fie. Lieber re Berle chtes, jedes rt! ihr berfand ngs= schon pätten eine Baromir fung Berle ge digt. „ Sie nicht affen!" en Berliner der 10 000 Hoffnungen. us den Erinnerungen chinesischen Geheim polizisten. ( Nachdruck verboten.) A13 stehen, großer Cile 31 sein und etwas Wichtiges vorzuhaben. Ich wandte mich um und erhaschte mit dem Blid einen anfand, gieber den Damm und verschwand in einer Allee. er ungefähr dreißig Meter von mir entfernt war, blieb er etwas unter seiner Bluse, und da er es nicht Blufe, der in das Haus fchlüpfte. Nr. 50. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Satisbetingen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Coifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 29. Februar 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einfpaltige Betttzelle für ganz O hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15% Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Gießen, den 24. Februar 1904. Betr. Den Wiesengang im Frühjahr 1904. Das Großherzogl. Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nach Artikel 4 der Wiesenpolizeiordnung für den Kreis Gießen ist im Laufe des Monats März der Frühjahrswiesengang durch den Wiesenvorstand unter zuziehung der Feldschüßen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie demgemäß, alsbald die erforderliche Anordnung zu treffen und eine Abschrift des über den Wiesengang aufzunehmenden Protofolls innerhalb 14 Tagen nach Beendigung des Wiesenganges an uns einzusenden. In diesem Protokoll hat sich der Wiesenvorstand insbesondere darüber zu äußern: a) ob die Anordnungen, welche im Anschluß an frühere Wiesengänge getroffen wurden, befolgt worden sind und welche nicht; b) welche Anordnungen von dem Wiesenvorstand zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang borgefundenen Mängeln getroffen worden sind, oder welche Maßnahmen zu diesem Zwecke vorge= schlagen werden. Der Wiesenvorstand hat hierbei sein Augenmerk namentlich auf die Reinigung der Wiesen von Geftrüpp, Gesträuch, Moos, schädlichen Pflanzen 2c., auf die Verebnung der Maulwurfshügel, sowie auf die Unterhaltung der Be- undEntwässerungsgräben zu richten; c) welche Verbesserungsvorschläge in Bezug auf Hierbei größere Wiesendistrikte zu machen sind. kommen namentlich solche Vorschläge in Betracht, zu deren Ausführung die Bildung von Wassergenossenschaften nach den Bestimmungen des Bachgesezes angezeigt ist. Zu b) fügen wir erläuternd an, daß in der Regel insofern fein besonderer Anstand vorliegt, der Wiesenvorstand in seinem Protokoll eine Frist, welche vier Wochen nicht übersteigen soll, festzusetzen hat, binnen deren die vorgefundenen Mängel bei Meidung von Strafen und Zwangsmaßregeln von den Pflichtigen zu beseitigen sind. Die Aufforderung zur Beseitigung der vorgefundenen Mängel ist nach Beendigung des Wiesenganges ungesäumt durch den Bürgermeister ortsüblich bekannt zu machen. Das Protokoll über den Wiesengang ist von allen Beteiligten zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesenborstandes an der Teilnahme verhindert, so ist dies am Schlusse des Protokolls zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand nicht mehr vollzählig sein, so wollen Sie uns nach Anhörung des Gemeinderats als bald besondere Vorlage machen. In den nachstehend verzeichneten Gemeinden wird ein Beamter der Großh. Kultur- Inspektion Gießen, ge= mäß Art. 4, Absatz 2 der Wiesenpolizeiordnung_an dem Wiesengang teilnehmen. Der Tag und die Zeit des Beginnes des Wiesenganges sind bei jeder Gemeinde besonders bemerkt. Die Zusammenkunft findet jeweils auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters statt. 1. Beltershain 8. März 9 Uhr vormittags ,, nachmittags vormittags nachmittags 2. Stangenrod 3. Rödgen 4. Annerod 5. Garbenteich 6. Bersrod 7. Harbach 8. Nodheim 9. Steinheim Der Krieg in Oftalien. Während die Japaner jetzt selbst einräumen müssen, daß ihr Versuch, die Hafeneinfahrt von Port Arthur durch Versenken von Branderschiffen zu sperren, mißlungen ist, haben sie in Korea einen großen Erfolg zu verzeichnen: Es ist zu einem formellen Bündnis zwischen Japan und Korea gekommen, und die Koreaner treten nunmehr im Kampfe gegen Rußland an die Seite der Japaner. Aus Söul wird darüber gemeldet: Die koreanische Regierung hat sich entschlossen, Truppen zu entsenden, die mit den Japanern gemeinsam vorgehen sollen. Wiju ist für den Handel geöffnet worden. Japan- Korea und der Zweibund. Die große Bedeutung dieses Schrittes der koreanischen Regierung liegt darin, daß nunmehr die Japaner ihre gesamte verfügbare Truppenmacht gegen die Russen verwenden können, während sie bisher gezwungen waren, genügend Mannschaften zur Beseßung der koreanischen Plätze und zur Deckung ihrer Rückzugslinie zurückzulassen. Auf die aktive Mitwirkung des koreanischen Heeres in offener Feldschlacht werden die Japaner wohl höflichst dankend verzichten. Denn mit den koreanischen Soldaten ist wenig Staat zu machen. Aber die Japaner selbst haben jetzt ja genügend Truppen in Korea, um den Russen mit Aussicht auf Erfolg die Spize bieten zu können. Das koreanisch- japanische Bündnis beunruhigt denn die russische Diplomatie auch in hohem Maße, wie aus der folgenden Londoner Meldung klar hervorgeht: vormittags " am 8. 1 " " 10. " " 82 " 10. 1 " If " 1 12. 8 " 16. 10 " " " 18. 10 " " 29. " " 29. 91/2 1 " " " " " nachmittags Sie wollen ferner veranlassen, daß gleichzeitig mit dem Wiesengang die durch Statut vorgeschriebene Lokalschau des Vorstandes der in Ihrer Gemeinde bestehenden Wassergenossenschaften Die Genossenschaftsvorstände borgenommen wird. haben hierbei insbesondere ihr Augenmerk darauf zu richten, ob sich die genossenschaftlichen Anlagen in gutem Zustande befinden und ob etwa Unterhaltungsoder Verbesserungsvorschläge zu machen sind. In Ihrem Begleitbericht zum Wiesengangsprotokoll ist anzugeben, ob die Lokalschau der Wassergenossenschaften, wie angeordnet, stattgefunden hat. J. V.: Dr. Kranzbühler. In hiesigen politischen Kreisen wird eine mehrtägige Reise des französischen Botschafters am Londoner Hose, Cambon, nach Paris eifrig besprochen. Sie soll damit zusammenhängen, daß Rußland in Paris den Versuch unternommen habe, die Unterstüßung, welche Japan seitens Koreas empfängt, als casus foederis darzustellen, welcher Rußland berechtige, das Eingreifen Frankreichs zu fordern. Ob dieser Versuch gelingen wird, ist bei dem großen Risiko, das die französische Regierung durch ein Heraustreten aus ihrer Neutralität laufen würde, allerdings immer noch zweifelhaft. Doch können die Ereignisse im fernen Osten schließlich sich so aeſtalten, daß Frankreich, auch abgesehen von der Koreafrage, zur Einmischung veranlaßt wird. Zu dieser Besorgnis gibt die japanfreundliche Haltung Chinas nur zu begründeten Anlaß. Die Bevölkerung ist unzufrieden über die bisherige Wahrung der Neutralität. In einzelnen Provinzen regt sich bereits die offene Rebellion, die mit Japan liebäugelt. Da ein großer Teil der chinesischen Machthaber und Generale sich auch für einen Anschluß an Japan aussprechen, so hat die chinesische Regierung einen schweren Stand und wird kaum auf die Dauer ihre Neutralität bewahren