21. Sgarten. ng Vorstand. ntnis, daß omberg ein Juni. 1. J. u Homberg Gemeinden öffentliche tnis jegen. Marktlauben 11 thr en liegen aficht offen. , find bis en.- Bu a et Mitglied ng ffung über orstand. ossenSer: es. е. junior. ackkalk 282. Unentbehrlich für jede Familie! Inderberg en Samstag Gießen. Nr. 123. Erstes Blatt. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., w's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. estisbetlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint on allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 28. Mai 1904. Gießener 13. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Big. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftalien. Das Schicksal Port Arthurs scheint besiegelt. Es ist jetzt ringsum von den Japanern wie in eisernen Klammern eingeschlossen. Wenn ihr nicht, wie man in Petersburg hofft, bald durch einen kräftigen Vorstoß Kuropatkins Hilfe ge leistet wird, muß die Festung als verloren gelten. Die Blockierung Port Arthurs st vom Admiral Togo nach einem wohlüberlegten Plane in die Wege geleitet worden. Seine Streitkräfte umfassen die Festung jetzt von allen Seiten. Das war natürlich nur möglich nach einer ganzen Reihe von Kämpfen, die sich aus die Landenge zwischen der Talienwan- und Kintschaubuchi abspielten. Schon seit mehreren Tagen wurde von blutigen Zusammenstößen zwischen russischen und japanischen Truppen in dieser Gegend berichtet, ohne daß jedoch etwas näheres barüber verlautete. Jetzt erfährt man das Resultat der Kämpfe: Die Japaner haben die Russen sowohl aus ihren Verschanzungen an der Talienwanbai wie aus ihrer starken Stellung bei Kintschau vertrieben, und zwar wie es den Anschein hat, endgiltig. Es gilt für höchst unwahrscheinlich, daß es den Russen bei der großen Stärke der japanischen Abteilungen gelingen sollte, die verlorenen Positionen wieder zu nehmen. Man schätzt die Japaner auf 50 000 Mann. In Port Arthur sollen 20 000 Russen stehen. Die Eroberung von Kintschau hat sich nach den neuesten Berichten folgendermaßen abgespielt: Die Russen hatten sich im Süden der Stadt auf den Sort gelegenen Höhenzügen stark verschanzt. Außer einer Anzahl kleinerer Geschüße verfügten sie über 30 schwere Kanonen, sie hatten zahlreiche Minen gelegt und auf dem Angriffsgelände vielfach Stacheldraht gezogen. Die Japaner, Sie gleichfalls über starke Artillerie verfügten, hatten am Mittwoch auf die russische Hauptmacht, die bei Nanfwanling an der schmalsten Stelle der Liautunghalbinsel stand, ein verheerendes Feuer eröffnet und sie gezwungen, sich auf die feste Position bei Kintschau zurückzuziehen. Am Donnerstag gingen die Japaner zum Angriff auf Kintschau selbst über. Der Tag graute kaum, als die ersten Schüsse fielen. Von beiden Seiten wurde mit großer Bravour gekämpft und es ist anzunehmen, daß die Verluste der beiden Gegner sehr schwere sind. Schließlich mußten die Russen trot heldenmütiger Gegenwehr gegen Mittag die Stellung räumen. Den Löwenanteil an dem japanischen Erfolg hat ohne Zweifel die überlegene Wirkung ihrer Artillerie, die brillant wie auf dem Ererzierplatz schoß. Mit dem Aufgeben der Stellung bei Kintschau durch die Russen war aber der Kampf noch nicht beendet. Die weichenden russischen Kolonnen setten sich auf dem südlich gelegenen Hochlande bei Hantschau von neuem fest und auch diese Position mußte von den Japanern nach scharfem Kamps genommen werden. Das Feuer der beiderseitigen Artillerie war auch am Freitag noch nicht gänzlich eingestellt. Ein russisches Kanonenbot beschoß während der Kämpfe die linke Flanke der Japaner von der Talienwanbucht aus, während japanische Kriegsschifie von der Kintschaubucht aus das Landheer unterstützten. Hand in Hand mit den japanischen Landoperationen gegen Port Arthur gehen natürlich auch neue Unternehmungen der Flotte. Die Japaner beschossen den Hafen wiederholt und Suchten Sperrminen zu legen. Wie von russischer Seite behauptet wird, gingen durch wohlgezielte Schüsse der Strandbatterien ein japanischer Dampfer und zwei Torpedoboote unter. Die Kriegslage im Norden soll nach Mitteilungen des Petersburger Generalstabes für die Russen günstig sein. Die Division Kondratowitsch sei im Begriff, sich mit einer starken Kosatenvorhut östlich von Sinyen zwischen die Spizen der ersten und der zweiten japanischen Armee einzuschieben, während General Rennenfampf die Basis Aiho- Falu bedroht. Viel komme augenblücklich darauf an, o Kuropatkin aus der die Straße von Saitscheng dominierenden Situation seiner Hauptmacht entprechenden Nutzen werde ziehen können, um im Einvernehmen mit Kondratowitsch und Rennenkampf die Japaner dem Meere zuzutreiben. Nach allem, was man sonst über die Borgänge bei Fönghwanghtscheng erfahren hat, scheint hier bei den Russen doch ein gut Teil Selbsttäuschung vorzuliegen. Daß in der Tat die rückwärtigen Verbindungen Aurofis bedroht sind, haben wir bereits erwähnt. Die Politik. Die Auffassung, ein größeres Gefecht mit den Herero arm Waterberg stehe bevor, wird in einem neuen Telegramm des Gouverneurs aus Windhuk bestätigt. Es besagt:„ Kolonne Eftorff bat bei Okamatanaara feindliche Posten auf 20 Kilometer nordwestlich gegenüber. Samuel Maharero soll die nach Osten ausgewichenen Herero zum Waterberg herangeholt haben. Aus dem Ovamboland sollen drei Munitionswagen mit 60 Ovambos Bedeckung gekommen sein." Daraus ergibt sich, daß Samuel Maharero am Waterberg den deutschen Truppen Stand halten will, die von allen Seiten Leutwein von Süden, Estorff von Osten, Volkmann von Norden und Zülow von Westen gegen den Berg heranrücken. Um den 7. Juni dürfte es zum Treffen kommen. Die Depesche erweist ferner, daß die Ovambo, oder doch ein Teil von ihnen, die Leute des Häuptlings Nechale, mit den Herero gemeinsame Sache machen. Somit wird ein Ovambofeldzug unvermeidlich. Oberst Leutwein hat übrigens, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter erfährt, die Dauer des Krieges auf zwei Jahre geschätzt. Im günstigsten Falle werde der Krieg ein Jahr dauern. Der ehemalige Regierungspräsident von Wiesbaden b. Diest veröffentlicht soeben eine Unterredung, die er im Sommer 1867 mit dem Fürsten Bismarck über das allgemeine Wahlrecht gehabt hatte. In dieser Unterredung hatte b. Diest dem Fürsten Bismarck den Vorschlag gemacht, das allgemeine Wahlrecht zu beseitigen und durch das Dreitlassen- Wahlsystem zu ersetzen. Bismarck erwiderte ihm darauf u. a.: n der Theorie stimme ich Ihren Gegengründen bollständig bei, und wenn das Wahlsystem in einigen Jahren nicht mehr nötig sein wird, und wenn es mir nicht mehr gefällt, dann nehme ich es mir wieder zurück." Herr v. Diest erzählt weiter, daß er im Jahre 1870-71 den Fürsten Bismard nochmals habe veranlassen wollen, das allgemeine Wahlrecht zu ändern, aber Fürst Bismarck wollte nicht. ** Ein neuer Versuch der Polen, mit Hilfe des Zentrums Demonstrationen gegen die preußische Östmarkenpolitik 31 inszenieren, ist als mißlungen anzusehen. Wie ein polnisches Blatt mitteilt, hat das Zentrum es der polnischen Reichstagsfraktion abgeschlagen, Unterschriften für eine Interpellation herzugeben, welche