t. 150. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Bfg., durch die Woft bezogen stertelfährt. 1.50. Buttobettagen: Oberhoffthe Familienzeitung( täglich) und die tekener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Mittwoch, den 29. Juni 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober heffen, die Kretse Wetzlar und Marburg 10 Pfa ienit 15 fą, Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Big. Postzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechenschluß Rr. 362. Nenelle Nachrichten ( Stekener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Kieler Monarchenzufammenkunft. ( Ein politisches Interview.) Trotzdem mit einer geradezu peinlichen Geflissenheit bei den Kieler Trinksprüchen jede spezielle politische Anspielung bermieden wurde, wird jetzt die Nachricht in die Presse lanciert, daß König Eduard vor alien Dingen den Kaiser für einen Vermittelungsversuch zwischen den kriegführenden Parleien in Ostasien interessieren wolle. Auf Grund genauester Informationen an zuständiger Stelle versichert uns demgegenüber unser Berliner CB- Mitarbeiter, daß von einem solchen Versuch erstens keine Rede ist, daß er aber auch vollständig mißlingen würde. ,, Auch heute noch," so äußerte sich sein Gewährsmann ,,, hat es bei dem sein Bewenden, was Graf Bülow bereits mehrfach im Reichstag ausgesprochen hat. Sie werden sich jedenFalls noch entsinnen, daß Deutschland die Erklärung abgab, es habe an der Mandschurei keinerlei Interesse, als der Krieg noch im weiten Felde stand. Damals hatte offenbar England die Absicht, eine Kollektivnote der Mächte über die Räumung der Mandschurei zustande zu bringen, und diese diplomatische Attion fiel ins Wasser, als Rußlands nächster Nachbar nicht mitmachte. Zum zweiten Mal gab Graf Bülow eine ähnliche Erklärung im Reichstag ab, als die Kriegswirren in Ostasien zum Ausbruch gekommen waren. Nun wird man doch nicht glauben, daß inzwischen unsere Regierung sich zu einem Schritt entschlossen haben kann, an dem wir nicht das geringste Interesse haben und der von russischer Seite sehr leicht mißverstanden werden kann. Alle Nachrichten, die über derartige Ziele des Königs Eduard auftauchen, sind unglaubwürdig, meil die englische Regierung unmöglich über die ostasiatische Bolitik Deutschlands unorientiert sein kann. Ihre Unwahrscheinlichkeit ergibt sich aber auch aus dem beiderseitigen unpolitischen Tenor der gewechselten Reden. Wenn nun neuerdings," so fuhr auf eine weitere Frage der Gewährsmann unseres Mitarbeiters fort,„ die Zustimmung Deutschlands zu dem englisch- französischen Abkommen über Egypten als die Frucht einer innigeren Verbindung mit England und als der Vorbote ganz besonders intimer Beziehungen ausgespielt wird, so kann ich Ihnen mitteilen, daß Deutschland zuletzt von allen in Betracht kommenden Mächten seine Genehmigung erteilt hat und daß Rußland noch vor Desterreich und Italien sein Placet gab, dazu auch noch, ohne irgend welche Bedingungen daran zu knüpfen. Bon deutscher Seite aber war schon in der Zeit der Vorverhandlungen, in denen unsere Regierung über den Stand der Dinge genau auf dem Laufenden gehalten wurde, geltend gemacht worden, daß der seg. Khedivialvertrag zwischen England, Frankreich und Egypten auch auf Deutschland ausgedehnt werde. Die Verhandlungen darüber wurden weder in London noch in Berlin, sondern in Egypten geführt und fanden am 24. d. Mts. also vor der Abreise des Königs bon England ihren vertraglichen Abschluß. Das ist entschieden ein großer Erfolg unserer Regierung und speziell der Bülowschen Politik, den allerdings nur Kenner der Verhältnisse im vollen Umfange zu beurteilen wissen. Es handelt sich hierbei nicht allein um den Handelsbertrag mit Egypten, sondern um viel weitergehende Zugeständnisse auf dem Gebiete der Zölle, der Eisenbahntarife, des Schulwesens und des Privatrechts. Außerdem ist uns der freie Verkehr in den egyptischen Häfen und die Küsten. schiffahrt gestattet, Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind die aber, wie ich betonen muß, mit der Kieler Begegnung nicht das geringste gemein haben. Was die beiden Monarchen und die Diplomatie zusammenführte, ist in den Kieler Toasten genau ausgesprochen. Es sind keine Spezialinteressen, son dern das ideale Bestreben nach der Erhaltung des Friedens, die sowohl des Kaisers, als auch seines Oheims persönliches Regierungsprinzip ist. Wenn je Monarchenreden die unge hminkte Wahrheit gesagt haben, so war es bei den Kieler Toasten der Fall." * Ueber den weiteren Verlauf der Festlichkeiten wird uns aus Kiel noch gemeldet: Zu Ehren des neuesten Mitgliedes des Kaiserlichen Jachtklubs, König Eduards, fand in den prächtig dekorierten Räumen des Klubs ein glänzendes Festmahl statt, an dem der König den Play zwischen Kaiser Wilhelm und dem Kronprinzen inne hatte. Dem Kaiser gegenüber saßen die Prinzen Eitel- Friedrich und Heinrich. Die Tafel zierte der prachtvolle von König Eduard dem Klub gestiftete Goldpokal, für den Kaiser Wilhelm in seinem Trinkspruch dem Geber dankte. König Eduard trank auf das Wohl des Kaisers und des Jachtklubs. Er hielt, wie auch beim Festmahl auf der Hohenzollern", seinen Toast in deutscher Sprache. Nach dem vom Kaiser ausgebrachten Toast wurde Salut geschossen. Später hielten die Majestäten Cercle im Garten. König Eduard hatte ein längeres Gespräch mit dem Reichskanzler. Eine glänzende Illumination, verstärkt durch Beleuchtung aus den SchiffsScheinwerfern, und Feuerwerk bildeten den Abschluß der festlichen Veranstaltung. Das Gartenfest zu Ehren der britischen Seeleute im Werfterholungsheim verlief glänzend. Es hatten sich etwa 1500 deutsche und englische Wartnesoldaten sowie zahlreiche Offiziere eingefunden. Eingeleitet wurde das Fest durch ein gemeinsames Essen, bei welchem Kapitän zur See Emsmann die Anwesenden in englischer und deutscher Sprache willkommen hieß; er schloß seine Ansprache mit einem Hoch auf König Eduard und Kaiser Wilhelm. Hierauf hielt Prinz Heinrich eine Ansprache in englischer Sprache, in der er die Bedeutung der englischen Marine hervorhob und auf die zwischen der deutschen und der englischen Marine bestehenden guten und freundschaftlichen Bezichungen hinwies; der Prinz krachte zum Schlusse ein Hoch auf die englische Marine aus. An das Festessen schloß sich ein Konzert mit unterhaltenden Aufführungen sowie ein Ball, der die Mannschaften in bester Stimmung bis gegen zwölf Uhr