können. Aus Pefing wird über diese Ange. legenheit berichtet: Die Generale Ma und Tschi wollen angeblich beim Kaiser Widerspruch gegen die Neutralität Chinas erheben. Der japanische Gesandte in Peking drängt China zu einem entscheidenden Schritte. Offenbar von ihm beeinflußt, haben Yuanschifai und andere Staatsmänner der Regierung eine Denkschrift überreicht, worin sie auf der Not. wendigkeit eines Schuk- und Truzbündnisses Chinas mit Japan bestehen. Japan verspreche, wenn es Koarea er. halte, die Mandschurei nicht anzurühren und keine Schritte gegen das chinesische Kaiserhaus zu unternehmen. Sollte es dem großen Einfluß Yuanschikais und seiner Hintermänner gelingen, diesen Plan durchzusetzen, dann wäre der Weltkrieg unvermeidlich, denn in China laufen die euro. päischen Interessenfäden in dichtem Knäuel zusammen. Ueber neue Operationen liegt nichts Bemerkenswerted bor. Dagegen äußern sich jetzt auch amtliche japanische Dar. stellungen über die letzten Vorgänge vor Port Arthur. Danach waren es fünf japanische Kauffahrteischiffe, die dazu bestimmt waren, den Hafeneingang zu sperren. Sie hatten eine Größe von 1000 bis 2000 Tonnen und waren zur Täuschung des Feindes mit einem kriegsschiffähnlichen Anstrich versehen. Wie Admiral Kammimura berichtet, wur. den sie von ihren Besatzungen selbst versenkt. Doch mußten sich die japanischen Flottenführer später davon überzeugen, daß das Versenken der Brander von keinem namhaften Erfolg gewesen, mit anderen Worten die Hafeneinfahrt unversperrt sei. Sämtliche Besazungsmannschaften, ebenso wie die Torpedoboots flottille seien unversehrt geblieben. Zum Schluß macht Admiral Kammimura noch die Mitteilung, daß bas japanische Kreuzergeschwader einen russischen Tor. pedobootsjäger vernichtet habe. Die Politik. Eine interessante Uebersicht bietet eine soeben erschienene Statistik aus der Reichsvoftverwaltung, der wir einzelne Daten entnehmen. Die Zahl der Beamten der Reichs- Postund Telegraphenverwaltung ist zu Anfang des Jahres 1904 auf nicht weniger als 217 716 Personen angewachsen. Gegen das Vorjahr bedeutet dies eine Vermehrung um 7810 Röpfe. Die Beamtenstellen sind im letzten Jahre um etwa 2400, die der Unterbeamten um 2700 vermehrt worden. Bei den selbständigen und nicht mit Postanstalten vereinigten Telegraphenämtern und Stadtfernsprechämtern werden 20 397 Personen beschäftigt, und zwar im Telegraphendienst 9987, im Fernsprechdienst 10 410. Der Fernsprecher nimmt also schon jetzt mehr Kräfte für sich allein in Anspruch, als der Telegraph. Die längst angekündigte Gründung des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie ist jetzt erfolgt. Aus den Statuten des Verbandes, der seinen Siz in Berlin hat und das ganze Reichsgebiet umfaßt, heben wir folgendes hervor: Der Verband will die Sozialdemokratie als politische Macht bekämpfen und hierzu alle Gegner der Umsturzpartei zu ver einigen suchen; er kennt keinen Unterschied der Parteistellung. Der Reichsverband verfolgt lediglich politische und nationale Zwecke, er will der Vaterlandslosigkeit und republikanischen Gesinnung der Sozialdemokratie entgegentreten und wird sich bemühen, auf die Wahlen im nationalen Sinne einzuwirken. Er will die arbeitende Bevölkerung durch Wort und Schrift darüber aufklären, daß die Sozialdemokratie nur jelbstsüchtige Zwecke verfolgt, um ihre politischen Führer zur Herrschaft zu bringen, und daß sie die angebliche InteressenDertretung der Arbeiter in dem Streben nach politischer Macht mißbrauchte. Sobald als möglich sollen provinzielle Landesverbände geschaffen werden. Der Jahresbeitrag ist auf mindestens 1 Mark, für korporative Mitglieder auf mindestens 10 Mark bemessen. Der Verband soll erst dann wirklich ins Leben treten, wenn sein Bestehen durch eine entsprechende Mitgliederzahl und ihre finanzielle Unterstützung auf Jahre hinaus gesichert ist. Ueber den Inhalt des deutsch- italienischen Handelsvertrages, wie er zwischen den Unterhändlern beider Staaten einstweilen vereinbart ist, wissen italienische Blätter zu berichten, daß Deutschland Italien zwar einige 3 u geständ nisse auf die Zollsäge bei Früchten und Gemüse machen merde, dagegen keine 3ollfreiheit für Getreide und feine Erleichterungen für Wein gewähren wolle. Die Melbung klingt keineswegs glaubwürdig. Uebrigens rechnet man in italienischen Regierungsfreisen mit dem Abschluß der Handelsvertragsverhandlungen bis zum 15. März. Aus Hannover kommt die Meldung, daß die Re gierung beabsichtige, in der Residenz an der Leine eine Polizei- Akademie zu schaffen. In dieser Akademie sollen Be amte aus dem ganzen Reiche für den Dienst als Polizei. kommissare und Polizeioffiziere vorbereitet werden. England. Der neue Generalinspekteur der britischen Armee, Herzog von Connaught, hat jetzt seine Ansichten über die britische Heeresreform näher dargelegt. Er meint, für den Auslandsdienst genüge eine Freiwilligenarmee. Was die heimische Armee angehe, so schwebe ihm eine auf dem Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht beruhende Defenſivarmee ohne sehr lange Dienstzeit vor, die hinreichend und vollständig geschult sein müsse. Aus dieser fönnten dann Freiwillige für den auswärtigen Dienst aufgerufen werden, die am Ende ihrer Dienstzeit eine Pension zu erwarten hätten. Es wird wohl noch eine Zeitlang dauern, ehe sich die Engländer zu der ihnen ganz und gar nicht willtommenen allgemeinen Wehrpflicht bequemen. * Auch wenn die britische Regierung nicht am Tage des Kriegsbeginns in Ostasien einen groben Schriftwechsel mit Rußland wegen Tibets veröffentlicht hätte, war es doch für jeden Kenner britischer Politik klar, daß das Inselreich die russische Verwickelung mit Japan benußen würde, um in Tibet Rußland den Weg zu verlegen. Wie jetzt aus London berichtet wird, ist England entschlossen, falls Tibet nicht eine antirussische und zugleich englandfreundliche Haltung annehme, gegen Tibet militärisch vorzugehen. Den Russen wird das ja höchst ungelegen kommen. Ob aber nicht zuletzt England die Zeche zahlen muß, ist die Frage. Oesterreich- Ungarn. P Trop aller Heimlichkeit ist es doch ans Tageslicht ge tommen: Desterreich- Ungarn macht mobil mit Rücksicht auf ein etwa nötiges bewaffnetes Eingreifen auf dem Balkan. Außer der Mobilisierung des gesamten stehenden Heeres wird sogar diejenige des Landsturms 1. Aufgebots vorbereitet. Zugleich steht eine Neubesetzung der Kommandostellen bevor: 20 bis 25 Generale sollen verabschiedet werden. Es erhielten bereits einige Generale, die die vierzigjährige Dienstzeit überschritten hatten, die Aufforderung, ihr Gesuch um Pensionierung einzubringen. Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, hat Desterreich bei den Großmächten angefragt, wie sie sich zu einer etwaigen, durch den Berliner Vertrag der Wiener Regierung zugestandenen Befezung des Sandschaks Nowibasar verhalten würden. Hoffentlich gestalten sich die Verhältnisse so, daß ein Eingreifen Osterreichs auf dem Balfan überflüssig wird. Hus den Parlamenten. * Es steht nunmehr fest, daß die große wasserwirtschaftliche Vorlage, die dem preußischen Landtag zugehen wird, in vier Vorlagen zerfällt: die eigentliche Kanalvorlage, die die Kanal strecke Rhein- Hannover enthält, eine Vorlage wegen der Flußregulierungen, eine Vorlage, betr. Maßnahmen gegen die Hochwassergefahren und eine Notstandsvorlage, die augenblicklich den Provinziallandtagen der betreffenden Provinzen zur Begutachtung unterbreitet ist. Heer und flotte. Ehrwürdige Feldzeichen wurden in das Berliner Zeughaus ( Ruhmeshalle) übergeführt. Es sind die alten Fahnen des Infanterieregiments Nr. 31 Graf Rose, die an den Kämpfen bei Podol und Königgräß( 1866) und bei Beaumont u. s. w. ( 1870) mit teilgenommen haben. Die ehrwürdigen Zeugen dieser ruhmreichen Zeit sind auf den Schlachtfeldern derart von Kugeln durchbohrt worden, daß sie schließlich nur noch aus durch silberne Bänder zusammengehaltenen Stücken bestanden. Auf Befehl des Kaisers werden sie nunmehr zur bleibenden Erinnerung für fünftige Geschlechter in der hiefigen Ruhmeshalle aufbewahrt werden. Deutfcher Reichstag. ( 44. Sigung.). CB. Berlin, 27. Februar. In berechneter Steigerung führt die Justizdebatte von politisch unverfänglichen Dingen über die leider zu einer politischen Hauptfrage gewordene Handwerkernot zu dem die Gemüter schon bedenklich erhizenden Strafvollzug an Preßsündern, um schließlich in einer leidenschaftlichen Redeschlacht über die Handhabung des Fremdenrechts auszutoben. Mit dem Wunsche nach Heimstätten, die jeder Deutsche erwerben können soll, begann vorgestern die Debatte. Den Unannehmlichkeiten der unfreiwilligen Heimstätten, die den Sündern gegen das Preßgesetz und den Beleidigungsparagraphen von Staats wegen bereitet werden, galt der erste Teil der heutigen Verhandlung. Und die deutliche Bekundung des Willens des auswärtigen Amts und der preußischen Regierung, es nicht zu dulden, daß russische Revolutionäre auf deutschem Boden für ihre gegen ihre Heimatsregierung gerichteten Umtriebe eine Heimstätte begründen, hat die preuBischen Minister rhr. v. Hammerstein und Dr. Schönstedt an die Seite des Staatssekretärs des Reichsjustizamts geführt, um dem Angriff der Sozialdemokratie entgegenzutreten. Zunächst wurde die von den Freisinnigen Borgmann und Träger beantragte Resolution besprochen, die für die Untersuchungs- und Strafhaft bei politischen und Preßvergehen Selbstbeschäftigung, Selbstbeköstigung und Zeitungsleftüre fordert. Die Antragsteller bezeichneten diese Angelegenheit mit Recht als Seeschlange und einen der ältesten Ladenhüter des Reichstags. Staatssekretär Nieberding aber stellte sich, wie in den früheren Jahren, auch diesmal auf den Standpunkt, daß einer einheitlichen Regelung des Strafvollzugs die Revision des materiellen Strafrechts vorangehen müsse. Der Umstand, daß zur Beleuchtung der Angelegenheit die Behandlung des wegen Beleidigung des oldenburgischen Justizministers Ruhstrat zu 10 Monaten Gefängnis verurteilten Redakteurs Biermann herangezogen wurde, und das Eingreifen eines oldenburgischen Regierungsvertreters führte zu Angriffen seitens des Sozialdemokraten Stadt= bagen. Mit schwerem Geschütz zog der sozialdemokratische Abg. Ha a se wider die Minister Frhr. v. Hammerstein und Dr. Schönstedt los. Diese beharrten jedoch auf ihrem alten, wiederholt präzisierten Standpunkt: Ausländische Anarchisten würden kurzerhand über die Grenze geschoben. Und der Versuch, die papierene Propaganda der russischen Anarchisten von den Rockschößen der deutschen Sozialdemokratie zu schütteln, sei mißlungen. Hoffentlich ist mit dieser Auseinandersetzung die Russendebatte erledigt. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 29. Sigung.) RK, Berlin, 27. Februar. Noch einmal kam heute beim Justizetat der Kampf zwi schen Dr. Theodor Barth und der Kösliner Staatsanwalt ichaft weaen des bekannten Wahlflugblatts aufs Tapet. Abg. Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) Tiophel dachte nicht im Geringsten daran, daß er beobachtet würde, darum schritt er ganz wohlgemut nach der Stelle, wo er sein Gewehr liegen hatte. Nicht gerade oberhalb, sondern etwas seitwärts versteckt schaute der Forstlaufer dem Tun Tiophels zu und als er gewahrte, daß dieser die Büchse in der Hand hatte, eilte er, immer sich weit vom Rande baltend. abwärts. um vor dem Wildhirten den Ausgang aus der Lehmtaute zu erreichen. Eben als Tiophel den wenig berugten Fahrweg, der aus der Lehmfaute ins Feid führte, unterhalb einer abschüssigen Stelle betrat, gewahrte er an deren oberen Rande den Forstlaufer, der gleich darauf den Rain herabsprang und mit angeschlagenem Gewehr den Wildhirten zum Stehenbleiben zwang. ,, Legste Deine Sprig' hin oder ich schieß' Dich 3'sammen we'n Hund!" rief der Forstlaufer mit feuchender Stimme, wobei man ihm die Wut anmerken konnte, die ihn erfüllte über den Wilddieb, der ihm so manchen Rüffel seitens des Försters verursacht hatte. Wolff- Lissa( fr. Vg.) nahm sich seines Parteigenossen Dr. Barth in längerer Rede mit Nachdruck an. Justizminister Schönstedt ging nur kurz auf die Angelegenheit ein, die in der weiteren Debatte noch vom Abg. Strosser( fons.) wieder aus der parlamentarischen Versenkung, in der si schon verschwunden schien, wieder hervorgeholt wurde. Sach. lich Neues oder besonders Beachtenswertes brachte keiner der Redner vor. Die übrigen Redner traten mit erfreulichem Eifer für eine Verbesserung der Gehälter einzelner Beamten fategorien, namentlich der Gerichtssekretäre, ein; doch er klärte die Regierung, sie sei nicht in der Lage, solchen Wün schen zu entsprechen. Auch polnische Wünsche, wie der weger Vermehrung der Dolmetscher, wurden laut, ebenso Klagen über üble Wirkungen der neuen Gerichtsvollzieherordnung. Ein Regierungskommissar erwiderte, den Be schwerden über diese Neuordnung hielten die Anerkennungen die Wage. Die Regierung werde indessen alle Beschwerden Jenau prüfen und danach sich schlüssig machen, ob und was sie tun wolle. Und dann kam der sehnlich erwartete Moment, vo der Präsident v. Kröcher die Genehmigung des Justizetats verkünden konnte. Am Montag kommt die Bauverwaltung an die Reihe. Tiophel stand anfangs wie eine Bildsäule, denn er war ganz verblüfft über das unerwartete und dabei so energische Auftreten des alten Forstlaufers. Die Büchse behielt er in der Hand. " Legste das Ding hin oder ich schieß' Dir den Arm entzwei!" rief jetzt der Forstlaufer, indem der Hahn seiner Flinte fnackte. Im Gesicht Tiophels lag etwas Raubtierartiges, das den alten Dingler fast erbeben machte. Behutsam ließ jener die Büchse fallen. Nab und Fern. Für die deutschen Sanatorien auf Madeira, zu deren Errichtung die portugiesische Regierung dem Prinzen Hohenlohe ausgedehnte Konzessionen erteilt hat, sind die Vorbereitungen im vollen Gange. Sie sollen unter Verwertung aller Erfahrungen erbaut werden, welche in den berühmtesten Kurorten und Heilstätten der Welt, insbesondere in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, gemacht worden sind. Eine aus hervorragenden Wissenschaftern und Technikern bestehende Kommission, der auch mehrere Chefärzte von Lungenheilstätten sich anschließen, wird sich zur Bearbeitung der definitiven Projekte am 10. März mit dem Dampfer„ Eleonore Woermann" ab Hamburg nach Funchal begeben. " So, nun vor mir her!" sagte der Forstlaufer ziemlich erleichtert, und nit mir so auf'n Leib