Nr. 25. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 30. Januar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Obes Hessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pf Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernſprechauschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Potpourri. [ Politische Wochenscha u.] Das sozialpolitische Potpourri, das stets bei der Beratung bes Etats des Reichsamts des Innern zum Vorschein kommt, hat am Donnerstag ein amüsantes Zwischenspiel erhalten. Der Abgeordnete Dr. Müller- Meiningen hatte bei der Aufzählung der Kuriositäten, die sich in der Praxis des Vereinsrechts ergeben haben, auch eines Falles in Hamburg gedacht, wo einer Dame die Abhaltung einer Versammlung untersagt worden war, die dann nachher in Altona, also auf preußischem Gebiet, anstandslos stattfinden durfte. Bundesratsbevollmächtigter Dr. Schäfer nahm in der Erwiderung Veranlassung, auf die während der lex Heinze- Beratung biel angegriffenen Sittenzustände in Hamburg zurückzufommen. Er gestand diesmal ein, was früher bestritten wurde, daß in Hamburg die Prostitution faserniert ist. Dadurch sei, wie er mit einem Seitenblick auf Berlin bemerkte, für die anständigen Damen doch auch die Annehmlichkeit geschaffen, daß sie unbehelligt bei Tage und bei Nacht die Straßen passieren könnten. Ebenso sei es durch dies System gelungen, das Zuhälterwesen fast vollständig aus der Welt zu schaffen. Der betreffenden Dame aber scheint man in Hamburg überhaupt kein Gastrecht für öffentliche Versammlungen mehr gewähren zu wollen, weil ihr stehendes Thema die Sittenzustände dieser städtischen Republik sind, auf das fie auch unter dem unscheinbarsten Titel zurückzukommen meiß. So hat sie unter anderem sich als Thema eine Besprechung über„ Unsere Vaterstadt" gewählt, und infolgedessen feien ganze Bürgerfamilien der Stadt mit ihren unerwachsenen Töchtern erschienen. Die Art ihres Vortrags aber sei weit über das„ sachliche Interesse" hinausgegangen, und die jungen Mädchen hätten Dinge in einer Sprache erfahren, wie es ihnen wohl in ihrem ganzen Leben nicht mehr begegnen werde. Die Darstellung des Redners wurde wegen der drastischen Ausdrucksweise vielfach mit schallendem Gelächter aufgenommen, und auch für die Tribüne wirkte diefes Intermezzo wie eine komische Gratiseinlage in dem ernsten Programm der Reichstagsverhandlungen. Die tomische Wirkung dieses Vortrags wurde noch verstärkt dadurch, daß der Redner anfangs während seiner Rede sich bon einem Bein auf das andere wiegte, um dann mit steigender Erregung immer größere Dimensionen für seine Bewegungen zu beanspruchen, bis er zuletzt auf der Tribüne umherging wie ein Bär im Zwinger. Im übrigen gestaltete die Reichstagssitung vom letzten Donnerstag sich noch im letzten Augenblick außerordentlich interessant, weil Staatssekretär Graf Posadowsky in einer Schlußrede einen Ausblick auf die zukünftige Reichsgesehgebung bot. Nach seinen Ausführungen steht ein Automobilund ein Kunstschutzgesetz, unter Umständen auch ein Reichsvereinsgefes, sowie eine Vorlage über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine unmittelbar bevor. Ueber die wirtschaftliche Birkung der Syndikate und Kartelle werden demnächst die Erhebungen abgeschlossen sein und veröffentlicht werden. Man kann also dem deutschen Reich eine gewisse gesetzgeberische Fruchtbarkeit nicht absprechen. Ein anderes Bild aber biete Desterreich- Ungarn, wo nach wie vor die Obstruk lion wahre Orgien der Verneinung feiert. In Ungarn insbesondere ist die Gesetzgebung vollständig zum Stillstande gekommen. Da das Parlament den neuen Heeresetat nicht genehmigt hat, so müssen die ausgedienten Truppen bei der Jahne gehalten werden. Man macht sich keinen Begriff über die wirtschaftlichen Schäden, die hierdurch über viele Familien gebracht werden, und über das fortwährende Umfichgreifen einer verbitterten Stimmung im Heere selbst. Der Ministerpräsident hat nunmehr dem Parlament eine lezte Warnung zugehen lassen, in der er in Aussicht stellte, daß bei Fortdauer der Arbeits- 2c. Verweigerung, mit Genehmigung des Königs, die äußersten Mittel zur Anwendung tämen, jedenfalls die Auflösung oder vielleicht sogar der Stillstand des jetzigen Parlamentarismus. Diese Maßnahme wurde bereits empfohlen, als der Sprachenkonflikt zwischen ben Monarchen und dem ungarischen Parlament ausgebrochen war. Die Herren Magyaren spielen also in einer sehr bebenklichen Weise mit dem Feuer und stehen im Begriff, das ganze parlamentarische Leben durch ihre obstruktionistischen Potpourris in Frage zu stellen. Inzwischen ist in dem antiklerikalen Potpourri der französischen Republik eine neue Nummer eingestellt worden. In dem Ernennungsdekret zweier Bischöfe hatte der Papst die Anfangsworte gewählt: ,, nobis nominavit", so daß also die Ernennung der Bischöfe durch die französische Regierung lediglich zu einem Vorschlag herunter gesunken wäre. Die französische Regierung hat darauf hin dem Papste das Schriftstück zurückgesandt und verlangt, daß das Wort ,, Dobis" gestrichen werde, was auch geschah, allerdings in einer etwas eigentümlichen Form. Das Schriftstück wurde an die Regierung zurückgegeben, nachdem das Wort„ nobis" aus radiert worden war. Um späteren Entstellungen zu begegnen, hat darauf hin der Ministerpräsident die Vornahme dieser Prozedur auf dem Schriftstück protollarisch feststellen lassen. Der Zwist zwischen dem Vatikan und der französischen Regierung dauert also unverändert fort. Es wird noch lange dauern. bis diefes Potvourri zu Ende aespielt iſt. ... schlimmes Potpourri aber scheint sich leider im Osten von Europa vorzubereiten, wo die Türken tatsächlich ernstsich bemüht sind, durch loyale Ausführung der Mürzsteger Reformvorschläge den Frieden unter den Nationalitäten zu fördern. Allein:„ Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." Und dieser böse Nachbar ist immer noch Bulgarien. Von dort aus wird in der mazedonischen Bevölkerung gehezt und geschürt, und zwar nach der Methode des echten Raufboldes, der um Hilfe schreit, währen er seinen Gegner jämmerlich durchprügelt. Fortdauernd kommen aus Sofia Klagen über türkische Truppenansammlungen, die doch nichts anderes sind, als die Verteidigungsmaßnahmen der türkischen Regierung gegen die Aufstandsbewegung. So ist also in dem Potpourri der Weltpolitik in dem Augenblick die kleine Orientfrage wieder auf die Tagesordnung gekommen, während im fernen Osten sich friedlichere Verhältnisse entwickeln. Daß diese