zusammenhielt. Die Wettfahrt nach Eckernförde begann gestern früh bei trübem Wetter und lebhaftem westlichen Winde. Die sämtlichen großen Schunerkreuzer, die Jacht des Kaisers„ Meteor", die der Kaiserin Iduna"," Ingomar"," Hamburg" u. s. w. gingen durch den Start. Gemeldet hatten 55 Jahrzeuge. Meteor" ging in ihrer Klasse als erste um 12 Uhr 40 Min. durchs Ziel. 15 Minuten später folgte ihr„ Hamburg". Die gestrige Fahrt König Eduards nach Ham= burg verlief programmmäßig. As der König im Bahnhofsportal sichtbar wurde, präsentierte das Militär und die Musik spielte God save the king. Der König bestieg mit dem Bürgermeister Dr. Hachmann den ersten Wagen, dem ein Zug Husaren vorausritt. Die Wagen fuhren in einem Bogen an der Front der Ehrenkompagnie vorbei durch die Ringstraße nach den Landungsbrücken, wo der Dampfer, o- hannes Dalman" zur Hafenrundfahrt bereit lag. Ein zweiter Zug Husaren schloß den glänzenden Zug. Die Landungsbrücken, die Schiffe im Hafen, die Staatsgebäude und viele Privathäuser waren auf das festlichste mit Flaggen geschmückt. Auf dem ganzen Wege bildeten Tousende Svalier, die den König überall mit Hurrarufen begrüßten. Nach der Hafenrundfahrt begab sich der König zur Börse, wo der Präsident der Handelskammer eine Ansprache hielt. Von der Börse aus begab sich der König mit Gefolge zum Rathaus, wo der Senat ihm zu Ehren ein Frühstück veranstaltet hatte. Nachmittags kehrte der König nach Kiel zurück. Der Krieg in Oftalien. Noch immer bleibt uns die russische offizielle Berichter stattung eine Aufklärung über die letzten kriegerischen Er. eignisse vor Port Arthur schuldig. Ein Telegramm des Statthalters Alerejem berichtet nur von einem nächtlichen Kampf zwischen russischen und japanischen Torpedobooten, der dem Auslaufen des russischen Geschwaders am Mittag es 23. Juni boranging. In diesem nächtlichen Scharmützel tourden auf russischer Seite ein Kapitän und ein Leutnani eicht verwundet. Vom Auslaufen des Geschwaders an, das 11 japanischen Schlachtschiffen und 22 Torpedobooten ent gegenging, fehlt jede Nachricht. Um so ausführlicher aber verbreitet sich der japanische Kommodore über das Seegefecht vor Port Arthur. Sein Bericht liegt jezt im Wortlaut vor und entrollt ein anschauliches Bild von den kriegerischen Vorgängen. Togo nieldet: Am 23. Juni griff meine kombinierte Flotte den Feind bor Port Arthur an. Am frühen Morgen war mir von einem Patrouillenschiff vermittelst drahtloser Telegraphie gemeldet worden, daß die Linienschiffe" Pereswjet“,„ Pultawa" und„ Sebastopol" mit den Kreuzern Bajan",„ Pal. lada"," Diana"," Nowik" und" Askold" aus dem Hafeneingang herauskämen. Den Schiffen fuhren verschiedene Dampfer zum Heben der Minen voraus. Nach bereits früher bestimmten Anordnungen gegen einen etwaigen Versuch des Feindes, den Hafen zu verlassen, eilte ich unserem Rendezbousplaße zu und sandte mittlerweile die 4. und 14. Zer. Störerflottille zur Beobachtung der Bewegungen des Feindes. Gegen 11 Uhr vormittags schlossen sich die„ Zarewitsch", „ Retwisan“ und„ Pobjeda“ den mit der Entfernung der Minen beschäftigten Danipfern an, die in dem Minengebiet zu kreuzen begannen und eine Fahrstraße zu machen versuchten, während wir sie belästig' en. Ein russisches Schiff in Brand geschoffen. Gegen 3 Uhr nachmittags griffen meine 4. und 14. Flot tille 7 Torpedobootszerstörer des Feindes, die die Säuberung des Minengebietes decken sollten, an und schlugen sie. Eines der russischen Schiffe, das in Brand geriet, floh in den Hafen. Die Nowit" kam heraus, um die Flottillen zu decken und schloß sich der Hauptflotte an. Nachdem mit Hilfe der Dampfer eine Fahrstraße freigemacht worden war, dampfte die„ Nowik" in die offene See hinaus. Unser drittes Geschwader, welches mit dem Feind Fühlung behielt, lockte diesen nach Süden und zwar in südöstlicher Richtung. Unser erstes Geschwader hielt sich südlich der Guganinsel verborgen und wartete dort, nachdem es seine sämtlichen Zerstörer konzentriert hatte, auf der Feind. Um 6 Uhr 15 Minuten abends sichtete unser erstes Ges, vader den Feind acht Meilen nordwestlich der Guganinsel. Die„ Barewitsch" hatte die Führung, während die Rowit" mit den Zerstörern rechts von ihr fuhr. Die Flotte dampfte nach Süden. Im 7 Uhr 30 Mintten waren wir 14 Kilometer vom Feinde entfernt. Der Feind änderte seinen Kurs etwas nach Steuerbord und wir folgten ihm, indem wir versuchten, die feindliche Avantgarde anzulocken. At japanische Attacken. Um 6 Uhr abends änderte der Feind seinen Kurs nach Norden. Um 9 Uhr 30 Minuten abends, als wir 5 Meilen vom Hafen entfernt waren, machte die 14. Flottille den ersten Angriff auf die feindliche Nachhut. Die 5. Flottille folgte. Der Feind geriet in Unordnung und vermochte nicht, den Hafen zu erreichen. Infolgedessen ging er cuf der Neede um 10 Uhr 30 Minuten abends vor Anker. Wir griffen ihn dort achtmal vor Sonnenaufgang an. Russisches Linienschiff gesunken. Um 10 Uhr 30 Minuten nachts fuhr unsere 16. Flottille mit voller Geschwindigkeit von Shosen Point heran und schoß zwei Torpedos in die Seiten eines Linienschiffes, das der Pereswjet" ähnlich sah. Das Schiff sant sofort. Wir konnten bis zum Morgen feine anderen Resultate sehen. Dann bemerkten wir, daß ein Linienschiff fehlte und daß zwei Schiffe von der Sebastopol- und Dianaklasse unfähig waren, ihre Maschinen zu gebrauchen. Am Freitag, 24., ging die Flotte des Feindes in den Hafen zurück. Einige der Schiffe fuhren unter eigenem Dampf, andere wurden geschleppt. Das letzte Schiff gelangte um 4 Uhr in den Hafen. Gegenüber diesen bestimmten Angaben des javanischen Admirals schwindet jeder Zweifel daran, daß die Russen bor Port Arthur schwere Verluste erlitten haben. Es ist unbegreiflich, daß der russische Generalstab es immer noch für angebracht hält, die n in Unklarheit über dieses neue Unglück zu lassen. Dadurch wird die Sache nicht aus der Welt geschafft und die Aufregung nicht gemildert, sondern verschärft. In Petersburg soll eine sehr trübe Stimmung Herrschen. Daran vermögen auch die günstigeren Berichte vom Landfriegsschauplaß nichts zu ändern, die über eine Reihe von für die Russen glücklich verlaufenen Vorpostengefechten zu erzählen wissen. Was hilft es, daß die Japaner an einzelnen Ctellen zurückweichen müssen und hier und da einige Leute einfüßen? Im großen und ganzen setzen sie ihren Vormarsch, wenn auch langsam, so doch zielbewußt fort, und, wie verlautet, müssen jetzt die