die polnischen Abgeordneten aus Anlaß des neuen Ansiedelungsgesetzes einzubringen beabsichtigten. * * In den Tagen vom 23. bis 25 August findet in Fulda die diesjährige Konferenz der deutschen Bischöfe statt. Hauptberatungsgegenstände sind eine Kundgebung bezüglich der bevorstehenden Halbjahrhundertfeier der Verkündigung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis Mariä sowie eine einheitliche Feststellung der Grundsäße für die Benutzung der den katholischen Kirchengemeinden gehörenden Friedhöfe bei Beerdigung nichtkatholischer Christen. frankreich. Immer neue Kulturkampfunruhen gibt es Frankreich. Jetzt wird wieder aus Nantes gemeldet: Bei einer Inventur- Aufnahme, die unter dem Beistand von Truppen und Gendarmen in einer früheren Ordensschule in Gouffé vorgenommen wurde, kam es zu ernsten Rubestörungen; die ge= samte Bevölkerung des Ortes widersetzte sich dieser Maßnahme. Ein Leutnant vom 64. Infanterie- Regiment sowie mehrere berittene Gendarmen wurden durch Stockschläge und Steinwürfe bedenklich verwundet. Erst nach längeren Bemühungen der Gendarmen gelang es, den Platz vor der Schule zu sperren und dem Liquidator den Eintritt in das Schulgebäude zu ermöglichen. Mehrere Personen wurden verhaftet. Oefterreich- Ungarn. Die sozialdemokratische Parteileitung in Budapest behauptet, sichere Kenntnis" davon zu haben, daß die ungarische Regierung die Auflösung sämtlicher sozialistischen Fachorganisationen plane, die Mitglieder der Parteileitung berhaften und die Parteikassen beschlagnahmen lassen wolle. Balkan- Staaten. Eine merkwürdige Erklärung für den bevorstehenden Besuch des Bulgarenfürsten Ferdinand in Berlin bringen österreichische Blätter. Danach soll der Besuch bezwecken, die Fürsprache Kaiser Wilhelms für die Umwandlung Bulgariens in ein Königreich zu gewinnen. Der Fürst soll die Zeit gekommen glauben, wo er von Rußland das Zugeständnis, Bulgarien zum Königreich zu erheben, erlangen kann; und er glaub: angeblich auch, daß der Sultan auf die Fürsprache Rußlands hin nachgeben werde. Die Pforte dagegen, sowie auch Desterreich weisen den Anspruch zurück. Man glaubt nun, daß Fürst Ferdinand sich bemühe, die Vermittelung Kaiser Wilhelms zu gewinnen, da letterer sowohl den Zaren wie den Sultan im Interesse der bulgarischen Wünsche beeinflussen könnte. Hier ist wohl nur der Wunsch Vater des Gedankens. Türkei. In Mazedonien rumort es wieder: Die türkische Polizei hat im Dorfe Sassa( Bezirk Kotchani) 20 große Bomben entdeckt; es erfolgten zahlreiche Verhaftungen. Amera. 2 Herr Castro, der Präsident von Venezuela, scheint wieder etwas im Schilde zu führen. Wie über Newyork gemeldet wird, nimmt die venezolanische Regierung Waffen: fänfe vor, besonders an Artillerie für die Häfen Porto Ca bello und La Guanra. Eine französische Firma liefert für 300 000 Dollars Geschüße. Diese Rüstungen überraschen, da erst kürzlich alle Differenzen mit den Nachbarstaaten erledigt worden sind. In Washington befürchtet man Komplifationen bei den noch ausstehenden Ratenzahlungen an die Mächte. Nun, dann wird Herr Castro wieder etwas auf den Kopf kriegen. Diesmal dann aber wohl etwas ener= gischer als bisher. Verdient hat der brave Sennor eine fräflige Lektion reichlich. Deer und flotte. Die diesjährigen Kaisermanöver finden nach einer kaiserlichen Verordnung nördlich und nordöstlich von Hamburg statt, und zwar vom 5. bis 13. September. Durch große Eisenbahntransporte werden die Mannschaften des Gardeforps am 4. September nach Altona befördert. König Alfons von Spanien als deutscher Admiral. In Madrid trafen gestern Oberst Baron Digeon v. Monteton und Kontreadmiral Graf Baudissin ein, der erstere, um sich beim König als neuer Kommandeur seines Magdeburgischen Infanterie- Regiments zu melden, der lettere, um dem König die deutsche Admiralsuniform zu überbringen. Nab und Fern. A Das deutsche Schützenfest 1906 soll in München abgehalten werden. Die Hauptschüßengesellschaft München will 50 000 Mark, der Münchener Schüßenbund 20 000 Mk. zeichnen. Der Magistrat beschloß in Uebereinstimmung mit dem Gemeindekollegium, als Garantiefonds der Stadtgemeinde einen Betrag von 50 000 Mark zu zeichnen. Attentat auf den Erzbischof von Freiburg. Während der letzten Sitzung des erzbischöflichen Ordinariats zu Freiburg drang der Priester Dr. phil. Rieger aus Pforzheini in den Sizungssaal und gab einen Revolverschuß auf den Erzbischof Noiber ab, ohne ihn jedoch zu treffen. Rieger, ein Mann von 42 Jahren, hat die Tat begangen, weil ihm die Berechtigung zur Erteilung des Religionsunterrichts an Mittelschulen versagt worden ist unter Hinweis auf Vortommnisse in seiner Vergangenheit. Er hatte vor längerer Zeit seinen Posten durch eigenes Verschulden verloren, es war ihm aber darnach durch den Erzbischof die Absolvierung der philologischen Studien möglich gemacht worden. Rieger, der an Verfolgungswahnsinn zu leiden scheint, wurde verhaftet. Bestialisch verstümmelt wurde ein Mann in das Krankenhaus zu Frankfurt a. M. eingeliefert. Die Verlegungen, die an die scheußlichsten Grausamkeiten erinnern, die die Herero sich den überfallenen deutschen Ansiedlern gegenüber zuschulden kommen ließen, sind derartig, daß sich die Feder sträubte, sie zu beschreiben. Wie es heißt, soll das Verbrechen an dem Unglücklichen in einem zweidei igen Haus begangen worden sein. Vereiteltes Bombenattentat. Das Todesurteil gegen die Verüber der Lütticher Bombenattentate scheint auf die belgischen Anarchisten wenig Eindruck gemacht zu haben. Schon wieder wurde ein Anschlag von ihnen geplant. In Gilly bei Charlesroi entdeckte Frau Degend, die Inhaberin einer fleinen Wirtschaft, auf dem Boden ihrer Wohnung eine Bombe. Die Polizei hatte kurz vorher mehrere Haussuchungen vorgenommen und in der Wirtschaft der Frau Degend eine Anzahl anarchistischer Umtriebe verdächtiger Individuen berhaftet, die Waffen bei sich trugen. Troßdem Frau Degend gänzlich unbeteiligt an dem Vorgang war, hatte man ihr jetzt aus Rache eine Bombe von großer Explosionsgewalt gelegt, deren Zündschnur jedoch vorzeitig erloschen war. O Ein 103jähriger Selbstmörder ist auf dem Armenkirchhof des Londoner Vororts Festining beerdigt worden. Der älteste Insasse des Armenhauses, James Burns, wurde bald nach seinem 103. Geburtstage mit durchschnittener Kehle im Bette aufgefunden. Neben ihm lag das Messer, mit dem er die Tat vollführt hatte. Er lebte noch, und als man ihm ärztlichen Beistand leisten wollte, sagte er nur: Laßt mich nur sterben, ich habe lange genug gelebt." Bald darauf starb er wirklich. Burns war ein Irländer, der lange Zeit hindurch in der britischen Flotte gedient hatte. Er schied aus, als er das 50. Lebensjahr vollendet hatte, und verdiente sich seitdem seinen Lebensunterhalt als Straßenhändler. Er war fast 80 Jahre, als er sich mit der 30jährigen Tochter eines italienischen Reiermannes verbeiratete, aber die Che foll febr glidlich gewesen sein, bis ihn vor zwei Jahren seine Frau mit den drei Kindern verließ. Den Schlan bat er mich wieder Der foren under in . ma Durch eine Kesselexplosion wurde der Schleppdampfer Fred Wilson" in der Nähe von