Nr. 101. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., In's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 30. April 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Geht Leutwein? Giner merkwürdigen Unsicherheit der Entschließungen begegnet man gegenwärtig in den leitenden kolonialen Areisen. Noch vor wenigen Stunden hieß es, das Gesuch des Gouverneurs Leutwein um Entbindung von der militärischen Oberleitung wäre genehmigt und an seiner Stelle Generalleutnant v. Trotha nach der Kolonie als Oberbefehlshaber geschickt worden. Jetzt heißt es wieder anders Leutwein bleibt und von der Entsendung von Trothas oder bes ebenfalls genannien, aus den Chinawirren bekannten Generalleutnants v. Gahl sei keine Rede mehr. Ob das die letzte und die am Ende zutreffende Lesart bleiben wird, sei dahingestellt. Alles wird von der Entscheidung des Kaisers abhängen, dem der Reichskanzler am Donnerstag in Karlsruhe Vortrag über die Lage in idhestafrika hielt. Die Verschiedenheit der halbamtlichen Meldungen über den Kommandowechsel läßt sich wohl so erklären, daß der Generalstab durch das Militärkabinett him Kaiser auf Genehmigung des Rücktritts Leutweins und Entsendung eines der beiden genannten Generäle drang, während das Kolonialamt angesichts der Bewährung Leutmeins als Truppenführer und angesichts der Kolonialfremdheit der beiden Generäle für Leutweins Bleiben eintrat. Diese Forderung dürfte auch der dem Kolonialamt vorgefegte Reichsfanzler zu der seinigen gemacht und beim Kaiser verfochten haben. Wie die Entscheidung des Kaisers ausfallen wird, der bisher persönlich für die Entsendung eines Generals war, das läßt sich natürlich nicht vorausfagen. Sicher ist einstweilen nur eins, nämlich die Entsendung von Verstärkungen. Bi groß diese sein werden, läßt sich noch nicht sagen. Man spricht in folonialen Kreisen davon, der Kaiser wolle weitere 2000 Mann nach der Kolonie entsenden. Die Kolonialverwaltung dagegen will die Höhe der Ver: stärkungen von den Forderungen des Gouverneurs abhängig machen. Immerhin besteht auch im Kolonialamt Neigung zu einer ausgiebigen Vermehrung des Expeditionskorps; man weist darauf hin, daß es notwendig sein werde, nach der Niederwerfung der Herero auch die Ovambofrage aufzurollen, um in der Kolonie endlich für alle Zukunft den Negeraufständen ein Ende zu machen. Jedenfalls wird, wie der Reichsschatsekretär gestern in der Budgetkommission des Reichstages mitteilte, der Volksvertretung demnächst ein neuer, der dritte Nachtragsetat für Südwestafrika zugehen. Ueber seine Höhe konnte der Schatzsekretär natürlich noch nichts mitteilen, da diese ja von der eingangs erwähnten kaiserlichen Entschließung abhängt. Für den Fall, daß Leutwein die militärische Oberleitung behält, erwartet man in kolonialen Kreisen einen größeren Schlag gegen die Herero erst im Mai. Dann hat Leutwein den Fesselballon und die Funkentelegraphie- Abteilung zur Verfügung, außerdem ist das Expeditionskorps bis dahin durch die unterwegs befindlichen Nachschübe ergänzt, so daß eine größere Operation auch ohne die in Quarantäne liegende Kolonne Glasenapp möglich wird. Vielleicht kommt es auch gar nicht mehr dazu. Wie der jetzt in Hamburg eingetroffene Oberst Dürr einem dortigen Journalisten erklärte, würden nach seiner Ansicht die Herero wegen Munitionsmangels bald gezwungen sein, um Frieden zu bitten. Ein Uebertritt der Herero über die englische Grenze sei bei ihrer Anhänglichfeit an ihr Land und Vieh nicht zu befürchten; die Engländer würden dies auch wegen der Rinderpestgefahr nicht dulden. * Dem Reichstage ist ein Telegramm einer Versammlung bon Ansiedlern aus Swakopmund, Karibib, Okahandja, Outjo und Windhuk zugegangen, in dem er gebeten wird, bei der dritten Lesung des Ergänzungsetats die Entschä bigungsvorlage der Reichsregierung ohne EinschränFung anzunehmen oder die dritte Lesung bis zu dem Ende Mai bevorstehenden Eintreffen einer Abordnung von AnsiedLarn zu vertagen. Der Krieg in Oftafien. Immer wieder kommen Berichte von neuen Kämpfen im Jalu, die allerdings im Moment nicht auf ihre Richtig. feit zu kontrollieren sind. Die Russen sollen jetzt nach zweiägigem Kampf eine Niederlage erlitten und die Japaner den Fluß überschritten haben. Bei den letzten Kämpfen, die amtlich beglaubigt sind, jat cine japanische Flottenabteilung am Jalu Eräftig mitgewirkt. Der Kommandant berichtet darüber: Als die Schiffe am 25. d. M. den Jalu hinauffuhren, eröffnete feindliche Artillerie von dem Yongampho gegenüber liegenden Flußufer Feuer auf die Schiffe, aber