Russen vor ihnen wieder auf der ganzen Linie zurückgehen. Ein sechsstündiges Gefecht hat bei Föngschuiling, 29 Meilen nordwestlich von Siujan stattgefunden. Die japanische Takuschan- Armee blieb darin fiegi ch und besetzte den Ort. Die Russen waren stark: 3 Bataillone Infanterie, 2 Regimenter Kavallerie und 15 Gef" te. Sie flohen in Unordnung in der Richtung auf Tomucheng. Der Verlust Japaner wird auf 100 Mann geschägt. Man sieht aus diesem Vorstoß der Japaner, daß sie unverrückt auf Haitscheng und Liautschang losgehen, und darf in kürzester Frist entscheidende Schlachten erwarten. Mrschall Oyama und Generalmajor Kodama werden sich am 6. Juli nach der Mandschurei begeben. Die Politik. Mit den Trstärkungen, die am 8. Juli in Swakop. und eintreffen, wird Generalleutnant v. Trotha für den Feldzug gegen die Herero nicht weniger als 275 Offiziere, 7073 Unteroffiziere und Mannschaften und 60 Aerzte zur Verfügung haben. Dazu treten im Laufe des August und Anfang September noch 1600 Mann, die der General gleich nach seiner Ank.nst in der Kolonie sich telegraphisch ausbedungen hat und die wahrscheinlich für die Expedition gegen die Ovambo verwandt werden sollen. Die am 8. Juli in Swakopmund eintreffenden Truppen bestehen zu einem Teile s Eisenbahntruppen und führen auch Bahnbaumaterial mit sich, um eine Bahnverbindung zwischen Karibib und Dutjo zu bauen, die für die Expedition gegen die Ovambo notwendig ist. Ueber die Entsendung der letzten 1600 Mann berlantet in Kolonialkreisen, am 10. Juli werde der Dampfer ,, Kronprinz" 500 Mann und 600 Pferde von Hamburg nach Swakopmund befördern. Ferner sollen am 23. Juli mit dem Dampfern, Gertrud Woermann" und„ Montevideo" weitere 500 Mann und 800 Pferde nach dem Schutzgebiet gebracht merden. Die letzten 600 Mann sollen am 6. und 30. August abgehen. Die leidige Geschichte der Beziehungen zwischen dem Oberhofmeister der Kaiserin, Frhrn. v. Mirbach, und der Pommernbank wird nun auch das Parlament beschäftigen. Von freisinniger Seite ist im Abgeordnetenhause eine Interpellation eingebracht worden, in der die Regierung gefragt wird, was sie dazu zu sagen habe, daß Frhr. v. Mirbach die preußischen Oberpräsidenten mittels Rundschreibens beranlaßt hat, durch die ihnen nachgeordneten Behörden Sammlungen zu veranstalten, deren Erträge dem Kaiservaar am Tage seiner silbernen Hochzeit für evangelisch- kirchliche Zwecke, insbesondere für die Mosaikverzierung der KaiserWilhelm- Gedächtniskirche, übergeben werden sollen. Selbst= berständlich ist diese Interpellation nur eingebracht, um den Abgeordneten Gelegenheit zu geben, auch auf die Angelegenheit Mirbach- Bommernbank einzugehen und die Regierung Bae Sulfur gnigt vor anerolen, und tentates. oder Anwalt lächelte verDiefen seniff deraseleidenden als er fah, wie sein Relient die Rolle des mit großem Geschick spielte. Er selbst stente nter keiner Bedingung zugäbe, daß man davon abweiche. bei so zu stellen, wie wenn er streng auf Wahrheit sähe und einige Fragen, und zwar war er bedacht, sich dawärtigen Beugen Derdaß sich aber die ferner auf das Entweichen der Gattin desselben, die noch und zwar in erster Linie auf die Flucht des Angeklagten und allein den 3wed gehabt, zwischen den Dienern der GerechtigFrieden zu stiften. für unzulässig zu erklären. Ich vermute, keit und dem erhandlung noch auf etwas anderes bezog selbe ſtellt seine using so dar, als hätte sie einzig und Ein Freundesauge, auf uns niederblickt. Versengend heiß herab zur Erde schickt; Zufriedenheit der Stern, der mild und stille, Glück ist die Sonne, die der Strahlen Fülle hervorrufen würde. ch werde dann glücklicher sterben" it träumen, der den erfolgreichen Autor nach jedem Atischlufse fie würde in ihrem Bett wach liegen und von dem Applauſe tragen, welche hineinzustecken sie sich so lange gefreut habe; zu ersuchen, das Dunkel zu lichten, das über den Beziehungen des Oberhofmeisters zu der Bant noch immer liegt. Die Interpellation wird am heutigen Donnerstag auf die Tagesordnung des Abgeordnetenhauses gesetzt werden. Wie unser parlamentarischer RK- Mitarbeiter erfährt, wird die Regiering sich nicht zur sofortigen Beantwortung der Interpellation bereit erklären. Nun erhalten wir doch neue Fünfzigpfennigstücke! Uni auch die Fünf markstücke sollen eine andere Form er balten. Der Bundesrat hat zwar die Münznovelle in de vem Abgeordnetenhause ihr gegebenen Fassung mit den Passus, der die Neuausprägung von Dreimarkstücken ver langt abgelehnt. Die von der Regierung gewünscht Aenderung der Fünfzigpfennigstücke soll deshalb aber dod erfolgen: Der Bundesrat wird, ohne die Klinke der Gesetz gebung anzufassen, das Verlangen der verbündeten Regie rungen verwirklichen. Das gegenwärtige Münzgesetz schreib dem Bundesrat für die Herstellung der Reichsmünzen nicht: über deren Form vor. Nur weil die Reichsregierung ein andere Metallmischung bei der Ausprägung der Fünfzig pfennigstücke wünschte, war die jetzt abgelehnte Novelle nötig Sicht die Regierung von einer solchen anderen Metall mischung ab, so kann sie die Form der Münzen ohne weitere verändern. Das soll denn auch geschehen: Der Bundesrat wird beschließen, daß die weiterhin auszuprägenden Fünfzig pfennigstücke mit der Bezeichnung ½ Mark" statt 56 Pfennig" verschen werden, ferner soll die Randriffelung schärfer ausgeprägt werden. Das Fünfmark stüa soll is Zukunft fleiner, aber dicker ausgeprägt werden. Wann di ersten neuen Münzen dieser Art in den Verkehr kommen, if noch ungewiß, wahrscheinlich erst zum 1. Januar 1905. Zwei Kirchensteuergesetzentwürfe sind dem preußischen Herrenhause zugegangen. Der eine bezieht sich auf Neurege lung der Erhebung von Kirchensteuern in den evangelischer Gemeinden, der andere auf das gleiche Verfahren in katho lischen Gemeinden. Gegen den Entwurf betr. die Erhebung der evangelischen Kirchensteuern macht sich in den beteiligten Kreisen bereits jetzt eine starke Strömung geltend. Bisher wurde bei der Veranlagung der Gemeindeangehörigen zur Kirchensteuer ihre Staatseinkommensteuer zu Grunde gelegt. Der Entwurf sieht nun für die Kirchensteuerveranlagung erstens die Heranziehung der Staatseinkommensteuer wie bisher im vollen Umfang vor, daneben aber auch noch die Heranziehung der staatlich veranlagten Grund-, Gebäudeund Gewerbesteuern. Die Realsteuern sollen dabei nicht mit einem höheren Prozentsaz herangezogen werden als die Staatseinfomunensteuer. Würde dieser Vorschlag Gesetz, so würden