aerückt. Pockenepidemie in Flensburg. Die schwarzen Blattern sind in Flensburg ausgebrochen und bereits acht Personen an der gefährlichen Seuche erkrankt. Vor drei Tagen trat bei einem bei einem Getreideimporteur beschäftigten Arbeiter eine Krankheit auf, die sich alsbald auf die ganze Familie und die mit ihr in Berührung kommenden Verwandten übertrug. Es sind umfangreiche Schutzmaßregeln gegen etwaige Weiterverbreitung getroffen. Aus dem Eisenbahnzuge gestürzt. Das dreijährige Söhnchen eines Auswanderers stürzte bei Winsen während der Fahrt aus dem Zuge, der von Uelzen nach Hamburg fuhr, und wurde tötlich verletzt aufgehoben. Ein Passagier, der später das Kind suchen half, wurde von einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Zuge überfahren und schwer verletzt. Sein eigenes Kind abgeschlachtet. Eine ungeheuerliche Tat beging der Arbeiter Seufert in Berlin. Aus Eifersucht und Rache gegen seine Ehefrau schlachtete er sein zweijähriges Töchterchen Gertrud ab und warf der Frau dann den zuckenden Körper in die Arme. Der Unmensch wurde verhaftet. [ Die Henkersmahlzeit Kohlers.] Der kürzlich hingerichtete Matrose Kohler ließ sich, wie nachträglich aus Aurich gemeldet wird, am Tage vor seiner Hinrichtung zu Mittag Bouillon, Eisbein mit Sauerkohl, sowie eine halbe Flasche Wein verabfolgen; als Abendbrot erhielt er auf seinen Wunsch eine Portion Kartoffelsalat und ein Glas Bier. Betanntlich kann sich der zum Tode Verurteilte die Henkersmahlzeit, d. i. seine letzte Mahlzeit, selbst auswählen. [ Der falsche Dalai Lama.] Im eisigen tibetanischen Hochlande wird zur Zeit Neujahr gefeiert, und zwar gleich bolle drei Wochen lang. In diesen Wochen geht mit der Hauptstadt Lhasa, die die geistliche und weltliche Macht umschließt, eine seltsame Veränderung vor sich. Der Dalai Lama, der sonst schon ein ganz abgeschlossenes Dasein führt, verschwindet völlig; seine Macht geht durch den merkwürdigen Brauch einer Versteigerung über an einen Bonzen aus dem Buddhakloster Debang. Dieser falsche Dalai Lama wird " Talno" genannt und darf sich in seiner Regierungszeit pielerlei Unfug und Rechte herausnehmen. [ Eine kostbare Eisenbahnladung] traf in Berlin ein. Es handelt sich um vier und eine halbe Million Mark in Gold, die von der Reichsbank- Hauptstelle in Bosen abgesandt und für die Berliner Reichsbank bestimmt war. Der Transport wurde unter ganz besonderen Sicherheitsmaßregeln bewerkſtelligt. sonst könnt mir die Flinte doch noch losgeh'n, und das wär' auch kein Schade um Dich Nichtsnuz." Langsam und bedächtig fam Tiophel daher, den Blick fest in die Augen des Alten begrabend. Er machte den Eindruck eines Demütigen, in dem aber die Natur eines Tigers schlummerte. Der Forstlaufer trat zur Seite, um den Wildhirten vorbei zu lassen, dem er natüclich mit gespannter Büchse foigen wollte, um ihn auf diese Weise ins Dors zu treiben. " Ihr werd' doch nit schießen?" sagte Tiophel mit fast ängstlicher Betonung, indem er vor der büchsenmündung vorbei passieren wollte.„ Das Ding könnt am End los—— Damit hatte er durch einen gewandten Sah und gleichzeitigen Griff die Flinte des alten Forstlaufers dicht unter der Mündung erfaßt und hielt sie nach oben. in Schuß blitzte, dessen Echo sich rauschend im Walde brach, aber er ging wirkungslos in die Luft. So, nun gib mir mal das Ding her," sagte der Wildhirt, indem er die Flinte in der Mitte faßte, sodaß die Mündung des Laufs an ihm vorbeihielt. Gleichzeitig gab er mit einem seiner schweren nägelbeschlagenen Schuhe dem alten Forstlaufer einen Tritt vor den Leib, daß jener vor Schmerz aufschrie und, die Büchse loslassend, zurücktaumelte und zur Erde stürzte. Hierbei passirte im noch das besondere Mißgeschick, daß cr auf die in der Kitteltasche befindliche Schnapsflasche fiel, sodaß sie in Scherben ging. ,, Alleweil biste kaput," sagte Tiophel, indem er die Büchse schwang, um den Kolben auf den Kopf des armen Dingler niedersausen zu lassen. Wunder der Hypnofe. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) In München produzierte sich vor einem Auditorium von ärztlichen Sachverständigen eine Pariserin, Madeleine G., die von einem Magnetiseur namens Magnin vorgeführt wurde. Dieser schläferte sie ein, und zwei Aerzte konstatierten den eingetretenen somnambulen Zustand. Da ertönt Musik hinter einem Vorhange. Alsbald erhebt sich Madeleine aus ihrem Lehnstuhle und be. gleitet mit Armen und Beinen wie mit lebhaftem Gesichtsausdrucke diese Töne. Den weichen Liebestönen eines Chopinschen Notturnos entspricht die Geberde der Schlafwandelnden mit überzeugender Wahrheit. Jetzt ertönt der bekannte gewaltige Trauermarsch. Augenblicklich erfaßt den Körper Madeleines die gewaltige Tragik dieses Musikstücks. Mehr und mehr steigert sich die Pantomime des Schmerzes, laute martikulierte Klagetöne, die indes die Noten Chopins völlig treffen, stößt die Somnambule aus, wirft sich voll unsäglichen Leides, das sich auf ihren Zügen malt, auf den Boden und erstarrt plöglich, als die Musik abbricht, wie leblos. Eine Lisztsche Czardasmelodie erklingt. Jezt beginnt die wilde Liebesraserei, die in diesem Tanze steckt, in Madeleine lebendig zu werden. Die großen Augen, die vorher Schmerz in höchster Potenz ausdrückten, nehmen den Ausdruck vollster Sinnlichfeit an, die Bewegungen, ohne einen Moment unästhetisch zu werden, folgen darin. Es ist hinreißend, anzusehen, wie sich diese feinen, schlanken Glieder winden und drehen, mit welcher fabelhaften Sicherheit die Schlaftänzerin" auf ihrer langen Schleppe herumtanzt! Jede Schauspielerin, jede Tänzerin wäre gefallen, zum mindesten gestolpert. Für Made leine ist der kleine erhöhte Bühnenraum in dem Saale ein weiter Plat, sie braucht keinen größeren Raum, sie stößt nirgends an, es gibt kein räumliches Hindernis für sie, keine Erschöpfung, keine Zeit, man wäre versucht, zu sagen: sie scheint das Ding an sich"! Denk an mein Weib und meine Kinder!" rief dieser ächzend und in Todesangst, und denk auch an Dich!" fügte er noch hinzu, als Twophel die Büchse sinfen ließ. Bemerkt sei, daß jede Täuschung ausgeschlossen war. Dafür bürgen die Beobachtungen der Aerzte und der Umstand, daß die Auswahl der Musikstücke gänzlich willkürlich war und am Klavier renommierte Künstler und Herren der Gesellschaft saßen. * De dem Kirche zu Laubad Für langi * De 8weigve Borstand fe Wiener, Me Mann, Bib Birr. Bum Brauereibefit Ein Bizefeldwebe Wie wir hö Rafinos St im neun * 31 Defter. Ung überaus fta Gäfte nad Geftalten& gefänge zeic Die Auffüh brachte eine und graziose es war ein hat sich die Ronzert zu * Be wefen des in den Beff = De auch funfer Turnhalle ab. Vertre 12 Gauturn 329 ftimmt SchmudJahr 1903 i Madeleine behauptet, nie tanzen gelernt zu haben; in das Theater sei sie vielleicht jährlich einmal gegangen. Aber sie gibt ihre Erregbarkeit durch Musik zu, teilt mit und der Magnetiseur Magnin bestätigt es, daß sie alsbald nach den ersten Taften einer Musik, die sie ergreife, einzuschlafen pflege und alsdann in den somnambulen Zustand_gerate, in dem sie von sich nicht das Geringste wisse. Die anfängliche Skepsis des Auditoriums verwandelte sich in bewunderndes Staunen über diese neue Offenbarung