ohne irgendwelchen Erfolg; ebenso erschien russische Kavallerie, die sich aber zurüdzog, als unsere Abteilung auf sie schoß. Am 2: 6. April feuerten ungefähr 100 Mann russischer Kavallerie auf unsere Dampfbarkaffen. Unser Torpedoboot erwiderte das Feuer und die Russen gingen unter Zurücklassung zahl reicher Verwundeter hinter einen Hügel zurück. Wir hatten feine Verluste. Auch über die Vernichtung des Transportdampfers Kinschin Maru" liegt jetzt ein ausführlicher amtlicher Bericht vor, aus dem noch einzelne interessante Einzelheiten nachzutragen sind. Die Japaner hielten das russische Geschwader für ein japanisches und gaben das Signal Führen euch Kohlen zu". Russischerjeits erfolgte das Antwortsignal:„ Sofort Halt machen". Als das Kommando des Transportdampfers seinen Irrtum erkannte, stürzte es zu den Schaluppen und Dampfbartassen und versuchte, auf ihnen zu entkommen, doch die russischen Dampffutter nahmen alle gefangen. Leute der Besatzung wurden anfänglich an Bord nicht bemerkt, dann aber in einer verschlossenen Kaüt 6 Infanterieoffiziere entdeckt, welche ohne Widerstand auf den Kreuzer Rurif" übergeführt wurden. Weiter fanden die Russen 130 Infanteristen, die sich weigerten, sich zu ergeben. Der Admiral, welcher etwa 8 Kabellängen entfernt war, sandte den Russen den Befehl zu, den Transportdampfer zu verlassen. Japanische Infanteriſten feuerten und verwundeten einen Matrosen und d Steuermann. Hierauf wurde der Transportdampfer durch eine mechanische Mine und einige Schüsse in den Grund gebohrt. Die Japaner stellten das Feuer nicht ein und machten auch keine Rettungsversuche, obwohl sie über eine Schaluppe verfügten. Sie schossen weiter, bis die Fluten über das. Schiff zusammenschlugen. Das Wladiwostokgeschwader ist am 27. d. Mts. glück ch wieder in seinen Heimatshafen zurückgekehrt. Zu einem Treffen mit japanischen Kriegsschiffen ist es nicht gekommen, doch wurde zweifellos von solchen auf die russischen Kreuzer Jagd gemacht. Diese fingen mit ihren drahtlosen Telegraphieapparaten unverständliche Worte und Ziffern auf, welche, wie sich später herausstellte, zwischen japanischen Schiffon gewechselt waren. Die Helden von Tschemulpo, die Ueberlebenden der in den Grund gebohrten russischen Arenzer Warjag" und„ Korejek", sind in Petersburg ane tommen und im Triumph zum Winterpalais gezogen, wo sie fürstlich bewirtet wurden. Jeder Soldat durfte sein Ge. deck mitnehmen. Der Zar ließ sich von ihnen die Vorgänge in Tschemulpo erzählen. Hieran reihte sich ein Empfang der Offiziere und Mannschaften im Volkshause, der sich bis zum späten Abend hinzog. Alle wurden noch beschenkt." Das Märchen von der Vermittelung. Jetzt wendet sich auch die russische Regierung gegen die Gerüchte von einer bevorstehenden Vermittelungsaktion der englischen Regierung. Sie weist darauf hin, daß Rußland alles getan habe, um einen Krieg zu vermeiden. Jetzt werde sie die Einmischung einer dritten Macht absolut nicht zu Lassen,-- Die Politik. Die zur Herstellung des Gleichgewichts im Reich 3- etat von der Regierung vorgeschlagene Zuschußanleihe von 59½ Millionen Mark wurde von der Budgetkommission des Reichstags bis auf 5½ Millionen Mark gestrichen. A Für den Volksschullehrermangel in Deutschland ist faum etwas so bezeichnend, wie folgende aus Sachsen- Altenburg berichtete Geschichte: In Windischleuba war im ver flossenen Jahr ein Kaufmann als Volksschul. lehrer tätig! Er hat jetzt die Lehrerſtelle aufgeben müssen, da es ihm zu Ostern nicht gelungen war, durch eine Prüfung am Landesseminar die Qualifikation zum Lehrer zu erwerben. Und jetzt ist als Nachfolger des Kaufmanns ein Dragoner- Unteroffizier als Schulverweser bè. rufen worden. Das erinnert an die Zeiten des„, a.ten Frib", der bekanntlich auch Unteroffiziere zu Lehrern machte. Aber was damals ein Notbehelf und immerhin besser war als nichts, das ist der heutigen deutschen Bundesstaaten unwür dig. Dieser Zustand wird sich auch nicht eher bessern, ehe nicht die Lehrergehälter erhöht werden. Die zweite sächsische Kammer hat die von der Dresdener Regierung vorgeschlagene Aenderung des sächsischen Wahlrechts abgelehnt und statt dessen sich mit den Deputationsvorschlägen einverstanden erklärt, die in der HauptSache auf Einführung des Plural- Wahlsystems hinausgehen. Staatsminister von Metzsch gab die Bereitwilligkeit der Regierung zu erkennen, auf Grund der in der Debatte gemachten Vorschläge einen neuen Gesezentwurf demnächst dem Landtage vorzulegen. Eine Erhöhung und Erweiterung der Warenhaussteuer steht