 16. April 9 1 d franko. Marktstr. 5. ige Bedarfsartikel. -Vidil- u. 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Ich hatte mich, um einen möglichst vorteilhaften Eindruck zu machen, so einfach wie denkbar in Schwarz gekleidet und jeden Schmuck beiseite gelassen, denn mir war von einer älteren, durch bittere Erfahrungen gewizigten Freundin bereits gesagt, daß man nur durch äußerst bescheidenes Auftreten an jener Stelle sich die Gunst der maßgebenden Personen zu erringen hoffen dürfe. So stand ich denn bald, demütig in eine Ecke gedrückt, in den von einer eleganten weiblichen Dienstbotenwelt erfüllten Räumen und harrte ängstlich der Dinge, die mir bevorstanden. Es dauerte auch nicht lange, da trat ein sehr geschäftsgewandter junger Mensch auf mich zu mit der Frage:" Sie nünschen?" Ich setzte demselben nun mit möglichst zu Herzen gehenden gutgestellten Worten auseinander, in welch bedauerlicher Situation ich mich befände und wurde von ihm zunächst durch eine Handbewegung einer älteren, strengblickenden Dame vorgestellt, welcher man die Gewohnheit des Herrschens auf den ersten Blick ansah. Dieselbe musterte mich von oben bis unten durch ein Pincenez, und als ich ihr einigermaßen zu gefallen schien, hatte sie die Güte, folgende Worte an mich zu richten: Sie sind wohl heute zum erstenmal hier?" Ich gestand dies zitternd ein. " Ja," fuhr sie alsdann mit Kennermiene fort,„ das merkt man gleich. Wohl noch nicht lange verheiratet?" " doch!" wagte ich schüchtern zu entgegnen, fast sechs Jahre hindurch. Ich habe mir aber bisher noch immer so allein durchgeholfen!" Das Gesicht der Gestrengen wurde erheblich länger. Das spricht allerdings nicht besonders zu Ihren gunſten!" meinte sie darauf, am Ende sind Sie auch schon im Besitz von Kindern?" Ich errötete über und über bei dieser Frage, denn ich war darauf nicht gefaßt gewesen, und schwieg. Ob Sie Kinder haben?!" wiederholte sie in höchst energischem Tone, verschweigen dürfen Sie hier nichts!" Ich sah ein, daß es unter solchen Umständen wohl am besten sei, ein offenes Geständnis abzulegen und so hauchte ich denn leise:„ Allerdings! Vier an der Zahl, zwei Knaben und zwei Mädchen; aber," fügte ich gleichsam entschuldigend hinzu, das jüngste ist noch ganz klein!" D! hätte ich diese verhängnisvolle Aeußerung nie getan! Ein Hohnlachen, so schrill, so durchdringend, daß es mir heute noch in den Ohren gellt, war die einzige Antwort, deren mich die augenscheinlich auf das höchste empörte Dame würdigte. Dann wandte sie sich entrüstet von mir ab und, indem sie halb nach rückwärts mit dem Finger auf mich zeigte, rief sie einer samtstroßenden Freundin zu:„ Du, Jette, hier is eene, die vier janz Kleene Jöhren hat! Wie wäre et damit? Haſte nich Mumm Jufernante zu spielen?" Dieser föstliche Wiz wurde natürlich rings umher auf das denkbarste belacht und im nächsten Augenblick war ich der ausschließliche Gegenstand der eingehendsten Beobachtungen. Ich glaubte vor Scham über meine ungeheure Taktlosigkeit in den Boden sinfn zu müssen und hätte wer weiß was dafür gegeben, wenn ich diesem Moment draußen vor der Tür gewesen wäre; aber das ging nicht an, der Rudrang von engagementssuchenden Herrschaften war ein zu großer. Ich lie meinen Schleier herunter, denn ich wollte mir nicht m lassen, daß mir aus Reue über m. Vergehen Tränen in die Augen getreten waren, und drücie mich wieder still in meine Ecke, in Ergebenheit das weitere abwartend. Es kamen denn auch wirklich im weiteren Verlauf der Dinge noch verschiedene Damen an mich heran, die sich für mich zu interessieren schienen, aber die Unterhandlungen zerschlugen sich stets wieder. Der einen lag meine Wohnung zu hoch, der andern paßte diejenige Modezeitung nicht, welche in meinem Hause gehalten wird u. s. w. u. s. w., ja, ein sehr kokett dreinschauendes, verhältnismäßig junges Fräulein fragte mich sogar auf den Kopf nach dem Aussehen meines Gatten, ob derselbe