Louisville zerstört. Dabei wurden 13 Lente getötet, 3 tödlich und 5 weniger gefährlich berießt. Eine ganze Familie verbrannt. In Weston- superMare fam, wie aus London gemeldet wird, bei einem Brande die ganze Familie des Restaurateurs Huntley und zwei Hausmädchen, im ganzen 6 Personen, ums Leben. Das Feuer brach nachts aus, als die Hausbewohner im tiefsten Schlaf lagen und griff so schnell um sich, daß niemand gerettet werden konnte, Schulaufficht und Schuldisziplin. ( Von einem Pädagogen.) In Berlin wurde ein Prozeß verhandelt, der geeignet ist, die ganze deutsche Lehrerwelt zu interessieren, da es sich, wenn man alle Nebendinge unberücksichtigt läßt, bei ihm am letzten Ende um die Frage handelte: Kann unter Umständen die Schulaufsicht an der Schuldisziplin rütteln? Ein Berliner Redakteur war der Beleidigung des Schulrats Ullmann angeklagt, weil er behauptet hatte, daß dessen reaktionäre Eingriffe in das Schulwesen in der Lehrerschaft viel böses Blut gemacht hätten. Der Schulrat stelle die Lehrer vor den Schülern bloß und demütige sie. Er verlange von den Lehrern, daß sie alles, was sie zum Lernen aufgeben, selbst auswendig fönnen, und wenn dann ein armer Lehrer stecken bleibe, dann gebe der Schulrat der Klasse das Signal zum Auslachen. In der Verhandlung ergab sich, daß, wie vorauszusehen war, davon keine Rede sein konnte, daß der Schulrat das Signal zum Auslachen" gegeben hätte. Ebensowenig konnte eine ganze Reihe von anderen Vorwürfen, die der betreffende Redakteur crhoben hatte, erwiesen werden, und die Sache endete auch schließlich mit seiner Berurteilung zu drei Monaten Gefängnis wegen Beleidigung. Aus der ganzen Beweisaufnahme aber ergab sich zur Evidenz, daß unter der Lehrerschaft der Eindruck geherrscht hatte, als sei das Verfahren des Schulrats ihr gegenüber geeignet, ihr Ansehen bei den Schülern zu untergraben. Daß dem Aufsichtführenden kei der Forderung, der Lehrer möge ein bestimmtes Gedicht austvendig ver der Klasse deklamieren, die Absicht ferngelegen hat, den Gefragten eventuell bloßzustellen, ist, wie gesagt, erwiesen und von vornherein nicht anzunehmen. Ob es aber in Rücksicht auf die so notwendige Disziplin in der Klasse vorsichtig gehandelt war, den Lehrer überhaupt einem Fiasto auszuseyen, ist eine Frage, die sich von selbst verneint, wenn man mit dem Kindescharakter vertraut ist. Das Kind-- und sei es das trohlerzogenste und bestgearteste ist nur zu sehr geneigt, über jeden Fehler, den sein gestrenger Herr und Meister, der oft auch im Stillen in törichtem Unverstand, Peiniger" genannte Lehrer, begeht, eine diabolische Schadenfreude zu empfinden. Da außerdem noch hinzukommt, daß der kindliche Verstand sehr leicht verallgemeinert und mit dem momentanen Nichtwissen des unvorbereiteten Lehrers seine eigene Unwissenheit und Faulheit beschönigen würde, so liegt es auf der Hand, daß durch derartige gänzlich unnötige Experimente dem Ansehen des Lehrers und damit dem Gedeihen seines Unterrichts in der Klasse nur geschadet werden kann. Der Aufsichtführende ist doch wohl überhaupt nicht dazu da, nachzuprüfen, ob der Lehrer noch alles das genau im Gedächtnis hat, was er einst auf den Vorbildungsanstalten gelernt und über dessen Besitz er sich vor der Prüfungskommission hinlänglich legitimiert hat. Er soll vielmehr sich davon überzeugen, daß der Lehrer mit Eifer, Geschick und sittlichem Ernst das Gelernte seinen Schülern vermittelt. Ob er bei der Deklamation eines Gedichts das Buch zur Hand nimmt oder die Verse auswendig hersagt, ist für den Eindruck, den sein Vortrag auf Ohr und Gemüt des Schülers macht, vollkommen gleichgültig. Nicht gleichgültig aber ist es für sein ganzes Lebenswerk, wenn er durch einen Befehl des Vorgesetzten gezwungen wird, sich infolge eines leicht verzeihlichen Gedächtnisfehlers vor den Schülern bloßzustellen und in einem Augenblick seine unschäßbare Autorität, oft die Frucht mühsam erlernter Taktik und schwerer Selbstzucht, für immer einzubüßen. Der Lehrerstand hat seine schweren Lasten. Dem Lehrer wird jeder Uebergriff, den er sich in der Erregung zu schulden tommen läßt, vom Gesez, von den Eltern und der öffentlichen Meinung mit derben Strichen angekreidet. Vom Lehrer verlangt der Staat die Erziehung guter Staatsbürger, der Geistliche die Bürgschaft, daß die lernenden Kinder gute Christen bleiben, die Eltern, daß ihre Söhne und Töchter den Grund zu gutem Fortkommen in der Welt legen. Der Lehrer ist das Mädchen für alles", und man muß unserer deutschen Lehrerschaft nachsagen, daß sie ihrem schweren und entsagungsreichen Beruf mit Eifer und selbstloser Hingabe obliegt. Damit sie dies aber zum Segen der Nation kann, ist nötig, daß sie unbedingtes Ansehen bei der ihr anvertrauten Jugend genießt. Wenn das von unverständigen Eltern manchmal im falschen Interesse" ihrer abgöttisch geliebten Kleinen außer acht gelassen wird- Geduld! Das ist nur allzu menschlich. Die Oberen aber müssen, das kann der Lehrerstand verlangen, jede Gelegenheit peinlich vermeiden, durch die eine Schädigung der Disziplin eintreten könnte. Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) „ Ja, wie war'n m'r damals so glücklich!" „ Siehste Elsche, nimm m'c's nit übel, wenn ich Dir was sag', das Du nit gern hörst. Ich sein' n armer verachteter Teufel und Du bist' n vermögliches Mädchen und darum nähmst Du so fein wie mich. Aber wenn Du arm wärst, gäb ich noch was drum." Elschen schaute den Tiophel tränenden Auges fragend an. Es hatte ihn offenbar nicht recht berstanden. - - „ Wenn Du' n armes Mädchen wärst, könnt ich wohl um Dich freien," fuhr er fort, und ich glaub', wenn ich Dich zur Frau befäm'- ich will nur so sagen dann würd' der Gär tiophel' n ganz anderer Mensch ich würd'n Lamm. " Tiophel, was machste für G'schwäßer!" sagte Elschen halb unwillig. Wie fommste auf so was?" " Ich muß Dir wenigstens mal sagen, Elsche, wie glücklich ich sein könnt', wenn ich Dich friegen fönnt'. Wenn mich's auch nichts hilft, weil ich der arme verachtete Gänse- Tiophel sein, so muß es aber doch mal ' raus." „ Ich verachte Dich ja weiter nit." „ Na, ja, Du sprichst so mit mir, wie die Andern auch, weiter aber willste nichts von mir wissen. Darum acht' ich den Hangcurt so hoch und fönnt mein Leben für'n lassen, weil er mich nit merken ließ, daß mein Vater in d'n Eisen gesessen hat." ,, Da fannst Du ja nichts für, Tiophel." Allerdings nit das sagen sie all'. Aber ich Vermischtes. [ Die große Springprozession zu Echternach] hatte dieser Tage etwa 15 000 Bilacr dorthin geführt. Diese Prozession wird bekanntlich) alljährlich zum Dank für das Aufhören des Veitstanzes abgehalten, der om 8. Jahrhundert in der Gegend von Echternach wütete. Die Teilnehmer an der Feierlichkeit führen die Prozession unter Begleitung der Geistlichkeit und zahlreicher Musikanten auf ihrem Zuge von der Sauerbrücke bis zu der auf einem einzelnen Hügel gelegenen alten Pfarrkirche mit den Reliquien des hihigen Willibrord, zu der 60 Stufen hinaufführen, in der Meie aus, daß sie jedesmal nach drei vorwärts gemachten Schrit ten zwei rückwärtsspringen. A[ Nene Diamantgruben im Gavlande.] Der Reichtum