Frage wieder aktuell geworden ist, wird vor allen Dingen auch durch die englische Politik verschuldet, die nach dem Prinzip geleitet wird, auf dem politischen Schachbrett stets Rußland einen Stein vorzuschieben, wenn es auf irgend einem Felde einen Erfolg errungen hat. Die Gefahr in Südweftafrika wächst! Ohne Kommentar wird vom Reichsmarineamt eine Nach richt verbreitet, welche die Lage in Südwestafrika als höchst bedrohlich erscheinen läßt. Sie lautet: Der Kommandant von S. M. S. Habicht meldet: Von Zülow Nachricht, daß sich bei Okahandja Kaffern mit Hereros vereinigt haben. Mit„ Kaffern" werden hier wohl die westlich Omaruru ange. siedelten Bergdamaras gemeint sein. Zülows Hilferuf. Ferner hat Oberleutnant v. Zülow folgende Telegramme aus Okahandja durch Boten nach Karibib gelangen lassen: 20. Januar. Ich halte Okahandja seit 15. nach heftigem Kampf mit 200 Mann besezt und kann mich noch einige Zeit halten. Ich warte auf Geschütze Habicht und erbitte Abteilung Artillerie. Ein schwaches Windhuker Entsazkorps mit Maschinengewehr ist am 12. und 13. zurückgeworfen worden, es sollen hierbei 8 Reservisten gefallen sein. Namen unbekannt. Die Verbindung mit Windhuk ist völlig zerstört. Um rückwärtige Verbindung herzustellen und um nachkommende Militärtransporte sicher herzubringen, ist heute mit 70 Mann Eisenbahnfahrt nach Karibib versucht worden; eingehender Bericht geht heute ab. 21. Januar. Gestern nachmittag bei Kawatuerasane ( zwischen Waldau und Okasise) heftiges Gefecht der von mir mit Eisenbahn vorgeschickten etwa 70 Mann starken Abteilung, die rückwärts Verbindung suchen sollte. Unsererseits 4 Tote, 3 leicht Verwundete,( Namen nicht gemeldet) feindlicher Verlust wird auf 20 bis 25 Tote geſchäßt. Da 20 Meter lange Brücke zerstört, versuche ich durch sichere Eingeborene Nachrichten nach Karibib zu senden. Auf neue Gefechte läßt auch die Tatsache schließen, daß den in Duisburg lebenden Angehörigen eines in Swakopmund angestellten jungen Mannes namens Fackert ein Telegramm zugegangen ist, das seinen Tod meldet. Die Politik. * e Präsidialfrage in der Bayerischen Kammer ist erledigt. Da die Liberalen abgelehnt haben, einen Sitz im Präsidium anzunehmen, wurde gestern an Stelle des zurückgetretenen liberalen Vizepräsidenten Leistner der Abg. Fuchs ( Bentr.) und als Ersatz für den liberalen Schriftführer Schmidt der Abg. Frank( Zentr.) gewählt. Gegen das Kurpfuschertum ist ein Gesetzentwurf gerichtet, mit dem sich der badische Landtag in nächster Zeit zu beschäftigen haben wird. Der Entwurf bestimmt u. a.: In das Polizeistrafgesetzbuch soll eine Bestimmung aufgenommen werden, wonach Personen, die gewerbsmäßig die Heilfunde ausüben, an Geld bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft werden sollen, wenn sie in öffentlichen Ankündigungen oder Anpreisungen täuschende Angaben über Vorbildung, Befähigung, Erfolge oder prahlerische Versprechungen machen oder die Heilbehandlung von Kranken ohne persönliche Untersuchung( Fernbehandlung) in Aussicht stellen. Derselben Strafe unterliegt, wer verbotene Ankündigungen oder Anpreisungen dieser Art verbreitet. Weiter soll in das Polizeistrafgesetzbuch ein Paragraph aufgenommen werden, wonach nicht approbierte Personen, welche gewerbsmäßig die Heilfunde ausüben, an Geld bis zu 150 Mt. oder mit Haft bestraft werden können, wenn sie den im Interesse der Gesundheitspflege oder der Sittlichkeit sowie zur Verhütung wirtschaftlicher Schädigungen der Bevölkerung ergangenen Bestimmungen zuwiderhandeln. Allen nicht approbierten Personen soll die Anmeldung ihres Gewerbebetriebs sowie die Führung von Geschäftsbüchern, in denen die Namen sämtlicher Patienten unter Angabe des Tages der Inanspruchnahme aufzuzeichnen sind, vorgeschrieben werden. Außerdem besteht auf Grund des neuen Gesezes die Möglichkeit, Vorschriften über die Behandlung von Personen des andern Geschlechts( Ruziebuna einer Vertrauensperion dieſes Geschlechts) sowie über die Anwendung gewisser Heilmethoden zu erlassen. Die Annahme des Geseẞentwurfs in der Zweiten und Ersten Kammer ist sicher. Skandinavien. Das norwegische Parlament hat jetzt einen Gesetzentwurf angenommen, wonach Frauen Rechtsanwälte werden können. Es wurde einstimmig beschlossen, diesen Gesetzentwurf an die Regierung zu übersenden. Alien. Der * Der Führer der englischen Tibetexpedition, Oberst Younghusband, hatte eine Unterredung mit dem Lama Depon, dem Aeltesten der fünf tibetanischen Generale. Lama forderte den Obersten auf, nach Gnatong zurückzukehren und bemerkte, es würden ernste Mißhellig= teiten entstehen, wenn er dies nicht täte oder weiter vorzudringen suchte. Die Japaner erwarten von der russischen Antwort note nichts gutes, denn Meldungen aus Tokio besagen, daß sie fortgesetzt rüsten. Da man auch in Japan weiß, daß zum Kriegführen drei Dinge gehören: 1. Geld, 2. Geld und 3. Geld, so tun die Japaner Geld in ihren Beutel. Vorgestern Abend speisten so wird aus Tokio telegraphiert die Mitglieder des Kabinetts mit hervorragenden Banfiers des Reiches, welche in der Hauptstadt versammelt sind, um die finanzielle Lage zu beraten. Gestern speiste der Premierminister mit einzelnen der Finanzleute. Speisen heißt wohl auf Japanisch soviel wie beraten. Das Ergebnis dieser Speisung" ist in der Nachricht zu erblicken, wonach die japanische Regierung unverzüglich eine 5prozentige innere Anleihe von 100 Millionen Yen( 1 Yen gleich 4,12 Marf) zum Kurse von 95 Prozent auf einen Zeitraum bon 5 Jahren begeben wird. Afrika. * Der vielgenannte Burengeneral Delarey, der nach Englisch- Indien gereist war, hat sein Ziel erreicht: er hat die dort noch in Gefangenschaft lebenden Buren von der Unvernünftigkeit ihres Beharrens überzeugt und die Leute zum Unterschreiben der verlangten Erklärung bewogen. 