in Preußen in Sicht! Zunächst handelt es fich ja nur um einen Kommissionsbeschluß, ganz zweifellos aber wird das Plenum des Abgeordnetenhauses sich diesen Beschluß zu eigen machen. Die Abgeordnetenhaus- Kommission für Handel und Gewerbe beriet dieser Tage über den bom Zentrum, den Konservativen und Freikonservativen gemeinsam eingebrachten Antrag auf Abänderung des Warenhaussteuergesetes. Mit 12 aegen 3 Stimmen wurde die Untergrenze der Besteuerung statt wie bisher auf 400 000 Mart auf 200 000 Mark festgesetzt. Die Warenhaussteuer soll also schon bei einem Umsatz von 200 000 Mark erhoben werden. Ferner wurde eine Erhöhung der Steuer beschlossen, die nicht mehr wie bisher bis zu 2 Prozent, sondern bis zu 5 Prozent steigen soll, je nach der Verschiedenheit der von den Warenhäusern geführten Waren. Gehören diese letteren nur zu zwei Warengruppen des Gesetzes, so soll die Steuer bis zu 3 Prozent steigen; erstreckt sich der Handelsbetrieb des Warenhauses auf nicht mehr als auf drei Warengruppen, so soll die Steuer bis zu 4 Prozent steigen; werden noch mehr Arten von Waren vertrieben, so soll die Steuer 5 Prozent des Umsaßes erreichen können. Von den Regierungsvertretern und den liberalen Parteien wurden diese Vorschläge bekämpft. Von den Freunden der Erhöhung wurde in der Debatte u. a. erklärt, wenn sich das Oberverwaltungsgericht aber auf den Standpunkt stellen würde, das Gesetz in der neuen Form sei rechtsungültig, weil es der Gewerbefreiheit widerspreche, so würde eine Aenderung der Reichsgesetzgebung vorgenommen werden müssen. Schließlich wurde auch noch ein Antrag auf Aufhebung des§ 5 des bisherigen Gesezes angenommen. Rufsland. O Die polnischen Sozialdemokraten in Rußland zeichnen sich nach wie vor durch recht unüberlegte Streiche aus. Wie aus Warschau gemeldet wird, verbreitet das Zentralfomitee der polnisch- sozialdemokratischen Partei Rußlands hundertausende von Proklamationen im ganzen Lande, in denen es auffordert, zur Maifeier Versammlungen und Massenausflüge zu veranstalten, rote Fahnen auszuhängen und sonstige Rundgebungen gegen die Regierung ins Werf zu setzen. Die Gendarmerie und Polizei sind daraufhin natürlich verstärkt worden. Noch mehr: Die Verhängung des Belage= rungszustandes über Warschau, Lodz und andere Großstädte steht wegen der geplanten Maifeier bevor. In Russisch- Polen fanden auch bereits Massenverhaftungen von Sozialisten statt. Daß die Sozialisten sich mit solchen Kundgebungen ins eigene Fleisch schneiden, scheinen sie sich nicht flar machen zu wollen. Hus den Parlamenten. * Die jüngst veranstaltete Rheinmeinprobe im breußischen Abgeordnetenhause und die dort noch bevorstehende Probe der Moselweine hat die elsaẞ- lothringischen Weinbauer nicht ruhen lassen. Sie beabsichtigen, die Weine Elsaß- Lothringens im Reichstage demnächst dem sachverständigen Urteil der Volksvertreter zu unterverfen. Deutscher Reichstac. ( 73. Sigung.) CB Berlin, 29. April. • Bei der heute fortgesetzten ersten Beratung der Börsengefeßnovelle ergriff zuerst der Graf Reventlow von der wirtschaftlichen Vereinigung das Wort, der einen der Diskussion bisher fremden Ton anschlug. Er erging sich mit beißender Fronie in den heftigsten Angriffen gegen die Börsenkreise und die Regierung, warf jenen vor, ihnen seien Treu und Glauben Fremdworte, dieser, sie habe durch ihre Konnivenz gegenüber den Zeitgeschäften das Recht gebeugt, eine Aeußerung, für die der Präsident Graf Ballestrem ihm einen Ordnungsruf erteilte. Sachlich erklärte er sich für scharfe Strafbestimmungen gegen Mißbräuche, im übrigen müsse man, um diese zu beseitigen, das Börsengeset nicht revidieren, sondern nur so, wie es ist, durch führen. Der preußische Handelsminister Möller trai ihm scharf entgegen und verwahrte wie die Re zierung auch die Börsenkreise gegen seine Angriffe. Nach ihm sprach als zweiter Redner der Konservativen Gras Schwerin- Löviz, der nicht grundsäßlich gegen eine Revision des Börsengesetzes ist, der sich aber mit den in der Novelle vorgeschlagenen Aenderungen nicht befreunden kann und jedenfalls eine Reform obne Einführung strenger Straf bestimmungen ablehnt. Nachdem Geheimrat Wendelstadi den Standpunkt der Regierung dahin präzisiert hatte, daß nur die unentbehrlichen und erlaubten Zeitgeschäfte auf eine anfechtbare Grundlage zu stellen, begründete Abg. Bern tein nochmals die im wesentlichen wohlwollende Haltung Der Sozialdemokratie dem Entwurfe gegenüber. In der peiteren Debatte traten neue Gesichtspunkte kaum mehr jervor. Abg. Burlage verteidigte seine