bes Kaplandes an Diamanten scheint schier unerschöpflich zu sein. Schon wieder ist eine neue Diamantgrube zwischen Griquatown und Postmasburg entdeckt worden. Der tapländische Finanzminister Malton gibt bekamm, daß die Ausbeutung, solange die Grube als offene betrieben würde, sehr lohnend sein wird. [ Verlorene Pestbazillen.] Daß unter Rubrik„ Verlorene Gegenstände" in den Zeitungen aud Rethazilien figurieren könnten, hätte sich der selige Bcn Akita doch wohl nicht träumen lassen. Das ist sicher noch nicht dagewesen. Der bekannte Londoner Bakteriologe Dr. but hat mehrere Flaschen mit indischen Pestkulturen auf der Fahrt von St. Paul nach Chicago verloren. Die Polizei ist eifzig auf der Suche nach dem gefährlichen Objcft. [ Die Ainus.] Ueber die Ureinwohner orans, die Ainus, macht ein englisches Missionsblatt interessante Angaben. Die Frauen, unter denen sich viele chöne Jiguren finden, haben kleine Hände und Füße ausgezeichnete ähne und eine frische Gesichtsfarbe, der das übliche Tätowieren jun den Mund kaum vie! Eintrag tut. Die Frauen no durchweg bescheiden und keusch. Von den hübschen und anziehenden Kindern wird unbedincter Geborsam gefordert. Die Männer sind gerade und treu, dabei meralisch und Höslich. Sie dürfen nur ein Weih nehmen. Das Heiraten ist ihner nicht vor dem 21. und den Mädchen nicht vor dem 17. Jahre erlaubt. Wenn ein junger Menn ein Mädchen heimzuführen wünscht, so muß er erit die Erlaubnis seines Häuptlings einholen, mit den Vater seiner Erwählten sprechen zu dürfen. Wird er von diesem günstig aufgenommen, dann schickt er dem Mädchen einen japani en Gegenstand als Gescheni zu, womit die Verlobung erklärt ist. Die Hochzeit folgt inmittelbar darauf. Das Hochzeitsgescent des Brautigans besteht meistens in Ohrringen sowie in einem schönen japanisch Umschlagetuch( Kimono). ** Fehler im neuen Reichskursbach sind mehrfach nachgewiesen worden. Abgesehen von Druckfehlern in den Stationsnamen stimmen vielfach die Abfahrtszeiten nicht, die Abkürzungen sind falsch gesezt, Bezeichnungen verschiedener Art sind nicht richtig eingetragen. An zuständiger Stelle ist bereits der Vorschlag gemacht worden, eine Neuausgabe zu veranstalten oder aber einen Berichtigungsanhang herauszugeben. Warum hat man denn aber vor der Drucklegung nicht vorsichtiger und genauer geprüft? ** Wie man sein Leben verlängert, erörtert ein ungesehcner Londoner Arzt deutscher Abstammung, Sir Hermann Weber, in einem medizinischen Fachblatt. Er gibt am Ende seiner interessanten Ausführungen zur Erreichung des genannten Zieles folgende Vorschriften: Erhaltung aller Organe in kräftigem Zustande. Erfcuninis und Bekämpfung krankhafter Tendenzen, mögen dieselben ererbt oder erworben sein. Mäßigkeit im Essen und Trinken und anderen förperlichen Genüssen. Seine Luft in und außerhalb des Hauses. Regelmäßige Körperbewegungen an jedem Tage und bei jedem Wetter; in vielen Fällen auch Atembewegungen, sowie Fuß- und Klettertouren. Früh zu Bett und früh wieder auf. Dauer des Schlafes mur 6 bis 7 Stunden. Tägliches Bad oder Abreibungen; je nach der Leibesbeschaffenheit warm oder kalt oder auch beides. Segelmäßige Arbeit und geistige Beschäftigung. Celbsterziehung zur Freudigkeit, Ruhe des Gemüts und zu einer hoffnungsvollen Lebensanschauung. Bekämpfung der Leidenschaften und nervösen Angstgefühle En fräftiger Wille, der das Individuum dazu zwingt, gesund zu leben und alkoholhaltige und andere Reizmittel servie häubende und empfindungslos machende Mittel zu verineiden. möcht's den Andern all' noch mal eintränken, daß sie mich für'n Ausgestoßenen anseh'n. Ich leid' drunter, Elsche, fannst mir's glauben, und ich fühle mich nicht glücklicher, als draußen in meiner Wildhütt', wenn ich da allein sein und's is kein Mensch da, der sich um mich fümmert. Drum hab ich auch gar kein Verlangen, mich bei den Menschen in guten Ruf zu bringen, weil mich's doch nichts hilft." Mitleidsvoll schaute das Mädchen den Wildhirten an. Es konnte desser Empfindungen wohl begreifen, und es sah, daß er nur eine bessere Erziehung zu genießen und nicht unter einem Fluch habe zu leiden brauchen, um ein ordentlicher Mensch zu werden. Daher fam auch wohl sein finsteres Wesen, das er von früher Jugend an zur Schau trug, denn er fühlte schon als Anabe die Mißachtung, die ihm selbst mitunter seine jugendlichen Spielaenoffen zu Teil merden ließen. Ich hätt' nit geglaubt, daß Du solche Gedanken hätt'st, Tiophel," sagte Elschen, aber Du scheinst nit so schlimm zu sein, wie sie Dich machen." " Ich wär'n Anderer, Elsche, wenn die Leut' anders wär'n! Der Hangcurt tut mir ja unendlich leid, daß es so weit mit ihm kommen is und ich fühle mich schuldig, daß ich viel d'czu g'tan hab'. Aber Du kannst nit begreifen, wie wohl es mir tat, daß wenigstens Jemand im Dorf war, der meine Gesellschaft aufsuchte." „ Das glaub' ich Dir, Tiophel, aber da d'rvon frieg' ich niemals meinen Hangcurt wieder." Unsere Bursche sein Schlafhauben! Wenn ihnen Einer was zum Besten gibt, überlassense ihm Leib und Seel'! Der fremde Bursch hätt' nit in's Dorf g'durft! Verdammt nit!" " Was haste da, Tiophel, daß Du so ärgerlich bist?" Lokales. 28. Mai 1904. Die Bataillons besichtigungen des 116. Inf. Regiments fanden heute Vormittag in Anwesenheit des neuen Korps- Kommandeurs Ez. von Eichhorn, des Divisions fommandeurs Freiherr von Gall und des Brigadefommandeurs Graf von Ranih statt. * ** Gestern wurden die Maurerarbeiten für die neu zu erbauende Augen- und die chirurgische Klinik bergeben. Es erhielten die Baufirmen Jäger& Rumpf Los I mit Mr. 156642 und Abermann& Kling in Gemeinschaft mit Birkenstock& Schneider das andere Los mit Mt. 101204. ** Lahnkanalisation. Am 25. Mai fand im Rathaussaal zu Ems eine Vorstandssigung des Lahnkanal Vereins statt. Es wurde beschlossen, die unterm 2. Mai an das preußische Abgeordnetenhaus gerichtete Eingabe betreffend Aufnahme der Lahnkanalisation in die wasserwirtschaftliche Vorlage dadurch wirksam zu ergänzen, daß alle in Betracht kommenden Gemeinden des Lahngebiets um ihre Zustimmungserklärung gebeten werden sollen. Die diesjährige Hauptversammlung des Lahnkanal- Vereins ist auf Sonntag, den 26. Juni, nachmittags 3 Uhr, nach Limburg anberaumt. Ferner wurde Herrn Baurat Roeder in Diez die Ausarbeitung des neuen Projektes, dessen Fertigstellung nach Möglichkeit beschleunigt werden soll, endgiltig übertragen. Mit großer Genugtuung nahm die Versammlung davon Kenntnis, daß der nassauische Kommunallandtag sich entschieden für eine baldige Kanalisation der Lahn ausgesprochen und beim Landesausschuß die Bewilligung einer Beihilfe zu den Kosten des neuen Projektes befürwortet hat. Es wurde noch berichtet, daß auch die hessischen Interessenten nunmehr lebhaft in die Agitation für die Lahnfanalisation eingetreten sind. Am 18. Juni findet in Gießen eine öffentliche Versammlung statt, in der Herr Baurat Roeder einen Vortrag über die Lahnkanalisation halten wird. Inzwischen ist bekannt geworden, daß der Herr Minister der öffentlichen Arbeiten die Wasserbauinspektion Diez beauftragt hat bis zum 1. August d. I. feftzustellen, ob der Ausbau der