498 Buren fehren nun in die Heimat, der sie mehr als drei Jahre fern gewesen, zurück. Amerika. Einen großen Erfolg haben die Polen in Nordamerika zu verzeichnen. Wie aus Chikago gemeldet wird, wird der heilige Stuhl binnen kurzem für die Polen Nordamerikas einen Bischof polnischer Nationalität ernennen. Hof und Gesellschaft. *** Dem Kaiserpaar wurden gestern Mittag eine Anzahl Offiziere und Krankenschwestern vorgestellt, die abends nach Hamburg abfahren sollten, um von dort die Ausreise nach Südwestafrika anzutreten. Die Schwestern waren vorher in der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche feierlich eingesegnet worden. Vor dem Empfang hatte der Kaiser seine gewohnte Promenade im Tiergarten mit dm Prinzen Eitel Friedrich und Oskar gemacht. Deutfcher Reichstag. ( 21. Sizung.) CB Berlin, 29. Januar. Der Staatssekretär des Innern ist daran gewöhnt, daß hm sein Gehalt erst nach langen Debatten bewilligt wird, in denen von allen möglichen Dingen die Rede ist, die in mehr oder minder innigem Zusammenhange mit seinem Reffort stehen, nur nicht von dem Gehalt des Staatssetretärs, dem zur Beratung stehenden Ausgabetitel. Je länger sich diese Debatten ausdehnen, desto mehr verringert sich das Interesse daran und desto dünner wird die Bejegung des Hauses. Heute kam es namentlich zu scharfen Auseinandersegungen über den Crimmitschauer Streik, über den schon an den vorangegangenen Tagen vielfach gesprochen worden war. Abg. Lehmann( nat.) legte dar, daß Crimmitschau zu einer sozialdemokratischen Machtprobe auf den 10ſtündigen Arbeitstag ausersehen worden sei, nachdem Forst und Neumünster abaelehnt hätten. Sei der 10stündige Arbeitstag erreicht, so würde der 9stündige( Rufe links: Sehr richlig!), und alsdann der 8stündige gefordert werden.( Rufe: Sehr richtig!) Neulich sei hier gesagt worden: es gebe auf der Welt nichts so Schändliches, wozu nicht ein Pastor oder ein Pfaffe feinen Segen gebe!( Rufe links: Sehr richtig! sehr richtig! Antwortrufe von rechts: Pfui!) Präs. Graf Ballestrem( aufspringend und erregt): Ich finde es empörend, daß Sie zu einer solchen Aeußerung noch„ Sehr richtig!" rufen.( Lachen links.) Wenn ich müßte, er gerufen hat, würde ich den Betreffenden zur Ordnung rufen.( Erneutes Lachen links; der Präsident jetzt sich mit heftiger Bewegung.) Abg. Lehmann( fortfahrend): Ich habe Ihnen nur borgelesen, was neulich der Abg. Fischer gesagt hat. Aug ich finde so etwas empörend. Außerbalb des Hauses würde geheiligtes Haus, das wronotogs wanderte und mone, rote bis weiter, trat an die Teebuden, und während diebuden, faufte i e Fächer, fo fostete heutigen Tage so gewiß gehöre, wie die Blüte zum Kirschgefolgt in den geheiligten Hain von Uyeno, wohin ich am her, und ich, dein aner obigentum, bin dir treulich baum!" Aber du versprachst mir doch, meinem Befehl zu folgen und daheim zu bleiben!" in, wenig antegionaltanz vorführen. Musik ließ fich auf dem Sáhmisen vorspielen fchen Mädchen einen eine Kopf, Arme und Hände führen graziöse Bewegungen aus, nur aus anmutigem Neigen und Beugen des Oberkörpers; und von einigen hübDieser besteht ften lag 1: Tenken. Du mit meiner Beirat Gar nichts dir dein Brot verdienst. alte Serr, laß mich mit deiner Heirat zufrieden. bir o enterbe ich dich, und du kannst dann sehen, wie du verstanden haft du," unterbrach ihn der Was wird das Fräulein dazu Heiratest Sabe fah recht berstanden, Papa, bab fagen?" Wollen Sie eigenen Geschäfte zu befümmern?" elle ftola. nicht ble Güte hoben, fich lieber um Ihre bin Aktionärin dieser meine stenograIm übrigen phische Kunst dort Gesellschaft lassen und sich von mir zu entfernen." bitte ich Sie, mein Herr, meinen Arm gefälligst ,, Erst müssen Sie aber Ihr Notizbuch umocn wo es mir paßt Ich sagen: Das ist eine bodenlose Gemeinheit.( Stürmische Unruhe links. Zuruf aus den sozialdemokratischen Reihen: Lümmel!) Abg. Graefe( Antis.) legt gleichfalls dar, es habe niemals einen frivoleren Streit gegeben, als den in Crimmitschau. Die Fabrikanten würden geradezu Selbstmord berübt haben, wenn sie den Forderungen der Arbeiter nachgegeben hätten. Es genüge nicht, hier im Reichstage schöne Worte und Witze zu machen, wie dies der Reichskanzler tue, sondern es gelte, der Welt klar zu machen, daß der Staat sich nicht nur um die Interessen der Arbeiter zu fümmern hat. Und deshalb hätten sich die Behörden in Sadhien, Speziell in Crimmitschau, geradezu ein Verdienst erworben. ( Lachen links.) Redner kommt dann auf die Aeußerung des Abg. Fischer- Berlin zurück und fragt: Was würden Sie sagen, wenn von uns so über Ihre Rabbiner gesprochen würde! Ich sage Ihnen: es gibt kein politisches Verbrechen, es gibt keinen politischen Mord, der nicht von Ihnen gerechtfertigt würde! Präs. Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, das dürfen Sie Mitgliedern dieses Hauses nicht sagen! Redner schließt mit einem Appell an die Regierungen zu gunsten des Mittelstandes. Abg. v. Gerlach( freis. Ver.) verlangt Ausdehnung der Krankenversicherung auf Dienstboten auch auf dem Lande und Gewährung des Koalitionsrechts auch an Landarbeiter. Abg. Dröscher( kons.) tritt der Darstellung des Vorredners über die Lage der Landarbeiter entgegen.n Mecklenburg sei glücklicherweise die Landarbeitgeberschaft ihres patriarchalischen Sinnes noch nicht verlustig gegangen, sie sorge für ihre Landarbeiter besser, als dies nur irgendwo anders auf Grund der Versicherungsgesetze geschehen könne. ( Suf links: Schweineställe! Heiterkeit.) Mit einer zu groBen Nachgiebigkeit gegen sozialdemokratische Forderungen schüre man nur die Begehrlich.cit und den Byzantinismus nach unten. Abg. Fräßdorf( Soz.) wandte sich gegen die Ausführungen der Abgg. Lehmann, Graefe und Dröscher bezüglich des Crimmitschauer Streifs und warf dem Zentrum in längerer Rede vor, die Sozialpolitik nicht ernstlich zu betreiben. Seine Ausführungen wurden wiederholt durc Zurufe aus den Reihen des Zentrums unterbrochen, was den Grafen Ballestrem zu der Bemerkung veranlaßte:„ Ich bitte, den Redner nicht immer zu unterbrechen. Ich glaube, er hat die beste Absicht, nicht kurz zu sprechen!", was natürlich lebhafte Heiterkeit hervorrief. Abg. Fräßdors rollte in weiten Zügen die Crimmitschauer Frage auf. Allein mit Ausnahme seiner Parteigenossen brachten die Mitglieder des hohen Hauses den Ausführungen wenig Interesse ent gegen. Man ist ja allerseits froh, daß dieser Alb von den beteiligten Kreisen genommen wurde. Ein Blick in die Zukunft. - Freiherr v. d. Goltz über den nächsten Krieg. Der kommandierende General des 1. Armeekorps, Freiherr v. d. Golz. setzt seine schriftstellerische Tätigkeit, fort. Vor kurzem hat sein Artikel über( lies: gegen) den Lurus im Heere großes Aufsehen erregt so großes Aufsehen, daß einzelne Sterndeuter in der publizistischen Welt glaubten prophezeien zu können, Freiher v. d. Goltz werde„ demnächst" seinen Abschied nehmen. Nicht als ob diese Wahrsager glaubten, man sei an höchster Stelle für den Lurus im Heere, sondern weil sie annahmen, beim General treffe zu, was man als Merkmal einer guten Hausfrau bezeichnet: die beste Fraut sei die, von der nicht gesprochen wird... An dieser Wahrsagerei ist nichts wahr; sie ist eben nur Sage. Gleiches Interesse