blond, brünett oder schwarz sei, was er für Augen habe u. s. w.; da ich aber leider bedauern mußte, keine Photographie von ihm mitgebracht zu haben, so ging auch diese achselzuckend davon. Wer kann denn aber auch immer an alles denken? So mußte ich denn in meiner Verzweiflung von ferneren Bestrebungen ablassen, denn ich glaubte auch zu bemerken, daß hauptsächlich meine schwächs liche Körperkonſtitution überall einen höchst ungünſtigen Eindruck machte und Aeußerungen, wie:„ Na, ob das Ding auch ordentlich wird anfassen können?" oder:„ Die scheint auch nicht an schwere Herrschafts- Arbeit gewöhnt zu sein!" hatten mehrfach mein Ohr erreicht. Ohne zum Resultat gekommen zu sein, verließ ich das her in tiefen Gedanken über das sociale Elend der Herrschaften das Kontor und bin dort auch nie wieder hingekommen. Ueber meiner Küchentür prangen seit jenem Tage in großen Lettern die Worte:„ Selbſt iſt die Frau!" Eine Gewißigte. Küche und Keller. ,, Eine halbe Zitrone noch da, du brauchst also keine mitzubringen", sagt die Hausfrau zum Mädchen, als sie dieselbe zum Einkaufen ausschickte. Zder wie fatal! Als sie hernach die Zitrone gebrauchen, ht sie total verschimmelt. Leicht hätte sie diese Verlegenhet vermeiden und die angeschnittene Zitrone wochenlang halten önnen, ohne daß sich Schimmel bildete, wenn sie dieselbe mit der Schnittfläche auf ein Töpfchen mit etwas scharfem Essig gelegt hätte. Honig zu prüfen. Die sparsame Hausfrau wird in der Zeit; in der die Butter sehr teuer ist, gern zwischendurch Honig zum Bestreichen des Brotes verwenden, zumal das kleine Volk die süßen Honigbrötchen gar gern ißt. Da wird es der Mutter willkommen sein, ein einfaches Verfahren kennen zu lernen, welches es ihr ermöglicht, Honig auf seine Reinheit zu prüfen. Man tut zu diesem Zwecke einen Eßlöffel Honig und zwei Eßlöffel Spiritus in ein Fläschchen, schüttelt es tüchtig, bis sich de Honig gelöst hat, und setzt es ruhig nieder. Nach kurzer Zeit zeigt sich bei gefälschtem Honig ein Satz in der Flasche, während dies bei reinem Honig nicht der Fall ist. * Für fleißige Hände. Ob es wohl möglich ist, Katis Puppe neu aufzupuzen, denkt Mutter, als sie dieselbe prüfend betrachtet. Sonst ist sic noch sehr schön erhalten, aber der Wachskopf ist eigentlich nich. mehr anzusehen, Katis zärtliches Streicheln und Küssen hat ihm alle Farbe und Frische genommen. Solche Wachsköpfe frischt man auf, indem man das Gesicht mit ungesalzener Butter mittelst Watte abreibt, die Wangen etwas mit rotem Puder betupft und Augenlider und Brauen mit Delfarbe vorsichtig nachzieht. Der Kopf wird wie neu, und Püppchen von Mutters geschickten Händen neu geputzt, wird von Kati jubelnd begrüßt werden. Büchergestell. Wer keinen Schrank für die Bücher und Spielsachen der Kinder hat, kann sich leicht als Ersatz kleine Gestelle aus großen leeren Garnrollen herstellen. Zwei oder drei gleichgroße Brettchen werden an jeder Ecke durchbohrt, durch jedes Loch zieht man eine starke bunte Schnur, wenn das Gestell an der Wand hängen soll, oder einen starken Eisendraht zum Stehen auf dem Boden. Auf die Schnur oder den Draht reiht man zwischen je zwei Brettern an jeder Stelle gleichviel Garnroüen auf, verbindet oben die Schnur und lackiert das Gestell schwarz oder braun. 9 Nr. 72. Donnerstag, den 31. März. 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Band and Beslag ber Softener Berlagadradoret, vorm. Bilh. Reller'sche Bugbraderei( gegs. 1788); ser: Ibis@lois 1. Fortsetzung. 2. Gewissensqualen.