Lahn zu einer Wasserstraße im Sinne der von dem Lahnkanal- Verein verfolgten Bestrebungen sich mit einer Summe von 10-12 Millionen Mart bewirken läßt. Die nächste Vorstandesizung des LahnkanalVereins soll in Niederlahnstein stastfinden. *** Das Oberkonsistorium in Darmstadt hat die Veranstaltung einer Kollekte in dem ganzen Lande angeordnet, zum Zwecke der Erbauung einer evangelischen Kirche in dem ehemals rein katholischen Orte Kostheim bei Mainz. Aur Affäre Jouz. Das Gericht, das über den Abg. Jouz in der II. Kammer gehalten wurde, hatte bekanntlich die Wirkung, daß die Stellung des genannten Herrn als Direktor der Bahn Bußbach- Lich in bedenkliches Wanten geraten ist. Um seine erschütterte Position wieder zu befestigen, bemüht sich nun der Herr Abgeordnete Jout die Gemeindevorstände der bei der Bahn, beteiligten Dörfer zu einer Vertrauensfundgebung für seine Kosten zu veran lassen. Wie wir hören, haben einige Dörfer, darunter Griedel und Oberhörgern, dieses Ansinnen glatt abgelehnt, während einige andere sich in der Tat dafür gewinnen ließen; schwerlich aber dürfte dieser Versuch d.n gewünschten Erfolg haben, denn was man von einer derartig zustande gekommenen Vertrauenstundgebung zu halten hat, liegt auf der Hand. - - = Eine Nach feier des 20jährigen Stif tungsfestes des Maschinenbauer Gesangvereins wurde erwartet und war nach dem Verlauf des Festes auch vorauszusehen. Dieselbe findet morgen auf dem Festplat Oswaldsgarten statt. Das Programm zeigt, daß neben den Volksbeluftigungen und Tanz auch am Abend in der Festhalle Musit- und Gesangsvorträge geboten werden, Der Eintritt somit einen würdigen Schluß bilden wird. von 20 Pfennig ermöglicht es Jedermann, sich dort einige genußreiche Stunden zu verschaffen und so dem Verein für seine anerkennenswerte Arbeit für das Zustandekommen des an Pfingsten stattgefundenen Nationalen Gesangswettstreits, welcher ja so außerordentlich schön verlaufen ist, seinen Dank und Wohlwollen zu befunden. Die Wirtschaft in der Fefballe bat mirt Carle X Die abends 91 verfammlung auf der Tage der Mitglied * Im die Abhaltu Mainz nunme Bel Di welche zu Schliehung des Ridftande fin andernfalls fi trag ift binne und in 2 Ep deffen Stello Bormund zu des Lehrling find stempelf Handwertel den Lehrver Gremplar er ** H * fam in die ein junger bon den Ga genannt. gefehen, auch eine ihr He zur pochzei die zur Be Auch die der fich de und Braut ihnen auch Sohn enti par- und noch flott jesto Haus wurde, wen leben der 2 baran zu überzeugen Behörde n erft gelang getroffen u auf dem G " J fag' Dir,' S grimmt mich, wen.. ich den fremden Jung im Dorf seh. An Dir liegt's, Elsche, gib ihm doch den Laufpaß!" " Das kann ich nit mehr!' s is schon zu spät d'rzu!" " Freist'n aber doch nit gern, he?" Elschen schwieg. " Ich glaub', Du tätst mich noch am End' eher frei'n, wie den, wenn ich was hätt'!" Obwohl Elschen durchaus nicht heiter gestimmt war, mußte es doch über den drolligen Zorn Tiophels lachen. Es bemerkte, daß der bloße Umstand, daß es mit diesem in ein für ihn interessantes Gespräch sich eingelassen, dessen Selbstgefühl gehoben hatte. Gern nehm' ich' n allerdings nit," erwiderte das Mädchen. Aber die Umständ' verlangen's." " Jag' ihn fort, wenn er wiederkommt! Der Hang curt fommt gewiß noch mal' raus. Und wenn et fäm' und Ihr Beide würd'' n Paar, dann, sag' ich Dir, tät ich mir ein ansaufen, daß ich elf Tag' lang im Wochenbett läg'." " Das sollt'ste thun auf meine Kosten," versetzte Elschen fast im Jubeltone. Aber", fügte es traurig hinzu,' s is ja unmöglich." Tiophel erhob sich und bezahlte seinen Schnaps. ' S is naut( nicht) unmöglich," sagte er dabei. ,, Gute Nacht, Elsche." , Gute Nacht, Tiophel." Dann war er hinaus. Draußen redete er mit sich selbst, während er die Dorfstraße hinaufschritt. Gr hatte es in seinem Selbstgespräch mit dem Burkhennersch zu tun, auf den er einen gewaltigen Haß geworfen zu haben schien. ( Forts. folgt). feinerzeit Eheleute v fönnen an feltener, bo 1513 in Grünber Wohnungso Gänger zu § Ar 6. Februa zug vera meister be der. zu dem di durch berf worden sei ihnen fern Simmentale Burschen e andere Sa Gericht fom daß die A Erlaubnis daß dersel war die Antlage f als der er 1/24 Uhr. erwiefen o erlannt. Geldstrafe des Verfa Bahnhofs 3 Minuten Angeneh 1.Corter A Aufmerk Die best für 2 gute gelegentlich Frei Mai 1904 Des 116. Ju fenheit des neur Festhalle hat, wenn wir richtig unterrichtet sind, Herr Gastpirt Carlé übernommen. × Die Gießener„ Contentia" hält heute Samstag, abends 91/2 Uhr, im Wigandt'schen Sälchen eine Generalen fonnte fer laurer Menschedruwel de Gigang net finne. ( Forts. folat.) ▲ Laubach. Unser Verkehrsverein darf für sich in| met Brärrer zugenogelt en mer läife e halb Stonn erimm Anspruch nehmen, daß seine Bemühungen zur Hebung des Fremdenverkehrs in hiesiger Stadt von bestem Erfolg gefrönt sind. des Divisions persammlung ab. Verschiedene wichtige Angelegenheiten stehen Böt hier ist von 1. Juni an nach Lumda, Strecke adefommandeurs beiten für di ife Alinit be & Rumpf Los in Gemeinich mit Rt. 10120 term 2. Mai an auf der Tagesordnung, welche ein recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder bedingen. zu * Im Einvernehmen mit der Berliner Feuerwehr wurde bie Athaltung des deutschen Feuerwehrtag Mainz nunmehr auf die Tage vom 3. bis 6. September bestimmt. * 2ehrvertråge. Diejenigen Handwerksmeister, ** Rückstande sind, mögen hiermit nun nicht mehr länger fäumen, (:) Nieder- Ofleiden, 25. Mai. Herr Bahnvorsteher Grünberg- Lollar, verseßt. Mit seinem Weggang verlieren wir einen Beamten, der durch sein biederes Auftreten und sehr gefälliges Wesen im Dienst jedermanns Hochachtung und Freundschaft hervorgerufen. Möge er mit seiner Familie recht glücklich in der Rabenau wohnen. *** Weglar, 27. Mai. Die 63 jährige Witwe Rupp von Erda öffnete sich mit einer Sichel die Pulsader der linken Hand. Sie wurde tot aufgefunden. Fulda, 26. Mai. Heute früh haben hier alle Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Um 21. Mai. Friedrich August Hermann Krause, Lokomotivhilfsheizer dahier mit Auguste Johanna Stauß hierselbst. Emil Moriz Kindler, Handlungsgehilfe dahier mit Maria Börb in Großen- Linden. 24 Karl Friedrich Wilhelm Scheumeister, Tapezier und Dekorateur dahier mit Elisabeth Wilhelmine Berg hierselbst. Johann Hammon, Schuhmacher in Offenbach mit Anna Katharine Noll hierselbst. 25. Georg Kreis, Fuhrmann dahier mit Margarete Aßmann in Weidenhausen. 