wird sicherlich in den nächsten Tagen ein weiterer Artikel des Generals finden, der in Februarheft der Deutschen Revue" zum Abdruck gelangt. Der Artikel beschäftigt sich mit dem ewigen Frieden und dem nächsten Krieg. Von dem Moltkeschen Ausspruch ausgehend:„ Der ewige Friede ist ein Traum und nicht einmal ein schöner", kommt Freiherr v. d. Goltz zu einem ähnlichen Resultat, und beleuchtet die Stellung der Großmächte, namentlich die künftige Entwickelung Englands. In diesem Lande, so führt der Verfasser treffend aus, ist jeder Tenkende davon überzeugt, daß Indien dem Reiche einmal verloren gehen wird, wenn auch vielleicht nicht durch die Russen, so doch durch die Inder selbst; ein Voli von 300 Millionen lasse sich auf die Dauer nicht von wenigen Hunderttausenden beherrschen und bevormunden. Für den drohenden Verlust müsse Ersatz geschaffen werden, damit das Mutterland leben und seine große Stellung in der Welt behaupten könne. Diesen Ersatz solle ein englisches Afrifa bom Kap bis zur Nilmündung bieten, und diese Erwä gung führte zum südafrikanischen Kriege. Bei der Beleuchtung der Friedensbestrebun gen kommt Freiherr v. d. Goltz zu dem Schluß: Soweit diese Bestrebungen auf völlige Beseitigung der Kriege hinauslaufen, verlangen sie etwas der Natur der Dinge Zuwiderlaufendes, und es fehlt ihnen die innere Berechtigung. Es ist möglich so fährt der Verfasser wörtlich fort daß namentlich wir Deutsche ehedem zu bescheiden gewesen sind und uns den Plaz an der Sonne gar zu leicht bon Leuten mit dreisteren Ellbogen tauber ließen. Heutzutage wird man uns diesen Fehler, zunächst wenigstens soweit es theoretische Geltendmachung anbetrifft, nicht mehr nachsagen dürfen. Mit der freieren Entwickelung des Individuums aber wächst natürlich die Gefahr des Zusammenstoßes; denn ein jedes beginnt, je weiter es in der Ungebundenheit fortschreitet, desto eher, in jeglichem Widerstand, jeglichem Hindernisse, ein Unrecht anderer zu erblicken. Somit preisen wir zurzeit den ewigen Frieden als eine große Errungenschaft, tun aber zugleich alles, um das Geschlecht der Zukunft allmählich für einen Kampf aller gegen alle zu erziehen. Ein ernstes Mahnwort eines ernsten Mannes, der seinen Geist frei hält und das Wort frei spricht! Nab und Fern. sofort von Berittenen und Radfahrern verfolgt und in dem benachbarten Orte Chrosczüzz festgenommen, wo er sich in einer Scheune unter das Stroh versteckt hatte. Hier wurde auch die gestohlene Fahne aufgefunden. Der Täter ist der Bauer Kania und hat den Diebstahl lediglich aus Haß gegen das Deutschtum ausgeführt. Bei seiner Vernehmung gab Kania an, daß eine Fahne mit dem Bildnis der„ Germania" nicht in die Kirche gehöre. Der Verhaftete ist al großpolnischer Agitator bekannt und hat auch am Orte einen polnischen Verein gegründet. Ungetreuer Prokurist. Nach Unterschlagung von 70 000 Mark zum Nachteil der Firma Gerbstoffabrik Arelsen ist der 42jährige Prokurist Georg Frahm aus Hamburg flüchtig geworden. Er hat die Summe in Beträgen von 700 bis 15 000 mt. veruntreut und die Defraudationen durch falsche Eintragungen in die Bücher zu verdecken gewußt. Frahm hatte noble Passionen, die viel Geld kosteten. Auch seine Frau ist seit einigen Tagen verschwunden. Bunte Chronik. In Kiel wurde die von ihrem Ehemann getrennt lebende Näherin Schönemann in ihrer Wohnung in der Schauenburger Straße ermordet aufgefunden. Vom Täter fehlt jede Spur. In Bamberg erstickten in einer Brauerei zwei Brauergehilfen, die ihr Schlafzimmer mittels eines Koksforbes geheizt hatten. * * Lokales. 30. Januar 1904. Der Darmstädter Vergiftungsfall. Unsere geftrige Mitteilung, daß bis jetzt 7 Personen dem Vergiftungsfall zum Opfer gefallen sind, bestätigt sich und heute wird uns gemeldet, daß gestern Abend halb neun Uhr als achtes Opfer das 13jährige Töchterchen der vorgestern verstorbenen Ww. Hüfner beschieden ist. Gestorben sind also: die Kochlehrerin B. Göhring, 35 Jahre alt, Frl. Luise Bernau, 38 Jahre alt, die Gemeindeschwester Agnes Wagner, 42 Jahre alt, die Dienstmagd Anna Hohenstein, 18 Jahre alt, die Dienstmagd Elise Klinaler, 22 Jahre alt, und Adam Bernius, 6 Jahre alt, Frau Witwe Hüfner und ihre 13jährige Tochter. Im städtischen Krankenhaus und in Elisabethenstift liegen noch acht Schwerkranke, deren Zustand als hoffungslos bezeichnet wird. Es handelt sich nicht um Pflanzengift, sondern, worauf auch die Krankheitsberichte sofort mit Deutlichkeit hinwiesen, um das recht fihäug vorkommende sog. Wurstgift, ein außerordentlich gefährliches Gift, das sich bei der fauligen Zersetzung bon Fleisch aller Art bildet und einem Fäulnis- Bafterium seine Entstehung verdankt. Im vorliegenden Falle ist also, wenn die Annahme sich als zutreffend erweisen sollte, daß bei dem Einmacherprozeß fleine oder kleinste Teile verdorbenen Fleisches in eine oder mehrere Büchsen gelangt sind, nicht etwa Pflanzengift entstanden, sondern die eingebrachten Fleischfäulnisbakterien haben sich auf dem für sie besonders günstigen Nährboden der zuckerhaltigen Bohnen weiter entwickelt und hierdurch das sog. Wurstgift erzeugt. Ein Abschluß der wissenschaftlichen Untersuchung ist vor Ablauf der nächsten Wochen kaum zu erwarten. Es sei hiermit noch bemerkt, daß ein Rest des betreffenden Salats, der für die Untersuchung dienlich erscheint, in einer Privatwohnung im Kohlenkasten aufgefunden wurde. Eine schwere Typhusepidemie ist in Dorstfeld bei Dort mund ausgebrochen. Die Sanitätspolizei hat sofort die um. fangreichsten Maßnahmen getroffen, um eine Weiterverbret tung zu verhindern. Große Schilder kennzeichnen die Häuser, in denen Erkrankungen konstatiert sind. O Diebstahl einer Kriegervereinsfahne. Die Kaisers. geburtstagsfeier in Alt- Schalkowitz( Kreis Oppeln) wurde in sonderbarer Art gestört. Während des Festgottes: dienstes drang ein mit einer Gesichtsmaske versehener Mann in die Dorfkirche ein und entwendete die in der Vorhalle aufgestellte Fahne des Kriegervereins. Der Täter wurde ^ Das zum Samstag, den 6. Februar, geplante Mastenfest des Turnvereins Gießen scheint allen Vorbereitungen zu Folge einen großartigen Charakter anzunehmen. Die sonst üblichen Gruppen- und Gesellschaftstänze sollen vollständig vermieden werden und hat man nach uns gewordener Mitteilung darauf Bedacht genommen, der Festlichkeit so recht das Gepräge eines ungezwungenen Karnevals zu geben. Der Saal der Turnhalle und die Nebenräume, die Kasse und die Wirtschaftsräume sind bis in die kleinsten Details großartig ausgestattet, so daß sich