Behauptung Jegenüber gewissen Angriffen. Die Abg. Gamp von der Reichspartei, Mommsen von der Freisinnigen Vereini jung ergänzten die Ausführungen ihrer Fraktionsgenossen ). Kardorff und Dowe. Preussifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 29. April. ( 63. Situng.) Von den wasserwirtschaftlichen Vorlagen stand heute die erste, der Gesetzentwurf betr. die Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder, Havel und Spree zur ersten Lesung. Von Bedeutung in der Debatte, die sich ziemlich schleppend mein nur zu bald zeigte es fich, wie sehr es ein DanaerBinar. gefchent gewefen war. fönchen utri fo biel fanfte Energie und energische Sanftmut, daß Leinemann verschwendete an dies eine PerAlma Gruber erwies fich als schlechthätte , Aber, Erna," rief die nichts unpassenderes fürders aber einen lebendigen!" Husaren anzusehen! eichte Alma entriistet, es gibt junges Mädchen, als einen die Geächtete unterhielt sich in der liebenswürdigsten In dieser Tonart ging es meiter mit Inbefangenheit unverdrossen schildern vermögen, als eine große Freude. fehen, daß die Dichter ein großes Leid viel erschöpfender zu Freude zu erwarten haben, ist schon aus der Tatsache zu era De wenschen hier auf Erden viel mehr Leib als Gift ebenso stumpf und gefühllos gemacht worden, wie ein mie erschreckt herabsinken. Die Sinnpflanze, welche auch den Beinamen die schamhafte" trägt, ist durch das betäubende werden, ohne daß die Blätter sich falten und die Blattſtengel nicht langer Zeit ihre Empfindlichkeit und kann angerührt man einige Tropfen Chloroform gießt, fo berliert sie in hinzog, war die Rede des konservativen Abg. v. Arnim, der das vollständige Einverständnis seiner Partei mit dieser Vorlage erklärte und um Beschleunigung der Beratung bat. Auch alle übrigen Parteien ließen sich ähnlich vernehmen, dann ging der Entwurf an die Kommission. Das gleiche geschah nach kurzer Debatte mit dem Gesetzentwurf betr. Maßnahmen zur Regelung der Hochwasser-, Deich- und Vorflutverhältnisse an der oberen und mittleren Oder. Sihung der Stadtverordneten. n Gießen, 30. April 1904. | | Absicht: billigeres Brod der Einwohnerschaft Gießens damit zu schaffen, ist nicht eingetreten. Oberbürgermeister Mecum ersuchte, einen diesbezüglichen Beschluß jetzt noch nicht zu fassen, der nur für wenige Wochen Anwendung fände, da er ja die Reform des Ottrois in der Ausarbeitung habe. Stadtv. Schmall sprach dem entgegen und war ebenfalls für Aufhebung des Oftrois. Er legte auf den Tisch des Hauses 1 Brödchen eines Gießener und ein halbes Bröd chen eines Rodheimer Bäckers nieder und wollte an der Hand derselben nur zeigen, daß auch die Backwaren hinsicht lich ihrer Größe und Schwere den von auswärts eingeführten Waren gegenüber nachstehen. Den mit Aufhebung des Oftrois gemachten Fehier habe selbst der frühere Oberbürgermeister Gnauth in einer seiner leßten Finanzkommis fionen zug geben. Ebenfalls für Einführung des Oftrois waren noch die Stadtv. Brück, Kirch, Heichelheim und Haubach, während die Stadtv. Löber, Wallen fels, Krumm und Leib, sowie Beigeordneter Georgi sich mit der Einführung desselben nicht befreunden können. Tatsache ist gewesen, wie Oberbürgermeister Mecum zu dieser in sehr lebhafter, ja mitunter recht scharf geführten Oftroi Debat te bemerkte, daß 2 Monate vor Aufhebung des Oftrois der Brodpreis gestiegen si, um am Tage der Aufhebung rapid zu fallen, nach einigen Monaten sei es aber wieder wie vorher gewesen. Stadtv. Wallenfels führte die dabei auszuübende Kontrolle ins Feld, welche eine weit größere werden müßte als es der Fall war. Stadtv. Krumm verwahrte sich in entschiedener Form gegen die Wiedereinführung, lieber sollte man dann die direkten Steuern etwas erhöhen. Er kam im Anschluß daran dann auf den Voranschlag zu sprechen und bemängelte die Vermehrung des Beamtenheeres( z. B. sei der Hallenmeister im Schlachthaus nicht notwendig, desgleichen der neue Oberlehrerposten). Nach einigen sehr spißen Gegenreden zwischen den Stadtv. Krumm und Löber ging man zur Abstimmung des Voranschlages. Derselbe wurde, so wie er vorlag, angenommen; nur bei Titel 69: Erbauung gemeinheitlicher Gebäude wurde, da die schon früher für den Neubau der Höheren Mädchenschule bewilligte erste und zweite Baurate mit zusammen 257274 Mt. noch gar nicht auszugeben gewesen sind, die mit eingesetzte dritte Rate in Höhe von 150000 Mt. auf Antrag des Beigeord neten Georgi gestrichen. Der gesamte Abschluß des Voranschlages beträgt darnach 3914 761 Mt. 61 Pfg. Damit war dieser Punkt erledigt und es folgten nur noch die Beratungen über einige fleine Dispensgesuche, worüber wir in nächster Nummer berichten werden. Lokales. 