aus dem geheimnisvollen Gebiet der Hypnose. Eine erschöpfende Erklärung zu geben, wäre bei dem heutigen Stand der Wissenschaft vergebliches Bemühen. Darum sei hier nur darauf hingewiesen, daß der Fall Madeleines bereits einen vielleicht noch bemerkenswerteren Vorläufer in der Praxis eines bekannten österreichischen Arztes gehabt hat. Allerdings handelt es sich nicht um Tanz, sondern um Gesang. Der Arzt suchte die nervösen Leiden einer russischen Gräfin durch Hypnose zu heilen. Während er mit ihr experimentierte, flog ein zahmer Kanarienvogel, der im offenen Bauer in des Arztes Studierzimmer gehalten wurde, auf seine Schulter. Während der Hypnose zwitscherte der Vogel schmetternd. Da mit einem Mal" so erzählt unser Gewährsmann ..fing die hypnotisierte Patientin so täuschend zu zwitschern an, daß ich im ersten Augenblicke nicht wußte, woher die Laute kommen. Es waren unzweifelhafte Vogellaute, die ich nie vorher von einem menschlichen Kehlkopfe hörte. Der Vogel flog sofort auf die Schulter der Patientin, und es entwickelte sich ein förmliches reges Zwiegespräch zwischen Vogel und Patientin. Der Vogel schmetterte sehr erregt, und ich sah ganz deutlich aus den Mienen der Patientin, daß sich ein Gespräch" abspielte. Kaum war die Patientin er weckt, als sie den Vogel auf ihrer Schulter gewahrte und entsetzt aufschrie. Der Vogel entflog, und die Patientin bal mich, ihn in den Käfig zu sperren, da sie vor Tieren jeder Art Furcht habe. Dieses Experiment wiederholte ich mit demselben Effekt dreimal." Man sieht, dieselbe Empfänglichkeit für Töne wie bei Madeleine, nur daß sie sich bei dieser in Tanzrhythmen, bei der Gräfin wieder in gleiche Töne umsette. Eine Erklärung des Phänomens konnte auch der behandelnde Arzt nicht geben. Wir müssen uns eben vorläufig damit bescheiden, die Wunder der Hypnose zu registrieren und vorkommendenfalls praktisch in der Medizin zu verwenden. Diesem war blißartig der Gedanke durch den Kopf geschossen, daß es mit dem Todtschlagen des alten Forst aufers ja noch Zeit habe. Denn es konnte eine solche Sache doch am Ende schlecht ausfallen. Dingler hatte sich unterdessen aufgerichtet und saß am Fuße der abschüssigen Stelle, indem er sich immer noch den Letb bielt, dec ihn anscheinend sehr schmerzte. ,, Das will ich Dir sagen, Du alter Schuft," sagte Tiophe: halblaut, Du hast zwar damals mein Vater in die Eisen g'schafft und deshalb müßt' ich Dich eigentlich todtschlagen; aber ich will Dich laufen lassen. Das jedoch sag' ich Dir, wennste mich zur Anzeig' bringst und ich komm auf' ne Zeitlang ins Loch, dann dent dran, daß ich auch mal wieder' raus komm' und wenn ich wieder' raus bin, dann biste den Kazen! Wo ich Dich friege, schlag' ich Dich todt, und wenn's am hellen Tag auf der Dorfstraße is, und's Nest steck ich Dir und Deiner Brut so wahr und wahrhaftig über dem Kopf an, als ich dem Gänsehannes sein Jung sein, Haste mich verstanden? Willste mich nun anzeigen, he?". ,, Nee, nee, Dich nit, Dich wahrhaftig nit, Dich Satan! Ich laß mich pensionir'n!" stöhnte in furzen Säßen der alte Forstlaufer. Ich will in' nem Revier nit mehr Forstlaufer sein, wose so'n Bandit wie Dich zum Wildhirt machen." ,, Ha, ha," lachte Tiophel befriedigt, als er sah, daß er den Alten so in die Angst getrieben, daß dieser sich wohl hüten würde, ihn aus Furcht vor seiner Rache zur Anzeige zu bringen. Ich möcht' Dir's auch nit geraten haben, Du alter Racker! Glaubst wohl, ich tenn' Dich und Deine Schlinkschlankweae nit. ich wüst nit, daß Dir der Lange, der Nau's Lange nämlich, d's ganze Jahr die Körbe voll Kartoffeln, die halbe Seiten Speck und die Würst ins Haus geschleppt hat, damit Du mit Deiner Bande was zu fressen hatteft! Warum, he, warum hat der Bange das getan?"( Fortsetzung folgt.) heben ist, da und 79 998 es nur noch feiten einen Areisturnwo technisch- tur daß unser Turnerzahl trugen 848 27. Areia stattfindet, nächste gleid Mainz geme reflettiert abe turn wart Hen turntag in D niederlegte Hebung der ernannt w Stimme in Gegen 2 ihr Ende. Langsdorfs Ausschuß Caub, Hache Unterftübung und zwei Ga neu aufgeno nahm auch Gießen, mit * Der Düffeldorf) 42000 Mito Industrien gleichen S während 4 und ftellenlo Der Brand Mitglieder zur Genehn mögen ver Mart, wä E. 8000 Auszahlung Lu zwischen Lu glidsfall. Einzug in Bahnübergan Buge überfab der Hochzeitsg Dom Wagen nahe an die legten Augent Handpferd ein fchlug den Sc des Gesichtse fiefer vom fich in ärztlic daß die Eife Borsichtsmaßr Stelle treffen idmere Fall Brünberg erei innerung fein Dr. Bagner Dem Wagen etwas früher bom Bug üb fährte tamen ter.) ditorium vor Madeleine G Ragnin bor und ge jomnambuler Vorhange tuble und be 1 Gesichtsaus ines Chopin afwandelnden befannte ge den Körpe üds. Mehr erges, Laute gopins völlig unfäglichen n Boden un leblos. Gin int die wild leine lebendig erz in höchste fter Sinnlid mnästhetisch ehen, wie fid drehen, mi in" auf ihre elerin, jel . Für Made dem Saale um, fie stöß für fie, fein Bu fagen: fi en war. Da der Umstand Ufürlich wat rren der Ge haben; in ngen. Aber - und der Isbald nad einzufchlafen tand gerate e anfänglic ewundernde geheimnis Erklärung a schaft bergeb gewiesen, da bemerkens annten öfter It es sich nich fischen Gräfin perimentierte Bauer in de ne Schulter schmetternd. hrsmann Bu zwitschern e, woher di Maute, die id hörte. De ntin, und e räch zwischen sehr erregt Satientin, daß Patientin er ewahrte und Batientin bal Tieren jeder olte ich mil ne wie bei ythmen, bei Erklärung nicht geben die Bunder nfalls pra ch den Kop des alten fonnte eine n. Dingle am Fuße der och den Leib duft," fagte mein Bater St' ich Dich ufen laffen. weig' bringft dann dent und wenn ! Bo ich am hellen eď ich Dir über dem Jung fein, igen, he?" nit, Did in furzen nem Rebler twie Did als er fab, bas biefer etner Rache 3 aud nit wohl, ig ich wükt amlid, b's albe Setten jat, damit Warum, tfegung folgt) Lokales. 29. Februar 1904. ** Der Großherzog hat am 10 Februar d. I. dem Kirchendiener und Balgtreter Georg Christian Braun zu Laubach das Agemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift " Für langjährige treue Dienst." verliehen. * Der in der letzten Hauptversammlung des Gießener 3weigvereins vom roten Kreuz wiedergewählte Vorstand setzt sich zusammen wie folgt: Amtsgerichtsrat Wiener, Medizinalrat Dr. Haberkorn, Staatsanwaltsgehilfe Mann, Bibliothekstustos Dr. Heuser und Meggermeister Birr. Zum Führer der neuen Sanitätsfolonne wurde Brauereibefizer Förtsch gewählt. * Ein Nachspiel wird demnächst der Fall des Vizefeldwebels Jeckel vor der Gießener Straffammer haben. Wie wir hören, ist gegen die ehemalige Köchin des OffiziersKasinos Strafantrag wegen Unterschlagung gestellt. * Zigeuner- Konzert„ Rakoczi". Die gestern im neun Saalbau in Gießen reranstalteten Konzerte des Defter.