Herz und Auge daran laben und man sich an die Gestade der Riviera mit ihrem munteren Treiben und lustigen Maskentrubel verseßt fühlen wird. Drum auf, nächsten Samstag zur Turnhalle, es findet jeder etwas zum Lachen und Amüsieren. Das Programm bietet in setner Ausführung wirklich Originelles und Schönes. Auf sonderbare Weise entkam ein Pfarrassistent Marguth, der gleichfalls sein Essen aus dem Institut holen ließ, dem Unglück. Er fehrte mittags verspätet zum Essen in seine Wohnung heim und inzwischen hatten die Speisen, die auf dem Dfen warmgestellt waren, noch einmal zu tochen begonnen. So war dem giftigen Bohnensalat seine schädliche Wirkung genommen. Ueber den Vorfall wird noch folgendes betannt: Die Lehrerin und Leiterin der Anstalt, Fräulein Goering, war in der Küche mit der Zubereitung des Mittagessens beschäftigt, als sie von einer anderen Dame darauf aufmerksam gemacht wurde, daß der gerade geöffneten Büchse mit Bohnen ein starter übler Geruch entst: öme. Fräulein Goering, die seinerzeit selbst die Bohnen eingemacht hatte, meinte aber, den Inhalt dieser Konservenbüchse mit dem von anderen ruhig zu einem Salat verwenden zu fönnen. Als mittags mehrere Tischgäste den Geruch und die dunkle Farbe des Salates tritisierten und das Gericht stehen ließen, nahm sich Fräulein Goering eine besonders große Portion und ver zehrte sie, um zu zeigen, daß der Bohnensalat recht gut genießbar set. Die bedauernswerte Dame hat ihre für so viele Menschen folgenschwere Unvorsichtigteit selbst mit dem Tode büßen müssen.- Fräulein Göring ist die Tochter des zu Warburg i. W. verstorbenen Bezirksveterinärarztes Dr. Söring, bildete sich in der Kochschule zu Kassel aus und vervollkommnete sich darauf in einer Kochlehranstalt zu Berlin. Von hier aus fam sie 1895 an die Aliceschule. Die Verstorbene gehörte zu denjenigen Persönlichkeiten, die, wenn sie eine flicht einmal übernommen, all ihr Denten und Tun dieser widmen. Es war daher auch kein Wunder, daß sie die ihr anvertraute Anstalt, die unter ihren Vorgängerinnen nicht zum völligen Aufblühen gelangen fonnte, zu der bedeutenden Höhe brachte, auf der sie heute fteht. Es war eine Freude, die tatkräftige, freundliche, nimmermüde Leiterin ihres Amtes walten zu sehen.&& muß fast als eine Ironie des Schicksals erscheinen, wenn man sieht, wie die pflichttreue und gewissenhafte Lehrerin durch den Genuß von Konserven so jäh aus them segengreichen Wirten herausgerissen wurde. Die Leiche wurde von Darmstadt nach Warburg gebracht. Hoffentlich wird der über die Anstalt so plöglich hereingebrochene Unglücksfall das Vertrauen nicht erschüttern, das sie durch ihre seitherigen Leistungen in Stadt und Land erworben hat, und das ihr von allen Seiten entgegengebrachte Wohlwollen erhalten bleiben. -- ** Vortrag. Der Geschäftsführer des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke, Herr J. Gonser aus Berlin wird über die bisherigen Erfolge der Mäßigkeitsbewegung in Deutschland in Gießen am 5. Februar einen Vortrag halten. ** Zum zweitenmale gastierte am Mittwoch in Friedberg unter Leitung des Direktors Steingötter das Ensemble des Gießener Stadttheaters, welches auch für fünf Jahre für das Großh. Kurtheater in Bad Nauheim verpflichtet ist. Am Nachmittag wurde das Lustspiel ,, Minna von Barnhelm" von Lessing und am Abend das Trauerspiel„ Maria von Magdalena" gegeben. Beide Aufführungen gestalteten sich zu vollendeten Darbietungen, die ihre Wirkung auf das Publifum nicht verfehlten und dasselbe nach jedem Attschlusse zu erneuten Beifallsbezeugungen hinriffen. Die Lokal* Enteignungsverfahren. fommission wegen Enteignung von Gelände zur Weiterführung des Sieles und zur Erbauung der Klärbäcken ist zum vorläufigen Abschluß gekommen. In Frage tommt eine Fläche von 91 266 Quadratmeter, an Troms Fabrik entlang des Wassers und zwischen Margaretenhütte und der Lahn am Heßler gelegen. Die Stadt bot pro Quadratmeter 30 Pfg.- 3 Mt. je nach Lage, während die Eigentümer 2 Mt. 15 Pfg. bei den mündlichen VerHandlungen forderten. * Das bor furzem in Darmstadt stattgehabte Polizeikommissär- Gya men haben sämtliche 8 Bewerber bestanden. * Besizwechsel. Herr Justizrat Reaz hat sein Haus am Neuenweg in Gießen für 75,000 Mart an die Stadt verkauft. Ferner faufte die Firma W. G. Schuchard am Seltersweg das in der Löwengasse in Gießen gelegene früher Schreiner Werner'sche Haus für 12,000 Mart. nach der Sch ift obne ben Kom Wer ge hatte, einma fehen, mußte Böhme, der Nachbar mein Mufe nicht me aber bas ift of ganz nett: Ei verübt, die Be und von Mofe Brandstifter, Patent anmeld den Tag! D fozialdemokrati duntle Art un und zwingt Fellner& Si tums" mit de Inidt von bar bescheiden Stückes, alte immer gerne. ** Die diesjährigen Refrutenbesichtigungen beim 116. Inf.- Regt. finden dem Vernehmen nach am 3., 4. und 5. Februar statt und zwar sollen besichtigt werden am 3. Februar das 1. Bataillon, am 4. Februar das 3. Bataillon und am 5. Februar das 2. Bataillon. Außer dem Regiments fommandeur wird der Brigadekommandeur Generalmajor Graf von Kanig an der Besichtigung teilnehmen. Wie ferner verlautet wird das Regiment am 5. April If. Js. zu mehrwöchentlichem Ererzieren nach Griesheim abrücken. ** Die definitive Anstellung von Schulverwaltern darf in Zukunft nur dann noch erfolgen, wenn die definitiv zu beseßende Schulstelle in Konkurrenz ausgeschrieben war. Bei Nichtausschreibung der Stelle wird den so angestellter Lehrern vom Ministerium die Einreihung in die etatsmäßig besetzten Stellen verweigert. ** Lollar, 30. Jan. Sonntag Nachmittag 5% Uhr hält Herr Gymnasiallehrer Kahl aus Darmstadt einen Vortrag über die Notwendigkeit der Haftpflichtversicherung im Ortsgewerbeverein bei Mitglied Fr. Weinrich ab. Große Beteiligung erwünscht, Gäste willkommen. A Homberg a. d. Ohm. Herr Veterinärarzt Dr. Gerhard wurde als Kreistierarzt in Oppenheim angestellt. An seine Stelle hier tritt sicherem Vernehmen nach Herr Veterinärarzt Hofmann. -T Nieder- Ohmen, 30. Jan. Der von RüddingshausenWeiters hain tommende Poftwagen machte heute morgen auf der glatten Straße in unserem Ort plöglich einen Sprung und schüttete seine Insassen auf das Pflaster, die glücklicher Weise ohne Schaden zu nehmen, vielmehr unter Heiterkeit, der Bahn zustrebten; der Boftwagen mußte unter Hülfe eines Wagners wieder auf dt: Räder gebracht werden. XJlbeshausen, 29. Jan. Der Luftkurort Hochwaldhausen beginnt im nächsten Sommer seine erste Saison. Der Hotelbau wird im Juni vollendet. Erbaut wird noch ein Kurhaus