ng! aufmertiam ju orben habe und ret ng, befähige auszuführen ck. ten- Versamm planmäßigen tommenden dt Gießen Jende Stücke 34 100. " 200 $ 500 1,1000 " 2000 zu 100 Mt. " 200 # 500 " 1000 " 2000 H H zu 2000 Mt. 1000 " 500 200 " 100 " Kenntnis der daß die Ein t zu Frant bank Frant im in Gießen Neustadt in nit dem 15. Et zu ittags, findet Straße Pferderftes ist aus: sich an Herrn onftige Martt Schwan dahier stehen. Der eßen zu beziehen. die Prämiierung dem Marktpla enke- Hardthof Marktplay und et in der Turn schinen und Gr 7. Der General ard Buchadu ion. ig. mittags um eck zustehende im Rathaus as gef. Jagd Heftar Feld Der Strede ets gelegen. 04. fed. Nr. 25. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., In's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 30. Januar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Jusertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ober Hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfs. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ein neues elektrisches Wunder. Aus London kommt die Nachricht, daß Edison, der große elektrische Wundermann, die Reihe seiner epochemachenden Erfindungen um eine neue Sensation vermehrt hat: Er will demnächst mit einem Apparat an die Oeffentlichkeit treten, der den Benütern des Telephons ermöglichen soll, sich gegenseitig während des Gesprächs zu sehen. So wunderbar die Sache dem Laien klingt, so wenig überrascht sie wenigstens in der Theorie den Fachmann. Auch das Telephon in seiner jeßigen Gestalt wäre wohl noch, kurz bevor es in die Erscheinung trat, von den meisten als ein Fabelding aus einem Verneschen phantastischen Roman angesehen worden. Und jetzt gehört es zu den alltäglichsten Gebrauchsgegenständen, die jedem Kinde vertraut sind. In der Theorie findet das, was für den Schall möglich war, für das Licht durchaus die gleiche Anwendung. Die Ausführung in der Praxis allerdings ist eine andere Frage, und man wird gut tun, sich vorläufig der mit Siegesgewißheit angekündigten Edisonschen Erfindung gegenüber fühl abwartend zu verhalten. Ungläubig braucht man aber deshalb nicht zu sein. Sind doch in letzter Zeit auf dem Gebiete des elektrischen Fernsehens von den verschiedensten Seiten praktische Versuche gemacht worden, die teilweise recht schäßenswerte Resultate ergaben. Der Neapolitaner Adriano Nisco z. B. ist dabei, wie es ohnehin nahe liegt, von den lichtelektrischen Eigenschaften des Elements Selenium ausgegangen, die bekanntlich auch zur Erzielung einer drahtlosen Telephonie versuchsweise verwertet worden sind. Nisco hat sich einen sinnreichen Apparat erdacht. Ein Netz metallischer Drähte ist in eine Schicht von Gummilack oder einen anderen isolierenden Stoff eingebettet. Bevor diese Masse hart geworden ist, wird durch die Mitte jeder Masche die Spike eines Kupferdrahtes gesteckt und dann das Ganze mit einer Feile geglättet. Auf die so zubereitete Fläche wird eine feine Schicht Selen gebracht und dann letztere ſoweit erhitzt, daß sie die zur Erwerbung der lichtelektrischen Eigenschaften nötige kristallinische Form annimmt. Die Spißen in der Mitte der Maschen sind die Enden ebensovieler Drähte, die in einer Hartgummitrommel enden. Ein Metallmesser ruht auf der Oberfläche des Zylinders. Wenn dies Messer um die Trommel mit einer Geschwindigkeit von 600 Umdrehungen in der Minute gedreht wird, so kommt es nacheinander in Berührung mit allen Drahtenden des Zylinders, und zwar in einer Sekunde mit jedem einmal. Dadurch entsteht ein dauernder Strom. Einer der Pole endet im Selen, der andere durch ein Telephon in dem Messer. Wenn dieses sich dreht, so ist der Strom geschlossen, tritt in die Selenplatte ein, geht durch alle Drähte hindurch und gelangt zum anderen Pol, nachdem er das Telephon durchflossen hat. Es gibt ebensoviele Ströme wie Maschen. Da sich der elektrische Widerstand des Selen in jeder Masche mit der größeren oder geringeren Stärke des auftressenden Lichtwechsels ändert, so wird auch die Stärke des elektrischen Stroms entsprechend verschieden sein. Das Telephon wird also Töne erzeugen, deren Stärke der des auftreffenden Richts entsprechend ist. Die Aenderungen der Lichtstärke sind zunächst in hörbare Veränderungen umgejormt, die im Empfangsapparat wieder in Lichtänderungen umzuwandeln wären. An der Empfangsstation wird ein anderes Telephon in gleiche Schwingungen versetzt und überträgt diese auf einen Stromunterbrecher, der bei jedem Durchgang des Stroms einen Funken hervorruft. Der Verlauf der Funkenbildung muß völlig den Erregungen des Telephons durch das Licht an der Sendstation entsprechen. Dies Experiment gibt demnach allerdings eine Möglich. feit zur Uebertragung von Lichtunterschieden. Nisco hal aber noch nicht verraten, ob er auf Grund dieser Versuche dazu gekommen ist, auch ganze Bilder gleichzeitig auf große Entfernungen dem Auge vorzuführen, wie es Edison verspricht. Es ist leicht möglich, daß der findige Amerikaner seine Behauptung tatsächlich wahr macht und seine Konfurrenten um eine Nasenlänge schlägt. Ebenso leicht möglich aber ist es, daß nach dem uralten Erfahrungssay, der sich, noch bei jeder großen Neuumwälzung auf dem Gebiet mensch. licher Erfindungstätigkeit bewahrheitet hat, der elektrische Fernseher von mehreren Forschern gleichzeitig und nach verschiedenen Systemen der Menschheit als Angebinde der modernen Technik überreicht wird. Geheimniffe der Kindes leele. Man nennt mit Stolz die jetzige Zeit die goldene Zeit des Kindes". Die Tagesblätter sind voll von spaltenlangen Berichten über Komitteesizungen, die sich mit dem leiblichen und geistigen Wohle unserer lieben Kleinen befassen, das verfeinerte, vertiefte Eingehen auf die Denk- und Anschauungsweise hat sogar schon zu einer eigenen Kunstrichtung für das Kindesalter geführt. Und doch, wie weit sind wir noch von einem wirklichen Verständnis der Kindesseele entfernt. Das müssen sich Eltern und Erzieher täglich mit oft recht schmerzlicher Resignation eingestehen. Gibt es doch eben noch genug Fälle, in denen im tindlichen Gemüt frankhafte Regungen sich betätigen, von denen der Laie kein erständnis besitzt und die nur die Sand des erfabrenen Nerven- und Seelenarztes auf den normalen Weg zurückführen kann. So mancher Lefer dieser Zeilen wird sich auf seine eigene Jugendzeit erinnern, als er noch die Schule schwänzte, vielleicht aus Angst vor einer Strafe, oder weil er ein Ballspiel der Schule vorzog. Erfuhren es dann die Eltern, so bekam man die angemessene Strafe und man hatte auf einige Zeit vom Schulschwänzen genug. Diesem, man könnte sagen, normalen Schulschwänzen gegenüber steht das pathologische, das krankhafte Schulschwänzen, und das Davonlaufen der Kinder, vorzugsweise männlichen Geschlechtes. Abgesehen von den hysterisch oder epileptisch veranlagten Knaben gibt es solche, die gar keine zeren Merkmale einer Krankheit an sich tragen, obwohl ihr Seelenleben getrübt ist. Trotzdem besuchen sie die Schule ganz regelmäßig, kommen ihren Pflichten nach, bis sie auf einmal infolge irgend einer Verstimmung oder Mißstimmung vom Wandertrick Dromomanie lautet der wissenschaftliche Name- gepackt werden. Sie müssen fort, und feine Gewalt kann sie mehr zurückhalten. Sie irren tagelang umher, werden sehr oft in halbverhungertem Zustande aufgefunden und in das Elternhaus zurückgebracht, und dann versprechen sie, nie mehr davonzulaufen. Doch sie sind nicht imstande, ihr Versprechen zu halten sie laufen wieder davon, wenn sie der Wandertrieb packt. An Wandertrieb erkrankte Kinder zu prügeln, wäre nicht nur zwecklos, sondern auch gefähr= lich, da hierdurch die Erkrankung nur gefördert würde. Durch die Schläge wird vielleicht eine neuerliche Verstimmung hervorgerufen, und das Kind läuft abermals davon. Was hier nottut ist: auf die Seele des Kindes zu wirken. Seine Stimmung soll gleichmäßig sein, mit einem Worte findlich bleiben. Auch bei nicht allzu großer Anstrengung dürfte es den Eltern und Erziehern gelingen, die Momente zu entdecken, die das Entstehen von trüben Gedanken im findlichen Gemüte verschulden. Sie zu beseitigen, wird dann nicht mehr schwer fallen. Eine zweite Erkrankung der findlichen Seele sind die Zwangsvorstellungen. So gibt es Kinder, die glauben, beim Lernen eine gewisse Stellung einnehmen zu müssen, um Erfolg zu haben. Andere leiden an„ Erinnerungszwang"; es schwebt ihnen immer vor, daß ihnen einmal etwas unangenehmes zustoßen werde, und dergleichen mehr. Das behindert sie in der Lernfähigkeit. Diese sonst ganz gesunden Kinder müssen auch individuell behandelt wer= den. Wenn man sie an ein selbständiges Denken zu ge= wöhnen und im allgemeinen ihren Mut zu heben trachtet, so kann der Erfolg nicht ausbleiben. Ein eigenartiges Gebiet der Geheimnisse der Kindesseele bilden die von den Nervenärzten unter„ Triks“ zusammengestellten Erscheinungen. Darunter versteht man die mit den verschiedenen Körperteilen vollführten blitartigen Zuckungen, wie das Blinzeln, das Mundspitzen, Beißen in die Lippen, Schulterzuckungen und Drehbewegungen mit dem Kopfe. Diese Eigenschaften der Kinder, die man ge= wöhnlich nur als Unarten betrachtet, sind in Wahrheit krankhafte Erscheinungen. Interessant ist oft die Entstehung des Blinzelns. Gelangt zum Beispiel in das Auge eines Kindes ein Fremdkörper, so blinzelt das Kind instinktiv so lebhaft, daß der Fremdkörper dadurch entfernt wird, das Blinzeln aber gewöhnt sich das Kind nicht mehr ab. So berhält es sich auch mit den Zuckungen anderer Körperteile. Ein schlecht ſizender Kragen hat schon sehr oft den Trik, mit dem Kopfe immerfort Drehbewegungen zu machen, hervorgerufen. Das Kind mit der lebhaften Phantasie- wie oft drücken manche Eltern ihre Freude darüber aus, daß ihre Kinder mit dieser Eigenschaft ausgestattet sind, allein sie täten gut daran, auf diese Phantasie ein klein wenig acht zu geben. Denn es könne sehr leicht vorkommen, daß diese Phantasie zu einer pathologischen Träumerei wird; das Kind verliert dann den Zusammenhang mit dem wirklichen Leben und bildet sich etwa ein, ein Dornröschen zu sein, und zwar in einem Alter, wo eine lebhafte Verkittung mit den außernatürlichen Dingen entschieden krankhaft ist. Träumerische Kinder verfallen sehr oft in Melancholie und kehren nur selten wieder in das normale Leben zurück. Es ist daher eindringlich anzuraten, den sogenannten ,, aufgeweckten" Kindern nicht allzu phantastische Märchen zu erzählen, sondern ihren träumerischen Hang durch Handarbeiten und andere praktische Betätigungen auszurotten. Ueberhaupt ruft nicht so sehr die Ueberbürdung in der Schule, als gerade das vorschulpflichtige Alter das nervöse Kind hervor. In diesem Alter ist doppelte Vorsicht und Wachsamkeit geboten. Kunft und Wissenschaft. FD. Zum 90. Geburtstag des Geheimrats Prof. Eduart Zeller waren gestern Abordnungen der Universitäten Berlin, Tübingen, Heidelberg, Bern, sowie von der Berliner Aka demie in Stuttgart erschienen, um dem Senior der deutschen Philosophen den Ausdruck ihrer Verehrung darzubringen. Die Universität Bonn übersandte eine Adresse. Die Universi tät Marburg sandte eine tabula gratulatoria, Rostock ein Glückwunschtelegramm. Der Kaiser übersandte dem greisen Gelehrten sein Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift und einem Handschreiben, in dem er die Verdienste des Jubilars um die deutsche Wissenschaft hervorhebt und zugleich betont, wie nahe jener dem Kaiserboor Friedrich gestanden habe Der preußische Kultusminister Dr. Studt sprach seine Glückwünsche in einem herzlichen Telegramm aus. Im Auftrage des Königs von Württemberg überbrachte der Kultusminister Dr. v. Weizsäcker dem Jubilar das Großkreuz des Friedrichsordens. LO. Die erste Doktorin der Königsberger Universität. Zum erstenmal wurde in der Königsberger Albertina eine Dame zum Doktor promoviert. Es ist ein 1857 geborenes Frl. Pancritius. In ihrer Dissertation behandelte sie die Kriegsgeschichte. U. a. verteidigte sie gegen ihre Opponenten die These, daß die Schlacht bei Cannä am rechten Ufer des Aufidus geschlagen worden sei. Als ältestes Mitglied der Fakultät beglückwünschte Geheimrat Professor Dr. Schade Frl. Pancritius. seine fleißigste Zuhörerin", die auch in dieser prächtig geschriebenen Dissertation einen Fleiß befundet habe, wie er wohl auch, anderen zu wünschen wäre".( Algemeine Heiterkeit im männlichen Auditorium.) Endlich hielt als Vertreter der philosophischen Fakultät Herr Professor Dr. Rühl die offizielle Ansprache an die Doktorandin. Es sei zu wünschen, daß die erste Doktorandin nicht die letzte sei, vielmehr eine lange Reihe eröffne, und als glückliche Vorbedeutung sei es zu begrüßen, daß das Thema nicht irgendwie im praktischen Gebiete, sondern in einem reintheoreretischen liege BM. Mit der Tuberkulose- Theorie Professor Behrings beschäftigte sich der erste österreichische Molkereitag, der in Wien tagt. Behring ist bekanntlich der Ansicht, daß die Tuberkeln aus der Kuhmilch in den Darm der menschlichen Säuglinge übergeführt werden und durch die weiche Darmschleimhaut sich im Körper verbreiten. Er empfiehlt Keimfreimachung der Milch durch Formalien. Die Mehrzahl der Redner verhielt sich der Behringschen Theorie gegenüber fühl abwartend, wie dies auch der Standpunkt mehrerer bedeutender deutscher Spezialisten ist. Ohne eine sorgfältige Erprobung des Behringschen Grundsatzes könne man zur Frage des Zusages von Formalien zu der für menschlichen Genuß bestimmten Milch noch keine Stellung nehmen. Vermischtes. [ Der lekte schweizerische Postillon vom St. Gotthard, I Michel Danioth in Luzern, wurde vom Bundesrat nad 53jähriger treuer Dienstzeit in den Ruhestand versetzt. Ei war der letzte, der von den einst so beliebten, von Fluelen bis Camerlata allbekannten Postkondukteuren übrig geblie ben ist. Mehr als dreißig Jahre lang begleitete er die viel besungene Post, und so manches besonderes Geschehnis hat ihn in den unwirschen Gebirgsregionen bis zum Hospiz hinauf zum Zeugen gehabt. Die Gotthardbahn hat den romantischen Teil seines Lebens, den seiner Fahrten über die alte Hochgebirgsheerstraße, zum Abschluß gebracht. A[ Die Scftierer".] Einen eigenartigen Einwand gegen die Gründung einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft teilen russische Blätter mit. Der Gouverneur versagte seine Genehmigung zu dem Statut, weil die Mitglieder„ Sektierer" seien, was ganz klar aus folgendem Paragrapher hervorgehe: Jeder, der in die Genossenschaft als Mitglied eintritt, muß folgendes unverbrüchlich beobachten: er mu sich ehrlich und nüchtern aufführen, fleißig arbeiten, wedei böse noch zanksüchtig sein, keine Schimpfworte gebrauchen, den Kameraden sowie Fernstehenden höflich entgegenkom men, die Bejahrten ehren, fremdes Eigentum achten, keine Karten oder andere schlechte Spiele spielen, ohne zureichenden Grund keinen Arbeitstag verfehlen oder sonst seine Arbeits: pflicht versäumen und stets freundlich und frohgemut sein." Solche„ Seftierer" sind allerdings furchtbar gefähr lich! Sie könnten den russischen Volkscharakter sonderbar beeinflussen. A[ Ein Standbild aus Butter.] Etwas ganz eigenartiges wird der Staat Jowa zur Weltausstellung in St. Louis liefern, nämlich eine aus Butter verfertigte Statute von John Stewart, welcher der Begründer des Milchereiwesens in jenem Staate gewesen ist. Dieses Standbild wird während der Dauer der Ausstellung in einem Glasgehäuse aufbewahrt, in welchem dic Butter durch gekühlte Lust beständig auf niederer Tractalten wird. [ Der Selftmord des Dichters.] Ueber einen merfwürdigen Selbstmord wird aus Paris berichtet: Martel Hullet war ein junger Dichter vom Montparnasse, dem es sehr schlecht ging. Da er in die tiefste Armut versunken war, nahm er das freundliche Anerbieten des Bildhauers Charles Jolly, ihm Gastfreundschaft zu gewähren, an. Wer beschreibt aber die Aufregung des Bildhauers, als er Montag Abend nach Hause kam und sein Atelier in eine Art Kapelle verwandelt fand. Die Wände waren schwarz drapiert, symmetrisch aufgestellte Kerzer strahlten ein düsteres Licht aus und in den Armen einer steineren Venus lag die Leiche des jungen Dichters. Er hatte sich mit einem Strick aufgehängt, den er um den Hals der Göttin geschlungen hatte. [ Die letzte Enkelin Andreas Hofers,] des Tiroler Nationalhelden, ist im Alter von 62 Jahren in Wien verstorben. Sie hieß Adele v. Hofer und war die jüngste Tochter von Hofers Sohn Franz. Adele v. Hofer war völlig mittellos, so daß nicht einmal Geld für die Krankenkosten und die Beerdigung vorhanden war. [ Unverhoffte Wirkung.] Ein Einwohner des Ortes Freudenberg bei Siegen im Rheinland, der Invalidenrente bezog, litt an einem hartnäckigen Magenübel, das die ärztliche Kunst nicht zu beseitigen vermochte. Er geriet in die Hände eines Kurpfuschers und ließ sich von diesem verleiten, eine Danksagung in die Zeitungen zu setzen, worin er erklärte, daß er durch die Behandlung des Heilkünstlers in wenigen Tagen von seinem Leiden befreit worden wäre. Diese Danksagung kam zur Kenntnis der Behörde, und dem „ Geheilten" wurde jezt amtlich mitgeteilt, daß ihm die Inbalidenrente entzogen sei, da er nach seiner eigenen Angabe völlig gesund wäre! [ Die japanische Handelsflotte. Die japanische Zeitung Tokio Keizai macht interessante Angaben über Japans Handelsflotte. Während die japanische Handelsflotte 1892 an dreizehnter Stelle stand, hatte sie im Jahre 1902 mit 934 000 Registertons bereits den achten Platz erobert und ist seitdem noch immer im Vordringen begriffen. Der rasche Aufschwung hat nur die für die nationale Empfindlichkeit der Japaner etwas schmerzliche Folge gehabt, daß sich nicht genug einheimische Kräfte finden wollten, die imstande gewesen wären, für alle die neuen unter der Flagge der aufgehenden Sonne fahrenden Prachtdampfer die nötigen Kapitäne und Offiziere abzugeben. Unter den 293 Offizieren der verschiedenen überseeischen Linien befinden sich daher zur Zeit noch 109 Ausländer. Von den 27 Kapitänen sind sogar nur 5 und von den 27 Obermaschinisten nur 6 Japaner. Aber je weiter man in der Liste nach unten kommt, desto seltener werden die Ausländer, und in einigen Jahren wer den sie jedenfalls fast ganz verschwunden sein. Alsdann wird Japan auch in dieser Beziehung auf eigenen Füßen stehen. [ Kostbare Schlittschuhe.] Rußland ist dasjenige Land wo stets der größte Lurus in Schlittschuhen getrieben wurde. Schlittschuhe aus Gold und Silber, die durchschnittlich 200C Mark kosten, sind dort nichts Ungewöhnliches. Viele vornehme Schlittschuhläufer, die mit dieser Extravaganz nicht zufrieden sind, lassen ihre Schlittschuhe mit kostbaren Steinen besezen. Die Fürstin Romanzoff, welche vor etwa 20 bis 30 Jahren am russischen Kaiserhofe eine große Rolle spielte, besaß ein Paar goldene Schlittschuhe, die mit Hunderten von kleinen Diamanten besetzt waren und 70 000 Mart kosteten. Ein anderes Paar Schlittschuhe, das einem Mit gliede der russischen Kaiserfamilie gehörte, war weit kostbarer. Auf jedem der Schuhe war nämlich das kaiserliche Wappen in Diamanten, Rubinen und Saphiren angebracht. Der Preis dieser Schuhe wurde auf 100 000 Rubel geschätzt. Noch kostbarer aber sollen die Schlittschuhe sein, die die Battin eines bekannten russischen Diplomaten an ihren zierlichen Füßen trägt, welche einen Wert von etwa einer Viertelmillion Mark repräsentieren. [ Amerikanische Treibjagden.] Aus Oregon wird gemeldet, bei einem Hasentreiben, bei dem 700 Personen, Männer, Frauen und Kinder, teilnahmen, seien 10 000 Hasen in die Hürde, das Corral, getrieben und getötet worden. Solche Riesentreibjagden sind im fernen Westen nicht jelten. Nach der Ernte erläßt irgend ein Großgrundbesitzer eine Einladung an seine Nachbarn, die dann zu Hunderten, ja, zu Tausenden in ihren leichten Einspännern ankommen. In einem viele Kilometer langen Halbkreise wird aufgefahren, Marschälle ordnen den Zug, Leutnants geben die Signale. Wie der Zug der Wagen sich in Bewegung setzt, springen vereinzelt die Hasen auf, bald sind es Dußende, dann Hunderte. Allmählich biegen die Hörner des Halbmondes ein, nach der aufgeschlagenen Hürde zu. Die Hasen scheinen ihre Wildheit zu verlieren; sie schießen nicht mehr über die Ebene dahin, sondern hüpfen nur wenige Fuß, legen sich nieder und bewegen sich dann weiter. Immer dichter wird die Masse, und zuletzt ist sie nicht mehr eine Herde, die den Boden bedeckt, sondern ein sturmgepeitschtes Meer, das auf- und abwogt, springt und fällt, von ungesehenen Kräften bewegt, und der dumpfe Fall zahlloser stampfenden Füße nimmt den Ton des fernher_hallenden Donnergrollens an, aus dem hier und da der seltsame wilde Schrei des geängstigten Hasen heraufschrillt. Alle die Tausende nimmt das Corral auf, in dem sie sich fußhoch und höher auftürmen, eine keuchende, kämpfende Masse. Selbst die Hunde weigern sich, in diesem Knäuel de Morddienst zu verrichten, und junge Burschen springen mielen unter die sich windenden Hasen, den Tag mit einer blind wütenden Schlächterei beschließend. ** Briefe nach dem Auslande werden noch häufig mit französischen Aufschriften und Vermerken versehen. Wenn nicht eine Gefahr der Verwechslung vorliegt, was außerordentlich selten sein wird, so hat eine nichtdeutsche Aufschrift auf deutschen Briefen gar keinen verständigen Zweck. Diese Verleugnung der deutschen Sprache auf Briefen und Besuchskarten gehört in das noch weite Gebiet früher üblicher Abgeschmacktheiten, die nunmehr wohl überwunden sein sollten. Geradezu lächerlich wirken aber solche fremdsprachige Aufschriften, wenn die Briefe an einen Ort im Auslande gehen, wo eine deutsche Postanstalt besteht( in der Türkei z. B. Konstantinopel mit drei deutschen Postanstalten, Smyrna, Beirut, Jaffa und Jerusalem), wohin also die Sendungen in deutschen Postbeuteln geschlossen gelangen und wo sie dann von Briefträgern der deutschen Posten ausgetragen werden. [ Der Umsatz beim Skatspiel.] Schr interessant für jeden Statspieler ist die Aufzeichnung von drei Herren, ie während einer Spielzeit von 15 Jahren Gewinn und Berlust genau gebucht haben. Wie gerecht Fortuna ihre Baben verteilt hat, tritt bei folgendem Ergebnis deutlich zu Lage: Die Herren haben während der 15 Jahre an 1105 Tagen mit einer Spielzeit von je 3-3½ Stunden 43 059 Spiele gemacht. Von diesen waren 781 Null ouvert, 6872 Brand, 2306 Eichelsolo, 1902 Grünsolo, 2126 Notsolo, 2001 Schellensolo, 5832 Nullspiele, 3332 Ramsch und 17 707 Tournée. Alle diese Spiele wurden mit ¼ Pfg. bezahlt und ergaben für A einen Gewinn von 26,33 m., für einen Verlust von 15,72 Mt. und für C. einen solchen von 10,61 Mt. Auf den einzelnen Spieltag kommt ein Umsay Jon 2% Pf.:- 13 Pf.:- 1 Pf. ** Rückgratverkrümmung und Schule. Seit längerer Zeit schon beschäftigen sich unsere Chirurgen eingehend mit der Frage, inwieweit die immer häufiger werdenden Fälle der seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule, der„ Skoliosis", auf Einwirkungen des Schullebens zurückzuführen sind. Professor Vulpius aus Heidelberg hielt dieser Tage über diesen Gegenstand im Frankfurter Verein für Hygiene einen Vortrag, der beherzigenswerte Lehren für Schüler, Eltern und Lehrer bringt. Der Redner wies mit statistischem Material nach, daß tatsächlich die„ Skoliosis" in ursächlichem Zusammenhang mit dem Leben in der Schule steht. Sie beruht zum Teil auf dem überwiegenden Gebrauch des rechten Arms, ist ferner eine Folge der schrägen Schreibart und der verfehrten Lage der Hefte. Selten ist sie angeboren; bisweilen ist sie eine Folge der englischen Krankheit". In vorgeschrittenen Jahren sind allenfalls 20 Prozent der Skoliose auf die englische Krankheit zurückzuführen, während 80 Prozent aus der Gewöhnung an eine verkehrte Sizweise zu erflären sind. Je größer die Zahl der Schuljahre, um so größer auch die Zahl der Rückgratverkrümmungen. Bis zu 50 Prozent der Schüler und Schülerinnen einiger Schulen waren an Skoliose erkrankt. In einer höheren Mädchenschule wurden sogar 71 Prozent festgestellt. Da die schräge Schrift eine verkehrte Haltung bedingt, sollte vor allem die bis vor hundert Jahren übliche Steilschrift eingeführt werden. Ferner ist auf die Lage des Heftes zu achten. Ungenügende Be. leuchtung des Schulraumes zwingt zu einem nachteiligen Borbeugen des Körpers. Länger als vier Stunden Unterricht sollten-- natürlich getrennt durch Pausen hinter einander nicht gehalten werden. An den Schluß des täglichen Unterrichts gehört eine Turnstunde. Nicht zum letzten ist eine den hygienischen Anforderungen entsprechende Schulbank zu wählen. Weitere Bedingungen zur Vorbeugung sind: Beschränkung der häuslichen Aufgaben, ermöglicht durch eine ganz erhebliche Herabsetzung der Schülerzahl in den einzelnen Klassen", und reichlicher Aufenthalt der Schüler im Freien. ** Die Hygiene der Milch. Die Bedeutung der Milch für die Ernährung des Menschen hat bewirkt, daß man sich schon lange mit Maßnahmen beschäftigte, um die in der Milch etwa vorhandenen Krankheitserreger zu vernichten, ohne die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Milch selbst zu verändern. Die Lösung dieser Frage glaubte man vor allem im längeren Sieden bei sehr hohen Hizegraden gefunden zu haben, das aber übermäßig ausgedehnt der Milch Wohlgeschmack und Verdaulichkeit nahm und auf diese Weise sie wohl steril, jedoch zugleich auch schwer genießbar machte. Mit der Behringschen These Die Säuglingsmilch ist die Hauptquelle der Tuberkulosesterblichkeit" ist die ungeheure Bedeutung einer feimfreien Milch von neuem in den Vordergrund gerückt, und es ist daher eine Arbeit des Brüsseler Hygienikers Tjaden, die diese Frage aufs eingehendste erörtert, mit lebhaftestem Interesse entgegenzunehmen. Tjaden faßte seine Untersuchungen, die soeben in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift veröffentlicht worden sind, in folgende Säße zusammen: 1. Im Großbetriebe genügt die ein bis zwei Minuten dauernde Erhizung der Milch auf 85 Grad C., um die Erreger der praktisch wichtigen ansteckenden Krankheiten abzutöten.