= Kriminal- Roman von Robert Buchanan. Obgleich diese Erzählung zum überwiegenden Teile von Dingen handelt, bei denen ich nur die Rolle eines Zuschauers spielte, so möchte ich doch, bevor ich fortfahre, ausdrücklich erklären, daß ich durchaus nicht abergläubisch bin. Ich wußte recht gut, daß an der Beunruhigung und dem Unbehagen, das ich empfand, mein überangestrengter Geist und meine überreizten Nerven die Schuld trugen, obwohl ich sonst nervöſen Wahnvorſtellungen nicht unterworfen bin. Ich glaubte damals nicht eben so wenig wie ich es heute glaube--, daß mein wiederholter Traum und die merkwürdige Begegnung, die ich später hatte, einem übernatürlichen Einflusse zuzuschreiben sind; es gibt dafür auch natürliche Erklärungen. Tatsachen indessen bleiben Tatsachen, und ich will sie hier getreulich berichten. Da ich in Dublin ein paar Stunden Aufenthalt hatte, fuhr ich nach einem Gaſthause und erfrischte mich dort durch ein Bad und eine gute Mahlzeit. Neu gestärkt begab ich mich wieder nach dem Bahnhofe und kam gerade rechtzeitig zum Zuge nach Ballina. Es war dies ein sogenannter gemischter Zug, der nur von wenigen Personen besetzt war, und es fiel mir daher nicht schwer, ein Abteil für mich allein zu bekommen. Als ich in meinem Abteil das Gepäck untergebracht hatte, machte ich es mir behaglich, hüllte mich in meinen Mantel, setzte mir meine Reiſemüße auf und überließ mich meinen Träumereien. Ich muß wohl eine ganze Weile geschlafen haben, denn als mein Bewußtsein zurückkehrte und ich noch immer mit geschlossenen Augen auf das Rumpeln und Rasseln des sich langsam fortbewegenden Zuges lauschte, war es mir, als ob ich ganz dicht in meiner Nähe einen Seufzer vernähme. Ich ſchlug die Augen auf, und mein Blick begegnete dem zweier anderer, großer Augen, die sinnend auf mir ruhten. Unwillkürlich ſprang ich auf. Eine in Schwarz gekleidete Dame saß mir gegenüber, die bei meiner Bewegung heftig zusammenfuhr, dann wandte sie ihr Gesicht ab, zog ihren Schleier herunter und ſah zum Fenſter hinaus. " Ich ich... bitte um Entschuldigung", stammelte ich. Ich bedauere unendlich, daß ich Sie erschreckt habe; ich glaubte jedoch, ich wäre allein." Die Fremde antwortete nicht, und ich nahm wieder meinen Siz ein und betrachtete meine Reisegefährtin. Sie war in tiefſter Trauer, und nach ihrer Gestalt und dem flüchtigen Blick zu urteilen, den ich auf ihr Gesicht hatte werfen können, mußte sie noch sehr jung sein. Ich machte noch ein paar Versuche, eine Unterhaltung anzuknüpfen, sie ging jedoch nicht darauf ein. Zwei Stunden Fahrt lagen noch vor mir, und der Gedanke, einen Teil dieser Zeit in angenehmer Unterhaltung mit einer Nachbarin zu verbringen, war zu verlockend, als daß ich ihn ohne weiteres aufgegeben hätte. Noch einen anderen Fühler streckte ich aus, um ihre fühle Zurückhaltung zu überwinden; ich legte ihr die Zeitung hin, die ich mir in Dublin gekauft hatte. Zu meinem Erstaunen machte sie jedoch mit der Hand eine abwehrende Bewegung und saate: ( Nachdruck verboten.)) " Ich danke sehr, ich möchte nicht lesen; haben Sie die Güte, die Zeitung wieder fortzunehmen." Verlegen zog ich mich in meine Ecke zurück, und nun selbst die Zeitung vornehmend, ließ ich meine Augen über deren Inhalt gleiten. Ich hatte kaum zehn Zeislen gelesen, als eine Bewegung meiner Reisegefährtin von neuem meine Aufmerksamkeit auf sie lenkte. Sie hatte den Schleier zurückgezogen, und ich konnte jetzt ihr Gesicht deutlich sehen. Sie sah sehr jugendlich aus und besaß besondere Schönheit; das war aber weiter nicht auffallend, merkwürdig war der Umstand, daß es mir so bekannt vorkam, obwohl ich mich nicht erinnern konnte, wann und wo ich die Dame schon einmal geſehen hatte. Ihre runden Wangen waren leichenblaß, ihre großen schwarzen Augen waren mit Tränen gefüllt und starrten gedankenlos vor sich hin. Augenscheinlich befand sich meine Gefährtin in großer Betrübnis und ich brachte ihr sofort mein Mitgefühl entgegen. Ich stand auf, setzte mich ihr gegenüber und war eben im Begriffe, ſie anzureden, als sie ihne Augen zu mir erhob; stumm sahen wir uns einander an. Und plötzlich durchzuckte mich der Gedanke, daß sie ja eine verblüffende Aehnlichkeit mit der Erscheinung besaß, die mich dreimal im Schlafe besucht und die allein mich aus meinem Heim auf Reisen geschickt hatte. Das erschreckte mich nicht wenig. Diese wirkliche oder