26. Wendelin Klepper, Hilfsbahnsteig5. Mai fand i welche zu Ostern Lehrlinge angenommen und mit der Abdes Labutan hließung des gesetzlich vorgeschriebenen Lehrvertrags noch im ingabe betreffend andernfalls sie Strafe zu gewärtigen haben. Der Lehrver. auf Kündigung arbeitenden Maurer ihren Meistern ge- schaffner in Nieder- Olm mit Anna Marie Magdalene ferwirtschaftlig trag ist binnen 4 Wochen nach Beginn der Lehre schriftlich fündigt gemäß des Beschlusses, den gestern eine Ver- Elisabeth Schwarz dahier. alle in Betrag und in 2 Exemplaren abzuschließen und vom Lehrherrn oder sammlung von 200 Maurern im Verband christlicher Baure Buftimmungs dessen Stellvertreter, vom Lehrling und dessen Vater oder handwerker faßte. *** Kassel, 27. Mai. Der Kaiser kommt nach seinem don Bennet- Woche residirt, nach Wilhelmshöhe. esjährige Haupt Bormund zu unterschreiben. Ein Exemplar erhält der Vater Sonntag, der des Lehrlings und das andere der Lehrherr. Lehrverträge Aufenthalt in Homberg v. d. H., wo er während der GorEheschließungen. Am 21. Mai. Wilhelm Best, Zahlmeister- Aspirant dahier mit Luise Klotz hierselbst. Otto Paul Hoffmann, Kaiserl. Landrichter in Babern mit Elisabeth Schäcker dahier. Rudolph Peter Johannes Rieße, Architeft in Eiberfeld mit Elsa Regina Franziska Steinhäuser dahier. Gottlieb Daniel dahier. 25. Friedrich Wilhelm Mörsch, Sanitätssergeant dahier mit Katharine Friederike Hengst hierselbst. Ferdinand Friedrich Karl Hermann Werner, Großh. Lehramtsassessor in Laubach mit Emma Elise Johanna Krauße dahier. Geborene. burg anberaumt find stempelfrei; Formulare zu denselben werden von der Diez die Aus Handwerkskammer geliefert. Mitglieder einer Innung haben En Besoch uff dem Gäßer Sengerstreit.**) Reßler, Lagerist in Offenbach mit Karoline Laura Gerndt tigstellung vad den Lehrvertrag in 3 Exemplaren abzuschließen, das dritte tig übertragen Exemplar erhält die Innung. ammlung davo unallandtag n der Lahn aut Bewilligung eine befürwortet hat ie beffishe Wafferstraße in ** Hoffen und Harren. Vor etwa 28 Jahren fam in die Wirtschaft der Burg Gleiberg bei Gießen ein junger Kellner, namens Tavernaro aus Desterreich, von den Gästen, wie die„ Kl. P." schreibt, nur der" Peter" genannt. Peter, ein schmucker Gauymend, war bald gern gesehen, auch bei den Schönen des Dorfes, von denen ihm on für die Lahe time ihr Herz zuwandte, beide trafen auch Borbereitungen Suni findet i gur Hochzeit. Beter schrieb an seine Heimatabehörde um ng statt, in de bie zur Berehelichung nötigen Papiere, aber immer vergebens. die Lahnkanali Auch die verschiedenen Bemühungen des Bürgermeisters, geworden, daj der sich des Paares annahm, blieben ohne Erfolg. Peter die Wasserbau und Braut lebten inzwischen als Mann und Frau, es fehlte luguſt b. F. feft ihnen auch nicht an Nachkommenschaft, eine Tochter und ein Sohn entsprossen dem Verhältnis. Das Paar tam aber auch, rfolgten Bestreb spar- und arbeitssam wie es war- Beter„ lellnert" heute Millionen Mar och flott weiter zu einem gewissen Wohlstand, es besitzt des Lahnkanal to Haus und Hof und dazu einiges Ackerland. 8war wurde, wenn ein neuer Bürgermeister fam, das Zusammenleben der Beiden regelmäßig beanstandet, es war aber nichts daran zu ändern, denn jedes Gemeindeoberhaupt mußte sich überzeugen, daß troß seiner Bemühung von der österreichischen Behörde nichts zu erreichen war. Dem jezigen Bürgermeister erst gelang es, die Papiere zu bekommen, sie sind jetzt eingetroffen und die beiden Brautleute werden nun heute Samstag auf dem Standesamt getraut werden. Wenn die Papiere seinerzeit rechtzeitig eingetroffen wären, hätten die jungen in bedenkliches Eheleute vor zwei Jahren bereits die silberne Hochzeit feiern Position wieder tönnen anstelle der silbernen Brautschaft, die übrigens viel geordnete Joutseltener, vorkommt. ot hat die Ver nde angeordnet, bangelischen Drte Kofthein ericht, das über ten wurde, hatte des genannten teiligten Dörfer ften zu veran rfer, darunter latt abgelehnt, ewinnen ließen ünschten Erfolg§ Krofdorf. 17 hiesige Burschen waren angeklagt, am ande gekommenen 6. Februar ds. J. in Krofdorf unbefugt einen Fastnachtsuf der Hand. zug veranstaltet und durch denselben den dortigen Bürgerrigen Stifmeister beleidigt zu haben. Die Angeklagten behaupten, wie er: Gesang, der„. Anz." schreibt, daß ihr Zug zu dem vorhergehenden, Dem Verlauf des zu dem die Erlaubnis eingeholt war, gehörte und wollen nur morgen auf dem durch verschiedene Umstände von dem ersten Bug getrennt Programm zeigt worden sein. Eine Beleidigung des Bürgermeisters habe auch am Abend ihnen fern gelegen; sie wollten nur die Einführung der geboten werden, Simmentaler Rasse- in dem Zuge wurde von loftümierten Der Eintrit Burschen ein Simmentaler Ochs einhergeführt, während fich dort einige andere Schilder usw. trugen- verherrlicht haben. Das dem Verein für Gericht kommt durch die Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung, standekommen de daß die Angeklagten sich strafbar gemacht haben. In dem Besangswettstreits Erlaubnisschein zum ersten Zuge habe ausdrücklich geftanden, iſt, ſeinen Dan daß derselbe ohne Unterbrechung vor sich gehen sollte, auch war die Zeit zwischen 2 und 3 Uhr festgesezt. Der unter Anklage stehende Bug habe sich erst in Bewegung gesetzt, als der erste sein Ziel schon erreicht hatte und zwar gegen 1/24 Uhr. Weiter nimmt das Gericht die Beleidigung für erwiesen an, denn jeder hätte die zugrunde liegende Absicht erkannt. Sämtliche Angeklagten werden deshalb zu 10 Mt. Geldstrafe ev. für 5 Mt. 1 Tag Haft und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Grünberg. An den Neubekleidungen so vieler Häuser in Grünberg merft man die Nähe des Sängerfestes. Der Wohnungsausschuß geht seit Tagen, um Wohnungen für die Eänger zu suchen. Wir wünschen guten Erfolg. rtschaft in de wen..( D) De liegt's, Glady schon zu sp am End' cha heiter geftimmt n Zorn Tiophel Imstand, daß e es Gespräch fid Bahnhofstrasse 66 3 Minuten vom Bahnhof Von Guschtav Velten aus L.... ' s woar Himmelfo ahrtsmaad en Gäße en weil m'r sfält doch e wint Geschäfte harre, so mocht ech mich met meiner Ahle uff die Lappe en fuhr nach Gäße uff de Maad. Wäi mer nu fält aus d'r Eisebooh growinn däre, soh ech, doaß oam Bohnhoob eß alles verännert is, se hun sogor e Imzeunung imm die Schienegleißer gemacht, en' s bläib us naut annersch iwrig, als driwer se klärern, wann m'r außem Bohnhoob winrig, are brier de flären, wann er ärmert, en wollt' groat üwer die Schiene laafe, packt mich uff amol aaner mit'r rure Stapp em R'nick en jaht ech hätt mich strofboar gemacht en mißt durchs Quell gieb. De führt us dann so' r Trepp enoab en se'n Räller en uff amol foame m'r uff d'r anner Seire wirrer eraus en wearn gleich berm Wohnhoob, wäi de Sach ower sesamme heng, woas ech haut noach net. M'r ginge dann uff de Maad en wäi m'r us Geschäfte besorgt harre, hat mei Ahlt, m'r wollte aach emol en die „ Stodt Berlin" geh', en äbbes Wormes esse. Wäi m'r nu doa hintoame, bestellt ech gleich zwo Bortione Solwerflasch en nach e wink woarme Wäirscht, en wanns sei fennt, noach öbbes Semf dabei. Wäi m'r nu groat enfinge se ässe, schwagte se uff amol vo em große Fest en Gäße. Ech riß die Noge uff, dann dovo hatt ech noch naut geharrt, en befregt mich, wäi de Geschicht mit dem Fest wehr, en do sahre se, doaß ez die Pingste uff Oswaldsgorte en große Sängerstreit obgehaan det wern, wo se sich imm die Preiße reiße dere. Doas mußt ech seh, en aach mei Ahlt wollt do debei sei. Wäi m'r nu hernoch bezohn dere, saht us d'r Wirt aus d'r„ Stodt Berlin, doaß d'r Gesangverein„ Eintracht" vo Alsdorf bei ihm ässe det. M'r trunke ußer Bäier aus, en ginge zum Christian Wallenfels uff de Maadplatz, tiefe us e Fomilieforte fersch Fest, mochte us dann so langsam uff die Eisebooh