( Hiermit wäre die Vorschrift der deutschen Reichsgesetzgebung, die für die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche höhere Temperaturgrade vorschreibt, nicht mehr wissenschaftlich haltbar.) 2. Bei einer derartigen Erhigung geht die Milch Veränderungen ein, diese sind jedoch bei geeignetem Verfahren so gering, daß die Verwertung der einzelnen Bestandteile nicht behindert wird. 3. Die einstündige Erhizung der Milch auf 60 bis 65 Grad genügt anscheinend ebenfalls zur Vernichtung der Krankheitserreger, doch gestatten die vorliegenden Untersuchungen noch kein abschließendes Urteil. 4. Die Dauererhitung ist aus wirtschaftlichen Gründen zur Zeit nur dort durchführbar, wo die Milch ihre höchste Verwertung findet, d. h., wo sie unzerlegt zum direkten Verbrauche an die Bevölkerung wieder verkauft wird. 5. Aufgabe der weitern Forschung ist es, festzustellen, in wieweit zwischen den beiden Grenzverfahren( Dauererhizung auf 60 bis 65 Grad und momentane Erhizung auf 85 Grad) die Möglichkeit vorhanden ist, mit einer kurzdauernden Erhizung auf mittlere Temperaturgrade die Abtötung der Keime ansteckender Krankheiten zu erreichen. 6. Eine wirksame Hygiene des Milchverkehrs wird durch die Erhitzung der Milch in den Sammelbetrieben allein nicht erreicht, sie hat vor allem an der Produktionsstätte selbst schon einzusetzen. Mit dieser letzteren Forderung der strengsten und peinlichsten Kontrolle der Kuhställe wie des Kleinbetriebes des Milchhandels- erschöpft Tioden die vom Standpunkt der Gesundheitspflege vie einer rationellen Milchhygiene wissenschaftlich zu verangenden Maßnahmen. [ Die Berliner Geweihausstellung,] die an Kaisersgeburtstag in den Räumen des alten Abgeordnetenhauses eröffnet wurde, enthielt 1166 Ausstellungsgegenstände, unter ihnen befinden sich 119, die schon auf der ersten Geweihausstellung vor zehn Jahren prämiiert worden sind. Der Kaiser hat für die Abteilung: Deutsche Rothirsche zwei Kaiserbecher als Ehrenpreise gestiftet, von denen er selbst den einen für den besten deutschen Arthirsch, einen ungeraden 20- Ender, erhalten. Der andere Kaiserbecher ist dem Fürsten von Plek für einen 20- Ender zuerkannt. [ Der nengestiftete Orden,„ Der norwegische Löwe",] dessen erster ausländischer Ritter unser Kaiser ist, steht, wie bereits gemeldet, dem höchsten schwedischen Orden, dem Serephinenorden, im Range vollkommen gleich und besitzt nur eine einzige Klasse. Verliehen wird er an erbberechtigte Prinzen des schwedisch- norwegischen Königshauses, und die Zahl der norwegischen Ritter soll nicht zwölf übersteigen. Indessen können nur solche der hohen Ehre teilhaftig werden, die bereits das Großkreuz des St. Olafs ordens besigen und sich in höchsten Staatsämtern oder durch eine für das Vaterland ehrenvolle Tat ausgezeichnet haben. Auch Ausländern kann„ der norwegische Löwe" erteilt werden, doch nur Staatsoberhäuptern, Mitgliedern regierender Häuser oder den höchsten Würdenträgern der betref fenden Staaten. Die Insignien des neuen Ordens sind folgende: Silberstern mit Strahlen, in acht Spitzen auslaufend; in der Mitte ein hochroter emaillierter Kreis, darauf der Löwe des Reichswappens. Der Kreis ist in einen goldenen Ring gefaßt und dieser wird in symme trischer Gruppierung von vier goldenen Löwen, abwechselnd mit vier goldenen gekrönten Initialen des Namens des königlichen Stifters, umgeben. An dunkelblauem Achselbande ist ein emailliertes Medaillon von ovaler Form in Goldring befestigt, darüber eine Königskrone. Auf der Vorderseite des Medaillons befindet sich der Löwe des Reichsmavvens, auf der Rückseite in goldenen Buchstaben der Wahlspruch des Königs Oskar:„ Over Dybet mod Höjden"( Ueber die Tiefe zur Höhe). Als letter Beſtandteil ist die goldene Ordensfette zu nennen, zusammengesezt aus neun gekrönten Namenschriffren und acht Löwen. †[ Bilses Roman„ Aus einer kleinen Garnison"] findet jetzt, außer in Desterreich und Frankreich, auch in Rußland und Italien große Verbreitung. In Rußland erscheint er gleichzeitig in ciner ganzen Reihe von Provinzblättern. Uebrigens hat Bilse außer seinem Roman noch ein Drama geschrieben, das„ Wahrheit" betitelt ist und denselben Stoff behandeln soll. [ zu groß zum Soldaten.] Ein junger französischer Refrut, namens Hugo, ist wegen seiner Riesengröße vom Wehrdienst befreit worden. Die Behörde wäre genötigt gewesen, ihm ein drei Meter langes Bett und eigene Kleidung anfertigen zu lassen. Dabei wäre er kaum verwendbar gewesen, da er nicht in Reih und Glied gestellt werden kann. Hugo ist in den Pyrenäen geboren, 24 Jahre alt, steht im Begriffe, sich mit einer Riesenjungfrau zu verheiraten, um sich dann um den für Riesenpaare in Rouen ausgesetzten Preis zu bewerben. A[ Anstandsstunde für Polizisten.] Der Chef der Züricher Polizei will seine Leute in Zukunft von Lehrern in Höflichkeit und feinem Benehmen unterrichten lassen. Sie sollen besonders gelehrt werden, wie sie sich in verschiedenen Umständen mit Würde und Anmut benehmen müssen. Die Stunden sollen auf dem Polizeibureau stattfinden, wo die nicht diensttuenden Beamten vor dem Tanzlehrer Schritte und Stellungen ausführen müssen. Der Unterricht im feinen Benehmen wird von dem Chef selbst erteilt. Die Absicht des Polizeichefs ist sehr löblich, aber Anmut ist doch zu viel berlangt. Das Neuefte aus den Witzblättern. Ein Feinschmecker. Diurnist( der gewohnt ist, die Tintenklere abzulecken):„ Donnerwetter, Frik, laufen ie Tinte um! Die ist Sie schnell zurück und tauschen Sie die nicht zu gebrauchen die schmeckt ja fürchterlich nach dem ( Fl. Bl.) Pfropfen!" Das I deal. Junger Ehemann( zu seinen Freunden): Ich versichere Euch, meine Schwiegermutter ist das Ideal einer Schwiegermutter! Noch nie ist ein Witz über Schwiegermütter gemacht worden, der nicht auf sie gepaßt hätte!" Vorsichtig. A.:„... Wenn dös net wahr is, was i' sag', nacha soll mein Freund Meier da gleich maustot vom Stuhl' runterfall'n!" Verzweifelte Höflichkeit. Kunde:„ Vierzehn Dosen von Ihrem Haarerzeugungsmittel habe ich verbraucht, und nicht der geringste Erfolg ist zu bemerken!"- Fabrikant:„ Aber sehr gut sehen Sie aus!" Verdächtig. Reisender:... Von Schlupfer& Co. hätt' ich einen Auftrag aber ich trau' nicht recht!" Chef:„ Warum denn nicht?"-Reisender:„ Seine Kinder spielten im Hofe Gerichtsvollzieher!" Galgenhumor. Theaterdirekor( der durch schlechten Besuch in Schulden geraten und dessen gesamtes Theatermobiliar gerichtlich verkauft wurde):„ Nun, endlich einmal ein„ ausverkauftes Haus"!" Voraussicht. Frau:... Du Ernst, Mama fråg auch, wie lange sie noch bei der Tante bleiben soll. Willst du ihr nicht selbst ein paar Zeilen schreiben?" Mann:„ schreibe ihr nur viele Grüße von mir, und sie soll bleiben, sc lang' es ihr gefällt... So lang' es mir gefällt bleibt sie ja doch nicht!" 3 ukunftsbild. Minister:„ Serenissimus wollen gnädigst geruhen, dieses Bittgesuch zu berücksichtigen!... Schon aus der Schrift ist die größte Bedürftigkeit des Bitt stellers zu erkennen er benutzt offensichtlich eine total de fette Schreibmaschine...!" Verliebt.„ Eben hab' ich meiner lieben Frau tau send Grüße und Küsse gesandt!"- Und die schickst du re tommandiert?"- ,, Gewiß! Damit sie nicht in andere Hände gelangen!" Bauernlogik.„ D'r Holzfäll'r Sepp muaß do' a g'scheiter Kerl sein! Den woll'n jezt d' Richter auf sein' Geisteszustand untersuchen lass'n!" Immer zerstreut. Gelehrter( der aus dem Wirts haus kommt, ärgerlich):„ Da bist du ja doch erwacht, Wil. helmine! Um deinen Schlummer nicht zu stören, hatte ich extra unten die Schuhe ausgezogen!" Frau: Ja, aber nur die Gummischuhe!" ( Ft. Bl.) 11nbewußte Selbstkriti f. Unteroffizier ,, Nehmt die Knochen zusammen, Kerls; ich sage euch bloß der Klügere gibt nach aber auf meine Nachgiebig teit rechnet ja nicht!" Wort gehalten. A.: Man mag von Schulz sagen, was man will, aber er hält doch sein Wort!" B.:" Finden Sie?" A.: Ja, er hat sich vor einem Jahi von mir 20 Mark geborgt und dabei gesagt, er würd meine Freundlichkeit nie vergessen!" B.:„ Na, und?"- A.:„ Na, und jedesmal, wenn er sich Geld borgen will tommt er immer zu mir!" Na also! Gehilfe: Fräulein Grämlich war hier. Sie hat sich beklagt, ihr Bild wäre gar nicht ähnlich." Photograph:„ Darüber beklagt sie sich? Da soll sie dock vergnügt sein!" ( Lach. Jahrh.) Aus dem Gerichtsfaal. § Eine Wechselklage des Prinzen Heinrich der Niederlande beschäftigt das Berliner Landgericht. Der Prinz hat eine Wechselforderung von 13 697 Mark gegen einen Herrn Rudolf v. Salisch, zurzeit unbekannten Aufenthalts, früher zu Koschnöwe bei Prausnitz ansässig. § ,, Er kriegt schon noch eine!" Ein Arbeiter in Ilmenau, welcher vor einiger Zeit bei einem Streite einem Techniker fünf Zähne ausgeschlagen hatte, wurde deshalb jetzt von der Strafkammer in Eisenach zu sechs Monaten Gefängnis perurteilt und hat außerdem an den Verletzten eine Geldbuße in Höhe von 1200 Mark zu zahlen. Die Bedenken des Technikers, daß er nun schlechtere Aussicht auf Verjeiratung habe, zerstreute der Vorsitzende mit den Worten: ,, Sie kriegen schon noch eine!" Preussifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 8. Situng.) RK Berlin, 29. Januar. Auf der Tagesordnung standen heute vier erste Be ratungen von Gesetzentwürfen, die sämtlich nach verhältnismäßig furzer Debatte an Kommissionen überwiesen wurden. Sie betreffen 1. die Verpflichtung zum Besuche ländlider Fortbildungsschulen in der Provinz Hessen- Nassau; 2. die Kosten der Prüfung und Ueberwachung von elektrischen Anlagen, Dampffässern, Aufzügen und anderen gefährlichen Einrichtungen; 3. die ärztlichen Ehrengerichte, das Umlagerecht und die Kassen der Aerztekammern( Entwurf vom 25. 11. 1899) und endlich 4. die Ausführungsbestimmungen zum Reichsseuchengesetz vom 30. Juni 1900. Die Debatten be wegten sich in außerordentlich ruhigem Fahrwasser. Der Sohn hörte den gequälten Ton in der wohlbefanngefunden ten Stimme, die für ihn nur immer gütige, zärtliche Laute hatte, fofort heraus, und ſein Herz wurde marm unterbrechen. Nun also! Dies ist genau derselbe böllig Du mußt mich gut genug fennen, um undenkbare Fall! Nein, nein, Vater! Ich mache dir keine Beteuerungen mehr vanit blini und Ambjör!" sagt die eine in gutem Deutsch. wir sind Zwillinge!" fetzt die andere hinzu. Herr Olafsen lächeld wohlgefällig, gun" er hat ein rotes GeStarkes äuchlein und baufichant Ich verstehe fein Nordische Art!" sagt Symöne. Tos meint Bruckner. tend hen fab fich in Romsdal nach s nicht sie haben det ein Samitter und tein ausschreiSie demonstrieren Oder find teilnahms. magentara Der Sohn hörte den gequälten Ton in der wohlbekannten Stimme, die für ihn nur immer gütige, zärtliche Laute gefunden hatte, sofort heraus, und sein Herz wurde warm von Mitgefühl bei dem Gedanken, wie weh es seinem stolzen Vater tun mußte, in seines Sohnes Leben fortan nicht mehr die erste Rolle zu spielen. Höre mich geduldig an, ich werde mich furz fassen!" Er warf hastig die Zigarrette beiseite und ergriff mit seinen beiden Händen die kalte, schlaff niederhängende Rechte seines Vaters.„ Es ist nicht die bestrickende äußere Form, die mich geblendt hat, du kannst es mir auf mein Wort glauben! Wäre das gewesen, ich würde in der ersten Stunde schon kopflos verliebt gewesen sein; dies aber war nicht der Fall! Ich fand das Mädchen schön... und wie wäre dies anders möglich?... aber ich sah sie an wie ein prachtvolles Kunstwerk, eine vollendete Statue, und das blieb, selbst als ich entdeckte, daß sie viel Verstand besaß und bedeutende Urteilskraft für ein so junges Mädchen. Sie erschien mir zu fühl, zu reif für ihre Jahre, zu abgeschlossen in ihren Ansichten, ich dachte, sie habe wenig Herz, da auch ihr Verhältnis zu ihrem Bruder, dem einzigen Wesen, das ihr in der weiten Welt wirklich nahe steht, ein wenig vertieftes und innerliches zu sein scheint. Dies alles verstimmte mich, zog mich nicht näher zu ihr hin, ich war es zufrieden, bei unseren gemeinsamen Mahlzeiten in das schöne Gesicht zu sehen und ihre gewandte Unterhaltung, ihre intelligenten Bemerkungen zu verfolgen. Da hörte ich sie durch Zufall einmal singen, du hast sie nie singen gehört, nicht wahr?" Der Senior schüttelte den Kopf.„ Und wenn selbst... du weißt es, Hellmut, ich bin nicht musikalisch!" ,, Ach, daß du es nicht bist! Wärest du es, du müßteſt den Zauber begreifen, der der nein, ich kann es nicht schildern, kann darüber nicht reden, selbst zu dir nicht! Es ist eben unsagbar! Mein Herz ist voll! Wer kann Töne schildern, wer kann es beschreiben, wie die Seele plößlich aŋgefaßt wird, wie von weichen, unwiderstehlichen Händen, wie sie sich weitet und dehnt in unnennbarem Entzücken, wie es hinüberzieht mit geheimnisvoller Kraft zu jener andern Seele, von der wir plößlich fühlen, nein, wissen: das ist die eine, die dir gehört, die hast du unbewußt gesucht seit Jahren schon, die hält dein ganzes irdisches Glück umschlossen! Nie, noch nie hab' ich ähnlich empfunden! Bisher waren's leichte Tändeleien, flüchtige Phantasien; jetzt ist die Liebe da!" Hellmuts Stimme zitterte, er bog sich vor und sah ſeinem Vater gespannt ins Gesicht. " Hast du nichts zu mir zu sagen, lieber Vater? Du glaubst doch nicht, nein, du kannst nicht denken, ich hätte dich jetzt weniger lieb als bisher, es könnte sich irgend etwas in unserem Verhältnis zu einander ändern? Wie sollte das sein? Träume dich zurück in die Zeit, als du meine schöne Mutter lieben lerntest, war dir nicht reich zu Mut, unermeßlich reich, hattest du nicht das Gefühl, dein Herz habe Schätze zu vergeben, die sich nie erschöpfen könnten, und wurden deine Liebsten und Nächsten dir in deinem Glück nicht um so teurer? Welch ein Gemüt müßte ich haben, um jemals deine schrankenlose Güte, deine aufopfernde väterliche Liebe zu vergessen! Nicht wahr, wir beide sind einander sicher?" " Ich hoffe es, mein Sohn, ich hoffe es! Nein, sieh nicht so enttäuscht aus! Ich besitze die reichere Erfahrung von uns beiden; du mußt es mir zugeben, und ich weiß es: die Liebe ist die gewaltigste Empfindung im Leben, nicht umsonst heißt es von ihr, sie könne Berge versezen. Würde an dich die Frage gerichtet: Entweder dein Vater oder dieses Mädchen... Aber warum mit Unmöglichkeiten rechnen?" fiel der Sohn ihm hastig ins Wort.„ Welchen Sinn hätte dies? Ebenso undenkbar, wie die Idee, die neulich, am Tage der Ankunft des Ermshagenschen Geschwisterpaares, flüchtig in inir auftauchte, anläßlich jener traurigen Geschichte, die mein alter Hendrichs mir schrieb; es handelte sich um eine Täuschung, die mehr als ein Menschenalter vorgehalten hatte, um den jähen Verrat eines unerschütterlichen Vertrauens, das die nächsten, liebsten Menschen unter einander verbunden hatte. Damals sagte ich, das könnte ich nie verwinden,- ich setzte den unerhörten Fall, du oder ich könnten einer in desandern Augen Jahrzehnte lang in falschem Licht dagestanden haben, du erinnerst dich vielleicht nicht mehr-" „ Doch, doch! Ich erinnere mich!" Hellmut hatte sehr rasch und lebhaft gesprochen und es nicht beachtet, daß sein Vater mehrmals versucht hatte, ihn zu unterbrechen. Nun also! Dies ist genau derselbe völlig undenkbare Fall! Nein, nein, Vater! Ich mache dir keine Beteuerungen mehr- du mußt mich gut genug fennen, um mir hier voll zu vertrauen, wie ich dir jederzeit blindlings vertraut, stets mit hingebender Ehrfurcht und Liebe zu dir aufgesehen habe. Ich sage einfach: warte es ab!- Du siehst immer noch nicht freudig aus, ich hoffte doch, nachdem die erste Ueberraschung überwunden, du würdest glücklich sein über mein Geständnis! Scheint Hilda dir zu kalt, zu ruhig für mich? Ach, Vater, lerne sie kennen, sie ist beides nicht, ich schwöre es dir, ich habe es heute gesehen, heute, unter den Blütenbäumen zu Uyeno. Ein wahres Frühlingsfest für uns beide. " Fortsetzung folgt.) Auf Spikbergen. Skizze von E. Vely. ( Nachdruck verboten.) In der Tat, damals war's. Auf dem Salondampfer Willkomm", der die Teilnehmer der Nordlandfahrt_elbabwärts führte, um sie an Bord der„ Auguste Viktoria" zu bringen, haben sie sich zuerst, freudig überrascht, die Hände geschüttelt: der Legationsrat v. Bruckner und der Oberleutnant Randolf. „ Das ist aber prächtig!"—„ Ja, reisen führt Land und Leute zusammen auch alte Freunde aus Berlin und Stuttgart!“ Der ein braun, der andere blond, beide ſtattlich, ungemein schneidig in ihrer einfachen und bordsmäßig richtigen Reisekleidung. Und von da an sind sie immer zusammen gewesen, haben durch eine vom Obersteward vermittelte Schiebung die Kammer gemeinsam erhalten, neben einander gesessen bei den Mahlzeiten, die Ausflüge an Land rustig ausschreitend gemacht, wo andere fuhren, die Eindrücke ſich mitgeteilt oder überwältigt, Seite au Seite, bewundernd geschwiegen. Und die Frauen und Mägdelein, die Reisegenossinnen, haben sie sich kritisch angeschaut. " Ob was fürs Herz dabei ist?" hat Edwin Randolf ein wenig selbstgefällig geschmunzelt.—„ Du, es ſoll vorkommen, daß beiderseitig, ich meine, vom schönen wie ſtarken Geschlecht, diese Art von Reisen jetzt angetreten werden, um verlobt nach Hause zu kommen!"—„ Als ob unſereins, und der Oberleutnant seufzt, nicht dazu sonst Gelegenheit hätte! Man hat ja seit ein paar Jahren nichts anderes zu tun gehabt, als sich zu salvieren!" „ Na, Sohn am Ende wäre es schon für jeden von uns Zeit geweſen - Die Freiheit aufzugeben. Guck mal herum bei deinen so und so vielen Kollegen im Auswärtigen- Finde, daß sie es meistens sehr behaglich haben. Nette, frische, repräsentierende Frauen. Unsere Gesellschaften sind wirklich chik! Fröhliche Kinder, ein Heim! Nicht ewig die Kneipe. Ja, einmal," und Heinz v. Bruckner stößt einen Seufzer aus, muß man sich doch in die Lage bringen, sich bei den Kollegen für all die winterlichen Feten zu entschädigen!" Der Leutnant sieht ihm lachend in das ängstliche Gesicht. Auch ein Motiv! Aber neu, ganz neu!" Bis man in Odde landet, sind sie zu dem Resultat gekommen, daß ganz hübsche Frauen da, Schönheiten aber fehlen, daß einige unpassend elegante Toiletten machen und manche mit der Geschmacklosigkeit ein Bündnis geschlossen zu haben scheinen. Ein paar Backfischlein trippeln neben Vater und Mutter her, sehr reizlos. Einige Amerikanerinnen des Südens werden von sehr steifen Gesponsen in den Deckstühlen bewacht, sprechen ein undeutliches Englisch und auch fein gutes Französisch, und ihre Glutaugen sind zwar schön, aber viel Verstand haben sie nicht. Zwei laute Newyorker junge Ladies stürzen sich auf den Rollblutprinzen und einen österreichischen Grafen. Sie sind sehr lustig. Edwin und Heinz bekommen aber nur die Neste der Geselligkeitsbestrebungen, sie werden in Gnaden zum Rundlauf auf Deck zugelassen, wenn die erklärten Flirtobjekte nicht oben sind. Diese zweite Rolle gefällt ihnen nicht. Sie geben Miß Savine aus Boston recht, die überzeugend den Kopf hebt und erklärt:„ Das sind amerikanische Girls, Mädchen,- keine Damen!" In Molde begeben sich neue Mitreisende an Bord des schönen Dampfers. Die beiden Freunde stehen dabei, als Herr Olafsen mit seinen Töchtern den Kapitän begrüßt, und den bitten sie, den jungen Damen vorgestellt zu werden, und nennen dem Herrn ihren Namen. Wir heißen Symöne und Ambjör!" sagt die eine in gutem Deutsch.-„ Und wir sind Zwillinge!" setzt die andere hinzu. Herr Olafsen lächeld wohlgefällig, er hat ein rotes Geſicht, ein starkes Bäuchlein und versichert:„ Ich verstehe kein Deutsch. " ,, Erlauben Sie, wie unterscheidet Sie denn Ihr Herr Water, Fröken Symöne und Fröken Ambjör?" fragt der gemütliche Süddeutsche, während Herr v. Bruckner sich erzählen läßt, daß die Olafsens schon eine Orientreise mit demselben Schiff machten und daß Herr Ole Olafsen der erſte Fabrikbeſitzer Norwegens ist. Der Legationsrat denkt an Sicherheitständelſticks, und Fräulein Symöne sagt: „ Sehen Sie uns einmal genau in die Augen: ich habe braune, meine Schwester blaue." „ Aha! Gnädiges Fräulein erlauben.“ Er schnellt von der einen zur andern.„ Das ist entzückend! Das ist vorsichtig von der Natur! Ganz besonders mit Rücksicht auf die zukünftigen Herren Gemahle!" ,,," sagt Ambjör, „ die sollen unsere Herzen kennen, mein Herr! Die sollen Freilich! Freigar nicht im Zweifel sein können!“ lich!" Der Legationsrat prüft kalten Blickes, während Randolf all seine Liebenswürdigkeit entfaltet. Dann kommt der Diplomat zu seinem Resultat:„ Stattliche Gestalten, feines, reiches Blondhaar, frische Gesichter aber du, Sohn, furchtbar robuſt. Jüße, unter die sie eine deutsche Grafschaft treten können, Hände, für die es gar keine anständige Handschuhnummer mehr gibt. Die Nöte auf den Gesichtern macht keine Abendbeleuchtung blasser; überhaupt, bei der schlanken Tendenz heute, überall zu kräftig und voll, was der Eleganz schadet." „ Aber nette Mädel! Mal etwas anderes als Lotte und Lene! Wie hübsch und einfach sie das vorbrachte: wir hei ßen Symöne und Ambjör! Ich glaube, es iſt norwegische Fashion, wie die Miß Hollodays sagen, die Vornamen junger Mädchen zu nennen. Ich habe Lust, mit Hilfe dieser Nord" In der landstöchter Land und Leute zu ſtudieren." Notflüchtet man zu Symöne und Ambjör." Und sie lachen, und abends im Rauchzimmer, als Herr Olafsen sich nicht weit von ihnen über schwedischen Bunsch neigt, fragt Heinz den Freund:„ Sollen wir ausknobeln, wer Ambjör Ritterdienste tut und-na, wie hieß doch " " „ Symöne weih' ich meine Treue an Bord," lacht Edwin. " Wohlverstanden, über Bord nicht hinaus. Sie ist die Braunäugige! Ich bitte, erst jedesmal Musterung zu halten." Nein, über Bord nicht hinaus. Für dich wie mich könnte ſonſt nichts in Frage kommen, ſelbſt Millionen von Tändelſticks nicht zu nordische Atmosphäre um die beiden schmucken Kleinen." " Im Tal von Ransdal, wo die mächtigen Trolltinderne, die Herenzinnen, ragen, fährt Herr Olafsen mit seinen Töchtern an den Wanderern vorbei, Horgheim zu. Sie schwenfen ihre Müßen.„ Halloh! halloh!" Und die Mädchen biegen die frischen Gesichter vor und schmettern ihnen den Anfang eines norwegischen Liedes zu.„ Leben iſt drin!" sagt Bruckner,„ habe das bei Leuten aus dem Nebelland gar nicht vermutet. In Drontheim, im Dom, als die Orgel spielt, stehen Symöne und Ambjör an einem Pfeiler. " Sie passen in das Steingerank," meint Randolf.„ So können die Königstöchter mit ihren goldenen Haaren ausgesehen haben, zur Zeit, als man hier den Grundstein einst legte." Sie bleiben aber bei einem Grab auf dem kleinen Kirchhof ſtehen, um nicht den Damen das Geleit zum Wagen geben zu müssen, in dem der Fabrikant ein Schläfchen hält. „ An Bord— nicht an Land!" blinzelt der blonde Leutnant. In Tromsoe strömt alles nach dem Lappenlande, die beiden Mädchen suchen das Museum auf. So viel wir können, müſſen wir uns über unser Vaterland zu orientieren suchen," sagt die blauäugige Ambjör später an Bord. Symöne ſieht und wir den Süddeutschen an:„ Es ist so schön, so herrlic müssen uns schämen, es später kennen zu lernen, als die Fremde. Vater wollte es anders er gab uns aber nach." ,, Wie immer!" ergänzte Olafsen. In den beiden steckt Wille und Bewußtsein!" gibt der Legationsrat zu. Als das gewaltige Schiff mit seinen drei Schornsteinen in den Hafen von Hammerfeſt einfährt, stolz und feierlich, stehen die vier Menschen neben einander an der Bordwand. Die ganze Bevölkerung der Stadt ist draußen, das impoſante Schauſpiel anzusehen— aber kein Nuf, kein grüßendes Winken, alles still. „ Nordische Art!" sagt Symöne.„ Sie demonstrieren nicht; sie haben es in sich."" Oder sind teilnahmslos," meint Bruckner.„ Kein Schnitter und kein ausschreitendes Mädchen sah sich in Romsdal nach der Wagenkarawane um!" Ambjör streicht die blonden, sich lösenden Haare zurück. ,, Sie müssen denken, der lange Winter macht die Menschen wortfarg, der Wind und das Wasser brausen wohl ihnen das Wort von den Lippen. Staunen liegt nicht in der Natur des Nordmannes. Er kennt einen Wagen, es ist ihm nun gleich, ob viele vorüberrollen. Leute kommen und gehen, ſein Vaterland anzusehen, das ist lange schon so. Warum soll er seine Arbeit oder seinen Gang unterbrechen?" " Imponiert mir! Ueberhaupt, mir imponiert hier manches!" gibt Randolf zu. Und als die Kameraden dann den Zickzackweg vom Nordkap hinabschreiten, rasch, ehe andere mit Fragen und Ausrufungen sie einholen, bemerkt der Berliner: Sonderbar, ich finde, die beiden Mädchen haben sich verhübscht! Wie sie da herauf kamen vorhin, leicht schreitend und fest und zielbewußt!- Die fassen einmal das Leben recht an. Ernst, wenn's ſein muß, und fröhlich, wenn's sein kann. Ich glaube, die Eigenschaften, die man so an ihnen wahrnimmt, wiegen die unserer modernen großstädtischen Schönen auf." ,, Und wenn wir Lebewohl sagen, wird's uns schwer ankommen. So behaglich läßt sich's mit ihnen plaudern, so absichtslos!" „ Das ist es von beiden Seiten das ist es! Denn die" ,, Ach nein, die denken ebenso wenig an deutsche Männer, wie Vater Olafsen an die deutsche Sprache."