die Gewerbetreibenden und Grundbesitzer ganz unverhältnismäßig höher belastet als die übrigen Gemeindeglieder. Daß diese Kreise sich gegen die ungleichmäßige Belastung wehren, ist erklärlich. Wie unser Berliner CB- Mitarbeiter hört, planen der deutsche Haus- und Grundbesitzerverband, sowie eine Anzahl gewerblicher Verbände eine enerrische Gegenagitation gegen den Gesetzentwurf, der im wesentlichen auf die Wünsche der Berliner Generalsynode zurückjuführen ist. Frankreich. Mie das Hornberger Schießen scheint die mit so großem Trara ins Werf gesetzte Untersuchung in der Karthäuser= millionen affäre auslaufen zu sollen. Die Leute, die bernommen worden sind, wissen nichts Belangreiches auszusagen, und so mag das in Paris umlaufende Cerücht schon zutreffen, daß die Untersuchung nichts zu Tage gefördert hat und daß das weitere gerichtliche Verfahren eingestellt werden soll. Es war also wieder cimal, wie so oft in Frankreich, viel ärm um einen Eierfuchen. Preufsifcher Landtag. ( 22. Sigung.) Herrenhaus. RK Berlin, 28. Juni. Das Herrenhaus nahm heute die mündlichen Berichte der Kommission über die märkischen und sächsischen Meliorationsgefeße entgegen. Die Entwürfe wurden in der vom Abgeordnetenhause beschlossenen Fassung genehmigt. Etwas humoristischen Anstrich hatte die Wiederholung der Abstimmung über den gestern angenommenen Antrag v. Buch zur ärztlichen Ehrengerichtsnovelle, der das Umlagerecht der Aerztefammern einschränken wollte. Herr v. Buch bat unter großer Heiterfeit des Hauses, seinen Antrag abzulehnen. Er sei über Nacht zwecklos geworden. Der Antrag wurde denn aich abgelehnt und die Novelle im ganzen angenommen. Die übrigen Verhandlungsgegenstände boten fein großes Interesse. Haus der Abgeordneten. ( 90. Sigung.) RK Berlin, 28. Juni. Auch heute wogte der Kampf um das Ansiedelungs= gesetz, insbesondere um den§ 13b, den die Polen, das Zentrum und die Freisinnigen bekämpfen, hin und her. § 13b ist bekanntlich Kern und Stern des ganzen Gesetzes, insofern, als er Ansiedelungen verbietet, die der Germanifierung des Ostens widersprechen. Die Debatte, an der sich fast nur Gegner der Vorlage beteiligten, wurde am Ende Durch einen Schlußantrag abgeschnitten, und dann begannen Die Abstimmungen. Die einzelnen noch ausstehenden Baragraphen wurden samt und sonders mit großer Mehrheit genehmigt, und schließlich wurde das ganze Gesetz in zweiter Refung angenommen. Es folgte die erste und zweite Lesung cs Antrages Prinz v. Arenberg( 3entr.) auf ausdrückliches Verbot der Nachuntersuchungen in den tädtischen Schlachthäusern, das durch eine Abinderung des Ausführungsgesetzes des Schlachtvieh- und Fleischbeschaugesetzes ausgesprochen werden soll. Nab und Fern. Eine französische Waterloofeier fand auf den Gefilden, boo 1813 die entscheidende Schlacht zwischen den Verbündeten und Napoleon tobte, unter großer Beteiligung von Bariser Kriegervereinen und der belgischen Bevölkerung statt. Sie galt der Enthüllung des von dem Verein Säbeltasche" zu Paris gestifteten Denkmals des verwundeten Adlers". Die französische Regierung war dabei durch ihren Gesandten in Brüssel, Gerard, die belgische durch General Bruhlant vertreten. An gemeinsamen Gesang und Ansprachen schloß sich ein Festzug sämtlicher Delegationen. Die anfänglich beabfiútigte manifestation, an den Denkmälern aller Nationen auf dem Cchlachtfeld Kränze niederzulegen, unterblieb. Der Entung wohnte auch als letzte Ueberlebende jener Schlacht 103 Jahre alte belgische Greisin bei, die damals die ... en begraben half. * Hinrichtung. Gestern wurde in Stade der wegen Mordes zum Tode verurteilte Arbeiter Heinrich Meyer aus Sumbf durch Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg mittels Fallbeis enthauptet. Der Raubmörder Blaise, der vom Schwurgericht in Meh kürzlich zum Tode verurteilt worden war, ist im Gefängnis gestorben. Kesselerplosion an Bord eines französischen Kreuzers. Der von der Insel Tahiti in San Francisco eingetroffene Dampfer Marioposa" meldet, daß an Bord des auf der Fahrt von Papeete nach Numea befindlichen französischen Kreuzers Durance" eine Kesselerplosion stattgefunden habe, durch die 15 Personen ums Leben gekommen seien. Der Kreuzer Durance" sei in Numea eingetroffen. + Eine furchtbare Katastrophe, der zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen, ereignete sich auf den BogwalkElektrizitätswerken zu Kingston( Jamaika). 67 Arbeiter waren damit beschäftigt, ein großes Wasserzuführungsrohr bon innen zu reinigen, als plötzlich durch ein Versehen das Wasser angedreht wurde, sich mit voller Kraft durch das mächtige Rohr ergoß und alle darin Beschäftigten in den Fluß schwemmte, wobei 34 Arbeiter ertranken. Ein weiteres folgenschweres Unglück trug sich in Philadelphia zu. In einer dortigen Feuerwerksfabrik gab es eine Explosion. Dabei kamen viele in der Fabrik beschäftigte Personen ums Leben. Von 22 Arbeiterinnen werden 20 vermißt. Auch Feuerwehrleute erlitten Verlegungen. A Die verderbliche Wirkung der Brunnengase konnte man bei einem traurigen Vorkommnis in Genua beobachten. Dort stürzte bei der Ausbesserung eines Brunnens ein Arbeiter ins Wasser. Von sechs Leuten, die ihm helfen wollten, zog die Feuerwehr nur einen lebend aus dem gasgefüllten Brunnen. Mord in einer Schutzhütte. Auf der Pretulalpe bei Mürzzuschlag wurde der Pächter und Hüttenwart Peter Bergner ermordet aufgefunden. In einem Kellerraum, zu dem eine Klapptür vom F boden des Gastzimmers führt, war der Geldschrank aufgefi ngt und seines Inhaltes von 100 Kronen beraubt. Ein de. Tot verdächtiges Individuum namens Josef Hiebler wurde haftet. Der ermordete Bergner war in der Sport- und Touristenwelt allgemein unter dem Namen„ Alpenpeter" als„ Naturdichter" bekannt und geschätzt. Bemerkenswert ist, daß man vor einiger Zeit Bergner durch Gift, das in einen Topf Milch gegeben wurde, zu beseitigen suchte. Seit jener Zeit nahm Bergner nur Konserven und solche frische Lebensmittel zu sich, die er sich selbst wöchentlich einmal aus Mürzzuschlag holte. * Die Unterschlagungen bei der Borbecker Spar- und Kreditbank. Wie aus Essen gemeldet wird, ist der 70jährige Ziegeleibesizer Hollmann, der mit seinem noch flüchtigen Sohn bei der Borbecker Spar- und Kreditbank große Unterschlagungen begangen hatte, infolge Blutsturzes in der Untersuchungshaft gestorben. Absturz im Gebirge. Der Tourist Berger aus Sachsen stürzte bei einer Erfletterung des Turnerkamp bei Bruneck in