30. April 1904. Feuerwehrwache am Turmhaus in Gießen. Die seit Jahren in den Sommermonaten eingeführten Sonntagswachen im Turmhaus am Brand werden nunmehr jeden Sonntag Nachmittag von 3 bis 8 Uhr abends von je 1 Obmann und 5 Feuerwehrleuten bezogen. Somit fann die Gießener Einwohnerschaft wieder beruhigt ihre Ausflüge unternehmen, dern im Falle eines ausbrechenden Brandes, an einem Sonntagnachmittage in unserer um diese Zeit fast menschenleeren Stadt, wird durch die sofortige Bereitschaft und Eingreifen dieser Mannschaften, einer größeren Ausdehnung eines Feuers vorgebeugt. Der Voranschlag der Stadt für das Rechnungsjahr 1904( 1. April 1904 bis 31. März 1905) stand als wichtigster Bunft auf der Beratung; die Stadtverordneten waren in Anbetracht dessen auch, man kann sagen, vollzählig erschienen, es fehlten nur die Stadtv. Pirr, derselbe ist bekanntlich schon seit längeren Wochen frank und Stadtv. Gaffy; Beigeordneter Curschmann ist gegenwärtig zu einer 8 wöchigen militärischen Uebung eingezogen. Der Boranschlag war den einzelnen Herren gedruckt schon vorher zugegangen, die Beratungen beschäftigten sich darum in der Hauptsache nicht mit den einzelnen Positionen, sondern es wurde über die einzelnen Titel und ihre Endsummen abgestimmt. Bei Eintritt in die Budget- Beratung gab Herr Oberbürgermeister Mecum noch verschiedene Erklärungen zu den Haupt Einnahmen und-Ausgaben, führte dabei Vergleiche an mit den anderen vier großen hessischen Städten Darmstadt, Mainz, Worms und Offenbach und das Ende war, daß die städtischen Einnahmen größere geworden sind, aber noch größere Ausgaben der Stadt nahe bevorstehen und andere Einnahmequellen dem Stadtsäckel zugeführt werden müßten. Ist die Kanalisation erst vorüber, dann muß die ganze Stadt neu gepflastert werden, die elektrische Straßenbahn muß erbaut werden und noch Verschiedenes andere; sei einigen Wochen sei er darum schon mit einer Reform des Ottrois beschäftigt. Ferner erwähnte der Oberbürgermeister eine nach Fertigstellung der Kanalisation einzuführende Kanalsteuer, und wie es z. B. auch in Worms sei, die Kehrichtabfuhrgebühr. Mit den Ausgaben würde versucht zu sparen, wo es nur ginge und angebracht wäre; hierbei tam er auf die von der Stadt zu leiftenden Kreistagssteuern und forderte alle in Gießen woh nenden Kreistagsmitglieder auf, dem nächsten Kreistag mit beizuwohnen, damit gegen diese hohen Steuern Front gemacht werden könne. Die Gemeindeumlagen dürften über die 114 Prozent nicht hinausgehen und darum ist es sehr notwendig, daß gespart oder neue Einnahmequellen geschaffen werden müssen.- Stadtv. Haubach nahın als erster Redner das Wort, dankte dem Oberbürgermeister für die Mittelungen und stellte dann einen Vergleich zwischen den Einnahmen zu den Ausgaben im Jahre 1898 bis 1899 und denen im Jahre 1902/03, er zeigte, wie so manche Einnahme geringer und wieder wie die Ausgaben ganz bedeutend höher geworden sind in den 5 Jahren. Im Nachstehenden, was Stadtverordneter Haubach anführte: Günstiger sind die Einnahmen geworden bei den Gebäuden um 5000 Mt., Grundstücken 6000 Mt., Gaswerk 10500 Mt., Wassermett 7500 Mt., Höhere Mädchenschule 3000 Mt., Armenpfl.ge 3600 Mt., Ottroi 8000 Mt. und Hundesteuer 3000 Dif., das sind im Ganzen 46 600 Mt; ungünstiger in ihren Einnahmen sind geworden die Waldungen mit 26000 Mt., ungünstiger durch Mehrausgaben die Märkte mit 400 Mt.; die Fortbildungsschule mit 42 000 Mt., die Realschule mit 13000 Mt., sie für gemeinnüßige Zwecke vorausgabten Gelder um 3000 Mt., die Straßenunterhaltung mit 19000 Mt., die Straßenreinigung mit 14000 Mt., die Straßenbeleuchtung mit 6000 Mt., die öff ntlichen Anlagen mit 5000 wt., dte Bäche und Kanäle mit 2000 Mt., die Parzellenvermes fung mit 2000 Mt., die Versicherung der Arbeiter mit 1100 Mt., für Zwecke des Kreises und der Provinz 41000 Mt., die Polizei mit 15000 Mt., die allgemeine Verwaltung mit 24000 Mt. und die Schlachthausanlage mit 4000 Mt.; das sind zusammen 217 500 Wit., wovon die Gehälter allein mit 128030 Mt. an erster Stelle stehen. Die Kommunalsteuern haben sich in diesen 5 Jahren um 218000 Mt. vermehrt, die Schuldentilgung ist von 65000 Mt. auf 154800 Mt. gestiegen und die Kapitalzinsen von 236 400 Mt. auf 335 600 Mt. Meine Herren, so ermahnte Stadtv. Haubach, die Zahlen geben alle Veranlassung zu sparen dort, wo es angeht und mit Mehrausgaben sehr zurückzuhalten. Wir müssen so sparsam wie