vermeintliche Aehnlichkeit erschien mir geradezu unheimlich, und mein Erstaunen und meine Verwunderung müssen wohl in meinem Gesichte zum Ausdruck gekommen sein; denn auch meine Gefährtin schien überrascht und einigermaßen erschrocken zu sein. Verzeihung", begannn ich das Gespräch, haben wir uns vielleicht schon früher einmal gesehen? Ihr Gesicht kommt mir so bekannt vor, und doch kann ich nicht sagen, wann und wo wir uns bereits begegnet sind." " Sie zögerte einen Augenblick mit der Antwort und entgegnete dann mit leiser, deutlicher Stimme, die einen schwachen Anflug des musikalischen irischen Accentes verriet: Nein, mein Herr, ich kenne Sie nicht, und ich glaube auch nicht, daß wir schon einander gesehen haben." Indem sie das sagte, wandte sie sich ab, als ob sie der Unterhaltung ein Ende zu machen wünschte. Aber ich wollte sie durchaus fortsetzen. Ich bedaure aufrichtig, daß Sie Kummer zu haben scheinen." Sie wurde rot und sah mich fast ärgerlich an, sprach aber kein Wort. Wiederunm brachte ich eine Entschuldigung vor, und dann, von der Aussichtslosigkeit aller Versuche, eine Unterhaltung anzuknüpfen, überzeugt, ergab ich mich der Lesung meiner Zeitung. Aber die Buchstaben tanzten vor meinen Augen, und meine Gedanken kehrten zu dem schrecklichen Traume, der mich so geängstigt hatte, zurück. Entweder war mein Kopf nicht ganz klar oder ich sah hier leibhaftig in Fleisch und Blut die Erscheinung meines Traumes vor mir ſizen, und um das Zusammentreffen noch ähnlicher zu machen, war auch sie gleich ihrem Urbilde in tiefste Trauer gekleidet. Das blasse, ver für r Yun feiert Tun bar Und von Laßt fla Wir haben ger Jm Werktags Tun laßt uns Tun laßt uns Und der Liebe Die ans Kreu Wir geben un Gefrönt mit Auf daß Erlö Und der Lebe Beeint und Erschließen wi Und wie im j Der Lenz mit Durch die Lan Und die Welt Jhm zujauchz Die der Wint Also auch Werfen wir h Der Seele Pfor Sanimelt euch, Jungblühender In Flammen Mach bleischw Heile die Mü Die Seele Und wenn w Wir wissen e Und in li Wandelt der Heut durch di weinte Gesicht, die schwarze Kreppkleidung Blick und Haltung, alles gab Kunde davon, daß sie in letzter Beit ein schweres Leid erfahren hatte. Ab und zu warf ich einen verstohlenen Blid auf sie. Sie konnte höchstens neunzehn oder zwanzig Jahre alt sein, und ihr Aeußeres zeugte von feiner Erziehung und sorgfältiger Pflege. Trotz des findlichen Eindruces, den sie machte, bewiesen die Züge um den Mund bereits Festigkeit und Entschlossenheit, ihre dunklen Augenbrauen waren schön geschwungen, die Augen fast schwarz mit jenem grünlichen Achatschimmer, welcher der irischen Rasse eigentümlich ist. Und ihre Gestalt war des Gesichtes würdig: leicht und anmutig, vom Fuße bis zu den zarten Fingerspigen. Mein Interesse hat sich in Verwunderung verwandelt- ich fonnte nur sehen und staunen. Es war bereits Nachmittag geworden, und noch immer rollte der Zug nach Westen, den Wassern des Atlantischen Ozeans zu. An Athlone waren wir bereits vorübergefahren. Mit jeder weiteren Meile nahm die Landschaft einen traurigeren Charakter an. Anstelle der schönen grünen Waldungen, die im ersten Teile meiner Reise zu sehen gewesen waren, traten jezt öde, unbebaute Höhen, weite Strecken Moorlandes und seichte, mit Schilf bestandene Seen und Teiche. Ich war von neuem eingeschlafen und merkte ganz plöblich, daß der Zug langsam in eine einsam gelegene Station einfuhr und meine Gefährtin sich erhoben hatte und ihr Handgebäck und verschiedene Packete, die neben ihr auf dem Site lagen, zusammennahm. Der Zug hielt, und bevor ich noch Zeit fand, ihr meine Dienste anzubieten, hatte die Dame bereits die Tür geöffnet Ein bäueriſch aussehender Bursche in der und stieg aus. Tracht eines Grooms schritt auf sie zu und begrüßte sie ehrfurchtsvoll. Sie sprach mit ihm, überreichte ihm das Gepäck und ging rasch weiter. Ich sah ihr nach, bis sie meinen Blicken entschwunden war- und dann, kaum