- Ja, darum sieh darum- Wie ein Seufzer kommt es über die Lippen des Oberleutnants, er macht beinahe einen Fehltritt, ein Steinchen gleitet hinunter, das er ins Rollen brachte. Ein scharfer Wind bläst, die Barkassen haben es schwer, an die Schiffstreppe zu gelangen, es beginnt zu regnen. Die Freunde sehen geborgen zu, wie mühsam es die Nachkommenden haben. Sehr ängstliche Gesichter und erschreckte Ausrufe da unten. Nur die Nordländerinnen, von dem Blondhaar umflattert, bleiben gelassen. Willkommen zu Hause," sagt Bruckner, es sah nur nicht gefährlich aus; es iſt eine Lage, in der unser Kommandant ernstlich erwogen, ob er das Schiff nicht hinaus zu führen hätte auf offene See, um es vor der Felsennähe zu schützen. Wie leicht Sie gehörten zu den letzten hätten Sie da am Strande bleiben müssen, bis zur Morgenfrühe."„ Ein Reisezufall, auf den man gefaßt sein muß," entgegnet Symöne. Wir sind nur bis auf die Haut durchnäßt. Einige Damen weinten; selbst die Herren gehörten nicht alle zu den Unerschrockensten!"" Wir sind Nordlandsmädchen,“ lächelt Ambjör, und dann verschwinden die Schwestern in dem Gang nach ihrer Kammer. Der Oberleutnant sieht den Legationsrat an; sie haben einen bewundernden Ausdruck, und sie nicken, wie im Einverständnis. Und immer besser verstehen sie sich ohne Worte an dem folgenden Tage, wo steifer Nebel ist, und die Menschen unmutig sind und furchtsam. Herr Olafsen raucht eine starke Zigarre nach der andern, die Töchter behalten ihre freundlich hellen Gesichter, ob die Sirene im Zeitraum von fünf Sekunden ertönt, ob man die Hand kaum vor Augen sieht, ob ungeduldige Reisende erklären, man komme überhaupt nicht zum Ziel.„ Sobald das Wetter aufklärt, werden wir die Küste von Spißbergen sehen," berichtet Symöne nach einem Anschlag des Kapitäns. Und Herr v. Bruckner macht ihr ein tiefes Kompliment.„ Fröken, ich bewundere Sie!" ,, Dank, lieber Freund!" Er hat schon so viel Norwegisch gelernt, um sich das: Dank, lieber Freund! zu übersetzen. Die Aeußerung, die einer deutschen jungen Dame nicht gestanden hätte, findet er hier so natürlich. Und Edwin Randolf klappt die Hacken zusammen:„ Meine Damen, Sie sind ein paar ausgezeichnete Kameraden!" Und das Wetter klärt auf, und in die Adventsbai gleitet die Auguste Viktoria". Tiefes Schweigen, starre Felsen, Gletscher, grünblau sich auf den Wasserspiegel senkend, nur dann und wann der Flügelschlag einer Lumme, und die helle, heiß brennende Sonne über der Küste da drüben, wo sich das Touristenhaus erhebt, Zelte aufgeschlagen sind, Boote von Renntierjägern und Walfischfängern liegen wo man zwei Kreuze über Steinhaufen sieht Hügel, unter denen die Schiffbrüchigen der„ Elsa" ruhen. Vis der Anker gir. Bon jeher vo Aeußerung, für Die Finnländer fei eigentümlichem Ge auf uniere Beit Bamamoinen, den Repräsentanten d andere Mythen un beren Lieblingsgege nifizierung der Nat ine durchgängig bung und führen wie aus dem Nebel der aus den zah Landes aufsteigt". haften Lieder haber Dianicher Glegit; Kraft der skandina ift nichts in ihne en abgelegeneren( es, wo die althei rungen fich erhalter patriotischen Män jo namentlich in de Spuren altfinnische telien, wo der Gelch mündliche Tradition dem Volksmunde die Geschlecht fortgep iner Art von Nat pichen Gefänge zu menzustellen begant Ramen Ralewala g Schönheit und in Boltsdichtungen affen fann. Noch onders das nörol in die Tiefe rasselt, kein Laut unter der andächtig gewordenen Menge. Es ist elf Uhr nachts, und die Mitternachtssonne zaubert den hellsten Tag herauf. Um zwölf Uhr legen die Barkassen an und bringen die ersten Reisenden hinüber auf Spißbergens Boden. Die Norwegerinnen und ihre Freunde sind zusammen diesmal. Bruckner reicht Ambjör die Hand an dem hölzernen Landungssteg, Randolf Symöne und dabei gewahren sie, daß die Füße der Mädchen in Schuhen aus Rentierfellen stecken, wie man sie bei den Lappen kaufen konnte. Verkleinern tun die nicht, aber fie passen zu dem kräftigen Ausschreiten. ,, Auf Spitzbergen! Das ist sicher, die bedeutungsvolle Stunde halten wir alle in der Erinnerung fest und damit auch das gegenseitige Gedenken," sagt Ambjör. Es ist keine Salonphrase, und mit einer höflichen Versicherung antwortet auch keiner der Herren. Die Blicke aller richten sich auf die schneebedeckten Bergspizen, gleiten über den sumpfig= moorigen Boden, streifen die Sparren der Erdhütte, in der fünf Menschen hier die Winternacht verbracht.- Ernſte, innere Bewegung, ein Uebermaß seltsamer Eindrücke stürmt auf jeden ein. Ole Olafsen beginnt ein Gespräch mit einem Rentierjäger; der Legationsrat folgt Symöne, die den zwei Kreuzen zustrebt, an der Hütte stehen bereits zu viele Menschen, die über die Not der Verschlagenen ihre Bemerkungen machen. An dem einen Hügel setzt sich das blonde Mädchen nieder, und ihr Begleiter folgt ihrem Beispiel. Es ist eine lange Zeit des Schweigens. Wie schön erscheint den Augen des Deutschen die kraftvolle Gestalt, das Goldhaar, der Glanz der braunen, sinnenden Augen! Wie stark und zu verlässig die Hand, die ein Moosbüschel hält, winzige blaßrote Blümchen. Wie korrekt und ungekünſtelt ist alles, was sie tut und sagt, klug, bewußt! Die kann nie in der formvollen Gesellschaftsschicht des Auswärtigen Amtes einen Fehler machen, die wird repräsentieren. Und was sagte Edwin da von guter Kameradschaft? Und plötzlich liegt seine Hand auf den Fingern, die die Pflänzlein halten: „ Symöne es ist eine bedeutungsvolle Stunde! Ich möchte mein Schicksal in Ihre Hand legen." Ein fester Druck, er kann nicht weiter reden, es wird ihm feucht vor den Augen, wie im Nebel, und ist doch keiner, ist klare, brennende Sonne. Da kommt der Druck zurück.„ Ja, ich habe Sie auch lieb!" Hand in Hand bleiben sie sißen und flüstern und sprechen mit den Augen, wenn aus dem Menschenschwarm, der nun die Küste überflutet, einer vorüberkommt. Ambjör hat den Vorhang vor dem einen Belt gelüftet. Ein junger Mann und eine ältliche Frau sind darin, zwischen Decken, Fellen, Kisten, dem Herd haben sie sich eine ganz behagliche Woh nung geschaffen. Nordländer, Mutter und Sohn, der junge Doktor der Botanik, ist zu Forschungszwecken da für drei Monate. So erfährt sie, als sie mit ihrem Begleiter aufgefordert ist, einzutreten und Platz zu nehmen. ,, Das tut eine Nordlandsmutter!" sagt sie mit strahlenden Augen, und dann übersetzt sie:„ Die meint, daß wir Mann und Frau sind und auch miteinander der Wissenschaft halber kommen. Was ahnt sie von vergnügter Reisebummelei!" Randolfs Gesicht wird von Röte übergossen. Ambjör Lassen Sie die Prachtfrau gut geahnt haben. Werden Sie meine Frau! Ich liebe Sie ich verspreche" Da schließt sie ihm mit den Fingern die Lippen, lacht und sagt: Es ist genug. Ich will ja! Selbst nach Deutschland will ich für Sie gehen und es lieb haben lernen!" ,, Tyskland, meinetwegen," sagte Ole Olafsen eine halbe Stunde später, die alten Normannen sind überall herumgezogen. Aber das müßt ihr nicht verlangen, Söhne, daß ich jemals Deutsch lerne." Unsere Männer sollen norwegisch reden!" bestimmt Ambjör. So gewiß, wie's fam mit der Förlofning!" Symöne lacht.„ Wissen müßt ihrs. Gleich haben wir Zwillinge zu einander gesagt: Die gefallen uns! Wars euch auch so?" Edwin und Heinz geben wortlos Händedücke.„ Merken lassen habt ihrs euch nicht, Ambjör habe ich oft mit unsern Stille Wasser sind tief, trösten müssen." Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der Morgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze Gesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der Kapitän mit lautschallender Stimme das Hoch aus auf, die Verlobten von Spitzbergen". Sein Gesicht strahlt, er hat selber seine Freude an dem Ereignis. EINST UND JETZT Spielbank- Schmerzen. Seit die Spielbank von Monte Carlo eine Aktiengesellschaft geworden ist, mangelt es nicht an zuverlässigen Nachrichten über ihre Geschäftsgebarung. Die ungünstige internationale Geschäftsage der lezz Jahre hatte auch die industrielle Ausbeutung der Roulette und des Trente- et- quarante recht ungünstig beeinflußt. Der Reingewinn der Spielbank, der früher 25-29 Mill. Franken betragen hatte, war auf 22, dann 20 und sogar auf 19 Millionen Franken gesunken! Für eine Gesellschaft mit einer Million wirklich eingezahlten Kapitals ein, wie man sieht, jammervolles Reſultat. Aber die Götter verlassen die braven Monegasken nicht! In Belgien sind ja die Spielbanken, die dem Fürstentum Monaco eine so bösartige Konkurrenz machten, sämtlich geschlossen worden, und seit dieser Zeit kann das Kasino von Monte Carlo die Leute nicht mehr fassen, die ein Tänzchen mit der Roulette wagen wollen. Angesichts dieses großen Geschäftsaufschwunges sieht sich die Spielbank veranlaßt, ihre Geschäftslokalitäten erheblich zu erweitern. An das Kasino wird noch ein Stück angebaut, ein großer, 35 Meter langer Roulettesaal und zwei Rauchzimmer. Freilich hat die Kasinoverwaltung noch immer Anlaß zu vielen berechtigten Klazen und Stoßseufzern. Die Zahl der Spieler nimmt ja wohl zu, aber ihre Qualität wird immer schlechter. Es ist unglaublich, wie ungern heutzutage der Mensch ein paar Tausend Franken verliert. Nach der zuverlässigen Spielstatistit des Kasinos beträgt der mittlere Spielverlust jedes Kasinobesuchers bei jedem Besuche 50 bis 60 Franken. Das ist offenbar zu wenig und die Spielverwaltung bemüht sich denn auch eifrig, Abhilfe zu schaffen. Unter anderen Maßregeln plant man die Einrichtung eines Speisesaals im Kasino selber. Wenn gegenwärtig ein Spieler Hunger verspürt, so muß er, um sich zu stärken, das Kasino verlassen. Ju günstigsten Falle bringt das einen ärgerlichen Zeitverlust mit sich. Nicht selten kommt es sogar vor, daß der Spieler während und nach der Mahlzeit sein Geld zählt und die Lust zum Weiterspielen verliert. Wenn er im Kasino speisen kann, so ist diese Gefahr viel geringer. Der Spieler bleibt be1 ändig im Banne der Spielsäle, hört das Surren der Roulettefugel, die Rufe der Kroupiers und den Klang der Goldstücke. Ein großer Nachteil für die Finanzen der Spielbank ist endlich das völlige Aufhören der Spielerselbstmorde. Wenn so ein Spieler des 20. Jahrhunderts sein Geld verloren hat, schießt er sich nicht etwa, wie das früher der Fall war, eine Kugel vor den Kopf, sondern läßt sich ausnahmslos von der Spielbank die Heimreise bezahlen und droht im Weigerungsfalle mit Beschwerden bei seiner Regierung. Vor den ausländisc, en Regierungen hat aber die Spielbank heillose Furcht und sie läßt deshalb regelmäßig einen Teil ihrer so sauer erworbenen Beute wieder fahren. Ist das nicht schmerzlich? Bunte Blätter. Ein kleines Königreich. Das wahrscheinlich kleinste aller unabhängigen Königreiche ist ein Inselchen in der Comoro- Inselgruppe( Ostafrika). Der Sultan desselben begiebt sich auf jedes hier anlegende Echiff und bemüht sich, die Wäsche der Mannschaft für seine Frauen zum Waschen zu erlangen, und der Premierminister verkauft Kokosnüsse und Bananen an die Seeleute. Verbrecheraberglaube. Verbrecher klammern sich oft an einen tiefeingewurzelten Glauben an Talismane und die schützende Macht von Zaubermitteln und Amuleten. Nach den Erfahrungen verschiedener Gerichte führt der professionelle Einbrecher oft ein Stück„ Glückskohle" bei sich. Mit dieser glaubt er auch den scharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. Zuweilen findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde der Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese„ Wertgegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestellt == werden. Nr. 23. Samstag, den 30. Januar 1904. Oberbessische Familienzeitung. Tägliche Unterhaltungs- Beilage der Gießener Neueste Nachrichten. Bad and Berlag bee Stepene Berlagsbenderet, vorm. Bulb. Keller'sde Sudrudersi( gegr. 170); rate: ( 20. Fortsetzung.), Der Beuge. Roman von Marie Bernhard. Die Geishas, welche sich der„ Gesellschaft Norden" produzierten, waren, wie die meisten Mädchen dieses Schlages, sehr hübsch, reich gekleidet und angenehm von Sitten, weshalb es denn auch nicht selten geschieht, daß ein Fremder" eine Geisha zum Weibe nimmt, ein Ziel, nach welchem die Mädchen samt und sonders mit Eifer streben, da sie recht gut wissen, daß die Europäer ihre Frauen weit besser behandeln, als die Söhne ihres Landes dies tun. Eine gewisse Vornehmheit zeichnet die Geisha vor ihren Kolleginnen, den Tänzerinnen und Teemädchen, aus, sie lassen sich von Be dienten die Instrumente nachtragen.. die dreisaitige Guitarre, welche mit einem meißelförmigen Stabe aus Gold oder Elfenbein geschlagen wird, die große Trommel, die wie bei den Europäern gehandhabt wird, und die kleinen Trommeln, welche mit der flachen Hand geschlagen werden. Was den Gesang an sich anging, so war Hilda enttäuscht, sie hatte nach dem ansprechenden Aeußern und Auftreten diefer Mädchen mehr von ihnen erwartet, als diese Aufeinanderfolge gellender, schriller Töne, die nicht einmal etwas beson ders Charakteristisches hatten; zudem ermüdeten die endlosen Wiederholungen sehr, und die Europäer konnten es nicht begreifen, wie die Japaner diesen Gesängen sichtlich gefesselt, viele sogar mit offenbarem Entzücken, lauschen konnten. Lächelnd bemerkte Hilda zu Hellmut Norden, wie grundverschieden doch der Begriff„ Kunst" unter den getrennten Himmelsstrichen sei! Diesem sonst entschieden hoch intelligenten, strebsamen Volk würde zum Beispiel ein Lied von ihr, wie das neulich gesungene:„ Aus der Heimat hinter den Blizen rot", wahrscheinlich ebenso unverständlich und wenig anziehend sein, wie ihnen jetzt dieser Gesang der Geishas. Hellmut nickte. Sie haben recht, solche Lieder sparen Sie lieber für mich auf, gnädiges Fräulein, ich weiß sie vollauf zu würdigen!" Nachdem man noch ein paar Gaukler und Akrobaten_angestaunt hatte, die ihre Sache ausgezeichnet geschickt, mit verblüffender Behendigkeit betrieben, flagte Sennora O'Vegas über Müdigkeit und trieb zur Rückkehr, die Dame kam sich vernachlässigt vor in Hildas Nähe, um die die Männer schwirrten, wie die Motten um das brennende Licht; der Gedanke, diese gefährliche Schönheit noch die Nacht und den kommenden Tag über bei sich im Hause beherbergen zu sollen, - es war verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, um sich Tokio anzusehen war ihr durchaus nicht gemütlich, aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie Wirtin spielen! Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten senkten sich herab, der Himmel blieb eigentümlich hell, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. Ein frischer Wind blies leicht die Kronen der Bäume an, da taumelten zu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand ein vielhundert stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen auf geschreckten Tauben, und Hilda, die ganz weiß überschneit ( Nachdruck verboten.) dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: " Nicht! Lassen Sie! Das gehört zu Ihnen!" Und obschon es fast dunkel war und sie sich nicht umwandte, wußte sie doch, wer zu ihr gesprochen hatte, und sie lächelte und ging weiter, ganz mit Frühlingsblüten überschüttet. ,, Du bist doch noch auf, lieber Vater?" Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen Worten zu dem Senior ins Zimmer trat, gerade schlug die Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu sich genommen und trat nun in einem dünnen, hellseidenen Hausrock, die Bigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- sumi hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hause gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" „ Die habe ich immer, du weißt es ja! Setz dich doch, Hellmut!" Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen Schaufelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, daß man das leise Sausen der Flammen in den Glaskelchen des vielarmigen Kronleuchters, der von der Zimmerdecke herabhing, hören konnte. Ein animierter Tag heute!" fing Hellmut endlich an. Hm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner Jugend macht die häufige Wiederholung desselben Schauſpiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das anders! Dies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die wir hier bereits erlebt!" „ So dachte ich auch vor einem Jahr, trotz meiner Jugend!" ſagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. „ Wenn das Fest diesmal einen eigenen Zauber auf mich ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!"- Wieder tiefe Stille der ältere Mann atmete laut und schwer. Und du fragſt mich nicht?" kam endlich Hellmuts Stimme dazwischen. Er ließ die Hand mit der Zigarrette sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem Schaukelstuhl empor. „ Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie genau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, du liebst du liebst" die Worte kamen offenbar mit Anstrengung heraus„ dies fremde Mädchen, das vor einigen Wochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" irgend ein tern( Runolainer ttaja, Runofeppä her als zu die Sprache alles personifizier h der Kantele ode Retalliaiten bespann der oder Runen au von Wäinämö alionalinftrument g galt nach ist in nnen die Sprit i Grundflang ein ges Heimatsgefüh કોર Glement herri alewala" vor. Kalewala( Lant גור ארי 62 Uhr hier Senats betin dem Petersk Dampfers er dierende Ge b. Bock und B den Truppen. Börmann" un Mannschaften Safen. Die C huf ist gegen laffen sich an Geiten und e Deutschen Her durch hervorg des Khanfluffe Habicht" hof ftellen zu fön riden. Viell leutnants v. einige Beit ge Februar transport ang Urteil für die das Fehlen d ten und mit die Gingebore Ar. 3. Finnland. ( Fortsetzung.) Afr 13. Jahrgang. einspaltige Petitzelle für ganz Ober ind Marburg 10 Pfg. fonft 15 Big Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingslifte No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88 chanschluß Nr. 362. Deutschland iten Ein illustriertes deutsches Familienblatt. Bon jeher von warmer Liebe für dichterische Aeußerung, für Musik und Gesang erfüllt, hatten die Finnländer seit dem heidnischen Altertum bis auf unsere Zeit herab eine Volkspoesie von ganz eigentümlichem Gepräge. Ihre Lieder vom alten Wäinämöinen, dem Gotte des Gesanges und dem Repräsentanten der finnischen Götterwelt, und andere Winthen- und Baubergefänge, beren Lieblingsgegenstand die Perso nifizierung der Naturfräfte ist, haben eine durchgängig schwermütige Färbung und führen Bilder vor, die wie aus dem Nebel geballt erscheinen, Der aus den zahllojen Seen des Landes aufsteigt". Auch die balladenhaften Lieder haben meist den Ton Danscher Elegit; von der rauhen Kraft der skandinavischen Volkspoesie ist nichts in ihnen zu finden. In Den abgelegeneren Gegenden des Lanbes, wo die altheidnischen UeberliefeEungen sich erhalten haben, gelang es patriotischen Männern sogar, die Epuren altfinnischer Epif aufzufinden, so namentlich in der Landschaft Ka relien, wo der Gelehrte Lönnrot ans dem Volksmunde die bisher nur durch maindliche Tradition von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzten mythischepischen Gesänge zu sammeln und zu einer Art von Nationalepos zusam= menzustellen begann, dem er den Namen Kalewala gab, und das sich ara Schönheit und Originalität mit den Volksdichtungen anderer Länder messen fann. Noch jezt ist Finnland, besonders das nöroliche, an Volksdichtern( Runolainen, Runoja, Runottaja, Runoseppä, Runonieffa) reiger als irgend ein anderes Land, wozu die Sprache viel beiträgt, da fie alles personifiziert. Die Volkseder oder Runen( runot) werden nach der Kantele oder dem mit fünf Metalljaiten bespannten, der Sage nach von Wäinämönen erfundenen Dia fionalinstrument gesungen. Dem In halt nach ist in der Poesie der Franen die Lyrik überwiegend, die als Grundflang ein außerordentlich inniges Heimatsgefühi durchzieht, und Dieses Element herrscht auch in der Salewala" vor. Kalewala( ,, Land des Kalewa") Immmen kuppen the cursusist hergeleitet von Kalewa( ,, Vater der Helden"), dem Beinamen Wämämönens, der Hauptgestalt der finnischen Sage. Die drei göttlichen und halbgöttlichen Helden: Wäinömönen, ein zaubermächtiger Sänger und Erfinder der Leier( Kantele), dessen Töne selbst die Tiere mit Entzücken laus schen, sein Bruder, der Schmiedekünstler Ilmarinen, der die wunderbarsten Dinge durch Zauber aus dem Feuer hervorgehen läßt, und der Gegner beider, Lemminkäinen, der allen Mädchen die Finne auf der Reile,( Photographische Aufnahme.) 6½ Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe auf Kosten des Senats bewirtet worden. Von dort wurden die Truppen nach dem Peterskai gebracht, wo die Einschiffung an Bord des Dampfers erfolgte. Gegen 10% Uhr erschien der Kommandierende General des 9. Armeekorps Generalleutnant b. Bock und Polach an Bord des Dampfers zum Abschied von den Truppen. Gegen 12 Uhr verließ der Dampfer„ Adolph Börmann" unter lebhaften Kundgebungen der ausreisenden Mannschaften und der am Kai versammelten Menge den Hafen. Die Chancen der militärischen Operationen lassen sich an nachstehendem Situationsbilde ermessen: Windhuf ist gegen Norden abgeschnitten, Okahandja von allen Seiten und ebenso Otjimbingme. Bis Karibib sind die Deutschen Herren der Bahn, aber Regengüsse und die dadurch hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherstellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vorrücken. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow letten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Februar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrachten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen beillose Anast natürlich schmerzlich em= | 1904. | Köpfe verdreht, bilden mit ihrem Tun und Trei. ben den Hauptstoff des Gedichtes. Die Geschichten drehen sich hauptsächlich um zwei Bunkie, einmal jola( Lappland?) zur Frau zu erhalten, und so darum, die Tochter Lonhis, der Wintin in Pohmühle, welche Mehl, Salz und Geld auswirft dann, den Sampo zu verfertigen, eine Zauberund überall Fruchtbarkeit und Gedeihen verbreitet. Nach großen Anstrengungen gelingt dies dem Ilmarinen, wogegen er sowohl als Wäinämänen dn in seinen Brautfahrten anfangs un glücklich ist, da Lonhi eine starke Zauberin ist und ihre Tochter die wunderlichsten Bedingungen ſtellt. Da Ilmarinen dieselben endlich löst, namentlich den Sampo schmiedet, so heiratet ihn die Tochter, bei welcher Gelegenheit die Hochzeitsfeierlichkeiten der Finnen ausführlich beschrieben werden. Den Sampo holen sie unter vielen Gefahren nach Wainölä( Kalervala); doch zerbricht er unterwegs auf dem Meere, so daß sein Segen nich verteilt. Die Darstellung ist in echt epischem Etil ganz objektiv ge, halten, nicht bloß mit geisterhaften Ilmrissen zeichnend, sondern mit in. dividualisierender Kraft die Wirklich. feit bis ins einzelne hin malend. Von der Landschuft, den Tieren und Vienschen des baltischen Nordens wird ein farbenhelles Bild entworfen, und auch die Gemütsart der nordischen Menschen, mit der Zärtlichkeit für Das Kleine den Sinn für das Große und Maßlose zu vereinen", tritt überall hervor. Das Innerste aber aller Vorgänge bildet die Magie und zwar in dem Grade, daß Rosenkranz das finnische Epos andern Nationalepen gegenüber geradezu als das Zauber. epos bezeichnet. Alle heidnischen Götter der Finnen treten auf: Jumala, der Gott des Himmels; Uffo der alte, der Donnergott; Ahti, der Wasserfürst; Tapio, der Waldkönig; Tuoni, der Todesgott; Hüfi, das böse Prinzip, c. Am Schlusse des ganzen aber gebiert eine Jungfrau, Marjatta( gleich Merpàtta), einen Knaben( offenbar Anspielung auf Jesus), den Wäinämönen töten will, Uffo aber zum König von Karjala erhebt, worauf Wäinämönen mißmutig bis zum Rande des Horinzonts fort, Segelt, seine Kantele und Gesänge den Finnen hinterlassend.