nur möglich sein( Rufe: Sehr richtig!); die Steuern fönnen wir unmöglich höher hinauffeßen, es lönnte sonst zu leicht eine Vermögenskonfistation eintreten. Daß wir unter solchen Umständen auf neue Einnahmequellen, wie schon der Herr Oberbürgermeister anführte, bedacht zu sein verpflichtet sind, ist klar und er verweise in erster Linie auf die Steigerung von Grund und Boden hin, das wäre noch seiner Ansicht eine der besten Einnahmequellen. Auf der anderen Seite müßten, wie schon gesagt, die Ausgaben reduziert werden, wobei die von der Stadt zu leisten. den Kosten für Straßenbauten in erster Linie in Betracht tämen resp. zu beseitigen seien. Die Anlieger, die den Nußen und die Vorteile der Straße haben, sollen auch die Herstellungskosten tragen. Oberbürgermeister Mecum versuchte die einzelnen vom Stadtv. Haubach angeführten Positionen zu begründen und glaubt nicht, daß schlecht gewirtschaftet werde. Was die Mehrausgaben anbetrifft, so sind es meistens die Gehälter, die die ungünstige Verschiebung verursacht haben. Die Kosten der Straßenbauten von sich abzuschütteln, sei man schon seit längerer Zeit bemüht, die Bauordnung müsse dann aber ähnlich geschaffen werden wie in Preußen. Einen Wertzuwachs des Grund und Bodens herbeizuführen, wurde als anerkannte Einnahmequelle bezeichnet. Stadtv. Petri bedauerte, daß s. 3t. am 16 Juli 1899 das Oftroi auf Mehl- und Backwaren aufgehoben worden sei, der Stadt wären seit dieser Zeit nahe 100 000 Mt. verloren gegangen und wünsche, daß dieser damals für vorüber gehend gefaßte Beschluß wieder aufgehoben werde. Die A. Die erste diesjähriche Uebung der Gießener Fretw. Feuerwehr findet am kommenden Montag, den 2. Mai, abends 812 Uhr statt. Schwarze Punkte über Launsbach durch den Krofdorfer Wald, Schmelz im Salzbödetal nach Fronhausen, ca. 4 Stunden, eine sehr genuß- und abwechslungsreiche Waldwanderung. Rote Kreuze über Wieseck, Hangelstein, Lollar, Ruttershausen, Forsthaus, Waldhaus auf dem Düngberg, ca. 4 Stunden.- Rothe Striche über Krofdorf, Fellingshausen auf den Dünsberg, von dort schwarze Punkte nach Hohensolms, ca. 4 Stunden. Rote Striche üder Hausen, Garbenteich, Jägerpfad nach Kloster Arnsburg, von dort tote Punkte oder schwarze Striche nach Lich, ca. 4 Stunden. Schwarze Dreiecke über Kinzenbach und Himberg, rote Punkte nach Hof Bubenrod, ca. 2 Stunden. Gelbe Punkte von Klein- Linden durch die Lindner Mark auf den Schiffenberg, von hier rote Kreuze auf die Hohe Warte und blaue Punkte zurück in die Stadt, ca. 312 Stunden. Sehr gute Dienste leistet bei diesen Ausflügen, welche abge= türzt oder auch mit noch weiterem Ziel verlängert und ausgedehnt werden können, die im Verlag des„ Taunus- Clubs" erschienene neue Farbenkarte der bezeichneten Wege, welche in allen Buch- und Papierhandlungen auf feinem Papier gedruckt zu Mt. 1,25 Pfg. pro Stück erhältlich ist. *** In dem Schaufenster der Firma Schulze in Gießen, Kreuzplatz, ist die Fahne des Gesangvereins„ Concordia" in Münchholzhausen ausgestellt. Der Aufbau der Festhalle für den Nationalen Gesangswettstreit in Gußen ist begonnen und schreitet schnell vorwärts. Die Halle ist von Constanz i. 8. eingetroffen und wird nach Beendigung des Festes nach dem Niederwald weitergesandt. ** En in der Krofdorferstraße zu Gießen wohnhafter Wirt wurde gestern von seinen Angehörigen in der Wohnung, durch Messerstiche am Kopfe verlegt, aufgefunden. Cas Motiv zu dieſer Tat iſt unbekannt. Der Verletzte wurde in die Klinit geschafft. Grünberg, 30. April. Herr Dr. Winheim von hier hat in einer Grünberger Familie Scharlach fonstatiert. Wir wollen hoffen, daß diese böse Krankheit nicht weiter um sich greift. " 1 X Gelnhausen, 29. April. Am 1. Mai wird das Soolbad Geinhausen" eröffnet. 1904, findet die diesjährige Theatersaison der vereinigten + Weilburg, 28. April. Mit Montag, dem 2. Mai F. A. Steingoetter ihren Abschluß. Es gerreicht uns zur Stadttheater Gießen- Marburg unter Direktor großen Gerugtuung, fonstatieren zu können, daß wir seit Jahren ein solch gutes und vornehmes Ensemble in unseren Mauern nicht beherbergten. Die Vorstellungen trugen durchweg einen tünstlerischen Stempel und ist der stets wachsende Besuch wohl der beste Beweis dafür, daß die hiesige Einwohnerschaft das Gebotene in vollem Maße zu würdigen verstand. Erfolge, wie die Direktion mit den Stücken„ Heimat"," Ueber den Wassern"," Dorneweg", „ Glück im Winkel" 2c. hatte, dürfte zu seltenen Ereignissen der Stadt gehören.