wissend, was ich tat, und von dem unwiderstehlichen Verlangen getrieben, sie nur nicht aus den Augen zu verlieren, raffte ich meine paar Gepäckstücke zusammen und sprang auf den Bahnsteig. Noch eine bis zwei Sefunden, dann gab's ein Zuschlagen von fort war der Türen, einen Pfiff von der Maschine und Bug. Ohne mich erst lange nach einem Gepäckträger umzu sehen, schritt ich über den Bahnsteig, gab mein Gepäck ab und trat gerade noch rechtzeitig zum Bahnhofe hinaus, um sehen zu können, wie meine geheimnisvolle Unbekannte in einem eleganten, leichten, mit zwei Braunen bespannten Wagen davonfuhr. Sie schien mich nicht zu bemerken; ihre Augen waren ins Leere oder, was hier dasselbe besagt, in die nebelige Ferne gerichtet. Ganz verwundert schaute ich um mich, und ich will es gern glauben, daß ich kein besonders geistreiches Gesicht gemacht haben mag. Eine kleine Anzahl ärmlicher Häuser und dazu ein paar dürftige Läden, von beiden Seiten von großen Strecken Moorlandes und weiten Wasserflächen umschlossen: das war der Anblick der sich meinen Augen bot. Auf der Straße stand unter der Obhut eines unsauber gekleideten Kutschers, der zu schlafen schien, ein einspänniges Fuhrwerk. Ich rief den Kutscher an, warf meine Taschen und Decken in den Wagen und sprang selbst hinein. Nun vorwärts! So machen Sie doch ein bischen rasch!" rief ich dem Kutscher zu. Wohin soll ich Eurer Gnaden fahren?" fragte der Kutscher, der mich nicht ohne Grund für einen Verrückten halten mochte. Wohin? Das möchte ich selber wissen. Fahren Sie der Dame nach!" Ja, aber einem Schatten kann ich nicht nachfahren. Wo ist denn die Dame, hinter der ich her soll?" Na, der Dame, die eben hier in einem Wagen wegfuhr! Behalten Sie sie nur gut im Auge und wenn Sie ihr immer auf den Fersen bleiben, soll es mir auf einen Sovereign Trinkgeld nicht ankommen." Das zog. Mit bligartiger Geschwindigkeit kletterte der Kutscher auf den Bock; mit einem lauten Hüh", das er mit einem fräftigen Peitschenschlage begleitete, trieb er seinen abgemagerten Klepper zu einem Galopp an, und so schnell ging es vorwärts, daß ich während der nächsten Minuten bollauf damit zu tun hatte, mich festzuhalten, um nicht aus dem Wagen zu stürzen. Der Weg war erbärmlich, voller ausgefahrener Geleise, und mitten darauf lagen große Steine, und wenn der Wagen darüber fuhr, sprang er hin und her. als ob er ein Gummiball wäre, und ich mußte mich festhalten, um nicht aus dem Wagen hinaus in den Schmuz zu fallen. Es glückte mir indessen, mich auf meinem Siz zu behaupten, und als der Gaul seinen Lauf etwas mäßigte und der Wagen nicht mehr so schüttelte, konnte ich mich auch etwas in der Gegend umsehen. Zuerst sah ich nach vorn. Der Wagen mit den beiden Braunen war jetzt zu sehen und bewegte sich in einem ziemlich raschen, aber regelmäßigen Tempo vorwärts, Seine Insassin nahm seine linke Seite ein. Zufrieden darüber, daß der Gegenstand, dem meine Fahrt galt, in Sicht war, richtete ich nun auch meinen Blick nach rückwärts auf das Dorf, bei dem ich ausgestiegen war. Wie heißt diese Ortschaft?" „ Meinen Sie das Dorf, Euer Gnaden?" ,, Ganz recht, das Dorf!" „ Ballycroy, Herr. Es ist aber doch komisch, daß Sie nicht einmal wissen, wie es heißt und doch direkt mit der Bahn hergekommen sind!" Kennen Sie vielleicht auch die Dame?" fragte ich weiter, indem ich auf die Insassin des Wagens vor uns zeigte. ,, Na freilich, Herr." ,, Schön, wie heißt sie?" " Sie ist das Fräulein Ellen Craig auf Schloß Craig." Dabei sah er mich mit einem Blicke an, als ob er an meinem Verſtande zweifle. Fräulein Ellen Craig auf Schloß Craig! Der Name flang recht romantisch und erregte meine Neugier noch mehr. Sie hieß Ellen, bewohnte ein Schloß und war unverheiratet! Ich muß jedoch ausdrücklich erklären, daß lettere Eigenschaft mich nicht aus sentimentalen Gründen interessierte, ich hatte mich nicht auf den ersten Blick verliebt; doch mag andererseits mein Beruf mir nicht