- Ungar. Damen- und Herren- Orchester Rakoczi waren überaus stark besucht. Lebhaften Beifall ernteten die fremden Gäste nach jeder Pice. Es war eine Lust die schmucken Gestalten zu sehen und zu hören. Die Solo- und Chorgefänge zeichneten sich durch Reinheit und Wohlflang aus. Die Aufführung:„ Ein Traum von Licht und Schönheit" brachte eine angenehme Abwechslung mit reicher Farbenpracht und graziöser Bewegung der Darstellerin. Alles in allem, es war ein glänzender Erfolg. Auf allgemeinen Wunsch hat sich die Kapelle entschlossen, auf ihrer Rückreise noch ein Konzert zu veranstalten. * Besizwechsel. Für 18500 Mt. ging das Anwesen des Fuhrunternehmers Spieß im Neuenweg in Gießen in den Besitz des Restaurateurs F. Wigandt über. × Quccborn, 28. Febr. Der Grünberger Gendarmerie| ist es endlich gelungen die Diebe, welche schon längere Zeit unseren Ort unsicher machten und stahlen was nicht nietund nagelfest war, zu ermitteln. Die Diebe sind zwei 15jährige Jungen einer in unserem Drt übel beleumundeten Familie. Die Bürschchen hatten es speziell auf Hühner, liebe Mama hat als Helfershelfer die gestohlenen Sachen in Wurst, Speck, Schinken u. dergl. mehr abgesehen und die Empfang genommen. Zum Teil wurden die Sachen selbst verwendet, zum Teil auf den Markt nach Gießen gebracht. Hoffentlich steht den jugendlichen Einbrechern eine recht exemplarische Strafe bevor. Auch wäre es sehr am Blaze, wenn dieselben einer Erziehungsanstalt überwiesen würden. Die Mutter aber, welche als Hehlerin in Betracht kommt, kann sich einer hoffnungsvollen Zukunft erfreuen. Ruppertenrod, 26. Febr. Heute wurde hier unter zahlreicher Beteiligung von Leidtragenden und unter Vorantritt des Kriegervereins mit umflorter Fahne Herr Heinrich Fuchs IV. zu Grabe getragen. Er war ein Veteran der großen Zeit von 1870 und 71, hatte alle Schlachten und Division gekämpft und war unversehrt aus dem Feldzuge Gefechte als Dragoner mitgemacht, in denen die hessische zurückgekehrt. Auch an dem Gefechte bei Briare, in dem eine hessische Abteilung beinahe gefangen genommen worden wäre, hatte er teilgenommen. Der Verstorbene hat sich auch für den landwirtschaftlichen Betrieb, durch die Einführung fünstlicher Dünger in hiesiger Gegend, Verdienste erworben. der hiesigen Gemeindejagd, Rechtsanw. Grünewald und XCrumbach am Dünsberg, 27. Febr. Die Pächter Bankier Zobel- Gießen, hielten heute Treibjagd auf Hirsche schaftlichen Kulturen entstanden war. Es tamen zur Strecke ab, nachdem im Herbst großer Schaden an den landwirt4 Schmaltiere und 1 männliches Hirschkalb.- Der Abschuß erfolgte durch 7 Jäger. - leitung, welche für Groß- Felda und Restrich bestimmt sein A Groß- Felda, 28. Febr. Die zu erbauende Wassersoll, wurde der Firma Oltsch& Co. in Zweibrücken für den Preis von 50,200 Mt. übertragen. Eine gut besuchte General- Versammlung hielt heute der Gewerbe- Verein ab. † Frankfurt a. M., 28 Febr. Die hiesige Polizei hat wenig Hoffnung den Mörder des Kaufmanns Lichtenstein Man vermutet, daß die Tat von 2 internationalen Verbrechern begangen worden ist. Ein in ganz ähnlicher Weise ausgeführte Mordtat soll fürzlich in der Schweiz begangen worden sein. Die Seftion der Leiche hat ergeben, daß der Tod durch Zertrümmerung des Körper enthielt nur noch wenig Blut. Die Strangulierung Schädels und Quetschung des Gehirns erfolgt ist. Der soll erfolgt sein, um Lichtenstein, falls er zum Bewußtsein kommen würde, am Schreten zu verhindern. Die Beerdigung findet auf dem Frankfurter Friedhof statt. Der 9. Kreis der deutschen Turnerschaft, zu dem auch unser Turngau Hessen gehört, hielt gestern in der Turnhalle zu Bad Nauheim seinen 66. Turntag ab. Vertreten waren 170 Vereine durch 288 Abgeordnete, 12 Gauturnwarte und 29 Kreisausschußmitglieder, im Ganzen 329 stimmberechtigte Mitglieder. Der 1. Kreisvertreter Schmuck- Darmstadt erstattete Bericht über das abgelaufene Jahr 1903 in sehr eingehender Weise, aus welchem hervorzu- habhaft zu werden. heben ist, daß der Kreis jetzt 21 Gaue mit 805 Vereinen und 79 998 Mitglieder umfaßt. Unter den Vereinen sind es nur noch 70, die im Winter wegen Mangel an Räumlichfeiten einen geregelten Turnbetrieb nicht haben. Der neue Kreisturnwart Bolze- Frankfurt a. M. referterte über den technisch- turnerischen Teil. Hier möchte hervorgehoben sein, daß unser Gau Hessen im Kreis die 4. Stelle bezgl. der Turnerzahl einnimmt. Die Einnahmen der Kreistasse betrugen 8 482,04 Mt., die Ausgaben 7 826,65 Mt. Das 27. Kreisturnfest, welches in diesem Jahre in Koblenz stattfindet, wird am 6. bis 8. August abgehalten. Für das nächste gleiche Fest im Jahre 1906 hatten sich Hanau und Mainz gemeldet; Mainz trat zu Gunsten Hanau zurück, reflektiert aber dann auf 1908. Dem langjährigen 1. Kreisturn wart Heydecker- Wiesbaden, welcher auf dem letzten Kreisturntag in Darmstadt sein Amt infolge Geschäftsüberbürdung niederlegte und in Anerkennung seiner Verdienste um die Hebung der Turnerei im Kreis zum Ehren- Kreisturnwart ernannt worden war, wurde nachträglich noch Sit und Stimme im Kreisausschuß resp. Turnausschuß zuerkannt. Gegen 2 Uhr erreichte die nahe 4 stündige Verhandlung ihr Ende. Aus der am Samstag Abend vorher in Langsdorfs Hotel stattgefundenen 8stündigen KreisAusschußsizung ist zu erwähnen, daß den Vereinen Caub, Hachenburg, Bruchköbel und Oberstein je 200 Mt. zur Unterstüßung von Turnhallenbauten bewilligt worden sind und zwei Gaue, der Kinzig- Gau und der Untere Taunusgau, neu aufgenommen wurden. An sämmtlichen Verhandlungen nahm auch der 1. Vertreter vom Gau Hessen, Helm Gießen, mit Teil. Der Deutsche Werkmeister- Verband( Siz Düsseldorf) zählte am Schlusse des Jahres 1903 rund 42000 Mitglieder, die sich aus dem Bergbau und allen Industrien rekrutieren. Für Sterbefälle wurden in dem gleichen Jahre 524000 Mt. zur Auszahlung gebracht, während 4300 Witwen mit Mt. 170000, bedürftige, franke und stellenlose Mitglieder mit Mt. 135 000 unterstützt wurden. Der Brandversicherungsverein, den der Verband für seine Mitglieder ins Leben rufen will, liegt der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vor, ebenso eine Bensionskasse. An Vermögen verfügt der Verband zur Zeit über 5 Millionen Mark, während er seit seinem Bestehen( 1884) insgesammt Mt. 8000000 an Sterbegeldern und Unterstützungen zur Auszahlung brachte. -- Lumda, 28. Febr. Am Donnerstag ereignete sich zwischen Lumda und Kesselbach ein sehr bedauerlicher Unglücksfall. Eine Hochzeitsgesellschaft, welche ihren feierlichen Einzug in Lumda halten wollte, wäre beinah auf dem Bahnübergang bet Kesselbach von dem von Londorf kommenden Buge überfahren worden, wenn nicht noch rechtzeitig einer der Hochzeitsgäste, der Schreinermeister Seim von Lumda, vom Wagen gesprungen wäre und die Pferde, welche schon nahe an die Bahnstrecke herangekommen waren, noch im legten Augenblick herumgerissen hätte. Hierbei machte das Handpferd einen Seitensprung, bäumte sich hoch auf und schlug den Schreiner Seim mit dem Huf die rechte Seite des Gesichts entzwei, sodaß ihm die Nase, Backe und Unterfiefer vom Gesicht heruntergerissen wurde. Seim befindet sich in ärztlicher Behandlung. Es wäre an der Zeit, daß die Eisenbahnverwaltung nun endlich einmal eine Borsichtsmaßregel an dieser für Fuhrwerk gefährlichen Stelle treffen würde. Ist doch dies schon der vierte folgenschmere Fall, welcher sich seit Eröffnung der Strecke LollarGrünberg ereignet hat. Wie unseren Lesern noch in Erinnerung sein wird, wurde vor etwa Jahresfrist Herrn Dr. Wagner von Londorf an dieser Stelle das Pferd vor dem Wagen vom Zug tod