- Las Repertoir der ablaufenden Theatersaison setzte sich zusammen aus den Stücken Wohltater der wenschheit“,„ Raub der Sabinerinnen",„ Better" mit dem entzückenden Einatter„ Zum Einsiedler" und hoffen wir, daß auch der pefuntäre Erfolg dieser Vorstellungen die Direktion ermutigt und uns zu der Hoffnung berechtigt, daß wir ihr und ihrem scheidenden Ensemble ein herzliches Lebewohl und auf Wiedersehen zurufen können. W. T. † Unglücksfall. Gestern Abend gegen 8 Uhr ist der Bergmann Jakob Schmidt aus Günterod auf dem Gießner Braunfte nbergwerf verunglückt. Derselbe war damit beschäftigt, im Stollen geladene Grubenwagen zu einem Zuge zusammen zu fuppeln. Auf seinen Zuruf hin mußte der Führer der Benzinlokomotive nach vollzogener Verbindung je eines der Wagen ein kleines Stück vorfahren. Dies war ordnungsmäßig mehrere Male geschehen. Dann blieben die Zurufe aus. Als der Lokomotivführer, um nach der Ver= zögerung zu forschen, nach dem Ende des Zuges ging, fand er den Schmidt aufrecht stehend zwischen einem Türstock und einem Wagen eingeklemmt, er hatte zweifellos dem Lokomotiv führer das Zeichen zum Anziehen zu früh, bevor er sich zurückgezogen hatte, gegeben. Der Tod war sofort einge= treten. Schmidt hinterläßt eine Frau und sechs Kinder im Alter von 13 bis 2 Jahren. + Der Gesangverein„ Concordia" in Gießen feiert morgen Samstag, den 30. April, im Neuen Saalbau sein 40 jähriges Stiftungsfest. XZum stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes der Verpflegungsstationen im Großherzogtum Hessen und der Provinz Hessen- Nassau wurde der Landrat, v. Gröning ernannt. Die Wege mit Farben zeichen in der schönen Umgebung Gießens sind vermehrt, die Markierungen da, wo es fehlte, ergänzt und aufgefrischt, was den zahlreichen Lesern unseres Blattes, welche in der schönen Jahreszeit Touren über Berg und Tal unternehmen, gewiß angenehm ist, zu erfahren. Freunde schöner Fußwanderungen sind auf folgende besonders schöne Wege aufmerksam gemacht. - Am 23, mit Ratharine Friedrich Augu mierfelbft. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Sonntag, den 1. Mai 1904. Windig, im Norden wolkig und stellenweise geringer Regen, im Süden zeitweise heiter, tagsüber ein wenig fühler. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Am 19. April. Dem Dachdeker Theodor Rohrbach ein Sohn, Georg Heinrich. 20. Buchbinder Ludwig Schlaubraff ein Sohn. Witwe des Taglöhners Christoph Ludwig Henß eine Tochter, Marie. 21. Taglöhner Georg Prinz ein Sohn, Wilhelm. 22. Taglöhner Heinrich Hansel eine Tochter, Anna Katharine Auguste. 23. Schußmann Richard Reinhardt eine Tochter, Elisabeth Katharina Toni. Lageristen Friedrich Bach ein Sohn, Friedrich Adam Christian. 24. Sparfassediener Karl Zinßer eine Tochter, Luise. Hilfsbahnsteigschaffner Alfred Keller ein Sohn. 26. Rechtsanwalt Dr. Curt Spohr ein Sohn, Johannes Friedrich Joachim. Postschaffner Franz Wisniewski eine Tochter, Sophie. Aufgebote. Am 23. April. Heinrich Kaiser, Schuhmacher in Wieseck mit Margarete Schnabel daselbst. Rudolph Peter Johannes Rieße, Architekt in Elberfeld mit Elsa Regina Franziska Steinhäuser hierselbst. 26. Karl Schultheis, Handlungsgehilfe in Köln mit Lydia Sergeewa dahier. Adolf Kaltenbach, Ingenieur dahier mit Berta Alma Modeß in Mittweida. Enno Johannes Dertel, Brauer dahier mit Emilie Henriette Friederike Margarete Appel hierselbst. 27. Ferdinand Friedrich Karl Hermann Werner, Gr. Lehramts. assessor in Laubach mit Emma Elise Johanna Krauße dahier. 28. Georg Joseph Etz, Feldwebel dahier mit Margarete Bayer hierselbst. Julius Fischer Giessen, Schulstrasse 6. Anfertigung eleganter Herrengarderobe unter Garantie für guten Sitz und tadelloser Ausführung. Specialität in echt steyrischen Herren- und Damen- Schafwoll- Loden, das beste für Haus, Strasse und Reise. Aufträge werden behufs prompter Lieferung zeitig erbeten. Am 23. der Chemie d Lohntuifcher b 39 Jahre alt 1 Jahr all, Holote KURSTLY LIVERPOOL Geg Co Dieses Grtractes nerinnen, medizinischer Kühnhold, Man fje An B A Ma 5 Kra Ser en G Ohne F A Patent D Kummete ne unveränd o abnehmbar, en der Pferd fache Hebello Musgestatt hlagen. Miroß- Felda Sahn- 3 Aug Kalk Grau- u Prim urd den Arof Fronhausen, ca. Ingereiche Wald &, angelftein, auf dem Dung Eheschließungen. Am 23. 