en fuhre haam. En d'r Woch fer Pingste fäif sich dann mei Ahlt noch en naue bloe Moze en an bondische Innerrock en broacht m'r noch vo d'r Lepse Marie en naue Schleps fersch Feft met. De Samstag mettog mochte mer us gerecht en fuhre noach Gäße uffs Fest. Wäi m'r nu fält aussteie däre, maant ech mei Ahlt wolle narrisch wern, so dert se, wäi se de väile Fohne en den Krohm vam Bohnhoob soah, se sahre all,' wehr schu wege dem Fest. M'r ginge wirrer inner d'm Käller her en moachte us so langsam noach d'r Stoadt. Wäi mer nu häi owe o die Bohnhoodſtroß komme, seeh ech, doaß do so e gruß Durchfohrt gebaut eß, de iß mit grine Reiser zaugedeckt, doa fregt mei Ahlt gleich, wozau hu' s dann doas Ding do higestellt. Ei, sei doch net so dumm, ſahr ech, doa ställe sech die Senger druff en sänge. M'r drifte us weirer en ginge e mol uff de Lonys Bierkeller, ſe ſabre, doa wehr de Gesangverein" Frohsinn" vo Langgöng en wäi mer hiekomme, häiß es, se feme erscht de Mundog. Mer trunke e flaa Schnäpse en moachte us dann uff de Weg noach dem Dswaldgoarte. Wäi mer do hiekoame, woar alles **) Wenn auch verspätet, bringen wir im Nachstehenden einen Artikel eines unserer Mitarbeiter vom Lande über den nationalen Gesangswettstreit, welcher infolge seines oberhessischen Dialektes und derben Aussprache doch sicher Interesse und Beifall bei den Lesern finden wird. Wilhelm Amend □ 66 Am 14. Mai. Dem Weißbindermeister Konrad Dürr eine Tochter, Marie Luise. Kutscher Heinrich Völpel eine Tochter, Ontonie Margarete Anna. 19. Fuhrmann Karl der ein Sohn. 20. Kaufmann Ludwig Lazarus eine Tochter, Hedwig. 21. Gärtner Viktor Bechtold eine Tochter, Lydia Wilhelmine Elfriede. 23. Rechtsanwalt Ludwig Raab ein Sohn, Hellmut. Tapezier und Polsterer Wilhelm Glock ein Sohn. 25. Taglöhner Johannes Emmerich ein Sohn, Johannes Otto. Gestorbene. Am 21. Mai. Marie Anna Urmersbach, geb. Röser, 63 Jahre alt, Witwe des Landwirts Johann Urmersbach, dahier. Elisabethe Walther, geb. Petri, 81 Jahre alt, Witwe des Schmiedemeisters Philipp Walther dahier. Louise Labroisse, 74 Jahre alt, Rentnerin dahier. Friedrich Römer, 1 Mt. alt, Sohn des Eisendrehers Friedrich Römer dahier. Katharine Mahr, geb. Pfeiffer, 54 Jahre alt, Ehefrau des Schaffners i. P. Johannes Mahr dahier. 22. Louise Herr, 1 Jahr alt, Tochter des Hilfsbremsers Heinrich Herr dahier. 25. Kathariae Margarete Louise Kloos, 5 Mte. alt, Tochter des Formers Georg Karl Kloos, in Offenbach. 27. Anna Roß, 2 Jahre alt, Tochter der Arbeiterin Charlotte Roß, dahier. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 29. Mai. Meist schwachwindig, zeitweise heiter, bei etwas fühlerer Nacht tagsüber wärmer, stellenweise geringe Ge witteregen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Marttberichte. Gießen, 26. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarit fosteten Butter per fb 80-1.00 Mt., Hühnereter per Stück 5-6 Pfg., Enteneier St. 7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00. Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stild 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse der Pfd. 65-70 Bfg., Dchsenfleisch per Pfd. 70-80 fg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 60-72 Pig. Sd meine fleisch gesalzen per Pfund 0.76 Big., Kalbfleisch per Pfd. 68-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfa.. Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, lepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktjeit bon 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhant nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. *** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmartt, vom 28. Mai. Weizen 17,00-00,00, Rorn 14,00 big, Gerſte 12,50, Safer 14,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 4,80-5,00, Linsen 00,00 Mark. Alles per Doppelzentner. Verantwortlim: für den politischen, vermischten und unterhaltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teil Karl Klose, Grünberg. AUTOL unübertroffenes Del H.mobius« Sohm Motorzweirader. Hannover. Basel Bahnhofstrasse Gute Feldbrandsteine Telephon Nr. 152. Café Konditorei erwiderte da Angenehmes, gemütliches Lokal. Beliebter Treffpunkt f. Fremde hatte. n's." mt! Der Hang Und wenn a nn, sag' ich Di Tang im Wochen - empfiehlt aus bestem Material bei sorgfältigster Behandlung hergestellte ff. Corten, Kuchen, Cee- u. Weingebäck. Eis- u. Crêmespeisen etc. Ausschank von hiesigem hellen, Pilsener und Berliner Weiss- Bier. Reingehaltene Weine. Posten," berie Aufmerksame Bedienung. ügte es traurig inen Schnaps. fagte er dabei redete er mit fid inauffchritt. G em Buchennerf Saß geworfen ( Fort. folg Die besten unter allen ähnlichen Produkten sind MACC MAGGI'S Schutzmarke Kreuz Stern in Würfeln Suppen zu 10% ffür 2 gute Teller Suppe. Ein Versuch überzeugt. Jedermann anNeues Billard. in kleineren und größeren Posten hat vom 20. Mai ab dauernd abzugeben Gewerkschaft Elisenburg, Grünberg Grube Stangenrod bei Lumda. Ein braver Junge Küchenmädchen Ein braver Junge der das Schlosserhandwerk erlernen will, wird gesucht. Wilh. Nagel, Schlossermstr. Gießen, Oftanlage 3. gelegentlichst empfohlen von Christoph Bieker, Neustadt 55. 3 Freibant.te und Montag: Stierfleisch 54 Pfg., Ochsenft. ges.40% fg. sofort gesucht. Alte Klinik Gießen. in die Lehre sucht Wilhelm Schmitt I. Glasermeister. Kanzleiberg 7. Gießen. für Jungen Schreinergesellen Kindermädchen Webgehilfenſtelle sofort gesucht. Karl Beil, Gießen, Wetsteingasse 33. für einige Stunden pro Tag bei einem Rechtsanwalte oder auf gesucht. Meldungen nimmt die Exp. d. Bl. entgegen. einem sonstigen Bureau. Gießen, den 21. mai 1904. Armenamt Gießen. Theodor Kaiser, Stempelfabrik ( Stempel- Kaiser) Berlin 12, Charlottenstr. 16 Kautschuk- u. Metall- Stempel jed. Art billigst. Ges. gesch. Zigarrentaschen und Portemonnaies mit Stempel von 2,25 an, ТурапDruckereien .20 Pf. Musterb.gr.u.fr. Firmen- u.Datumstemp. v. 50 Pf. an. V v. 1,25 an, kl. Stempel v. 2 * g. Blutstock. Timerman Hilfe* amburg Fichteftr. 33. Maschinenbauer- Gesang- Verein zu Giessen. Nachfeier Sonntag, den 29. d. Mts. auf dem Festplatz, Oswaldsgarien. Von nachmittags 3 Uhr ab: Konzert, Tanz und Volksbeluftigung. Die Musik wird von der Kapelle des Inf. Regts. Nr. 116 unter Leitung des Herrn Musikdirektor Krauße gestellt. G. F. F. Extra- Konzert des Giessener Konzertvereins St. zum Besten des Theater- und Saalbaues Sonntag, den 5. Juni 1904, abends 6 Uhr pünktlich in der Turnhalle zu Giessen. Ausführende: Der Schulersche Männerchor Die Sintoniekapelle des zoologischen Gartens Frankfurt a. M. unter Leitung des Grossh. Universitäts- Musikdirektors G. Trautmann. Solisten: Frau Minna Obsner- Hentschel aus Essen( Sopran). Herr Hans Bahling vom Stadttheater in Aachen( Bariton. Programm. 5. ,, Durch Kampf zum Fried"( Chor und Orchester) von 1. Die Allmacht( Chor u. Orchester 2. Lieder am Klavier } Fr. Schubert. 