Tirol, die er mit einem Landsmann Hammermann unternahm, ab und trug schwere Verletzungen davon. Er wurde von Hammermann aus der tiefen Schlucht, in die er gestürzt war, mittelst eines Seiles emporgezogen. Wilderers Ende. Der berüchtigte Wilderer Otto aus dem Dorf Olschewko bei Krone a. Br. wurde von dem Forst aufseher Volkmann erschossen. Der Wilderer stand hinter einem Beaume und gab einen Schuß auf den Förster ab, ohne jedoch zu treffen, worauf der Beamte den Wilddieb durch einen Schuß in die Brust tötete. Aus Liebe zur Verbrecherin geworden ist, wie jetzt be. fannt wird, die bei einer Firma in Mainz angestellt gewesene Buchhalterin Else Fretwurst, deren Verhaftung wegen bedeutender Unterschlagungen fürzlich erfolgte. Wie nämlich berlautet, ist die Verhaftete zu den Veruntreuungen dadurch beranlaßt worden, daß sie ihrem Bräutigam, dem Sohne einer angesehenen Mainzer Familie, der sich im Auslande aufhält, große Summen des unterschlagenen Geldes als Unterstützungen zukommen ließ. So soll sie ihm wiederholt Die Mittel gesandt haben, um Sonntags von Amsterdam nach Mainz zu reisen. Dieser Tage beabsichtigte er wiederum in Mainz einzutreffen, um seine Geliebte abzuholen; er scheint aber rechtzeitig Wind bekommen zu haben, denn die Polizei erwartete ihn vergeblich. Die Unterschlagungen, welche ursprünglich auf 20 000 Marf angegeben wurden, dürften sich nach neuerlichen Feststellungen bedeutend höher stellen. In der Wohnung der Verhafteten wurden allein 36 000 Mart vorgefunden und beschlagnahmt. Es wird angenommen, daß die Buchhalterin etwa 50 000 Mark veruntreut hat, A Der Regenschirm als Todeslanze. Ein eigenartiger Un glücksfall trug sich in Leipzig zu. Bei den Erdarbeiten der Westend- Baugesellschaft trieb sich eine Schar Knaben umher und verübte allerhand Unfug. Ein die Aufsicht führender Ar. beiter hatte sie schon mehrmals fortgewiesen, aber ohne Er folg. Als sie ihn vollends noch verhöhnten, trieb er sie fort und warf hinter den Fliehenden seinen Regenschirm her. Plöglich stürzte einer der Knaben, der 12jährige Sohn eine Schuhmacherswitwe, auf offenem Feld tot zusammen. Der Schirm hatte den Knaben mit der Spitze des Stockes mitten im Nacken getroffen. Der Getroffene lief noch einige Schritte und war dann eine Leiche. O Ein schweres Sittlichkeitsverbrechen wurde in Char lottenburg an dem dreijährigen Töchterchen eines Kohlen händlers verübt. Das arme Kind wurde schwerverletzt auf gefunden und ist gefährlich erkrankt. Der Verdacht laste bisher auf dem 37jährigen verheirateten Portier des Hauses. der allerdings seine Unschuld beteuert. Vermischtes. [ Die Essegger Schatzgräber] haben natürlich ein kolossales Fiasko mit ihrer abenteuerlichen Unternehmung gemacht. Der aus einem Bostraube herrührende Schatz von 80 000 Gulden wollte sich absolut nicht auffinden lassen. Je tiefer die Spatenstiche in den Festungswall, wo nach genauer Berechnung der Schatz sich finden mußte, eindrangen, um so tiefer sanfen die Hoffnungen der Unternehmer". Nachdem diese schließlich die Erklärung abgegeben haben, von jeder weiteren Arbeit abzustehen, wurde mit ihnen von der militärisch- polizeilichen Spezialkommission ein Protokoll aufgenommen, worin die Herren Milan Conkowitsch und Genossen mit ihrer Unterschrift bestätigen, daß sie nach freiem Entschlusse und aus eigener Initiative jedes weitere Forschen nach dem Schatze aufgaben. [ Vorgeschichtliches Boot.] Ein interessanter Altertumsfund wurde bei Gelegenheit von Lotungen im See von Bhalain bei Lons le Saunier im französischen Jura gemad Nebst anderen gewöhnlichen Resten des vorgeschichtliche Menschen wurde nämlich auch ein primitives Seeboot you Form eines roh behauenen Kanoes zu Tage gefördert. D Boot besitzt sogar eine größere Länge als das ähnliche, d vor wenigen Jahren an der Stelle alter Pfahlbauten bei d englischen Ortschaft Glastonbury entdeckt wurde. Jen Boot besteht aus dem Stamm eines riesenhaften Kastanie baumes und mißt vom Stern bis zum Bug rund 9 Mete Der Bug endet in eine Art von scharfen Sporn, während d Stern sehr ähnlich ist wie bei unseren heutigen Ruderboote Auf der Rückseite des alten Bootes befindet sich eine Def nung, die augenscheinlich zur Aufnahme eines Masts b stimmt gewesen ist, der außerdem noch durch einen große Block aus Kastanienholz befestigt wurde. An derselben Stel des Sees wurden noch Pfeilspitzen aus Feuerstein, einig Steinärte, Hirschgeweihe und Knochengeräte gefunden. Säm liche Gegenstände sind dem Museum der Stadt Lons le Sa nier überwiesen worden. Begriff Grubenbo ridehütte bei Ru Stelle der Straße Hinterräder geriet berbrachte den Be Laubach Lich, 27. tag) Die amtli Tage von bermitt Stein ftatt. 3 infpettoren, der 3 freiwilligen Feuern amtmann Heler Der Antrag Fried Bergütungsfäße Oberbeffen erziele daß die Bergütur fhiebene feien, wa lich da, wo die Ar Mighelligkeiten fü sei erwünscht. De Regelung diefer im gewünschten Ueberzeugung Aus feitigen ließen. Nibba und Reiche Großh. Minifteriu einzelner Beamtent führen," wird als § Bestätigtes Todesurteil. Das Reichsgericht hat die N vision des Heilgehilfen Hugo Walther, der vom Schwu gericht des Landgerichts II Berlin am 28. April wegen& mordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilt worden war verworfen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 28. Juni. Der Platz des Abg. Pennrich ist aus Anlaß von dessen 25 jährigen Abgeordneten- Jubiläum mit Blumen geschmüdt. Erster Präsident Haas eröffnet die Sißung um 10 Uhr 25 Minuten und spricht dem Abg. Pennrich die Glückwünsche des Haus:& aus. Hierauf werden die neugewählten Abgg. Windecker und Ulmann vereidigt. Der Antrag des Abg. Köhler und Gen., Sammel. ausgabe der sämtlichen zur 3 it im Großherzogtum Hessen gültigen Gefeße, Verordnungen u. s. w. betreffend, wird nach furzer Beratung im Sinne des Ausschußantrages, der den Tendenzen des Antragstellers entgegenfommt, für erledigt erklärt. Eine längere Debatte entsteht über den dringlichen Antrog der Abgg. Reinhart und Gen., Einführung von Verkehrsabgaben auf schiffbaren Flüssen betreffend. Ahg. Reinhart spricht sich in längeren Ausführungen dahin aus, daß am Grundfoß der Abgabenfreiheit für die Flußschiffahrt festgehalten werden müsse. Geh. Staatsrat Krug von Nidda erklärt, daß die Großh. Regierung an der Abgabenfreiheit nach wie vor festhalte. Abg. Hirschel ist für den Antrag der Ausschußminderheit, der auf Ablehnung des Ausschußantrages geht. Die