gefahren. Desgleichen wurde etwas früher einem Händler das Pferd in gleicher Weise bom Zug überfahren und getödtet. Die Führer der e- fährte tamen glücklicherweise immer mit dem Schrecken davon. A Mainz, 28 Febr. Das einjährige Söhnchen eines Beamten in der Neustadt fiel in einem unbewachten Augenblite in einen auf der Erde stehenden Kessel mit kochendem Wasser und erlitt so schwere Brandwunden, daß es bald darauf starb. Aus dem Gerichts[ aal. - Straffammer. Gießen, 26. Februar 1904. Der seither in Gießen beschäftigte Kellner May Hellweg aus Düsseldorf verlobte sich mit einem Dienstmädchen, welchem er verschwieg daß er bereits verheiratet ist und schwindelte ihm den Betrag von 40 Mt. ab. Das Schöffen= gericht Gießen verurteilte ihn dieserhalb zu 6 Wochen Gefängnis wegen Betrugs, wogegen er Berufung verfolgte. Nach wiederholter Beweisaufnahme wieß das Gericht die frivol eingelegte Berufung des Angeklagten zurück, unter dem Ausdruck des Bedauerns, die Strafe nicht erhöhen zu fönnen, da von der Staatsanwaltschaft Berufung nicht angezeigt war. Nach einem Zechgelage verlegte der Dienstfnecht Georg Fischer von Elpenrod den Landwirt Rudolf Jäger in betrunkenem Zustande mit einem Messer im Gesicht, wofür er heute fünf Monate Gefängnis zudiktirt bekam. Der vielfach vorbestrafte Ludwig Wege von Allendorf entwendete im hiesigen Filialarbeitshaus, wo er internirt ist, etne Jagdflasche und ein Messer, was ihm 4 Monate Gefängnis eintrug. Wegen Beleidigung eines Amtsrichters auf offener Straße zu Nidda, wurde der Taglöhner Louis Wirth dortselbst zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt, auch wurde auf Publikationsbefugnis erkannt. Der umberziehende Korbmacher Johann Adam Klein, welcher, wie er selbst angab, größtenteils nur gestohlene Weiden verarbeitet, wurde wegen eines zu Steinfurth begangenen Weidendiebstahls zum Schlusse mit einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten belegt. Eingesandt. - Für die unter dieser Rubrik gebrachten Artikel übernehmen wir dem Bublifum gegenüber keine Verantwortung. Befter Freund Kasper ich hu schun su lang naud vo der gehert ich muß der amol schreiwe wei mers ewe hei git, wer ich noch amol derham ich hat do gesellschaft, en Kliwerig font mich gedes goud leire, hei en der Stod es alles ganz annerst, hei hot mer naut wei Verneme Minsche, wann dos noch alles wer, mei Fra will hei ach noche mol Vernehm wern, dink der emol ros fer oschleg, hei seut se dey Verneme leu jeden dot, ich west erst vo gornaud, of amol frei ich a Rechning of die anner, se hot sich do zwa verneme klarer mache lorre, aich bezohl se awer net die Kafleu möge seh wuse ehr Gäld treie, dos es hei ganz annerst, het borft jeder Kafmann, bei us, wann mci Fra no Boußbach ging wan se ta gäld hat trog se naut, ich bloge mich Dof en Nogt o meier Huwelbant un dei mächt Scholde, das bring aich net fettig, jeder schlegt kan Schold mache, se dinte awer net o bezohl, un dink der awer, ſe will ach noch frank ſei, se left fast jeden Dof zum Dockter, se schweßt dem su vill fer, des der Dockter om in sälbst tlabt, se mer frank, der Docktor sät soll ens Bood gie, wos brach der Dockter do no se frege, dem fans jo anerla sei, dei mecht mer su ze schaffe dos glabd ta minsch, se fimt vom Dorf, en wil hei Vernem wänn, du solst se ower amol hen wan se Vernem schwetze will, a Wot su, das anner annerst, da ser se alsemol wu es da äus Anlies, su vernem es dei; wans su fot gid, blei ich net bei, ich gie werre no Aliweria. Litterarisches. merksam der ganzen zivilisierten Welt nach Ostasien hingeDer russisch- japanische Krieg hat plötzlich die Auflenft. Da kommt gerade die neueste Nummer des über die ganze Welt verbreiteten Moden- und Familienblats„ Mode und Haus", Verlag von John Herny Schwerin, Berlin 2. 35, zur rechten Beit, worin uns ein hochinteressanter, reich illustrierter Artikel die Geheimnisse jenes Wunderlandes enthüllt. Ueberhaupt findet man in dieser besten aller Zeitschriften alles, was Hauswirtschaft und Familie betrifft. Da werden uns in 93 künstlerischen Abbildungen wundervolle Moden- Genrebilder für Erwachsene wie für Kinder vorgeführt, Haus-, Gesellschaft- und Straßenkostüme, sowie Wäsae und Handarbeiten, ferner finden wir Ratschläge über Kindererziehung, ärztliche und juristische Ratschläge, wie aus dem Leben der Frau. Ebenso giebt die große vorzügliche geistige Unterhaltung, Aftuelles aus der Zeit Anzahl der Beilagen einen Begriff von dem unerschöpflichen Reichtum des Blattes. Mode und Haus" kostet trob seines reichen Inhalts pro Quartal nur Mk. 1,-, mit Moden- resp. Handarbeiten Colorits Mark 1,25. Abonnements bei allen Buchhandlungen und Bostanstalten. Gratis- Probenummern bei ersteren und durch den Verlag John Henry Schwer n, Berlin W. 35. Neueste Nachrichten. Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet: Berlin, 28. Febr. Sicherem Vernehmen nach findet rufs- und Betriebszählung, am 1. Dezember 1905 die übliche im nächsten Jahr während des Sommers die geplante BeVolkszählung statt. Der Gedanke, eine Verbindung beider Zählungen ist endgiltig aufgegeben worden. Paris, 28. Febr. Das japanisch Koreanische Abkommen wird von der Pariser japanischen Gesandtschaft im Wortlaut mitgeteilt. Japan wird darin tatsächlich die Oberhoheit über Korea eingeräumt. Die foreanische Regierung willigt in alle japanischen Reformvorschläge betreffend die innere Verwaltung. Ferner wird die„ Unabhängigkeit" und territoriale verbürgt. Falls Korea durch den Angriff einer dritten Macht Integrität Koreas sowie die Sicherheit des Herrscherhauses oder durch innere Uuruhen gefährdet wird, ordnet Japan alle Maßnahmen an, und Korea muß diese unterstüßen. Japan darf alsdann alle strategischen Punkte beseßen. Künftige Abmachungen Japans oder Koreas mit dritten Mächten bedürfen der gegenseitigen Einwilligung. Petersburg, 28. Febr. Die russische TelegraphenAgentur" meldet aus Liaujang vom 28. Februar: Chinesen vom Jalufluß berichten, daß ein russisches berittenes Avantgarde Dechament etwa zweihundert Werft jenseits des Flusses nach Korea hinein vorgeritten und mit einer japanischen Abteilung zusammengestoßen sei. Irkutsk, 28. Febr. Gestern abend ist die Schienenlegung auf dem Eise des Baikalses, die vom Ost- und vom Westufer her in Angriff genommen wurde, beendet worden. Port Arthur, 28. Febr. Vor Port Arthur sank ein schwer havariertes japanisches Kanonenboot. Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& D. Lüders, Futtermittelgroßhandlung, Reis- und Delfuchenmühle, Hamburg. Die Haußeströmung der Vorwoche hat in dieser Berichtswoche weitere Fortschritte gemacht und die durch die kriegerische Verwicklung im fernen Often angeregte Meinung hat zu großen Umfäßen geführt bet anziehenden Preisen. Tendenz: feft. Reisfuttermehl 24-28 Proz. Fett und Protein Mk. 4.00-4.20 pr. 50 Kilo ab Hamburg, M. 4.15-4.30 ab Hamburg, ohne Ge= haltsgarantie Mt. 340,-3,90 ab Hamburg Reisfleie 2.10-2.40, Weizenkleie, grobe 4.30-4.50, Roggenkleie 4.10-4.30, Gerſtekleie 4.60-5.00, Erdnußkleie( gemahlene Erdnusschalen) 1.90-2.25, Erdnußkuchen und Erdnußmehi 52-54 Proz. 5.90-6.10,- 53 Broz. 6.15-7.25, Baumwollsaatkuchen und Baumwollsaatmehl 52 bis 58 Proz. 6.40-6.60, 58-62 Proz. 6.50-6 80, Cocusnußkuchen und Mehl 28-34 Proz. Fett und Protein 5.35-6.20, Palmfernkuchen und Mehl 22-26 Proz. 4.90-5.10, Rapskuchen und-Mehl 38-44 Broz. 4.40-4.75, Leinkuchen und Mehl 38-42 Broz. 6.20 bis 6.50, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 roz. 5,25-5.50 Getrodnete Schlempe 33-45 Pro3. 