und ein Erholungsheim für Aerzte und ein gleiches für Kaufleute. Hochwaldshausen liegt 1 Stunde von Station Jlbeshausen. + Marburg, 29. Jan. Ein ungeheurer Leichenzug folgte heute Nachmittag dem Sarge, der die sterbliche Hülle des Geh. Rats Professor Lehmann zu Grabe brachte. Im Zuge waren vertreten, der gesamte Lehrkörper der Universität, Magistrat und Stadtverordneten, zahlreiche Beamte und Bürger. Dann trat das pompöse Trauergefolge der akademischen Jugend auf, die einzelnen Korps, Verbindungen, Burschenschaften, Landsmannschaften und sonstigen Korporationen der Universität mit drei Musikhören. Am Grabe sprachen außer dem Geistlichen namens der juristischen Fakultät deren Dekan, Professor Leonhard, namens der Universität Gießen der Rektor Professor Brauns und als Vertreter der juristischen Fakultät Professor Leist von Gießen. Butzbach, 29. Jan. Die Kaiserin von Rußland spendete für die Wiederherstellung der hiesigen Stadtkirche die Summe von 500 Mt. Frankfurt a. M., 29. Jan. Im Laden des Antiquitätenhändlers Heymann, Bockenheimer Landstraße 7 wurde in vergangener Nacht eingebrochen. Für 9000 Mt. Juwelen und Goldwaren fielen den Dieben in die Hände. † Frankfurt a. M., 29. Jan. Am Eisernen Steg stürzte gestern der 11 jährige Schulfnabe Becker in den Main Die vor einigen und ertrant. + Griesheim a. M., 29. Jan. Wochen unter Zurücklassung ihrer Kinder mit einem Liebsten" diesem Moses Jahre( oder w tiftung gefeffen geradezu rühre feinem Märtyr Schidiale ift abschneider wir Und wie schön Da ift eine Ro ehelichen und das mutige F ftand bet Gei Fellner's dos weil er früher habe. Ift das Schade, daß fi findet, aber im bringt ein m Beschwerden of ouspaden. M - so eine To twas ausgede ziemlich reichh alle auf ihre ung mitunter e reizende N Breislagen frei. M Briefport Adol in der S Es sollen Montag, de Buden Berlicheiter 5170 Wellen 14 Am. Anup Eigen Ahorn 39 Am. Fighte 7 Eiche Durd teilweise befte Buben- Abjchn Die Bu Chauffee Lich felden- Nieder Dienstag Bucher heiter), 114 Wellen. Eichen 49 Rm. Stöd Nadelh 150 Wellen; 7,10 Fim. Die Buf Wildzauntor, sieht fidh bon Rolnhausen ab KalkAugus Massenfal Werke mar, geplante Ben feint gen Charatter Gesellschafts no hat man cht genommen, ingezwungenen alle und die ume find bis fo daß fig n die Geftade und luftigen auf, nächsten zum Lachen feiner Aut Mittwoch t Steingött theaters, .Kurtheater Nachmittag " Don Leffing bon Magda Iteten sich zu ing auf das jedem Att: nriffen. Die Lokal zur Weiter r Klärbäden In Frage er, an Troms argaretenbütte Stadt bot pro Cage, während ündlichen Ber stattgehabte sämtliche 8 eag hat sein Rart an die ma. G. ffe in Gießen 12,000 Mart htigungen en nad am en befichtigt 14 Februar 2. Bataillon. der Brigade nig an der rlautet wird wöchentlichem erwaltern die definitiv hrieben wat o angeftellten Die etatsmäßig tag 5% Ubr rmstadt einen chtversicherung ich ab. Große ärarzt Dr. heim angeVernehmen ingshausenmorgen auf en Sprung e glüdlicher Heiterkeit, unter Hülfe werden. t Hochwald. erfte Saison. t wird noch rzte und ein 1 Stunde Leichenzug werbliche Hülle rabe brachte. ehrlörper ber en, zahlreiche Trauergefolge Korps, Ber und fonftigen thören. Ser juristischen namens ber rauns und r Leift von Don Rußland en Stadttird en des Anth Landstraße 7 Für 9000 m ben in die Eifernen Steg in den Main vor einigen em„ Liebsten" nach der Schweiz durchgebrannte 50jährige Hebamme Bogen| spruchsvollere Menschen konnten sich über die zweifelhafte ift ohne den Don Juan wieder hier eingetroffen. Stadttheater Gießen. Fellner& Cie. Komödie in 3 Aften von Volkmar Böhme. Wer gestern Abend von den Theaterbesuchern geglaubt hatte, einmal einen lebendigen Autor vor der Rampe zu sehen, mußte eine grausame Enttäuschung erleben: Volkmar Böhme, der Dichter der Komödie, blieb fern! Ein boshafter Nachbar meinte, der Verfasser habe sich das Kind seiner Muse nicht mehr anhören können, ohne sich zu ärgern aber das ist offenbar Verläumdung. Die Sache ist doch ganz nett: Ein alter Buchhalter hat jahrel ng Betrügereien verübt, die Zeichnung.n zu einer Notenseßmaschine gestohlen und von Moses Waldkirch, einem Bucherer, Halsabschneider, Brandstifter, Urkundenfälscher usw., diese Maschine zum Patent anmelden lassen. Aber die Sonne bringt es an den Tag! Der jüngere Sohn des Chefs, Maler und Sozialdemokratischer Seelenaristokrat" tommt auf leider etwas dunkle Art und Weise hinter die Schliche des alten Fuchses und zwingt ihn auf der Jubiläumsfeier der Firma Fellner& Cie. zur Abdankung und Aufklärung des Irrtums" mit der Sehmaschine, worauf der Entlarvte tief ge= tnickt von dannen wandert! Wer mehr verlangt ist unbescheiden umsomehr als eine ganze Anzahl Figuren des Stückes, alte Bekannte aus Bossen sind und die sieht man Und wie bitter Unrecht hat man z. B. diesem Moses Waldkirch getan, man denke sich fünf Jahre( oder waren es sechs?) hat der Brave wegen Brandstiftung gesessen, noch dazu unschuldig und in einer geradezu rührenden Weise macht er das Publikum mit seinem Märtyrertum befannt; bei einem solch grausamen Schicksale ist es natürlich kein Wunder, wenn man Halsabschneider wird, das ist doch noch das einzige ehrliche Geschäft! Und wie schön endet der erste, leider etwas reichlich lange Aft. Da ist eine Komtesse Irene, die will den„ Seelenaristokraten" ehelichen und da die Beiden gleiche Ansichten haben, wirft das mutige Fräulein alle Erziehung, jeden Taft und Anstand bet Seite, und preist anläßlich eines Besuches bei Fellnerr's das Ehepaar in einer großangelegten Lobrede, weil er früher Seßer gewesen sei und sie Zeitungen gefalzt habe. Ist das nicht erhaben gehandelt und ideal gedacht? Schade, daß fich im zweiten Afte eine gleiche Szene nicht findet, aber im dritten, da ist wieder etwas Aehnliches, da bringt ein mutiger Faktor eine halbe Herzkammer" voll Beschwerden ohne Scheu mit zur Jubiläumsfeier und will ouspacken. Man hätte den Mann aussprechen lassen sollen immer gerne. so eine Tattlosigkeit wirkt immer! Wer sich an einigen etwas ausgedehnten Dialogen lang- weilte, hatie Muse, den ziemlich reichhaltigen Theaterzettel zu studieren und so famen alle auf ihre Rechnung! Uebrigens war letztere Beschäftigung mitunter amüsanter als die des Zuhörers, denn anBall- Seiden reizende Neuheiten in weiß, schwarz und farbig in allen Breislagen. Versandt in jedem Maß porto- und zallfrei. Muster bei Angabe des Gewünschten" franto. Briefporto nach der Schweiz 20 Pf. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie., Zürich G. 22 Kgl. Hoflieferanten ( Schweiz). Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag, den 1. Februar, im Distrikt Weilbach: Buchen: 600 Rm. Scheiter( darunter 12 Rm. Wertscheiter), 170 Rm. Knüppel, 231 Rm. Stöcke, 5170 Wellen Astreiser und 3000 sog. Forstwellen. Eichen: 3½ Rm. Scheiter( 1 Rm. Glaserholz), 14 Rm. Knüppel, 12 Rm. Stöcke, 260 Wellen. Ahorn: 3 Rm. Scheiter; 3 Rm. Fichten- Knüppel, 39 Rm. Fichten Stöcke. 7 Eichen- Abschnitte = Durchmesser: 43 46 46 55 55 49 57 Länge 5,4 6 3,4 7 5 54 5 teilweise bestes Glaserholz( zart und leicht spaltend), 1 Buchen- Abschnitt 47, 1 Linden- Abschnitt 30 Die Zusammenfunft ist auf dem Schnittpunkt der Chauffee Lich- Hattenrod und des Vicinalwegs Burkhardsfelden- Niederbeffingen, Vormittags 9/2 Uhr. Dienstag, den 2. Februar im Distrikt Höler: Buchen: 204 Rm. Scheiter( dabet 2 Nm. Werkscheiter), 114 Rm. Knüppel, 106 Rm. Stöde, 3870 Wellen. Eichen: 3 Rm. Scheiter, 38 Rm. Knüppel, 49 Km. Stöcke, 1850 Wellen. Nadelholz: 6 Rm. Knüppel, 29 Rm. Stöcke, 150 Wellen; 2 Am. Birken- Knüppel, 474 Fichtenstangen 7,10 Fftm., teils Derb- teils Netsstangen. 5.50-6.00 mr., Zwiebeln ver 3t. Mr. 4.50-5.00, Aepfel per Gentner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverfebre dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Aufgebotene. Komödie, die mehr technische Schnitzer wie Wize enthält, allen Ernstes ärgern. Inszenirt war die Sache ganz nett, unsere Künstler haben daraus gemacht was zu machen war und wenn verschiedene Fehler und Stockungen namentlich im letzten Afte vermieden worden wären, würde dies auch Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. nicht viel geholfen haben. Herr Sandorff gab eine ruhigen sicheren Maier Otto Fellner, Herr Telety als Buchhalter Meyer war wieder nahezu vollendet und Herr Achterberg spielte den Metteur Taubenschlag im Ganzen ansprechend. Frl. Hohl, Herr Linzen, Herr Pichler genügten vollkommen, während Herr Haag in Haltung etwas zu wenig Abwechselung bot und sich im Dialekte nicht treu blieb, auch übertrieb er zuweilen; immerhin war er ganz wirkungsvoll. Auch die übrigen Darsteller trugen dazu bei, um die Sache so leidlich über Wasser zu halten und der Beifall war verbältnismäßig starf. Eingesandt. H. H. Die Theaterdirektion wird ersucht, bei ihrer nächsten Volksvorstellung, wieder einmal einen unserer Klassiker zu Worte kommen zu lassen; und vielleicht Schiller's Wilhelm Tell" zur Aufführung zu bringen. Brieftasten. F. in Heuchelheim. Die Ortsgerichtsvorsteher und Gerichtsmänner haben weder Besoldung noch Ruhegehalt, sondern nur die Gebühren zu beziehen, die das Ministerium des Justiz im Wege des Dienstanweisung festgesezt hat.- Was den anderen Punkt anbetr fft, so bitten wir Sie, einmal selbst zu uns auf die Redaktion zu kommen. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Beppler.) Verlauf der Witterung von Freitag bis Samstag. Das sü östliche Hoch ist von dem anrückenden Tief ganz zurückgedrängt worden. Infolgedessen drehte der Wind nach Süden, es trat Tauwetter und geringer Regen ein. Ein neues Tief naht im Westen Irlands. Daher voraussichtliche Witterung für Samstag und Sonntag trüb, mild, gerinaer Regen. Marktberichte. Gießen, 30. Januar Aus dem beutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd 090-1.00 wt., Hühnereter 2 Stüd 16-20 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., RKäse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linien per Liter 32 Bfg, Tauben per Paar 1. 0.80 1.00, hühner per Etüd Mr 1.30-1.40, Hahnen, per Etüd C.80-1.70, Enten per Etüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd 65-70 fg., chsenfleisch per fd. 68-78 Big., Rindfleisch per Pid. 62-66 Pig. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfg. Sd weinefleisch gesclzen per Blund 0.80 fp., Kalbfleisch per Pfd. 70-70 Pfa., Hammelfleisch der Pfd. 56-74 Bfg. Kartoffeln pro 100 Kilo Ackerverpachtung. Die 2 neulich verpachteten Pfarräcker, für die rechtzeitig Nachgebote eingelegt worden sind, sollen nochmals verpachtet werden. Es sind die Aecker: 1. Acker am Altenfeld, Flur 15, Nr. 127, 5254 qm 2. Acker, die Leimenfaut( unweit des Feldschlößchens, an der Rodheimerstraße) Flur 38, Nr. 236, 3829 qm. Die Verpachtung soll stattfinden am nächsten Mittwoch, den 3. Februar, vormittags 11 Uhr, im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Gießen, den 30. Januar 1904. Der evangelische Gesamt- Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Holzversteigerung. Dienstag, den 2. Februar d. J. werden aus den Waldungen der Gemeinde Großen- Linden, Distrikt Neuheg und Tränke versteigert: = Stämme: 4 Kiefern von 31-36 cm Durchmesser und 3 bis 4 Meter lang 1,35 Fftm., 18 Fichten von 14 bis 27 cm Durchm. und 9 bis 18 m lang= 7,78 stm. Derbstangen 5 Fichten mit 0,61 Fstm. Retsstangen: 13 0,34 " Snüppel: 276 Rm Nadel, hiervon 3 Km 3,5 m lang Am 24. Jan. Heinrich Wogner, Taglöhner in Großenlinden mit Katharina Muhl daselbst. Am 25. Ludwig Hasbach, cand med dah. m. Antoinette Schäll in Aachen. Am 27. Friedrich Philipp Schilling, Kellner dah. m. Philippine Wallon in Winnen. Eheschließungen. Am 23. Jan. Karl Christian Pfund, Küfer dah. mit Katharine Jakobine Egelmüller hierselbst. Geborene. Am 20. Jan. Dem Eisendreher Wilh. Hartmann eine Tocht. 21. Dem Viehhändler Joseph Stern ein Sohn, Erich. 22. Dem Rangierer Adolf Emmel eine Tocht., Else Hedwig. - Dem Lackierer Karl Käs eine Tocht., Helene. Dem Arbeiter Christoph Balßer ein Sohn, Willy. Dem Serge anten Bruno Bartel ein Sohn, Kurt Albert Heinrich. 25. Dem Gerber Ludwig Mühlhause eine Tocht., Hedwig Marie Minna. Dem Taglöhner Heinrich Banz eine Tochter, Karoline. Gestorbene. - Am 22. Jan. Phil. Dürr, 24 J. alt, Schreiner dah. 23. Friedrich Meißner, 28 J. alt, Reporter dah. 24. Johannes Horst, 67 J. alt, Taglöhner dah. Joh. Margar. Elisab. Wolff, geb. Schäfer, 60 J. alt, Ehefr. des Schriftstellers Rud. Wolff dah. Aug. Haas, 58 J. alt, ohne Beruf dah. 27. Hrch. Alb. Wilh. Noll, 2 Mte. alt, Sohn des Gärtn. Friedr. Noll dah. 28. Friedr. Ludw. Rausch, 16 Tage alt, Sohn des Fuhrmanns Joh. Rausch dah. 29. Wilh. Lenz, 27 J. alt, Bankbeamter dah.- Sidonie Dingeldein, geb. Wiener, 80 J. alt, Wtw. des Defans Johann Georg Dingeldein dah. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann ,, Der Tag fängt gut an!" Das kann jeder mit vollem Rechte sagen, der Kathreiners Malzkaffee zum Frühstück trinkt. - Ach, du tlarblauer Himmel- Und wie schön bist du heut', Kann im Freien d'rum waschen, Das madt mir viel Freud!