Abgg. Dr. David und Ulrich sprechen im Sinne des Antrags Reinhart. Ministerialrat Frhr. von Biegeleben legt nochmals den Standpunkt der Großh. Regierung dar. Abg. Brauer tritt den Ausführungen des Abg. Hirschel bei. Bei der Abstimmung wird der Antrag der Ausschußminderheit, der auf Annahme des Antrage Reinhart, der die Abgabenfreiheit erhalten will, hinzielt, mit 19 gegen 17 Stimmen angenommen. Die Vorstellung der Witwe des Forstwarts Philipp Schröder III. in Lampertheim, betr. Bewilligung einer lebenslänglichen Witwenpension, wird für erledigt erklärt. Der Antrag des Abg. Schönberger und Gen., die Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rind vich betr., wird nach einiger Debatte an den Ausschuß zurüc berwiesen. Hierauf tritt Bertagung auf Mittwoch Vormittag 10 Uhr ein. Tagesordnung: Wahlrechtsvorlage. * Lokales. („ D. 8tg.") Büdingen angefehe Nidda von der F nur Aerzte und Ap biefer Frage feiten fein. Der Vortrag aber: Grundsäge von Bränden", Die bisherigen Bro Friedberg und 2 Jahre wiedergewäl den 20. Feuerweh wählt. Um 1 Feuerwehr Lich ft erkennen ließ; bei die Sprigen in 3 Nach der Uebung Mitgliede der Li das vom Großh Dienfteit nebft Anerkennung and daß noch recht vie liehen werden fön betreffe, fo fei die werden, die Man Um bringen. mit Fahnen und dem Festplat sta bald ein buntes >> Wetzlar. Rönige anläßlich Algemeinen Ef Raab vor den Ansprache überrei < Wezlar. hat in seiner Sit der Weftanlage Der Flucht gaffe, bezw. der Großh. Kreisa worden. 29. Juni 1904. Derselbe werden. Gießen Gro ** Das Konzert beim Rad- und Motorwettfahren zu Gießen am leßten Sonntag führte die städt. Feuer wehrkapelle unter der Direktion des Herr Waller aus; was hiermit nachträglich noch richtig gestellt sei. 1. Klein- Linden, 27. Juni. Der am letzten Sonntag vom hiesigen Kriegerverein veranstaltete Familien- Ausflug auf den Niederwald, an dem sich 75 Personen beteiligten, verlief aufs schönste. Groß war die Freude, besonders auch der Damen, über die Schiffahrt von Mainz bis Afmannshausen. Im Hotel Rheinstein" zu Aßmannshausen aß man gemeinsam zu Mittag, wobei Vater Rhein in einer Ansprache gefeiert wurde. Um 3 Uhr fam man am Dentmal an. Gemeinderechner Germer gedachte der deutschen Einheit und brachte ein Hoch auf Goßherzog und Kaiser aus, worauf die ,, Wacht am Rhein" gesungen wurde. Um 5 Uhr trat man von Rüdesheim aus über Kastel und Frankfurt per Bahn die Heimreise nach Gießen an. > Krofdorf. Das gerichtliche Untersuchungsverfahren, das gegen Bürgermeister Lichtentäler und den Bürgermeisterei sekretär v. Bülow eingeleitet worden war und s. Zt. zur Verhaftung der beiden Beamten führte, ist jetzt eingestellt worden. A Grünberg, 29. Juni.( Eingesandt.) Den ein zelnen Bewohnern unseres Ortes, welche städtische Pläge mit Holz oder anderem Material belegt haben, wurde die Mitteilung, daß in dieser Woche dieselben noch zu räumen seien, da es sonst auf ihre Kosten seitens der Stadt ausgeführt wird. Diese Maßnahme ist angesichts des bevorstehenden Sänger festes nur zu berechtigt, aber ebenso berechtigt ist die Frage: Warum wird an der Straße hinter der Wirtschaft zum Taunus" die entsegliche Unreinigfeit nicht entfernt? Wir wollen hoffen, daß dies ebenfalls recht bald geschieht. Einer vom Verkehrsverein Grünberg. r. Hungen, 27. Juni. Ein bedauerlicher Unfall stieß einem Fuhrmann aus dem benachbarten Ruppertsburg zu. Derselbe war mit einem schwerbeladenen Wagen im Der in trag für Ha die Behandlu in der Turnh Mittwoch, Gießen Wir br daß in der d. J. bord berordnetenDringlid Berjammlung spätestens bi Gieß Diens findet in i Die öffentli bei der genannter Jahren fto 0831. 990 Gie Tifchen Jura missionswesen. Begriff, Grubenholz vom Freienseener Wald nach der Fried-| tagsabgeordneten Herr Regierungsrats a. D. Stackmann Ein nachahmenswertes Beispiel im Subrichshütte bei Ruppertsburg zu fahren. An einer steilen für gültig erklärt. Stelle der Straße wollte er hemmen, wobei er unter die Hinterräder geriet, die ihm über den Leib gingen. Man berbrachte den Bedauernswerten schwer verletzt ins Hospital Laubach. Des borgela ibes Seeboot Tage gefördert als das ähnli Biahlbauten Deckt wurde. ejenhaften Sta Bug rund 9 Sporn, währe heutigen Ruder findet sich eine me eines Ma durch einen g An derselben S Feuerstein, rate gefunden. Stadt Lons l hsgericht hat de r, der vom 28. April wegen rurteilt worden 8. dt, 28. Juni us Anlaß von M Blumen gesc Sigung um 10 rich die Glückwi bgg. Bindida und Gen., Sam roßherzogtum w. betreffend, usfußantages, gentommt, für ber den bring Einführung en betriffend. hrungen dabin ür die Flußschi cat Krug von R der Abgabenfre ift für den Ant nung des Aus und Ulrich spre ifterialrat Frhr. ift der Großh. sführungen des ntrag der Aus ge Reinhart, der mit 19 gegen Forfiwarts Ph lligung einer leb Digt erflärt. und Gen., die che gefallenes R den Ausschuß zuri Bormittag 10 („ D. 3tg.") 29. Juni 1904 d Motorwettfah i. die städt. Fe Waller aus; mlegten Sonnt Familien- Au erfonen bet.iligh de, besonders a nz bis Aman mannshausen Rhein in ein man am Denta deutschen Einh aifer aus, word Um 5 Uhr t d Frankfurt chungsverfahr Bürgermeister und f. 8. jegt eingef dt.) Den e tische Bläge de die Mitteilu en feien, da ausgeführt wi henden Sänge berechtigt if r der Wirts nicht entfern bald gefi Grünberg. licher Unfal men Wagen Ruppert Lich, 27. Juni.( 19. Oberhess. Feuerwehrtag) Die amtlichen Verhandlungen fanden am gestrigen Tage von vormittags 92 Uhr ab in der Restauration Stein statt. Zu denselben waren erschienen die Brandinspektoren, der Feuerwehrinspektor und die Vertreter der freiwilligen Feuerwehren, sowie regierungsseitig Herr Kreisamtmann Hechler- Gießen. Nach einigen Mitteilungen fam der Antrag Friedberg:„ Läßt sich eine Gleichmäßigkeit der Vergütungssäge bei Hilfeleistung innerhalb der Provinz Oberhessen erzielen" zur Sprache. Dabei wurde betont, daß die Vergütungssäge in den einzelnen Kreisen noch verschiedene seien, was bei Hilfeleistung in Brandfällen vamentlich da, wo die Kreisangehörigen Nachbargemeinden bilden, zu Mißhelligkeiten führt. Die Regelung in einheitlichem Sinne sei erwünscht. Der Herr Regierungsvertreter erklärte, die Regelung dieser Angelegenheit bei den einzelnen Kreisämtern im gewünschten Sinne beantragen zu wollen und gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß sich derlei Mißverhältnisse beseitigen ließen. Zu dem Antrag der freiw. Feuerwehren Nidda und Reichelsheim:„ Der Verband wolle direkt bei Großh. Minifterium eine Entscheidung bezügl. der Entbindung einzelner Beamtenkategorien von der Feuerwehrpflicht herbeiführen," wird als Grund eine Verfügung Großh. Kreisamts Büdingen angesehen, welches etwa 30 Beamte 2c. der Stadt Nidda von der Feuerwehrpflicht befreite, während geseßlich nur Aerzte und Apotheker hiervon befreit sind. Die Regelung dieser Frage seitens der Landesregierung dürfte zu erwarten sein. Der Vortrag des Kommandanten Damm in Friedberg über:„ Grundsätze und Erfahrungen bei der Bekämpfung von Bränden", wurde mit großem Beifall aufgenommen. Die bisherigen Provinzialvertreter( Feller- Lollar, HyronimusFriedberg und Vezberger- Nidda), wurden auf weitere 3 Jahre wiedergewählt. Als Ort für den 1907 stattfindenden 20. Feuerwehrtag wurde einstimmig Assenheim gewählt. Um 12 Uhr fand eine Uebung der freiwilligen Feuerwehr Lich statt, welche gute Schulung der Mannschaft erkennen ließ; bei dem darauf folgenden Brandangriff waren die Sprizen in 3 Minuten fix und fertig zum Eingreifen. Nach der Uebung wurde vom Herrn Kreisamtmann dem Mitgliede der Licher freiw. Feuerwehr, Maler Hisgen, das vom Großherzog verliehene Abzeichen für 25jährige Dienstzeit nebst Diplom überreicht und mit Worten der Anerkennung an den Jubilar dem Wunsche Ausdruck gegeben, baß noch recht vielen Wehrmännern dieses Ehrenzeichen verliehen werden könne. Was die Uebung der Licher Wehr betreffe, so sei dieselbe ja gut ausgeführt, doch müsse erstrebt werden, die Mannschaft und deren Leistungen noch höher zu bringen. Um 2 Uhr fand ein großer Festzug durch die mit Fahnen und Emblemen reich geschmückte Stadt nach bem Festplatz statt, woselbst sich nach einigen Ansprachen bald ei - lb ein buntes Treiben entwickelte. >> Wetzlar. Gerichtsdiener Riegel erhielt das vom Könige anläßlich seines Jubiläums verliehene Kreuz zum Allgemeinen Ehrenzeichen durch Herrn Amtsgerichtsrat Raab vor den versammelten Gerichtsbeamten mit feierlicher Ansprache überreicht. < Wetzlar. Das Plenum des Abgeordnetenhauses hat in seiner Sigung am Montag die Wahl unseres LandBekanntmachung. Der Fluchtlinienplan für die Große Mühlgasse von Friedberg. Las am 2. und 3. Juli hier stattfindende 25. Verbandsfest Gabelsberger Stenographen gewinnt als Jubelfeier besondere Bedeutung. Ein Wettschreiben mit nur ansehnlichen Preisen wird veranstaltet. Der unterhaltende Teil sieht vor: Konzerte, Festspiele, Theater, Ball usw. Nimmt man hinzu, daß die Stadt Friedberg eine größere Reihe Sehenswürdigkeiten bietet, daß sie durch ihre bedeutsamen Anstalten zahlreicher auswärtiger Freundschaftsbeziehungen sich rühmen darf, so werden gewiß Viele gern die Gelegenheit ergreifen, einige genußreiche Stunden unter dem Zeichen der geflügelten Feder hier zuzubringen. Aus dem Gerichts[ aal. Strafkammer. Gießen, den 28. Juni 1904. Das Urteil in der vor acht Tagen verhandelten Urkundenfälschungsangelegenheit lautete auf 6 Wochen Gefängnis gegen den früheren Cand. theol. G. von Laubach. Die Strafe ist durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet worden. Techniker E. von Ilmenau wurde freigesprechen. Dienstknecht Heinrich Seipp von Rüddingshausen ist geständig, daß er aus Fahrlässigkeit einen dem Heinrich Kraft II. dortſelbſt gehörigen Strohhaufen im Werte von 100 Mt. durch achtloses Fortwerfen eines noch brennenden Streichholzes in Brand gesezt hat. Mit Rücksicht auf den hohen Grad der Fahrlässigkeit wurde auf 3 Monate Gefängnis erkannt. Wegen eines Diebstahls, verübt durch Beter Hoch, erhielt er 3 Tage Gefängnis. Auf die erkannte Begnahme einer Mart, zum Nachteil seines Mittnechtes - - - Strafe sind 2 Wochen erlittene Untersuchungshaft anzurechnen. Bimmergeselle Friedrich Buß von Groß- Karben hat eines Sonntagsabends ein Mädchen mit Totstechen bedroht. Zwei auf das Geschrei hinzueilende Burschen erhielten schwere Stichverlegungen von dem Angeklagten, die nach Aussage des Sachverständigen sehr gefährlich waren. Die große Brutalität straferschwerend in Berücksichtigung ziehend, wurde auf 2 Jahre und 9 Monate Gefängnis erfannt, worauf ein Monat Untersuchungshaft aufzurechnen Zimmermann Johannes Schmidt von Merlau ist. wurde durch den Nachtwächter Rühl vnn Ober- Dhmen beim Dielenstehlen auf der Holzindustrie zu Mücke abgefaßt. Aus Rache über die erfolgte Anzeige überfiel er diesen eines Abends und mißhandelte ihn. Wegen Diebstahls und Körperverlegung unter Anklage gestellt, verurteilte ihn die Kammer zu 6 Monaten Gefängnis. Der Landwirt Nikolaus Nez von Bieber wurde auf dem Großh. Hofjagdgebiet mit Jagdgewehr ausgerüstet betroffen. Der wegen Jagdvergehen vorbestrafte Angeklagte wurde dieserhalb vom Schöffengericht Alsfeld mit einer dreiwöchigen Gefängnisstrafe belegt und das Gewehr eingezogen. Seine hiergegen eingelegte Berufung wurde kostenpflichtig zurückgewiesen. Christian Schlörb von Schotten gegen den Bäcker Konrad Den Schluß bildete die Privatklagesache des Meggers Hofmann dortselbst und die Widerklage des Letteren gegen den Ersteren, wegen gegenseitiger Beleidigung. Die Parteien wurden vom Schöffengericht Schotten zu je 20 Mt. Geldstrafe verurteilt; auch wurde jedem Beteiligten die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung des andern an der Ortstafel zu Schotten zu veröffentlichen. Auf Berufung des Schlörb wurde das Urteil abgeändert und letzterer, unter Belastung des Hofmann mit sämtlichen Kosten, freigesprochen. Bekanntmachung. " Von Seiten der städtischen Verwaltung von Worms war eine Ausschreibung von Arbeiten erfolgt. Nach dem Eingange der verschiedenen Offerten erklärte der Stadtbaurat dem Oberbürgermeister, es sei unmöglich, daß man die einzelnen Schundpreise" annehmen fönne. Dabei sei von einem Verdienst für die Handwerker keine Rede mehr; kaum würden dadurch die Auslagen gedeckt. Der Oberbürgermeister brachte hiernach die Sache in einer Magistrate sizung zur Sprache und erhielt den Auftrag, sich ihrer anzunehmen. Daraufhin wurden alle Handwerker aufgefordet, sich im Rathause einzufinden. Es erschienen mehrere hundert Handwerker, und diesen sette das Stadtoberhaupt in längerer energischer Rede klar und eindringlich auseinander, daß die jezige Submissionswirtschaft nicht so fortgehen könne, daß es ganz unmöglich sei, bei solchen Preisen zu arbeiten, denn es werde ein gesunder kräftiger Handwerkerstand, auf den Worms von jeher stolz war, bei diesen Zuständen nicht erhalten bleiben. Mit Angeboten, welche die eigenen Kosten nicht decken, müsse der Handwerker zu Grunde gehen, und die Stadt habe statt eines gesunden Handwerkerstandes, der gern seine Steuern und Abgaben bezahlt, arme Leute. Gehe dies mit so unsinnigem Tun weiter, so falle später der Stadt die Familie zur Last. Der Magistrat wolle sich der Sache gründlich annehmen. Jedes Handwerk solle in den nächsten Tagen sich die Preise überlegen und richtig einsehen, einen Obmann wählen, und dieser sollte die Preisliste dem Stadtbaumeister übergeben.