alle Schwärmerei für das andere Geschlecht genommen haben. Ueberdies sehnte ich mich nach einem kleinen Abenteuer, und alles, was ich in der jüngsten Zeit, von meinem Traume anfangend, erlebt hatte, schien darauf hinzudeuten, daß das Abenteuer nicht ausbleiben würde. Wie würde ich noch vor wenigen Tagen gelacht haben, wenn jemand mir vorhergesagt hätte, daß ich, ein gesetzter Mann in gereiften Jahren, der einen ihn voll in Anspruch nehmenden Beruf zu verfolgen hatte, einem Schatten durch die Moore der grünen Insel" nachlaufen würde. Ja, ich mußte sogar jetzt selbst über meine eigene Dummheit lachen, daß ich einem plötzlichen Einfalle nachgegeben, ohne auch nur einen Augenblick darüber nachzudenken, was daraus entstehen könnte, und jetzt auf einem wackeligen Fuhrwerk saß, das mich wer weiß wohin brachte. Mein Kutscher schien sich über den letzteren Umstand wenig Kopfzerbrechen zu machen. Bald pfeifend, bald ein Lied vor sich hinſummend, trieb er seinen abgemagerten Klepper zur Verfolgung des vor uns fahrenden Wagens an. Die Gegend, durch die unser Weg führte, war ganz eben und uninteressant, und meilenweit war faum eine menschliche Niederlassung zu erblicken. Nur hier und da graste mageres Vieh auf einem Stückchen Wiese, das als Dase inmitten weiter Strecken unfruchtbaren Moorlandes, verkrüppelter Baumgruppen und trüber Wassertümpel lag. Die Gegend war, gelinde gesagt, recht langweilig, und ehe wir noch die ersten paar Meilen zurückgelegt hatten, sehnte ich mich nach einem bischen Abwechslung. Ein gewisses Gefühl in meinem Innern mahnte mich plößlich daran, daß schon eine geraume Zeit vergangen war, seitdem ich den letzten Bissen zu mir genommen hatte. Ich zog meine Uhr heraus; sie zeigte auf halb vier. Der Tag war beinahe vorbei, bald mußte es dunkel werden, und ich saß nun hier und fuhr durch ein trauriges und fremdes Land. Und warum? Im höchsten Grade ärgerlich, rief ich den Kutscher an und wollte ihm befehlen, sofort umzukehren und mich wieder dorthin zu fahren, woher wir gekommen waren; aber bevor ich es ihm noch bemerklich gemacht hatte, hatte ich auch schon meinen Sinn geändert. Und warum, fragte ich mich, sollte ich umkehren? Hatte ich denn nicht London verlassen, um zerstreuung und Abenteuer zu finden, und konnte ich denn diese nicht aller Wahrscheinlichkeit nach ebenso gut hier in dieser Gegend haben als in Ballina, wohin ich eigentlich hatte gehen wollen? Diese Frage beantwortete ich damit, daß ich über meine Butterbrote herfiel und dazu meine Flasche austrank. Die frische Gebirgsluft, die über der Ebene wehte, hatte mir Appetit gemacht, und ich ließ mir mein Mahl gut schmecken. ( Fortsetzung folgt.), Ein junges Mädchen besikt eine Macht, An die sie bisher noch gar nicht gedacht, Und die sich doch von ihr entfernt, Sobald sie solche kennen lernt. es Amerikanische Department- Stores. Vortrefflichkeit, ganz amerikaniſch, praktiſch demonstriert Von Erwin Carlé. ( Nachdrud verboten.) Das intensive Geschäftsleben im Lande des immerwährend rollenden Dollars jenseits des großen Wassers, das Bestreben, der großen Masse des kaufkräftigen Mittelstandes durch billige Preise entgegenzukommen und Verdienst nur in dem auf das Aeußerste gesteigerten Warenumsatzes zu suchen die Folge lebhafter Konkurrenz— hat nach und nach aus kleinen Anfängen den amerikanischen department store der Jetzeit ins Leben gerufen. Wie schon sein Name andeutet, ist derselbe eine kaufmännische Unternehmung, welche eine Reihe der verschieden ſten Branchen in sich vereinigt, ein Detailgeſchäft im allergrößten Maßstabe, in dem der Kauflustige seinen Bedarf decken kann von der Stecknadel bis zum neuesten Motor wagen, von einem Teller bis zur kompletten Hauseinrichtung, vom Taschentuch bis zur vollständigen Ausstattung. Diese Riesengeschäfte, welche eine kleine kaufmännische Welt für sich bilden, sind in jeder der größten amerikanischen Städte zu finden; ihre größte Vervollkommnung