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Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhanpt nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. „ AUTOL™ unübertroffenes Del H.mobius Sohn Motorwagen& Motorzweiräder. Hannover. & Basel Kirchengesangverein Grünberg. Unsere diesjährige Abend- Unterhaltung verbunden mit der Feier des 25jährigen Jubiläums findet am Grünberg am Marktplan. Sonntag, den 1. Mai, abds. 8, Uhr Eintritt 50 Pfg. Cöftrißer Schwarzbier. Dessert- u. Stärkungsweine Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Matz- und WürzeExtractes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wögnerinnen, nährenden Müttern und Nekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Gießen bei Fr. Kühnhold, Bierdepot, Ludwigstraße 55. Man verlange ausdrücklich nur das echte„ Köstritzer Schwarzbier“. Herren- u. 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Der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten- Die bei Herstellung der Wasserversorgungs bersammlung festgestellte Voranschlag der Stadt Gießen anlage für die Gemeinde Flechenbach, Kreis Lauter. für das Rechnungsjahr 1904( vom 1. April 1904 bach, Oberhessen, vorkommenden Arbeiten nnd Lieferungen bis Ende März 1905) sowie die Voranschläge des und zwar: Stadterweiterungsfonds, des Elektrizitätswerts sowie des Gas- und Wasserwerks für dieselbe Zeit liegen nach Vorschrift des Artikels 83 der Städteordnung vom 2. bis 10. Mai auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht der Beteiligten offen. Man verlange deshalb ausschließlich Vegetaline, als welche allen Nachahmungen überlegen ist In Gießen ist Vegetaline, das Pfund zu 65 Pfg. zu haben bei: Adami, Gebr., Mäusburg. Adami, Georg, Frankfurterstr. Arnold, Sch., Markt- u.Stephanstr. Becker, Heinrich, Löwengasse. Belloff II, Heinr., Alicestraße. Bender, Emil, Neustadt. Bender, Conrad, Walltorstr. Bieker, Christoph, Neustadt. 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Angebote sind unter Benutzung der Vordrucke ver schlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag, den 21. Mai 1904 vormittags 12 Uhr, auf unserm Bureau: Frankfurterstraße 29 einzureichen. Eröffnung in Gegenwart der Anbieter. Freie Auswahl Vergebung von Bauarbeiten. bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Die für den Rohbau eines neuen Schulhauses nebst Abortgebäude, Herstellung von Einfriedigungen und Entwässerungsanlagen in Birklar erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Samstag, den 7. Mai 1. J., nachm. 3 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Birklar, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten Steinmezarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Schreinerarbeiten Gießen, den 28. April 1904. Großh. Kulturinspektion Gießen. J. V.: Wallet. Verdingung. Nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen für die Feldbereinigung rechts der Lahn, sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. 1. Grdarbeiten 2. Chaussierungsunterlagen ,, 3. Materiallieferung a) Brechen von Steinen b) Anfahren von Steinen c) Lieferung von Bord- oder Wandsteinen Kr. 10 Abonneme In's Faus g Gratisbell und Das Bla filt Unjere 3 tischen Zirkeln ! Meußerungen des Deutschen beranschl. zu 522 Mt. 3250 " " " 1900 " " " 2850 " " " 10723,05 Mr. 417,20 2524,65 1520 "! " " " 947,79 389,10 201,50 282,80 d) Lieferung von Kleinschlag e) Lieferung von Uebergründ4550 " " H 1225 " " 19,20 " 32,30 1161,03 " " 97,20 " Erstklassige Fahrräder Mk. 80 Spezialität: Wartburg- Fahrrad anerkannt beste deutsche Marke. Ersatz und Zubehörteile sehr billig. Eigene Reparatur- Werkstätte. Kugo Strohbach Giessen, Bleichstrasse 15. Meine SpezialWeißbinderarbeiten Chaussterarbeiten Eisen- und Röhrenlieferung Basaltsteinlieferung Gießen, den 23. 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Juni 1893 werden nachstehende, bei Erbauung einer Forftwartwohnung in Schadenbach vorkommende Bauarbeiten zur öffentlichen Verdingung gestellt: Erd- und Maurerarbeit( 120 cbm Erdaushu, den zuständige 170 cbm Bruchstein= 40 cbm Backsteinmauerwert, bollem Rechte 109 qm Fachausmauerung u. f. f.): Steinhauerarbeit( 3,2 cbm Sandstein, 1,3 cbm Lung miteit darstelle stein); immerarbeit( 24 cbm Tannenholz u. s. f.) Trägerlieferung( 790 Kg); Dachdeckerarbeit( 256 qm Falzziegeldach); ke It E em Ziele aber Wor- und Aust Schon aus doaß das Temp Don der Unzulä zu den billigsten Tages- Spenglerarbeit( 55 Ifm. Sandel- und Abfallrohre u. f. f. eneigtheit gro preisen empfiehlt J. Hanke! Schloßgaffe- Gießen. Glaserarbeit( 15 qm Fenster u. s. f.); Schreinerarbeit( 100 qm Fußböden, 22 Türen u. s. f.); Weißbinderarbeit( 320 qm Decken- und Wandpuz 360 qm Anstriche u. s. f); An- und Verkauf Schlofferarbeit( 210 Kg Gisen, Beschlag von 22 Stüf Türen u. f. f.). von gebrauchten Möbeln. 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