„ Wegzuwerfen hat die Stadt nichts, meine Herren", sagte der darum zu tun, unseren Handwerkerſtand zu erhalten, und Oberbürgermeister in der Versammlung, es ist uns aber so zu erhalten einen zahlungsfähigen Mittelstand." Dazu bemerkt betreffend das in Wiesbaden erscheinende Neue Handwerkerblatt:" Der Wormser Stadtbaumeister und der Oberbürgermeister haben mit ihrem energischen Vorgehen mehr geleistet, als alle gelehrten Abhandlungen über die Hebung des Handwerks zusammen genommen jemals leisten werden. Was nüßt es, wenn noch so wohlwollende Pläne geschmiedet werden, die niemals zur Ausführung kommen? Die Wormser Handwerker mögen schöne Augen gemacht haben, als der Oberbürgermeister sie mit einer Standpaufe à la Friedrich II. empfing und ihnen zeigte, was sie bis daher nicht sahen. Würde es überall so gemacht wie in Worms, dann würde das Submissionswesen bald aus dem Handwerk heraus von Grund aus besser werden. Wir gratulieren dem Oberbürgermeister von Worms zu seinen wahrhaft goldenen Worten, wollen aber mit unserer Ansicht, daß solche Stadtoberhäupter vorläufig noch mit der Laterne gesucht werden müssen, nicht zurückhalten." Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 30. Juni. Meist heiter, wärmer, auch nachts, trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Tell Karl Klose, Grünberg. Die Ziehung 3. Klasse der 4. HessischThüringischen Staatelotterte findet am 5. und 6. Juli d. Js. statt. Interessenten mögen die Loserneuerung nicht versäumen. ADLER Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Westanlage bis zum Eingang in die Große Mühl- die Weftanlage zwischen Bahnhof und Frankfurtergaffe, bezw. den mit a- b bezeichneten Punkten ist von straße von Donnerstag, den 30. 1. Mts. an bis auf Großh. Kreisamt genehmigt und von uns festgestellt weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Das beste Fahrrad! Gießen, den 29. Juni 1904. worden. werden. Derselbe kann bei dem Tiefbauamte eingesehen Gießen, den 24. Juni 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Der in den Samstagnummern angefündigte Bortrag für Hausfrauen betreffend die Glanzbügelei und die Behandlung und Reinigung der Wäsche findet Mittwoch, den 29. Juni d. Js. abends 8 Uhr, in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt. Gießen, den 27. Juni 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß in der Zeit vom 1. August bis Mitte September d. Is. voraussichtlich keine Sigungen der Stadtverordneten- Versammlung abgehalten werden. Dringliche, die Beschlußfassung der StadtverordnetenVersammlung erfordernde Angelegenheiten sind daher spätestens bis 20. Juli d. Js. bei uns vorzubringen. Gießen, den 28. Juni 1904. Großh. Bürgermeisterei Sießen. Mecum. Bekanntmachung. Dienstag, 5. Juli 1904, vormittags 11 Uhr, findet in dem Sigungssaal im Bürgermeistereigebäude die öffentliche Verpachtung der städtischen Sandgruve bei der Hochwarte an der 12. Schneise am fo genannten frummen Weg auf die Dauer von drei Jahren statt. 2977 Gießen, den 28. Junt 1904. Großb. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Philipp Rupp, Schüßenstraße 1 dahier, ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 20. Juni 1904. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die Weißbinderarbeit zur laufenden Unterhalthaltung der Gebäude der Gewerbeschule soll Samstag, den 2. Juli d. Js., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. Juni 1904. Städtisches Hobauamt. J. V.: Altvater. Obstpressen Conservekrüge, neu Conservegläser Bohnenschneidmaschinen empfehlen Brüder Schmidt, Gießen Seltersweg. 59 , Wunderbar" leichter Lauf. Die feinste Marke! 23 , Grösste" Verbreitung. Fahrräder, Motorwagen, Schreibmaschinen, Motorzweiräder. Viele höchste Auszeichnungen, Staatsmedaillen etc, Vertreter: Heinrich Hamel, Grünberg. Gebrauchte Fahrräder stets auf Lager. Fachgemässe Reparaturen schnell und billig Former, Ausstampfer und Arbeiter für dauernde, gutbezahlte Arbeit gesucht. Eisenwerke Collar, Aktien- Ges. Lollar, Oberhessen. Reiche Heirat! Junge Waife. M. 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Die Festmusik wird ausgeführt von der gesamten Kapelle des Thüringischen Ulanen- Regiments Nr. 6 in Hanau unter Leitung des Kgl. Musikdirektors Urbach. Näheres sagen die Plakate und Programme. Letztere sind in der Festschrift enthalten, die zum Preise von 40 Pfz. an den Vorverkaufsstellen und an der Kasse zu haben ist. Alle Freunde des Gesanges werden hiermit freundlichst eingeladen. Eintrittspreise: Tageskarten: für Samstag 30 Pfg., für Sonntag 1 Maik, für Montag 50 fg, Schülerkarten an beiden Tagen je 20 Pfg. Dauerkarten giltig für die 3 Fefttage: a) Familienkarten für 4 Personen 3 Mt.( Hauptkarte mit 3 Beifarten, zu denen außerdem noch bis zu 2 Beifarten á 50 Pfg. be: ansprucht werden können), b) Einzelfarten 1.25 Mt. Von denjenigen Personen, welche nicht im Besitz einer Festkarte sind und Zutritt zum Vortrage der Einzelchore in der Turnhalle und der Hauptprobe auf dem Festplate am Sonntag Vormittag wünschen, wird ein Eintrittsgeld von je 20 Pfg. erhoben. Die Dauerkarten müssen bis zum Freitag, 8. Juli abends gelöst werden; an der Kaffe werden nur Tageskarten ausgegeben. Hessischer„ Waisenschuk" Sonntag, den 3. Juli 1904: XTT. Landesversammlung im Giessener Festsaal ,, Café Leib". Beginn der Verhandlungen präcis 11 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Spaziergang. Abends 8 Uhr: Unterhaltung mit Tanz. Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich willkommen. Der Vorstand. Inhaber: Oskar Gutmann. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. sowie alle Stotternt, Sprachfehler heilt Dir. F. Baum, Hauptanstalt Darmstadt. Kursus in Gießen Ludwigstraße 52, 3. St. im Hause von Frau Rittmeister Douglas. Für Schwerhörige Hörübungen zur Stä fung des Gehörs. Die besten Zeugnisse. Anmeldungen sofort erbeten. 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