5.20--5.40, Getrocknete Treber 24-30 Broz. 4.90-5.10, Malzkeime Mt. 4 75-5.00, alles pro 50 Kilo ab Hamburg. Kirchliche Nachrichten für Gießen. In der Johanneskirche. Montag, den 29. Febr., abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Galaterbrief, Kap. 5. Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch, den 2. März, ab. 6 Uhr: 3. Passionsandacht in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Raumann. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 1 landw. Magd, 3 Schmiede, 1 Tapezierer, 3 Schreiner, 3 Bäcker, 1 Friseur, 2 Schneider, Dienstmädchen, hier und auswärts. 8 Lehrlinge: 1 Spengler, 2 Schlosser, 1 Feinmechaniker, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 3 Schreiner, 3 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Kaufmann. 1 landw. Knecht, 4 Schreiner, 1 Schlosser, 2 Lackierer, Es suchen Arbeit: 3 Fahrburschen, 3 Hausburschen, 3 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Bureaugehilfen. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts," und" Deffentlichen Sprechfaal": Fr. Oppermann Bekanntmachung. Da Bei den bevorstehenden Aufnahmen von Kindern in höhere Lehranstalten ist bei der Anmeldung unter anderem auch ein Geburtsschein vorzulegen. sich erfahrungsgemäß die Gesuche um Ausstellung von Geburtsurkunden kurz vor dem Schulbeginn derart häufen, daß unliebsame Verzögerungen nicht zu bermeiden sind, so ersuchen wir die Interessenten, die Ausstellung von Geburtsurkunden jetzt schon bei der unterzeichneten Behörde zu beantragen. Die Gebühr für jeden Geburtsschein beträgt 50 Pfg. Gießen, den 26. Februar 1904. Großh. Standesamt Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Elektr. Licht-, Kraft-, Celephon- und Klingel- Anlagen Berhalten Sie nat geschenkt! Aber sehr preiswert und sauber ausgeführt von Max Weissbäcker, Giessen Telephon 409. Ingenieurbesuche kostenlos.- Beste Referenzen. Cahnkalk- Industrie Grossen- Apfelringe In der Zeit vom 20. Februar bis 27. 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Gr Hause nd hatte Nachts It! ed). er: Wie Sie dazu, nzug zu etlagter: hier vor anständig fonnte!" Nr. 26 bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 1. Februar 1904 Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Obe heffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 kg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gteßen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Entfchädigung unfchuldig Verhafteter. CB. Durch den Gesezentwurf über die Entschädigung unschuldig Verhafteter, der dem Reichstag jetzt zugegangen ist, ist endlich eine langjährige Forderung aller Parteien in Erfüllung gegangen. So richtig es ist, daß der einzelne Staatsbürger den allgemeinen Zwecken sich unterwerfen und vielleicht auch der allgemeinen menschlichen Unvollkommenheit seinen Tribut zahlen muß, ebenso richtig ist es doch auch andererfeits dok die praamitierte Refollichaft in colorchecker CLASSIC + und frisches Wasser pfunden werden wird. Lebensmittel sind in Hülle und Fülle vorhanden. Die Lage ist bei alledem sehr gefährlich, da zu den Hereros noch Bergdamares gestoßen sind, der Rest der Urbevölkerung Südwestafrikas. Doch handelt es sich hoffentlich nur um Splitter dieses Stammes, die von den Hereros zum Anschluß gezwungen worden sind. Dagegen ist die Bastardbevölkerung, ein Mischlingsvolk aus Buren und Hottentotten, uns treu geblieben. Da fie landeskundig und an das Klima gewöhnt sind, wird ihre Unterstützung für die operierende Truppe han gräbtom Martail join den Reichskanzler, der im Reichsanzeiger veröffentlicht wird. Der Kaiser hebt hervor, daß alle Stände, Alt und Jung, gewetteifert haben, ihm ihre Freude über seine glückliche Genesung auszusprechen. Er sei durch diese Aeußerungen treuer Teilnahme und liebevoller Anhänglichkeit hoch beglückt worden, und spreche allen Gratulanten seinen wärmsten Dank aus„ Solange Gott der Herr mir Leben und Gesundheit schenkt so schließt er werde ich nicht aufhören, meine serajte in den Dienst des Vaterlandes zu stellen und auf das Wohlergehen des deutschen Volfes in allen seinen Schichten + Tages- post. r Neuen Berliner спрасп n- Pabrik .No. 890. eisliste frei. erall gesucht uch ung von en, Wund is bis zum nlos. Hans lenstr.201 ngoa titt. 4. den 30. Januar Famili + > x- rite dierende General des 9. Armeekorps Generalleutnant b. Bock und Polach an Bord des Dampfers zum Abschied von den Truppen. Gegen 12 Uhr verliek der omni ar räte. Der Handel stockt. Der Wohlstand und das Gedeihen des Landes leiden unter dem lähmonds 6 8 L 9 S Durwans 2 I u) ε 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 19 17 18 20 21 22 23 24 0 cm vuru hervorgerufenen Ueberschwemmungen haben im Tal des Khanflusses die Stred zerstört. Der Kommandant des Habicht" hofft bis Anfang Februar die Linie wiederherstellen zu können, eventuell will er aber auch zu Fuß vorrücken. Vielleicht wäre es angebracht, da nach des Oberleutnants v. Bülow letten Meldungen Okahandja noch einige Zeit gehalten werden kann, zu warten, bis der am 3. Jebruar in Swakopmund eintreffende Verstärkungstransport angelangt ist. Windhuk ist nach sachverständigem Urteil für die Aufständischen als uneinnehmbar zu betrachten und mit 230 Gewehren genügend verteidigt, trotzdem das Fehlen der Geschütze vor dem groot roer" haben die Eingeborenen beillose Anast natürlich schmerzlich em= zu unterschaßendes Landheer und eine schlagfertige, einheitlich zusammengesetzte, moderne Flotte. Gerade jetzt hasardiert Japan am wenigsten, wenn es in den früher oder später anscheinend unvermeidlichen Krieg mit Rußland tritt. Seine Machtmittel werden nach menschlicher Voraussicht im Laufe der kommenden Jahre nicht in dem Maße wachsen wie die Rußlands im fernen Osten. So ist es dem vielfach überschäßten aber in letter Zeit auch viel verlästerten Inselvolke nicht zu verdenken, wenn es losschlägt. Die Politik. A Den Dank des Kaisers an sein Volk für die Kundgebungen au Kaisersaeburtstag bringt folgender Erlak an mm + zuzureanen jino, er Bauern, die in nes, aber 900 Mt. erwerben, oder r Verfügung des Zinseinkommen sei noch hervorge25 er 3000 Mt. Ein1 in der Gesamtin den Städten 1,5% gegen 7,39%, auf dem Lande 2,01% gegen 1,99% im Vorjahre. Italien. Der Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, Dr. Theodor Herzl aus Wien, weilt gegenwärtig in Rom, wo er nicht bloß vom König, sondern auch vom Papst empfangen wurde. Papst Pius zeigte lebhaftes Interesse für die Bestrebungen des Zionistenführers. Rufsland. Die Russifizierung Finlands wird mit allen erdenklichen Gewaltmaßregeln konsequent durchgeführt. Der russische Gouverneur General Bobrikoff läßt sich keine Gelegenheit entgehen, den Finländern nachdrücklich und in beleidigendster Form zu zeigen, daß es mit jedem Restchen der alten Selbstverwaltung ein für allemal vorbei ift. Seki 1904