6. Lieder am Klavier von 7. Volkslieder a capella von 3. Chöre a capella von Zengen, Brahms, 0. diLasso 4. Lieder am Klavier von Ernst Ludwig Grossherzog von Hessen. E. Seyffardt. Schäffer, Obsner. Koschat, Silcher. Hugo Wolf. 8. Lieder am Klavier von 9. ,, Waldmeisters Brautfahrt"( Chor und Orchester) von J. Brambach. Karten bei Herrn Ernst Challier( Musikalienhandlung) und an der Kasse: Sperrsitz 3.50 Mk. ( für Mitglieder des Konzertvereins 2.00 Mk), unnum. Platz 2 Mk., Studentenkarte 1 Mk. NB. Nur diejenigen Mitglieder des Konzertvereins, welche sich bis zum 5. Juni, 1 Uhr, in die bei Herrn Ernst Challier aufliegende Liste eingetragen haben, haben Anspruch auf den ermässigten Preis( 2.50 Mk.). August Kilbinger, Giessen, Seltersweg 19. Telefon 276. - Größtes Kinderwagen- Geschäft am Plak. Enorme Auswahl in allen Preislagen. Erstklassige Fabrikate von Kinderwagen, Sport. wagen, Leiterwogen, und Krankenfahrstühlen. Ständiges Lager von 200 Stück Kinderwagen. Auf Wunsch Katalog. Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Siz. Hölzer find abnehmbar, was bet Zusammenhängen oder Umallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. Technische Gummi- u. Asbest- Fabrikate Gummischläuche für alle 3wede, Treibriemen sowie sämtliche technischen Artikel für maschinelle Betriebe. Gebrüder Georg Telephon 249. Gießen. Bismarckstraße 6a. „ Union" erstklassige DampfWaschmaschine zugleich Schlachtkessel und Futterdämpfer empfehlen Brüder Schmidt' Giessen. Prospekte gratis und franko. Reiche Hetrat! Junge Waise, M. 400 000 Verm.( Wein Kind als eig. anzuerk.) Edelg. Herren- a. o. 1. Verm.wollen s. unter ,, Reform" Berlin S. 14 bewerben. Dienstag, den 31. Mai: Uebung. Antreten präzis 8½ Uhr. Die Mar nschaften der mechanischen Leiter, sowie die Steiger haben 814 Uhr zu einem Apell anzutreten. Sämtliche Uniform und Ausrüst ungsstücke sind mitzubringen. Das Kommando. Zahnklinik Gießen, Bahnhofstraße 63. Wochentags 1-3 Uhr Unbemittelte unentgeltlich. Gemahlene DalliSeife Unersetzlich für Wäsche u. Hausputz. Mäurer& Wirtz.Stolberg Rhld. Prima Apfelwein empfiehlt stets frisch Deutscher Hof, Gießen, Neuenweg. Ein Eintritt 20 Pfg. Der Vorstand. Betreff: Ausbruch der Backsteinblattern in Alsfeld. Bekanntmachung. Nachdem in einem Gehöfte zu Alsfeld unter den Schweinen die Backsteinblattern ausgebrochen sind, haben wir über dieses Gehöfte die Sperre verhängt. Alsfeld, den 25. Mai 1904. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. Dr. Melio r. Betreff: Backsteinblattern in Elpenrod. Bekanntmachung. Da die Schweine eines Gehöfts zu Elpenrod als an den Backsteinblattern erkrankt verdächtig erscheinen, so haben wir über dieses Gehöfte die Sperre verhängt. Alsfeld, den 24. Mai 1904. Großherzogliches Kreisaint Alsfeld. Dr. Melio r. Gras- und Kleeversteigerung der Stadt Gießen. Mittwoch, den 1. Juni, nachmittags 6 Uhr wird die Gras- und Kleeernte von verschiedenen Grundstücken am Weglarerweg zwischen dem Güterbahnhof und der Margaretenhütte( 8 bis 10 Morgen) an Ort und Stelle zur sofortigen Aberntung meist bietend versteigert. Die Zusammenkunft ist am Weglarer Weg an der Eisenbahnbrücke. Gießen, 28. Mat 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Britschwägelchen Vergebung von Bauarbeiten. 15-20 Ctr. Tragkraft, fteht billig zu verkaufen. Konrad Schneider, Die zur Kanalisierung der Brunnengasse in Allendorf a. d. Lumda Ober- Widdersheim. erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, bestehend in Bet einer deutsch. Lebens-, Unfall, Haftpflicht. Kranken-, Kinder-, u. Volks- Versicherung- Aktien- Ge sellschaft ist die Stellung e. tücht. Inspektors sof. z. besetzen E8 werden en sprechendes Firum. Keine Garantie Kr. 12 bonnemen ' s Saue g Boatiebell миб б Das Bla fitt Ein neu that, wie aus ei Leutwein herbo gefunden. Be der einen und anderen Seite Am 2 b. Eftorf Leute bom matangara fegt. Der fidh tapf und 6. Aon Geiten einen Groß dete wegge größer. Dies tompagnie Kriegsfrei Kreis Wol Major b. fehrte dam rambaffuz Erdarbeiten Betonarbeiten veranschl. zu 938,80 Mr. Die Mel 411,40 bon Leutwei " " " 1 Rohrlegarbeiten " " Materiallieferungen " " 405,90 2800,00 die nach Oft " berg zufamme sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote, die sich sowohl auf sämtliche, als auch die Schar de Waterberg gel Aus nach Angehörigen williger bom Sande Süd Provision u. Retsetesen vergütet. Bet zufriedenstellenden Leistungen auf einzelne der vorgenannten Arbeiten beziehen können, ist die Stellung pensionsb. Anstell. sind bis erfolgt d. d. Direktion. Wohnungss. noch Vereinb. Gfl. ausf. Offerten Dienstag, den 6. Juni 1. Js.. nachmittags 4 Uhr m. Lebensl., Referenzen u. genauem auf der Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. abNachweis der bish. Erfolge werden sub F. R. 395 an G. L. Daube zugeben, wo alsdann die Eröffnung derselben stattfindet. & Co., Frankfurt a. M. erbeten. Voranschlag, Pläne und Bedingungen liegen im Bureau des Unterzeichneten( Brandplag 9, Zimmer Rod Arbeiterinnen Nr. 20) zur Einsicht offen. einige sowie Lehrmädchen werden jederzeit angenommen. Anna Kramer, Robes und Konfektion. Gießen, Loeberstraße 11, part. Frankfurter Maschinenfabrik Akt.- Gel. Frankfurt a. M. baut Maschinen zur Holzbearbeitung aller Art und für jede Branche. Courante Maschinen stets vorrätig. Neueſte Conſtruktionen. Billigite Preiſe. Vertreter: Carl Bellmann, Caffel, Wörthitraße 6. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Inhaber: Oskar Gutmann. Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. In meiner mech Schreinerei mit Motorbetrieb finden mehrere Schreiner oder Glasergesellen dauernde Arbeit. H. Keßler, Lollar. Tüchtige Agenten, auch stille Vermittler für Kranken-, Unfall, Haftpflicht- Volts, Kinders u Lebensversicherung sofort gesucht. Geft. Offerten an Wilh. Sperling, Subdirektion, Frankfurt a. M, Bahnhofplatz 8, erbeten. Gießen, den 24. Mat 1904. Der Großh. Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. interessante in dem 800 intereffante Um 6 U Kommandoru nung, es fin heftiges Iautem uri men die Kaff Sturman Restaurant ,, Ostend", Gießen heißt es aber ( früher: 3u den vier Jahreszeiten"). Sonntag, den 29. Mat cr., von nachmittags 4 Uhr ab: Grosses Konzert verbunden mit Tanzkränzchen. Ludwis Abel, Grünbergerstraße 47. Für gute Sveisen und Getränke ist bestens aelorgt. Eintritt fret. O Dampfdreschmaschine Mähmaschinen für Gras und Frucht, Heurechen, Futterschneidmaschinen werden wegen Aufgabe des Geschäftes unter dem Einkaufspreis abgegeben. Louis Moll, Grünberg. ADLER Das beste Fahrrad! 39 , Wunderbar" leichter Lauf. Die feinste Marke! ,, Grösste" Verbreitung. Fahrräder, Motorwagen, Schreibmaschinen, Motorzweiräder. Viele höchste Auszeichnungen, Staatsmedaillen etc. Vertreter: Heinrich Hamel, Grünberg. Gebrauchte Fahrräder stets auf Lager. Fachgemässe Reparaturen schnell und billig Das Seiteng wird den Sch Feuer berma bligen schon fommen imm gab's na ins Auge, id genommen, immer, was fommt zuer Kompagnien aber los: Laden", us folchen Fene fich zurück, Meter Entfe uns still zur ift ausgegang nichts erreich Sehr bem deren, inzwifd Unterm 2 Ich habe aber icon id gibt meistens oder Nudeln, felbft zurechtn Aber dann ge und morgens Stüdchen Br fommen, und Mariche find Sand und& immer 40fo beläftigen affer f Feldflaschen alte, me Dide Schußtr tud ist. Wir eine haben m