aber haben sie erreicht in den Geschäftscentren des Ostens, New- York und Philadelphia. Sehen wir uns einen solchen department store näher an. Das Gebäude, eine gewaltige Eisenkonſtruktur, imponierend durch Höhe und Masse, in der belebtesten Geschäftsstraße gelegen, hat eine Frontausdehnung von einem ganzen Block, das heißt, von einer Querstraße bis zur anderen. Unser Interesse erregen vor allem die künstlerisch dekorierten Schaufenster, welche sowohl den ersten wie den zweiten Stock zieren, und uns durch eine gewisse raffinierte Einfachheit verblüffen. Das erste Schaufenster rechs vom Eingang, den ein elegant livrierter Negerportier von unheimlicher Größe bewacht, ist mit glänzend weißem Sammet drapiert, von dem sich die aus gestellten weinroten, weiß gemusterten Krawatten- höch stens ein paar Duyend, um die verschiedenen Facons zur Geltung zu bringen effektvoll abheben. Im nächsten Fenster, auf einem Hintergrunde voll grellroter Seide, stehen ein halbes Dutzend Damen- und Herrenschuhe, deren Preis ein elegant im Jugendstil gehaltenes Kärtchen uns anzeigt, ebenso wie bei den Kravatten. Dann im Metallglanz glänzend, ein elektrischer Motorwagen einer berühmten Fabrik, im Hintergrunde Puppen mit den veschiedenen für diesen Sport adaptierten Kostümen. Weiter sehen wir eine entzückende Balltoilette aus einem schillernden cremefarbenen Seidenstoff, deren Schleppe von winzigen goldenen Sternchen funkelt, ausgebreitet auf einer schrägen Fläche, mit tiefrotem Plüsch als Hintergrund. Ein weiteres Schaufenster bringt eine Wäscheausstellung; ein anderes, vor dem sich eine Schaar von Kindern drängt, zeigt Puppen und Spielzeug in hübschem Arrangement; das nächste stellt ein geschmackvoll eingerichtetes Schlafzimmer dar, während die großen Schaufenster des ersten Stockes der Herven- und Damenkonfektion gewidmet sind. Im allgemeinen scheint Prinzip des amerikanischen Schaufensterdekorateurs zu sein, jegliche Ueberladung zu vermeiden und die Gegenstände, an deren Verkauf dem betreffenden Geſchäfte ſpeziell gelegen ist, oder solche, welche in besonderer Nachfrage stehen, durch effektvolle Sonderausstellungen in das beste Licht zu setzen; ein Prinzip, deſſen Durchführung die große Zahl der Schaufenster, über welche die Etablissements verfügen, leicht möglich macht. Allerdings ist ein häufiger Wechsel der Auslagen Bedingung. Und zweifellos ist dies Hervorheben eines speziellen Artikels, wie zum Beispiel der oben erwähnten bordeauxfarbenen Serawatten, von Erfolg begleitet. Beim Betreten des Geschäftes frägt uns ein Angestellter nach unſeren Wünschen und auf unsere Bitte, das Etablissement besichtigen zu dürfen, erbietet sich der Manager selbst mit der zuvorkommendsten Liebenswürdigkeit, uns Führerdienste zu leisten. Einer der Elevatoren, deren sechs im beständigen Hinauf- und Herabsteigen begriffen sind, führt uns zuerst in das Kellergeschoß, wo aller mögliche Hausrat aufgestapelt liegt: Liegel, Pfannen, Kochtöpfe und sonstige schöne Sachen, deren Zweck und Bedeutung der männliche Unverstand nicht zu würdigen weiß: Geschirre vom einfachen irdenen Teller bis zu den Erzeugnissen berühmter europäischer Porzellanmanufakturen, vom englischen Zwiebelservice bis zu den reizendsten Kunstwerken chinesischer Herkunft. In einem Nebenraum ist eine Ausstellung von Kochöfen, deren wird, indem eine Köchin in blendend weißer Schürze, mit fleidsamem Häubchen, an einem der Defen kleine Pfannkuchen bäckt, die dem Besucher zum Kosten angeboten werden. Uebrigens zwei Fliegen mit einer Klappe, denn ein zierliches Plakat macht uns darauf aufmerksam, daß zum Backen der Pfannkuchen eine gewisse Sorte Kuchenpulver- natürlich das non plus ultra aller Kuchenpulver! verwendet wird. Von dem Werte dieses Präparates tief durchdrungen, wenden wir uns nach rechts einer großen Halle zu, der Verfaufsstelle von Fahrrädern und Motorwagen. In langen Reihen stehen Fahrräder der verschiedensten„ Standard". Marken, deren Eigenheiten und Vorzüge uns von dem Vorſtand dieser Abteilung erläutert werden. Die gebotene Auswahl ist eine gute und ungemein reichhaltige, und wir überzeugen uns, daß vom Fahrradkostüm bis zur neuesten Rücktrittbremse, vom praktischen Werkzeugtäschchen bis zu einer neu erfundenen Luftpumpe, alles zu haben ist, was zu diesem Sport gehört. Sogar eine Reparaturwerkstätte, welche Kunden zur Verfügung steht, fehlt nicht. Sonderbar berühren den Deutschen die billigen Preise, welche zu Vergleichen herausfordern. Ein Jahrrad der besten Marke kostet 170--200 Mark, eine um so erstaunlichere Billigkeit, wenn wir den Wertunterschied des Geldes in Amerika und hier in Betracht ziehen. Der Elevator bringt uns nun zurück in das Erdgeschoß, welches hauptsächlich dem Kleinverkauf gewidmet ist. Ein hübsches Bild entrollt sich vor unsern Augen. Lachend, sich schiebend und drängend, besichtigt das schöne Geschlecht die ausgestellten Herrlichkeiten, bald hier, bald dort eine Kleinigkeit einkaufend. Die schönen Besucherinnen zäulen nach Hunderten- für die Amerikanerinnen ist es eben„ shopping", in diesen großen Magazinen, dort nach Entdeckungen auszugehen und nach bargains zu fahnden, ein Bergnügen, auf welches sie gerne einen halben Tag verwendet. Diese bargains, ein Wort, das der amerikanische Ehemann mur mit Schaudern hört, sind billige Gelegenheitskäuse, oft unter dem Kostenpreise, welche angeſetzt werden, entiveder um am Ende der Saison einen Artikel zu räumen, oder aber um vielſad) nur als„ Lockſpeiſe" zu dienen, denn der schlaue Mankee rechnet darauf, daß seine reizend arrangierten Warenausstellungen zu weiteren Einkäufen verleiten. Sobald eine Kolossal- Annonce die Mitteilung bringt, daß dieſer oder jener department store„ nur heute zweihundert seidene Blusen zu 1,99 Dollars statt zu 3,00 Dollars" verkauft, drängt sich die bargain erſehnende Damenwelt schon um 8 Uhr morgens vor den Türen des Magazins, mit Schmerzen auf deren Oeffnung wartend. Und dann läuft die kaufluſtige Schar förmlich Sturm auf die erwähnten ſeidenen Bluſen; es wird geprüft und besichtigt und der eroberte bargain im Triumph heimgetragen. Doch zurück zu unserem Paradies der Damen". Die große Halle im Erdgeschoß, einige Nebenräume ausgenommen, ist fast ausschließlich den Bedürfnissen der Damen geweiht. Kleiderſtoffe, Seidenzeug, Wäsche, hübsch mit blauen und roſa Schleifen verziert, ſind die ausgeſtellten Spezialitäten. In der Mitte der Halle befinden sich kleine, budenartige Abteilungen, die dem Verkaufe von allerlei Kleinigkeiten, wie Nadeln, Seife, Parfümerien u. s. w. dienen. Auch für Erfrischung ist gesorgt. Eine hübsch ausgestattete bar lädt zu sodawater und icecream, d. h. Sodawasser und Gefrorenem, ein. Diese beiden Näschereien sind äußerst beliebt bei den Amerikanerinnen, und es ist erstaunlich, wie viele Variationen der eiskalten Sodawasser als Getränke zu haben sind. Wir finden Schokoladen- Sodawasser mit Gefrorenem, ein„ Nervura"-Sodawasser, wenn ich mich des Namens recht erinnere, dem irgend eine wunderbar nervenberuhigende Wirkung zugeschrieben wird, ein heißes Bouillon( 1)-Sodawaſſer, der unzähligen Fruchtsäfte gar nicht zu gedenken. Daß Konfitüren und Backwerk nicht ( Schluß folgt.) fehlen, iſt ſelbſtverſtändlich. da -Defterl Die Ostergloc winzigen Kirchle erstehung des ge durchbraust Org anschwellend da wölbt sich über Schall vom stol wie ein Evange nospen, Blühe bor Herz und อาจ hnungsvolles piges Aufstreben Berge leuch Bottes. Wenn die K Denten und Em Feierklang in de brunstigen Auf bgeſtumpften S hehr mit fromm en, halb aus Fancher in die und Selbſtprüfun och ihn ergreift lärung der edel Fufaewalt, daß Pillgewalt, leid geläutert al Und wenn die ລາດ Das ist dein Den ötter Frühling wi Biebt und mit Wu Fach berichönt, der Perche ang rch all das holi Bottesoderm reibt es dich pic Sem, mit hinan Wie arm bif upon Schönheit nensch! Du Seift rinat ro