- Aber's ging doch nicht an, Wenn„ Eureka" nicht wär, Geht's Nein, denn ohne ,, Eureka" Waschen nicht mehr. - ( ,, Eureka" macht ohne B'eidke blendend weiße Wäsche. Ueberall erhältlich pro Packet 15 Pfa.) 1077 Metallsägre und Särge jeder Art stets am Lager. Schön'sche Metallsärge und Särge jeder Art stets am Lager. 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Einige Die Wohnung des Herrn Forstmeister Joseph ist per 1. April 1904 anderweitig zu vermieten. Näheres bei H. W. Rine, Gießen Landgrafenstraße 3. Mittlerer Stod, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit Cigarren- und Wickelmacher Wickelmacher allem Zubehör, Gartenanteil, ſogesucht. Gießen, Marburgerstr. 35. 2 sehr berm. chriftliche una b bängige Damen suchen die Be fanntschaft sol. tücht. Herrn zwecks Heirat. Aufricht. n anonyme Off erbeten Hera Berlin S.w. 12 posti. wie Trockenboden, zu vermieten. Näh Gießen, Neuenweg 28. Möbliertes Zimmer und eine leine FamilienWohnung zu vermieten Neuenwea. 31. Städtisches Gießen. müſſen ehrenb. ſein, Schlachthaus August Gabriel jr., Giessen Edgar Borrmann, Gickett. erb, men burcious ébrenk, fem Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. Eisenhandlung, Haus: und Küchengeräte. unübertroffenes Oel n.mobius Sohn für Motorwagen Motorzweirader. 99 AUTOL Hannover. Basel Heirat! wünsch. j. Damen mit e. Barv. v. je 70 000 m. 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Galleriekarten 20 Pfg. Kaffenöffnung 7 Uhr. Curn- Verein Giessen. Sanitäts Die geehrten Einwohner Gießens und Umgebung gestatte ich mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich das Grabsteinlager des Herrn Emil Kalbfleisch fäuflich erworben habe und werde nun Marburgerstraße 25 das Grabstein- Geschäft verbunden mit Bild- und Steinhauerei weiterführen. Meine langjährige, praktische Tätigkeit, verbunden mit theoretischer Ausbildung. befähigen mich, alle in dieses Fach schlagenden Arbeiten kunst- und stilaerecht zu soliden Preisen auszuführen und bitte ich mich bei eintretendem Bedarfe mit Aufträgen beehren zu wollen. Gießen. Holz- Versteigerung Ernst Block. Bekanntmachung. i. Gießner Stadtwald. Bei der in der Sigung der Stadtverordneten- VersammFreitag, d. 5. Februar 1904 lung vom 21. Januar 1904 vorgenommenen planmäßigen vormittags 9½ Uhr Verlosung der am 15. Mai 1904 zur Rückzahlung kommenden beginnend, werden im Gießener Schuldverschreibungen der Anlehen der Stadt Gießen Stadtwald in den Distrikten vom Jahre 1896, 1897 und 1899 find folgende Stücke Waldshute, Oberhag und gezogen worden: Unterhag versteigert: 11 Rm. Eichen- Scheitholz NadelM Eichen- Knüppelholz 1840 Samstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr 1 Min. Eier- Zwieback Licherstraße an der 4. Schneiſe. Gr. Maskenfest ( Carneval à la Venecia) in sämtlichen, nach orientalischem Geschmack ausgeschmückten Räumen der Turnhalle. Nach der Demaskierung BALL. Eintrittskarten gültig nur für Mitglieder á 50 Pfg. nebst 2 Beifarten. Weitere Beifarten á 30 Pfg. gültig nur für Damen find im Vorverkauf zu haben bei Louis Althoff, Wallthorstraße 16, R. Buchacker, Neuen Bäue 11, Uhrmacher Mary, Seltersweg 34. Der Vorstand. außer in meinem Geschäftslokale, Seltersw g 61, zu gleichem Preis in nachstehenden Verkaufsstellen erhältlich ist: Die Zusammenkunft ist auf der Gießen, am 27. Januar 1904. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. a. 1896er Anlehen. Lit. Q. 91, 93, 99, 181, 274, 281 b. vom 1897er Anlehen. Lit. V. 57, 69, 90, 158 Nr. 25 Abonnemen a's Saus g Gratisbella und b Das Bla für Ein n Aus London elektrische Wun Erfindungen u will demnächst n der den Benüge seitig während -h So wunder rascht sie Auch das Tele furz bevor es ein Fabelding angesehen word Gebrauchsgegen der Theorie fi für das Licht 3 13 " 166 M 10 " NadelEichen- Stockholz zerkl. " f " " Einem verehrten Publikum zur geft. Nachricht, daß mein so schnell beliebt gewordener 7 ㅂ 48 Nabel= " gew. " " 45 zerkl. gew. 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Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1585 Mt. zur Verfügung stehen. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Dekonomierat Schlenke- Hardthof bei Gießen oder von Herrn Weinhändler Schwan- Gießen zu beziehen. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Von 11 Uhr ab Konzert auf dem Marktplaß. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplaß und zurück. Am 17. März, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Ge rätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, 15. Januar 1904. Die städtische Pferdemarktkommiffion. Jean Kirch, Stadtverordneter. Jagd- Verpachtung. von gebrausten Möbeln, Betten, Samstag, den 6. Februar ds. J. nachmittags um Bletdern, Wäsche, Oefen und Herden, 1 Uhr, soll die der Gemeinde Großen- Buseck zustehende Gold- und Silbersachen, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen, Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre im Rathaussowie Webernahme ganzer Ein- faale dahier öffentlich verpachtet werden. Das ges. Jagdgebiet umfaßt 400 Hektar Wald und 1200 Hektar Feld, Louis RothenbergerWtw. und ist die Bahnstation Großen- Buseck an der Strecke Aufrichtig! Jung. Mädch 20 J. Gießen Fulda in der Mitte des Jagdgebiets gelegen. 95 000 M. V., häusl. erzog., w. Heirat m. edelgesinnt. Herrn. V. nicht erf.. doch g. Charakter Bed. Off. u. ,, Reform" Berlin S. 14 erb. Großen- Buse& am 8. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Großen- Buseck. Schwalb. führung in de und man wird heit angefündi abwartend zu Ungläubig b doch in lezter sehens von de gemacht worder ergaben. Der rat erdacht. G bon Gummilad bettet. Bevor Mitte jeder M und dann das zubereitete Fläc dann lettere j lichtelettrischen nimmt. Die Enden ebenjob enden. Ein 2 linders. Wenn schwindigkeit ve wird, so tomm Drahtenden des jedem einmal. der Pole endet dem Messer. A schlossen, tritt in hindurch und Telephon durch Maschen. Da jeder Masche m auftreffenden des elettrijchen Telephon wird auftreffenden& Lichtstärke sind jormt, die im umzuwandeln anderes Teleph trägt diese au Durchgang des lauf der Fun Telephons dur Dies Expe feit zur Uebe aber noch nic dazu gekomme Entfernungen pricht. Es is jeine Behaupt furrenten um e aber ist es, da noch bei jeder g licher Erfindun Fernseher von fchiedenen Syft modernen Techn Gebe Man nennt des Kindes". Berichten über und geistigen berfeinerte, ber ungsweise hat für das Kinde wir noch von e entfernt. Das oft recht schme doch eben noch franthajte Reg erständnis be