( Sch!. f.) neue Millionen hat es nicht schon der Kriegsmöglichkeit geopfert! Seit Monaten sind die Urlauber zu den Fahnen eingezogen, die Arsenale sind in fieberhafter Tätigkeit. Zwei Kreuzer wurden gegen Barzahlung im Auslande gekauft; von dort bezog man auch große Getreide und Kohlenvor= räte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmenden Kriegsdruck. So sieht sich Japan ganz abgesehen von seinen ſtarken foreanischen Interessen in die Lage eines Kaufmannes versetzt, der sich in einer Unternehmung derart festgelegt hat, daß ihr Aufgeben seinen finanziellen Ruin bedeutet. Er muß sie durchbiegen, wenn sein Tun auch einem Va- banqueSpiel gleicht. In bezug auf Japan kann obendrein von einem solchen Spiele gar nicht die Rede sein. Das Land hat gute Erfolgschancen für sich: ein gerüstetes, in seinem militärischen Werte nicht zu unterschäßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesette, moderne Flotte. Gerade jetzt hasardiert Japan am wenigsten, wenn es in den früher oder später anscheinend unvermeidlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Osten. So ist es dem vielfach überschäßten aber in letter Zeit auch viel verlästerten Inselvolke nicht zu verdenken, wenn es losschlägt. Die Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen au Kaisersaeburtstag bringt folgender Erlak an fung) I und Umgebung on Oberhessen. leichsanzeiger veröffentlicht wird. alle Stände, Alt und Jung, geFreude über seine glückliche Geei durch diese Aeußerungen treuer Anhänglichkeit hoch beglückt ratulanten seinen wärmsten Dant Herr mir Leben und Gesundheit werde ich nicht aufhören, meine aterlandes zu stellen und auf das Volkes in allen seinen Schichten edacht zu sein." Aussöhnung des Hauses CumKaiserhause weiß ein Münchener öhnungsbestrebungen seien soweit hende Hochzeit des Großherzogs mit der Prinzessin Alexandra für Wilhelms mit dem Herzog Ernst geben werde. Der erfolgreiche den so lange sich entfremdet geiusern war fein anderer als der on Dänemark. Der alte König iß, daß er einer der aufrichtigsten soll überfroh sein, daß es ihm Jen Frage mit Erfolg zu ver= haben die Gewerbe- Inspektionsverbereferendare", die GewerbeTitel„ Gewerbeassessoren" eronwechsels in Anhalt steht eine 1 Vernehmen nach einen Strafdrei Jahren enthält. er deutschen Acrzteschaft und den rauszusehen war, durch die Befenfassentages nur noch heftiger egt sieht man die Wirkung der Resolution in dem zielbewußten en bisher getrennt marschierenigruppen, wie er allerorten zu= in, wo der Boden für die Abbisher noch am günstigsten war, ihre Kollegialität hin sämtliche f 5 Jahre eingegangenen Verenüber rückgängig gemacht. Eine Lösung der Frage ist im Interd herbeizusehnen, um so mehr, des Grafen Posadowsky die weiter ausgedehnt zu werden etär erkannte die Berechtigung idlichen Arbeiter, an den Wohl nehmen, im Prinzip vollkommen jetzt bei den städtischen Kassen stellen, wie soll es erst auf dem verten Verkehrsverhältnissen, die weislich nötig machen?! tand in Deutschland ab oder zu? ie Forderung nach ſozialen Gende Berechnungen berufener ß der Wohlstand des deutschen en sei. Folgende Zahlen mögen illustrieren: 1902 waren in den , weil das Einkommen den Beerschreitet, 50,80%, 1903 nur ve 1902 67,04%, 1903 nur mt 1902 59,66%, 1903 nur Gegenwartig haben also bereits über zwei Fünftel der Bevölkerung ein Einkommen von 900 Mt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Reste von 58,92%, dessen Einkommen über 900 Mk. nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- und Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 Mt. nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, die ein eigenes, der Verfügung des Familienoberhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen bon nicht mehr als 900 mr. besitzen. Es sei noch hervorgehoben, daß der Teil der Bevölkerung mit über 3000 Mt. Einfommen ebenfalls im Wachsen ist; so waren in der Gesamtbevölkerung 1903 4,36% gegen 4,34%, in den Städten 7,37% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. 10. Italien. Der Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Rufsland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln konsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidigendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ift. Seti jonne legen die Barkassen an und bringen die ersten Reisenden zaubert den hellsten Tag herauf. denen Menge. Es ist elf Uhr nachts, und die Mitternachtsin die Tiefe raffelt, fein Laut unter der andächtig geworUm zwölf Uhr EINST UND Nr. 23. Samstag, den 30 Januar che Familien 1904 Der Weg zum Glück. n- über den Wert wird der Weidenhof gegeben!" rief diese aus und stürzte vor mit ( Fortsegung. Roman von W. Arell. ( Nachdruck verboten.) Kittys Vater stand von neuem im Begriff, das Wort zu ergreifen, aber der andere schnitt ihm dasselbe wieder ab. „ Es mag Ihnen wohl eine harte Kunde dünken; allein befäßen Sie das Herz, einen Mann, der Ihnen mehr als ein gewöhnlicher Vater sein muß, noch mehr in seinen Ruin hinunterziehen zu wollen? Schauen Sie her, Tom Blackdorn hier steht vor der Alternative, entweder Kitty oder den Weidenhof zu verliren. Nähme Kitty Sie zum Manne, so müßte Tom Blackdorn, so sicher wie dreimal drei neun ist, von dem Hofe herunter, der hoch über seinen Wert mit Hypotheken belastet ist. Dies möchte ich, wenn ich es kann, zu hindern suchen. Dazu muß aber Fräulein Kitty unbedingt nach Geld heiraten." Kitty und Stephan hielten, waren jetzt auch ihre Hände getrennt, einander mit den Augen fest. Aus ihrem Blick sprach Verzweifschwerlich beliehen sein. Ich werde mit meinen Chefs reden; wir suchen Geld auf gute Hypotheken anzulegen, und der Weidenhof ist, dafür kenne ich ihn, das beste Wiesengut in England, so groß England ist. Sie werden das Geschäft machen, und für die Zinsen werde ich garantieren, und diese Garantie wird Ihnen genügen, zumal da ich demnächst selbst Besitztitel an der Firma erhalte." Kitty umflammerte den Arm des Vaters mit beiden Händen und sah ihm in die Augen, während ihr Herz so laut schlug, daß es ihr weh tot. Er blickte wild auf Stephan, als ob sein geschwächter Geist sich plötzlich wieder erholen wollte.„ Was bedeutet das?" rief er aus.„ Hast dus gesagt, Stephan? Das Gut braucht nicht verloren zu geben?" „ Ja, ich habs gesagt. Und zwar bitte ich) dabei jetzt nicht mehr um Kittys Hand. Ich bitte Sie nur, mir zu erlauben, für alles, was Sie an mir taten, Ihnen auch einmal eine Gefälligkeit tun zu dürfen. Ja, Bauer, Sie sollen die Hundert, oder wieviel ist es, haben Fabrik zur Verarbeitung von Walfifchen in Norwegen. Photographische Aufnahme.) lung. Es war ihre Pflicht, koste es, was es wolle, das Gut zu erhalten das konnte selbst ihre Liebe nicht leugnen. Gleichwohl war es ein hartes Schicksal, diese gerade in dem Augenblick, da sie ihr Herz verschenkt, fennen zu lernen. Wäre nur Stephan nie zurückgekommen, dann wäre es ihr leichter geworden, auf ihre Mädchenträume zu verzichten und zum Gatten jedweden anzunehmen, der sie kaufte, aber so! Stephan las klar und deutlich in ihrer Seele und er hielt wacker ihren Blick aus. „ Eine Hypothek!" sagte er.„ Das ist ja mein Fach in Millport, von dem ich auch etwas verstehe. Es ist alles in Ordnung, wenn der Zins gezahlt wird. Was ist fällig?" „ Ein paar hundert Pfund," sagte Black dorn grämlich.„ Ein paar hundert Pfund- und ich kann sie ebensowenig auftreiben mie ein. ,, Aber ich kann es," fiel Stephan eifrig „ Das habe ich mir zurückgelegt und mehr als das und wenn es Tausende wären, gehörte Ihnen, was mein ist. Und mit der ersten Post, die aus Millport zurückkommt und den Rest sollen meine Leute einrenken. Das wird für sie zum mindesten cn ebenso gutes Geschäft sein, als für Sie hier! zu danken haben Sie also nicht mit einem einzigen Wort." Jetzt kam die Reihe zu erbleichen an Marrell. Was! Der Bursche, der ohne einen Heller aus seiner Heimat gezogen, kam zurück und sprach von der Ablösung der Schulden des Weidenhofs wie von einer Bagatelle! Allein er konnte an Stephans Reellität nicht zweifeln. Die Tunlichkeit seines Planes durchschaute er nur zu klar und er schalt sich selbst einen Narren, in seiner Uebersichtlichkeit so unüberlegt seine eigenen Pläne aufgedeckt zu haben. Und dann hatte er inzwischen auch Kitty nicht aus den Augen verloren, und Eifersucht gährte auf in feiner Seele. „ Zu spät zu spät," fiel er ein mit der Kraft seiner ganzen verhaltenen Leidenschaftlichkeit. Zu spät! Tom Blackdorn hat sein Wort gegeben!" „ Aber Kitty Blackdorn hat ihr Wort nicht | sprühenden Augen, und Kitty Blackdorn wird dies nie tun! Keine Angst! Ich werde meinen Vater nicht verlassen! Aber wenn ich einmal verkauft werden soll, kann ich mir hoffentlich noch den Käufer aussuchen. Ich kenne den einen wer der andere ist, weiß ich nicht; ist mir auch gleich, ich nehme den, dessen Gebot ich selber gehört; ich nehme Stephan! Ich nehme ihn um das Land und das Geld. aber er weiß, daß ich auch noch andere Gründe habe, um die ich die Seine werden will." Es ist ein seltsam Ding, ein Reh sich zur Wehre setzen zu sehen. Selbst Stephan, der sie doch kannte, fuhr wie erschrocken zurüd Bauer Blackdorn nahm den Hut ab und wischte sich die Stirn. ,, Henoch," sagte er,„ Sie sehen, es kann nicht sein. Ich kann sie nicht zwingen. Ich vermochte es nimmer zu fassen, daß das Schicksal einen Blackdorn von seinem Land trennen könnte. Und wenn auch ein Harlow eigentlich für ein Blackdornsches Mädchen keine Bartie ist so bin ich im Grunde doch stolz duf den Menschen, den ich zu einem Manne gemacht und ich kann dem Mädchen, desset Mutter auch ich einst nur aus Liebe genom men, nicht zürnen. Sie haben es gut ge. meint, Henoch. Aber ich gab Ihnen, Sie wissen es, auch nur ein halbes Wort und das muß ich zurückziehen. Ich wußte nicht, daß sie vor mir das ihre verpfändet. nun, Stephan, mein Sohn, gib mir deine Hand! Bis wann kannst du aus Millport Antwort haben? Mein Gott, welch ein Glück. den Kopf wieder oben tragen zu dürfen!" Und Er stand barhaupt da und blickte über das geliebte Land, das er wieder ausgelöst wähnte. Stephan stand im Anblick Kittys und Kitty in ihre Gedanken versunken da. Sons: hätten sie ein böses Bild sehen können Ausbruch wilden Hasses und bitteren Ingrimmes auf einem verzerrten Gesichte. den Der Abfall war für Marrell hart, schmerz. lich hart. Wie hart, weiß der Leser noch nicht Allein er war ein starrer Mann. Mit über. menschlicher Kraft beherrschte er sich und mit Gewalt biß er seine Lippen zusammen, wie er vortrat, Stephans Hand nahm und sagte: ,, Nun, dann fann ich nur Glüd wünschen." II. Bauer Blackdorn war nicht ein Mann, der aus der Schule schwazte; und überdies hatte Marrell die spezielle und natürliche Bitte an ihn gestellt, daß die Geschichte seiner unglüd. lichen Werbung ein Geheimnis zwischen den Beteiligten bleiben sollte, und diese Rücksicht glaubte er dem gekränkten Nachbar zum min. desten schuldig zu sein. Was immer aber Kitty glaubte und wußte, behielt sie bei sich. Denn sie war eine Dame bis ins Innerste und nicht das Mädchen, Aergernis zwischen Nachbarn und Freunden zu stiften. Und Stephan, der sonst wohl geschäftlich für auf. geweckt galt, ließ es sich, wie gesagt, nicht im Traume einfallen, daß der„ alte" Marrell sein Rivale gewesen sein könnte. Stephan Harlow war ein glücklicher Mann. Für alle die Mühen seines Lebens schien ihm in Kitty reicher Lohn zu Teil ge worden. Zudem tat es ihm wohl, zu sehen, wie Blackdorns Rücken wieder grader zu wer. den anfing, wie seine Augen heller wurden. wie felme Stimme heiterer flang, kurz wie er. wenn ihm auch ein Rest von Hinfälligkeit blieb, wieder aufzuleben schien. Wo ihn Hoffnung jetzt wieder beseelte, konnte man sehen, worin die charakteristischen Ursachen feines Serfalle natürlich wur alle zum Best jeinen Lasten den einfach an Stephan bef ohne Zweife unpersönliche rerpflichtet lebt, und bor joll. Ueberbi rell fein groß Stephan nu Grundeigentu Denn ein Schlag hätte e als Mißheirat Vair nicht se hejeffen. Und diese ſequent find nicht um ein er felbst ein ichloffen; fei nicht vom Bondoner G gendwo an d iaß. Zudem geschlossen, d rührig, doch Dem damals dem noch be brachten, der ehlgeschlage Dritten an ein Wort a awei harte ander gerat Bladdorns einander nä des alten G dorn oftmo Richard in verloren und wußten, wa wohin a Alles do gende Muße Mit der Runchester hielt er je einem zu Dann fam hn aufford sollten, näb fand Steph Karten und zusammenzu er frei behi Dieser Rand des S Wunder ih und Freude ihm, Steph jeher gern jest innig I daß aus de ichmiedes e Ware Did, wie Stepha Gines Ueberraschu über auf de tun gehabt noch ein Sie schritte hinunter de führt, als etwas zeigt ich jemals Deutsch lerne." Unsere Männer sollen norlacht. Stille Wasser sind tief, trösten müssen." Edwin und Heinz geben wortlos Händedücke. lassen habt ihrs euch nicht, Ambjör habe ich oft mit unsern einander gesagt: Die gefallen uns! Wars euch auch so?" „ Wissen müßt ihrs. Gleich haben wir Zwillinge zu So gewiß, wie's fam mit der Förlofning!" Symöne „ Merken seine Freude an dem Ereignis. lobten von Spißbergen". Sein Gesicht strahlt, er hat selber tän mit lautſchallender Stimme das Hoch aus auf die VerGesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der KapiMorgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der wegisch reden!" beſtimmt Ambjör. Stück„ Glückskohle" bei sich. gegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestellt und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese Wertscharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. der Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, verschiedener Gerichte führt der professionelle Einbrecher oft ein Macht von Zaubermitteln und Amuleten. Nach den Erfahrungen tiefeingewurzelten Glauben an Talismane und die schützende Verbrecheraberglaube. Verbrecher klammern sich oft an einen Mit dieser glaubt er auch den Zuweilen werden. schwirrten, wie die Motten... mmmen 62 Uhr hier Senats bewirt dem Petersta Dampfers erfo dierende Gen b. Bock und Bo den Truppen. Börmann" unt Mannschaften Hafen. Die C laffen fich an no buf ist gegen Seiten und ebe Deutschen Herr Durch herborger des Khanfluffes Habicht" hofft ftellen zu fönne riden. Viellei leutnants b. S einige Beit geb 3. Februar in transport angel Urteil für die ten und mit 2 das Fehlen der die Eingeborene den Januar 1904. terhaltungs- Beilage Familienzeitung. ber eueste Nachrichten. b. Roller'fe udbruderet( gegr. 179); antem: 1bin letz n Marie Bernhard. Beuge. prowesages, nder" m die ) t gut ideln, Vorden t Be= Guiie bei meln, oder uscht, i dieenten. Himidver= entreft, Umut ehend lizzen wie r fur † zu ver= 1 an= Segas inner n sich Ge= Wirtin spielen! um sich Tokio anzusehen ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn kommenden Tag über bei sich im Hause beherbergen zu sollen, es war verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, danke, diese gefährliche Schönheit noch die Nacht und den war ihr durchaus nicht gemütlich, Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen aufzu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die geschreckten Tauben, und Hilda, die ganz weiß überschneit ein vielhundertWind blies leicht die Kronen der Bäume an, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. Ein frischer senkten sich herab, der Himmel blieb eigentümlich hell, Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten da taumelten ( Nachdruck verboten.)] aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hauſe Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- sumi Worten zu dem Senior ins Zimmer trat, ,, Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. Zigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten und trat nun in einem dünnen, hellseidenen Hausrock, die ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu sich genommen hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen gerade schlug die Die habe ich immer, du weißt es ja! Setz dich doch, Hellganz mit Frühlingsblüten überſchüttet. ,, Du bist doch noch auf, lieber Vater?" wer zu ihr gesprochen hatte, und sie lächelte und ging weiter, es fast dunkel war und sie sich nicht umwandte, wußte sie doch, ,, Nicht! Lassen Sie! Das gehört zu Ihnen!" Und obschon Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, mut!" Wochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" du liebst du liebst" strengung heraus dies fremde Mädchen, das vor einigen genau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie " Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich die Worte kamen offenbar mit Anschwer. Schaukelstuhl empor. Stimme dazwischen. Wieder tiefe Stille sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!" ,, Und du fragst mich nicht?" kam endlich Hellmuts „ Wenn das Fest diesmal einen eigenen Zauber auf mich Jugend!" sagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. So dachte ich auch vor einem Jahr, troß meiner Er ließ die Hand mit der Zigarrette der ältere Mann atmete laut und anders! wir hier bereits erlebt!" meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die spiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das Jugend macht die häufige Wiederholung desselben SchauDies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in ,, Hm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner Hellmut endlich an. herabhing, hören konnte.„ Ein animierter Tag heute!" fing des vielarmigen Kronleuchters, der von der Zimmerdecke daß man das leise Sausen der Flammen in den Glaskelchen Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Schaukelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus ,, Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen turgte bor ni Bladdorn wird chwerde meinen wenn ich einmal mir hoffentli Ich kenne den weiß ich nicht den, dessen Ge nehme Stephan und das Geld andere Gründ jeines Berfalles gelegen haben mußten. Denn natürlich wurde, selbst wenn Stephans Pläne alle zum Besten gelangen, das Gut nicht von jeinen Lasten befreit. Die Hypotheken wurden einfach an die Bank überschrieben, wo der Stephan beschäftigt war. Immerhin ist es ohne Zweifel angenehmer, seinem fernen unpersönlichen Gläubiger, als einem Nachbar rerpflichtet zu sein, unter dessen Augen man lebt, und vor dem man sich ade Tuge busen soll. Ueberdies war er im Innern von warrell kein großer Freund, während er an Stephan nur das Eine, daß er nicht von Grundeigentum herstammte, auszusetzen hatte. Denn ein Landwirt von Blackdornschem Schlag hätte eine Verbindung mit einem Earl als Mißheirat angesehen, hätte der betreffende Bair nicht seinen Erbhof und sein Erbgut besessen. erden will." ein Reh sich zu it Stephan, schrocken zuri Sut ab u jehen, es ta t zwingen. assen, daß d on feinem So auch ein Harl es Mädchen fe Brunde doch sto u einem Man Mädchen, deff & Tebe geno ben es gut g ab Ihnen, G Wort und da wußte nicht, da fändet. Un gib mir dein Ou aus Millpor welch ein Glü n zu dürfen!" und blidte üb wieder ausgel ublid Kittys infen da. So n fönnen- d nd bitteren en Gesichte. rell hart, schmer Leser noch ni ann. Mit üb e er sich und m zusammen, nahm und jag ich nur Gli t ein Mann, de d überdies hat ürliche Bitte e seiner unglü is zwischen d O diese Rücksi chbar zum m as immer al hielt sie bei fi bis ins Inner rgernis zwijde u stiften. Un häftlich für a gejagt, nicht i " alte" Marre te. ein glüdlide feines Leben ohn zu Teil g wohl, zu sehe grader zu we heller wurde ng, furz wie Don Hinfälligte chien. Wo i te, fonnte me tischen Urjad den 30 Januar Familion 1904 so infonSieh, Stephan, da! Sind wohl wieder fremde Kühe auf unserem Gras!" ,, Aber nein, Kitty. Wie könnten sie herauf. Die Zäune sind nirgendwo entzwei. Du sagst, fremde Kühe. Wo sind sie?" „ Kannst du nicht sehen? Da! Was schaust du mich so an! Auf meiner Nase grasen sie nicht. Dort drüben stehen sie auf der Wiese!" Harlow& Co. werden dann die Hypotheken vom Weidenhof ablösen und sie selbst übernehmen unter der einen Bedingung, daß sie für eine Zeit, für ein Jahr mindestens, die Bewirtschaftung des Gutes auch übernehmen: das kann dem Vater nur lieb sein, denn der Hof ist heruntergekommen und wird sich in der Pacht wieder heben. Das habe ich mit ihm bereits besprochen und wir sind beide einig geworden. Er will zu uns nach Millport kommen, sich ein Jährchen Ruhe gönnen, und wenn er sich erst an das Leben dort gewöhnt hat, wird er auch ein zweites Jahr bei uns bleiben und noch eins und noch eins, so viele ihm noch beschieden. Er wird nach wie ,, Aber Stephan, spotte nicht, bitte du vor Blackdorn vom Weidenhof bleiben, das, weißt doch„ So, richtig, dort stehen Stühe warum soll es auf Wiesen feine Kühe geben?" ,, Auf unseren gibts feine." „ Gehen wir näher heran. Richtig, jetzt seh ich genau. Es sind eure. Kennt die Hoftochter nicht ihr eigenes Vieh?" " Ja, gewißlich weiß ich. Gefallen die Tiere dir nicht?" „ Ob sie mir gefallen. Wenn wir solche Kühe besäßen!" ,, Möchtest du sie besitzen" Sage flink nur ein ja. Und husch! Eins, zwei drei! Sichst „ Aber Stephan hast du etwa gar die Kühe für uns gekauft?" Nimm dich in acht, Mädchen. Zieh nicht Und dieses Vorturteil war sequent sind die Menschen- in ihm durchaus| nicht um einen Deut weniger ausgeprägt, ob er selbst einst eine solche ,, Mesalliance" geschlossen; seine selige Frau war nämlich auch| du! Sie sind dein!" nicht vom Lande, sie war die Tochter eines Londoner Geschäftmannes gewesen, der irgendwo an der Themse seine Abladestätte bejaß. Zudem war die Heirat unter Umständen geschlossen, die, wenn auch für keinen ehrenrührig, doch einen dauernden Bruch zwischen dem damals wohlhabenden Landmann und dem noch besser situierten Kaufmann hervorbrachten, der niemals ausheilte. Bis zu seinent ehlgeschlagenen Versuch, sich durch einen Tritten an den Alten zu wenden, war nicht ein Wort zwischen ihnen beiden gefallen; wei harte Schädel waren in ihnen aneinander geraten. Selbst nicht der Tod Frau Blackdorns hatte sie, wenn auch nur äußerlich, einander näher gebracht. Es war das Blut des alten Gauners aus London, dachte Blackdorn oftmals bitter, das seinem Sohn Richard in den Adern lag, dessen Namen er verloren und der sein Vater und er selbst wußten, warum, aber sonst feiner wußte wohin auf und davon gegangen war. Alles das hatte Stephan Harlow geniigende Muße zu beobachten und zu überdenken. Mit der ersten Gelegenheit fuhr er nach Runchester hinein und mit der ersten Post erhielt er seine Ersparnisse übersandt, die er einem zukünftigen Schwiegervater übergab. Dann kam ein Brief von Preston& Co., der thn aufforderte, über das Gut, das sie beleihen sollten, nähere Angabe zu machen. Und nun fand Stephan Harlow alle Hände voll zu tun, Karten und Pläne, Anschläge und Besitztitel zusammenzuschaffen. Die Stunden aber, die er frei behielt, wurden seiner Kitty gewidmet. Dieser war zu Mute, als hätte sie dicht am Rand des Abgrundes gestanden, als hätte ein Wunder ihr statt Jammer und Elend Glück und Freude gebracht. Und das alles hatte sie ihm, Stephan, zu danken. Sie hatte ihn von jeher gern gehabt und lernte unschwer, ihn jetzt innig lieben. Wer hätte jemals geglaubt, daß aus dem Sohn des betrunkenen Dorf= schmiedes ein solcher Mann werden würde! Wäre Dick, ihr Bruder, nur halb so tüchtig, wie Stephan gewesen! Eines Abends machte er ihr eine köstliche Ueberraschung. Stephan, der den ganzen Tag über auf dem Grundbuchamt in Runcheſter zu tun gehabt, bat sie vor dem Essen, mit ihm noch ein Weilchen sich im Freien zu ergehen. Sie schritten langsam durch das Hoftor und hinunter den stillen Weg, der nach dem Dorfe führt, als Kitty plötzlich stehen blieb und auf etwas zeigte. Imminen Ruppen the page. Gut bleibt das seine, ob er darauf wohnt oder nicht, nur ist er der Last mit ihm enthoben. Er soll weder das Gut verlieren noch dich. Der ganzen langen Rede kurzer Zweck aber ist der ich fahre morgen nach Hunchester hinein; ich kaufe die Ringlein. Wir lassen uns trauen und brechen dann nach Millport auf alle drei zusammen! Wir warten nur ab, bis Preſtons ihren Inspektor herschicken. Und dann, Liebling, wollen wir glücklich sein." Und sie war, als sie ihn hörte, ganz seiner Beimkehrender Walfifchfänger mit der Beute im Schlepptau.( Photographische Aufnahme.) war, so beseligt und glücklich, daß sie sich nicht vorstellen fonnte, daß irgend etwas im Leben sie noch glücklicher zu machen vermöchte. Stephan," antwortete sie und jah ihm dabei voll ins Gesicht.„ Wie du es wünsches: und willst, will ich es auch. Wenur guter Wille genügt, sollst du, ich gelobe dir, der glücklichste Mann auf Gottes Erdboden werden." noch einmal deine kleine weiße Stirn so in| Ansicht. Nur war sie schon, seit sie verlob: Falten oder aber der Zauber vergeht und das Vieh fliegt auf und davon und über den Mond. Lassen wir übrigens jetzt auch die Kühe. Gib mir einen Kuß, und sie sind genügend bezahlt, wenn ich sie kaufte. Doch nun zu wichtigeren Dingen, die ich mit dir zu besprechen und über die ich schon heute Morgen mit deinem Vater geredet habe. Ich kann meine Ferien und meinen Aufenthalt hier nicht mehr länger ausdehnen. Ich muß nach Millport zurück ins Joch, aus dem ich fürs erste nicht leicht wieder herauskommen werde. und du, Kitty- willst du mit mir gehen?" ,, Wer, Stephan- ich?" „ Wer anders? Gewiß du! Und darüber wollen wir einmal reden. So höre, was ich für das Beste erachte. Ich habe ein paar Mal an Prestons geschrieben, aber sie wollen nichts davon hören, daß ich sie verlasse und mich in Hunchester etwa auf eigene Faust in meinem Fach etabliere, wie ich es beabsichtigt hatte. Lieber wollen sie mich gleich in ihre Firma aufnehmen. Du erkennst daran, wie sie mich schätzen. Sie wollen fein Kapital von mir, sie wollen nur mich," fügte er mit natür lichem, chrlichem Stolz hinzu.„ Preston, 6½ Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe auf Kosten des Senats bewirtet worden. Von dort wurden die Truppen nach dem Peterskai gebracht, wo die Einschiffung an Bord des Dampfers erfolgte. Gegen 10% Uhr erschien der Kommandierende General des 9. Armeekorps Generalleutnant b. Bock und Polach an Bord des Dampfers zum Abschied von den Truppen. Gegen 12 Uhr verließ der Dampfer„ Adolph Börmann" unter lebhaften Kundgebungen der ausreisenden Mannschaften und der am Kai versammelten Menge den Hafen. Die Chancen der militärischen Operationen lassen sich an nachstehendem Situationsbilde ermessen: Windhuf ist gegen Norden abgeschnitten, Okahandja von allen Seiten und ebenso Otjimbingme. Bis Karibib sind die Deutschen Herren der Bahn, aber Regengüsse und die dadurch hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherstellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vorrücken. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow letten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Jebruar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrach ten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen beillose Anast natürlich schmerzlich em= Tafata, fleine Schlange danke für deine Vorsätze. Jezt gib mir aber rasch nur einmal dein Fingerchen her, daß ich es messe." An dem dieſem glücklichen Abend folgen. den Vormittag hatte Marrell, obgleich es erst acht Uhr war, bereits alle seine Felder besucht, seine Knechte und Mägde bei der Arbeit kon trolliert und eine ganze Menge anderer wich)- tiger Dinge erledigt. Er war ein mit Fleiß und Verstand wirtschaftender Landmann, wie es zu der damaligen guten alten Zeit nich: viele gab. Und darum fam er auch hoch), während alle seine Nachbarn rings um ihn herunterkamen. Als er vom Felde heims fehrte und sein Haus betrat, das groß und fahl in einem verwilderten Garten ohne eine einzige Zierblume stand, kochte er sich am Küchenherd selbst einen Topf Grüße und verIn Millionen hat es nicht schon der Kriegsmöglichkeit geopfert! Seit Monaten sind die Urlauber zu den Fahnen eingezogen, die Arsenale sind in fieberhafter Tätigkeit. Zwei neue Kreuzer wurden gegen Barzahlung im Auslande gekauft; von dort bezog man auch große Getreide und Kohlenvorräte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmenden Kriegsdruck. So sieht sich Japan ganz abgesehen von seinen starken foreanischen Interessen in die Lage eines Kaufmannes versetzt, der sich in einer Unternehmung derart festgelegt hat, daß ihr Aufgeben seinen finanziellen Ruin bedeutet. Er muß sie durchbiegen, wenn sein Tun auch einem Va- banqueSpiel gleicht. In bezug auf Japan kann obendrein von einem solchen Spiele gar nicht die Rede sein. Das Land hat gute Erfolgschancen für sich: ein gerüstetes, in seinem militärischen Werte nicht zu unterschäßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesette, moderne Flotte. Gerade jetzt hasardiert Japan am wenigsten, wenn es in den früher oder später anscheinend unvermeidlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Osten. So ist es dem vielfach überschäßten- aber in letzter Zeit auch viel verlästerten- Inselvolke nicht zu verdenken, wenn es losschlägt. Die Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen au Kaisersaeburtstag bringt folgender Erlak an 13. Jahrgang. einspaltige Petitzeile für ganz Obert ind Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingsliste No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88, chanschluß Nr. 362. iten fung) I und Umgebung on Oberhessen. teichsanzeiger veröffentlicht wird. alle Stände, Alt und Jung, geFreude über seine glückliche Geei durch diese Aeußerungen treuer Anhänglichkeit hoch beglückt ratulanten seinen wärmsten Dank Herr mir Leben und Gesundheit werde ich nicht aufhören, meine terlandes zu stellen und auf das Volkes in allen seinen Schichten edacht zu sein." Aussöhnung des Hauses CumKaiserhause weiß ein Münchener öhnungsbestrebungen seien soweit hende Hochzeit des Großherzogs mit der Prinzessin Alexandra für Wilhelms mit dem Herzog Ernst geben werde. Der erfolgreiche den so lange sich entfremdet geiusern war kein anderer als der ' n Dänemark. Der alte König iß, daß er einer der aufrichtigsten soll überfroh sein, daß es ihm Jen Frage mit Erfolg zu ver= haben die Getverbe- Inspektionsserbereferendare", die GewerbeTitel„ Gewerbeassessoren" eronwechsels in Anhalt steht eine 1 Vernehmen nach einen Strafdrei Jahren enthält. er deutschen Aerzteschaft und den rauszusehen war, durch die Befenfassentages nur noch heftiger egt sieht man die Wirkung der Resolution in dem zielbewußten en bisher getrennt marschierenigruppen, wie er allerorten zu= in, wo der Boden für die Abbisher noch am günstigsten war, ihre Kollegialität hin sämtliche f 5 Jahre eingegangenen Verenüber rückgängig gemacht. Eine Lösung der Frage ist im Interd herbeizusehnen, um so mehr, des Grafen Posadowsky die weiter ausgedehnt zu werden etär erkannte die Berechtigung ndlichen Arbeiter, an den Wohlnehmen, im Prinzip vollkommen jetzt bei den städtischen Kassen stellen, wie soll es erst auf dem verten Verkehrsverhältnissen, die bweislich nötig machen?! tand in Deutschland ab oder zu? ie Forderung nach sozialen Gende Berechnungen berufener ß der Wohlstand des deutschen en sei. Folgende Zahlen mögen illustrieren: 1902 waren in den , weil das Einkommen den Beerschreitet, 50,80%, 1903 nur tve 1902 67,04%, 1903 nur mt 1902 59,66%, 1903 nur Gegenwartig haben also bereits über zwei Fünftel der Bevölkerung ein Einkommen von 900 Mt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Reste von 58,92%, dessen Einkommen über 900 Mt. nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- und Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 Mt. nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, die ein eigenes, der Verfügung des Familienoberhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen bon nicht mehr als 900 mf. besißen. Es sei noch hervorgehoben, daß der Teil der Bevölkerung mit über 3000 Mt. Einfommen ebenfalls im Wachsen ist; so waren in der Gesamtbevölkerung 1903 4,36% gegen 4,34%, in den Städten 7,37% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. Italien. Der Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Russland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln konsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidigendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ift. Seti au fich eine Vorstell welchen Schaber norwegischen größten Teil We leben, zufügen. findet sich ei welcher die Jahre planma geschultem wird. Gin El manövrierfähiger fachgemäß viant für einig und in die off Schon in der Seemeile sind ausg denn durch eine halb des Kopfe unter weithin hö einem Strahl Länge die Waf hinaus, die si Schwimmens au hat der Führer Liere gefichtet, al Walfänger sich z porbereiten. Eine Beftalt eines mit einem fräfti an der Spize o Gericht war billig, vielleicht auch nicht gerade schmackhaft, aber dann tröstete ihn bei einem jeden Bissen über den Mangel an Schmackhaftigkeit der Gedanke, daß er seinen Schinken und Speck in seiner Vorratskammer schonte. Bedienung hatte er nicht in seinem Hause. Er hielt sich nicht mehr Leute, als er nötig auf dem Felde und auf dem Hofe brauchte. Was wollte er auch mit Köchin und Zofe, wo er selber zwei Hände besaß und nur für seinen Mund zu sorgen hatte. Er nährte sich hauptsächlich von Butter, Käse und faltem Schinfen, und dazu brauchte er keine KochkünstSugend auf zum Hauptziel jeines Lebens gestellt, als ein Mann von dem und dem Vermögen zu sterben, oder vielmehr in gewisser 13eit ein gewisses Kapital anzusammeln, um eine Reihe von Jahren, ehe er starb, als reicher Mann leben zu können. Denn ein Tropf war er nicht und reich werden wollte er nur als Mittel zum Zweck. Er nahm es sich fest vor, es eines Tages auch zu genießen. Mit der Zeit jedoch wuchs seine Freude am Gelde, seine Lebenslust legte sich, und als die Summe, die er sich vorgenommen zu sparen, zusammen war, fand er, daß er es, ehe er zu verbrauchen anfinge, auch noch auf ein paar Dante erwähnt den Garisenda" und vergleicht den Riesen Anäus mit ihm. Nun ist dieser histo rische Turm, das Wahrzeichen des alten Bologna, zum großen Erstaunen der Bologneser an den Pferdehändler Biagio Oppi verkauft worden. Da dieser Herr zwar ein ausgezeichneter Pferdekenner ist, aber unmöglich den Turm in einen Pferdestall verwandeln kann, fragt man sich, welche Spekulation dahinter steckt. Der„ Garisenda" ge= hörte bisher dem Marchese Campeggi. Der Mar chefe scheint aber zu arm zu sein, die Spesen für de Erhaltung des Bauwertes zu tragen, das zun Nationaldenfmal erklärt ist und nichts einbringt. Er hat deshalb den Turm der Stadt Bologna mehrere Male zum Kauf angeboten; wegen einer Differenz von 1000 Lire hat sie aber auf den Ta) jemais venuju teine. „ unger women jonen me un seine Freude an dem Ereignis. tän mit lautschallender Stimme das Hoch aus auf die VerGesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der KapiMorgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze lobten von Spitzbergen". Sein Gesicht strahlt, er hat selber Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der wegisch reden!" bestimmt Ambjör. Stille Wasser sind tief, trösten müssen." Edwin und Heinz geben wortlos Händedücke.„ Merken einander gesagt: Die gefallen uns! Wars euch auch so?" lassen habt ihrs euch nicht, Ambjör habe ich oft mit unsern lacht.„ Wissen müßt ihrs. Gleich haben wir Zwillinge zu " So gewiß, wie's fam mit der Förlofning!" Symöne vervremeraverginave. Dervieuyer suminen ja he gegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestelt scharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. Zuweilen verschiedener Gerichte führt der professionelle Ginbrecher oft ein Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die werden. Macht von Zaubermitteln und Amuleten. Nach den Erfahrungen und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese Wertder Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde Stück„ Glückskohle" bei sich. Mit dieser glaubt er auch den findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, tiefeingewurzelten Glauben an Talismane und die schützende Ein großer Finnwal und ein Seiwal am Strande pon Skaarö.( Photographische Aufnahme.) lerin! War er jedoch einmal bei einem Sach-| tausend Pfund mehr bringen könnte. bar zum Essen eingeladen, dann verstand er es, den Gourmand zu spielen und dann entschädigte er sich an den Speisen und Geränken, die ihn nichts kosteten, für die lange Fastenzeit im eigenen Haus. Dabei stand er in höchster Achtung weit und breit, weil alle Schulden bei ihm hatten. Selbst den Pfarrer, raunte man sich zu, und die Digbys, die das aristokratische Element der Gegend repräsen= tierten, sollte er unter dem Daumen haben. So geldgierig und geizig dieser Mann icin mochte, den nur der eine Vorsatz, Taler mmf Taler zu häufen, beseelte, hatte Mutter Natur ihn doch wieder mit starkerLeidenschaftlichkeit ausgestattet. Wäre die eine Seife bon ihm nicht filzig und kleinlich gewesen, so ware er mit der anderen im Sturm durch das Leben gerast. So aber hatte er es sich von frühster Allein selbst in dem mit genauster Berechnung entworfenen und mit festester Hand geführten Leben können sich Dinge ereignen, die mit einem Schlag alles aus den Jugen bringen. Es kann ein Waterloo sein oder auch ein Paar Augen. Henoch Marrells Waterloo waren diese Augen. Eines Tages fam Kitty Blackdorn aus ihrer Pension heim und alle seine gleichsam in einem Goldbad erstickte Leidenschaftlichkeit brach plötzlich hervor in Iodernden Flammen. ( Fortseßung folgt.) Ein historischer Turm von Bologna als Dandelsobjekt. Die schiefen Türme von Bologna, der ,, Asinelli" und der ,, Garisenda", gehörten im t..yen Mittelalter zu den Weltwundern. Auch Ankauf verzichten zu müssen geglaubt, und jeg: erstand ihn Herr Oppi. Der„ Garisenda" ist der fleinere Turm auf unserem Bilde. wo die Der Eiskunstlauf hat selbst in Schweden und Norwegen, Elimatischen Verhältnisse weit mehr Gelegenheit zur Uebung des Schlittschuhfahrens bieten, nicht mehr und nicht gewandtere Vertreter als Berlin. Einige Vereine, deren Mitglieder in Bezug auf Kunstfertigkeit das Vollendetste leisten, haben auch für die übrigen wilden Schlittschuhläufer den Ton angegeben. Ein jeder will mindestens holländern können, und da die Berliner Damen diesem Sport perren, so bieten die Schlittschuhbahnen im Tierin großer Zahl huldigen, in größerer als die garten ein überaus reizvolles Bild. Unser Photograph hat es sich nicht versagen fönnen, eine Aufnahme vom Neuen See", der schönsten Stelle des ganzen Verliner Tiergartens, herzustellen und - es war 1904 den 30. Januar ilienzeitung. terhaltungs- Beilage ber eueste Nachrichten. Uh. Keller'fe ubruderet( gegs 1700); aatomi: Ibis Rlein Marie Bernhard. Beuge. ganz mit Frühlingsblüten überschüttet. ,, Du bist doch noch auf, lieber Vater?" wer zu ihr gesprochen hatte, und sie lächelte und ging weiter, es fast dunkel war und sie sich nicht umwandte, wußte sie doch, wes- Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: ,, Nicht! Lassen Sie! Das gehört zu Ihnen!" Und obschon ages, fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine pro- dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, (( Nachdruck verboten.)) ider" n die t gut deln, Vorden Be Guioder e bei meln, uscht, i diejt be= losen esonndereſſelt, inten. ¡ dver= Himnten, wie lizen ehend Umut r für f zu i an= ver Segas Geinner n sich ind den Wirtin spielen! verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn um sich Tokio anzusehen war ihr durchaus nicht gemütlich, asollen, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. Ein frischer senkten sich herab, der Himmel blieb eigentümlich hell, geschreckten Tauben,- und Hilda, die ganz weiß überschneit stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen auf Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand ein vielhundert zu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die Wind blies leicht die Kronen der Bäume an, da taumelten Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten Wochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" strengung heraus dies fremde Mädchen, das vor einigen du liebst du liebst" die Worte kamen offenbar mit Angenau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem schwer. Und du fragst mich nicht?" kam endlich Hellmuts Wieder tiefe Stille der ältere Mann atmete laut und ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!"- Schaukelstuhl empor. Stimme dazwischen. Er ließ die Hand mit der Zigarrette Jugend!" sagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. Wenn das Fest diesmal einen eigenen Zauber auf mich „ So dachte ich auch vor einem Jahr, trotz meiner mut!" „ Die habe ich immer, du weißt es ja! Setz dich doch, Hellwir hier bereits erlebt!" meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die ſpiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das anders! Dies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in Jugend macht die häufige Wiederholung desselben SchauHm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- jumi hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hause Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. ,, Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches und trat nun in einem dünnen, hellseidenen Hausrock, die Zigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu sich genommen hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior Worten zu dem Senior ins Zimmer trat, gerade schlug die Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen Hellmut endlich an. herabhing, hören konnte.„ Ein animierter Tag Heute!" fing des vielarmigen Kronleuchters, der von der Zimmerdecke daß man das leise Sausen der Flammen in den Glasfelchen Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Schaufelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen mmmen 62 Uhr hi Senats bem dem Peter Dampfers e Sierende C b. Bock und den Truppe Börmann" Mannschafte Safen. Di lafien fich a but ift geg Seiten und Deutschen durch herv des Khanf „ Habicht" tellen zu leutnants rüden. T einige Bei 3. Februc transport Urteil für ten und Das Fehle die Ginge und vergleicht ift diejer hifto alten Bologna, grejer an den worden. Da ferdefenner 1 einen ferde fich, welde Garijenda" gi. Der Mar Die Spelen für ragen, das zun ichts einbring Stadt Bologna ; wegen einer aber auf den jo das Leben und Treiben hier darzustellen. Unser Bild ist natürlich an einem Wochentage aufgenommen, Sonntags ist es wegen der Menge der Läufer kaum angängig. Der Walfifchfang in Norwegen oder Don Die nordischen Wale Finnfifche werden hauptsächlich deswegen gejagt, weil sie die gefährlichsten Feinde der Heringfind. Ein einziger dieser Riesene male verschlingt an einem Tage mehr Fische, als ein Heringsfänger mit feiren Negen fangen fann. Da die Finnfische oft in großer Zahl auftreten, fann man sich eine Vorstellung davon machen, welchen Schaden diese Tiere den norwegischen Fischern, die zum größten Teil vom Heringsfang leben, zufügen. In Staaiö befindet sich eine Station, welcher die Walfischjago alle Jahre planmäßig mit besonders geschultem Personal ausgeübt wird. Ein kleiner, aber sehr manövrierfähiger Dampfer wird fachgemäß ausgerüstet, mit Proviant für einige Tage versehen und in die offene See geschickt. Schon in der Entfernung einer Seemeile sind die Wale sichtbar, denn durch eine Deffnung oberhalb des Kopfes schleudern sie unter weithin hörbarem Getöse in einem Strahl von vier Meter Länge die Wassermassen wieder hinaus, die sie während des Schwimmens aufnehmen. Kaum hat der Führer des Schiffes die Liere gesichtet, als auch schon die Walfänger sich zu ihrer Tätigkeit oorbereiten. Eine Harpune, in Gestalt eines langen Speeres, mit einem fräftigen Widerhaken an der Spize versehen, ist an ind jez " ift der wo die elegenheit en, nicht 3 Berlin. ezug aut Den auch den Lon ländern m Sport als die im Tier Photo: ine Aui 1 Stelle llen und den 30. Januar Familiqu 1904 Immmen Puppen the sens A Der Schiefe Turm von Bologna.( Photographische Aufnahme.) Winter im Berliner Tiergarten( Photographische Aufnahme.) 6½ Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe auf Koſten des Senats bewirtet worden. Von dort wurden die Truppen nach dem Peterskai gebracht, wo die Einschiffung an Bord des Dampfers erfolgte. Gegen 10% Uhr erschien der Kommandierende General des 9. Armeekorps Generalleutnant b. Bock und Polach an Bord des Dampfers zum Abschied von den Truppen. Gegen 12 Uhr verließ der Dampfer„ Adolph Wörmann" unter lebhaften Kundgebungen der ausreisenden Mannschaften und der am Kai versammelten Menge den Hafen. einem 40-50 Meter langen Tau befestiat, letteres befindet sich auf einer Rolle an dem vorderen oder hinteren Teil des Schiffes. Sobald der Wal sich in Wurfweite dem Schiffe genähert hat, schleu. dert der Harpunier mit aller Kraft seine Harpune nach dem Rücken des Tieres, hat der Speer sein Ziel erreicht, dann dringt die Harpune durch die eigene Schwere und durch die Wucht des Wurfes sehr tief ein, denn das unge heure Fettpolster, namentlich auf dem Rücken der Walfische leister wenig Widerstand. Kaum fühlt sich das Tier verlegt, als es mir Bligesschnelle untertaucht. Hierauf ist die Mannschaft vorbereitet, denn damit bei der Schnelligkeit des Untertauchens das Tau nicht anbrennt oder reißt, wird die Rolle sofort mit Wasser begossen. Nach ca. 9 Minuten fommt der Wal wieder an die Oberfläche und wird dann, da der Widerhaken an der Harpune ein Herausgleiten der selben verhindert, aufs Schiff ge zogen und durch Beilhiebe getötet. Diese Arbeit ist die schwierigste und gefährlichste, denn gerade der Finnfisch verteidigt sich und seine Genossen aufs mutigste durch Schläge mit der mächtigen Schwanzfloffe. Nicht selten ist auf diese Weise ein Walfisch, fänger- Dampfer gesunken. Die Finnfische sind 25 Meter lang und liefern nächst Thran Fisch. bein, welches aus den 3-400 im zahnlosen Munde befindlichen Bartenreihen gewonnen wird. Unsere Bilder zeigen: die Walfängerstation, im Vordergrnnde Knochenüberreste der Fische, den Dampfer Dunfan- Gren mit zwölf Walen in Skaaro, und einen großen Finnmal und Seimal am Strand in Staaró. Jn 13. Jahrgang. einspaltige Petitzelle für ganz Obert and Marburg 10 Pfg. fonft 15 B Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingslifte No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88 chanschluß Nr. 362. ¡ fen fung) I und Umgebung on Oberhessen. teichsanzeiger veröffentlicht wird. alle Stände, Alt und Jung, geFreude über seine glückliche Geei durch diese Aeußerungen treuer Anhänglichkeit hoch beglückt ratulanten seinen wärmsten Dant Herr mir Leben und Gesundheit werde ich nicht aufhören, meine aterlandes zu stellen und auf das Volkes in allen seinen Schichten edacht zu sein." Aussöhnung des Hauses CumKaiserhause weiß ein Münchener öhnungsbestrebungen seien soweit hende Hochzeit des Großherzogs mit der Prinzessin Alexandra für Wilhelms mit dem Herzog Ernst geben werde. Der erfolgreiche den so lange sich entfremdet ge== infern war fein anderer als der on Dänemark. Der alte König iß, daß er einer der aufrichtigsten , soll überfroh sein, daß es ihm Jen Frage mit Erfolg zu ver= haben die Gewerbe- Inspektionsverbereferendare", die GewerbeTitel„ Gewerbeassessoren" eronwechsels in Anhalt steht eine 1 Vernehmen nach einen Strafdrei Jahren enthält. er deutschen Aerzteschaft und den rauszusehen war, durch die Befenfassentages nur noch heftiger ezt sieht man die Wirkung der Resolution in dem zielbewußten en bisher getrennt marschierenigruppen, wie er allerorten zuin, wo der Boden für die Abbisher noch am günstigsten war, ihre Kollegialität hin sämtliche f 5 Jahre eingegangenen Verenüber rückgängig gemacht. Eine Lösung der Frage ist im Interd herbeizusehnen, um so mehr, des Grafen Posadowsky die weiter ausgedehnt zu werden cetär erkannte die Berechtigung ndlichen Arbeiter, an den Wohl nehmen, im Prinzip vollkommen jetzt bei den städtischen Kassen stellen, wie soll es erst auf dem werten Verkehrsverhältnissen, die bweislich nötig machen?! stand in Deutschland ab oder zu? die Forderung nach sozialen Gende Berechnungen berufener iß der Wohlstand des deutschen fen sei. Folgende Zahlen mögen illustrieren: 1902 waren in den i, weil das Einkommen den Beerschreitet, 50,80%, 1903 nur ve 1902 67,04%, 1903 nur mt 1902 59,66%, 1903 nur Seyenwurtig haben also bereits über zwei Fünftel der Bevölkerung ein Einkommen von 900 Mt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Reste von 58,92%, dessen Einkommen über 900 Mt. nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- und Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 Mr. nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, die ein eigenes, der Verfügung des Familienoberhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen bon nicht mehr als 900 mf. besißen. Es sei noch hervorgehoben, daß der Teil der Bevölkerung mit über 3000 Mt. Einfommen ebenfalls im Wachsen ist; so waren in der Gesamtbevölkerung 1903 4,36% gegen 4,34%, in den Städten 7,37% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. dric Millionen hat es nicht schon der Kriegsmöglichkeit geopfert! Seit Monaten sind die Urlauber zu den Fahnen eingezogen, die Arsenale sind in fieberhafter Tätigkeit. Zwei neue Kreuzer wurden gegen Barzahlung im Auslande gekauft; von dort bezog man auch große Getreide und Kohlenvorräte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmenden Kriegsdruck. So sieht sich Japan- ganz abgesehen von seinen starken foreanischen Interessen in die Lage eines Kaufmannes versett, der sich in einer Unternehmung derart festgelegt hat, daß ihr Aufgeben seinen finanziellen Ruin bedeutet. Er muß sie durchbiegen, wenn sein Tun auch einem Va- banqueSpiel gleicht. In bezug auf a pan kann obendrein von einem solchen Spiele gar nicht die Rede sein. Das Land hat gute Erfolgschancen für sich: ein gerüstetes, in seinem militärischen Werte nicht zu unterschäßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesezte, moderne Flotte. Gerade jetzt hasardiert Japan am wenigsten, wenn es in den früher oder später anscheinend unvermeidlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Osten. So ist es dem vielfach überschäßten aber in letter Zeit auch viel verlästerten- Inselvolke nicht zu verdenken, wenn es losschlägt. Die Chancen der militärischen Operationen lassen sich an nachstehendem Situationsbilde ermessen: Windhut ist gegen Norden abgeschnitten, Okahandja von allen Seiten und ebenso Otjimbingwe. Bis Karibib sind die Deutschen Herren der Bahn, aber Regengüsse und die dadurch hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherstellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vorrücken. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow letten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Februar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrach ten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen beillose Anast natürlich schmerzlich emDie Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen au Kaisersaeburtstag bringt folgender Erlak an Italien. Der Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Russland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln fonsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidigendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ift. Seki MIVUILLI Allerlei. Malitiös. Bur Beit, als Kaiser Franz Josef seine erste Reise durch Ungarn machte, war der damalige Bürgermeister von Pest eine ungemein mißliebige Berson. Derselbe machte in einer Beratung nun den Versammelten den Vorschlag, man möchte über eine Ovation schlüssig werden, die 1. den Kaiser überrasche, 2. nicht viel koste und 3. auch dem Volke ein Vergnügen bereite. Am folgenden Tage erhielt nun der Bürgermeister einen Brief ohne Namensunterschrift, in welchem der Schreiber ausführte, den geehrten Herrn Bürgermeister vor dem zu Ehren des Kaisers errichteten Triumphbogen aufzuknüpfen, denn das würde 1. den Raiser sehr überraschen, 2. nicht viel fosten und 3. dem Volke ein ungeheures Vergnügen bereiten. Holländischer Frauenbrauch. In Holland kann der Eingeweihte auf den ersten Blick erkennen, ob eine Dame, die ihm an der Seite eines Mannes begegnet, mit diesem verheiratet ist oder nicht, und zwar wird ihm diese Erkenntnis durch die noch heute bestehende Anhänglichkeit der Bevölkerung an die einst unter Albas Regierung eingeführten strengen Ordnungen er möglicht. Danach hat sich die unverheiratete Frau stets zur Rechten ihres Begleiters zu halten, während die Verheiratete zur Linken geht. Diese Sitte ist so tief eingedrungen, daß bei einer Hochzeit die Braut zur Rechten des Bräutigams die Kirche betritt und diefelbe nach der Trauung an seiner linken Seite gehend serläßt. Gin kleines Mißverständnis. Eines Vormittags hatte der General- Intendant Hülsen im königlichen Schauspielhause in Berlin in den Proben zu tun. Da erscheint er an der Portierloge und sagt:„ Lieber D., gehen Sie hinüber zu meiner Frau und lassen Sie sich ein Butterbrot und ein Glas Wein geben, ich bleibe so lange hier." Zu Befehl, Excellenz!" Und D. geht zur Frau von Hülsen: ,, Excellenz möchten mir ein Butterbrot und ein Glas Wein geben." ..Sehr gern, lieber!" und bald darauf bringt ihm das Mädchen das Gewünschte auf dem Teller, das er mit Appetit und„ Schön Dant" verzehrt. Als D. zurückkehrt, findet er Seine Excellenz auf Posten in der Portierloge. Nun, D., wo haben Sie mein Butterbrot und den Wein?" ,, Aufgegessen, wie Excellenz befohlen?" Schallendes Gelächter seitens des Herrn von Hülsen, der mit den Worten:„ Na, wenn es nur geschmeckt hat, da kann ich ja noch warten", fich wieder in die Probe begibt. Der Rivale des Eiffelturms. Der Eiffelturm, der jezt bald verschwinden wird, gibt Anlaß zu Vergleichen mit seinem Vorgänger im grauen Altertum, nämlich mit dem Turm von Babel. Scherzweise heißt der Pariser Riese ,, Babel- Eiffel". Der gelehrte Assyriologe Julius Oppert, welcher die Ruinen des von Nebukadnezar an der Stelle des Sprachenturmes" erbauten babylonischen Turmes gesehen fat, berichtet nach babylonischen und griechischen Dokumenten, wie siefer alte Ronkurrent des Eiffelturms ursprünglich bechaffen war: Der babylonische Turm stand in Borippa, einem Stadtteile Babylons, am südwestlichen Ende; der Turm bestand aus acht übereinander liegenden Teilen, welche Herodot als Türme bezeichnet. Die erste Abteilung, welche die Basis des Ganzen bildete, deren Ruinen noch vorhanden sind, wurde von einer mächtigen Plattform gekrönt und war ein Stadium( 194 Meter) lang und breit. Das ganze Baumert hatte eine Höhe von 200 Meter. Auf der Terrasse erhoben sich sieben Türme, die den Planeten und Göttern, geweiht und von verschiedener Farbe maren. Kubanische Lektoren. In den öffentlichen Rauchjimmern auf der Insel Auba gibt es Vorleser, welche die alle Vormittage die Zeitungen vorlesen resp. Tagesneuigkeiten mitteilen und dadurch den einzelnen Gesuchern ersparen, selbst die Zeitung durchzulesen und, was in der Regel mit viel Zeitverlust verbunden ist, barauf warten müssen, bis andere Leser das be= treffende Zeitungsblatt weglegen. Los Lectores haben einen erhöhten Lesetisch inmitten des Raumes, der ihnen von dem Lotal- Eigentümer bereitet wird. Tie gewohnten Besucher der Lokale zahlen dem Vorlejer wöchentlich eine fleine Summe, zufällige Besucher zahlen sofort. Die Vorleser stehen sich gut bei die Besucher auch, da sie, dieser Einrichtung und mie gesagt, nun Zeit und Mühe ersparen. Chinesische Sprichwörter. Der Mensch kennt so menig seine Fehler, wie der Stier seine Riesentraft. Der Mensch lebt selten hundert Jahre, aber Mühen Kühnheit, hat er genug für tausend Jahre. Tugend, Dankbarkeit, Ehrenhaftigkeit, alles das geht Wer kein Un= unter, wenn die Höflichkeit fehlt. alid fennen lernte, der schafft selten etwas Tüchtiges. Nachlässigkeit im kleinen macht großes Verdienst zu nichte. Unnüz ist es zu fragen, wie einer lebt; Durch Das steht auf seinem Gesicht geschrieben. Vernen wird der Bauernsohn Minister, ohne Vernen de Ministersohn zum Bauern. 339 HumorAnzüglich. Herr: Bitte, geben Sie mir ein Bugpflaster." Drogist: Wollen Sie eins hinter Ohren?" die eind der Doktoren. Frau Schulze: ,, Warum werden eigentlich so oft berühmte Kriegshelden von Universitäten zu Toftoren ernannt?" Herr Schulze: Na, das ist doch sehr einfach, weil sie auch so viele Menschen ins Jenseits bes fördern!" - Es kommt darauf an. Aeltere Dame: ,, Ach, Studiofus das Leben ist doch recht nüchtern!" Söffel: ,, Na, das fann ich gerade nicht behaupten!" - Mappe. Gehänselt. A.:,,ör' auf mit Deinen Gedichtn da lockst Du fein' und hinterm Ofen vor!" B.: ganz leicht auch noch er braucht nur ' ne Wurscht' neinmideln!" - - Richts zu machen. Rommerzienrat: Sie wünschen, junger Mann?" Student:" Ich wollte den Herrn Kommerzienrat um eine monatliche Unterstügung Kommerzienrat. für meine Studienzeit bitten." - Student: ,, Aber wie fommen Sie dazu?" bin durch mein unglückliches Los dazu gezwungen." Sch Kommerzienrat:" Was? Los? Sie spielen in der Lotterie und betteln mich an?" Gipfel der Zeritreutheit. FERRON A.:,,Sieh nur, was der Profeífor X. jetzt immer für einen dicken Folianten mit herumschleppt!" B: ,, Ja weißt Du, der ist jetzt fo zeiitreut geworden, daß er fogar feine Wohnung vergift, und do führt er jetzt immer das Adreßbuch gleich bei sich." Sum Fressen. Frau A.( aufgebracht, zu einem Hundezüchter): Laffen Sie gleich den Hund abholen, den ich gestern von Ihnen gekauft! Es hätte gestern wirklich nicht viel gefehlt, daß er meinen fleinen Jungen aufgefressen hätte. Wie fönnen Sie mir nur ein solches Tier aufschwatzen?" Hundezüchter: Nun, Madam, Sie verlangten doch extra einen Hund, der Kinder gern mag." Porsichtiger Geschäftsgang. Herr Angsthuber ( zum Hotel- Portier): Wie fomm ich denn hier heraus, wenn Nachts Feuer ausbrechen sollte?" Portier( dem der Gast nicht ganz sicher vorkommt): Beigen Sie einfach dem Hotel- Nachtwächter die Quittung, daß Sie Ihr Zimmer bezahlt haben dann läßt er Sie schon heraus!" Beweis. Zur Gesundheit, Herr Wirt!" " Ich habe ja garnicht genießt, sondern gehuſtet!"" Na, so fönnen Sie doch Gesundheit erst recht gebrauchen!" Seitbestimmung. A.:„ Ich sage Dir, mein Magen ist ein absolut richtiger Chronometer; mein Sunger zeigt mir an, daß es jegt 141 Uhr mittags ist." B.( auf seine Uhr sehend): Lieber Freund, dein Magen geht um 10 Minuten vor... Gar zu bequem. Erster Landstreicher: Du Ede, auf den Philippinen- Inseln muß es schön sein da wächst alles, was der Mensch zum Leben Bweiter braucht, einfach oben auf den Bäumen." Landstreicher:" Eh, da muß mer doch auch erſt ' naufsteigen." Im Panoptikum. Besucher:" Sind Sie der ,, wilde Mann von Borneo?"- Der wilde Mann: Jawohl." Besucher: Was hat Sie denn so wild gemacht?" Der wilde Mann:„ Die ewige Fragerei!" Eifersüchtig. Alte Jungfer( in der Zettung lesend): General Blanko soll glaubwürdigen Rach richten zufolge noch an die hunderttausend Mann haben. Ach Gott, und ich habe noch feinen!" Vorgeschmack. Schwimmmeister( zu einem Schüler): Sie sollen' mal sehen, Sie werden bald Schüler: Lust am Schwimmen befommen!"- " Ja es läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen!" Druckfehler. Ach," seufzte Amalie, feit Rar! radelt, bin ich ganz aus seinem Gedächtnis ent. schwunden, er hat nur mehr seinen Sporn im Konfe." Mühli Vergilble 2 ju machen. N ilble Wäsche m Delß, wenn ma Spülmaffer eine Terpentin- Del einen Spiritus wilt die Wafche and hängt file nad mals nachaufpüle A Gefrorene frorene Gler xenießbar gemacht man fie in ein Ge oder frischem legt, in dem man als aufgelöft bat ober Gier werden Stunden aus ben ausgenommen, Ir und an einem fül bewahrt. Seidene Bluf jin zu wasche Die Bluse in ein beden und über einem Pfund lift man fie eine breitet ein weißes Tilch, legt die B it, darauf und w mit einem feinen, ab. Das Taillen utter wird mit weißem Beug abg auf hängt man einen Kleiderbügel trodnen. Um gebeizte Flecken zu reini jugleich neuen B leihen, nimmt ma mit Leinöl vermi die Möbel mit e Lappen ab; mit neuen Tuche wir Am Pumpe Cinfrieren zu fleidet man dieselb Stroh. Dieses Ve doch umständlich to empfehlenswert facher ist es, went Steigerohr ungefä Meter unter der einen fleinen schaltet und dieser allerdings bei Beg tets so weit aufge daß das Waffer tr dem Steigerohr un berausfließt. Es Tage ca. 1 Eimer berausgepumpt me viel läuft in zebr Der Pumpe herau Seng- und aus weißer 2 fernen. Die mit faltem Waffer mit Salz bestreut Sonne gelegt. Stunden find d Schwunden. Walferdichin Geweben. Ein jahren zum Wo von Geweben ist Don Paraffin und Benzin, die Löf einem Schwamm webe gestrichen. Rezept ist: man lo und 1 2. neutral 20 T. fochenden und seße der lüff nach 1 T. Alaur gange und laffe es erfalten, taude d webe in die lü fig sofischer Chemifer Mischung von 24 Fyropylin, 18 T 2. Batz, 300 T. of und 30 2. 12. Schwefel, 3 machtem Leinöl ar lacht. So gewiß, wie's UL. seine Freude an dem Ereignis. lobten von Spißbergen". Sein Gesicht strahlt, er hat selber tän mit lautſchallender Stimme das Hoch aus auf die VerGesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der KapiMorgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der Stille Wasser sind tief, trösten müssen." Edwin und Heinz geben wortlos Händedücke. lassen habt ihrs euch nicht, Ambjör habe ich oft mit unsern einander gesagt: Die gefallen uns! Wars euch auch so?" ,, Wissen müßt ihrs. Gleich haben wir Zwillinge zu ,, Merken tam mit der Förlofning!" Symöne 442 Buy 4ummern plus pe un ci werden. Stück„ Glückskohle" bei sich. scharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. gegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestellt und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese„ Wertder Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, verschiedener Gerichte führt der professionelle Einbrecher oft ein Macht von Zaubermitteln und Amuleten. Nach den Erfahrungen tiefeingewurzelten Glauben an Talismane und die schützende Mit dieser glaubt er auch den Zuweilen um sich Tokio anzusehen ffimmten Trup 62 Uhr hier Senats bewirte dem Peterstai Dampfers erfo dierende Gen b. Bock und Bo den Truppen. Börmann" unt Mannschaften Safen. Die Ch laffen fidh an na buf ist gegen Seiten und ebe Deutschen Herre durch herborger des Shanfluffes Habicht" hofft ftellen zu fönne riden. Vielleic leutnants b. S einige Seit gebe 3. Februar in transport angel Urteil für die 2 ten und mit 29 das Fehlen der die Gingeborene den Januar 1904. erhaltungs- Beilage Familienzeitung. ber ueste Nachrichten. b. Roller'ide Subruderet( gegr. 170); aatorig:# 1Bin lein Marie Bernhard. Beuge. › ro= Jes, jes= er" die aut In, or= Den Be= ui= cht, ie= er= In= en je= It. uta ' TI n. L= = 11 at, en nd ut ir zu er Be= den i sollen, Wirtin spielen! ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn es war verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, war ihr durchaus nicht gemütlich, Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen aufzu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die geschreckten Tauben, und Hilda, die ganz weiß überschneit ein vielhundertWind blies leicht die Kronen der Bäume an, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. Ein frischer senkten sich herab, der Himmel blieb eigentümlich hell, Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten da taumelten ( Nachdruck verboten. Wochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" du liebst du liebst" strengung heraus dies fremde Mädchen, das vor einigen genau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie „ Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich die Worte kamen offenbar mit Anmut!" ,, Die habe ich immer, du weißt es ja! Setz dich doch, Hellschwer. Schaukelstuhl empor. Wieder tiefe Stille sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem Stimme dazwischen. Er ließ die Hand mit der Zigarrette ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!" ,, Und du fragst mich nicht?" kam endlich Hellmuts Wenn das Fest diesmal einen eigenen Zauber auf mich Jugend!" sagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. So dachte ich auch vor einem Jahr, trok meiner der ältere Mann atmete laut und wir hier bereits erlebt!" meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die anders! Dies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in spiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das Jugend macht die häufige Wiederholung desselben Schau„ Hm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner Hellmut endlich an. herabhing, hören konnte.„ Ein animierter Tag heute!" fing des vielarmigen Kronleuchters der von der Zimmerdecke daß man das leise Sausen der Flammen in den Glaskelchen Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Schaukelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus ,, Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hause ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- sumi Worten zu den Senior ins Zimmer trat, ,, Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. Bigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten und trat nun in einem dünnen, Hellseidenen Hausrock, die hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen sich gerade schlug die genommen „ Du bist doch noch auf, lieber Vater?" ganz mit Frühlingsblüten überschüttet. wer zu ihr gesprochen hatte, und sie lächelte und ging weiter, es fast dunkel war und sie sich nicht umwandte, wußte sie doch, ,, Nicht! Lassen Sie! Das gehört zu Ihnen!" Und obschon Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, nen Gedichin Ofen vor!" braucht nur Sie wünschen, oute den Herrn Unterſtügung ommerzienrat. Student: Sch gezwungen." Sie Spielen in FERRON hleppt!" ergift, und do dstreicher: Du muß es schön Mensch zum Leben men."- Sweite rdoch auch er „ Sind Sie de Let wilde Mann hat Sie denn ic ann:„ Die emig ( in der Zeitun ubwürdigen Rad Derttausend Man noch feinen!" eifter( zu eine Sie werden bal Schüle n!" Waffer im Mund Amalie, feit Ra m Gedächtnis ent einen Sporn in ben 30. Januar Familion 1904. Müzliches. Bergilßte Wäsche weiß Ich verkaufe zu machen. Vom Liegen ver ilbte Wäsche wird sehr schön Deiß, wenn man zum legten Spülmaffer einen Eßlöffel voll Terpentin Del und ebensoviel reinen Spiritus zusezt. Man vült die Wäsche tüchtig darin und hängt sie nachher, ohne nochmals nachzuspülen, auf. Gefrorene Aepfel und gefrorene Gier fönnen wieder enießbar gemacht werden, wenn man fie in ein Gefäß mit Schnee oder frischem Brunnenwasser legt, in dem man etwas Roch alz aufgelöst hat. Die Aepfel ober Eier werden nach einigen Stunden aus dem Waffer herausgenommen, troden abgepust und an einem fühlen Orte aufbewahrt. Seidene Blusen mit Benjin zu waschen. Man legt Die Blufe in ein großes Waschbeden und übergießt sie mit einem Pfund Benzin. Dann läßt man fie eine Stunde liegen, breitet ein weißes Tuch auf einen Tisch, legt die Bluse, so wie ste it, darauf und wischt die Seide mit einem feinen, weißen Tuch ab. Das Taillen und Aermelutter wird mit einem Stück weißem Beug abgerieben. Hier auf hängt man die Bluse auf einen Kleiderbügel und läßt fie trodnen. Um gebeiafe Möbel von Flecken zu reinigen und ihnen jugleich neuen Glanz zu verleiben, nimmt man etwas Salz mit Leinöl vermischt und reibt die Möbel mit einem wollenen Lappen ab; mit einem saubern, neuen Tuche wird nachgerieben. Am Pumpen vor dem Cinfrieren zu schüßen umfleidet man dieselben gehörig mit Stroh. Dieses Verfahren ist jedies. hochelegant vernickelten, vorzüglichen Apparat für Mk. 15.-. Ich gebe Ihnen 8 Walzen gratis. Grosse Auswahl bespielter Walzen à Mark 1.00. Bessere Apparate bei mässiger Anzahlung Mark 1.50-3.00 monatliche Abzahlung. 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Nach einigen Stunden sind die Flecke vers Imunden. von Wasserdichtmachen Beweben. Ein einfaches V.r jahren zum Wasserdichtmachen von Geweben ist die Auflösung Don Paraffin und Kautschuk in Benzin, die Lösung wird mit einem Schwamm auf das Ge webe gestrichen. Ein anderes Rezept ist: man löse 1. T. Leine erhalten ihre ursprüngliche Farbe von Blond, Braun oder Schwarz sofort dauernd waschecht wieder durch mein unschädliches und untrügllohes Mittel Kinoir"( gesetzl. geschützt) Carton 4 Mark( 1 Jahr ausreichend.) Nur in Berlin, Leipzigerstrasse 56 ( Colonnaden.) Franz Sohwarzluse. Königreich Sachsen Technikum Hainichen Höh. Lehranstalt f. Masch.- u. ElektroIngenieure. Techn. Werkm. Prog. fr. Direktor: E. Boltz. Bienenhonig, reines nat. Erzeugn. d. Bienen. Postdose 9 Pfd. Inh. u. fko. I. Auslese 10,- 11. 7,40. Heller Schleuderhonig 1. 10,50. II. 8,80. H. Gieseler, Herford 1. W. Biene züch er. MUSIK- WERKE 2002. 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Die Chancen der militärischen Operationen lassen sich an nachstehendem Situationsbilde ermessen: Windhuf ist gegen Norden abgeschnitten, Okahandja von allen Seiten und ebenso Otjimbingme. Bis Karibib sind die Deutschen Herren der Bahn, aber Regengüsse und die dadurch hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherstellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vor= rücken. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow letten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Februar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrachten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen heillose Anast natürlich schmerzlich emVon 20 Mark an versenden wir frei innerhalb Deutschland, von 25 Mark an gewähren wir fünf Prozent bei Baatzahlung. Gegründet 1774. Ausführliches Preisbüchel fteht auf Wunsch koftenlos zu Dieniten. Spielwerg& Co., Handlung der Brüdergemeine, Christiansfeld, Nordschleswig 2. Ja priest. usu yetuve vitsee cove weyen. ähnliche Zwangslage könnte Japan geraten sein. Wie viele Millionen hat es nicht schon der Kriegsmöglichkeit geopfert! Seit Monaten sind die Urlauber zu den Fahnen eingezogen, die Arsenale sind in fieberhafter Tätigkeit. Zwei neue Kreuzer wurden gegen Barzahlung im Auslande gekauft; von dort bezog man auch große Getreide und Kohlenvorräte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmenden Kriegsdruck. So sieht sich Japan ganz abgesehen von seinen starken foreanischen Interessen in die Lage eines Kaufmannes verseßt, der sich in einer Unternehmung derart festgelegt hat, daß ihr Aufgeben seinen finanziellen Ruin bedeutet. Er muß sie durchbiegen, wenn sein Tun auch einem Va- banqueSpiel gleicht. In bezug auf Japan kann obendrein von einem solchen Spiele gar nicht die Rede sein. Das Land hat gute Erfolgschancen für sich: ein gerüstetes, in seinem militärischen Werte nicht zu unterschäßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesetzte, moderne Flotte. Gerade jezt hasardiert Japan am wenigsten, menn es in den früher oder später anscheinend unvermeidlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Often. So ist es dem vielfach überschäßten aber in letter Zeit auch viel verlästerten Inselvolke nicht zu verdenken, wenn es losschlägt. Die Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen zu Kaisersaeburtstag bringt folgender Erlak an 11. 13. Jahrgang. einspaltige Petitzeile für ganz Obert and Marburg 10 Pfg. sonst 15 Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingsliste No. 3269. on: Gießen, Seltersweg 88 chanschluß Nr. 362. jfen fung) I und Umgebung on Oberhessen. teichsanzeiger veröffentlicht wird. alle Stände, Alt und Jung, geFreude über seine glückliche Geei durch diese Aeußerungen treuer Anhänglichkeit hoch beglückt ratulanten seinen wärmsten Dank Herr mir Leben und Gesundheit werde ich nicht aufhören, meine aterlandes zu stellen und auf das Volkes in allen seinen Schichten edacht zu sein." Aussöhnung des Hauses CumKaiserhause weiß ein Münchener öhnungsbestrebungen seien soweit hende Hochzeit des Großherzogs mit der Prinzessin Alexandra für Wilhelms mit dem Herzog Ernst geben werde. Der erfolgreiche den so lange sich entfremdet ge= iusern war fein anderer als der on Dänemark. Der alte König iß, daß er einer der aufrichtigsten soll überfroh sein, daß es ihm Jen Frage mit Erfolg zu ber= haben die Gewerbe- Inspektionsverbereferendare", die GewerbeTitel„ Gewerbeassessoren" eronwechsels in Anhalt steht eine 1 Vernehmen nach einen Strafdrei Jahren enthält. er deutschen Aerzteschaft und den rauszusehen war, durch die Befenfassentages nur noch heftiger ezt sieht man die Wirkung der Resolution in dem zielbewußten en bisher getrennt marschierenigruppen, wie er allerorten zuin, wo der Boden für die Abbisher noch am günstigsten war, ihre Kollegialität hin sämtliche f 5 Jahre eingegangenen Verenüber rückgängig gemacht. Eine Lösung der Frage ist im Interd herbeizusehnen, um so mehr, des Grafen Posadowsky die weiter ausgedehnt zu werden etär erkannte die Berechtigung ndlichen Arbeiter, an den Wohl nehmen, im Prinzip vollkommen jetzt bei den städtischen Kassen stellen, wie soll es erst auf dem verten Verkehrsverhältnissen, die bweislich nötig machen?! tand in Deutschland ab oder zu? die Forderung nach sozialen Gende Berechnungen berufener iß der Wohlstand des deutschen fen sei. Folgende Zahlen mögen illustrieren: 1902 waren in den i, weil das Einkommen den Beerschreitet, 50,80%, 1903 nur une 1902 67,04%, 1903 nur 66,85%, also insgesamt 1902 59,66%, 1903 nur 58,92%. Gegenwärtig haben also bereits über zwei Fünftel der Bevölkerung ein Einkommen von 900 Mt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Reste von 58,92%, dessen Einkommen über 900 Mt. nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- und Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 mt. nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, die ein eigenes, der Verfügung des Familienoberhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen bon nicht mehr als 900 mt. besitzen. Es sei noch hervorgehoben, daß der Teil der Bevölkerung mit über 3000 Mt. Einfommen ebenfalls im Wachsen ist; so waren in der Gesamtbevölkerung 1903 4,36% gegen 4,34%, in den Städten 7,37% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. uul Italien. Der Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Rufsland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln fonsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidi gendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ift. Seti stimmten Tru 62 Uhr hier Senats bemin dem Petersf Dampfers er dierende Ge b. Bock und den Truppen. transport and einige Beit g 3. Februar Deutschen He durch hervorg des Khanfluff Habicht" ho ftellen zu fön riiden. Viell leutnants b. Bormann" u Mannschaften Safen. Die laffen sich an buf ist gegen Seiten und e Urteil für di ten und mit Das Fehlen die Eingebor 1904 den 30. Januar terhaltungs- Beilage Familienzeitung. ber uette Nachrichten. b. Keller'ide Burudersi( gegs 170); antonii: E1 bis 2lein Marie Bernhard. Beuge. ) ro= Jes, jes= die er" gut In, Haarstärkungs- Wasser. Kahlköpfigkeit verhütet frühzeitiger Gebrauch meiner Radikalkur. Broschüre kostenfrei. Bestes zur Kräftigung und gegen Ausfall Mk. 2,50 franko. P. Heinrich, Berlin O., Weidenweg 62. 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Symöne geben wortlos Händedücke.„ Merken Gleich haben wir Zwillinge zu seine Freude an dem Ereignis. lobten von Spitzbergen". Sein Gesicht strahlt, er hat selber tän mit lautschallender Stimme das Hoch aus auf die VerGesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der KapiMorgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der Stück„ Glückskohle" bei sich. scharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. gegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestellt und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese„ Wertder Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, verschiedener Gerichte führt der professionelle Einbrecher oft ein Macht von Zaubermitteln und Amuleten. Nach den Erfahrungen tiefeingewurzelten Glauben an Talismane und die schützende Mit dieser glaubt er auch den Zuweilen werden. er= = 111 ' m, bie (( Nachdruck verboten.) ganz mit Frühlingsblüten überschüttet. ,, Du bist doch noch auf, lieber Vater?" wer zu ihr gesprochen hatte, und sie lächelte und ging weiter, es fast dunkel war und sie sich nicht umwandte, wußte sie doch, ,, Nicht! Lassen Sie! Das gehört zu Ihnen!" Und obschon Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, er Se= follen, aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hauſe Worten zu dem Senior ins Zimmer trat, Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- sumi Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. Zigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten und trat nun in einem dünnen, hellseidenen Hausrock, die ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu sich genommen hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen gerade schlug die Wirtin spielen! um sich Tokio anzusehen ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn es war verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, war ihr durchaus nicht gemütlich, senkten sich herab, Wind blies leicht die Kronen der Bäume an, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. Ein frischer Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten der Himmel blieb eigentümlich hell, da taumelten Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen auf= zu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die geschreckten Tauben, und Hilda, die ganz weiß überschneit ein vielhundertmut!" Die habe ich immer, du weißt es ja! Setz dich doch, Hellschwer. Schaukelstuhl empor. Wieder tiefe Stille sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem Stimme dazwischen. Er ließ die Hand mit der Zigarrette ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!" Wenn das Fest diesmal einen eigenen Zauber auf mich ,, Und du fragst mich nicht?" kam endlich Hellmuts Jugend!" sagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. „ So dachte ich auch vor einem Jahr, trok meiner der ältere Mann atmete laut und wir hier bereits erlebt!" meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die anders! Dies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in spiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das Jugend macht die häufige Wiederholung desselben Schau„ Hm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner Wochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" du liebst strengung heraus du liebst" genau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich „ dies fremde Mädchen, das vor einigen die Worte kamen offenbar mit AnHellmut endlich an. herabhing, hören konnte.„ Ein animierter Tag heute!" fing des vielarmigen Kronleuchters, der von der Zimmerdecke daß man das leise Sausen der Flammen in den Glaskelchen Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Schaukelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus „ Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen spec. Gaut erv., Magenleid, etc kret, erfolgr. Institu Chausseestr. 117. Vie Auskunft Freimarke Deutsch lbstunterricht r.Enthaltend: Sprach mich"), neue Rech hensetzung etc. Alles Beispielen, viele dazu gehörigen Au Ir M.3,50 portofre Chhandlung, Berlins rinzessinnenstr. 21. nerwerb besserer Stände, Aurch: d, Berlin W. 50, gerstr. 16 a oilettenkunst, Harzer en- Sänger raden u. gebog. 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Der rechte Fleck. An dem Brunnen steht ein Bursch Bei dem Mägdelein; Schweigend schaut er immerfort Ihr ins Aug hinein. Schelmisch da die schmucke Dirn| Gleich füßt auf den roten Mund Zu dem Burschen spricht: Du hast auf dem rechten Fleck Deinen Mund wohl nicht?" Cief gekränkt. Da der Bursch sie keck Und da hat er denn den Mund Auf dem rechten Fleck! n EN DAM Freund des Hauses:„ Ach welch' allerliebster Bengel..." Mutter( beleidigt);„ Sie klagen doch stets über Mangel an Zeit! Bei Weglassung des" B" wär' Ihnen welche erspart und das Kind richtiger bezeichnet worden!" Degrußen inn aber auch um seiner vorausparen weaven Wirkung willen. Durch die Nachprüfung der erlassenen Haftbefehle gewinnt die Justizbehörde einen besseren Ueberblid über die Praxis der Untersuchungsrichter als seither und diese selbst werden in Zweifelsfällen Bedenken tragen, eine Verhaftung zu verfügen, die unter Umständen zu einer Ersappflicht des Staates und einer Kontrolle über ihre persönlichen Qualifikationen führen kann. Nach Südwestafrika! Der neue Truppentransport für Südwestafrika ist unterwegs. Unter dem 30. Januar wird aus Hamburg gemeldet: Die zur Abfahrt mit dem Dampfer„ Adolph Wörmann" bestimmten Truppen für Deutsch- Südwestafrika sind heute früh 6½ Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe auf Kosten des Senats bewirtet worden. Von dort wurden die Truppen nach dem Peterskai gebracht, wo die Einschiffung an Bord des Dampfers erfolgte. Gegen 10% Uhr erschien der Kommandierende General des 9. Armeekorps Generalleutnant b. Bock und Polach an Bord des Dampfers zum Abschied von den Truppen. Gegen 12 Uhr verließ der Dampfer„ Adolph Wörmann" unter lebhaften Kundgebungen der ausreisenden Mannschaften und der am Kai versammelten Menge den Hafen. F& D B Scblaumeier. ( Nachdruck verboten.) &. Andy 1/24 Darfst Du?" A. Ich geh' in den Zirkus, geh' mit!" B.: Meine Frau leidet es nicht. A.:„ Jawohl!" B.: ,, Du Glücklicher. Wie hast Du das angefangen?" A.:„ Ich hab' nicht gefragt!" kommen pflegt: der nächste Tag, die nächste Stunde kann anders und ernster lautende Meldungen, ja kann selbst die Kriegserklärung bringen. Was drängt Japan zum Kriege? 13. Jahrgang etionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ober die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 B Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. tion und Expedition: teßen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. ichten ießener Zeitung) ir Gießen und Umgebung Behörden von Oberhessen. kanzler, der im Reichsanzeiger veröffentlicht wird. : hebt hervor, daß alle Stände, Alt und Jung, gehaben, ihm ihre Freude über seine glückliche Geszusprechen. Er sei durch diese Aeußerungen treuer ? und liebevoller Anhänglichkeit hoch beglückt id spreche allen Gratulanten seinen wärmsten Dant lance( Gott der Herr mir Leben und Gesundheit so schließt er werde ich nicht aufhören, meine den Dienst des Vaterlandes zu stellen und auf das en des deutschen Volkes in allen seinen Schichten en von Herzen bedacht zu sein." einer endgiltigen Aussöhnung des Hauses Cumit dem deutschen Kaiserhause weiß ein Münchener ielden. Die Aussöhnungsbestrebungen seien soweit daß die bevorstehende Hochzeit des Großherzogs nburg- Schwerin mit der Prinzessin Alexandra für Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Herzog Ernst : Gelegenheit abgeben werde. Der erfolgreiche zwischen den beiden so lange sich entfremdet geeutschen Fürstenhäusern war fein anderer als der ig Christian von Dänemark. Der alte König von dem man weiß, daß er einer der aufrichtigsten er des Kaisers ist, soll überfroh sein, daß es ihm n dieser schwierigen Frage mit Erfolg zu ver= h Kabinettsorder haben die Gewerbe- Inspektionsden Titel„ Gewerbereferendare", die Gewerbesassistenten den Titel„ Gewerbeassessoren" erAnlaß des Thronwechsels in Anhalt steht eine evor, welche dem Vernehmen nach einen Strafie Strafen bis zu drei Jahren enthält. Zwist zwischen der deutschen Aerzteschaft und den jen wird, wie vorauszusehen war, durch die BeLeipziger Krankenkassentages nur noch heftiger erden. Schon jeßt sieht man die Wirkung der chen Leipziger Resolution in dem zielbewußten schluß zwischen den bisher getrennt marschierenhen Interessentengruppen, wie er allerorten zuSelbst in Berlin, wo der Boden für die AbKassenvorstände bisher noch am günstigsten war, den Appell an ihre Kollegialität hin sämtliche › die bereits auf 5 Jahre eingegangenen Vern den Kassen gegenüber rückgängig gemacht. Eine zufriedenstellende Lösung der Frage ist im Interranken recht bald herbeizusehnen, um so mehr, Ankündigungen des Grafen Posadowsky die sicherung immer weiter ausgedehnt zu werden Der Staatssekretär erkannte die Berechtigung mtboten und der ländlichen Arbeiter, an den Wohl, taten der Versicherung teilzunehmen, im Prinzip vollkommen an. Wenn sich aber schon jetzt bei den städtischen Kassen diese Mißhelligkeiten herausstellen, wie soll es erst auf dem Lande werden, bei den erschwerten Verkehrsverhältnissen, die höhere Aufwendungen unabweislich nötig machen?! Man war und ist der Ansicht, Japan könne gar nicht Krieg gegen Rußland führen, weil es kein Geld habe. Dieser Ansicht tritt soeben der Militärschriftsteller Major v. Bruchhausen entgegen. Manchmal sei gerade die Ebbe in der Kriegskasse der Grund für eine schleunige Kriegserklärung. So schlug Serbien im Jahre 1885 trok völligen Geldmangels gegen Bulgarien los, weil es ihm an dem nötigen Kleingeld zur Aufrechterhaltung der kostspieligen Kriegsbereitschaft fehlte. Also gerade dieser Ebbe wegen. In eine ähnliche Zwangslage könnte Japan geraten sein. Wie viele Millionen hat es nicht schon der Kriegsmöglichkeit geopfert! Seit Monaten sind die Urlauber zu den Fahnen eingezogen, die Arsenale sind in fieberhafter Tätigkeit. Zwei neue Kreuzer wurden gegen Barzahlung im Auslande gekauft; von dort bezog man auch große Getreide und Kohlenvorräte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmenden Kriegsdruck. So sieht sich Japan- ganz abgesehen von seinen starken foreanischen Interessen in die Lage eines Kaufmannes verseßt, der sich in einer Unternehmung derart festgelegt hat, Er daß ihr Aufgeben seinen finanziellen Ruin bedeutet. muß sie durchbiegen, wenn sein Tun auch einem Va- banqueSpiel gleicht. In bezug auf I apan kann obendrein von einem solchen Spiele gar nicht die Rede sein. Das Land hat gute Erfolgschancen für sich: ein gerüstetes, in seinem militärischen Werte nicht zu unterschäßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesezte, moderne Flotte. Gerade jetzt hasardiert Japan am wenigsten, menn es in den früher oder später anscheinend unvermeidA Nimmt der Bolkswohlstand in Dentschland ab oder zu? Diese Frage ist so alt wie die Forderung nach sozialen Gesegesmaßnahmen. Eingehende Berechnungen berufener Stellen haben ergeben, daß der Wohlstand des deutschen Volkes im Wachsen begriffen sei. Folgende Zahlen mögen die vorstehende Behauptung illustrieren: 1902 waren in den Städten einkommensteuerfrei, weil das Einkommen den Betrag von 900 Mk. nicht überschreitet, 50,80%, 1903 nur 48,78%, auf dem Lande 1902 67,04%, 1903 nur 66,85%, also insgesamt 1902 59,66%, 1903 nur 58,92%. Gegenwärtig haben also bereits über zwei Fünftel der Bevölkerung ein Einkommen von 900 Mt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Reste von 58,92%, dessen Einkommen über 900 Mt. nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- und Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 Mk. nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, die ein eigenes, der Verfügung des Familienoberhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen bon nicht mehr als 900 Mk. besitzen. Es sei noch hervorgeben, daß der Teil der Bevölkerung mit über 3000 Mt. Einfommen ebenfalls im Wachsen ist; so waren in der Gesamtbevölkerung 1903 4,36% gegen 4,34%, in den Städten 7,37% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. Die Chancen der militärischen Operationen lassen sich an nachstehendem Situationsbilde ermessen: Windhuf ist gegen Norden abgeschnitten, Okahandja von allen Seiten und ebenso Otjimbingwe. Bis Karibib sind die Deutschen Herren der Bahn, aber Regengüsse und die da= durch hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden stellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vorrüden. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow legten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Februar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrachten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen beillose Anast natürlich schmerzlich em= nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Osten. So ist es dem vielfach überschäßten aber in letter Zeit auch viel verlästerten- Inselvolke nicht zu verdenken, wenn es losschlägt. Die Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen au Kaisersaeburtstag bringt folgender Erlak an Italien. Der Führer der jüdiſch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Russland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln fonsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidigendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ist. Seti Der neue wegs. Unter Die zur Abfal ftimmten Tru Haars Bestes zu Ausfall Mk Berl Phot. Appar.p. J.Rat. g. u. f. Haltbare Sa glatt und Blousen Knabenau Sammetl Han Berlin R. Kirsc Па vers v. F preisw. Verpack Gros Federdict vollst. S 2 Kissen 15.50; 11 21,50, 24, quelle fü Must Mit Ber alter Hefere in ane zu billig. Bret tuche, Flar loden, Bud und Pferde tollection sofo Carl Dörg BREME 5 Sgr Louise vo M Schöne voll Crient. Kraftp Medaille Pari in 6 bis W Streng reell Dankschreiber brauchs- Anwei eder Naconabn Hygi 0. Fran Berlin 18, Delicates: 60 St. 3 Mk. Heinr. Henne Ta zu Fabrlipi Emil Mer! Lä 28 billg find: Uhre Weckeruhi Zifferbla Remontoiri Regulateur 際 2jä 6:08. ut grat Albert Sel MusikUNSTRUMENTE aller Art, beste Arbeit. SACHST MUSIKINSTRUMENTEN MANUFACTUR SCHUSTER& CO Markneukirchen Nr.14 Preisbuch frei. In Vertretung. Humoreske von Reinhold Ortmann. Fräulein Ilse Neuburger saß in ihres Vaters Privatkabinett vor dem großen Schreibtisch und öffnete die Umschläge der mit der Morgenpost eingelaufenen Briefschaften. Sie war noch mitten in ihrer Arbeit, als der Postbote ein Telegramm brachte, das Fräulein Jlse erbrach. Es lautete: Brief infolge zeitweiliger Abwesenheit verspätet erhalten. Acceptiere die angebotene Partie unter den vereinbarten Bedingungen, wenn Beschaffenheit nach jeder Richtung hin tadellos. Sende sofort meinen Sohn behufs Besichtigung nach dort. Diskretion selbstverständlich. Franz Herbold." Auf der weißen Stirn des jungen Mädchens waren einige frause Fältchen des Nachdenkens erschienen. Plötzlich aber flammte ein brennendes Rot in ihren Wangen auf, und mit einer Geberde der Entrüstung schleuderte sie das Blatt auf den Tisch. „ Ah, das ist schändlich das ist unerhört!" kam es von ihren Lippen. Man will mich verhandeln wie eine Ware!" Ihre Entrüstung war vollkommen berechtigt, denn wenn ihr Vater mit seinem alten Geschäftsfreunde Franz Herbold über eine Partie" verhandelte, so konnte damit selbstverständlich keine andere gemeint sein, als sie. Darum also hatte er in der letzten Zeit so auffallend häufig von der ausgezeichneten Familie Herbold und namentlich von den Eigenschaften des jungen Georg Herbold gesprochen! Aber man sollte sich in ihr getäuscht haben. Fräulein Ilse gehörte nicht zu den Mädchen, die sich„ besichtigen" und verhandeln lassen wie eine Sklavin. Eine Stunde später stand der Erwartete vor ihr, ein großer, hübscher, junger Mann mit einem flotten Schnurrbart und einem jugendlich frischen Gesicht, das sie unter anderen Umständen sicher sympathisch gefunden haben würde. " Ich hörte soeben zu meiner Ueberraschung, daß Ihr Herr Vater abwesend sei, und ich fürchte beinahe, daß meine Reise nun zwecklos gewesen ist. Denn das geplante Geschäft hätte ich doch wohl nur mit ihm selbst abschließen können." " Ihre Reise wäre zwecklos gewesen, auch wenn Sie meinen Vater angetroffen hätten. Denn aus dem geplanten Geschäft" sie begleitete dieses Wort mit einem wahrhaft zermalmenden Blick ,, wird unter keinen Umständen etwas werden.' " Wie?" fragte er verwundert. Ihr Herr Vater zieht also seine Offerte zurück? Ja, hat er denn Sie überhaupt von der Sache unterrichtet, mein Fräulein? Und hat er Sie ermächtigt, mir eine solche Erklärung abzugeben?" " Ich übernehme jedenfalls die volle Verantwortung dafür, mein Herr!" „ Und die Gründe? Sie sehen mich einigermaßen erstaunt. Denn aus dem Briefe Ihres Herrn Vaters schien hervorzugehen, daß ihm sehr viel an dem Zustandekommen der Sache gelegen sei. Und es handelt sich schließlich doch um ein Geschäft, das für ihn mindestens ebenso vorteilhaft wäre, als für uns." Sie werden nicht im Ernst erwarten, mein Herr, daß ich Ihnen auf das Gebiet derartiger Erörterungen folge. Ich betrachte die Angelegenheit als erledigt und habe Ihnen nichts weiter zu sagen." Das war eine Verabschiedung, die an Deutlichkeit allerdings nichts zu wünschen übrig ließ. Und jetzt endlich schien dieser Herr Herbold begriffen zu haben, wie die Dinge hier für ihn lagen. " Ich vermag zwar nicht einzusehen, mein gnädiges Fräulein, weshalb Sie Ihrer Ablehnung eine so unfreundliche, ich möchte beinahe sagen, beleidigende Fassung geben müssen, aber ich nehme sie nunmehr jedenfalls für eine endgiltige und werde Ihnen nicht weiter lästig fallen." Er schritt zur Tür, aber ehe er seine Hand auf den Drücker legte, drehte er sich noch einmal um, und in dem Blick seiner hübschen Augen war ein so schmerzlicher Zug von Bedauern, daß Ilse sich davon eigentümlich betroffen fühlte. Der folgende Tag war ein Sonntag, und das Kontor der Firma Neuburger blieb geschlossen. Fräulein Ilse hüllte sich in ihr schmudes Radlerkostüm und schwang sich auf das Stahlroß, um einer von Spaziergängern beinahe niemals aufgesuchten Gegend in der Umgebung der Stadt zuzustreben. Beim Dahinfliegen durch den schönen, angenehm kühlen Herbsttag wurde ihr bald um vieles froher und ruhiger zu Mute. Und als sie nach ein- oder zweistündiger Fahrt das anheimelnde Dach der Lindower Försterei vor sich auftauchen sah, verspürte sie einen rechtschaffenen Hunger. Mit einem eleganten Schwunge lenkte sie ihr Nad der fleinen grünumsponnenen Veranda zu. Und eben machte sie Miene, graziös aus dem Sattel zu springen, als ihr Blick auf einen hochgewachsenen, schnurrbärtigen jungen Herrn fiel, der sich hinter dem langen Tisch erhoben hatte, um sie mit einer höflichen, aber stummen Verbeugung zu begrüßen. Mit einem Schlage waren Fräulein Ilses gute Laune und ihr gesunder Appetit verflogen. Sie wandte dus Köpfchen, wie wenn sie den Grüßenden gar nicht gesehen hätte, und die Gewißheit, daß es in weitem Umkreise keine andere gastliche Stätte gab, hielt sie nicht ab, auf der Stelle und zwar mit erheblich vermehrter Geschwindigkeit, ihren Weg fortzusetzen. Sie trat in die Pedale, daß der Boden unter ihr förmlich hinweg zu fliegen schien, und als sie von der Ve= randa her einen Zuruf bernahm, der keiner anderen als ihr zu gelten schien, da trieb die Entrüstung über solche Dreistigkeit sie nur noch zu größerer Anstrengung an. Aber sie hätte doch wohl besser getan, den Zuruf zu beachten. Denn es war eine Warnung gewesen, und eine sehr berechtigte obendrein. Der Weg senkte sich gleich hinter der Försterei ziemlich steil in ein kleines Waldtal hinab. Che sie noch recht wußte, wie ihr geschah, hatte sie schon die Pedale unter den Füßchen verloren und es war kaum mehr denn eine Minute vergangen, als die tolle Reise mit einem fürchterlichen Stoß, der Fräulein Ilse in weitem Bogen aus dem Sattel warf, ihr gewaltsames Ende erreichte. Für eine kleine Weile wußte sie nicht mehr, wo sie sich befand, und was mit ihr geschah. Aber als sie nach Verlauf einiger Minuten die Augen wieder aufschlug, sah sie das Antlitz des jungen Herrn Herbold dicht vor dem ihrigen und hörte ihn mit dem Ausdruck sorgenvoller Teilnahme sagen: Gott sei Dant, daß Sie wieder bei Besinnung sind, mein Fräulein! Sie haben sich doch nicht ernstlich verletzt?" " Ich glaube, es ist weiter nichts, als daß ich mir den Arm gebrochen habe," sagte sie, indem sie zugleich einen Versuch machte, sich aufzurichten. Aber nun fühlte sie doch in allen Gliedern so empfindliche Schmerzen, daß sie einen leisen Wehlaut nicht unterdrücken konnte, und daß sie unwillkürlich nach dem Arm des jungen Mannes griff. Es war schrecklich, daß sie sich so ganz auf seinen Beistand angewiesen sah: aber es ließ sich doch mun einmal nicht ändern. Als er sie, ohne viele Worte zu machen, bis zum Försterhause geführt hatte eigentlich war es schon mehr ein Tragen gewesen stellte sich heraus, daß alle männlichen Bewohner abwesend seien, und daß für die nächste Stunde weder ein Fuhrwerk noch ein Bote aufzutreibei sein würde, den man zum Arzt schicken könne. " Dann werden Sie mir gestatten müssen, mein gnädiges Fräulein, Ihnen nach dem Maße meiner bescheidenen Kenntnisse die erste Hilfe zu leisten." Was blieb ihr nach diesem Anerbieten anders übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und sich ihm anzuver= trauen! Georg Herbold hatte bald festgestellt, daß der Arm nur verstaucht sei. Er hatte ihn ein wenig massiert und dann einen Verband umgelegt, der die Schmerzen wirklich linderte. Es blieb jetzt nur noch zu entscheiden, auf welche Art Fräulein Ilse nach Hause gelangen sollte. Auch hier zeigte sich Georg Herbold von der ritterlichsten Seite. ,, Natürlich werde ich mich sofort aufmachen, Ihnen einen Wagen zu besorgen," sagte er.„ Meine Anwesenheit ist ja hier nicht länger von Möten, und" es war das erste Mal, daß er eine Anspielung auf ihre gestrige Unterredung machte ,,, Sie werden sich, wie ich vermute, nicht ungern von meiner Gesellschaft befreit sehen. Ich werde Ihnen also den Wagen schicken, und da ich vermutlich auf einem anderen Wege in die Stadt zurückkehren werde, sage ich Ihnen gleich jetzt Lebewohl. Sie werden mir gestatten, mich nach einigen Tagen bei Ihrem Herrn Vater nach Ihrem Befinden zu erkundigen." Harmonikafabrik von COMO ESCHICH Musikinstrumenten- Fabrik Markneukirchen 1. S. No. 390. Billigster Bezug Preisliste frei. 3 M., doppelte Grösse 5 M. 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Sein Gesicht strahlt, er hat selber tän mit lautschallender Stimme das Hoch aus auf die VerGesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der KapiMorgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der werden. Stück„ Glückskohle" bei sich. scharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. gegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestellt und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese Wertder Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, verschiedener Gerichte führt der professionelle Einbrecher oft ein Macht von Zaubermitteln und Amuleten. Nach den Erfahrungen tiefeingewurzelten Glauben an Talismane und die schützende Mit dieser glaubt er auch den Zuweilen ff. 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Und obschon Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, (( Nachdruck verboten.)] Wirtin spielen! senkten sich herab, um sich Tokio anzusehen Wind blies leicht die Kronen der Bäume an, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten war verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, der Himmel blieb eigentümlich hell, war ihr durchaus nicht gemütlich, da taumelten Ein frischer mut!" aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hause Worten zu dem Senior ins Zimmer trat, Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- sumi ,, Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. Bigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten und trat nun in einem dünnen, hellseidenen Hausrock, die ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu sich genommen hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen gerade schlug die Du bist doch noch auf, lieber Vater?" Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen aufzu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die geschreckten Tauben, und Hilda, die ganz weiß überschneit ein vielhundertWochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" du liebst strengung heraus du liebst" genau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie " Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich ,, dies fremde Mädchen, das vor einigen die Worte kamen offenbar mit Anschwer. Schaufelstuhl empor. Wieder tiefe Stille sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem Stimme dazwischen. Er ließ die Hand mit der Zigarrette ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!" ,, Und du fragst mich nicht?" kam endlich Hellmuts „ Wenn das Feſt diesmal einen eigenen Zauber auf mich Jugend!" sagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. ,, So dachte ich auch vor einem Jahr, trok meiner der ältere Mann atmete laut und Hellmut endlich an. herabhing, hören konnte. des vielarmigen Kronleuchters, der von der Zimmerdecke daß man das leise Sausen der Flammen in den Glaskelchen Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Schaufelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus ,, Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen ,, Ein animierter Tag heute!" fing anders! wir hier bereits erlebt!" meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die spiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das Jugend macht die häufige Wiederholung desselben SchauDies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in „ Hm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner ,, Die habe ich immer, du weißt es ja! Setz dich doch, Hell emals ceben. ühlen er zu t das uchen d der nachte Blid perrn m fie üßen. e und fchen, , und gast zwar fort= er ihr r Ve ls ihr eiftig uf zu eine Hinter hinab. n die mehr cinem 1 aus ie fich erlauf e das hrigen nahme sind, Test?" ir den einen e doch einen e un war ange ndern. örster r ein lichen Stunde vürde, nädi= denen übrig, uber Tur dann derte. ulein sich inen it ja erste Dung gern Shnen inem e ich mich Shrem ClDaen en- Fabrik S. No. 890. eisliste frei. berall gesucht uch tung von ren, Mund nis bis zum enlos. Hans zienstr.20 1. angoa ftite. 4. den 30. Januar Familion 1904 Berechtigt. Bäuerin( zu ihrer Kuh): ,, Scheck, Scheck, sei nur nit gar zu b'scheiden, gibst täglich sechs Liter Milch un machst so a simples G'sicht, als gäbst nur zwei! Glei' schaust proziger drein!" Er verbeugte sich, als ob er wirklich fest entschlossen sei, zu gehen. Fräulein Ilse aber nahm ihren ganzen Mut zusammen und sagte:„ Sie haben mir einen großen Dienst erwiesen, Herr Herbold, und haben sich meiner so freundlich angenommen, daß- δαβ Daß Sie mir beinahe meinen gestrigen Ge= schäftsbesuch verzeihen könnten?" " Ach, sprechen Sie nicht davon!" sagte sie flehentlich. Weshalb müssen Sie mich daran erinnern, daß Sie etwas so häßliches tun konnten." Aber, was, um des Himmels willen, habe ich denn so Schreckliches getan? Daß ich hierher kam, um eine Partie Häute zu kaufen, die Ihr Herr Vater uns angeboten hatte ,, Was sagen Sie da? Weshalb wären Sie gekommen? Um eine Partie Häute zu kaufen? Und die wollten Sie besichtigen nicht mich?" Das letztere war ihr ganz gegen ihren Willen herausgefahren; aber nun, da es einmal ausgesprochen war, ließ es sich nicht mehr zurücknehmen. Und in der Verwirrung über das ungeschickte Wort war Fräulein Jlse reizender denn je zuvor. Herbold aber gab ihr Gelegenheit, aufs neue den feinen Takt zu be= wundern, mit welchem er der Aufklärung des drolligen Irrtums alles für ihr mädchenhaftes Empfinden Beschämende zu nehmen wußte. Als sie ihn mit glühenden Wangen bat, ihr wegen des unfreundlichen Benehmens nicht länger zu zürnen, füßte er ihr statt aller Antwort die Hand, so lange und so warm, daß sie hinsichtlich seiner Verzeihung in der Tat vollfommen beruhigt sein konnte. Georg Herbold kehrte nicht, wie beabsichtigt, auf anderem Wege in die Stadt zurück, sondern an Fräulein Jlses Seite in dem von ihm requirierten Wagen. Und der Blick, mit dem sie sich in die Augen sahen, als endlich der Moment der Trennung gekommen war, ließ vermuten, daß bis zu Herrn Neuburgers Rückkehr nicht nur das Geschäft mit den Häuten, sondern auch noch jener andere Abschluß perfekt geworden sein würde, den Fräulein Ilse um jeden Preis hatte verhindern wollen. Degrußen inn aber aua) um seiner voraussättimen woealen Wirkung willen. Durch die Nachprüfung der erlassenen Haftbefehle gewinnt die Justizbehörde einen besseren Ueberblic über die Praxis der Untersuchungsrichter als seither und diese selbst werden in Zweifelsfällen Bedenken tragen, eine Verhaftung zu verfügen, die unter Umständen zu einer Ersazpflicht des Staates und einer Kontrolle über ihre persönlichen Qualifikationen führen kann. Nach Südweftafrika! Kurze Dankba keit. Verbrecher( welcher soeben hin= gerichtet werden soll): Bitte, Herr Scharfrichter, machen Sie es bloß gut, ich will Ihnen Zeitlebens dankbar sein!" k In der Artistenkneipe. Kellner: Was wollen Sie essen, Mister Darnley?" Ventriloquist: Einen Moment, ich konferiere hierüber noch mit meinem Bauch." Innige Neigung. * Auch ein Menschenfreund. ,, Du, Hannes, hast Du denn auch schon ein Mal aus purer Herzensgüte etwas für Deine Mitmenschen getan?" ,, Gewiß, Herr Pfarrer! Wissen Sie, in der Gallerie darf man nicht rauchen. Wenn nun Herren ihre Zigarren dort weglegen, so zieh ich von Zeit zu Zeit dran, daß sie nicht ausgehn." ☑ ,, Sie verlangen die Hand meiner Tochter, welche meinen Ste denn ich habe ja drei." ,, Nun, wenn jede dasselbe mitbekommt, so ist es mir ganz gleich." Der neue Truppentransport für Südwestafrika ist unterwegs. Unter dem 30. Januar wird aus Hamburg gemeldet: Die zur Abfahrt mit dem Dampfer„ Adolph Wörmann" bestimmten Truppen für Deutsch- Südwestafrika sind heute früh 6½ Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe auf Kosten des Senats bewirtet worden. Von dort wurden die Truppen nach dem Peterskai gebracht, wo die Einschiffung an Bord des Dampfers erfolgte. Gegen 10% Uhr erschien der Kommandierende General des 9. Armeekorps Generalleutnant b. Bock und Polach an Bord des Dampfers zum Abschied von den Truppen. Gegen 12 Uhr verließ der Dampfer„ Adolph Wörmann" unter lebhaften Rundgebungen der ausreisenden Mannschaften und der am Kai versammelten Menge den Hafen. Die Chancen der militärischen Operationen lassen sich an nachstehendem Situationsbilde ermessen: Windhuf ist gegen Norden abgeschnitten, Okahandja von allen Seiten und ebenso Otjimbingme. Bis Karibib sind die Deutschen Herren der Bahn, aber Regengüsse und die dadurch hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherstellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vor= rücken. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow letten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Februar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrachten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen beillose Anast natürlich schmerzlich em= tommen pflegt: der nächste Tag, die nächste Stunde kann anders und ernster lautende Meldungen, ja kann selbst die Kriegserklärung bringen. Was drängt Japan zum Kriege? Man war und ist der Ansicht, Japan könne gar nicht Arieg gegen Rußland führen, weil es kein Geld habe. Dieser Ansicht tritt soeben der Militärschriftsteller Major v. Bruchhausen entgegen. Manchmal sei gerade die Ebbe in der Kriegskasse der Grund für eine schleunige Kriegserklärung. So schlug Serbien im Jahre 1885 trog völligen Geldmangels gegen Bulgarien los, weil es ihm an dem nötigen Kleingeld zur Aufrechterhaltung der kostspieligen Kriegsbereitschaft fehlte. Also gerade dieser Ebbe wegen. In eine ähnliche Zwangslage könnte Japan geraten sein. Wie viele Millionen hat es nicht schon der Kriegsmöglichkeit geopfert! Seit Monaten sind die Urlauber zu den Fahnen eingezogen, die Arsenale sind in fieberhafter Tätigkeit. Zwei neue Kreuzer wurden gegen Barzahlung im Auslande gekauft; von dort bezog man auch große Getreide und Kohlenvorräte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmenden Kriegsdruck. So sieht sich Japan ganz abgesehen von seinen starken foreanischen Interessen in die Lage eines Kaufmannes versezt, der sich in einer Unternehmung derart festgelegt hat, Er daß ihr Aufgeben seinen finanziellen Ruin bedeutet. muß sie durchbiegen, wenn sein Tun auch einem Va- banqueSpiel gleicht. In bezug auf I a pan fann obendrein von einem solchen Spiele gar nicht die Rede sein. Das Land hat gute Erfolgschancen für sich: ein gerüstetes, in seinem militärischen Werte nicht zu unterschäßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesette, moderne Flotte. Gerade jezt hasardiert Japan am wenigsten, wenn es in den früher oder später anscheinend unvermeidlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Osten. So ist es dem vielfach überschäßten aber in letter Inselvolke nicht zu verdenken, Zeit auch viel verläſterten wenn es losschlägt. Die Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen au Kaiſersaeburtstag bringt folgender Erlak an 13. Jahrgang. rtionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Ober 1, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 fg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. ftion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88, Fernsprechanschluß Nr. 362. ichten bießener Zeifung) ür Gießen und Umgebung r Behörden von Oberhessen. skanzler, der im Reichsanzeiger veröffentlicht wird. er hebt hervor, daß alle Stände, Alt und Jung, gehaben, ihm ihre Freude über seine glückliche Geuszusprechen. Er sei durch diese Aeußerungen treuer ne und liebevoller Anhänglichkeit hoch beglückt und spreche allen Gratulanten seinen wärmsten Dank Solano Gott der Herr mir Leben und Gesundheit -- so schließt er- werde ich nicht aufhören, meine i den Dienst des Vaterlandes zu stellen und auf das ehen des deutschen Volkes in allen seinen Schichten ufen von Herzen bedacht zu sein." n einer endgiltigen Aussöhnung des Hauses Cummit dem deutschen Kaiserhause weiß ein Münchener melden. Die Aussöhnungsbestrebungen seien soweit daß die bevorstehende Hochzeit des Großherzogs flenburg- Schwerin mit der Prinzessin Alexandra für Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Herzog Ernst die Gelegenheit abgeben werde. Der erfolgreiche er zwischen den beiden so lange sich entfremdet ge= deutschen Fürstenhäusern war kein anderer als der nig Christian von Dänemark. Der alte König 1, von dem man weiß, daß er einer der aufrichtigsten erer des Kaisers ist, soll überfroh sein, daß es ihm in dieser schwierigen Frage mit Erfolg zu ver= irch Kabinettsorder haben die Gewerbe- Inspektionsen den Titel„ Gewerbereferendare", die Gewerbeonsassistenten den Titel„ Gewerbeassessoren" er= 1s. Anlaß des Thronwechsels in Anhalt steht eine ≥ bevor, welche dem Vernehmen nach einen Strafr die Strafen bis zu drei Jahren enthält. er Zwist zwischen der deutschen Acrzteschaft und den kassen wird, wie vorauszusehen war, durch die Bedes Leipziger Krankenkassentages nur noch heftiger werden. Schon jetzt sieht man die Wirkung der idlichen Leipziger Resolution in dem zielbewußten tenschluß zwischen den bisher getrennt marschierentlichen Interessentengruppen, wie er allerorten zutt. Selbst in Berlin, wo der Boden für die Aber Kassenvorstände bisher noch am günstigsten war, uf den Appell an ihre Kollegialität hin sämtliche rzte die bereits auf 5 Jahre eingegangenen Verigen den Kassen gegenüber rückgängig gemacht. Eine Je zufriedenstellende Lösung der Frage ist im InterKranken recht bald herbeizusehnen, um so mehr, ch Ankündigungen des Grafen Posadowsky die bersicherung immer weiter ausgedehnt zu werden jt. Der Staatssekretär erkannte die Berechtigung nstboten und der ländlichen Arbeiter, an den Wohltaten der Versicherung teilzunehmen, im Prinzip vollkommen an. Wenn sich aber schon jetzt bei den städtischen Kassen diese Mißhelligkeiten herausstellen, wie soll es erst auf dem Lande werden, bei den erschwerten Verkehrsverhältnissen, die höhere Aufwendungen unabweislich nötig machen?! A Nimmt der Volkswohlstand in Deutschland ab oder zu? Diese Frage ist so alt wie die Forderung nach sozialen Gesetzesmaßnahmen. Eingehende Berechnungen berufener Stellen haben ergeben, daß der Wohlstand des deutschen Volkes im Wa ch sen begriffen sei. Folgende Zahlen mögen die vorstehende Behauptung illustrieren: 1902 waren in den Städten einkommensteuerfrei, weil das Einkommen den Betrag von 900 Mt. nicht überschreitet, 50,80%, 1903 nur 48,78%, auf dem Lande 1902 67,04%, 1903 nur 66,85%, also insgesamt 1902 59,66%, 1903 nur 58,92%. Gegenwärtig haben also bereits über zwei Fünftel der Bevölkerung ein Einkommen von 900 Mt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zu dem Reste von 58,92%, dessen Einkommen über 900 Mt. nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen sind, so z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus- und Landwirtschaft ein eigenes, aber 900 Mk. nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, die ein eigenes, der Verfügung des Familienoberhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen bon nicht mehr als 900 Mk. besitzen. Es sei noch hervorgehoben, daß der Teil der Bevölkerung mit über 3000 mt. Einfommen ebenfalls im Wachsen ist; so waren in der Gesamtbevölkerung 1903 4,36% gegen 4,34%, in den Städten 7,37% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. Italien. Der Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Rufsland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln fonsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidigendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ift. Seti Kr. 2 feiten auf gl jenigen Per Verhängung durch Unter Tages. Poft. Mit Bern alter Itefere in ane zu billig. Pret tuche, Flar loden, Bud und Pferde follection sofe Carl Dörg BREME 5 Sgr Louise vc -M Schöne voll Crlent. Araft Medallie Parl in 6 bis 8 2 Streng reell Dankschreiber brauchs- Anret eder Nachnahn Hygi 0. Fran Berlin 18. Delicatess 60 St. 3 Mk. ff. Harzk. 10 Heinr. Henne Ta zu Fabripi Emil Mer " Widerlegt. Nervenkibel. Motorfahrer( auf einsamer Landstraße dahinsausend): Wenn man nicht hie und da so einen Kerl überfahren möcht, könnte einem die Geschichte nachgerade langweilig werden!" * Ein neues Fremdwort. Lehrer: Wer weiß einen Satz mit ungeniert?" Karl: Friz hat den ganzen Tisch verungeniert." Mißglückte Spekulation. Frau Inspektor( zu ihrer Freundin): ,, Ach, denken Sie sich, was mir passiert ist! Am legten Balle machte meine Elsa die Bekanntschaft eines Die lange Strafpredigt. Der Sohn des seinen Kindern gegenüber zu weich herzigen Herrn Berken hat Schulden gemacht. Der Vater bittet einen ihm befreundeten Major, den Kadetten streng zu ermahnen, ihm dann aber doch die Schulden in seinem Namen zu bezahlen. Es entspinnt sich daraus folgende Szene: Kadett Berken( klopft schüchtern an die Türe des Majors). Stimme von innen:„ Rin!" Kadett Berken:„ Herr Major werden gütigst entschuldigen, mein Vater hat mir aufgetragen, daß ich..." Major: Wieviel?"" Kadett Berken:" Die Summe, um die es sich handelt, wage ich faum zu nennen, es sind hundert Mark, es soll gewiß nicht wieder.. Major( einen Hundertmarkschein dem Kadetten hinreichend): Raus!" * Berstreut. Professor Dusler verbrachte einen Abend im Hause eines Freundes. Als er gehen wollte, regnete es start. Die Gastgeberin bat ihn daher, Frig, hast Du eben geraucht?" jungen Mannes, der sich augenscheinlich sehr für sie interessierte. Da ich ihn für eine gute Partie hielt, lud ich ihn öfter zum Mittagesse ein und nahm mir, da er ein großer Gourmand zu sein schien, eine sehr geschickte Köchin. Was aber glauben Sie, was geschehen ist? Er heiratete meine Köchin!" Ein praktischer Arzt. ,, Nun, Herr Doktor, wie steht es mit meinem Manne?" ,, Nicht ganz gut! Er braucht vor allen Dingen Ruhe... Ich habe hier ein paar Schlafpulver aufgeschrieben!" ,, Und wann soll ich ihm dieselben geben?" Ihm? Die sind für Sie bestimmt meine Gnädige!" die Nacht im Hause zu verbringen, was er auch dankend annahm. Plötzlich aber war der Gast verschwunden, ohne daß jemand sein Fortgehen bemerkt hatte. Schon wollte man zu Bett gehen, als der Professor wieder eintrat, naß wie eine Kage. Er war nach Hause gegangen und hatte sich sein Nachthemd geholt! * Frech. Richter: Wie kamen Sie dazu, den Anzug zu stehlen?" Angeklagter: , Damit ich hier vor Gericht anständig erscheinen konnte!" Monner ka's Saus Gratieb un Дав f Entfchä CB. Durch ichuldig Ver ift endlich Erfüllung ge Staatsbürger vielleicht auc heit seinen andererseits, nennt, für hümern auft oder Strafh feelische Bet Gemütsstöru teriell nicht f laffen. Der jächlichen und mögen aufzu Die Bere gungsforderu timmungen g beweis in 3 werden auch Verfahrens lung annull find, bom Forderunge machung de diejenigen hafteten ob im Falle e bereits mit schieden dem Denn Perio materiellen Haars Bestes zu Ausfall Mk Berl Phot. Appar.p. J.Kat. g. u. f. Haltbare Sa glatt und Blousen Knabenau Sammettl Han Berlin R. Kirsc Па vers v. i preisw. Verpack Gros Federdicl vollst. S 2 Kissen 15.50; 11 21,50, 24, Inletts u. 42,- Mk trag zurt quelle fü. Must ,, Rasch einen Zug!" seine Freude an dem Ereignis. lobten von Spißbergen". Sein Gesicht strahlt, er hat selber tän mit lautschallender Stimme das Hoch aus auf die VerGesellschaft ist auf dem Boden gelagert, da bringt der KapiMorgenfrüh auf Spißbergen eingenommen wird, die ganze Als das Frühstück von Bord herüber geschafft, in der lacht. Wissen müßt ihrs. Stille Wasser sind tief, trösten müssen." lassen habt ihrs euch nicht, Ambjör habe ich oft mit unsern Edwin und Heinz geben wortlos Händedücke.„ Merken einander gesagt: Die gefallen uns! Wars euch auch so?" So gewiß, wie's kam mit der Förlofning!" Symöne Gleich haben wir Zwillinge zu tiefeingewurzelten Glauben an * werden. Stück„ Glückskohle" bei sich. Macht von Zaubermitteln und Amuleten. scharfsinnigsten Nachstellungen entgehen zu können. gegenstände" bei der Entlassung aus der Haft wieder zugestellt und oft bemühen sie sich, auszubedingen, daß ihnen diese„ Wertder Gefahr glauben, trennen sie sich davon auch nur sehr ungern Raubgesellen an den Schutz durch solche Dinge in der Stunde Glückssteine und Ringe nebst verrosteten Hufnägeln. So wie die findet man auch bei der Visitation von Dieben ein Stück Kreide, verschiedener Gerichte führt der professionelle Einbrecher oft ein Mit dieser glaubt er auch den Talismane und die schützende Nach den Erfahrungen Zuweilen ** hängung ni durch diese A schädigungs ,, Nein, Papa!" Stellen zu fö riden. Vie leutnants b 62 Uhr hi Senats bem dem Peters Dampfers e dierende b. Bock und den Trupper Börmann" Mannschafter Hafen. Dic laffen fich an huf ist gege Seiten und Deutschen durch hervor des Khanflu Habicht" h Die Gingebo transport ar Urteil für d ten und mi das Fehlen 3. Februar einige Seit den Januar 1904 terhaltungs- Beilage Familienzeitung. ber uette Nachrichten. b. Roller'le Budbrudersi( gegs. 170); astemi: Ibin 21ein Marie Bernhard. Beuge. 貨車 2jä Groß. ut grat Albert Sel MusikUNSTRUMENTE aller Art, beste Arbeit. SACHS MUSIKINSTRUMENTEN MANUFACTUR SCHUSTER& CO Markneukirchen Nr.14 Preisbuch frei. Berantwortlicy jur die stcoattion der Neuen Berliner Drud und Berlag: 9ieue Berliner Berlags- Anstalt, 2lug. Strebe, variouenbury Let Berun, Berner. 40. Berlags- Anstalt, Aug. Krebs: C. Schulz, Charlottenburg, Gucrickestr. 37. Forto extra. Nur direkt von Hans SchellHarmonikafabrik von wwa SCHICHDACH Musikinstrumenten- Fabrik Markneukirchen 1. S. No. 390. Billigster Bezug Preisliste frei. I DO WII, trinke unseren Thee horn, Blücherplatz 2, ROSTOCK i. M. ,, Rheumatismusfeind( präparierte Blätter der schwarz. Johannisbeere). Der Erfolg wird überraschen. 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Wirt( sich in die Unterhaltung mischend zu A.): Das ist doch etwas anderes das ist gerade so, als wenn Sie sich die Haare schneiden lassen!" 28 Remontoiri Regulateur & ge= den Wirtin spielen! um sich Tokio anzusehen ganz aus den Augen verlor, wollte sie schon die gastfreie aber ehe ihr Gatte nach Yokohama herüberfuhr, wo sie ihn es war verabredet worden, daß Hilda noch bleiben sollte, war ihr durchaus nicht gemütlich, sollen, Hüte, den Frauen auf Haar und Gewand stimmiges Lachen gab's, ein Girren, wie von zahllosen aufzu tausenden die Kirschblüten herab, den Männern auf die geschreckten Tauben, und Hilda, die ganz weiß überschneit ein vielhundertWind blies leicht die Kronen der Bäume an, während unten die Dunkelheit rasch zunahm. Ein frischer senkten sich herab, der Himmel blieb eigentümlich hell, Unterdessen war es spät geworden, weiche Abendschatten da taumelten aus. Du hast doch etwas Zeit für mich?" Tokio unter Gottes freiem Himmel oder in einer Teebude gekommen und schläft vermutlich seinen Sake- Rausch in hat mich im Stich gelassen, er ist einfach gar nicht nach Hause Eintreten scheint dich erschreckt zu haben, aber mein Hot- sumi Worten zu dem Senior ins Zimmer trat, ,, Verzeih', daß ich mich nicht melden ließ, mein rasches Locken um die Stirn gewellt, in seines Vaters Wohnzimmer. ganz mit Frühlingsblüten überschüttet. Bigarrette im Munde, die reichen blonden Haare in feuchten und trat nun in einem dünnen, hellseidenen Hausrock, die ,, Du bist doch noch auf, lieber Vater?" ein Bad bereiten lassen, ein leichtes Souper zu sich genommen hate sich nach der Heimkehr von Tokio, gleich seinem Vater, Uhr auf dem Kamin die zehnte Abendstunde. Norden junior Es war Hellmut, der nach leichtem Klopfen, mit diesen wer zu ihr gesprochen hatte, und sie lächelte und ging weiter, es fast dunkel war und sie sich nicht umwandte, wußte sie doch, ,, Nicht! Lassen Sie! Das gehört zu Ihnen!" Und obschon Stimme dicht an ihrem Ohr, leise und leidenschaftlich bittend: fühlte auf einmal ihre Hand sanft festgehalten und eine dastand und die hellen Flocken von sich abschütteln wollte, (( Nachdruck verboten.) gerade schlug die mut!" schwer. Schaukelstuhl empor. Wieder tiefe Stille sinken und richtete sich mit erstauntem Gesicht in seinem Stimme dazwischen. Er ließ die Hand mit der Zigarrette So dachte ich auch vor einem Jahr, ausgeübt hat, so hat das seinen ganz besonderen Grund!" „ Und du fragst mich nicht?" kam endlich Hellmuts Wenn das Fest diesmal einen eigenen Zauber auf mich Jugend!" sagte Hellmut mit etwas unsicherer Stimme. der ältere Mann atmete laut und trot meiner wir hier bereits erlebt!" meinen Augen durch nichts von den zwölf Vorgängern, die anders! Dies Frühlingsfest in Uyeno unterschied sich in spiels immer noch Vergnügen, in meinen Jahren ist das Jugend macht die häufige Wiederholung desselben SchauHm! Das hängt von der Auffassung ab! Bei deiner Hellmut endlich an. herabhing, hören konnte.„ Ein animierter Tag heute!" fing des vielarmigen Kronleuchters, der von der Zimmerdecke daß man das leise Sausen der Flemmen in den Glaskelchen Kaminwand und sah zu Boden. Es war so still im Zimmer, seiner Zigarrette. Der Vater lehnte mit dem Rücken an der Schaukelstuhl gleiten und tat ein paar heftige Züge aus ,, Danke!" Der Sohn ließ sich in einen niedrigen, tiefen ,, Die habe ich immer, du weißt es ja! Set dich doch, HellWochen hierher nach Yokohama gekommen ist?" strengung heraus du liebst du liebst" genau ich sie kenne, sie und dein ganzes Wesen! Nicht wahr, nicht! Du vergißt, welch beredte Augen du hast und wie „ Ich glaube zu wissen, Hellmut, und daher frage ich dich „ dies fremde Mädchen, das vor einigen die Worte kamen offenbar mit An Vtr. 1. bonnement prets: ta's Hans abracht 60 in Gieben, abgeholt menatiid 50 fs., fg., Sung ble Poft bezogen stertel hrlich Mr. 1.50. Bradi@ bellegen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Caffe Bettschrift für Landwirtschaft, Sbst- und Bartenbas, sowie Sie Sickener Seifenblasen( webchentlich). Das Blat riddat en allen Berlingen sedmitaes Samstag, den 2. Januar 1904 Gießener Bairstone 13. Jabrgang. sige Beetle free t gany Oberheffen. Die Stretfelt uns Warburg 10 Be fotfi 15 Vig.: Reflumen ble ettiselle 30 ref. 40 99g Bofzeitungslie No. 3938. Rebastion und Syvebition: Gießen Reuenweg 96 Peralteseist Re. 368. B 1486/10 fol. max.- 13,1-151 Nenelle Nachrichten GIESSEN ( Gießener EngeBlat!) abhängige Tageszeitung Mr Ar Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lofalanzeiger für Gießen und Umgebung Guthit alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhen Die Brandkatastrophe in Chicago. Die Lueftattung folcher alia mit den antinnachander Die furchtbare Kunde, die der Draht über den Ozean dungsschulwesen mehr und mehr zu vervollkommnen. U. a. wird für die Fortbildungsschule in Stettin die Errichtung einer ersten Klasse für Maschinenwesen gefordert werSen colorchecker CLASSIC + Spanien. □ In Barcelona, wo seit Jahren kein Tag ohne Streitgfeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern verausgeftherren + sich, in wurden borenen= Leben eau die enue sei und ein werde ist mun üdafrika Rat in die ReBulegen, in den rung ist führen, nig der für den ersorgte, Teldung ändiger e schwe luß ge= deutsche n bon mandiebrachte. r Hofe, hat sich gebirgs In den et. Um Bustand Diesmal ist nun v. Na+ > x- rite Tommission angesichts des furchtbaren Unglücks das Gewissen bilanz von 11/4 Millionen Francs. Grund 6 8 L 9 0 c cm 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Leutwein ist dieser in ziemlich großer Besorgnis, daß der auf weitzerstreute Gebiete ausgebreitete Aufstand lange dauern und seine völlige Niederwerfung sehr schwer sein werde. Den Bondel zwarts ist offenbar durch die Witboois im Karasgebirge keine entscheidende Niederlage beigebracht worden. Allem Anscheine nach wollne sich die Flüchtigen im Karasgbirge festsetzen. Da ihnen hier, mitten im Schutzgebiete, die Zufuhr von Waffen und Munition und auch von Lebensmitteln völlig abgeschnitten ist, wird man hoffen dürfen, daß die Befürchtungen des Gouverneurs sich nicht bestätigen. Die amtliche Einberufung des preußischen Landtages ist nun erfolgt: Als Termin des Zusammentritts der beiden Häuser des Landtages wird der 16. Januar bestimmt. Diesen Tag hatten wir, wie erinnerlich, bereits vor einiger Beit als den Zeitpunkt der Eröffnung des Landtages ge= nannt. Auch der neue preußische Etat wird, wenn auch in ge= messenen Grenzen, den Beweis liefern, wie die Staatsregierung unablässig bemüht ist, das gewerbliche FortbilS t + De zunt rnannt; r geschmm BezirksTrainbataillons Nr. 10 in das Trainbataillon Nr. 16 versest; Mittmeister des Trainbataillons Nr. 8, in das genug für Gorbatt ε て 12 13 14 15 16 17 18 19 Oefterreich- Ungarn. ○ Das provisorische Handelsvertrags- Uebereinkommen zwischen Desterreich und Italien, über das in den letzten Wochen so eifrig verhandelt wurde, ist jetzt zu Stande gekommen. Es verlängert den am 1. Januar ablaufenden Handelsvertag zwischen beiden Ländern um sechs Monate. Italien. Einige katholische Mächte besigen bekanntlich bei einer Papst wahl das sogenannte Vetorecht", d. h. sie können durch ihre Kardinäle gegen die Wahl eines bestimmten Papabile Einspruch erheben, dem stattgegeben werden muß. Desterreich hat dieses Recht bekanntlich bei der letzten Bapstwahl ausgeübt und damit Rampollas Wahl unmöglich gemacht. Jetzt sind im Vatikan Bemühungen im Gange, die Ausübung des Vetorechts im Kontlave für die Zukunft zu verhindern. Diese Bestrebungen haben indessen wenig Aussicht auf Erfolg, da die beteiligten Mächte auf dies Recht kaum werden verzichten wollen. 20 21 22 www 22 I 23 24 u! 0 chr. v. Larisch und Großzier des Train depots des r des Traindepots des 16. or und Kommandeur des claubnis zum Tragen der 16 und mit der gesez25 igt; Bandel, Rittmeister mit der gesetzlichen BenOberleutnant, beauftragt mit der Wahrnehmung der Stelle eines ersten Offiziers des Traindepots des 16. Korps ist als Halbinvalide mit der geseglichen Bension ausgeschieden und zu den Offizieren der Landwehr des Trains übergeführt worden; Habenicht, Oberleutnant des Trainbataiqons Nr. 16 wurde mit der gesezlichen Bension zur Disposition gestellt. Punktum! [ Politische Wochenschau.] Leider hat die segenspendende und gnadenbringende Weihnachtszeit in Crimmitschau nicht mit einem versöhnen den Abschluß geendigt. Die Vermittelungsversuche sind gescheitert und schroffer als je stehen sich die Parteien gegenüber. Neuerdings verlautet sogar, daß auch solche Unternehmer, deren Betriebe der Textilindustrie fernstehen, die Mittel zur vollständigen Unterwerfung der Arbeiterschaft gewähren wollen. Eine derartige Lösung der Krisis ist ir die soziale Entwickelung in Deutschland außerordentlich schädlich, denn au wesien Gunsten der Streit auch entschieden